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Peak Oil und die Folgen (Seite 1322)


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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.788.298 von keepitcool am 07.07.16 19:30:32Die Auto-Verkaufszahlen in China entwickeln sich wieder sehr stark.
Im Juni gab es einen Anstieg bei den Fahrzeugverkäufen (PKWs und Nutzfahrzeuge) zum Vorjahr von 14,58 %. Das Wachstum beschleunigt sich also erneut.
Dazu muss man beachten, dass etwa 90% dieser Menge netto zusätzlich auf die Straßen kommt. Denn in China gibt es bis jetzt nur wenige Fahrzeuge, die ins Verschrottungsalter kommen.
Besonders drastisch ist das Wachstum im Bereich der Light Trucks (Pick Ups, SUVs), nämlich unglaubliche 40,7 % mehr gegenüber dem Vorjahresmonat, auf über 630 Tausend Einheiten. Damit setzt sich das ebenfalls starke Wachstum in diesem Segment der Vormonate ungebrochen fort.
Vergesst also die Prognosen, der Benzinverbrauch in China würde sich nicht weiter deutlich erhöhen. Die jetzige Importmenge liegt schon bei über 7 mb/d. Und steigt jedes Jahr um weitere 0,5...0,7 mb/d an.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.815.532 von extriakel am 12.07.16 14:03:41Ganz genau.

Dazu ist auch das Wachstum der Premium-Hersteller stark (BMW etwa gleich stark wie das Marktwachstum). Die Kaufkraft legt in China deutlich zu. Die Zahlen von heute deute ich auch als Signal für eine stabile Weltwirtschaft. BMW hat global über 9 % mehr Autos als letztes Jahr verkauft. Daimler liegt für das erste Halbjahr bei +12 %. Gm vermeldete zuletzt auch ordentliche Verkaufszahlen. Dazu die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA vom letzten Freitag.

Die Konsumkraft nimmt global zu.

Sehr erfreulich für mich ist aber, dass die Konzerne der Elektromobilität und dem autonomen Fahren mehr und mehr Aufmerksamkeit zollen. Langsam kommt Bewegung in der Thema.
Ugo Bardi hats verstanden
Er hat auch ein paar Monate gebraucht, um das ETP-Model zu verstehen. B.W.Hill hat es ihm vor etwa 4-5 Monaten geschickt. Als Professor für Physikalische Chemie hat er den natürlich wissenschaftlichen Background, um die Rolle der Thermodynamik zu verstehen. Auch wenn der Artikel nicht von ihm selbst ist, steht er hinter dem Inhalt.

http://cassandralegacy.blogspot.de/2016/07/some-reflections-…


Some reflections on the Twilight of the Oil Age - part I

The end of the Oil Age is now

If we had a whole century ahead of us to transition, it would be comparatively easy. Unfortunately, we no longer have that leisure since the second key challenge is the remaining timeframe for whole system replacement. What most people miss is that the rapid end of the Oil Age began in 2012 and will be over within some 10 years. To the best of my knowledge, the most advanced material in this matter is the thermodynamic analysis of the oil industry taken as a whole system (OI) produced by The Hill's Group (THG) over the last two years or so (http://www.thehillsgroup.org).

THG are seasoned US oil industry engineers led by B.W. Hill. I find its analysis elegant and rock hard. For example, one of its outputs concerns oil prices. Over a 56 year time period, its correlation factor with historical data is 0.995. In consequence, they began to warn in 2013 about the oil price crash that began late 2014 (see: http://www.thehillsgroup.org/depletion2_022.htm). In what follows I rely on THG’s report and my own work.


Endlich begreift es mal jemand und schreibt sogar drüber !!!
B.W.Hill zu dem Post
Some reflections on the Twilight of the Oil Age – part I
Guest post by Louis Arnoux
Thanks Apn – I missed that post.
Before we published the report in 2013 we sent copies of it to over 50 people who we felt would be qualified critics. Being, mostly engineers ourselves, the majority of those recipients were professors of thermodynamics at engineering schools. Their response was unanimous! Everyone of them stated that they could not find a thing wrong with the theory, or its implementation.
Everyone of them also stated that the results of the study were so overwhelming that they did not want to take a public stand to defend it. We understood! If for some reason it turned out to be incorrect it would be a career destroyer. Even if it is not incorrect, its advocacy could easily result in the termination of even a tenured professor. The Etp Model is an incredibly dangerous study – no matter how one views it!
After completing the report we sat on it for almost two years. It took that long for us to even admit to ourselves that it could be accurate. Its conclusions are so devastating! Most of the folks who prepared it bailed out, and are still spending their time preparing for what they know is to come. They have mostly adopted a policy of silence. Having worked in the corporate world they are very aware of the fate of bearers of bad news.
A couple of us volunteered to bring its results to the world, even though we knew that we would mostly be facing derision, malice, and a plentiful dose of ignorance. We decided to take a low profile approach. We put up a web site, and dished our results out a spoonful at a time. Any more than that was likely to put the world into a state of shock; which would not help the situation one bit.
Over the next year we can now expect many more qualified persons to come forward. We know that the Russians are aware of the Model and its implications. So also are the Saudis and the Chinese. How this will play out I can not know, but play out it must.
Thank you Mr. Ugo and Mr. Arnoux
BW Hill
http://www.thehillsgroup.org/

