DAX-0,20 % EUR/USD-0,02 % Gold-0,01 % Öl (Brent)+0,16 %

Wo steht der deutsche Fußball wirklich???? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Der Confed-Cup steht vor der Tür und jeder deutsche Fußball-Fan fragt sich: wo steht die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft wirklich? Zum Einstieg, so sieht die aktuelle Fifa-Weltrangliste aus:

1. Brasilien 831 Punkte
2. Tschechien 784
3. Argentinien 778
4. Frankreich 769
5. Niederlande 759
6. England 754
7. Mexiko 753
8. Spanien 752
9. Portugal 740
10. Italien 734
10. USA 734
12. Griechenland 727
13. Schweden 722
14. Türkei 712
15. Irland 709
16. Uruguay 706
17. Japan 703
18. Iran 699
19. Dänemark 697
19. Deutschland 697
21. Costa Rica 686
21. Kroatien 686
21. Südkorea 686
24. Polen 675
25. Nigeria 671
26. Kamerun 666
27. Ägypten 660
28. Kolumbien 657
29. Paraguay 656
30. Russland 653

Man sieht, wir schaffen es gerade noch die bedeutende Fußball-Nation Costa Rica auf Distanz zu halten. Klasse!

Bei aller Kritik, die man bei der Berechnung der Fifa-Tabelle berechtigterweise haben kann: für ein Land, dass über mehr als 4 Jahrzehnte hinweg hinter Brasilien die erfolgreichste Fußballnation überhaupt war, ist die derzeitige Situation die schlechteste seit Bestehen der Bundesrepublik.

Beim Confed-Cup warten in der Vorrunde Tunesien, Argentinien und Australien auf uns.

Wie geht es weiter mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft?

Laut einer Umfrage erwarten etwa 30% der deutschen Fußball-Fans das unser Team 2006 Weltmeister wird.........

Es würde mich freuen, wenn sich hier ein Diskussionsforum rund um unser Team bildet.
es sieht schlecht aus. Es sind zwar ne Menge hoffnungsvoller junger Spieler da, nur haben die ja überhaupt keine Zeit, sich zu entwickeln... Spielt irgendwer zwei, drei Mal in der Liga ganz gut, wird er sofort in die Nationalmannschaft berufen, als neuer Held des Fussballfelds auserkoren, von den Medien hochgelobt, und das war`s dann meist... dann isser wieder draussen, es werden andere ausprobiert und wieder nix... Keine Stammformation, kein nix... Seit Klinsi scheint es ja besser zu werden, aber abwarten...

Gut, dass ich Spanier bin und mich das nicht ganz so berührt;)
Naja, die spanische Nationalmannschaft hat sich bisher ja noch nie mit Ruhm bekleckert. Warum stehen die eigentlich so weit vorne

:confused:
die tabelle ist nicht aussagekräftig. deutschland nimmt nicht an der wm-qualifikation teil und kann deshalb keine punkte sammeln. ausser ein paar wenige bei niedrig bewerteten freundschaftsspielen!

wir sind aber trotzdem grottenschlecht:cry:
3

das ist wahr... jedoch ist dort die spielerische Substanz immer vorhanden gewesen, nur wurde sie - wenn es drauf ankam - nie abgerufen.. oder der Schiri hatte was dagegen (Wie in Südkorea, verpfiffen, nachdem Italien ebenso verpriffen wurde)..

naja, aber das ist ja nicht das Thema des Threads;)
Die Tabelle ist sehr aussagekräftig,
wobei ich der Meinung bin daß uns noch hintere Manschaften wie Polen,Dänemark auch noch schlagen können.....
Nicht blauäugig werden,wir haben seit bald 4Jahren keinen Gegner mehr von Format besiegt....
Sehe aber Tendenz mit Klinsi positiv,
die WM 2006 kommt aber eindeutig zu früh.....
Cl.
Diese Jammerei macht einen fertig! :mad:
Immerhin liegen wir vor Costa Rica UND Kroatien? Gäbe es die
DDR noch würden wir auch vor der DDR liegen! Die BRD hat
immer vor der DDR gelegen, immer!
Da frage ich mich:
Was willst Du noch, Deutsches Volk?
#7

Wir brauchen einen Abgrund in den wir die Clubbonzen vom Caliber der Hoenesse, Niebaum/Meiers mitsamt den unfähigen DFB-Parteibonzen stürzen können.

Ich sag nur eins 2006 schaffen die gerade mal das Achtlfinale.
Klinsi/Bierhoff haben ihr Pulver schon verschossen.
Hallo,

schön, dass es einige Meinungen gibt :)

superguergen: du hast recht, man hat den Eindruck, dass ein junger Spieler noch nie so wenig in der Bundesliga leisten musste, um es in das Nationalteam zu schaffen. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass man in den ganzen Jahren vor Klinsmann und vielleicht auch vor Völler zu wenig junge Talente eingebaut hat und den Eindruck bekam, dass die Oldies fast bis 40 spielen konnten (Matthäus), während die Jungen (damals z.B. Scholl) es sehr, sehr schwer hatten in die Mannschaft zu kommen.

humphy: wie gesagt, die Berechnung der Fifa-Tabelle ist eine Sache für sich, aber der 19. Platz für unser Team scheint mir nicht unrealistisch. Klar es gibt Härtefälle: wenn ich z.B. sehe dass der Iran und Japan vor uns liegen und wir die bei der Asienreise locker zuhause geschlagen haben, denke ich, dass wir ein paar Plätze nach vorne gehören. Allerdings gebe ich auch Claptoni recht, wenn er sagt, dass auch hinter uns noch Teams liegen (Polen, Russland), die momentan wohl stärker sind. Auch gegen Südkorea, das noch hinter uns liegt, hatten wir bei der Asienreise keine Chance.

Außerdem muss ich Claptoni 100% Recht geben wenn er sagt, dass die WM 2006 zu früh für uns kommt. Wenn ich sehe wie hilflos die jungen Spieler teilweise bei der Eröffnung der Allianz – Arena gegen die Bayern agiert haben, dann muss man das Schlimmste befürchten.

Groupier: Klar kann man die Clubbosse kritisieren, aber die sind nun mal nur für ihre Vereine verantwortlich und nicht für das Nationalteam. Ich habe den Eindruck, dass in den letzten Jahren die Clubinternate schon für Verbesserungen gesorgt haben. Was deine Kritik am DFB angeht bin ich aber 100% -ig deiner Meinung. Hier wurde 20 Jahre lang geschlafen. Berti Vogts hat sich schon vor 20 Jahren beschwert, dass die Jugendförderung in Deutschland vernachlässigt wurde – passiert ist nichts.

Noch nach dem 96- er EM Gewinn (wieder unter Berti Vogts) dachten alle, es wäre alles in bester Ordnung. Keiner wollte sehen, dass die Mannschaft die zweitälteste im Turnier war und im Leistungszenit stand. Danach ging es steil abwärts, bis auf die glückliche WM 02.....
Was ist denn das für eine Scheißtabelle :laugh:

1. Brasilien 831 Punkte
2. Tschechien 784
3. Argentinien 778
4. Frankreich 769
5. Niederlande 759
6. England 754
7. Mexiko 753
8. Spanien 752
9. Portugal 740
10. Italien 734
10. USA 734
12. Griechenland 727
13. Schweden 722
14. Türkei 712
15. Irland 709
16. Uruguay 706
17. Japan 703
18. Iran 699
19. Dänemark 697
19. Deutschland 697

die Angstgegner :rolleyes: habe ich mal fett markiert.
Hallo Punk,

tja, wie gesagt, über die Berechtigung des Punktesystems auf die die Tabelle beruht kann man natürlich diskutieren....

Iran und Japan haben wir auswärts klar geschlagen, die würde ich auch nicht vor uns sehen.

Bei der letzten WM in Japan und Südkorea haben wir gegen Irland nur mit Ach und Krach ein Unentschieden geschafft, gegen die USA haben wir nur äüßerst knapp und glücklich im Viertelfinale gewonnen.

Inzwischen hat Irland einige gute Ergebnisse gebracht, u.a. bei der WM-Qualit ein 0:0 gegen Frankreich. Das letzte Spiel der Deutschen in Frankreich war ein 0:3 Desaster für die Deutschen......

Die USA haben in den letzten 12 Monaten nur 1 Spiel verloren (1:2 in Mexiko), ansonsten spielen sie eine lupenreine WM-Quali: 6 Spiele, keine Niederlage, Platz 1 in der Quali - Gruppe.

Ansonsten hat es die deutsche Mannschaft in der Hand mit Erfolgen in Nordirland (Samstag) oder beim Confed-Cup in einer Woche seine Position wieder zu verbessern.
Vorgestern, Am Samstag, bestritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein Freundschaftsspiel in Nordirland. Nach einer wenig imponierenden 1. Halbzeit (1:1), gewann man nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit noch 4:1. Hier der Spielbericht aus dem Kicker online – Magazin:

Nordirlands Coach Lawrie Sanchez musste auf den verletzten Torwart Carroll (Manchester United), Abwehrchef Hughes (verletzt) sowie die Mittelfeldspieler Doherty (Bristol City) und Griffen (Stockport County), die aus familiären Gründen absagen mussten, verzichten.

Auch Bundestrainer Jürgen Klinsmann ging nicht sorgenfrei in die Partie in Belfast. So konnte Routinier Hamann (Liverpool, Fußbruch), der sein erstes Länderspiel unter Klinsmann absolvieren sollte, nicht auflaufen. Auch Klose (OP wegen entzündeter Schleimhautfalte), der sich in der Allianz Arena gegen den FC Bayern München (2:4) noch als Torschütze auszeichnen konnte, fehlte. Für den Bremer Angreifer stürmte Schalkes Asamoah. Zudem war Stamm-Keeper Kahn (FC Bayern), der auf Grund der Rotation Lehmann (FC Arsenal) den Vortritt lassen musste, wegen eines eingeklemmten Nervs im Lendenbereich nicht einmal im Aufgebot, Stuttgarts Hildebrand saß dafür auf der Bank. Da mussten zunächst auch die Bayern-Akteure Schweinsteiger und Deisler Platz nehmen.

Mit Spielbeginn setzte strömender Regen ein, doch die deutsche Elf legte die ersten Standschwierigkeiten auf dem glitschigen Geläuf schnell ab und übernahm das Heft des Handelns. Der erste Warnschuss von Schneider ging noch am Tor vorbei (4.), beim Aufsetzer von Ballack (6.) hatte Taylor im Tor der Nordiren schon mächtige Schwierigkeiten und auch Kuranyis Kopfball konnte die Defensive der Nordiren erst im letzten Moment abblocken (8.). Umso überraschender dann die Führung für den Gastgeber nach einer Viertelstunde. Nach einem schnellen Flankenwechsel stand Nordirlands Routinier Gillespie rechts im Strafraum frei, sein Volley-Aufsetzer über Lehmann hinweg lenkte Huth mit der Hand über die Latte. Der deutsche Defensivmann sah für die Aktion die Rote Karte, Healy verwandelte den fälligen Elfmeter mit seinem 17. Länderspieltor zum 1:0. Doch die Antwort der dezimierten deutschen Elf ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Flanke von Ballack aus dem linken Halbfeld nahm Asamoah im Strafraum den Ball geschickt mit der Brust an. Der Schalker vollendete per Drehschuss, Clyde kam beim Rettungsversuch einen Schritt zu spät.

Die Klinsmann-Elf versuchte auch in Unterzahl das Spiel in die Hälfte des Gegners zu verlagern, doch vor allem über die Außen kam zu wenig, zudem kam der finale Pass nicht an. Nordirland profitierte in seinen Aktionen nach vorne vor allem von Fehlern in der deutschen Hintermannschaft. So umspielte Elliott mühelos Owomoyela auf der linken Außenbahn aus, Lehmann im deutschen Tor unterlief die Flanke des Nordiren, doch der frei zum Kopfball kommende Davis setzte den Ball am linken Tordreieck vorbei (30.). Auch vier Minuten später sah die Abwehr um Mertesacker nicht gut aus, doch Jones, von Hitzlsperger nicht eng genug markiert, traf den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig. Bis zur Pause verlief die Partie ausgeglichen und ohne große Höhepunkte.

Jürgen Klinsmann reagierte in der Pause und wollte mit Deisler und Schweinsteiger den Druck über die Außenbahnen verstärken. Allerdings kam das Spiel der DFB-Auswahl trotzdem nicht richtig in Schwung. Gut für Ballack und Co., dass Nordirland auch in Überzahl keinen Druck erzeugen konnte und vor allem auch die Fehler in der deutschen Hintermannschaft nicht konsequent zu nutzen verstand. Das deutsche Team, mit einer guten Chance durch Ballack nach einem schönen Spielzug über Deisler (50.) hatte Glück, dass Jones, von Hitzlsperger erneut nicht eng genug gedeckt, zwei Mal unkonzentriert abschloss.

Besser machte es Deutschland, das nach einer guten Stunde in Führung ging. Deisler zog einen Freistoß aus dem linken Halbfeld halbhoch und scharf Richtung vorderes Fünfmetereck, wo Ballack einen Schritt schneller als McCartney war und unhaltbar links unten einköpfte. Nun hatte die "Klinsmann-Zehn" die Partie sicher im Griff und legte nach. Wieder war es Ballack, der einen an Schweinsteiger verursachten Foulelfmeter unhaltbar für Taylor in die Maschen des Gehäuses der Nordiren drosch (66.). Nordirland fehlten die fußballerischen Möglichkeiten, um die deutsche Mannschaft noch ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Die kam in der 81. Minute durch Geburtstagskind Podolski noch zum 4:1. Nach einem Pressschlag von Schweinsteiger mit seinem nordirischen Gegenspieler landete der Ball bei dem Kölner Angreifer, der alleine auf den eingewechselten Schlussmann Ingham zusteuerte und und rechts unten traf.

Auch in Unterzahl hatte die DFB-Auswahl gegen eine schwache nordirische Elf kaum Probleme. Nach der Roten Karte gegen Huth und dem 0:1 drehte das Team von Jürgen Klinsmann das Spiel und rehabilitierte sich, angetrieben vom Kapitän und zweifachen Torschützen Ballack, für das 2:4 bei der Eröffnung der Allianz Arena gegen den FC Bayern München. Nordirland wartet unter Trainer Lawrie Sanchez seit über 16 Monaten weiter auf einen Heimsieg.

Und hier noch die deutschen Spieler in der Einzelkritik:

Jens Lehmann: Wirkte wie schon in der Partie gegen Bayern München unsicher. Leistete sich Flüchtigkeitsfehler und unterlief Flanken. Beim Elfmeter in der falschen Ecke.

Patrick Owomoyela: Rückte nach dem Platzverweis von Huth mehr in die Abwehrmitte, hatte aber auch dort erhebliche Probleme mit dem wendigen Elliot, von dem er sich einige Male düpieren ließ.

Per Mertesacker: Überzeugte nicht, machte in der unsicheren deutschen Abwehr aber noch den zuverlässigsten Eindruck und bügelte viele Fehler seiner Nebenleute aus.

Robert Huth: Sah bereits in der 15. Minute die Rote Karte, nachdem er bei einem Schuss von Gillespie auf der Torlinie mit der Hand geklärt hatte. Für die Partie gegen Russland gesperrt.

Thomas Hitzlsperger: In der Defensive unsicher und mit Stellungsfehlern gegen den flinken Gillespie - so auch vor der Szene, die zum Platzverweis von Huth und zum 0:1 führte.

Bernd Schneider: War sehr bemüht, litt aber offensichtlich unter dem intensiven Training der vergangenen Tage. Dem Leverkusener fehlte erkennbar die Spritzigkeit in 1:1-Situationen.

Fabian Ernst: Fiel nicht groß auf, konnte kaum Akzente setzen und war ebenfalls nicht fehlerlos. Schlug immerhin die Flanke zum 1:1 durch Asamoah.

Michael Ballack: Der Kapitän war einmal mehr der überragende deutsche Akteur. Suchte und fand Freiräume, führte die Mannschaft auch in Unterzahl, erzielte nicht von ungefähr nach viel Schusspech per Kopf das 2:1 und traf per Elfmeter zum 3:1. Der Münchner hat nun schon 24 Länderspieltore auf seinem Konto.

Torsten Frings: Als "Abräumer" vor der Abwehr fehlten dem Münchner Übersicht und die nötige Konsequenz im Zweikampf. Tauchte vor allem in der ersten Halbzeit unter. Wirkte verunsichert.

Gerald Asamoah: Erzielte mit seinem 4. Länderspieltreffer (im 27. Einsatz) den schnellen Ausgleich zum 1:1. Wirkte nach der langen Saison aber körperlich ausgelaugt und nicht so spielfreudig.

Kevin Kuranyi: Der Stuttgarter zeigte läuferischen Einsatz, kam aber überhaupt nicht ins Spiel. Zweikampfschwach. Außer bei einem Kopfball in der 8. Minute strahlte er keine Torgefahr aus.

Sebastian Deisler: Kam in der 46. Minute für Schneider. Erster Einsatz seit dem 9. Oktober 2004 im Iran (2:0). Sorgte für frischen Wind, einsatzfreudig und ballsicher. Bereitete das 2:1 durch Ballack mit einem Freistoß mustergültig vor.

Bastian Schweinsteiger: Kam in der 46. Minute für Asamoah. Belebendes Element auf der linken Seite. Suchte und gewann Zweikämpfe. Holte den Elfmeter zum 3:1 durch Ballack heraus.

Lukas Podolski: Der Kölner wurde an seinem 20. Geburtstag in der 63. Minute von Klinsmann für Kuranyi gebracht. In der 81. Minute erzielte er das 4:1.

Tim Borowski: Wurde in der 73. Minute für den überragenden Ballack eingewechselt. Der Bremer zeigte eine solide Leistung.

Aus meiner Sicht insgesamt in zwiespältiges Länderspiel: Ein sehr gutes Bayern – Mittelfeld in der 2. Halbzeit und ein ganz guter Sturm, stehen einer unsicheren Abwehr gegenüber.

Am Mittwoch findet in Mönchengladbach das letzte Freundschaftsländerspiel gegen Russland statt, bevor der Confed-Cup startet.
es sieht so schlecht garnicht aus für die deutsche nationalmannschaft und die wm-chancen (zumindest ein respektables auftreten und erfrischender offensivfussball, und nicht so eine bankrotterklärung wie in portugal). ich habe klinsmann nie gemocht, zolle ihm aber für seine arbeit und sein konzept meinen respekt. frischer wind in den muffigen dfb-fluren.
meine befürchtung ist nur, dass die herren funktionäre und das störfeuer aus münchen wieder alles kaputtmachen.hier geht es um persönliche eitelkeiten und machtgeilheit. es wäre schade wenn das projekt wm 2006 daran scheitern würde.
#13: kann dir in allem zustimmen.

Ich selbst komme aus dem Stuttgarter Raum und kenne Klinsmann schon aus der Zeit als er noch bei den Stuttgarter Kickers spielte.

Er war schon immer ein Typ der wußte was er wollte und seine Interessen zielstrebig durchsetzte. Dadurch wirkte er gelegentlich etwas negativ auf diejenigen die damit nicht so gut klarkamen. Ich glaube für seinen Job beim DFB ist diese Eigenschaft aber Voraussetzung wenn du etwas verändern willst.

Und Veränderungen sind beim DFB dringend nötig. Wie man dort über Jahrzehnte die Förderung des Jugendfußballs vernachlässigt und verschlafen hat war fahrlässig und dilletantisch. Die bequemen und verkrusteten Strukturen die sich die Herren Funktionäre geschaffen
haben behindern Veränderungen.

Klinsmann´s Idee die Strukturen zu verändern und den Fußball in Deutschland zu modernisieren sind imho richtig allerdings offensichtlich für einige Herren "unbequem".

Was das Störfeuer aus München angeht, so geht das meiner Meinung nach weniger gegen Klinmann persönlich, sondern es ist nur ein Ausdruck allgemeiner Arroganz gegenüber allen, die sich nicht primär als Interessenvertreter des FCB verstehen.

Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen bei der Nationalmannschaft Herrn Rummenigge´s charakterliche Defizite nicht zu ernst nehmen. Am besten man läßt den Mann einfach quatschen. Es wäre den Streit nicht wert.
FIFA Confederations Cup 2005

Hallo,

ich habe ein neues Team mit dem Namen „Borussia MGladbach“ gegründet,
und ich würde mich freuen Euch bei diesem Spiel zu begrüßen.

www.mdr.de

Interaktiv
Fußball-Tippspiel
hier ein "Zwischenstand" aus der Sicht des Bundestrainers:



SPORT/INTERVIEW: Jürgen Klinsmann - "Müssen noch schneller reagieren`

MÖNCHENGLADBACH (dpa-AFX) -

Wie groß ist der Ärger über das 2:2 gegen Russland in letzter Minute?
Klinsmann: "Wir hätten natürlich lieber gewonnen. Aber wir sind sicher
zufrieden mit dem Spiel, mit der Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat.
Aus den Konzentrationsmängeln werden wir lernen. Generell kann ich der
Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie versucht hat, nach vorn zu spielen und
sich Torchancen zu erarbeiten. Und sie kam nach dem 0:1 zurück, das zeigt den
Charakter."

Rechts und links außen bleiben die Problempositionen, welche Erkenntnisse
haben Sie gewonnen?
Klinsmann: "Wir sind weiter in der Entwicklung. Die Umstellungen in der
zweiten Halbzeit hatten damit zu tun, dass viel Platz auf der rechten Außenbahn
war. Und mit Sebastian Deisler haben wir uns versprochen, noch mehr Druck zu
machen. Abgesichert durch Bernd Schneider, der immer ein Auge mit nach vorne
hat. Sicher eine Möglichkeit zu spielen."

Schweinsteiger und Podolski drängen sich für die Startelf beim Auftakt des
Confederations Cup auf.
Klinsmann: "Es hat enorm Spaß gemacht, den Basti Schweinsteiger zu sehen und
seine zwei Tore bewundern zu dürfen. Es ist sehr interessant, seine Entwicklung
zu sehen: Im vergangenen September zum Spiel gegen Brasilien kam er noch aus der
Regionalliga."

Und Podolski?
Klinsmann: "Es war interessant zu sehen, wie Lukas mit Gerald Asamoah agiert
hat. Mike Hanke absolvierte sein erstes Länderspiel - und er hat gleich
versucht, mitzuspielen und Kombinationen mit zu prägen, ohne dass er zu viel
Nervosität gezeigt hat. So wird es weiter gehen, wir werden einige Dinge auch
noch probieren beim Confederations Cup. Und dann kommt noch eine lange, lange
Saison, bevor es in die WM geht."

Was gibt es noch zu monieren?
Klinsmann: "Woran wir enorm arbeiten, ist die hohe Konzentrationsfähigkeit,
besonders beim Umschalten von Angriff auf Abwehr. In erster Linie müssen wir bei
Ballverlust noch schneller reagieren und die Räume zu machen. Wir haben viele
Übungen gemacht, in denen es darum geht, hellwach zu sein,
Handlungsschnelligkeit rein zu bringen, das Ganze noch einen Tick energischer
und schneller zu machen."

Sind die Defizite noch während des Confed-Cups zu beseitigen?
Klinsmann: "Wir arbeiten daran, sie zu minimieren. Selbst Brasilien oder
Argentinien machen Fehler. Die Spieler müssen das Stellungsspiel in vielen
Situationen verbessern, noch besser ein Auge aufeinander haben, damit die
Viererkette noch besser funktioniert."

Mit welchem Wissen gehen Sie in die nächsten Aufgaben?
Klinsmann: "Wir wissen, wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber die Art und
Weise, wie die Mannschaft mitzieht, ist bewundernswert. Ich habe ihr schon vor
dem Russland-Spiel dazu gratuliert. Wie sie zwei Trainingseinheiten pro Tag ohne
Klagen auf sich nimmt, die bei einigen auch für schwere Beine gesorgt haben. Da
nehmen wir auch eine Situation wie die in der letzten Minute in Kauf, auch wenn
es ein bisschen nervig ist."/je/DP/zb
Hallo :)

2:2 gegen Russland

Wieder ein zwielichtiges Länderspiel. Eine ordentliche Gesamtleistung, engagiertes Spiel, gutes Mittelfeld, ordentlicher Angriff – aber zwei einfache russische Konter haben ausgereicht um die deutsche Mannschaft aus den Angeln zu heben und die Arbeit von 90 Minuten in Frage zu stellen. Hier ein Bericht von Spiegel – online:

LÄNDERSPIEL GEGEN RUSSLAND

Schweini gehabt

Von Christian Gödecke, Mönchengladbach

Eine gelungene Generalprobe sieht anders aus: Im Länderspiel gegen Russland zeigte Bastian Schweinsteiger zwar eine überragende Leistung, doch die eigentliche Erkenntnis vor dem Konföderationen-Cup dürfte Bundestrainer Jürgen Klinsmann zu denken geben: Die Verteidigung wackelt bedenklich.

Es war kurz vor Mitternacht, als Bastian Schweinsteiger doch noch die Orientierung verlor. Ob er denn nach seiner Leistung gegen Russland fortan zu den etablierten Spielern gehöre, wurde er gefragt. "Naja, das kann ich nicht beurteilen, das ist der Job von Jürgen Klinsmann und Juri Löw." Gelächter. "Tschuldigung, Jogi Löw", korrigierte sich der Nationalspieler mit einem Grinsen. Dass Schweinsteiger den Assistenzcoach der DFB-Elf kurzzeitig zumindest namentlich irgendwo im Osten verortet hatte, blieb aber der einzige Fehltritt des 20-Jährigen an diesem Abend.

Auf dem Rasen hatte der Mittelfeldspieler zuvor eine beeindruckende Leistung gezeigt und beide deutschen Tore zum 2:2 (1:1) gegen Russland erzielt. Zum Feiern war Schweinsteiger trotz seines Auftrittes allerdings nicht zumute. "Ich hadere mit dem Ergebnis, denn die Russen sind ja nun auch keine Übermannschaft", erklärte der Bayern-Profi. "In der Kabine war keine tolle Stimmung." Der Grund für die hängenden Köpfe in der Umkleide war in den Statistiken nachzulesen: Die Gäste hatten den Ausgleich in allerletzter Minute erzielt.

Dabei hatte alles so viel versprechend angefangen. Das neue Stadion im Borussia-Park war anlässlich des ersten DFB-Länderspiels überhaupt in Mönchengladbach ausverkauft, das Orchester spielte die Nationalhymnen fehlerfrei, Innenminister Otto Schily und Kanzlerkandidatin Angela Merkel saßen friedlich vereint auf der Tribüne - und sogar Oliver Kahn wollte ganz lieb sein.

Der Nationalkeeper war kurz vor Anpfiff, in einem Anflug von vorauseilendem Gehorsam, in Richtung der Zuschauer gerannt und hatte artig gewunken. Derart geschmeichelt fühlte sich später auch kein Fan bemüßigt, den Nationalkeeper auszupfeifen. Vorher war befürchtet worden, Kahn könnte im Stadion des alten Bayern-Rivalen aus Mönchengladbach ein ähnliches Schicksal ereilen wie sein Pendant Jens Lehmann. Der war beim Eröffnungsspiel der Allianz-Arena in München 90 Minuten lang mit Pfiffen bedacht worden - Lehmann hatte allerdings, anstatt zu winken, die Lokalgröße Schweinsteiger in die Werbebande befördert.

Friedrich wirkte überfordert

Auch die erste Chance des Spiels im ausverkauften Mönchengladbacher Borussia-Park hatte die Klinsmann-Elf. Schweinsteiger, von den Kollegen "Schweini" gerufen, zog in der vierten Minute mit rechts ab, doch ein russisches Abwehrbein blockte den Schuss aus 18 Metern. Schweinsteiger war für den Noch-Bremer Fabian Ernst in die Startformation gerückt. Im Vergleich zum Länderspiel in Nordirland am vergangenen Samstag hatte der Bundestrainer seine Mannschaft zudem noch auf drei weiteren Positionen verändert. Andreas Hinkel spielte für Patrick Owomoyela auf der rechten Abwehrseite, der Lukas Podolski ersetzte Kevin Kuranyi und für den Rot-gesperrten Robert Huth rückte Arne Friedrich in die Innenverteidigung.

Dass der Hertha-Kapitän dort fehl am Platz ist, zeigte er in der 26. Minute. Alexander Anjukow, eigentlich das rechte Glied der russischen Fünferkette, nutzte einen Stellungsfehler des deutschen Abwehrspielers zu einem Doppelpass mit Dimitri Sytchew und schob Kahn den Ball aus spitzem Winkel zur russischen Führung durch die Beine. Friedrich, bei Hertha in der Bundesliga rechter Außenverteidiger, wirkte auch im weiteren Verlauf des Spiels in der zentralen Rolle häufig überfordert.

Doch wie schon in Nordirland schlug die deutsche Mannschaft prompt zurück. Nur vier Minuten nach dem Rückstand nutzte Hinkel den Freiraum auf der rechten Seite, zog nach innen und passte den Ball auf Podolski. Der 20-Jährige legte auf den besser postierten Schweinsteiger, der aus zehn Metern Sergej Owtschinnikow im Tor der Russen überwand. Rückstand und Ausgleich zeigten innerhalb von wenigen Minuten, in welch paradoxer Situation sich die Nationalelf eine Woche vor dem Konföderationen-Cup befindet. Es ist zwar schön anzusehen, wie flüssig Schweinsteiger, Kapitän Michael Ballack, Sebastian Deisler und Podolski kombinieren, Rückstände in Führungen wandeln und Tore schießen. Doch unter dem durch den Bundestrainer verordneten Powerfußball leidet auch die einst größte Stärke des deutschen Teams: die Verteidigung.

Welpenschutz für die Abwehr

Klinsmann ("Wir befinden uns in einer Experimentierphase, das sind Konzentrationsfehler, wir lernen daraus") hat seiner Abwehr selbst über die WM-Generalprobe hinaus Welpenschutz erteilt ("Jeder darf Fehler machen"), doch seit Wochen zeigt sich, dass die Innenverteidigung eigentlich nur aus einem verlässlichen Mann besteht: Per Mertesacker. Der Hannoveraner spielte in München beim 2:4 solide, überragte in Nordirland und überzeugte auch gegen Russland. Ganz im Gegensatz zu seinen Kollegen auf den jeweiligen Spielberichtsbögen, Huth und Friedrich.

Die logische Konsequenz aus dieser Malaise - die Umstellung auf eine Dreierkette zugunsten eines zweiten defensiven Mittelfeldspielers - will Klinsmann nicht ziehen. Wohl auch, weil das Angriffsspiel vieles übertüncht. So steigerte sich das deutsche Team auch nach dem Ausgleich gegen Russland und kam in der 69. Minute zum verdienten 2:1. Schweinsteiger verlud am 16-Meter-Raum seinen Gegenspieler erst mit einem Übersteiger und traf dann ins linke untere Eck. Kurz zuvor war Mike Hanke eingewechselt worden. Der Stürmer, in der kommenden Saison in Wolfsburg unter Vertrag, gab als neunter Spieler unter Klinsmann sein Debüt in der Nationalelf.

Michael Ballack, in Nordirland mit zwei Toren noch der beste Deutsche, vergab in der 77. Minute die Chance zur Entscheidung, als er aus drei Metern nicht das Tor, sondern nur den russischen Schlussmann Sergej Owtschinnikow traf. Der Fehlschuss war bezeichnend für die Vorstellung des Kapitäns an diesem Abend. Über eine Rolle als Mitläufer war er ebenso wenig hinausgekommen wie der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Sebastian Deisler.

Auszeit kurz vor Abpfiff

Doch auch ohne Ballacks Fauxpas hätte der letzte Test vor dem Konföderationen-Cup wohl mit einem Sieg für das DFB-Team geendet, wenn sich die deutsche Hintermannschaft nicht kurz vor Abpfiff noch eine Auszeit genommen hätte. Mertesacker und Thomas Hitzlsperger spekulierten auf Abseits, doch leider hatten sie Alexander Kerschakow übersehen. So konnte der Stürmer ungestört auf der rechten Seite entlangsprinten, den Ball am herauseilenden Kahn vorbeilegen und ins leere Tor schieben. Für diese Szene schalt sogar der ansonsten zufriedene Bundestrainer seine Hintermannschaft, wenn auch sehr diplomatisch: "Wir müssen uns besonders beim Umschalten von Angriff auf Verteidigung verbessern."

Lob von Bundestrainer und Kapitän gab es hingegen für den Mann des Abends. "Es macht Spaß, Bastians Entwicklung zu sehen", sagte Klinsmann. "Er ist unbekümmert, hat einen Lauf und einen guten Weg vor sich", sagte Ballack. Der derart Beweihräucherte wollte da natürlich in nichts nachstehen - und lobte seinerseits Lukas Podolski, mit dem er zuvor bis zur gemeinsamen Auswechslung ausnehmend gut harmoniert hatte. "Den könnten wir auch bei Bayern gut gebrauchen", erklärte Schweinsteiger. Er sei sogar von Bayern-Manager Uli Hoeneß beauftragt worden, sich mal ein bisschen "an den Poldi ranzuarbeiten".

Das folgende Gelächter quittierte der Mittelfeldmann übrigens wieder mit diesem feinen Grinsen.
Meinem Eindruck nach fehlte der Mannschaft in erster Linie die Spritzigkeit, was man ihnen nach der starken Belastung der letzten Zeit, ohne Urlaub etc., nicht anlasten kann. Ich gehe davon aus, dass in der nächsten Woche das Trainigspensum im Ausdauerbereich zurückgeschraubt wird, um für den Confed-Cup mehr Kraft zu haben.

Und hier noch die Einzelkritik aus der Sport1-online - Seite

Oliver Kahn: Der Ex-Kapitän kam wieder für Jens Lehmann ins Tor und war weitgehend beschäftigungslos. Glänzende Parade gegen Semak (19.). Sah beim Gegentor durch Anjukow (24.) etwas unglücklich aus, hatte aber kaum eine Chance. Sicher beim Distanzschuss von Alexej Beresutski (78.). Fehler vor dem Ausgleich durch Kerschakow (90.), als er zu spät aus dem Tor kam.

