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Samstag, 1. Dezember 2007

"Ich drehe den Ölhahn zu"

Chávez droht den USA

Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat den USA mit einem Öl-Stopp gedroht. Er werde den Ölhahn abdrehen, falls Washington das Ergebnis eines Referendums über eine sozialistische Verfassungsreform in Venezuela nicht anerkennen sollte, sagte Chávez in Caracas. US-Präsident George W. Bush mache gemeinsame Sache mit seinen innenpolitischen Gegnern, sagte Chavez vor Hunderttausenden jubelnden Anhängern.

"Wenn am Sonntag das Ja (zur Reform) gewinnt und sie (die Amerikaner) hierher kommen wollen, um uns das Erdöl wegzunehmen, dann wird es 100 Jahre Krieg in Venezuela geben", warnte der für wüsten Formulierungen bekannte Linksnationalist bei einer Kundgebung zum Abschluss des Wahlkampfes.

Zum wiederholten Male warf er seinen Gegnern vor, nach einem verlorenen Referendum gewaltsame Proteste und einen Putsch zu planen. Venezuela ist der viertgrößte Erdöllieferant der USA. Chavez hat bereits häufiger damit gedroht, den USA den Ölhahn zuzudrehen.

Chávez sagte, er habe anlässlich des Urnengangs am Sonntag eine Truppenmobilisierung zum Schutz der Erdölfelder und der Raffinerien angeordnet. Zehntausende zumeist in rot gekleidete Regierungsanhänger bejubelten den Präsidenten, sangen sozialistische Lieder und skandierten immer wieder den Chávez-Slogan "Vaterland, Sozialismus oder Tod".

Am Vortag waren rund 250.000 Regierungsgegner auf die Straßen gegangen, um gegen die Verfassungsreform zu protestieren. "Wir sagen Nein zur Repression, zum Machtmissbrauch und zum Totalitarismus", meinte Studentenführer Freddy Guevara.

Die Verfassungsreform soll unter anderem die mehrfache Wiederwahl von Chávez ermöglichen. Nach jüngsten Umfragen wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. In Venezuela kann ein Präsident bisher nur ein Mal wiedergewählt werden. Bliebe es dabei, ginge die Amtszeit von Chávez, der der für seine angestrebte sozialistische Demokratie inzwischen unter anderem die Ölindustrie verstaatlicht hat, im Jahr 2012 zu Ende.

Außerdem sollen bei der Verfassungsreform die Amtszeit des Präsidenten von sechs auf sieben Jahre verlängert, die Autonomie der Notenbank abgeschafft sowie kooperative Eigentumsformen eingeführt werden. Laut Chávez soll die Reform den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in Venezuela verankern und zur wirksameren Bekämpfung der Korruption beitragen.
Adresse:
http://www.n-tv.de/887071.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.704 von Hotel-Mama am 01.12.07 15:39:40Oh Oh, wenn da mal der Dabbelju morgen nicht behauptet, dass Venezuela an der A-Bombe bastelt und sich deshalb genötigt sieht dort einzumarschieren!!:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.704 von Hotel-Mama am 01.12.07 15:39:40
Je mehr an der Preisschraube für Rohöl gedreht wird, desto mehr forciert man damit die Forschung und Entwicklung an Alternativenergien. Man sollte hier klug und umsichtig agieren und den Bogen nicht überspannen.


MfG Didi
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.704 von Hotel-Mama am 01.12.07 15:39:40:confused:

Er werde den Ölhahn abdrehen, falls Washington das Ergebnis eines Referendums über eine sozialistische Verfassungsreform in Venezuela nicht anerkennen sollte, sagte Chávez in Caracas.

Im klartext, der kerl will öffentlich harakiri begehen. Denn 1. wäre der bruch von lieferverträgen und der zugriff auf amerikanische ölfirmen ein klassischer kriegsgrund.

2. würde dieser clown ohne öleinnahmen keine woche überleben.

Deshalb sollte man diesen strategen dazu zwingen, seine drohungen endlich wahrzumachen um damit augenblicklich von der politischen-und lebensbühne physisch zu verschwinden.
.
der thread sollte heissen: selbstverteidigzng mittels stop der erdöllieferungen an die usa
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.767 von Erdmann111 am 01.12.07 15:56:20@Erdmann

das hast du recht ...! alles in balance halten....und den Oel-Lobbyisten

auch küsssss:kiss:schen gönnen.....

SIE WISSEN DAS IHRE ZEIT VORBEI IST;) und ein neues zeitalter beginnt;)


lg
Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.704 von Hotel-Mama am 01.12.07 15:39:40Hugo Chavez

Von Ignacio Ramonet, 13.08.2007 - Le Monde Diplomatique / ZNet

Einige - wenige - Regierungen dieser Welt sind Ziel zerstörerischer Hasskampagnen. Eines der Opfer ist die venezolanische Regierung unter Präsident Hugo Chavez. Seine Feinde haben nichts unversucht gelassen: Staatsstreich, Ölstreik, Manipulation der Kapitalflüsse, Verschwörungen… In ganz Lateinamerika gibt es keine vergleichbare Situation - nicht seit den Angriffen auf Fidel Castro. Über Chavez werden die übelsten Lügen verbreitet. Das sogenannte ‘National Endowment for Democracy, Freedom House’1 - finanziert von der Bush-Administration - ist das neue Propagandabüro, in dem alle Lügen koordiniert werden. Es ist eine Lügenmaschinerie, ausgestattet mit unbeschränkten Finanzmitteln. Wichtige Medien und Menschenrechtsorganisationen werden manipuliert, sodass sie die finsteren Pläne unterstützen.

