DAX-0,08 % EUR/USD0,00 % Gold+0,20 % Öl (Brent)+0,55 %

SmallCaps fundamental diskutiert - Austausch über den fairen Wert eines Unternehmens - Die letzten 30 Beiträge



Umfrage: Investieren Sie regelmäßig in SmallCaps?

Nehmen Sie teil und stimmen Sie ab:
73 Stimmen wurden bereits abgegeben.
  • 1. Ja
  • 2. Nein
  • 95%
  • 5%
Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Wochenupdate KW 3/2020 "Top Picks 2020"

In der abgelaufenen Woche konnte das Portfolio nach einem schwachen Jahresstart Boden gut machen und um knapp 1% an Wert gewinnen. Hierzu hat insbesondere die Manz Aktie mit einem Plus von fast 10% beigetragen, nachdem das Unternehmen eine Kooperation im Bereich Lithium-Ionen-Batterien bekannt gegeben hat.

Weitere Details im Wochenupdate:


http://bit.ly/3aiCMyF" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/3aiCMyF


Wochenupdate KW 2/2020 "Top Picks 2020"

Auch in der zweiten Woche des neuen Jahres ist der Verlauf im Portfolio noch holprig. Doch dies dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die Auswahl bietet auch in diesem Jahr wieder viel Potenzial, welches sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen sollte.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/37ZAylD" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/37ZAylD


Batteriesegment im Fokus

Im Anschluss an mein letztes Update vom 23.08.2019 hat Manz Anfang November wiederholt die Prognose für 2019 im Rahmen der Q3-Zahlen senken müssen. Demnach waren die Umsätze im dritten Quartal erneut um 3,3% (Q1: +12,1%, Q2: -26,2%) zurückgegangen, sodass nach 9 Monaten ein Umsatzrückgang von 6,5% auf 198,17mEUR zu Buche stand. Hintergrund dessen waren im dritten Quartal insbesondere Umsatzrückgang im Segment Solar (-10,3%), Energy Storage (-4,2%) und Contract Manufacturing (-11,0%), die von erhöhten Umsätzen in den Segmenten Electronics (+2,9%) und Service (+10,8%) nicht kompensiert werden konnten. Im Solar Segment konnten weiter nicht die erhofften Umsätze aus der Abnahme des Großauftrags realisiert werden, während im Energy Storage die zurückhaltendende Investitionsbereitschaft der deutschen und europäischen Automobilindustrie in den Aufbau von Kapazitäten zur Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen und -modulen belastete. Im Contract Manufacturing Bereich belastete wie auch bei anderen Unternehmen aus diesem Bereich die Schwäche in der Halbleiterindustrie. Durch die angekündigten Investitionen von TSMC kam es in diesem Segment jedoch bereits zu einer Trendwende, die sich deutlich im Auftragseingang zeigt.

Die geringeren Umsätze haben sich deutlich negativ im Ergebnis niedergeschlagen. So ging das EBIT von 2,10mEUR im Vorjahreszeitraum auf -4,26mEUR zurück. Hier haben sich die geringeren Umsätze im Solar Segment bei unveränderter Kostenbasis, ebenso wie Produktionsunterbrechungen im Segment Electronics in Zusammenhang mit einem Großauftrag bemerkbar gemacht. Auch im Segment Energy Storage belasteten die noch fehlenden Aufträge das Ergebnis aufgrund der aufgebauten Kostenbasis. Nach 9 Monaten resultierte somit ein EBIT-Verlust von -7,69mEUR nach 2,38mEUR ein Jahr zuvor.

Die Investitionszurückhaltung im Segment Energy Storage und die Verzögerungen in der Endabnahme im Segment Solar, in deren Folge Anschlussaufträge ausgeblieben sind, war die Auftragslage nun auch im dritten Quartal mit 50,40mEUR 30,0% (Q1: -42,3%/Q2: -62,6%) unter Vorjahr. Das Solar Segment verzeichnete lediglich Auftragseingänge i.H.v. 0,30mEUR (-98,7%) und das Energy Storage Segment von 1,90mEUR (-67,2%). Im Segment Contract Manufacturing konnte aufgrund der angekündigten Investitionen durch TSMC ein starker Anstieg im Auftragseingang von 158,2% auf 14,2mEUR verzeichnet werden. Der Auftragsbestand im Konzern lag zum 30.09.2019 nun bei 157,50mEUR (-33,3%).

Durch Auftragseingänge bis Anfang Dezember i.H.v. rund 75mEUR (Q4: rund 52mEUR/Q1-3: 23,0mEUR) im Segment Energy Storage ergab sich nun in diesem Bereich eine deutliche Dynamik. Einerseits konnten im vierten Quartal Aufträge von einem Kunden aus dem Consumer Electronics Bereich von knapp 40mEUR erhalten werden (bis Q3 bereits rund 18mEUR), der die Maschinen zur Produktion von besonders kleinen, leistungsfähigen Lithium-Ionen Batteriezellen nutzt, wie sie insbesondere in mobilen Endgeräten eingesetzt werden. Es könnte sich daher um den Kunden Varta handeln, deren wiederaufladbare Lithium-Ionen Zellen laut Commerzbank Recherchen in der neuesten Generation der Apple Air Pods eingesetzt werden. Andererseits konnte Manz im vierten Quartal im Segment Energy Storage einen bereits Anfang 2019 erwarteten Auftrag von einem US-amerikanischen Batteriehersteller aus dem Bereich Electronic Devices mit einem Volumen von ebenfalls rund 20mEUR gewinnen. Zudem bleibt die Sales-Pipeline im Bereich Elektromobilität laut Unternehmensangaben vielversprechend.

