DAX+0,72 % EUR/USD+0,49 % Gold+0,01 % Öl (Brent)-5,89 %

Short-Positionen Leerverkäufe: Inwieweit Friedrich Merz gegen deutsche Firmen wettet

Anzeige
08.11.2018, 15:21  |  26309   |  12   |   

Die WirtschaftsWoche (WiWo) listet 15 deutsche Aktien, auf deren Kursverlust BlackRock, der weltgrößte Vermögensverwalter, wettet. Friedrich Merz, der Kandidat für den CDU-Vorsitz und Noch-Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland dürfte von dieser Liste Kenntnis haben. Die Frage bleibt aber, inwieweit sich Wetten gegen deutsche Firmen mit einem politischen Engagement für die deutsche Wirtschaft vertragen?

Die Journalisten der WiWo führen "Netto-Leerverkaufspositionen" (Short-Positionen) von BlackRock auf, die im Bundesanzeiger für jeden frei zugänglich veröffentlicht werden. Die Leerverkauf-Datenbank des Bundesanzeigers zeigt alle Leerverkäufe von Investoren - im Bundesanzeiger "Positionsinhaber" genannt - die mehr als 0,5 Prozent der ausstehenden Aktien eines Unternehmens ("Aktiengesellschaft") ausmachen. Alle Leerverkäufe über 0,5 Prozent müssen in den Bundesanzeiger. Hier geht’s zum passenden Online-Verzeichnis des Bundesanzeigers.

Das heißt auf der anderen Seite aber auch, dass man vermuten kann, dass BlackRock noch mehr Short-Positionen auf deutsche Aktientitel halten könnte. Diese lägen dann unter 0,5 Prozent der Aktien des Investitionszieles und müssten nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Es handelt sich bei den von der WiWo veröffentlichten BlackRock-Positionen meistens um Anteile, die die britische BlackRock-Tochter BlackRock Investment Management (UK) Limited hält. Diese soll laut WiWo aber auch die deutsche Niederlassung betreuen, was eine Verbindung zu Friedrich Merz, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von BlackRock Deutschland, anzeigen könnte.

Aber hier etwas Illegales oder aus Finanzmarkt-Sicht Anrüchiges zu unterstellen, wäre zunächst unredlich, da Shortpositionen im internationalen Aktiengeschäft weitverbreitete strategische Investoren-Instrumente sind. Sie dienen z. B. als Absicherungen, um Verluste durch Kursabfälle auszugleichen. Auf der anderen Seite stellen sie aber auch die klassische Wette auf fallende Kurse dar mit dem Ziel, möglichst hohe Verkaufsgewinne einzufahren.

In jeden Fall öffnet die Auflistung der Short-Positionen von BlackRock für den interessierten Aktien-Anleger einen wertvollen Einblick in die Short-Strategie des weltgrößten Vermögenverwalters in Bezug auf deutsche Aktien:

Short-Positionen auf deutsche Aktien von BlackRock-Gesellschaften:

  1. Software AG
  2. Südzucker
  3. K+S
  4. Siltronic
  5. Alstria
  6. Dt. Euroshop
  7. Adva
  8. RIB Software
  9. Zooplus
  10. Jost Werke
  11. Stratec Biomedical
  12. SLM Solutions
  13. Elringklinger
  14. GFT Technologies
  15. Gerry Weber

 

Quelle:

WirtschaftsWoche

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

nun stell dir mal vor, der von Blackrock gemanagte neue deutsche Staatsfond (noch zu gründen) shortet den ganzen Dax vor der nächsten Baisse; dann kann D alle Schulen renovieren und noch den Rentnern eine Weihnachtsrente (13. Monatsrente) bezahlen mit dem gehebelten Gewinn. Also ich hätt nichts dagegen. Auf Dauer könnte der Rentenbeitrag über längere Zeit konstant gehalten werden.
Vom 5.10-9.11.18 ist der Aktienkurs von 12,1 auf 9,24 € gefallen. Dabei wurden ca. 2,88 Million Aktien gehandelt. Sind ca. 11 % vom Grundkapital.
Black Rock Investment M. ist seit 12.08.18 mit 0,58 % Short und Black Rock Institutional M. mit 0,48 % Short. World Quant mit 0,49 % Short. Zusammen ca. 1,55 % seit 12.08.18.
Da ist noch eine viel höhere Shortquote im Markt. Kein Wunder dass der Kurs so runtergeprügelt wird.
In Deutschland muss nur ab 0,5 % gemeldet werden. In Holland muss alles gemeldet werden.
Wird Zeit dass sich Deutschland an die Gesetze in Holland anpasst.Oder noch besser ganz Europa angleicht.
Zu Hr. F. Merz /Blackrock ist meine Meinung :damit ist Der untragbar für ein Amt als CDU Vorsitz.
na da können sich die Babyboomer aber "warm anziehen", wenn der an die Macht kommt;
das einzig positive,an was ich mich erinnern kann, war seine Steuererklärung auf dem "Bierdeckel"
Wahrscheinlich bringt er mit seinen Connections die neue innovative Idee ein, endlich mal wie Norwegen es tut, einen grossen Staatsfond zu organsieren. Damit wäre dann endlich mal das Problem des bisher wakeligen Beins der privaten Altersvorsorge (Riester und Rürup) gelöst. Das würde bestimmt gerne Blackrock übernehmen. Der SPD Finanzminister weiss auch, das das 3. Standbein stabilisiert werden muss bzw. transplantiert .

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel