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Sahara-Geiseln sollen für Rettung zahlen!!! - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 19.08.03 13:04:39 von
neuester Beitrag 20.08.03 16:02:52 von


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19.08.03 13:04:39
Beitrag Nr. 1 ()
Weil Abenteuer-Urlaub in riskanten Ländern Leichtsinn ist

Erste Politiker fordern: Sahara-Geiseln sollen für Rettung
zahlen

Das Drama um die 14 entführten Sahara-Geiseln ist überstanden. Jetzt fordern erste Politiker: Leichtsinnige Abenteuer-Urlauber sollen für ihre Rettung bezahlen! Begründung: Wer bei Terroristen Urlaub macht, setzt sich mutwillig der Gefahr aus.

Gert Weissenkirchen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im InfoRadio Berlin-Brandenburg: „Diejenigen, die heute zurückkommen werden, und wir freuen uns alle darüber, werden auch einen eigenen Beitrag bezahlen müssen.“


Die Kosten sind immens: Geschätzt werden allein 4,5 Millionen Euro Lösegeld, das die malische Regierung den Entführern gezahlt haben soll. Geld, das Deutschland wohl als Entwicklungshilfe zurückzahlen wird. Hinzu kommen weitere Millionen für den Einsatz der Bundeswehr-Maschinen, für Aufklärungsflüge über der Wüste und monatelange Verhandlungen mit den Terroristen.


Auch Wolfgang Bosbach, Fraktionsvize der CDU/CSU, sieht die Abenteurer-Touristen in der Pflicht. Der Politiker in der „Financial Times Deutschland“: „Wer sich leichtfertig und um des Nervenkitzels will in Gefahr bringt, muss auch damit rechnen, dass er an den Kosten für Rettung beteiligt wird.“


Bosbach sieht in individuellen Fernreisen eine gefährliche Tendenz. Touristen brächten sich vermehrt in Gefahr. Die Bundesregierung müsse dem entgegenwirken. Ein Urlauber könne beispielsweise nicht durch das wilde Afghanistan reisen „in der Erwartung, das die Allgemeinheit die Kosten trägt, wenn etwas passiert“.
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19.08.03 13:19:34
Beitrag Nr. 2 ()
Richtig!!:mad:
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19.08.03 13:22:38
Beitrag Nr. 3 ()
in Amerika ist es Ehrensache Staatsbürger rauszuholen wenn sie in Gefahr sind...

Nur das die Amis nicht 3 Monate warten und 4235 Unterhändler in die Region senden sondern direkt die Jungs hier losschicken... :D







da wird nicht lang verhandelt!
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19.08.03 13:24:45
Beitrag Nr. 4 ()
Die Geiseln sollen zahlen?

Und die Entführer abkassieren?

Soll eine Frau, die abends in der Nähe eines Waldes spazieren geht, auch für den Polizeieinsatz zahlen, der sie vor dem Vergewaltiger rettet?
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19.08.03 13:25:19
Beitrag Nr. 5 ()
US-Staatsbürger werden erst gar nicht aus finanziellen Erwägungen entführt, weil klar ist das die USA nicht erpressbar sind. Deutsche erfreuen sich hingegen großer Beliebtheit bei Entführer ;)
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19.08.03 13:26:01
Beitrag Nr. 6 ()
@TomCollins,

stimmt, die depperten Amis würden vermutlich auch ein Schlauchboot in die Sahara schicken, um die Touristen rauszuholen ...
:laugh: :laugh: :laugh:
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19.08.03 13:26:36
Beitrag Nr. 7 ()
@ 4

volle Zustimmung!

wo sind wir denn hier? Der Staat ist für die Sicherheit verantwortlich! Wenn Sie nicht für die Unversehrtheit des Volkes garantieren können bin ich für die sofortige Legalisierung von schweren Waffen!
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19.08.03 13:27:22
Beitrag Nr. 8 ()
hat man ja in pakistan gesehen,bei dem journalisten,wie erfolgreich die jungs doch waren:(

grüsse


derfrager
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19.08.03 13:28:30
Beitrag Nr. 9 ()
für die Sahara bringen es zur Not auch die Dinger:




Fakt ist: Amerikaner verhandeln nicht mit Terroristen!
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19.08.03 13:28:52
Beitrag Nr. 10 ()
#6
:laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
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19.08.03 13:29:22
Beitrag Nr. 11 ()
Guten Tag!
Gert Weissenkirchen ist ein übler Stammtischpolitiker und
dämlicher Populist!
Die Piste, auf der die Urlauber fuhren galt jahrelang als
sicher! Einen Zusammenhang mit einem Risikourlaub vermag
ich nicht zu erkennen. Gerade die SPD schickt mehr und
mehr Risikourlauber in Krisengebiete los, um einer
verbrecherischen Bush-Junta den Arsch zu lecken! Nicht zu-
letzt durch deren Kriegspolitik ist die Welt unsicherer
als jemals zuvor geworden!

Desgleichen dieser Wolfgang Bosbach:
" Ein Urlauber könne beispielsweise nicht durch das wilde
Afghanistan reisen ?in der Erwartung, das die Allgemein-
heit die Kosten trägt, wenn etwas passiert?."
Na DAS ist ja interessant! Der Logik des Gedanken folgend
könnte man doch den Bundestag an den Kosten für die
Rückführung der in Afghanistan ermordeten deutschen Sol-
daten beteiligen, nicht wahr? Zahlt Bosbach diese Verant-
wortungslosigkeit oder der Steuerzahler?