Mit Blick auf das kommende Jahr dürfte sich damit im Segment Energy Storage allein aus den im vierten Quartal erhaltenen Aufträgen ein erheblicher Umsatzanstieg ergeben. Weitere Potenziale bieten sich durch Investitionen im Bereich Elektromobilität aus der Automobilindustrie. Ich erwarte daher für 2020 einen Umsatzanstieg von >100%. Weitere Umsatzsteigerungen sollten auch in den Segmenten Electronics (2020e: +6,0%), Contract Manufacturing (+10,0%) und Service (+5,0%) resultieren. Der Solarbereich dürfte aufgrund der Verzögerungen in der Endabnahme der Maschinen aus dem Großauftrag, einhergehend mit einer späteren Vergabe von Folgeaufträgen, erneut rückläufige Umsätze (45,00mEUR vs. 52,09mEUR in 2019) verzeichnen. Somit ergibt sich für 2020 ein Umsatzanstieg von 16,5% auf 324,38mEUR (2019e: 278,56mEUR), einhergehend mit einem deutlichen EBIT-Anstieg von -8,10mEUR (2019e) auf -0,51mEUR. Erst im Jahr 2021 erwarte ich ein positives EBIT von 10,94mEUR, bei einem weiteren Umsatzanstieg von 10,1% auf 357,29mEUR. Aufgrund der geringeren Profitabilität (EBIT-Marge 2021e: 3,1% vs. bislang 4,6%) gegenüber meiner Einschätzung Ende August, ergibt sich auf Basis der überarbeiteten Schätzungen nun ein Kursziel von 34,00€, nach zuletzt 40,00€.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.285.972 von Junolyst am 05.01.20 15:21:39
Zitat von Junolyst: Der wesentliche Unterschied liegt in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die habe ich nicht berücksichtigt, weil das für mich keine klassischen Finanzverbindlichkeiten (Darlehen/Kredite/Anleihen) sind. -> siehe GB 2018 S. 105.


Ok, Danke! Stimmt, die dort aufgeführten Bonuszahlungen an Kunden, Ausstehende Rechnungen, etc. sind keine klassischen, zinstragenden Finanzverbindlichkeiten.


Mir ist noch aufgefallen, dass in den letzten 10 Jahren der Umsatz zwar leicht gesteigert wurde von 467 Mio. in 2009 auf 615 Mio. in 2018, aber das EBIT die ganzen Jahre um die 30 Mio. Euro schwankt und der operative Cashflow um die 40 Mio. Euro. D.h. trotz Bauboom sind sie nicht vorangekommen, EBIT-Marge ist sogar gesunken von 6,2% in 2009 auf 4,9% in 2018.

Hast Du eine Erklärung dafür? Sind die Produkte womöglich nicht so wettbewerbsfähig, sodass sie nur über Bonuszahlungen an den Mann gebracht werden können?
Fokus auf organisches Wachstum nach Euromicron Insolvenz

Anfang Dezember hatte die Euromicron AG überraschend die Insolvenz in Eigenverwaltung angekündigt. Funkwerk hatte im Rahmen einer Kapitalerhöhung bei der Euromicron AG im Juli 2019 einen Anteil von 15,36% erworben und war seit der Hauptversammlung Ende August indirekt durch Herrn Dr. Radke, Vorstand der Hörmann, die wiederum Großaktionär von Funkwerk ist, im Aufsichtstrat vertreten. Wie in anschließenden Unternehmensmitteilungen von Funkwerk und Hörmann kommuniziert wurde, hatten beide Parteien keine Vorkenntnisse über diesen Schritt gehabt, obwohl laut der Mitteilung der Euromicron angeblich alle bestehenden Optionen geprüft worden waren. Der Großaktionär wurde offenbar nicht in Gespräche bzgl. einer möglichen Liquiditätsunterstützung eingebunden. Es scheint, dass Vorstand Bettina Meyer ohne Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gehandelt hat. Zudem wirft die Verbindung mit der Zech Gruppe, die im Anschluss ein Massedarlehen i.H.v. 5mEUR zur Verfügung gestellt und sämtliche Tochtergesellschaft übernommen hat, Fragen auf.

Laut Mitteilung der Funkwerk ist die Beteiligung an der Euromicron AG als Finanzanlage mit einem Wert von 5,8mEUR bei der Funkwerk bilanziert. Aufgrund der Insolvenz werde die Abwertung geprüft, mit einem entsprechend negativen Effekt auf den Jahresüberschuss der Funkwerk AG. Das operative Ergebnis (EBIT) ist davon ebenso wenig betroffen wie die Jahresprognose, die mit einem Umsatzplus von etwa 6% sowie einem EBIT von mindestens 11,0mEUR, bestätigt wurde. Da durch den Insolvenzverwalter der Euromicron AG am 23.12.2019 die Veräußerung sämtlicher Tochtergesellschaften an die Gustav Zech Stimmung bekannt gegeben wurde, dürfte es im Rahmen des Jahresabschlusses zu einer vollständigen Abwertung der Euromicron Beteiligung kommen. Funkwerk will sich daher wie bereits in den vergangenen Jahren zukünftig auf die organische Entwicklung fokussieren und dabei auf die Wachstumsfelder Zugfunk, Reisendeninformation, Videosysteme sowie IoT konzentrieren.

Zugleich hat Hörmann Ende November Zahlen für die ersten 9 Monate 2019 veröffentlicht. Bei einem Umsatz von 141,0mEUR im dritten Quartal (HJ1: 299,0mEUR) konnte ein EBIT i.H.v. 8,7mEUR (HJ1: 8,7mEUR) erzielt werden. Da Hörmann jedoch keine Ergebnisse auf Segmentebene bekannt gegeben hat, sind hier lediglich grobe Annahmen möglich. Ich kalkuliere daher mit einem EBIT des Geschäftsbereichs Communication i.H.v. mindestens 3,5mEUR, wovon auf die Funkwerk ca. 3,0mEUR entfallen würden. Dies würde einem EBIT der Funkwerk i.H.v. 8,4mEUR nach 9 Monaten entsprechen. Im Rahmen dessen betonte Hörmann zudem, dass das Ergebnis 2019 durch die Geschäftsbereiche Engineering und Communication (u.a. Funkwerk) gestützt werde und berichtet zugleich von einer hohen Auslastung sowie einer anhaltend guten Auftragslage in beiden Segmenten. Folglich ist von einer weiterhin guten bis sehr guten Geschäftsentwicklung bei Funkwerk auszugehen.