Andreas Hinkel: Der Stuttgarter rückte für den formschwachen Patrick Owomoyela in die Startelf, machte seine Sache aber kaum besser. Nutzte den Freiraum in der Offensive viel zu zögerlich, kaum gute Flanken und defensiv mit einigen Fehlern. Allerdings gute Vorarbeit vor dem 1:1. Zur Pause gegen Deisler ausgewechselt.

Arne Friedrich: Der Berliner rückte für den gesperrten Robert Huth in die Innenverteidigung. Insgesamt solide, aber auch einige Male mit Problemen gegen die schnellen russischen Angreifer. Kam beim 0:1 zu spät.

Per Mertesacker: Der Youngster beschränkte sich größtenteils auf die Defensive, dort erneut sehr sicher. Nur bei Ecken mit vorne, nach einer scheiterte er aus kurzer Distanz an Keeper Owtschinnikow (44.).

Thomas Hitzlsperger: Als nomineller Mittelfeldspieler nicht die Idealbesetzung für den linken Verteidigerposten. Besonders augenfällig vor dem 0:1, als er den Torschützen laufen ließ. Auch nach vorne wenig Akzente, weil er ohne Absicherung war. Ging zu selten bis zur Grundlinie. Ein gefährlicher 25-Meter-Schuss, den Owtschinnikow parieren konnte (79.). Auch das 2:2 fiel über seine Seite.

Torsten Frings: Die mangelnde Spielpraxis der letzten Wochen ist dem Bayern-Spieler weiterhin deutlich anzumerken. Spielte vor der Abwehr unauffällig und ohne Akzente nach vorne, leistete sich zudem in der Defensive einige Patzer.

Bernd Schneider: Der Leverkusener kam zu Beginn kaum ins Spiel. Nach rund 30 Minuten besser, konnte jedoch kaum entscheidende Impulse für die Offensive setzen. Nach der Pause etwas defensiver, da Hinkel für den offensiven Deisler Platz gemacht hatte.

Michael Ballack: Der Spielführer konnte nicht an seine starken Vorstellungen der vergangenen Wochen anknüpften. Immer engagiert, aber ohne Torgefahr und fast ohne gefährliche Pässe in die Spitze. Bezeichnend, dass er aus kurzer Distanz nicht traf (80.) und Pech beim Schuss an die Latte (90.).

Bastian Schweinsteiger: Der Münchner, der für Fabian Ernst ins Team kam, war der Spieler des Spiels. Viel unterwegs, ideenreich und spielfreudig und zudem zweifacher Torschütze (24., 69.). Im 14. Länderspiel seinen ersten beiden Treffer für die DFB-Auswahl. In der 81. Minute mit tosendem Applaus verabschiedet, als Ernst für ihn kam.

Lukas Podolski: Der Kölner ersetzte Kevin Kuranyi im Sturm und war eine Bereicherung für die Offensive. Suchte immer wieder den Abschluss und hatte dabei etwas Schusspech (14., 17., 56.), war aber teilweise auch etwas zu eigensinnig. Baute nach 60 Minuten stark ab und ging in der 81. Minute für Kuranyi vom Feld.

Gerald Asamoah: Der Schalker erhielt überraschend den Vorzug vor Kuranyi. Wie immer mit vollem Einsatz, aber kaum torgefährlich. In der 62. Minute gegen Hanke ausgewechselt.

Sebastian Deisler: Kam nach der Pause für Hinkel. Sehr engagiert, half auch defensiv aus, aber auch mit einigen Fehlpässen. Schöne Flanke auf Hanke (71.).

Mike Hanke: Der Noch-Schalker kam in der 62. Minute zu seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft. Wuchtete sich in jeden Zweikampf, oft aber einen Tick zu spät. Gute Kopfball-Chance, Ball ging aber weit am Tor vorbei (71.).

Fabian Ernst: Der Bremer ersetzte in der 81. Minute Schweinsteiger und sollte das 2:1 nach hinten absichern, was aber nicht gelang.

Kevin Kuranyi: Der Stürmer löste in der 81. Minute Podolski ab. Fügte sich direkt mit einem schönen Solo ein, sein Schuss aus mehr als 20 Metern ging aber knapp am Tor vorbei.
Wo wir stehen ,haben wir gegen Russland gesehen,
ich glaube die Statistik schmeichelt uns gewaltig,
wir hinken der Weltspitze gewaltig hinterher,
wir versinken immer mehr im hinteren Niemannsland.....
2 windige Konter reichten aus.....
das sagt eigentlich alles.....
Cl.
Wir stehen auch im Fusball genau dort, wo wir politisch und wirtschaflich stehen.
Claptoni: ich denke Deutschland und Russland waren gestern in etwa gleichwertig. Deutschland hatte mehr Spielanteile, Russland war aber effektiver. Auch die russische Abwehr hatte gewaltige Löcher, beim 1:1 von Schweinsteiger stand dieser sträflich frei.

Im Augenblick sehe ich Deutschland auch nicht besser als irgendwo in der Zone zwischen Platz 15 – 25 in der Welt. Wenn Klinsmann das kommende Jahr gut nutzt und die Abwehr stabilisiert können wir mit Heimvorteil und nicht zu ungünstiger Auslosung schon eine gute Rolle im WM-Turnier spielen......

PINTOGrande: na ja, ich denke wir stehen im Fußball schlechter da..... – Im weltweiten Vergleich ist Deutschland wirtschaftlich immer noch Top (Exportweltmeister, nach wie vor! – vor Japan, China + USA) – Beim Pro-Kopf Einkommen haben wir zwar Plätze verloren, sind aber nach wie vor noch in der weltweiten Spitzengruppe, nur der Binnenmarkt sieht mau aus.

HubertHunold: ich glaube Kahn kann man beim ersten Gegentor keine Schuld geben, da war die Reaktionszeit einfach zu kurz. Wenn 4 oder 5 Meter vor dir einer abzieht, kannst du nicht mehr viel ausrichten. Beim zweiten Tor möchte ich ihm auch nicht mehr als vielleicht 20% Mitschuld geben. Den eigentlichen Bock haben jeweils die Vorstopper mit schlechtem Stellungsspiel und zu langsamer Reaktion geschossen. Ich glaube nicht, dass Lehmann in diesen Situationen besser ausgesehen hätte.
ein wort noch zu ballack. klar ist er ein sehr guter fussballer. er ist kopfballstark, torgefährlich, hat durchsetzungsvermögen, und ist auch technisch recht beschlagen.

aber: in den ganz wichtigen spielen für die nationalmanschaft, gegen die sogenannten grossen, hat er da einmal, ein einziges mal das heft in die hand genommen. einmal nur? ich habe den eindruck, ballack glänzt gegen nordirland und österreich, aber wenns gegen argentinien oder frankreich geht, in einem wm-halbfinale, dann taucht er ab, wie immer...
[posting]16.847.321 von Freudenspender am 09.06.05 14:29:39[/posting]in allen 4 punkten dir recht gebe. sauber und sachlich gepostet :)
Hallo Wolf :)

danke für die Blumen, man tut was man kann :laugh::eek:

Tja, die Länderspiele von Ballack sind so ein Thema... -

Grundsätzlich hatte ich in den ersten Jahren seiner Länderspielkarriere auch meist Probleme seine Genialität zu erkennen. Fand ihn auch meist zu passiv.

Speziell aber in der letzten Saison, seit er bei den Bayern Kapitän ist und Klinsmann das Steuer übernommen hat, kommt er mir immer befreiter und aktiver vor. Schließlich ist er jetzt auch im besten Alter ;) und vielleicht in seinem Leistungszenit.

Wenn er diese Form bis zur WM halten kann, kann er dort einer der großen Stars werden.

Was spannend wird: wie geht er mit dem Druck um, immer besser sein zu müssen als seine Mannschaftskameraden, immer von der Presse hochgejubelt zu werden, immer im Fokus der hohen Erwartungen der deutschen Fußballfans zu stehen?

Bei Ballack hatte ich in der Vergangenheit immer den Eindruck, dass er eigentlich nur ein ganz normaler Fußballspieler sein will. Im letzten Jahr scheint er mir besser akzeptiert zu haben, dass alle Welt immer etwas Besonderes von ihm sehen will.
Wir werden ein guter WM-Veranstalter sein,
um den Titel allerdings spielen wir nicht mit,
in unseren Kader sind viel zu viele Luschen dabei,bsp.Asamoah,Hanke,Friedrich,Hitzlsperger,Schneider,Kahn,Huth,Kurany,Klose....da lachen sich doch andere Nationen kaputt....
Leute laßt die Kirche im Dorf...
Cl.
Claptoni,

bei den ersten beiden Zeilen deines postings bin ich auch deiner Meinung.

Was deine Aufzählung der deutschen "Luschen" angeht, so möchte ich sagen, dass es in jeder Mannschaft ein Leistungsgefälle gibt, stärkere und schwächere Spieler.

Was zählt ist die Gesamtqualität einer Mannschaft und die ist viel mehr als die Summer ihrer Einzelqualitäten.

Fußball ist ein Mannschaftssport. Das beste Beispiel war der EM-Triumpf Griechenlands. Eine Mannschaft aus international bestenfalls zweitklassigen Spielern schlägt alle europäischen Superstars.

Oder nimm die Vize - WM der Deutschen, usw....
#27: Daß Griechenland Eurpopameister und Deutschland Vize-Weltmeister geworden sind hat ein wenig mit Mannschaftsleistung und viel mit Glück zu tun gehabt.

Bei der WM hatten wir nur im Endspiel einen Gegner von Format - wie oben bereits erwähnt, verlieren wir seit 4 Jahren fast jedes Spiel gegen Klasse-Mannschaften.

Griechenland hat auch einfach nur Massel gehabt und wär fast in der Vorrunde bei der EM ausgeschieden. Dann noch solche Massel-Siege wie gegen Tschechien - reinstes Glück! Wo die Mannschaft wirklich stehe sehen wir jetzt - qualifizieren sich jetzt höchstens noch durch fremde Mithilfe.
@ los amigos: das mit dem Glück ist so eine Sache. Irgendwie scheinst du da eine andere Wahrnehmung zu haben.

Hier ist für dich noch einmal der Original Spielbericht, den Andreas Alf für die dpa von der Partie geschrieben hat:

"König Otto" wird in Griechenland unsterblich. Das Eröffnungsspiel der UEFA EURO 2004 ist zugleich das Endspiel. Die Griechen bezwangen in einer von Dramatik nicht zu übertreffenden Verlängerung die Tschechen im zweiten Halbfinale mit 1:0 und stehen im Finale. Abwehrchef Traianos Dellas köpfte in der 105. Minute das "Silver Goal" und avancierte damit zum Mann des Abends. Die Tschechen hatten in Portos Estádio do Dragão keine Zeit mehr, um den Rückstand aufzuholen. Griechenland trifft am Sonntag im Lissaboner Estádio da Luz auf Gastgeber Portugal.

Offensives Griechenland
"Wir haben nichts zu verlieren und wollen den Tschechen einen schweren Abend bereiten", erklärte Rehhagel unmittelbar vor dem zweiten EURO-Halbfinale. Entsprechend unbekümmert gingen die Griechen mit einem 4-3-3-System in die Partie. Konstantinos Katsouranis bekam im zentralen Mittelfeld den Vorzug vor dem erfahreneren Stylianos Giannakopoulos. Der eher kleingewachsene Mihalis Kapsis sollte sich überraschend um den tschechischen Sturmhühnen Jan Koller kümmern.

Nedved von Beginn an
Brückner ließ seine sich bei dieser EURO erstmals in der Favoritenrolle befindlichen Tschechen mit Mittfeld-Motor Pavel Nedved auflaufen, obwohl dieser mit Gelb vorbelastet war und möglicherweise einen Ausfall im Finale riskieren musste. Der wiedergenesene René Bolf kehrte neben Tomáš Ujfaluši in die Innenverteidigung zurück, Zdenek Grygera ersetzte den an einer Muskelverletzung laborierenden Martin Jiránek.

Starker tschechischer Auftakt
Vom Druck auf die Tschechen war jedoch von Beginn an keine Spur. Im überwiegend von griechischen Fans belagerten "Drachen-Stadion" setzte Tomáš Rosický gleich ein erstes Ausrufezeichen, als er nach drei Minuten einen Volleyschuss aus 17 Metern an die Querlatte setzte. Weitere drei Minuten später zeigte Marek Jankulovski ein sehenswertes Solo über die linke Seite, zog aus spitzem Winkel und acht Metern Tordistanz ab, doch Griechenlands Schlussmann Antonios Nikopolidis parierte glänzend.

Zweikampfstarke Griechen
Fortan bekamen die Griechen die tschechischen Individualisten besser in den Griff und gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe. Dennoch sollte es bis zur 29. Minute andauern, ehe die Rehhagel-Elf zur ersten gefährlichen Einschussmöglichkeit kam: Panagiotis Fyssas tauchte im gegnerischen Strafraum auf, gab das Leder in die Mitte und Torhüter Peter Cech sowie Ujfaluši konnten den heranstürmenden Angelos Charisteas nur mit Mühe am Einschuss hindern.

Nedved verletzt raus
Vier Minuten später sah das Publikum dann eine folgenschwere Szene. Nach einer Hereingabe von Karel Poborský verpassten zunächst Nedved und Konstantinos Katsouranis den Ball, ehe erneut Jankulovski, stärkster Tscheche der ersten 45 Minuten, mit einer Direktabnahme aus elf Metern in Nikopolidis seinen Meister fand. Doch viel schlimmer: Kapitän Nedved verletzte sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler derart schlimm am Knie, dass er in der 40. Minute unter Tränen für Vladimír Šmicer ausgewechselt werden musste.

Griechische Taktik erfolgreich
Das Konzept Rehhagels ging in der ersten Hälfte einmal mehr voll auf: Die Griechen zermürbten ihren Gegner mit rigoroser Disziplin und starkem Zweikampfverhalten. Wenn sie schließlich die Chance zum Angriff hatten, erwiesen sie sich aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten als durchaus gefährlich. Der Favorit aus Tschechien kam nur sporadisch zur Entfaltung seines Offensiv-Fußballs.

Koller verpasste Führung
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Die Mannschaft von Trainer Brückner hatte zwar mehr Spielanteile, kam aber nur ganz selten in Tornähe. Erst in der 57. Minute sorgte Poborský für den nächsten Aufschrei im Stadion, doch sein 27-Meter-Freistoß verfehlte das Tor um mehrere Meter. Drei Minuten später hätte der nach einer Poborský-Ecke am langen Pfosten lauernde Koller für die Führung sorgen können, hätte der Angreifer von BV Borussia Dortmund nicht aus vier Metern seinen Sturmpartner Milan Baroš angeköpft.

Kein Raum für Baroš
Apropos Baroš: Der Jungstar, der bislang schon fünf Treffer bei diesem Turnier verzeichnen konnte, ging ihm zwangsläufig zu statischen Spiel der Tschechen völlig unter. Und immer dann, wenn der Mann vom Liverpool FC einmal seine Klasse aufblitzen lassen wollte, wurde er per Foul gestoppt. Schiedsrichter Pierluigi Collina hatte in seinem letzten Spiel in einem internationalen Turnier aufgrund der zweikampfbetonten Gangart der Griechen einen arbeitsreichen Abend.

Rehhagel setzte auf Offensive
Nach einem schönen Charisteas-Kopfball (67.) nach einem Freistoß von Georgios Karagounis, den Cech aber sicher parierte, witterte Griechenland Morgenluft. Fünf Minuten später brachte Rehhagel für den eigentlich stark aufspielenden Angelos Basinas den offensiveren Stylianos Giannakopoulos.

Koller und Baroš im Pech
Doch der griechische Mut zur Offensive wäre fast nach hinten losgegangen. In der 80. Minute bot sich Koller die bis dahin beste Chance des Spiels, als der Angreifer nach doppeltem Doppelpass mit seinem Dortmunder Klubkollegen Rosický aus 14 Metern freistehend zum Schuss kam. Kollers Abschluss zischte aber haarscharf am rechten Torpfosten vorbei. Ebenso wie bei Baroš` Linksschuss nach sehenswertem Solo drei Minuten später. Doch mit einer ebenso konzentrierten wie disziplinierten Leistung retteten sich die Griechen in die Verlängerung.

Griechenland nun dominierend
Um ein Haar wäre die griechische Glückseeligkeit perfekt gewesen, als Giannakopoulos gleich zweimal aussichtsreich vor dem orientierungslos wirkenden Cech an den Ball kam. Doch der quirlige Mittelfeldspieler konnte den Ball nicht zum "Silver Goal" im Tor der Tschechen unterbringen. Ebenso scheiterte Abwehrhühne Traianos Dellas in der 103. Minute per Kopf am tschechischen Keeper. Erstaunlich: Das eher triste Spiel verwandelte sich plötzlich in einen spannenden Fight.

Dellas köpft Griechenland ins Finale
Es sollte eben diesem Dellas gelingen, die Griechen dennoch ins Finale zu bringen. Der Chef der Defensive drückte ausgerechnet in der 105. Minute nach einer Ecke das Leder per Kopf am kurzen Pfosten ins Netz. Die Tschechen hatten keine Zeit mehr, das "Silver Goal" auszugleichen. Die Sensation war perfekt, "König" Otto wird in Griechenland unsterblich.


Das war kein Massel:rolleyes:

Mit Disziplin und Kampfkraft (die sogenannten "deutschen Tugenden") gelang es einem Team einen Gegner mit hohen individuellen Qualitäten zu besiegen.

Ähnlich gewannen die Deutschen ihre WM-Endspiele: Ungarn, die Niederlande und Argentinien waren auch jeweils den Deutschen aufgrund der Qualität ihrer Einzelspieler überlegen. Alles "Massel"? - Ich glaube nicht.

Glück der anderen ist eine häufige Entschuldigung der Unterlegenen. Nikopolidis, der griechische Torwart hat in diesem Spiel einige Super-Paraden gezeigt und damit die Masse der tschechischen Torchancen zunichte gemacht. Ist das Glück? Nein!!! Ein Torwart ist Teil des Teams und wenn der eine Weltklasseleistung zeigt dann siegt das Team verdient.

Wenn Real siegt weil Zidane oder Ronaldo eine Weltklasseleistung zeigen, dann mault doch auch keiner, dass das nur nur Glück war....
Hallo :)

Heute gilt es ! Der Confed-Cup ist Klinsmann´s erstes Turnier mit seiner neu formierten Mannschaft. Über das deutsche Team haben wir schon diskutiert. Hier ist nun ein Artikel über unseren heutigen Gegner: Australien

Als quasi konkurrenzloser Ozeanien-Vertreter nimmt die australische Nationalmannschaft am Confederations Cup 2005 teil. Für die Socceroos bietet sich in Deutschland eine fast einmalige Gelegenheit zur Präsentation auf der großen internationalen Bühne. Denn aller Voraussicht nach wird die Teilnahme am Weltturnier 2006 ein Traum bleiben – zwar beherrscht man die Qualifikation in Ozeanien souverän, doch bevor das Ticket nach Deutschland gelöst werden kann, wartet der Fünfte der Südamerika-Gruppe.

Die Australier sind kein unbekanntes Gesicht beim Confed-Cup, ganz im Gegenteil: 1997 war Brasilien erst im Finale eine Nummer zu groß (6:0), 2001 in Japan und Südkorea gelangen die Revanche gegen die Selecao und ein Sieg über den damaligen Weltmeister Frankreich.
Das Personal, das Coach Frank Farina ins Rennen schicken wird, dürfte Kennern des ausländischen Fussballs nicht ganz unbekannt sein. Acht Akteure des 23 Mann umfassenden Kaders verdienen ihr Geld in England, zwölf weitere im restlichen Europa.

Farina wird bei der Mini-WM auf ein 4-5-1-System setzen. Im Tor steht mit Mark Schwarzer ein Spieler, der sechs Bundesliga-Partien für Kaiserslautern und Dresden absolviert hat und aktuell beim FC Middlesbrough in der Premier League unter Vertrag steht. Dort trug er nicht unwesentlich zum Einzug der Teessiders in den UEFA-Cup bei und stand zwischenzeitlich auch auf dem Wunschzettel von Manchester United.

In der Viererkette vor Schwarzer wird sich der einzige Bundesliga-Legionär tummeln: Craig Moore, letzte Saison bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag, dirigiert die Verteidigung und bekleidet das Kapitäns-Amt bei den Socceroos. Ihm steht in der Innenverteidigung Tony Popovic zur Seite, der seine Stärke im Spielaufbau aus der Abwehr heraus hat und damit die ideale Ergänzung zum zweikampfstarken und eher rustikalen Moore darstellt. Die Außenpositionen werden von Lucas Neill und Tony Vidmar bekleidet. Letzterer ist aber eigentlich nicht erste Wahl, sondern lediglich Ersatz für den verletzten Stan Lazaridis.

Im Mittelfeld fehlen mit Marco Bresciano und Harry Kewell zwei der Schlüsselfiguren, was eine Systemumstellung auf ein 4-4-2 in den Bereich des denkbaren rückt. In diesem Fall würde Mark Viduka im Sturm einen Partner zur Seite gestellt bekommen, John Aloisi wäre eine der möglichen Optionen. Das Vierer-Mittelfeld würde dann höchstwahrscheinlich aus Tim Cahill, Brett Emerton, Josep Skoko und Scott Chipperfield bestehen.

Prognose: So chancenlos wie allgemein angenommen sind die Australier beim Confederations Cup mit Sicherheit nicht. Die Stammspieler verfügen praktisch durchgehend über Europa-Erfahrung, zudem haben die Kicker vom 5. Kontinent 1997 und 2001 bewiesen, dass die beim interkontinentalen Vergleich kein Kanonenfutter sind. Das Halbfinale ist drin.
Und hier noch ein hochinteressanter Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung von Ludger Schulze:

Gewitter im Hintergrund
Für Bundestrainer Jürgen Klinsmann steht bei der so genannten Mini-WM mehr auf dem Spiel, als das Turnier eigentlich hergibt.


Im Stadion des Lichts waren die Lichter bereits erloschen, nur in den Katakomben der Lissaboner Arena herrschte noch helle Betriebsamkeit. Forschen Schrittes enterte Teamchef Rudi Völler das Podium des Interviewraumes, um zu erklären, was eigentlich unfassbar war: weshalb nämlich der Stolz der Nation, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, gegen eine tschechische Ersatzbänkler-Mixtur jämmerlich 1:2 verloren hatte und damit unerwartet und viel zu früh aus dem letztjährigen Europameisterschafts-Turnier geschieden war. Völler, der allseits be- und von vielen geliebte „Ruuudi“, hinterließ einige kryptische Satzbrocken, an denen die Journalisten heftig zu kauen hatten. Aber nur bis zum nächsten Morgen: Da verkündete der Teamchef seinen Rücktritt, in aller Deutlichkeit, auf der Stelle und unwiderruflich.
Als Völler seine Ausführungen beendet hatte, ergriff den Deutschen Fußball-Bund (DFB), die Reporter und in der Folge die Fußballnation ein tiefes Gefühl der Ratlosigkeit. Warum ausgerechnet unser Rudi? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, die gesamte Mannschaft in die Wüste zu schicken, diesen Verein von Rumpelfüßlern und Fehlpass-Produzenten? Musste Völler wirklich die Schuld auf sich laden, die doch eigentlich sie, die Spieler, trugen? Niemandem war sich in diesen Momenten, da die Stimmung landesweit auf Tiefe des Grundwasserspiegels angekommen war, darüber im Klaren, wie konsequent und logisch Völlers Demissionen war. Er habe durch diese Pleite den Kredit verspielt, sagte Völler; den nationalen Anspruch, zwei Jahre später bei der WM im eigenen Land Weltmeister zu werden, könne er nie und nimmer glaubhaft und unbelastet vertreten.Explosive LadungWie richtig Völler mit dieser Selbsteinschätzung lag, zeigte sich, als Jürgen Klinsmann zu seinem Nachfolger ausgewählt worden war. Ohne dass irgendjemand aus dem Heer von Fußballkennern peinlich berührt gewesen wäre, konnte der neue Mann sein „Projekt 2006“ proklamieren, an dessen Ende der Titel herauskommen soll. Völler hat den Weg frei gemacht für eine Fülle von Reformen, Personalwechseln und Innovationen, mit denen Klinsmann und seine Helfer Joachim Löw und Oliver Bierhoff die Branche und das Publikum überraschten.


Inzwischen ist die atmosphärische Verzweiflung einer Aufbruchstimmung gewichen, die von diversen ermutigenden Testspielen gespeist wurde. Doch im Hintergrund braut sich ein Gewitter zusammen, das aus einer explosiven Ladung von Unverständnis, Erneuerungsangst und vagen Zweifeln besteht.

Am Mittwoch (21 Uhr) beginnt in Frankfurt für die deutsche Mannschaft der Konföderationen-Pokal, kurz Confed-Cup oder Mini-WM, mit dem Vorrundenspiel gegen Australien; und obwohl weder Gegner noch Tradition oder gar der ideelle Wert der Veranstaltung von größerer Bedeutung sind, markiert der Kick-off eine Zäsur: Jetzt beginnt der Ernst des weltmeisterschaftlichen Lebens. „Wer Weltmeister werden will“, wird DFB-Präsident Theo Zwanziger zitiert, „sollte dieses Turnier gewinnen.“

Damit hat der Chef persönlich eine extrem hohe Hürde für seinen leitenden Angestellten aufgebaut. Denn was ist, wenn nicht? Oder schlimmer noch – wenn das Unternehmen schief geht und sich das deutsche Team beispielsweise in der Vorrunde gegen Australien, Tunesien und Argentinien gleich verabschiedet?

Oliver Bierhoff, der Manager, ist sich der zugespitzten Ausgangslage sehr wohl bewusst. „Wenn wir nicht das Halbfinale erreichen, wird große Enttäuschung und Kritik einsetzen.“ Im schlimmsten Fall stünde sogar die berufliche Zukunft von Klinsmann/Löw auf dem Spiel, obwohl sie in der Kürze der Zeit mehr erreicht haben als alle Vorgänger. Denn ein Scheitern wäre der Elefant im Porzellanladen aufkeimender Hoffnung, ein Stimmungskiller erster Ordnung."Ein Sieg zum Start ist enorm wichtig für den Turnierverlauf“, sagt Joachim Löw, wohl wissend, dass dies immer und überall gilt. Doch diesmal legt das Ergebnis den Maßstab für die Befindlichkeit an, in der sich das Team auf die WM zu bewegt.Giftpfeile im RaumGeht alles gut, wird der Betreuerstab in seinen revolutionären Bemühungen bestärkt. Eine Pleite aber zöge ein ganzes Jahr von zerstörerischen Zweifeln nach sich. Das Aufbauwerk Klinsmanns geriete in akute Einsturzgefahr, und jede der erfreulichen Veränderungen fiele mit Wucht als fataler Fehler auf den Urheber zurück. Die leidige Wohnort-Diskussion würde mit Genuss in den Medien breit getreten, die Opfer des personellen Revirements im DFB würden als Zeugen der Anklage auftreten, und Fragen nach dem Sinn ungewöhnlicher Maßnahmen würden wie Giftpfeile durch den öffentlichen Raum schwirren: Was eigentlich haben die amerikanischen Fitness-Gurus gebracht und musste es ein Schweizer sein wie der Chefscout Urs Siegenthaler?
Michael Ballack, Kapitän und einziger Spieler von Weltklasse im Team, hat dem Misserfolg in einem Gespräch mit der Welt vorgegriffen. Auch dann, sagte er, müsse das Modell Klinsmann fortgesetzt werden. Für Jürgen Klinsmann steht jedenfalls mehr auf dem Spiel, als der Confed-Cup eigentlich hergibt. Die Frage, ob er in Anbetracht des erhöhten Risikos sein Ideal vom Erlebnisfußball dem Ergebnisfußball opfere, hat er in aller Deutlichkeit beantwortet: „Wir haben unsere Spielphilosophie klar definiert, und die geht nach vorne. Das werden wir auch hier fortsetzen.“ Das ist schon einmal beruhigend.
Hallo :)

Den Auftakt zum Confed-Cup hat das deutsche Team siegreich bestritten :) - leider hat die Mannschaft phasenweise auch ziemlich desolat gespielt :cry:

Pluspunkte waren:

- gute Offensive mit 4 erzielten Toren
- das zweite und das vierte Tor waren hervorragend rausgespielt.

Minuspunkte waren:
- Schwache Abwehr
- teilweise phlegmatisches Spiel im Mittelfeld

hier ist der Spielbericht von kicker online:

Aus dem kicker online:

Nach dem 2:2 gegen Russland veränderte Bundestrainer Jürgen Klinsmann seine Startelf auf zwei Positionen: In der Abwehr begann Huth für Hinkel - und übernahm die Position in der Innenverteidigung für Friedrich, der auf die rechte Verteidigerposition rückte. Ganz vorne ersetzte der Neu-Schalker Kuranyi seinen zukünftigen Mannschaftskameraden Asamoah.

Bei den Australiern, deren Akteure zum Großteil in englischen Profiligen beschäftigt sind, liefen unter anderem die Premier-League-Profis Schwarzer (FC Middlesbrough), Cahill (FC Everton) sowie Neill und Emerton (beide Blackburn Rovers) auf.

Die deutsche Elf traf in der Anfangsphase auf eine kompakt stehende australische Elf, der es gelang, das Kombinationsspiel der Gastgeber vor allem im Mittelfeld schnell im Keim zu ersticken. Zwar war Deutschland optisch überlegen, doch die "Aussies" stürzten mit überfallartig vorgetragenen Kontern die Defensive um Mertesacker & Co. des Öfteren in arge Nöte.

Chancen blieben so nach einer Blitzchance für Podolski, der nach wenigen Sekunden am langen Pfosten vorbeizielte, in der Anfangsviertelstunde Fehlanzeige.

Nach einem Glückstreffer von Kuranyi - der Sturmführer fälschte einen Schuss von Friedrich aus 25 Metern unhaltbar für Schwarzer zur Führung ab (17.) - gewann die Partie an Farbe und nahm deutlich Fahrt auf. Eine unglückliche Aktion von Huth, der Aloisi kurz vor dem Strafraum umrammte, war dann Wegbereiter des schnellen Ausgleichstreffers, den Skoko unter der deutschen Abwehrmauer hindurch per direktem Freistoß erzielte (21.).

Doch die Nationalelf schlug sofort zurück: Nach einer Ecke kam Schneider in der rechten Strafraumhälfte an den Ball und spielte flach nach innen. Dort nahm Mertesacker die Kugel an und drosch sie vom rechten Fünfereck fulminant in die Maschen - gleichzeitig das erste Länderspieltor des jungen Hannoveraners (23.).

Danach erlahmte das ohnehin schon nicht gerade auf Hochtouren laufende Kombinationsspiel der Klinsmann-Elf wieder - das erstaunlich spielstarke Australien machte sich sofort wieder auf Richtung deutsches Tor. Und das verhalten auftretende, nicht energisch genug die Zweikämpfe annehmende DFB-Team bekam die Quittung: Skoko schickte Aloisi halblinks in den Strafraum. Der Stürmer war einen Schritt schneller als Huth und traf flach ins lange Eck (31.).

Im letzten Drittel des ersten Durchgangs mühte sich dann Deutschland bis zum Seitenwechsel vergeblich, sich vom zu statischen vorgetragenem Spiel zu lösen. Immerhin konnte Schweinsteiger das Tor der Australier zwei Mal etwas in Gefahr bringen, allerdings ohne zählbares Ergebnis (37., 39.).

Sollte eine Kabinenpredigt von Bundestrainer Klinsmann der Nationalelf die vorher fehlende Bereitschaft, energischer in die Zweikämpfe zu gehen, geweckt haben? Jedenfalls begannen Ballack & Co. den zweiten Abschnitt schwungvoll: Podolski kam einen Schritt zu spät (47.), gegen Schweinsteiger (50.) und Frings (55.) parierte Keeper Schwarzer großartig.

Friedrich, der immer wieder von hinten anschob, ermöglichte dann wenig später mit einer dynamischen Einzelaktion die erneute Führung der Gastgeber: Der Berliner tunnelte auf der Außenbahn Chipperfield und konnte dann im Strafraum von Milicevic nur durch ein Foul gebremst werden - Elfmeter! Ballack trat an und verwandelte sicher - 3:2 (60.).

Auch die dritte Führung gab dem in traditionellen schwarz-weißen Trikots gekleideten DFB-Team keine Selbstsicherheit, es lief nur nur noch wenig zusammen. Gegen die Farina-Elf, die ihrem hohen Tempo der ersten 45 Minuten Tribut zollen musste, genoss nun die Verteidigung des knappen Vorsprungs Priorität. Zum Glück für die Gastgeber brachten auch die "Socceroos" trotz einiger weiterer Unsicherheiten in der deutschen Hintermannschaft (Huth!) im Angriff nichts mehr zustande.

Deutschland vergab leichtfertig viele Konterchancen - kurz vor dem Ende aber setzte sich Ballack nach einer gelungenen Kombination auf der linken Seite durch und legte flach auf Podolski zurück: Der Kölner nutzte seine Chance im Stile eines Torjägers und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg (88.).

Der geriet nach dem schnellen Anschlusstor durch Aloisi (90.) dann noch einmal kurz in Gefahr - doch die Abwehr hielt der Schlussoffensive der Australier stand.

Mit einem glücklichen 4:3-Sieg gegen das spielstarke Australien feierte die Nationalelf nach schwachem ersten Durchgang mit einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt trotz etlicher Defensivschwächen am Ende einen gelungenen Auftakt im Confederations Cup.