Hubert Hunold
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19.08.03 13:29:40
Beitrag Nr. 12 ()
Unsere Politiker sollten lieber das verschwenden von Steuern einstellen dann müssen sie sich um die 4,5 mio. keine Sorgen machen!
Für was giebts eigentlich eine GSG9 oder ein KSK?
Der Staat will kassieren aber keine Verantwortung übernehmen!
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19.08.03 13:31:05
Beitrag Nr. 13 ()
@#4

In Deutschland hat der Staat die Pflicht, seine Bevölkerung vor Straftaten zu schützen. Also hinkt Dein Vergleich etwas, denn die Entführungen passierten nicht in Deutschland.

Sag mir aber mal, warum ich für die Abenteuertouristen das Lösegeld (sicherlich mit Steuergeldern finanziert) zahlen soll? Sie gehen ein Risiko ein, also sollen sie sich selbst dagegen absichern.

Die haben jetzt dann Fernsehauftritte und kassieren ab, und die Allgemeinheit soll aber für die Befreiung bzw. das Lösegeld zahlen. Nichts da - die sollten schon zur Kasse gebeten werden.
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19.08.03 13:31:51
Beitrag Nr. 14 ()
Jeder 20.000 €, mindestens!:rolleyes:
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19.08.03 13:32:05
Beitrag Nr. 15 ()
unddie dinger werden dann von nomaden mit ner einfacher kalaschnikov vom himmel geholt:laugh: :laugh: :laugh:

grüsse

derfrager
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19.08.03 13:32:38
Beitrag Nr. 16 ()
Also rein rechtlich hätte doch der Staat gar keine Ansprüche gegen die Geiseln!

Ist doch nicht deren Problem, wenn der Staat sich erpressen lässt,
was er ja auch offiziel gar nicht gemacht hat!

:rolleyes:
Avatar
19.08.03 13:35:58
Beitrag Nr. 17 ()
#13: Es gab noch nicht mal eine Reisewarnung, eine Entführung kann überall passieren, AUCH IN DEUTSCHLAND.

Und wenn deine Frau abends alleine spazieren geht, dann geht sie auch ein Risiko ein!

Ihr verteidigt die Täter und verhöhnt die Opfer!

Nach dem Motto - selbst Schuld, das Leben ist halt gefährlich.

Bleiben wir also alle in unserem Bunker und wer rausgeht, darf blechen!
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19.08.03 13:37:52
Beitrag Nr. 18 ()
Apaches holt so schnell sicher niemand vom Himmel...

die Vögel bekämpfen gleichzeitig 12 Ziele und sind mit panzerbrechenden Hellfire-Raketen ausgerüstet. Wenn es mal einen erwischt weil ein Kameltreiber einen guten Tag gehabt hat ok.... shit happens. Die irakischen Panzerverbände hatten nachweislich nicht soviel Glück.. :laugh:
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19.08.03 13:40:50
Beitrag Nr. 19 ()
GoodJob, und die Familie vom ermordeten Metzler-Jungen hat natürlich auch nur Kapital aus der Öffentlichkeit schlagen wollen. Hatten ja selbst Schuld, dass sie ihren Sohn so frei rumlaufen lassen. Haben noch nicht mal die millionenteuren Ermittlungen bezahlt.

Ziemlich pervers dein Weltbild.
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19.08.03 13:42:48
Beitrag Nr. 20 ()
was für irakische panzerverbände???
glaubst du echt noch die mär,da wär wirklich widerstand gewesen?na,dann funktioniert die propaganda der supermacht ja doch noch:O :eek:

grüsse

derfrager
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19.08.03 13:45:34
Beitrag Nr. 21 ()
#18...tom, die alten t 54 hättest du doch auch mit einer haftladung erledigt.
wäre wesentlich kostengünstiger gewesen und ein orden wäre dir sicher gewesen.
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19.08.03 13:47:05
Beitrag Nr. 22 ()
#17:

Ich verteidige nicht die Täter - oder woraus ziehst Du diesen Schluss?

Ich klage aber die "Opfer" an, die selbst daran beteiligt waren, dass sie in diese Lage gerieten. Nachdem bereits mehrere Touristen entführt waren, sind sie immer noch dort rumgefahren und haben einen auf Safari gemacht - quasi: Uns passiert schon nichts.

Und jetzt soll die Allgemeinheit zahlen?

Ich denke nicht, dass sie für alle Kosten aufkommen sollten, aber daran verdienen sollten sie auch nicht.

Alle Gelder, die sie irgendwie im Rahmen zu Berichterstattungen, Fernsehberichten, etc... (vielleicht schreibt ja einer noch ein Buch darüber) bekommen, sollten sie abführen, zumindest solange, bis die tatsächlichen Kosten getilgt sind. Wenn sie mehr rausschlagen - OK, sollen sie behalten.

Und die Entbehrungen der Geiselnahme an sich sollen sie als Lebenserfahrung abschreiben - oder wollen sie vielleicht noch "Haftentschädigung". Es gäbe bei uns wahrscheinlich noch Leute die blöd genung wären, denen das auch noch zu geben. :mad:
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19.08.03 13:48:45
Beitrag Nr. 23 ()
#19

Toller Vergleich:

Ein Kind dass in Deutschland spielen geht und Touristen, die trotz bereits erfolgter Entführungen in einem riskanten Land Safari machen.

