Spanien als Fluchtmöglichkeit vor sozialistischem Steuer-Irrsinn?



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¡Hola! Leute,

wie ihr alle sicherlich schon bemerkt habt ist unser schönes Land gerade dabei endgültig in die Hände von durchgeknallten Kommunisten zu fallen. Ich denke es ist an der Zeit der Realität ins Auge zu sehen und darüber nachzudenken die Segel zu streichen und das Land als verloren abzuschreiben. Natürlich kann es auch sein, dass das Gesetz noch kassiert wird. Man muss aber für den Fall, dass es nicht so kommt einen Plan B parat haben.

Ich habe inzwischen schon einige Länder recherchiert. Z.B. die Schweiz. Erst habe ich gelesen, dass dort keine Kapitalertragssteuer auf Derivatehandel anfällt. Später fand ich dann jedoch, dass bei Trading in "größerem" Umfang oder mit Regelmäßigkeit alles dem persönlichen Steuersatz unterliegt - und der ist völlig unattraktiv - mit Beiträgen zur Sozialversicherung immer über 30 Prozent - dazu die hohen Lebenshaltungskosten.
Österreich war meine zweite Idee. Hier sind wir zwar mit 27,5% noch in einem erträglichen Bereich, jedoch fordert ja Sebastian Kurz mehr oder weniger eine Finanztransaktionssteuer auf Derivate. Er sagt ja ohne diese wird er der Steuer nicht zustimmen. Da ein Umzug ja auch Kosten verursacht müssen wir befürchten bei einem Umzug nach Ö nur kurzfristig Freude an dem Ganzen zu haben, bevor auch Österreich endgültig zu einem sozialistischen Staat verkommen könnte.

Als letztes habe ich mir noch Spanien angesehen. Dort liegt die Kapitalertragssteuer zwischen 21 und 27 Prozent. Dazu kommt eine überschaubare Vermögenssteuer.

Aus meiner Sicht spricht jetzt einiges für Spanien. Einziges Problem ist natürlich, dass es in der EU liegt und in der EU hat Deutschland natürlich eine gewisse Macht. So könnte früher oder später auch Spanien durchs EU Hintertürchen gezwungen werden ebenfalls kommunistisch zu werden. Andererseits ist das Problem natürlich, dass man für andere Länder nicht so ohne weiteres eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt.

Was denkt ihr dazu? Welche Länder habt ihr schon recherchiert?
Kleiner Nachtrag: Interessant könnte möglicherweise auch UK sein, falls mit der EU ein Freizügigkeitsabkommen ausgehandelt wird. Jedoch nach allem was ich gelesen habe sieht es so aus, als ob UK dies wahrscheinlich so ohne weiteres nicht machen wird.
Ich habe gelesen viele Deutsche fühlen sich in Estland sehr wohl. Und weit weg ist es auch nicht, die Steuern und Lebenshaltungskosten sind günstig. Ist allerdings auch EU.
Vielleicht lohnt es ja in der Richtung mal zu recherchieren.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Investitionsentscheidungen, die nur aufgrund steuerlicher Dinge getroffen werden, keine guten Entscheidungen sind.

Ähnlich stellt es sich für mich mit dem Auswandern dar.

Nach der Tabelle ist ja Zypern das attraktivste Land. Aber dort wurden schon mal Kontoguthaben gekürzt.

Wenn ich in ein anderes Land ziehe, sollten die Steuern nur ein Teil der Entscheidung sein. Wetter, Sprache, Rechtssicherheit und medizinische Versorgung sind aus meiner Sicht wichtiger. Was nützt dir eine niedrige Steuer, wenn du einen Unfall oder Krebs hast und dich mit dem Arzt in Estland nicht verständigen kannst?

