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Corestate Capital - Mit Studentenwohnheimen zum Erfolg? (Seite 252)

eröffnet am 30.11.16 06:10:06 von
neuester Beitrag 13.05.21 16:57:00 von


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29.04.19 19:10:07
Beitrag Nr. 2.511 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.450.224 von Julius_Bier am 29.04.19 18:38:32sie verstehen mich schon.
es gibt keine samariter in diesem forum.
ihre beiträge sind wohl kalkuliert und haben zur aufgabe zu beeinflussen und das nicht zu knapp. wem das nicht auffällt, dem ist nicht zu helfen. das schreibe ich immer noch von der seitenlinie.
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29.04.19 19:13:41
Beitrag Nr. 2.512 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.450.437 von Julius_Bier am 29.04.19 19:04:07gibt es jetzt bezahltes dauerfeuer im minutentakt? ich freu mich.
danke für' s einstellen.
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29.04.19 19:20:31
Beitrag Nr. 2.513 ()
wie verzweifelt die lv sein müssen, wenn sie schon so amateure ins feld schicken. schon alleine die einleitung: ich bin ja auch nich investiert, aber sehr kritisch...wers glaubt...
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29.04.19 22:47:27
Beitrag Nr. 2.514 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.450.257 von Julius_Bier am 29.04.19 18:42:23
Zitat von Julius_Bier: Zusätzlich rechnete Winter 6,7 Millionen Euro als Beratungshonorar für den Zukauf der Hannover Leasing und der HFS ab. Der zweite Profiteur des Akquisitionsschubs war der Hedgefonds von Aufsichtsratschef Blattmann. Vicenda bekam für eine nach knapp sechs Monaten zurückgezahlte Zwischenfinanzierung der HFS-Übernahme insgesamt rund 17,7 Millionen Euro gutgeschrieben – was in der Größenordnung eines Fünftels des Corestate-Nettogewinns 2017 liegt.

Vor allem durch den Erwerb der HFS gerieten Winter und Corestate selbst ins Visier von Finanzmarkthaien. Das hat viel mit der Person des HFS-Gründers Norbert Ketterer (53) zu tun, einem der aggressivsten Immobiliendealer der Republik. Sein ständiger Kapitalhunger hat ihn bereits vor Jahren mit der Finanzaufsicht BaFin in Konflikt gebracht. Im Jahr 2011 musste die von ihm kontrollierte CWI Immobilien Genussscheinkapital und kreditähnliche Anlagegeschäfte auf Geheiß der Finanzaufseher rückabwickeln. Die Firma hatte Einlagengeschäfte ohne die dafür nötige Lizenz betrieben. Ketterer will sich dazu nicht äußern.
Schulden machten ihn groß

Der Verkauf der HFS war nicht der erste Deal, auf den Winter und Corestate sich mit Ketterer einließen. 2008 kauften sie ihm seine Anteile an der auf Studentenwohnheime und -apartments spezialisierten Alta Fides ab. Corestate legt Wert auf die Feststellung, dass der Kauf nicht direkt, sondern über einen Fonds erfolgte. Ein kleinerer Teil der Aktien der später in Youniq umgetauften Firma blieb an der Börse.

Die Kombination bekam den verbliebenen Shareholdern schlecht. Nachdem das Papier 90 Prozent seines Werts verloren hatte, sammelte Corestate 2016 die Reste ein und nahm den Laden vom Markt.

Auch die HFS-Übernahme könnte sich für die Mehrheit der Corestate-Aktionäre noch als schwer verdaulicher Brocken erweisen. Rund 620 Millionen Euro in bar und in Aktien bezahlten Winter und sein Management für das Unternehmen, das Kreditassets im Wert von rund 1,2 Milliarden managt – ein ungewöhnlich hoher Preis. Das zeigt auch ein Blick in die Bilanz: Dort liegt der aktivierte immaterielle Firmenwert (Goodwill) des Neuerwerbs bei rund 520 Millionen Euro, was 80 Prozent des Eigenkapitals entspricht. Zweifelsohne beängstigende Dimensionen – gerade angesichts des waghalsig erscheinenden Geschäftsmodells. Corestate selbst fühlt sich mit dem Bilanzansatz sicher.
Mann vom Fach: Norbert Ketterer gilt als einer der härtesten Immobiliendealer der Republik durch den Verkauf seiner Firma HFS wurde er zum Corestate-Anteilseigner

