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Lacantun´s Abgeltungssteuer Aktien Depot Aufbau bis Ende 2008 - 500 Beiträge pro Seite



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So, heute dürfte ein guter Tag sein, um langsam mit meinem Abgeltunssteuer-Umgehungs-Depot zu starten:

Mein erster Kauf ist:
Kontron für 7,07 EUR. (wenig Verbindlichkeiten, Marktkap nur leicht über Eigenkapital, gute Auftragslage, Wachstumswert)

Dann: Axel Springer für 68,40 (sieht charttechnisch nach Bodenbildung aus; habe die Aktie schon länger auf meiner Watchlist)

Und 3. Sinner Schrader 1,65 EUR (Kaufgrund: 18 Mio. Marktkap., 8,5 Mio. EUR cash; KGV dürfte ca. bei 10 liegen und steuerfreie Dividende von ca. 0,12 EUR im Dezember)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.114.131 von Lacantun am 15.09.08 14:57:58Klingt gut :D
Good Luck.

GoToX
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.114.131 von Lacantun am 15.09.08 14:57:58Warum wohl verkauft dieser Niederhauser so viele Aktien?

http://www.insiderdaten.de/

Unter Datenbanksuche "Kontron" eingeben und anschließend auf den Namen klicken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.127.587 von betterthantherest am 16.09.08 11:51:06Der Vorstand hat aber insbesondere auf diesem Niveau zugekauft.
Niederhauser ist der Gründer von Kontron. Ich weiss nicht, was er mit seinem Geld vorhat, aber den "Insider-Indikator" würde ich dennoch eher als positiv werten, wobei insgesamt nicht ganz stichhaltig.
Heute habe ich noch IVG für 8,85 hinzugekauft.
Jetzt werde ich aber ersteinmal sehen, was aus AIG wird und ein bisschen Pulver trocken halten. Ich würde tippen, dass der Dax noch bis 5.500 runtergeht, dort aber einen Boden findet.
Und ab November hoffe ich noch auf eine kleine Jahresendrallye.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.130.153 von Lacantun am 16.09.08 14:24:09Habe noch was gekauft, und zwar Arcandor bei 3,40 EUR. Ist aber hoch spekulativ und fällt wegen der niedrigen Eigenkapitalquote eigentlich aus meinem Kriterienkatalog.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.131.987 von Lacantun am 16.09.08 16:07:32Zum Depot würde ich unbedingt noch ergänzen, dass der größte Teil in sicheren Anlagen stecken sollte, da man sein sauer erarbeitetes Geld ja nicht wieder verlieren möchte.
Momentan bietet sich hier kurzfristiges Festgeld oder gute Tagesgeldangebote, um die 5 Prozent an.

Einen für manchen interessanten Tip habe ich auch zur Anlage von vermögenswirksamen Leistungen erhalten:
Wer relativ wenig vom Arbeitnehmer bekommt und bei den meisten Angeboten noch zum Mindestanlagebetrag selbst dazu einzahlen müsste, kann einen einfachen Sparplan bei der Diba machen.

Und wer eine Frau und Kinder hat, kann z.B. eine Uni-Profi-Riesterrente abschließen. Wenn die Frau gerade nicht arbeitet, muss auf den Vertrag der Frau nur der Mindestbetrag eingezahlt werden, aber die Zulagen für die Frau und die Kinder werden voll eingezahlt.

Ansonsten sollte man zur Geldanlage keine Versicherungen benutzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.146.568 von Lacantun am 17.09.08 11:48:46Ich halte ja absolut nichts von dieser Riesterrentenverarschung. So etwas würde ich nie im Leben abschließen. Damit macht man sich zum Gefangenen Deutschlands. Im Ausland wird die nicht ausbezahlt. Nix mit Lebensabend im warmen Süden.
Und der nächste Kauf:
IVU Traffic. Das Unternehmen dürfte ziemlich isoliert von Finanzkrisen und Konjunktureinlflüssen sein. Das Produkt Microbus ist Standard in der Verkehrsbranche.
Die Verschuldung wurde fast komplett abgebaut. Die Aktie notiert unter Buchwert. Das Ergebnis schwankt bisweilen unterjährig leicht und nimmt zum Jahresende meistens zu.
Vor kurzem wurde ein Riesen-Auftrag über 17 Mio. EUR bis 2009 bekannt gegeben. Das ist mehr als die momentane Marktkap von 14 Mio. EUR. Der zwischenzeitliche starke Kursanstieg wurde unberechtigterweise wegen der Börsenturbulenzen wieder abgegeben.

Einzig neagtiv ist, dass anscheinend irgendjemand immer wieder Aktien verkauft. Aber jetzt müsste die Trendwende kommen...
Mein Kursziel ist 2 EUR.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.148.300 von betterthantherest am 17.09.08 13:35:12Wenn ich 60 EUR für meine Frau einzahle und meine Frau dafür 524 EUR Zulagen oben drauf bekommt, wäre ich doch blöd, wenn ich das nicht machen würde...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.148.440 von Lacantun am 17.09.08 13:43:55Meine aktuelle Einschätzung zur Gesamtlage:

Meine Tiefpunkt-Zielmarke von 5.500 Punkten rückt in greifbare Nähe. Wenn alles gut läuft, würde danach eventuell eine Erholung bis rund 6.000 Punkte erfolgen, bevor es nochmal auf 5.500 runtergeht und sich ein Doppelboden bildet.
Dies ist allerdings fast schon das optimistische Szenario.
Das best-case scenario wäre, wenn der DAX 6.000 Punkte zurückerobert und dort einen Boden bildet.

