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Einzelne ETW als Kapitalanlage (Seite 3)



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Zitat von Geldler:
Zitat von honigbaer: Der Vermietergedanken verstehe ich ja. Aber ich habe einen Kollegen, der mietet seit 15 Jahren, nunmehr für 600€ seine Wohnung. Zusammengerechnet hätte er seine Wohnung nach der Zeit zur Hälfte bezahlt (eigentlich deutlich mehr, da die Wohnung vor 15 Jahren die Hälfte gekostet hat). Das ganze Geld hat jetzt der Vermieter, der sich davon seine Rente aufbessert. Seine Ersparnisse hat dieser Kollege bei 0.5% auf nem Konto liegen.
Wer macht denn nun deiner Meinung nach das bessere Geschäft, Mieter oder Vermieter?


Grundsätzlich stimme ich da voll zu, dass sich das grundsätzlich lohnt, mit ein paar Schulden zu leben. In der Regel wird auch eine gewisse Preissteigerung das Geschäft der Vermieter ausmachen, denn jede Lohnsteigerung bringt auch eine Steigerung der Wiederbeschaffungskosten im Bauwesen mit sich. Die derzeit tiefen Zinsen bieten außerdem günstige Einstiegsmöglichkeiten. Nur muss man natürlich auch sehen, dass die Angebote genau zu prüfen sind.

Und klar, es hängt auch davon ab, welche alternativen Anlagemöglichkeiten man hat. Ein Börsenamateur, der üblicherweise 5-10% Rendite jährlich mit dem DAX einfährt, wird eine MIetrendite von unter 5% nicht vom Hocker reißen. Und einen Börsenfuchs, der vielleicht auf zweistellige Renditen unabhängig vom DAX-Verlauf kommt, erst recht nicht. Andererseits sind im derzeitigen Zinsumfeld tatsächlich für Anleger wenig Alternativen zu finden. Lebensversicherungen brachten früher steuerfreie 4% Garantiezins, heute sind außer der Fondsrente (bei Kapitalwahl zum halben Steuersatz) nur noch die echten Renten steuerlich begünstigt. Und selbst für 3-4% Anleihezins muss man schon riskante Schuldner wählen. Geschlossene Fonds (Immobilien, Wind, Solar) mit 5-7% und aufgeschobener Besteuerung sind recht unflexibel, aber vielleicht nicht so schlecht, wie die Skandalfälle (Wölbern usw) einen denken lassen.

Also wie gesagt, grundsätzlich kann man sich schon die Immobilien anschauen!
Besser als ein Festgeld ist das allemal und das niedrige Zinsniveau kann man derzeit ausnutzen.
Zitat von honigbaer: Und klar, es hängt auch davon ab, welche alternativen Anlagemöglichkeiten man hat. Ein Börsenamateur, der üblicherweise 5-10% Rendite jährlich mit dem DAX einfährt, wird eine MIetrendite von unter 5% nicht vom Hocker reißen. Und einen Börsenfuchs, der vielleicht auf zweistellige Renditen unabhängig vom DAX-Verlauf kommt, erst recht nicht. Andererseits sind im derzeitigen Zinsumfeld tatsächlich für Anleger wenig Alternativen zu finden. Lebensversicherungen brachten früher steuerfreie 4% Garantiezins, heute sind außer der Fondsrente (bei Kapitalwahl zum halben Steuersatz) nur noch die echten Renten steuerlich begünstigt. Und selbst für 3-4% Anleihezins muss man schon riskante Schuldner wählen. Geschlossene Fonds (Immobilien, Wind, Solar) mit 5-7% und aufgeschobener Besteuerung sind recht unflexibel, aber vielleicht nicht so schlecht, wie die Skandalfälle (Wölbern usw) einen denken lassen.


In der Realität würde ich mal denken, daß ein nicht unerheblicher Teil der Börsenamateure mit Verluste operiert. Selbst in Aktienfonds holt man oft weniger Rendite als im Vergleichsindex, weil sich zusätzlich die Fondsmanager bedienen. Unterm Strich muß man am Kapitalmarkt Risiken eingehen und die Chance, hier Gewinne zu machen, ist nicht höher als die, Verluste zu machen. Das mag auch damit zusammenhängen, daß Leute, die ihr Geld mit einem 40h-Job verdienen oft nicht die Zeit finden, dran zu bleiben.

Wie schon gesagt, Ziel des Investments wäre es nicht, schnell reich zu werden, von den Einnahmen zu leben oder ähnliches, sondern Kapital zu erhalten und zu diversifizieren und dabei Steuervorteile zu nutzen.
Da würde ich jetzt doch dagegenhalten, dass es natürlich weitaus leichter ist, an der Börse in einem überschaubaren Zeitrahmen das Kapital zu verdoppeln, als mit einer Immobilieninvestition. Den Grund, wieso viele Leute dennoch die Chancen der Kapitalmärkte links liegen lassen, kann ich nicht erraten. Eine Aktienanlage ist eine vergleichsweise abstrakte Angelegenheit im Vergleich zu Zinsanlagen oder einem Immobilienkauf. Aber selbst der dümmste Amateuranleger kann doch den Index über nahezu kostenfreie Zertifikate kaufen und dann ein Jahr lang zuschauen, was passiert.