Aber Deine Vergleiche sagen einiges über DEIN Weltbill aus :laugh: :laugh: :laugh:
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19.08.03 13:49:39
Beitrag Nr. 24 ()
Früher wäre die Sache einfacher zu lösen gewesen.

Da hätten die Kameltreiber die "West-Touristen" als Sklaven verkauft und so ihre Kohle bekommen.
Die wohlhabenden Angehörigen hätten dann aus eigener Tasche ihre Angehörigen wieder loskaufen können... oder halt nicht, je nachdem, wie moralisch man eingestellt war.

Einen fürsorgenden Vollkasko-Staat mit Millionen dummer Steurerameisen und geldkoffertragender Regierungsbevollmächtigten gab es damals noch nicht.

;
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19.08.03 13:50:23
Beitrag Nr. 25 ()
Tausche ein l für ein t
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19.08.03 13:51:35
Beitrag Nr. 26 ()
Der Unterschied zwischen Deutschland und Amerika:

Von den Amis werden die Terroristen schon vor den Anschlägen bezahlt! :laugh:
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19.08.03 13:53:47
Beitrag Nr. 27 ()
#23. Na und? Weil auf einem Parkplatz früher mal jemand ermordet wurde, hat man selbst Schuld, wenn man da sein Auto abstellt?

Weil schon mal ein Millionärssohn entführt wurde, hat man also selbst Schuld, wenn man Millionär ist und Kinder hat?

Das ist genau, was du sagst: "Ich klage aber die "Opfer" an, die selbst daran beteiligt waren, dass sie in diese Lage gerieten. "

Du wirst den Opfern VOR, dass sie entführt worden sind, mehr nicht! Als ob sie das GEWOLLT hätten.

Das ist Opfer-VERHÖHNUNG!

Was sonst??

Über die Täter verlierst du natürlich kein Wort! Das alles lässt nur auf Sympathie für die Täter schließen.
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19.08.03 13:54:01
Beitrag Nr. 28 ()
Bin auch der Meinung dass die Geiseln selbstverständlich auch einen gewissen Betrag beisteuern sollen - denn schließlich ist es ja wirklich so daß sie sich fahrlässig auf einen gefährlichen Trip begeben haben....
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19.08.03 13:58:43
Beitrag Nr. 29 ()
#27

Toller Vergleich, zwischen einem Parkplatz in Wanne-Eickel und der Sahara in einem Bürgerkriegsland ;)
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19.08.03 14:00:24
Beitrag Nr. 30 ()
#28: Auf welcher Gesetzesgrundlage? Wer wird in Zukunft beurteilen, was fahrlässig ist?

Kriegt man für jede Handlung einen Risikokennziffer und danach entscheidet sich, ob die Polizei dich sucht und wie teuer ihr Einsatz ist?

Wessen Geistes Kind ist die Haltung der Opfer-haben-selbst-Schuld?

Also: Wenn deine Freundin im Türkei-Urlaub verschleppt wird, hast du fahrlässig gehandelt, weil das in diesem Land öfter vorkommt als bei uns?

Tolle Idee. Vor allem so ausgegoren.

#29: Deutschland ist ja nun wirklich ein Ort, der das Wort Kriminalität nicht kennt. Parkplätze nachts sind ein Hort der Sicherheit.
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19.08.03 14:00:29
Beitrag Nr. 31 ()
TomCollins hat ein gedächtnis wie eine müde hundehütte. :laugh:

kann es sein, dass im iran mal einige amis über monate gefangen gehalten wurden und beim versuch ihrer befreiung nur 2 ami-helikopter zusammengestossen sind?
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19.08.03 14:04:34
Beitrag Nr. 32 ()
#27 Es kann niemnad etwas dafür, wenn er Millionär ist - klar. Aber trotzdem und gerade deswegen treffen viele Millionäre Vorsichtsmaßnahmen. Manchmal reichen diese auch nicht aus - OK - kann passieren.

Die besagten Touristen haben jedoch nicht nur keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sondern haben sich bewusst in einem riskanten Land in Gefahr begeben, insofern haben sie sehr wohl einen Anteil an dieser Situation.

Würdest Du Dein Kind einfach so bei Dir zu Hause auf der Straße spielen lassen? Wahrscheinlich ja, die meisten anderen auch.
Würdest Du Dein Kind in Algerien in einer Dir unbekannten Stadt in einer Dir wohl unbekannten Kultur einfach so auf der Straße spielen lassen? Du wahrscheinlich auch, denn Du hast ja die Ansicht, dass die Staatsvollkasko dann das entführte Kind wieder zurückholen muss. Die meisten aber würden dort ein wenig besser auf das Kind aufpassen als eben zu Hause.

Das ist der Unterschied.

Die Opfer haben die Entführung nicht gewollt - klar. Aber sie haben sich selbst leichtfertig in Gefahr gebracht weil sie - gerade nach den unmittelbar zuvor erfolgten Entführungen damit rechnen mussten. Unmittelbar zuvor!!! Nicht irgendwann mal auf einem Parkplatz!

