Stand Finanztransaktionssteuer DE?



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Hallo,

kann mir jemand sagen, wie es um die Finanztransaktionssteuer im Bezug auf die Anrechenbarkeit von Verlusten steht? Die Infos die ich dazu finde reichen von "bereits beschlossen" bis zu "kommt nicht weil AT blockiert".

Am Schlimmsten finde ich den Teil, dass Gewinne und Verluste als Einzelposten genommen werden sollen und von Verlusten nur 10T€ abgezogen werden können sollen.

Womöglich habe ich das auch falsch verstanden aber so wie es momentan für mich klingt wäre damit doch jedes Daytrading Selbstmord.

Es soll nicht einfach Gewinne minus Verluste gerechnet werden sondern Gewinne minus 10000€, wenn kumulierte Verluste von über 10T€ im Jahr entstanden sind. Und ja, den Rest kann man wohl vortragen.

Aber bedeutet das nicht, dass Daytrading in DE tot wäre?

Trading an sich ist für mich erfolgreich durch kleine Vorteile die sich durch eine Vielzahl an Trades als Gewinne herauskristallisieren. Das heißt man hat ein enorm hohes Handelsvolumen und damit, wenn man es so will enorm hohe Verluste die enorm hohen Gewinnen gegenüberstehen.

Und von den Verlusten soll man nur 10T€ ansetzen können.

Bitte sagt mir, dass ich das falsch verstanden habe.

Wenn nicht, wie soll man damit umgehen? Eine Firma außerhalb der EU gründen und dort traden?

Das ist absolut weltfremd, wenn das wirklich so angedacht wäre.

Besten Dank!
Radius
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.765.396 von Radius2 am 23.02.20 23:37:19Die FTT ist offen. Die Verlustkappung, auch Bindingsteuer genannt, gilt ab 2021.

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1317120-1-10/tra…
Danke, das ist mal viel Text im Thread. Ich schau mal ob ich eine Lösung finde.

Sehr bedenklich das Ganze.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.765.570 von Radius2 am 24.02.20 00:33:15
Zitat von Radius2: Danke, das ist mal viel Text im Thread. Ich schau mal ob ich eine Lösung finde.

Sehr bedenklich das Ganze.


Auswandern oder GmbH gründen. Muss man sich jedoch überlegen ob sich das lohnt.
Auswandern kommt für mich nicht in Frage. Was ist mit ausländischen Börsen? Kreative Verlustrechnung ist sicherlich riskant, weil generell muss man ja trotzdem alles angeben.

Und eine amerikanische Ltd?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.772.494 von Radius2 am 24.02.20 16:21:27
Zitat von Radius2: Auswandern kommt für mich nicht in Frage. Was ist mit ausländischen Börsen? Kreative Verlustrechnung ist sicherlich riskant, weil generell muss man ja trotzdem alles angeben.


Wenn du in D Steuerpflichtig bist, dann ist es egal wo dein Broker sitzt.

Zitat von Radius2: Und eine amerikanische Ltd?


Der Unternehmensitzt im Ausland bringt dir auch nichts wenn die (Entscheidungs)Gewalt nicht auch dort angesiedelt ist bzw. du es nicht nachweisen kannst.

Ergo, UG oder GmbH in D ODER ziehe z.B. nach NL, Polen, Österreich ... muss ja nicht gleich Dubai oder Honokong sein
Umzug kommt für mich leider nicht in Frage. Mit welchen Kosten muss ich denn mit einer UG oder GmbH rechnen? Da braucht es ja auch besondere Bilanzierung, Steuerberater usw.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.798.528 von Radius2 am 26.02.20 19:29:46
Zitat von Radius2: Umzug kommt für mich leider nicht in Frage. Mit welchen Kosten muss ich denn mit einer UG oder GmbH rechnen? Da braucht es ja auch besondere Bilanzierung, Steuerberater usw.


Gründungskosten sind überschaubar 1.000 bis 2.000 Euro, ist ja für Notar, Gesellschaftervertrag, Anmeldung HR, Eröffnungsbilanz..

Doppelte Buchführung ist Pflicht sowie die Veröffentlichung der Bilanz im Bundesanzeiger ...

Die Kosten für den StB richten sich an den Aufwand von Buchungen ...

Mal anders herum gefragt, wie hoch war den dein Gewinn in den letzten Jahren?? für 5k Gewinn würde sich der Aufwand wohl nicht wirklich rechnen, egal wie schön man es sich rechnet
Der Gewinn war schon höher aber nicht so, dass es sich lohnen würde da noch mal tausende € auszugeben. Ich bin immer noch Anfänger.

Diese Kosten, sind die ähnlich hoch bei Auslandsgesellschaften, wenn man sie dem FA offen gegenüber leitet?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.800.817 von Radius2 am 27.02.20 00:09:50ich sehe mich ach nicht als Profi und m.M.n. sind Gewinne an der Börse nicht planbar.

Bei einer GmbH sollte man ja Gewinne erwirtschaften, um sich daraus auch ein Gehalt zu bezahlen oder Rücklagen zu bilden etc. ist ja individuell steuerbar.

und klar kann man mit einem Mittleren Depot gute Gewinne erzielen wie auch mit einem großen Depot.

Was ich aufgenommen habe ist, das es erst Sinn macht mit einem sechstelligen Depot und das dürfte für viele Anfänger schwer sein, diese Summe in die GmbH einfließen zu lassen.

Bzgl. laufende Kosten. Ein Positionstrader hat bspw. 50 Transaktionen im Jahr, das würde die Buchführung kostentechnisch nicht exorbitant sein und den Buchungssatz kann man sicher auch noch selbst buchen. Bei Daytradern mit 50 oder viel mehr Trades am Tag würde dieser Aufwand deutlich steigen.

Alternativen die mir noch eingefallen sind: PropHouse Traden ... da kannst du schön weiter traden und verdienst halt an Provisionen oder wikifolio mit Risiko das die Plattform mal ausfällt, da kannst im wiki Musterdepot ja Zertifikate handeln. Sicher beides nicht die Ideale Lösung aber es sind Alternativen
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