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Peak Oil und die Folgen (Seite 1370)

eröffnet am 05.05.10 21:10:24 von
neuester Beitrag 22.06.22 13:02:08 von

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14.09.10 15:33:35
Beitrag Nr. 1.413 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.146.431 von smiths74 am 14.09.10 11:38:05Eon möchte nicht noch mehr Brennelementesteuer zahlen und rechnet sich deswegen "arm".
Die haben aber genügend Geld und verdienen weiter Milliarden.

Als Beispiel konnte die Deutsche Bank jetzt locker eine Kapitalerhöhung von 10 Milliarden auflegen, um die Postbank zu fressen und ihre Kapitalbasis zu verbreitern nach Basel III.

Das wäre für Eon auch locker zu schaffen, wenn es am fehlenden Geld liegen würde.

;)
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14.09.10 12:59:40
Beitrag Nr. 1.412 ()
Hier nochmal zum Thema Ressourcen-Nationalismus, rare earth u.a., China

Der Befehl zur Verknappung kommt in Chinas Hierarchie von ganz oben - von Premier Wen Jiabao, einem gelernten Geologen.

Jetzt verstehe ich auch, warum die Chinesen eine derart intelligente Politik betreiben, der Premier ist ein Geologe, während im Westen überwiegend Ökonomen (von wem lässt die gelernte Physikerin Angie sich beraten?) das Sagen haben, die in der Regel absurdesten Wahnideen anhängen, wie Gelddrucken löst Probleme oder Geld ausgeben, macht reich...

http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/seltene-erden…
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14.09.10 12:43:25
Beitrag Nr. 1.411 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.146.877 von Urlaub2 am 14.09.10 12:37:33Das mag sein, Urlaub.
Wofür allerdings dir und möglicherweise auch den Notenbankern das Verständnis fehlt, es wird absolut nichts nützen, so lässt sich kein elementares Problem lösen, ganz im Gegenteil, über kurz oder lang wird so zusätzlich auch noch die Währung zerstört...
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14.09.10 12:38:17
Beitrag Nr. 1.410 ()
Off topic, aber recht interessant und aufschlussreich, Ex-Finanzminister Steinbrück zu den kritischen Momenten der Finanzkrise und anderen Themen:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,716955,00.html
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14.09.10 12:37:33
Beitrag Nr. 1.409 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.146.431 von smiths74 am 14.09.10 11:38:05Richtig, was die Amis am besten können, ist Geld drucken.

War schon immer so.

Da sind sie die weltweite Nummer 1.

:laugh:

Und in der Ölkrise, die ab 2020 kommt, wird auch die EZB wieder fleißig Staatsanleihen aufkaufen. Da gehe ich jede Wette ein.

Dafür werden auch die Kernkraftwerke länger laufen und weiter den dringend benötigten Strom produzieren.

;)
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14.09.10 11:38:05
Beitrag Nr. 1.408 ()
Ich hoffe jeder von Euch hat schon seinen eigenen kleinen Generator, den er mit dem immer knapper werdenden Öl betreibt....:laugh:

Folgendes Zitat aus der Finacial Times Deutschland von heute:

"Das erforderliche Kapital für künftige Investitionen zu finden wird schwierig", warnte Eon-Chef Johannes Teyssen auf der Weltenergiekonferenz in Montreal. "Die Verfügbarkeit von Kapital ist ein gigantisches Problem. Und der Kapitalbedarf für Erneuerbare und Kernkraft ist drei- bis viermal so hoch wie der für klassische fossile Kraftwerke."

"Die Verschuldung der europäischen Energiekonzerne ist doppelt so hoch wie die durchschnittliche Verschuldung aller Industrieunternehmen", rechnete Teyssen vor. "Wir sind die am höchsten verschuldete Industrie auf Mutter Erde."
...
"Die Verschuldung der französischen und italienischen Konzerne ist noch deutlich höher", stellte Teyssen klar. "Noch größer ist das Problem der Unterfinanzierung aber in den USA, wo die Infrastruktur über viele Jahre vernachlässigt wurde."