Wenn ich an die Elliot-Wellen denke, dass Trend meistens in drei Wellen verlaufen, wobei die zweite Welle die intensivste ist, könnte ich mir auch vorstellen, dass wir schnell auf 5.000 runtergehen. Dann gibts ne kleine Erholung und dann kommt die dritte Welle bis 4.000.

Wenns noch schlimmer kommt, würden wir das alte Tief (ich glaube ca. 2003) aus der Technolgieblase wieder sehen.
Bei den Emerging Markets, insbesondere Russland, löst sich der jahrelange Anstieg ja gerade auch wieder fast kokplett in Luft auf, fast wie bei "Mensch ärgere Dich nicht", wenn man rausgeschmissen wird und eine 6 braucht, um wieder rauszukommen.
Börse Moskau: Panik vor dem Kollaps
Die russische Regierung stemmt sich mit Milliardenkrediten gegen die größte Börsenpanik des Landes seit dem Finanzkollaps 1998. Zuletzt waren die Aktienkurse in Moskau kräftig eingebrochen. Bis Freitag soll die Börse geschlossen bleiben, um noch größeren Schaden abzuwenden.


Händler an der Börse in Moskau. Foto: Reuters
HB MOSKAU. Präsident Dmitri Medwedew kündigte am Donnerstag an, 500 Mrd. Rubel (rund 15 Mrd. Euro) zur Stabilisierung der Finanzmärkte bereitzustellen. Falls nötig, werde die Regierung weitere Schritte ergreifen. Die Behörden gingen außerdem gegen Spekulanten vor und verboten unter anderem auf unbestimmte Zeit Leerverkäufe, mit denen Händler auf fallende Kurse wetten.

Die wichtigsten Aktienmärkte des Landes blieben am Donnerstag geschlossen. Der Handel werde erst am Freitag wieder aufgenommen, erklärte Finanzminister Alexej Kudrin. Zur Stützung des Marktes und zur Aufhebung der Liquiditätsklemme sollen staatliche Banken den Akteuren am Aktienmarkt zusätzlich rund zwei Mrd. Euro leihen. Weitere zwei Mrd. Euro sollen zudem in einen staatlichen Baufinanzierer fließen.

Die beiden wichtigsten Aktienbörsen des Landes MICEX und RTS hatten den Handel angesichts dramatischer Verluste auf Anweisung der Behörden bereits am Mittwoch aussetzen müssen, nachdem die wichtigsten Aktienindizes in dieser Woche um mehr als 20 Prozent abgeschmiert waren. Schuld an dem Vertrauensverlust ist ein Giftcocktail aus der globalen Finanzkrise, fallenden Ölpreisen und dem Vertrauensverlust in Folge des Krieges in Georgien.

An der zweiten großen Börse des Landes, MICEX, durften am Donnerstag nur Pensionsgeschäfte abgewickelt werden. „Der russische Staat hat ausreichend Mittel, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen“, sagte Medwedew in Moskau.

:D
Das bedeutet also, wenn man eine russische Aktie leerverkauft, kommt man zu Chodorkowski oder man bekommt einen Cocktail gratis.
Heute nochmal was eingekauft:
BASF (Das Unternehmen hat mich beim letzten Abschwung überzeugt und war dort sehr widerstandsfähig. Von daher bin ich auf diesem Niveau sehr zuversichtlich).
Elexis: Dürfte 2 EUR je Aktie Gewinn einfahren und die Dividende sollte auch auf diesem Niveau (um 13 EUR) über 5% liegen.
Die Frage ist, wie sehr das Unternehmen von einem Abschwung betroffen wäre. Von daher sicher ein gewisses Risiko. Aber normalerweise sollte der Kurs bei 20 EUR stehen.

