Der Facharbeiter mit 60000 Jahresgehalt - 500 Beiträge pro Seite



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Habt Ihr es auch gemerkt.

Hier http://www.zeit.de/2005/35/Streitgespr__Ernst_2fPaque

im Streitgespräch der Zeit ebenfalls genannt.

Der typische Facharbeiter mit 60000 Jahresgehalt . Wollte mal anfragen, ob das irgendwie jemand nachvollziehen kann. Also ich habe studiert und kann mit solchen Gehältern nix anfangen.

Verbirgt sich für die Politiker etwas anderes unter dem Terminus oder sind die Leute einfach nur realitätsfern? Kann jemand aus dem Bekanntenkreis solche Zahlen bestätigen :confused:
Wenn ja, war´s ein Fehler studiert zu haben :cry:

fragend
mac
der typische deutsche Facharbeiter wird um 15.000 -20.000 brutto verdienen.
nun das kommt drauf an wo du arbeitest.


das geschrei der mittfünfziger über hartz4 kann wohl kaum ein akademiker nachvollziehen,denn jeder akademiker (zumal wenn er promoviert hat) hat sehr lange von dem gleichen geld im höheren alter gelebt----aber ein facharbeiter bei daimler hatte mit 19 schon satte summen auf dem konto,daher jetzt das geschrei von diesen leuten.

entscheidend ist wo du arbeitest,nicht was du arbeitest.im grosskonzern mit altem vertrag zb bei daimler verdienst du manchmal das doppelte vom flächentarif.


das sind übrigens dieselben leute die sich dann beschweren das die arbeitsplätze nach tschechien gehen und dies soll angeblich mit dem hohen lohnniveau zusammenhängen.


die löhne in diesem land sind okay,nur in grosskonzernen wird einfach viel zu viel gezahlt (noch).
Kann ich nur bestätigen.
Mein Vater arbeitet im Kundendienst und hat sogar mehr als 60000.
[posting]17.799.519 von macsoja am 06.09.05 15:07:26[/posting]Ich gehe mal davon aus, dass da der Bruttolohn gemeint ist...

Ich weiß ja nicht, aus welcher Region Du kommst, aber wenn ich mir die Löhne hier in unserer Gegend so anschaue.... Auf die 60.000 p.a. kommt z.B. auch ein ungelernter Bandarbeiter im Schichtdienst...Verheiratet, OK - aber das kommt schon locker hin...
Insofern gibt es also tatsächlich Facharbeiter mit 60000€ Bruttogehalt? Aber warum wird er immer als Beispielfall herangezogen?

Erwischt man damit wirklich den Durchschnitt oder ist das ein "Spitzen-Facharbeiter", an dem gezeigt werden soll, daß der Spitzensteuersatz alle angeht?

Mein Fehler ist also, daß ich im Osten in einer kleinen Firma arbeite.
D.h. ich hätte nicht studieren brauchen und hätte zu Daimler in den Westen ziehen sollen? :eek:

Mmh und wenn soll ich jetzt wählen, damit sich sowas endlich mal angleicht und Bildung sich auszahlt? Die freie Wirtschaft, die soziale Wirtschaft oder die staatlich gesteuerte Wirtschaft?
Ich fürchte keinen von den dreien :cry:
"nur in grosskonzernen wird einfach viel zu viel gezahlt (noch)."
Korrekt! Beispiel Volkswagen AG, krass was dort einige Arbeiter im Vergleich zu in anderen Unternehmen angestellten Akademikern (z. B. Dipl.-Ing.) verdienen.
:rolleyes:
[posting]17.799.802 von lassmichrein am 06.09.05 15:19:10[/posting]"...Auf die 60.000 p.a. kommt z.B. auch ein ungelernter Bandarbeiter im Schichtdienst...Verheiratet, OK - aber das kommt schon locker hin..."

Macht der drei Schichten am Tag :confused::eek::eek::eek:
@lassmichrein
Jetz möcht ich aber mal wissen wo du wohnst und bei welchem Unternehmen es mehr als 60.000 für nen Ungelernten gibt :eek:
[posting]17.799.802 von lassmichrein am 06.09.05 15:19:10[/posting]Ich weiß ja nicht, aus welcher Region Du kommst, aber wenn ich mir die Löhne hier in unserer Gegend so anschaue.... Auf die 60.000 p.a. kommt z.B. auch ein ungelernter Bandarbeiter im Schichtdienst"
In welcher Gegend wohnst Du denn?? Ich kenne einige Dipl.-Ing., deren Bruttolohn nicht höher ist. :eek:
[posting]17.800.002 von nici1 am 06.09.05 15:27:17[/posting]60.000 für einen Dipl. Ing. sind auch deutlich zuviel !;)
DaimlerChrysler am Band... Ist ´n Knochenjob und die meisten sind mit 55-60 Jahren am Arsch... Haut aber hin ;)
[posting]17.799.655 von whitehawk am 06.09.05 15:13:07[/posting]"denn jeder akademiker (zumal wenn er promoviert hat) hat sehr lange von dem gleichen geld im höheren alter gelebt----aber ein facharbeiter bei daimler hatte mit 19 schon satte summen auf dem konto"


Und hat seit er 19 ist, mit seinen Steuern das kostenlose Studium des 35-jährigen Akademikers finanziert.....
bevro diese diskussion ausartet in "stimmt ja gar nicht blablabla"


der vertrag ist entscheidend,nicht die region,nicht die bildung.


beispiel: bei volkswagen verdient ein arbeiter am band in 20 jahren dasselbe wie sein kollege beim zulieferer in 35 jahren.mit anderen worten,er kann mit 50 schluss machen und 15 jahre in der sonne liegend verfolgen wie der kolle bis 65 sein geld verdient hat.

