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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.988.898 von Tradingabrechnung am 28.02.19 18:41:44
Zitat von Tradingabrechnung:
Zitat von bomike: Ich habe mal früher eine Testreihe aufgebaut für zufallsbedingten Einstiege. Also bspw. die Range von 9.36 Uhr zu 10.18 und der Ausbruch entsprechend. Die Ergebnisse sind exact die selben gewesen wie die klassichen Rangestrategien... Tausende Testreihen. Kein Unterschied in der Performance.

Ein systematischer, zu 100% mechanischer Range Ausbruch funktioniert nicht. Ich bin mir aber sicher, das Rabe daran geglaubt hat, sonst hätte er nicht so ein Wirbel drum gemacht.



Wie hast du innerhalb dieser Testreihe TP und SL definiert?

Einen rein Zeit basierten Einstieg halte ich sowieso für Schwachsinn, denn wenn da eine "große Adresse" nunmal nicht um 10:00 sondern erst um 10:15 oder schon um 09:53 auf "kaufen" drückt ist die Range passé. Erfolgsversprechender ist es daher zu schauen, welche Level im aktuellen Markt von den Teilnehmern gehalten werden und sich daran zu orientieren, anstatt sich einfach auf eine bestimmte Zeit zu fokussieren.


Für meine Tests ging es nicht darum, ob es bestimmte "Uhrzeiten" gibt die besonders gut sind. Sondern ob eine "Rangebildung", eine Relevanz hat, das man damit besondere Eregbnisse erzielen kann, bzw. ob es eine "Anomalie" gibt, die Händler ausnutzen. Der Test mit den Uhrzeiten hat den Vorteil, das Du damit zwangsläufig jede "Rangebildung" abbilden kannst. Die Range von 9:00Uhr bis 9:10 Uhr oder die Range von 9:01 bis 9:12 etc. oder von 10.05 Uhr bis 11:30 Uhr etc.

In keinen Szenario gab es systematische Anomalien (anders formuliert "ineffizienz") über einen größeren Zeitraum. Das ist aber Vorausetzung um systematisch Geld machen zu können. Auch habe ich an den "Spitzen der Rangepreisen", Volaitilität überprüft. Wenn die äußeren "Rangepunkte" für die Marktteilnehmer relevanz hätte, müßte die Volatilität beim Durchbruch sich erhöhen. Das ist aber nicht der Fall. Zumindest nicht systematisch. So hast Du zwar machmal eine Erhöhung der Vola beim Durchbruch. Hast aber auch den selben Vola-Anstieg in mitten der Range im "Niemandsland"...

Spitz formuliert, reiner Zufall.... The same beim 1/2/3 Tief. Eine Range- Ausbruchs-Strategie, kannst Du (nach meiner Ansicht) nur diskretionär effizient bewerten und handeln. Und wie hier schon beschrieben wurde, ist es sinnbefreit, diskretionäres, automatiseren zu wollen.
Diskretionäre Strategien vollautomatisch von einem dummen Computer backtesten zu lassen, halte ich für nicht so sinnvoll.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.988.604 von bomike am 28.02.19 18:07:00
Zitat von bomike: Ich habe mal früher eine Testreihe aufgebaut für zufallsbedingten Einstiege. Also bspw. die Range von 9.36 Uhr zu 10.18 und der Ausbruch entsprechend. Die Ergebnisse sind exact die selben gewesen wie die klassichen Rangestrategien... Tausende Testreihen. Kein Unterschied in der Performance.

Ein systematischer, zu 100% mechanischer Range Ausbruch funktioniert nicht. Ich bin mir aber sicher, das Rabe daran geglaubt hat, sonst hätte er nicht so ein Wirbel drum gemacht.


Ein Range Ausbruch funktioniert sehrwohl. Die Frage ist bei jedem System jedoch: Wann und wie lange?

Die Geldanlage in Schwellenländer hatte jüngst eine 10 Jahresstrecke, die keinen Gewinn gebracht hat. Funktioneren Schwellenländer deshalb nicht? Doch!

Die Ansprüche an ein Tradingsystem, das fast jeden Tag einen Trade macht, können nicht höher sein als bei einem buy and hold System, das sich jeden Tag dafür entscheidet, im Markt zu bleiben. Die Anzahl der Entscheidungen sind identisch auch wenn das eine System zwischen long und short wechselt und das andere nicht. Der entscheidende Grund, weshalb es mal zu Gewinnen und dann wieder zu Drawdowns kommt, ist der Zufall, der sich da draußen abspielt. Es ist nicht ein Unvermögen eines Traders oder eine Überlegenheit oder Schwäche eines Systems. Der Markt darf durchaus als so effizient angesehen werden, dass systematische Effekte von den Zufälligkeiten sich erst in der Größenordnung von 10 Jahren und mehr zuverlässig trennen lassen. Anders gesagt: Alles, was unter 10 jahren gemessen wird, ist sowieso Zufall.

Und der Zufall wird immer dazu führen, dass mal die eine Strategie gut läuft und ein anderes mal eine andere Strategie. Da dies vom Zufall abhängt, gibt es auch keine Systematik, die uns sagen könnte, wo man denn jetzt als nächstes drauf wetten sollte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.988.604 von bomike am 28.02.19 18:07:00
Zitat von bomike: Ich habe mal früher eine Testreihe aufgebaut für zufallsbedingten Einstiege. Also bspw. die Range von 9.36 Uhr zu 10.18 und der Ausbruch entsprechend. Die Ergebnisse sind exact die selben gewesen wie die klassichen Rangestrategien... Tausende Testreihen. Kein Unterschied in der Performance.