Wie ich finde eine realistische Spielbeschreibung :)

Nur das erste Tor durch Kuranyi würde ich nicht unbedingt als Glückstor bezeichnen, denn Kuranyi hat den misslungenen Schuß von Friedrich gut antizipiert und schnell im Stil eines Torjägers reagiert. :)
ich schliesse mich dem allgemeinen stimmentrend nicht an. ja , die deutsche abwehr war auch diesmal nicht souverän. aber das darf nicht das gesamtwerk von klinsmann und seinem stab überschatten.

ich habe riesiges potential gesehen in der deutschen mannschaft. da werden sich noch ungeahnte möglichkeiten eröffnen. was ballack, podolski und kuranyi, aber auch asamoah zeigten (zelebrierten), war schon bemerkenswert und macht mut. auch wenn es "nur" australien war, aber wir haben noch 1 jahr zeit, und mit lahm, hamann, hinkel, metzelder (und anderen) gibt es auch für hinten noch ausreichend alternativen.

es kommt nicht darauf an, schnellstens einen der "grossen" zu schlagen, sondern das team 2006 behutsam und kontinuierlich weiter aufzubauen. da wächst was grosses zusammen, das sage ich als ewiger deutschlandkritiker. diese art fusball unter klinsmann wurde unter keinem völler und unter keinem vogts gespielt. weiter so klinsmann, lass dich nicht beirren!
@ dermitdemWolfheult

Volle Zustimmung was die Notwendigkeit betrifft, Klinsmann´s Kurs zu unterstützen. Dieser frische Wind war seit vielen, vielen Jahren überfällig!!!

Deine Einschätzung, die deutsche Mannschaft betreffend halte ich persönlich für etwas zu euphorisch. Ich habe mir gestern Brasilien gegen Griechenland angeschaut :eek:

Unser Abstand zu den Brasilianern ist nicht in einem Jahr aufzuholen. Wie Claptoni richtig sagte: die WM 2006 kommt für unsere Mannschaft zu früh! Einen solchen Entwicklungssprung, der notwendig wäre um z.B. Brasilien in einem wichtigen Turnier in Bestbesetzung zu schlagen ist enorm.

Momentan sind die Deutschen in Athletik und Dynamik deutlich unterlegen. In der Technik verbietet sich sowieso jeder Vergleich! Lediglich in Taktik, Raumaufteilung und der kämpferischen Komponente können die Deutschen mithalten. Unterm Strich liegen da noch Welten dazwischen.

Japan, Mexiko und Griechenland haben mich nicht beeindruckt, Tunesien auch nicht, die können wir schlagen.

Mein Szenario für den Confed-Cup: Sieg gegen Tunesien, gegen Argentinien ist vom Sieg bis zur Niederlage alles drin, da die Argentinier im Spiel gegen Tunesien auch nicht sooooo überragend gespielt haben. Weiterkommen ins Halbfinale. Falls es gegen Mexiko geht ist das Finale drin. Dort verlieren wir gegen Brasilien. Falls wir schon im Halbfinale gegen Brasilien spielen sollten, werden wir schon dort rausfliegen. :cry:

Und hier ist die neue Fifa – Weltrangliste, Stand vom 15.06.2005

Wie man sieht, hat Deutschland weiter an Boden verloren, jetzt aktuell auf Platz 21.

1. Brasilien 829 Punkte
2. Tschechien 790
3. Argentinien 785
4. Niederlande 783
5. Frankreich 765
6. Mexiko 759
7. England 757
8. Portugal 755
9. Spanien 747
10. USA 744
11. Italien 725
12. Schweden 722
13. Griechenland 720
14. Türkei 719
15. Irland 714
16. Dänemark 713
17. Iran 710
18. Japan 710
18. Uruguay 710
20. Südkorea 696
21. Deutschland 695
22. Kroatien 694
23. Polen 689
24. Costa Rica 684
25. Kolumbien 673
26. Kamerun 670
27. Russland 669
28. Ägypten 668
29. Nigeria 665
30. Paraguay 663

Gruß vom Freudenspender, der nun wieder mehr Spass am deutschen Fußball hat :) obwohl immer noch eine ganze Menge Sand im Getriebe ist
Wir sind nur einen Platz hinter Südkorea und nur 4 Plätze
hinter Iran, das ist doch klasse!
[posting]16.913.064 von Freudenspender am 17.06.05 10:20:36[/posting]Unser Abstand zu den Brasilianern ist nicht in einem Jahr aufzuholen

vollkommen richtig! aber darum geht es nicht. wir werden den abstand zu nationen wie argentinien (welche gegen tunesien mit angezogener handbremse spielten, und einige weltstars nicht auf dem platz hatten) oder brasilien auch in 4 jahren nicht aufholen.

fakt ist, in einem wm-turnier trifft man auf so eine mannschaft 1-mal, wenns um was geht. im viertel/halbfinale/endspiel.

wenn dann der teamgeist stimmt, die mannschaft eine verschworene einheit ist, podolski und co noch 1 jahr dazugewonnen haben, 60-70 tausend frenetische zuuschauer wie ein mann hinter der elf stehen, dann ist in einem spiel gegen jedes team der welt was drin!


man darf nicht vergesse, 2002 hatten wir eine ziemliche rumpel/handwerkertruppe im finale! (ok, die hatten mehr erfahrung) aber hätten die denn mehr chancen mit ihrem langweiler fussball gegen die celecao oder die gauchos?
SPORT/CONFED: Voraussichtliche Aufstellungen zu Deutschland - Tunesien

FRANKFURT (dpa-AFX) -
Deutschland: 12 Lehmann (FC Arsenal/35 Jahre/23 Länderspiele) - 3 Friedrich
(Hertha BSC/26/27), 17 Mertesacker (Hannover 96/20/8), 4 Huth (FC Chelsea/20/6),
16 Hitzlsperger (Aston Villa/23/7) - 8 Frings (Bayern München/28/40) - 19
Schneider (Bayer Leverkusen/31/49), 13 Ballack (Bayern München/28/54), 7
Schweinsteiger (Bayern München/20/15) - 22 Kuranyi (VfB Stuttgart/23/25), 20
Podolski (1. FC Köln/20/12)

Tunesien: 1 Boumnijel (Club Africaine Tunis/39/39) - 6 Trabelsi (Ajax
Amsterdam/28/46), 4 Abdi (CS Sfaxien/26/3), 15 Jaidi (Bolton Wanderers/29/5),
Clayton (L`Esperance Tunis/31/29) - 14 Chadli (FC Istres/28/27), 10 Ghodhbane
(Samsunspor/29/79), 12 Mnari (1. FC Nürnberg/28/24), 8 Nafti (Birmingham
City/26/24) - 11 dos Santos (FC Toulouse/26/16), 5 Jaziri (Gaziantepspor/26/52)
Schiedsrichter: Prendergast (Jamaika)/oh/ac/DP/sk
#36: ich sehe schon, du bist in deinem Optimismus unbeirrbar:eek:

Vom Grunde auf bin ich auch ein Optimist :) - deshalb finde ich deine Grundeinstellung o.k. - Miesepeter gibt es schon genug in unserem Land.

Ganz ausgeschlossen ist es natürlich nie, dass auch die Deutschen, wenn alles Positive zusammenkommt, auch mal die Brasilianer schlagen können. Aber große Chancen sehe ich aus den genannten Gründen dafür nicht.

Im deutschen Fußball müssen wir dicke Bretter bohren:

- eine optimierte Talentförderung
- eine optimierte Trainerausbildung
- mehr Erziehung zur Leistungsbereitschaft bei Kindern

usw..... Die Krise des deutschen Fußballs geht bis weit in die unsere Wohlstands-Gesellschaft hinein.

Die jungen Spieler geben Grund zur Hoffnung. Ich hoffe auch, dass dein Optimusmus belohnt wird, aber daran glauben mag ich jetzt noch nicht....
ich stelle noch mal ein paar dinge (aus meiner bescheidenen sicht) klar:

- die brasilianer (und auch argentinier) sind uns um längen voraus, ebenso gestandene nationen wie holland oder italien

- die deutschen haben eine (junge) truppe, welche noch lange für ihren aufbau braucht

- wir stehen nicht umsonst an der position in der weltrangliste (oki..sie ist natürlich mittel- bis langfristig ausgelegt, und kann keine kurzfristigen resultate und entwicklungen wiedergeben) also vor iran und griechenland, dänemark und ähnlichen brauchen wir uns vor angst nicht in die hose machen... aber es ist nun mal fakt, dass die anderen sich weiterentwickelt haben und in D in den letzen jahren einiges !(eher jahrzehnten) verschlafen wurde...

- wir sind weder im confed noch im world-cup der favorit



ich stelle allein darauf ab, dass mir die art und weise, wie unsere nationalkicker jetzt wieder erfrischenden offensivfussball vortragen, mehr als gefällt. viele, viele jahre lang schlug mein herz eher für den gegner, weil ich dieses quer, quer, zurück, zur seite und dann, mit viel "gas" doch irgenwie gewonnen, zum halse raushing !


weiter so, lieber mit fliegenden fahnen untergehen, als dieses gewürge und durchgewurschtle wie in holland/belgien, portugal oder sonstwie unter völler und vogts!!!
KONFÖDERATIONEN-CUP

Deutschland mit einem Bein im Halbfinale

Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger und Mike Hanke haben mit ihren Treffern den Sieg gegen Afrikameister Tunesien perfekt gemacht. Sollte das zweite Spiel des Tages zwischen Argentinien und Australien unentschieden enden oder Argentinien gewinnen, wäre die Klinsmann-Elf sicher in der Runde der letzten vier Mannschaften.

Ballack (M.) mit den eingewechselten Kuranyi (r.) und Schneider: Jubel über erlösenden Elfmter
Großbildansicht
AP
Ballack (M.) mit den eingewechselten Kuranyi (r.) und Schneider: Jubel über erlösenden Elfmter
Ballack vom deutschen Double-Gewinner Bayern München erzielte beim mühevollen 3:0 (0:0)-Sieg des Gastgebers gegen Afrikameister Tunesien in Köln per Foulelfmeter den wichtigen Führungstreffer in der 74. Minute, bevor Schweinsteiger (80.) und Hanke (88.) den Endstand herstellten und dem Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei der "Mini-WM" den zweiten Erfolg nach dem 4:3 zum Auftakt gegen Australien.

Obwohl die Afrikaner den dreimaligen Welt- und Europameister immer wieder vor großer Probleme stelltem, blieben die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und ihre zuletzt unsichere Abwehr erstmals seit dem 1:0 in Slowenien am 26. März und zum dritten Mal in der Ära Klinsmann (13 Spiele) ohne Gegentreffer. Außerdem gelang nach zuvor zwei Unentschieden erstmals ein Sieg gegen Tunesien.

Die deutsche Elf ging zunächst aggressiver und entschlossener zu Werke als noch beim 4:3-Sieg zum Auftakt gegen Australien. Die Spitzen setzten die tunesische Deckung früh unter Druck und hatte auch direkt die Chance zum 1:0. Der Schalker Gerald Asamoah scheiterte aber freistehend aus gut zehn Metern an Torwart Ali Boumnijel und übersah den besser postierten Sebastian Deisler. Dies war allerdings schon die erste von nur zwei hochkarätigen Möglichkeit der Gastgeber in der ersten Hälfte. Die andere vergab Kapitän Michael Ballack (32.), dessen Kopfball Clayton für den schon geschlagenen Torwart Ali Boumnijel von der Torlinie schlug. Nach knapp zehn Minuten kam der Afrikameister besser ins Spiel und stellte die deutsche Elf besonders im Mittelfeld mit flüssigem Kombinationsspiel immer wieder vor Probleme. Aber auch die zuletzt kritisierte Abwehr, allen voran Robert Huth, leistete sich erneut einige Stellungsfehler. So in der neunten Minute, als der Manndecker des englischen Meisters FC Chelsea Ziad Jaziri frei zum Schuss kommen ließ.

Klinsmann hatte seine Startelf im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Australien (4:3) auf zwei Positionen verändert. Für den Neu-Schalker Kevin Kuranyi begann sein künftiger Klubkollege Asamoah. Auf der rechten Außenbahn bekam Deisler den Vorzug vor Bernd Schneider, der in der zweiten Halbzeit kam und seinen 50. Einsatz im Nationaltrikot hatte. Der Münchner erhielt damit seine erste Bewährungsprobe von Beginn an seit dem 2:0 im Iran am 9. Oktober 2004.

Auch der Wechsel im Tor - Jens Lehmann spielte für Oliver Kahn - war zuvor abgesprochen. Allerdings saß der Münchner wegen Rückenproblemen nur in Zivil auf der Bank. Kahn hatte am Freitag nach dem Abschlusstrainig über Schmerzen geklagt. Ob er am Dienstag im abschließenden Gruppenspiel gegen Argentinien in Nürnberg einsatzfähig sein wird, ist noch unklar.

Lehmann stand dann auch in der 26. Minute im Mittelpunkt des Geschehens. Der Schlussmann von Arsenal London klärte einen von Clayton raffiniert aufs kurze Eck gezogenen Eckstoß auf der Linie. Lukas Podolski, der im heimischen Stadion von den Kölner Fans begeistert empfangen worden war, konnte sich in der Sturmspitze gegen die Viererkette der Afrikaner zunächst kaum durchsetzen.

Nach der Pause setzte Podolski mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zwar das erste Ausrufezeichen, doch auch die Gäste blieben gefährlich. Ali Chadlis Flachschuss von der Strafraumgrenze parierte Lehmann aber glänzend. Auf der Gegenseite behinderten sich ausgerechnet die beiden "Spezis" Podolski und Schweinsteiger (67.) freistehend vor dem bereits 39-jährigen Boumnijel gegenseitig.
KONFÖDERATIONEN-CUP

Deutschland mit einem Bein im Halbfinale

Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger und Mike Hanke haben mit ihren Treffern den Sieg gegen Afrikameister Tunesien perfekt gemacht. Sollte das zweite Spiel des Tages zwischen Argentinien und Australien unentschieden enden oder Argentinien gewinnen, wäre die Klinsmann-Elf sicher in der Runde der letzten vier Mannschaften.

Ballack (M.) mit den eingewechselten Kuranyi (r.) und Schneider: Jubel über erlösenden Elfmter
Großbildansicht
AP
Ballack (M.) mit den eingewechselten Kuranyi (r.) und Schneider: Jubel über erlösenden Elfmter
Ballack vom deutschen Double-Gewinner Bayern München erzielte beim mühevollen 3:0 (0:0)-Sieg des Gastgebers gegen Afrikameister Tunesien in Köln per Foulelfmeter den wichtigen Führungstreffer in der 74. Minute, bevor Schweinsteiger (80.) und Hanke (88.) den Endstand herstellten und dem Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei der "Mini-WM" den zweiten Erfolg nach dem 4:3 zum Auftakt gegen Australien.

Obwohl die Afrikaner den dreimaligen Welt- und Europameister immer wieder vor großer Probleme stelltem, blieben die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und ihre zuletzt unsichere Abwehr erstmals seit dem 1:0 in Slowenien am 26. März und zum dritten Mal in der Ära Klinsmann (13 Spiele) ohne Gegentreffer. Außerdem gelang nach zuvor zwei Unentschieden erstmals ein Sieg gegen Tunesien.

Die deutsche Elf ging zunächst aggressiver und entschlossener zu Werke als noch beim 4:3-Sieg zum Auftakt gegen Australien. Die Spitzen setzten die tunesische Deckung früh unter Druck und hatte auch direkt die Chance zum 1:0. Der Schalker Gerald Asamoah scheiterte aber freistehend aus gut zehn Metern an Torwart Ali Boumnijel und übersah den besser postierten Sebastian Deisler. Dies war allerdings schon die erste von nur zwei hochkarätigen Möglichkeit der Gastgeber in der ersten Hälfte. Die andere vergab Kapitän Michael Ballack (32.), dessen Kopfball Clayton für den schon geschlagenen Torwart Ali Boumnijel von der Torlinie schlug. Nach knapp zehn Minuten kam der Afrikameister besser ins Spiel und stellte die deutsche Elf besonders im Mittelfeld mit flüssigem Kombinationsspiel immer wieder vor Probleme. Aber auch die zuletzt kritisierte Abwehr, allen voran Robert Huth, leistete sich erneut einige Stellungsfehler. So in der neunten Minute, als der Manndecker des englischen Meisters FC Chelsea Ziad Jaziri frei zum Schuss kommen ließ.

Klinsmann hatte seine Startelf im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Australien (4:3) auf zwei Positionen verändert. Für den Neu-Schalker Kevin Kuranyi begann sein künftiger Klubkollege Asamoah. Auf der rechten Außenbahn bekam Deisler den Vorzug vor Bernd Schneider, der in der zweiten Halbzeit kam und seinen 50. Einsatz im Nationaltrikot hatte. Der Münchner erhielt damit seine erste Bewährungsprobe von Beginn an seit dem 2:0 im Iran am 9. Oktober 2004.

Auch der Wechsel im Tor - Jens Lehmann spielte für Oliver Kahn - war zuvor abgesprochen. Allerdings saß der Münchner wegen Rückenproblemen nur in Zivil auf der Bank. Kahn hatte am Freitag nach dem Abschlusstrainig über Schmerzen geklagt. Ob er am Dienstag im abschließenden Gruppenspiel gegen Argentinien in Nürnberg einsatzfähig sein wird, ist noch unklar.

Lehmann stand dann auch in der 26. Minute im Mittelpunkt des Geschehens. Der Schlussmann von Arsenal London klärte einen von Clayton raffiniert aufs kurze Eck gezogenen Eckstoß auf der Linie. Lukas Podolski, der im heimischen Stadion von den Kölner Fans begeistert empfangen worden war, konnte sich in der Sturmspitze gegen die Viererkette der Afrikaner zunächst kaum durchsetzen.

Nach der Pause setzte Podolski mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zwar das erste Ausrufezeichen, doch auch die Gäste blieben gefährlich. Ali Chadlis Flachschuss von der Strafraumgrenze parierte Lehmann aber glänzend. Auf der Gegenseite behinderten sich ausgerechnet die beiden "Spezis" Podolski und Schweinsteiger (67.) freistehend vor dem bereits 39-jährigen Boumnijel gegenseitig.
sorry wegen der doppeleinstellung des spiegel-beitrags... aber die werbe-pop-ups sind auch unter firefox irritierend ;-)
..dafür endet er vor den Toren....:laugh:

Also, bis auf die Phase in der 2. Hz., wo man hinten ganz schön schwamm, war ich nicht völlig unzufrieden mit dem Spiel. Vor allem die Jungen - Poldi und "Schweini" - haben mir ganz gut gefallen, aber Ballack war auch besser als er oft gemacht wird. Deisler fing gut an und hatte in der 2. Hz ein Tief, wo ihm gar nichts mehr gelang, Asamoah fiel eingentlich nur auf, weil er ständig am Boden lag und vergab 2 gute Chancen, allerdings ist er gut in die Räume gelaufen, die Abwehr stand nicht gerade bombensicher, aber Lehmann bügelte das ja aus. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, weniger nach vorn, aber hinten umso mehr. Kurayni und Poldi scheinen klar der beste dt. Sturm zu sein.

So meine Meinung, mal ganz unbeeinflusst vom TV-Kommentar, weil ich da war mit Frau und Kind.
wer wettet mit mir, dass die neue deutsche schülermannschaft hier (im confed) noch von sich reden machen wird?
Hallo :)

Tja, das war ein interessantes Spiel gegen Tunesien. Streckenweise lief nicht viel zusammen, dann gab es auch wieder einige Lichtblicke :) - Am Ende ein etwas zu deutliches Ergebnis, der Sieg ging aber unterm Strich jederzeit in Ordnung.

Die Abwehr stark verbessert, weil mehr Unterstützung durch ein diesmal defensiveres Mittelfeld, das Licht und Schatten zeigte. Das Licht: man erobertes sich viele Bälle durch gutes Zweikampfverhalten, der Schatten: durch die vielen Fehlpässe gingen diese Bälle auch wieder verloren:cry:

Mit dem ersten Tor hatte das deutsche Team dann aber Oberwasser und zeigte einen Klasse - Schlußspurt :)

Gegen Argentinien muß Deutschland dann wieder mit einem defensiveren und kämperisch starken Mittelfeld spielen, sonst ist die Abwehr schnell wieder überfordert.....

Gegen Argentienien muß eine weitere Steigerung kommen, um mit einem Unentschieden den Gruppensieg zu verteidigen.

Was soll man von den Mexikanern halten? Gegen Japan schwach, gegen Brasilien taktisch top, kämperisch top und durch etwas Glück seit 20! Spielen ungeschlagen und Gruppenerster.

Bislang war ich der Meinung, dass es der Deutschen Mannschaft gelingen sollte gegen einen Halbfinalgegner Mexiko das Finale zu erreichen. Seit gestern Abend bin ich mir da gar nicht mehr sicher:eek:
zu deutlich würde ich auch sagen, aber in den Nachberichten hieß es zum Teil, die ersten 75 Minuten seien ganz schwach gewesen und in der ersten Hz hätte Tunesien eine Führung verdient gehabt, das hab ich dann doch ziemlich anders gesehen.

Deutschland war eigentlich zu Beginn und die meiste Zeit überlegen, nur klare Chancen gab es nicht, für Argentinien ein paar Tage vorher war es aber ähnlich, da war ich auch im Stadion, die Kölner Spiele sehe ich alle 3....

Meines Erachtens bewerten viele die Deutschen zu streng, wenn andere Mannschaften so spielen, dann heißt es clever oder professionell und kaltschnäuzig, bei Deutschland ist mancher Reporter immer sofort dabei draufzuhauen, als hätten wir lauter Brasilianer mit Pferdelunge im Team, die von der ersten bis zur letzten Minute kämpfen und zugleich noch Zauberfußball spielen.

Es gab eine Phase in der 2. Hz, da sah es wirklich kritisch aus, aber die Deutschen hatten die klareren Chancen und der Elfmeter war ja völlig berechtigt, sonst hätte Ballack entweder den Ball selbst reinhauen oder auf Poldi zurücklegen können. Oder die Chancen von Asamoah usw.....

Viele übrigens sehr schön rausgespielt, auch die Szene vor dem Elfer und natürlich als absoluter Höhepunkt das 2:0, Kandidat für das Tor des Monats.
xylophon :)

Da hast du ein interessantes Stichwort geliefert: die Bewertung der Mannschaft durch die deutschen Fußball-Moderatoren:mad:

Ich kann dir da nur recht geben, ich kenne wirklich kein anderes Land, das derart miserable Fußballreporter hat wie wir :cry::cry::cry:

Das dümmliche Genöhle von Beckmann, Wontorra & Co ist sowas von ärmlich, mir geht fast bei jedem Spiel der Hut hoch. Ich kann deinen treffenden Worten nichts mehr hinzufügen. Ich habe schon in den verschiedensten Ländern Fußballübertragungen genossen: Österreich, Schweiz, England, Spanien.....

Nirgens, wirklich nirgens haben die Reporter so wenig Qualität.

1. Es wird viel zu viel gequatscht. 70% der verbalen Blähungen dieser Herren sind völlig überflüssig.
2. Entweder die deutsche Mannschaft wird völlig überzogen runtergeputzt, oder völlig überzogen in den Himmel gehoben.


Ich habe mir vor ein paar Wochen mal wieder das 74-er Finale angeschaut, Moderator Rudi Michel. Der Mann war zwar bei seinen Interviews manchmal ein Oberlehrer, aber bei seinen Reportagen, war er Purist :)

Nur das Nötigste und dann auch kurz und knapp. :):):)

Heutzutage ist die Versorgung mit Einblendungen und Wiederholungen so gut, dass der Reporter eigentlich nur noch gelegentlich ein paar Hintergründe zu liefern bräuchte, die der Zuschauer in seinem Bildausschnitt nicht sehen kann.

Sätze von Wontarra wie: "noch eine Viertelstunde zu spielen. Wenn die Deutschen jetzt kein Tor mehr kassieren, dann haben sie ihr Spiel gewonnen" (Beim Spielstand von 2:1)" :laugh: - braucht kein Mensch

Beim Champios-League - Finale hat Wontorra drei Mail! behauptet, das Spiel würde im Istambuler Olympiastadion stattfinden (hier im Olympiastadion) - dabei waren in der Türkei noch nie Olympische Spiele usw...
..und deshalb habe ich es wirklich genossen, das ganze Spiel mal unbeeinflusst von irgenwelchen Reporterstimmen zu sehen und mir selbst ein Bild zu machen.

Hat eigentlich jemand Premiere und kann mir sagen, ob man da eventuell den Ton so regeln kann, dass man die Stadiongeräusche hört, aber nicht den Reporter. Angeblich kann man ja versch. Kameraeinstellungen selbst wählen, da wäre die Tonwahl doch konsequent. Sonst müsste man es dem Herrn Kofler mal vorschlagen...bzw. ich, damit ich die Prämie bekomme für die gute Idee.



Allerdings sind die Premiere-Reporter schon besser als der Durchschnitt.
Ich hab 2 DVDs von der legendären Saison 2001, wo Bayern in letzter Minute die Meisterschaft verlor und in letzter Sekunde zurückholte. Und dann noch die Champions-League gewann.

Die eine ist von Premiere, wo der Reporter erst total cool kommentiert und vor allem die Bilder und den Stadion-Ton wirken lässt, bis er von der Euphorie und dem Wahnsinn angesteckt wird....ungefähr "Tor. Ja, so sind sie die Bayern."

...und dann geht es weiter und er wird immer mehr gepackt.


Dagegen schreit der SAT-1-Reporter auf der anderen DVD schon beim 1:0 für Hamburg "Wahnsinn, Wahnsinn" und kriegt sich gar nicht mehr ein vor Gebrüll, so dass er beim Ausgleich noch mehr steigern muss und man fast nur noch dieses Gebrüll und seine "Wahnsinns"-Wiederholungen im Ohr hat, während das Spiel in den Hintergrund tritt. Sowas ist ganz ganz schwach.
Ein guter Reporter lässt das Spiel die Hauptsache bleiben. Die schlechten Reporter halten sich für wichtiger als das Spiel.

Leider sind diese eitlen Fatzkes in Deutschland tatsächlich die Mehrheit.
Hier ist ein sehr lesenswertes Interview mit Oliver Kahn aus der Süddeutschen Zeitung:

SZ: Herr Kahn, Sie haben sich krankgemeldet, was ist los?

Kahn: Das Problem besteht schon, seitdem wir im Trainingslager mit der Mannschaft sind. Es ist ein Problem im Adduktoren-Hüftbereich. Ich bin im Training unglücklich weggerutscht, dadurch hab’ ich dann so eine Spagat-Bewegung gemacht – und da ich kein Zirkus-Artist bin, habe ich seitdem Probleme.

SZ: Und die sind akut?

Kahn: Na ja, was heißt akut? Aber ich würde halt gern hundert Prozent Leistung bringen können. Deswegen spiele ich erst im Finale wieder – hoffen wir mal, dass es eins gibt für uns.

SZ: Diese Situation senkt vermutlich Ihre Laune.

Kahn: Klar. Es ist schon nervig, dass ich jeden Tag mit dieser Geschichte beschäftigt bin, weil ich jeden Tag bei der Behandlung sein und dafür arbeiten muss. Das ist anstrengend, aber ich denke, bis zum Finale kriegen wir’s hin.

SZ: Notfalls bis zum WM-Finale.

Kahn: Bis dahin müsste es reichen.

SZ: Es wird dann Ihr viertes WM-Turnier sein. Seit Ihrem Debüt im Herbst 1993 haben Sie viele Nationalspieler und Teams kommen und gehen sehen. Wie ordnen Sie die aktuelle Mannschaft in Ihre Erfahrungen ein?

Kahn: Es ist ja vor allem eine sehr junge Mannschaft, wahrscheinlich die jüngste, die ich je erlebt habe. Aber es ist trotzdem noch eine gute Mischung, es sind ja auch Spieler wie Ballack, Frings oder ich dabei, die viel erlebt haben. Ich finde, dass wir phasenweise sehr erfrischend Fußball spielen. Und jetzt geht es eben darum, die richtige Balance zu finden.

SZ: Gelingt das?

Kahn: Ich denke schon. Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, seitdem Jürgen Klinsmann das macht, ist es durchweg positiv. Wir haben eigentlich kein Spiel verloren. Bis auf das Spiel gegen die Koreaner im Dezember – aber das, tut mir leid, kann ich nicht ernst nehmen. Jeder, der dort dabei war, der weiß, dass das auf Grund der extremen Reisestrapazen kaum zu bewerten war. Alles in allem muss ich sagen, dass ich sehr überrascht bin, wie weit die Truppe ist. Jetzt beim Spiel gegen Tunesien habe ich ja auf der Bank gesessen, von dort hat man einen ganz anderen Blick, und da dachte ich: Es ist erstaunlich, wie weit das schon fortgeschritten ist.

SZ: Woran ist Ihnen das aufgefallen? Dieses Spiel war doch eigentlich ein Tanz auf dem dünnen Seil.

Kahn: Fand ich überhaupt nicht. Ich hatte nie das Gefühl, dass uns die Tunesier gefährden können, und vor allem hatte ich nicht den Eindruck, dass einer der jungen Spieler ein nervliches Problem kriegen könnte. Selbst Robert Huth nicht. Obwohl er viel Kritik einstecken musste, brachte er eine solide Leistung. Das heißt: Mental hat die Mannschaft auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht. Das hat mich überrascht.

SZ: Ein Schuss Erfahrung aber könnte dem Team nicht schaden.

Kahn: Natürlich. Da gibt es ja noch Spieler wie Metzelder, Wörns oder Hamann und ein paar andere. Da wird noch viel passieren in dem Jahr bis zur WM. Aber man muss auch sagen, dass der Confed-Cup nicht mit der Weltmeisterschaft zu vergleichen ist. Natürlich rufen die Mannschaften jetzt einiges ab, aber bei der WM wird jede Mannschaft noch richtig was drauflegen, ist ja klar.
SZ: Das Argentinien, das wir hier erleben, ist also nur eine blasse Ausgabe des Argentiniens, das in einem Jahr antreten wird?

Kahn: Ich weiß, dass der Confed-Cup eine Bedeutung hat, aber ich weiß auch, dass viele Spieler, die in Europa beschäftigt sind, der WM einen anderen Wert beimessen.

SZ: Nur für die deutsche Mannschaft ist die Lage wie immer todernst. Zum Beispiel eben für Robert Huth, der mit harter Kritik leben musste nach dem Australien-Spiel.

Kahn: Aber daran hat sich der Spirit innerhalb der Truppe gezeigt, als sie sofort versucht hat, den Robert Huth wieder aufzubauen. Andererseits ist das gut für die jungen Spieler, denn gerade sie benötigen solche Situationen, um robuster zu werden. Beim Robert hat man zwar aufgrund seiner Erscheinung nicht den Eindruck, dass er das braucht. Aber auch ihm hilft das weiter. Und ich glaube, der Jürgen will genau das. Wir haben nun mal nur noch Testspiele bis zur WM, deswegen sind solche Drucksituationen wichtig für die Spieler.
SZ: Bei der WM 2002 hat sich die Mannschaft durch den enormen Teamgeist festigen und steigern können. Wie weit ist da die heutige Mannschaft?

Kahn: Das ist nicht zu vergleichen, auch wenn der Confed-Cup ein guter Test ist. Es ist aber auch eine Möglichkeit, noch das ein oder andere auszuprobieren. Aber WM–Turniere entwickeln völlig andere dynamische Prozesse. Wobei ich sagen muss: Mit der heutigen Generation ist das viel einfacher. Die Jungs sind gut vorbereitet und wissen, was auf sie zukommt. Diese Generation ist sehr stringent, sehr klar, sehr zielbewusst. Die jungen Leute haben insgesamt eine sehr professionelle Einstellung.

SZ: Tatsächlich muss man sich wundern über das Selbstbewusstsein eines Spielers wie Per Mertesacker. Vor allem, wenn man sich daran erinnert, wie schüchtern er vor neun Monaten bei seiner ersten Einladung ins Nationalteam noch war.

Kahn: So muss das aber auch sein. Das kommt auch gut an, wenn man erst einmal respektvoll auftritt und sich langsam in die Gruppe einfügt. Das war auch mein Weg. Es gibt aber auch andere, die sagen: ‚Hallo, hier bin ich‘ – und das muss nicht verkehrt sein. Der Schweini ist so einer, der seine Präsenz einbringt – obwohl auch er ein respektvoller Typ ist. Ich muss sagen: Das sind gute Jungs. Das merkt man einfach.

SZ: Fühlen Sie sich denn – in Ihrem fortgeschrittenen Fußballeralter – in dieser Mannschaft zuhause?

Kahn: Als ich vergangene Woche meinen Geburtstag gefeiert habe, habe ich mich entschuldigt bei der Mannschaft, dass ich immer noch dabei bin. Aber Spaß beiseite: Ich hab’ da natürlich keine Probleme, obwohl ich schon staune – der Schweini und der Poldi, die sind ja 16 Jahre jünger als ich.

SZ: Väterliche Gefühle...

Kahn: Nein, das wäre zu hoch gegriffen. Aber man fühlt eine Verantwortung, etwas von dem mitzugeben, was man selbst so alles erlebt hat – aber nicht auf so eine oberlehrerhafte Art, sondern eher so im Vorbeigehen. In der Art: So, Junge, da machst du gerade großen Mist, jetzt würde ich lieber mal ein bisschen trainieren oder etwas weniger machen.

SZ: Und die nehmen das an?

Kahn: Ja, sehr.

SZ: Wie beschreiben Sie denn Ihre Situation, nachdem der Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann ja weiterhin gilt?

Kahn: Am Anfang war ich überrascht. Jürgen Klinsmann hat zwar gesagt: ‚Du bist die Nummer eins weiterhin, aber du musst diese Position halt jetzt verteidigen‘. Er will diesen Konkurrenzkampf, und ich habe ihn angenommen.

SZ: Sicher ein Grund, irritiert zu sein.

Kahn: Am Anfang schüttelt man sich – was ist denn hier los? Dann muss man sich von seinem Ego, von seinen Eitelkeiten, wenn sie denn vorhanden sind, frei machen und diesen Kampf annehmen. Man spürt dann mit einem Mal, dass das auch positive Aspekte hat. Es bringt einen nämlich weiter, als man zu sein glaubte, macht einen noch einen Tick stärker. Sportlich und menschlich.

SZ: Erklären Sie das bitte mal.