Im Rahmen der Euromicron Insolvenz sowie der 9-Monatszahlen von Hörmann habe ich meine Schätzungen lediglich beim Finanzergebnis für 2019 angepasst und die vollständige Abwertung der Euromicron Beteiligung i.H.v. 5,8mEUR berücksichtigt. Entsprechend reduziert sich das Ergebnis je Aktie für 2019 von 1,05€ auf 0,43€. Alle anderen Schätzungen bleiben unverändert. Dieser Effekt (70 Cent pro Aktie), wird jedoch durch einen geringeren risikolosen Zinssatz (0,5% nach zuvor 1,25%) überkompensiert, sodass das Kursziel von 24,60€ auf 25,00€ leicht ansteigt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.283.026 von Achtsamkeit am 04.01.20 20:44:42
Zitat von Achtsamkeit: Frage: Wie kommst Du bei Centrotec Sustainable AG (Top Picks 2020) auf eine Nettoverschuldung zum 30.09.2019 in Höhe von 80,18 Mio. Euro?

Im Q3/2019 Bericht, Seite 3, ist die Netto Finanzposition 85,324 Mio. Euro.

Selbst komme ich auf eine höhere Zahl: 113,20 Mio. Euro

   29,706 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
+ 87,063 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- 159,950 Langfristige Finanzverbindlichkeiten
- 1,318 Langfristige Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
- 38,023 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
- 30,680 Kurzfristige Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
=====================================
- 113,20 Mio. Euro Net Debt


Der wesentliche Unterschied liegt in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die habe ich nicht berücksichtigt, weil das für mich keine klassischen Finanzverbindlichkeiten (Darlehen/Kredite/Anleihen) sind. -> siehe GB 2018 S. 105.
Frage: Wie kommst Du bei Centrotec Sustainable AG (Top Picks 2020) auf eine Nettoverschuldung zum 30.09.2019 in Höhe von 80,18 Mio. Euro?

Im Q3/2019 Bericht, Seite 3, ist die Netto Finanzposition 85,324 Mio. Euro.

Selbst komme ich auf eine höhere Zahl: 113,20 Mio. Euro

   29,706 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
+ 87,063 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- 159,950 Langfristige Finanzverbindlichkeiten
- 1,318 Langfristige Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
- 38,023 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
- 30,680 Kurzfristige Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
=====================================
- 113,20 Mio. Euro Net Debt
Wochenupdate KW 1/2020 "Top Picks 2020"

Die erste Handelswoche des neuen Jahres war insbesondere durch den Militärschlag der USA im Irak geprägt, sodass ein leichtes Wochenminus in den ersten beiden Tagen des neuen Jahres resultierte.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/2QmvZvC" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2QmvZvC


Antwort auf Beitrag Nr.: 62.259.002 von Junolyst am 01.01.20 19:27:53
Zitat von Junolyst: Top Picks 2020

Auch in diesem Jahr gibt es wieder wie bereits angekündigt meine Top Picks 2020. Für das neue Jahr ist wieder eine breite Mischung aus Small & Micro Caps entstanden, wobei sowohl Software und IT-Dienstleistungsunternehmen, als auch der Maschinenbau und Unternehmen, die von der zunehmenden Urbanisierung und Mobilisierung profitieren, vertreten. Das durchschnittliche Kurspotenzial beträgt >60%, wobei auch bei einer Aktie ein möglicher Verdoppler möglich ist.

Die Studie findet sich unter folgendem Link:

http://bit.ly/2F8Yyq4" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2F8Yyq4


Mal wieder super Arbeit und eine interessante Aktienauswahl. Bin mal gespannt, wie sich das Portfolio in diesem Jahr schlagen wird. Weiterhin viel Erfolg!!
Start frei für die Fiskalisierungswelle

Vectron hat Ende November für einen Paukenschlag gesorgt. Nachdem sich das Unternehmen in der Vergangenheit mit konkreten Prognosen stets zurückgehalten hat, wurden nun für 2020 und 2022 erstmals genauere Zahlen kommuniziert. So erwartet das Management für das aktuelle Geschäftsjahr einen Umsatz von mindestens 50mEUR (2019e: 23,50mEUR) sowie eine EBIT-Marge im niedrigen 2-stelligen Prozentbereich. Der wesentliche Umsatztreiber wird dabei die Fiskalisierung sein, die durch den Verkauf von Vectron Kassen und Software-Updates für eine Sonderkonjunktur sorgen dürfte. Diesbezüglich hat Vectron Ende 2019 auch die Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSE) erhalten. Das Digitalgeschäft dürfte zwar erstmals ebenfalls zum Umsatz beitragen, jedoch m.E. noch mit einem Umsatz von <10mEUR. Im Geschäftsjahr 2022 hält es der Vorstand für möglich, Umsatzerlöse von >100mEUR bei einer EBIT-Marge im mittleren 2-stelligen Prozentbereich zu erzielen. Dann sollen auch die wiederkehrenden Umsätze aus dem Digitalgeschäft erstmals höher ausfallen als die Verkäufe aus dem klassischen Kassengeschäft.

Die größten Umsatztreiber dürften dabei aus meiner Sicht die Komponenten Payment und DeutschlandCard sein. Durch die angeschlossene Paymentfunktion von epay partizipiert auch Vectron zukünftig an jedem bargeldlosen Bezahlvorgang bei Gastronomen und Bäckereien, die das Servicepaket (Duratec Kasse + digitale Services) nutzen. Eine Studie von Mastercard und OrderBird aus dem vergangenen Jahr hat gezeigt, dass das bargeldlose Bezahlen auch in der Gastronomie als Service von zunehmender Bedeutung ist. Im Einzelhandel übertraf 2018 das bargeldlose Bezahlen erstmal die Bargeldbezahlung. Weiter erhält Vectron auch an jedem gesammelten bzw. eingelösten Deutschland Card Punkt bei diesen Kunden eine Vergütung. Weitere Umsatzbeiträge wird es durch die Funktionen Online Bestellungen, Tischreservierung und Gutscheine geben. Darüber hinaus sollten sich auch aus der Kooperation mit Datev weitere Einnahmen ergeben. Bei den klassischen Vectron Kassen bestehen durch Cloud-Dienste ebenfalls Umsatzpotenziale.