Ich sag ja, die Technik ist eigentlich da, sie ist nur schlicht nicht finanzierbar, da wir die Knete SCHON ANDERWEITIG AUSGEGEBEN HABEN!!!

Hier die Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:finanzierung-erneue…

Da fällt einem echt nix mehr ein...
Aber ich habe ja vergessen..Schulden sind ja gar kein Problem, denn wir können ja soviel Geld wie wir brauchen aus dem Nichts erzeugen....:laugh:

Viele Grüße

smiths74
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13.09.10 22:26:14
Beitrag Nr. 1.407 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.144.258 von smiths74 am 13.09.10 21:58:17Völlig richtig, smiths. Wobei ich bezüglich der Jahreszahlangabe 2011/12 bei Peak Coal (Energiegehalt) etwas skeptisch bin. Ich halte die 20er Jahre für wahrscheinlicher.
Aber je mehr tendenziell immer minderwertigere Kohle in stark steigenden Mengen gefördert werden muss, desto schneller sinkt die Reichweite. Ich habe ja schon mehrfach darauf hingewisen: die Chinesen haben innerhalb von 15 Jahren ihre Kohlereichweite gedrittelt auf jetzt nur noch knapp 60 Jahre. Die werden in absehbarer Zeit ihren Peak coal überschreiten und müssen schon jetzt steigende Mengen importieren.
Wenn die, wie geplant, in diesem Jahrzehnt weitere 400 Kohlekraftwerke errichten, gleichzeitig die Förderung aber nicht mehr steigern können, dann wird alleine China den Weltkohleexportmarkt absolut überstrapazieren. Auch Indien, das ja nicht so große Kohlevorkommen wie China hat, wird den Kohlemarkt sehr stark in Anspruch nehmen. Importkohle wird sauteuer werden.
Und im Verlauf der 20er/30er Jahre haben wir dann alle Peaks deutlich hinter uns: Peak Exportöl, Peak Exportgas und Peak Exportsteinkohle.
Und angesichts der seltenen-Erden-Problematik haben wir dann wahrscheinlich auch den Peak Windkraftausbau und Peak Photovoltaikausbau hinter uns. (Die letzteren beiden Peaks bedeuten nicht einen Rückgang der Energiemenge aus Windkraft und Photovoltaik, sondern eine stark nachlassende Dynamik des weiteren Ausbaus).
Außerdem werden wir es mit einem Peak Exportbiosprit zu tun haben, weil Länder wie Indonesien durch stark steigende Bevölkerung und zurückgehender nationaler Förderung von fossilem Öl den gewonnenen Biosprit immer mehr für sich selbst benötigen.
Wir kommen in den 20er/30er Jahren als importabhängiges Land (außer Braunkohle) fast bei jedem Energieträger unter Druck, bei dem eine Importabhängigkeit besteht.
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13.09.10 21:58:17
Beitrag Nr. 1.406 ()
Hallo Zusammen,
hier noch was zur Kohle:
1. die Reserves-to-production (R/P) ratio wird jedes Jahr in der BP Statistik ausgewiesen. Sie gibt die Reichweite in Jahren an. Man teilt die geg. Reserven durch die jährliche Produktionsrate.
Hier die neueste BP Studie:http://www.deutschebp.de/liveassets/bp_internet/germany/STAG…

Wen mann den zeitlichen Verlauf der (R/P) ratio der letzten 10 Jahre mal darstellt sieht das so aus:


Netter Trend oder? Die rote Linie stammt von mir und ist eine exponentielle Trendkurve..die lineare wäre so ernüchternd gewesen...:D