Kahn: Ich kann nicht sagen, ich habe ja schon viel erreicht, und da, wo ich jetzt stehe, stehe ich für immer. Sondern ich muss neue Dinge angehen, mein Training ein bisschen verändern. Das gilt auch außerhalb des Fußballs, egal in welchem Job, man muss sich weiterentwickeln. Ich hab mir damals gesagt, okay, das hast du doch eigentlich auch immer gebraucht. Sportlichen Wettkampf, nicht mehr, nicht weniger.

SZ: Wie ist Ihr Verhältnis denn zu Jürgen Klinsmann? Sie sind ja gern ein bisschen sarkastisch...

Kahn: ...sarkastisch? Eher ironisch, vielleicht...

SZ: ...jedenfalls ein absoluter Realist, während Klinsmann Radikal-Optimist ist. Wie geht das zusammen?

Kahn: Gar nicht so schwer. Ich würde mich als positiven Realisten bezeichnen. Klinsmann legt großen Wert auf Feedback, er will immer von uns, ob das der Michael (Ballack, d. Red.) ist, ob ich das bin oder von den anderen Spielern aus dem Spielerrat, er möchte unsere Sicht der Dinge erfahren. So sammelt er Eindrücke, um sie für sich zu verarbeiten.
SZ: Sie haben ein stabiles halbes Jahr hinter sich und sind in etwa wieder dort, wo sie leistungsmäßig in Ihren besten Jahren waren. Ist das auch ein Verdienst dieses Konkurrenzkampfes mit Lehmann?

Kahn: Es ist eine Facette. Ich habe daraus sogar Motivation und Spaß gezogen. Das kitzelt einen ja auch. Und dann möchte man aus dem negativen Fahrwasser heraus, in Frage gestellt zu werden, negative Sachen über sich zu lesen. Ich hatte ja zuvor ein Jahr, das einfach nicht so war, wie ich mir das gedacht hatte. Ich habe mir irgendwann gesagt, Schluss jetzt, jetzt will ich wieder nach oben. Allerdings hatte ich mir diesen Prozess schneller vorgestellt, es gab durchaus kleinere Rückschläge.

SZ: Die bei Ihnen viel aufmerksamer registriert werden als bei jedem anderen Bundesliga-Torwart.

Kahn: Oh ja, das glaube ich auch. Fast würde ich sagen, ich bin jetzt 18 Jahre Profi, und da hab’ ich mal ein schlechtes Jahr gehabt, und da haut man auf mich drauf... Nein, nein, ich will’s nicht sagen.
SZ: Ist man nicht versucht, sich in solchen Situationen zu sagen: Du hast in deinem Leben so viel geleistet und jetzt kommen die mit ihrer überzogenen Kritik daher?

Kahn: Das stimmt schon, man denkt anfangs in solchen Kategorien. Aber man sollte dann schnell verstehen, wie alles funktioniert, die Menschen, das Leben, die Medien und auch man selbst. Niemanden interessiert nämlich, was geleistet worden ist, sondern das, was geleistet wird. Ich hätte mich ja auch verbittert zurückziehen können, aber das habe ich nie angestrebt.

SZ: Wie fair verläuft dieser Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann? Im vergangenen Herbst gab es ja durchaus turbulente Tendenzen.

Kahn: Eines möchte ich klarstellen: Ich habe nie irgendetwas zu dem so genannten Torwartkrieg, als der das in den Boulevardmedien inszeniert wurde, beigetragen. Ich habe nie Abfälligkeiten oder Respektlosigkeiten geäußert. Ich habe immer nur sportlich reagiert.

SZ: Wie äußert sich der Konkurrenzkampf im Alltag?

Kahn: Der Torwart ist ein Einzelkämpfer. Er hat nicht die Möglichkeit, mal irgendwie in die Mannschaft zu rutschen oder auf einer anderen Position zu spielen. Bei uns heißt das Mann gegen Mann, das typische Einzelkämpfer-Phänomen im Sport. Da gibt es nur: Du oder ich. Entsprechend hart kann so eine Auseinandersetzung geführt werden. Doch das liegt allein im Wesen dieser Situation.

SZ: Aber Sie können es ja nicht mit Fäusten austragen, sondern müssen sich der Trainer-Entscheidung unterwerfen.

Kahn: Im Endeffekt schon. Aber was sind die entscheidenden Kriterien Richtung 2006? Das ist der Erfolg, wie gut man spielt. Wir haben mit Bayern jetzt die Meisterschaft gewonnen und den Pokal, ich habe eine ganz solide Saison gespielt. Mit einem Blinden kann man das nicht erreichen. Ich habe mit der Nationalmannschaft meine Leistung gebracht – das gleiche versuche ich nun in der nächsten Saison. Und ich habe, egal ob Welt- oder Europameisterschaft, immer gezeigt, dass ich fähig bin, mich total auf so ein Turnier hin zu konzentrieren. Und eines ist klar: Ich habe eigentlich alles erreicht in meiner Karriere, ich habe nur noch eine kleine Rechnung offen (0:2-Niederlage gegen Brasilien im WM-Finale 2002, d. Red.) – und die möchte ich 2006 begleichen. Dafür werde ich alles tun.

SZ: Wie realistisch ist das Ziel, Weltmeister zu werden?

Kahn: Ich denke nicht ans Scheitern. Solche Gedanken kommen immer erst, wenn es passiert ist. Paul Breitner hat mal über seinen im WM-Finale 1974 verwandelten Elfmeter gesagt: In der Nacht danach bin ich schweißgebadet aufgewacht und habe mir gesagt: Was habe ich da getan?

SZ: Gibt es ein Denken über 2006 hinaus?

Kahn: Nein, daran sieht man, wie unheimlich fixiert ich sein kann, wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe.
ja, wirklich gut.

Ohne jetzt zu politisch werden zu wollen, aber manchmal hat man das Gefühl, dass die Nationalelf so spielt, wie das Land gerade ist. Von der Lethargie und Jammerlappigkeit der letzten Jahre scheint man sich langsam zu erholen und neuen Mut zu schöpfen, sich wieder Ziele zu setzen und dafür zu kämpfen.

Gut so.
Besonders bemerkenswert finde ich die folgende Aussage Kahns: "Diese Generation ist sehr stringent, sehr klar, sehr zielbewusst. Die jungen Leute haben insgesamt eine sehr professionelle Einstellung."

Das straft alle diejenigen Lügen die meinen, die Jungen Fußballer wären heutzutage nur verwöhnte Bubies, die sich nicht quälen wollen. Interessant.....

xylophon: deine Parallele zwischen der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft und der allgemeinen Situation unseres Landes habe ich in der letzten Zeit schon mehrfach gelesen. Sie wurde auch von usern dieses boards schon mehrfach bemüht. Ehrlich gesagt halte ich von dem Vergleich nicht viel.

Was den Fußball angeht hast du zweifellos Recht. Klinsmann hat den von dir beschriebenen Stimmungswechsel angeschoben :)

Was unser Land angeht, so sehe ich das überhaupt nicht. Im Gegenteil. Die Globalisierung hat erst begonnen uns zuzusetzen, der Arbeitsplatzabbau wird sich aufgrund makroökonomischer Zwänge in den nächsten Jahren verstärken.

Ich will jetzt hier keine Globalisierungsdebatte anzetteln, aber ich bin davon überzeugt, das wir in den nächsten Jahrzehnten, egal welche Regierung wir haben werden, die Mehrzahl der Deutschen wirtschaftlich verschlechtern wird.

Aber ich komme vom Thema ab....

Was ist dein Tip gegen Argentinien:confused: - ich sage 1:1
1:1 ist schon ganz gut, ich bin mal Optimist und sage 2:1 für Deutschland.
[posting]16.948.168 von Freudenspender am 21.06.05 14:03:10[/posting]Na dann guck dir mal die U-20 an,
die gehen mit einer Gel-Frisur ins Spiel u.nach 90 Minuten gehen die raus u.die Frisur sitzt immer noch...
Quo Vadis
Deutscher Fußball
Claptoni, glaubst du, dass die deutsche U20 Defizite in Sachen Kampfkraft und Laufbereitschaft hat:confused:

Meiner Meinung nach waren die Defizite eher im spielerischen und technischen Bereich:cry:

Ich habe aber nicht gesehen, dass die Einstellung nicht stimmte.....

Claptoni, hast du auch einen Tip?
[posting]16.949.141 von Freudenspender am 21.06.05 15:27:10[/posting]Ich denke,wir werden gegen Argentinien ohne Poldi u.Schweinsteiger nicht gewinnen,von Kurany halte ich übrigens gar nichts,derselbe Lutscher wie der Asamoah(der liegt ja nur am Boden u.da kannst du keine Zweikämpfe gewinnen...
Gruß
Cl.
Das Spiel gestern (GER-ARG 2:2) hat meine Erwartungen bestätigt. Deutschland fand mit Begeisterung, Kampfkraft, Einsatzwillen, aber auch mit dem neuen "Spirit" unserer YoungStars, die sich was trauen, was riskieren, auch mal einen Mann umbdribbeln und immer den Zug zum Tor haben, ins Spiel. Das gab es vor Klinsmann nicht!

Die "Seleccion" spielte gewohnt ballsicher, fast unterkühlt, technisch perfekt, mit schnellen Rechts- und Linksaussen, und war uns, besonders gegen Ende auch konditionell überlegen. Wenn man bedenkt, dass weder ein Crespo noch ein Saviola auf dem Platz standen, muss einem um unsere Abwehr Angst und Bange werden. Dies darf man jedoch nicht überbewerten, denn das Geschrei um unsere "Schiessbuden-Abwehr" ist erst mal verstummt.

Und genau das kotzt mich an, nach dem Australien-Spiel hat niemand gesagt, toll, wir haben 4 schöne Tore gemacht, unser Sturm hat endlich wieder Potential, nein..typisch deutsch wurde wieder die Abwehr miesgemacht, gejammert und gemotzt!!!

Mein Fazit: Wir haben der zur Zeit stärksten Mannschaft der Welt (und meiner Meinung auch dem klaren Favoriten für 2006) die Stirn geboten.

Klinsmann, Löw und Co. sind auf einem guten Weg, weiter so!
Hallo :)

Xylophon, unsere Tips waren wie das Spiel der deutschen Mannschaft: nicht schlecht, aber am Ende hat es doch nicht ganz gepasst.

Ansonsten konnte ich mich den allgemeinen Lobeshymnen nur teilweise anschließen. Am Ende der ersten Halbzeit und in der letzten halben Stunde der zweiten Halbzeit waren die Argentinier doch relativ dominant. Klar, die deutsche Mannschaft war ersatzgeschwächt, aber dennoch, ich bilde mir ein, sie haben sich am Ende etwas zu sehr hängen lassen, denn ein Sieg war gestern drin.

Als die Argentinier aber noch mal zulegen konnten, wurde wieder schmerzlich der Qualitätsunterschied deutlich und die deutsche Mannschaft konnte ihren Vorsprung nicht nach Hause bringen. Ich mache aber unseren Kickern daraus aber keinen Vorwurf, die Jungen sind eben noch nicht so weit.
Die Sperrung von Schweinsteiger sehe ich nicht so kritisch. Er hat sowieso die ganzen letzten Spiele von Anfang an mitgemacht und wäre genauso wie Ballack mal mit dem Pausieren dran gewesen. Gestern wurde er von Zanetti fast völlig ausgeschaltet, trotzdem hat das deutsche Mittelfeld im Rahmen seiner Möglichkeiten noch relativ gut gespielt. Für mich hat Fabian Ernst ein gutes weil enorm effektives Spiel abgeliefert, auch die Innenverteidigung hat relativ wenig zugelassen. Deisler hat sich wieder ein kleines Stück verbessert, Hildebrandt war fehlerfrei. Kuranyi und Asamoah haben beide nach hinten gut gearbeitet und beide ein Tor geschossen, ebenfalls eine gute Leistung. Schneider, Hinkel und Hitzelsperger fand ich noch ausreichend, aber unterm Strich muss man von allen dreien noch mehr erwarten können. Frings spielte ordentlich, brachte in der letzten halben Stunde, wo dringend mehr Entlastung gebraucht hätten, aber nur noch einen guten Ball nach vorne. Marco Engelhardt hat extrem nervös gespielt und ist in dieser Form für mich kein Kandidat für die Nationalmannschaft.

Hier der Spielbericht von kicker-online:

Nach dem 3:0 gegen Tunesien und dem damit sicher erreichten Halbfinale schonte Bundestrainer Jürgen Klinsmann neben beiden Torhütern auch Kapitän Ballack, Frings und Podolski. Zudem fehlte der Berliner Friedrich wegen Gelbsperre. Neu ins Team kamen Keeper Hildebrand, Hinkel, Schneider, Ernst und Kuranyi. Auf der anderen Seite beließ es der argentinische Coach Jose Pekerman nach dem 4:2 gegen Australien, das für die Südamerikaner gleichermaßen schon den Einzug in die Runde der letzten Vier bedeutete, bei zwei Änderungen: Für Santana und Saviola kamen Cambiasso und Tevez zum Einsatz.

Bei hochsommerlichen Temperaturen hatte Kuranyi nach fünf Minuten nach einer guten Kombination über Hinkel und Deisler die frühe Führung auf dem Fuß, schoss aber hart bedrängt aus sieben Metern über den Querbalken. Deutschland griff früh an und machte den südamerikanischen Ballartisten im Aufbauspiel das Leben schwer, provozierte schnelle Ballverluste des Gegners. Von den Argentiniern war so in der Anfangsviertelstunde im Vorwärtsgang so gut wie nichts zu sehen.

Anders die Nationalelf, die vor allem immer wieder über rechts (Hinkel, Deisler) gute Szenen hatte. Einzig ein Abnehmer der teilweise gut hereingezogenen Flanken fehlte, da sich Kuranyi mit Samuel und Coloccini meist zwei Gegenspielern gegenübersah.

Die Südamerikaner lösten sich nach einer Viertelstunde etwas aus der Defensive, hatten erste gefährliche Aktionen (Figueroa, 16.) und gewannen nun mehr Spielanteile. Doch just als sich die Elf um Spielmacher Riquelme anschickte, die Partie in den Griff zu bekommen, schlug Deutschland zu: Kuranyi ging aus dem Laufduell gegen Samuel als Sieger hervor und konnte von dem Defensivspezialisten nur durch ein Foul gebremst werden - Freistoß. Den trat Hitzlsperger in die Mauer, und nach Deislers Nachschuss gelangte der Abpraller zu Ernst, der von halbrechts aufs lange Eck zielte. Abgefälscht segelte der Ball an Keeper Lux vorbei zu Kuranyi, der aus kurzer Distanz volley einnetzte (29.).

Doch die verdiente deutsche Führung hielt nicht lange, denn auf der Gegenseite gab es ebenfalls einen Freistoß in gefährlicher Distanz. Regisseur Riquelme führte aus und zirkelte das Leder über die Mauer ins rechte Eck - Hildebrand war ohne Abwehrchance (32.).

Nach dem schnellen Ausgleich hatte Argentinien deutlich Oberwasser. Bis zum Wechsel dominierte die Pekerman-Elf das Geschehen, ohne allerdings zu zwingenden Torchancen zu kommen.

Nach der Halbzeitpause kam Frings für Schneider - mit dem zukünftigen Bremer hatte das deutsche Team erneut einen neuen Kapitän. Frings führte sich blendend ein: Sein Pass aus dem Mittelfeld in die Spitze leitete Kuranyi direkt auf den halbrechts gestarteten Asamoah weiter, und der Schalker ließ Schlussmann Lux mit einem platzierten Flachschuss aus elf Metern nicht den Hauch einer Abwehrchance (51.). Kurz zuvor hatte sich Schweinsteiger mit der Gelben Karte - seiner zweiten im Wettbewerb - selbst für das Halbfinale disqualifiziert.

Die "Gauchos" intensivierten in der Folge ihre Offensivbemühungen. Riquelme und der eingewechselte Aimar als Ballschlepper, Tevez als Hauptanspielstation auf dem rechten Flügel stürzten die deutsche Abwehr, in der Huth sehr aufmerksam agierte, des Öfteren in Verlegenheit. Vor allem spielerisch legten die Südamerikaner deutlich zu. So kam es, wie es kommen musste - Deutschland kam kaum mehr zu Entlastungsangriffen (Ausnahme Deisler, 67.), versuchte, den knappen Vorsprung zu verteidigen und musste den erneuten Ausgleich hinnehmen: Nach einem abgeblockten Schuss von Tevez hämmerte Cambiasso den Ball nach kurzer Vorlage von Sorin, noch leicht abgefälscht von Deisler, aus 20 Metern ins linke obere Eck (74.).

Auch in der Endphase hatte die technisch klar überlegene Pekerman-Elf Vorteile. Beim DFB-Team war die Luft raus, sie kam in der zweiten Halbzeit kaum mehr zu konstruktivem Kombinationsspiel. Am Ende hielt die deutsche Defensivabteilung trotz Dauerdrucks der "Gauchos" stand und gefährliche Situationen weitgehend vom eigenen Tor fern.

Deutschland verpasste gegen Argentinien trotz zweimaliger Führung erneut einen Sieg gegen einen sogenannten großen Gegner. Nach dominanten ersten 30 Minuten und der verdienten Führung der DFB-Elf kamen die Südamerikaner postwendend zum Ausgleich und konterten auch einen neuerlichen Rückstand erfolgreich. Die Klinsmann-Elf sicherte sich durch das Remis den Gruppensieg.
Wolfstänzer :)

Du hast in deinem posting eher die positiven Seiten des gestrigen Spiels betont, ich eher die kritischeren.

Deinem Fazit kann ich mich aber vorbehaltlos anschließen: die Deutschen haben die Stirn geboten. Sie waren zumindest über die halbe Spielzeit mindestens gleichwertig, teilweise sogar besser. Sie müssen aber dringend daran arbeiten, ihre positiven Spielseiten über eine längere Zeit des Spiels auszudehnen.

Was mir noch auffiel: nach der ersten Viertelstunde, als die Deutschen die Argentinier dominiert haben, haben die Argentinier mit Quergeschiebe in der Abwehr das Tempo aus dem Spiel genommen und so das deutsche Spiel seiner Dynamik beraubt. In der zweiten Halbzeit waren die Argentier dann jederzeit wieder in der Lage das Tempo anzuziehen und das Spiel an sich zu reissen. Taktisch fand ich die Argentinier ganz hervorragend.
Moin,

also ich war gestern abend vor Ort u. fand die Deutschen gar nicht so übel. Bis auf Hinkel u. vor allem Hitzlsperger fiel eigentlich niemand ab. Beeindruckend die Kombinationen von Leuten wie Riquelme oder Tevez. Technisch sind uns solche Mannschaften turmhoch überlegen. Allerdings kommen meiner Meinung nach die deutschen Tugenden wie Kampfkraft u. Organisation wieder mehr zur Geltung. Wohl die einzige Chance nächstes Jahr bei der WM etwas zu reissen.

Gruß Jürgen
Sieh da, ein Augenzeuge :)

hallo Jürgen, wo siehst du die deutsche Mannschaft im internationalen Vergleich :confused:
Hallo Freudenspender,

denke das ist schwer zu sagen. Ich hatte gestern immer das Gefühl, die Argentinier könnten bei Bedarf noch zulegen, während die Deutschen wohl am Limit gespielt haben. Brasilien u. Argentinien sehe ich als absolute Spitzenmannschaften. Dahinter kommen wohl die Tschechen, Engländer, Holländer u. evtl. die Franzosen. Mit Mannschaften wie Spanien, Russland, Italien etc. befinden sich die Deutschen wohl auf Augenhöhe.
Realistisch würde ich bei der WM das Viertelfinale als Endstation betrachten. Mit etwas Losglück u. einer evtl. aufkommenden Euphorie ist vielleicht sogar das Halbfinale drin. Die Stimmung in Nürnberg war gestern super u. die Mannschaft wurde auch in schwächeren Phasen immer wieder angefeuert.

Gruß Jürgen
Hallo Juergen, :)

ja, so ähnlich wie du sehe ich die derzeitge Situation auch:look:

Hier ist ein Bericht aus der taz über die U20-WM, die momentan in den Niederlanden stattfindet.

Weltenbummlers Weisheiten

Deutschlands Fußballnachwuchs schlägt China bei
der U20-WM und trifft im Viertelfinale auf Brasilien

TILBURG taz Der 64 Jahre alte Fußballtrainer Eckhard Krautzun hat Mannschaften in den entlegensten Winkeln der Welt trainiert. Waren es 40 oder 50 Stationen in den letzten 35 Jahren? Krautzun weiß darauf selbst keine Antwort. Die Betreuung der U20-Nationalmannschaft Chinas bei der derzeit laufenden U20-WM in den Niederlanden nennt der Weltenbummler aber "einen Höhepunkt". Ein eigenes Kapitel in der nach dem Ende seiner Laufbahn erscheinenden Biografie verspricht der stets braun gebrannte Fahrensmann gar diesem Thema.

Am Dienstagabend in Tilburg sind die Chinesen im Achtelfinale gegen Deutschland nach einem 2:3 aus dem Turnier geflogen. "In einem hervorragenden Spiel voll Dramatik und Klasse", wie Krautzun analysierte, dem als Einzigen die schwülen Temperaturen nichts auszumachen schienen.

Ohne eine einzige Schweißperle auf der Stirn meisterte der gebürtige Essener die kritischen Fragen der Reporter, die ihn nach der Niederlage zu seiner Zukunft als Leiter des "Team 08" fragten, das den Chinesen bei Olympia 2008 im eigenen Land die Goldmedaille bringen soll. "Wir haben die Vorgabe des Sportministeriums durch das Einziehen ins Achtelfinale mit Glanz und Glorie erfüllt", konterte Krautzun gelassen und hob hervor, dass China sich mit seinem Auftritt in Holland "viele Freunde in der Heimat und der Welt gemacht hat". Schließlich habe man alle drei Vorrundenspiele gewonnen. Und da Krautzun sehr genau weiß, dass nicht jeder im kommunistischen Riesenreich in Ostasien sein Freund ist, vergaß er nicht zu betonen: "Wenn ich sehe, wie wir in den letzten Monaten Fußballspielen gelernt haben, dann bin ich stolz auf meine Leistung."

Bei der Analyse wird Krautzun nicht entgangen sein, dass vor allem die landesuntypische Freizügigkeit in der Abwehrarbeit der DFB-Auswahl von Trainer Michael Skibbe das Weiterkommen ermöglicht hat. Der DFB unterstützt nämlich die so genannte Deutsch-Chinesische-Fußball-Akademie im fränkischen Kurort Bad Kissingen, wo Krautzun den chinesischen Nachwuchs ausbildet. Höfliche Gäste waren die Chinesen, die zweimal durch Chen in Führung gegangen waren (4. und 20.), aber zweimal postwendend den Ausgleich durch Christian Gentner (5.) vom VfB Stuttgart und Nicky Adler (30.) von 1860 München zuließen.

Zum Weinen brachte die Spieler in den roten Trikots vor 7.000 Zuschauern der späte K.o. durch einen Kopfball des Kölner Marvin Matip in der 89. Minute. Ruhig blieb da nur Krautzun, der mit der geballten Weisheit eines Fußballerlebens anmerkte: "Das ist Fußball." Diesen Eindruck hatte zum ersten Mal bei diesem Turnier auch Michael Skibbe vom Spiel seiner Mannschaft. "Wir haben gezeigt, dass wir auch fußballerisch mithalten können." Skibbe gab zu, dass die Leistungen seiner Auserwählten in der Vorrunde über weite Strecken doch "ganz, ganz schwach" waren. Nur als einer der vier besten Gruppendritten rumpelte man sich ins Achtelfinale.

Man muss kein Experte sein, um dem Jahrgang 1985 keinen herausragenden zu nennen. Mit Lukas Podolski hat das größte Talent bereits den Sprung in die A-Nationalelf geschafft, und so sucht man vergeblich nach außergewöhnlichen Befähigungen. Einzig der Mönchengladbacher Marcell Jansen deutete auf der linken Seite wieder Potenzial für höhere Aufgaben an. Am Freitagabend geht es in Tilburg nun gegen den "Top-Favoriten" (Skibbe) und Titelverteidiger Brasilien. Taktisch beabsichtigt Skibbe mit Konterfußball und Diagonalbällen gegen den bislang gegentorlosen Favoriten zu reüssieren.

Skibbe hat nicht Unrecht, den Viertelfinaleinzug mangels individueller Klasse seiner Spieler als "großen Erfolg" zu verkaufen. Mehr als eine Fußnote ist der Einzug ins WM-Viertelfinale der U20 zudem. Zum ersten Mal nach 18 Jahren gelang dies wieder. Ein Satz des Siegtorschützen klang am Dienstag angesichts der vorwiegend mauen Leistungen zwar verwegen, kündet aber von einem neuen Selbstbewusstsein in der Auswahl des Weltmeisters von 1982. Marvin Matip sagt: "Jetzt wollen wir Geschichte schreiben." TOBIAS SCHÄCHTER
Hallo,

hab mich heute 2 Stunden in der prallen Hitze angestellt, um noch Karten für das Brasilienspiel zu ergattern. Die Radiosender hatten berichtet, es gäbe noch 4000 Karten. Waren aber wohl nur noch um die 500 u. so wurden die Kassen dichtgemacht, als nur noch ca. 30 Leute vor mir standen. Die Polizei mußte kommen, um die Leute zu beruhigen. Egal, schaue ich es halt im Fernsehen, denn 95 Euro für den lumpigen Block 25 auf Ebay, ist mir dieses Spiel nicht wert.

Gruß Jürgen
Hier ein Vorbericht zum Spiel Deutschland – Brasilien aus der Süddeutschen Zeitung.

Trotz der im Bericht mehrfach geäußerten Hoffnung auf eine müde brasilianische Mannschaft kann ich nicht sehen, dass da ein großer Vorteil für die deutsche Mannschaft wäre. Wenn ich mir anschaue welche Probleme die deutsche Mannschaft in den letzten 30 Minuten des Argentinien-Spiels hatte noch einmal aufs Tempo zu drücken.....

Ich persönlich tippe eher auf ein Weiterkommen der Brasilianer. Wie sind eure Tips? – Aber hier erst mal der Artikel:

Revolutionäre Euphorie

Die Lust am Spiel hat in der deutschen Auswahl die Sorgen vor dem Scheitern vertrieben.

Von Philipp Selldorf

Nürnberg – Es ist nicht so, dass Italiens täglich erscheinende Fußballfibel Gazzetta dello Sport kein Interesse am Clash der Kontinente hätte, zwei Korrespondenten berichten vom Konföderationen-Pokal des Weltverbandes. Allerdings kümmern sie sich dabei vor allem um die Auswirkungen des Wettbewerbs auf den „calcio mercato“, also das Transfergeschäft der Serie A, und um das Wohlergehen der eigenen Leute: Etwa um Dida und Kaka vom AC Mailand, Adriano von Inter und Emerson von Juventus.

Und die neuen deutschen Helden Podolski, Mertesacker, Huth? Reporter, die von den Deutschen etwas erzählen möchten, erfahren von ihrer Redaktion, dass dazu kein Verlangen besteht, und ähnlich ergeht es den Gesandten der spanischen Fachpresse: AS meldete gestern die Neuigkeiten des Confed-Cups auf Seite 26, noch hinter der U20-WM, und der einzige Deutsche, dem sich das Blatt ausführlich widmet, ist der angeklagte Schiedsrichter Robert Hoyzer. Mehr Würdigung erfährt das Turnier dafür in der Madrider Qualitätszeitung El Pais, die am Donnerstag eine Reportage mit dem Titel „Revolucion Klini“ veröffentlichte.

Jener Senor Klini ist der Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der sich in seinem Land inzwischen einer revolutionären Euphorie ausgesetzt sieht, die sogar seinen eigenen Hang zur Begeisterung noch übertrifft. Deutschland sei „verknallt in diese Jungs“, behauptet zum Beispiel Bild im Rausch des Stimmungswandels, und der Kolumnist der Zeitung befiehlt streng: „Es steht keinem zu, an Jürgen zu zweifeln.“ Dieser Kolumnist weiß Bescheid, denn er steht seit Tagen in engem Kontakt mit Klinsmann – schließlich wohnen Franz Beckenbauer und der Bundestrainer im selben Hotel in Herzogenaurach. Ottmar Hitzfeld lebt zwar inzwischen in der Schweiz, der pausierende Meistercoach gelangt aber in seinem Beitrag für den kicker zu ähnlicher Anschauung: „Nun sind die Brasilianer fällig“, stellt er forsch fest, der Weltmeister wirke „angeschlagen“ – und die deutsche Elf hätte gegen Argentinien fast gewonnen.

Aber wer spricht noch von „fast“? Dass vor einigen Tagen die Ansicht verbreitet wurde, mit der als „Kinderriegel“ bezeichneten Abwehr keine Chance gegen südamerikanische Weltstars zu haben, davon ist nun keine Rede mehr. Um die Zweifel müssen sich die Betroffenen nunmehr selbst kümmern. Er sei zwar „schon ein bisschen nervös“, sagt Per Mertesacker vor dem Treff mit Brasiliens Angreifern Robinho und Adriano, der Innenverteidiger kennt jedoch ein Gegenmittel: „Ein wenig Video gucken“ – am besten von Brasiliens jüngsten Niederlagen gegen Argentinien (1:3) und Mexiko (0:1) –, „gut essen, gut schlafen. Dann wird’s gut ausgehen für uns.“ Mertesacker sagt übrigens, er könne bestens schlafen, und von anderen weiß man, dass sie nur deswegen nervös sind, weil sie sich so sehr auf die Partie freuen. Angreifer Lukas Podolski zum Beispiel, der beim 2:2 gegen Argentinien pausieren musste. „Lukas wird ungeduldig. Er will wieder spielen“, hat Teammanager Oliver Bierhoff beobachtet.

Dieser Confed-Cup erweist sich also durchaus wieder als Bestätigung der weltweit gefürchteten Losung, dass die deutschen Fußballer vom lieben Gott zur Turniermannschaft berufen worden sind – obwohl immer noch keiner den sportlichen Wert des Wettbewerbs zwischen Mini-WM und Fußballferienfüller bestimmen kann. Für die Gastgeber bleibt es jedenfalls eine Veranstaltung von höchstem Ernst, aber dieser Anspruch hat nun eine andere Qualität: Die Lust am Spiel hat die Sorgen vor dem Scheitern vertrieben. Beckenbauer gesteht, anfangs habe er sich quälen müssen, die deutsche Elf als Turniersieger zu tippen, nun meint er die nötige Überzeugung zu spüren. Offen spekuliert man mittlerweile im deutschen Lager darauf, eine brasilianische Mannschaft im fortgeschrittenen Erschöpfungszustand zu treffen. „Es wird schwer, aber wir glauben, dass wir eine Chance haben“, meint Bierhoff und beruft sich auf brasilianische Schwächen, über die man vor kurzem nur zu flüstern gewagt hätte: „Sie sind anfällig in der Abwehr und wirken ein bisschen müde.“

Und so zeichnet sich ab, dass Klinsmann durch seine Aufstellung mit beiden brasilianischen Eigenheiten kalkuliert. In der Defensive durch den Einbau von zwei Spielern vor der Abwehrkette, vermutlich Frings und Ernst; in der Offensive mit einem Quartett: Ballack im Zentrum, Podolski auf der linken Seite, Asamoah auf rechts und Kuranyi in der Angriffsmitte. Das Tor wird wieder von Jens Lehmann bewacht, dessen Duell mit Oliver Kahn den letzten Konflikt bedeutet, den es derzeit in der und um die deutsche Elf noch gibt. Wie Politiker haben beide zuletzt durch öffentliche Stellungnahmen für sich geworben, sorgfältig und etwas argwöhnisch beobachtet von der Teamleitung, weil sie mit Recht bei jedem Interview eine Gefahr für den Mannschaftsfrieden befürchtet. „Alles korrekt“, kann jedoch Bierhoff berichten und lobt das „respektvolle Verhalten“ von Kahn und Lehmann: „Sie haben sich toll verhalten.“ Klinis Revolution beglückt ihre Kinder.
mein Tip fürs Brasilienspiel: 3:1 für Deutschland.

Hab die Brasilianer in Köln gesehen gegen Japan, die erste Halbzeit war sehr sehr stark, danach schienen sie aber wirklich müde oder haben die Japaner zu sicher im Griff gehabt und dann unterschätzt??? Wäre früh das 2:0 oder 3:1 gefallen, hätten die Japaner ein Debakel erlebt, aber man sieht, dass man die Brasilianer durchaus besiegen kann, wenn Mexiko das schafft und Japan fast.
Vor allem bei Kopfbällen sind die nicht gerade stark, daher sogar ein Torschützen-Tip: 2 x wird Ballack treffen, mindestens 1 x per Kopf.


Zum Wert den Confed-Cup: natürlich ist der in Ländern wie Spanien oder Italien, die nicht dabei sind, kaum der Rede wert. Vom letzten hat man in Deutschland auch kaum was bemerkt, bis der Kameruner Spieler tot umfiel....


Aber für die teilnehmenden Länder ist es schon interessant und gerade für Deutschland, die ja sonst keine "echten" Wettbewerbsspiele haben werden bis zur WM. Was mir gut gefällt, dass alle Mannschaften Fußball "spielen" (Griechenland hab ich noch nicht gesehen, daher kann es sein, dass sie wieder nur zerstören, aber sonst gilt es), sogar die Deutschen. Da gab es einige tolle Kominationen, zB vor dem Schweinsteiger-Tor gegen Tunesien oder vor dem Poldi-Tor gegen Australien.
[posting]16.986.212 von Freudenspender am 24.06.05 11:37:10[/posting]freudenspender

zu allererst wünsche ich mir ein äusserst atraktives spiel mit offenem visier!

der (welt)fussball kann dabei nur gewinnen.

ich teile deine einschätzung.
die selecao hat bisher (mit 20 eingesetzten durchgewürfelten spielern) kein einheitliches und messbares bild geboten.

und müde sind die ganz bestimmt nicht.

alles andere als ein sieg der zuckerhutzauberer wäre gelinde gesagt eine sensation.


wir werden sehen...


p.s. der mutigere soll gewinnen
Hallo,

mein Tip ist 2-1 für Deutschland. Bin nun doch live vor Ort, nachdem die Fifa gestern abend über das Internet noch Karten ausgespuckt hat.


