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Deutsche Rohstoff AG: Meldungen, Analysen, Meinungen (Seite 2331)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.695.901 von sircoin am 12.01.18 11:42:36
Zitat von sircoin: Ich kenne und respektiere die Argumentation einiger, die ein KGV für einen Wert wie die DRAG nicht als Kursrelevant ansehen. Hauptargument dieser Fraktion: WENN DRAG für 2020ff nicht neue Bohrflächen aquiriert, dann läuft das GEschäftsmodell ja langsam aus und deshalb kann man KGVs nicht als relevanten Wert ansetzen.

Meiner Meinung nach ist dies eine ignorante Einstellung. Ich sehe es anders; WENN es ein Geschäft bleibt (davon gehe ich aus), dann werden für 2020ff SELBSTVERSTÄNDLICH neue Flächen aquieriert werden können und dann wird es SELBSTVERSTÄNDLICH auch regelmässig neue Bohrungen geben. Auch SELBSTVERSTÄNDLICH wird es dann weiterhin hohe EPS-Werte geben.

Hast Du nicht selbst immer betont, wie intelligent es war, bei rekordniedrigen Ölpreisen Flächen zu einmaligen Konditionen zu pachten? Dass es weiterhin möglich ist, weitere Flächen zu akquirieren, stellt ja niemand in Abrede. Es ist nur schwerlich vorstellbar, dass bei Ölpreisen über 60 $ die Verpächter nicht wesentlich bessere Konditionen einfordern und damit die Rentabilität der Bohrungen deutlich sinkt. Immerhin pumpen Dutzende Firmen Milliarden in das US-Fracking, da gibt es sicherlich starke Konkurrenz um neue Flächen.

Die Befürchtung ist daher eher, dass die hohen Gewinne eben der besonderen Konstellation des günstigen Einstiegzeitpunkts geschuldet und schwerlich wiederholbar sind. Wie gesagt, dass ist eine Befürchtung, jedem hier wäre es lieb, wenn Du auf voller Linie Recht behältst!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.695.901 von sircoin am 12.01.18 11:42:36
Zitat von sircoin: Meine Meinung zum Thema pusher/basher hier im Forum:

Es gibt einige wenige grundsätzlich sehr positiv eingestellte hier, die OFT posten und somit manchem den Eindruck vermitteln, hier sei die Stimmung "blauäugig".

Andere (von der Anzahl her mehr als die positiven) tauchen immer mal wieder für einen eher kürzeren Zeitraum auf, blasen negative Halbwahrheiten in den Markt und sind dann irgendwann wieder weg.


Also, ich gebe dir ja in vielen Punkten recht. Aber das stimmt nun wirklich nicht. Die Optimisten sind hier eindeutig in der Überzahl. Das kann man schon allein an den Tippspielen erkennen. Es waren geschätzt mehr als 70% , die mit ihren Kurszielen zum Jahresende 2017 über dem tatsächlichen Kurs lagen.
Man sollte hier schon realistisch sein und zugeben, dass die Anzahl der Optimisten weitaus größer ist.
Das ist doch nicht schlimm. Warum sollten wir das leugnen. Zudem erkennt man das wohl auch daran, dass bei der Favoritenmeldung (Forum von KC) die DRAG weit vorne lag und liegt.
Dass du zudem schreibst, dass die nicht positiv gestimmten (von der Anzahl her mehr als die positiven).. negative Halbwahrheiten in den Markt blasen, ist zudem eine gewagte Behauptung.
Ich würde es z.B. nicht als Halbwahrheit bezeichnen, wenn jemand enttäuscht ist, dass in letzter Zeit die Prognosen nicht erfüllt worden sind.

Persönlich bin auch ich für die weitere Kursentwicklung recht zuversichtlich. Dennoch respektiere ich auch andere Meinungen. Zudem fehlt mir in deiner Kritik auch der Hinweis, dass die (deiner Meinung nach) wenigen Optimisten mit ihren Aussagen auch nicht immer richtig liegen (ich vermeide aber deinen Ausdruck "Halbwahrheiten").
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.697.005 von nikittka am 12.01.18 13:10:46Du wirst doch hoffentlich wissen, dass großer Optimismus eher ein Kontraindikator ist?. Dann müssten nach den Regeln der Börsenkunst die Kurse sinken. Den tweet hier bei Deutsche Rohstoff finde ich insofern interessant und auch ein wenig lustig, weil hier sich so viele Bilanzstrategen, Börsengurus oder Marktversteher tummeln, dass einem schon einmal ein Lächeln um die Mundwinkel entgleitet. Das will in diesen Zeiten schon was heißen.:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.697.005 von nikittka am 12.01.18 13:10:46
Zitat von nikittka:
Zitat von sircoin: Es gibt einige wenige grundsätzlich sehr positiv eingestellte hier, die OFT posten und somit manchem den Eindruck vermitteln, hier sei die Stimmung "blauäugig".

.


