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Hurrah wir kapitulieren - Mozarts Idomeneo abgesetzt - 500 Beiträge pro Seite



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Neuenfels-Inszenierung abgesetzt



Beim Haupte des Propheten



Sicherheitsbedenken: die deutsche Oper Berlin
25. September 2006
Die Deutsche Oper Berlin hat aus Sorge über mögliche islamistische Anfeindungen die Mozart-Oper „Idomeneo“ vom Spielplan abgesetzt. Grund seien bei den Berliner Sicherheitsbehörden eingegangene Hinweise, daß Szenen der Inszenierung derzeit ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für das Haus darstellten, teilte das Opernhaus am Montag in Berlin mit. Die Inszenierung von Hans Neuenfels setzt sich mit den Weltreligionen, unter anderem auch mit dem Islam, auseinander. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, eine konkrete Gefährdung für das Opernhaus sei zur Zeit nicht bekannt.


In der Neuenfels-Inszenierung, die bereits bereits während der Premiere im Dezember 2003 auf heftige Publikumsproteste gestoßen war, präsentiert König Idomeneo die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed und stellt sie auf vier Stühle. Die Szene hatte damals zu Tumulten im Opernhaus geführt. In den damaligen Besprechungen der Aufführung in Presse, Funk und Fernsehen war die Szene als radikale Abrechnung mit Religion und Religionskriegen verstanden worden. Neuenfels gilt Regisseur, der gern das Publikum provoziert.


Intendantin will Gefährdung des Publikums ausschließen


Um eine Gefährdung des Publikums und der Mitarbeiter auszuschließen, habe sich Intendantin Kirsten Harms entschlossen, von der Wiederaufnahme des „Idomeneo“ am 5., 8., 15. und 18. November abzusehen, hieß es in der Mitteilung des Opernhauses. Bei der 1781 uraufgeführten Oper geht es um den Widerstand der Menschen gegen Opfergaben an die Götter.


Im vergangenen Februar hatten Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen heftige Protest in islamischen Ländern ausgelöst. Vor knapp zwei Wochen hatte Papst Benedikt XVI. bei einer Rede in Bayern die Worte eines byzantinischen Kaisers aus dem Mittelalter zitiert, der scharfe Kritik am Propheten Mohammed geübt hatte. Dies hatte weltweit zu Protesten von Muslimen geführt. Der Papst hatte daraufhin die Wirkung seiner Worte bedauert.

Text: dpa


jeden tag ein bißchen zurückweichen, heute mozart, morgen lessing, dann rushdie aus den buchsortiment nehmen. europa ist immer weiter im prozess der selbstauflösung :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.192.253 von Heizkessel am 25.09.06 19:48:06Traurig Traurig Traurig - Die offene Gesellschaft und Ihre Feinde.
Diese arschkriecherische Appeasement Politik erinnert mich fatal an die Jahre vor 1939....
Deutsche Oper Berlin setzt aus Angst vor Islamisten Inszenierung ab
Die Vorstellungen von Mozarts „Idomeneo“ für November sind jetzt wegen einer umstrittenen Szene gestrichen. Hintergrund ist eine Gefährdungsanalyse des Landeskriminalamts. Regisseur Hans Neuenfels ist erbost.
Von Manuel Brug


Szene aus der "Idomeneo"-Inszenierung. Der König von Kreta gerät mit den Religionsstiftern aneinander


Der Fall ist im deutschen Kulturleben bisher einmalig: Während Berlins Bischof Huber die bevorstehende Islamkonferenz der Bundesregierung begrüßt, wird bekannt, dass die Deutsche Oper Berlin wegen befürchteter islamistischer Anschläge die ab dem 5. November geplante Wiederaufnahme der Mozart-Oper „Idomeneo“ in der Inszenierung von Hans Neuenfels vom Spielplan nimmt.

Hintergrund ist eine Gefährdungsanalyse des Berliner Landeskriminalamts (LKA), das Hinweise über mögliche Störungen erhalten hatte, dazu aber auch aus ermittlungstechnischen Gründen keine weiteren Angaben machen wollte. Bislang habe aber weder eine konkrete Terrordrohung gegen die Oper vorgelegen, noch habe eine islamische Organisation einen Hinweis gegeben, dass das Stück die religiösen Gefühle von Moslems verletzen könnte.

Wie Opernintendantin Kirsten Harms gegenüber WELT.de bestätigte, hat das LKA die Absage zwar nicht vorgeschlagen, aber Sie selbst habe sich nach reiflicher Überlegung im Interesse der Sicherheit ihrer Mitarbeiter und der bis zu 2000 Zuschauer dafür entschieden, „weil die Risiken nicht zu kalkulieren sind“. In anderen Metropolen wie Paris oder London ist es übrigens seit Jahren üblich, dass Besucher die Theater und Museen nur noch durch eine Sicherheitsschleuse betreten können und ihre Tascheninhalte offenbaren müssen. Die Absage bestätigte das Opernhaus zudem erst, als bereits im Internet davon zu lesen war und Agenturen den Fall aufgegriffen hatten.

„Idomeneo“ wurde 1781 uraufgeführt. Die umstrittene Version hatte im Mai 2003 Premiere und war seit zwei Spielzeiten nicht mehr zu sehen. Die Mozart-Oper erzählt vom Kreterkönig Idomeneo, der nach jahrelangen Irrfahrten aus dem Trojanischen Krieg zurückkehrt und dafür seinen Sohn dem Meergott Poseidon opfern muss. Erst als ein Orakel Rettung verkündet, dankt Idomeno ab und gibt den Thron für seinen Sohn frei.

Hans Neuenfels, der in seiner bewährten Assoziationsmanier bereits vorher Trojas König Priamos samt Anverwandten dem mythischen Personal hinzugesellt hat, begnügte sich damit freilich nicht. Nach einer bisweilen schwer zu entziffernden, aber für seine Verhältnisse braven Inszenierung stellte er dem (in der Oper sonst nicht selbst auftretenden) Poseidon als Vertreter der antiken Götterwelt die Religionsstifter Jesus, Buddha und Mohamed bei. Die stehen auf einem Gerüst rum und sitzen auch da, bis der letzte Opernton verklungen. Dann tritt der entmachtete Idomeneo erneut auf. Irr lachend hat er die Glaubensautoritäten enthauptet, ihre Köpfe werden als Trophäen in einem Sack präsentiert.

Das führte in der Premiere zu einem heftigen, aber kurzen Buhsturm, weitere Vorkommnisse ereigneten sich in Folgevorstellungen nicht. Gegenüber WELT.de zeigte sich Hans Neuenfels erbost gegenüber dem Vorgehen von Kirsten Harms: „Sie hat den Fall nicht mir besprochen, sondern mit bereits im Sommer die Absetzung nur als Fakt mitgeteilt. Ich hätte es lieber gesehen, wenn sie damit nicht so ängstlich und passiv umgegangen wäre, sondern offensiv die die Öffentlichkeit informiert hätte“, so der Regisseur. „Ich habe Ähnliches 1981 in Frankfurt nach meiner ,Aida’ erlebt. Da gab es sogar eine Bombendrohung. Wir haben niemanden informiert, aber das ganze Haus untersuchen lassen und dann gespielt. Natürlich war es nur ein Verrückter.“

Neuenfels sagte, er aber durchaus Verständnis für die Bedenken von Kirsten Harms, „aber man darf sich nicht einschüchtern lassen, zumal die Faktenlage sehr diffus ist. Dann hätte man erst Recht spielen und den Vorgang thematisieren und diskursiv einbetten sollen. Dafür ist in unserem Kulturverständnis das Theater da. Ich weiß nicht, ob ich angesichts der aktuellen Lage den ,Idomeneo’ heute noch so inszenieren würde, aber zu dieser Fassung stehe ich und werde sie nicht ändern. Natürlich frage ich mich, in wie weit man inzwischen schon mit der Schere im Kopf an einen neuen Regieauftrag herangeht.“

Gegenwärtig probt Hans Neuenfels an der Komischen Oper Mozarts „Zauberflöte“, ebenfalls eine Oper mit orientalischem Hintergrund. Wie auch Mozarts „Entführung aus dem Serail“, die an eben diesem Haus in einer besonders kontroversen Inszenierung zu sehen ist, die den einst christlichen Renegaten Bass Selim in nicht eben milden Licht erscheinen lässt. Neuenfels äußerte auch Vermutungen, ob die ganze Affäre nicht von ganz anderer Seite nur vorgetäuscht sei: „Mir kommt das als islamistische Aktion sehr elitär, sehr wissend vor, zumal die Inszenierung schon so lange nicht mehr gespielt worden ist.“

Ob Kirsten Harms hier nicht etwas zu vorschnell gehandelt hat? Berlin ist nichts Dinslaken. Eine solche Absetzung bekommt in der deutschen Hauptstadt an einem so bedeutenden Haus eine viel symbolischere Bedeutung als unter Umständen das mögliche Risiko einer Störung, gegen die man sich hätte wappnen können. Das Theater als moralische Anstalt eines aufgeklärten westlichen Geistes hat sich hiermit jedenfalls keinen Gefallen getan.

Artikel erschienen am 25.09.2006

http://www.welt.de/data/2006/09/25/1050327.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.192.253 von Heizkessel am 25.09.06 19:48:06Allet Schisser.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.192.788 von inhalator am 25.09.06 20:06:15Selbstverständlich halten wir an die Rechte des Grundgesetzes hoch. Mindest solange es mit dem Koran konform ist.

Selbstveständlich halten wir es mit der Meinungsfreiheit. Aber nur, solange man nicht mit dem Islam aneckt.

Religionsfreiheit heisst bei uns, auch denen die freie Ausuebung der Religion zu gestatten, die die christliche Religion als nicht lebensberechtigt erachten.
Haben alle die Hosen voll.
Nicht einmal mehr Harald Schmidt traut sich, eine lustige, vielleicht auch etwas barsche Kritik am Islam anzubringen.

Wir können nicht mehr normal reden und auch nicht mehr kämpfen.

Sollte später mal ein Bürgerkrieg kommen, werden wir verlieren. Wenn bei uns Deutschen der einzige Sohn oder die einzige Tochter stirbt, bricht in der Regel alles zusammen, jahrelange psychische Behandlung für die Eltern wahrscheinlich. Siehe Petra Schürmann.

Bei den islamischen Großfamilien hingegen geht nach einer normalen und natürlichen Trauerphase alles normal weiter.

Uns kann nur noch ein Wunder helfen.:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.192.253 von Heizkessel am 25.09.06 19:48:06jeden tag ein bißchen zurückweichen, heute mozart, morgen lessing, dann rushdie aus den buchsortiment nehmen. europa ist immer weiter im prozess der selbstauflösung

Es ist echt NICHT zu fassen!!:cry::cry:
Was sind wir für eine WEICHEIER-Gesellschaft geworden!!:cry::cry:
Wann werden die SparSCHWEINE abgeschafft ?????????
Übrigens hat Heute der Papst AUCH einen schönen Rückzieher gemacht!:cry:
WARUM sollten die Muslimen noch RESPEKT vor uns haben, wenn sie sehen wie der feige Westen sich verhält???
Es sieht ganz SCHLECHT aus für die Zukunft unseren Kindern!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.193.417 von long rider am 25.09.06 20:36:26vielleicht sollten wir um die aufstockung amerikanischer truppen nachsuchen. muß ja nicht beim derzeitigen verteidigungsminister sein, kann ja auch mit weniger gesichtsverlust nach der nächsten wahl geschehen.
es soll eine cia studie geben, in der die auseinandersetzung mit dem islam eine art weltkrieg sein wird, und europa wegen der nähe zum schlachtfeld wird. passt irgendwie zu idomeneo.
Ich hab meiner Frau heute ein Kopftuch gekauft
und hoffe, daß uns das bei den Islamisten einige
Pluspunkte bringt! :)
Ich dachte ja, ich würde es wenigstens nicht mehr erleben müssen, daß die Theater geschlossen werden, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.194.771 von HetfieId am 25.09.06 21:23:34bei deinem gesicht, hätte ich mir an deiner stelle gleich eins mitgekauft. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.194.822 von Heizkessel am 25.09.06 21:25:10Ich weiss, daß ich scheisse aussehe! Das brauchst du
mir nicht täglich zu sagen!
Trotzdem möchte ich nicht von so einem Islamisten vergewaltigt werden nur weil ich ein Kopftuch auf hab! Da sehe ich lieber scheisse aus!
die drei opernhäuser in berlin werden mit jährlich 115 mio euro subventioniert, und dann wird bei der ersten gelegenheit das europäische ideal des freien geistes aufgegeben. in diesem sinne verliert die oper ihre funktion als kulturträger.
falls sich jemand die mühe machen möchte und seine meinung direkt anzubringen, dann hier:

http://www.deutscheoperberlin.de/
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.194.049 von aekschonaer am 25.09.06 20:58:25Na seit wann sind denn die Moslems schuld, dass hier in Deutschland nur Hossenschisser leben?

Angst haben vor den imaginären Moslem-Karrikatur-Kritikern, die auf dem Hindukusch leben :laugh:. Als nächstes darf man die Katholiken nicht mehr verscheißern, weil die ja sonst anfangen zu weinen und das ist so gemein. Ne find ich nicht gut.
Nach einer Gefahrenanalyse des LKA kamen die Sicherheitsbehörden zu dem Ergebnis, dass „Störungen der Aufführungen nicht ausgeschlossen werden können“. Es habe aber weder eine konkrete Terrordrohung gegen die Oper vorgelegen noch habe eine islamische Organisation einen Hinweis darauf gegeben, dass das Stück die religiösen Gefühle von Moslems verletzen könnte. Die Analyse war im Kontext des Streits um die dänischen Mohammed-Karikaturen im Auftrag der Berliner Senatsinnenverwaltung erstellt worden. „Wir haben aber nicht verlangt, dass das Stück aus dem Programm genommen wird“, so das LKA weiter. Diese Entscheidung sei ganz allein von Intendantin Kirsten Harms zu verantworten (die bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war).

http://www.tagesspiegel.de/kultur/archiv/26.09.2006/2800692.…

Auszug aus dem Eingangsposting:

In der Neuenfels-Inszenierung, die bereits bereits während der Premiere im Dezember 2003 auf heftige Publikumsproteste gestoßen war, präsentiert König Idomeneo die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed und stellt sie auf vier Stühle. Die Szene hatte damals zu Tumulten im Opernhaus geführt.

Hatte Al-Kaida da einen Betriebsausflug ? :rolleyes:;)

Ernsthaft ... wäre in der Staatsoper Unter den Linden sicher nicht passiert. :D;)

Unmöglich. :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.195.146 von inhalator am 25.09.06 21:36:12Wie kommst du an diese wild gedrechselte Anfrage an mich?

Passen dir aus persönlichen Gründen die von mir eingestellten Link nicht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.194.966 von HetfieId am 25.09.06 21:30:27O.K. Hetfield,

wenn ich Dich richtig lese, dann hast Du ihr ein Kopftuch besorgt, damit Islamisten es ihr mal richtig besorgen, weil Du .......:laugh::laugh::laugh::laugh:
Eine Schande ... Deutschland hat bald fertig ..

Schuld sind unsere tollen Multikulit - Knaller ....
Aber die haben sich ja abgesetzt ( siehe Fischer in die verhasste USA )

Tse Tse Tse .....:mad:
Damit das Märchen vom friedlichen Islam und dessen toller Toleranz aufrecht erhalten werden kann, müssen wir vorab kuschen, damit der Djihad und die Intoleranz des Islam garnicht erst "notwendig" werden.
Wie schön wäre jetzt ein Machtwort des kulturell doch so interessierten Landesbischof Huber.
In der Neuenfels-Inszenierung, die bereits bereits während der Premiere im Dezember 2003 auf heftige Publikumsproteste gestoßen war, präsentiert König Idomeneo die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed und stellt sie auf vier Stühle. Die Szene hatte damals zu Tumulten im Opernhaus geführt


Das Publikum zur Uraufführung, das waren vermutlich Türken und Palästinenser - die finden die Musik von Mozart so geil und stehen auf kaputte Typen wie Neuenfels ! :D

Es wird Zeit, dass so ein Müll nicht mehr subventioniert wird !
Eine Kultur die ihren eigenen Anspruch aufgibt, durch provozieren zum Nachdenken zu zwingen, gibt sich selbst auf.

