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Corestate Capital - Mit Studentenwohnheimen zum Erfolg? (Seite 253)

eröffnet am 30.11.16 06:10:06 von
neuester Beitrag 13.05.21 16:57:00 von


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30.04.19 11:18:40
Beitrag Nr. 2.521 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.454.979 von Ghosttrader1 am 30.04.19 11:07:14
Zitat von Ghosttrader1: ...
Ich weiß natürlich nichts über deren Motive. Auffällig ist für mich jedoch, dass die Berichte des MM nur einer Interessensgruppe bei Corestate in die Hände spielt - den LV. Nachdem es in der Vergangenheit schon mehrere dieser LV-Attacken bei anderen Unternehmen gab, bei denen relativ intransparente Geschäftsmodelle genutzt wurden, um Vorwürfe zu lancieren, bleibe ich bei so etwas nun überaus skeptisch.
....


“We have no objection to anybody selling Berkshire short at all,” [Warren Buffett] said. “The more shorts, the better, because they have to buy the stock later on.”

Über kritische Berichte freue ich mich auch: Sie vervollständigen das Bild über das Unternehmen, so dass man eine möglichst umfassende Grundlage für die eigene Entscheidung hat.
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30.04.19 11:34:00
Beitrag Nr. 2.522 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.453.497 von kronos01 am 30.04.19 08:42:39Insbesondere der Preis für den die HFS gekauft wurde, vernichtet bei mir jegliches Vertrauen zum Management. Laut 'ihrem eigenen Geschäftsbericht war das extrem teuer.
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30.04.19 11:40:20
Beitrag Nr. 2.523 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.455.138 von bean-counter am 30.04.19 11:18:40
Zitat von bean-counter:
Zitat von Ghosttrader1: ...
Ich weiß natürlich nichts über deren Motive. Auffällig ist für mich jedoch, dass die Berichte des MM nur einer Interessensgruppe bei Corestate in die Hände spielt - den LV. Nachdem es in der Vergangenheit schon mehrere dieser LV-Attacken bei anderen Unternehmen gab, bei denen relativ intransparente Geschäftsmodelle genutzt wurden, um Vorwürfe zu lancieren, bleibe ich bei so etwas nun überaus skeptisch.
....


“We have no objection to anybody selling Berkshire short at all,” [Warren Buffett] said. “The more shorts, the better, because they have to buy the stock later on.”

Über kritische Berichte freue ich mich auch: Sie vervollständigen das Bild über das Unternehmen, so dass man eine möglichst umfassende Grundlage für die eigene Entscheidung hat.


Solange diese kritischen Berichte sich auf Fundamentaldaten, nachgewiesenen Tatsachen und nachvollziehbaren Detais beziehen ist das unbedingt zu considern.
Allerdings sind die Absichten eines DP vom MM mitnichten eine seriöse Berichterstattung.
Das ist ein sterntypischer Trollbericht, reisserisch in BILD Manier um selber im Schaufenster zu stehen.
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30.04.19 12:57:32
Beitrag Nr. 2.524 ()
Wer Corestate Aktien hält, der kennt die Risiken....aber auch die Chancen.

Bedenkenträger werden selten reich, aber auch nie bettelarm.......zuviele Bedenken, um sich die meisten Chancen im Leben auszureden.....höhere Renditen ohne oder bei kaum Risiko = Irrsinn, wer dies glaubt und so anlegt...

Jeder wie er will....ich habe viele Risiken bei vielen Anlagen......die Mischung machts.....eine davon Corestate.....kein Klumpenrisiko bei mir
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30.04.19 14:10:12
Beitrag Nr. 2.525 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.455.138 von bean-counter am 30.04.19 11:18:40
Über kritische Berichte freue ich mich auch: Sie vervollständigen das Bild über das Unternehmen, so dass man eine möglichst umfassende Grundlage für die eigene Entscheidung hat.[/quote]
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30.04.19 14:11:47
Beitrag Nr. 2.526 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.455.138 von bean-counter am 30.04.19 11:18:40Danke, genau darum geht es !
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30.04.19 14:16:00
Beitrag Nr. 2.527 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.456.839 von Julius_Bier am 30.04.19 14:11:47Der Mensch neigt aber dazu, alles, was seiner eigenen, vorgefassten Meinung nicht entspricht, auszublenden. Für mich ist es jedoch selbstverständlich, seine Meinung bezgl. eines Invests auch mal zu änden, wenn es ne neue Faktenlage gibt.
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30.04.19 14:30:29
Beitrag Nr. 2.528 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.456.872 von Julius_Bier am 30.04.19 14:16:00

Die Themenfäden bei W-O sollen ja keine "Ersatzreligion" der bereits Investierten sein......ich denke immer nach über Informationen.......wenn es welche sind.......dann entscheiden, ob ich nach heutiger Gedanken- und Faktenlage zum heutigen Kurs wieder kaufen würde.......falls nein......Ausstieg.....
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30.04.19 15:00:22
Beitrag Nr. 2.529 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.453.497 von kronos01 am 30.04.19 08:42:39
Zitat von kronos01: @Katjuscha:

Bezüglich HFS gab es ja vom CEO ganz klar die Aussage, dass die HFS sehr gut ins das aktuelle Jahr gestartet ist und man auf die nächsten Jahre hier aufgrund des Baubooms weiterhin sehr gute Geschäfte erwartet. Sofern man dem CEO glaubt (was ich tue), ist also derzeit alles im Lot.