Natürlich habe ich auch schon einige Aktien in meinem Depot:
Schlott AG
Edding
Nordwest Handel
Sekt Wachenheim
IBS
Atoss
Adcapital
Cenit
RWE Vz
Cewe Color
Sanofi-Aventis
Nutreco
Villeroy und Boch
Höft und Wessel
I:fao
Info AG
PSI AG
Dr. Hönle
Deutsche Post
Surteco
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.183.013 von Lacantun am 19.09.08 09:51:24Heute wird ja alles blind auf den Markt geworfen. Meine BASF hats jetzt auch erwischt. Alles was vorher noch nicht stark gefallen war, wird nun auch einfach verkauft.
Das Geld wird einfach abgezogen.
Eigentlich gibts momentan kaum Aussicht auf bessere Kurse.
Es sieht so aus, als wenn wir uns in der zweiten Baissewelle befinden, die bis 4.000 nach unten reichen könnte.
Die dritte Welle würde dann bis knapp unter 3.000 gehen, womit wir dann den Ausgangspunkt der Hausse und den Tiefpunkt aus dem Golfkrieg wieder ereicht hätten.
Zwischendurch habe ich meine Gewinne bei Nordwest Handel und Edding realisiert und einen kleinen Verlust bei Adcapital.
Dafür sitze ich nun auf einigen "Buchverlusten" :rolleyes:. IVG zu kaufen war wohl etwas zu früh. Ich überlege noch, ob ich Dic Asset kaufen sollte...
SinnerSchrader hält sich sehr gut und IVU hats auch nicht so sehr erwischt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.472.016 von Lacantun am 08.10.08 10:29:06Gestern hatte ich mir Hyrican für knapp über 4 EUR gekauft, da der Wert auf diesem Niveau unter cash notiert. Heute habe ich wieder verkauft, um mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Rund 20% an einem Tag sind nicht schlecht. :lick:
Wenns nochmal Richtung 4 geht, kaufe ich vielleicht nochmal.
Außerdem habe ich RWE Vz. zugekauft. Die Dividendenrendite dürfte rund 8% betragen. Allerdings habe ich hier nur aus dem Langzeitgedächtnis raus gekauft, ohne genauer zu analysieren.

Und dann habe ich mir noch ein paar Dic Asset gekauft, etwas über 5 EUR. Der Großteil der Kredite läuft hier länger als 5 Jahre. Das aktuelle Gewinnniveau resultiert aus den Mieterlösen.
Natürlich kann man argumentieren, dass bald alle arbeitslos werden und die Büroflächen leer stehen. Aber ein bisschen Optimismus muss schon sein, vor allem wenn man bedenkt, zu welchen Kursen hier Kapitalerhöhungen durchgeführt wurden. Der Kurs kann aktuell unmöglich stichhaltig sein...

Ansonsten werde ich nun Ausschau nach größeren Unternehmen halten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.495.407 von Lacantun am 09.10.08 14:28:17Hier mal ein bisschen Text von Performaxx, oft Schrott dabei, aber hier stimmen sogar die Zahlen, die eben ad hoc veröffentlicht wurden.
12 Cent steuerfreie Dividende bei 1,50 EUR Kurs sind nicht schlecht: 8%


Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Vorstände die Aktie ihres Unternehmens nicht etwa zu den oft vergünstigten Konditionen eines Aktienoptionsprogramms, sondern schlicht über die Börse kaufen. So geschehen bei Matthias Schrader, der seit Jahresanfang in vielen kleinen Häppchen Anteile im Wert von rd. 130 Tsd. Euro hinzu erworben hat. Und bislang hat er damit Recht behalten, denn im Vergleich zum Dax zeigte sich unser Empfehlungsliste-Titel in den letzten Monaten beeindruckend wertstabil.




Externes sowie organisches Wachstum

Der Grund für diese relative Stärke liegt in der ausgezeichneten Geschäftsentwicklung des Internet-Dienstleisters. So konnte SinnerSchrader im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (März bis Mai 2008) den Umsatz im Vorjahresvergleich um satte 44 % auf 6,1 Mio. Euro steigern; auch auf Neun-Monats-Basis ergab sich ein deutliches Erlösplus von 29,2 % auf 17,6 Mio. Euro. Einen wichtigen Anteil daran hatte die per Februar übernommene und erstkonsolidierte Spot-media AG, die sich auf die laufende Pflege von Internetshops und -portalen sowie die Erstellung von Webpräsenzen spezialisiert hat und damit das Angebot von SinnerSchrader komplementär ergänzt. Neben dieser Akquisition, die 8,4 %-Punkte zum Erlöszuwachs beitrug, konnte jedoch ein noch stärkeres Wachstum von 20,8 % organisch generiert werden. Bemerkenswert ist dabei der hohe Anteil des Bestandskundengeschäfts: Etwa 97 % der Umsätze wurden mit Kunden erzielt, für die SinnerSchrader auch schon vor einem Jahr tätig war. Das unterstreicht die Nachhaltigkeit der Einnahmen des Web-Dienstleisters.

Überproportionaler Gewinnanstieg

Bedingt durch die bei steigenden Umsätzen typische Fixkostendegression sowie den Wegfall von Restrukturierungsaufwendungen aus dem Vorjahr, konnten die Gewinnkennzahlen sogar noch weit überproportional zulegen. Allein im dritten Quartal wurde das EBITA mehr als versiebenfacht auf 535 Tsd. Euro, womit die operative Marge erstmals im angestrebten Zielkorridor von 8,5 bis 9 % lag. Nach neun Monaten liegt der operative Gewinn mit 1,36 Mio. Euro bereits um rd. ein Drittel über dem gesamten Wert des Vorjahres und markiert damit das beste Ergebnis seit den (durch die Internetblase aufgeblähten) Rekordzahlen des Geschäftsjahres 1999/2000. Der operativen Performance folgend, legte auch das Nettoergebnis im dritten Quartal um gut 350 % auf 435 Tsd. Euro resp. auf Neun-Monats-Basis um 85 % auf 1,17 Mio. Euro zu.