arbeitest du im osten in der freien wirtschaft verdient man manchmal dasselbe in 40 jahren wie im westen in 25 jahren oder weniger.


ich selbst lebe im osten als wessi,und ich fände es

A) absurd
B) krass ungerecht


wenn die löhne sich im durchshcnitt angleichen würden,dann wäre die wahre ungerechtigkeit erreicht.

hier in berlin zahlt man pro quadratmeter dasselbe wie in münchen pro quadratzentimeter,und das was man in berlin für ein dreigängemenü zahlt reicht in münchen für ne knackwurst.

das einzige worüber man nachdenken muss ist,im öffentlichen dienst die gehälter wie bei mieten dem lokalen lohnniveau anzugleichen.
absurderweise verdienen natürlich busfahrer in berlin mit altverträgen deutlich mehr als viele kollegen im westen,gleiches gilt für beamte im landesdienst etc....


wer viel geld bewegen will,also viel verdienen und gleichzeitig ausgeben,sollte im westen leben,wer wenig bewegen will,also wenig verdienen und wenig ausgeben müssen,der ist halt im osten besser aufgehoben.
Puh, also ich find es ja immer wieder erschreckend wie unterschiedlich die Löhne verteilt sind.

Also verdient einer der mit Hauptschulabschluss irgendwann als Schichtarbeiter zu nem Automobil-Konzern is deutlich mehr, als ein Akademiker im IT-Gewerbe. Verrücktes Deutschland :rolleyes:
@ daytrader 84

o.k, ich wohne direkt an der Schweizer Grenze, arbeite in einem Pharmaunternehmen in der Schweiz, bin allerdings Fachkraft im Schichtbetrieb und verdiene deutlich über 60000 €...
60000 € schaffen hier auch einfache "Arbeiter" wenn sie lange genug dabei sind... Die bange Frage lautet allerdings : Wie lange noch... Bei uns kommt man mittlerweile auch nur noch ( wenn überhaupt ) befristet rein.

Gruss Fesdu
[posting]17.799.519 von macsoja am 06.09.05 15:07:26[/posting]Hier auf dem Land hat ein Facharbeiter allerhöchstens 25 bis 30 Tausend Euro brutto im Jahr und da jammern die Arbeitgeber schon, das wäre zuviel.
[posting]17.800.276 von daytrader84 am 06.09.05 15:39:06[/posting]Dafür ist der Schichtarbeiter mit 60 auch körperlich am Arsch und hat nix mehr von seinem Rentenalter... ;)
viva du überschätzt die kosten fürs studium.die fünf jahre kosten nicht die welt,studiengebühren werden der diskussion ohnehin ein ende setzen.


fakt ist das bezahlen einer ausbildung ist ein witz gegenüber dem bezahlen von nixtun bei frührentnern oder stützeempfängern.

wer früher in rente will nach 40 beitragsjahren,sollte mit 60 eben auch die rente eingefroren bekommen,unterstützung auf bafög niveau,(im studentenkabuff etc) dafür regelmässig scheine beim amt vorlegen,die unis besuchen dürfen für fünf jahre.

dies wäre wesentlich billiger als diese menschen mit 60 in die rente gehen zu lassen und 5 jahre die volle dröhnung kassieren zu lassen (von der rente kann man locker eliteunis in den usa bezahlen)
[posting]17.800.352 von whitehawk am 06.09.05 15:42:06[/posting];) Während des Studiums verdient der aber nix, während der Hauptschüler schon ab dem 16. Lebensjahr die Kohle zieht... ;)
@daytrader84

lass dich nicht veräppeln.

Der durchschnittliche Facharbeiter hat am Monatsende nicht mehr als 1500-2000 EUR auf dem Konto.
Im Handwerk sind die Löhne noch einmal um ca. 30% niedriger. Facharbeiter bei einer Leihfirma verdienen unter der Armutsgrenze.
[posting]17.799.951 von MinMacker am 06.09.05 15:25:24[/posting]lassmichrein meint wohl noch DM - dann kommts

schon hin.....
[posting]17.800.335 von lassmichrein am 06.09.05 15:41:08[/posting]Auch andere sind mit 60 durch ihre berufliche Tätigkeit körperlich fertig, haben jedoch nicht einmal die Hälfte dessen verdient.
Typisch Automobilkonzerne...Und die KFZ-Zuliefererbetriebe (und deren Mitarbeiter), die von den Konzernen immer mehr preislich niedergedrückt, ja teilweise erpresst werden, müssen es ausbaden. Ungerechte Arbeitswelt. :(
goodbuy den facharbeiter gibts gar nicht.


und das hat auch nix mit deutschland zu tun.

pervesrs in deutschland ist das ein prof in geschichte dasselbe verdient wie ein ingenieurprof.


ein mensch im chemiebetrieb erwirtschaftet eben mehr als ein mensch im textilbetrieb und verdient deshalb auch mehr.
Die "Alten kosten zuviel" (Stichwort: Altverträge) und die Jungen kann man "abzocken" (Stichwort: Globalisierung). Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei knapp 4.000 €, d.h. wer mehr als 4.000 € mtl. verdient (Brutto selbstverständlich) gehört schon zu den Besserverdienenden. Eins ist klar: Die Gehälter gehen nach unten, da ein Überangebot von Fachkräften vorhanden ist. Ausnahmen gibt es immer, von denen ist jetzt nicht die Rede.
@lassmichrein

Ein ungelernter Schichtarbeiter verdient bei uns anfänglich sicher nicht mehr wie 20k.
Wenn er schon lange in der Firma ist und sehr sehr viel dazugelernt hat, können schon so ca. 25k-30k rausspringen.