Im Rahmen des nun zusammengestellten Service-Pakets sowie weiterer Details durch das Unternehmen habe ich mein Modell für die verschiedenen Umsatzströme neu aufgesetzt und folglich meine Umsatz- und Ergebnisschätzungen überarbeitet. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2020 erwarte ich einen Umsatzanstieg auf 43,72mEUR (+86,0%), in dem ein Umsatzbeitrag aus den oben genannten Digital- bzw. Servicefunktionen i.H.v. 8,08mEUR enthalten ist. Für 2021 erwarte ich eine weitere Umsatzsteigerung von 30,4% auf 56,98mEUR (26,44mEUR Digital/Service), gefolgt von einer weiteren Steigerung der Umsätze um 21,0% auf 68,97mEUR (43,51mEUR Digital/Service) im Jahr 2022. Damit liegen meine Schätzungen sowohl für 2020, als auch insbesondere für 2022 deutlich unter den genannten Erwartungen des Unternehmens. Auf der Ergebnisseite erwarte ich 2020 einen EBIT-Beitrag von 9,18mEUR (EBIT-Marge 21,0%) und bis 2022 eine Steigerung auf 27,98mEUR (EBIT-Marge 40,6%). Daraus resultiert insgesamt ein neues Kursziel von 38,00€ (alt: 32,00€), wenngleich auf Basis der von Vectron avisierten Ziele für 2022 auch höhere Bewertungen gerechtfertigt wären. Insbesondere werden der Aktie dann auch durch den zunehmenden Anteil widerkehrender Umsätze andere Bewertungsmultiples zugesprochen. Wichtig ist nun, dass das Unternehmen fortan auch regelmäßige Updates zur Entwicklung im Digitalgeschäft und damit mehr Transparenz gibt.
Heute wieder ein schönes plus bei der Gesundheitswelt Chiemgau
Anbei ein Ausschnitt von der Hö der sci
Viel verspricht sich der Vorstand unverändert von dem Investment in Gesundheitswelt Chiemgau. Mit einem aktuellen Kurs von 300 Euro hält Herr Wiederhold diese Aktie für unterbewertet. Er erwartet für das laufende Jahr ein Ergebnis je Aktie von 37 Euro und sieht den fairen Kurs damit über 500 Euro, vielleicht noch deutlich höher. Das Problem ist nach wie vor, dass diese Aktie an der Börse weitgehend unbekannt ist.
Top Picks 2020

Auch in diesem Jahr gibt es wieder wie bereits angekündigt meine Top Picks 2020. Für das neue Jahr ist wieder eine breite Mischung aus Small & Micro Caps entstanden, wobei sowohl Software und IT-Dienstleistungsunternehmen, als auch der Maschinenbau und Unternehmen, die von der zunehmenden Urbanisierung und Mobilisierung profitieren, vertreten. Das durchschnittliche Kurspotenzial beträgt >60%, wobei auch bei einer Aktie ein möglicher Verdoppler möglich ist.

Die Studie findet sich unter folgendem Link:

http://bit.ly/2F8Yyq4" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2F8Yyq4
Wochenupdate KW 52/2019 "Top Picks 2019"

In der offiziell letzten Handelswoche des Jahres 2019 konnte das Portfolio lediglich zwei Handelstagen nochmals um 1,6% an Wert gewinnen. Seit Jahresbeginn beträgt das Kursplus nun 55,2%. Beachtlich ist zudem, dass sich 4 Werte mehr als verdoppeln konnten.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/2rG5PL2" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/2rG5PL2


Wachstumsbeschleunigung 2020

Wie bereits in den Vorjahren hat CEO Dirk Kraus auch in diesem Jahr Anfang Dezember auf der Münchener Kapitalmarktkonferenz die YOC AG präsentiert. Wichtig war ihm zu betonen, dass sich die Anfang 2018 neu gelaunchte Plattform VIS.X weiterhin sehr positiv entwickle und auch anfängliche kleinere Probleme in der Zwischenzeit behoben werden konnten, die in diesem Jahr noch die Profitabilität bzw. die Rohmarge etwas belastet haben. Ziel sei bei der Rohmarge aber weiterhin die Marke von 40% zu erreichen. In diesem Zusammenhang betonte er, dass sich immer mehr Publisher an VIS.X anschließen würden. Für die kommenden Jahre rechnet er zudem mit einem stark steigenden Anteil des programmatischen Umsatzes auf >50% vom Gesamtumsatz. Zugleich bestätigte er nochmals die mit den 9-Monatszahlen kommunizierte steigende Wachstumsdynamik im kommenden Jahr. Konkret wird eine Umsatzsteigerung von 15-20% (2019 LSe: +8,0%) erwartet, die damit im Rahmen meiner Erwartungen (2020e: +15,8%) liegt. Dies ist insbesondere durch den Rückzug aus Großbritannien im Jahresverlauf begründet, der in diesem Jahr den Umsatz mit rund 1mEUR belastet haben dürfte. Zugleich sollte sich durch den steigenden Umsatz sowie die höhere Rohmarge (2019 ca. auf Vorjahr) und den unterproportional steigenden weiteren Kosten (Personalaufwand/sbA) eine deutliche Verbesserung beim EBITDA (LSe 2020e: 1,37/2019e: 0,48) ergeben. Meine Schätzungen und das Kursziel von 6,70€ bleiben daher unverändert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.215.746 von Strive_and_Prosper am 22.12.19 12:49:54
Zitat von Strive_and_Prosper: Hi Junolyst,

wie läuft bei dir eigentlich der Übergang von 2019 auf 2020 ? Verkaufst du Ende 2019 dann alle Positionen und schichtest in deine 2020er Favoriten um (die du dann alle gleichgewichtest) ?

