Nach Ausverkauf: Goldpreis nimmt Fahrt auf! Kommt jetzt der Short Squeeze?

11.10.2018, 18:03  |  8268   |   |   

Nach dem Ausverkauf an der Wall Street rechnet so mancher Marktbeobachter mit einem Ende der Jahrhundert-Hausse. Und nun kann offenbar auch Gold seine Stärken ausspielen. Den Short-Spekulanten droht ein böses Erwachen!

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Ist die Aktien-Hausse schon zu Ende? Oder doch noch nicht?

Das war ein heftiger Ausverkauf an der Wall Street. So zumindest sahen es viele Medien. Der S&P 500 als wichtigster Aktienindex der Welt verlor im Mittwochshandel mehr als 3 Prozent an Wert. Für manche Schreibende schien die Welt unterzugehen. Ist das das Ende der seit der Finanzkrise laufenden Jahrhundert-Hausse, der zweitlängsten Rallye aller Zeiten an den US-Börsen? Möglicherweise! Aber man muss nicht in Panik verfallen. Mein Lieblings-Aktienhändler hatte es schon Anfang der Woche angedeutet. In dem aktuellen Marktumfeld muss man nicht investiert sein. Das macht keinen Spaß! Dennoch ist der gestrige Absturz nur eine kleine Bewegung. Derzeit läuft in den USA schließlich die 23. Korrektur seit dem Markttief im März 2009, wie Charlie Bilello von Pension Partners treffend anmerkte und mit Fakten unterlegte (siehe hier). Die 22 Lows zuvor haben die Anleger stets gut weggesteckt. Doch diesmal könnte es tatsächlich losgehen mit der globalen Baisse. Denn schon seit Monaten befinden sich die Börsen außerhalb der USA im Abwärtsmodus.

Dem Markt fehlte schon lange die Breite

Wer nur auf die Aktien von Google, Apple oder Netflix geschaut hat, mag das nicht mitbekommen haben. Doch in den USA waren es nur noch wenige Tech-Aktien, die die Indizes antrieben. Die Marktbreite fehlt schon seit Längerem. Hier in Deutschland haben so manche Schwergewichte schon im Frühsommer veritable Gewinnwarnungen herausgegeben, der Autozulieferer Continental gar zwei davon. Manch Anleger mag mit Blick auf die niedrigen KGV bei so manchem DAX-Wert gerade erst eingestiegen sein. Er kommt aber wahrscheinlich zu spät zur Börsenparty. Fakt ist, dass viele Frühindikatoren wie der Auftragseingang im Maschinenbau oder auch der Kupferpreis – „Dr. Copper“ – schon seit Monaten ein Ende des Booms signalisieren. Wenn es nun auch die Wall Street trifft, dann könnte das tatsächlich so etwas wie der Schlusspunkt sein. JP Morgan war dem Markt übrigens mal wieder voraus. Deren Chefanalyst sagte schon im Frühling, dass die Märkte bereits im Januar 2018 ihr Hoch gesehen hätten. Für fast alle Märkte außerhalb der USA scheint er Recht zu behalten. Und da hatte der von Donald Trump angezettelte Handelskrieg noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen. Man wird das Gefühl nicht los, dass viele Investoren diesen Faktor unterschätzt haben und vielleicht noch immer unterschätzen. Passend dazu meldete sich die Welthandelsorganisation WTO diese Woche zu Wort und sah im Worst Case-Szenario einen Einbruch des Welthandels um 20 Prozent voraus, wenn sich das sino-amerikanische Duell weiter hinzieht. Bei den Hype-Aktien kann der Absturz übrigens noch deutlich höher ausfallen. Square-Papiere waren beispielsweise einer der Renner, in den vergangenen zwei Wochen ging es aber hier um 38 Prozent bergab. Was hoch fliegt, kann halt tief fallen.

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