Planzahlen angehoben

Nach dem bislang erfreulichen Geschäftsverlauf hat der Vorstand noch einmal die Erhöhung der Planzahlen für das Gesamtjahr bekräftigt. Nach 18,6 Mio. Euro Umsatz in 2007 sollen nun 22,5 Mio. Euro in 2008 erlöst werden, wogegen ursprünglich "nur" 21 Mio. Euro avisiert waren. Untermauert wird die Plananhebung durch den um 39 % angestiegenen Auftragseingang, der nach Unternehmensangaben zudem mit einer spürbaren Verbesserung der erzielbaren Tagessätze einhergehe. Folgerichtig wird auch ergebnisseitig eine Verdopplung des EBITA auf 2 Mio. Euro erwartet, nachdem dieser Wert eigentlich erst im kommenden Geschäftsjahr erreicht werden sollte.

Bereinigtes KGV von 6

Auf Grundlage dieser (realistischen) Planzahlen sollte im laufenden Geschäftjahr ein Gewinn von rd. 1,6 Mio. Euro bzw. 0,14 Euro je Aktie herausspringen. Daraus errechnet sich zunächst einmal ein KGV 07/08 von 11. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass SinnerSchrader noch auf einer freien, also nicht betriebsnotwendigen Liquidität von 8,6 Mio. Euro sitzt – das ist fast die Hälfte des aktuellen Börsenwertes. Um diese bereinigt, ermäßigt sich das laufende KGV auf nur noch 6. Apropos freie Liquidität: Diese versucht SinnerSchrader nicht etwa zwanghaft in (zweifelhaften) Investitionsvorhaben unterzubringen, sondern gibt sie – nicht ganz uneigennützig, da die Vorstände immer noch Großaktionäre sind –, über äußerst großzügige Dividendenzahlungen an die Aktionäre zurück. Auch für das laufende Geschäftsjahr wurde wieder eine Ausschüttung von knapp 1,4 Mio. Euro bzw. 0,12 Euro je Aktie angekündigt. Das entspricht einer Dividendenrendite von über 7 %, die für Privatanleger auch noch steuerfrei bleibt, da sie aus dem steuerlichen Einlagenkonto erfolgt.

Fazit

Auch wenn die Branche der Web-Dienstleistungen längst nicht mehr so en vogue wie noch zu Neuer-Markt-Zeiten ist, agiert SinnerSchrader doch in einem dynamischen Marktumfeld, das von stetig wachsenden Online-Werbebudgets und IT-Investitionen geprägt ist. Die aktuellen Bewertungskennzahlen laden daher nachdrücklich zum Kauf ein. Mittelfristig erscheinen Kurse deutlich oberhalb von 2 Euro realistisch.



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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

-cj-

© Christian Jüptner
Kleine Änderung meiner Strategie:
1. Den Aktienanteil am Gesamtvermögen (rund 10%) gedanklich komplett abschreiben.
2. Einen Kleingarten pachten, um eventuell die Selbstversorgung sicherstellen zu können.
3. Konserven und Bundeswehrkekse in der Gartenlaube bunkern.
4. Kauf einer Solaranlage zur Stromversorgung.
5. Eine Maschinenpistole aus Rußland besorgen, damit ich mich selbst verteidigen kann, falls mir einer mein Hab und Gut klauen will.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.510.528 von Lacantun am 10.10.08 09:13:27Das schlimmste an diesen Krisen ist doch, dass sie im Herbst stattfinden und in unseren Breitengraden im Garten zu dieser Jahreszeit nichts mehr wächst.

So wird die Situation natürlich dramatisch verschlimmert. :cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.516.438 von betterthantherest am 10.10.08 14:46:59Ich habe noch ein paar Weintrauben...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.544.687 von Lacantun am 13.10.08 10:00:09...doch hoffentlich in flüssiger Form. Das macht das Leben, wenn es denn so richtig hart kommt, doch ein wenig leichter.:lick:;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.547.574 von betterthantherest am 13.10.08 13:21:57Schon lustig, dass heute zahlreiche Investoren wieder kaufen, obwohl am Freitag noch alle die Welt untergehen sahen. :laugh:
Mal sehen, wie lange der trend anhält, wenn erst der Dow am späten Abend wieder zum Sturzflug ansetzt. Allerdings glaube ich nun an eine Zwischenerholung. Damit wäre die zweite Abwärtswelle bei ca. 5.000 Punkten abgeschlossen. Die Dritte Abwärstwelle, die nicht mehr so schlimm wie die zweite ist, würde dann noch bevorstehen. Vielleicht haben wir die dritte Abwärtswelle aber auch schon gesehen, weils so schnell runterging. Vielleicht schonmal Zeit, um eindeutig unterbewertete Unternehmen einzukaufen.
Aber es kann auch noch sein, dass der Dow 90% verliert, wie damals der Neue Markt oder wie 1929. Vielleicht sind die USA bald Pleite, wie früher Argentinien, vielleicht werden die Amerikaner bald aufgefordert werden nur noch amerikanische Autos zu kaufen...
Alles eher unwahrscheinlich, aber dass der Dax nochmal sein Tief von 2002 bei 2.700 Punkten testet halte ich für nicht unwahrscheinlich.
Für am wahrscheinlichsten halte ich aber einen nochmaligen Test bei ca. 4.000 Punkten mit anschließender Bodenbildung. Der rauhe Herbst wird bald zuende gehen...