Und mir "Tätersympthie" zu unterstellen, obwohl ich kein Wort über die verloren habe - tja, die Meinung kann sich jeder selber bilden, ob er da Deinen Gedankengängen folgen kann.
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19.08.03 14:04:56
Beitrag Nr. 33 ()
kann es sein, Amerikaner ihre Leute innerhalb von 48 stunden von jedem Teil der Erde rausholen während die Bundesregierung 4 Monate braucht?
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19.08.03 14:12:16
Beitrag Nr. 34 ()
#33: die geiselnahme in der us-botschaft 1981 im iran ging über monate :rolleyes:
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19.08.03 14:14:42
Beitrag Nr. 35 ()
#33...sag mal tom, wie einfältig bist du eigentlich, daß du solchen wunsch(wahn)gedanken nachhängst?
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19.08.03 14:15:31
Beitrag Nr. 36 ()
#34

Aber die Amis haben es wenigstens versucht - Ergebnis in #31 beschrieben, wobei ich mich erinnern kann, dass es ein Heli und eine Hercules Transportmaschine war, spielt aber keine Rolle.

Fischer un Co. wedelten doch gleich mit dem Scheckheft.
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19.08.03 14:17:22
Beitrag Nr. 37 ()
hier scheint es einige zu geben, die auch die befreiung der geiseln aus dem moskauer staatstheater als gelungene aktion bezeichnen würden :rolleyes:
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19.08.03 14:22:58
Beitrag Nr. 38 ()
#37

Gelungen war das sicher nicht, aber:
Wie hättest Du die Situation gelöst?
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19.08.03 14:30:48
Beitrag Nr. 39 ()
#32: OK. Also Zwangsurlaub auf Mallorca für alle Deutschen?

Ach ja, mein Kind in Algerien würde ich natürlich nicht draußen spielen lassen, sondern es müsste im Keller arbeiten, wo es sicher ist!

Und wer in einen Stadtteil in Deutschland zieht, der bekanntermaßen krimineller ist, hat selbst Schuld, wenn er sich in Gefahr begibt! Gerade, wenn da einen Tag zuvor jemand überfallen wurde!

Wäre ja noch schöner, wenn man dort von der Polizei auf Staatskosten unterstützt wird, wo doch jeder weiß, wie gefährlich ist an manchen Orten ist!

Man hat selbst Schuld, wenn man zu Schaden kommt! Denn nicht derjenige, der den Schaden verursacht hat, ist Schuld, sondern der, der die Frechheit besaß, vor dem möglichen Übeltäter nicht zu kuschen! Verstanden?

Den Deutschen sollte man konsequenterweise wie gesagt den Zutritt zu bestimmten Gebieten auf der Welt UND im EIGENEN Land verbieten, in denen statistisch gesehen eine erhöhte Gefährdung der eigenen Person vorhanden ist.
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19.08.03 14:32:11
Beitrag Nr. 40 ()
...durch Finden und Vernichten...
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19.08.03 14:46:57
Beitrag Nr. 41 ()
#39

Wieso Zwangsurlaub Mallorca - es gibt viele schöne sichere Länder ...

Deiner Beschreibung nach bist Du wahrscheinlcih auch der Typ, der den Abtransport eines Klaviers dadurch dirigiert, indem er sich direkt unter das am dünnen Drahtseil hängende Klavier stellt. Is ja dann Vollkasko...

Es gibt einfach Gefahrensituationen - im In- und Ausland, denen man besser aus dem Weg geht. Und wenn nicht, ist man eben auch selbst Schuld, wenn man etwas abkriegt. Man weiß es oft vorher, unterschätzt die Gefahr jedoch oder will sie nicht wahrhaben (meinen Urlaub unterbrechen nur weil andere entführt werden - neee, ich doch nicht, ich mache ja schließlich Urlaub ...)

Natürlich haben die Täter die Hauptschuld - klar.

Wer soll dann Deiner Meinung nach zahlen - die Allgemeinheit?

Aber die übrigen deutschen Steuerzahler können nun wirklich nichts dafür, dass die in Algerien Abenteuerurlaub machen wollten. Warum sollten sie also zahlen?
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19.08.03 15:11:25
Beitrag Nr. 42 ()
Namensliste der Sahara-Geiseln

18. Aug 2003 13:31


Die Freilassung von 14 entführten europäischen Sahara-Touristen steht offenbar unmittelbar bevor. Es handelt sich um neun Deutsche, vier Schweizer und einen Niederländer.

Das Bundeskriminalamt hat die Namen der letzten 14 in der Sahara festgehaltenen europäischen Urlauber im Internet veröffentlicht. Die neun Deutschen, vier Schweizer und ein Niederländer verschwanden zwischen dem 22. Februar und dem 8. März bei Wüstentouren im Osten Algeriens.
Gruppe 1: Marc Hediger (42), Reto Walther (35), Sibylle Graf (19), Silja Stäheli (19). Die Schweizer werden seit dem 22. Februar vermisst, sie waren mit einem Toyota auf der so genannten Gräberpiste unterwegs.

Gruppe 2: Arjen Hilbers (35), Martin Hainz (38), Rainer Bracht (46), Christian Grüne (37). Die Touristen waren mit Motorrädern unterwegs. Sie stammen aus den Niederlanden, aus Detmold, Miesbach und Berlin und werden seit dem 22. Februar vermisst.

Gruppe 3: Jürgen Matheis (36), Frank Gottlöber (30), Sascha Notter (27). Die Motorradfahrer aus Pirmasens, dem Main-Taunus-Kreis und Ludwigsburg verschwanden ebenfalls am 22. Februar auf der Gräberpiste.