Mann vom Fach: Norbert Ketterer gilt als einer der härtesten Immobiliendealer der Republik durch den Verkauf seiner Firma HFS wurde er zum Corestate-Anteilseigner

Ketterer hat HFS mit sogenannten Mezzanine-Finanzierungen groß gemacht. Das sind Schuldtitel, mit denen er Immobilienentwicklern Geld für ihre Projekte leiht. Anschließend verpackt er sie in Spezialfonds und reicht diese an reiche Privatleute und institutionelle Investoren weiter. Weil sich HFS dabei im riskantesten Winkel des Immobiliensektors bewegt, sind viele der in den Fonds enthaltenen Anleihen laut den im "Bundesanzeiger" veröffentlichten Jahresberichten mit Sätzen von bis zu 20 Prozent verzinst.

Die hohen Gebühren, die Ketterer von seinen Investoren verlangt, schoben zunächst auch die Gewinne bei Corestate an. Im Jahr 2017 lieferten die HFS-Vehikel einen erheblichen Teil des Konzerngewinns. Es sieht allerdings nach einer wackligen Konstruktion aus. Die Konkurrenz berichtet von zurückgehenden Raten im Mezzanine-Geschäft, und mit der Zeit sind auch die Risiken der HFS-Vehikel gestiegen.

Dies gilt vor allem für den Flaggschifffonds Stratos II. Ausweislich des aktuellen Jahresberichts des Fondsverwalters Hansa Invest (weder Corestate noch HFS veröffentlichen Details zu ihren Fonds) stehen wohl bis zu 60 Prozent der finanzierten Projekte im Zusammenhang mit nur einem einzigen Immobilienentwickler: der börsennotierten und hoch verschuldeten Consus-Gruppe.

Rund 450 Millionen Euro frisches Geld warb HFS für das im Oktober endende Geschäftsjahr 2018 ein. Die ungewöhnlich hohe Konzentration auf eine Schuldneradresse scheint ein Teil der Investoren jedoch als Ausstiegsgelegenheit genutzt zu haben. Rund 300 Millionen flossen ab, nachdem in den vorangegangenen Jahren kaum Mittel abgezogen worden waren.

Quelle s.o.




Letztenendes ist doch die Frage, ob man diese Beraterverträge, die es sicher gab (und leider sehr gut dotiert) dem Vorstand vorwerfen kann oder nicht. Das hängt davon ab, ob die Beratung entsprechend großen Wert brachte und HFS ein Erfolg bleibt. Bisher sprechen die Zahlen eine klar positive Sprache.

Darüber muss man doch letztlich inhaltlich diskutieren, und nicht ob die "Freunde" sich da untereinander Jobs zuschanzen. Genauso wenig interessiert mich erstmal, ob da irgendwer aus den Fonds Geld abgezogen hat. Sowas gehört dazu. Solange neues Geld reinkommt, ist alles in Ordnung.




Fazit: Das ManagerMagazin redet sehr viel über Nebensächliches, aber es ist auch nicht alles uninteressant. Ich würde mich auf die folgenden Absätze konzentrieren, also Gefahren aus der Konzentration auf die Mezzanine-Finanzierungen. Das kann man auch nicht einfach als Bashing abtun.



Ketterer hat HFS mit sogenannten Mezzanine-Finanzierungen groß gemacht. Das sind Schuldtitel, mit denen er Immobilienentwicklern Geld für ihre Projekte leiht. Anschließend verpackt er sie in Spezialfonds und reicht diese an reiche Privatleute und institutionelle Investoren weiter. Weil sich HFS dabei im riskantesten Winkel des Immobiliensektors bewegt, sind viele der in den Fonds enthaltenen Anleihen laut den im "Bundesanzeiger" veröffentlichten Jahresberichten mit Sätzen von bis zu 20 Prozent verzinst.

Die hohen Gebühren, die Ketterer von seinen Investoren verlangt, schoben zunächst auch die Gewinne bei Corestate an. Im Jahr 2017 lieferten die HFS-Vehikel einen erheblichen Teil des Konzerngewinns. Es sieht allerdings nach einer wackligen Konstruktion aus. Die Konkurrenz berichtet von zurückgehenden Raten im Mezzanine-Geschäft, und mit der Zeit sind auch die Risiken der HFS-Vehikel gestiegen.
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29.04.19 23:22:33
Beitrag Nr. 2.515 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.452.342 von katjuscha-research am 29.04.19 22:47:27
Zitat von katjuscha-research:
Zitat von Julius_Bier: Zusätzlich rechnete Winter 6,7 Millionen Euro als Beratungshonorar für den Zukauf der Hannover Leasing und der HFS ab. Der zweite Profiteur des Akquisitionsschubs war der Hedgefonds von Aufsichtsratschef Blattmann. Vicenda bekam für eine nach knapp sechs Monaten zurückgezahlte Zwischenfinanzierung der HFS-Übernahme insgesamt rund 17,7 Millionen Euro gutgeschrieben – was in der Größenordnung eines Fünftels des Corestate-Nettogewinns 2017 liegt.

Vor allem durch den Erwerb der HFS gerieten Winter und Corestate selbst ins Visier von Finanzmarkthaien. Das hat viel mit der Person des HFS-Gründers Norbert Ketterer (53) zu tun, einem der aggressivsten Immobiliendealer der Republik. Sein ständiger Kapitalhunger hat ihn bereits vor Jahren mit der Finanzaufsicht BaFin in Konflikt gebracht. Im Jahr 2011 musste die von ihm kontrollierte CWI Immobilien Genussscheinkapital und kreditähnliche Anlagegeschäfte auf Geheiß der Finanzaufseher rückabwickeln. Die Firma hatte Einlagengeschäfte ohne die dafür nötige Lizenz betrieben. Ketterer will sich dazu nicht äußern.
Schulden machten ihn groß

Der Verkauf der HFS war nicht der erste Deal, auf den Winter und Corestate sich mit Ketterer einließen. 2008 kauften sie ihm seine Anteile an der auf Studentenwohnheime und -apartments spezialisierten Alta Fides ab. Corestate legt Wert auf die Feststellung, dass der Kauf nicht direkt, sondern über einen Fonds erfolgte. Ein kleinerer Teil der Aktien der später in Youniq umgetauften Firma blieb an der Börse.

Die Kombination bekam den verbliebenen Shareholdern schlecht. Nachdem das Papier 90 Prozent seines Werts verloren hatte, sammelte Corestate 2016 die Reste ein und nahm den Laden vom Markt.

Auch die HFS-Übernahme könnte sich für die Mehrheit der Corestate-Aktionäre noch als schwer verdaulicher Brocken erweisen. Rund 620 Millionen Euro in bar und in Aktien bezahlten Winter und sein Management für das Unternehmen, das Kreditassets im Wert von rund 1,2 Milliarden managt – ein ungewöhnlich hoher Preis. Das zeigt auch ein Blick in die Bilanz: Dort liegt der aktivierte immaterielle Firmenwert (Goodwill) des Neuerwerbs bei rund 520 Millionen Euro, was 80 Prozent des Eigenkapitals entspricht. Zweifelsohne beängstigende Dimensionen – gerade angesichts des waghalsig erscheinenden Geschäftsmodells. Corestate selbst fühlt sich mit dem Bilanzansatz sicher.
Mann vom Fach: Norbert Ketterer gilt als einer der härtesten Immobiliendealer der Republik durch den Verkauf seiner Firma HFS wurde er zum Corestate-Anteilseigner