Egal jetzt.
Wo muss ich meine Bewerbungsunterlagen hinschicken.:D
Alles SoBeKOs hier? Muß wohl so sein, bei dieser Neiddebatte, die hier geführt wird. Unglaublich, wie schnell unsere NeoKons vergessen, was sie anderen immer vorwerfen. :eek:
Ich kann jetzt nur von mir, bzw. meiner Region reden...
Ein Freund von mir, der mit mir schon in den Kindergarten ging hat die Arbeit vorgezogen, während ich Abi machte, dann die Banklehre...

Mit 22 fuhr er ´nen fetten Daimler, ich den klapprigen 10 Jahre alten Golf

Er zog schon mit 25 die fette Kohle, jetzt mit 32 fange ich erst an gleichzuziehen.

Mit dem, was er verdient hat, während ich noch die Schulbank drückte, werde ich ich ihn geldmäßig wohl nie überholen


Er buckelt im Schichtdienst, ich poste hier bei W:0

MEIN Arbeitsplatz ist bombensicher, er muss im Prinzip täglich zittern

Im Rentenalter habe ich noch was vom Leben, er ist körperlich hinüber



=> Jeder muss eben für sich selbst entscheiden... ;)
der durchschn. Facharbeiter mit 1-5 Gesellenjahren ohne Schichtdienst...ok, das kommt hin.
Ansonsten fehlt Dir ein bisschen die Vorstellungskraft oder das Alter;)
nagu wenn du Ackermann`s Gehalt nimmst und den Lohn eines Hilfsarbeiters, teilst das durch zwei, kommst Du auch auf einen ganz schön hohen Durchschnittsverdienst. ;)
60.000 Euro im Jahr, bedeutet wohl inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld - werden wohl insgesamt heute im Schnitt wohl so ein Gehalt sein, sicher gibt es wohl noch leute die im jahr auf 14,5 Gehälter kommen.

Also somit:

4615 Euro brutto im Monat -macht bei einer 38 stunden woche dann 28 Euro Stundenlohn - mal so in DM ausgedrückt etwa 55 DM - Stundenlohn und 9000 DM Monatsgehalt!
Und seit der Umstellung auf Euro sind die Gehälter und Löhne kaum gestiegen, wohl so in allen Jahren insgesamt um 4 oder 5 %.

Wenn nun ein Facharbeiter einen Lohn von 55 Euro je nominaler Stunde bekommt, bedeutet das für den Unternehmer, inkl. Sozialabgaben, lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaub und Feiertag etc etc, Lohnstückkosten von über 65 Euro oder 130 DM!
Leute jetzt fasst Euch mal an den Kopf?

Wo ist das denn heute durchsetzbar???

Es mag sicherlich Leute in der Automobilindustrie geben, die das haben, aber auch hier sind es wohl die wenigsten.
Und das wäre für die meisten Tätigkeiten auch weit überbezahlt!
Eine Verkäuferin im 7.ten Berufsjahr bekommt etwa 1750 Euro brutto - Weihnachsts- udn Urlabusgeld macht nicht mal ein halbes Gehalt aus!

Wenn einer als Handwerker in einem kleinen, oder grossen Handwerksbetrieb arbeitet, wenn er bei der mittelständischen Industrie arbeitet, oder irgendwo sonst, wird er wohl sehr unwahrscheinlcih diese 55 DM Stundenlohn zu erreichen!

Dieser Facharbeiter ist die absolute Ausnahme.
Es mag in manchen Branchen noch Tarifverträge geben, die ähnliche Summen ausdrücken, doch das wird heute, einer der neu anfängt wohl nie erreichen können!

Habe auch mal irgendwo gelesen, dass die durchschnittliche Haushalt monatlich über 4000 Euro zur Verfügung hat, auch das kann ich mir nicht vorstellen!
Denn für jeden Hartz4 Haushalt, der von 1500 Euro lebt, muss es ja wieder mind einen geben der dann 6500 Euro im Monat zur Verfügung hat!

Vielleicht sind einfah alles Einkommensmillionäre mit erfasst!
Danke Bonus Banker, endlich mal ein Realist.

60.000 Euro verdient kein normaler Facharbeiter.
@ lassmichrein

Er buckelt im Schichtdienst, ich poste hier bei W:0

dann biste also der Facharbeiter bei WO..... :rolleyes:
Immer wenn es um Gehälter geht wird hier bei absoluter Schwachsinn gepostet. 60.000 Euro sind eine Menge Geld und nur ein kleiner Bruchteil von Facharbeitern verdient so viel!! Alles andere ist Schwachsinn!!!
Also mein Vater bekommt(verdienen tut er mehr) mit über 35 Jahren Berufserfahrung als Dreher (CNC) bei nem Automobilzulieferer im Osten (140 Mitarbeiter), 42 Stundenwoche, 3 Schichten und Samstagsarbeit, d.h. Samstag Frühschicht, Sonntags Beginn der Nachtschicht, 24 Tage Urlaub

satte 11,65 Euro die Stunde.

Dafür darf er sich dann jeden Tag das geheule des Chefs(ehem. Gewerkschafter aus dem Westen) anhören. Und aus lauter Frust kauft sich der Chef dann jedes Jahr 1-2 Mehrfamilienhäuser...Weil es Ihm finanziell so schlecht geht und die Löhne viel zu hoch sind...