Ein systematischer, zu 100% mechanischer Range Ausbruch funktioniert nicht. Ich bin mir aber sicher, das Rabe daran geglaubt hat, sonst hätte er nicht so ein Wirbel drum gemacht.



Wie hast du innerhalb dieser Testreihe TP und SL definiert?

Einen rein Zeit basierten Einstieg halte ich sowieso für Schwachsinn, denn wenn da eine "große Adresse" nunmal nicht um 10:00 sondern erst um 10:15 oder schon um 09:53 auf "kaufen" drückt ist die Range passé. Erfolgsversprechender ist es daher zu schauen, welche Level im aktuellen Markt von den Teilnehmern gehalten werden und sich daran zu orientieren, anstatt sich einfach auf eine bestimmte Zeit zu fokussieren.
Ich habe mal früher eine Testreihe aufgebaut für zufallsbedingten Einstiege. Also bspw. die Range von 9.36 Uhr zu 10.18 und der Ausbruch entsprechend. Die Ergebnisse sind exact die selben gewesen wie die klassichen Rangestrategien... Tausende Testreihen. Kein Unterschied in der Performance.

Ein systematischer, zu 100% mechanischer Range Ausbruch funktioniert nicht. Ich bin mir aber sicher, das Rabe daran geglaubt hat, sonst hätte er nicht so ein Wirbel drum gemacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.985.385 von LeDax am 28.02.19 12:24:22
Zitat von LeDax: Ein Breakout System lässt sich halt extrem leicht vermitteln, vielleicht ist das der Grund, warum "Coaches" es gerne vermitteln/verkaufen.


Das Open Range Breakout System bedient zwei wichtige Anforderungen:

Die Anforderung des Traders:
Es sollte fast jeden Tag ein Trade gemacht werden, denn sonst verdient man ja nichts oder man macht sich von seltenen Ereignissen abhängig. Hört sich intuitiv richtig an, ist aber genaugenommen falsch. Aber das ORB System bedient diesen Wunsch und liefert dem Trader somit schöne Emotionen.

Die Anforderung des Coach:
Da kein System wirklich schon vorher nachweisbar in der Zukunft Gewinne bringen kann, sollte es zumindest so gebaut sein, dass eine Widerlegung kurz und mittelfristig äußerst schwer ist. Wer jeden Tag eine Münze wirft , wird immer wieder und nicht selten auch Gewinntrades machen. Selbst, wenn es insgesamt mies läuft werden diese Gewinntrades dann die Kunden milde stimmen. Das ORB System ist wegen seiner symmetrischen Anordnung fast mit Münzwurf zu vergleichen. Der Ausbruch aus der Range ist vergleichbar mit dem finalen Schwung der Münze, der entscheidet ob nun die eine oder andere Seite oben liegt.

Zu erwarten beim ORB ist mindestens ein Random Walk. Und ein Random Walk hat die Eigenschaft , dass es immer auch beliebig lange Aufwärtstrends geben wird. Der recency bias wird dann dafür sorgen, dass in diesen Aufwärtsphasen des Systems immer das Interesse am System steigen wird, selbst dann, wenn langfristig nichts dran wäre. Ein Coach der dieses System präsentiert, wird ausgelacht, wenn es schlecht läuft, aber hat gute Chancen auf Kunden, wenn es mal wieder besser läuft. Daher präsentiert man am besten nur einen begrenzten Zeitraum, wie etwa eine Woche oder maximal ein Jahr. Es werden immer gute Wochen und gute Jahre dabei sein. Und in denen gewinnt man dann Kunden. In den schlechten Phasen muss man dann eben von den alten Gewinnen leben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.985.385 von LeDax am 28.02.19 12:24:22Bis zu dem Zeitpunkt wo es mit der Strategie seitwärts/abwärts geht war das doch nur ein billiger Backtest. Da siehst du halt Ineffizienzen und Anomalien, die andere Marktteilnehmer zum Zeitpunkt des laufenden Marktes nicht gesehen haben und kannst naiven Kunden und Neulingen suggerieren, dass die "Strategie" in diesem vergangenen Zeitraum Gewinne gemacht hat, was aber real gar nicht so war, weil niemand von ihr wusste und es folglich auch gar nicht gehandelt hat. Zum 01.01.2016 hatten so viele Marktteilnehmer durch Backtests von der Ineffzienz Wind bekommen, dass sie sie kaputt gemacht haben. Bzw die Personen, die zum damaligen Zeitpunkt einen Backtest gemacht haben konnten den Vorteil nicht sehen, weil der Vorteil noch nicht da war und konnten ihn somit auch nicht handeln. Ich finde aktuell Börsenmatrix ist mal wieder ein schönes Beispiel für dieses Phänomen. Ich frag mich nur warum sie alle immer wieder in diese Falle tappen.
Backtests sind wie ein Zerrspiegel, der falsche Hoffnungen weckt. Im laufenden Markt werden solche Ineffizienzen so schnell von anderen Marktteilnehmern und Algos aufgedeckt und egalisiert, weil der Markt ein extrem dynamisches Biest ist, wie eine Alien Glibbermasse. Wahrscheinlich hab ich deswegen auch noch nie einen Backtest gesehen der länger als ein paar Wochen dem realen Handel standgehalten hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.985.112 von popuphasser am 28.02.19 11:57:29
Zitat von popuphasser: Die "Open Range Breakouts" habe ich ich mal mit meinem damaligen Partner bis zum Erbrechen, auch mit diffizilen Varianten, durchgetestet. Funktioneren oft ein, zwei Jahre hervorragend, um dann plötzlich ohne ersichtlichen Grund zu versagen. Klar, Volatilität ist dabei ein wichtiger Faktor, aber eben nicht der einzige. Das macht die Sache so tricky.