Ich habe mich schon oft gefragt, wie es kommt, dass so wenig Leute über das offensichtlich physikalisch Richtige berichten. Shorties Begründung kann ich vollständig nachvollziehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.835.317 von keepitcool am 14.07.16 18:04:35Offenbar erleben wir derzeit eine Beschleunigung des weltweiten Temperaturanstiegs:

http://www.n-tv.de/wissen/Juni-2016-stellt-Temperaturrekord-…

Bis März/April dieses Jahres konnte man ja noch El Nino für die Abweichnugen verantworlich machen, aber dieser Effekt ist jetzt definitiv beendet. Trotzdem bleiben die Temperaturrekorde.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.870.495 von extriakel am 20.07.16 08:02:01Siehe auch hier:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wetterrekorde-und-k…

Die Situation ist vermutlich bereits außer Kontrolle geraten, das bedingt nur die Befriedigung elementarster Grundbedürfnisse von 7,3 Milliarden Menschen.

Von sowas hier ganz zu schweigen:

Die meisten Menschen machen sich wenig Gedanken über ihre CO2-Bilanz. Dabei hinterlässt jede Tätigkeit, jedes Produkt, jede Dienstleistung, jede Mobilität einen CO2-Fußabdruck. Allein 40 Prozent der klimarelevanten Emissionen werden durch Ernährung und Konsum verursacht. Forscher des Freiburger Öko-Instituts (Institut für angewandte Ökologie) und des Potsdamer Klimaforschungs-Instituts haben errechnet, dass zehn Rollen WC-Papier mit 2,5 Kilogramm CO2 zu Buche schlagen. Wobei 84 Prozent auf die Produktion entfallen.

Auch das Internet ist ein CO2-Riese. „Alle Server weltweit haben die gleiche CO2-Emission wie der Flugverkehr“, heißt es bei Umweltschutzorganisation Greenpeace in Hamburg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.748.689 von TME90 am 02.07.16 12:15:07@ TME

Komme erst jetzt dazu, da wollte ich nochmal nachfragen:

Abnehmende Grenzerträge eben, der gleiche (Haupt)Grund wie beim abflachenden globalen Wirtschaftswachstum übringens...


Siehst du da eine physikalische oder ökologische Grenze erreicht oder betrachtest du das als temporäre Phase ohne einschneidende neue technologische Durchbrüche?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.876.921 von Algol am 20.07.16 19:25:04Keine direkte Grenze aber ein rein logisch bedingter Abschwächungsmechanismus. Es ist der Gegenteil vom Catch Up Effekt und somit ein Thema der Ökonomie.

Wechsel ich als Landwirt von Zugtieren auf Maschinen, so gewinne ich extrem an Produktivität.
Führe ich erstmals Dünger ein, so geht mein Output massiv nach oben.
Nutze ich grüne Gentechnik, dann sehe ich wieder einen Schub.
Führe ich einen besseren Dünger ein, kann ich den Output weiter steigern
Führe ich einen noch besseren Dünger ein, kann ich den Output weiter steigern (...)

Die Steigerungsraten des Outputs werden aber abnehmen. Wenn ein neuer Dünger z. B. + 50 % brachte, wird die 25. Verbesserung vielleicht nur noch +3 % gegenüber der 24. Verbesserung bieten, aber sicherlich keine 50 %. (Beispielwerte)

Je effizienter eine Volkswirtschaft arbeitet, desto schwieriger wird es, nochmal z. B. 10 % effizienter zu werden und das selbst wenn es stetig neue Innovationen gibt. Wenn es einen Innovationsschub gibt (vielleicht die Digitalisierung/KI), kann es natürlich auch temporär nochmal gute Schübe geben, aber langfristig muss das Produktivitätswachstum abflachen, einfach weil die Basis stärker und stärker wird.

Die bisher wenig effizienten Schwellenländer können dadurch schneller wachsen, weil sie viele Verbesserungen der Produktivität noch vor sich haben. Das ganze zu extrapolieren, wäre aber wieder ein Fehler, weil auch sie es stetig schwerer haben werden, das Wachstum zu halten.
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Update der Preiskurve und Art Berman
Fast drei Monate sind rum, seit ich die Ölpreiskurve dargestellt habe, ein Update lohnt sich daher.