Neueinstellung laufen nur über Arbeitslose, für die er ein halbes Jahr fette Förderung vom Arbeitsamt bekommt, und die er dann nach einem Jahr wieder rauschmeisst um dann die nächste Tranche vom Arbeitsamt zu holen... Ist ein super Kreislauf.
Das heisst er stellt 10 Leute ein, verlängert aber bei den vorherigen 10 die befristeten Arbeitsverträge nicht...
[posting]17.801.100 von börsenjörg am 06.09.05 16:19:38[/posting]Ja, so ein alter Gewerkschaftler weiß halt, wie`s geht!
:D
Ich frag mich, wie ihr hier auf solche Mondsummen kommt, wenn die höchste Tarifstufe K/T7 selbst in Daimler-City( hab jetzt auf die Schnelle nur Nordbaden gefunden, ist aber vergleichbar) bei etwa 4400€/Monat liegt

Gehaltstafel Baden-Nord ab 01.05. 2005
Baden-Nord
Tarifgruppe
K1, T1 Anfangsgehalt 1.523 EUR 1.692 EUR
nach 2 Jahren 1.656 EUR 1.817 EUR
nach 4 Jahren 1.789 EUR 1.951 EUR
nach 5 Jahren 1.911 EUR 2.080 EUR
K2, T2 Anfangsgehalt 1.689 EUR 1.857 EUR
nach 2 Jahren 1.874 EUR 2.053 EUR
nach 4 Jahren 2.056 EUR 2.250 EUR
nach 5 Jahren 2.226 EUR 2.438 EUR
K3, T3 Anfangsgehalt 2.200 EUR 2.410 EUR
nach 2 Jahren 2.308 EUR 2.548 EUR
nach 4 Jahren 2.421 EUR 2.690 EUR
nach 5 Jahren 2.542 EUR 2.829 EUR
K4, T4 Anfangsgehalt 2.528 EUR 2.814 EUR
nach 2 Jahren 2.638 EUR 2.970 EUR
nach 4 Jahren 2.755 EUR 3.123 EUR
nach 5 Jahren 2.877 EUR 3.282 EUR
K5, T5 Anfangsgehalt 2.877 EUR 3.282 EUR
nach 2 Jahren 2.989 EUR 3.439 EUR
nach 4 Jahren 3.098 EUR 3.601 EUR
K6, T6 3.546 EUR 3.750 EUR
K7, T7 freie Vereinbarung *)
Werkmeister
M1 2.284 EUR
M2 2.743 EUR
M3 3.282 EUR
M4 3.750 EUR
Angestellte Angestellte
Kaufmännische Technische
Gehaltstarifvertrag
ganz einfach,daimler zahlt einen haustarif der um etwa die hälfte über dem flächentarif liegt.

dazu kommen undendliche zulagen,beteiligungen etc,und man kann verträge beliebig gestalten....


die regel ist das gehalt sicher nicht,aber in grosskonzernen normal.
[posting]17.801.587 von andichan am 06.09.05 16:53:44[/posting]Haus-/Firmentarifverträge, Alter/Berufsjahre...
ist zwar schon etwas älter...

Durchschnittsgehälter für deutsche Autobauer

Briten verdienen als Führungskräfte am meisten –Niederländer als Berufseinsteiger am wenigsten

Bad Homburg, 4. September 2003. Wenngleich die großen Autofirmen zu den beliebtestenArbeitgebern gehören, verdienen deutsche Beschäftigte der Fahrzeug- und Zulieferbrancheim europaweiten Vergleich eher mittelmäßig. Ob als Berufseinsteiger mit einemdurchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 34.187 Euro, als Angestellter von 41.068 Eurooder als Führungskraft von 63.357 Euro erhalten sie im Schnitt zwar mehr als Belgier undNiederländer. Aber ähnlich wie ihre französischen, italienischen und österreichischenKollegen erhalten sie weniger als Schweizer und Briten. Dies ermittelt aktuell dasKarriereportal jobpilot.de in einer repräsentativen Erhebung unter 27.791 Angestellten deracht aufgeführten westeuropäischen Länder.In der Schweiz erhalten Trainees mit umgerechnet 33.163 etwa 1.000 Euro weniger als ihredeutschen Kollegen. Angestellte finden dagegen mit 44.785 gut 3.700 Euro undFührungskräfte mit 71.743 sogar um 8.400 Euro mehr als die deutschen Autobauer aufihrem Bankkonto wieder. Anders bei den Briten: Hier zählen ausschließlich dieAbteilungsleiter mit 84.141 Euro zu den absoluten Gewinnern – Mitarbeiter ohneLeitungsfunktion und Berufseinsteiger verdienen jährlich 37.028 sowie 24.503 Euro.Mit dem geringsten Lohn müssen Angestellte in den Niederlanden und Belgien rechnen.19.254 beziehungsweise 20.097 Euro steht auf der Gehaltsabrechnung bei den Einsteigern.Dies wird auch in den Folgejahren insbesondere bei den Niederländern mit 24.928 Euronicht besser – Belgier steigern sich auf 29.007 Euro. Gleiches Gefälle ergibt sich bei denFührungskräften: Während sie in den Niederlanden nur ein Bruttojahresgehalt von 37.931Euro verdienen, schaffen es die Nachbarn auf 51.742 Euro.
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[posting]17.801.100 von börsenjörg am 06.09.05 16:19:38[/posting]Jörg, was Du schreibst ist einfach falsch!

Das geht einfach nicht!

Wenn das Arbeitsamt einen Zuschuss gewährt, dann eher nur von 40 als 60%. Wenn dieser dann gewährt, und das passiert auch nur für eine bestimme Gruppe von menschen, die nicht jeder so ohne weiteres einstellt, dann hat der Arbeitgeber diesen geförderten Mitarbeiter für die gleiche Zeit ohne Förderung weiter zu beschäftigen!
Das Arbeitsverhältnis darf von NICHT befristet sein!
@bonusbanker

wo habe ich 60 % geschrieben.... Und er beschäftigt sie ja danach weiter...nämlich für genau ein Jahr bis der befristete Vertrag ausläuft. Kumpel von mir ist das in der Firma passiert...