Auch Teile der linken Sozialdemokratischen Partei Venezuelas gehen vor diesen Lügnern in die Knie.

Woher rührt all der Hass? In Europa befindet sich die Sozialdemokratie derzeit in einer Identitätskrise. Die historischen Umstände scheinen darauf hinzudeuten, dass Chavez die Verantwortung zukommt, die Linke auf internationaler Ebene zu führen, ihr wieder Anerkennung zu verschaffen.

Auf dem alten Kontinent verhindert das Konstrukt Europa jede Alternative zum Neoliberalismus. Brasilien, Argentinien, Bolivien und Ecuador jedoch haben sich vom venezolanischen Modell inspirieren lassen. Einige Erfahrungen, die in diesen Ländern gemacht werden, halten die Hoffnung der Armen auf Emanzipation am Leben.

Chavez hat in diesem Zusammenhang einen herausragenden Sinn für Balance bewiesen. Dies ist der Grund für das hohe Ansehen, das er in so vielen armen Ländern genießt. Venezuela wurde neu gegründet - auf einer neuen Grundlage, legitimiert durch eine neue Verfassung, die den Menschen die Teilhabe am sozialen Wandel garantiert, unter sorgfältiger Beachtung der Demokratie und der Freiheitsrechte -, ist es nicht so?2

Hat die venezolanische Regierung nicht 5 Millionen Armen ihre Würde wiedergegeben?

Hat sie nicht der venezolanischen Öffentlichkeit das staatliche Ölunternehmen PDVSA wiedergegeben?

Hat sie nicht Entprivatisierung betrieben und die wichtigste Telekommunikationsgesellschaft des Landes sowie das Energieunternehmen von Caracas an das Volk zurückgegeben?

Hat sie nicht die Ölfelder am Orinoca verstaatlicht?

Hat diese Regierung nicht einen Teil der Erdöleinnahmen genutzt, um sich von den internationalen Finanzinstitutionen freizukaufen (Autonomie) und Sozialprogramme zu finanzieren?

* Mehr als 3 Millionen Hektar Land wurden an venezolanische Bauern verteilt.
* Millionen Kinder und Erwachsene lernten lesen und schreiben.
* In den bevölkerten Vorstädten wurden tausende von medizinischen Zentren eingerichtet.
* Tausende Augenkranke mit geringem Einkommen wurden umsonst operiert.
* Grundnahrungsmittel werden in Venezuela subventioniert; wer arm ist, bekommt sie um 42% günstiger (gegenüber dem Marktpreis).
* Die Wochenarbeitszeit wurde von 44 auf 36 Stunden herabgesetzt. Der Mindestlohn - circa 204 Euro im Monat - ist beinahe der höchste in ganz Lateinamerika (nach Costa Rica).

Ergebnis all dieser Maßnahmen: Zwischen 1999 und 2005 ist die Armutsrate in Venezuela von 42,8% auf 33,9% gesunken3. Die Zahl der in der Schattenwirtschaft Beschäftigten sank von 53% auf 40%. Der Armutsabbau hat zu einem steten Wirtschaftswachstum geführt. Allein in den letzten drei Jahren betrug dieses Wachstum 12% und war damit eines der höchsten weltweit. Parallel stieg der Konsum in nur einem Jahr auf 18%4.

Angesichts dieser Resultate - ganz zu schweigen von den Ergebnissen auf internationaler politischer Ebene -, überrascht es nicht, dass Hugo Chavez zur Zielscheibe der Eigner dieser Welt und deren Agenten geworden ist, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.638.451 von Adonde am 01.12.07 19:50:25Jetzt sieht man es ganz deutlich! Der Mensch stammt doch vom Affen ab! :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.637.802 von Nannsen am 01.12.07 16:05:44zu 1.)
Hugo hat keinen Zugriff mehr auf amerikanische Ölfirmen.
Die hat er schon längst rausgeschmissen.:p
Die Chinesen/Inder/etc zahlen eh besser.
Und Onkel Sam m8 in Venezuela seit Jahr und Tag null Profit.


zu 2.)
Wen meinst du?
Schorsch oder Hugo :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.638.451 von Adonde am 01.12.07 19:50:25

..ganz klar, das ist Peter Maffay alias Wanderwarze.:laugh::laugh:


MfG Didi
Der ist eindeutig ein Auslaufmodell wie Fidel Castro. Wenn er Krieg will, wird sich vermutlich keine Sau dafür interessieren. Ich schätze, sein eigenes Volk wird ihn irgendwann zurecht aufhängen.
den muss er halt sein oel saufen
es gibt nur ein paar rafenerien auf der welt die oel aus venezuela bearbeiten koennen.die meisten davon sind in den usa
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.638.970 von smondoli am 01.12.07 22:59:30Wenn er seinen Unterdrückungsstaat so "gut" organisiert wie Fidel in Kuba, dann müssen die Leute in Venezuela ebenso leiden wie die Kubaner unter ihren Besatern. Es sei denn einige haben noch Glück und können in die USA entkommen.
Wie sind denn die realen Kräfteverhältnisse ?
Sicher, dass Venezuela am längeren Hebel sitzt ?
Begründung ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.639.536 von maerlin am 02.12.07 10:53:27Hugo hat schon vor Jahr und Tagbei den Chinesen 1 Million Kalashnikows bestellt. ;)


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