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Die schlechtesten Firmen des NM - Der NemwaX (Nemax all waste share index) - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 14.07.00 01:56:09 von
neuester Beitrag 17.11.00 12:57:25 von


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14.07.00 01:56:09
So, liebe Leute!

Hier also die langersehnte Neuauflage des legendären NemwaX-Threads! ;)

Zuallererst möchte ich den interessierten Leser auf die neue Homepage des NemwaX aufmerksam machen:

Unter http://www.newax50.de findet ihr alles wissenswerte über den Index der schlechtesten Aktien am Neuen Markt!

Doch da hier die Diskussion stattfinden soll, eine kleine Einführung in die Spielregeln des NemwaX:

Welche Firmen werden wann in den Nemwax aufgenommem? Was ist der Nemwax?

Der Nemwax (Nemax- all-waste-share-index) ist eine Zusammenstellung der schlechtesten Firmen am Neuen Markt. Eine Firma wird aufgenommen, wenn der eine oder andere größere Wurm in den Fundamentaldaten und/oder dem Managment, den Produkten, dem Sinn oder der Marktfähigkeit ebendieser steckt.


Zur Aufnahme von Werten:
Aufgenommen werden Werte, die z.B. die eigenen Prognosen dauerhaft unterbieten, bei denen das Managment durch Fehlentscheidungen glänzt, die die Aktionäre abzocken (teilweise durch kriminelle Handlungen wie Bilanzfälschung), deren Investor Relations mehr als bescheiden ist, deren Produkte nicht marktfähig sind, deren Geschäftsgrundlage fragwürdig ist usw... Kurz gesagt: Hier sollen alle Firmen versammelt sein, die mit dem Vertrauen und dem Geld der Anleger leichtfertig und fahrlässig umgehen!

Die eigentliche Performance der Werte soll dabei keine vordergründige Rolle spielen, allerdings gehe ich davon aus, dass - unter der Voraussetzung, ich und alle, die am NemwaX mitarbeiten, Recht behalten und die Fundamentaldaten sich durchsetzten - die Performance früher oder später in den Keller geht! Neuemissionen werde ich normalerweise verschonen, bis erste Daten (ad hocs, Quartalsberichte) vorliegen, es sei denn, sie geben von Anfang an Grund zur erheblichen Beanstandung! Ansonsten wandern aussichtsreiche "Bewerber" in den Kindergarten.


Entfernen von Werten:
Es gibt zwei Möglichkeiten den Nemwax zu verlassen: Über den Konkursrichter (-> "Friedhof") oder aufrecht und ehrenvoll zurückgeschickt in die seriöse Wirtschaft. Letzteres geschieht, wenn die in Frage kommenden Unternehmen nachhaltig nachgewiesen haben, dass unsere/meine Befürchtungen haltlos waren oder die Mängel, die sie in den NemwaX gebracht haben, dauerhaft abgestellt wurden.


Ehrung mit Smilies:
Je "verdienter" sich ein Unternehmen um die jeweilige "Ehrung" gemacht hat desto mehr Smilies bekommt dieses zugeteilt. Die Höchstpunktezahl beträgt fünf.



Allgemein:
Da ich nicht alle im NEMAX vertretenen Werte beobachten kann, und nicht größenwahnsinnig genug bin, meine Meinung als das Maß aller Dinge zu betrachten, hoffe ich auf viel konstruktive Kritik und Hinweise! Für konstruktive Kritik bin ich also nicht nur dankbar, sondern auch sehr darauf angewiesen! Thread und Homepage sollen keine Alleinunterhaltung meinerseits darstellen, sondern wir alle zusammen sollten die faulen Früchtchen, die da unbestritten im Nemax liegen, anprangern und Newcomer vor vermeidbaren Fehlinvestitionen warnen!


Sollte deshalb jemand konstruktiv, also mit Angabe von nachvollziehbaren und fundierten Argumenten, mitarbeiten wollen, so ist ihm mein Dank gewiß!
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14.07.00 02:04:18
Du meinst ich soll dir jetzt also erklären, warum du den kompletten Neuen Markt in den NemwaX aufnehmen sollst? :D

Mfg MH
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14.07.00 02:06:26
Hi Amok,

habe mir gerade die Homepage angeschaut.
Toll, alle Achtung, bin begeistert!

:cool: :cool: :cool:

Grüße
Tscheche
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14.07.00 02:25:08
Geduld, Geduld, Kinder! Bin schließlich schon über 30!

Nachdem eine genaue Begründung der Aufnahme hier jeden vernünftigen Rahmen sprengen würde, beschränke ich mich auf die Auflistung der Rubriken und der darin enthaltenen Firmen. Begründungen bitte auf der oben erwähnten Homepage nachschauen!

Die Verfehlungsklassen:

1) Das "arme-Sünder-Bänkchen": Hier sollen die Firmen zusammengefasst werden, die nach erfolgter NEMWAX-Aufnahme wieder erfolgreich auf dem Weg der Integration in die seriöse Wirtschaft sind oder frühere Verfehlungen durch gute Daten abarbeiten, sich aber noch nicht genügend qualifiziert haben. Auf Bewährung, sozusagen ;)

2) Der "Märchenwald": Firmen, die die eigenen Prognosen aus selbstverschuldeten Gründen (meist weil zu hochgesteckt) mehrmals nicht einhalten konnten.

3) Der "Schuldnerturm": Hoch verschuldete Firmen, deren Verschuldung existenzbedrohend ist/werden kann oder deren Liquidität sich dem Ende zuneigt.

4) Der "Schrottplatz": Firmen, deren Produkte nicht marktfähig sind da überteuert, veraltet oder schlicht untauglich.

5) Das "Zuchthaus": Die höchste Form der "Ehrung"! Diese Firmen haben das Vertrauen der Anleger durch extrem fahrlässiges, eventuell sogar kriminelles Vorgehen dauerhaft verspielt.

Die Firmen im Einzelnen:

Die arme Sünderbank:

Datadesign
P&I
Saltus
Hoeft&Wessel

Der Schrottplatz:

Wizcom
Plasmaselect
FortuneCity.com
Teldafax
Computec
Musicmusicmusic

Der Schuldnerturm

Cybernet
Gigabell
Artnet.com

Der Märchenwald

Infomatec
Micrologica
AC Service
Beta Systems
Brain International
Teles
Kretztechnik
Update.com

Das Zuchthaus

Refugium
Tiptel
Ixos
CPU Softwarehouse
Abit
Prodacta
Lobster
Teamwork Information Managment
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14.07.00 02:29:08
Update.com gehört auch wegen der Aussage der Marktführerschaft in den Märchenwald! :D

Mfg MH

P.S. Wenn ihr ein Antwortfenster öffnet, fahren dann auch 2 Fenster hoch, und eines lautet "about blank"?

MH
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14.07.00 02:29:44
@Amok

wirklich nette Seite,mann könnte lachen,wenn`s nicht so traurig wäre.
Wenn ich mir so die Neuemis der letzten Zeit anschaue,hast Du in Zukunft ne Menge Arbeit.
Avatar
14.07.00 02:34:34
@MH

Das Problem mit der zweiten Seite hatte ich gestern auch.Aktuell aber nicht.



PS:10 min nachdem das zweite Fenster kam,wurde meine Festplatte gelöscht und das Bios gekillt,mußte mir `nen neuen Rechner kaufen.
;)
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14.07.00 02:41:17
Neben dem offiziellen NemwaX gibt es noch eine Watchlist mit Firmen, die sich noch nicht genügend "(dis-)qualifiziert" haben, aber Anlaß zur Besorgnis geben:

Die Watchlist:

Buch.de
Buecher.de
Pixelpark
m+s
Euromed
Deutsche Intertainment AG (DEAG)
Poet

Wohlgemerkt: Diese Firmen gehören (noch)nicht zum NemwaX!

Ebensowenig wie die Firmen, die im Kindergarten vertreten sind. Hier handelt es sich um Neuemmissionen, deren Geschäftsfeld von uns von vorneherein als wenig aussichtsreich eingeschätzt wird. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen - Welcome to the club!

Der Kindergarten

Matchnet
Wapme
in Vorfreude: Letsbuyit.com

Alle diese oben genannten Firmen können auch hier bei w:o in meinem Musterdepot verfolgt werden ("Musterdepots" -> "Depotsuche" Amok -> 3Sat-Konkurrenzdepot)

Die Gewichtung und der Aufnahmezeitpunkt sind allerdings rein willkürlich, geben also nicht unbedingt die Größe des Unternehmens und die Entwicklung seit NemwaX-Aufnahme wider!

Und jetzt bitte ich um viele konstruktive Vorschläge und eine saubere Diskussion! Alle Argumente sollen nachvollziehbar und mit Quelle untermauert sein!

Amok
Avatar
14.07.00 02:45:58
Achso, ja, ganz vergessen:

Wir haben auch noch einen hauseigenen Friedhof, in dem alle mittels Konkursrichter oder anderweitig entsorgten Unternehmen ihre letzte Ruhe finden sollen.

Laut den überall herumgeisternden "Todeslisten" sollte sich der traurige Zustand der Leere bald ändern!

Schau ma mal! ;)

Amok
Avatar
14.07.00 02:50:39
Hallo Amok

Wie sind die genauen Vorwürfe bei DEAG?
Die Zahlen waren bislang immer o.K. Wachstum und Gewinn vorhanden.
Dazu ist die DEAG mit fast 500 Mio DM Umsatz eines der Umsatzstärksten NM Unternehmen, und daher eher
als Substanzwert einzuordnen?

Gibt es irgendwelche Unternehmenszahlen die ein Verbleiben auf der Watchlist rechtfertigen?

Grüße
Bandit
Avatar
14.07.00 03:00:34
@Bandit: Dann führ dir mal die aktuelle Spiegel-Ausgabe zu Gemüte!

Da stehen so unschöne Dinge über leere Konzertsäle, geplatzte (aber vorher vollmundig angekündigte) Verträge und Liquiditätsschwierigkeiten drin!

Da ich den lieben Schmierblättchen (sollte ich sagen dem immer wieder aufs neue erstaunlich schlechten deutschen Journalismus) generell skeptisch gegenüberstehe, hab ich sie erst mal nur unter Beobachtung genommen.

gute Nacht

Amok
Avatar
14.07.00 03:06:40
Leere Konzertsäle gibts immer mal wieder, da kommts auf die Summe an.....

Aber das mit den geplatzten Verträgen und Liquiditätsproblemen wiegt schon schlimmer.
Wie gut sind die Angaben des Spiegels? Kann man denen trauen? (Platow verrechnet sich ja auch immer)

Was man aber bedenken muß, ist daß sie es mit vielen Stars , und damit auch mit Star - Allüren zu tun haben!


Bei DEAG kam es mir in den letzten Jahren immer darauf an, was unterm Strich rauskommt, und das stimmte
bislang immer. Ein Vorteil der Stella Übernahme ist jetzt noch , daß die starke Saisonalität weniger stark ins
Gewicht fällt. Früher hatte man im ersten Halbjahr fast nur Ausgaben, wärhend das 2. Halbjahr die Ertäge brachte.
(im Februar sind halt weniger Open Airs *g*)
Die bisherigen Unternehmenszahlen lagen für meinen Geschmack immer im Rahmen. ( Bin seit IPO investiert)

Grüße
Bandit
Avatar
14.07.00 04:05:17
Hi Amok,

geile HP. Deine Kommentare liegen voll auf meiner Wellenlänge.