Ich muss das besser formulieren: Ich meinte nicht die GESAMTZAHL der Optimisten hier, sondern es gibt WENIGE, die OFT posten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.696.375 von Investor024 am 12.01.18 12:21:26
Zitat von Investor024:
Zitat von sircoin: Die Befürchtung ist daher eher, dass die hohen Gewinne eben der besonderen Konstellation des günstigen Einstiegzeitpunkts geschuldet und schwerlich wiederholbar sind. Wie gesagt, dass ist eine Befürchtung, jedem hier wäre es lieb, wenn Du auf voller Linie Recht behältst!


Das ist doch ein Top-Beispiel. Ich nehme das jetzt mal, nichts von dem was ich jetzt schreibe meine ich persönlich.

Klar gibt es Wettbewerb um die neu zu aquirierenden Flächen! Genau DESHALB hat die DRAG ja so top Karten neue Flächen zu bekommen!

Aber allein die unreflektierte BEFÜRCHTUNG reicht wahrscheinlich, den Kurs unten zu halten. Zurück zum Wettbewerb um die Flächen. Ein Beispiel:

Bauer Piepenbrink aus Denver Collorado besitzt Flächen, dessen Förderrechte er gegen Zahlung abgeben will. Er bietet es 10 Ölfirmen an, 10 weitere melden sich von allein. Was ist Bauer Piepenbrink wichtig? Er will Geld verdienen. Wann will er das? Vermutlich recht kurzfristig ab dem Moment wo er sich entscheidet abzugeben. Wäre es ihm egal, müsste er ja gar nichts abgeben.

Liegen die Ölpreise unten, bekommt er keine Einmalzahlung, sondern nur Royalties vom Umsatz. Liegen die Preise höher, bekommt er eine vergleichsweise niedrige Zahlung, den Rest aus den Umsatzroyalties.

Und jetzt schaut Euch mal nahezu ALLE potentiellen Wettbewerber der DRAG um die Flächen an. FAST ALLE, haben deutlich mehr Flächen "auf Halde" als aktuell in Produktion.

DRAG nicht.

Wenn ICH jetzt DRAG wäre, würde ich Piepenbrink klar machen: Schau Dir an, wie klein unsere Vorrats-Pipeline an Flächen ist. ALLEINE DESHALB kannst Du sicher sein, dass wir schnell in Umsätze kommen und nach 1-3 Jahren (geraten) die Royalties auf Deinem Konto einschlagen.

Bei nahezu ALLEN anderen kommt Deine Fläche mit auf die "Halde". Und wer garantiert Dir dann, dass es überhaupt in den nächsten 10 Jahren Umsätze und Royalties gibt?

Wenn DAS nicht bei einem Teil der Flächenbesitzer zählt, dann weiss ich es auch nicht.

---

Was das Argument "günstiger Einstieg" angeht, so ist Deine Empfindung meiner alten Aussagen nur teilweise richtig.

Richtig ist, dass ich damals die Aquise neuer Flächen ohne Einmalzahlung gefeiert habe. Das war zu dem Zeitpunkt, als es wenig/keine laufenden Einnahmen gab goldrichtig.

Im Umkehrschluss hat man sich bei der DRAG vermutlich auf höhere Royalties eingelassen. Ist völlig ok, denn wenn die fällig werden, ist ja Umsatz da. Da sie in % und nicht fix verrechnet werden, ist das unkritisch.

Bis 2019 wird auf solchen Flächen gebohrt.

Bei heutiger Neuaquise muss sicher auch am Anfgang Geld auf den Tisch gelegt werden. JETZT ist das aber auch kein Problem.

Die Preise kenne ich nicht, aber wenn ich zB 5 Mio$ vorab + Royalties auf den Tisch legen müsste (geratener Wert) um eine Fläche für 10 Bohrungen zu kaufen, dann verteuert sich jede Bohrung um 500.000$. Das gilt ja für jeden Fracker.

Das Konstrukt Flächen-/Bohrkosten zu Ertrag muss stimmen.

Das ist aber kein DRAG-Risiko, sondern allgemein ein Fracker- bzw. Ölfirmenrisiko!


Um nochmal auf das Zitat oben zurückzukommen: Aus den ursprünglich kostenlos aquirierten Flächen wird demnächst zu vermutlich hohen Royaltie-Kosten (%-Wert) produziert. TROTZDEM ist das EPS 18 und 19 hoch.

Natürlich kann das Verhältnis auch zukünftig schlechter werden. Aber auch da haben wir ja ordentlich Luft in der Bewertung der Aktie.
Puschen und Bashen sind OK, solange sie nicht ins polemische oder ins irrationale abgleiten. Die Börse ist wie ein Bazar, wo der "Verkäufer" seine Waren über den Klee lobt und der "Käufer" versucht die Ware klein zu reden. Es gehört halt dazu und größtenteils amüsiert es mich auch ein wenig.

Ich schreibe ja nur sporadisch hier im Forum, bin aber ein fleißiger Mitleser und denke es ist wieder mal Zeit all denen zu danken, die mit enormen Börsen-Wissen und Charttechnik und teilweise großem Fleiß uns anderen hier informieren.

