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BCB-Langfriststrategie: Hier die erschreckende Halbzeitbilanz! - 500 Beiträge pro Seite



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Liebe Clubs :)

wir erinnern uns:

Bekanntlich sind die Herren Daniel Hünebeck und Christian Maertin (verantwortlicher Börsenspielleiter) leidenschaftliche Anhänger der Langfriststrategie. Doch mit der Leidenschaft alleine war es nicht getan.

Den ca. 470 Clubs (Spielteilnehmer) wurden seit dem regulären Börsenstart am 01.11.2000 immer wieder daran erinnert, man möge beachten, daß (so wörtlich) der langfristige Anlagecharakter ein wesentlicher Bestandteil der BCB-Spielbedingungen ist. Wer sich nicht daran hielt, wurde verwarnt, d.h. mit einer gelben Karte belegt. Weitere gelbe Karten haben den Ausschluß aus der Börsen Club Bundesliga zur Folge. Somit wurde also der FORDERUNG ganz klar Nachdruck verliehen.

In Punkto Verwarnungen gibt es hierzu 2 eigenständige Threads Diese heißen:

a) Gelbe Karten (alter Threadbeitrag) Handschrift von Daniel Hünebeck
b) Gelbe Karten von Christian Maertin (neuer Threadbeitrag)

Schon im alten Forum Gelbe Karten hatte Mickey_Mouse im Beitrag vom 07.11.2000 sehr eindringlich gewarnt, die Aktien mehrere Monate langfristig zu halten. Die angeführten Argumente waren sehr sachlich und mit einigen Beispielen versehen. Gerade deshalb hielt ich es für unverantwortlich, den Clubs die Leviten zu lesen und ihnen einen Bären (=Langfriststrategie) aufzubinden. Die Katastrophe nahm seinen Lauf. Die Bilanz nach 7 Monaten (vom 01.11.2000 bis 31.05.2001) ist für viele Clubs ein einziges Desaster:



Hier die Bilanz in Zahlen

385 Clubs schmücken die Farbe Rot (Verluste)
22 Clubs neutral (Depots unangetastet)
63 Clubs im grünen Bereich



Sofort nachprüfbar unter www.bcb-online.de (Einfach anklicken)

Fakt: Deutlich über 80% der Clubs haben herbe Verluste zu verbuchen :cry: Stolze 40 Clubs mit Verlusten von sogar mehr als 60%! :mad: Dabei handelt es sich keineswegs nur um Spielgeldverluste, sondern im großen Umfange auch um echte Verluste, da einige Clubs die Spieldepots auch in der Praxis nachbilden bzw. nachbildeten.

Die realen Verluste werden in einer ersten Grobschätzung auf DM 2-3 Mio. geschätzt. Hinzu kommen noch die Verluste jener Anleger, die nicht Clubmitglied sind, sondern durch die Printausgabe DIE TELEBÖRSE auf den Geschmack gekommen sind, die Depots der 20 besten Clubs nachzubilden. Hier summiere ich diese Verluste auf DM 1 Mio.

Insgesamt könnte der Gesamtschaden somit auf DM 3-4 Mio. beziffert werden :eek:

Wer haftet nun für diese Verluste :confused:

Sie werden jetzt herzhaft lachen :laugh: (auch Christian Maertin wird sich wohl ein Lächeln nicht verkneifen können) und sagen:
„Jeder ist für sein eigenes Tun verantwortlich“

Doch obacht Es tut sich was in den neuen Gesetzesblättern. Nach einem Bericht der Börse Online vom 10.05.2001 kann der Berater haftbar gemacht werden, wenn Empfehlungen ausgesprochen wurden, die zu hohen Verlusten führten. Was hat dies nun mit dem Börsenveranstalter zu tun? Dazu später mehr.


Hier der Presseartikel von Börse Online vom 10.05.2001, Seite 57, Teilauszug:

„Verantwortlich sind eher viele Berater, die mit Charts des Nordinternet ihren Kunden den hoch spekulativen nordasia.com aufgeschatzt haben. Wer belegen kann, dass damals von Risiken nicht die Rede war, hat jetzt gute Chancen, sein Geld zurückzubekommen“.

Worin liegt nun der Unterschied zwischen einem Berater und dem Börsenveranstalter?

Zunächst einmal müsse man sich die Frage stellen, warum der Börsenstart des BCB-Börsenspiels zum 01.11.2000 erfolgte.

Hier die Antwort: Im Zeitraum von 1992 bis März 2000, also in den 8 Jahren, war ein LANGFRIST-Investment immer lohnenswert, vorausgesetzt, man tätigte sein Investment Ende Oktober und hielt die Aktien unverändert 6 Monate lang bis Ende März eines jeden Jahres. Dies ist statistisch belegt.

