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    Aktien Frankfurt Eröffnung  441  0 Kommentare Zinsbefürchtungen machen Dax zu schaffen

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax verliert 0,83% auf 18.536,32 Punkte
    • MDax fällt um 0,76% auf 26.985,94 Zähler
    • Überseebörsen geben negative Vorgaben, Zinssorgen verstärkt

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenausklang den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax verließ seine jüngste Konsolidierungsspanne und fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Wochen. Zuletzt notierte er 0,62 Prozent im Minus bei 18 574,81 Punkten. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,7 Prozent an.

    Der MDax der mittelgroßen Werte büßte am Freitag 0,49 Prozent auf 27 061,87 Zähler ein. Für den EuroStoxx 50 , das Leitbarometer der Eurozone, ging es um rund 0,6 Prozent abwärts.

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    Die Zinssorgen dominieren wieder das Geschehen am Markt, nachdem in den USA jüngste Wirtschaftsdaten überraschend positiv ausgefallen waren und die US-Notenbank sich mit ersten Leitzinssenkungen womöglich noch länger Zeit lassen wird. Die Freude am Vortag über einen erneut starken Auftritt des KI-Vorzeigeunternehmens Nvidia mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Technologiesektor währte nicht lange.

    Konjunkturdaten aus Deutschland zeigten kaum Einfluss. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - gestützt vom Export und gestiegenen Bauinvestitionen - im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal bereinigt um 0,2 Prozent. Damit wurden vorläufige Angaben des Statistischen Bundesamts bestätigt.

    An der Frankfurter Börse könnte es nun recht schnell ungemütlich und die Korrektur nachhaltig werden, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Die Börsenampel ist zumindest mal auf Gelb zurückgesprungen." Das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed habe nicht dazu beigetragen, dass die Anleger die Zinswende 2024 fest in ihren Kalendern markieren könnten. Geldpolitisch stehe den Investoren ein unsicherer Sommer bevor. Zudem belaste die Geopolitik, ergänzte der Experte mit Verweis auf das jüngste Säbelrasseln Chinas in der Taiwanstraße.

    Unternehmensseitig ist es nachrichtlich relativ ruhig. Der Energieversorger RWE wird den US-Softwarekonzern Microsoft mit Grünstrom aus zwei neuen Windparks im US-Bundesstaat Texas beliefern. Darüber seien zwei 15-jährige Stromlieferverträge mit Microsoft unterzeichnet worden, teilte RWE mit. Über das Auftragsvolumen und die vereinbarten Strommengen wurde nichts bekannt. Die Anleger beeindruckte der Großauftrag bislang aber nicht, denn die RWE-Aktien fielen zuletzt um 1,1 Prozent.

    Der Aufsichtsrat des Industriekonzerns Thyssenkrupp stimmte einer 20-Prozent-Beteiligung des Energieunternehmens EPCG an der Stahlsparte zu. Bei der strategischen Partnerschaft soll es vor allem um Energielieferungen gehen. Die EPCG-Holding gehört dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, der auch größter Anteilseigner des Großhändlers Metro ist. Die Thyssenkrupp-Papiere verbilligten sich um 0,7 Prozent.

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    Die Anteilsscheine von Brenntag , LEG Immobilien , Nemetschek sowie Klöckner & Co notierten vorwiegend optisch klar im Minus, da sie an diesem Freitag mit Dividendenabschlägen gehandelt werden./edh/jha/





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