Mach weiter so.


Gruß Ferengi.
Avatar
14.07.00 10:34:11
Na, was haben wir den heute?

Unter den höchsten Gewinnern sind ja fast nur NemwaX-Werte! :confused:

Tanz der lebenden Toten? Oder frei nach Erich von Däniken: Habe ich mich geirrt???

Welch makaberes Schauspiel ....
Avatar
14.07.00 17:44:59
Warts ab. Um so stärker es heut rauf geht, umso schöner wirds demnächst rumsen...

Kann mir aber nicht vorstellen, daß das normale Anleger sein könnten. Das sind bestimmt wieder diese Zocker!
Gibt nämlich meines Wissens nach auch nicht allzu viele News (bei Cyb ein kleiner offener Brief, hab ich gesehen.
Klingt ziemlich optimistisch, das Teil:

München (ots) -

Sehr geehrter Aktionär,

angesichts der jüngsten Medienberichterstattung weisen wir den
Vorwurf der mangelnden Liquidität als falsch und entschieden zurück:

Im ersten Quartal hat Cybernet im Durchschnitt einen
Barmittelverbrauch aus dem operativen Geschäft (EBITDA: Gewinn vor
Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 3,3 Millionen Euro pro Monat
bei stark abnehmender Tendenz erzielt. Cybernet weist Ende des
zweiten Quartals 2000 liquide Mittel in Höhe von 119,6 Millionen Euro
aus, wovon 49 Millionen Euro für Zinszahlungen bis Mitte 2002
reserviert sind. Damit ist Cybernet solide finanziert.

Zu Beginn des Jahres haben wir das Unternehmen auf die
ertragsstarken Marktsegmente Connectivity, e-business und
DataCenter-Anlagen neu ausgerichtet. Die Neuausrichtung hat bereits
im ersten Quartal 2000 zu unserem Umsatzerfolg beigetragen: Der
Umsatz konnte um 109 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres 1999 gesteigert werden. Ein konsequentes
Kostensenkungsprogramm, das nun auch in Italien und der Schweiz
umgesetzt wird, führte zu einer Verbesserung der EBITDA Marge um 35
Prozent auf minus 9,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorquartal.

In den vergangenen Monaten hat Cybernet umfangreiche Investitionen
in drei große Internet Data Center abgeschlossen. Die Nachfrage für
Anmietung von Flächen in den Datenzentren übersteigt bei weitem die
vorhandene Kapazität. Cybernet rechnet bereits für die nächsten
Monate mit einer weitgehenden Auslastung der Internet Data Center.
Die Investitionen werden sich bei voller Auslastung mit über 30
Prozent jährlich rentieren und damit einen starken positiven Beitrag
zur Verbesserung des Betriebsergebnisses leisten. Für Mitte 2001
erwarten wir ein positives Betriebsergebnis (EBITDA). Danach wird mit
einem konsequenten Anstieg des Ergebnisses gerechnet, das ausreichen
wird, die zukünftige eigenständige Entwicklung Cybernets
sicherzustellen.

Wir sehen für die Cybernet-Aktie derzeit aus folgenden Gründen ein
großes Kurspotential:

* Cybernet besitzt eine führende Marktposition in einem der
attraktivsten Segmente dieser rasch wachsenden Branche.
* 80 Prozent unseres Kerngeschäfts sind "wiederkehrende" Erlöse,
die im wesentlichen von Firmenkunden stammen. Dieses
Erlöswachstum ist, wie im ersten Quartal ersichtlich,
ungebrochen stark.
* Unser Datencenter-Geschäft verspricht außerordentliche Erfolge.
Die Anfragen, die uns erreichen, übersteigen unsere aktuelle
Kapazität bereits bei weitem.
* Zur Wachstumsfinanzierung haben wir, genauso wie viele
Mitbewerber, auch Anleihen herausgegeben (d.h. langfristige
Verbindlichkeiten). Das ist eines von vielen uns zur Verfügung
stehenden Finanzierungsinstrumenten.
* Zum Ende des zweiten Quartals betrug unser Barbestand rund 119,6
Millionen Euro.
* Unser Barmittelverbrauch (Gewinn vor Zinsaufwand, Steuern und
Abschreibung) ist im ersten Quartal drastisch um 35 Prozent
zurückgegangen. Die Ergebnisse des zweiten Quartals werden den
Trend bestätigen. Wir planen, bis Mitte kommenden Jahres einen
Gewinn vor Zinsaufwand, Steuern und Abschreibung zu erreichen.


Damit ist für Cybernet eine erfolgreiche Zukunft aus unserer Sicht
gesichert. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Angaben durch die
Veröffentlichung der Ergebnisse des zweiten Quartals (spätestens
zweite Augustwoche) bestätigt und gestützt werden. Wir danken für Ihr
Vertrauen.

Andreas Eder,
Vorstandsvorsitzender


ots Originaltext: Cybernet Internet Services Inc
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


Finanzinformation:
Cybernet Internet Services Inc.
Nigel Pollard
Stefan-George-Ring 23
81929 München
Tel. 089/ 993 15 231
Fax 089/ 993 15 199
e-mail: npollard@cybernet.de

Naja. Abwarten. Euer Friedhof kommt schon noch zu seinem Recht!!
Avatar
14.07.00 17:46:36
Ach ja, fast vergessen. Damit ich das Teil nachher noch find, link ichs mal wieder auf IFO...
Avatar
15.07.00 15:10:38
Hi,

prima Seite, aber eine Frage: Tiptel im Nemwax ok, aber warum im Zuchthaus ? Was ist hier kriminell ?

Gruß
Motorpsycho
Avatar
15.07.00 15:18:58
Wer zuletzt lacht, lacht am besten (noch ist nicht aller Tage Ende !!)



P.S. Kennt ihr auch schon den nächsten Highflyer?





Gruss TBTWH;)
Avatar
15.07.00 15:27:17
wollt ihr Geld verdienen oder durch Binsenweisheiten glänzen...

Dass wir über Dogs, Pleitegeier und heillos überteuerte Werte ( da gehören aber auch die sog. " Qualitätstitel" dazu )
sprechen ist doch klar..

nur damit ( mit diesem Wissen) Geld zu verdienen , ist nicht ganz so einfach... .sonst käme nicht
zu oft in ÄH oder OH von euch, wenn ihr die Kurse der Dogs verfolgt..

Einverstanden ??

Wenn ja, dann könnt Ihr ja mal meine, zugegebenermassen recht unorthodoxen Gedanken zum NM
im Thread " E-Joes konträrer NM Ansatz" bei Sarge ( www.zeke.de/emboerse) auf dem USA / W-Europa Board
anschauen..

Smart Invest

E-Joe
Avatar
15.07.00 15:33:59
Was ist eigentlich mit GMX?

Schrottplatz oder Märchenwald? :D

MfG
Ingmar
Avatar
15.07.00 15:55:11
Erstmals seit drei Wochen schaue ich mir wieder den Nemwax (wieso nicht mehr Nemax?) an und mich schaudert einmal mehr schlimmer als in jeder Geisterbahn.

Grüße,

Carlo
Avatar
15.07.00 16:14:33
Deine Seite ist echt geil.:)
Avatar
15.07.00 16:36:26
hi -
ich denke man könnte überlegen Infomatec auf das arme sünder Bänkchen verschieben. Hat IFO sich noch Anfang des jahres durch expressive AdHoc Politik hervorgetan, publizieren sie jetzt meldungen, wie etwa die Kooperation mit MTV und den kleinen Verttag mit einer indischen Firma als blose Pressemeldung.
Ein Ding, daß früher nicht vorstellbar war und fast schon übertrieben erscheint.
Auch wurde seitens IFO offen über die Unternehmensentwicklung kommuniziert und die Verspätung des break evens ausreichend dargestellt.

Spätetsens nachdem sie sich mit dem wapme Börsengang die Finger verbrannt haben, dürfte es IFO auch aufgegeben haben sich als VC Firma und "holding" darstellen zu wollen. stattdessen scheinen sie sich auf ihre Kernkompetenz zu besinnen.

Das operative Geschäft, indem sich die Schwächen des Managements wiedergespiegelt haben, wurde abgegeben.
Zwar bleibt noch abzuwarten, ob die "Strategie", der sich der Vorstand jetzt zugewand hat aufgeht, aber man kann IFO nicht ein gewisses Potential absprechen.
Zudem der Kurs stark zurückgekommen ist.

Anlass zur Sorge gibt lediglich die fianzielle Situation von IFO, da mit gewinne in den nächsten 2 Jahren nicht zu rechnen ist, es IFO aber bei dem jetzigen Kurs schwerfallen dürfte, "frisches" Kapital aufzunehmen.
Es sieht aber so aus, als ob es keine Probleme gibt.

Zwar ist das Anlegervertrauen zerstört und es wird lange dauern, bis dieses wieder aufgebaut ist, aber es sind auch fortschritte in wesentlichen Kritikpunkten zu erkennen.

Ich denke IFO ist auf dem richtigen Weg.
Avatar
15.07.00 18:19:20
Hi Amok!
Mit der Aufnahme in den Nemwax 50 von Euromed würde ich vorsichtig sein. Ich bin nähmlich selbst Nürnberger und wohne in Fürth. (Wo nichts ist und wo nichts wird, da ist Fürth.)
Ich fahre jeden Tag bei Euromed vorbei und sehze da außer dem Pyramidenhotel und der Euromedklinik noch eine Riesenbaustelle. Die Expandieren! Wenn ich zur Zeit nicht 13Std. am Tag arbeiten würde, würde ich mich mal näher damit beschäftigen.
Aber bis auf weiteres ist mir die Aufnahme in die Watchlist schon recht.

Grüsse Thomala ;)
Avatar
17.07.00 01:56:11
Freut mich, daß die Seite so gut ankommt!

Donald und ich waren total überrascht, als wir die Klickraten heute gesehen haben! :):):)

Kommet zuhauf ;)!

@Motorpsycho:
Die Übernahme von Hagenuk war kriminell dämlich und hat Tiptel (fast) den Kopf gekostet! Im Zuchthaus sitzen nicht nur Firmen, die sich kriminell im strafrechtlichen Sinne verhalten haben (leider ist die deutsche Rechtsprechung bezüglich Schutz der Aktionäre vor den Machenschaften des Managments noch in der Steinzeit - die Herren in Berlin sollten erst mal für uns Leistungen erbringen, wenn sie uns schon ausnehmen wollen! :mad::mad: Ist aber ein anderes Thema!), sondern die in gehäuften oder extremen Fällen zuungunsten der Aktionäre gehandelt haben!
Und da zählt die Glanzleistung der Übernahme von Hagenuk m.E. voll dazu!

@Mr.Bucket:
Als Sklave meiner eigenen Grundsätze müßte ich GMX - sollten sie sich nochmal trauen ;) - als Neuemmission erst in den Kindergarten aufnehmen, außer sie leisten sich über das wenig erfolgversprechende Geschäftskonzept hinaus noch einen dicken Hund! Aber kümmern werde ich mich um die, keine Angst ;)!