Da man offensichtlich nur gegenüber Schwachen oder friedfertigen "Kultur" sein wollte, ist man nicht mal ein Ausdruck von Zivilisation, da man kulturelle Klassenunterschiede akzeptiert.

Um was handelt es sich dann bei Leuten wie Neuenfels und den Leuten der Deutschen Oper ?
Es sind Selbstdarsteller unter dem Deckmäntelchen der Kultur. Da man die eigene Selbstdarstellung sofort beerdigt wenn es vielleicht und eventuell brenzlig werden könnte, beweist man darüberhinaus daß man kein Rückgrat hat.

Wenn also Selbstdarsteller ohne Rückgrat die Deutsche Oper missbrauchen, dann sollte man diese gesichtslose Typen schnellstens aus allen Ämtern entfernen. Aber die Politisierung des Kulturbetriebes ("ich übernehme die Verantwortung und das bedeutet Nix") wird schon dafür sorgen daß ausser etwas Talkshowgeschwafel im Dritten oder auf arte sowieso nichts rüberkommt.

Wenn Leute wie der Allianzvorstand heute herumschwafelt daß die Leute die Zahnarztkosten selbst bezahlen sollen, dann sollte man dem Herrn einmal erklären daß der kleine Mann das nicht kann weil er das Opernticket des Herrn Großkotz mit 100 € subventioniert.

Warum geben wir für eine solche Kasperlesveranstaltung eigentlich noch Steuergelder aus ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.202.774 von jaujazu am 26.09.06 09:17:37Schuld sind unsere tollen Multikulit - Knaller ....

Da gibt es Hoffnung! Laut Junge-Welt :D haben sich die Grünen
entschlossen gemeinsam in den Freitod zu gehen!

26.09.2006 / Kapital & Arbeit / Seite 9
Grüne wollen Transrapid stoppen


Eiggentlich hätte es uns ja schon gereicht, wenn
sie sich aus der Politik verabschieden würden.
Aber wenn sie jetzt Werkstattwagen spielen wollen,
soll es uns auch recht sein!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.192.253 von Heizkessel am 25.09.06 19:48:06Bei der 1781 uraufgeführten Oper geht es um den Widerstand der Menschen gegen Opfergaben an die Götter.

Was für ein barbarischer, giottesverachtender Gedanke. :eek:
Ihr braucht aber nur zum Islam zu konvertieren, und euch passiert nichts. Das steht so im Koran. Vorausgesetzt natürlich , ihr konvertiert zum reinen, echten Islam, sprich zur Shia ähh Sunna äh Sufismus äh.... zu den Wahabiten, :eek: ....ach Menno. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.203.264 von farniente am 26.09.06 09:44:53Extra für farniente und LastHope möchte ich mein Posting #14 wiederholen:

Ich dachte ja, ich würde es wenigstens nicht mehr erleben müssen, daß die Theater geschlossen werden, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.203.922 von cajadeahorros am 26.09.06 10:20:52So toll war das Posting jetzt auch wieder nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.203.968 von HetfieId am 26.09.06 10:23:37Dann les dir halt lieber die Postings von farniente und lasthope durch, dann siehst du Deutschlands Zukunft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.203.922 von cajadeahorros am 26.09.06 10:20:52es bestand nie Zweifel, dass in Zukunft viele Theater und Museen geschlossen werden müssen - mangels Nachfrage. Die neuen Deutschen können mit unserem bildungsbürgerlichen Kanon an Kultur nix anfangen. Oder hast du schon mal in einem Museum einen Türken oder Araber gesehen, der einen Liebermann, Rodin, Beckmann oder Nolde bewundert hätte?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.204.167 von cajadeahorros am 26.09.06 10:34:19Ich sehe schon die nächste islamische Forderung auf die christliche Welt zukommen: das Glockengeläut christlicher Kirchen ist +/- 30 Minuten um den Sonnenuntergang einzustellen um den Ruf der Muezine nicht zu beinträchtigen und im ganzen Land laut und klar hörbar zu machen. Kirchen die dieser Forderung nicht folgen werden in die Luft gesprengt. Im Namem eines friedlichen, freiheitlichen und toleranten Islams.:D:D:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.204.408 von smirnow am 26.09.06 10:48:25Und ein Teil der deutschen klatscht begeistert Beifall, der für alle bezahlbare Theaterkarten für Sünde, Milliarden für Weihrauch und Bischofsgehälter aber für eine super Sache hält.
farniente und last hope, ihr geht das thema von der falschen seite an. wenn wir über unseren kulturbetrieb rummeckern ist das eine sache, aber wenn wir virtuelle talibanbedrohungen nehmen, um unseren kulturbetrieb von unliebsamen tendenzen zu "säubern", dann sind wir 100% auf dem falschen weg.
wir haben jedes recht, den größten quatsch auf die bühne zu bringen. wenn es uns nicht gefällt, können wir nicht hingehen oder buh rufen. bei neuenfels ist das ja mit schöner regelmäßigkeit der fall. ich habe selbst mal solcherart tumulte in der oper erlebt. das ist aber eine völlig andere diskussion.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.204.582 von Heizkessel am 26.09.06 10:59:00Dem stimme ich zu. Es geht es doch nicht darum, ob bzw in welcher Höhe Subventionen gerechtfertigt sind. Was hier passiert ist, ist eine Form der Zensur. Umso schlimmer, da es sich um Selbstzensur handelt. Eine Gesellschaft sollte einmal erlangte Freiheiten nicht freiwillig und schon gar nicht grundlos opfern. Wem diese Art der Inszenierung nicht gefällt, muss sie sich ja nicht ansehen bzw kann seinen Unmut selbstverständlich äußern. Aber diese Art vorauseilender Demütigkeit ist absolut fehl am Platz und auch ein vollkommen falsche Signal in Richtung etwaiger Extremisten
heizkessel
caja

Ich denke man sollte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
Wenn ich Neuenfels oder die Leitung der Deutschen Oper für unqualifiziert halte, dann hat das wenig mit Kulturignoranz oder Kulturbevormundung zu tun, zumindest dann nicht wenn sich die kritisierte Seite zuvor künstlerisch und menschlich disqualifiziert.

Aus jeder Maßnahme gegen solche Leute sofort eine Bücherverbrennung zu konstruieren ist andererseits Wasser auf die Mühlen von unfähigen Leuten zu giessen die darüberhinaus nicht einmal Zivilcourage besitzen.

Wenn also ein Posting wie die # 14 als Evangelium zweimal eingestellt wird, dann bitte ich höflichst mein Posting # 27 sine ira et studio zu lesen, ohne den Willen es missverstehen zu wollen, und nicht nur in schwarzweiß Kategorien zu denken.

Es stimmt, ich habe das Geld zum Thema gemacht. Aber wenn Kultur sich ausserhalb der Wirtschaftlichkeit stellen will dann muß sie ihre objektive Wertigkeit behalten sonst wird wird sie zum Kulturkrampf. Oder soll Kultur nach dem Beliebigkeitsprinzip völlig losgelöst tun und lassen was sie soll ? Dann stellt sich die Frage wo unsere Kultur ihre Wurzeln hat.

Jedenfalls halte ich den Ansatz mit der Polemik bezüglich der Milliardenaufwendungen für die Kirche für unerträglich banal.
Über die Finanzierung der Kirchen kann man streiten. Aber im Zusammenhang mit einem öffentliche subventionierten Selbstfindungsprojekt einiger durchgeknallter Möchtegernkünstler, die auch noch bei erster bester Gelegenheit erkennen lassen daß sie zu feige sind ihren Kulturanspruch zu vertreten, das ist ungefähr so stimmig wie ein Dreisprungtraining für einen Tausendfüßler.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.204.582 von Heizkessel am 26.09.06 10:59:00Na gut Heizkessel.

Dann erkläre ich hiermit, dass ich für das Verbot bestimmter moderner Aufführungen eintrete, die nichts mehr mit Kunst zu tun haben, die keinen Respekt mehr vor unseren Klassikern haben, die auf Skandale und Beleidigungen setzen, die ein Graus für Freunde Klassischer Musik sind und nur eine Verschleuderung von Steuergeldern darstellen !

Aus diesen Gründen bin ich dafür, diese Aufführung sofort abzusetzen, bei Widerstand das Theater zu schließen und alle Beteiligten zu entlassen !


Ich erkläre außerdem ausdrücklich, dass ich religiös motivierte Gewalt ablehne !


Einverstanden ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.093 von LastHope am 26.09.06 11:26:45@last hope, nö, bin ich nicht, ich bin nicht bereit, mir von dir oder anderen selbst ernannten kulturwächtern vorschreiben zu lassen, was kultur ist, und was nicht.

@farniente, ich verstehe leider überhaupt nicht, was du sagen willst.


für diejenigen, die nicht bereit sind, steuerfinazierte vorauseilende selbstzensur zu akzeptieren, noch mal der link

http://www.deutscheoperberlin.de/

schreibt frau harms, daß ihr mit der selbstaufgabe unserer freiheit nicht einverstanden seid.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.198 von Heizkessel am 26.09.06 11:33:29So so, Du verstehst nicht was ich sagen will..

Dann zitiere ich Dich mal:

@last hope, nö, bin ich nicht, ich bin nicht bereit, mir von dir oder anderen selbst ernannten kulturwächtern vorschreiben zu lassen, was kultur ist, und was nicht.

Wenn Hr. Neuenfels nach Feuchtigkeitsgrad seiner Pampers entscheidet was aufgeführt wird oder nicht -
das ist dann Kulturdiktatur

es ist keine Kulturdiktatur wenn man darauf besteht daß eine verschissene Pampers ausgewechselt werden sollte.

So ist der einfache Gedankengang. Jetzt alles klar ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.364 von farniente am 26.09.06 11:43:15nö, immer noch nicht. neuenfels steht doch mit seinen inszenierungen im wettbewerb wie andere regisseure auch? mal abgesehen von der herrschenden korruption oder vetternwirtschaft, die es in dieser branche sicher auch gibt.
wenn sich leute wie du nicht für seine interpretationen interessieren, oder sie ablehnen, geht man halt nicht hin. in berlin gibt es sogar die auswahl zwischen drei opernhäusern, also von geschmacksdiktatur kann da wohl kaum die rede sein.
ich verstehe deine entrüstung vielleicht inhaltlich, aber nicht formal.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.093 von LastHope am 26.09.06 11:26:45Da hätte ich gern gewusst, wer bestimmt/bestimmen darf, was Kunst ist. Besonders interessieren würden mich hierbei die Kriterien, nach denen dies beschlossen werden sollte
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.602 von MFC500 am 26.09.06 11:56:00vermutlich, wie es schon in der ddr gelaufen ist.
künstlereinstufungskommission, berufsverbote unpassender künstler, staatskunst.

verzeihung, polemik.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.519 von Heizkessel am 26.09.06 11:51:48neuenfels steht doch mit seinen inszenierungen im wettbewerb

Im Wettbewerb der Perversitäten ? Oder was meinst Du jetzt ?

Das kann man doch noch toppen !

Wie wärs z.B. mit einem Pädophilen-Ballett ? Oder mit einem Orchester, dass anschließend auf der Bühne
in Gaskammern geführt wird ?

Ich hätte da noch viele künstlerische Ideen ! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.082 von farniente am 26.09.06 11:26:18Kultur mit einem gewissen Anspruch hat sich noch nie selbst getragen, sie war immer von Mäzenen abhängig, die durch die Lande tingelnden Minnesänger von den örtlichen Rittern, die Hoftheater von den Fürsten und schlußendlich die modernen Theater vom Bürgertum und vom bürgerlichen Staat. Und entsprechend versuchten die jeweiligen Geldgeber auch ihnen unliebsame Darstellungen durch Zensur zu unterdrücken, berühmtestes Beispiel ist die erzwungene Umarbeitung von Verdis Maskenball in einer Zeit, als es einfach VERBOTEN war, den Tod eines Königs im Theater darzustellen. Diese Zensur gab es im bürgerlichen Theater von spätestens 1870 bis 1933 nicht mehr, in Zeiten der breiten Streuung des gesellschaftlichen Reichtums konnte sich kein Meinungsmonopol mehr bilden und es fand sich auch für einen in Sachsen steckbrieflich gesuchten Wagner ein Förderer in der Schweiz.

Darüber hinaus gibt es im Rechtswesen das berühmte Abstraktionsprinzip, was schlicht und ergreifend bedeutet, daß zwei Handlungen zwar miteinander zusammenhängen können, in der rechtlichen Beurteilung aber völlig unterschiedliche Wertung haben können. Und die Frage, ob Neuenfels ein guter Regisseur ist hat einfach überhauptnichts mit der Frage zu tun, ob man mit Gewalt gegen seine Inszenierungen vorgehen darf oder sie in vorauseilendem Gehorsam zensieren darf.

Übrigens: Für meine Heimatstadt habe ich es mal ausgerechnet, der Betrag, der zwischen 1970 und 2006 für das Fussballstadion und für diverse Finanzspritzen an den örtlichen Deppenclub verballert wurde war durchaus in der Größenordnung der Förderung für die Städtischen Bühnen.
Könnte es nicht sein, dass die angeblich erwarteten Proteste von Moslems (wo waren die in der letzten Spielzeit?) nur zum Vorwand dienten, eine vom Publikum ungeliebte Inszenierung anzusetzen, ohne Fragen des Rechnungshofs befürchten zu müssen?

Man muss wirklich nicht jede Geschmacklosigkeit damit rechtfertigen, dass sie die Moslems provoziert. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.775 von cajadeahorros am 26.09.06 12:03:31kommst du aus köln? :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.800 von Heizkessel am 26.09.06 12:04:55Zum Glück nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.794 von rv_2011 am 26.09.06 12:04:35natürlich kann das auch sein, wer von uns weiß schon, was für lustige intrigen in so einem opernhaus vor sich gehen.
rv, im ausflüchte finden bist du wirklich einmalig kreativ. :laugh:

für die zustände im kulturbetrieb empfehle ich die lektüre

Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.794 von rv_2011 am 26.09.06 12:04:35Eine vom Publikum ungeliebte Inszenierung überlebt keine fünf Aufführungen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.364 von farniente am 26.09.06 11:43:15Wenn Hr. Neuenfels nach Feuchtigkeitsgrad seiner Pampers entscheidet was aufgeführt wird oder nicht -
das ist dann Kulturdiktatur

es ist keine Kulturdiktatur wenn man darauf besteht daß eine verschissene Pampers ausgewechselt werden sollte.



Ich sehe schon, Du hättest auch noch ein paar kreative Ideen für moderne Aufführungen !:)

Und das ganze rechnet sich sogar richtig gut, denn unser Heizkessel zahlt dafür sehr gerne Steuergelder und Eintritt ! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.939 von LastHope am 26.09.06 12:13:51Und das ganze rechnet sich sogar richtig gut, denn unser Heizkessel zahlt dafür sehr gerne Steuergelder und Eintritt

wie kommst du darauf?
ich war einmal bei einer neuenfels inszenierung, und das allgemeine gejohle und gebuhe war zwar sehr unterhaltsam, kann ich aber auch in jeder besseren kneipe haben. trotzdem hast du immer noch nicht verstanden, daß es darum gar nicht geht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.864 von Heizkessel am 26.09.06 12:09:17Ist doch eine geniale Idee, von eigenen Fehlgriffen abzulenken...