Im DAX hätte das in den kletzten 10 Jahren folgende prozentualen Ergebnisse gebracht:
2004 7,34
2005 27,07
2006 21,98
2007 22,29
2008 −40,37
2009 23,85
2010 16,06
2011 −14,69
2012 29,06
2013 25,48

Gewinne von 20% im Jahr waren also trotz größter Finanzkrise eher die Regel, als die Ausnahme.
Also so ein heißes Pflaster war die Börse auch wieder nicht. Und bei einer positiven Kurentwicklung in 8 von 10 Jahren, würde ich es eher für unwahrscheinlich halten, dass jeder Chance ein gleich großes Risiko gegenüberstand. Natürlich werden viele trotzdem mit IKB, IVG und Commerzbank viel Lehrgeld gezahlt haben. Anderer scheint es sich ja in den meisten Jahren doch bezahlt zu machen, statt auf Sicherheit und Kapitalerhalt auf den Aktienmarkt zu setzen.

Und das ist ja noch eine Herangehensweise, die nur aufden Index abstellt und die größten Firmen auswählt. Angesichts der reichen Palette an gesunden Industrieunternehmen in Deutschland, muss man wirklich keine Angst haben, bei der Aktienauswahl nur auf die Nase zu fallen. Was eben viel verkehrt gemacht wird, ist dass man schlauer sein will als der Markt und die Problemfirmen kauft. Dort sitzt man dann die Verluste aus. Wenn man dann mal ein gutes Unternehmen ins Depot genommen hat, wendet man sich nach 10 oder 20% Gewinn gleich wieder ab und verkauft.
Laut meinen Erfahrungen: Finger weg von einer einzigen ETW, ETW überhaupt
Zitat von honigbaer: Was denn für Erfahrungen?


Beispielsweise Brandstiftung, komplettes MFH im Eimer, Mülltonnenbrände, Mietnomdaden (wenn Du eine Wohnung in 10 Jahren 3x sanierst, denkst Du anders über Immos) usw. Mieterverein

Kauf lieber eine Beteiligung/Fonds/Aktie, wenn Du ein ruhiges Investment haben willst. Habe früher anders gedacht, aber in den letzten Jahren hat sich alles zum neg. geändert, und die dollsten Sachen kommen erst noch, Regulierung durch Gesetztgeber (Energieeffieziens, Mietpreisbremse) etc
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.397.350 von MBK2000 am 30.07.14 10:59:23Das sind sicherlich Dinge die passieren können, deren Eintrittswahrscheinlichkeit ist bei guter Mieterauswahl aber nur gering.

Allenfalls in schwierigen Märkten mit höheren Leerständen muß man manchmal auch auf Problemmieter zurückgreifen. Das erhöhte Risiko muß dann natürlich durch einen geringen Einkaufspreis der ETW berücksichtigt werden.

Die dargestellten Probleme durch den Gesetzgeber sind keine Gründe nicht zu vermieten.
- Mietpreisbremse interessiert mich z.B. garnicht, da der Markt sowieso nur moderate Preissteigerungen zulässt.

- die Effizienzanforderungen werden durch die Hintertür fast immer wieder ausgehebelt ... es gibt somit keinen wirklichen Handlungsdruck

(und wenn, wie bei der Austauschpflicht von 30 Jahre alten Heizanlagen ist es auch sinnvoll)
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.397.350 von MBK2000 am 30.07.14 10:59:23
Zitat von MBK2000:
Zitat von honigbaer: Was denn für Erfahrungen?


Beispielsweise Brandstiftung, komplettes MFH im Eimer, Mülltonnenbrände, Mietnomdaden (wenn Du eine Wohnung in 10 Jahren 3x sanierst, denkst Du anders über Immos) usw. Mieterverein

Kauf lieber eine Beteiligung/Fonds/Aktie, wenn Du ein ruhiges Investment haben willst. Habe früher anders gedacht, aber in den letzten Jahren hat sich alles zum neg. geändert, und die dollsten Sachen kommen erst noch, Regulierung durch Gesetztgeber (Energieeffieziens, Mietpreisbremse) etc


Solche Schäden sind doch sehr unwahrscheinlich. Außerdem hat man eine Wohngebäudeversicherung.
Bei Fonds knappst dir doch der Fondmanager einen guten Teil deiner Rendite ab. Außerdem hast du dann auch nicht die Möglichkeit, die 2% pro Jahr abzuschreiben, was steuerlich schon einiges ausmacht.

Bei allen Beteiligungen ist das Risiko, daß dein Geld veruntreut wird, auch nicht so gering. Bei einer Wohnung stehst du wenigstens im Grundbuch.

Natürlich würde ich niemals nur auf Wohnungen setzen. Aktien und den ganzen Kram hat man auch...
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.398.500 von donaldzocker am 30.07.14 13:17:17
Zitat von donaldzocker: - Mietpreisbremse interessiert mich z.B. garnicht, da der Markt sowieso nur moderate Preissteigerungen zulässt.

- die Effizienzanforderungen werden durch die Hintertür fast immer wieder ausgehebelt ... es gibt somit keinen wirklichen Handlungsdruck

(und wenn, wie bei der Austauschpflicht von 30 Jahre alten Heizanlagen ist es auch sinnvoll)


Naja, bei einem Gebäude mit gerade erst wärmeschutzsanierter Fassade und Fernwärmeversorgung kommt da nicht viel, würde ich schätzen. Das Gebäude ist m.E. sehr wirtschaftlich. Es gibt nicht viel, was kaputt gehen oder hohe Kosten verursachen könnte. Selbst eine komplette Dachsanierung wäre dort, auf die einzelnen Wohnungen runtergebrochen, durchaus bezahlbar. Allerdings ist mit dieser vllt. in 30 Jahren zu rechnen...

Die Miete ist gerade erst erhöht worden, aber immer noch unter dem ortsüblichen Wert. In Zukunft sollte also mehr drin sein. Außerdem ist es keine Großstadt. Mietpreisbremse kommt hier nicht zum Tragen.


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