2. Folgender Artikel aus der National Geographic geht nochmal auf die Studie ein, die ich letztens schon mal gepostet hatte. Diese Studie geht wohl vom "Peak Coal" schon 2011-2012 aus.
http://www.opednews.com/articles/Peak-Coal-Has-Arrived-by-Na…
Er geht, wenn ich das richtig verstanden habe, NICHT davon aus, dass die jährliche Produktionsmenge zurückgeht, sondern das der ENERGIEGEHALT der geförderten Kohle sein Maximum haben würde!
Hier der Artikel:
http://news.nationalgeographic.com/news/2010/09/100908-energ…
Denn Kohle ist nicht gleich Kohle! Auch hier schlägt das Best First Problem wieder voll zu! Übertrieben gesagt sind die guten Anthrazitkohlen schon weitgehend verbraucht, was bleibt sind niederwertigere Kohlen!
Hier mal die Einteilung von verschiedenen Kohlenarten:
http://www.kohlenstatistik.de/ftp/Kohlearten.pdf

Es könnte also sein, das bei weitem nicht soviel Kohle da ist wie gedacht...
Time will tell!

Bis denne

smiths74
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13.09.10 20:26:09
Beitrag Nr. 1.405 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.138.945 von Mandala64 am 13.09.10 02:09:19Hallo Mandala64,
die tiefe Geothermie ist wirklich eine interessante Technik!
Hier der Abscnitt der interessant ist:
Die technischen Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Plans sind beträchtlich. Noch fehlt es an Technologie, um mit hinreichender Genauigkeit so tief zu bohren. Die hohe Temperatur stellt zudem hohe Ansprüche an das verwendete Material: Stahl wird spröde, Kunststoffe schmelzen, und elektronische Bauteile versagen durch die Hitze. Die norwegischen Forscher geben sich trotzdem zuversichtlich: Spätestens in 25 Jahren seien Techniken verfügbar, mit denen man in bis zu 500 Grad Celsius heißes Gestein bohren kann.

Druck und Temperatur stellen nicht nur das Material auf die Probe, sondern verändern auch die Eigenschaften des Gesteins selbst. Ob unter diesen Bedingungen Reservoire in der gleichen Weise erschlossen werden können wie in geringeren Tiefen, ist unklar: Wenn das Gestein der heißen Schicht nicht durchlässig genug ist oder gar kein Wasser enthält, presst man durch eines der Bohrlöcher mit hohem Druck Wasser ein. Dadurch öffnet man Klüfte im Gestein zwischen beiden Bohrungen, so dass die Flüssigkeit von einer zur anderen fließen kann.

Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Normale geothermische Kraftwerke arbeiten meistens nach dem Hot dry rock Verfahren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hot-Dry-Rock-Verfahren
D.h. 2 abgelenkte Bohrungen und das zwischen den Bohrungen liegende Gestein wird mit Hilfe von hydraulic fracturing künstlich aufgeweitet. Diese Technik kommt auch bei shale Gas Bohrungen zu Einsatz, nur meist nicht so tief.

In größeren Tiefen, die auch höhere Temperaturen bieten würden passiert jetzt folgendes: Die Gesteinseigenschaften ändern sich dahingehend, dass das Gestein gar nicht mehr "fest" ist, sondern eher die Konsistenz von Kaugummi bekommt! Es wird duktil! Selbst für die Bohrmeißel ist das ein Problem. Unter anderem war das das Problem bei der KTB in Windischeschenbach, der tiefsten Bohrung Europas.
http://www.vfmg-weiden.de/ktb.htm

Bei denen war bei 265°C Ende! Aber das war ja auch 1994... Jetzt sollen es 500 °C werden...

Also, drill baby drill :laugh:

PS: Die KTB hat damals ca. 500 Mio. Mark gekostet...
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13.09.10 15:29:36
Beitrag Nr. 1.404 ()
Hi,
mal an alljene, die mal an nüchterner Physik interessiert sind.

Ich möchte hier besonders die Berechnungen im Bereich Ökologie und Ökonomie empfehlen, welche sich im Anhang der Daten und Prognosen befinden.

http://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie3/start.htm

Prof. Dr. Dietrich Pelte kommt auf eine ganz nüchterne Zahl von max 3 Milliarden Erdenbürgern, die das Raumschiff Erde energetisch ertragen kann.

gruß Ralle
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