Mann vom Fach: Norbert Ketterer gilt als einer der härtesten Immobiliendealer der Republik durch den Verkauf seiner Firma HFS wurde er zum Corestate-Anteilseigner

Ketterer hat HFS mit sogenannten Mezzanine-Finanzierungen groß gemacht. Das sind Schuldtitel, mit denen er Immobilienentwicklern Geld für ihre Projekte leiht. Anschließend verpackt er sie in Spezialfonds und reicht diese an reiche Privatleute und institutionelle Investoren weiter. Weil sich HFS dabei im riskantesten Winkel des Immobiliensektors bewegt, sind viele der in den Fonds enthaltenen Anleihen laut den im "Bundesanzeiger" veröffentlichten Jahresberichten mit Sätzen von bis zu 20 Prozent verzinst.

Die hohen Gebühren, die Ketterer von seinen Investoren verlangt, schoben zunächst auch die Gewinne bei Corestate an. Im Jahr 2017 lieferten die HFS-Vehikel einen erheblichen Teil des Konzerngewinns. Es sieht allerdings nach einer wackligen Konstruktion aus. Die Konkurrenz berichtet von zurückgehenden Raten im Mezzanine-Geschäft, und mit der Zeit sind auch die Risiken der HFS-Vehikel gestiegen.

Dies gilt vor allem für den Flaggschifffonds Stratos II. Ausweislich des aktuellen Jahresberichts des Fondsverwalters Hansa Invest (weder Corestate noch HFS veröffentlichen Details zu ihren Fonds) stehen wohl bis zu 60 Prozent der finanzierten Projekte im Zusammenhang mit nur einem einzigen Immobilienentwickler: der börsennotierten und hoch verschuldeten Consus-Gruppe.

Rund 450 Millionen Euro frisches Geld warb HFS für das im Oktober endende Geschäftsjahr 2018 ein. Die ungewöhnlich hohe Konzentration auf eine Schuldneradresse scheint ein Teil der Investoren jedoch als Ausstiegsgelegenheit genutzt zu haben. Rund 300 Millionen flossen ab, nachdem in den vorangegangenen Jahren kaum Mittel abgezogen worden waren.

Quelle s.o.




Letztenendes ist doch die Frage, ob man diese Beraterverträge, die es sicher gab (und leider sehr gut dotiert) dem Vorstand vorwerfen kann oder nicht. Das hängt davon ab, ob die Beratung entsprechend großen Wert brachte und HFS ein Erfolg bleibt. Bisher sprechen die Zahlen eine klar positive Sprache.

Darüber muss man doch letztlich inhaltlich diskutieren, und nicht ob die "Freunde" sich da untereinander Jobs zuschanzen. Genauso wenig interessiert mich erstmal, ob da irgendwer aus den Fonds Geld abgezogen hat. Sowas gehört dazu. Solange neues Geld reinkommt, ist alles in Ordnung.




Fazit: Das ManagerMagazin redet sehr viel über Nebensächliches, aber es ist auch nicht alles uninteressant. Ich würde mich auf die folgenden Absätze konzentrieren, also Gefahren aus der Konzentration auf die Mezzanine-Finanzierungen. Das kann man auch nicht einfach als Bashing abtun.



Ketterer hat HFS mit sogenannten Mezzanine-Finanzierungen groß gemacht. Das sind Schuldtitel, mit denen er Immobilienentwicklern Geld für ihre Projekte leiht. Anschließend verpackt er sie in Spezialfonds und reicht diese an reiche Privatleute und institutionelle Investoren weiter. Weil sich HFS dabei im riskantesten Winkel des Immobiliensektors bewegt, sind viele der in den Fonds enthaltenen Anleihen laut den im "Bundesanzeiger" veröffentlichten Jahresberichten mit Sätzen von bis zu 20 Prozent verzinst.