Gruß Jürgen
war doch ganz nett.... nur Beckenbauer ging mir ziemlich auf dem Sack mit seinem permanenten "dann muss es in jedem Spiel 20 Elfmeter geben".. blaaablaaa:mad:

:laugh:
der labert eh nur Müll und jeden Tag das Gegenteil vom Tag davor...

Aber die Leistung der ersten 60 Minuten war schon sehr stark. Danach fehlte wohl etwas die Kraft, hätte man früher in einen Vorsprung ummünzen können.
Der Elfer geht klar auf Huths Konto, beim 2:3 würde ich ihm keinen Vorwurf machen.

GW an den Wolfstänzer, der besser getippt hat.
#69

Xylo s´wär nett wenn du dich 2006 irgendwelcher WM-
Tipps enthalten würdest.
Dein Fähigkeiten als Boardcontraindikator sind einfach phänomenal. ;)
!
Dieser Beitrag wurde vom System automatisch gesperrt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an feedback@wallstreet-online.de
mein herz wird im endspiel für die brasilianer schlagen. mein verstand sacht mir, die gauchos gewinnen. aber perreira is ein alter fuchs. die brasilianer können sich zu hause nich mehr sehen lassen, mit einer erneuten niederlage gegen die seleccion. es wird spannend.

im übrigen denke ich, die argentinier haben die physisch stärkste mannschaft aus dem turnier geworfen. mexiko hat nich umsonst gegen brasilien gewonnen.

mein tip:


2:0 für die selecao (is gewagt, ich weiss)


dein tip xylo? (um die ehre)



KONFÖDERATIONEN-CUP

Argentinien gewinnt Elfmeterduell

Argentinien steht durch einen Sieg über Mexiko im Finale des Konföderationen-Cups. Das Team von Jose Pekerman setzte sich im Elfmeterschießen gegen die Nordamerikaner durch und spielt nun gegen Brasilien. Im Spiel um Platz drei trifft Deutschland somit auf Mexiko, denen voraussichtlich noch Ärger mit der Fifa bevorsteht.

Torschütze Figueroa (oben) feiert mit Maximiliano Rodriguez: Viertes Tor im Turnier
Großbildansicht
AP
Torschütze Figueroa (oben) feiert mit Maximiliano Rodriguez: Viertes Tor im Turnier
Hannover - Das Traumfinale zwischen Argentinien und Brasilien ist perfekt. Die Argentinier siegten in Hannover im Elfmeterschießen mit 6:5 gegen Mexiko. Esteban Cambiasso und Torwart German Lux avancierten zu den Helden. Zunächst hielt Lux den Elfmeter von Mexikos Ricardo Osorio, dann verwandelte Cambiasso seinen Versuch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Am Mittwochabend kommt es ab 20.45 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Finale in Frankfurt/Main zum Duell zwischen den beiden Erzrivalen aus Südamerika.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben am Ende aber verdient gewonnen", sagte der Argentinier Javier Zanetti. "Es war toll in diesem Turnier gegen den WM-Gastgeber zu spielen, jetzt wartet der Weltmeister. Ich hoffe, gegen Brasilien werden wir ebenfalls den Sieg davontragen", so der Abwehrspieler.

ARGENTINIEN GEGEN MEXIKO: VERGEBEN, VERLOREN, VERZWEIFELT
AP AFP AP

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (7 Bilder).

In der 104. Minute waren die Mexikaner durch Carlos Salcido in Führung gegangen. Der Abwehrspieler schloss ein Solo über das halbe Spielfeld mit einem Schrägschuss ab, der von Argentiniens Verteidiger Fabricio Colocchini unhaltbar für Lux zum 1:0 abgefälscht wurde. Argentinien schlug dann aber fast postwendend durch Luciano Figueroa zurück, der sein viertes Turniertor erzielte. Beide Mannschaften spielten zu diesem Zeitpunkt bereits mit je einem Mann weniger.

Brasilien, das Gastgeber Deutschland am Samstagabend mit 3:2 ausgeschaltet hatte, kann nun Revanche für die 1:3-Niederlage in der WM-Qualifikation in Buenos Aires nehmen. Mexiko blieb offiziell auch im 22. Spiel in Folge ungeschlagen - Elfmeterschießen werden nicht als Niederlagen gewertet -, was allerdings ein schwacher Trost sein dürfte. Im kleinen Finale am Mittwoch in Leipzig (17.45 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist statt Brasilien, das man im Gruppenspiel 1:0 geschlagen hatte, die DFB-Auswahl der Gegner. "Das Publikum in Leipzig kann sich auf ein tolles Spiel freuen. Mexiko hat im Turnierverlauf sehr beeindruckt. Die Mexikaner haben Brasilien geschlagen und Argentinien an den Rand einer Niederlage gebracht. Unserer Mannschaft steht ein weiteres interessantes Spiel bevor", sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Mexiko mit mehr Spielanteilen

In einer turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit sah zunächst Argentiniens Stürmerstar Javier Saviola wegen einer Tätlichkeit - er hatte gegen Gonzalo Pineda nachgetreten - von Schiedsrichter Roberto Rosetti in der 90. Minute die Rote Karte. In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde Mexikos Superstar Raphael Marquez wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz geschickt.

Trotz einer nur durchschnittlichen Leistung war der Erfolg für den Weltranglisten-Dritten nicht unverdient. Das Team von Coach Pekerman steigerte sich nach sehr zurückhaltend gespielter erster Halbzeit im zweiten Durchgang spürbar. Mexiko, dass sich als Sieger der Vorrundengruppe B für diese Vorschlussrunde qualifiziert hatten, hatte insgesamt mehr vom Spiel, erarbeitete sich die besseren Torgelegenheiten, war jedoch vor dem gegnerischen Tor letzlich zu harmlos.

Vergab den entscheidenden Elfmeter: Mexikos Ricardo Osorio
Großbildansicht
AP
Vergab den entscheidenden Elfmeter: Mexikos Ricardo Osorio
Hinzu kam für die Mittelamerikaner eine gehörige Portion Pech: In der 55. Minute traf Sinha mit einem fulminanten Distanzschuss nur den Pfosten des argentinischen Tores, Torhüter Lux war bereits geschlagen. Auch die Argentinier hatten schon vor ihrem Torerfolg gute Möglichkeiten. So scheiterte Abwehrspieler Coloccini in der 59. Minute binnen Sekunden gleich zweimal per Kopfball in aussichtsreicher Position.

Insgesamt aber erreichte die mit Spannung erwartete Partie kein besonders hohes Niveau. Die Mexikaner, die an gleicher Stelle schon gegen Japan und Brasilien die Oberhand behalten hatten, konnten an diese sehenswerten Leistungen nicht anknüpfen. Ihr Coach Ricardo La Volpe zeigte sich dennoch zufrieden: "Es war ein großes Spiel, in dem wir lange Zeit die Kontrolle hatten", sagte Mexikos Trainer. Sein Gegenüber sah das anders. "Es war kein großes Spiel, aber wir haben gekämpft und auch nach dem 0:1-Rückstand nicht die Hoffnung verloren", so Pekerman.

Vor dem Anpfiff durch Referee Rosetti hatten alle Stadionbesucher des vor zwei Jahren verstorbenen Fußball-Profis Marc Vivien Foe gedacht. Der Nationalspieler Kameruns war seinerzeit ebenfalls im Halbfinale des Konföderationen-Cups auf dem Spielfeld zusammengebrochen und wenig später gestorben. Da bei Foe damals ein Herzfehler übersehen wurde, müssen im kommenden Jahr alle 32 Nationen vor der WM entsprechende Untersuchungs-Unterlagen ihrer Spieler vorlegen. Eine Anzahl von vergleichbaren Vorfällen in der jüngeren Vergangenheit hat die Fifa zu diesem Schritt bewogen.

Die argentinischen Spieler trugen zusätzlich Trauerflor für den verstorbenen U17-Torwart Emiliano Molina, der heute an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Buenos Aires gestorben war. Den Mexikanern droht indes Ärger mit der Fifa. Diese wird sich mit dem Dopingverdacht gegen die mexikanischen Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona und dem Verhalten des nationalen Verbandes FMF eingehend befassen. Das kündigte Fifa-Präsident Joseph Blatter in der Halbzeit an. "Die Liederlichkeit, mit der diese Angelegenheit behandelt wurde, darf einem Profiverband nicht passieren", sagte der Schweizer bei Premiere.

Mexiko - Argentinien 1:1 (0:0) n.V., 5:6 i.E.
1:0 Salcido (104.)
1:1 Figueroa (110.)
Elfmeterschießen:
1:0 Perez
1:1 Riquelme
2:1 Pardo
2:2 Maxi Rodriguez
3:2 Borgetti
3:3 Aimar
4:3 Salcido
4:4 Galletti
5:4 Pineda
5:5 Sorin
Lux hält gegen Osorio
5:6 Cambiasso
Mexiko: Oswaldo Sanchez/Chivas Guadalajara - Mendez/Deportivo Toluca, Osorio/CD Cruz Azul, Marquez/FC Barcelona - Sinha/Deportivo Toluca ab 94. Torrado/Racing Santander, Pardo/CF America, Pineda/Unam Pumas, Morales/Chivas Guadalajara ab 72. Medina/Chivas Guadalajara, Salcido/Chivas Guadalajara - Lozano/Unam Pumas ab 56. Perez/CF Monterrey, Borgetti/Atletico Pachuca
Argentinien: Lux/River Plate - Zanetti/Inter Mailand, Coloccini/Deportivo La Coruna, Milito/Real Saragossa ab 66. Maxi Rodriguez/Espanyol Barcelona, Heinze/Manchester United - Santana/US Palermo ab 76. Aimar/FC Valencia, Cambiasso/Inter Mailand, Riquelme/FC Villarreal, Sorin/FC Villarreal - Saviola/AS Monaco, Figueroa/FC Villarreal ab 116. Galletti/Real Saragossa
Schiedsrichter: Rosetti (Italien)
Zuschauer: 43.667 (ausverkauft)
Rote Karte: Saviola nach einer Tätlichkeit (90.)
Gelb-Rote Karte: Marquez wegen wiederholten Foulspiels (90.+3)
Gelbe Karten: Salcido, Medina, Pineda / Milito, Coloccini
Torschüsse: 5:9
Ecken: 4:9
Fouls: 31:27
Ballbesitz: 47:53 (in Prozent)


http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,362364,00.html
!
Dieser Beitrag wurde vom System automatisch gesperrt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an feedback@wallstreet-online.de
Der Deutsche Fuball statt näher an die Weltspitze,
entfernt er sich immer mehr.....
Unsere spielerischen Mittel reichen gerade im Mittelmaß an der Grenze der Drittklassigkeit.....
Es sieht nach wie vor sehr,sehr düster aus....
Cl.
Hallo :)

Wo steht der deutsche Fußball wirklich:confused:

Claptoni meint, die deutsche Mannschaft befindet sich in der Zweitklassigkeit an der Grenze zur Drittklassigkeit, Xylophon und dermitdemWolfheult meinen, dass die deutsche Mannschaft den Kontakt zur Weltspitze wieder erreicht hat.

Also ehrlich gesagt, ich bin mir noch nicht ganz sicher, wo wir wirklich stehen. Trotz der relativ euphorischen Kommentare zu dem Argentinien und dem Braslien-Spiel war ich doch in diesen Spielen nur teilweise von der deutschen Mannschaft angetan. Was mir nicht gefallen hat: immer in den entscheidenden Spielphasen, Mitte der 2. Halbzeit konnten Arg. + Bra. jeweils noch einmal zulegen - und die deutsche Mannschaft hatte nichts mehr entgegenzusetzen.:(

Meines Erachtens hat sich gegenüber den Topteams der Abstand nicht verringert, trotz des optisch ansprechenderen Spiels bleiben die Defizite offenkundig.

Was mir geut gefallen hat: Die Moral ist intakt, der Einsatz stimmt und die Spielfreude der Jungen ist offenkundig :) - Die Zukunftsperspektive hat sich unter Klinsmann gegenüber der Völler-Ära deutlich verbessert. :)

Was mir auch gut gefallen hat: Gegenüber der miesen EM hat sich die Offensiv-Leistung des Teams klar verbessert. Solche Katastrophen-Spiele wie das 0:0 gegen Lettland müssten wir heute, so glaube ich, nicht mehr erleben :)

Für ein Fazit des Confed-Cups aus deutscher Sicht ist es jetzt noch zu früh. Das Spiel gegen Mexiko halte ich für offen. Falls die deutsche Mannschaft gegen den 6. der Fifa-Weltrangliste gewinnen sollte, kann man wohl ein positves Fazit ziehen.

Sollte die deutsche Mannschaft aber auch dieses Spiel verlieren, müßte man ein negatives Fazit ziehen. 2 Niederlagen und ein Unentschieden gegen 3 Teams aus den Top-Ten wären ein Rückschlag.

Fortschritte sind erkennbar, aber sie und kleiner und kommen langsamer als das viele wahrhaben wollen.

Mein Tip gegen Mexiko: Sieg für Deutschland. Begründung: Deutschland wird noch einmal alles geben um zu einem versöhnlichen Abschluß zu kommen. Mexiko wird wohl nicht mehr diese starke Motivation haben.
Und hier noch ein Beitrag zum Spiel Deutschland - Brasilien, diesmal aus der taz, deren Sportteil übrigens "Leibesübungen" heißt ;)

Und wieder fehlt das Quäntchen

Deutschland verliert sein Klein-WM-Halbfinale gegen Brasilien mit 3:2, erntet dafür aber selbst vom Gegner Anerkennung. Ungeachtet dessen bleibt eine Tatsache bestehen: Die DFB-Kicker können gegen einen Gegner von Weltklasse nicht gewinnen
AUS NÜRNBERG MATTI LIESKE

Tagelang hatten Brasiliens Trainer Carlos Alberto Parreira und seine sämtlichen Spieler so ausführlich über ihre Mattigkeit und Müdigkeit referiert, dass alle, die ihnen zuhörten, unwillkürlich ein großes Gähnen überfiel und ihnen die Augen zuklappten. Ein Effekt, vor dem Jürgen Klinsmann seine Leute gewarnt hatte. Hellwach würden sie im Halbfinale gegen Deutschland sein, die Brasilianer, und wie immer behielt der Bundestrainer ganz enorm und sehr, sehr recht. Zumindest bis ungefähr zur 60. Minute. "Brasilianer klinisch tot", notierte da der Berichterstatter auf seinem Block. Parreiras Ballverwöhner gewannen keine Zweikämpfe mehr, gerieten in arge Bedrängnis, Defensivbollwerk Emerson schleppte sich bloß noch mit der Spritzigkeit eines rheumatischen Feldhamsters über den Platz, nur Bayerns Lucio schien noch Kraft zu haben, benutzte diese aber lediglich dazu, den Ball nach Schiedsrichterpfiffen wütend ins Publikum zu bolzen. Das schien der historische Moment für die entengang- und springseilgestählten deutschen Kicker zu sein, endlich die Vision vom Sieg gegen ein großes Team Wahrheit werden zu lassen.

Es wurde jedoch wieder nichts. Trotz eifrigen Bemühens, verheißungsvoller Spielzüge und aussichtsreicher Schusspositionen war die bis dahin dem DFB-Team bei diesem Turnier anhaftende Torgefährlichkeit dahin, Schiedsrichter Chandia aus Chile mochte auch keine Elfmeter mehr pfeifen, und so fehlte erneut das von Klinsmann so häufig beschworene "Quäntchen", die Fähigkeit, "so ein Spiel auch mal für sich zu entscheiden", wie er es gern nennt. Ein Quäntchen, wie jener Ausbruch aus der Totenstarre, mit dem Roque Junior, Robinho und Adriano in der 76. Minute den deutschen Sturmlauf abrupt beendeten, ein Spielzug über drei Stationen mit Lazarus-Appeal. "Die Brasilianer sind eine Mannschaft, die man keine Sekunde aus den Augen lassen darf", dozierte der Bundestrainer anschließend und schien mal wieder geradezu dankbar für die Lektion, die seinen Mannen zuteil geworden war. Schließlich war es Klinsmann, der den bis dato unbekannten Lehrberuf "Weltmeister" erfunden hat. "Wenn du das Gefühl hast, du bist näher am 3:2 als sie, und dann stechen sie zu, das bleibt in den Köpfen hängen", wusste er außerdem. Was erklärt, dass nach dem Rückstand die deutschen Spieler die Feldhamster waren und die Brasilianer plötzlich wirkten wie Absolventen einer dreiwöchigen Entengangtherapie in Arizona. "Ihnen wurden die Füße leichter, uns wurden sie schwerer", sagte Klinsmann.

Wie kompliziert das deutsche Team den Brasilianern die Sache gemacht hatte, zeigte sich an deren Reaktionen nach Schlusspfiff. Vor allem Lucio raste im Stile eines Besessenen über den Platz und erweckte den Eindruck, als hätte er gerade Weltmeistertitel und Champions League gleichzeitig gewonnen. Eine weitere Niederlage in diesem Confederations Cup nach der Schlappe gegen Mexiko hätte sehr unangenehme Reaktionen in der Heimat nach sich gezogen, schließlich war die Seleçao nahezu in Bestbesetzung angetreten. Lediglich Ronaldo, Roberto Carlos und Cafú fehlten, und inwieweit diese nächstes Jahr ihren Platz im Team finden können, muss sich erst noch zeigen.

Das DFB-Team jedenfalls deckte die Schwächen des Weltmeisters gnadenlos auf. Die im Abwehrzentrum zum Beispiel, wo Roque Junior ein echtes Sicherheitsrisiko darstellte. Wie schon Mexikaner und Japaner kamen auch die Deutschen immer wieder frei zum Kopfball, was Podolskis Ausgleich zum 1:1 brachte und auch den Elfmeter, den Ballack zum 2:2 verwandelte. Klinsmanns Taktik, hinten zunächst nur mit drei Leuten zu spielen und in der Mitte, dem bevorzugten Tummelplatz des Gegners, die Abräumer Ernst und Frings zu postieren, klappte vorzüglich. Jeder ballführende Brasilianer sah sich meist drei deutschen Spielern gegenüber, zumindest, solange bei den hohen Temperaturen die Kraft für diese aufwändige Laufarbeit reichte. Und wenn die Robinhos und Ronaldinhos mit ihren Dribblings und Kurzpässen hängen blieben, waren sie oft so weit aufgerückt, dass sich Räume boten, die besonders Schneider, Ballack und der zurückhängende Podolski mit Pässen "in die Schnittstellen" der Abwehr nutzten, wie Klinsmann lobte.

"Die Mannschaft kann ein bisschen stolz sein", sagte der Bundestrainer und meinte nicht nur das Halbfinale, sondern das gesamte Turnier, bei dem die guten Spiele gegen Argentinien und Brasilien die etwas wackligen Partien zu Anfang gegen Australien und Tunesien vergessen ließen. Die Reputation ist gewachsen, wie auch die nicht nur höflichen Einschätzungen der Kontrahenten zeigen. "Das Team wird solide", meinte Parreira und sagte, schon mit Blick auf die WM, es sei "nicht leicht, die Deutschen auf ihrem Platz zu schlagen". Wo deren Stärken seiner Meinung nach liegen, daran ließ Parreira keinen Zweifel: "Es war ein Spiel zweier verschiedener Stile. Sie haben ihre Physis, wir unsere Technik, unsere Spielkunst, unser Herz." Nach wie vor also die alten Stereotype.

Der Bundestrainer konnte seinen Ärger über die erneut verpasste Chance gut verbergen, weniger klandestin ging Michael Ballack mit seiner Enttäuschung um. "Wichtig ist, dass man`s gewinnt", sagte der Kapitän, der in ein paar Szenen ungewohnte Abschlussschwächen zeigte und bis zur WM vor allem Verbesserungen in der Defensive fordert. Daran soll in den kommenden Spielen gegen starke Kontrahenten gefeilt werden, zunächst natürlich am Mittwoch in Leipzig, wenn es um Platz drei beim Confed-Cup geht. "Gegen Mannschaften wie Nordirland, Tunesien, Australien sehen wir sehr gut aus", findet Ballack, "wir brauchen aber Spiele gegen große Gegner." Und das bewusste Quäntchen natürlich.
@Fsp.
wir spielen zweifelsohne etwas mutiger u.schöner,
aber trotzdem erfolglos....
Wir zehren momentan noch vom Ruhm vergangener Jahrzehnte aber der Kelch der Erfolge kommt so schnell nicht wieder....
Wir hatten schon immer knöcherne Verdeidiger wie Höttges,Willi Schulz,Vogts,in der Neuzeit Wörns,aber so eine Pfeife wie den Huth,so schlecht war noch keiner....
Noch dazu hatten wir in der Vergangenheit Stürmer von Weltklasse wie Seeler,Müller Gerd,Rummenigge,Völler,Klinsmann,
so ein Lutscher wie der Kurany u.Asamoah in der National-Elf ist ungefähr so als wenn Stefan Raab Bundeskanzler wäre(Spaß beiseite,schlechter wie der Schröder wäre er auch nicht)...
Macht euch nichts vor,wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange,
wir sind trauriger,biederer,harmloser Durchschnitt....
Leider,aber wahr...
Cl.
claptoni,

du polarisierst sehr gerne. und schreibst mit spitzer feder. aber ich denke, du siehst das ganze zu verbissen. ich behaupte nicht dass wir eine weltklassemannschaft haben, aber wir können mit weltklassemannschaften auf augenhöhe spielen. und so schlecht war der huth jetzt auch wieder nicht, da hatten wir schon ganz andere kappen in der abwehr.

was rummenige, müller und co. angeht , da gebe ich dir recht. stürmer mit solchem format haben wir schon lange nicht mehr. das waren wirklich weltklasseleute, um die man uns beneidet hat. aber es sind halt andere zeiten angebrochen, und wenn du ganz ehrlich bist, dann hättest du doch viel schlimmeres erwarten müssen in diesem turnier. (zumindest nach dem beurteilt, wie du vorher schon geschrieben und schwarz gesehen hast)
ich will es mal anders sagen:

Süd-Korea ist mit Sicherheit keine Weltklasse-Mannschaft und hat es bei der WM im eigenen Land ins Halbfinale geschafft.
Bayern München ist seit Jahren die beste deutsche Mannschaft und verliert trotzdem Spiele gegen Mittelmaß-Teams und sogar gegen Abstiegskandidaten.

Niemals wird Deutschland eine Mannschaft haben, die in 10 Spielen gegen Brasilien 10 x gewinnt, wenn dort nicht ein verrückter Prädident allen neugeborenen Jungen die Beine brechen lässt.
Aber dennoch kann Deutschland Weltmeister werden, wenn sie an den richtigen Tagen die richtigen Mannschaften schlagen.

Das könnte eine Land wie Österreich nicht oder die Schweiz, also Länder, deren Ziel das Überstehen der Vorrunde ist, wenn sie sich überhaupt qualifizieren...
Deutschland ist erweiterte Spitze, und vor allem: die Richtung stimmt.

Ich habe das dt. Spiel zum Teil gehasst, diese phantasielosen diagonalen blinden hohen Flanken aus dem linken oder rechten Mittelfeld in den Strafraum. Jetzt gehen auch die deutschen Spieler an die Torauslinie und flanken von da, sie spielen Doppelpässe und kombinieren. Das ist es, was ich unter Fußball verstehe.
Hallo :)

Also irgendwie haben hier alle ein wenig Recht....

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass hier eine ausgewogene Diskussion zustande gekommen ist, mit einem Pessimisten, zwei Optimisten und einem der noch nicht recht weiß, was er denken soll :rolleyes: :laugh: ... macht weiter so.

Ich möchte diesen thread gerne bis zur WM am Leben erhalten und hoffe dabei auf eure Mithilfe :)

Hier wieder ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, in der die Stimmung im deutschen Lager vor dem Mexiko-Spiel beschrieben wird:

Klinsmann kämpft gegen Urlaubsstimmung

Leipzig (dpa) - Am Ende dreht sich noch einmal alles um Oliver Kahn, aber Jürgen Klinsmann kämpft vor dem deutschen Finale beim Confederations Cup vor allem gegen eine verfrühte Urlaubsstimmung.

Der Bundestrainer zog beim ersten Training in Leipzig die Zügel noch ein letztes Mal an, denn das undankbare Spiel um Platz 3 gegen Mexiko birgt für den Gastgeber mehr Gefahren als Chancen. «Wir wollen Platz drei, wir wollen einen schönen Abschluss», betonte Team-Manager Oliver Bierhoff vor dem letzten Saisonspiel. «Wir wollen die Euphorie nicht kaputt machen», versprach Mittelfeldspieler Fabian Ernst den 44 000 Fans im wohl ausverkauftem Leipziger Zentralstadion vollen Einsatz.


Die Spieler beteuern, noch einmal die letzten Kraftreserven mobilisieren zu wollen. Allen voran Kahn, der zwei Wochen nach seinem bislang einzigen Einsatz im Eröffnungsspiel gegen Australien (4:3) auch den Schlusspunkt in der heiß diskutierten Torhüter-Rotation setzt. «Ein Spiel um Platz 3 ist schwierig für die Mannschaften. Aber für uns geht es bei diesem Turnier nicht darum, einen Platz zu belegen, sondern wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Wichtig ist, dass wir uns mit den besten Mannschaften der Welt messen können. Mexiko gehört dazu. Wir sehen das Spiel als weiteren Step auf den Weg zur WM und nicht als notwendiges Übel oder sinnloses Spiel», erklärte Kahn bei der Pressekonferenz im Leipziger Hauptbahnhof, von wo er womöglich lieber einen Zug in den Urlaub bestiegen hätte.


Ernst brachte die Bedeutung des eigentlich bedeutungslosen kleinen Finales auf den Punkt: «Es will keiner Schelte kriegen und mit einer Niederlage in den Urlaub fahren.» Auch Klinsmann sieht in der Partie gegen die im Halbfinale erst im Elfmeterschießen an Argentinien gescheiterten Mittelamerikaner keine lästige und schon gar nicht eine lockere Pflichtübung. «Die Mexikaner haben mich im Turnierverlauf beeindruckt. Auf unsere Mannschaft wartet zum Abschluss eine weitere interessante Prüfung.»


Klinsmanns größte Aufgabe besteht darin, seine Mannschaft noch einmal körperlich und mental fit zu machen. Nach Beachvolleyball und einem Kneipen-Bummel verlegte er tags darauf die Übungseinheit in der Egidius-Braun-Sportschule kurzfristig vom Abend auf den Vormittag, damit die Spieler nicht zu lange abschalten konnten. «Nach so einem packenden Halbfinale wie gegen Brasilien muss man erst einmal den Spielern ein Ventil geben und Dampf ablassen. Aber es ist wichtig, dass wir das Turnier mit einer guten Note zu Ende bringen», sagte Klinsmann.


Einfach wird das nicht, denn nach vier Spielen innerhalb von elf Tagen ist der körperliche Verschleiß unübersehbar: Beim Training fehlten in Gerald Asamoah, Lukas Podolski, Per Mertesacker und Arne Friedrich gleich vier Akteure wegen Blessuren. Zumindest Friedrich oder Mertesacker muss die medizinische Abteilung fit bekommen, denn sonst steht in Robert Huth nur noch ein Innenverteidiger parat. «Nach dreieinhalb intensiven Wochen sind Probleme da. Bei der Aufstellung lassen wir uns alle Optionen offen», bemerkte Klinsmann deshalb.


Sicher ist aber, dass Kahn ins Tor zurückkehrt. Das 80. Länderspiel löst beim Jubilar allerdings keine große Vorfreude aus. Noch problematischer ist für ihn die vom Bundestrainer angekündigte Fortsetzung der Torhüter-Rotation und die späte Entscheidung über die Nummer 1 bei der WM erst im Mai 2006. Kahn würde im Duell mit Jens Lehmann einen früheren Zeitpunkt als sinnvoller erachten. «Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es gut ist, wenn der Torwart zu einem gewissen Zeitpunkt weiß, dass er spielt, damit er einen bestimmten Rhythmus aufbauen kann», erklärte der Ex-Kapitän, der sich aber der Vorgabe fügen will: «Jürgen Klinsmann und der Trainerstab sehen das nicht so, das muss ich akzeptieren. Das ist keine Kritik. Ich nehme diese Herausforderung gerne an.»

In guter Erinnerung wird Kahn seinen ersten und letzten Confed-Cup bestimmt nicht behalten. Für den letzten Arbeitstag in der Saison 2004/05 kann der Senior des deutschen Teams eigentlich nur hoffen, dass er sich gegen Mexiko nicht wieder so ärgern muss wie über die drei australischen Treffer an seinem 36. Geburtstag. «Wir haben zu viele Gegentore bekommen. An diesem Punkt müssen wir arbeiten.»
die spannung steigt. ich hoffe auf einen absoluten fussball-leckerbissen:)



SPORT/CONFED: Ronaldinho will krönenden Kick nach einem `wunderbaren` Jahr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mit dem Gewinn des Confederations Cups will Ronaldinho
seine traumhafte Saison krönen und sich beim ungeliebten Erzrivalen aus
Argentinien für die Blamage in der WM-Qualifikation revanchieren. "Ich möchte
dieses Fußballjahr perfekt zu Ende bringen. Mit Barcelona Meister, zum
Weltfußballer gewählt und jetzt auch noch Kapitän der Seleção. Das ist einfach
wunderbar", sagte der Superstar von Weltmeister Brasilien vor dem Endspiel der
Mini-WM am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Premiere) in Frankfurt/Main, zu dem sich
als Ehrengast auch Pele angesagt hat.

Drei Jahre nach dem WM-Triumph in Japan steht der 25-Jährige Ronaldinho kurz
vor einem neuen Höhepunkt seiner Karriere. "Ich erlebe gerade eine tolle Zeit
und fühle mich als die glücklichste Person der Welt." Beim öffentlichen Training
der Brasilianer in Frankfurt rissen die weiblichen Fans beinahe die
Absperrgitter nieder. Ronaldinho lächelte ein bisschen verlegen und winkte den
kreischenden Teenies immer wieder zu.

Nachdem Kapitän Cafú und sein Stellvertreter Roberto Carlos bei der Mini-WM
fehlen und auch Ronaldo die Sommerfrische vorzog, preschte Ronaldinho in der
internen Hierarchie ganz nach vorne. Im Endspiel gegen Argentinien soll er zum
dritten Mal die Kapitänsbinde tragen. "Die anderen Spieler bewundern ihn. Er
geht mit gutem Beispiel voran, zeigt auch außerhalb des Platzes ein
vorbildliches Verhalten und ist einer der besten und bekanntesten Spieler der
Welt", begründete Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira seine Wahl.

Roque Junior von Bayer Leverkusen hatte die Binde nach zwei Spielen beim
Confed-Cup wieder abgeben müssen. Ex-Kapitän Emerson, der hinter den genialen
Ronaldinho und Kaká den Aufräumer spielen muss, war erst gar nicht gefragt
worden - was dem Routinier von Juventus sauer aufstieß: "Ich weiß nicht, warum
ich zur Zeit nicht die Kapitänsbinde trage."

Doch im Mittelpunkt der Deutschland-Tour stehen wie immer bei den
Brasilianern die Offensivkünstler. Während Kaká (AC Mailand) noch auf seinen
ganz großen Auftritt wartet, hat sich der von Real Madrid umworbene neue
"Wunderstürmer" Robinho vorgenommen: "Ich möchte meinen ersten Titel mit der
Seleção holen." Drei Wochen nach der 1:3-Niederlage gegen die Argentinier in der
WM-Qualifikation in Buenos Aires geht es für Brasiliens Stürmerstar Adriano, der
die deutsche Mannschaft im Halbfinale praktisch im Alleingang besiegt hatte,
auch um die Krone des Torjägers: Noch liegt das Kraftpaket von Inter Mailand mit
drei Treffern hinter Luciano Figueroa und dem bereits abgereisten Australier
John Aloisi (jeweils 4). Juan Riquelme, das Mittelfeld-As der "Gauchos", liegt
allerdings gleichauf mit Adriano.

Mit dem Angreifer haben die Argentinier noch eine Rechnung offen: Im
Endspiel der Copá America im vergangenen Jahr erzielte Adriano in der letzten
Sekunde der regulären Spielzeit den Ausgleich zum 2:2, ehe sich Brasilien im
Elfmeterschießen durchsetzte. "Diese zwei Länder sind schon seit vielen Jahren
Rivalen", sagte Ronaldinho. "Es gibt keine größere Motivation als ein Endspiel
zu bestreiten. Wenn es gegen Argentinien geht, erhöht das die Spannung umso
mehr."/ul/DP/rw

---Von Ulrike John, dpa---
Hier noch ein interessantes Interview mit Oliver Bierhoff :) - von spiegel online

"Nur die halbe Revolution"

Vom Weltklasse-Stürmer zum Manager der Nationalelf: Oliver Bierhoff gilt als der starke Mann an der Seite von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Im Interview spricht der 37-Jährige über Reformen, mündige Spieler und die Idee, Michael Schumacher zum DFB zu holen.

Frage: Herr Bierhoff, der Konföderationen-Cup war auch für Sie und die DFB-Organisation die WM-Generalprobe. Wie fällt ihr Fazit vor dem Spiel um Platz drei aus?

Bierhoff: Wir haben den Testlauf bestanden. Es hat alles gut geklappt. Wir haben ein besseres Gefühl für so ein Turnier entwickelt. Für die WM überlegen wir, ob wir nicht direkt nach den Spielen in der Nacht noch nach Berlin zurückfliegen. Diese Variante ist sehr wahrscheinlich.

Frage: Es gab Kritik, dass die Mannschaft in der Vorrunde kein öffentliches Training veranstaltet hat.

Bierhoff: Das haben wir registriert und werden die Erkenntnisse in Zukunft verwerten. Bei der WM werden wir ein öffentliches Training wohl gleich am Anfang veranstalten und dann viel größer aufziehen. Das kann dann eigentlich ein Familientag werden.