Schönen Gruß und meinen Respekt für die Performance in 2019!


Genau! Werte die drin bleiben, werden dann auf 10% angepasst. Die anderen verkauft und durch die neuen Werte ersetzt. Danach sind es dann wieder 10 Werte a 10%.

Wer meinen Newsletter hat, bekommt die neue Auswahl am 30.12. Alle anderen am 01.01. ;)

-> http://bit.ly/2zypXzv
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.214.729 von Junolyst am 22.12.19 00:49:49
Top Pics 2020
Hi Junolyst,

wie läuft bei dir eigentlich der Übergang von 2019 auf 2020 ? Verkaufst du Ende 2019 dann alle Positionen und schichtest in deine 2020er Favoriten um (die du dann alle gleichgewichtest) ?

Schönen Gruß und meinen Respekt für die Performance in 2019!
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.214.453 von Weinberg-CP am 21.12.19 22:08:45
Zitat von Weinberg-CP: Gratulation! Du nimmst als Benchmark auf Deiner Webseite DAX und CDAX. Beide finde ich wenig passend. Da Du mehr auf Small- und Midcaps im Technologiebereich ausgerichtet bist, wäre TecDax doch passender, oder. Du brauchst Dich da doch nicht zu verstecken ...


Berechtigter Punkt! Ich denke ich werde mit dem neuen Jahr den SDAX statt dem CDAX nutzen. TecDax passt von der Unternehmensgröße inzwischen nicht mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.213.160 von Junolyst am 21.12.19 15:33:09Gratulation! Du nimmst als Benchmark auf Deiner Webseite DAX und CDAX. Beide finde ich wenig passend. Da Du mehr auf Small- und Midcaps im Technologiebereich ausgerichtet bist, wäre TecDax doch passender, oder. Du brauchst Dich da doch nicht zu verstecken ...
Wochenupdate KW 51/2019 "Top Picks 2019"

Nach einer sehr starken Entwicklung des Portfolios seit Ende November, ergab sich in der abgelaufenen Woche eine Konsolidierung auf hohem Niveau mit einem leichten Wochenverlust. Seit Jahresanfang steht jedoch weiter ein Anstieg von 52,8% zu Buche und zeigt die erfolgreiche Strategie!

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/34KrnUb

Turnaround gelungen?

Anfang November berichtete GFT Zahlen zum dritten Quartal und konnte dabei in diesem Jahr erstmals ein organisches Wachstum erzielen. Aufgrund von Unterauslastungen und einer durchgeführten Restrukturierung war der Umsatz im ersten Quartal mit -1,2% leicht rückläufig, im zweiten Quartal konnte ein leichtes Wachstum von 1,1% erzielt werden. Diese Entwicklung war jedoch vorrangig durch die im Vorjahr übernommene V-Neo geprägt, sodass das organische Wachstum in den ersten beiden Quartalen bei -6,7% (Q1) respektive -3,1% (Q2) lag. Im dritten Quartal konnte durch die geplant verbesserte Auslastung nun wieder ein organisches Wachstum von 5,5% erzielt werden. Aufgrund des Umsatzbeitrags der V-Neo sowie der im Juli 2019 übernommenen Axoom ergab sich ein Wachstum von 7,2% auf 104,92mEUR. Auf 9-Monatsbasis resultierte jedoch noch ein leichter organischer Umsatzrückgang von 1,7%. Insgesamt lag der Umsatz der ersten drei Quartale aufgrund der Akquisitionen mit 315,95mEUR aber 2,2% über dem Vorjahreswert.

Hintergrund der verbesserten organischen Entwicklung sind verschiedene Aspekte. Zum einen gelingt es GFT zunehmend den Umsatz mit den anderen Kunden deutlicher zu steigern, als der Umsatzrückgang mit den Top 2-Kunden (Deutsche Bank + Barclays) belastet. So stieg der Umsatz im dritten Quartal mit den anderen Kunden um 27,7% (+16,66mEUR), während der Umsatzrückgang bei den Top 2-Kunden mit 25,8% (-9,70mEUR) geringer ausfiel. Auf 9-Monatssicht stiegen die Umsätze mit den anderen Kunden um 22,5% (+40,63mEUR), der Umsatzrückgang mit den Top 2-Kunden lag bei 26,3% (-33,75mEUR). Damit einhergehend kommt auch der geringere Umsatzanteil mit Financial Services Kunden, der sich von 82% im ersten, 81% im zweiten auf 80% im dritten Quartal reduziert hat. Das Versicherungsgeschäft (11%) konnte u.a. durch die V-Neo Übernahme gestärkt werden. Überproportional konnte der Umsatz in der Industrie & Sonstigen Kunden gesteigert werden, dessen Umsatzanteil sich von 7% in Q1 auf 9% im dritten Quartal erhöhte. Hierbei zeigt sich die zunehmende Dynamik im Cloud-Geschäft, welches jedes Quartal den Umsatz steigern konnte und in diesem Jahr einen Zuwachs von rund 30% (2018: +25%) verzeichnen soll. Das interne Jahresziel von 20mEUR Umsatz für 2019 konnte mit 18,43mEUR nach 9 Monaten bereits fast erreicht werden. Für 2020 wird mit einem weiteren, deutlichen Anstieg gerechnet. In diesem Zusammenhang ist auch die erstmalige Nennung von Google als Top 30-Kunde von besonderer Bedeutung.