@Carlo: Früher ist man nachts am Friedhof vorbeigehuscht, wenn man den Gruselkick haben wollte, aber speziell für Aktionäre denke ich haben wir eine gute Alternative geschaffen! :D:D:D

@OliverH:
Von Absichtserklärungen halte ich nicht besonders viel (gerade bei Infomatec!). Letztlich hast du genau beschrieben, warum die im NemwaX (Märchenwald) drin sind:
- Dauernde Verschiebung des Break even
- Verzettelung der Geschäftsstrategie
- eine deutlicher und deutlicher zutage tretende Managmentschwäche (oder bissiger gesagt: Offensichtliche Inkompetenz!)
- dadurch längerfristiger Verlust des Vertrauens der (potentiellen) Anleger (die dadurch hohe Verluste eingefahren haben!)
- und zu allem Überfluß auch noch der peinliche, mehr oder weniger gescheiterte Versuch, sich über den Börsengang von Wapme Geld zu beschaffen, das dringend notwendig gewesen wäre!

Also, bis auf weiteres sehe ich bei denen keinen Handlungsbedarf! Warten wir mal die nächsten Zahlen ab.

@Thomala:
Expansion muß ist nicht immer gleichbedeutend mit Erfolg haben sein(siehe Infomatec, Computec u.ä.)!!! Erst wenn mehr Kohle wieder zurückfließt als reingesteckt wurde, kann man sagen, daß gut gewirtschaftet wurde! Warten wirs auch hier ab.
Den Spruch kenn ich übrigens so: "Wer nix ist und wer nix wird, kommt aus Nürnberg - oder Fürth! :laugh::laugh::laugh:

Grüße aus Regensburg ;)

Amok
Avatar
17.07.00 08:56:07
Hi, Amok,

ich kann diese Kategorie Zuchthaus nicht nachvollziehen. Macht bitte eine Rubrik für Dämlichkeit, krasse unternehmerische Fehlentscheidung oder sonst irgendwas auf und steckt Tiptel da rein.

Das Hagenuk sich als großer Fehler herausgestellt hat und sich Tiptel damin hoffnlungslos übernommen hat, ist klar. Aber, dies ist nicht kriminell und bringt auch nicht ins Zuchthaus. Ich halte es für nicht angemessen, dass Tiptel zusammen mit IXOS aufgeführt wird.

Tiptel hat sich jederzeit seriös verhalten und niemals irgendjemand absichtlich nicht oder wider besseren Wissen informiert oder Insidergeschäfte zugelassen.
Desweiteren hat Tiptel mit dem Abstoss von Hagenuk einen sauberen Schnitt gemacht.

Übrigens: Soben meldet Tiptel einen zweistelligen Millionenauftrag von Mobilcom.

Gruß
Motorpsycho
Avatar
17.07.00 09:16:46
Ein IPO ist halt ein Überfall ohne Risiko, gehts schief hat man immernoch nen Menge Kohle, und im schlimmsten Fall kann man ja noch ein Going Private vollziehn, dann hat man nur Geld gemacht und ist wieder zurück zum Start.

mfg a.head
Avatar
17.07.00 09:33:11
Hallo Amok

Hast du schon ne Blick auf die DEAG Zahlen geworfen?
Stella wurde erst zum 2. Quartal konsolidiert, auch die diesjährigen Großevents finden erst im 3. Quartal statt.
Trotzdem wurden Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert, wie immer seit dem IPOin 98.

Bitte überdenke deine Meiung noch mal.

Grüße
Bandit
Avatar
17.07.00 10:26:06
Hi,
Höft und Wessel ist gerade dabei sich von der armen Sünderbank
zu erheben und die Leiter zu erklimmen.
Versäumt den Einstieg nicht.

Kay
Avatar
17.07.00 10:32:06
aha
Avatar
17.07.00 13:45:33
Letsbuyit.com!!!!!

Im Spiegel vom 17.07.00 Seite 94:

Streit um Rabattgesetze

Das aus Schweden stammende Online-Unternehmen Letsbuyit, das den Kunden beim Wareneinkauf über ihre Website besonders günstige Preise verspricht, ist in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Die berliner Firma Cnited, die mit ihrem Angebot „Order8“ mit Letsbuyit konkurriert, hat eine einstweilige Verfügung gegen den Börsenkanidaten erwirkt – wegen angeblichem Verstoß gegen das Rabattgesetz.
Dabei wenden sich die Berliner gegen das „Stufenpreismodell“ von Letsbuyit,...... unvereinbar mit dem Rabattgesetz.
Am vergangenen Freitag hat das Landgericht Hamburg einen Widerspruch von Letsbuyit zurückgewiesen, die einstweilige Verfügung kann nun jederzeit zugestellt werden und ist dann sofort vollstreckbar.
....
Rolf Hansen, Deutschland-Geschäftsführer von Letsbuyit, will die Vorwürfe lediglich durch „maginale Umstellungen“ entkräften und hofft langfristig auf die Abschaffung des Rabattgesetzes. Dem unvollständigen Verkaufsprospekt des Unternehmens zufolge, das nach zwei erfolglosen Versuchen diese Woche endlich den Gang an die Börse schaffen will, drohen aber kurzfristig große Einbußen: Selbst bei weiteren rechtlichen Maßnahmen von Letsbuyit müssen mit „erheblichen negativen Auswirkungen“ und „beträchtlichen Verfahrenskosten“ gerechnet werden....


Halten wir fest:

Das Geschäftskonzept von Letsbuyit ist in Deutschland, dem wohl größten Markt von Letsbuyit, nicht erlaubt.
Eine Abschaffung des völlig überflüssigen Rabattgesetzes dauert Jahre.
Werbeaufwand in Deutschland war wohl umsonst und muß abgeschrieben werden, falls nicht ein Wunder geschieht.
Der Emissionserlös von Letbuyit ist wohl nur halb so hoch wie geplant, was die Überlebenszeit bei hoher Burn Rate logischerweise verkürzt.
Trotz dieser Todessignale soll Letsbuyit noch eben an die Börse gebracht werden.

Also raus aus dem Kindergarten und sofort auf den Schrottplatz, ins Zuchthaus oder in den Märchenwald – und schon mal ´nen Plätzchen auf dem Friedhof freihalten!!!

Gruß Zora
Avatar
17.07.00 13:53:14
Beei DEAG wär ich auch anderer Meinung, für die Watchlist wären da noch Matchnet, naja Focus Digital wird sich nach alter Förtschmafia Manier selbst pushen, stinkt aber trotzden gewaltig.
Avatar
17.07.00 14:00:28
Hi Leute!

Irgendwie fühl ich mich heute wie Angela Merkel und Friedrich Merz zusammen: Irgendjemand will mir wohl zeigen, was eine Harke ist :D:D:D!

Allerdings gehts bei mir "nur" ums dokumentieren der Verfehlungen, nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Und eine Aktie wird deshalb nicht besser, weil sie mal nach oben schießt!

@Gelle, Motorpsycho? ;)
Wie gesagt, Tiptel ist nicht kriminell im strafrechtlichen Sinne (welche der anderen Werte sind das schon?) sondern haben einfach "nur" extrem große Scheiße gebaut! Der Deal mit Mobilcom ist ganz ordentlich, aber erst mal möchte ich Zahlen sehen und zweitens haben die - bereinigt um Hagenuk - immer noch ein Defizit von ca. 8 mio DM (wenn ich mich richtig erinnere) aufzuholen. Also wohl auch in nächster Zeit kein Highflyer. Dir wäre also Tiptel in einer Rubrik wie z.B. einer "Gehirnamputierten-Station" lieber als im Zuchthaus? Okay, werde mal drüber nachdenken! ;)

@Bandit:
Nach dem Spiegel-Artikel war mit solchen Zahlen nicht zu rechnen. Natürlich weiß ich nicht ob die Spiegel-Leute schlampig recherchiert haben oder nur die krassesten Beispiele rausgekramt haben oder wie oder was. Jedenfalls war es gut von mir, DEAG nur in die Watchlist aufzunehmen! Hab´ich die Presse richtig eingeschätzt ;).
Ach ja, hiermit werden sie wieder davon entfernt ....;)

Wenigstens werden die NemwaX-Luschen hart verfolgt von meinen KNM und IHUs :D!!!

Grüße an alle

Amok
Avatar
17.07.00 14:24:55
@Zora: Na klar! Börse ist eleganter und bringt mehr als der Konkursrichter!
Ansonsten halt ichs aber für zweifelhaft, ob die nach der Show, die die abgezogen haben, überhaupt noch 3 Euros für ein Teil bekommen...
Aber auf den Schrott dürfen die ja erst, wenn sie sich überhaupt erstmal gezeigt haben...
Ist halt doch nicht so leicht, so eine Pommesbude über die Börse zu verschrotten...
Avatar
17.07.00 18:09:40
Danke Amok ;)

Ich bin seit der Emission bei DEAG dabei.
Auch wenn der Kursverlauf nicht befriedigend ist, so spiegelt er meiner Meinung nach nicht die fundamentale
Lage des Unternehmens wieder. Eine schlechte Performance sollte ja kein Grund sein , den Wert aufzunehmen...

(Das liegt eher am schlechten Research der Fonds :D )

Grüße
Bandit
Avatar
17.07.00 18:09:40
Danke Amok ;)

Ich bin seit der Emission bei DEAG dabei.
Auch wenn der Kursverlauf nicht befriedigend ist, so spiegelt er meiner Meinung nach nicht die fundamentale
Lage des Unternehmens wieder. Eine schlechte Performance sollte ja kein Grund sein , den Wert aufzunehmen...

(Das liegt eher am schlechten Research der Fonds :D )

Grüße
Bandit
Avatar
18.07.00 13:39:16
@Amok,

ja das bringts auf den Punkt... :-)

Gruß
Motorpsycho
Avatar
19.07.00 14:50:36
Das dieswöchige SAU (Schlechteste anzunehmnede Unternehmen):

Plasmaselect :mad::mad::mad::mad::mad:

Verlust vier mal höher als der Umsatz (12 mio Euro versus 3 mio), aber im 3.Quartal wollen sie den Break even erreichen? Mit einem Produkt, das nach eigener Angabe noch zwei Jahre in der klinischen Phase steckt und bei den Ärzten und Kassen noch nicht akzeptiert ist? ("Mit dem Erlös aus dem Börsengang will PlasmaSelect in den kommenden zwei Jahren vor allem klinische Studien finanzieren, um die Akzeptanz der Therapie bei den Ärzten zu verbessern und zugleich die Voraussetzungen für die Anerkennung durch die Krankenkassen zu schaffen.") Mit einem Produkt, mit dem noch nie bewiesen wurde, daß es wirklich für die Hauptanwendung, der Behandlung des diabetischen Fußes, geeignet ist?
Geben sogar Plasmagläubiger zu, daß mit einer alternativen fibrinogensenkenden Behandlung bisher noch kein Effekt erzielt werden konnte (aus dem Thread und Posting von lucidumintervallum: "Prof. Seidler arbeitet im Klinikum München-Großhadern. Richtig. Und er ist Miterfinder des sog. Help-Verfahrens von B.Braun Melsungen; er hält Patent an diesem Verfahren. Da dieses Verfahren als Nebenwirkung die unkrontroliierte Absenkung des Fibrinogens mir sich bringt, versucht Seidel seit Jahren auch andere Erkrankungen auszufinden, die er mit "Help" behandeln könnte, u.a. den "Diabetischen Fuß. Leider ohne großen Erfolg. .....") !

Jedenfalls soll das nächste Jahr in einer Umsatzexplosion mit positivem Nettoergebnis enden?

Wer´s glaubt .... (Moneysorb und Brainsorb in voller Aktion :mad:!)