Frage: Gibt es in Richtung WM weitere Planspiele?

Bierhoff: Ich habe noch einige Sachen im Kopf. Zum Beispiel, dass wir für die Spieler den ein oder anderen Vortrag organisieren. Es gibt etwa Überlegungen, einen Michael Schumacher oder einen Dirk Nowitzki einzuladen. Die könnten erzählen, wie es in ihrem Sport zugeht, sie könnten Erfahrungen weitergeben. Oder man lässt Wirtschaftsbosse vorsprechen.

Frage: Die Trainer haben sich darüber geärgert, dass in der Beurteilung der Nationalmannschaft eine große Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung besteht. Wie sehen Sie die Problematik?

Bierhoff: Die Deutschen sind bekannt dafür, nicht reformfreudig zu sein. Man wollte hier auch die französische Revolution haben und hat sie nur halb nachgemacht. Es wurden in der Vergangenheit im deutschen Fußball immer wieder Veränderungen gefordert. Jetzt haben wir die Dinge geändert, jetzt wird aber von einigen Seiten Polemik aufgebaut, alles gleich ins Negative gezogen. Das ärgert uns.

Frage: Wie gehen die Spieler damit um?

Bierhoff: Ich habe die Spieler aufgefordert, eine gewisse Offenheit und ein gewisses Vertrauen gegenüber Sponsoren und Medien zu zeigen. Im Fußball geht es noch sehr verspannt zu. Ich möchte mündige Spieler, die Persönlichkeiten sind und auch mal anecken. Ich habe bei vielen noch den Eindruck, dass sie Angst davor haben, etwas Falsches zu sagen.

Frage: Wollen Sie ihren Weg gegebenenfalls überdenken?

Bierhoff: Nein. Wir sind überzeugt von unserem Weg. Der ist gut, und davon lassen wir uns auch nicht abbringen. Wir sehen, dass eine Entwicklung stattfindet. Letztendlich wissen wir aber, dass es bei der WM auf das Ergebnis ankommt.

Frage: Wie sehen Sie das Bild der Nationalmannschaft

Bierhoff: Die Mannschaft hat auf und außerhalb des Platzes eine Identität bekommen. Spieler wie Schweinsteiger oder Podolski vermitteln einen gewissen Spaß am Fußball. Es sind absolut positive Typen, die klasse mit ihrer Rolle umgehen. Sie verkörpern auch das Bild dieser Nationalmannschaft. Und dieses Bild ist nach außen hin sehr gut. Dafür sorgt auch ein Michael Ballack als Kapitän.

Frage: Die jungen Spieler bei der Nationalmannschaft wirken schon erstaunlich gefestigt und nicht abgehoben. Täuscht dieser Eindruck?

Bierhoff: Das gängige Klischee über die jungen Spieler passt bei uns überhaupt nicht. Die wissen genau, was sie wollen. Die Spieler haben zum Teil eine gewisse Bauernschläue, sie haben verstanden, wie das Spiel funktioniert.

Frage: Ihr Vertrag läuft bis zur WM 2006. Machen Sie ihre Zukunft nach der WM von der Person Jürgen Klinsmann abhängig?

Bierhoff: Der Job des Managers hängt nicht mit Jürgen Klinsmann zusammen. Man hat schnell gesehen, dass der Posten Sinn macht und in Zukunft besetzt sein sollte. Generell muss aber die Chemie zwischen Trainer und Manager stimmen. Wenn es nicht so ist, wird es sehr schwer.

Frage: Das heißt, dass Sie ohne Jürgen Klinsmann nicht mehr Manager sein werden?

Bierhoff: Das heißt es nicht. Aber wie gesagt, es muss die Nähe und das absolute Vertrauen zum Trainer da sein. Grundsätzlich ist bei dieser Diskussion ganz wichtig: Alle Dinge, die wir initiiert haben, sind auf 2006 ausgerichtet. Der DFB hat nur Kosten bis zur WM 2006, ob es Manager, Trainer, Chefscout oder die Fitnesstrainer betrifft. Wenn der DFB sagt, die sind alle schlecht, die wollen wir nach der WM nicht mehr, dann kommt keine Abfindung auf den DFB zu.

Frage: Haben Sie das Gefühl, dass der DFB ihre Philosophie mitträgt?

Bierhoff: Ich habe schon das Gefühl. Es gab viele Veränderungen, es bedurfte einiger Überzeugungskraft. Aber alles, was wir vorgelegt haben, war auch sinnvoll. Das hat der DFB bestätigt. Viele Dinge, die am Anfang heiß diskutiert wurden, sind jetzt eine Selbstverständlichkeit.

Frage: Sehen Sie weiteren Reformbedarf?

Bierhoff: Man muss nur den Chefscout nehmen: Dessen Wissen über den internationalen Fußball muss der DFB irgendwie nutzen, in die Trainer- und Jugendausbildung einfließen lassen. Es muss eine größere Verknüpfung der einzelnen Bereiche geben. Bei der A-Nationalmannschaft haben wir Topleute, und dieses Topwissen müssen wir nach unten weitergeben. Da muss ein Gesamtkonzept für die Zeit nach der WM entwickelt werden.

Aufgezeichnet von Thomas Nicklaus und Thomas Häberlein, sid
hier noch ein ergänzender artikel zu #80:


SPORT/CONFED: Klinsmann warnt vor Schlendrian - `Turnier noch nicht vorbei`

Leipzig (dpa-AFX) - Erst ein Sieg, dann der Urlaub: Jürgen Klinsmann will
seinen Spielern auch an ihrem letzten Arbeitstag noch einmal eine
Top-Einstellung und Höchstleistung abverlangen. "Das Turnier ist für uns noch
nicht vorbei. Wenn das Spiel gegen Mexiko hoffentlich erfolgreich durchgezogen
ist, dann lassen wir sie in Frieden", verkündete der Bundestrainer vor dem
abschließenden Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim
Confederations Cup am Mittwoch (17.45 Uhr/ARD und Premiere) in Leipzig. Auch die
Akteure wollen das kleine Finale nicht leichtfertig abschenken, sondern einen
positiven Schlusspunkt unter die Mini-WM setzen. "Wir wollen nicht als Vierter
abtreten. Mit einer Niederlage in den Urlaub zu gehen, ist nicht positiv", sagte
Jungstar Bastian Schweinsteiger.

Klinsmann schöpfte am Dienstag alle Möglichkeiten aus, um den
Spannungsabfall nach dem knapp verpassten Finaleinzug gegen Brasilien so gering
wie möglich zu halten. Die Aufstellung blieb streng geheim, und selbst die
leicht angeschlagenen Akteure Lukas Podolski, Gerald Asamoah, Per Mertesacker
und Arne Friedrich bekamen keine Schonung garantiert. "Keiner der Vier hat
Probleme im Hinblick auf einen Einsatz. Wir haben den gesamten Kader zur
Verfügung. Das ist auch ein Lob für unsere Fitness-Leute", sagte Klinsmann. Er
nahm sogar ganz clever die 42 000 Zuschauer im ausverkauften Zentralstadion mit
in die Pflicht: "Wir freuen uns auf eine tolle Atmosphäre. Und wir sind
neugierig, ob das Leipziger Publikum das Nürnberger toppen kann."

Nach den großen Herausforderungen gegen Argentinien (2:2) und Brasilien
(2:3) sieht Klinsmann im letzten Wettbewerbs-Spiel der DFB-Auswahl bis zum
WM-Start am 9. Juni 2006 in den Mexikaner einen weiteren echten Prüfstein. Dabei
soll auch keine Rolle spielen, dass sein Trainer-Kollege Ricardo La Volpe mit
dem letzten Aufgebot antreten muss. "Wir spielen gegen die Nummer 6 der Welt und
Mexiko ist hier das Überraschungsteam. Sie haben Brasilien geschlagen und hatten
Argentinien im Halbfinale am Rande der Niederlage. Das ist eine hohe Messlatte",
betonte der 40-Jährige.

Auf die individuelle Klasse der südamerikanischen Top-Teams folge als guter
Lerneffekt nun die kollektive Stärke der Mittelamerikaner, so Klinsmann: "Das
ist ein ganz anderer Stil als der von Brasilien und Argentinien und für uns eine
Möglichkeit, weiter dazu zu lernen. Die Mexikaner greifen gemeinsam an und
verteidigen gemeinsam."

Leicht getan hat sich die deutsche Mannschaft gegen Mexiko in der
Vergangenheit nicht. Allerdings hat Klinsmann an die letzte der bislang neun
Partien (3 Siege, 5 Unentschieden, 1 Niederlage) gute Erinnerungen. Im
Achtelfinale der WM 1998 siegte die DFB-Auswahl in Montpellier nach einem
0:1-Rückstand noch mit 2:1. Der heutige Bundestrainer erzielte damals sein 74.
und letztes Länderspieltor, Treffer Nummer zwei markierte der heutige
Team-Manager Oliver Bierhoff.

Wer im 16. und letzten Spiel der ersten Klinsmann-Saison die Tore schießen,
vorbereiten und verhindern soll, ließ der Bundestrainer am Dienstag komplett
offen. "Wir warten mit der Aufstellung bis zum Spieltag ab." Eine
Verlegenheitself will er aber nicht aufbieten, auch Gnadenminuten für die
bislang noch nicht eingesetzten Patrick Owomoyela und Thomas Brdaric garantierte
er nicht: "Es ist nicht so angenehm, in der zweiten Reihe zu sitzen. Sie haben
zu schlucken, aber vielleicht kommen sie in den nächsten Länderspielen mehr zum
Zuge. Das bestimmen sie auch mit der Leistung im Verein. Wir leben im Fußball in
einer Momentaufnahme."

Vor allem einige Youngster haben beim Confed-Cup Pluspunkte gemacht und
könnten weitere gegen Mexiko verbuchen: Der 20-jährige Schweinsteiger dürfte
nach seiner Gelb-Sperre wieder auf die linke Mittelfeldseite zurückkehren. Auch
die beiden gleichaltrigen Podolski und Mertesacker könnten weitere wichtige
internationale Erfahrung sammeln, die sie beim 1. FC Köln bzw. Hannover 96 in
der WM-Saison nicht erhalten. Über Gewinner und Verlierer der Mini-WM mochte
sich Klinsmann allerdings noch nicht konkret äußern: "Wir ziehen noch kein
Resümee, weil wir noch ein wichtiges Spiel vor uns haben."/kb/DP/rw

---Von Klaus Bergmann und Jens Mende, dpa---
Na so langsam wird das Spiel wirklich interessant.
Die Mannschaft hat sich in der Sportschule abgeschottet, dass
man kaum durch den Abtnaundorfer Park kommt...
Ich werde morgen mal rüber zum Stadion fahren und mir die
Partie ansehen. Hoffentlich wird der Herr Kahn nicht wieder
zum Matchloser. :laugh:
Stand: Spiel beendet

DEUTSCHLAND - MEXIKO 4:3 n.V. (2:1, 4:3)

SPIELER, TORE, ZAHLEN

1:0 Podolski (37.)
1:1 Fonseca (40.)
2:1 Schweinsteiger (41.)
2:2 Borgetti (58.)
3:2 Huth (79.)
3:3 Borgetti (85.)
4:3 Ballack (97.)
Deutschland: Kahn - Hinkel, Mertesacker, Huth - B. Schneider, Deisler (67. Asamoah), Frings, Ballack, Schweinsteiger (83. F. Ernst) - Hanke, Podolski (74. Kuranyi)
Mexiko: O. Sanchez - Salcido, Osorio, Pineda, Mendez (58. Medina) - Morales (81. Marquez Lugo), Pardo, Perez, Sinha Naelson - Borgetti, Fonseca (46. Rodriguez)
Schiedsrichter: Breeze (Australien)
Zuschauer: 42000
Rote Karte: Hanke (54.)
Gelbe Karten: Perez (21.), Frings (68.), Asamoah (88.), Medina (92.), Osorio (96.)

-----

LIVEKOMMENTAR


+++ 97. Minute +++
Tor! Ballack trifft zum 4:3

+++ 96. Minute +++
Gelbe Karte für Osorio

+++ 92. Minute +++
Gelbe Karte für Medina

+++ 88. Minute +++
Gelbe Karte für Asamoah
Das Spiel ist nun hart umkämpft, Mexiko drängt auf den Siegtreffer. Die dezimierte deutsche Mannschaft hält aber dagegen und wehrt sich nach Kräften.

+++ 85. Minute +++
Tor! Borgetti trifft zum 3:3
Deutschland zeigt sich weiter anfällig nach Standardsituationen und kassiert wieder den Ausgleich. Freistoßflanke von Pardo, Borgetti springt mit Anlauf in den Ball und köpft ihn unhaltbar für Kahn halbhoch in das rechte Toreck.

+++ 83. Minute +++
Einwechselung: F. Ernst kommt für Schweinsteiger

+++ 81. Minute +++
Einwechselung: Marquez Lugo kommt für Morales

+++ 79. Minute +++
Tor! Huth trifft zum 3:2
Die erneute Führung! Die Ecke von Schweinsteiger verlängert Ballack, Kuranyi stoppt das Leder, und Huth wuchtet den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen des mexikanischen Gehäuses.

+++ 77. Minute +++
Hinten steht das deutsche Team sicher und wagt auch etwas in der Offensive. Ballack treibt das Leder auf links nach vorne. Sein Flankeball senkt sich gefährlich Richtung hinteres Tordreieck, geht aber dann knapp drüber.

+++ 74. Minute +++
Einwechselung: Kuranyi kommt für Podolski

+++ 68. Minute +++
Gelbe Karte für Frings

+++ 67. Minute +++
Einwechselung: Asamoah kommt für Deisler

+++ 64. Minute +++
Die deutsche Mannschaft hat sich um den eigenen Strafraum versammelt, versucht die Räume auch in Unterzahl dicht zu machen und lauert auf Konter. Mexiko sucht die Lücke im deutschen Deckungsverbund.

+++ 62. Minute +++
Schneider probiert es aus der Distanz, Sanchez kann den Aufsetzter gerade noch zur Ecke klären. Den Eckball von Schweinsteiger köpft Huth knapp links vorbei.

+++ 58. Minute +++
Einwechselung: Medina kommt für Mendez
Tor! Borgetti trifft zum 2:2
Die nächste kalte Dusche nach der Roten Karte gegen Hanke: Perez kommt aus dem rechten Halbfeld relativ unbedrängt zum Flanken, Mertesacker ist nicht nahe genug an Borgetti dran, der per Kopf Kahn keine Chance lässt.

+++ 54. Minute +++
Rote Karte für Hanke (grobes Foulspiel)
Hanke kommt einen Schritt zu spät an der rechten Außenlinie und steigt hart gegen Salcido ein. Schiedsrichter Breeze zückt für diese Aktion zur Überraschung von Hanke die Rote Karte.

+++ 52. Minute +++
Wieder eine schnelle und direkte Kombination über Ballack, Deisler und Hanke. Deisler erhält am rechten Strafraumeck den Ball, sein Flankenversuch wird abgeblockt - Ecke. Die bringt aber nichts ein.

+++ 46. Minute +++
Einwechselung: Rodriguez kommt für Fonseca

+++ 44. Minute +++
Wieder eine gute Chance für die Deutschen. Schneider lässt Osorio stehen und hält aus 20 Metern drauf. Der Ball fliegt ans Außennetz.

+++ 41. Minute +++
Tor! Schweinsteiger trifft zum 2:1
Eine tolle Kombination bringt das 2:1 für Deutschland. Hinkel passt auf Podolski, erhält den Ball sofort wieder. Den Querpass des Stuttgarters schiebt der freistehende Schweinsteiger aus kurzer Distanz zur erneuten Führung ins Netz.

+++ 40. Minute +++
Tor! Fonseca trifft zum 1:1
Die prompte Antwort der Mexikaner! Frings verliert den Ball vor dem eigenen Tor an Sinha, der bedient Fonseca. Der Stürmer der Mexikaner zieht ab und trifft links unten.

+++ 37. Minute +++
Tor! Podolski trifft zum 1:0
Deisler hat Platz und treibt den Ball über das Feld. Seinen Pass leitet Schweinsteiger mit dem Absatz weiter auf Podolski. Der Youngster zögert nicht lange und hämmert das Leder fast aus dem Stand in den rechten Torwinkel - 1:0!

+++ 33. Minute +++
Mexiko hat die DFB-Auswahl gut im Griff, dennoch wird die deutsche Elf gefährlich. Deisler erhält rechts den Ball und zieht ab, das Leder fliegt aber knapp über das Tor.

+++ 22. Minute +++
Die DFB-Auswahl agiert nun etwas zielstrebiger. Hanke versucht es mit einem Distanzschuss, das Leder senkt sich und streift noch die Querlatte.

+++ 21. Minute +++
Gelbe Karte für Perez

+++ 20. Minute +++
Schweinsteiger spitzelt im Mittelfeld den Ball in den Lauf von Podolski, der einen Schritt schneller ist als Mendez. Der deutsche Stürmer schießt vom linken Strafraumeck, der Ball geht rechts am Tor vorbei.

+++ 17. Minute +++
Nach einer Ecke bringt die deutsche Elf den Ball zunächst nicht aus der Gefahrenzone, doch Huth kann im letzten Moment gegen Borgetti klären.

+++ 8. Minute +++
Die DFB-Auswahl spielt engagiert, kann sich aber in der Offensive noch nicht wie gewünscht in Szene setzen.

+++ 2. Minute +++
Die deutsche Hintermannschaft wirkt unsortiert und hat Glück, dass Fonseca ein Zuspiel von Perez alleine vor Kahn nicht verwerten kann. Der Mexikaner schießt aus kurzer Distanz rechts vorbei.




mein vorläufiges fazit:

deutschland spielte gegen die beste mannschaft der welt, nach 2 maliger führung 2:2

deutschland hatte die brasilianer am rand einer niederlage

deutschland schlägt mexico verdient (im übrigen, die leistung des schiedsrichters war einwandfrei, auch die rote karte kann man durchaus geben, der junge schalker mike hanke hat da unnötig und ungestüm seine mannschaft in eine schlimme unterzahlsituation gebracht!) in unterzahl mit 4:3
huth ist ein hoffnungsvoller abwehrspieler, und von wegen, uns gehen frühzeitig die kräfte aus!


im ergebnis: 1-1-1 gegen 3 der top ten der welt!


weiter so!
Na, mal abwarten, was der "Experte Nr. 1 " -Claptoni - wieder für ein Scheissspiel gesehen hat.:laugh::laugh::laugh:
Nettes Spiel mit hohem Unterhaltungswert und 2 gleichwertigen Mannschaften.
Diesmal hatten wir halt nochmal unser altbekanntes Glück was uns vorher wohl ausgegangen war.

Viele sehen halt auch in dem heutigen Spiel nur was schlechtes, solls ja geben. Die Gläser sind halt ewig halb leer. Und was waren das damals doch für Zeiten, alles war schöner, besser, geiler! ;)


Wir haben, finde ich gut gespielt. Zur Euphorie besteht kein Anlass, aber erst recht nicht zur Schwarzmalerei.
Unsere junge Mannschaft ist auf einem guten Weg. Fehler gehören dazu, sie sind sogar notwendig. Der Platzverweis von Hanke war evtl. sogar gut für die Moral.

Die Mannschaft erinnert mich an die junge Französische Mitte der 90er. Die hatten ja auch eine längere Durststrecke hinter sich. Sie haben eine junge Elf geformt die sich einspielen konnte mit dem Ziel WM-Titel 1998 im eigenen Land. Sie habens vorgemacht.
Ob wir´s schaffen, wer weiss das schon. Chancenlos sind wir nicht.


Mal sehen ob BRA-ARG das Spiel eben noch toppen kann! Ich bin gespannt! :)
[posting]17.005.174 von DermitdemWolfheult am 27.06.05 01:23:53[/posting]wolfsheuler schrieb(#72):"mein tip:
2:0 für die selecao (is gewagt, ich weiss)"






2:0 stehts jetzt

abpfeiffen....!!!

aber nene, das is noch nich gelaufen... ;-)
als Spanier muss ich sagen: Echt gutes Spiel... denke schon, minimum 1/2 Finale ist drin , eher noch mehr :)
hier eine pressestimme. der text hätte sinngemäss von mir stammen können :rolleyes:

Pressestimme: `Westfälische Nachrichten` zu Fußball/Confederations Cup

MÜNSTER (dpa-AFX) - Die "Westfälische Nachrichten" zu Fußball/Confederations
Cup:

"Vor knapp einem Jahr trat Jürgen Klinsmann sein Amt als Bundestrainer an
und verkündete voller Selbstbewusstsein, die Fußball-WM 2006 in Deutschland
gewinnen zu wollen. Damals wurde der Sonnyboy mit Wohnsitz Kalifornien für
dieses Wunschdenken müde belächelt, von manchem gar als Spinner abgetan. ...
Klinsmann ließ seinen kessen Worten überraschende Taten folgen. ... Die
Mannschaft belohnte ihn mit guten Ergebnissen, die Fans gingen wieder gerne ins
Stadion. Den Confederations Cup wollte er zur Generalprobe nutzen und
gleichzeitig gewinnen. Der Test ist gelungen, auch wenn der sportliche Erfolg da
nicht ganz mithalten konnte. Mit den Großen ist man auf Augenhöhe, und noch
bleibt ein Jahr zum Üben."/DP/she
Hallo :)

So, der Confed-Cup 2005 ist Geschichte :) - Zeit ein Fazit zu ziehen.

Was die Veranstaltung selbst angeht, kann man ein positives Fazit ziehen. Organisatorisch gab es nur kleinere Pannen (z.B. Stromausfall auf der Reportertribüne im Australien-Spiel, langsamer Zugang zum Stadion durch starke Sicherheitsmaßnahmen).

Die Preise waren o.k. (Eintrittskarten ab 15 Euro aufwärts), die Stadionauslastung lag trotz der noch relativ wenigen ausländischen Gäste bei über 80%.

Sportlich war es aus meiner Sicht ebenfalls ein gutes Turnier :) - Alle Mannschaften spielten engagiert, auch die Griechen, die aber ausgebrannt wirkten und wahrscheinlich nicht mehr leisten konnten.

Die Qualität der Spiele empfand ich bis auf wenige Ausnahmen als gut bis sehr gut. Mit Argentinien und Brasilien standen die beiden besten Mannschaften verdient im Finale und zeigten im Endspiel noch einmal, dass die absolute Weltspitze noch einmal ein Klasse für sich ist.

Die deutsche Mannschaft zeigte Licht und Schatten, am Ende überwog für mich das Licht aber ganz klar!

Mit dem gestrigen Sieg gegen Mexiko konnte die Mannschaft einen gelungenen Abschluß schaffen und zeigen, dass sie auf einem guten Weg ist. Was ein wenig untergegangen ist: mit 15 Toren im Turnier lag die deutsche Mannschaft deutlich vor Brasilien (12) und Argentinien (10, ohne Elfmeterschießen gegen Mexiko). Eine klasse Offensivleistung also. :)

Die Probleme lagen klar in der Defensive, auch gestern wieder gegen Mexiko resultierten 2 der 3 Gegentore aus klaren individuellen Fehlern: Frings´s Ballverlust im Mittelfeld und Mertersacker´s Stellungsfehler gegen Borgetti. Hier ist der größte Arbeitsbedarf für Klinsmann in den nächsten 12 Monaten.

Asamoah kann man m.E. keinen Fehler beim 2. Borgetti-Tor ankreiden, da hier eigentlich ein Innenverteidiger hätte stehen müssen.

Übrigens sah ich im Gegensatz zu den meisten anderen die Rote Karte für Hanke als Fehlentscheidung an. Er hat zwar ungestühm den Mexikaner mit der Hüfte umgestoßen, als der Ball schon weg war, aber das Foul war überhaupt nicht verletzungsträchtig: es gab keinen Tritt und schon überhaupt keine Tätlichkeit, er kam von vorne und der Mexikaner wurde nicht verletzt. Wenn ich das mit dem brutalen Foul des Argentiniers Coloccini gegen den Mexikaner im Halbfinale vergleiche (gelbe Karte), dann war die Rote Karte wegen eines solchen Hüft-Rämplers einfach eine Fehlentscheidung :mad:

Unterm Strich bin ich mit dem Auftreten de deutschen Mannschaft am gestrigen Tag wirklich sehr zufrieden. :) Nun gilt es an den Schwächen zu arbeiten um das Gesamtniveau der Mannschaft noch weiter der Weltspitze anzunähern.
......und nicht zu vergessern, das franz beim einzigen der noch über ihm steht, extra zwei wochen lang kaiser-wetter geordert hatte...........:D
Hey leude :D

Fand die Mini-WM auch ganz gut. Die junge Mannschaft macht echt Spaß und das schönste ist, daß man endlich wieder Hoffnung hat. Der deutsche Fußball lebt. Schweini, Poldi....ist doch geil, wer hätte die noch vor wenigen Wochen zur ersten Wahl gezählt?

Völlig unterschätzt wird imho Bernd Schneider. Der hat so ein geiles Tunier gespielt und keiner merkt es :confused:

Stattdessen wird immer nur Ballack über den grünen Klee gelobt, der tolle "Regisseur". Mal ehrlich....gegen Mexiko ist er das erste Mal aufgefallen, als er das Tor schoß!!!!!! Natürlich macht er seine Tore, aber keines der Spiele im Confed-Cup hat Ballack gelenkt. Sorry!

gruß genomo :cool:
P.S.:

@Freudenspender (geiler Name :laugh: ) Der Schiri hatte keine andere Wahl bei Hahnke. In der Ecken-Szene vorher hat er ihm ganz klar zu verstehen gegen, dass der runterfliegt, wenn er nicht aufhört sich mit dem Mexikaner zu kabbeln. Um glaubwürdig zu bleiben, mußte er ROT zeigen.

Das Foul ansich war nicht ROT würdig. Der Schiri hat sich leider selbst in Zugzwang gebracht. Ansonsten war er aber richtig gut, fand ich.

gruß genomo
91 sehe ich ganz ähnlich, mit der Roten Karte allerdings nicht.


Zunächst war ich auch völlig überrascht über die "Überreaktion" des Schiri. Durch die späteren TV-Bilder zum vorangegangenen Zweikampf war aber ganz klar, dass es sich um ein Revanche-Foul handelte, das rechtfertigt schon eine rote Karte.
Schön dumm von Hanke, zum Glück ist es gut gegangen.

Ich bin mit dem Wettbewerb sehr zufrieden, er hat sicher auch davon gelebt, dass er nicht so hoch zählt und die Mannschaften relativ befreit aufgespielt haben.
Alle 3 Kölner Spiele boten technisch guten Fußball mit guter (Arg-TUN) bzw. extrem guter (GER; BRA) Stimmung. So kann die WM gern auch laufen.

Die Kontrollen haben mir nicht so gefallen, in Köln wurden Kindern Capri-Sonne-Päckchen abgenommen, damit mehr Cola verkauft wird, aber Fanta und Sprite waren dann auch noch schnell ausverkauft. Außerdem stand auf den Karten, dass "Glasflaschen" verboten sind, dann soll man halt schreiben, dass gar keine Getränke mitgebracht werden dürfen, weil der Sponsor Cola auch leben will... Das ist allerdings ein Mini-Problem, das den hervorragenen Gesamteindruck nicht trüben soll.....
Hallo :)

wie ich sehe, kann man die Rote Karte gegen Hanke sehr verschieden interpretieren. Dazu sind solche threads ja da ;)

Nachfolgend eine Zusammenfassung von kicker online, die deutsche Mannschaft analysiert nach verschiedenen Themenfeldern:

Individuelle Klasse:
Hier herrschen die größten Defizite gegenüber Giganten wie Brasilien oder Argentinien. Deren Teams erfreuen sich mehrerer Asse, die eine Partie im Solo in die gewünschte Richtung drehen können. Als einziger deutscher Feldspieler reicht Ballack an diese Sonderklasse heran. Allein kann er es auf allerhöchstem Niveau jedoch nicht richten.

Technik:
Innerhalb des Teams wird ein deutliches Gefälle sichtbar. Mit seiner Ballbeherrschung und Schusstechnik bewegt sich Ballack auf oberstem Level. Schneider steht technisch nicht nach, Schweinsteiger oder Podolski befähigt ebenfalls feines Gefühl. Doch es gibt Gegenbeispiele: Sei es der eckige Huth oder selbst ein gesetzter Stürmer wie Kuranyi, der zuweilen eklatante Mängel in Ballannahme und Schusstechnik nicht verbergen kann. Etliche Spieler aus der zweiten Reihe (Brdaric, Owomoyela, Engelhardt) müssen technisch gewaltig nachbessern.

System:
Das fundamentale 4-4-2 kann klassisch und als Raute interpretiert werden, mit einem defensiven wie offensiven Ballack, mit Frings allein in der Defensivzentrale oder mit dem Assistenten Ernst. Auch die Variation zum 3-5-2 ist schnell möglich, siehe das Spiel gegen Brasilien, als Linksverteidiger Schneider vor der Pause ins Mittelfeld vorrückte. Podolski kommt als Stürmer gerne aus der Tiefe.

Taktik:
Das Offensivspiel wurde effektiv ausgeübt, mit Wucht und teils mit feinen Kombinationen. Das schnelle Umschalten bei Ballverlust ist zu steigern, genauso die taktische Flexibilität: Bei von Anfang an permanent höchstem Tempo und Non-stop-Pressing bleibt in einer engen Schlussphase, wie gegen Brasilien, nichts mehr zuzusetzen. Also sind häufigere Rhythmuswechsel unabdingbar.

Standards:
Podolski (gegen Brasilien) und Huth (gegen Mexiko) trafen nach Eckbällen, Ballack gegen Mexiko per Freistoß. Keine schlechte Quote, vor allem die Hereingaben (Schweinsteiger, Deisler, Schneider) dürfen aber noch genauer, Ballacks Kopfballstärke noch besser genutzt werden.

Kondition:
Die harte Vorbereitungsarbeit zahlte sich aus. So wurde Tunesien mürbe gemacht, gegen Brasilien schwand nach dem 2:3 die Kraft in Kopf und Körper. Auf Grund der avisierten Mehrarbeit in diesem Bereich könnte die Physis 2006 zum großen Plus werden.

Teamgeist:
Da passt alles: kein Lagerkoller, keine offenkundigen Eifersüchteleien. Der gemeinsame Wille zur gemeinsamen Großtat treibt Ballack und Kollegen an.
[posting]17.076.811 von Genomo am 30.06.05 16:40:17[/posting]du hast es gut formuliert. ich muss meine vorherige aussage in den kontext mit der vorangegangenen szene einbinden. hanke hat sich mehr als dumm verhalten, und der schiedsrichter hat so gesehen zurecht rot gezogen. das foul an sich war höchstens gelbwürdig.

auch breche ich an dieser stelle eine lanze für bernd schneider. ein ganz wichtiges element in der bambini truppe. er fällt nicht durch worte in der presse, sondern durch taten auf dem spielfeld auf. ich muss allerdings inzwischen eingestehen, dass der von mir so oft kritisierte ballack "unverzichtbar" ist. er ist in den big-point spielen nicht immer zu sehen, aber ich habe beobachtet, dass allein seine anwesenheit auf dem platz der mannschaft unheimlich viel bringt. und er wird wohl die schlüsselrolle bei der wm für uns spielen. er hat einfach diesen unbedingten siegeswillen, den unsere junge mannschaft so dringend braucht.
zum Thema Schneider: Schneiders Plus ist seine gute Spielübersicht, seine Erfahrung, seine gute Technik und seine Fähigkeit auch noch aus schwierigen Situationen das Optimale herauszuholen. :)

Probleme hat er in der körperlichen Durchsetzungsfähigkeit und in den letzten Jahren immer mehr in den offensiven Zeikämpfen, weil er vielleicht aufgrund körperlicher Verschleißerscheinungen nicht mehr die Dynamik hat mit Tempo und Kraft einen Verteidiger einfach mal stehen zu lassen. Vielleicht ist das auch der Grund warum ihn Klinsmann nun tendenziell defensiver eingesetzt hat.

Ballack ist unverzichtbar, ganz klar, wobei er meiner Meinung nach auch oft zu sehr hochgejubelt wird.

Noch mal zu der Roten Karte von Hanke. Falls ihr Recht habt und die Rote Karte auch ein Resultat der Szene zuvor war, hat der Schiri meines Erachtens trotzdem falsch gehandelt.

Falls der Schiri das Gerangel vorher als Regelwidrigkeit gesehen hat, hätte er beiden eine gelbe Karte geben sollen. Wenn Hanke dann trotzdem noch das 2. Foul begangen hätte, dann hätte er Gelb-Rot bekommen müssen und wäre für ein Spiel gesperrt geworden = o.k.

Wobei ich nicht glaube, dass Hanke ein paar Sekunden nachdem er eine gelbe Karte bekommen hat, dieses Foul auch so begangen hätte.

Aber für ein bestenfalls Gelb-würdiges Foul ohne vorherige Verwarnung (nicht Ermahnung!) eine Rote Karte zu geben ist nicht richtig :mad: - da kann der Schiri vorher noch so viel ermahnt haben.
...im moment steht er ein wenig abseits des rampenlichts;)
[posting]17.246.834 von DermitdemWolfheult am 15.07.05 13:30:01[/posting]ich nehm mir mal ganz unverblümt die 100.

und wundere mich, wie ein sräd ohne beitrag in den letzten wochen plötzlich wieder in der statistik ganz weit oben steht.

aja, bundesliga geht wieder los.

daran kanns liegen.

gruss

wolf
Mal wieder was neues von der Deutschen Mannschaft:

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat einen 19-köpfigen Kader für das Testspiel gegen die Niederlande am 17. August in Rotterdam berufen. Neben 15 Confed-Cup-Teilnehmern stehen mit Dietmar Hamann, Oliver Neuville, Christian Wörns und Miroslav Klose vier Rückkehrer im Aufgebot.