Wer etwas mehr Sicherheit braucht, sollte erst im nächsten Aufwärtstrend wieder einsteigen, wenn z.B. die 200-Tage-Linie wieder ansteigt...
5% Festgeld für ein Jahr sind auch nicht schlecht. Und ein Jahr später kann man ja mal wieder schauen...
Meine Kontron habe ich heute bei ca. 7,2 verkaufen können und somit einen Mini-Gewinn gemacht. Das Risiko erscheint mir momentan zu hoch. Wenn die Aufträge wegbrechen, dürfte der Kurs eher nochmal Richtung 6 gehen. Unter 6 EUR kann man aber sicher wieder kaufen.
Meine Dic Asset waren ein guter Griff. Anscheinend wird in Kürze die 7 EUR übersprungen und vorgestern konnte man noch knapp über 5 EUR kaufen. Bei 8-9 denke ich an Gewinnmitnahmen...

Damit kann man seine Buchverluste allmählich etwas kompensieren, wobei ich natürlich hoffe, dass die Buchverluste nicht von Dauer sind...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.559.791 von Lacantun am 14.10.08 11:54:42Wahnsinn: Dic Asset schon 50% im Plus und geht langsam über 9 EUR, wobei das Orderbuch komplett leergefegt ist und noch große Nachfrage da ist. Ich glaube das Ding wird bald von der Börse genommen...

Wenn ich jetzt verkaufen würde wären das so 60-70% Rendite von Freitag bis heute Mittag. :lick:

Was schließt man daraus: Wenn man recht sicher weiss, ab wann ein Unternehmen mit Sicherheit viel zu niedrig bewertet ist, kann man im Crash sehr gut verdienen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.561.499 von Lacantun am 14.10.08 14:50:11Gut das ich heute Kontron und Dic Asset verkauft hatte. Jetzt geht wieder die Schaukelbörse los.Vorhin noch bei 9 EUR verkauft, jetzt nur noch 7,30 EUR wert.

Wenn man z.B. die Zahlen von Leoni gesehen hat, sollte man auf jeden Fall weiter vorsichtig sein und auf keinen Fall eine Aktie auf Basis des aktuellen eventuell KGV´s bewerten...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.563.449 von Lacantun am 14.10.08 17:08:33Ich habe einen Neukauf zu verzeichnen:
BMW Vz.
Die Dividende würde ich auf 7% schätzen. Diese sollte auch sicher sein, falls BMW in 2009 Verlust schreiben sollte.
Das Autogeschäft ist im Prinzip komplett schuldenfrei. Von daher halte ich den aktuellen Preis für ein Sonderangebot, wobei man vielleicht noch auf schlechte Zahlen warten könnte und dann den optimalen Kaufzeitpunkt erwischt...


Ich habe noch eine weitere Order aufgegeben für eine Aktie, die genausoviel wert ist, wie das Netto-Cash in der Bilanz. Wenn mein Auftrag ausgeführt wird, sage ich, welche Aktie dies ist. Das Risiko müsste demnach eigentlich sehr gering sein....
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.639.978 von Lacantun am 21.10.08 10:57:41Pandatel hatte dereinst auch reichlich Cash auf dem Konto. Mit dem "richtigen" Management löste sich dieses "Problem" rasch in Luft auf.

Wenn schon, dann sollte man solcherlei Firmen am besten komplett übernehmen können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.641.108 von betterthantherest am 21.10.08 12:57:12Wobei Pandatel eine erhebliche Cash-burn-Rate aufzuweisen hatte, wie z.B. auch Maxdata.
In diese Kategorie gehört die von mir ausgewählte Aktie aber keinesfalls. Allerdings habe ich sie immer noch nicht bekommen...

Mein Put auf VW wäre momentan auch aufgegangen. Allerdings habe ich bisher von einem Kauf abgesehen, da mir die Preisbildung der Optionsscheine zu undurchsichtig war. Ich muss noch ein bisschen üben...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.641.204 von Lacantun am 21.10.08 13:07:21Die Aktie, die komplett mit Cash unterlegt ist, ist:
Fabasoft.
10% der Aktien wurden vor kurzem eingezogen.
Bei Software-Unternehmen ist es mitunter so eine Sache, aber ich schätze Software-Unternehmen eher positiv ein und würde nicht glauben, dass das ganze Geschäft wertlos ist, da die Produkte anerkannt sind. Der ausgewiesene Gewinn erscheint zwar nicht üppig, aber was zählt ist der cash-flow und wenn ich mir z.B. PSI ansehe ist hier der Gewinn je Aktie eigentlich auch eher mau, aber es wurde ein ordentlicher cash-berg angehäuft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.655.619 von Lacantun am 22.10.08 11:09:04Prinzipiell sieht die Sache natürlich gut aus. Stellt sich nur die Frage nach der Verwendung der Mittel. Leider bauen die allermeisten Manager in dieser Hinsicht nur Mist und eben deshalb bin ich der Ansicht man sollte in Unternehmen wie Fabasoft schon besser selbst das sagen haben.
http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc…

Wenn ich mir diese Charts ansehe, deutet vieles daraufhin, dass wir bald einen Boden haben. Fast alle wirtschaftlichen Indikatoren sind auf den Tiefstständen älterer Rezessionen. In den USA werden fast keine neuen Häuser mehr gekauft...