Grüße an alle

Amok
Avatar
19.07.00 14:53:20
Im Q3 mu PM3 den Umsatz um dausend % erhöhen, wenn die Profgnosen eingehalten werden sollen. Sehr gewagt das ganze.
Avatar
19.07.00 14:54:16
:) In welcher Kategorie ist Plasmaselect? Märchenwald?
Avatar
19.07.00 18:19:35
@1121:

Diese und eventuell andere Fragen werden dir unter http://www.newax50.de genauestens beantwortet! Kleiner Tipp: Märchenwald ist es nicht ;)!


Von vorgestern (17.07.) übrigens noch dieses von meinem speziellen Liebling CPU:

Im Rahmen des durch die Neuausrichtung der CPU eingeleiteten Veränderungsprozesses stellt die CPU Software AG derzeit
Unternehmensvisionen, Ziele und Strategien auf den Prüfstand. Ziel ist es, das Leistungsportfolio und die Organisation den
Anforderungen des Marktes anzupassen. Finanzielle Reserven in Höhe von rund 70 Millionen DM (Stichtag 31.3.2000) lassen
die CPU den Wandel aus einer Position der Stärke angehen.


:laugh::laugh::laugh: Hat Jochen Furch, der Ex-CEO, wohl seinen Ferrari verkauft?

Amok
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20.07.00 12:48:07
DOMAIN-ÄNDERUNG!!!!

Ab sofort ist der NemwaX auch unter

www.nemwax.de

zu erreichen.
Avatar
20.07.00 12:56:18
Suuuuuuuuuuuuper, Donald!!!

Tolle Arbeit!

Für unsere schreibfaulen Besucher:

http://www.nemwax.de

Viel Spaß (oder Übelkeit, je nachdem ob Depotbestandteil oder nicht ;)) wünschen

Amok und Donald
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20.07.00 13:00:19
Hallo Amok

Hast du deinen Text für morgen schon fertig?
Letssellitcom hats wohl geschafft.
Die Aktien sind nach deren Angaben zu über 90% an Instis gegangen.
Dort können sie von mir aus auch bleiben!

Grüße
Bandit
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21.07.00 11:54:11
Bloß mal eine kurze Erinnerung, warum Refugium in das Zuchthaus gekommen ist. Nachdem die Unperson Kostrewa entsorgt wurde (würde sogar ein paar Pfennige pro Tag bezahlen, wenn er auf Staatskosten versorgt würde :mad: ) scheint sich sowas wie ein Licht am Ende des Tunnels abzuzeichnen. Deswegen schiebe ich Refugium aufs Arme-Sünder-Bänkchen:

REFUGIUM HOLDING AG : Neu
aufgestellte Jahresabschlüsse 1997 und 1998 sowie Jahresabschluß 1999 von
Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet

Königswinter, den 21. Juli 2000 - In seiner gestern beendeten Sitzung hat der
Aufsichtsrat der REFUGIUM HOLDING AG die vom Vorstand neu aufgestellten
Abschlüsse 1997 und 1998 sowie den Abschluß für 1999 im Beisein der
Wirtschaftsprüfer geprüft und gebilligt. Damit sind diese Abschlüsse festgestellt.

Jahresüberschuß / Jahresfehlbetrag neu: 1997 = DM -21,4 Mio. (nichtiger Abschluß =
DM +8,5 Mio.), 1998 = DM -43,3 Mio. (nichtiger Abschluß = DM +10,4 Mio.)


Für das Geschäftsjahr 1999 wird bei Umsätzen in Höhe von DM 263,8 Mio. ein
Jahresüberschuß in Höhe von DM 10,5 Mio. (überwiegend außerordentliche Erträge:
Sanierungsbeiträge DM 45 Mio. und Vereinbarung mit Herrn Kostrewa DM 10,3 Mio.)
ausgewiesen. Der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag in 1999 bei DM
41 Mio. (davon rd. DM 11 Mio. für Sonderposten wie z.B.Restrukturierung).

Mit einem Eigenkapital von rd. 35 Mio. DM (rd. 20%) verfügt die REFUGIUM HOLDING
AG nach dieser Bilanzbereinigung über ausreichend Substanz, um den
Restrukturierungsprozeß erfolgreich zu Ende zu führen. Mit der Vorlage dieser neu
erstellten Bilanzen ist für REFUGIUM der größte Teil des Themas "Altlasten" beendet.
Die Schadensersatzansprüche gegen die Alt-Vorstände wurden mit Klageschrift vom
03.07.2000 beim Landgericht Bonn rechtshängig gemacht. Weitere Informationen
unter: REFUGIUM HOLDING AG Investor Relations / Anita Albeaut
Tel.:02223-9201-280 Fax:02223-9201-289 e-mail:albeaut@refugium-gruppe.de
Internet:http://www.refugium-gruppe.de Ende der Mitteilung


Ansonsten bedaure ich es zutiefst, Letsbuyit.com nicht gezeichnet zu haben :(!
Allerdings landen sie dafür selbstmurmelnd im Kindergarten.


b.i.s. nehme ich in die Watchlist auf:
Nach der heutigen Gewinnwarnung blicke ich gespannt auf die offizielle Veröffentlichung der Zahlen am 24. August.


Grüße an alle

Amok
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23.07.00 15:16:45
Hallo Nemwax Team,
es würde mich interessieren, ob Ihr neben dieser "Quasi-Brandmarkung" von Wackelkandidaten des NM auch an eine positive Aussage über NM-Werte nachgedacht habt, sozusagen eine Art "Persilscheinliste" für NM-Werte, vor allem bei Neuemissionen, bzw. eine zeitlang danach, als eine Art Entscheidungshilfe im Zeifelsfalle. Könnte mir vorstellen, dass das für viele recht hilfreich wäre und gut ankommt. Als Beispiel mal die Intraware, für mich eigenlich kaum zu beurteilen, wenn ich das normale Gepushe und die sonstige Nabelschau der Firma beiseite lasse. Da wäre eben ein Persilschein schon eine Hilfe.
Gösta
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23.07.00 21:15:14
Hi Gösta, da müßte dir doch Breitmaulfroschens Evermax weiterhelfen...
Avatar
25.07.00 12:24:11
Das SAU dieser Woche:

Micrologica :mad::mad::mad::mad::mad:

Micrologica erhöht Liquiditätsreserven des Unternehmens um 6 Mio. Euro

BARGTEHEIDE (dpa-AFX) - Das Technologieunternehmen Micrologica AG hat die Liquiditätsreserven der Gesellschaft
um insgesamt sechs Mio. Euro erhöht. Dies teilte das Unternehmen am Montag in Bargteheide mit.

Die neuen Kapitalmittel bestehen nach Angaben von Micrologica zum größten Teil aus unbesicherten langfristigen Darlehen, die von
Privatpersonen kurzfristig zur Verfügung gestellt werden. Die Gruppe setze sich aus allen Groß- bzw. Alt-Aktionären und Finanzinvestoren zusammen.

Der Software-Hersteller will sich unter anderem mit Hilfe der neuen Geldmittel wieder auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Für das im schleswig-holsteinischen Bargteheide ansässige Unternehmen ist das die Entwicklung und der Vertrieb
von Produkten rund um die so genannte "Computer Telekommunikation Integration" (CTI). Durch die neuen Kapitalmaßnahmen soll diese Konzentration zusätzlich beschleunigt werden./rh/sk

Mit anderen Worten: Neben einem schlechten Geschäftsverlauf kommen jetzt auch noch massenhaft Schulden dazu! Na prost Mahlzeit ...! :mad:
___________________________________________________________

Jetzt aber doch:

Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Schrottplatz:

Poet :mad::mad::mad::mad:

OET: Verlust mehr als verdoppelt – Umsatz bleibt enttäuschend

Der Anbieter von Daten-Management-Software, POET (WKN: 928 040), hat heute seine endgültigen Zahlen für das zweite
Quartal gemeldet: Danach hat das Unternehmen einen Umsatz von 2,7 Mio. US-Dollar erwirtschaftet. Im Vergleich zum
Vorjahresquartal ist das eine Steigerung von 5 Prozent.

Die Umsatzzahlen bleiben damit hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Gründe dafür liegen hauptsächlich in den
niedrigen Umsätzen der Produktlinie CMS (Content Management Suite), so die Gesellschaft.

Der Verlust beträgt gegenüber dem Vorjahresquartal mit 1,3 Mio. US-Dollar jetzt sogar 2,8 Mio. US-Dollar und wurde mehr als
verdoppelt.

Schon Anfang des Monats brachte POET die Meldung über die vorläufigen schlechten Umsatzzahlen heraus ...historie. Der Kurs
der Aktie fiel damals um rund 39 Prozent an einem Tag. In einem w:o exclusiv sprach CEO Jochen Witte über die Situation und
den Druck des Unternehmens ...historie.

Der Kurs der Aktie hatte in den letzten vier Wochen eine Performance von Minus 59,78 Prozent und hat in den letzten drei
Monaten einen Tiefstkurs von 13,95 Euro gesehen.

Aktuell steigt der Kurs wieder um 7,14 Prozent auf 19,50 Euro. (Quelle: w:o)

Welcome to the club! Ähhh, Herr Förtsch, wie war doch gleich nochmal Ihr Kursziel???
_____________________________________________________________________________

Neuaufnahme in die Watchlist:

Transtec

Transtec erzielt Ergebnis in H1 von minus 2,3 Mio Euro gg Vorjahr plus 1,8 Mio

TÜBINGEN (dpa-AFX) - Der IT-Dienstleister Transtec hat gemäß IAS im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Verlust von 2,3 Mio. Euro ausgewiesen. Im Ersten Halbjahr 1999 erzielte das Unternehmen noch ein Plus von 1,8 Mio. Euro.
Dies teilte das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mit. Gemäß DVFA habe sich der Fehlbetrag auf 2,2 Mio. Euro erhöht, gegenüber einem positiven Ergebnis von 1,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen machte für die negativen Ergebniszahlen hohe Investitionen verantwortlich. Der Umsatz kletterte nach eigenen Angaben unterdessen im ersten Halbjahr 2000 um 16,0% auf 89,7 Mio. Euro. Im zweiten Quartal habe der Zuwachs bei 21,6% auf 45,6 Mio. Euro gelegen.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Transtec mit einem verhaltenen Geschäftsverlauf. Die Umsatzsteigerungen dürften hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben. Mittel- und langfristig bleibe das Unternehmen aber optimistisch./he/sk

Mal sehen, wie das in der nächsten Zeit so läuft!


Das sollte es für´s erste mal gewesen sein ;)

Grüße an alle

Amok
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25.07.00 16:11:47
Da war ich wohl etwas voreilig:

Zweit-SAU der Woche und Verschiebung ins Zuchthaus:

Brain International :mad::mad::mad::mad::mad:

Mal eine kleine Historie:
Am 16.05., nach einem miesen Q1, klang die Prognose für ´00 noch so:

Der Vorstand kommentiert die schwache Entwicklung als "branchentypisches
Auftaktquartal"
. Im laufenden Geschäftsjahr strebt BRAIN International
einen Umsatzanstieg von über 35% auf rund 350 Mio. DM an. Das EBIT soll mit über 6 Mio. DM wieder positiv ausfallen, nachdem es 1999 mit minus 24 Mio. DM deutlich in den roten Bereich gerutscht war.

Am selbigen Tag wurde Brain in den NemwaX aufgenommen!

