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Kauft Buffet die Kölnische Rück ganz??? - Neueste Beiträge zuerst (Seite 86)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 27.095.413 von unicum am 21.01.07 20:15:09Analog dem unterstellten Wachstum der Erträge bin ich zwecks des Erhalts der Solvabilität von einer Aufstockung des EKs von 1,75% p.a. ausgegangen und betrachte den Rest der Erträge als ausschüttbar. Somit gehe ich nicht wie "IDW S1 alt" von einer Vollausschüttung aus, sondern lege Ausschüttungen zugrunde, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des Unternehmens orientieren, das ergibt hier übrigens eine Ausschüttungsquote von rd. 89%.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.985.883 von Syrtakihans am 17.01.07 17:06:15Moin S-Hans,

vielen Dank für Deinen Berechnungsanstoß! Endlich mal jemand mit einer dargelegten Herleitung seiner Behauptung!

Kurz:

Ist denn ein Wachstum in Höhe der Inflation und/oder des BIP nicht gerechtfertigt? Große Kapitalgesellschaften liegen i.d.R. sogar darüber.

Ja, in diesem Fall würde der Wachstumsabschlag 1 lauten, da er das Verhältnis preissteigerungsbedingtes Umsatzwachstum zu preissteigerungsbedingte Kostenanstieg repräsentiert.

Die Annahme einer Inflationsrate als Wachstumsabschlag wäre ein systematischer Fehler innerhalb der IDW-U-Bewertung.

#438
ich bin von Teil-Thesaurierungen ausgegangen usw. usw.

Verstehe ich nicht ganz. Die Abkehr von der Vollausschüttungsannahme hat steuerliche Gründe.

Gruß Unicum
Antwort auf Beitrag Nr.: 27.019.548 von SAFE1 am 18.01.07 20:06:53Nun, meine Überschlagsrechnung sehe als konform mit IDW S1 neuer Fassung. Der Kapitalisierungszinssatz wurde von mir nach Tax-CAPM abgeleitet, ich bin von Teil-Thesaurierungen ausgegangen usw. usw.

Wo siehst Du denn noch "IDW S1 alt"?
Der IDW S1 neu, der ab Oktober 2005 gültig ist, ist am besten in der PWC-Präsentation erklärt, die ich schon erwähnt habe.
Die Präsentation kann man herunterladen unter:

www.wiwi.uni-jena.de/Steuern/lehre/l_downloads/dl/Vortrag_PwC.pdf


Die Neuerungen finden sich insbesondere auf Seite 24.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.994.847 von SAFE1 am 17.01.07 22:52:38Bitte noch mal etwas näher erläutern, in wiefern Du IDW S1 als überarbeitet betrachtest.

Diverse Diskussionen zu Unternehmensbewertungen unter abweichenden steuerlichen Gesichtspunkten (und in der Folge geringeren Unternehmenswerten) sind mir zwar bekannt, haben m.W. aber noch keinen Eingang in die allgemein anerkannte Bewertungspraxis gefunden.
Hallo Syrtakihans!

Deine Aussagen basieren leider auf "IDW S1 alt"! Es gilt mittlerweile eine überarbeitete Fassung. Ich hatte bereits Ende November zu dem Thema etwas geschrieben, daher hier noch einmal nachfolgend:


Die Bewertung durch die Wirtschaftsprüfer erfolgt - wie ich mittlerweile weiß - nach dem sogenannten "IDW S1". Zu diesem Thema findet sich unter Google (Abfrage "IDW S1") ziemlich am Anfang ein interessanter Vortrag von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC an der Uni Jena vom Juli diees Jahres.

Danach kann man wohl überschlägig ein angenommenes Nachsteuerergebnis mit derzeit 8% bis 9% diskontieren (Tax-CAPM). Dies unter der Annahme, dass für KR ein Betafaktor von ca. 1,0 anzunehmen ist (habe für KR keinen gefunden, aber für Münchener Rück liegt er etwas über 1 und bei Hannover Rück unter 1 bei Betrachtung länger als 1 Jahr --> siehe comdirect).