In einem Artikel aus dem Handelsblatt gehen die Charttechniker aber solange von fallenden Kursen aus, bis das nächste Tief nicht mehr unter dem vorherigen liegt. Wenn man sichergehen will, sollte man auf so ein Signal für die nächsten Investitionen warten...

Wir haben also gerade eine sehr spannende Situation:
Aktien erscheinen billig mit hohen Dividenden und wegen der Abgeltungssteuer wäre es der optimale Zeitpunkt zum Jahresende noch etwas zu investieren. Vielleicht gibt es gerade deswegen auch eine Jahresendrallye.
Demgegenüber stehen allerings die bei allen Anlegern wohl vorhandenen immensen Verluste, die man dann zum Jahresende auch aus steuerlichen Gründen noch nutzen könnte.

Außerdem weiß keiner, wie schlimm die Wirtschaftslage noch wird und ob die Gewinne der Unternehmen nicht dauerhaft niedriger sein werden.

Insbesondere bei Stahlwerten ist es sehr beachtlich, wie schnell die Prognosen sich ändern: Bisher hieß es immer die BRIC-Staaten hätten einen riesigen Nachfragebedarf. Nun wird dies komplett ausgeblendet. Man sollte versuchen sich seine eigenen Gedanken unabhängig von der Wirtschaftspresse zu machen und am besten geduldig auf einen Bodenbildung warten.

Ich selbst bin allerdings etwas zu ungeduldig und greife auch ins fallende Messer. Allerdings nur sehr selektiv und mit geringer Aktienquote.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.671.293 von Lacantun am 23.10.08 10:14:26Beachtenswert an der Daimler-Ad hoc finde ich, dass der Aktienrückkauf gestoppt wird, obwohl die Aktie doch eigentlich eher günstig erscheinen sollte.
Offensichtlich rechnet Daimler mit einem ganz schlimmen Umfeld und kratzt deshalb jeden Cent zusammen.
Anscheinend geraten nun große Konzerne mit Fremdfinanzierung auch in eine Kreditklemme.
Von daher liegt Sarkozy vielleicht gar nicht mal so falsch mit seiner Forderung nun auch Großunternehmen zu übernehmen.

Ich glaube der Gewinn von Daimler war 0,20 EUR in Q3. Wenn man das hochrechnet, wäre das KGV z.B. immer noch hoch und Restrukturierungen könnten den Buchwert mindern. Wenn die Börse so denkt, kanns nochmal schön runtergehen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.673.744 von Lacantun am 23.10.08 13:59:54selten eine treffendere Formulierung gefunden::laugh:
...
Ungarn sei ein "Musterbeispiel für Krisenanfälligkeit", sagte György Jaksity, der Geschäftsführer der Budapester Börsenfirma Concorde im Internet-Portal "index". "Wir haben keine Rücklagen gebildet und geglaubt, man könne Jahrzehnte hindurch nur Schulden machen. Jetzt, wo die Krise da ist, stehen wir mit runtergelassenen Hosen in den Brennnesseln."
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.675.990 von Lacantun am 23.10.08 17:00:39Diese Nachricht von Atoss Software ist auch nicht schlecht:

http://www.dgap.de/dgap/static/News/?newsType=&companyID=423…

Aus Erfahrung weiss ich allerdings, dass die in schlechten Zeiten auch schonmal Umsatzrückgänge hatten...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.684.627 von Lacantun am 24.10.08 10:20:13http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyi…

Ich glaub langsam auch dran. Vielleicht bin ich aber auch ein Kontraindikator.:confused:

Ich hatte z.B. bei dem Nebenwert Sloman-Neptun gelesen, dass die Kredite aus Japan haben. Wenn der Yen nun stark steigt, hat man natürlich Pech gehabt. Es scheint eine ganze Menge von Marktakteuren zu geben, die nun Pech gehabt haben.

Mal sehen, ob der Dow heute schließt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.685.419 von Lacantun am 24.10.08 11:14:31Goldseiten... nur komisch, dass Gold auch abstürzt.

Zwangsverkäufe sind schon was lustiges.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.685.633 von betterthantherest am 24.10.08 11:29:27Den Anfang kann man ziemlich genau 1 zu 1 übertragen.
Ansonsten würde ich aber hoffen, dass die Zinsen bald mal gesenkt werden...

http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

Letztendlich haben wir es doch nur mit einem Konjunkturzyklus zu tun. Die Nachfrage ist momentan einfach erstmal gesättigt und Überkapazitäten müssen abgebaut werden. Wahrscheinlich wirds wieder so kommen, dass die Arbeitslosenzahlen steigen und die Aktienkurse dann anziehen.
Die Linken werden wohl an politischem Einfluss stark gewinnen bei der nächsten Wahl...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.687.532 von Lacantun am 24.10.08 13:42:13Die Linken werden wohl an politischem Einfluss stark gewinnen bei der nächsten Wahl...