Heute klingt die Prognose leicht verändert:

Die vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2000 lagen unter den
Erwartungen. So lag das operative Betriebsergebnis (EBIT) bei minus 29,9 Mio. DM,
geplant waren eigentlich minus 25,7 Mio.
DM. Im Lizenzgeschäft sei ein Zuwachs von
19,1 Prozent zu verzeichnen. Der Umsatz liege mit 113 Mio. DM leicht über dem
Vorjahreswert von 111,3 Mio. DM. ...
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Software- und Beratungshaus einen
Umsatz von rund 280 Mio. DM (Vorjahr: 254,5 Mio. DM) und einen EBIT auf dem
Vorjahresniveau von minus 24 Mio. DM.


Und im Vorstand das bei sowas übliche Reise-nach-Jerusalem-Spiel! Die merken anscheinend gar nicht, daß die Musik für sie ALLE schon längst aufgehört hat zu spielen und überhaupt kein Stuhl da ist! :mad:
Klassischer Fall von Hardcore-Anlegerverarschung! :mad::mad::mad:

Ab ins Zuchthaus!

WUFF

Amok
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25.07.00 16:36:22
Da kan ich dir nur zustimmen, Amok.

P.S. geb die Aktie doch gleich beim Betreff mit an.. wieso ist SER eigentlich hier reingerutscht.. .die sind nicht
im Nemwax :mad:


Grüße
Bandit
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26.07.00 10:43:06
@Bandit:

Hab ich dauernd vor, vergesse es aber prompt immer wieder :mad:
Sei euch aber unbenommen, selber Firmen aus dem NemwaX reinzuschreiben, wenn ihr postet!

Das mit SER war wohl Donald. Er hat es aber bestimmt nicht böse gemeint, sonst hätte er Fantastic genommen! ;)

Keine Luschen heute? Schade! :(

Grüße an alle

Amok
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27.07.00 00:14:59
Ich war`s nicht :rolleyes:

(anonym)
Avatar
27.07.00 10:13:36
Hallo Leute,

aufgrund der heute vorgelegten Zahlen erlaube ich mir,

Pixelpark

wieder aus der Watchlist zu streichen.

Grüße an alle

Amok
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27.07.00 15:51:08
Auf alle Fälle Aufnahme in die Watchlist:

H5B5



Nach dem erste Quartal klang es noch so:

Das erste Quartal war für den Vorstand und das Unternehmen vor
allem geprägt durch den erfolgreichen Börsengang am 21. Februar. "Das
Flugzeug H5B5 ist gut gestartet und steigt jetzt in gewaltige
Produktionshöhen auf. Dabei werden wir sicher noch einige Unwetter
durchfliegen, aber wir sind ja auch keine Schönwetterflieger",
erklärt Vorstand Hendrik Hey. "H5B5 steht derzeit in Verhandlungen
mit anderen Unternehmen und wird bis Jahresende noch einige
Überraschungen präsentieren können", so Hey.

Spätestens seit heute stellt sich die Frage, ob sie nicht auch eine Fortsetzung von "Der Flug des Phoenix" mitproduzieren: Wäre kostengünstig, weil u.U. dabei der Vorstand die Hauptdarsteller stellt!
(auf aktuelle Flugzeugkatastrophen gehe ich aus Pietätsgründen nicht ein; außerdem ist H5B5 schon vor geraumer Zeit "gestartet")

Aus den heutigen Q2-Zahlen:

Die H5B5 Media AG erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in
Höhe von DM 7,7 Mio (Vorjahr DM 9,3 Mio). Der Rückgang gegenüber dem
Vorjahr ist durch die Beendigung des Formates "History" zum 31.
Dezember 1999 bedingt. Die neuen Marken konnten im ersten Halbjahr
noch keine Umsatzbeiträge leisten.


Das Bruttoergebnis von Umsatz konnte dennoch auf DM 2,4 Mio
(Vorjahr DM 2,1 Mio) gesteigert werden. Der Anstieg des
Betriebsaufwandes auf DM 4,7 Mio (Vorjahr DM 2,4 Mio) spiegelt die
Schaffung der für börsennotierte Gesellschaften erforderlichen
Strukturen wider. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug dadurch
bedingt TDM -737 (Vorjahr TDM -143).


Ein ums andere Mal werden die Verluste ausgeweitet. Ist das ein Zeichen für den konsequenten Firmenausbau oder für eine Geldvernichtungsmaschine? Sinnigerweise hält sich der Vorstand mit Zukunftsprognosen sehr zurück! Sehr geschickt! :(

Solange mir das keiner schlüssig beantworten kann, nehm ich sie erst mal in die Watchlist!

Grüße an alle

Amok
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27.07.00 19:40:43
Hey, genial!! Da ist ja ein zweiseitiger Artikel über den nemwax in der Aktien-research!! Spitze! Gratulation!!!
Avatar
28.07.00 00:04:23
Tja, Kinder!

da bleibt mir nichts anderes übrig, als euch zum Kauf der neuesten Ausgabe von Aktienresearch zu animieren ;)!

Die Überschrift ist übrigens "Juwel im Misthaufen". Haben sich ordentlich was einfallen lassen, die Jungs (und Mädels)!

Viele Leute im Colosseum, die den Daumen senken - das seid übrigens IHR!

Insofern ist der Artikel auch über alle, die am NemwaX mitgearbeitet haben!

Also, drückt mal 4 Mark von euren gigantischen Gewinnen ab! ;)

Amok
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28.07.00 00:19:14
Na dann : Gratulation an Amok und Donald.

Ich hoffe ihr schafft es die Page so weiter zu betreiben! Ist ne Menge Arbeit.
Vieleicht findet sich ja noch ein Sponsor.... (Hallo W:0 ), damit ihre eure Kosten jedenfalls mal rausbekommt.

Grüße
Bandit
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28.07.00 00:22:15
Avatar
28.07.00 00:22:35
Wer ein wenig Werbung machen mag: die Grafik liegt in http://www.nemwax.de/bilder/pruefe.gif


Viele Grüße
Donald
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28.07.00 02:31:32
Gemeinheit kann manchmal auch schön sein! :D:D:D

bin gespannt, wann die ersten Unterlassungsklagen kommen! :(:(:(
Avatar
28.07.00 07:38:28
Hallo erstmal,
habe Bericht in "Aktienresearch" Ausg. 31, Seite 64 gelesen und pos. aufgenommen. Sofort mal reingeschaut. Bin begeistert. Endlich mal ein
Chatroom mit vernünftigen, intelligenten Menschen. Werde dabeibleiben
und versuchen einen nützlichen Beitrag zu leisten.

mfg
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28.07.00 13:06:14
Donald, Donald, wo bist du??? :confused::confused::confused:

Sag mir bloß nicht, es hätte dir nicht in den Fingern gejuckt, folgende

Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Märchenwald:

The Fantastic Corporation :mad::mad::mad::mad:


vorzunehmen!

The Fantastic Corporation kündigte heute an, dass die Resultate des zweiten Vierteljahres mit USD
5.6 Mio. zwar die Vorjahresresultate übertreffen, jedoch unter den Erwartugen liegen.
Die Halbjahresumsatzzahlen von USD 11.9 Mio sind 93% höher als die
Vergleichszahlen des Vorjahres.
... dauern die Verkaufszyklen für die Software unserer Breitband Multimedia-Lösungen
länger als erwartet. Deshalb hat Fantastic die Erwartungen für den Jahresumsatz von
USD 50 Mio. auf USD 35 Mio. nach unten korrigiert.


Will heißen: Das wohl einzige phantastische an Fantastic ist die Phantasie des Vorstandes! :mad:
Die Verfehlung der Planzahlen sind weit über dem, was man akzeptieren kann. Offensichtlich ist die Börse bei einem Abschlag heute von 30% exakt der gleichen Ansicht!

Ach Donald, hätt ich nur eher auf dich gehört! Aber das werden sich die Fantastics (Fanatics?) wohl auch denken! :(

Grüße an alle, auch die eventuell über den Aktienresearch-Artikel neu dazugekommenen!

Hier brummt der Bär, hier zockt der Mob, hier boxt der Papst im Kettenhemd !!! :D:D:D

Amok
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28.07.00 13:34:30
Der Kavalier schweigt und genießt :D:D:D:D!

Viele Grüße!
Donald
Avatar
28.07.00 14:18:23
Hat eigentlich schon jemand die PR Abteilung von BRAIN über diesen Thread informiert. Mich würde interessieren wie die reagieren?

Gruß
HD
Avatar
28.07.00 15:05:19
@kaotenotto:
Welcome to the board! Auch hier ist nicht alles Gold was glänzt, aber mit ein bisschen Übung bekommst du schnell raus, wem man trauen darf und wem nicht! (also eigentlich nur sich selber, und das schon garnicht! :D:D:D)

@Donald: :D Hoffe, das bezieht sich nur auf Fanta!

@Hot Dog:
Ich habe durchaus vor, die Firmen über ihre "Auszeichnung" zu informieren und auch Tacheles zu reden. Bisher wäre ich aber nur als Querulant und Spinner abgetan worden und ich hätte sicher keine Antwort darauf erhalten!
Gerade bei unangenehmen Fragen (z.B. "Wo sehen Sie die eigenen Fehler, wie wollen Sie die Fehler abstellen, haben Sie den Mund zu voll genommen, wie erklären Sie das Ihren Aktionären, haben Sie den Kurs absichtlich manipuliert, damit die Altaktionäre noch rechtzeitig aussteigen konnten usw?" wäre ich hoffnungslos abgeblitzt! Und "Es wird schon wieder!" oder "Alles halb so schlimm!"-Geschwätz bekommt man bei schlechten Meldungen bis zum Erbrechen! :mad:

Mal sehen, wie hoch die Selbstkritikfähigkeit bei den Firmen ist! Aber ohne (publizistisches) Gewicht keine Chance! Und die anderen "Analysten" trauen sich entweder nicht, oder verschweigen es der Öffentlichkeit (Ausnahmen bestätigen die Regel!) :mad:
__________________________________________________________________________

Noch was in eigener Sache (ich bin schamlos, weiß schon ;)):

Ahem, ich kenn da also jemanden, der in nächster Zeit einen Job als Journalist und Analyst bevorzugt für Biotechaktien sucht!
Er ist nicht billig (war er noch nie ;)), aber käuflich! ;)
Sollte also irgendein Chefredakteur da was in Aussicht haben, bitte mal unter

AmokderBoese@aol.com

was fallenlassen!

An Bernd Förtsch: Ich hoffe, eine abgeschlossene Hochschulbildung ist nicht allzu hinderlich? :D

Amok
Avatar
28.07.00 15:22:57
Avatar
28.07.00 23:08:00
@Amok, Donald

Tja Jungs, da sag ich mal herzlichen Glückwunsch zum zweiseitigen Artikel im Aktien research!!!!!

Bin Aktien research - Leser der ersten Stunde und finde das Heft sehr gut. Um so mehr habe ich mich für Euch
gefreut, dass Euer selbstloses Tun so schnell den Richtigen aufgefallen ist.

Weiter so!!!