Alles was mit Islam zu tun hat, ist doch momentan der Hit. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.794 von rv_2011 am 26.09.06 12:04:35Werter rv,

Man muss wirklich nicht jede Geschmacklosigkeit damit rechtfertigen, dass sie die Moslems provoziert.

Endlich sprichst Du hier mal den wahren Kern der Sache an. Die armen Muslime werden immer wieder instrumentalisiert um Entgleisungen und Geschmacklosigkeiten die eigentlich weit weg von ihren Kernländern passieren zu entschuldigen oder zu beseitigen.

Ich hab mir das jetzt in diesem Antiislamistischen Mainstream unserer Tage noch nicht sagen getraut, aber erinnere mich noch gut an die Rede des Papstes im TV wo er sei berühmtes geschmackloses Zitat verwendet hat.

Im Publikum damals lauter angeeckelte, empörte, verstörte ja verdatterte und verdutzte Gesichter - ab glaubste einer der Katholen oder sonstigen Anwesenheiten hätte den Mumm gehabt dem Benedikt unter die Nase zu reiben welch Holler er denn von sich gibt? Es war ein feiges Kuschen vor dem Vatikan.

Und so mussten auch damals wieder die armen Islamisten herhalten um die Sache ins linke Lot zu rücken.

Es bleibt aber noch immer viel Arbeit vor uns (bzw für die Islamisten über). Man denke zB an rechtsradikale Werke wie Durchs wilde Kurdistan welche noch immer unzensiert in den Läden verkauft werden dürften. Wäre ich Muslim, dann würde ich mich zB dadurch schon beleidigt fühlen, u.a. weil es nicht durchs fromme Kurdistan geht. Und daraus folgt dass wir wohl wieder so einen sinnlosen Thread hier haben werden wenn wir sicherheitshalber die nächsten Karl-May-Festspiele in Bad Dingsbach absagen. Auch für diese Unterbindung von altdeutscher Geschmacklosigkeit werden wieder Muslime herhalten müssen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.991 von Heizkessel am 26.09.06 12:17:51Es geht darum, dass wir eine bescheuerte Inszenierung nur deshalb aufführen, um damit zu provozieren und zu beleidigen.
Und zwar Christen und Muslime. Da ist noch nicht einmal ein Informationsgehalt zu erkennen.

Ich wäre sehr dafür, stärker über Religionen zu informieren und sich kritisch damit auszeinanderzusetzen.
Wo bleibt die Information zum Islam im Fernsehen ? Hast Du in den letzten Jahren dazu wirklich gute Beiträge gesehen ? Beiträge, die informieren, die Hintergründe aufzeigen und kritisch beleuchten.

Ich finde es gut, dass es jetzt eine intensivere Berichterstattung zur NS-Zeit gibt - die hat auch lange gefehlt.

Aber wo bleiben die Religionen ?
Wo bleibt die kritische Auseinandersetzung auch mit dem Glauben - ohne nur zu beleidigen und zu diskriminieren ?

Das wäre journalistische Kultur, für die ich gern kämpfe !
Christiansen zähle ich allerdings nicht dazu.

Da traut sich wirklich niemand ran und das sehe ich als großes Defizit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.519 von Heizkessel am 26.09.06 11:51:48Heizi

jetzt verstehe ich nichts mehr.

Wie kann ich zu einer Vorstellung gehen die man mangels Zivilcourage abgesetzt hat ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.349 von farniente am 26.09.06 12:42:17farneinte, die ist nicht mangels zivilcourage abgesetzt, sondern ausgefallen, weil last hope stattdessen eine informationsveranstaltung durchführt, zum thema mozart im nationalsozialismus und das verhältnis zum islam.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.288 von PrinzValiumNG am 26.09.06 12:38:05Hochwohlgeboren,

es hat doch in den vergangenen Spielzeiten zwar Proteste gegen diese Inszenierung gegeben - jedoch nicht von Moslems. Da ist es doch eine geniale Idee, unter Hinweis auf ein abstraktes Bedrohungsszenario die Lieblingsfeinde dafür verantwortlich zu machen? Sie sind doch ohnehin schon für (fast) alle Übel dieser Welt verantwortlich - warum nicht auch für Missfallenskundgebungen unserer Kulturträger?
Um die Gefühle unsere moslemischen Mitbürger nicht zu verletzen, sollte Mozart überhaupt verboten werden. Samt Mozartkugel. Alle Theater, Musikschulen und Plattenfirmen sollten abgewickelt werden.

Was der Mozart für einer war, sieht man ja auch in seiner Oper "Die Entführung aus dem Serail". Hier ein vielsagender Ausschnitt aus dem Libretto. Es geht um eine in ein türkischen Harem entführte Engländerin ("Blonde"), die sich mit ihrem Bewacher unterhält ("Osmin"):

****

Zweiter Akt.


Garten am Palast des Bassa Selim; an der Seite Osmins Wohnung.


Erster Auftritt.


Osmin. Blonde.


BLONDE. O des Zankens, Befehlens und Murrens wird auch kein Ende! Einmal für allemal: das steht mir nicht an! Denkst du alter Murrkopf etwa eine türkische Sklavin vor dir zu haben, die bey deinen Befehlen zittert? o da irrst du dich sehr! Mit europäischen Mädchen springt man nicht so herum; denen begegnet man ganz anders.


Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln,
Gefälligkeit und Scherzen,
Erobert man die Herzen
Der guten Mädchen leicht:
Doch mürrisches Befehlen
Und Poltern, Zanken, Plagen
Macht, daß in wenig Tagen
So Lieb' als Treu entweicht.


OSMIN. Ey seht doch mal, was das Mädchen vorschreiben kann! Zärtlichkeit! Schmeicheln! ? Es ist mir wie pure Zärtlichkeit! ? Wer Teufel hat dir das Zeug im Kopf gesetzt? ? Hier sind wir in der Türkey, und da gehts aus einem andern Tone. Ich dein Herr; du meine Sklavin; ich befehle, du mußt gehorchen!


BLONDE. Deine Sklavin? ich deine Sklavin? ? Ha! ein Mädchen eine Sklavin! Noch einmal sag mir das, noch einmal!


OSMIN für sich. Ich möchte toll werden, was das Madchen für ein starrköpfiges Ding ist. Laut. Du hast doch wohl nicht vergessen, daß dich der Bassa mir zur Sklavin geschenkt hat?


BLONDE. Bassa hin, Bassa her! Mädchen sind keine Waare zum Verschenken! Ich bin eine Engländerin, zur Freyheit geboren; und trotz jedem, der mich zu etwas zwingen will!


OSMIN bey Seite. Gift und Dolch über das Mädchen! ? Beym Mahomet! sie macht mich rasend. ? Und doch lieb' ich die Spitzbübin, trotz ihres tollen Kopfs! ? Laut. Ich befehle dir augenblicklich, mich zu lieben.


BLONDE. Hahaha! Komm mir nur ein wenig näher, ich will dir fühlbare Beweise davon geben.


OSMIN. Tolles Ding! Weißt du, daß du mein bist, und ich dich dafür züchtigen kann?


BLONDE. Wag's nicht, mich anzurühren, wenn dir deine Augen lieb sind.


OSMIN. Wie? du unterstehst dich ?


BLONDE. Da ist was zu unterstehen! Du bist der Unverschämte, der sich zu viel Freyheit herausnimmt. So ein altes häßliches Gesicht untersteht sich, einem Mädchen wie ich, jung, schön, zur Freude geboren, wie einer Magd zu befehlen! Wahrhaftig, das stünde mir an! Uns! uns gehört das Regiment; ihr seyd unsre Sklaven, und glücklich, wenn ihr Verstand genung habt, euch die Ketten zu erleichtern.


OSMIN. Bey meinem Bart, sie ist toll! Hier, hier in der Türkey?


BLONDE. Türkey hin, Türkey her! Weib ist Weib, sie sey wo sie wolle! Sind eure Weiber solche Rörrinnen, sich von euch unterjochen zu lassen, desto schlimmer für sie; in Europa verstehen sie das Ding besser. Laß mich nur einmal Fuß hier gefaßt haben, sie sollen bald anders werden.


OSMIN. Beym Alla! die wär' im Stande, uns allen die Weiber rebellisch zu machen ? Aber ?


BLONDE. Aufs Bitten müßt ihr euch legen, wenn ihr etwas von uns erhalten wollt; besonders Liebhaber deines Gelichters. ?


OSMIN. Freylich, wenn ich Pedrillo wär', so eine runde Figur wie er machte, da wär' ich vermuthlich willkommen: denn euer Mienenspiel hab' ich lange weg.


BLONDE. Errathen, guter Alter, errathen! Das kannst du dir wohl einbilden, daß mir der hübsche fette Pedrillo lieber ist, wie dein ausgehungertes Gesicht. Also, wenn du klug wärst ?


OSMIN. Sollt' ich dir Freyheit geben, zu thun und zu machen, was du wolltest? He?


BLONDE. Besser würdest du immer dabey fahren: denn so wirst du sicher betrogen!


OSMIN. Gift und Dolch! Nun reißt mir die Geduld! Den Augenblick hinein ins Haus! Und wo du's wagst ?


BLONDE. Mach' mich nicht zu lachen.


OSMIN. Ins Haus, sag ich!


BLONDE. Nicht von der Stelle!


OSMIN. Mach' nicht, daß ich Gewalt brauche ?


BLONDE. Gewalt werd' ich mit Gewalt vertreiben. Meine Gebieterin hat mich hier im Garten bestellt; sie ist die Geliebte des Bassa, sein Augapfel, sein Alles; und es kostet mir ein Wort, so hast du funfzig auf die Fußsohlen. Also geh ?


OSMIN für sich. Der Henker hole die Engländerinnen! Jetzt muß ich schon tanzen, wie sie pfeift: aber alle Tritt' und Schritte will ich beobachten. Laut. Ich gehe: aber wo du eine Miene machst, den Pedrillo zu sprechen ?


BLONDE. Fort, fort, fort! da kommt Konstanze.


Osmin geht unwillig ab.

****

Das sagt doch alles über diesen Mozart. Der kann doch von Glück sagen, dass er nur 36 Jahre alt geworden ist, sonst hätte er bestimmt bald die Rübe abgehabt.

LM
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.329 von LastHope am 26.09.06 12:40:52Genau das scheint die "bescheuerte" Inszenierung getan zu haben.

Neuenfels zeigt nämlich nicht nur den rachsüchtigen Gott Poseidon in seiner Inszenierung (wie im Libretto), er will also keine "einseitige Schuldzuweisung" an den armen Meeresgott, sondern er läßt Jesus, Mohammed und Buddha gleich mit auftreten und König Idomeneo entsorgt ALLE Götter am Ende der Oper.

http://www.dieter-david-scholz.de/dieter_david_scholz_kritik…
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.509 von rv_2011 am 26.09.06 12:52:35rv, ich wette, gleich taucht einer auf, der uns erklärt, daß es sich um eine verschwörung gegen den islam handelt, bzw. einen inside job.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.441 von Heizkessel am 26.09.06 12:48:12Ich hör die Worte wohl
allein mir fehlt der Glaube.

Ich verstehe auch Deine Ironie, aber nachdem sich der allseits beliebte rv in die Diskussion eingeschaltet hat scheint nun nur noch eines sicher zu sein, "nix genaues woaß ma net".

Ich werde fürderhin meine Kulturpostings daher im conjunktivus eventualis schreiben.

PS: Bekommt laszhope für diese Veranstaltung auch Subventionen ? Vielleicht sollte ich noch umsatteln ?:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.329 von LastHope am 26.09.06 12:40:52Ich finde es gut, dass es jetzt eine intensivere Berichterstattung zur NS-Zeit gibt - die hat auch lange gefehlt.

Ganz meine Meinung. Ich finde die jahrzehntelange Dauerbeschallung in den deutschen öffentlichrechtlichen Sender über die NS-Zeit immer noch nicht ausreichend, ob jetzt Hitlers HelfershelferhelferInnen, Hitlers Sekretärinnen, Hitlers Kaffeeservice oder Hitlers Industrielle, Deutschland kann erst dann moralisch gesunden wenn wir auch jeden Deutschen darüber aufgeklärt haben wieviele Flöhe Hitlers Hunde hatten. Und während die meisten anderen Länder dieser Erde hauptsächlich mit der Gegenwart und mit der Zukunft beschäftigten wird Deutschland wertemäßig und vor allem demokratischpolitisch daran gesunden sich ausschließlich mit rund zwei Jahrzehnten in der Vergangenheit zu beschäftigten, und wenn es sein muss bis es jedem aus den Ohren rausbröselt.

Aber NS-Zeit statt Oper, das ist ausbaufähig. Warum wirklich den Islam mit so einer geschmacklosen Inszenierung unnötig provozieren. Warum verbindet man Bildungsauftrag nicht mit einer zeitgemäßen Inszenierung. Ich sehe da zB:
a) den Gefangenenchor aus Nabuco mit Davidstern, der Rest des Ensambles mit Waffen-SS-Embl... nö besser mit SA-Uniformieren
b) Othello darf natürlich kein Mohr sein - eine Darstellung als GWBush wäre besser
c) eine Wagner-Inszenierung in einem Meer aus Hakenkreuzfahnen, inhaltlich als Demokratieschulung des Publikums aufbereitet, damit so scheußliche Demokratieunfälle wie NPD-Mandate nimmer passieren.

Das ist es was Deutschland braucht!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.564 von LadyMacbeth am 26.09.06 12:55:59Köpft Mozart, er hat den Islam beleidigt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.509 von rv_2011 am 26.09.06 12:52:35werter rv,

Da ist es doch eine geniale Idee, unter Hinweis auf ein abstraktes Bedrohungsszenario die Lieblingsfeinde dafür verantwortlich zu machen?

Genialer Satz. Ich glaube wir müssten uns mehr mit Abstrakten Bedrohungsszenarien auseinandersetzen. Bzw welche davon gut und welche böse sind.

z.b. böse abstrakte Bedrohungsszenarien:
Islamismus, Sozialismus, Extremismus, Ominöse unauffindbare Massenvernichtungsdings, Verstaatlichung, Terrorismus, Streikbereitschaft & Gewerkschaften, Tarifkartelle, Leistungsorientierte Bezahlung, Leben ohne besinnungsloses Grundeinkommen, Chavez & Co...

z.B. gute abstrakte Bedrohungsszenarien:
Neoliberalismus, Imperialismus, Heuschrecken, NPD-5% Gewinne, Arbeitgeber, Ausbeutung, Tarifpartner, Ladenöffnungszeiten, NeoCons, Bush sowieso, Globalisierung, Geheime Folter (jene die so geheim ist dass nicht mal die Reps wissen was sie dementieren sollen), CIA-Agenten, Privatisierungen usw....

