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Nach Godemode und Stefan Risse startet nun MR. DAX! Der Dirk Müller Fonds!


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Euro am Sonntag:

Einen seriöseren Eindruck hinterlässt da schon der Fonds, für den ein anderer Promi wirbt: Dirk Müller, bekannt als Mr. DAX, hat einen eigenen Aktienfonds aufgelegt, der Mitte April startet.

Damit schlüpft er aus der Rolle des Börsenkommentators in die des Fondsmanagers. Als Börsenmakler hat Müller Erfahrung im Wertpapierhandel, als Fondsmanager muss er sich erst beweisen. Unterstützt wird er vom Vermögensverwalter Focam, der sonst sehr reiche Familien betreut.

Große Worte scheut Mr. DAX nicht: Der Dirk Müller Aktien Premium sei ein "innovativer Fonds", der "Anleger mit ihren Wünschen nach Transparenz, Fairness und Stabilität ernst nimmt".

Dahinter steckt ein altes Rezept.

So setzt Müller gemäß der Lehre der Value-Legenden Warren Buffett und Benjamin Graham auf Unternehmen mit starken Bilanzen, steigenden Gewinnen, großer Marktmacht und niedriger Bewertung. Über die Zeit soll das Kapital wachsen und der Einsatz von Derivaten Verluste begrenzen. Ein guter Ansatz, aber auch nicht gerade innovativ.

Alle Infos zum Fonds:

http://www.dirk-mueller-fonds.de/der-fonds/ueber-den-fonds/

Mir ist kaum ein Fonds bekannt, dessen Emission mit so viel Medienpräsenz und "Getrommel" propagiert wird, wie dieser und es stellt sich die Frage:

Alles nur kalter Kaffee oder um mal einen alten Beitrag eines Users zu "Dirk Müller" zu zitieren:

In meinen Augen ist das auch nur so ein blutarmer Emporkömmling, der glaubt, seinen unmaßgeblichen Senf dazugeben zu müssen. Ohne ihn lebt sich`s wahrscheinlich auch nicht schlechter.

Ich bin sehr gespannt, wie sich diese "Finanzinnovation" (nun ja) entwickeln wird, denke aber schon jetzt, dass es an Einlagen nicht mangeln wird. Zweifelsohne weiß Herr Müller, an welchen Schräubchen er zu drehen hat, um Einnahmen zu generieren.

Wir setzen diesen Fonds mal zur Beobachtung in dieses Forum.

;) Valerie
gutes timing.....fragt sich blos für wen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.406.153 von valerie am 24.03.15 11:57:50Ich werde diesen Fonds unbedingt beobachten, aber nicht kaufen...:D
Hier einmal ein kritischer Bericht zum Fonds von Mr. Dax von Jakob Penndorf - bekannt durch seine Präsenz bei TS.

Bedenken sollte man, dass er, Jahrgang 1985, mitunter über das Ziel hinausschießt und dass "Börsen-Aktivisten" sich i.d.R. nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen.

Daher wertfrei:

Warum Dirk Müllers neuer Aktienfonds so innovativ wie Omas Sparbuch ist!

478 Facebook-Fans hat die Seite „Dirk Müller Premium Aktien Fonds“ bereits einige Wochen vor dem Start. Ein User ist so begeistert, dass er gleich seine private E-Mail-Adresse in den Kommentar tippt: „Wo erfahre ich mehr über diesen Fond xxxxxxxx@icloud.com“.

Ich bin ein Fan von Dirk Müller.

Er hat die einzigartige Eigenschaft den Menschen im Fernsehen komplizierte Sachverhalte in einfachen, bildhaften Worten darzustellen. Dabei ist er immer bodenständig, aufrichtig und informativ geblieben.

Und so hätte ich mir auch einen Fonds von Dirk Müller vorgestellt. Einen Fonds für die Menschen.

Herausgekommen ist ein Produkt, das sich nicht mal bei näherem Hinschauen als besonders herausstellt. Der Fonds soll „eine Value-Strategie verfolgen, ganz in der Tradition von Warren Buffet und seinem Mentor Benjamin Graham“. (4) Dazu ein paar „ethische Aspekte“ und bei den Kosten will Dirk Müller den Anlegern entgegen kommen. Aber erst bei höheren Volumina. Vorher werden 1,60% p.a. Verwaltungsgebühr fällig und damit ist der Fonds so teuer wie große Flagschiffe der Fondsbranche: „DWS Deutschland“ (1,40%) oder „Flossbach von Storch Multi Opportunities“ (1,53%).