@ Wallstreet online

Euch ist klar, dass ihr so billig nicht mehr an eine derart geile Werbung kommt. Da liegen doch bestimmt noch
irgendwo zwei Palm rum, oder?? :cool:

Liebe Grüße

Demian
Avatar
28.07.00 23:27:04
Hai Amok und Donald,

da denke ich, ich könnte Euch mal was FANTASTISCH Gutes tun, und was sehe ich? Alles schon da ... :O . Na wartet, bloß weil ich mich gerade auf "the sunny side of NemaX" konzentriere (die EvermäXe starten kommenden Dienstag), müßt Ihr ja nicht glauben, Ihr wärt mich schon los... :D

Tolle Page übrigens. :eek:

Übrigens, Amok, was Deine These bezgl. Kontakt-Aufnahme und Informationsfreigiebigkeit von IR-Abteilungen betrifft, kann ich Dir sagen: freundliches Insistieren und Bohren macht auch den härtesten Phrasenklopfer wehrlos ;).
Ich habe übrigens vor ein paar Tagen ein siebenseitiges Anfrageschreiben an ein Unternehmen gesandt, auf dessen Reaktion ich seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr (:D:D:D) gespannt bin. Vielleicht in ein paar Tagen mehr hierzu ... *g*.

Gruß und quaaak,
der breitmaulfrosch
Avatar
29.07.00 12:23:44
amok, ich habe nur eine kleine frage, die jetzt mit dieser seite gar nichts zu tun hat, aber im thread boardtreffen rührt sich niemand. hast du noch lust auf ein treffen in regensburg, ich schon, könnte man da noch einmal was starten? viele grüße brunhilde
Avatar
30.07.00 01:11:55
@Brunhilde:

Ich würde vorschlagen wir warten, bis Biergartenwetter einsetzt (mit ein bisschen Glück womöglich noch in diesem Jahr :()und koordinieren dann alles sowohl über das Board (Rubrik Boardtreffen)als auch über das interne w:o Postsystem, also zweigleisig!

Noch potentiell dabei wären wohl Tigertrader, gino2000, Michael Tuerk, DBarche, binary, josefw und was wäre das alles ohne Die Stimme der Vernunft? ;)
Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus Rgbg oder Umgebung?

Ich bin jedenfalls die nächsten Wochen immer hier erreichbar, werde mich aber auch aktiv (s.o.)mit den anderen in Verbindung setzten, wenn mal wieder die Sonne scheint. Je eher, je lieber!

In diesem Sinne

Amok

Wie immer zu allem bereit aber zu nix zu gebrauchen! :D
Avatar
30.07.00 02:22:23
Und noch was:

@Demian: Keine schlechte Idee, die du da hast! Sollte Thomas Leber Bedenken haben, weil er nicht selber draufgekommen ist, so sei ihm gesagt: Macht nix, ich nehm das Zeug trotzdem :D !

@Quakfrosch: Keine Sorge, ich hab den NemwaX noch ganz gut im Griff! ;)

Bin gespannt auf die Evermax-Seite! Evermax und Nemwax, da kann keiner gegen anstinken! :D

Zusammen sind wir unausstehlich! :D

Amok
Avatar
31.07.00 17:02:28
hallo amok, ok - finde ich gut so. bis auf bald mal bei schönem wetter. ciao brunhilde
Avatar
31.07.00 19:39:55
Wenn ich mir so anschaue, wieviele Unternehmen sich in immer kürzerer Zeit für die Nemwax-Aufnahme qualifizieren, dann wird mir angst und bange. Der Neue Markt scheint sich zu einer reinen Zwischenstation für viele Firmen zwischen Pre-IPO-Zustand und Nemwax-Endstadium zu entwickeln.

Bin gespannt, wann wir den Breakpoint erreichen: Den Zeitpunkt, an dem wöchentlich mehr Nemwax-Neuaufnahmen zu begrüßen sind als Aktien neuer Unternehmen emittiert werden.

Wiederum Grüße an die Nemwax-Macher,

Carlo
Avatar
31.07.00 23:54:39
Also für meinen Teil kann ich nur sagen, Micrologica hat mir vor 2 Wochen einen Gewinn von 30% ermöglicht, jetzt(Freitagabend) habe ich die Aktie nachdem ich Sie mit diesem Gewinn verkauft hatte nochmals gekauft und mich an einem Tag nochmal mit 20% beschenkt, wenn das mal bis Wheinachten so weitergeht.

Diesmal werde ich vermutlich halten, aber dennoch den Kurs im Auge halten (wenn man nicht mit Optionsscheinen handeln darf;) handelt man eben mit Micrologica:))
--- Das werden sich auch die anderen Anleger denken, aus diesem Grund erwarte ich einen Kursverlauf Richtung
Nord-Nord-Ost ---

Ich möchte Micrologica auf jedenfall für langfristige Ziele empfehlen, Ein Tagesgeschäft ist zwar auch immer drin, ist halt eben eine DayTrading Aktie, aber wie gesagt Nord-Nord-Ost.

Mit freundlicher Empfelung

B.L.
Avatar
01.08.00 10:50:00
Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Märchenwald:

Bertrandt AG :mad::mad::mad::mad:


Ad hoc-Service: Bertrandt AG

Unter Plan liegendes 3. Quartal belastet Gesamtjahresergebnis 1999/00 der Bertrandt AG

Die seit Monaten außerplanmäßig schwache Markt- und Projektsituation, die sich
insbesondere in einer unzureichenden Ressourcenauslastung zeigt, hat sich auch im
dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres weiter fortgesetzt.
Das 3. Quartal liegt,
wie auch schon das 1. Halbjahr 1999/00, sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis
deutlich hinter den Erwartungen zurück, wobei sich das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit aufgrund des im 3. Quartal erzielten Verlustes gegenüber dem
letzten Halbjahr erheblich verschlechtert hat,
Gründe hierfür sind zum einen anhaltende
Projektverschiebungen bei Großkunden und eine daraus resultierende Unterauslastung
der Kapazitäten sowie außerplan- mäßige Verluste in Frankreich.

Zum 30. Juni 2000 wurde ein Umsatz von 269,1 Mio, DM erzielt, dies entspricht einem
Zuwachs von rund 35 % (30. Juni 1999: 200,1 Mio, DM), Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 3,2 Mio, DM (30. Juni 1999; 21,3 Mio.
DM), der Jahresüberschuß nach HGB beträgt 0,8 Mio. DM (30. Juni 1999: 11,2 Mio,
DM). Der nach US-GAAP ermittelte Jahresüberschuß liegt bei 0,9 Mio, DM (30. Juni
1999: 12,4 Mio. DM), das DVFA/SG-Ergebnis beläuft sich im Berichtszeitraum auf 0,5
Mio. DM (30. Juni 1999; 10,3 Mio, DM). Aus heutiger Sicht erwartet die
Bertrandt-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz in Höhe von 360
Mio. DM bei einem ausgeglichenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

...

Das klang schon mal anders am:
02.05.
- Der Ingenieurdienstleister Bertrandt AG wird im laufenden
Geschäftsjahr weniger verdienen als im Jahr zuvor. Beim Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit rechne man statt der geplanten 37 Millionen mit rund 20 Millionen DM, teilte die nach eigenen Angaben
deutsche Nummer zwei bei den Ingenieurdienstleistungen für die Automobilindustrie
am Dienstag in Tamm mit. Die Ergebniserwartung werde von 18,4 auf jetzt 9,0
Millionen DM korrigiert.(Anm: Jetzt 0,0 !!!)


Und noch ganz anders klang es am:
27.02.
Bertrandt: Gewinnrückgang und Umsatzanstieg im ersten Quartal

Die Bertrandt AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 einen
Rückgang des Jahresüberschusses nach HGB von 2,6 auf 2,3 Millionen DM hinnehmen
müssen. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 62 Prozent auf 88 Millionen DM:

Für das laufende Geschäftsjahr hebt der Ingenieurdienstleister sein Umsatzziel von 370
auf 400 Millionen DM herauf. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
erwarte man mit 37 Millionen DM, teilte das Unternehmen ergänzend mit.
:mad:

Eins ist allen Meldungen gemeinsam: Bertrandt stuft zurück und zurück und zurück! Anscheinend ist Planungssicherheit ein Fremdwort!
Scheinbar ein erzkonservatives Unternehmen, aber das Versagen bei den Vorhersagen ist doch erstaunlich progressiv! :mad::mad:
Andersrum gesehen sind sie aber, was das Versagen betrifft, doch wieder verläßlich!
Ab in den NemwaX!


@Usut:
Wenn noch mehr wie du auf tiefrote Zahlen stehen, auf ein Unternehmen, das Leute entlassen muß, um überleben zu können, dessen Geschäftsstrategie scheisse ist und das die verringerten Planzahlen ein ums andere mal unterschreitet, dann gibt es wirklich die von dir vorgegebene Richtung Nord-nord-ost!
Du brauchst nur genug Leute die kaufen!
E.Joe hat uns kürzlich vorgemacht, wie man mit NemwaX-Werten eine Menge Geld verdienen kann!
Diese Aktien langfristig zu empfehlen ist allerdings eine riesen Sauerei meiner(!) Meinung nach! :mad::mad::mad:
Allerdings gebe ich keine Kauf- oder Verkaufempfehlung. Eigentlich bin ich nur ein kleiner Buchhalter, der beobachtet und kommentiert, was er sieht!
Wer was mit seiner Kohle macht, muß jeder selber entscheiden!

Amok
Avatar
01.08.00 11:51:28
@amok,

wie schaut es mit Kleindienst aus ? Die letzten Meldungen sehen doch stark nach Schrottplatz o.ä. aus.

Hast Du schon überlegt, auch geographische Überlegungen einfliessen zu lassen ? Als gebürtiger Augsburger tut mir das zwar weh, aber alle NM Firmen aus Augsburg (meines Wissens: CPU, Infomatec, Kleindienst) sind nicht gerade die creme de la creme. Lässt sich da vielleicht auch ein Muster erkennen ?

memy
Avatar
01.08.00 12:22:13
@memyselfandi
Muß mich als Augschburger deinen Überlegungen leider anschließen.
Aber ich seh da noch nen kleinen Hoffnungsschimmer....Infomatec KZ dausend...hehehe
Avatar
01.08.00 12:34:43
@Amok Was hältst Du von einer Neuaufnahme: Kleindienst Datentechnik?
Ich weiß nur nicht so recht, in welche Kategorie ich die einstufen soll. Das Management ist eine Katastrophe, Die Prognosen werden dauern gesenkt, die Planzahlen verfehlt, die Dienstleistungen will auch keiner so richtig....
Avatar
01.08.00 13:21:05
@montagoe,
als Augschburger ist man da ja einiges gewöhnt (Dierig, NAK, Renk etc.), von daher nix neues für uns Fuggerstädter.
Avatar
01.08.00 13:38:05
Obwohl ich gerade vom Essen komme, hau ich mir halt (auf vielfachen Wunsch ;))noch was in die Pfanne:

Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Märchenwald:

Kleindienst Datentechnik :mad::mad::mad::mad:


Bescheren ihren Investoren eine Achterbahnfahrt: Bereits im letzten Jahr mußten die Prognosen gesenkt werden, dann verkündete man einen gut verlaufenen Start ins Jahr 2000:
20.04.00:
Die Kleindienst Datentechnik AG hat heute vorab gemeldet, dass das erste Quartal
2000 besser als geplant abgeschlossen werden konnte.
Der Umsatz liegt mit 32,3 Mio. DM 25% über dem Vorjahreswert. Zu dieser
Umsatzsteigerung hat der Geschäftsbereich Outsourcing Service wesentlich
beigetragen.
Damit befindet sich die Gesellschaft auf dem richtigen Weg, den Jahresumsatz im
laufenden Geschäftsjahr von 149,6 Mio. DM in 1999 auf die geplanten ca. 180 Mio. DM zu steigern.
Das EBITDA liegt im Berichtszeitraum mit minus 3,2 Mio. DM deutlich über dem
Vorjahreswert von minus 4,3 Mio. DM. Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie fiel mit minus
0,93 DM ebenfalls besser aus....