In Wahrheit stehen wir jeder von uns am morgen auf und brechen fast zusammen bedroht von lauter latenter abstrakter Bedrohungsszenarien. Besonders jene die sich stark einer Gesinnung verschrieben haben. Wie ich zuerst schon sagte - ich sehe hier die Islamisten natürlich auch als instrumentalisierte Opfer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.205.991 von Heizkessel am 26.09.06 12:17:51LaHo weiß natürlich, dass er die ursprüngliche Diskussion, in der es darum geht, dass eine Aufführung abgesetzt wird, weil eine Enthauptungsszene Mohammeds darin vorkommt, nicht gewinnen kann, weil es eben beispielhaft für den gesteigerten Einfluss des Islam auf die abendländische Kultur ist und darum dreht er, nicht ganz ohne rethorisches Geschick, die Diskussion einfach um und diskreditiert Neuenfels persönlich. Herr Neuenfels ist auch nicht nach meinem Geschmack aber darum geht es schließlich nicht, denn wenn es allen gefiele, hätten wir schon RTL II Niveau erreicht.
Kunst lebt von neuen Ideen, Kreativität, manchmal auch vom bloßen Selbstfindungsprozess der Künstler innerhalb ihrer Kunst, von Neuem und Provokativem. Und nur was sich als wirkliche Kunst herausbildet wird auch überleben, der Rest wird untergehen.
Aber das ist eben unsere althergebrachte Errungenschaft innerhalb des Abendlandes diese Möglichkeiten zu besitzen, probieren zu können und zu verwerfen. Jetzt wird in vorauseilendem Gehorsam Selbstkasteiung geübt, Freiheiten aufgegeben, bis man sich irgendwann im Staub wälzend wiederfinden wird, den Fuß im Nacken, wie es dem Dhimmi oder auch dem Harbi gebührt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.751 von Heizkessel am 26.09.06 13:06:48Gut, dass die Marie-Luise Beck noch nie in einer Mozart-Oper war. Den Walter Benjamin hat sie ja schon mal versucht zu verbieten, weil der das Wort "Zigeuner" verwendet hat anstatt Sinti und Roma oder so was. Offenbar hat sich noch nicht rumgesprochen, dass der Mozart alles andere als politisch korrekt war und geredet und komponiert hat, wie ihm der Schnabel gewachsen war.

LM
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.564 von LadyMacbeth am 26.09.06 12:55:59Denkst du alter Murrkopf etwa eine türkische Sklavin vor dir zu haben, die bey deinen Befehlen zittert? o da irrst du dich sehr! Mit europäischen Mädchen springt man nicht so herum; denen begegnet man ganz anders.


Und wo soll da eine Beleidigung sein ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.060 von LastHope am 26.09.06 13:21:49Politisch korrekt heisst das so:

Denkst Du alter Eva Herrmann-Fan etwa eine multikulturelle Hausfrau vor Dir zu haben, die bei Deinen Befehlen zittert ? Oh, da irrst Du Dich sehr ! Mit einer Alice Schwarzer springt man nicht so herum; der begegnet sogar Paris Hilton ohne Proseccodose in der Hand.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.914 von Sealion am 26.09.06 13:14:32Kunst lebt von neuen Ideen, Kreativität, manchmal auch vom bloßen Selbstfindungsprozess der Künstler innerhalb ihrer Kunst, von Neuem und Provokativem.

Nun, daraus lässt sich die interessante Gedankenkette bilden dass die 68er völlig fälschlich immer als verblendete Ideologiebewegung mit Hang zu linksextremen Massenmördern punziert wurden. Vielmehr waren sie, das bestätigt sich heute, eigentlich von Anfang an tolerant und unpolitisch und die meisten von ihnen ganz tief im Herzen Muslime.

Auch wenn gehässige Stimmen meinen dass heutige Alt68er genau jene rückwärtigen Körperöffnungen wären gegen die man damals 68 auf die Straße gegangen wäre (halt ich für völlig daneben) - einmal 68er immer 68er - das sind Menschen die zwar nicht wirklich anderen und schon gar nicht dem Steuerzahler aber zumindest sich selbst treu sind, also eine moralische Konstante.
Arbeiten wir mit dieser Konstante weiter:

1969:
Katholen : "Eine Mattäuspassion mit heruntergelassenen Hosen und Nacktheit - das verletzt unsere Gefühle und sollte verboten werden."
68er : "Pa, pfeiff auf den Mief religiöse Verklemmtheit. Freiheit der Kunst! Freiheit der Meinung! Freie Liebe!....
...
Und natürlich Freie Drogen!"

2006:
Radikalislamisten : "Irgendwas mit Mohammed könnte unsere religiösen Gefühle so verletzten dass wir eigentlich deshalb wieder mal eine Botschaft, eine U-Bahn oder sowas in die Luft jagen müssen, nachdem Ihr Euch gefälligst entschuldigt habt."
Alt68er : "Pa, pfeiff auf den alten Mief von freier Kunst und freier Meinung. Schützt die Gefühle von Radikalislamisten!"

Ergo:
Meine These ist daher dass :
a) sich die westliche Gesellschaft absolut nicht weiterentwickelt nach vorne um bereit zu sein im Zusammenleben mit modern(d)en Islamisten (da die 68er ja die Konstante sind muss das Zeuchs rundherum stehengeblieben oder in die falsche Richtung gegangen sein!)
b) 68er waren damals eigentlich keine linke Bewegung, sondern sind bereits damals gegen spießige und intolerante Katholen! und Evangelen eingetreten (also eher eine weltlichreligiösökumenischatheistischanarchistische Bewegung, im postivisten aller dings)
c) Toleranz ist muslimisch, 68er sind im Herzen Muslime. Manche sind Muslinke, aber das macht ja nichts.

Und damit wieder zurück zur NS-Berichterstattung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.206.857 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:11:18Prinzliche Hoheit,

ich verbeuge mich vor deinem Scharfsinn. Natürlich sieht jeder die Feinde, die in sein Weltbild passen - oder der Zeitgeist dort einimpft. Derzeit wird ja auch von den Medien und der Politik nahezu unisono der Islam als der Weltfeind Nr. 1 aufgebaut.

Der Anti-Islamismus beerbt damit gleichzeitig den Antikommunismus und den Antisemitismus. Der Islam schlüpft (welch genialer Coup) gleichzeitig in die Rolle des Inneren und des Äußeren Feindes. Orwell lässt grüßen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.234 von rv_2011 am 26.09.06 13:31:02@rv du hast die "strategie der spannung" vergessen. ;)

@ prinz alles sehr interessant, aber was zum henker ist bitteschön "punzieren"
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.218 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:29:43Das zeigt lediglich, daß die 68er, die es geschafft haben, den Marsch durch die Institutionen zu überleben, zu den widerlichsten Opportunisten und Wendehälsen des Menschengeschlechts gehören.

Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.234 von rv_2011 am 26.09.06 13:31:02Geschätzter rv,

ja natürlich, medialer spin, Du sagst es.

Und eine Menge Lügen und Inszenierung. Die ganzen vermeintlich gebombten US-Botschaften sind in Wahrheit wegen Baumängel von selber zusammengefallen. Bali war in Wahrheit ein peinlichexzessive Paris Hilton-Party, und die 250 waren sturzbetrunken aber nicht tod, konnten aber nur so all den peinlichen Fragen entgehen. Die Bombenanschläge in Madrid wurden in Wahrheit in Bayern von der Eisenbahnmodellbaugruppe Wulmsbach a.d. Runna gebaut und gefilmt, 9/11 hat Stanley Kubrick damals gleich zusammen mit der Mondlandung abgedreht, und die Londoner-UBahn-Geschichte war in Wahrheit eine Spätfolge der katastrophalen Eisenbahnprivatisierungen (wäre ein Dampfkesselheizer mitgefahren wär nix passiert).

Stellt sich jetzt die Frage wer schreibt das große Drehbuch für den ganzen Spin. Mohammed kanns nicht, sonst würden die Muslime nicht so schlecht ausschauen. George auch nicht, weil der ist ja auch bloß inszeniert. Die Konzerne könnens auch nicht sein (auch inszeniert, außerdem kaufen sich die dauernd gegenseitig). Wer hat also das Skript in der Hand?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.234 von rv_2011 am 26.09.06 13:31:02Naja, wenn Du die betrachtung iummer von der "Anti"-Seite betrachtest, dann kannst Du schon noch mehr in diese Reihe einordnen, vom Antialkoholiker bis zum Antichristen.

Nur - macht das Sinn?

Die Originale, bezeichnen wir sie einfach einmal so, sind ja teilweise ohne jedes Verschulden in ihre exponierte Stellung gekommen, anführen möchte ich hier die Juden, andere wiederum haben dafür ordentlich etwas geleistet, in Theorie (wie die Kommunisten) oder Praxis (wie die Alkoholiker).

Nun sollte man nicht Orwell bemühen, denn selbst für denn wäre es nicht vorstellbar was "big brother" in Middlesborough heisst, oder was man alles in die Luft sprengen kann, oder sagen wir einmal - dazu schweigen kann, bis das Anti vor die Ideologie wandert.

Die Opferrolle als Kalkül - auch denkbar ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.389 von cajadeahorros am 26.09.06 13:39:21Caja, das Bild täuscht. Joschka holt hier bereits zum beidhändigen power slam (siehe Handverschränkung) aus wie man das vom Wrestling kennt (von oben saftig ins Genick durchgezogen, die Würdenträger haben bereits wie bei einer Freistossmauer die Schutzhand vorm Gemächt, Tiefstoss scheidet also aus). Über die Jahre hat Joschka gelernt dass er mit banalen Linksauslegern nicht allzu viel erreichen kann und wurffähiges Gestein erscheint in der Abbildung als Alternative auch nicht zugegen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.320 von Heizkessel am 26.09.06 13:35:43Heizi,
Wikipedia meint Punzieren sei etwa ....Auch das Verzieren von Leder- und Metallteilen mit einem Punzhammer.

Im Österreichischen bedeutet jemanden zu punzieren auch jemandem fälschlich für etwas einen Stempel aufzudrücken oder jemandem in beleidigender Absicht eine Eigenschaft zuzuweisen die dieser jemand nicht hat. Hab anscheinend wieder mal auf die Übersetzung vergessen, sorry.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.218 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:29:43Ich muß jetzt wieder ein bischen Geld verdienen, das Beispiel noch kurz:


1969:
Katholen : "Eine Mattäuspassion mit heruntergelassenen Hosen und Nacktheit - das verletzt unsere Gefühle und sollte verboten werden."



Ich weiß leider nicht, wo es diese Aufführung gegeben hat, könnt Ihr mich mal aufklären ?


Ansonsten ein sehr gutes Beispiel für eine künstlerische Metamorphose:

a) künstlerischer Anteil von Bach: Matthäuspassion

b) künstlerischer Anteil des Regisseurs: Hosen runterlassen
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.540 von farniente am 26.09.06 13:47:17Farniente,
hier bringst Du aber etwas wichtiges aufs Tablett was auch mir ein Anliegen ist. Ich vermisse Ausgewogenheit im Board. Wir hatten schon unzählige Antisemitismus, Antiislamis, ja sogar schon ein paar Antiamerikanismus-Threads hier.

Der radikale Antialkoholismus ging bisher völlig unter. Obwohl auch im Board die Folgen des radikalen Antialkoholismus deutlich sichtbar sind.

Wieviele sinnlose Streitigkeiten hätten unterlassen werden können wenn die notorischen Streithanseln besser abgefüllt bis unter die Halskrause zu besoffen gewesen wären um zornige Beiträge zu schreiben. Wieviel Verbitterung und Haxelbeisserei wäre uns nicht erspart geblieben wenn wallende Gemüter VOR dem Posten zuerst mal die Wahrheit im Wein gesucht hätten (wenn nötig solange bis gefunden?). Wieviele opulente Textleichen wären uns wohl erspart geblieben wenn nach dem 8ten Pils der jungewelt-Kopierer nicht mehr weiß ob es jetzt Strg-C oder doch Alt-F4 ist?

Ich denke daher dass radikaler Antialkoholismus vielleicht noch viel gefährlicher ist als alle anderen Radikalismen. Stark betrunkene sind nicht im Stande Bomben zu legen, Flugzeuge in Gebäude zu fliegen, oder Gesundheitsreformen soweit vorzubereiten dass man auf Papier darüber abstimmen kann. Die ganz traurige Welt vermutlich ein eklatanter Mangel an Betrunkenheit. Darüber sollten wir diskutieren. Selbstverständlich erst nach noch mehr Aufklärung über die NS-Zeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.686 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:55:22Fürwar ein wunderbares österreichisches Wort!:)
Ich kannte es bis jetzt noch nicht aber nun steht
es auf meiner Liste für österreichische Lieblingswörter
ganz oben! Noch vor Schlagobers, Paradeiser und Faschiertes!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.897 von HetfieId am 26.09.06 14:06:30Servus Hetfield,
ja im Punzieren sind die Ösis toll, besonders jetzt im Wahlkampf, es ist also bei uns ein Begriff von hoher Alltagsrelevanz.
Apropos : ich hoffe Du wirfst nicht Schlagobers, Paradeiser und Faschiertes zusammen in die Soße, des wär geschmacklich der volle Topfen (=Quark, also daneben). Statt Schlagobers bitte Sauerrahm (=saure Sahne) verwenden. Söckibären-Kas (Schafkäse) funzt auch ganz prima.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.532 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:47:04Die ganzen vermeintlich gebombten US-Botschaften sind in Wahrheit wegen Baumängel von selber zusammengefallen. Bali war in Wahrheit ein peinlichexzessive Paris Hilton-Party, und die 250 waren sturzbetrunken aber nicht tod, konnten aber nur so all den peinlichen Fragen entgehen. Die Bombenanschläge in Madrid wurden in Wahrheit in Bayern von der Eisenbahnmodellbaugruppe Wulmsbach a.d. Runna gebaut und gefilmt, 9/11 hat Stanley Kubrick damals gleich zusammen mit der Mondlandung abgedreht, und die Londoner-UBahn-Geschichte war in Wahrheit eine Spätfolge der katastrophalen Eisenbahnprivatisierungen (wäre ein Dampfkesselheizer mitgefahren wär nix passiert).

Und ich dachte immer, das wäre ne Terrororganisation namens Al Qaida (oder so ähnlich) gewesen.

Und jetzt war das also DER ISLAM? :confused:

Man lernt nie aus. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.106 von rv_2011 am 26.09.06 14:15:55...namens Al Qaida (oder so ähnlich) gewesen

Alk Aida klingt nach einer versoffenen Oper was uns wieder zum Thema zurückbringt! Und warum die Entscheidung die Oper zu stornieren richtig war. Also nix mit Buckeln vorm Islam, die Oper abzusagen ist somit 'war against terrorism'...
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.844 von LastHope am 26.09.06 14:03:28Eine Mattäuspassion mit heruntergelassenen Hosen

und ich ignorant dachte immer, die matthäuspassion sei ein oratorium und hätte keiner inszenierung bedurft.

@prinz
danke gschamigst für die ausdeutung bin halt nur a anghauter...
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.540 von farniente am 26.09.06 13:47:17Sicher gibt es auch die Opferrolle als Kalkül. ;)
Für einen "Weltfeind" eignet sich das aber dann doch nicht.

Tatsache ist, dass exakt mit dem Zusammenbruch des Kommunismus die Suche nach einem neuen Feindbild begann. Bis dahin spielte der Islam in dieser Hinsicht keine Rolle. :D



Um zurückzukommen auf diese Neuenfels-Inszenierung:
Es hatte m.W. keinerlei Protest von islamischer Seite gegeben - weder aktuell, noch in den vergangenen Spielzeiten. Und jetzt setzt man eilfertig ab, obwohl die Polizei erklärt, eine konkrete Gefährdung für das Opernhaus sei zur Zeit nicht bekannt. Liegt da der Verdacht so fern, dass die "Gefährdung des Publikums" nur ein Vorwand ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.277 von Heizkessel am 26.09.06 14:23:46...und ich ignorant dachte immer, die matthäuspassion sei ein oratorium und hätte keiner inszenierung bedurft.

Denk an die ganzen Verschwörungsthreads hier im Board, heutzutage sind sogar schon die Inszenierungen inszeniert und finden nicht wirklich statt. Und Oratorium ist vermutlich eine Sprachkreuzung aus Oralverkehr und Labor(atorium), und verletzt daher per se sicher auch irgendeinen Glauben, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.234 von rv_2011 am 26.09.06 13:31:02"Der Anti-Islamismus beerbt damit gleichzeitig den Antikommunismus und den Antisemitismus. Der Islam schlüpft (welch genialer Coup) gleichzeitig in die Rolle des Inneren und des Äußeren Feindes. Orwell lässt grüßen."