Bei der Strategie will sich Dirk Müller von der Benchmark, z.B. dem DAX, lösen. Er selbst gesteht, dass es schwierig sei den Index zu schlagen. Dennoch ist Müller überzeugt es selbst zu schaffen: „Studien zeigen, dass Manager [...] oft deutlich besser abschneiden als passive Fonds. Zudem ist ein ETF nicht in der Lage, Kursrückgängen intelligent zu begegnen.“

In dem Punkt werden ihm zwar einige Professoren und Nobelpreisträger bitterböse widersprechen, aber gut: Dirk Müller ist für seine provokanten Thesen bekannt. Dieses Mal wird er sich an Ihnen messen lassen müssen!

Zum Thema ETF vs. Aktiv-Fonds schreibt übrigens das unabhängige Anlegerportal Finanz-Tip:

Zu einem noch peinlicheren Ergebnis für die elitäre Kaste der Fondsmanager kommt eine kürzlich von der Ratingagentur Morningstar veröffentlichte Untersuchung. Danach schafften es nur zehn Prozent der Fondsmanager, ein besseres Ergebnis als der Weltaktienindex MSCI World zu erzielen. Anders ausgedrückt: Preisgünstige ETF auf den MSCI World Index hängten 90 Prozent der international anlegenden aktiv gemanagten Fonds ab. Das bedeutet, dass Sie als Anleger meist draufzahlen, wenn Sie auf aktive Fonds setzen.

Betrachtet man lange Zeiträume, und das sollten Aktienanleger tun, fällt die Bilanz noch ernüchternder aus. Der Ökonom Burton Malkiel von der Universität Princeton zeigte etwa in einer Analyse aus dem Jahr 2003, dass in einem Zeitraum von 1970 bis 2001 nur zwei Prozent der aktiv gemanagten Fonds deutlich besser abgeschnitten haben als ihr jeweiliger Vergleichsindex.


;) Valerie
Apropos Herr Penndorf, bei der Gelegenheit:

Ich verglich einmal ihr Wikifolio, für das Sie 10% - 20%!!! Gebühren verlangen, mir dem "banalen" DAX



...und um Missverständnissen vorzubeugen: Die Kurve bei 120% repräsentiert den DAX...

Ich bin geneigt zu schreiben, wer im Glashaus sitzt...

In diesem Sinne...Sie schaufeln gerade tüchtig am eigenen Grab!

;) Valerie
Der Fonds ist sicherlich interessant. Ich wüsste nicht welche andere Strategie als das Value-Investing ein langfristig orientiertet Fonds nehmen könnte.

Den DAX in Zukunft langfrsitig zu schlagen ist nicht schwer, da muss man nur ein paar Luschen wie E-On, RWE, Commerzbank und Lufthansa weglassen.

Der Einstiegszeitpunkt ist sicherlich nicht der beste, weil es in der Zeit nach dem 17. April auch mal zu Marktkorrekturen kommen könnte.

Ich werde mir jedenfalls genau anschauen, welche Aktien drin sein werden. Auf der Fondsseite gab es ein Webinar, wo ein paar Beispiele für mögliche Aktien dabei waren: Qualcomm und Novo Nordisk und auch eine Apple Aktie wird man dort laut Müller wahscheinlich finden. Aber Herr Müller meinte ja auch, dass die endgültige Auswahl erst kurs vor Start am 17. April getroffen wird.

Ich bin auch mal gespannt, welches Volumen der Fonds erreichen wird.
Vor 6 Jahren, als der DAX unter 4.000 stand, hat Herr Müller von Aktien abgeraten.
Und ausgerechnet jetzt, beim DAX von 12.000 macht Herr Müller einen eigenen Fonds auf? Dreist!
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.525.655 von JoffreyBaratheon am 09.04.15 13:17:42Was für ein Schwachsinn. Liefere doch erst einmal eine serioöse Quelle für deine fantastische Behauptung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.525.655 von JoffreyBaratheon am 09.04.15 13:17:42Hier mal Auszüge aus einem Interview Ende 2008 mit dem Focus:

FOCUS ONLINE: Das heißt, der Schock ist nun überstanden, allmählich atmen Sie wieder durch?