Die hohen Gebühren, die Ketterer von seinen Investoren verlangt, schoben zunächst auch die Gewinne bei Corestate an. Im Jahr 2017 lieferten die HFS-Vehikel einen erheblichen Teil des Konzerngewinns. Es sieht allerdings nach einer wackligen Konstruktion aus. Die Konkurrenz berichtet von zurückgehenden Raten im Mezzanine-Geschäft, und mit der Zeit sind auch die Risiken der HFS-Vehikel gestiegen.



Dem stimme ich zu, vieles sind Nebensächlichkeiten, die sich leicht widerlegen lassen. Manches ist jedoch durchaus interessant. Allerdings muss man auch hier kritisch hinterfragen. Besonders den letzten Teil möchte ich nochmal kurz aufgreifen:

"Es sieht allerdings nach einer wackligen Konstruktion aus. Die Konkurrenz berichtet von zurückgehenden Raten im Mezzanine-Geschäft, und mit der Zeit sind auch die Risiken der HFS-Vehikel gestiegen."

Auch hier ist es in meinen Augen wieder eine Nebelkerze, die für Unsicherheit sorgen soll.
Erstens ist für mich nicht klar, inwieweit das Mezzanine-Geschäft bei der Konkurrenz tatsächlich zurückgeht.
Zweitens sieht Corestate sich als Marktführer in dem Bereich, sowohl was Quantität und Qualität angeht. Insofern finde ich es fragwürdig, Corestate mit möglicherweise schwächeren Wettbewerbern in einen Topf zu schmeißen, ohne dabei auf die jeweilige Wettbewerbsposition einzugehen.
Alles in allem wieder eine Aussage mit viel Schall und Rauch, ohne wirkliche Fakten auf den Tisch zu legen.

So lange die Zahlen stimmen, vertraue ich dem Management von Corestate in seinen Aussagen mehr als einem Redakteur mit fragwürdigen Motiven.
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30.04.19 01:57:42
Beitrag Nr. 2.516 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.452.510 von Ghosttrader1 am 29.04.19 23:22:33Ich würde das nicht so auf die leichte Schulter nehmen.

Ich frag ja hier schon seit Monaten ab und zu, in wie weit das Geschäftsmodell nachhaltig ist, nicht nur was den starken Gewinneffekt beim Warehousing betrifft. Wenn man beim Thema Mezzanin auch mal kritisch hinterfragt, ob die Margensituation so anhält, muss man nicht sofort fragwürdige Motive unterstellen.

Ich kenne das managerMagazin nicht, und kann es daher weder positiv noch negativ beurteilen. Weit du denn etwas über deren fragwürdige Motive?

Du sagst zudem selbst, "solange die Zahlen stimmen". Genau darum geht ja hier. Wie nachhaltig ist die Gewinnsituation? Um das rauszufinden, muss man natürlich darüber diskutieren dürfen, ob dieses Geschäftsmodell aus Mezzanine-Finanzierungen und deren Weiterreichung dauerhaft funktioniert. Das hat ja immer auch was mit Vertrauen in die Manager und den Markt insgesamt zu tun. Fällt ein Dominostein aus dem Gebilde, kann das auch durchaus mal schnell negative Auswirkungen haben. Insofern sind die Vorwürfe oder Fragen, die in dem Artikel aufgeworfen werden, nichts wo ich sagen würde, man muss es sofort in die Mülltonne werfen. Ich frag mich ja seit längerem, wo hier der Verkaufsdruck in der Aktie herkommt. Vielleicht trifft das Thema ja den Kern.
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30.04.19 08:42:39
Beitrag Nr. 2.517 ()
@Katjuscha:

Bezüglich HFS gab es ja vom CEO ganz klar die Aussage, dass die HFS sehr gut ins das aktuelle Jahr gestartet ist und man auf die nächsten Jahre hier aufgrund des Baubooms weiterhin sehr gute Geschäfte erwartet. Sofern man dem CEO glaubt (was ich tue), ist also derzeit alles im Lot.