Und heute?
Kleindienst Datentechnik gibt Ergebnis des 1. Halbjahres bekannt
Augsburg, 1. August 2000.
Die Kleindienst Datentechnik AG hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs einen Umsatz von 59,8 Mio. DM (Vorjahr 59,9 Mio. DM) und ein EBITDA von minus 7,1 Mio. DM (Vorjahr minus 6,3 Mio. DM) erzielt. Diese Zahlen liegen unter den Erwartungen des Unternehmens. Die aktuelle Umsatzentwicklung und das daraus resultierende Ergebnis haben ihre Ursache hauptsächlich im Inlandsgeschäft des Zahlungsverkehrs. Die andauernden Fusions- und Outsourcing-Diskussionen im Bankenbereich führen
weiterhin zur Investitionszurückhaltung in diesem Sektor.....

Infolge der gegenwärtigen Situation erwartet der Vorstand zum Jahresende einen
Konzernumsatz auf etwa dem Niveau des Geschäftsjahres 1999. Dabei wird im
laufenden Jahr eine Umsatzverschiebung in Richtung der Geschäftsbereiche
Outsourcing Service und eBusiness stattfinden, die während ihrer Startup Phase noch
geringere Margen erzielen. Weiterhin wird durch die Verabschiedung der Steuerreform
der Wert der steuerlichen Verlustvorträge und damit auch der Ansatz der aktiven
latenten Steuern ergebniswirksam vermindert. Daher wird das Konzernergebnis
voraussichtlich deutlich hinter dem des Vorjahres zurückbleiben.
...


Soso, die Steuerreform ...und die (geplatzten) Bankenfusionen ...! Und letztes Jahr war´s das Y2K-Problem....! Bezogen auf den Investor, ist der Name der Firma Programm: Sie erweisen ihm einen recht kleinen Dienst mit der dauernden offensichtlichen Überschätzung ihrer Zahlen!

Nix gut, also NemwaX!

Grüße an alle

Amok
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01.08.00 13:57:49
Hmmm, soll man applaudieren? Noch zwei Werte, denn hat der NemwaX den NeMFAX All Shares was die Zahl der aufgenommenen Werte betrifft überholt. Momentan gibt`s, wenn ich richtig gerechnet habe, 35 NemwaX-Werte, 37 NeMFAX-Werte (gottlob noch keine Kollisionen :D) und über 220 Werte, die entweder gut und zu teuer, billig aber mittelprächtig, oder gerade erst am Markt sind. Die NemwaX-Watchlist schwillt beständig an, während die 13 Unternehmen, die es auf die NeMFAX-Watchlist geschafft haben, fast alles Wackelkandidaten sind. Fazit: Es ist was faul im Staate Dänemark? Stockpickung kommt wieder in Mode?

Mahlzeit,
der breitmaulfrosch
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01.08.00 14:10:46
Die Adresse ist gut, sicherlich hilfreich.
Vielleicht könnte man die einzelne Firmen in der jeweiligen
Branche zuordnen, zur besseren Übersicht.
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01.08.00 18:21:04
@Amok, Donald:
Streicht doch mal endlich Teamwork von der Watchlist, die haben doch schon ein lauschiges Plätzchen im Zuchthaus... ;)
Gruß
Menno
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01.08.00 19:02:13
Amok,
schau mal in den aol-Postfach! :)
Avatar
01.08.00 19:09:44
Im heutigen Bund die dritte (Quakfrosch, gleich hab ich dich :D!!!):

Ankündigung: Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Zuchthaus (bisher Watchlist):

m+s electronic AG :mad::mad::mad::mad::mad:


Gestern wurde im Rahmen einer Pressekonferenz eröffnet, daß die Planzahlen für das kommende Geschäftsjahr empfindlich nach unten korrigiert werden müssen. Geht man davon aus, daß bereits die letzten Zahlen nicht besonders berauschend waren, handelt es sich hierbei wohl um eine mittlere bis große Katastrophe.
Die Zahlen muß ich erst noch zusammenstellen, dann gehts aber direkt in den Knast, das kann ich jetzt schon sagen!

Erschwerend kommt hinzu, daß die Plankorrektur nicht über eine adhoc für alle, sondern erst über die Analystenkonferenz und dann über den mail-Verteiler verbreitet wurde. Von gerechter Behandlung aller Aktionäre (sofern es sowas gibt) keine Spur!!! :mad:

Die kauf ich mir!!!


@Menno: Hab ich übersehen, wird gemacht!
@memyselfandi: Das mit der Karte mach ich mal, bin gespannt, was rauskommt! ;)
@Warlord Steve: Mach ich heute abend!

Amok
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01.08.00 19:13:28
Wollen wir doch mal versuchen, die zwei fehlenden Werte zusammenzustellen, damit breitmaulfrosch`s Bedenken Wirklichkeit werden.

Erster Kandidat: M+S

Heute kam die (fast schon erwartete) Revidierung der Prognose für 2000/2001. Viele Anleger - und diesmal nicht die ganz Spekulativen - wurden maßlos enttäuscht, denn nach den schlimmen Jahreszahlen für 1999/2000, die für die Nemwax-Watchlist-Aufnahme verantwortlich waren, wurde jetzt die Gewinnprognose für 2000/2001 mal rasch von 66 Mio. DM auf 28 Mio. DM verkürzt. Damit ergibt sich ein geschätzter neuer Plan-Jahresüberschuss von ca. 17 Mio. DM und das Platzen vieler Anlegerträume.

Da ich der Meinung bin, dass bei der Aufstellung der Prognosen zum Börsengang gelogen wurde (immerhin war das Geschäftsjahr 1999/2000 nahezu vollständig abgelaufen und aus den geringeren Gewinndaten hätte sich bereits damals eine realistische Prognose auch für 2000/2001 bilden lassen), muss ich konsequenter Weise auf Zuchthaus plädieren. Ich könnte mich aber auch mit Märchenwald zufrieden geben.

In jedem Fall meine ich, dass M+S nicht mehr länger auf den Platz im verdienten Kreis der Nemwaxler warten sollte. Sehr wohl macht die Firma Gewinne und darf als solide bezeichnet werden, aber diese doppelte, scheußliche Prognosenverfehlung und die Tatsache, dass die Aktionäre jetzt in einen hoch bewerteten Langweiler investiert sind, sind m. E. Grund genug, auch ein profitables Unternehmen in den Orkus zu verbannen, damit meine ich unseren geschätzten Nemwax.

Könnt Ihr meiner Argumentation folgen?

Viele Grüße,

Carlo


Für den, der es noch nicht gelesen hat:


M+S mit neuer Prognose


M+S Elektronik hat eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 1999/2000 (endend am 30.4) einen Umsatz von 984 Millionen Mark erzielt, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 13, 6 Prozent bedeutet. Dabei sei der Gewinn nach Steuern mit 11,9 Millionen Mark gegenüber den im Vorjahr ausgewiesenen 14,4 Millionen Mark geringer ausgefallen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hätten der Umsatz und Gewinn ebenso unter Plan gelegen, hieß es weiter.

Auf dieser Basis revidiert der Vorstand die Umsatzerwartung für dieses Jahr auf 1,2 Milliarden Mark und die Prognose für den Gewinn vor Steuern und Zinsen auf 31,8 Millionen Mark.

Wie der Finanzvorstand Jochen Schürmann weiter präzesierte, wird die Prognose für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) für das laufende Jahr auf 28,2 Millionen Mark von zuvor 65,8 Millionen Mark reduziert. Für das Gewinn je Aktie wird nun mit 0,54 Mark nach ursprünglich 1,04 Mark gerechnet. Allerdings sei bei diesen Prognosen die jüngst bekannt gegebene Akquisition der DGW Datennetze GmbH mit einem Umsatz von 135 Millionen Mark noch nicht einbezogen. Am 12. September soll es nach Abschluß der Übernahme eine neue Prognose für das laufende Jahr geben. Bis 2004 werde der Umsatz auf 2,6 Milliarden Mark wachsen, hieß es weiter.
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01.08.00 19:32:56
2. Kandidat ist logischer Weise Teamwork. Nachdem bereits im letzten Jahr die Ergebnisziele nicht erreicht wurden, aber die Anleger mit feinen Planzahlen für 2000 entschädigt wurden, jetzt die Revidierung dieser Zahlen. Zudem wird bei Teamwork aufgrund der Verlustsituation und der vielen Zukäufe das Geld knapp (wurde bereits von der FAZ in einem Artikel verarbeitet).

Sind die nicht langsam mal fällig?


*vwd Ad hoc-Service: teamwork info. management <DE0007456204> Kor

2000-07-11 um 10:53:05

Ad hoc-Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Weitreichender Umstrukturierungsprozess bei teamwork
* teamwork revidiert Umsatz- und Ertragsprognose für 2000
* Neuordnung des Vertriebs zur Nutzung von Cross Selling Potential
* Vorstandsressort Finanzen gestärkt
Paderborn, 11. Juli 2000. Die teamwork information management AG
repositioniert für das laufende Geschäftsjahr ihre Prognosen. Nach
einem Umsatz von 28,9 Mio. DM in 1999 nimmt der Paderborner e-Solution
Spezialist die Zieleinschätzung beim 2000er Umsatz von 74 auf 62 Mio,
DM (+ 115 % zum Vorjahr) zurück. Es wird ein EBIT von - 8,2 Mio. DM und
ein DVFA-Ergebnis von - 5,3 Mio. DM erwartet.
Hohe Integrationsaufwendungen für die sechs akquirierten Unternehmen
und die damit verbundenen Kosten haben das Ergebnis im 1. Halbjahr
beeinflusst. In der zweiten Jahreshälfte werden keine weiteren
Belastungen erwartet, da die Integration mittlerweile weit
vorangeschritten ist.
Zusätzlich hatten unzureichende Vertriebsleistungen massgeblichen
Einfluss auf das unter den Erwartungen liegende Umsatzwachstum der
Gesellschaft. Hierfür liegen zwei bestimmende Gründe vor. Zum einen
entwickelte sich das Cross Selling von Produkten und Dienstleistungen
der Unternehmensgruppe in den drei deutschen teamwork-Gesellschaften
teamwork AG, EDM und What`s Up nicht so effektiv wie erwartet.
Andererseits konnte Klaus-Dieter Busch, Mitbegründer der Gesellschaft
und Vorstand für den Vertrieb in West- und Süddeutschland sowie für die
Branchen öffentliche Auftraggeber und Energieversorger, aufgrund einer
Erkrankung nicht permanent seine volle Leistungskraft in die Forcierung
des Vertriebs einbringen. Aus gesundheitlichen Gründen hat Klaus-Dieter
Busch deshalb die Gesellschaft am 30. Juni verlassen, bleibt dem
Unternehmen aber in beratender Funktion weiterhin erhalten.
Grundlegende Neuausrichtung des Vertriebs
Zum 01. Juli wurde Klaus Wendland (42). langjährig in
Vertriebsleitungsfunktionen bei mbp und EDS tätig und seit dem 01. März
Vertriebsvorstand der teamwork-Tochter EDM, zum teamwork-
Vertriebsvorstand berufen. Unter seiner Führung werden die
Vertriebsorganisation der Untemehmensgruppe gebündelt, die
Vertriebskanäle der deutschen teamwork-Gesellschaften zusammengefasst
und damit das Cross Selling der Produkte und Dienstleistungen deutlich
beschleunigt
Rainer Diezmann, Vorstand für den Vertrieb Nord und Ost sowie für die
Branchen Finanzdienstleistungen und Health Care mit Dienstsitz in
Hamburg, wird seine erfolgreiche Tätigkeit als Geschäftsbereichsleiter
weiterführen.
Weiteres Vorstandsmitglied für Finanzen und Controlling
Heinz Ikenmeyer, Vorstandsvorsitzender und zuständig für Technik,
Finanzen, Personal und Investor Relations wird das Vorstandsressort
Finanzen zum 01. Oktober an Manfred Wurm (40), zuletzt in
kaufmännischen Leitungsfunktionen bei der Fujitsu Siemens Computers
GmbH und der Peacock AG tätig, abgeben. Mit der Einsetzung eines
international konzernerfahrenen Finanzmanagers als drittem
Vorstandsmitglied verstärkt teamwork nicht nur die weitere Optimierung
der Integrationsprozesse und das Controlling der Untemehmensgruppe,
sondern führt den eingeschlagenen internationalen Wachstumskurs
konsequent fort.
Investor Relations:
Wilfried Eickholz
Telefon: 05251 -5201-140 Fax: 05251 - 5201 - 830
E-Mail: weickhoiz@teamwork.de http://www.teamwork.de
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01.08.00 19:44:00
Hai Amok,