Ich verstehe deine Sorgen und teile sie auch, aber genau aus diesen Gründen kommt für mich ein Auswandern nicht in Frage. In einigen Jahren mag das anders aussehen, aber noch ist der Druck nicht groß genug.
@JuliaPapa

"Wenn ich in ein anderes Land ziehe, sollten die Steuern nur ein Teil der Entscheidung sein. Wetter, Sprache, Rechtssicherheit und medizinische Versorgung sind aus meiner Sicht wichtiger."

Diese Frage wurde kürzlich auf einem youtube-Kanal angeschnitten (Alpha Trio - Krall, Homm, Elsässer).

Antworten dazu:

- Marokko
- Uruguay
- Costa Rica
- Tschechien
- Baltische Staaten
- Finnland (deutschfreundlich) --> und schöne Winter
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.694.610 von elmuchodingdong am 16.02.20 11:54:55
Zitat von elmuchodingdong: ¡Hola! Leute,

...
Ich habe inzwischen schon einige Länder recherchiert. Z.B. die Schweiz. Erst habe ich gelesen, dass dort keine Kapitalertragssteuer auf Derivatehandel anfällt. Später fand ich dann jedoch, dass bei Trading in "größerem" Umfang oder mit Regelmäßigkeit alles dem persönlichen Steuersatz unterliegt - und der ist völlig unattraktiv - mit Beiträgen zur Sozialversicherung immer über 30 Prozent - dazu die hohen Lebenshaltungskosten....


Zur Schweiz mal Info aus eigener Erfahrung: Die Steuerbelastung hängt vom Wohnort ab. In Zug ist der Grenzsteuersatz bei ca 20%. Die Regel ist normalerweise, wenn man mehr als 100 Trades im Jahr macht, zählt man als gewerblicher Trader und muss das versteuern. Ansonsten sind Kursgewinne steuerfrei und von der Quellensteuer kann man sich das wiederholen, was oberhalb des eigenen Steuersatzes ist. Ich habe z.B. eine Regelung mit der Steuerbehörde getroffen, dass auf meinem InteractiveBrokers Konto Jahresende-JahresAnfang+-Zu/Abflüsse als Gewinn zu versteuern ist, sonstige Langfristanlagen aber steuerfrei bleiben.
Im Gegensatz zu Deutschland kann man in der Schweiz auch relevante Summen in die private Rente tun. Einzahlungen werden von der Einkommenssteuer abgezogen und das Geld und Gewinne/Dividenden sind dort bis zur späteren Auszahlung komplett steuerfrei.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.695.381 von sbendel am 16.02.20 14:05:12
Zitat von sbendel:
Zitat von elmuchodingdong: ¡Hola! Leute,

...
Ich habe inzwischen schon einige Länder recherchiert. Z.B. die Schweiz. Erst habe ich gelesen, dass dort keine Kapitalertragssteuer auf Derivatehandel anfällt. Später fand ich dann jedoch, dass bei Trading in "größerem" Umfang oder mit Regelmäßigkeit alles dem persönlichen Steuersatz unterliegt - und der ist völlig unattraktiv - mit Beiträgen zur Sozialversicherung immer über 30 Prozent - dazu die hohen Lebenshaltungskosten....


Zur Schweiz mal Info aus eigener Erfahrung: Die Steuerbelastung hängt vom Wohnort ab. In Zug ist der Grenzsteuersatz bei ca 20%. Die Regel ist normalerweise, wenn man mehr als 100 Trades im Jahr macht, zählt man als gewerblicher Trader und muss das versteuern. Ansonsten sind Kursgewinne steuerfrei und von der Quellensteuer kann man sich das wiederholen, was oberhalb des eigenen Steuersatzes ist. Ich habe z.B. eine Regelung mit der Steuerbehörde getroffen, dass auf meinem InteractiveBrokers Konto Jahresende-JahresAnfang+-Zu/Abflüsse als Gewinn zu versteuern ist, sonstige Langfristanlagen aber steuerfrei bleiben.
Im Gegensatz zu Deutschland kann man in der Schweiz auch relevante Summen in die private Rente tun. Einzahlungen werden von der Einkommenssteuer abgezogen und das Geld und Gewinne/Dividenden sind dort bis zur späteren Auszahlung komplett steuerfrei.