Ähnliches gilt für das Options Selling, speziell dem Naked Options Selling. Funktioniert lange Zeit ohne Probleme, um dann bei einem Black Swan dein Konto zu zerlegen oder zumindest böse zu schädigen.
Einfache Vertical Credit Spreads engen die möglichen Gewinne zu stark ein. Da bedarf es schon komplizierterer Optionsstrategien, wenn man dreistellige Jahresrenditen erzielen will.

Das alles muss ein Börsencoach wissen und darüber mit seinen Schülern offen kommunizieren. Sollte er das nicht tun, hat er entweder selbst zu wenig Ahnung von der Materie bzw. es fehlt ihm an der nötigen Erfahrung oder er ist ein bewusster Täuscher seiner Kundschaft, der bekannte Risiken verschweigt oder runterspielt. Und das wäre noch schlimmer.


Ein Börsencoach muss vor allem 2 Dinge wissen:
1. Rendite gibt es immer nur für Risiko.
2. Wegen 1. wird jedes hochrentable System irgendwann ganz miese Phasen erleben müssen.

Man braucht kein einziges System daraufhin zu analysiere, ob diese 2 Grundsatzregeln stimmen. Genau so, wie man keine Maschine daraufhin analysieren muss, ob der Energieerhaltungssatz eingehalten wird. Man kann absolut sicher sein, dass diese Regeln bei welchem System auch immer zutreffen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.981.686 von bomike am 27.02.19 23:52:54:)

ja, das war damals im Tradermacherkanal....

https://www.youtube.com/watch?v=Iy2DrOMxYxA

Ein Breakout System lässt sich halt extrem leicht vermitteln, vielleicht ist das der Grund, warum "Coaches" es gerne vermitteln/verkaufen.

Ich habe mal gegoogelt:
Oliver Schwab scheint das ganze aber immerhin sehr transparent zu machen.
Allerdings kommt es in der Performancekurve zu teilweisen sehr langen Seitwärtsphasen (> 1 Jahr).

https://talking-business.de/de/sport-strategie-uebersicht

Mit dem krassen Volaanstieg im Februar letzen Jahres scheint er gute Erfolge gehabt zu haben, diese wurden allerdings im laufe des Jahres wieder komplett abgegeben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.981.686 von bomike am 27.02.19 23:52:54
Zitat von bomike:
Zitat von WhatTheFunk: Ich meine mich zu erinnern, dass er vor 2-3 Jahren mal eine Open-Range-Breakout Strategie auf seinem Kanal (damals als er noch "Tradermacher" hieß) vorgestellt hat. Vielleicht meinte bomike das mit "bund breakout"... naja und die lief halt nicht besonders dolle. Wen wunderts... wer einfach blind über oder unter einer Openrange in den Markt geht kriegt zurecht auf die Mütze :p


...wer sich aber mit Handelsystematiken beschäftigt und so viele Jahre dabei ist, muß doch wissen, das solche "Opening Range" Ausbrüche einfach nicht funktionieren. Und es ist auch kein Geheimnis, das diese Ansätze nicht funktionieren.

Mit einfachen Backtests, kann man das überprüfen. Bei Rabe habe ich immer das Gefühl, das er aufgeschnapptes Wissen mit Halbwissen kombiniert.


Die "Open Range Breakouts" habe ich ich mal mit meinem damaligen Partner bis zum Erbrechen, auch mit diffizilen Varianten, durchgetestet. Funktioneren oft ein, zwei Jahre hervorragend, um dann plötzlich ohne ersichtlichen Grund zu versagen. Klar, Volatilität ist dabei ein wichtiger Faktor, aber eben nicht der einzige. Das macht die Sache so tricky.

Ähnliches gilt für das Options Selling, speziell dem Naked Options Selling. Funktioniert lange Zeit ohne Probleme, um dann bei einem Black Swan dein Konto zu zerlegen oder zumindest böse zu schädigen.
Einfache Vertical Credit Spreads engen die möglichen Gewinne zu stark ein. Da bedarf es schon komplizierterer Optionsstrategien, wenn man dreistellige Jahresrenditen erzielen will.

Das alles muss ein Börsencoach wissen und darüber mit seinen Schülern offen kommunizieren. Sollte er das nicht tun, hat er entweder selbst zu wenig Ahnung von der Materie bzw. es fehlt ihm an der nötigen Erfahrung oder er ist ein bewusster Täuscher seiner Kundschaft, der bekannte Risiken verschweigt oder runterspielt. Und das wäre noch schlimmer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.981.686 von bomike am 27.02.19 23:52:54
Zitat von bomike: Ich meine mich zu erinnern, dass er vor 2-3 Jahren mal eine Open-Range-Breakout Strategie auf seinem Kanal (damals als er noch "Tradermacher" hieß) vorgestellt hat. Vielleicht meinte bomike das mit "bund breakout"... naja und die lief halt nicht besonders dolle. Wen wunderts... wer einfach blind über oder unter einer Openrange in den Markt geht kriegt zurecht auf die Mütze :p