Gruppe 4: Witek Mitko (49), Kurt Schuster (64), Erna Schuster (62). Die 45-jährige Michaela Spitzer starb im Juli an einem Hitzschlag. Die beiden Paare aus Augsburg unternahmen ihre Reise in zwei Geländewagen, sie verschwanden am 8. März auf der Strecke zwischen Illizi und Djanet.

17 Sahara-Touristen waren bereits Mitte Mai vom algerischen Militär befreit worden. (nz)
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19.08.03 15:33:06
Beitrag Nr. 43 ()
wer sich in Gefahr begibt...
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19.08.03 15:37:08
Beitrag Nr. 44 ()
Wenn man schon vergleicht, dann sollte passt es aber nicht, Kinder auf einem Spielplatz spielen zu lassen, sondern auf einer vielbefahrenen Hauptstraße oder einer Autobahn.


Richtig ist - unabhängig von den jetzigen Geiseln, dass man für die Zukunft denjenigen, die riskante "Kicks" suchen, eine Zwangsversicherung aufdrücken sollte, die für den Fall einspringt, dass sich das Risiko realisiert. Und wer sich nicht versichert, der muss halt sehen, wie er klarkommt, der Staat hilft dann nicht.
Ob das riskante Abenteuerreisen sind oder besonders riskante Sportarten. Es wird auch so kommen, fragt sich nur, wann.
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19.08.03 17:28:40
Beitrag Nr. 45 ()
Ich möchte mal wissen, warum Ihr Euch so aufregt. Politiker leisten auch nichts und bekommen Euer Geld. Der Wasserkopf wird immer größer und Ihr akzeptiert es doch auch. Der Politiker, welche solche Assagen trifft soll mal überlegen wer sein Geld bezahlt. Man sollte den Idioten enteignen.

Übrigens in eine solche Situation kann jeder von uns kommen.
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19.08.03 17:57:53
Beitrag Nr. 46 ()
..ich glaube nicht, dass jeder in solch eine Situation kommen kann.
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19.08.03 18:04:58
Beitrag Nr. 47 ()
Nein ?

Es wurden schon Personen aus Deutschland als Geisel genommen und wurden in die Ukraine verschleppt. Wenn ich geschrieben habe Jeden dann meine ich das auch so. Dazu musst Du nicht irgendwo hinreisen.
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19.08.03 18:12:22
Beitrag Nr. 48 ()
es geht aber nicht um "normale" Geiseln, sondern um solche, die "irgendwo" hinreisen - bewußt Risiken eingehen.

Bei allen anderen ist doch völlig klar, dass sie nicht für ihre Rettung bezahlen müssen.

Wenn ich in Köln auf die Severinsbrücke klettere und drohe, mich umzubringen, muss ich den Feuerwehreinsatz und einiges weitere auch bezahlen. Wieso nicht, wenn ich in ein Krisengebiet reise???

PS: bei den ersten Geiseln war doch eine "dienstunfähiger" Beamter dabei. Bei dem sollte man sogar besonders genau nachschauen, passt nicht so gut zusammen, diese Reise und seine Dienstunfähigkeit.
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19.08.03 18:26:39
Beitrag Nr. 49 ()
Das kann man so und so sehen. Du gehst ja trotzdem in Deine Bank obwohl Du weißt das diese überfallen werden kann. Oder nicht ?

Damit befindest Du dich eigentlich auch an einem gefährlichen Ort. Zumal die Statistiken zeigen, dass mit zunehmender Armut in der Bevölkerung die Banküberfälle steigen. Das weis auch jeder und somit gehst Du auch ein bewußtes Risiko ein.
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19.08.03 18:52:46
Beitrag Nr. 50 ()
Jedes Jahr werden tausende von Deutschen im Auslandsurlaub schuldlos krank, verletzt oder Opfer von Verbrechen. Diese Leute haben oft große Schwierigkeiten, ihren Heimtransport für ein paar Tausend Euro zu organisieren. Wie will man denen den vermitteln, dass man für andere gleich 64 Millionen (derzeitiger Stand der Dinge) ausgibt, ohne dass die sich daran beteiligen müssen?

Anderer Aspekt: wie will man das Leuten vermitteln, die sich im 3-Schichtbetrieb den Rücken krumm arbeiten und sich nicht mal einen Mallorca-Urlaub leisten können?

Ich bin der Ansicht, dass die Geiseln zumindest ihre zukünftigen Buchhonorare und Honorare durch Zeitschriftenreportagen etwa Opferverbänden spenden sollten oder aber Organisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, die sich um den Heimtransport kranker und verletzter Deutscher aus dem Ausland bemühen und dringend auf Spenden angewiesen sind.

Das ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

TS
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19.08.03 19:33:47
Beitrag Nr. 51 ()
was können die Geiseln dafür, wenn die grünen Weicheier dem orientalischen Feilschen nicht gewachsen sind, und Millionen zahlen, anstatt nur Tausende ? :cry: :cry: :cry:

Man hätte die Dreckskerle wie bei der ersten Gruppe kalt machen können, oder z.B. deren Angehörige als Gegengeiseln nehmen. Das ist die Sprache, die solche Verbrecher verstehen,:mad: und im Übrigen im Einklang mit dortigen Traditionen stehen.