Das heißt du hast diesen Schritt schon gemacht? Oder bist du Schweizer? Wie hoch sind dort die Lebenshaltungskosten? Ich denke mit 1500 CHF für die Miete aufwärts muss ich schon als Minimum rechnen, oder? Das heißt mit 3000 CHF im Monat könnte man bereits ein bescheidenes Leben dort führen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.695.432 von elmuchodingdong am 16.02.20 14:13:27
Zitat von elmuchodingdong: Das heißt du hast diesen Schritt schon gemacht? Oder bist du Schweizer? Wie hoch sind dort die Lebenshaltungskosten? Ich denke mit 1500 CHF für die Miete aufwärts muss ich schon als Minimum rechnen, oder? Das heißt mit 3000 CHF im Monat könnte man bereits ein bescheidenes Leben dort führen?


Ich bin Deutscher, damals aber von London in die Schweiz gezogen, als der HedgeFund, bei dem ich gearbeitet habe, umgezogen ist. Ich bin nicht wegen dem privaten Trading, bei ich ich ziemlich schlecht bin, umgezogen.
Generell würde ich sagen, günstige Deutsche Preise (also nicht München) mal 2,5 in CHF kann man als Faustregel zum umrechnen nehmen. Zumindest in Zürich (jetzt steuerlich nicht unbedingt günstig) und Zug (kleine Stadt, mit ziemlich guten Steuern) ist es sehr teuer. Da gibt es eigentlich keine Wohnung unter 2000 CHF, würde eher Richtung 3000 rechnen. Im Nirgendwo ist es natürlich günstiger.
Schweiz hat halt nicht wie Deutschland einen Niedriglohnbereich, bzw. ging es ja letztens darum, ob 4500 CHF Mindestlohn werden soll. Sowas treibt natürlich alle Preise nach oben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.695.519 von sbendel am 16.02.20 14:35:32
Zitat von sbendel:
Zitat von elmuchodingdong: Das heißt du hast diesen Schritt schon gemacht? Oder bist du Schweizer? Wie hoch sind dort die Lebenshaltungskosten? Ich denke mit 1500 CHF für die Miete aufwärts muss ich schon als Minimum rechnen, oder? Das heißt mit 3000 CHF im Monat könnte man bereits ein bescheidenes Leben dort führen?


Ich bin Deutscher, damals aber von London in die Schweiz gezogen, als der HedgeFund, bei dem ich gearbeitet habe, umgezogen ist. Ich bin nicht wegen dem privaten Trading, bei ich ich ziemlich schlecht bin, umgezogen.
Generell würde ich sagen, günstige Deutsche Preise (also nicht München) mal 2,5 in CHF kann man als Faustregel zum umrechnen nehmen. Zumindest in Zürich (jetzt steuerlich nicht unbedingt günstig) und Zug (kleine Stadt, mit ziemlich guten Steuern) ist es sehr teuer. Da gibt es eigentlich keine Wohnung unter 2000 CHF, würde eher Richtung 3000 rechnen. Im Nirgendwo ist es natürlich günstiger.
Schweiz hat halt nicht wie Deutschland einen Niedriglohnbereich, bzw. ging es ja letztens darum, ob 4500 CHF Mindestlohn werden soll. Sowas treibt natürlich alle Preise nach oben.


Gut, ich meine die Schweiz hat natürlich den Vorteil, dass man erstens nicht weit weg von Angehörigen ist, zweitens ist man raus aus der EU, drittens hat man dort Rechtssicherheit und beste gesundheitliche Versorgung. Nachteil sind die Lebenshaltungskosten. Ich denke wenn ich zu Geld mache was geht könnte die Schweiz eventuell eine Möglichkeit für mich sein. Zur Not kann ich zum Trading da unten ja noch LKW fahren oder irgendwas in der Art. Hier ist dann das hohe Lohnniveau wiederrum ein Vorteil.


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