Fakt ist aber natürlich auch, dass Geschäfte wie Mezzanine-Finanzierungen natürlich riskanter sind als der Rest, oder glaubt irgendwer ernsthaft es gäbe 15-20% für Null Risiko? Derjenige müsste nicht nur hinter dem Mond sondern auch hinter Neptun leben. Einzig wirklich unschön ist, wenn es denn stimmt, dass etwa 60% bei einem Schuldner platziert sind. Aber auch hier ist für mich unklar ob die 60% wirklich das gesamte Mezzanine Geschäft betreffen oder ob 60% der Anleihen aus dem einen Fonds dort platziert sind. Wäre es letzterer Fall, dann würden wir nur noch von vielleicht 15 bis 20% sprechen, was deutlich entspannter wäre.

Insgesamt sollte man aber nicht vergessen, dass Corestate nicht aus der HFS besteht und auch die anderen Unternehmensteile gut wirtschaften und vor allem wachsen. Alleine dadurch wird sich im Laufe der Zeit auch die "Abhängigkeit" von der HFS etwas reduzieren.

Die Nachhaltigkeit im Warehousing sehe ich ebenfalls als gegeben an, das kann man inzwischen ja das eine oder andere Jahr zurückverfolgen und zuletzt wurden diesbezüglich ja wieder zwei interessante Objekte in München hinzugefügt. Es kommt hier natürlich zu Schwankungen in der jährlichen Höhe, auf Null sinkt der Wert aber nicht und das eine oder andere Jahr wird es ein gutes Stückchen on Top geben zum "normalen" Ergebnis wie eben auch in 2018.

Insgesamt ist Corestate durchaus gut aufgestellt, aufgrund des derzeit aber noch gegebenen hohen Anteils am Mezzanine-Geschäft ist ein gewisser Abschlag beim Preis als Risikoabschlag mit Sicherheit gewährleistet, den ich aber bei Kursen von 30 bis 45 Euro durchaus als gegeben ansehe.

Und ein wichtiger Hinweis noch: Corestate investiert nicht selbst im Mezzanine-Geschäft sondern mit den Geldern der Kunden und auch mit Hinweis auf die entsprechenden Ausfallrisiken. Selbst wenn tatsächlich einmal eines der Geschäfte zum Verlust führen würde, wäre das per se noch kein Beinbruch.

Wie immer empfehle ich allen: Lest die Geschäftsberichte und Präsentationen auf der Homepage, so könnt ihr euch einen besseren Überblick verschaffen.

LG






Also zunächst mal vornweg.

Privat bin ich nach wie vor investiert, und habe nur im Wikifolio deutlich abgebaut, weil ich dort andere Risikoerwägungen für meine Investoren berücksichtigen muss. Und bezüglich dieser Risiken stellen sich mir halt bei Corestate immer mehr Fragen.

Was das ManagerMagazin angeht, habe ich deren Beweggründe nicht hinterfragt. Ist mir eigentlich auch egal. Ich schau wie bei jeder Analyse nicht aufs Fazit oder den Herausgeber, sondern auf die einzelnen Inhalte. Und Ja, ein guter Teil der Inhalte bezieht sich nur auf Persönliches, wobei das auch nicht ganz uninteressant ist, aber ich nicht beurteilen kann. Die Stelle bezüglich dem Geschäftsmodell bei Mazzanine-Finanzierungen kann man aber durchaus als Ausgangspunkt für Diskussionen nutzen.


Was Vorstandsaussagen angeht, bin ich immer etwas kritisch, nicht nur bei Corestate. Na klar sagen die, dass alles super läuft. Und aktuell nehm ich das bei Corestate auch an bzw. dem Vorstand ab. Wieso auch nicht? Bauboom, Immobilienboom …
Nur muss man doch sehen, wie sich Unternehmensbewertungen ergeben. Die Gewinnmultiplen sagen ja letztlich nichts anderes als auf Jahre abgezinste Gewinnausweise. Und wenn da jetzt 3-4 starke Jahre vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass ein KGV von 7-8 unbedingt günstig sein muss, wenn eben die Jahre danach plötzlich einen starken Gewinneinbruch bringen und die Bilanz nicht gerade vollends überzeugt. Und da muss man sich dann halt das Geschäftsmodell in Sachen Risiko näher anschauen.