Ich bin wohl einer, der mit am längsten bei der DRAG investiert ist, habe alle Höhen und Tiefen miterlebt und durch die Kurssteigerungen und Dividenden bisher einen ordentlichen Schnitt gemacht. Ich werde auch weiterhin investiert bleiben, denn ich glaube an die Aktie und vor allem an Dr. Gutschlag. Bis heute hat er mehr richtig als falsch gemacht und aus einem Start Up mit einer halben Million Anfangskapital ein für mich erfolgreiches Unternehmen mit einer 3-stelligen Mio.-Marktkapitalisierung geschaffen.

Zur IR:Sie Mitarbeiterzahl der DRAG in Deutschland kann man fast an einer Hand abzählen, deshalb ist es für mich auch nicht verwunderlich, dass sie nicht ständig irgendwelche Informationen raushauen können. Außer seiner Tätigkeit im Büro, müßte er ja auch ständig unterwegs sein, nicht nur in USA und Down Under, sondern auch bei den Investoren-Gesprächen etc. Darüber hinaus beantwortet er ja wie ich hier schon oft gelesen habe, alle Fragen die per Mail oder Telefon an ihn heran getragen werden. Müsste er nicht, macht er aber.

ZU Weitz: Wie schon hier geschrieben wurde, er ist ja wirklich noch sehr jung und wird wohl erst mal seinen Verdienst/Gewinn in Familiengründung/ sich ein Heim schaffen etc. stecken. Würden wohl viele andere auch machen.

Zu den "Enttäuschten": ich akzeptiere, dass einige hier nur zum Traden dabei sind und nicht die Geduld haben, der Aktie die Zeit zu geben, die sie wohl braucht. Denen empfehle ich, dass sie sich andere Aktien suchen, die sich besser hierfür eignen.

Letztes Jahr hatte ich geschrieben, dass wir bis zum Ende des Jahres etwas positives über Ceritech hören werden. Ich hatte auch geschrieben, sollte jemand für CCE um die 150 Mio. bieten, dann wird die DRAG wohl verkaufen. Durch den gestiegenen Ölpreis, wird dieser Wert wohl auch steigen, aber ich halte daran fest, dass bei einem Angebot ein Verkauf sehr wahrscheinlich sein wird.

Mittlerweile gibt es ja auch positive Nachrichten von Rhein Petroleum, Tin, Almonty etc. Ich kann dazu nur sagen, Kleinvieh macht auch Mist.

Alles in Allem ist die DRAG für mich das beste Investment der nächsten Jahre. Ich bleibe dabei und lese auch weiterhin mit Vergnügen mit.

Euch allen ein schönes Wochenende
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.697.005 von nikittka am 12.01.18 13:10:46Im Grunde gebe ich dir schon recht, dass die Anzahl der Optimisten hier bei w:o hoch ist, siehe KC Threads Favoritenliste.

Die Frage ist doch aber, ob das so entscheidend ist, was bei w:o abläuft.

Fakt ist auch, dass Analysten und Börsenbriefe die DRAG so gut wie gar nicht covern, mal von FirstBerlin abgesehen.
Fakt ist, dass außer mir (und seit kurzem auch hzenger mit 3,5% Gewichtung) kein wirklich großes wikifolio die DRAG im Depot hat. Okay, noch ein weiteres, aber dort nur zu 2% gewichtet.
Fakt ist, wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre, also nur im finanzaffinen Teil, dann kennt die DRAG kaum jemand und niemand außer mir hat sie im Depot.


Also insofern ... man sollte den Optimismus hier bei w:o nicht unter den Teppich kehren, aber er ist alles Andere als eine Sentimentanalyse zur DRAG insgesamt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.696.375 von Investor024 am 12.01.18 12:21:26Selbst wenn die KGV Argumentation nur die halbe Wahrheit ist, was ja logisch ist, da die Gewinne stark schwanken, muss man doch dabei immer bedenken, was ein KGV eigentlich aussagt.

Es geht doch dabei praktisch darum, dass bei einem KGV von 10 ein Unternehmen in 10 Jahren seine MarketCap wieder selbst erwirtschaftet, zumindest wenn es mit dem CF übereinstimmt.

Wenn die DRAG jetzt in 3 Jahren allein die MarketCap erwirtschaftet, was interessiert mich dann noch, ob sie in den anderen 7 Jahren ungünstigere Rahmenbedingungen hat, solange sie zumindest leicht profitabel ist?

Irgendwie ist es doch immer typisch deutsch, da das halbleere Glas statt dem halbvollen zu sehen. Nicht das ich was gegen Kritik und Vorsicht hätte, was ja auch gut fürs Sentiment ist, aber wenn die DRAG in 2018 und 2019 jeweils etwa 75 Mio Ebitda und 25 Mio € Überschuss erzielt (würde wohl etwa 60-65 MIo OCF p.a. bedeuten), dann ist diese "german angst" bei 105 Mio Börsenwert schon etwas übertrieben.
WTI hält sich zum Wochenschluss wacker über 64$. Der Abverkauf gestern abend, wurde quasi schon egalisiert und das in einer Phase, in der die Indikatoren ein starke Überkauftheit anzeigen. Sieht also auch kurzfristig weiter bullish aus.
WTI schließt die Woche mit 64,40$ nur knappt unterm Wochenhoch.

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