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Ranking: Das sind die hochgradigsten Goldminen der Welt!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
11.09.2018, 14:58  |  1464   |   |   

In diesem schwierigen Marktumfeld schauen Investoren vor allem auf die Kosten einer Goldmine. Dabei ist ein wichtiges Argument für ein Investment ein hoher Goldgrad im Gestein. Wir blicken auf die hochgradigsten Minen der Welt.

Kosten! Kosten! Kosten!

Kosten, Kosten, Kosten! Bei einem Goldpreis von rund 1.200 US-Dollar je Unze sind die Kosten für jeden Produzenten entscheidend. Niedrige Kosten erreicht man am besten durch hohe Goldgrade. Denn je mehr Gold sich im Gesten befindet, desto weniger Aufwand muss betrieben werden, um eine wirtschaftliche Produktion zu erreichen. Dementsprechend ist das in diesen Zeiten mit niedrigen Goldpreisen ein entscheidender Faktor für Investments in Goldfirmen. Laut einer Studie von GFMS waren steigende Cashkosten aufgrund sinkender Goldgrade ein Hauptgrund für die Probleme vieler Goldproduzenten in den Krisenjahren nach 2013. Inzwischen haben sich vor allem die nordamerikanischen Unternehmen umgestellt und massiv an ihren Kosten gearbeitet. Ein Faktor sind natürlich hohe Goldgrade, wie sie beispielsweise in Nevada oder British Columbia zu finden sind. Das erklärt auch, warum diese Jurisdiktionen so beliebt geworden sind und viel Kapital aus der Mining-Branche anziehen.

Fosterville macht Kirkland Lake so wertvoll

Neben der hohen Goldgrade sind natürlich andere Faktoren wichtig. Während die Energiekosten global gesehen im Regelfall ähnlich hoch sind, - Öl hat einen Börsenpreis - gibt es natürlich große Unterschiede bei den Arbeitskosten, beim Material, Steuern oder Finanzierungskosten. Lässt man aber diese Faktoren außer Acht, sind hohe Goldgrade der beste Weg zu niedrigen Kosten. Mining Intelligence hat die öffentlich zugänglichen Daten der Goldminen dieser Welt zusammengetragen und die höchsten Grade ermittelt. Die höchsten Grade findet man natürlich unter der Erde. Daher lohnt es sich, zwischen Untergrundminen und Tagebau-Operationen zu unterscheiden. Im Untertagebereich zeigte im vierten Quartal 2017 die Fosterville-Mine von Kirkland Lake Gold mit 21,5 Gramm g/t Gold den höchsten Grad. Auch deshalb kommt Kirkland bei dieser Operation auf Cashkosten - nicht AISC - von nur 226 US-Dollar je Unze. Im vergangenen Jahr wurden auf Fosterville insgesamt 263.000 Unzen Gold gefördert. Diese Operation ist einer der Gründe, warum sich die Aktie von Kirkland Lake Gold an der Heimatbörse in Toronto seit Anfang 2016 in der Spitze verzehnfacht hat. Aktuell notiert sie rund ein Sechstel unter dem Allzeithoch.

Way Linggo-Mine: Klein, aber fein!

Bei den Tagebauminen zeigt die Way Linggo-Mine von Kingrose Mining mit 7,6 g/t Gold die höchsten Grade weltweit. Interessant ist, dass bei dieser indonesischen Mine im Tagebau die Reste der früheren Untergrundmine bearbeitet werden. 2017 wurden hier 23.300 Unzen Gold und 134.900 Unzen Silber gefördert. Insofern handelt es sich hier um eine relativ kleine Operation. Deutlich größer ist die zweitplatzierte Mt. Carlton-Mine in Australien. Evolution Mining konnte dort im vergangenen Jahr 113.700 Unzen Gold sowie 479.700 Unzen Silber aus dem Erdreich holen. Eine erheblichen Teil zur Kostensenkung bei Barrick Gold hat die Pueble Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik beigetragen. Hier holte der (noch) größte Goldproduzent der Welt im vergangenen Jahr 1,038 Mio. Unzen Gold aus dem Boden für Cashkosten von lediglich 344 US-Dollar je Unze. Mit 4,52 g/t Gold kommt die Mine auf den vierten Platz in diesem Ranking.

Die nächste hochgradige Goldmine im „Golden Triangle“

Doch es gibt auch neue hochgradige Vorkommen, die vor dem Abbau stehen. IDM Mining (0,075 CAD | 0,05 Euro; CA44939Q1063) beispielsweise entwickelt das Red Mountain-Projekt in British Columbia. Die Liegenschaft liegt direkt am südlichen Rand des berühmten „Golden Triangle“ und kommt laut letzter Ressourcenschätzung auf 8,75 g/t Gold. Hier soll im nächsten Jahr der Bau für die Untertagemine beginnen. Die IDM-Aktie hängt seit Monaten an der 7 Cent-Marke fest. Die Marktkapitalisierung beträgt lediglich etwas mehr als 40 Mio. CAD. Dafür erhält man derzeit eine Ressource mit über 700.000 Unzen Gold sowie mehr als 2,2 Mio. Unzen Silber im höherwertigen Status „Measured & Indicated“ (mehr hier). Zudem arbeitet das Unternehmen weiter an der Expansion der Ressource. Im ersten vollen Produktionsjahr ist hier durchaus eine Förderung von 100.000 Unzen Goldäquivalent möglich. Laut der Wirtschaftlichkeitsrechnung von IDM, die im Herbst noch einmal aktualisiert werden soll, erwartet man einen Free Cashflow pro vollem Produktionsjahr von 145 Mio. CAD und niedrige Produktionskosten (AISC) von 658 US-Dollar je Unze (mehr hier). Auch aufgrund dieser Kennzahlen dürften sich Unternehmen wie Osisko Mining oder Kinross Mining ins Aktionariat eingekauft haben.

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