Das Ergebnis war nach 9 Monaten noch durch die Unterauslastung und die Restrukturierung belastet. Zwar konnte das EBITDA (inkl. 9,37mEUR aus IFRS 16) um 14,6% gesteigert werden, das EBITDA vor IFRS 16 war jedoch um 18,8% auf 22,83mEUR rückläufig. Im dritten Quartal konnte hingegen ein Anstieg des EBITDA vor IFRS 16 von 11,0% erzielt werden. Der erste Quartalsanstieg in diesem Jahr. Die EBITDA-Marge (vor IFRS 16) konnte damit seit dem ersten Quartal von 6,3% auf 7,0% im zweiten und nun 8,4% deutlich verbessert werden. Dazu zeigt GFT unverändert eine gute Cashflow-Entwicklung. So konnte der Free Cashflow (inkl. Tilgung von Leasingverbindlichkeiten) im dritten Quartal um 81,0% auf 11,50mEUR gesteigert werden, nach 9 Monaten lag dieser bei 8,64mEUR (-24,6%). Die Nettoverschuldung konnte zugleich um 26,9% auf 64,14mEUR reduziert werden und befindet sich damit auf einem gesunden Maß (Net debt/EBITDA 2019e (vor IFRS 16): 2,0). Mit den Q3-Zahlen bestätigte der Vorstand auch die Gesamtjahresprognose, die einen Umsatz i.H.v. 420mEUR (2018: 413) sowie ein EBITDA vor Effekten aus IFRS 16 i.H.v. 33mEUR vorsieht.

Für mich überwiegen nach dem dritten Quartal daher die Chancen (Wachstum der anderen Kunden) gegenüber den Risiken (Umsatzrückgang der Top 2-Kunden), sodass die GFT Aktie für mich nun wieder interessant erscheint. Auch wenn ich das EBITDA 2019 (vor IFRS 16) mit 32,00mEUR etwas geringer als vom Vorstand prognostiziert erwarte (Umsatz 2019e: 426,00mEUR vs. Prognose 420mEUR), gehe ich auch für 2020 von einer Fortsetzung der im dritten Quartal gezeigten Entwicklung aus. Ich erwarte daher eine sukzessiv steigende Umsatzdynamik 2020 (444,96mEUR/+4,5%) und 2021 (470,41mEUR/+5,7%), geprägt durch den geringeren Umsatzanteil der Top 2-Kunden. Trotz erhöhter Vertriebsaufwendungen zur Gewinnung anderer Kunden gehe ich zugleich von einer kontinuierlichen Margensteigerung aus und einer Verbesserung des EBITDA (inkl. IFRS 16) auf 48,50mEUR im Jahr 2020 bzw. 52,50mEUR im Folgejahr. Für das aktuelle Geschäftsjahr kalkuliere ich mit 45,00mEUR. Daraus resultiert insgesamt ein Kursziel von 15,10€, welches nach wie vor ein Potenzial von knapp 30% bietet.
Management legt Messlatte für 2020 hoch

Allgeier hat, wie traditionell Anfang Dezember, eine aktualisierte Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 kommuniziert und im Rahmen dessen auch einen Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. So erwartet das Management für 2019 nun einen Umsatzanstieg von 12-15% auf 770-790mEUR, nachdem noch im Rahmen der Q3-Berichterstattung Mitte November der Ausblick aus dem Geschäftsbericht 2018 (+15-20% Umsatzanstieg) bestätigt wurde. Hintergrund des geringeren Wachstums sei laut Unternehmensangaben die Restrukturierung im Geschäftsbereich Experts, die auch mit der Aufgabe von margenschwachen Umsätzen einhergeht. Für das bereinigte EBITDA wird ein Wert von 64-69mEUR in Aussicht gestellt, entsprechend einem bereinigten EBITDA von 13-18mEUR (Q1: 14,0/Q2: 14,9/Q3: 22,1) im vierten Quartal. Mit der im Geschäftsbericht angegebenen Prognose einer EBITDA-Marge von 6,5-7,0% ist dieser Ausblick jedoch aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 sowie der Bereinigung von Sondereffekten nicht vergleichbar. Die zu bereinigten Effekte dürften 2019 bei mindestens 10mEUR liegen.

Aus diesem Grund basiert die EBITDA-Prognose für das neue Geschäftsjahr nun erstmalig auf bereinigter Ebene. Ausgehend von der genannten Spanne für 2019 (64-69mEUR) erwartet der Vorstand für 2020 ein bereinigtes EBITDA von 90-100mEUR und damit eine deutliche Steigerung der Ergebniskennzahlen. Der Konzernumsatz soll durch eine weitere Fokussierung auf margenstarke Umsätze im Segment Experts und damit einem erneuten Umsatzrückgang um 6-8% auf 820-840mEUR ansteigen. Mögliche Zusätzliche Umsatz- und Ergebniseffekte könnten sich aus Akquisitionen ergeben, die in dieser Prognose nicht berücksichtigt sind. Hierzu hat Allgeier im Anschluss eine neue Kreditlinie mit einem Volumen von bis zu 228mEUR und einer Laufzeit von zunächst 5 Jahren abgeschlossen, nachdem in diesem Jahr neben einer kleineren Übernahme (Farabi) keine Übernahmen gelungen sind. Die Mittel aus der im Juni durchgeführten Kapitalerhöhung konnten damit noch nicht verwendet werden.