Soweit ich weiss gibts diese Förderung für Langzeitarbeitslose...

Also bei dem lief das so. Befristeter Arbeitsvertrag für 12 Monate. Glaube 6 Monate lief der Förderung vom AA. Danach noch 6 Monate weitergearbeitet und Vertrag nicht prolongiert. Dafür hat der Cheffe dann einen neuen vom AA eingestellt, der dann aber nach einem Jahr auch wieder draussen war und dann wieder mein Kumpel.Und so weiter.
Und das läuft nicht nur mit einem so,sondern mit mehreren.
Dieses System kann man bis zur Perfektion betreiben.
@bonusbanker

Ergänzung

Fördermöglichkeiten der BA bei der Einstellung arbeitsloser Arbeitnehmer:



Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderungsbedürftigen Arbeitnehmern Zuschüsse zu den Arbeitsentgelten zum Ausgleich von Minderleistungen erhalten. Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach dem Umfang einer Minderleistung des Arbeitnehmers und nach den jeweiligen Eingliederungserfordernissen.

Die Leistungen sind vor Abschluss des Arbeitsvertrages bei der Agentur für Arbeit zu beantragen, in dessen Bezirk der Betrieb des Arbeitgebers liegt.

Bei den Eingliederungszuschüssen handelt es sich um Ermessensleistungen der aktiven Arbeitsförderung, über die die örtlichen Agenturen für Arbeit sowohl dem Grunde nach als auch in Bezug auf Höhe und Dauer der Leistung im Rahmen der einschlägigen gesetzlichen Regelungen eigenständig und nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden.

Dem Arbeitgeber können bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeber – Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag als monatlicher Lohnkostenzuschuss für die Dauer von längstens zwölf Monaten gezahlt werden.

Für ältere, schwer behinderte oder sonstige behinderte Menschen kann der Leistungsumfang erweitert werden.

Anträge zu diesen Leistungen werden nach vorangegangener Beratung von den örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit ausgegeben. Sie stehen nicht im Internet zur Verfügung.



quelle: www.arbeitsagentur.de
[posting]17.802.974 von börsenjörg am 06.09.05 18:11:08[/posting]jörg

und hier genau das Problem!

Das Arbeitsverhältnis darf NICHT befristet sein, sonst gibt es keinen Lohnkostenzuschuss!

Sicherlich mag es Möglichkeiten geben, wie dann einer, der einen unbefristeten Vertrag hat, auch so gefeuert werden kann, dieses kann aber alles wohl nicht so planmässig und im grossen Stil erfolgen , wie Du es darstellst!
[posting]17.803.055 von börsenjörg am 06.09.05 18:16:51[/posting]Ja die Fördermöglichkeiten kenne ich, udn habe ich als Arbeitsgeber auch einige Male genutzt!
Habe teilweise bis zu 12 Monaten 60% bekommen!

Der Text formuliert es so schön mit "Minderleistungen" das ist wirklich nett umschrieben, wenn Du da einem menschen erst noch beibringen musst, dass Arbeitsbeginn 8 Uhr, eben heisst, für die Arbeit fertig zu sein, und nicht um punkt 8 Uhr in den Betrieb zu rauschen, um dann bei Feierabend den Arbeitsplatz, inkl. seinem eigenen Müll, wie Wassenflasche, Brötchentüte etc. stehen lieben zu lassen!

Von einer halbstündigen Auseinandersetzung mal abgesehen, weil er sich weigerte bei der Arbeit das Handy ausgeschaltet zu lassen!

Die Minderleistungen waren natürlich da, aber das kommt dann noch dazu - also in dem Zuschuss ist schon eine Menge Vergütung für noch zu leistende Erziehungsarbeit und eine Menge Schmerzensgeld enthalten!

Aber eben, das Arbeitsverhältnis darf nicht befristet sein, nur dann gibt es diese Zuschüsse!
@bonusbanker

Minderleitungen können aber auch frei erfunden werden. Z.B.

Er ist ja schon seit einem Jahr arbeitslos und muss erst wieder angelernt werden, denn seit dem hat sich die Technik usw. entscheidend verändert etc....Auch das kann als Minderleistung ausgelegt werden.

Ich kann nur sagen wie ich es aus den Erfahrungserlebnissen meines Kumpels kenne und wie es mir mein Vater erzählt hat. Da wird es eben doch im grossen Stil betrieben.Und das nicht nur in diesem Unternehmen
Da wird dem AA das Blaue vom Himmel erzählt ala der hat nach dem Befristungsvertrag Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag usw. Wieder einer mehr der aus der Statistik raus ist. Diesen Unternehmern wird vom AA die Stiefel abgeleckt, glaub mir das einfach. Ich erzähle keinen Scheiss und übertreibe auch nicht.

Ich kenne die Tochter (sehr hübsch übrigens :kiss: ) eines Gebäudereinigungsunternehmers aus unserer Region, die hat mir das auch so erzählt.Denen auf dem AA kannst Du das Blaue vom Himmel erzählen und Forderungen stellen, hauptsache Du stellst ein paar Leute ein, die dann aus der Statistik des AA sind.
Ungefähr so, gib mir die Förderung für diese 5 Leute und ich stelle noch nen 6 ein. Für den kriegt er zwar keine Förderung, aber wollte sowieso 6 einstellen, nur das weiß ja das AA nicht. Und: wenn er keine Förderung kriegt stellt er eben nur 3 ein die die Arbeit für 6 machen müssen.

So läuft es hier ab...
Okay, ich sehe es entfernt sich langsam vom Hauptthema. Ich dachte immer durch die "Reformen" werden solche Schlupflöcher bei AG langsam weniger, aber scheinbar nicht.
Die Frage, die dann auch interessant ist: Was passiert, wenn erst der Kündigungsschutz gelockert wird?