Fakt ist aber natürlich auch, dass Geschäfte wie Mezzanine-Finanzierungen natürlich riskanter sind als der Rest, oder glaubt irgendwer ernsthaft es gäbe 15-20% für Null Risiko? Derjenige müsste nicht nur hinter dem Mond sondern auch hinter Neptun leben. Einzig wirklich unschön ist, wenn es denn stimmt, dass etwa 60% bei einem Schuldner platziert sind. Aber auch hier ist für mich unklar ob die 60% wirklich das gesamte Mezzanine Geschäft betreffen oder ob 60% der Anleihen aus dem einen Fonds dort platziert sind. Wäre es letzterer Fall, dann würden wir nur noch von vielleicht 15 bis 20% sprechen, was deutlich entspannter wäre.

Insgesamt sollte man aber nicht vergessen, dass Corestate nicht aus der HFS besteht und auch die anderen Unternehmensteile gut wirtschaften und vor allem wachsen. Alleine dadurch wird sich im Laufe der Zeit auch die "Abhängigkeit" von der HFS etwas reduzieren.

Die Nachhaltigkeit im Warehousing sehe ich ebenfalls als gegeben an, das kann man inzwischen ja das eine oder andere Jahr zurückverfolgen und zuletzt wurden diesbezüglich ja wieder zwei interessante Objekte in München hinzugefügt. Es kommt hier natürlich zu Schwankungen in der jährlichen Höhe, auf Null sinkt der Wert aber nicht und das eine oder andere Jahr wird es ein gutes Stückchen on Top geben zum "normalen" Ergebnis wie eben auch in 2018.

Insgesamt ist Corestate durchaus gut aufgestellt, aufgrund des derzeit aber noch gegebenen hohen Anteils am Mezzanine-Geschäft ist ein gewisser Abschlag beim Preis als Risikoabschlag mit Sicherheit gewährleistet, den ich aber bei Kursen von 30 bis 45 Euro durchaus als gegeben ansehe.

Und ein wichtiger Hinweis noch: Corestate investiert nicht selbst im Mezzanine-Geschäft sondern mit den Geldern der Kunden und auch mit Hinweis auf die entsprechenden Ausfallrisiken. Selbst wenn tatsächlich einmal eines der Geschäfte zum Verlust führen würde, wäre das per se noch kein Beinbruch.

Wie immer empfehle ich allen: Lest die Geschäftsberichte und Präsentationen auf der Homepage, so könnt ihr euch einen besseren Überblick verschaffen.

LG
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30.04.19 09:03:02
Beitrag Nr. 2.518 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.452.744 von katjuscha-research am 30.04.19 01:57:42
Endlich !
Sind mal wieder Leute im Board, mit denen man vernünftig diskutieren kann. Hab gerade keine Zeit, werde aber bei Gelegenheit drauf zurückkommen. Allen, denen es darum geht, Licht ins Dunkel zu bringen, viel Erfolg !
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30.04.19 10:09:45
Beitrag Nr. 2.519 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.453.707 von Julius_Bier am 30.04.19 09:03:02
Zitat von Julius_Bier: Sind mal wieder Leute im Board, mit denen man vernünftig diskutieren kann. Hab gerade keine Zeit, werde aber bei Gelegenheit drauf zurückkommen. Allen, denen es darum geht, Licht ins Dunkel zu bringen, viel Erfolg !


Sie sollten sich mal zurückhalten. Ich habe mir mal ihre Beitragshistory angeschaut.
Sie tummeln sich zu 90 % im Steinhoff Zockerforum rum ohne auch nur annähernd fundierte Beiträge zu schreiben.
Sie selber schreiben im Februar 2018 dass sie hier bei Corestate eingestiegen sind . Ab März 2018 schreiben sie nicht einen Beitrag mehr zu Corestate und gestern fängt hier die basherei durch Sie an.

Lassen sie es einfach sein die Leute hier im Forum für dumm zu verkaufen und trollen sie sich wieder.



28.02.18, 19:27

Chart zu "Corestate Capital Holding" ansehen



Tach zusammen. Bin mal mit ner ersten Posi rein. Warum diskutiert ihr hier den chart ? Corestate hat den sdax sowas von outperformed...der Anstieg will erst mal verdaut werden. Immo- Werte sind eh zur Zeit keine Kursraketen. Sehe das Invest eher auf Sicht von 3- 5 Jahren.