Das war wirklich der Brüller, da hat er diesen "Oliver Schwab" aus dem Hut gezaubert der dann überall erzählt hat, er hätte mit dieser schwachsinnigen ORB-Geschichte für eine Bank oder einen professionellen Hedgefonds gearbeitet und Millionen verdient. So ein Blödsinn, dabei bestand das ganze Lügenkonstrukt - wie immer - nur aus einem minderwertigen Backtest. Dass die Leute aus diesen ganzen ORB-Geschichten einfach nichts lernen, aktuell geht ja auch die tolle Börsenmatrix damit unter. Oh wie schön, wir zeichnen uns die Range zwischen 8 und 9 Uhr ein und wenn der Kurs daraus ausbricht werden wir reich. Juhuuu, so einfach ist die Welt. Oliver Schwab hat dann ca ein halbes Jahr auf YouTube immer die Performance seines tollen ORB-Systems dokumentiert wahrscheinlich weil er an seinen Backtest geglaubt hat bis er irgendwann die Lust verlor weil es einfach nur Verluste machte. Dass er bis dahin etlichen Kunden tausende von Euros für das nutzlose System aus dem Kreuz geleiert hatte interessiert heute keinen mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.981.554 von WhatTheFunk am 27.02.19 23:19:44
Zitat von WhatTheFunk: Ich meine mich zu erinnern, dass er vor 2-3 Jahren mal eine Open-Range-Breakout Strategie auf seinem Kanal (damals als er noch "Tradermacher" hieß) vorgestellt hat. Vielleicht meinte bomike das mit "bund breakout"... naja und die lief halt nicht besonders dolle. Wen wunderts... wer einfach blind über oder unter einer Openrange in den Markt geht kriegt zurecht auf die Mütze :p


Jau das meinte ich. Damals beim Tradermacher Kanal hat er es vorgestellt. Keine Ahnung, wer sich aber mit Handelsystematiken beschäftigt und so viele Jahre dabei ist, muß doch wissen, das solche "Opening Range" Ausbrüche einfach nicht funktionieren. Und es ist auch kein Geheimnis, das diese Ansätze nicht funktionieren. Funktionierte mal ganz gut in den 90zigern mit dem Nadsaq aber das ist schon echt ne weile her :)

Mit einfachen Backtests, kann man das überprüfen. Bei Rabe habe ich immer das Gefühl, das er aufgeschnapptes Wissen mit Halbwissen kombiniert. Trotzdem scheint er ja ganz gut Geld zu machen. Das kann man auch anerkennen.
Ich meine mich zu erinnern, dass er vor 2-3 Jahren mal eine Open-Range-Breakout Strategie auf seinem Kanal (damals als er noch "Tradermacher" hieß) vorgestellt hat. Vielleicht meinte bomike das mit "bund breakout"... naja und die lief halt nicht besonders dolle. Wen wunderts... wer einfach blind über oder unter einer Openrange in den Markt geht kriegt zurecht auf die Mütze :p

Was die Transparenz damals angeht kann ich das bestätigen. War vor Jahren auch mal Kunde im Börsendienst Optionsstrategien. Da war das Ganze auch noch recht profitabel, aber ich habe recht schnell gemerkt, dass Optionsverkauf nicht zu mir passt und war daher nicht allzu lange Kunde. Das muss so Mitte / Ende 2016 gewesen sein, als ich mich damit beschäftigt habe und da konnte man tatsächlich sehr viel von ihm und auch seinen kostenfreien Videos lernen. Die Frage ist halt, ob das Konzept, wie er es damals angepriesen hat auch auf Dauer so funktioniert. Ich denke, 2018 hat da deutlich gezeigt, dass man es überdenken muss. Alles Weitere wurde ja schon gut beschrieben :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.967.847 von bomike am 26.02.19 16:27:31
Zitat von bomike: Ich bin mir nicht sicher das er irgendwo Erfolg hatte.. (weder früher noch heute) Bei was denn? Er hat doch nie einen Perfromancenachweis geliefert. (oder täusche ich mich da?) Nachweise gabs nur bei Captrader, wo er Verluste gemacht hat. das einzige Jahr das gute Perfromance erzielt hat, ist nicht nachvollzierbar und nicht verifizierbar. (laut Captrader). Bei dieser inveus Veranstaltung auch nur Verluste... Ich weiß nicht wo er überhaupt verifizierbar gute Ergebnisse erzielt haben soll?

Ich weiß aber noch wo er ein Bund Breakot System vorgestellt hat.... (Vernichtungsmaschine) und dann nach paar Wochen nie wieder davon erzählt hat...


Gut es gibt einen "alten" und einen "neuen" Rabe. Der "alte" hat mit dicker Hornbrille an einem Flipchart Sachen erklärt und jede Frage gewissenhaft beantwortet. Der "alte" hat in seinem Börsenbrief transparent gehandelt: Die IB Kontomaske wurde immer eingeblendet und jeder EUR, der das Konto betreten oder verlassen hat, wurde im Detail getrackt und gewissenhaft erörtert.

Der "alte" hat argwöhnisch beobachtet, wie ein gewisser Koko aus Dubai mit nichts als heisser Luft eine Menge Kohle eingefahren hat und fühlte sich sogar berufen, ein Warnvideo zu drehen. Was zu der bekannten Fehde führte.

Später hat der Rabe mit sich gerungen und schliesslich beschlossen, statt Koko zu bekämpfen, ihn zu kopieren. Das Marketing wurde extremst nach oben geschraubt, das Tracking der Ergebnisse hintangestellt und der neue "coole" Rabe war geboren.

Dann kam das Jahr 2018 wo beide Rabe Strategien implodiert sind. Die Aktienstrategie "für das kleine Konto", mit der er auch bei Inveus angetreten war, ist ihm im Februar Volaspike um die Ohren geflogen und hat alle seine Konten ins Minus gerissen.

Die Optionsseller.com Futures Strategie war davon aber nicht betroffen. Das Problem war nur, dass die Erfinder mit ihrer Strategie dann im Herbst pleite gegangen sind und zwar in der Form, dass ihre Kunden noch nachschiessen mussten. Also der totale SuperGAU. So dass Rabe eben indirekt doch betroffen war, denn auch wenn er wortreich bekundete, dass er nie ein so grosses Risiko gefahren wäre und deshalb ein Blow Out nicht passiert wäre, liess sich die deutlich asymmetrische Verteilung von Risk/Reward nicht mehr verhehlen. Und Renditeerwartungen um die 30 %, wo auch Rabe sicher nicht widersprochen hätte, wenn man gesagt hätte, dass er die anpeilt, sind eben nur mit einem bestimmten Risiko möglich...