...und bis dahin möchte ich unbedingt weg sein.
So, durch meinem Urlaub habe ich bei Daimler also den Schnäppchenkurs unter 20 EUR verpasst.

Dafür habe ich mir gleich heute noch ein paar Aktien zugelegt:

Surteco zu rund 10 EUR(Sonderangebotspreis wegen v.a. durch Einmaleffekt schlechter Zahlen).
GFK zu 15,50
und statt Daimler habe ich mir nun ein paar Elring Klinger zu 6,30 gesichert.

Da momentan für mich zu viele Unternehmen billig sind, als dass ich die alle verfolgen könnte, überlege ich einen Teil in ein paar gute Fonds (allerdings schwer zu finden)zu investieren.

Außerdem überlege ich noch eine Bank-Aktie zu kaufen, ich trau mich aber nicht...
Ich schwanke zwischen ING groep und Postbank.
So ganz klappts irgendwie nicht mit dem langen Halten der Aktien wegen der Abgeltungssteuer. Ich habe meine BMW Vz. versilbert und knapp 10 % Gewinn mitgenommen, nachdem ich in der letzten Woche hier noch über 20% im minus war.:lick:
Als seriöser Investor sollte man natürlich investiert bleiben.
Aber mir reichen die 10% in ca. 3 Wochen hier erstmal.

Ansonsten sollte bis Donnerstag jetzt erstmal gute Stimmung herrschen, da dann die Zinsen gesenkt werden. Vielleicht sehen wir jetzt eine kleine Jahresendrallye.

Und vielleicht kann ja Obama sowas wie Lula in Brasilien schaffen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.825.487 von Lacantun am 04.11.08 16:41:15Das Intradey-Revearsal gestern im Dow von unter 8000 und dann rund 10 Prozent höher zum Schluss dürfte sehr wichtig gewesen sein.
Es wurden keine neuen Tiefs markiert. Von daher könnte sich das Ende der Baisse bestätigt haben.

Ich habe noch ein paar Nebenwerte zugekauft:
Takkt (8,9 EUR) (spezialisiert auf Büromöbel; hat konstant gute Zahlen geliefert und besitzt auch eine gute relative Stärke. Der Cash-Flow ist sehr gut.)
Equitystory: (16 EUR)Hier gefällt mir insbesondere das Geschäft. (siehe www.dgap.de) Zum Halbjahr gab es 0,91 EUR Gewinn je Aktie, wobei das 4. Qu. das beste sein sollte. Auch bei Rezession erwarte ich hier keine großen Einbrüche, bei wieder besserer Konjunktur und neuen Börsengängen aber noch bessere Gewinne...
SNP (15,50) SAP-Change-Management; nach eigenen Aussagen relativ konjunkturresistent; schöner cash-flow und ca. 7% Dividende. Ob die starke Gewinnsteigerung aus dem Vorjahr so fortgeschrieben werden kann, ist die Frage. Wenn das aber so wäre, besteht hier eine gute Chance.

Außerdem habe ich noch Elring-Klinger (füt gut 7 EUR) und Dic Asset (kanpp unter 5,5) wiedergekauft, nachdem ich hier zwischendurch schon schöne Gewinne mitgenommen habe.

Die Zielrendite bei meinem derzeitigen Aktiendepot beträgt 50%. Je schneller desto besser natürlich...

Einen höheren Betrag würde ich nun bei der BMW-Bank, 1 Jahr Festgeld, anlegen. Ab 25 TEUR gibts 5,4% Zinsen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.947.594 von Lacantun am 14.11.08 14:43:05Lustigerweise befindet sich genau unter meiner Aussage zum BMW-Festgeld ein Werbebanner. Damit habe ich nichts zu tun... :laugh:
Da ich mich momentan am Aktienmarkt zurückhalte, verfolge ich eher die Gesamtsituation:

Diese Ad hoc von BASF dokumentiert sehr treffend die aktuelle Lage.
Die Weltwirtschaft landet extrem hart in der Rezession:

BASF SE:BASF drosselt weltweit Produktion




BASF SE / Prognoseänderung

19.11.2008

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die
DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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BASF drosselt weltweit Produktion
* Massiver Nachfragerückgang in wichtigen Abnehmerbranchen
* Vorjahresergebnis wird nicht erreicht

Wegen eines massiven Nachfragerückgangs ergreift die BASF Maßnahmen, um
entstehende Überkapazitäten zu vermeiden. Rund 80 Anlagen weltweit werden
vorübergehend außer Betrieb genommen. Außerdem drosselt das Unternehmen die
Produktion in gut 100 Anlagen. Für Polystyrol und Caprolactam wurde dies
bereits angekündigt. Geplante Wartungsarbeiten von Anlagen werden
vorgezogen.

Schon Ende Oktober hatte BASF auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld
hingewiesen. Seitdem hat sich die Kundennachfrage in wichtigen Märkten
nochmals deutlich verschlechtert. Besonders Kunden aus der
Automobilindustrie haben bereits erteilte Aufträge kurzfristig storniert.
Darüber hinaus belasten der verstärkte Vorratsabbau der Kunden und die
ungenügende Verfügbarkeit von Krediten in Abnehmerindustrien den Absatz.