07.03.18, 11:20

Alles klar danke für die Mühe. Bin wie gesagt neu hier und hatte natürlich nicht alles gelesen. Bin ansonsten 100 % Deiner Meinung. Mein Invest ist eine Spekulation darauf, dass sie es ein wenig besser machen als andere und weiter wachsen.



Ansonsten bewege ich mich z. Zt. eher vorsichtig bei diesem Umfeld...


09.03.18, 15:14

Chart zu "Corestate Capital Holding" ansehen



Ich versteh euer rumgeheule hier nicht...(siehe chart) Corestate hat in 2017 jede Menge Vorschussloorbeeren bekommen, die jetzt erst mal verdient werden wollen. Wenn ihr über Nacht reich werden wollt müst ihr bitcoins erzeugen " />



Also...ruhig bleiben und erst mal ein paar Jahre im Depot liegen lassen. Das ist hier keine high- tech- Rakete sondern ein Immobilien- Dienstleister.
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30.04.19 11:07:14
Beitrag Nr. 2.520 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.452.744 von katjuscha-research am 30.04.19 01:57:42
Zitat von katjuscha-research: Ich würde das nicht so auf die leichte Schulter nehmen.

Ich frag ja hier schon seit Monaten ab und zu, in wie weit das Geschäftsmodell nachhaltig ist, nicht nur was den starken Gewinneffekt beim Warehousing betrifft. Wenn man beim Thema Mezzanin auch mal kritisch hinterfragt, ob die Margensituation so anhält, muss man nicht sofort fragwürdige Motive unterstellen.

Ich kenne das managerMagazin nicht, und kann es daher weder positiv noch negativ beurteilen. Weit du denn etwas über deren fragwürdige Motive?

Du sagst zudem selbst, "solange die Zahlen stimmen". Genau darum geht ja hier. Wie nachhaltig ist die Gewinnsituation? Um das rauszufinden, muss man natürlich darüber diskutieren dürfen, ob dieses Geschäftsmodell aus Mezzanine-Finanzierungen und deren Weiterreichung dauerhaft funktioniert. Das hat ja immer auch was mit Vertrauen in die Manager und den Markt insgesamt zu tun. Fällt ein Dominostein aus dem Gebilde, kann das auch durchaus mal schnell negative Auswirkungen haben. Insofern sind die Vorwürfe oder Fragen, die in dem Artikel aufgeworfen werden, nichts wo ich sagen würde, man muss es sofort in die Mülltonne werfen. Ich frag mich ja seit längerem, wo hier der Verkaufsdruck in der Aktie herkommt. Vielleicht trifft das Thema ja den Kern.



Nein, wenn es ein durch und durch sachlicher Bericht wäre, der sich auf Fakten konzentriert und keine wertende Haltung einnimmt, dann muss man sicherlich keine fragwürdigen Motive unterstellen. In diesem Fall nimmt der Autor aber eine klar wertende negative Haltung gegenüber Corestate ein, sodass ich das Motiv dieser Haltung gerne hinterfrage.

Ich weiß natürlich nichts über deren Motive. Auffällig ist für mich jedoch, dass die Berichte des MM nur einer Interessensgruppe bei Corestate in die Hände spielt - den LV. Nachdem es in der Vergangenheit schon mehrere dieser LV-Attacken bei anderen Unternehmen gab, bei denen relativ intransparente Geschäftsmodelle genutzt wurden, um Vorwürfe zu lancieren, bleibe ich bei so etwas nun überaus skeptisch.

Wie das Management schon öfters kommuniziert hat und auch allgemein bekannt ist, dürfte der Bauboom in den nächsten Jahren erstmal nicht abebben. Daher erwartet man folglich auch nach wie vor gute Geschäfte bei HFS. Das ist für mich schlüssig. Und bisher hat Corestate auch immer geliefert oder seine Ziele übererfüllt.
7 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
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