Zurück zum Ausgangsthema:
Ich sehe, daß die Mehrzahl hier ein Jahresgehalt von 60K für nicht durchschnittlich hält .

Warum aber, so frage ich mich, rennen Politiker rum und argumentieren damit?

Hier nochmal der entsprechende Ausschnitt aus dem verlinkten Interview zwischen
Klaus Ernst (Linkspartei)
Karl-Heinz Paqué (FDP)
Quelle: http://www.zeit.de/2005/35/Streitgespr__Ernst_2fPaque


ZEIT: Die Linkspartei will den Spitzensteuersatz auf 50 Prozent anheben, und zwar schon ab einem Einkommen von 60.000 Euro im Jahr. Ist das ein positives Signal für die Zukunft?

Ernst (links) : Ich denke schon.

Paqué (FDP): 60.000 Euro? Das ist das Einkommen eines Facharbeiters.

Ernst: Das war es doch früher auch, 60.000 Euro sind circa 120.000 Mark , auch früher begann da der Spitzensteuersatz. In diesen Zeiten waren die Arbeitslosigkeit übrigens geringer und die Investitionskraft des Staates höher als heute. Ich bleibe dabei: Jeder Arbeitnehmer, der regelmäßig Schichtarbeit verrichtet und normal verdient, hat durch Ihr Modell eine höhere Belastung. Ein Einkommensmillionär dagegen bekommt überschlägig bei einer Senkung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 35 Prozent ein Steuergeschenk von 70000 Euro. Das ist eine klassische Umverteilung von dem, der in einem Betrieb eine normale Tätigkeit ausübt, zu dem, der Einkommensmillionär ist.

Paqué: Falsch, denn der Einkommensmillionär kann im FDP-Modell keine Schlupflöcher mehr nutzen, und gerade die sind ungerecht und volkswirtschaftlich schädlich. Wollen wir darüber eine volkswirtschaftliche Diskussion führen?


Also es wird nicht etwa entgegnet, daß hier völlig praxisferne Annahmen genommen werden, sondern es wird munter weiter diskutiert mit dem Schichtarbeiter, der 60K verdient.
Auch im DUELL kam am Sonntag dieser Facharbeiter vor.

Die Politiker können doch so nicht hoffen, daß sich jemand mit ihren Ausführungen identifiziert. Warum machen sie das?

Sind sie so realitätsfern oder ist das Kalkül (Zielgruppe -> Arbeitnehmer in den Mitfünfzigern)?
Das Ziel eines Politikers sollte doch eigentlich sein, möglichst viele zu erreichen oder irre ich mich?

Möchte nicht wissen, mit welchen Durchschnittseinkommen Kirchhoff rechnet :rolleyes:

Bei mir erreichen sie damit, daß ich abwinke, weil es mich nicht betrifft.
Kirchhoff "rechnet" ja auch mit 40.000 Euro Gehalt für eine Sekretärin.:laugh::laugh:

Da kann man sich ungefähr vorstellen was bei solchen "Berechnungen" herauskommt. Dagegen war Waigel mit seinen Luft-Buchungen und geplanten Gold-Verkäufen fast noch seriös.:eek:
Zählt man den Urlaub mit, kommt man auf 250 bezahlte Tage pro Jahr. Somit kostet ein Tag 0,4 Prozent des Jahresgehalts, rechnet Hilmar Schneider, Direktor am Institut zur Zukunft der Arbeit. Seinen Angaben nach liegt das Durchschnittsgehalt bei knapp 30.000 Euro im Jahr...
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/erfolggeld/artikel/58…

Seit 2003 dürften die Durchschnittsgehälter eher gesunken als gestiegen sein!
[posting]17.800.330 von Viva2 am 06.09.05 15:41:03[/posting]VIVA
Stimmt völlig !!Dazu kommt dann noch Weg, der meist nur mit dem eigenen Auto zu schaffen ist und alle anderen "langen Wege", wie einkaufen oder Freizeitaktivitäten usw.

Aber immer auf den "kleinen" rumhacken und kürzen !!
Ob Facharbeiter mit 60000€ Einkommen, die arme Krankenschwester,der 400€ wegen der Streichung der Steuerfreiheit von Nachtzulagen fehlen,oderden Hartz4-Opfern die sich von Hundefutter ernähren müssen, die Politiker wollen eben ihre jeweilige Klientel "mobilisieren" (ich würde es eher
Volksverhetzung mit schlimmeren Folgen als der der Extremen nennen).