Es liegt daher auf der Hand, dass der Börsenveranstalter davon ausging, auch im 9.Jahr würde es sich nicht anders verhalten (wer 8 Jahre lang mit dem gleichen Partner glücklich war, glaubt auch nicht, dass es im 9.Jahr anders kommen könnte).

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Börsenstart bewußt auf den 01.11.2000 (oder um den Dreh herum) festgesetzt wurde. Jetzt mußte nur noch der Börsengott mitspielen, damit alles so verlief, was die Statistik bisher an Zahlen hergab.

Doch es kam diesmal ganz anders:

Seit dem BCB-Börsenstart (01.11.2000-31.05.2001) verlor der Neue Markt sage und schreibe 59.4%:(

Hier habe ich mal einen Nasdaq-Chart reingestellt:



Viele Börsenexperten kommen zu der Auffassung, daß wir es hier mit dem größten Börsencrash seit 1929 zu tun haben. Wer hier immer noch von einer gewinnbringenden Langfriststrategie spricht, handelt höchst unverantwortlich.

Die kapitalen Verluste vieler Clubs sind verheerend. Hinter diesen existenzzerstörenden Verlusten steckt auch viel menschliche Tragödie. Dies hätte zum Teil vermieden werden können. Denn einige Clubs haben sogar öffentlich eingeräumt, Ihre Anlagestrategie geändert zu haben, um durch den BCB-Börsenveranstalter nicht mit gelben Karten bestraft zu werden.

Mit anderen Worten: Nicht wenige Clubs haben nur deshalb die Aktien langfristig gehalten, weil der BCB-Börsenveranstalter es so wollte.

Hier der Beweis (das gilt sicher für viele weitere Clubs):



w:o Beitrag eines Forumteilnehmers vom 11.11.2000 Thread Thread: Gelbe Karten

Hallo Mickey_Mouse,

Du hast vollkommen recht auch ich hätte am liebsten alles verkauft, aber da wir ja schon mit Gelb vorbelastest sind wollte ich mir das rote Trikot nicht unbedingt anziehen. Die Farbe Rot schmückt dafür jetzt unser Depot, aber natürlich sind immer nur die Dummen, die nicht verkauft haben. Mit mir leiden ja noch 150 andere Clubs in denselben Clubfarben. Na vielleicht beginnt ja bald wieder eine neue Runde beim BCB. lol

Liebe Grüße
Madame1



Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende..........



In einer Mail vom 16.05.2001 schrieb Christian Maertin an CLUB CARAT wegen einer vermeintlichen Beanstandung (mehr dazu im Thread unter >>Thread: Gelbe Karten<<anklicken) und verwarnte ihn sofort mit einer gelben Karte. Auffallend an dieser Mail waren aber die folgenden Worte:

„....dass der langfristige Anlagecharakter ein wesentlicher Teil der Spielbedingungen bei der BCB ist....“

Ehrlich gesagt, zumindest was meine Person angeht, haben mich diese Worte richtig vom Stuhl umgehauen.

Seit dem BCB-Börsenstart am 01.11.2000 ging es mit den Märkten nur abwärts, der Neue Markt verlor seither 59.4%........der Gesamtschaden vieler Clubs wegen dieser tollen LANGFRISTSTRATEGIE beläuft sich auf DM 3-4 Mio. Und was macht der Börsenveranstalter?

Dazu fehlen mir einfach die Worte. Bilden Sie sich hier Ihr eigenes Urteil.

Nun zurück zu der Eingangsfrage, wer für die hohen Verluste der Clubs aufkommen müsse:

Interessant ist vor allem, dass der Börsenveranstalter auch heute noch von einer FORDERUNG nach einer Langfriststrategie spricht. Sie haben richtig gelesen. Es geht hier seitens des Veranstalters also nicht um eine EMPFEHLUNG, sondern um eine FORDERUNG. Das macht die Sache besonders problematisch. Denn wenn schon ein Berater für Verluste haftbar gemacht werden könne, weil er den Kunden nicht auf die Risiken hinweis....wie sieht denn die Sache erst aus, wenn ein Börsenveranstalter den Clubs permament eine Langfriststrategie aufzwingt (andernfalls gibt es Strafen), ohne auf die Risiken hinzuweisen, dass die Langfriststrategie überdurchschnittlich hohe Risiken aufweise im Verhältnis zu kurzfristigen Engagements?

