Alternativen zur TWS von IB (Seite 4)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.391.904 von MYM-FAN am 20.04.20 21:41:00
Zitat von MYM-FAN: IB betreibt keinen Eigenhandel.

https://www.interactivebrokers.eu/de/index.php?f=6410


Da steht nichts davon das sie kein Eigenhandel betreiben. Und nicht böse sein, das IB einer, wenn nicht der größte Eigenhändler weltweit ist, hat sich wirklich schon rumgesprochen und ist auch völlig unstrittig. Es geht auch nicht um einzelne Bereiche sondern was der Konzern insgesamt macht.

Das "private" Futures Order etc. durchgeroutet steht außer Frage (zumindest IB USA) aber die Retail Sparte von IB hat mal gar nichts mit dem Institutionellen Geschäft zu tuen.
Entscheidend bei der Brokerauswahl sind doch andere Faktoren. Wie z.b. der TE die Frage nach der Handelsmaske etc. stellt. Bei IB kann ich praktisch alles, ja wirklich alles handeln. Ich glaube es gibt kein Finanzinstrument das ich nicht bei IB handeln kann. Wer alles handeln will ist bei IB gut aufgehoben.

Wer nur Futures handelt, ist nach meiner Ansicht bei AMP viel besser aufgehoben. Wer einen "flexiblen" Order Datenstrom braucht der kompatibel mit fast allen Handelsmasken ist, wird mit IB keine Freude haben. Aber mit jedem anderen FCM.

Es hängt doch also davon ab, was ich will und was ich brauche. Das Einlagenrisiko ist bei allen US Brokern äußerst gering. Da unterscheiden die sich gar nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.393.164 von bomike am 20.04.20 23:39:00nochmal IB selbst betreibt keinen Eigenhandel sondern verbundene Unternehmen (Timberhill). Diese sind allerdings organisatorisch, prozessual und rechtlich vom Brokergeschäft getrennt.

ich zitiere: "Wir betreiben unsere Brokerage- und Market-Making-Tätigkeiten in getrennten Gesellschaften, die bei den örtlichen Aufsichtsbehörden für den Wertpapier- und/oder Rohstoffhandel registriert sind. Wir pflegen eine strikte systematische und prozessuale Trennung dieser beiden Geschäftszweige und es findet keine Vermischung von Kunden- und Gesellschaftskapital und keine Verwendung von Kundenvermögen für den Eigenhandel der Gesellschaft statt. Einige verbundene Unternehmen von IBKR handeln auf eigene Rechnung, doch unsere kundennahen Geschäftsbereiche betreiben keinen Eigenhandel. Wir haben den Prozess der Reduzierung unserer Market-Making-Verfahren größtenteils abgeschlossen."
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.393.707 von MYM-FAN am 21.04.20 06:51:13
Zitat von MYM-FAN: nochmal IB selbst betreibt keinen Eigenhandel sondern verbundene Unternehmen (Timberhill). Diese sind allerdings organisatorisch, prozessual und rechtlich vom Brokergeschäft getrennt.

ich zitiere: "Wir betreiben unsere Brokerage- und Market-Making-Tätigkeiten in getrennten Gesellschaften, die bei den örtlichen Aufsichtsbehörden für den Wertpapier- und/oder Rohstoffhandel registriert sind. Wir pflegen eine strikte systematische und prozessuale Trennung dieser beiden Geschäftszweige und es findet keine Vermischung von Kunden- und Gesellschaftskapital und keine Verwendung von Kundenvermögen für den Eigenhandel der Gesellschaft statt. Einige verbundene Unternehmen von IBKR handeln auf eigene Rechnung, doch unsere kundennahen Geschäftsbereiche betreiben keinen Eigenhandel. Wir haben den Prozess der Reduzierung unserer Market-Making-Verfahren größtenteils abgeschlossen."


Vollkommen richtig !
Und die These Jeder FCM sei gleich sicher, ist gelinge ausgedrückt, sehr gewagt !