Was macht denn Corestate? Letztlich lässt man durch gute Beziehungen die eigenen Fonds durch reiche Privatanleger finanzieren. Dafür gibt's sehr gute Zinsen, und Ja, die Leute wissen auch, welche Risiken es da gibt. Sie vertrauen da auf die Manager, erst recht wenn sie sie kennen.
Nur liegt da eben meine Kritik. Mich erinnert das immer an diese Hannover-Connection um Maschmeyer und andere windige Typen mit Einfluss im Bereich der Finanzdienstleistungen und der Immobilienbranche. Die leben eigentlich nur von Beziehungen/Vernetzung. Das geht oft sehr lange gut, weil Hausse-Zyklen ja auch meist 4-5 mal so lang sind wie Baissen. Gerade in den 90er Jahren war das ja eine Lizenz zum Geld drucken. Ich halte manche Leute wie Maschmeyer (im Grunde auch Trump) trotz ihres Erfolgs nicht für gute Manager, sondern einfach für gute Schauspieler und Vernetzer. In guten Zeiten ist das einfach, und in schlechten Zeiten leiden die Gläubiger und die Steuerzahler. Problem ist, dass die Typen damit reich werden, aber wenn es dann zum Crash kommt, haben die Manager ihr Geld im Trockenen, während die Investoren in die Röhre gucken. Und ich glaub, am langen Ende könnte es hier bei Corestate genauso laufen.

Fakt ist doch, wenn man sich die Zahlen 2017 und 2018 anschaut, dass der Großteil der Gewinne (im Grunde fast alles) durch Warehousing-Verkäufe und durch HFS/Mezzanine zustande kam. Klar kann man jetzt einfach sagen, Ersteres gehört dazu und wird bis zu einem gewissen Punkt immer anfallen, und bei Zweiterem gibt es halt einen Risikoabschlag. Aber reicht diese Denkweise? Für den Moment, also die aktuellen Jahre mag das stimmen. Aber wissen wir denn wie groß das Risiko ist, sowohl was sehr starke Rückgänge in Gewinn/Cashflow als auch hinsichtlich Bilanzposten betrifft?

Ich will gar nicht in die Basherfraktion von einigen Usern hier eintauchen. Vielleicht geht alles sehr gut aus, und der Vorstand ist halt so gut wie er tut. Trotzdem ist mir die Transparenz nicht hoch genug, die IR-Arbeit nicht gut genug, und die übergeordneten Risiken zumindest vorhanden. Und was der Vorstand derzeit sagt, auch was Mitsch von der HV als Antworten mitbrachte, sind für mich schlicht Worthülsen. Wenn man per Mail mal genauer nachfragt, kommt gar keine Antwort. Und dann kann ich auch verstehen, wenn das Raum für Kritiker oder gar Basher und Shorties mit sich bringt. Wenn dann noch Altaktionäre teilweise längst Kasse gemacht haben und wir aktuell sehr große Börsenumsätze sehen, aber der Vorstand nicht bereit ist in Interviews mal zu kritischen, konkreten Fragen Stellung dazu nehmen (man kann ja beispielsweise den 60% Schuldner-Vorwurf mal öffentlich widerlegen), dann werde ich vorsichtiger. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür hab ich einfach schon zu viel erlebt an der Börse. Einfach nur zu sagen, man geht 2019 von steigenden Umsätzen aus, das Geschäft läuft gut, und zu manchen Fragen möchte man keine Stellung nehmen oder weiß nichts über die Hintergründe der hohen Börsenumsätze und der Shorties, sorry, das reicht mir nicht, und ich nehme das ehrlich gesagt dem Vorstand auch nicht mehr ab. Es gibt ja durchaus vergleichbare Fälle, wo Shorties in die Aktie kamen und der Aktienkurs zeitweise abstürzte, aber das hat meist nicht so lange gedauert und war auch meist mit Betrugsvorwürfen kombiniert. Beides liegt ja ja nicht vor, aber der Aktienkurs geht jetzt seit 18 Monaten runter, und zuletzt gabs trotz viel öffentlichem Zuspruch und oberflächlich starker operativer Zahlen mit sehr hohen Umsätzen seitwärts. Das erklärt sich nicht nur durch Shorties und einen Artikel im ManagerMagazin. Meiner Meinung nach weiß der Vorstand sehr wohl, wie die hohen Börsenumsätze zustande kommen. Da soll mir niemand mit dem Thema Namensaktien kommen. Vorstände/AR haben immer das Ohr an den großen Investoren und Tradern, erst recht wenn man so vernetzt und ausgefuchst ist, wie diese Herren um Corestate herum.

Aber egal, ob meine zunehmende Skepsis berechtigt ist oder nicht, zumindest im wikifolio kann ich nicht hoch gewichtet bleiben, wenn ich nicht mehr voll dahinter stehe. Vielleicht geht ja alles gut. Dann freu ich mich zumindest über den Kursgewinn im privaten Depot. Im wikifolio wird ich wohl maximal noch zwischen 0% und 3% Gewichtung traden.
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30.04.19 15:54:50
Beitrag Nr. 2.530 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.457.007 von Kampfkater1969 am 30.04.19 14:30:29genauso seh ich das auch...Ersatzreligion gefällt mir 😂
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