Auch wenn der Ausblick für 2020 auf der Ergebnisseite zunächst vielversprechend klingt, gilt es für das Management nun zu liefern. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Prognosen in den vergangenen Jahren nur selten eingehalten wurden. Aus diesem Grund habe ich in meinen neuen, aktualisierten Schätzungen für 2020 lediglich den unteren Rand (inkl. Sondereffekten i.H.v. rund 10mEUR) berücksichtigt und erwarte nun ein EBITDA von 79,71mEUR (alt: 74,00), bei einem Umsatz von 831,47mEUR (alt: 859,75). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass durch die interne Umstrukturierung im Rahmen des geplanten Technology-IPOs meines Erachtens auch ein Einmalertrag im Gesamtkonzern resultieren kann, wodurch das berichtete EBITDA 2020 über dem bereinigten EBITDA liegen würde. Für das aktuelle Geschäftsjahr habe ich durch den stärker als erwarteten Rückgang im Segment Experts meine Umsatzschätzungen auf 783,06mEUR (alt: 792,79) und meine EBITDA-Erwartungen auf 56,70mEUR (alt: 60,42) gesenkt. Für 2021 erwarte ich dann wieder ein leichtes Wachstum im Segment Experts und ein Konzernwachstum von 7,3% auf 892,34mEUR (alt: 919,17), bei einem jedoch höheren EBITDA von 91,65mEUR, nach zuletzt 85,38mEUR. Folglich steigt auch das Kursziel erneut von zuletzt 52,00€ auf 59,00€ an. Kurstreiber in den kommenden Wochen und Monaten dürften ein weiter erfolgreicher Turnaround bei Experts, die Meldung größerer Akquisitionen und insbesondere weitere Details zum geplanten Technologie-IPO sein.
Ich kann Deine Skepsis verstehen. Ich selbst bin lange an der Seitenlinie geblieben, da ich den Versprechungen des Managements nicht traute. Bei 18,- EUR habe ich mich jetzt aber herausgewagt und bin eine Position eingegangen. Selbst wenn am Ende die Umsatz und EBITDA-Prognose nicht erreicht wird, wird sie vermutlich doch mit einer Prognose für 2020 verbunden, die belastbarer und trotzdem auch attraktiv ist. Das ein junges, schnell wachsendes Unternehmen in seinen Prognosen leicht mal daneben schießt, kenne ich auch aus anderen Zusammenhängen. Wichtig ist dann nur, dass das reduzierte Wachstum am Ende immer noch groß genug ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.113.097 von Weinberg-CP am 09.12.19 14:04:49
Zitat von Weinberg-CP: Wie ordnest Du die Pressemeldung von Cyan heute mit einer Bestätigung der Guidance (35 Mio. Umsatz, 14 Mio. EBITDA) ein? Eigentlich müsste man am 9.12. ja gut wissen, was am 31.12. in der Kasse ist. Ziehst Du Deine Kursziele wieder hoch? Deine Einschätzung würde mich interessieren. Danke im Voraus!


Hatte ja am 13.11. geschrieben, dass für mich die Unsicherheiten bzgl. Prognose überwiegen. Die letzten News habe ich auf Twitter kommentiert:

https://twitter.com/l_m_s15
Wochenupdate KW 50/2019 "Top Picks 2019"

Auch in dieser Woche konnte das wikifolio erneut an die sehr gute Entwicklung der Vorwochen anknüpfen und einen Anstieg von 4,7% verzeichnen. Hierzu hat allen voran die Allgeier Aktie mit einem Wochenplus von 17,6% beigetragen. Seit Jahresanfang kann das wikifolio nun einen Anstieg von 54,2% aufweisen, der damit mehr als doppelt so hoch ausfällt wie im DAX und CDAX.

Weitere Details wie immer im Wochenupdate:

http://bit.ly/36xmYFo" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/36xmYFo


Bundesagentur für Arbeit als Treiber 2020

NorCom hat jüngst bekannt gegeben, dass die Bundesagentur für Arbeit die Vergabe von 4 Losen in einem Rahmenvertrag (Infrastruktur/DB/Middleware-Services, Verfahrensservice, Sicherheit, Arbeitsplatzservices) mit einer Laufzeit von 3 Jahren an die NorCom plant. Dabei hat sich zwar die Anzahl der Personenmonate im Vergleich zur bisherigen Beauftragung nur leicht von 3.881 auf 3.927 erhöht. Allerdings dürften die Lose, deren finale Vergabe aufgrund der Möglichkeit eines Einspruchs nicht berücksichtigter Parteien formal noch aussteht, ein höheres Volumen aufweisen. NorCom berichtet in diesem Zusammenhang von einem Maximalvolumen von 52mEUR. Sollte NorCom folglich den zu erwarteten Zuschlag erhalten, dürften sich die Umsätze mit der Bundesagentur für Arbeit, die zugleich der größte Kunde ist, bereits 2020 deutlich erhöhen.

Zuvor hatte das Unternehmen Ende November Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Die Gesamtleistung lag mit 10,00mEUR unverändert auf Vorjahresniveau, ist jedoch durch die nicht bekannte Höhe der darin enthaltenen aktivierten Eigenleistungen nur bedingt aussagekräftig. Umsatzzahlen kommuniziert NorCom unterjährig nicht. Im dritten Quartal konnte die Gesamtleistung mit 2,89mEUR leicht um 0,3% gesteigert werden. Das EBITDA ging nach neun Monaten leicht um 11,1% auf 0,80mEUR zurück, im dritten Quartal ergab sich ein deutlicher Rückgang von 44,3% auf 0,09mEUR. Ende Oktober gab NorCom zudem die Erweiterung der Software EAGLE um den Bereich „Legal“ bekannt, wodurch zukünftig auch die rechtssichere Umsetzung von juristischen Anforderungen an Unternehmen unterstützt werden soll. Die Markteinführung sei für das erste Quartal 2020 geplant. In diesem Zusammenhang gab es auch Veränderungen im Aufsichtsrat. So wurde Dr. Peter Bräutigam, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Informationstechnologierecht bei der Kanzlei Noerr, neu in den Aufsichtsrat berufen und folgt damit auf Herrn Dr. Krämer, der den Vorstand durch seine Nähe zum Kunden Daimler in der Vergangenheit unterstützt hatte. Darüber hinaus sei bei der Einführung von EAGLE beim Kunden Audi noch in diesem Jahr der Go-Live der nächsten Ausbaustufe geplant, im Rahmen dessen bis zu 25.000 Mitarbeiter des Bereichs „Technische Entwicklung“ EAGLE nach vollständiger Integration nutzen sollen. In den kommenden Jahren sei weiterhin geplant, EAGLE im gesamten VW-Konzern zu integrieren.