Bleibt die Frage nach dem Nachsteuerergebnis:
M.E. muß man die hohen Steuern dieses Jahres anpassen auf einen "Normalsteuersatz" von ca. 38% (entspricht dem Konzernsteuersatz 2005 der KR). Dann ergibt sich für die ersten 9 Monate ein "bereinigtes" EPS von rund 10 Euro. Nimmt man für das letzte Quartal 2006 eine Steigerung des operativen Ergebnisses von 20% an, was der Steigerung der ersten 9 Monate ggü. Vorjahr entsprechen würde, und erhöht damit das EPS des 4.Quartals 2005 (4,62 Euro), so erhält man etwa 15,50 Euro nach Steuern für das Gesamtjahr 2006.

Würde man diese Schätzung als "ewige Rente" betrachten und nun mit 8% bzw. 9% diskontieren, so erhielte man eine Bandbreite von 172 Euro bis 194 Euro.

Dies ist natürlich alles viel zu grob, entspricht nicht annähernd dem IDW S1 und ist daher nicht richtig. M.E. fehlt beispielsweise noch das zu erwartendende Ergebniswachstum und die Annahme über das Ausschüttungsverhalten der Gesellschaft.

Der Wert könnte besonders wegen ersterem daher noch deutlich höher liegen. Ob das Ausschüttungsverhalten (KR hat die letzten Jahre nicht ausgeschüttet) viel Auswirkung haben kann, kann ich nicht beurteilen.

Ich glaube aber auch auf jeden Fall, dass 200 Euro die Untergrenze sein dürfte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.980.269 von Berni911 am 17.01.07 13:05:11Die 60,- € sind steuerfrei, das Risiko eigendlich nicht vorhanden, was will mann mehr ?

es kann aber sein, daß Du im Falle von Anfechtungsklagen ein Jahr oder gar noch länger auf die Auszahlung der Abfindung warten mußt.

Dann sieht die Lage nämlich nicht mehr so günstig aus, denn in diesem Jahr kann eine Alternativanlage auch Gewinn erwirtschaften.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.984.759 von sicherheitsmitarbeit am 17.01.07 16:22:01Hi,

von heute, Heinrich Industrie AG von 24,- um 8,- erhöht. Sind meist 30% und da liegen wir ziemlich exakt mit unseren Zahlen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.975.873 von babbelino am 17.01.07 09:31:05Hallo babbelino!

>> Der Wachstumsabschlag fällt m.E. zu hoch aus. Ich habe hier in meinem Modell nur 0,5%
>> in Ansatz gebracht.

Ist denn ein Wachstum in Höhe der Inflation und/oder des BIP nicht gerechtfertigt? Große Kapitalgesellschaften liegen i.d.R. sogar darüber.

>> Den um den Wachstumsabschlag verminderten Kapitaliserungszinssatz darft Du übrigens
>> nur für de Periode der ewigen Rente in Ansatz bringen, d.h. in Deinem Modell ab 2011.
>> Davor ist der erhöhte Satz von 6,73% anzuwenden.

Ja, ok, wenn ich ganz korrekt rechnen müsste, so wäre dieses zu berücksichtigen. Im Abfindungspreis schlägt sich das allerdings kaum nieder (1 bis 2 EUR).

>> … komme zu einem Unternehmenswert von 180 Euro. Dies ist wohlgemerkt der Wert,
>> den ich im Gutachten erwarte.

Nun, wenn die WPs richtig gefällig sind und die Stellschrauben bis zum Anschlag drehen, werden locker auch Werte darunter ausgewiesen werden können.
Wenn ich rein versuchshalber mit Konzernergebnissen von 280/270/260/260/ab 2011 265 Mio. EUR rechne, als Basiszins 4,50%, als Beta-Faktor 1,00 und als Wachstumsabschlag 0,50% verwende, so rutsche ich schon auf unter 180 EUR je Aktie.

Ich bin gespannt, was wir tatsächlich vorgelegt bekommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.982.992 von MIRU am 17.01.07 15:19:35Ein weiteres Beispiel ist die RWE DEA Nachbesserung von 296 auf 402 des LG Hamburgs vom 07.12.2006, eigentlich immer noch günstig für RWE mit Blick auf den aktuellen Geschäftsverlauf. Die Kölner Rück könnte sich die WP sparen, die Postings gleich als Gutachten ausdrucken und stempeln, sozusagen das WP Identverfahren.
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