60000€ halte ich als Durchschnitt auch für übertrieben, aber laß es 50000€ bei der breiten Masse der Leistungsträger in der Industrie sein( dem Programmierer bei SAP, dem Entwicklungsingenieur bei Daimler, dem Leitmonteur bei Voith, dem Fertigungsmeister bei Bosch, dem Konstrukteur bei einem Sondermaschinenbauer) dann sieht man, dass diese Leute bei einem Grenzsteuersatz+Soli bei 40% sind, dazu anteilig Renten-,Kranken-,Arbeitslosenversicherung von 20%,und wir sind bei jeder Überstunde bei 60% Abgaben. Warum sollten diese Leute, wenn sie das Geld nicht unbedingt nötig haben, ihre Samstage in die Verbesserung ihrer Produkte stecken,und dabei einen Haufen Steuern und Abgaben zahlen dafür, dass die "bedauernswerten Geringverdiener und Hartz4-Opfer" ab Freitag
nachmittags im Schwimmbad das Wetter geniessen ? Das Problem ist einfach, daß Gutverdienende Fachangestellte über die Jahrzehnte der kalten Steuerprogression
nahe an den Spitzensteuersatz gerückt sind, und es die Motivation dieser Personen bremst. Ich persönlich (bin im Sondermaschinenbau tätig)habe in meinen ersten Berufsjahren regelmäßig nach 10 Stunden abgestempelt und dann weiterentwickelt,weil ich motiviert war und das Verbesserungspotential in unseren Maschinen gesehen habe. Das Verbesserungspotential ist immer noch da, aber ich sehe es nicht mehr ein,mein Privatleben zu vernachlässigen und
wie verrückt Steuern zu zahlen, damit die Profiteuere meiner Steuerzahlungen in Straßencafes abhängen. Und hier ist die große Gefahr für unsere Wirtschaft,
wir Deutschen belasten und demotivieren mit dem Steuersystem die Leute, die die Wirtschaft konkurrenzfähig halten sollen,während in den Entwicklungsabteilungen
deutscher Firmen immer mehr motivierte indische Programmierer und in Deutschland ausgebildete chinesische Maschinenbauingenieure Einzug halten. Es ist nur
noch eine Frage der Zeit, bis sich diese Entwicklung bitter rächen wird.
[posting]17.806.271 von andichan am 06.09.05 22:23:37[/posting]Diesem Posting kann man nur zustimmen!:look:
Ich hoffe das hiergegen bald mal vorgegangen wird!:kiss:
Sicher gibt es Facharbeiter , die 60.000 Euro im Jahr verdienen und die sind das meistens auch wert. Als Durchschnittswert , ist es aber zu hoch angesetzt.

Ein guter Facharbeiter hat für einen Unternehmen aber sicher einen höheren Wert als ein mittelmäßiger Akademiker.
Und was den Daimler betrifft, so hoffe ich doch, dass die ihre Mitarbeiter gut bezahlen, ich möchte nämlich kein Auto für 60.000 Euro, das von irgendwelchen Billiglöhnern zusammengeschraubt wurde.

Beim guten Lohn sollte dann allerdings auch die Leistung stimmen und es sollte den Unternehmen möglich sein, die Faulen und Dummen rauszuschmeissen und Leuten eine Chance zu geben, die für gute Bezahlung auch gute Arbeit abliefern.

Wenn ein Daimler Schichtarbeiter soviel verdient wie ein verbeamteter Lehrer, der ein Billigstudium absolviert hat und 15 Wochen Ferien hat, ist der Arbeiter sogar eher noch unterbezahlt oder der Lehrer überbezahlt.
[posting]17.806.271 von andichan am 06.09.05 22:23:37[/posting] indische Programmierer und in Deutschland ausgebildete chinesische Maschinenbauingenieure

Hääääää... :confused: :confused:

Die können nicht so viel erwirtschaften wie deutsche Spitzenkräfte. Und wenn sie es trotzdem können, also wenn sie genauso gut oder besser sind, dann gehen sie bestimmt nicht nach Deutschland! In den USA verdienen sie das doppelte und können sich auf Englisch verständigen, was ihnen leichter fällt. :laugh:

Hast du schon mal einem indischen Programmierer beim Arbeiten zugesehen? Ich schon! Viel Quantität bei geringer Qualität! Spaghetticode, wenn dir das etwas sagt! Das Verständnis für betriebswirtschaftliche Fragestellungen ist Null. Das ist für die wie Teppichknüpfen. Wenn du ihm sagst, wie das Teppichmuster genau aussieht kann er es schon knüpfen, aber nicht von selber. :D
Habt ihr euch schon mal überlegt, dass voraussichtlich die Union die nächsten Jahre den Verlust von 14.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei VW zu verantworten haben wird :laugh:

Den Betroffenen drücke ich mein Bedauern aus, aber wie die Union dies dann darstellen wird, darauf freue ich mich schon diebisch :D
[posting]17.799.802 von lassmichrein am 06.09.05 15:19:10[/posting]Schichtarbeiter werden nach Familienstand bezahlt? :laugh::laugh::laugh:
Selbst die als eher konservativ eingeschätze FAZ titelt wie folgt:

Steuern
Kirchhof-Modell: Die Reichen profitieren am meisten
Von Dyrk Scherf


05. September 2005 Das hat es noch nie gegeben. Nicht die mögliche neue Bundeskanzlerin Angela Merkel steht im Mittelpunkt des Wahlkampfes, sondern ihr potentieller Finanzminister. Paul Kirchhof zieht mit seinem Steuermodell alle Aufmerksamkeit auf sich. Und wird dabei von allen Seiten attackiert.

Unsozial, Marketing-Trick - die Regierung kritisiert die Pläne, weil sie Reiche entlaste und die Armen schröpfe. „Die Sekretärin muß genausoviel zahlen wie ihr Chef”, lautet der Vorwurf. Und selbst die Union, für die Kirchhof antritt, meckert am Modell herum.

Geringverdiener zahlen weniger als Gutbetuchte

Ob diese Kritik gerechtfertigt ist, darüber streiten seit Tagen die Experten. Offensichtlich falsch ist die These, Geringverdiener zahlt bei Kirchhof genausoviel wie Gutbetuchte. Zwar hat sein Modell einen einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent im Gegensatz zum heutigen System mit Sätzen zwischen 15 und 42 Prozent. Aber trotz dieses „flat tax” genannten Einheitstarifs zahlen Reiche mehr: Wer 100.000 Euro zu versteuern hat, muß 25.000 Euro bezahlen, wer 10.000 Euro deklariert, führt nur 2500 Euro ab. Hinzu kommt: Der Freibetrag von 8000 Euro für jeden Erwachsenen und jedes Kind sowie eine Vereinfachungspauschale von 2000 Euro sorgen gerade bei Geringverdienern für Entlastung. Die durchschnittlichen Steuersätze liegen damit niedriger als 25 Prozent (siehe Grafik).