Diffamieren statt Differenzieren. Als ob alles das Gleiche wär! (Antifaschistisch einfach wegelassen!;))

Es kommt auf die Gründe an, warum ein Mensch was macht. Hat er gute Gründe oder schlechte Gründe. Semitismus (wohl Judentum gemeint), Kommunismus und Islamismus sind nicht das Gleiche. Deswegen sind auch die Gründe für ihre Ablehnung unterschiedlich. Einen islam. Gottesstaat bspw. lehne ich aus guten Gründen ab!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.181 von PrinzValiumNG am 26.09.06 14:19:28Sehr geehrter Prinz,
ich möchte Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber
diese Interpretation ist etwas daneben! Alk Aida
hat nichts mit der Oper zu tun. Vielmehr wurde dieser
Verein am Ende eines feuchtfröhlichen Abends auf
dem gleichnahmigen Kreuzfahrtschiff gegründet. Eigentlich
wollte man selbiges noch am gleichen Abend versenken.
Was dann aber doch nicht funktionierte, weil ein
gewisser Abdullah (man nennt ihn auch den Averell des
Nahen Ostens) die Sprengsätze vergessen hatte.

Wie gesagt, nicht böse gemeint! Man will ja nur helfen
Missverständnisse zu vermeiden!

Es grüßt
Geheimrat Hetfield
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.355 von rv_2011 am 26.09.06 14:27:41Tatsache ist, dass exakt mit dem Zusammenbruch des Kommunismus die Suche nach einem neuen Feindbild begann. Bis dahin spielte der Islam in dieser Hinsicht keine Rolle.



das stimmt so natürlich überhaupt nicht.
ich kann mich noch an fernsehberichte ende der 70er anfang der 80er jahre erinnern, wo damals schon über die "islamische bombe" berichtet wurde. der kalte krieg zwischen dem iran und den usa geht seit der botschaftsbesetzung. der fundamentalismus, der seit der revolution im iran um sich greift, ist nur lange genung nicht weiter registriert worden, bzw. deren tatsächliche motivation. lange ist das noch mit freiheitskampf verwechselt worden. ich kann mich auch noch gut an die proteste hierzulande erinnern, daß in algerien die fis nicht zum zuge kam. das alles wurde natürlich vom niedergang und fall der sowjetunion überlagert, war aber keineswegs eine erfindung des westens oder der nato, die nun dringend einen neuen feind benötigen, auch wenn antje vollmer das immer wieder erzählt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.277 von Heizkessel am 26.09.06 14:23:46Dann nenne es nicht Regisseur, sondern künstlerischer Leiter !
Auf alle Fälle ist es ein schöpferischer Prozess, den wir würdigen müssen nicht zensieren oder gar verbieten dürfen - wenn ich Dich richtig verstanden habe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.633 von LastHope am 26.09.06 14:39:53wir "müssen" gar nichts, weder würdigen, noch zensieren und schon gar nicht unsere freiheiten aufgeben, für eine falsch verstandene beschwichtigung, in der hoffnung, das krokodil würde uns verschonen
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.207.218 von PrinzValiumNG am 26.09.06 13:29:43Vielmehr waren sie, das bestätigt sich heute, eigentlich von Anfang an tolerant und unpolitisch und die meisten von ihnen ganz tief im Herzen Muslime.


Nicht nur tief im Herzen, sondern auch in den Tiefen ihrer Neurosen sollte man anmerken. Der unbedingte Hang zur Massenbewegung, um nicht aufzufallen und sich dennoch stark zu fühlen durch die Kraft anderer, vereint sie alle. Die eigene religiöse Ideologie wird als das "non plus ultra" jeglicher Entwicklung angesehen und wird deshalb unentwegt angesteuert, unter jedweder Nichtbeachtung der Realität. Der Einzelne ist nichts, wenn er die Bewegung verlässt. Wer sich abgrenzt, grenzt sich aus und wird, zu Recht natürlich, verdammt. Freiheit und Selbstverwirklichung sind Verrat an der "Sache". Gnade findet nur, wer sich selbst aufgibt.
...und seit dem Beginn des Zeitalters des Internets erlangt die Masse kollektives Bewusstsein.

"...Widerstand ist zwecklos. Sie werden assimiliert werden“.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.355 von rv_2011 am 26.09.06 14:27:41Ein Vorwand ist es allemal.

Im Grunde genommen ist es völlig egal was der reale Hintergrund der Absetzung ist, ob Islamfaschismus oder politischer Kulturfaschismus, die Denkweise ist immer diesselbe.

Dann stellt sich aber doch wieder die Frage nach Steurgeldern für den Kulturbetrieb. Wer gibt einem Politiker das Recht heute etwas zur Unkultur abzustempeln was er gestern noch mit Steuergeldern subventioniert hat ?

Kann ich mit gutem Gewissen wirklich die Leute mit Steuergeldern an Kulturexperimenten beteiligen denen ich vorher keinen Ausbildungsplatz geben konnte, denen ich Pisa und Pizza statt Chance und Bildung gegeben habe und die demzufolge Ariadne auf Naxos für einen Pornofilm halten und Ludwig van Beethoven für einen holländischen Mittelfeldspieler ?

Wenn ich dann noch höre daß man mit Steuergelder ja nur die Kultur erschwinglich macht dann muß ich mich angesichts der Bilder vom grünen Hügel fragen - für wen ? Für die Schickimicki vom Golfplatz ? Oder sollen alle Anderen sich den durchgeknallten Kulturpsychoschrott eines Neuenfels reinziehen ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.857 von farniente am 26.09.06 14:48:10Kann ich mit gutem Gewissen wirklich die Leute mit Steuergeldern an Kulturexperimenten beteiligen denen ich vorher keinen Ausbildungsplatz geben konnte, denen ich Pisa und Pizza statt Chance und Bildung gegeben habe und die demzufolge Ariadne auf Naxos für einen Pornofilm halten und Ludwig van Beethoven für einen holländischen Mittelfeldspieler ?


nett formuliert, aber ich verstehe immer noch nicht, worauf du hinauswillst. sollen wir auf hochkultur verzichten, weil ein großer teil von vornherein darauf verzichtet, sich mozart "reinzuziehen"?
sollen wir auf gute restaurants verzichten, weil sich ein großteil schlecht ernährt?
und wieso erhalten leute keine chance auf bildung?
selbst beim stundenlangen zappen könnte man aus versehen auch bei einer oper hängenbleiben oder bei einer buchbesprechung, selbst philosophische talkshows gibt es heute.
nur weil die mehrheit auf solche angebote verzichtet, übrigens fällt die kritik an der subvention des theatersessels an der stelle immer klein aus, heißt es noch lange nicht, gibt es keine angebote. die subventionskritik geht in der regel in richtung geschmack, die falsche ausstellung, der idiotische künstler, der spinner als intendant usw.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.208.857 von farniente am 26.09.06 14:48:10In diesem Fall war es nicht einmal ein Poltiker, sondern die Intendantin Kirsten Harms höchstselbst - allem Anschein nach, ohne jeden Druck seitens der Politik...

Wenn wirklich Rücksicht auf den Islam oder Angst vor moslemischen Protesten der Grund für die Absetzung gewesen wäre, hätte man das doch wohl nicht an die große Glocke gehängt?!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.245 von rv_2011 am 26.09.06 15:06:36"Es geschah nur im Interesse der Sicherheit des Publikums und der Mitarbeiter."

Kirsten Harms gerade live auf N-TV

Na dann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.245 von rv_2011 am 26.09.06 15:06:36es ist auch völlig egal, wer hier beim appeasement vorne steht. ob die eu 500 mio. an die palästinenser überweist, die davon benzin und feuerzeuge kaufen, um kirchen in der westbank abzufackeln, oder ob teile der gesellschaft aufhören, als freie bürger zu existieren, aus einer konkreten bedrohungslage oder einer gefühlten, vorauseilenden gehorsam erweisen, entscheident ist, daß wir als freie gesellschaften uns überlegen müssen, wie wir mit der herausforderung umgehen wollen.
gibt es irgendein beispiel dafür, daß wenn wir auf einen teil unserer identität verzichten, wir etwas mehr frieden bekommen?
ich habe noch keinen gesehen.
wir könnten natürlich auch geschlossen zum islam konvertieren.
al quaida sagt ja, daß sie erst aufhören, wenn die gesamte welt islamisch geworden sei, vielleicht haben wir dann unsere ruhe.
Mit ein paar Schiffen vor der libanesischen Küste sollte man mit der Enthauptung von Poseidon etwas vorsichtiger sein, sonst sind es bald ein paar weniger.
MOZART UND MOHAMMED
Bundesregierung kritisiert Opernabsetzung in Berlin
"Kniefall vor radikalen Muslimen", "vorauseilender Gehorsam", "pure Feigheit": Die Deutsche Oper in Berlin muss sich heftige Schelte gefallen lassen. Sie hatte die Inszenierung der Mozart-Oper "Idomeneo" aus Angst vor islamistischen Angriffen vom Spielplan genommen.


Berlin - Intendantin Kirsten Harms muss gewusst haben, dass sie für ihre Entscheidung Kritik ernten würde - tatsächlich wurde es binnen Stunden ein wahrer Proteststurm. "Mit großen Bedauern" hatte die Deutsche Oper Berlin am Montag mitgeteilt, dass sie Mozarts "Idomeneo" vom Spielplan nimmt: aus Sorge vor islamistischer Gewalt. Harms verwies auf die Berliner Sicherheitsbehörden: Dort seien "nach deren Einschätzung durchaus ernst zu nehmende Hinweise" eingegangen, dass die umstrittene Inszenierung von Regisseur Hans Neuenfels ein unkalkulierbares Risiko ist. Um Gefahren für Publikum und Mitarbeiter auszuschließen, werde die 2003 erstmals gezeigte Oper nicht wie geplant ab 5. November wieder aufgeführt.


Der Beschluss war erst ein paar Stunden alt, da brach in allen politischen Lagern Empörung aus. Als erster meldete sich Innenminister Wolfgang Schäuble: "Das ist verrückt", sagte der CDU-Politiker, der für Mittwoch Muslime zur ersten Islamkonferenz nach Berlin eingeladen hat. Der Beschluss der Oper sei lächerlich und inakzeptabel.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) kritisierte: "Wenn die Sorge vor möglichen Protesten schon zur Selbstzensur führt, dann gerät die demokratische Kultur der freien Rede in Gefahr." Kunst und Medien hätten die Aufgabe, Widersprüche und Gegensätze einer Gesellschaft zu benennen. Dafür brauche es Toleranz von allen, "auch gegenüber unbequemen Meinungen und Courage im Angesicht der Kontroverse". CDU-Kulturexperte Wolfgang Börnsen: "Das schadet der Freiheit der Kunst auf unserem Kontinent." Kunst müsse die Freiheit haben, zu kritisieren und zu provozieren. Wenn das nicht mehr möglich sei, "machen wir einen Kniefall vor radikalen Muslimen". Peter Ramsauer, CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, sprach von "purer Feigheit". Wenn die Kultur vor Gewaltpotenzial zurückweichen, machen sie sich erpressbar. Das sei ein einmaliger, "ungeheuerlicher Vorgang" in Deutschland.

Fraktions-Vizechef Wolfgang Bosbach (CDU) kritisierte: "Das geht ein bisschen zu weit. Ich fürchte, wir sind dabei, uns langsam, aber sicher eine Schere im Kopf zuzulegen." Das sei "die falsche Reaktion auf die Debatten, die wir in diesem Jahr geführt haben", sagte er - anspielend auf die Mohammed-Karikaturen und den Streit um das Papst-Zitat. Es gehe schließlich nur um die Furcht davor, "dass der Inhalt missverstanden werden könnte - und ich füge hinzu, viele könnten ihn möglicherweise bewusst missverstehen". Er warnte vor "Selbstzensur" aus Sorge, in islamischen Ländern heiligen Zorn hervorzurufen.

Polizei hatte Oper gewarnt

Hintergrund der Absetzung ist eine Gefährdungsanalyse des Berliner Landeskriminalamtes, die laut Berliner Polizei nach einem anonymen Hinweis erfolgt war. Wie ein Polizeisprecher erläuterte, bezog sich der Hinweis vor dem Hintergrund des Karikaturenstreits darauf, auf welche Art und Weise in der Inszenierung mit Mohammed umgegangen werde. Es habe danach auch bei den Sicherheitsbehörden durchaus ernst zu nehmende Hinweise gegeben, dass Teile der Inszenierung, die sich neben den anderen großen Weltreligionen auch mit dem Islam auseinandersetzen, derzeit ein "unkalkulierbares Sicherheitsrisiko" für das Haus darstellen, teilte ein Sprecher der Oper heute mit.



Um eine Gefährdung von Publikum und Mitarbeitern auszuschließen, habe sich die Intendanz entschlossen, von der Wiederaufnahme des "Idomeneo" im November abzusehen, wie der Sprecher erläuterte. Stattdessen würden Mozarts "Le Nozze di Figaro" und Verdis "La Traviata" gegeben.

Neuenfels sieht die Entscheidung als "vorausgeeilten Gehorsam und Hysterie". Es habe seit seiner Inszenierung im Jahr 2003 weder Terrordrohungen noch Kritik von Seiten islamischer Organisationen gegeben.

In Mozarts "Idomeneo" wird die Geschichte vom gleichnamigen kretischen König erzählt, der in der Antike nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. In der Inszenierung von Hans Neuenfels präsentiert König Idomeneo die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed. Zuletzt gespielt wurde die Inszenierung am 12. Mai 2004. Gegen die Aufführung hatte es nach den Worten des Sprechers immer wieder Proteste aus verschiedenen religiösen Richtungen gegeben.

hoc/AP/dpa/ddp
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.677 von Heizkessel am 26.09.06 15:24:35http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,439212,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.022 von Heizkessel am 26.09.06 14:55:48Worauf ich hinaus will ?

naja, die mangelnde Logik der Argumente ist schon frappierend.

Ich denke man kann die Schönheit der Matthäuspassion fast jedem näherbringen. Die Frage ist wievielen Leuten ich Bach noch näherbringen kann wenn der Sänger mit herabgelassener Hose singt.

Idiotischer Künstler ?
Die Frage ist auf welches Niveau Du mich herunterdiskutieren willst.
Wenn das Verrischten der Notdurft auf einer Theaterbühne guter Geschmack ist, dann haben wir zwei vielleicht verschiedene Hauseinrichtungen und demzufolge auch verschiedene Ansichten über eine heruntergelassene Hose oder geschlachtete Schweine auf der Bühne.

Es ist schon seltsam, wenn Leute bei Vera am Mittag ihre Einfachprobleme aussprechen, dann ist das eine Brüllshow.
Wenn Dutzende von "Künstlern" real über eine Bühne kotzen ist das Kunst.

Natürlich liegt es immer im Auge des betrachters, wenn er vor lauter Fäkalien noch etwas sieht, wie er die Bewertungsmaßstäbe bezüglich Geschmack und Kunst verteilt.

Ich halte es jedenfalls für schlechten Geschmack jedem Kritiker/in dieser Art der "Kunst" den Sachverstand abzusprechen. Um bei deinem Beispiel mit dem guten Restaurant zu bleiben:

Für mich kann ein Dreisternekoch noch so begnadet sein, ich würde seine Pfürze nicht als Kochkunst bezeichnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.677 von Heizkessel am 26.09.06 15:24:35Na, wenn die ganze Geschichte nicht zum Himmel stinkt!

Die Intendantin hat also mit Kritik an ihrer Entscheidung rechnen müssen.:eek: Warum hat sie die Inszenierung dann nicht stillschweigend abgesetzt? Umstritten genug war die Inszenierung doch.