Aufgrund der Meldung bezüglich der geplanten Neubeauftragung durch die Bundesagentur für Arbeit, deren finale Beauftragung zeitnah folgen dürfte, habe ich meine Umsatz- und Ergebnisschätzungen angepasst. Während ich meine Umsatzschätzungen für 2019 und 2020 im Nachgang der Q3-Zahlen auf 11,76mEUR (alt: 12,35) bzw. 14,75mEUR (alt: 14,82) leicht gesenkt habe, ergibt sich für das Jahr 2021 eine leichte Erhöhung von 17,78mEUR auf 18,14mEUR. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im kommenden Jahr der Rahmenvertrag noch nicht die komplette Run Rate aufweisen dürfte. Meine EBITDA-Schätzung für dieses Jahr reduziert sich in Folge der geringeren Umsatzerwartungen auf 2,72mEUR (alt: 3,02), berücksichtigt aber weiterhin die erfolgswirksame Auflösung der Rückstellung i.H.v. 1,80mEUR aus dem Rechtsstreit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Bereinigt um diesen Effekt beträgt das EBITDA 0,92mEUR und entspricht damit einem EBITDA-Beitrag von 0,12mEUR im vierten Quartal. Für 2020 ergibt sich ein EBITDA von 2,14mEUR (alt: 2,18) und für 2021 ein Wert von 3,95mEUR (alt: 3,74), wobei die deutliche Margensteigerung insbesondere aus den steigenden Big-Data Umsätzen resultieren soll. In Folge der leicht erhöhten Umsatz- und Ergebnisschätzungen für 2021 ergibt sich ein geringfügig höheres Kursziel von 29,00€, nach bislang 28,00€.
Unverändert hohe Umsatz- und Ergebnisdynamik

Fabasoft hat Ende November Zahlen für die ersten 6 Monate bzw. das zweite Quartal 2019/20 veröffentlicht und eine unverändert hohe Umsatz- und Ergebnisdynamik zeigen können. So stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 26,0% (Q1: +23,2%) auf 11,52mEUR an, wodurch zum Halbjahr ein Umsatzanstieg von 24,6% auf 22,41mEUR zu Buche stand. Basis dessen waren erneut deutlich gestiegene wiederkehrende Umsätze (Q2: +17,1%/HJ: +19,2%) sowie ein starker Anstieg bei den nicht wiederkehrenden Dienstleistungsumsätzen (Q2: +32,7%/HJ: +36,6%). Dies dürfte auch auf die aufgenommenen Pilotierungsphasen beim Bundesministerium für Finanzen (zweite Behörde) sowie der Bundeszentrale für politische Bildung (dritte Behörde) für die E-Akte Bund zurückzuführen sein. Bei den wiederkehrenden Umsätzen sollten u.a. Mindbreeze (Umsatz +46,2%) sowie die Gewinnung von Siemens Energy Solutions für die Fabasoft Cloud zur Baustellenkonfiguration entsprechend beigetragen haben. Zusätzlich hat die ab Juli erstmalig neu konsolidierte Xpublisher zu der leicht erhöhten Wachstumsdynamik im zweiten Quartal geführt.

Auf der Ergebnisseite konnte die überproportionale Ergebnis- und damit zugleich Margensteigerung weiter fortgesetzt werden. Im zweiten Quartal stieg das EBIT um 39,2% auf 1,99mEUR, zum Halbjahr um 39,0% auf 4,08mEUR. Die EBIT-Marge verbesserte sich in der Folge von 15,7% auf 17,3% im zweiten Quartal bzw. von 16,4% auf 18,1% im ersten Halbjahr. Hier zeigt sich auch eine deutliche Margenverbesserung bei der Tochtergesellschaft Mindbreeze, die das EBIT um 89,1% steigern konnte.

Mit den vorgelegten Zahlen liegt Fabasoft im Rahmen meiner Gesamtjahreserwartungen, die einen Umsatzanstieg von 24,4% (Mindbreeze 2019/20e: +50,0%) auf 50,09mEUR, bei einer EBIT-Steigerung von 32,8% auf 11,85mEUR, vorsehen. Zusätzlich positive Effekte könnten sich durch Partnerschaften der Tochtergesellschaft Mindbreeze ergeben. In diesem Zusammenhang werden derzeit bereits entsprechende Vorleistungen vorgenommen. Dazu wurde Mindbreeze zuletzt erneut von Gartner als „Leader“ genannt und auch von Forrerster erstmals ebenfalls als „Leader“ ausgezeichnet. Aufgrund der wie erwartet weiterhin sehr guten Entwicklung bleiben meine Schätzungen, ebenso wie das Kursziel von 28,00€, unverändert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.104.736 von Junolyst am 07.12.19 18:56:03Wie ordnest Du die Pressemeldung von Cyan heute mit einer Bestätigung der Guidance (35 Mio. Umsatz, 14 Mio. EBITDA) ein? Eigentlich müsste man am 9.12. ja gut wissen, was am 31.12. in der Kasse ist. Ziehst Du Deine Kursziele wieder hoch? Deine Einschätzung würde mich interessieren. Danke im Voraus!
Wochenupdate KW 49/2019 "Top Picks 2019"

Auch nach dem bereits deutlichen Anstieg in der Vorwoche (+7,5%) konnte das Portfolio in dieser Woche erneut trotz eines volatilen und leicht rückläufigen Marktumfelds nochmals leicht zugewinnen. Auf Wochensicht legte das Portfolio 0,6% an Wert zu und notiert nun seit Jahresbeginn 47,3% im Plus. Positiv entwickelte sich in dieser Woche vor allem die Vectron Aktie mit einem Plus von 3,0% und profitierte damit noch von der in der Vorwoche bekannt gegebenen Mittelfristplanung.

Weitere Details finden Sie im Wochenupdate:

http://bit.ly/33WmE1m" target="_blank" rel="nofollow">http://bit.ly/33WmE1m




Beitrag zu dieser Diskussion schreiben