Und sonst.
Als Weißer ist man praktisch überall auf der Welt potentielles Kriminalitätsopfer. Beschiß, Betrug, Raub....außerhalb westlicher Länder völlig normal. Und für weibliche Weiße kommt noch das sehr hohe Risiko sexueller Übergriffe hinzu. Demnach begibt man sich praktisch auf der ganzen Welt in besondere Gefahr, nicht nur in der Sahara.

Also, warum sollen die Geiseln zahlen ?
Weil sie Opfer "ausländerfeindlichen Verhaltens" wurden?


Nö, denn Deutschland hat über eine Million Asylbewerber über die Jahre beherrbergt. Fast alle wurden nicht anerkannt. Viele haben dennoch Bleiberecht. Der Rest wurde/wird nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel abgeschoben.

In Anbetracht der immens hohen Ablehnungquote kann man davon ausgehen, daß die meisten Asylanträge unberechtigt gestellt wurden, und somit zumindest der Versuch der Täuschung vorliegt. (Man könnt auch versuchten Betrug sagen, aber soweit will ich nicht gehen).

All diese Leute haben nie Steuern bezahlt, und nachdem man sie jahrelang durchgefüttert, ihre Zähne aufpoliert ect. sowie sämtliche Rechtskosten getragen hat, schickt man sie wieder heim, nochmals auf deutsche Staatskosten.
All dieser Service ist komplett gratis. Sehr generös !!!!!!!

Die Geiseln hingegen haben wohl alle mal gearbeitet, oder werden dies eines Tages wieder tun. Sie haben Steuern bezahlt. Und darum haben sie auch Anspruch auf Solidarität, und zwar weit mehr, als Leute, die niemals etwas für diesen Staat geleistet haben.

Für das VerhandlungsUNgeschick von Fischers Diletantentruppe können die Geiseln nun wirklich nichts.
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19.08.03 23:48:55
Beitrag Nr. 52 ()
Der eigentliche Skandal ist doch folgendes:

Zitat, Quelle unten:

Die Angehörigen einiger Geiseln haben bereits im Vorfeld mitgeteilt, Erlebnisberichte gebe es nur gegen Bares. Man warte auf Angebote. Auf öffentliche Kosten befreit werden und dann privat abkassieren, das ist unanständig. Die Hüter staatlicher Kassen, aus denen sich bedient wurde, sollten dies nicht hinnehmen.

Opfer wurden zu Befreiten. Das ist für uns alle erst einmal ein Grund zur Freude. Danach geht es um Täter, die zur Rechenschaft gezogen und um Fragen, die beantwortet werden müssen.

UWE ZIMMER, Chefredakteur der Neuen Westfälischen

Zitat Ende
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20.08.03 00:32:16
Beitrag Nr. 53 ()
#52

stimmt schon, aber falls da Rekordeinkünfte zu erwarten sind, so sind diese im Jahr der Einkunft zu versteuern, und Höchststeuersätze lassen dann nicht mehr viel übrig.

Also, der Staat bedient sich schon im Rahmen der vorhandenen Gesetze dick und fett.

Die Geiseln hatten Einkommensverluste, und von den Unannehmlichkeiten ganz zu schweigen.
Vom Staat haben Kriminaltitätsopfer ohnehin keine finanzielle Solidarität über die Sozialhilfe hinaus zu erwarten.
Und schließlich, wie gesagt, sind sie ja nicht verantwortlich für das schwache Verhandlungsgeschick unserer Regierung.

Also was soll´s wenn die ein bißchen Kohle machen....
Avatar
20.08.03 08:35:44
Beitrag Nr. 54 ()
Avatar
20.08.03 08:44:51
Beitrag Nr. 55 ()
#51

Das sehe ich genau so. Warum hat man sich von Seiten der Regierung darauf eingelassen. Wenn ein Staat sich erpressen lässt, so hat er seine Autorität verloren. Das unsere jetzige Regierung tatsächlich deletantisch regiert kann man nicht nur an diesem Beispiel sehen. Die Summe ist meines Achtens viel zu hoch gewesen, wenn schon etwas bezahlt wird. Was ist den zum Beispiel mit unseren Eliteeinheiten? Warum bringt man diese in solchen Situationen nicht zum Einsatz. Bei Flugzeugentführungen hat man das früher auch im Aussland gemacht. Warum jetzt nicht ?

Diese Leute haben ein Recht darauf. Ausserdem hat ein Sprecher des Saharaclubs darauf hingewiesen, dass die Strecken auf denen die Touristen sich bewegt haben als sicher galten. Sie sind also kein erhöhtes Risiko eingegangen, wie das hier gern und von Politikern hingestellt wurde.
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20.08.03 08:56:17
Beitrag Nr. 56 ()
Wer bezahlt eigentlich für die Schweizer??