AMP hat gerade mal 4 Mio für etwaige Haftungen für Verluste die über die Einlagen der Kunden hinaus gehen übrig. Und das bei Einlagen von Kunden von 57 Mio und die sind, wie bekannt, extrem gehebelt.
Also wenn AMP mal umgeht, kann das für Niemanden der mitdenkt eine große Überraschung sein !
Dessen sollte man sich bewusst sein.

Dorman und Philipp Capital stehen z.B. in diesen Relationen viel besser da.
ganz zu schweigen von IB !
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.392.942 von Gerrera am 20.04.20 23:09:37Ich meine ja auch nicht die Kunden oder die institutionellen, die jetzt mit ihrem Fonds ggf. gescheitert sind – sondern die Broker.

Denn sollte der Broker nicht rechtzeitig die Position der Kunden geschlossen haben, steht er ja in der Haftung!
Und das dürfte gestern vielleicht zu einigen Schwierigkeiten geführt haben.

Na mal schauen.... hoffen wir mal, dass das nicht passiert ist.
Es war ja noch Handeln möglich und die Bewegung war nicht so erratisch wie damals beim Schweizer Franken, sondern lief über den Tag verteilt.

Viele Grüße
Also ich bin gar kein Freund von diesen Universalbrokern. Ich such mir lieber für Futures den besten und für Aktien einen separaten. Da hat man auch einen schönen Diversifikationseffekt und bleibt handlungsfähig wenn der Broker die Biege macht.
Ich weiß nicht ob der Fall von Ronin Capital hier schon thematisiert wurde aber er ist sicherlich nur einer von vielen in diesem Crash. Banken, Broker und Hedgefonds werden fallen wie die Fliegen in nächster Zeit es ist auch schon etwas Glück wenn man bei einem Broker ist der es schafft

https://www.risk.net/risk-management/7513566/abn-winds-down-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.397.586 von Tradingabrechnung am 21.04.20 11:43:11
Zitat von Tradingabrechnung: Also ich bin gar kein Freund von diesen Universalbrokern. Ich such mir lieber für Futures den besten und für Aktien einen separaten. Da hat man auch einen schönen Diversifikationseffekt und bleibt handlungsfähig wenn der Broker die Biege macht.


welchen Broker hast du dir für die Aktien ausgesucht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.393.914 von optionpro am 21.04.20 07:40:51Die Sicherheitshinterlegungen die jeder FCM vorhalten muß wird von der Aufsicht bestimmt. Ein Broker mit mehr Kundeneinlagen muß auch mehr hinterlegen. Und "gehebelt" sind alle FCMs.

Die größten FCMs der Welt sind Pleite gegangen, wo niemand aber wirklich niemand das für möglich gehalten hätte.

Refco und MF Global.

Beide Unternehmen hatten keine Probleme mit der Futures Sparte, die wurde einfach mitgerissen. Es spielte bei denen auch keine Rolle, das entsprechend ausgelagert wurde. Größe sagt gar nichts aus. Zumindest Refco war ein viel größerer FCM als IB.

Btw. Ich kenne keinen Fall, das irgendein FCM ob groß oder klein Pleite ging- und die Futureskunden Geld dabei verloren haben.
Die Vergleiche mit IB hinken sowieso.

Weil das Konto und auch die Ausführungen für Europäer über IB UK laufen.
Ihr habt gar kein Konto bei IB LLC USA. Für euch gilt das englische Recht und nicht das strenge US Aufsichtsrecht. Und damit auch nicht die Eigenkapitaldecke der LLC.

Und alles was hier so gelinkt wird über IB - betrifft entweder die gesamt Gruppe oder eben dem FCM Broker IB LLC USA. Aber nicht bei der Gesellschaft wo man als Europäer ein Konto eröffnen kann bzw. muss - nämlich bei der IB UK Limited.

Und jeder der glaubt er hätte ein Konto bei der LLC, sollte sich mal die Kontounterlagen anschauen...


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