Oder wollte sie diese Empörung vielleicht provozieren?
ich schaue mir gerade frau harms an. mir kommt sie etwas hiflos vor, bei dem was da gerade über sie hereinbricht.
jetzt redet sie von dem unterschied zwischen freiheit der kunst und pressefreiheit und diplomatie.
und jetzt kommt der hammer, die inszenierung würde heute anders aussehen als 2003, weil der zusammenhang heute ein anderer ist.
wenn das neuenfels selber gesagt hat, dann ist er ja auch kein bißchen besser.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.905 von rv_2011 am 26.09.06 15:32:23Man erfüllt der islamischen Religion in Deutschland also jeden Wunsch, um den Islam zu schädigen? So so.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.239 von cajadeahorros am 26.09.06 15:42:34Sie hat diesen Wunsch doch gar nicht geäußert! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.209.729 von farniente am 26.09.06 15:25:55Stimmt !


Ich denke man kann die Schönheit der Matthäuspassion fast jedem näherbringen. Die Frage ist wievielen Leuten ich Bach noch näherbringen kann wenn der Sänger mit herabgelassener Hose singt.

Wenn derartige Einfälle dann noch als schöpferischer Prozess gewürdigt werden und deshalb unter dem Schutz der "künstlerischen Freiheit" stehen, ist das eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand und Zeichen für eine kranke Gesellschaft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.322 von LastHope am 26.09.06 15:45:35was gesund und was krank ist, bestimmst natürlich du.
für den gesunden Menschenverstand und Zeichen für eine kranke Gesellschaft

da haben wir es endlich wieder, das gesunde volksempfinden.
daß du mal für den erhalt der ddr gekämpft hast, wundert mich nicht, du tust es ja immer noch.
Ich warte eigentlich schon darauf, dass der Begriff "enartete Kunst" ins Feld geführt wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.524 von Sealion am 26.09.06 15:53:30Kaufe ein "t".
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.524 von Sealion am 26.09.06 15:53:30Nein. Entartete Kunst wurde als unästhetisch empfunden, das ist etwas ganz anderes.

Ein Haus mit Flachdach bleibt ein Haus, auch wenn die Nazis das ablehnten.
Ein Haufen Pferdemist ist kein Haus, auch wenn ich "Haus" dranschreibe !
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.524 von Sealion am 26.09.06 15:53:30Entartet ist da überhaupt nichts. Es ist nur keine Kunst.

Wenn Bach der Meinung gewesen wäre daß "Oh Haupt voll Blut und Wunden"
sich allen Menschen besser erschlossen könnte wenn es mit heruntergelassener Hose gesungen wird, dann hätte er das in der Partitur vermerkt. Hat er aber nicht.

Jetzt ist es heutzutage so daß wir den Begriff des gesitigen Eigentums kennen. ich will nicht ins Detail gehen und eine Menge höchstrichterlicher Urteile zitieren. Tatsache ist, daß es sich kein moderner Musiker gefallen läßt wenn auch nur 4 Töne in derselben Reihenfolge gespielt werden wie bei einem Liedchen aus seiner Feder.

Diese Plagiate werden unerbittlich verfolgt.

Wenn aber irgendein Happeningfuzzie den Namen Bach missbraucht um seine perversen gesitigen Onanierträume auf die Bühne zu bringen, dann ist das richtig ?

Warum geht man nicht der Ehrlichkeit halber her und macht eine eigene Musik zu der es sich dann trefflich auf der Bühne masturbieren lässt ?

Es ist die unsägliche Vermengung eigener Unfähigkeit mit der Perfektion eines Künstlers der sich nicht mehr wehren kann, eine geistige Vergewaltigung die man Kunst nennt, ein Armutszeugnis von irgendwelchen gescheiterten Existenzen von denen in 20 Jahren keine sau mehr spricht.

Entartet ? Nein.
Armselig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.119 von LastHope am 26.09.06 16:13:36Die Nazis haben auch eine Opern von Richard Strauss verboten, weil der Textdichter Jude war. Es ist die metaphysische Zensurschere, die jetzt wieder herausgeholt wird.

Wie gesagt, ich empfehle den Link zur Premierenkritik weiter unten, um nachzuvollziehen, was Neuenfels böses böses getan hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.210.360 von Heizkessel am 26.09.06 15:46:58Also, wenn splitternackte Schauspieler auf
der Bühne Scheisse fressen (kam kürzlich mal
ein kurzer Ausschnitt in "polylux" ) dann ist
das schon krank! Da gibt es überhaupt keine Diskussion!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.231 von farniente am 26.09.06 16:18:31danke farnientem, daß ihr seit stunden hartnäckig am thema vorbeidiskutiert. mit hilfe unserer islamistenfreunde, wird unser kulturbetrieb hoffentlich bald frei von geschmacksverirrungen und möchtegernkunst sein. denn niemand hat so einen untrügliches urteil in sachen kunst und künstlerischer freiheit wie die islamisten. man hat es ja neulich anhand der holocaust karikaturen in teheran gesehen, welche niveauunterschiede vohanden sind.


Der Islamismus macht deutsche Kunst wieder zu dem, was sie einmal war!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.279 von cajadeahorros am 26.09.06 16:20:21Caja

willst Du mir allen ernstes solche niedrige oder rassistische Tendenzen anheften ?
Sag es einfach und ich bin weg aus dem Thread.

Auch dies ist eine Art der Zensur. Solange jemanden nbeleidigen bis er nicht mehr will.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.325 von HetfieId am 26.09.06 16:21:49jaja polylux, rede dich nur fein raus. gib doch mal zu, daß du theaterkassenabonnent bist. :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.416 von Heizkessel am 26.09.06 16:24:37Die Schauspieler (auch die Frauen)
hatten übrigens alle die gleich Frisur
wie du! Das war das eigentlich Ekelige
daran!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.510 von HetfieId am 26.09.06 16:28:12seitdem ich ein kopftuch trage habe ich viele neue freunde gewonnen. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.378 von Heizkessel am 26.09.06 16:23:21Heizi

das lass ich mir nicht andichten.
Meine Kritik bezog sich anfänglich auf die Absetzung an sich. Die Absetzung ist für mich ein Akt von Zivilfeigheit.

Die Diskussion ist nicht zuletzt wegen Deiner Begriffsstutzigkeit dann abgetriftet auf eine allgemeine Manöverkritik an der Szene.

jetzt nimmst Du einige Sätze hieraus wieder zum Anlass den Spies umzudrehen.

Diese Dialektik der vVerächtlichmachung eines Mitdiskutanten/in brauche ich nicht.
Da mir Caja auch noch rassistische Motive unterstellt ist es besser ich verabschiede mich aus diesem Thread, denn wenn ich jetzt zurückkeilen würde werde ich auf Lebenszeit gesperrt.

Das iat es nicht wert, es giubt auch nette Threads. Ineteressant zu sehen ist jedenfalls mit welchen Mitteln solche Diskussionen geführt werden,

Ciao
C`vediamo (kleine Drohung) ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.577 von farniente am 26.09.06 16:30:23Ausserdem mache ich heute zu viele Schreibfehler ..........
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.416 von Heizkessel am 26.09.06 16:24:37Also, wenn splitternackte Schauspieler auf
der Bühne Scheisse fressen (kam kürzlich mal
ein kurzer Ausschnitt in "polylux" ) dann ist
das schon krank! Da gibt es überhaupt keine Diskussion!



Heizkessel, das ist doch Kunst !
Da erwarte ich aber von Dir auch, dass Du dazu stehst und dafür kämpfst !
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.406 von farniente am 26.09.06 16:24:07Der Beitrag bezog sich exklusiv auf Last Hope und auf seinen Diskussionsbeitrag zur Frage der "Entarteten Kunst".
Kurz vor 17:00 noch einmal eine Zusammenfassung:

* Polizei erhält Hinweise auf eine Drohung gegen die Deutsche Oper Berlin, "islamistischer" Hintergrund, Ziel: Idomeneo-Inszenierung

* DOB-Führung beschließt mit Rücksicht auf die Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter den Spielplan zu ändern

* Kurzes Hochkochen der Kritik an der DOB-Führung

* Das böse Wort Zensur wird ins Spiel gebracht

* erste WO-User vermuten anti-islamistische Verschwörung

* Einige WO-User haben mal auf Polylux gesehen, daß in Theatern sowieso nur auf die Bühne geschissen wird und finden die Absetzung des Stückes in Ordnung
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.212.192 von cajadeahorros am 26.09.06 16:56:09daß in Theatern sowieso nur auf die Bühne geschissen wird

nackig!!!!

Sonst korrekte Darstellung der bisherigen Geschehnisse in diesem Thread!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.211.738 von LastHope am 26.09.06 16:36:57farniente schon gut, ich wollte dir nichts andichten.

@last hope, du willst nicht verstehen, daß es nicht um kranke oder gesunde kunst geht, über die zukünftig in der kairoer uni oder in teheran entschieden wird, sondern um die verteidigung der freiheit, sinnlose oder gescheiterte kunst auf die bühne bringen zu dürfen.
es gibt keinen vernünftigen grund, kunst zu verbieten, man kann sie höchsten ignorieren, wenn sie einem nicht passt.
was du dazu sagst, passt eher zur wandlitzer schrankwand als in eine freie gesellschaft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.212.437 von Heizkessel am 26.09.06 17:06:44Du weißt selbst, dass es eine totale Freiheit nicht gibt und in einer Gesellschaft eine Balance zwischen den Werten gefunden werden muß.

Wir haben beim TV einen Rundfunkrat und bei Webseiten einen Jugendschutzbeauftragten.

Das ist allgemeiner Konsenz.
Auch an Filmen wird ständig irgendwo herumgeschnippelt, weil sie eventuell Anstoß bei den christlichen Moralaposteln erregen könnten ! Kein Heizkessel demonstriert dagegen, denn dann sind es christliche Werte, die verteidigt werden. Nur wenn er gegen den Islam kämpft, dann empfindet er es als Kapitulation (siehe Überschrift).
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.213.336 von LastHope am 26.09.06 17:49:00Dann erlaube ich mir einen alten Kommentar meinerseits zu seiner Eminenz Landesbischof Huber einzustellen, der sich ja auch vor einigen Wochen über eine Inszenierung am selben Haus geäußert hatte. (http://www.kath.net/detail.php?id=13409)

"O.k. Hubi, nichts regt mich mehr auf als moderne Regie, die mit furchtbar spaßigen Einfällen meist jegliche Wirkung des dargestellten Stücks in Leere laufen läßt, irgendwelche Nebensächlichkeiten breitwalzt, während den ruhigen Stellen einer Oper lärmende Aktion verordnet und weder von der Partitur noch vom Libretto irgendeine Ahnung hat. Aber egal: Hier gilts der Kunst. Deine religiösen Gefühle kannst du dir mit den Gefühlen deiner Mullah-Kumpels dorthin stecken, wo es am schönesten ist (und zwar quer). Ich kann nichts dafür, daß immer noch mehr Leute ins Theater gehen als in die Kirche, ich habe Verständnis dafür, daß du aus deiner Sicht die Theater lieber heute als morgen schließen würdest, aber wie wäre es, wenn du dich erst einmal um den Unterhaltunswert eines Gottesdienstes kümmern würdest (können uns diese Worte auch heute noch etwas sagen bla bla bla) anstatt hier ungefragt deine (willig in allen Zeitungen verbreitete) Meinung kundzutun? Danke!"
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.213.336 von LastHope am 26.09.06 17:49:00Auch an Filmen wird ständig irgendwo herumgeschnippelt, weil sie eventuell Anstoß bei den christlichen Moralaposteln erregen könnten

ich weiß ja nicht, welches fernsehen du schaust, aber seit ich die glotze selber einschalten kann, laufen jede menge priesterkarikaturen in spielfilmen, werbung, satire und kabarett über den bildschirm.
endlose talkshows über die rolle der frau in der kirche, der papst als solcher und überhaupt...
theologie der befreiung in südamerika.
küng,ranke-heinemann und drewermann bis zum abwinken und zur besten sendezeit.
christus im theater, onanierend, fressnd, saufend rumhurend.
kirchenvertreter im film die morde begehen, frauen schwängern und so weiter und so fort.

wenn du jetzt allen ernstes behaupten willst, das programm nähme irgendwie rücksicht auf die gefühle der kriche oder von christen, dann solltest du beim nächsten brillenkauf besser aufpassen.
so, ich habe der feigen kulturziege geschrieben, daß ich solange sie intendantin ist, nicht mehr ihr haus betreten werde, weil mir das sicherheitsrisiko zu groß erscheint. sie braucht sich aber keine sorgen um publikumsschwund zu machen, unsere steuergelder werden auch weiterhin pünktlich bei ihr ankommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.213.661 von cajadeahorros am 26.09.06 18:04:49
caja, das klingt ja alles etwas wohlfeil, wenn du nen arsch in der hose hast, dann schreibst du das dem huber so direkt, und wie ich ihn kenne, lässt der sich auf ne diskussion ein. das wäre interessant zu sehen, wer da den kürzeren zieht, oder die besseren argumente hat. und wenn du nich allzu feige bist, stellst du den mailwechsel ins board.

http://www.ekd.de/ekd_kirchen/ratsmitglied_huber.html
MOZART-ABSETZUNG
Intendantin rechtfertigt sich mit Angst vor Islamisten
Die Deutsche Oper in Berlin hat Mozarts "Idomeneo" aus Angst vor Islamisten abgesetzt - und breite Proteste ausgelöst. Intendantin Harms verteidigt sich: Sie verweist auf eine Warnung des Innensenators. Dabei sah nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen der Staatsschutz kein größeres Risiko.

Berlin - Kirsten Harms mühte sich um einen ruhigen Tonfall, als sie gegen 15 Uhr vor die Presse trat. Stunden zuvor hatte ihre Entscheidung, an der Deutschen Oper Berlin Mozarts "Idomeneo" vom Spielplan zu nehmen, einen Proteststurm ausgelöst - quer durch alle Parteien, quer durch alle Lager.


"Idomeneo"-Inszenierung: Gegen die Diktatur der Götter
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Sie schilderte ihre Sicht: Im August habe Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sie im Urlaub per Telefon informiert, dass es Sicherheitsbedenken gegen die Aufführung gebe. Am 5. November sollte die Oper erstmals seit 2004 wieder gezeigt werden - Körting überließ ihr die Entscheidung. Sie wollte das Risiko nicht auf sich nehmen und beschloss: Die umstrittene Inszenierung von Regisseur Hans Neuenfels wird nicht gezeigt. Zunächst für vier Aufführungen im November, präzisierte Harms heute Nachmittag. "Das hat nichts mit vorauseilendem Gehorsam zu tun." Sie habe nur auf die Experten gehört.




Foto: DPA

Video: SPIEGEL TV
Angefangen hatte alles am Montag, als Harms ihren Beschluss bekannt gab, wegen "durchaus ernst zu nehmender Hinweise" die Inszenierung zu stoppen - was binnen Stunden zu breiter Kritik führte. Als erster äußerte sich Innenminister Wolfgang Schäuble zu der Meldung: Der CDU-Politiker, morgen Gastgeber der ersten Islam-Konferenz in Deutschland, wurde bei seiner USA-Reise mit Berichten über das Aus der Oper konfrontiert. "Das ist verrückt", sagte der CDU-Politiker mitreisenden Journalisten. Der Beschluss der Oper sei "inakzeptabel". Was sei Meinungsfreiheit schon wert, wenn man sie aus Angst einschränken müsse.