und vor allem für den Holländer:laugh: :laugh: :laugh:
Avatar
20.08.03 09:00:48
Beitrag Nr. 57 ()
Gute Frage. Davon hört man nichts. Der deutsche Michel darf mal wieder für alle zahlen.
Wir haben`s ja.
Avatar
20.08.03 09:36:19
Beitrag Nr. 58 ()
#56
Den Holländer haben die doch freiwillig mitgegeben. :laugh: ;)
Avatar
20.08.03 10:40:06
Beitrag Nr. 59 ()
->#46<- ...ich glaube auch nicht, dass jeder in solch eine Situation kommen muss/kann.
Wer Urlaub an der Nordsee macht, oder in den Alpen, ist zumindest moslemseitig
anschlagsmässig aus dem Schneider...(die Tiroler sind nun seit jahrzehnten
ruhig und nach Jugoslawien muss man auch nicht unbedingt urlaubern, um Minen aufzuspüren).
Das beste Mittel ist ganz einfach, aus den moslemischen Staaten (einschliesslich Türkei
und Cypern) wegzubleiben.
...Und wer es nicht anders haben will, der sollte es dann auch alleine auslöffeln...ich
kann es zwar verstehen, dass ein deutscher rundum-Versicherter meint, sich mit der
Bezahlung im Reisebüro eine Art Unverwundbarkeit für
die Urlaubszeit eingekauft zu haben, die sich in Form
eines persönlichen Disney-lands für alle sichtbar
um seinen Körper gewickelt hätte....Eine eingekaufte und bezahlte Erwartungshaltung
auf den friedvollen Ausnahmezustand Urlaub...
(kann man ja verlangen, wenn man schon für die Reise
Geld geblecht hat) Man schiebt insgeheim die Verantwortung
für das ureigenste Selbst (Leben) in bewährter deutscher Tugend auf denjenegen,
der das Geld genommen hat...( es hat alles seine Ordnung, wir haben dafür bezahlt..!!!
..und wenn dort zu viele Mücken sind, dann klagen wir sie einfach
weg...Reisekosten-Reduzierung)
In Abwandlung des Spruches von Sittin Bull, irgendwann
einsehen zu müss, dass man Geld nicht essen kann,
könnte man sagen, dass unsere Urlauber mal irgendwann
kapieren sollten , dass Geld in moslemischen Ländern (Djerba) keine
kugelsichere Weste ist...
Avatar
20.08.03 13:59:42
Beitrag Nr. 60 ()
Sahara-Geiseln müssen für Befreiung zahlen

Berlin, 19. Aug (Reuters) - Den deutschen Sahara-Geiseln dürfte nach ihrer Heimkehr eine Rechnung für ihre Befreiung ins Haus stehen. Das Konsulargesetz schreibt vor, dass Konsularbeamte hilfsbedürftigen Deutschen helfen sollen, erklärt aber ausdrücklich: "Der Empfänger ist zum Ersatz der Auslagen verpflichtet. Die Ersatzpflicht trifft neben ihm auch seine Verwandten und seinen Ehegatten im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht. Die Verpflichtung zum Ersatz geht auf die Erben über. Die Haftung der Erben beschränkt sich auf den Nachlass." Auch in den Hinweisen des Ministeriums für Reisende wird auf mögliche Kosten einer Hilfe hingewiesen: Eine Auslandsvertretung könne, "wenn alle eigenen Hilfsmöglichkeiten erfolglos ausgeschöpft wurden, Ihnen eine zurückzuzahlende Hilfe zur Rückkehr nach Deutschland gewähren", heißt es unter www.auswaertiges-amt.de. "Bei einer eventuellen Evakuierung von Deutschen aus einer gefährlichen oder gar lebensbedrohlichen Situation hat die Rettung der Gefährdeten oberste Priorität. Auf Grund geltender zwingender Rechtsvorschriften müssen die Kosten der Evakuierung später von den Empfängern der Hilfe zurückgefordert werden." Dem Auswärtigen Amt sei bekannt, dass dieser Umstand "bei Betroffenen gelegentlich auf Unverständnis stößt".Insofern sind die Äußerungen des außenpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Gert Weisskirchen, oder des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Wolfgang Bosbach, nach der Freilassung der Sahara-Geiseln kaum mehr als eine Beschreibung der Rechtslage. "Wer sich leichtfertig und um des Nervenkitzels willen in Gefahr bringt, muss auch damit rechnen, dass er an den Kosten für die Rettung beteiligt wird", sagte Bosbach der "Financial Times Deutschland". Ein Tourist könne etwa nicht durch Afghanistan reisen "in der Erwartung, dass die Allgemeinheit die Kosten trägt, wenn etwas passiert". Reisende missachteten zunehmend die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes, und dies könne der Staat nicht hinnehmen. Zwar gibt es eine explizite Reisewarnung Deutschlands für Afghanistan sowie Irak, Kongo, Liberia und ein halbes Dutzend andere Länder, aber eben nicht für Algerien. Und ohnehin spielt die Frage, ob es sich bei der Fahrt der Sahara-Touristen über die so genannte dortige Gräberpiste um eine riskante Reise handelte, bei der Erstattung nicht zwingend eine Rolle. Das Auswärtige Amt wollte sich am Dienstag zunächst nicht zu möglichen Forderungen äußern. Offenbar gibt es aber einen breiten Spielraum für deren Festsetzung. Dies deutete der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Ludger Volmer, der als Staatsminister während der Geiselnahme auf der philippinischen Insel Jolo für die deutsche Seite verhandelte, bereits an. "Die Entführten leisten einen gewissen Eigenbeitrag. Im Falle Jolo war das aber damals so dimensioniert, dass das für die betroffene Familie gut zu verkraften war, und bestimmte Kosten wären der Staatskasse ohnehin angefallen. Die hat man dann natürlich nicht extra noch in Rechnung gestellt", sagte Volmer im Deutschlandfunk. dob/kps
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20.08.03 15:32:27
Beitrag Nr. 61 ()
könnte man sagen, dass unsere Urlauber mal irgendwann
kapieren sollten , dass Geld in moslemischen Ländern (Djerba) keine
kugelsichere Weste ist...