Aber Rabe ist nicht Koko: Das Konzept wurde umgestellt, die Strategiegrösse so angepasst, dass das Konto verkraftet, wenn die Aktie angedient wird. Bei Futures wollte er nur noch Spreads handeln.

Die verminderte Renditewerwartung wurde durch nochmalige Intensivierung des Coachingbusiness kompensiert. Überall wurden dicke Disclaimer draufgepappt, dass der Kunde für die Größe seiner Positionen selbst verantwortlich ist....

Nunmehr ist die Sache sicherer (für Rabe auf jeden Fall und vielleicht auch für die Kunden), die Renditewerwartung bewegt sich dafür auf Ebene von guten Dividendenaktien. "Millionen" wird man damit nicht machen. Aber das wird mW auch mittlerweile so kommuniziert und wenn man das langfristig macht, Puts auf Qualitätsaktien schreibt, die man dann ggf. nimmt, dazu Optionen auf Futures als Beimischung und vielleicht noch ein paar Dividendenaktien so kauft.... da kommt auch ein schönes Sümmchen zusammen mit der Zeit. Warren Buffet macht ja auch nichts anderes (bis auf die Futures).

Die minus 30 % oder was vom letzten Jahr stehen auch noch in seinem Trackrecord drin, nach allem, was man hört. Das hat er nicht gelöscht oder versteckt.

Für mich ist das trotzdem nichts - die permanenten Werbeeinblendungen würden mich wahnsinnig machen...

"Bund Breakout" kenne ich aber nicht- dass muss davor gewesen sein. Klingt aber schon dem Namen nach nicht nach etwas, was erfolgversprechend ist :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.972.539 von North-Trader am 27.02.19 07:31:40ganz einfach als Koch. da kann er institutionelle Anleger kulinarisch verköstigen. hier wird gelästert, aber den Unterschied zwischen Fond und Fonds nicht zu kennen, das tut schon weh. sorry, musste mal gesagt werden. ;)
Wie kann denn so einer einen Fond für institutionelle Anleger auflegen?

Wer gibt ihm auch nur 1 €?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.967.277 von Tradingabrechnung am 26.02.19 15:45:49
Zitat von Tradingabrechnung: Jens Rabe hat nicht mal Ahnung von den Basics - also einfacher Charttechnik. Ein Bekannter musste ihm neulich erklären was eine SKS ist und wie sie aussieht. Auch von COT-Daten und Saisonalitäten hatte er als selbsternannter Finanzmarkt-Experte keinen Schimmer und musste dafür neulich erst ein Seminar bei Adrian Krömel buchen, der ihm mal die Augen geöffnet hat. Volumentradig oh ist ja jetzt ein Hype, da musste er doch mal in TradingView gucken wie das so aussieht. Um es zusammezufassen: Jens Rabe hatte in den letzten Jahren als selbsternannter Daueroptimist einfach nur Glück dass die Märkte permanent nach oben liefen. Wenn er nicht auch noch dauernd mit seinen Optionen dazwischengepfuscht hätte wäre seine Performance vielleicht sogar genauso gut gewesen wie die vom Fitnesscoach Buy & Hold Kolja Barghoorn. Es ist ja nun nicht verboten komplett ziemlich ahnungslos zu sein, aber wenn man dann auf YouTube stürmt und loslegt mit den Worten "Ich zeige euch jetzt mal, wie Trading wirklich funktioniert" ist doch schon sehr lächerlich mit dieser Leistung.


Ich bin mir nicht sicher das er irgendwo Erfolg hatte.. (weder früher noch heute) Bei was denn? Er hat doch nie einen Perfromancenachweis geliefert. (oder täusche ich mich da?) Nachweise gabs nur bei Captrader, wo er Verluste gemacht hat. das einzige Jahr das gute Perfromance erzielt hat, ist nicht nachvollzierbar und nicht verifizierbar. (laut Captrader). Bei dieser inveus Veranstaltung auch nur Verluste... Ich weiß nicht wo er überhaupt verifizierbar gute Ergebnisse erzielt haben soll?

Ich weiß aber noch wo er ein Bund Breakot System vorgestellt hat.... (Vernichtungsmaschine) und dann nach paar Wochen nie wieder davon erzählt hat...
Jens Rabe hat nicht mal Ahnung von den Basics - also einfacher Charttechnik. Ein Bekannter musste ihm neulich erklären was eine SKS ist und wie sie aussieht. Auch von COT-Daten und Saisonalitäten hatte er als selbsternannter Finanzmarkt-Experte keinen Schimmer und musste dafür neulich erst ein Seminar bei Adrian Krömel buchen, der ihm mal die Augen geöffnet hat. Volumentradig oh ist ja jetzt ein Hype, da musste er doch mal in TradingView gucken wie das so aussieht. Um es zusammezufassen: Jens Rabe hatte in den letzten Jahren als selbsternannter Daueroptimist einfach nur Glück dass die Märkte permanent nach oben liefen. Wenn er nicht auch noch dauernd mit seinen Optionen dazwischengepfuscht hätte wäre seine Performance vielleicht sogar genauso gut gewesen wie die vom Fitnesscoach Buy & Hold Kolja Barghoorn. Es ist ja nun nicht verboten komplett ziemlich ahnungslos zu sein, aber wenn man dann auf YouTube stürmt und loslegt mit den Worten "Ich zeige euch jetzt mal, wie Trading wirklich funktioniert" ist doch schon sehr lächerlich mit dieser Leistung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.965.852 von Gerrera am 26.02.19 13:09:09
Zitat von Gerrera: Bewertungen im Internet sind in den allermeisten Fällen nichts wert. Wer sich darauf verlässt, hat schon verloren. Erst letztens wurde doch festgestellt, dass Produkte die bei der Stiftung Warentest durchgefallen sind, bei amazon fünf Sterne und haufenweise "Fans" haben.