Die Ist-Preiskurve liegt in den Maxima etwa 15$ unter der ETP-Schwelle. Es ist nicht einmal eine Spur erkennbar, dass der Preis den Schwellwert erreichen könnte. Dass der tatsächliche Preis immer deutlich unter dem Schwellwert liegt, ist vermutlich darin begründet, dass der Schwellwert die Grenze darstellt, bei der der Verbraucher keinen Gewinn mehr mit dem Öl machen kann. Solange der Preis unter der Schwelle liegt, kann der Verbraucher noch Gewinn machen.

Art Berman hat einen neuen Post erstellt, indem er seine Vorhersage für die Ölpreisentwicklung formuliert.
http://www.artberman.com/blog/
Oil Prices Lower Forever? Hard Times In A Failing Global Economy

This price collapse is simply different than the others. It more fundamental. The economy has been pushed beyond its limits.

Post-Financial Collapse monetary policies, the cumulative cost of nearly four decades of debt-financed growth, and the return of higher oil prices have exhausted the economy. Most debt is non-productive, interest rates cannot be increased, and 2016’s low oil prices are still one-third higher than in the 1990s (in 2016 dollars).

Producers and oil-field service companies are on life support. One-third of U.S. oil companies are in default. Yet some analysts who have no experience working in the oil industry proclaim break-even prices below $40 per barrel and breathlessly predict that the business will come roaring back when prices exceed $50. Producers don’t help with outrageous claims of profitability at or below current oil prices that exclude costs and are not generally applicable to their portfolios.

As a result, the public and many policy makers believe that tight oil is a triumph of American ingenuity and that energy will be cheap and abundant going forward. The EIA forecasts that U.S. crude oil production will exceed the 1970 annual peak of 9.6 mmbpd by 2027 and that tight oil will account for almost 6 million barrels per day. Although I have great respect for EIA, these forecasts reflect a magical optimism based on what is technically possible rather than what is economically feasible.


The future for oil prices and the global economy is frightening. I don’t know what beast slouches toward Bethlehem but I am willing to bet that it does not include growth. The best path forward is to face the beast. Acknowledge the problem, stop looking for improbable solutions that allow us live like energy is still cheap, and find ways to live better with less.

Auch ohne Verständnis des ETP-Modells kommt er zum Schluss, dass der Ölpreis unten bleiben wird.
Die ersten Ergebnisse der Ölförderer in zweiten Quartal 2016 liegen vor
Anadarko: 692 Mio $ Verlust in 91 Tagen
Hess: 392 Mio $ Verluste
Pioneer: 268 Mio $ Verlust
Whiting : 301 Mio $ Verlust
QEP: 197 Mio $ Verlust
Statoil: 28 Mio $ Verluste

Wie wird es in Q3 weitergehen ?
Es wird bestimmt werden durch volle Lager, siehe
http://thegreatrecession.info/blog/crude-oil-price-rally-des…
Something Dark Emerges from the Tar Pits and Oil Sands, Destroying Crude Oil Price Rally

Mittlerweile sind nicht nur die Röhöllager voll, auch die Destillat-Lager sind voll.

Benzinlager in den USA sind voll:
Yes, you read that right. Gasoline stockpiles — right now at the peak season of gasoline demand — are at a thirty-year high!

Benzinlager in China sind voll:
The volume of China’s gasoline exports caught up with diesel last month as refiners dumped excess output in overseas markets to alleviate swelling stockpiles at home amid record domestic production. The world’s largest energy consumer more than doubled shipments in June compared with a year earlier…. The flood of shipments from China is exacerbating a glut of fuel across Asia, where processors are cutting operating rates as they grapple with a slump in refining margins…. (Bloomberg)
Dutch consultancy PJK International said that gasoline stocks held independently in the Amsterdam-Rotterdam-Antwerp (ARA) hub rose more than 12% to an all-time high. (Zero Hedge)





Demand for crude oil typically falls off during the second half of summer. This year crude prices peaked (for the present, at least) in June and have since slid about 17%. Last summer crude prices also peaked in June, and then July broke their back. The summer before that (2014), crude oil peaked for the year in June and then prices fell off a cliff the rest of the year, dropping 50% by year’s end.
Oil producers are concerned by what is shaping up to look like a new trend in the oil market where prices rally until June and then crashes the entire remainder of they year.

Es ist ziemlich sicher, dass in der zweiten Jahreshälfte 2016 der Preisverlauf dem von 2015 folgt und die Ölpreise weiter deutlich fallen.

Das ETP-Modell sagt voraus,
- dass bis zum Ende des Ölzeitalters werden die Preise unten bleiben.
- dass bis zum Ende des Ölzeitalters ein Überangebot an Öl vorliegen wird.
- und dass das Ende im Jahr 2029 liegt.
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