Bisher liebgewordene Steuervergünstigungen fallen dafür bei Kirchhofs Steuermodell weg: keine Entfernungspauschale, keine steuerfreien Sonntags- und Nachtzuschläge, kein Sparerfreibetrag mehr. Gutverdienende Abschreibungskünstler werden sich vor allem ärgern über die Abschaffung steuerfreier Aktiengewinne nach einem Jahr und die Einschränkung der Abziehbarkeit von Aufwendungen bei vermieteten Immobilien.

Reiche profitieren

Paul Kirchhof dreht daher den Spieß herum und behauptet, daß die Reichen in seinem Modell belastet würden, weil sie im Vergleich zu heute nicht mehr von den Steuervergünstigungen profitierten. Belege für diese These liefert er allerdings nicht und bleibt damit angreifbar. Dieser Zeitung versprochene Musterrechnungen legte er nicht vor. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ließ daher die Steuerexperten der Datev nachrechnen (siehe Rechenbeispiele rechts). Das Ergebnis: Fast alle profitieren von dem Steuermodell, auch die Reichen.

Auch das renommierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin findet keine Bestätigung für Kirchhofs These. Es hat sein Modell nachgerechnet. „Nach unseren Analysen werden die Reichen am stärksten entlastet”, erklärt Stefan Bach, Steuerexperte des DIW. „Und das nicht nur absolut, sondern auch relativ zum Einkommen, das heißt, die Einkommensverteilung wird ungleicher” (siehe Tabelle). Denn die Gutverdiener setzten in der Summe weniger ab, als viele glauben. Und leiden so auch nicht so stark unter der von Kirchhof geplanten Abschaffung der Vergünstigungen, sondern profitieren von deutlich sinkenden Steuersätzen.

Tatsächlichen Grad des „Armrechnens” festgestellt

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, hat Bach repräsentative Daten aus den Steuererklärungen 1995 und 1998 ausgewertet - neuere Angaben gibt es aus der Steuerstatistik nicht. Er hat sie mit anderen statistischen Informationen auf 2005 fortgeschrieben. Damit kann er abschätzen, wie stark sich die Vermögenden tatsächlich durch Steuersparmodelle und Steuervergünstigungen arm rechnen.

Zahlen des Statistischen Bundesamtes untermauern Bachs Resultate. Das zeigt sich etwa bei Aufwendungen für die vermietete Immobilie, ein beliebter Weg, Steuern zu sparen: Seit Jahrzehnten machen die Bürger für diese Immobilien mehr Ausgaben als Einnahmen geltend und senken so ihre Steuerlast. Die statistischen Daten belegen, daß jetzt hier deutlich weniger abgesetzt wird als früher. 1998 wurden noch Kosten von 35,8 Milliarden Euro deklariert, 2001 aber nur noch 23,4 Milliarden, während die Einnahmen mit etwa 20 Milliarden Euro stagnierten. Seitdem sei der Trend stabil geblieben, sagen Experten. Ein Grund: Der Bundesfinanzhof verlangt in seinen Urteilen, daß auf lange Sicht die Einnahmen aus Vermietung die Ausgaben übersteigen müssen.

„Vorteile haben sich massiv verringert”

„Die Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit sind in den vergangenen Jahren stark gesunken”, betont auch Winfried Fuest, Steuerexperte des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. „Die Vorteile aus Steuersparmodellen wie geschlossenen Schiffs- oder Immobilienfonds haben sich massiv verringert.” Fazit: „Abgesehen von einigen Abschreibungskünstlern, gilt für die meisten Fälle: Hohe Einkommen zahlen im bisherigen System auch hohe Steuern”, sagt DIW-Fachmann Bach. Durch die Reform würden im Durchschnitt alle Einkommensgruppen begünstigt (siehe Tabelle links). Die Zeche zahlt vor allem der Staat in Form von hohen Steuerausfällen.

Benachteiligt werden eher diejenigen, die nicht so viel verdienen, daß sie von der Senkung des Steuersatzes stark profitieren, aber gleichzeitig viel abzusetzen haben. Etwa ein Fernpendler mittleren Einkommens mit doppelter Haushaltsführung und Eigenheimzulage. Oder Abschreibevirtuosen, die bisher besonders viel für ihre vermietete Wohnung abgesetzt haben.
Berechnungsgrundlagen:

Kilometerpauschale für 220 Tage im Jahr. Bei Aktienverkäufen werden bei Kirchhof nur 10 Prozent des Erlöses besteuert. Annahme, daß nur 40 Prozent der Mieteinnahmen steuerpflichtig und Altersvorsorgeaufwendungen wie geltendes Recht teilweise steuerfrei sind. Die Eigenheimzulage wird bei hohen Einkommen schon jetzt nicht bezahlt. Der Grundfreibetrag ist im derzeitigen System in den Steuertarif eingearbeitet und in der Rechnung nicht sichtbar. Der Solizuschlag ist nicht berücksichtigt.

Quelle: Datev
[posting]17.807.877 von AttiMichael am 07.09.05 01:07:50[/posting]"Bach repräsentative Daten aus den Steuererklärungen 1995 und 1998 ausgewertet - neuere Angaben gibt es aus der Steuerstatistik nicht"


*lutvl* Ist ja ne tolle Studie aus zehn Jahre alten Daten. Hat ja auch gar keine Steueränderungen gegeben in der Zeit. :laugh:
Was machen eigentlich die ganzen verbeamteten Statistiker den ganzen Tag auf unsere Kosten, wenn sie nicht mal neue Daten liefern könnnen?


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