Wohl wahr. Das Unternehmen Catena Operations Ltd aus Malta hat aber nicht nur brokerdeal übernommen, sondern auch andere Vergleichsseiten wie: https://www.qomparo.de/ oder auch https://www.aktiendepot.com/ Nicht schlecht wie man damit Geld machen kann. Was auf diesen Vergleichsseiten auf Platz 1, 2 oder 3 gejubelt wird, ist absurd. Der Verdacht das dort die Broker für die Plätze zahlen ist ja offensichtlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.961.652 von Gerhard_Mueller am 25.02.19 23:04:09Bewertungen im Internet sind in den allermeisten Fällen nichts wert. Wer sich darauf verlässt, hat schon verloren. Erst letztens wurde doch festgestellt, dass Produkte die bei der Stiftung Warentest durchgefallen sind, bei amazon fünf Sterne und haufenweise "Fans" haben.
Brokerdeal gehts ja nicht um Bewertungen sondern nur darum den Traffic zu saugen und um Leads zu generieren. Es ist ein Geschäft um die Adressen der User. Brokerdeal und die Adressenbestände wurden auch offensichtlich vor knapp einen Jahr verkauft an die Catenamedia. Ein Unternehmen das spezielisiert ist für das Verkaufen von Leads und Leadgenersation.

Hier die Artikel:
https://www.catenamedia.com/release/catena-media-strengthens-its-financial-services-vertical-by-acquiring-brokerdeal-de/
https://www.igamingbusiness.com/news/catena-acquires-affiliate-assets-brokerdealde

Insbesondere ist das Unternehmen bekannt für große Aquisationen rund um Online Casinos/ Games Webseiten...
Mal wieder den Thread nach oben holen....

Die Endauswertung zum Jahresende ist ja nun erfolgt und ich hätte niemals gedacht, dass es so ausgeht....

Cicivilli wieder souverän, okay. Markus Gabel eingefahren, auch okay. Das habe ich nicht anders erwartet.

Jens Rabe so tief eingefahren, dass hätte ich nicht gedacht. Das ist auf jeden Fall ein äußerst schwerer Reputationsverlust. Obwohl er in einem eigens einberufenen Webinar Kreide frisst, wer glaubt ihm jetzt noch die Geschichten vom Optionshandel "mit der 80% Erfolgschance". Zusammen mit dem Blow-Out von Optionssellers.com, vom denen er seine Strategien übernommen hat, wirft das ein ganz schlechtes Licht. Kein Wunder, dass er sich wieder mehr auf seinen Aktienkanal konzentriert....

Paz und Lipke sind unspektakulär geblieben. Ich denke, die haben nur teilgenommen für das Gratismarketing. Das ist wie bei dem "grossen" Tradingwettbewerb. Wenn man zu Null rauskommt, dann ist man ja schon im Mittelfeld und mit einem kleinen Plus schon im oberen Drittel. Dafür hat man den Gratiswerbeeffekt auf der Webseite, so dass ich denke, dass die einfach auf Sicherheit gefahren sind.

Schäfermeier hat schwer abgeräumt. Aber ich bleibe dabei, wer sein Konto schrottet (wie bei anderen Wettbewerben geschehen), der kann kein guter Trader sein. Weil Geld, das nicht mehr da ist, eben keinen Ertrag mehr erwirtschaften kann, auch wenn das System in bestimmten Situationen erfolgreich sein mag. Die Rechnung geht nur auf, wenn man eben noch ein Coaching/Vermögensverwaltungsbusiness nebenher laufen hat, wo sich mit solchen Tricks Leute anziehen lassen. Immerhin hat Schäfermeier sein eigenes System besser angewandt als Koko - Original und Fälschung machen eben doch einem Unterschied....

Am besten ist Rene Wolfram.... der reicht die letzten Kontoauszüge einfach nicht ein, so dass er mit einem Ertrag vom Platz gehen kann :D Aber es gibt genug Facebookgruppen, die seine Performance tracken und dass es da zappenduster aussieht, muss man glaub nicht mehr eigens erwähnen...

Ich bin gespannt, der Organisator will aus dem Konzept erkennbar ein neues Geschäftsmodell stricken. Nach dem Motto, "ich bewerte alle Tradingservices und Du zahlst mir Geld dafür, dass ich Dir die Webseite von den guten geb..." Tradingintermediär im wahrsten Sinne und schon fast ein bisschen sehr dreist.

Eine Webseite gibts auch schon: https://www.testinvest.net/index.html

Bei Brokerdeal, wo ja auch Services bewertet werden, habe ich das Gefühl, dass es da am Anfang noch ehrlich zuging, aber nach kurzer Zeit haben dann die Marketingklone übernommen. Es gibt genug Leute, die für ein paar Taler diese Bewertungsseiten vollschreiben und was wer wie schreibt lässt sich nicht feststellen.. und den Brokerdeal Leuten ist es auch egal, obs echt ist, die leben ja von den CFD Buden.

Wie bei den Koko Videos, die Klone lassen sich da immer leicht erkennen: Immer mit Bild und Klarname und möglichst vertrauenserweckend. Das sind professionelle Internetagenturen. Echte Koko Kunden versuchen eher, die Sache zu vergessen und würden sich nie so aus dem Fenster lehnen...