Kurz darauf kritisierte die Bundesregierung die Entscheidung der Oper: Wenn Sorge vor Protesten "zur Selbstzensur führt", gerate die freie Rede in Gefahr, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Kunst und Medien müssten Gegensätze in einer Gesellschaft benennen. Dafür brauche es Toleranz "auch gegenüber unbequemen Meinungen". CDU-Kulturexperte Wolfgang Börnsen: "Das schadet der Freiheit der Kunst." Kunst brauche die Freiheit zu kritisieren und zu provozieren. Jetzt drohe "ein Kniefall vor radikalen Muslimen". Peter Ramsauer, CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, sprach von "purer Feigheit". Wenn die Kultur so zurückweiche, mache sie sich erpressbar. Das sei ein einmaliger, "ungeheuerlicher Vorgang".

Thierse: "Prüfstein" für die Muslime in Deutschland

Fraktions-Vizechef Wolfgang Bosbach (CDU) kritisierte, allmählich gebe es in der Republik "Selbstzensur" und "eine Schere im Kopf". Das sei "die falsche Reaktion auf die Debatten, die wir in diesem Jahr geführt haben", sagte er anspielend auf die Mohammed-Karikaturen und den Streit um das Papst-Zitat. Es gehe nur um die Furcht davor, "dass der Inhalt missverstanden werden könnte - und ich füge hinzu, viele könnten ihn möglicherweise bewusst missverstehen".


von Mischa Dreesbach Auch SPD-Politiker kritisierten Harms' Beschluss. Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse sprach von einem "beklemmenden Zeichen der Angst": "Soweit ist es gekommen, dass die Freiheit der Kunst eingeschränkt wird. Was ist das nächste? Werden wir die Freiheit der Rede oder der Predigt einschränken?" Der Umgang mit Kunst, die Fragen der Religion berühre, sei ein "Prüfstein" für Muslime. Er frage sich, in welchem Zustand Deutschland sei, "wenn aus Angst vor Gewaltaktionen Opernaufführungen nicht mehr stattfinden".

SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz nannte die Absetzung "unglaublich. Was hier in Gestalt von vorauseilendem Gehorsam abläuft, ist ein peinlicher Vorgang". Der FDP-Politiker Hans-Joachim Otto forderte einen "Aufstand der Aufgeklärten" unter Einbeziehung der Muslime. Schäubles Islamkonferenz am Mittwoch biete allen die Chance, "ein klares Bekenntnis zur Kunst- und Meinungsfreiheit abzulegen".

Wowereit kritisiert Innensenator: "Totaler Quatsch"

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit zeigte sich verärgert über die Absetzung der Mozart-Oper "Idomeneo" - und vor allem über das Vorgehen seines Innensenators Ehrhart Körting (SPD). Körting erklärte heute im Senat, das Landeskriminalamt habe über die veränderte Gefahrenlage mit der Opernführung gesprochen. Auch er selbst habe mit Intendatin Harms telefoniert. Die Entscheidung habe bei der Oper gelegen. Konkrete Belege für Gefahren hatte Körting nicht. Daraufhin nahm sich Wowereit seinen Innensenator vor, berichten Teilnehmer: Dessen Verhalten sei "totaler Quatsch".

Auch offiziell nannte Wowereit die Entscheidung falsch, "bei allem Verständnis für die Sorge um die Sicherheit von Besuchern und Künstlern". Er sehe keine konkrete Gefährdung. "Unsere Vorstellungen von Offenheit, Toleranz und Freiheit müssen offensiv gelebt werden." Eine freiwillige Selbstbeschränkung gebe den Gegnern unserer Werte "eine vorauseilende Bestätigung, die wir ihnen nicht zugestehen sollten".


Kulturverwaltung sucht Wege zur Schadensbegrenzung

Wie es weitergeht, ist offen. Intendantin Harms hat statt "Idomeneo" Mozarts "Le Nozze di Figaro" und Verdis "La Traviata" auf den Spielplan gesetzt - dass sie von nur vier abgesetzten Aufführungen im November gesprochen hat, lässt das weitere Vorgehen offen. In der Berliner Kulturverwaltung wurden heute schon Wege zur Schadensbegrenzung gesucht. Das Problem nur: Wird das Stück nun doch gezeigt, würde voraussichtlich tatsächlich eine Gefahrensituation entstehen, weil nun jeder um die umstrittenen Szenen des Stückes weiß.

Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) forderte Harms auf, ihre "Entscheidung umgehend zu überdenken und zurückzuziehen" - Islamisten "dürfen nicht bestimmen, was auf deutschen Bühnen gespielt wird". Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) schloss sich an: Harms solle "Rückgrat zeigen", sonst drohe "Kapitulation durch Selbstzensur". SPD-Kulturpolitikerin Monika Griefahn plädierte für einen Runden Tisch der Akademie der Künste, an dem neben Harms christliche und muslimische Vertreter teilnehmen sollten.

Der Streit dreht sich um eine Besonderheit der Berliner Inszenierung von "Idomeneo": In dem Stück geht es um den gleichnamigen kretischen König, der in der Antike nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern. In der Inszenierung von Hans Neuenfels präsentiert er die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed. Die Inszenierung wurde 2003 bis 2004 gespielt, schon damals hatten verschiedene Vertreter von Religionen protestiert. Neuenfels selbst sieht die Entscheidung jetzt als "vorausgeeilten Gehorsam und Hysterie". Es habe seit seiner Inszenierung im Jahr 2003 weder Terrordrohungen noch Kritik von Seiten islamischer Organisationen gegeben.

Muslime reagieren gespalten auf die Absetzung

Vertreter von Muslimen in Deutschland reagierten auf Harms Entscheidung gespalten. Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, beklagte, die Oper habe eine Chance zur Auseinandersetzung vertan: "Das ist eine Schande." Er empfehle "allen Muslimen, bestimmte Sachen zu akzeptieren". Kunst sei frei und Selbstzensur nicht angebracht: "Wir würden sonst zurück zu Verhältnissen wie im Mittelalter kommen."

Der Islamrats-Vorsitzende Ali Kizilkaya dagegen begrüßte die Absetzung und schlug dramaturgische Änderungen vor, um die Inszenierung zu zeigen. Die Darstellung des Propheten Mohammed "sogar mit abgeschlagenem Kopf" verletze Muslime und sei "unsensibel": Es müsse "etwas mehr Rücksicht genommen werden". Er finde es allerdings "natürlich schrecklich, dass man Angst haben muss".

Christoph Stölzl (CDU), Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses, wies Kizilkayas Vorstoß zurück: Ein Vertreter einer muslimischen Organisation dürfe sich nicht "als Hilfsregisseur" verstehen. Die christlichen Kirchen hätten in den vergangenen Jahrhunderten "auch aushalten müssen, was die Kunst mit ihnen gemacht hat". Notfalls müsse man eben eine Oper unter Polizeischutz spielen.

Staatsschutz fürchtete nur Demos oder Sachbeschädigungen

Wie gefährdet die Oper im Detail überhaupt war, ist fraglich. Politiker forderten, die Sicherheitsbehörden sollten ihre Erkenntnisse offenlegen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) im Juli 2006 eine mehrseitige Gefahrenanalyse erstellt, im Auftrag von Innensenator Körting. Im LKA wunderte man sich heute über die ganze Aufregung - denn die Analyse ergab weder konkrete Gefahren noch Hinweise auf solche. Nur "Demonstrationen oder Sachbeschädigungen" seien nicht auszuschließen. "Dass man deswegen das Stück absetzt, hat hier niemand erwartet", sagt einer der Beamten und hat für das Verhalten der Oper nur Spott übrig: "Normalerweise hätte niemand etwas von dem Stück erfahren. Nun wissen selbst Islamisten ohne Deutschkenntnisse, wo sie sich abreagieren können."

Körting schilderte den Ablauf heute so: Das LKA sei nach einem Hinweis der Bundespolizei tätig geworden. Dort sei zuvor "ein Anruf aus dem Ausland eingegangen": Eine Frau habe telefonisch "darauf hingewiesen, dass die Inszenierung an der Deutschen Oper wie beim Karikaturen-Streit Muslime und Islamisten auf den Plan rufen könnte". Körting bestätigte, dass das LKA im Juli eine Gefährdungsanalyse erstellt hat. Ihm zufolge kam sie jedoch zu dem Schluss, dass "eine erhebliche Gefährdungslage nicht auszuschließen" sei. "Die Analyse wurde an die Oper geschickt, und ich telefonierte Mitte August mit Frau Harms - wobei ich darauf bestand, dass die Entscheidung über eine mögliche Absetzung ausschließlich Sache der Oper sei", sagte Körting. "Und Frau Harms hat sich die Entscheidung nicht einfach gemacht."

Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch zeigte heute ganz offen Verständnis für die Absetzung. Nach dem Karikaturenstreit könne eine Szene, in der der abgeschlagene Kopf Mohammeds gezeigt werde, eine Gefahr bedeuten. "Man kann nichts Schlimmes daran finden, wenn in einem ohnehin zunehmend gespannten Klima zwischen der islamischen und der westlichen Welt darauf verzichtet wird, die Stimmung durch eine Szene weiter anzuheizen." Die Szene könne "nach meiner Überzeugung ohne Zweifel als provokativ empfunden werden", müsse es von gläubigen Moslems vielleicht sogar, sagte Glietsch.

mgb/plö/hoc/AP/dpa/ddp/Reuters

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,439212,00.html
MOHAMMED VS. MOZART
Kusch, Kultur!
Von Henryk M. Broder

Die Absetzung der "Idomeneo"-Oper in Berlin ist das Symptom einer schockierenden Präventiv-Kapitulation: Inzwischen braucht es nicht einmal mehr die konkrete Androhung von islamistischer Gewalt, es reicht eine vage "Gefährdungsanalyse", um den Kulturbetrieb einzuschüchtern.


Nachdem die Katholische Kirche 359 Jahre gebraucht hat, um das Urteil gegen Galileo Galilei aufzuheben, brauchte der amtierende Papst nur zwei Tage, um sich von einem Zitat zu distanzieren, das 500 Jahre alt und dennoch aktuell ist. Der gerade zurückgetretene holländische Justizminister Piet Hein Donner hält die Einführung der Scharia in Holland für möglich, wenn sich eines Tages zwei Drittel der Holländer dafür aussprechen; die Londoner Polizei kündigt an, sie werde zunächst ein Gremium muslimischer Community Leader informieren und konsultieren, bevor sie zu Anti-Terror-Einsätzen ausrückt, von denen Muslime betroffen sind.


Und nun hat die Deutsche Oper in Berlin die Mozart-Oper "Idomeneo" vom Spielplan genommen, nachdem das Landeskriminalamt (LKA) in einer "Gefährdungsanalyse" befunden hat, dass "Störungen der Aufführungen nicht ausgeschlossen werden können". In der Inszenierung der über 200 Jahre alten Mozart-Oper von Hans Neuenfels tritt Idomeneo, der König von Kreta, mit einem blutigen Sack auf die Bühne, aus dem er die abgeschlagenen Köpfe von Poseidon, Jesus, Buddha und Mohammed hervorzieht, um sie triumphierend in die Höhe zu halten.

Und schon bin ich als säkularer, ungläubiger Jude beleidigt. Ich fühle mich verletzt, diskriminiert und ausgegrenzt. Wieso ist der Kopf von Moses nicht dabei? Was soll diese Missachtung einer Weltreligion?


Soll ich jetzt Amok laufen, die Deutsche Oper anzünden oder reicht es, wenn ich ins Foyer kotze, um meinen Unmut zu bekunden? Womit wir mitten im Thema wären. Wir wissen nicht, wer diese "Gefährdungsanalyse" angeordnet, bestellt oder initiiert hat, ob das LKA von sich aus aktiv wurde oder nach einem diskreten Hinweis die Recherchen aufnahm. Als sicher kann man nur annehmen, dass es keine "Gefährdungsanalyse" des LKA geben würde, wenn Idomeneo nur Poseidon, Buddha und Jesus gemeuchelt und Mohammed verschont hätte.

Spätestens seit dem Streit um die Mohammed-Karikaturen wissen wir, dass Muslime besonders empfindlich sind, wenn es um ihren Propheten geht und eine extrem niedrige Reizschwelle haben, die zu überschreiten nicht ratsam ist. Hinzu kommt, dass sie die Unterstellung, einen Hang zur Gewalt zu haben, als Diffamierung empfinden, die sie mit dem Verbrennen von Fahnen, Puppen und "Kill-Those-Who-Insult-Islam"-Rufen beantworten.

Vertreter anderer Religion oder Gruppen reagieren gelassener, wenn sie Gegenstand von Spott und Häme werden. Kein katholischer Würdenträger regte sich auf, als der Kölner Kardinal Meisner im Karneval als Frauen verbrennender Inquisitor dargestellt wurde, und auch Angela Merkel schickte keine Killerkommandos, nachdem sie in Mainz sexistisch karikiert wurde.



In diesem Jahr freilich haben die Karnevalsgesellschaften, die in ihrer grenzenlosen Witzischkeit keine Tabus kennen, beschlossen, kein Risiko einzugehen und auf Witze über den Islam und die Moslems zu verzichten. So blieb die Heiterkeit von Gewaltausbrüchen ungetrübt.

Für die Meinungsfreiheit war das kein großer Verlust, aber es war ein Schritt weiter in die präventive Kapitulation. Anders als gemeinhin in der Politik funktioniert das Prinzip "Drohkulisse" im Kulturbetrieb einwandfrei. Inzwischen bedarf es nicht einmal der Androhung von Gewalt, es reicht schon eine "Gefährdungsanalyse", die ohne faktische Anhaltspunkte auskommt. Den Rest besorgt die Angst.

Der Fall der Berliner Oper ist spektakulär. Kommt so etwas in der Provinz vor, regt sich niemand auf, weil es dort Alltag ist. Der Kabarettist Hans Scheibner schreibt regelmäßig Glossen für die "Schweriner Zeitung", die zur Flensburger sh:z-Gruppe gehört, die 14 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein herausgibt. Zum Karikaturstreit schrieb er einen Text, der mit den Sätzen anfing: "Also nein, liebe Muslime, es tut mir nun wirklich leid, euch das sagen zu müssen, aber: Unser Gott, hier im christlichen Abendland, ist viel stärker als euer Gott..." Das war mehr als die "Schweriner Zeitung" ihren Lesern zumuten konnte, der Text wurde nicht gedruckt.


Zum Papst-Besuch in Bayern schrieb Scheibner eine Glosse, die genauso harmlos war. "In Bayern haben die Bayern mit glänzenden Augen ihrem ganz persönlichen Sektenoberhaupt gehuldigt, das immer in so komischer Verkleidung rumläuft und mit 'ner Räucherlaterne." Auch dieser Text kam nicht ans Tageslicht, die Redaktion wertete ihn als "Verletzung religiöser Gefühle", noch bevor sich ein Katholik beschweren konnte.

Was passiert als Nächstes? Nicht nur der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, ein liberaler Katholik, ist der Ansicht, dass religiöse Gefühle nicht verletzt werden dürfen. Wenn sich diese Haltung durchsetzt, werden es Theater, Kunst und Literatur schwer haben. Voltaire, Spinoza, Heine werden aus den Bibliotheken verbannt, sogar ein so harmloses Stück wie "Nathan, der Weise" könnte Anlass zur Empörung geben, weil der Christ, der Jud und der Muselmann keinen Dialog auf gleicher Augenhöhe führen.
Gekreuzigt, aber nicht verdächtig

Wenn Madonna Konzerte gibt, schaut sogar die Staatsanwaltschaft zu. Wie gestern in Düsseldorf, wo die Gesetzeshüter prüften, ob die Kreuzigungs-Show der Pop-Diva strafbar ist. War sie nicht, dafür aber wohl höchst unterhaltsam.