Eher im Gegenteil: Geld ist das Zentrum der Zielscheibe.:D
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20.08.03 15:45:35
Beitrag Nr. 62 ()
Freigelassene Sahara-Geiseln:
Entführer haben uns gut behandelt

20. Aug 14:00


Die freigelassenen Augsburger Geiseln Kurt Schuster und Witek Mitko
Foto: ddp

Die in der Sahara festgehaltenen Touristen sind nach eigenen Angaben von ihren Kidnappern korrekt behandelt worden. Sie fuhren die meiste Zeit in Autos durch die Wüste. Auch Verpflegung gab es genug - obwohl sie etwas vitaminarm war.


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Mehrere der freigelassenen Sahara-Geiseln sind am Mittwoch bereits in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Die elf Männer und drei Frauen zeigten sich nach der Ankunft in Deutschland froh darüber, dass die halbjährige Gefangenschaft in der Wüste ein glückliches Ende genommen hat.
«Wir sind sehr glücklich, sehr erleichtert, dass wir alles überstanden haben», sagte einer der vier entführten Augsburger Touristen, Witek Mitko, nach der Rückkehr in seine Stadt.



Reis, Nudeln, Gries und Brot als Verpflegung

Die Entführer hätten sie gut behandelt, betonte er. «Wir sind sehr viel gefahren, nur wo es nicht ging mit dem Auto, da mussten wir laufen.» Auch die Verpflegung habe ausgereicht - «Makkaroni, Reis, Gries, Brot, schlechtes Wasser». Hungern habe man nicht müssen: «Das sehen Sie ja an mir.»

Die Freude über die Rückkehr wird durch den Tod von Mitkos Reisegefährtin Michaela Spitzer getrübt, die an einem Hitzschlag gestorben war. «Es ging sehr schnell, aber das kann ich in zwei Minuten nicht erklären», sagte der 49-Jährige.



38 Stunden ohne Pause durch die Wüste

Von der Freilassung habe die Gruppe erst am Montag erfahren, so Mitko. Sein Mitgefangener Kurt Schuster sagte, die Gruppe sei danach 38 Stunden ohne Unterbrechung durch Wüstengebiet gefahren. Er und seine Frau Erna freuten sich, gesund wieder heimgekehrt zu sein, sagte der 64-Jährige. Er appellierte an die Medien, die ehemaligen Geiseln erstmal in Ruhe zu lassen.

Die drei befreiten Geiseln waren am Mittwochvormittag auf dem Augsburger Flughafen gelandet. Sie wurden von Oberbürgermeister Paul Wengert empfangen, der ihnen Geschenkkörbe mit Aufbaunahrung und Vitamingetränken übergab.

Die Stadt Detmold in Ostwestfalen bereitete sich darauf, den 46-jährigen Rainer Bracht willkommen zu heißen. Der Berliner Christian Grüne sei zunächst von der Polizei in Braunschweig betreut worden, wo seine Mutter lebe, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Sascha Notter aus Besigheim bei Ludwigsburg sei mit seinen Eltern an einen nicht näher bekannten Ort gefahren, hieß es.



Schweizer Außenministerin zweifelt an Lösegeld

Auch die vier Schweizer Geiseln sind inzwischen in ihrer Heimat angekommen. Ein Flugzeug der Schweizer Regierung brachte sie am Morgen von Köln nach Zürich. Außenministerin Micheline Calmy-Rey sagte, ihr Gesundheitszustand sei gut. Zugleich äußerte sie Zweifel daran, dass Lösegeld an die Entführer gezahlt worden sei. Dies sei eine Hypothese, die sie nicht bestätigen könne, sagte Calmy-Rey.
(nz)
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20.08.03 15:46:39
Beitrag Nr. 63 ()
Die Familie Wallert hat insgesamt 13.000 DM löhnen müssen. Berechnet wurde der Flug, Kleidung, Medikamente, Nahrung. Nicht berechnet wurde meines Wissens der ganze Arbeitsaufwand, also monatelange Arbeit von Staatsministern etc.

Ich finde, 13.000 DM zusammen ist für drei berufstätige Leute wirklich erträglich, ja fast lächerlich wenig, besonders wenn man bedenkt, wieviel Kosten verursacht wurden und dass die Wallerts ihre Geschichte soweit ich weiß auch noch teuer an den "Stern" verkauft haben.


TS
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20.08.03 16:02:52
Beitrag Nr. 64 ()
Heute stand im Stadtanzeiger, dass die einzige, die die Geiselnahme nicht überlebt hat, arbeitslos war. Nach 3 Wochen hat das Arbeitsamt die Unterstützung gestrichen, weil sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stand....

Man kann sagen: pervers. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht fest, dass die Touristen entführt waren, sie galten ja lange einfach nur als vermisst.
Zudem weiß ich nicht, ob die Reise beim Arbeitsamt angemeldet war.

Wenn nicht, finde ich es sogar richtig, dass das Geld gesperrt wurde. Ansonsten wäre es aber eine harte Maßnahme, zumal es wohl um Arbeitslosengeld ging, also die gute Frau zunächst mal eingezahlt hat (die Presse differenziert da aber oft nicht so genau, kann also auch -Hilfe gewesen sein...).


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Sahara-Geiseln sollen für Rettung zahlen!!!