Die BASF werde daher 2008 das sehr gute EBIT vor Sondereinflüssen des
Vorjahres nicht erreichen. Die Entwicklung im nächsten Jahr sei schwer
einschätzbar. Die BASF richte sich auf harte Zeiten ein, erklärte Dr.
Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF SE.

Weltweit sind 20.000 Mitarbeiter von den Produktionsanpassungen betroffen.
Wenn immer möglich, werden dabei flexible Arbeitszeitinstrumente
eingesetzt.

Im Stammwerk Ludwigshafen hat die BASF SE eine Betriebsvereinbarung mit dem
Betriebsrat geschlossen, nach der Produktionsanpassungen über die flexible
Handhabung von Arbeitszeitinstrumenten wie Zeitguthaben und Urlaub
aufgefangen werden sollen. Nach derzeitigem Stand der Planung werden davon
in Ludwigshafen rund 5.000 Mitarbeiter betroffen sein.

'Wir reagieren flexibel auf die Entwicklung der Märkte und handeln
schnell', erklärte Hambrecht weiter. 'Die BASF wird jetzt noch stärker auf
Kosten- und Ausgabendisziplin achten. Wir werden die Krise aber auch
konsequent als Chance nutzen. Außerdem werden wir die geplante Akquisition
und Integration von Ciba zügig vorantreiben, um unser Geschäft weiter zu
optimieren.'

Die Produktionsanpassungen erfolgen vorwiegend in Betrieben, die für die
Abnehmerbranchen Automobil, Bau und Textil produzieren. Davon betroffen
sind unter anderem die Wert¬schöpfungsketten Ammoniak, Styrol und Polyamid,
in denen Vorprodukte für technische Kunststoffe, Lacke und Fasern
hergestellt werden. Die Abstellungen werden innerhalb des weltweiten
Produktions¬verbunds der BASF abgestimmt und betreffen unter anderem die
sechs Verbundstandorte in Europa, Asien und Nordamerika. Die Maßnahmen
wurden größtenteils bereits eingeleitet, für einzelne Anlagen ist eine
verringerte Auslastung bis Januar 2009 geplant. Hält die Nachfrageschwäche
an und sind alle anderen Mittel flexibler Arbeitszeitanpassung
ausgeschöpft, kann das Unternehmen an einzelnen Standorten die
Notwendigkeit von Kurzarbeit nicht aus¬schließen.

Die BASF wird die Entwicklung der Märkte weiterhin genau verfolgen und ihre
Produktion wenn erforderlich an die jeweils aktuelle Situation weiter
anpassen. 'Bei allem notwendigen Realismus sind wir für die Zukunft
trotzdem zuversichtlich', betonte Hambrecht. 'Wir haben die BASF in den
vergangenen Jahren krisenfester gemacht. In der jetzigen, schwierigen
Situation zeigt sich die Stärke unseres besser balancierten Portfolios.
Zudem sind wir solide finanziert.'
(Ende)


Dann gab es noch eine kleine Meldung von KUKA:

Die LSW Maschinenfabrik GmbH, Bremen ('LSW'), eine 100%-ige
Tochtergesellschaft der KUKA Aktiengesellschaft, hat mit der GETRAG
Transmission Manufacturing LLC, Indiana/USA ('GETRAG USA') einen Vertrag
über die Lieferung von zwei Linien für die Herstellung von Getrieben
geschlossen. GETRAG USA hat am 17.11.2008 die Eröffnung eines
Gläubigerschutzverfahrens nach Chapter 11 des US Bankruptcy Code beantragt.

LSW hat bislang von GETRAG USA keine Zahlungen für das Projekt im Wert von
rund 23 Mio. EUR erhalten, wobei sich LSW die Durchsetzung ihrer
Rechtspositionen gegenüber allen Beteiligten vorbehält.

Abhängig vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens und weiteren
Gesprächen mit dem GETRAG Konzern bestehen für die Kennzahlen des KUKA
Konzerns in 2008 Risiken. Der Umsatz könnte mit maximal rund - 23 Mio. EUR
und das operative Betriebsergebnis (EBIT) in gleicher Höhe belastet werden,
was negative Auswirkungen auf die Zielrendite 2008 haben würde.
(Ende)

Wenn die 4.500 im Dax nun nicht halten, wird es wohl doch noch eine weitere Abwärtswelle geben (wobei VW das ganze etwas verzerrt und ich mir fast schon eher den Eurostoxx und den S&P500 ansehe; aber bei den Indizes kann man auch noch keinen Boden erkennen; vielmehr scheint der Weg frei nach unten zu sein...)
Sehr interessant dürfte die Postbank werden. Anscheinend hat sich die Deutsche Bank hier über Optionen ähnlich wie Porsche einige Anteile gesichert, um das günstige Kursniveau zu nutzen.

So wie bei Continental sollte es hier auch noch mal hochgehen.
Lustig wäre es natürlich, wenn es ähnlich wie bei VW hochgehen würde. Aber ich denke nicht, dass es hier noch einmal so viele doofe Spekulanten geben wird...


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