Geht es um popkulturelle Symbolverwurstung, ist Madonna ein Global Player: Vom christlichen Kreuz bis zur muslimischen Burka ist kein Symbol, keine Folklore vor ihr sicher. Das Kruzifix gehört seit jeher zu ihrem Outfit; dass sie sich im Rahmen ihrer aktuellen Tournee selber an eines hängt, ist letztlich nur konsequent: die Pop- als Leidensqueen, in deren Selbstinszenierung sich Ideologie und Mode zum provokanten Erscheinungsbild vermengen.


Natürlich ist die Aufregung groß, seitdem der Popstar am vorvergangenen Sonntag in Rom auftrat. Der römische Kardinal Ersilio Tonini sprach von einem "Akt offener Feindseligkeit", das Erzbistum Köln ereiferte sich über die Freiheit der Kunst, Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann schimpfte: "Sich selbst an die Stelle Jesu zu setzen, ist eine Selbstüberschätzung ungeheuren Ausmaßes.

Das Märtyrium dauert dabei nur rund vier Minuten: Solange hängt Madonna am Kreuz, bis sie herabsteigt und sich auf die Bühne legt. Immer noch lang genug, um hierzulande sogar die Gesetzeshüter auf den Plan zu rufen. Ermittelt wird jetzt aber doch nicht, heißt es heute aus der Rheinstadt. Es liege kein Anfangsverdacht für eine Straftat vor, so Johannes Mocken, der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft heute. Die Szene habe zwar vermutlich die religiösen Gefühle von Menschen verletzt, eine Verhöhnung von Bekenntnissen und Religionsgemeinschaften im strafrechtlichen Sinne liege aber nicht vor.

So kann sie also ihre Mission fortsetzen, die Pop-Aktivistin im Reiterinnen-Stil (Pferdesättel und Peitschen gehören zum aktuellen Look). Kann per Video Terroristen und politische Schurken in die Arena zitieren, ihre Tänzer mit jüdischen und muslimischen Symbolen dekorieren und abhängen an eben jenem gefliesten Kreuz, das einen "Welt"-Reporter an einen "Märtyrer im Swimmingpool" denken ließ. Und man weiß ja: Im Planschbecken der Provokationen bewegt sich Madonna wie ein Fisch im Weihwasser.


Wenn den Muslimen, die Show in der Oper nicht passt, steht es Ihnen ja auch frei zu klagen. Außerdem wird ja kein Muslim gezwungen, sich die Oper anzusehen - genausowenig, wie die den Miss Wet T-Shirt Wettbewerb am Ballermann. Der verstößt doch auch gegen religiöse Gefühle.

Die Intendantin sollte zurücktreten. Das einzig Positive an der Sache ist die ziemlich eindeutige Resonanz aus der Politik.
Es würde mich nicht wundern, wenn morgen oder übermorgen in Pakistan und wer weiß wo noch auf der Welt, solche Bilder auftauchen. Motto: Seht, was die Christen mit uns machen wollen....

Ist doch bekannt, dass alles verdeht wird.

Antwort auf Beitrag Nr.: 24.214.320 von Heizkessel am 26.09.06 18:35:04Natürlich hat Hubi persönlich ein Schreiben bekommen (w.huber@ekbo.de, dann landet es wenigstens im Vorzimmer im Müll), genauso wie heute die Deutsche Oper und zwei Fachzeitungen (auch wenn es sinnlos ist - außer vielleicht bei den Fachzeitungen).

Bei aller Liebe, aber ausschließlich für WO zanke ich mich hier nicht herum.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.218.244 von cajadeahorros am 26.09.06 21:26:18manchmal kriegt man auch mal ne antwort. ich habe neulich den grünen beck angepflaumt, immerhin ließ der mal antworten.
von spd oder unionsschranzen hört man in der regel nichts, egal, für die psychische hygiene ist das aber wichtig. es dauert auch nicht lange, kurz mal die meinung geäußert und schon hat was zur demokratie beigetragen. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.216.231 von Heizkessel am 26.09.06 19:57:51Das ist Toleranz!

Der Islamrats-Vorsitzende Ali Kizilkaya dagegen begrüßte die Absetzung und schlug dramaturgische Änderungen vor, um die Inszenierung zu zeigen. Die Darstellung des Propheten Mohammed "sogar mit abgeschlagenem Kopf" verletze Muslime und sei "unsensibel": Es müsse "etwas mehr Rücksicht genommen werden". Er finde es allerdings "natürlich schrecklich, dass man Angst haben muss".


Die anderen abgeschlagenen Köpfe werden toleriert.
Heuchelei!

Da ist sie wieder. Die Heuchelei unserer Polit-Trottel. Erst sorgen sie dafür, dass Ausländer ohne große Beschränkungen zuziehen, hier Parallelgesellschaften bilden und Terrorattentäter ungehindert agieren können, dann biedern sie sich bei dieser Klientel als Partei an und zum Schluss wird jeder als ausländerfeindlich abgestempelt, der sich darüber mokiert, dass die Moslems sich nicht von ihren Terrorfürsten distanzieren.

Übt sich dann eine Oper in vorauseilendem Gehorsam der politischen Kaste, dann folgt gleich der erhobene Zeigefinger und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Subventionen gestrichen werden.

Ich finde diesen Zynismus absolut widerlich . :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.218.370 von Heizkessel am 26.09.06 21:30:09Heizkessel,

ich bin ja nicht so sehr oft Deiner Meinung, aber diesmal.

Im Übrigen habe ich ich es mir nicht nehmen lassen, der Harms schon gestern meine Meinung zum Thema per eMail zu übermitteln.

Vorhin war die Frau ausführlich in der Abendschau zu sehen. Ich hatte ein sehr merkwürdiges Gefühl, als würde sie es trotz dieser ganzen Hysterie geradezu ein wenig genießen, so im Mittelpunkt des Interesses zu stehen.

Es wurde übrigens gesagt, dass es überhaupt keine Terrordrohung etc. gegeben habe - nur eine Spinnerin hat vor ein paar Wochen mal angerufen und eine Anspielung gemacht. Woraufhin irgendwer (ich glaube, es war ein Polizeivertreter) meinte, es könne ja wohl nicht sein, dass jeder x-beliebige Spinner nun entscheiden könne, was an öffentlichen Theatern gespielt wird und was nicht.

Ich hoffe, das Ganze hat noch ein Nachspiel und löst zumindest eine längst überfällige Debatte über Kunstzensur und Schere im Kopf aus.

Etwas Gutes hat ja das Ganze: es geht durch die Medien und rüttelt hoffentlich auch diejenigen wach, die irgendwo in der Provinz wohnen und bisher immer noch glaubten, Islamismus sei ein hochgepuschtes Problem. Nein, es ist real, Alltag in vielen Städten. Leute, die Angst um ihr Leben haben, aber auch Leute, die hysterisch reagieren und alle Grundrechte schon an der Garderobe abgeben vor lauter Schiss.

Vorhin war noch ein toller Leserbrief im Tagesspiegel - inzwischen leider gelöscht. Der Schreiber diagnostizierte gerade denjenigen, die seit Jahr und Tag in Politik und Feuilletons am lauthalsten Zivilcourage etc. einfordern, dass gerade diese diejenigen sind, die nun als erste wegknicken und nicht die Bohne an Mumm zeigen, geschweige denn unsere Demokratie verteidigen. So sehe ich das auch. Wenn ich die "Menschenrechtsvertreter" von den Grünen höre, bricht bei mir langsam das Barbarische durch. Soviel hohles, verlogenes Geschwätz... unfassbar.

Was Mails an Politiker betrifft: mir sagte mal ein Politikjournalist, dass die Politker überhaupt nicht so viel Post bekommen, wie man denkt. Man denkt ja, die bekommen jeden Tag körbeweise Post - dem sei nicht so. Im Gegenteil, die sind teilweise angeblich sogar ganz froh, zu erfahren, was die Bevölkerung eigentlich von ihnen erwartet, weil die meisten überhaupt keinen Kontakt mehr haben zu "normalen Menschen". Wichtig sei es allerdings, dass man sich mit einem bestimmten Thema an eine Politiker wendet, der auch darauf spezialisiert sei - also mit Islamismus nicht unbedingt an einen Gammelfleischexperten schreiben, klar.

LM
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.220.092 von LadyMacbeth am 26.09.06 22:17:04eben war frau harms auch in den tagesthemen. obwohl ich empört bin, kommt mir die presseempörung auch etwas geheuchelt vor.
es gab nur zwei zeitungen, die sich getraut haben, die mohamed karikaturen abzubilden, jetzt hackt alles auf frau harms rum. ich möchte nicht wissen, wie die presseleute reagieren würden, wenn das risiko bei ihnen persönlich hängen bleiben würde. vermutlich auch nicht anders.
und rüttelt hoffentlich auch diejenigen wach, die irgendwo in der Provinz wohnen

Diejenigen, die in der Provinz wohnen (ich schließe mich da ein), haben Multikulti noch nie gewollt und haben schon immer konservativ gewählt.

Die Anhänger von Multikulti findet man größtenteils in den Städten, von daher ist es beruhigend zu wissen, dass diejenigen die solche Zustände wie wir sie in vielen Großstädten vorfinden erst ermöglicht haben, auch am meisten darunter leiden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.220.714 von hasenbrot am 26.09.06 22:38:41Das stimmt schon, aber es gibt in der Provinz im Allgemeinen auch eine besonders hartnäckige Gutmenschenfraktion, die der unverwüstlichen Ansicht ist, dass Alt68 lebt und die nicht merken, dass sich seitdem etwas verändert hat.

Ich komme ja selbst aus der Provinz, und gerade weil man dort quasi gar nicht in Kontakt mit Immigranten-Problemen kommt, wächst man doch mit einer gewissen Naivität auf. Man wird auch in Schule, Freizeiteinrichtungen usw. regelrecht dressiert, dass Ali und Ayse auf jeden Fall und ausnahmslos Opfer sind, und zwar Opfer der rassistischen Gesellschaft und von Neonazis, klar.

Irgendwie glaubt man das nach ein paar Jahren auch - man kennt ja die Realität einfach nicht.

In der Großstadt kriegen dann die meisten Land-Pomeranzen einen echten Kultur-Schock früher oder später.

Islamismus ist für die meisten in der Provinz kein Thema. In den Großstädten bekommt man dann schon eher eine Vorstellung davon, wie das hier in D mal werden wird. In Köln wird eine Moschee gebaut mit Minaretten halb so hoch wie der Kölner Dom. Die ganze Silhouette wird sich verändern. In Berlin terrorisieren Islamisten reihenweise Kritiker bis hin zur Todesdrohung und sogar Mord. Kein Artikel erscheint mehr, ohne daraufhin abgeklopft zu werden, ob er einen Moslem erzürnen könnte. Islamisten sperren einen Teil der Uni für Frauen völlig ab. Frauen können sich auf bestimmten Straßen nicht mehr frei bewegen. Es gibt teilweise Geschlechtertrennung in Schwimmbädern. Moslemische Mädchen nehmen nicht an Klassenreisen, dem Sportunterricht und neuerdings auch am Biologieunterricht nicht mehr teil (als nächstes kommt die Freistellung vom Kunst- und Musikunterricht). Wir sind auf voller Fahrt in eine Gesellschaft, gegen die die Türkei ultramodern ist.

Ich frage mich, wass rv und andere ihre Kindern mal erzählen, wenn diese fragen, wieso niemand etwas unternommen hat - so wie in den frühen 1930ern. Es gibt da extreme Verdrängungsmechanismen. Man kann es auch Feigheit nennen. Dies ist allerdings kein Problem der Provinz - die sind im Extremfall mutiger. Das ist eher ein Problem der "Theoretiker".

LM
Scharfe Proteste nach Opern-Absetzung aus Furcht vor Islamisten

Szene aus "Idomeneo".
BERLIN - Einen Tag vor der Islam-Konferenz hat die Absetzung einer Oper aus Angst vor Islamisten in Berlin für Empörung gesorgt. "Das ist inakzeptabel", sagte Innenminister Wolfgang Schäuble in Washington.
....
Vertreter der Muslime reagierten unterschiedlich. Der Vorsitzende des Islamrats in Deutschland, Ali Kizilkaya, begrüsste die Absetzung, weil die Inszenierung die Gefühle der Muslime verletze. Nichtsdestotrotz sei es schrecklich, dass man Angst haben müsse.
...
http://www.bote.ch/page/sdanewsticker/index.cfm?id=82719


Ali Kizilkaya ist unter dieser mail-Adresse islamrat@islamrat.de zu erreichen!
Ich finde die Aktion der Intendantin vor dem Hintergrund der Islam-Konferenz so schlecht nicht, da kommt Atmosphäre auf :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.212.192 von cajadeahorros am 26.09.06 16:56:09Ich fasse auch mal zusammen:

* Die Intendantin der DOB hatte im Sommer entschieden, dass die umstrittene Neuenfels-Inszenierung des Idomeneo nicht (nach 2 Jahren Pause) wiederaufgenommen wird.

* Kurz vor Beginn der Spielzeit gibt sie auf Nachfrage an, der Grund seien islamistische Terrordrohungen.

* Die Polizei dementiert: Es habe weder Drohnugen gegen die Oper gegeben, noch hätten sich Moslems über die Inszenierung beschwert.

* Trotzdem geht ein Sturm der Entrüstung los: Einerseits gegen die Absetzung des Stückes (hätte man sich auch aufgeregt, wenn die Begründung anders gelautet hätte?) - andererseits gegen den Islam, der jetzt schon Mozartopern bekämpfe.

Wer will sich hier interessant machen?
Wer instrumentalisiert hier was?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.221.365 von rv_2011 am 26.09.06 23:08:35rv antworte mal lieber auf die lady, die hat gerade was von "extremen verdrängungsmechanismen" geschrieben. fällt dir dazu was ein?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.221.335 von StellaLuna am 26.09.06 23:07:01Siehst du: Genau das meine ich. :D
Der Vorsitzende des Islamrats in Deutschland, Ali Kizilkaya, begrüsste die Absetzung, weil die Inszenierung die Gefühle der Muslime verletze. - allein für diese Aussage hat sich diese Aktion gelohnt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.221.365 von rv_2011 am 26.09.06 23:08:35Nun, dann gab sie dem Druck des Bischofs Huber nach (sie erwähnte heute in der PK kurz etwas von den "Recherchen" des Evang. Pressedienstes), der ja schon über die örtliche Trittico-Inszenierung sehr erzürnt war und - im Gegensatz zu allen anderen Dingen dieser Welt - immer noch zum Vorfall schweigt.

Die Vertreter der Religion der Vernunft und des Friedens klatschen trotzdem Beifall und an keinem meiner Postings ändert sich was, ich halte den einen wie den anderen Kultverein für gefährlich.

Dennoch ist das konstruieren antiislamischer Verschwörungen in einem Land, in dem die Vertreter Allahs jeden Wunsch erfüllt bekommen (man winkt schon mit der staatlichen - vulgo steuerfinanzierten - Ausbildung der Imame und der Präsident faselt über den ach so notwendigen Religionsunterricht), reichlich an den Haaren herbeigezogen (selbst der "große Satan" redet in Strategiepapieren oft von der Förderung des UNPOLITISCHEN Islam).
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.221.335 von StellaLuna am 26.09.06 23:07:01Ich habe das auch schon für möglich gehalten. Ich weiß aber nicht, ob die Frau Harms dafür abgebrüht genug ist.

LM
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.221.536 von LadyMacbeth am 26.09.06 23:22:51Ich habe das auch schon für möglich gehalten. Ich weiß aber nicht, ob die Frau Harms dafür abgebrüht genug ist.



vielleicht nicht, obwohl, die sieht so harmlos aus, da kann man nie wissen...
abgebrühter ist da schon rv. gleich kommt wieder die strategie der spannung. bologna,dortmund,deutsche oper - eine kette setzt sich fort.