Müller: Vor solch einer Zuversicht warne ich. Keiner – weder in der Politik noch an der Börse – hat Erfahrungen mit einer Krise im Ausmaß der aktuellen. Das gilt auch für die Einschätzung der Wirtschaftslage. Alle Modelle versagten hier schlagartig, weil sie alle mehr oder weniger auf normale Zeiten und normale Abläufe eingestellt waren. Was jetzt passiert, ist aber nicht normal. Die Realität hat diese Modelle einfach gesprengt. Denken Sie doch nur an manche Aussage von Politikern oder Wirtschaftsbossen. Sie können sich auf Stäbe von Experten stützen. Keiner hat aber eine solch schwere Krise Anfang des Jahres auch nur erahnt. Im Gegenteil: Noch im Sommer war vom „Anfang des Endes der Krise“ die Rede. Dabei ging es danach erst richtig los.

FOCUS ONLINE: Sind Sie da nicht einfach zu pessimistisch?

Müller: Ich fürchte, nein. Niemand kann realistischerweise sagen, wie die nächsten Monate laufen werden. Nur warne ich davor, die Krise zu verharmlosen. Die Bürger fälschlicherweise in Sicherheit zu wiegen, ist fahrlässig. Sie haben schon viel Geld verloren, möglicherweise würden sie dann noch mehr verlieren. Ich fürchte eher, dass man in zehn oder 20 Jahren von 2008/2009 reden wird, wie wir heute von der großen Wirtschaftskrise 1928/29 reden.

FOCUS ONLINE: Welche Lehren haben Sie persönlich aus den Ereignissen der vergangenen Monate gezogen?

Müller: Die Lehre daraus ist, glaube ich, dass wir uns generell wieder auf alte Werte besinnen müssen. Das „Immer schneller, höher, weiter“, das uns ja auch hier an der Börse manchmal trieb, ist der falsche Weg. Das heißt, dass wir uns zeitweise auch mal mit weniger begnügen müssen. Oder dass man Geld, das man ausgibt, zunächst ansparen muss und nicht immer alles auf Pump machen kann. Das sind Naturgesetze der Wirtschaft. Sie werden zwar oft lange Zeit übersehen, deswegen gelten sie aber dennoch. Und dafür, dass wir dagegen verstoßen haben, werden wir jetzt bestraft.

FOCUS ONLINE: Also hat die Krise auch ihr Gutes: Sie führt zum Umdenken.

Müller: Bei vielen normalen Bürgern schon. Wenn ich aber die politische und wirtschaftliche Führung – nicht nur bei uns – sehe, wachsen meine Zweifel. Ursprung der ganzen Krise war doch eine maßlose Überschuldung – bei den Verbrauchern in den USA, teils in Europa und auch hier bei den Börsenteilnehmern, die ihre Geschäfte teils massiv auf Pump betrieben. Jetzt wird versucht, den Folgen dieser Verschuldung mit neuer Verschuldung zu begegnen. Das kann doch nicht gut gehen.


Eine Warnung entnehme ich zumindest diesem Text nicht - Skepsis? Ja, natürlich.

Aber wer war das Ende 2008 nicht, skeptisch?

;) Valerie
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.526.192 von Stephan90 am 09.04.15 14:26:53
Zitat von Stephan90Was für ein Schwachsinn. Liefere doch erst einmal eine serioöse Quelle für deine fantastische Behauptung.


Aber gern. Wie wäre es mit der Webseite von Herrn Müller? Ist das eine seriöse Quelle?
Schaun' wir doch mal, was er im Februar 2009, zu einer Zeit als der DAX in der Krise einen Tiefstkurs markiert hat, schrieb:

http://web.archive.org/web/20090315201925/http://www.cashkur…

Nun gut, da steht nicht explizit, von Aktien werde abgeraten. Aber er gibt als realistisches Ziel DAX 2000 Punkte aus. Und wir wissen ja, was stattdessen passiert ist.
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