Aber ich denke, dass das Konzept trotzdem nicht erfolgreich sein wird. Ganz einfach, weil es nicht genügend Services geben wird, die so gut sind, dass der Kunde zu dem Abobetrag zusätzlich noch den Intermediär auszahlen will. Es wird einfach nicht genug geben, die 10 % oder was auch immer pro Jahr erwirtschaften. So dass niemand dafür zahlen wird. Meine Prognose.
Nachdem er jetzt ja auf Mindset-Seminaren war Bodo Schäfer und Konsorten war, möchte er das Wissen jetzt auch dringend mo­ne­ta­ri­sie­ren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.360.294 von tomic am 04.12.18 15:44:51
Zitat von tomic: Nun erklärt er wie man richtig hedged und weist natürlich darauf hin, das es in der neuen "Rabe Akademie" selbstverständlich eine entsprechende Ausbildung gibt.
https://www.youtube.com/watch?v=vidLCQyeVxo


Ja da hab ich mich auch kaputt gelacht. Lest euch bitte seinen Werbetext für das Hedging-Seminar durch:

"Du willst, dass deine Gewinne endlich in deinem Depot bleiben und nicht bei jedem Rücksetzer verloren gehen? Dann ist dieses Seminar dein Einstieg in die Welt der Absicherung auf professionellen Niveau."

Vielleicht sollte er sein eigenes Seminar mal besuchen, dann wäre das Desaster mit der RMC vielleicht nicht passiert. :D

Auch ein absolutes Highlight meiner Meinung nach: die Ausbildung zum Finanzcoach
https://optionsstrategien.com/events/megamarkt-coaching-ausb…

und "MasterMind mit Jens Rabe"
https://optionsstrategien.com/mastermind
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.245.333 von tomic am 19.11.18 05:15:47Hier mal ein ganz aktuelles Beispiel zum Thema wie ein "Berufshändler" wie Jens Rabe seine Meinung / Strategien ändert:

Vor 2 Jahren hat er noch verkündet Hedging ist für ihn kein Thema - er hat "herausgefunden" es lohnt sich nicht. https://www.youtube.com/watch?v=nvRUY-53xxQ ab Minute 2:30

Nun erklärt er wie man richtig hedged und weist natürlich darauf hin, das es in der neuen "Rabe Akademie" selbstverständlich eine entsprechende Ausbildung gibt.
https://www.youtube.com/watch?v=vidLCQyeVxo
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.253.280 von Tradingabrechnung am 19.11.18 22:02:56
Zitat von Tradingabrechnung: Laut Jens Rabe soll ja das Tolle an Optionen sein, dass man in 2 von 3 Fällen gewinnt - also entweder seitwärts oder in die angedachte Richtung während der direktionale Trader immer nur 50:50 Chance hat und somit angeblich immer schlechter dasteht.

Tja - scheint aber in der Praxis irgendwie auch nicht so zu funktionieren. Wenn ich mir die lächerlichen Performancekennziffern von seinem OSPI angucke und dann ins Verhältnis zum Risiko und Aufwand setze kann man nur jedem raten einen weiten Bogen um den Mist zu machen und lieber einfach nur Buy & Holden.


Börse ist keine Quelle des Wohlstandes, an der sich die Menschheit bedienen kann, wenn sie verstanden hat, wie die Märkte funktionieren.

Wir können die Energie der Sonne anzapfen, aber die Börse kann man leider nicht vergleichbar anzapfen, weil alles was da zu holen ist, ja von den Menschen selber geliefert werden muss. Es ist eine riesiege Umverteilungsmaschine, bei der in Summe nichts gewonnen wird.

Geld, das durch Kursveränderungen gewonnen werden kann, kommt nicht aus dem Nichts sondern stammt von anderen Marktteilnehmern. Mit den Optionsprämien ist es nicht anders. Und Dividende kommen auch nicht aus dem All angeflogen oder werden irgendwo ausgegraben sondern es resultiert aus der Wertschöpfung und damit Arbeit, die von den Unternehmen zu leisten ist. Ebenso sind die Zinsen von Staatsanleihen nur Steuern von Bürgern, die für dieses Geld arbeiten mussten.

Da dies so ist, gibt es kein einziges System, keine einzige Strategie, die einfach nur erlernt und umgesetzt werden muss, damit man damit sicher auf Dauer mehr Rendite macht, als der Markt. Börse kann die Notwendigkeit der Arbeit in der Welt nicht abschaffen.

Was eine Strategie dem einzelnen bringt, wird immer davon abhängen was die anderen Marktteilnehmer machen. Und da das Marktverhalten adaptiv ist, ist jede Strategie potentiell in Gefahr, dass sie zukünftig nicht funktioniert, egal ob und wie lange sie früher mal funktioniert hat.

Da zudem niemand wissen kann, was die anderen Marktteilnehmer denken und planen, bleibt Trading immer im Kern ein spekulatives Glücksspiel. Man muss es abstrakt sehen und sich von den konkreten Strategien lösen, denn nur so erkennt man, dass die Suche nach einem vielversprechenden Ansatz immer nur etwas liefern kann, dessen Profitabilität spekulativ ist und das auch underperformen kann.
Weder ein Gewinn kann garantiert werden noch ein positiver statistischer Erwartungswert.

Ob es nun um Optionsstrategien geht oder Volumentrading. Ob es nun um COT-Trading geht oder irgendwelche saisonalen Regularitäten herhalten sollen. Ob es nun die Börsenbriefe von Person x sind oder ob es irgendwelche Handelssignale von "Traderprofi" y. Die Basis hinter allem ist die Spekulation und die Ungewissheit der Zukunft und somit schwebt über allem immer die Möglichkeit der Fehlspekulation mit unbekannter Wahrscheinlichkeit. Und keine einzige Handelsstrategie kann der Menschheit in Summe einen Gewinn bringen, denn alles, was die irgendjemand bekommt, musste jemand anderes ihm geben.