Erwartungsgemäß fehlt Kölns Torjäger Lukas Podolski in der Auswahl, da der Jungstar eine Pause erhalten soll. Etwas überraschend kommt dagegen die Nichtberücksichtigung des Münchners Bastian Schweinsteiger. "Beide sind noch nicht in optimaler körperlicher Verfassung, weil sie aufgrund der kurzen Saisonvorbereitung logischerweise noch einen Trainingsrückstand aufweisen", begründete Jürgen Klinsmann seine Entscheidung.

Für Podolski erhält Oliver Neuville eine Bewährungschance. "Weil er die komplette Vorbereitung absolvieren konnte, ist Oliver bereits in einer sehr guten Verfassung", so der Bundestrainer. Dennoch betont Klinsmann, dass Kuranyi, Klose, Asamoah und Podolski weiterhin gesetzt sind. "Hanke, Neuville und Brdaric müssen sich durch konstant gute Leistungen im Verein nachdrücklich anbieten", fordert Klinsmann.

Didi Hamann stand bereits im Aufgebot für den Confed-Cup, musste jedoch wegen eines Ermüdungsbruchs im Mittelfuß kurzfristig absagen. "Ich hoffe, dass diesmal nichts dazwischen kommt und Didi fit bleibt. Er ist eine Spielerpersönlichkeit, in den vergangenen Monaten trotz einiger Verletzungen konsequent seinen Weg gegangen und hatte großen Anteil daran, dass der FC Liverpool die Champions League gewinnen konnte", begründet Jürgen Klinsmann die Nominierung des Routiniers.

In Absprache mit Torwarttrainer Andreas Köpke wurde in der Torwartfrage eine eindeutige Entscheidung getroffen. Sollten keine Verletzungen oder Formschwankungen dazwischen kommen, wird Oliver Kahn beim Spiel in den Niederlanden ebenso zwischen den Pfosten stehen, wie in der Türkei (8. Oktober) und gegen China (12. Oktober). Dagegen wird Jens Lehmann in der Slowakei (3. September), gegen Südafrika (7. September) und in Frankreich (12. November) zum Einsatz kommen. Als zweiter Torhüter wird in allen sechs Begegnungen der Stuttgarter Timo Hildebrand nominiert.

Das Aufgebot:
Tor: Oliver Kahn (Bayern München), Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)
Abwehr: Arne Friedrich (Hertha BSC), Andreas Hinkel, Thomas Hitzlsperger (beide VfB Stuttgart), Robert Huth (FC Chelsea), Per Mertesacker (Hannover 96), Christian Wörns (Borussia Dortmund)
Mittelfeld: Michael Ballack, Sebastian Deisler (beide Bayern München), Tim Borowski, Torsten Frings (beide Werder Bremen), Fabian Ernst (FC Schalke 04), Dietmar Hamann (FC Liverpool), Bernd Schneider (Bayer 04 Leverkusen)
Angriff: Gerald Asamoah, Kevin Kuranyi (beide FC Schalke 04), Miroslav Klose (Werder Bremen), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach)
Hallo :)

Das Holland Länderspiel steht vor der Tür. Betandwin zahlt für einen Sieg der Holländer 2 für 1, für einen deutschen Sieg 3,4 für 1, eine klare Angelegenheit also?

Aus dem deutschen Lager kommt die folgende Meldung (kicker online)

Asamoah: Nicht fit, aber sorglos

Christian Wörns (33), der nach dem Confederationns Cup zurückkehrende Abwehrchef, erhofft sich große Signalwirkung: "Ein Sieg in Holland, das würde für uns einen Trend einläuten. Es wäre wichtig für die Psyche, endlich einen Großen zu schlagen. Um die Zielsetzung WM-Titel weiter zu untermauern."

Allerdings: Vor dem 17. Länderspiel unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann (41) scheinen mehrere Vorzeichen ungünstig. Zum einen sorgte auch am Wochenende das Torwart-Theater für Nebengeräusche. Die neueste Form der Rotation kommentierte Oliver Kahn im ZDF-Sportstudio sichtlich ungehalten: "Es ist, wie es ist. Mal spiele ich, dann eben ein anderer Torwart." Gemeint war Konkurrent Jens Lehmann. Und: "Vielleicht machen wir das ja auch noch während der WM, das wäre ja mal was Neues." Studiogast Klinsmann reagierte bemerkenswert: Lachend und Beifall klatschend.

In der Tat hat der Coach zumindest kurzfristig andere Sorgen: Der Fitnesszustand beim Gros seiner Schützlinge ist vor dem Nachbarschaftsduell alles andere als optimal. Die Jungstars Lukas Podolski (20) und Bastian Schweinsteiger (21) wurden wegen körperlichen Rückstands gar nicht erst nominiert, auch mehrere Kollegen hinken hinterher. Ob Michael Ballack (28), Torsten Frings (28) oder Per Mertesacker (20) - durch die Bank lassen die Stars verlauten, "noch nicht bei 100 Prozent" zu sein. Den Stellenwert des Länderspiels relativiert Klinsmann folgerichtig: "Wir werden oft wechseln müssen. Denn wir haben nur relativ wenige Spieler dabei, die über die vollen 90 Minuten gehen können."

Am extremsten betroffen ist zweifellos Schalkes Gerald Asamoah (26), gegen Dortmund auch erst in der Schlussphase eingewechselt. Er sei "körperlich längst noch nicht so weit", wie er es für sein körperbetontes und kräftezehrendes Spiel brauche, räumt Asamoah ein. "Noch drei Wochen" veranschlagt er dafür. Ob seine Nominierung dann überhaupt Sinn macht? "Ja, denn im Grunde hilft mir jedes Spiel, erst Recht auf so hohem Niveau."

Dass er so indes kein Kandidat für die Startelf sein kann, liegt auf der Hand: "Miro Klose, der den Confed-Cup nicht gespielt hat, besitzt natürlich klare Vorteile." Trotz der wachsenden Konkurrenz im Sturm fürchtet Asamoah mittelfristig jedoch nicht um seinen Platz. Sein Vorteil: "Im Gegensatz zu unseren anderen Stürmern bin ich kein Torjäger, sondern ein Vorbereiter, der Bälle hält und Räume schafft." Dies lässt ihn öffentlich zwar bisweilen schlechter wegkommen, sichert ihm aber bei Klinsmann eine allein durch ihn besetzte Nische: "Wer genauer hinschaut, sieht, was ich leiste."

Mit Sicherheit unter genauester Beobachtung wird Champions- League-Sieger Dietmar Hamann (31) stehen. Der Liverpooler wurde zum Premier-League-Auftakt aus körperlichen Gründen geschont, zählte nicht zum Kader. Die Rückholaktion für Deutschland dürfte indes nur dann Sinn ergeben, wenn Hamann auch in der Startelf steht.

Thiemo Müller/Juean-Julien Beer
#101: Super Rückkehrer :rolleyes: *kopfschüttel*

Gegen Holland wird es wohl eine Klatsche geben, ich glaube nicht, daß unsere Mannschaft so weit ist, sie zu bezwingen.

Mein Tipp daher: 3:1 für Holland

Gruss genomo
Hallo,

ein ganz merkwürdiges Spiel fand gestern Abend in Rotterdam statt. Da trat eine deutsche Mannschaft auf, die offenkundig die Hosen gestrichen voll hatte und eine holländische Mannschaft die so spielte, wie man es sich von den Deutschen immer wünschen würde: in allen Belangen spitzenmäßig.....und am Ende waren die holländischen Fans konsterniert und die Deutschen konnten ihr Glück kaum fassen.

Abgesehen vom Ergebnis war das aus meiner Sicht ein wirklich sehr schlechtes Länderspiel der Deutschen Mannschaft. Die Mannschaft wirkte ängstlich und nervös wie schon lange nicht mehr.

Die beiden zurückgekehrten Routiniers Hamann und Wörns waren Schwachpunkte und in dieser Form keine Alternative. Hier ein Bericht aus der Süddeutschen Zeitung, der das Spiel ganz gut beschreibt.

Auf Glück abonniert
Die DFB-Auswahl macht gegen die in allen Belangen überlegenen Niederländer aus einem 0:2 noch ein 2:2. Und so hatte dank Ballack und Asamoah jeder etwas von dem aufwühlenden Abend.

Es bedurfte einer Riesenportion Glück für die deutsche Fußball-Nationalelf, um die hoch verdiente Niederlage gegen Holland abzuwenden. Stattdessen kam das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Rotterdam zu einem höchst schmeichelhaften 2:2 (1:0), vor 41 000 Zuschauern im Stadion "De Kuip" hatte es lange nicht danach ausgesehen.

Die stets überlegenen Gastgeber führten durch Tore des überragenden Robben (3., 46.) mit 2:0. Ballack (50.) und Asamoah (81.) verhinderten die dritte Niederlage in der Ära Klinsmann. Allerdings konnte die deutsche Elf ihre Negativ-Serie gegen große Fußballnationen nicht beenden.

Die DFB-Auswahl begann mit den Spitzen Elf und Zweiundzwanzig sowie der Fünfzehn im linken Mittelfeld, was in Namen übersetzt das Angriffsduo Klose/Kuranyi bedeutete, dazu der Schalker Ernst im linken Mittelfeld. Erstmals wurde den deutschen Nationalspielern feste Trikotnummern für eine Saison zugeordnet, darauf hatten sich Team und sportliche Leitung vor dieser Partie geeinigt: im Interesse der Fans und der Fernsehzuschauer.

Weitere Serviceleistungen der DFB-Equipe folgten drei Minuten nach Spielbeginn. Christian Wörns, der reaktivierte Haudegen im deutschen Abwehrzentrum, köpfte einen Flankenball genau auf den heranstürmenden Arjen Robben, der dieses Geschenk annahm und das Spielgerät aus 15 Metern in den Torwinkel hämmerte.
Niederschmetternder Auftakt
Ein niederschmetternder Auftakt, keine Frage, die deutsche Elf hatte bis zum frühen Schockerlebnis gerade mal zwei Ballkontakte zu verzeichnen. Und sie reagierte weiter wie gelähmt. Da war kein Aufbäumen erkennbar, wurde nicht der kleinste spielerische Impuls gesetzt.

Die Holländer beherrschten Ball und Gegner, motiviert bis in die Haarspitzen, und wenn die mal nicht an die Kugel reichten, wurde eben die Hand zu Hilfe genommen: Ruud Van Nistelrooy sah für die Aktion nach 13 Minuten Gelb. 60 Sekunden später stand er allein vor Kahn, meisterhaft freigespielt von Robben, doch der Torjäger zielte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Völlig planlos hingegen das deutsche Spiel, aus respektvollem Abstand bestaunten sie die Aktionen des Oranje-Teams, und leise Panik machten sich breit, wenn die Hausherren auf Kahns Kasten stürmten. Nach 19 Minuten traf Landzaat aus 14 Metern die Torlatte. Nach 20 Minuten köpfte Ballack erstmals aufs Tor - und hoch darüber.
Charakterfrage
Den Eindruck hilfloser Unterlegenheit verwischte das nicht, die DFB-Auswahl erlebte erstmals unter Klinsmann einen Rückfall ins Fußball-Mittelalter der Völlerschen Bollwerk-Ära. Holland war nie in Gefahr in der ersten Halbzeit, glückselig schunkelten die Fans auf den Rängen, und auch die Deutschen durften sich glücklich schätzen, dass die von sich selbst berauschten Niederländer weiter beste Chancen vergaben: Kujt schaffte es, den Ball unbedrängt aus sechs Metern am Tor vorbei zu köpfen.

Noch einmal wurde Robben an der Strafraumgrenze abgeblockt. Kurz vorm Pausenpfiff hatte plötzlich Friedrich die Kugel nach einem Eckball vorm Fuß, war aber so überrascht ob der unverdienten wie unverhofften Möglichkeit, dass er sie wuchtig übers Tor trat. Aus sechs Metern Distanz ein Kunststück, das indes auch der Platzelf auf der Gegenseite einige Male gelungen war.

Zweite Halbzeit, Charakterfrage: Würde sich die DFB-Auswahl zu einer mutigeren Darbietung aufschwingen können? Asamoah und Deisler kamen für Klose und Ernst, deren Mitwirken vor der Pause lediglich aus der offiziellen Mannschaftsaufstellung abzuleiten war. Hollands Coach Marco van Basten brachte vier neue Leute, darunter Roy Makaay und Rafael van der Vaart - und Arjen Robben brauchte diesmal nur 29 Sekunden, um erneut zu treffen. Erneut war es Wörns, der dem Schützen freies Geleit auf dem Weg in den Strafraum gab.
Machtlos gegen Robben
Immerhin, diesmal antwortete die deutsche Elf. Wie aus dem Nichts tauchte Ballack, bis dahin der einzige konkurrenzfähige DFB-Akteur, in einen Deisler-Eckball und verkürzte auf 2:1 (50.). Bei Holland ging auch noch Maduro vom Platz, der zentrale Mittelfeldspieler, gegen das fast runderneute Oranje-Team erkämpften sich die Klinsmänner für einige Minuten mehr Spielanteile.

Gegen Robbens Dribbelkünste aber blieben sie machtlos, benötigten bei einem Solo des Niederländers vom rechten Flügel bis in den Torraum schon unverschämtes Dusel, als van Persie den Querpass vorm leeren Tor mit der Fußspitze berührte und doch nicht über die Linie brachte (65.).

Huth, kaum im Spiel, sah Gelb nach einem Foul an Makaay. Wurde getunnelt und schwindlig gespielt wie die Kollegen in der deutschen Deckung, Holland zauberte wieder. Und versäumte es dabei einmal mehr, zählbaren Profit aus der Dominanz zu schlagen. Seltener Anblick: Makaay trat beim Versuch eines kunstvollen Volleyschusses sogar ein Loch in die Luft.

Und wie das so ist, wenn einer versucht, den anderen im Nasenring durch die Manege zu ziehen, schlägt das Schicksal zurück: Borowski erkämpfte sich mit langem Bein den Ball, passte zu Asamoah, der van der Sar aussteigen ließ und zum 2:2 (81.) traf. Selten hat ein Treffer ein Spiel so auf den Kopf gestellt wie dieser. Das Schockerlebnis war nun voll auf Seiten der Niederländer. So hatte schließlich jeder etwas von diesem aufwühlenden Abend - und die deutsche Auswahl mal wieder das glückliche Ende für sich.
Niederlande:
Van der Sar (Manchester Utd/34 Jahre/ 101 Länderspiele) - Kromkamp (Villarreal/24/5), Boulahrouz (HSV/23/6), Opdam (20/1), De Cler (26/1 /beide Alkmaar), 46. van der Vaart (HSV/22/30) - Landzaat (Alkmaar/29/16), Maduro (20/4), 52. Heitinga (21/16/beide Ajax Amsterdam), Cocu (PSV Eindhoven/34/91) - Kujt (Feyenoord Rotterdam/25/11), 46. van Persie (Arsenal London/22/3), Van Nistelrooy (Manchester United/29/45), 46. Makaay (FC Bayern München/30/44), Robben (Chelsea London/21/15).

Deutschland:
Kahn (Bayern München/36/81) - Friedrich (Hertha/26/30), 74. Hinkel (Stuttgart/23/16), Mertesacker (Hannover/20/13), 66. Huth (Chelsea/20/12), Wörns (Borussia Dortmund/33/65), Schneider (Leverkusen/31/54) - Frings (Bremen/28/45), 66. Hitzlsperger (Stuttgart/23/10), Hamann (Liverpool/31/59), 74. Borowski (Bremen), Ballack (FC Bayern/28/58), Ernst (Schalke 04/26/21), 46. Deisler (FC Bayern München/ 25/30) - Kuranyi (Schalke 04/23/30), Klose (Werder Bremen/27/47), 46. Asamoah (Schalke 04/26/34).

Tore:
1:0 Robben (3.), 2:0 Robben (46.), 2:1 Ballack (50.), 2:2 Asamoah (81.). - Schiedsrichter: Terje Hauge (Norwegen). - Gelbe Karten: van Nistelrooy, Opdam, Heitinga - Friedrich, Huth. - Zuschauer (in Rotterdam): 41 000.
Sage nur: Hampelmannsturm Klose u.Kurany....Sowas in der National-Elf...Kopfschüttel,Kopfschüttel
:rolleyes::eek::eek::(:(
An Klose und Kuranyi lag es gestern mit Sicherheit nicht, da die beiden kaum angespielt wurden. In der Bundesliga sind die beiden nun einmal zusammen mit Podolski die besten deutschen Stürmer, auch die Torquoten in der Nationalmannschaft sind o.k. .

Gestern war die ganze Mannschaft in der ersten Halbzeit einfach furchtbar und in der zweiten Halbzeit immer noch schlecht, aber wenigstens effizient.
[posting]17.595.221 von Freudenspender am 18.08.05 09:34:14[/posting]ich habe mir einfach nur die augen gerieben. das war ein rückfall ins finsterste mittelalter. vogts und völler liessen grüssen. ich dachte ich bin im falschen film.

ich hoffe inständig, klinsmann zieht die konsequenzen aus dem gestrigen desaster und schickt die fussballrentner für alle zeiten in die wüste. dort gehören sie nämlich hin.

da war nichts, nicht mal ansatzweise der "geist" vom confed-cup zu spüren.

eine unvschämtheit, was hamann dann im interview gebrabbelt hat.

jeder 5 jährige hat erkannt, dass die holländer uns vorgeführt, an die wand gespielt haben. auf das ergebnis brauchen wir uns nichts einzubilden. das ergebnis spielt in diesem spiel keine rolle. so wie das gelaufen ist, muss uns angst und bange werden, wenn es ernst wird in 2006.
Wolf :)

Ja, leider kann ich dir da nicht widersprechen :cry:

Das "Interview" von Hamann war wirklich unglaublich :eek:

Hamann hat seine Verdienste, aber das ist schon viele Jahre her. Von seinen alten Glanzzeiten ist er meilenweit entfernt, ich denke Klinsmann hat das auch gesehen.....

Bei Wörns ist das ähnlich, wobei er bei Dortmund dann und wann auch mal wieder gute Spiele macht. Aber leider ist auch er langsamer geworden und ersetzt gegen schnelle Stürmer fehlende Spritzigkeit mit Einlagen in griechisch -römischem Ringen :cry: - seine Leistung gegen Robben war gestern inakzeptabel. :(

Wir können jetzt nur hoffen das Klinsmann aus dem gestrigen Spiel die richtigen Lehren zieht und personell auf die richtigen Pferde setzt.
[posting]17.600.954 von Freudenspender am 18.08.05 15:11:07[/posting]mir hat das gestrige ereignis mehr als weh getan. sicherlich gehört auch für uns das recht auf glück dazu, auch so einen mehr als katastrophalen auftritt noch zum unentschieden zu bringen.

sollte klinsmann nicht die konsequenzen gnadenlos ziehen, kann man die wm 2006 getrost abhaken.


RÜCKKEHRER WÖRNS UND HAMANN

Experiment von Rotterdam gescheitert

Von Mike Glindmeier

Für die Kritiker waren sie ein gefundenes Fressen: Die beiden Rückkehrer Dietmar Hamann und Christian Wörns spielten sich gegen Holland eindrucksvoll aus der deutschen Nationalmannschaft. Der Zeitpunkt der Wiedereingliederungsmaßnahme war dabei denkbar ungünstig.

Wörns gegen van Nistelrooy: Misslungenes Comeback
Großbildansicht
AP
Wörns gegen van Nistelrooy: Misslungenes Comeback
Bereits in der dritten Minute war das Comeback für Christian Wörns gelaufen. Der 33-jährige Verteidiger köpfte einen hohen Pass des Niederländers Phillip Cocu exakt vor die Füße von Arjen Robben. Das hätte wohl auch noch der beim Konföderationen-Cup viel kritisierte Robert Huth hinbekommen, vermutlich hätte der robuste Manndecker vom FC Chelsea den Ball sogar direkt auf die Tribüne geschädelt. Robben nahm die Einladung an und drosch das Spielgerät aus 18 Metern zum 1:0 in den Winkel.

Auch das Comeback von Dietmar Hamann war alles andere als gelungen. Statt für frischen Wind neben Michael Ballack und Torsten Frings im Mittelfeld zu sorgen, bremste der 31-jährige den deutschen Angriffsmotor mit vielen Querpässen und misslungenen Dribblings. "Mir ist leider aufgefallen, dass von bestimmten Leuten immer wieder zurückgespielt wurde", sagte DFB-Präsident Mayer-Vorfelder. Die Frage, ob er mit dieser Aussage Hamann gemeint habe, quittierte der DFB-Chef mit einem süffisanten Grinsen.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird den desolaten Auftritt der Rückkehrer mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachtet haben. Zumindest dürfte ihn das Spiel in seiner Linie, den jungen Spielern den Vortritt vor den Routiniers zu geben, bekräftigt haben. Die Gewinner saßen vor dem Fernseher: Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski.

HOLLAND-LÄNDERSPIEL: SCHREIHÄLSE UND KNIEFÄLLE
AP DPA AFP

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (9 Bilder).

Denn die beiden Hauptdarsteller der Sturm-und-Drang-Aufführung beim Konföderationen-Cup können nicht für die schwache Vorstellung gegen die Niederlande verantwortlich gemacht werden - ganz im Gegensatz zu Wörns und Hamann, von denen man aufgrund ihrer Erfahrung mehr erwartet hätte.

Reprise auf die Sündenböcke

Es ist also kaum anzunehmen, dass Klinsmann ernsthaft in Erwägung zieht, bei der WM einem Dietmar Hamann den Vorzug vor einem Bastian Schweinsteiger zu geben. Dennoch kam die Pause für die beiden Youngster zum richtigen Zeitpunkt. Schweinsteiger war zuletzt angeschlagen und Podolski kommt vor lauter Medienanfragen gerade noch zum Trainieren. Warum sollte man auch seine Hoffnungsträger bei einem Auswärtsspiel dieser Qualität verheizen und gleichzeitig kurz vor der WM mit offenen Karten - sprich: der ersten Elf - spielen?

Hamann (r.) gegen Landzaat: "Immer wieder zurückgespielt"
Großbildansicht
DPA
Hamann (r.) gegen Landzaat: "Immer wieder zurückgespielt"
Da passt es doch viel besser ins Bild, wenn man in Holland eben nicht mit der 1a-Mannschaft aufläuft. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nicht allzuviel von seiner Taktik verrät. Zum anderen werden Klinsmann unangenehme Entscheidungen erleichtert. Unter den Augen des eher konservativen Mayer-Vorfelder bewies der selbsternannte Innovations-Beauftragte des deutschen Fußballs, dass es alt verdiente Akteure wie Wörns und Hamann nicht zwangsläufig besser machen als die jungen Wilden. Und das ausgerechnet beim Erzfeind. Da liegt die Vermutung nahe, dass Klinsmanns Reprise auf die Sündenböcke der EM nicht ganz ohne Hintergedanken war.

Denn der Bundestrainer hat damit seine Angriffsfläche deutlich verringert. Sollte sein Jugendstil und damit der riskante Hurra-Fußball seiner Elf kritisiert werden, kann er jederzeit auf das gescheiterte Experiment von Rotterdam verweisen. Wehe dem, der dann nach einem schlechten Spiel Robert Huth rummäkelt.

Zudem weiß Klinsmann genau: Solange er die beiden Lieblinge der Fans aufstellt, darf sein Team auch gegen mittelprächtige Gegner verlieren. Schließlich hat er es dann versucht, hat was riskiert, etwas anders gemacht als seine Vorgänger und für frischen Wind gesorgt. Den ließ die älteste Mannschaft, die je unter Klinsmann aufgelaufen ist, in Holland dagegen gänzlich vermissen.


http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,370354,00.html
was regt ihr euch auf deutschland wird weltmeister wieso?
weil sie es im blut haben und es nur umsetzen müssen, seht euch mal brasilien oder argentinien an die haben die deutsche siegesmentalität umgesetzt alles kopiert, es muss nur bei den deutschen spieler wieder eingerenkt werden
gruss aus der schweiz
Wolf :)

na ja, offensichtlich ist man in der Presse einer ähnlichen Meinung wie wir hier im board.

Hamann kann in bestimmten Spielsituationen ein wertvoller Mann sein, z.B. wenn man einen guten Staubsauger vor der Abwehr braucht und man in der letzten halben Stunde noch einen Vorsprung verteidigen will. Am Mittwoch jedoch war der Mann einfach eine Katastrophe :cry:

Auf der Innenverteider Position haben wir wirklich ein Problem. Huth hat (noch) keine internationale Klasse, Wörns hat sie nicht mehr. Wörns hat noch ein gutes Stellungsspiel, aber keine ausreichende Dynamik mehr.

Metzelders comeback in Dortmund war bisher auch kein Erfolg: viele Fehler säumen seinen Weg seit seinem Wiedereintritt in die Bundesliga. Ich will dem Mann nach der schweren Verletzung keinen Vorwurf machen, aber ein Mann für die Nationalmannschaft ist er in dieser Form noch nicht.

Auch auf die Rückkehr von Philip Lahm müssen wir noch warten, bei den Bayern hat noch nicht gespielt, außerdem ist er sowieso kein Innenverteidiger, er kann wohl nur außen spielen. Owomojela hat sich in den letzten Monaten auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der einzige der hinten bisher wirklich überzeugen konnte war Mertesacker, aber mit dem allein kann man meine WM bestreiten :cry:

Oski :)

Danke für deine Ermunterung und deinen Zuspruch :)

Ich persönlich schätze unsere Chancen auf den Titel auf unter 10% ein. Man soll niemals nie sagen, siehe Griechenland und der deutschen Vize-WM 2002, mit der ebenfalls kein Mensch gerechnet hat.

Aber Fakt ist, dass unsere Mannschaft technich und spielerisch den Top-Nationen deutlich hinterherhinkt. Siegermentalität ist gut und schön, aber sie allein reicht nicht aus.

Das nächste große Spiel wird bald in Frankreich stattfinden, gegen eine Equipe Tricolore, die durch die Rückkehr Zidanes wieder einen Schub bekommen hat und gegen den Afrika-Meister Elfenbeinküste ein tolles Spiel hingelegt hat. Auch da werden wir meiner Erwartung nach wieder keinen deutschen Sieg sehen.....:rolleyes:
Noch ein Bericht, diesmal aus der TAZ.

Hier wird die These vertreten, dass die Deutschen das glückliche Unentschieden nur der Tatsache zu verdanken haben, dass die Holländer so viel experimentiert haben:

Überforderte Pennäler
Die Niederlande zelebrieren Fußball vom Feinsten, gehen 2:0 in Führung, stellen dann ihr System um und ermöglichen so einer erschreckend schwachen deutschen Mannschaft den Ausgleich
AUS ROTTERDAM MARKUS VÖLKER
Der wichtigste Mann des Koninklijke Nederlandse Voetbalbond sagte in gespielter Untertreibung, ihm habe das Spiel gefallen. "In der ersten Hälfte haben wir durchdachten, schnellen Fußball gezeigt", meinte Marco van Basten, Coach der Holländer. Doch dann habe es "mindere Momente" gegeben, gar eine "chaotische" zweite Hälfte. Van Basten klagte auf hohem Niveau. Würde man die Kritik auf die deutsche Elf übertragen, dann hätte Bundestrainer Jürgen Klinsmann wohl sagen müssen, dass sein Team miese Momente gehabt hat, mickrige, auch mordsmäßig schlechte. Und das ziemlich oft. Aber das sagte Jürgen Klinsmann natürlich nicht. Die Tiefenanalyse blieb aus. Immerhin war das Freundschaftsspiel der DFB-Auswahl in Rotterdam so ein Murks, dass auch Klinsmann Defizite einräumen musste.

Glück habe man gehabt. Schmeichelhaft sei das 2:2-Unentschieden gewesen. "Der Schwung vom Confed-Cup war nicht auf dieses Spiel übertragbar", sagte er. "Aber das war ja klar." Warum? Weil die Stammkräfte noch immer unter dem Kräfteschwund der Mini-WM leiden? Weil das Gefüge der Mannschaft durch den Einbau von Spielern aus der Ära Völler (Wörns, Hamann) in Turbulenzen geriet? Weil die Niederlande ein Großer unter den Fußballnationen ist und ein Sieg gegen einen solchen Branchenprimus seit dem 7. Oktober 2000 nicht mehr gelungen ist?

"Ich mache mir keine Sorgen", beschwichtigte Klinsmann. "Wir werden analysieren." Das Spiel sei ganz hervorragend geeignet für die Videosammlung. "Da kann man viel lernen." So kann man es auch sehen: Wenn das Match der DFB-Profis als solches nicht viel taugt, in der Zweitverwertung erfährt es größte Beachtung. Klinsmann sollte gleich zwei Kassetten ins Regal schieben, die erste und zweite Halbzeit getrennt speichern. Denn Van Bastens Elf erteilte den Deutschen zu Beginn der Partie Lektion um Lektion. Im Anschauungsunterricht kam den Gästen die Rolle des überforderten Schülers zu, eines Pennälers, der sich mit einer Frage konfrontiert sieht, auf die er keine Antwort weiß.

Holland glückte ein Blitzstart. Arjen Robben, der eine phänomenale Vorstellung ablieferte, traf schon nach drei Minuten - was die DFB-Elf nur noch zusätzlich verunsicherte. Das 4-3-3-System van Bastens funktionierte in dieser Phase des Spiels perfekt. Der Ball bewegte sich fast nur in den Reihen der Oranjes, die nicht nur Wert auf Ballkontrolle legten, sondern auch Momente der gegnerischen Unordnung zu cleveren Pässen in die Spitze nutzten. Dort lauerten die Topstürmer, neben Robben Ruud van Nistelrooy (Manchester United) auch Dirk Kuyt (Feyenoord Rotterdam), lösten sich mit einem Panthersprung vom Gegenspieler oder überdribbelten ihn in einer 1:1-Situation. Die individuelle Klasse der holländischen Stürmer im direkten Duell war evident. In dieser Zone kann sich Holland ohne weiteres mit Brasilien messen. Christian Wörns war mehrmals dem Tatendrang Robbens hilflos ausgeliefert. Bei beiden Gegentoren machte er eine unglückliche Figur; einmal legte er dem Profi des FC Chelsea per Kopfball den Ball vor, dann musste er sich das Leder trotz verschärfter Eskortierung Robbens von diesem durch die Beine spielen lassen. Robben sei an diesem Tag unspielbar gewesen, suchte Wörns nach einer Erklärung seiner Leistung.

Die DFB-Auswahl scheiterte schon im Versuch des Spielaufbaus. "Wir konnten im Grunde die Stürmer gar nicht richtig anspielen, so viel Druck haben die gemacht", sagte Sebastian Deisler, der sich das Geschehen in den ersten 45 Minuten von der Bank aus angesehen hatte. "Wir haben nicht viel falsch gemacht", ergänzte Michael Ballack, "weil wir gar nichts gemacht haben." Und weiter: "Wir waren ängstlich, nicht überzeugt von uns, wir sind nur nebenher gelaufen." Ballack hatte immerhin beobachtet, dass man in der Mitte ganz gut gestanden habe, "aber die Holländer haben halt über außen gespielt". Später erst, als der Gegner auf eine defensive Dreierkette umstellte und fast die halbe Mannschaft austauschte, "da haben wir aus der Not heraus riskiert".

Das Risiko, das Klinsmanns Team einging, war kalkulierbar. Der Anschluss fiel durch ein Kopfballtor Ballacks - natürlich. Van Basten kommentierte das so: "Da kommt dieser Ballack, ein physisch starker Mann und bumm, ist der Ball drin." Ja, so spielt der Deutsche, oder wie Ballack lächelnd sagte: "Standards gehören halt auch zum Fußball." Auch das 2:2 durch Gerald Asamoah hatte van Basten nicht behagt, wie konnte es auch, bricht doch auf der rechten Seite "dieser Borowka, äh, Borowski durch", flankt auf den Schalker, und bumm, ist der Ball schon wieder drin - und obendrein der Beweis erbracht, dass Fußball nicht gerecht ist.

Oliver Kahn war sehr beruhigt durch die Treffer. Was interessieren den Torsteher des FC Bayern schon Fragen von Gerechtigkeit und Ästhetik, zumal er Schlimmes in seinem Kasten befürchtet hatte. "Ich habe gedacht, jetzt wird es ganz bitter, aber dann haben wir unsere Tugenden ausgepackt." Ein trügerischer Satz, denn die Holländer hörten schlichtweg auf, gescheit Fußball zu spielen. Ihre Dominanz war dahin. Die Deutschen durften auch mal. Die Systemumstellung hatte die Oranjes aus dem Rhythmus gebracht. Ein neuer Abwehrchef wurde aufs Feld geschickt, Wilfred Bouma, und im offensiven Mittelfeld tummelten sich nun zu viele Seidenfüße, sodass Kompetenzstreitigkeiten unausweichlich waren.

Van Basten wird aus den Strategiefehlern gelernt haben. Sein Team ist ja "im Aufbau", wie er anführte. Mittwochabend zeigte sich freilich, dass van Basten und die Elftal an den oberen Stockwerken arbeiten, während Klinsmanns Trupp der Neuerer noch am Fundament werkelt. Der Bundestrainer meinte nichtsdestotrotz, für die Hochbauarbeiten bleibe genügend Zeit: "Unser Ziel liegt im Mai, Juni, da wollen wir die ganz großen Brocken schlagen", verkündete er. So bleibt von diesem Spiel vor allem die Erkenntnis, dass die DFB-Elf nicht standesgemäß verlieren kann, sondern sich selbst bei teilweise krasser Unterlegenheit zu einem Remis mogelt. Auch das ist wohl eine deutsche Tugend.
[posting]17.611.839 von Freudenspender am 19.08.05 10:38:41[/posting]wie gewohnt von freudenspender, eine punktgenaue analyse.
ich argumentiere da leider etwas emontionaler.

ich schlage vor (nachdem leute wie hamann, wörns und neuville!!!!:cry: ) wieder im kader stehen, nun auch über die reaktivierung von augenthaler, matthäus und horst hrubesch nachzudenken;)

klinsmann scheint entweder verdammt clever (um den medien und altvorderen zu zeigen, was bei so einem mist mit den "alten" rauskommt, damit er jetzt absolute rückendeckung für den jungbrunnen hat) oder ziemlich naiv zu sein. ich wünsche ihm noch viel freude an seiner neuen linie, die dinosaurier wieder krampfhaft in das junge, erfolgreiche condedcup team "einzubauen";)
Wolf :)

danke für die Blumen;)

Dein Vorschlag hat was :laugh: - aber Spass beiseite, die "neuen" Alten sind, so glaube ich, auch für Klinsmann nur 2. Wahl, davon gehe ich mal aus.