Jeder kann sich darüber einmal Gedanken machen. Da wir am heutigen Pfingstsonntag ein schlechtes Wetter haben, habe ich mir ausnahmsweise die Zeit genommen, diesen Beitrag zu schreiben. Vielleicht sollte man nach Ablauf des Börsenspiels sich die Mühe machen, eine Bestandsaufnahme zu fertigen, wieviele Clubs tatsächlich verwarnt bzw. vom Börsenveranstalter ausgeschlossen wurden. Denn ein Ausschluss eines Clubs von der Börsen Club Bundesliga wegen Nichteinhaltung der Langfriststrategie könnte am Ende wegen der Beweissicherung für den Börsenveranstalter zum Bumerang werden.

Herzlichst

Mickey_Mouse



P.S.:

Lesenswerter Beitrag von Mafiabroker Thread: Neuer Markt= Betrug durch BANKEN und ANHANG.Kursmanipulation: Kriminelle im Chefsesse
Thema: Neuer Markt= Betrug durch BANKEN und ANHANG. Kursmanipulation: Kriminelle im Chefsessel.
Hi Mickey Mouse,

zuerstmal die Frage:"zu welchem Club gehörst Du denn eigentlich?"

Nun einmal zu deinem Unmut.
Ich finde es unverantwortlich sich Investmentclub zu nennen und im gleichen Zuge andere zu dem Irrglauben zu verleiten das wäre wirklich Investieren was dort betrieben würde.
Vielmehr schwankt es zwischen Zocken und Daytraden.
(was eigentlich ausgeschlossen wurde aber verkaufen und kaufen kann man an einem Tag und handeln innerhalb von Tagen verändert auch nicht wirklich viel am Tatbestand)

Ich verstehe nicht wie man als Verantwortlicher für Bildung, Kultur und nicht zuletzt Geld anderer Werte wie
MWG Biotech, Gigabell, Letsbuyit, etc. kaufen kann nur um mit evtl. besserer Performance mehr zu haben als andere(in diesem Fall Teilnehmer).

Langfristanlage heisst langfristig anlegen.
So bitter das klingt die meisten haben es einfach nicht verstanden. Ich befürchte sogar daß viele Clubs von unverantwortlichen Suchtzockern geführt werden die von der Materie nur wenig Ahnung haben.

Langfristig Anlegen sollte doch heissen ein Portfolio aufzubauen und dann nur noch bei veränderter Sach-, sprich Datenlage umzuschichten oder zu verkaufen.

Ich kann nur selten eine Portfoliotheorie bei den Teilnehmern des BCB-Spiels erkennen.

Das ist an sich eigentlich nicht so schlimm da Ich einfach meinen Valueansatz weiter verfolgen werde nachdem Ich nun endlich unser Portefeu aufgebaut habe.
Der grosse Schaden entsteht durch die Fehlinterpretation der Performance der führenden Clubs.
Nicht das Ich diese bemängeln möchte aber es sieht jeder nur die paar Führenden, nicht die vielen Zockerclubs die tief in den roten Zahlen stecken.

Ich habe nie den Anspruch gehabt bei der BCB-Bundesliga zu gewinnen, wusste ich doch genau das immer einige wenige eine weit bessere Performance erzocken würden.
Stolz sein kann ich alledings das Ich Wissen an Interessierte weitervermitteln und diese auf einen Weg der verantwortlichen Geldinvestition führen konnte.

Ich weiss leider auch nicht genau wie man die Regeln besser gestalten könnte da einerseits die Grenze zwischen Zockerwert und gefallenem Engel sehr eng und nicht zu definieren ist als mit der postaktuellen Feststellung dessen überlebens.
Ferner denke Ich durchaus auch:

"Wer die Performance hat hat Recht"

möchte aber trotzdem an alle Vorstehenden appellieren:

"Erklärt euren Gesellschaftern nicht nur -CHANCE- sondern auch -RISIKO- denn jedes sinnvolle Konzept besteht aus beidem."

After all it´s just a Game
...und da läßts es sich natürlich auch leichter zocken also sollten wir auch nicht alles so eng sehen. Wichtig ist nur den Unterschied zur Wirklichkeit zu betonen.

Remember: ... zur gemeinsamen und langfristigen Geldanlage in Wertpapiere und der gemeinsamen Weiterbildung...


liebe Grüsse erstmal
Mr. Suda
(Stefan Radauscher, BBIC)
Mickey Mouse scheint zuviel Zeit zu haben. Die Performance der Clubs gleicht der der Higtechbörsen - dass mit anderen Werten derzeit mehr zu verdienen wäre - und eine echte Langfriststrategie die deutlich bessere Wahl wäre - darauf kommt kaum einer der Clubs - Mickey Mouse erst recht nicht.


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