Es wird keinen einzigen Tradingcoach geben, der daran etwas ändern kann. Man kann sich für alles Geld der Welt von keinem sogenannten Profi zu einem sicheren Börsengewinner ausbilden lassen. Und das liegt nicht daran, weil diesen "Profis" ein mögliches Wissen dazu fehlt. Es liegt daran, weil ein solches Wissen logisch zwingend unmöglich ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.260.072 von Tradingabrechnung am 20.11.18 16:34:58Das short Put Trading ist an sich gar nicht so blöd. In der Regel kombiniert man es mit einer fundamental Analyse und dem Value Investing.

Wenn ich eine Aktie haben möchte -weil ich von ihr fundamental überzeugt bin (Warum auch immer, Div Rend. oder ähnliches)- dann schreibe ich Put Optionen in der Hoffnung, dass ich die Aktien für den Strikepreis bekommen. Die Prämie macht den Einstand der Aktien dann noch mal günstiger. Sollte der Strike nicht gerissen werden, habe ich aber über die Prämie wenigstens ewtas verdient.
und hole mir die Aktie über Kasse oder schreibe einfach neue Put Optionen in der Hoffnung, dass mir jemand zum Stichtag seine Aktien andient.

Das ist nur ein einfaches Beispiel bei dem Optionen sehr sinnvoll sein können.
Ich finde diesen Optionshandel viel zu kompliziert und undurchsichtig mit all diesen Paramtern. Alleine würde mich schon abschrecken dass man selbst dann Geld verlieren kann durch den Zeitwertverlust obwohl man in der richtigen Richtung liegt. Mag sein dass es Menschen gibt die damit tatsächlich etwas Geld verdienen weil sie seit Jahrzehnten daran rumtüfteln aber JR scheint keiner von denen zu sein. Ich mag da einfach meine Futures und das KISS-Prinzip: Keep it simple & stupid und außerdem hab ich keine Lust 20 weitere Jahre irgendwas zu lernen mit zweifelhaftem Erfolg.

Gerade hab ich das Öl-Video von Jens gesehen wo er sich total wundert dass er mit seinen Long-Positionen so aufs Maul bekommen hat - anscheinend hatte er den super Tipp direkt auch seinen Followern weitergegeben denn die Kommentare darunter gehen alle in dieselbe Richtung, reihenweise Konten geschrottet. Dabei hätte ein einziger Blick auf den Seasonal Chart gelangt:

http://seasonalcharts.de/future_energie_crudeoil.html

Ich dachte er ist beim Adrian Krömel in die Ausbildung gegangen. Ich wette der war nicht Long im Öl.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.253.280 von Tradingabrechnung am 19.11.18 22:02:56
Zitat von Tradingabrechnung: Laut Jens Rabe soll ja das Tolle an Optionen sein, dass man in 2 von 3 Fällen gewinnt - also entweder seitwärts oder in die angedachte Richtung während der direktionale Trader immer nur 50:50 Chance hat und somit angeblich immer schlechter dasteht.

Tja - scheint aber in der Praxis irgendwie auch nicht so zu funktionieren. Wenn ich mir die lächerlichen Performancekennziffern von seinem OSPI angucke und dann ins Verhältnis zum Risiko und Aufwand setze kann man nur jedem raten einen weiten Bogen um den Mist zu machen und lieber einfach nur Buy & Holden.


Ja auf dem Flipchart sieht das überzeugend aus. In Wirklichkeit verliert er auch wenn es ein paar Tage für ihn läuft und dann eben doch in die andere Richtung geht oder es leicht gegen ihn geht und die Vola ansteigt und und und ... es sind in Wirklichkeit viele Sitautionen denkbar, die sich nicht an einem Flipchart darstellen lassen. Ohne ein funktionierendes Richtungsmodell kannst du auch keine Optionen handeln, wenn du denn direktional unterwegs bist. Es gibt ja auch Richtungsunabhängige Strategien ... die sind für Jens aber zu kompliziert und lassen sich auch nciht so leicht verkaufen wei ein short Put / Call System.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.243.803 von Tradingabrechnung am 18.11.18 17:34:44Das der Börsenonkel Jensi aus Zwickau - der mit den Kulleraugen- mal in den Miesen ist, oder sich in seinem Projekten übernimmt - absolut verzeihbar und geschenkt. Versteht jeder und das war auch sehr glaubwürdig wie er es dargestellt hatte in dem Webinar. Da ist er zu Kreuze gekrochen.

Was aber leider schon fast peinlich ist, ist, dass er duch alle anderen Statements deutlich gezeigt hat, dass er keinen Handelsansatz hat/verfolgt. Das ist wie Suat Yeter, alles irgendwie mit einer "Schtrategiii" (Koko Petkov) aber dann doch irgendwie immer aus dem Bauch heraus. Wie sagte er so schön (fast naiv) nicht nur das Konto des Wettbewerbs steht deutlich unter Wasser sondern auch alle Masterkonten. "Im Nachgang haben wir uns die Trades angesehen und ich muss zugeben, dass die Trades sehr dumm waren".

Es mag also sein, dass er das Thema Optionen verstanden hat, allerdings sind da bei Thema "Trading" seine Kompetenzen anscheinend eher unterentwickelt. Jeder erfahrene Trader, der sich primär nur auf das Trading konzentriert, weiß deshalb sofort seine Worte einzuordnen und erkennt hier einen Börsenteilnehmer, der in seiner Entwicklung einer Tradermentalität noch lange nicht am Ziel angekommen ist.


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