Obwohl ich bekennender Gladbach-Fan bin, muss auch ich zugeben, dass Oliver Neuville keine erste Wahl fürs Nationalteam ist. Aufgrund seiner körperlichen Anlagen hießen seine Pluspunkte immer Schnelligkeit, Wendigkeit und Dribbelstärke. Seine Minuspunkte waren fehlende körperliche Durchsetzungsfähigkeit und mit Ausnahme einiger weniger Abschnitte seiner Karriere leider auch schlechte Chancenverwertung :cry:

Seit seinem Weggang von Leverkusen traten leider seine Stärken aufgrund seines Alters immer weniger deutlich zutage, während seine Schwächen blieben. Eine Ausnahme war der Beginn der letzten Saison, wo er bis zum Winter 9 Tore schoss und in Mönchengladbach als der einzige Nicht-Fehleinkauf gefeiert wurde. In dieser Zeit wurde er auch wieder ins Nationalteam berufen. Jedoch konnte er diese gute Form in diesem Jahr nicht bestätigen. :cry:

Ich persönlich würde neben Podolski, Klose und Kuranyi viel lieber Mike Hanke im weißen Dress sehen, weil ich seine Art mag, wie er mutig und entschlossen immer dahin geht wo es weh tut und immer für ein Tor gut ist. Außerdem ist er aufgrund seiner Jugend eine echte Option für die Zukunft, während Neuville eher schon im Herbst seiner Karriere steht. Ich fürchte aber, nach der roten Karte im Mexiko-Spiel ist er in der Hierarchie erst einmal nach hinten gerutscht:cry:

Noch ein paar Sätze zu Klinsmann. Ich persönlich halte ihn für sehr clever. Er wurde zurecht gelobt für seine konsequente Vorgehensweise die Jugend heranzuführen und die Nationalmannschaft zukunftsfähig zu machen. Allerdings weiß er auch, dass er nicht nur Freunde sondern auch viele Neider hat, die nur darauf warten ihm ans Bein zu pinkeln.

Wie üblich: bei Erfolgen wird sein "Jugendstil" in den Himmel gelobt, bei Misserfolgen wird alles für untauglich erklärt. Das beste Beispiel ist Robert Huth, der einmal als "Berlin Wall" glorifiziert wird und beim nächsten Spiel als international untauglich abgestempelt wird.

Ich glaube Klinsmann ist richtigerweise fest davon überzeugt, dass es zu seinem Konzept keine Alternative gibt, jedoch macht es ihn auch angreifbar. Deswegen muss er einfach auch einem Wörns oder Hamann eine Chance geben um denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die ihm vorwerfen zu einseitig auf die Jugend zu setzen.

Zuletzt noch das Thema Lincoln. Was haltet ihr von dem Angebot des Schalker Mittelfeld-Regiesseurs Deutscher zu werden und für das deutsche Nationalteam zu spielen:confused:
[posting]17.668.676 von Freudenspender am 24.08.05 13:48:09[/posting]Lincoln ist sicherlich ein thema.

aber ein zweischneidiges. lincoln ist ein brillianter fussballer. ob er ins team passen würde ist allerdings eine andere frage.

ich erinnere mich mit grausen an den karlsruher aus südafrika, den namen habe ich inzwischen verdrängt (dundee glaube ich), um den es ein monatelanges gezerre mit dem bundesinnenministerium gab, als es dann soweit war, dass er "deutscher" werden durfte, war er ausser form.

es stellt sich die frage, wie sich ein solches gezerre auf die motivation und den teamgeist der anderen spieler auswirken würde. viele würden wohl denken, wer wird wohl als nächstes eingebürgert, um mir die über viele monate hart erkämpfte position "wegzunehmen".

klinsmann und löw haben sich wohl zurecht erst mal reserviert gegeben.

huth sollte so schnell wie möglich den verein wechseln (aston villa ist im gespräch). denn was könnte uns besseres passieren, als die monumentalen "huuuuuuth" rufe der fans, wenn ein spiel auch mal nicht so gut läuft?!

wir brauchen identifikationsfiguren. danach lechzen die fans händeringend.

ansonsten stimme ich deinem beitrag zu. aber wörns, auch der gladbacher neuville und der erfahrene hamann sollten vergangenheit sein, sonst hat unser "kindergarten" keine chance, ihren im confed-cup zelebrierten offensivfussball erfolgreich fortzusetzen.
Ich sehe schon, wir sind mal wieder weitgehend einer Meinung.

Was ich an diesem Wochenende bemerkenswert finde: bei den Bayern scheint es einen Hype um den iranischen Mittelfeldspieler Ali Karimi zu geben, der gerade von den Medien hochgejubelt wird, da er unter Magath einen Stammplatz erobert zu haben scheint.

Das geht aber zu Lasten der deutschen Nationalspieler Deisler und Schweinsteiger, die nun weniger Spielpraxis erhalten. Das ist etwas was Klinsmann sicherlich sauer aufstoßen wird, wenn seine Hoffnungsträger im Mittelfeld im Stammverein nur noch gelegentlich spielen.

Es ist eine Ironie, dass Schweinsteiger nach dem Confed-Cup versucht hat, Podolski die Bayern schmackhaft zu machen, während nun Schweinsteiger selbst Probleme hat, nach seiner Verletzung wieder genügend Spielpraxis zu bekommen. Wenn sich das nicht ändert, werden sich entweder Schweinsteigers und Deislers Chancen in der Nationalmannschaft verschlechtern, oder Klinsmann wird den beiden irgendwann empfehlen zu einem Verein zu gehen wo sie Stammplätze haben.

Sehr positiv waren bisher die Auftritte von Owomayela, der in Bremen bisher gute Leistungen gezeigt hat und nun die Chance hat in der CL internationale Erfahrung zu sammeln. Sicherlich wird ihm das im Hinblick auf die WM helfen :)
Hier noch ein Bericht aus der Stuttgarter Zeitung zu den beiden bevorstehenden Länderspielen gegen die Slowakei und Südafrika:

Berlin
Nationalspieler schnuppern WM-Luft

Frings verletzt - Deisler „heiß“


Berlin - Neun Monate vor dem Bezug des Weltmeisterschafts- Quartiers 2006 testen Deutschlands Hoffnungsträger schon mal die Atmosphäre in der WM-Hauptstadt. Fünf Tage lang schnuppern Michael Ballack und Co. die viel gepriesene Berliner Luft und bereiten sich quasi unter WM-Bedingungen auf die Länderspiele am Samstag in der Slowakei und vier Tage später in Bremen gegen Südafrika vor.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird sein Personal offiziell am (morgigen) Dienstag im Hotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz versammeln, Freitag fliegt der DFB-Tross nach Bratislava. Dass Torsten Frings die Reise mitmacht, ist unwahrscheinlich. Der Bremer leidet an einer Fuß-Verletzung, Werder-Trainer Thomas Schaaf stufte die Einsatz-Chancen als gering ein. Der 28-jährige Frings wird aber auf jeden Fall anreisen und sich von den DFB-Ärzten untersuchen lassen. "Er hat eine Entzündung. Nach Aussage der medizinischen Abteilung von Werder braucht er ein paar Tage, bis er wieder einsatzfähig ist. Man muss abwarten, wie sich die Sache entwickelt und ob er am Samstag spielen kann", sagte Assistenz-Trainer Joachim Löw. Eine Fuß-Blessur bei Lukas Podolski ist dagegen weniger schwerwiegend.

Bereits am Montag traf sich eine Vorhut im Olympiastadion, wo am 9. Juli 2006 das WM-Finale steigt, zu einer Werbeproduktion. Der langjährige DFB-Ausrüster adidas drehte mit Podolski, Bastian Scheinsteiger, Kevin Kuranyi, Bernd Schneider, Gerald Asamoah und Fabian Ernst erste Szenen eines Spots, den der Sportartikelhersteller ab November für seine WM-Kampagne einsetzten will. Am Dienstag steht dann neben Klinsmann auch Oliver Kahn vor der Kamera. Der Münchner reist extra an, obwohl er in der Torwart-Rotation des Bundestrainers für die beiden kommenden Testspiele gar nicht im Kader steht.

"Wir sind froh, dass wir bei den beiden kommenden Doppel- Spieltagen wieder mehr Zeit haben, gemeinsam zu arbeiten", erklärte Löw nach den negativen Erfahrungen vom vergangenen Spiel in den Niederlanden (2:2). Nach dem Rückschlag von Rotterdam will Klinsmann nun wieder zurück zum Jugend- und Offensiv-Stil, wie ihn das DFB-Team beim Confederations Cup demonstriert hatte. Man sei in Rotterdam überrascht gewesen, dass es vielen Nationalspielern in der kurzen Vorbereitungszeit vor dem Holland-Spiel offenbar nicht gelungen war, vom Vereins-Trott wieder auf das Nationalmannschafts-Tempo umzuschalten, meinte Manager Oliver Bierhoff. Die sportliche Leitung will nun die längere Zeit nutzen, um die Spieler intensiv auf ihren Kurs einzuschwören.

Einen weiteren Schwerpunkt will Klinsmann mit der Aufbauarbeit einiger "Nachzügler" wie Schweinsteiger oder Sebastian Deisler setzen. Vor allem Confed-Liebling Schweinsteiger, in dieser Saison beim FC Bayern noch ohne eine einzige Bundesliga-Minute, soll wie im Vorjahr fit gemacht werden für höhere Aufgaben. "Ich hoffe, er findet in der Nationalelf seine alten Stärken zurück", sagte Bayern-Coach Felix Magath. Kollege Deisler, zuletzt bei Magath auch nur Einwechsler, ist schon "heiß" auf die Länderspiele: "Ich bin gut drauf und will es beweisen."
@FS,
wann schnallst du es endlich????
Wir sind meilenweit von der Weltspitze entfernt.....
Mit so Spieler wie Asamoah,Kurany,Klose,Huth,Hamann,Wörns,gehts noch weiter weg......
Mit Auslosungsglücck u.Heimvorteil können wir die Vorrunde überstehen,
aber das wars auch schon,wir haben in den letzten 5Jahren den schlechtesten National-Elf-Kader aller Zeiten.....
Wir haben fertig..........
Gruß
Cl.:cry::cool:
Claptoni,

ich verstehe den Zusammenhang zwischen meinen postings und deinem posting nicht.

Habe ich die deutsche Mannschaft etwa hochgejubelt, oder behauptet wir hätten eine internationale Spitzenmannschaft, die Weltmeister wird? :confused:
Hallo :)

Neues von der Nationalmannschaft. Kurz vor dem Spiel gegen die Slowakei (Samstag 20 Uhr) versucht sich die Mannschaft in Optimismus, dass das miese Spiel gegen Holland sich so nicht wiederholen wird. Mal sehen......

Hier ist ein interessanter Artikel aus kicker-online, der sich hauptsächlich mit Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski und deren momentanen Formtiefs beschäftigt:

Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski, die Hoffnungsträger von einst, kommen vor dem Slowakei-Spiel als aktuelle Sorgenkinder daher. Was sie können, haben Schweinsteiger und Podolski bewiesen. Bundestrainer Jürgen Klinsmann versichert ihnen "volle Rückendeckung".

Der Bundestrainer lässt keinen Zweifel, worum es geht beim doppelten Länderspieltest gegen die Slowakei (Samstag, 20 Uhr, in Bratislava) und Südafrika am Mittwoch in Bremen: Um Wiedergutmachung für das 2:2 in Holland, das aufgrund der spielerischen Unterlegenheit beinahe in den Rang eines Debakels "erhoben" wurde - in der Öffentlichkeit wie mannschaftsintern. Nach diesem Fehlstart in die WM-Saison soll und muss nun der Stimmungsumschwung gelingen. "Wir werden die Messlatte diesmal höher legen", kündigt Jürgen Klinsmann (41) an und fordert einen "lebendigen Auftritt", "wir wollen unser schnelles Spiel durchbringen".

Zwei, die während des Confederations-Cups im Sommer geradezu exemplarisch für die von Klinsmann geforderten Qualitäten standen, sind in den Kader zurückgekehrt: Bastian Schweinsteiger (21) und Lukas Podolski (20). Zunächst einmal jedoch nicht als die großen Hoffnungsträger von einst, sondern vielmehr als aktuelle Sorgenkinder. Die "schöpferische Pause", die Klinsmann dem Münchner und dem Kölner in den Niederlanden verordnet hatte, zeitigte keine nachhaltige Wirkung. Nun hoffen die Vereinstrainer Felix Magath und Uwe Rapolder auf den umgekehrten Effekt: Aufenthalt und Erfolge beim Nationalteam sollen die Youngster auf Kurs bringen. Im Juni avancierten "Schweini" und "Poldi" zu Lieblingen der Nation. Nun rutschten sie synchron in eine kleine Krise. Diese beschäftigt die Fans wie Experten gleichermaßen, bis hin zu Franz Beckenbauer: "Ich bin selbst überrascht, dass sie nicht in die Gänge kommen."

Sicher, wirklich alarmierend ist die augenblickliche Situation noch nicht zwingend. Gründliche Ursachenforschung ist dennoch angezeigt. Und diese belegt: Die Probleme sind durchaus unterschiedlich gelagert. So hat Magath bei Schweinsteiger ein "rein mentales Problem" ausgemacht. "Bastian ist körperlich vollkommen fit und zeigt im Training eine 100-prozentige Einstellung." Nur: Mit der Kugel am Fuß macht der Instinktfußballer plötzlich alles verkehrt. "Wenn er dribbeln sollte, spielt er ab", berichtet Magath, "wenn er abspielen sollte, fängt er an zu dribbeln". Bei Bayern gab`s deshalb noch keine Bundesligaminute. Magath: "Ich kann jetzt schlecht verantworten, einen starken Zé Roberto für ihn weg zu lassen."

Woher Schweinsteigers "Blockade" (Magath) rührt, sei rätselhaft: "Er kann es sich ja selbst nicht erklären." Der Mittelfeldmann verweigert auch alle Interview-Wünsche. Aber, so der Coach: "Die Situation ist nicht vergleichbar mit letztem Jahr", als er Schweinsteiger zu den Amateuren in die Regionalliga versetzte. "Damals war er körperlich ganz schlecht drauf und hat hat immer nur quer oder zurück gespielt." Im Gegensatz zu 2004, erklärt Magath, gebe es "jetzt gar keinen Grund, Druck auf Bastian auszuüben". Stattdessen führte der oft so gestrenge Trainer mehrere aufbauende Gespräche: "Bastian darf sich nur nicht verrückt machen lassen, an seiner Klasse gibt es keinen Zweifel. In jedem Spiel kann jetzt der Knoten platzen. Und bei der Nationalelf, in einer veränderten Umgebung, normaler Weise umso eher."

Anders als Schweinsteiger kann sich Podolski in Köln über mangelnde Spielpraxis nicht beklagen. Zuletzt trug er gar die Kapitänsbinde. Gerecht werden konnte er ihr lediglich beim 3:2 in Stuttgart, wo der FC konterte und sich Podolski die von ihm geliebten Räume boten. Und: Wegen der Nicht-Nominierung fürs Holland-Spiel hatte Rapolder eine "Trotzreaktion" des Jungstars ausgemacht. Gegen Lautern (2:3) sorgte nun besonders fehlende taktische Linientreue für Rätselraten und Unmut bei Trainer wie Kollegen. Statt die in Rapolders System unabdingbare Laufarbeit an gegnerischen Abwehrspielern zu verrichten, ließ sich Podolski weit fallen, fehlte häufig als Anspielstation - entgegen der ausdrücklichen Anweisungen. Ob solche Anpassungsschwierigkeiten an neue Aufgaben auch einem gewissen Eigensinn geschuldet sind? Podolskis großer Fürsprecher, kein Geringerer als FC-Präsident Wolfgang Overath, schließt das aus: "Lukas ist ein sehr guter Spieler, der auch im neuen System schnell zurechtkommt. An seiner Einstellung gibt es keinerlei Zweifel." Gespräche darüber, dass gerade eine solche Anpassung als untrügliches Zeichen von Klasse gedeutet würde, werden wohl von Klinsmann geführt. Aus eigener Erfahrung weiß Overath: "Man darf dem Jungen jetzt nur nicht das Selbstvertrauen nehmen. Ich hatte in meinem zweiten Bundesliga-Jahr, auch als junger Nationalspieler, eine ähnliche Phase."

Was sie können, haben Schweinsteiger und Podolski bewiesen. Klinsmann versichert ihnen "volle Rückendeckung". Folgt von ihm nun der entscheidende Impuls zu neuen Großtaten?

Über die Nationalelf berichten Thiemo Müller, Bernd Salamon und Karlheinz Wild
Slowakei-Möchtegern-Weltmeister Deutschland 2:0..!!!!!Desolat,desolat,desolat....
Quo Vadis DFB......
Wir haben fertig........
:rolleyes::eek::(
ich sage (schreibe) jetzt erst mal gar nichts. kühlen kopf bewahren..und ein paar tage später fundiert schreiben, das ist die devise...
alle anderen tun sich schwer in der vorbereitung.

was wirklich möglich ist, zeite eindrucksvoll der confedcup
abwarten.
Hallo,

tja, das war wirklich ein furchtbarer Kick unserer Mannschaft in der Slowakei. :cry:

Hinten furchtbar, vorne harmlos und in der Mitte war es auch nicht besser :cry:

Klinsmann machte auf mich in den Interviews nach dem Spiel auch einen geknickten Eindruck, obwohl er natürlich mit seinen Worten die Mannschaft in Samthandschuhe einpackte.

Einen positiven Eindruck machte auf mich lediglich Lehmann, Jansen und mit Abstrichen noch Klose, der zwar nicht traf aber enorm viel nach hinten arbeitete und sich auch nachdem er eine Fleischwunde am Unterschenkel erlitten hatte noch durch Laufbereitschaft und Einsatz glänzte. Das galt auch für Deisler, der aber zahlreiche missratene Flanken und auch einiges an Fehlpässen zu verantworten hatte. Auch Podolski und Owomoyela kann man mit gutem Willen noch ein „ausreichend“ attestieren, der Rest spielte aber unterirdisch, mangelhaft wäre da noch geschmeichelt.

Die Süddeutsche Zeitung hat es so gesehen:

Ratlos in Bratislava
Gegen die Niederlande konnte das DFB-Team einen 0:2-Rückstand noch aufholen. Gegen die Slowaken gelang dies nicht: Die Nationalmannschaft verlor zurecht mit 0:2 - und erzielte erstmals in der "Ära Klinsmann" keinen Treffer.

279 Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel hat sich die deutsche Nationalmannschaft kräftig blamiert und einen schweren Rückschlag in fast schon vergessene Zeiten erlebt. Die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bekam beim 0:2 gegen die zweitklassige Slowakei ihre Defizite schonungslos aufgezeigt. Damit wartet die DFB-Auswahl weiter auf den ersten Sieg in der WM-Saison.

Vor nur 9276 Zuschauern in Bratislava machte der Wolfsburger Bundesligaprofi Miroslav Karhan mit zwei Treffern (20., Foulelfmeter/38.) die dritte Niederlage in der „Ära Klinsmann“ perfekt.

„Natürlich sind wir enttäuscht und auch verärgert, vor allem über die erste Halbzeit. Nach dem Elfmetertor haben wir uns Fehler erlaubt, die darf man sich nicht erlauben. Aber wir müssen auch mal so eine Niederlage schlucken und weitermachen“, sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Die Euphorie vom Konföderationen-Pokal, als der dreimalige Welt- und Europameister mit herrlichem Offensivfußball die deutschen Fans begeistert hatte, war beim zweiten Auftritt nach der Sommerpause gegen den Weltranglisten-45. verflogen. Ohne Einstellung, ohne Esprit und vor allem auch ohne Kampfbereitschaft präsentierten sich die Deutschen völlig von der Rolle.

„Es hat nicht viel gestimmt. Ich war sehr erstaunt über die Fehlpässe und Mängel. Ich weiß nicht, was los war. Das war eines der schwächsten Spiele“, kritisierte WM-OK-Chef Franz Beckenbauer.
Schwachstelle Mertesacker
Vor allem in der Abwehr wurden die slowakischen Angreifer um Bundesliga-Torschützenkönig Marek Mintal quasi zum Toreschießen eingeladen. Dabei war der Hannoveraner Verteidiger Per Mertesacker gerade im ersten Durchgang gegen Bundesligaprofi Robert Vittek vom 1. FC Nürnberg überhaupt nicht auf der Höhe. So war der slowakische Stürmer nach einer Unachtsamkeit des 20-Jährigen in der 18. Minute
frei durch, setzte jedoch den Ball knapp über das deutsche Tor.


Nur zwei Minuten später hatte Mertesacker wieder gegen Vittek das Nachsehen. Diesmal wusste sich der 96-Verteidiger nur mit einem Klammergriff zu helfen. Der niederländische Referee Eric Bramhaar zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Karhan verwandelte sicher zur
Führung der Gastgeber, die in zuvor sechs Begegnungen gegen Deutschland fünfmal verloren hatten. Torhüter Jens Lehmann, der auch am kommenden Mittwoch in Bremen gegen Südafrika zwischen den Pfosten stehen wird, hatte keine Abwehrchance.

Mintal (9.) und erneut Vittek (33.) vergaben weitere gute Möglichkeiten für die Gastgeber, die sich allerdings in der 37. Minute bei ihrem Torwart Kamil Contofalsky bedanken durften, der nach einem präzisen Kopfball von Miroslav Klose den Ausgleich verhinderte.

Praktisch im Gegenzug wurde die deutsche Abwehr einmal mehr vorgeführt, als erneut Karhan nach schönem Zuspiel von Mintal auf 2:0 erhöhte. Bei der deutschen Mannschaft lief bis auf wenige Ausnahmen im ersten Durchgang nichts zusammen, auch Kapitän Michael Ballack erwischte einen rabenschwarzen Tag.


Jansen und Sinkiewicz debütieren
In der Halbzeit wechselte Klinsmann seine Mannschaft kräftig durcheinander. Dabei gaben der Gladbacher Marcell Jansen, der auf der linken Seite für Thomas Hitzlsperger ins Team rückte, sowie Innenverteidiger Lukas Sinkiewicz ihr Debüt im DFB-Dress. Der Kölner ersetzte Routinier Christian Wörns.

Zudem kamen zum Wiederanpfiff Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger (Bayern München) und Stürmer Lukas Podolski (1. FC Köln) ins Spiel. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich bin aber auch traurig, dass wir verloren haben“, sagte Jansen nach seinem Debüt, betonte aber zugleich: „Die Mannschaft ist intakt.“


Podolski sorgte im behäbigen deutschen Spiel ein wenig für Belebung und gab in der 48. Minute auch gleich einen ersten Warnschuss ab, der Ball strich aber knapp am Tor der Gastgeber vorbei. Die Deutschen standen nun insgesamt in der Defensive sicherer und erarbeiteten sich auch ein Übergewicht, von konstruktivem Spielaufbau war aber weiter wenig zu sehen.

Die Slowaken, die in der WM-Qualifikation noch die Chance auf ein Ticket für die Endrunde haben, zogen sich zunehmend zurück. In der 62. Minute schien die Wende in Sicht. Michael Ballack traf per Kopf ins Tor, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer zu Unrecht nicht an.

In der Folgezeit vergaben Podolski (72.) und Klose (74.) weitere Großchancen. „Wir hätten noch zwei, drei Stunden weiterspielen können und hätten kein Tor erzielt. Dabei wollten wir einiges gutmachen. Das ist sehr frustrierend“, resümierte Bernd Schneider.

Bester Spieler bei der DFB-Elf war Keeper Lehmann, der einen höheren Rückstand verhinderte. Zudem wusste Deisler mit Abstrichen zu gefallen. Auf slowakischer Seite ragten Torschütze Karhan und Vittek heraus."

Soweit die Süddeutsche Zeitung.

Am Mittwoch geht es gegen Südafrika, das wahrscheinlich die WM-Teilnahme vergeigt hat, da es gegen Burkina Faso mit 1:3 verloren hat :eek:

Behalten wir den Kopf oben, auch wenn der Hals dreckig ist:D .....es kann nur noch besser werden.
Antwort auf das "Thema: Wo steht der deutsche Fußball wirklich????" ganz weit unten
dieser artikel beschreibt meiner meinung nach die lage sehr treffend:




Pressestimme: `Volksstimme` zu Fußball-Nationalmannschaft

MAGDEBURG (dpa-AFX) - "Volksstimme" zu Fußball-Nationalmannschaft:

"Der liebe Gott erhalte Jürgen Klinsmann sein unter kalifornischem Himmel
geprägtes sonniges Gemüt. Man benötigt schon ein an Fatalismus grenzendes
Vertrauen in die Steuerungskünste des Fußball- Bundestrainers, um nach den
peinlichen Vorstellungen gegen die Holländer und Slowaken weiter an den WM-Titel
zu glauben. Und unter dem will es der Schwabe ja partout im nächsten Jahr nicht
machen. Bratislava das war einfach hilflos, orientierungslos, trostlos. Die
Euphorie vom Confed-Cup, wo ist sie nur geblieben? Sie hat sich regelrecht in
Luft aufgelöst. Es klingt paradox: Je näher das Weltchampionat rückt, um so
weniger ist von den Konturen einer sich formierenden deutschen WM-Mannschaft zu
sehen. Die Zeit läuft dem Coach langsam davon. Es ist aber ebenso klar: Zum
System Klinsmann gibt es bis zur WM keine Alternative mehr."/rs/DP/zb
Wolf :)

ja, dein Betrag trifft den Nagel wirklich auf den Kopf. Hat jemand von euch am Sonntag Doppelpaß im DSF gesehen?

Toni Schuhmacher hat da einen Punkt angesprochen, der in der Öffentlichkeit nie diskutiert wird, jedoch auch mir in der letzten Zeit immer mehr auffiel: die fehlende Schnelligkeit vieler unser Spieler.

Mit Ausnahme von Podolski, der wirklich einen guten Antritt hat, und mit Abstrichen auch Klose, der der zweitschnellste Spieler unserer Mannschaft sein dürfte, wirken alle unsere Spieler antrittsschwach. Karhan war z.B. mit seinen 29 Jahren mit Ball schneller als Hitzelperger (23) und Mertesacker (21) ohne Ball. Gibt es da in den deutschen Vereinen Versäumnisse?
@ freudenspender

die allerschnellsten sind wir nicht. ich bin beim training der bundesligamannschaften allerdings nicht anwesend, deshalb masse ich mir da jetzt keine meinung an.

entscheidend für mich ist, dass es gelingt, die begeisterung und den elan, den unbedingten willen nach vorne zu spielen, wieder zurück in die mannschaft zu bringen.

seine (klinsmanns) experimentierfreudigkeit fand ich bisher gerechtfertigt und nachvollziehbar. nun sollte er die gewichtung aber in richtung beständigigkeit verschieben.

wenn in fast jedem spiel eine andere mannschaft auf dem platz steht (sowohl personell als auch positionsbezogen), wie sollen da eingeübte spielzüge und sicherheit in den einzelnen mannschaftsteilen einkehren?

noch ein wort zur schnelligkeit, während des confed-cups hat die deutsche mannschaft eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch mit "high-speed" mannschaften wie argentinien und brasilien mithalten kann.

aber woran liegts jetzt? an der fehlenden atmosphäre (heimspiel, moderne arena, zuschauer die die mannschaft nach vorne "peitschen"), oder ist ein normales tief, und vor allen dingen das recht junger spieler, auch mal einen hänger zu haben?

ich denke es ist ein mix aus allem. die ganzen rotationen stärken zwar den gesunden konkurrenzkampf, aber sie verunsichern auch, und verhindern kontinuität und verlässliche strukturen im aufbau und der defensive.

man kann gespannt sein, ob der bundestrainer jetzt die kurve kriegt....
Hallo,

diese Woche gab es einige interessante Fußballspiele zu bestaunen. Erst das desaströse Auftreten der deutschen Nationalmannschaft in der Slowakei :cry: - dann ein sehr ordentliches Spiel der deutschen U21 gegen England (1:1), das auf hohem Niveau stattfand und gestern schließlich ein 4:2 der A-Mannschaft gegen Südafrika. Auch gab es ein bemerkenswertes 1:0 von Nordirland gegen England, das zeigt, das bei den anderen Top-Nationen auch nicht alles Gold ist was glänzt. Auch das 1:1 von Kroatien gegen Malta war bemerkenswert, da es die Kroaten fast sicher die WM-Teilnahme kosten wird.

Erinnern wir uns. Im Juni spielte noch die deutsche Mannschaft in Nordirland und gewann nach schwacher 1. Halbzeit noch relativ locker mit 4:1. Natürlich spielten die Nordiren gestern motivierter, da es um die WM-Quali ging, aber trotzdem handelte sich es um eine der größten Blamagen für den englischen Fußball in den letzten Jahrzehnten, da die Nordiren auf der Fifa Weltrangliste jenseits der Nr. 100 rangieren, aktuell auch z.B. hinter Liechtenstein.

Unsere Mannschaft verbreitete gestern mal wieder Licht und Schatten. Mit den Händen zu greifen war die Unsicherheit in der Defensive, während das Mittelfeld sehr unterschiedlich spielte. Wieder erwischte Ballack keinen guten Tag, während zum Beispiel Borowski sehr solide spielte. Auch Jansen spielte ganz prima, was mich als bekennender Gladbach-Fan natürlich besonders freute. Superstar war gestern aber Podolski, der das Spiel praktisch im Alleingang gewann. Hier ein Bericht aus der Stuttgarter Zeitung.

DFB-Elf
Prinz Poldi erlöst Klinsi

Drei Treffer des Kölner Jungstars beim 4:2-Erfolg über Südafrika - Defensive erneut mit Schwächen

Bremen - Ein überragender Lukas Podolski hat fast im Alleingang die Fußball-Nationalmannschaft aus der Krise geschossen. Der 20-jährige Kölner Stürmer erzielte am Mittwochabend in Bremen drei Tore zum deutschen 4:2-Erfolg gegen Südafrika und bereitete den vierten Treffer vor. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zeigte sich im Vergleich zur 0:2-Schlappe gegen die Slowakei vor allem in der Offensive deutlich verbessert. Dagegen offenbarte die mit einem Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren jüngste Abwehrkette der DFB-Geschichte einige Schwächen.

In einem phasenweise sehr munteren Spiel war vor 28.100 Zuschauern im nicht ausverkauften Weserstadion neben dem dreifachen Torschützen Podolski noch Lokalmatador Tim Borowski erfolgreich. Für die in der WM-Qualifikation faktisch bereits gescheiterten Südafrikaner traf Shaun Bartlett in der ersten Halbzeit per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich und nach der Pause Benedict McCarthy.

Neue Erkenntnisse brachte die Partie für Bundestrainer Klinsmann kaum. Trotz eines starken Auftritts des Mönchengladbachers Marcell Jansen in seinem ersten Länderspiel von Beginn an bleibt die Abwehr das Sorgenkind. Per Mertesacker machte im Zentrum erneut mehrfach eine unglückliche Figur, auch der Bremer Lokalmatador Patrick Owomoyela wirkte nicht immer sicher. Dagegen bewiesen in der Offensive Podolski und Bastian Schweinsteiger wie schon im Confederations Cup ihren hohen Wert für das deutsche Team. Eher bescheiden war erneut die Leistung von Kapitän Michael Ballack. Ihm unterlief gegen einen keineswegs druckvoll auftretenden Gegner nicht nur eine Reihe von Fehlpässen, sondern es gelang ihm auch in keiner Phase, das Spiel an sich zu reißen und das Tempo zu verlagern.

Das deutsche Team begann engagiert und ging aggressiv in die Zweikämpfe. Vor allem die linke Seite mit den Youngstern Schweinsteiger und Jansen entwickelte enormen Druck nach vorne. Bereits nach zwölf Minuten waren die Angriffsbemühungen von Erfolg gekrönt: Nach einem Steilpass von Lokalmatador Miroslav Klose lupfte Podolski den Ball abgebrüht von halblinks über Torhüter Hans Vonk zum 1:0 ins Netz.

In der Folge dominierte die DFB-Auswahl die Partie, doch in der 26. Minute brachte sie sich selbst wieder in große Nöte: Mit einem ungeschickten Einsteigen gegen Sibusiso Zuma verursachte Abwehrchef Per Mertesacker wie schon gegen die Slowakei einen Foulelfmeter: Rekordnationalspieler Bartlett verwandelte mit Glück gegen Jens Lehmann. Der Treffer hatte Schockwirkung: Das Klinsmann-Team verlor immer mehr Bälle im Mittelfeld und erholte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit. Allerdings blieben auch die Südafrikaner vorne eher harmlos.

Schlag auf Schlag ging es dann die zweite Hälfte weiter: In der 47. Minute erzielte Borowski auf Vorlage von Podolski das 2:1, das 3:1 besorgte der Jungstar dann nach tollem Einsatz eine Minute später wieder selbst. Auch der postwendende Anschlusstreffer durch Benny McCarthy nach einem neuerlichen Abwehrfehler in der deutschen Viererkette brachte die junge Klinsmann-Elf nicht mehr aus dem Gleichgewicht. In der 55. Minute später war es erneut der 20-jährige Kölner, der mit einem geradezu aufreizend lässigen Schuss aus dem Stand wieder den Zwei-Tore-Abstand herstellte. In der letzten halben Stunde schaltete die DFB-Auswahl ein paar Gänge runter. Dennoch hatten unter anderen die eingewechselten Kevin Kuranyi und Bernd Schneider sogar noch Chancen für weitere Treffer.

Das nächste Testspiel bestreitet Deutschland am 8. Oktober in Istanbul gegen die Türkei.
Avatar