die m+s-Zahlen (auch die neuen Planzahlen) entsprechen dem, weswegen ich seinerzeit Watchlist-Aufnahme beantragt hatte. Also hier keine Verschärfung. Allerdings waren damals die Gewinne nicht veröffentlicht worden. Und die sind mit € 0,23 pro Aktie im Vergleich zu € 0,30 im vergangenen Jahr nicht unbedingt Aushängeschild für ein Wachstumsunternehmen. Abgesehen davon reden die so fürchterlich viel von ihrem "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" von 26,1 Mio. DM, weil ihnen ihr mickriger Überschuß von 11 Mio. DM (hoffentlich) selber peinlich ist. Im nächsten Jahr sollen es immerhin wieder knapp 32 Mio. DM werden ... naja, abwarten.

Pikant finde ich allerdings den Umstand, daß die Zahlen erst heute (mit Datum gestern!) auf der Unternehmens-Homepage veröffentlicht wurden. Eine Ad hoc gab`s nicht ... hab ich da vielleicht was falsch verstanden als ich gehört habe, daß kursrelevante Informationen ad hoc-pflichtig sind? Ich würde meinen, der Jahresgewinn, sei er auch noch so klein, gehört wohl dazu ... und zwar rechtzeitig und nicht erst, wenn alle Begünstigten schon raus sind ... man schaue auf den gestrigen Kursverlauf, ohne sich zu wundern ... :mad:

Die Pressemitteilung itself darf wohl der Rubrik Märchenwald zugefügt werden: ... Die Marktschwäche des abgelaufenen Geschäftsjahres hat sich für den Bereich der IT-Dienstleister auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres (Mai bis Juli 2000) fortgesetzt. Erst für das kommende Quartal zeichnet sich eine verbesserte Marktsituation ab. Deshalb hat m+s die Planzahlen überarbeitet: Im Geschäftsjahr 2000/2001 will das Unternehmen eine Umsatzsteigerung auf 1,2 Mrd. DM erreichen, dies entspricht einem Plus von über 20 Prozent. Das Ergebnis soll dabei auf 31,8 Mio. DM wachsen. Mahr: "Damit haben wir unsere Planungen der Marktentwicklung angepasst. Wir werden weiterhin deutlich schneller als der Markt wachsen und vor allem durch die Verstärkung des Dienstleistungsbereichs die Ertragslage weiter verbessern."
Soso, weiterhin schneller als der Markt wachsen ... nur blöd, daß der Markt wächst, bloß m+s nicht ... :mad:

Würg und quaaak,
der breitmaulfrosch
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01.08.00 19:50:18
Aber, aber, Carlo ... Dir ist wohl der Urlaub nicht bekommen.
Teamwork ist doch schon ne ganze Weile mit nem schönen Zuchthausplätzchen dabei, wenn ich nicht irre ...
6, setzen ... der nächste bitte ... :laugh: ;)

noch`n quaaak,
der breitmaulfrosch,

der schon auf den ersten NeMFAX-Indexstand wartet (21:00) ... *bibber*
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01.08.00 20:02:13
Du liegst falsch, breitmaulfrosch!

Die 32 Mio. stellen nicht den Überschuss dar, sondern den EBIT. Riesenunterschied!

Grüße,

Carlo

(Der ein wenig rätselt, warum in der von ihm kopierten Meldung verschiedene EBIT-Zahlen standen (28 contra 32 Mio.))
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01.08.00 20:24:04
@ Carlo: Joo, hast recht! 31,8 Mio. DEM "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" 2000/2001e ... nach 26,1 Mio. in 1999/2000 und 28 Mio. im Jahr zuvor ... na toll :O
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02.08.00 01:56:55
@Carlo und Quakfrosch, ihr seid wunderbar! :kiss: (nicht zu persönlich nehmen, bitte. Nur symbolisch! ;))

Carlo: ich erlaube mir, dein Posting bzgl. m+s 1 : 0,95 direkt in den Nemwax zu übernehmen. Bis auf die Art und Weise des Veröffentlichungsmodus ist alles Wesentliche drin!

Dafür ist dann BMF zuständig! ;)

Vielleicht geben sie lieber mal zwei unterschiedliche Planziele an, damit die Wahrscheinlichkeit höher ist, eines davon zu erreichen? :mad:

Teamwork ist bereits seit geraumer Zeit (wahrscheinlich seit 11.07., also dem Datum der von dir zitierten adhoc) beim Tütenkleben, in der Hoffnung, daß sie wenigstens davon etwas verstehen!
Mein Kommentar im Nemwax dazu dürfte sogar dich zufriedenstellen! ;)

Womit wir allerdings immer noch ein Unternehmen brauchen, um mit Quakfrosch gleichzuziehen! Aber da läßt sich bestimmt morgen (heute?) eins rausquetschen (genauer gesagt reinquetschen!) ;)

Warten wirs ab, die Unternehmen kommen praktisch von alleine zu uns!

Heute (gestern?) war schon eine verdammt gute Ausbeute!

Nacht allerseits

Amok
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02.08.00 11:01:09
Das SAU der Woche:

Update.com :mad::mad::mad::mad::mad:


Wie gar nicht anders zu erwarten, da bereits unterschwellig in der Umsatzrevidierung von vor zwei Wochen angedeutent:
Mittwoch, 02.08.2000, 09:02

update.com: Revidiert Umsatzplanung nach unten

Die update.com software AG (WKN: 934 523) steigert in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ihren Umsatz
um fünf Prozent auf 9,108 Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag liegt bei 7,050 Mio. Euro nach 2,874 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Unternehmens liege man mit diesem Ergebnis innerhalb der Erwartungen.

Das mäßige Wachstum im zweiten Quartal – Umsatz 4,380 Mio. Euro nach 4,877 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum und
Quartalsfehlbetrag von 4,133 Mio. Euro (1,501 Mio. Euro) – hat den Vorstand dazu bewegt die Planzahlen zu reduzieren. Im
Unternehmen geht man davon aus, dass der Umsatz um 18 Prozent geringer ausfällt. Der Jahresüberschuss bleibt aufgrund der
niedrigeren Kostenentwicklung innerhalb der Planung.

Steht da Jahresüberschuß??? Eine neue Definition von Überschuß (der negative Überschuß) oder hab ich da was übersehen?
Die Firma leidet wohl eher an einem ökonomischen Kopfschuß! Ein Umsatzrückgang im Q2 ist wohl auch kaum Kennzeichen eines Wachstumswertes - doch halt! Dafür wächst der Verlust immens! Na Gottseidank, die Ehrenrettung! :mad:

@alle: Leider bin ich gestern nicht dazugekommen, die Homepage zu aktualisieren. Mach ich heute abend!

@nochmal an alle:

Nachdem der NemwaX allmählich Kultcharakter bekommt, möchte ich meinen Vorbildern - allen voran Big Brother Slatko - in nichts nachstehen und eine CD rausbringen! ;)

Allerdings gebricht es mir an der Zeit (gut gell ;)), die Texte zu schreiben (die Musik wird eh geklaut):

Vorgestellt hab ich mir z.B. Lieder wie
Musik nach Deep Purpel (Smoke on the water): "Smoke on the Nemax - Geier in the sky!" :D:D:D
oder Falco´s "Jeannie" wird in "Abit" umbenannt:Über die Produkte: "Ihr habt sie nicht verkauft/und ich hab es gesehen - zu viel Rot in euren Zahlen ..." :D
Münchner Freiheit (wo wo bist duhu?): "Her her mit dihir: Firma miserabel/lügen eklatant/Vorstand ist am Ende/Cash der wird verbrannt! Willkommen/im Club/der crashenden Firmen/herzlich/willkommen/in unserer Kartei/herzlich/willkommen beim Tanz in den Ruin/und die Konkursgebühren/sind auch schon drin ! :D
Oder nach Vorbild Slatko (Ich vermiß dich wie die Hölle):"Jetzt verpiß dich in die Hölle!" (z.B. über artnet?)

Immenses Potential bietet auch Michael Jackson! Z.B. "Dirty Prodacta". Die Hymne auf CPU "I´m bad" ist eh klar! Und die über die Philosophie den NemwaX: Selbstverständlich "Beat it, beat it"!

Wenn euch zu diesen Bruchstücken noch was Neues oder vielmehr Ergänzendes einfällt, bitte hier über die w:o-Post oder über AmokderBoese@aol.com melden!
Als Preis/Vergütung kann ich bisher leider nur einen feuchtwarmen Händedruck von mir in Aussicht stellen! :(

Ist doch auch schon was, oder? :D

Jetzt zeigt sich, wer hier kreativ ist!

Amok
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02.08.00 14:32:42
Aufnahme in die Watchlist: Novasoft

Novasoft: EBIT sinkt in H1 von 5,6 auf 2,8 Mio Euro

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Die am Neuen Markt notierte Novasoft AG
ist im ersten Halbjahr 2000 beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
auf 2,8 Mio. Euro nach 5,6 Mio. Euro im Vorjahr eingebrochen. Der Grund
seien hohe "mySAP.com"-Investitionen, teilte der SAP-Dienstleister am
Mittwoch in Heidelberg mit. Das Ergebnis pro Aktie nach DVFA/SG betrage
0,19 Euro. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten auf 21,8 Mio.
Euro nach 18,7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Wegen der Investitionen werde auch das für 2000 geplante EBIT von 13 Mio. voraussichtlich nicht erreicht. Dagegen peile das Unternehmen
für das gesamte Geschäftsjahr weiterhin einen Umsatz von 52 Mio. Euro an.

Ok, die Investitionen sind glaubhaft! Aber sollte am Umsatz was zu bekritteln sein ...!
Warten wir´s ab!

@alle: Der Feedback ist ja gewaltig! (gähhn)

Grüße

Amok
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02.08.00 14:52:35
Hai Amok,

bzgl. die Vermarktung der CD werde ich einmal den Aufsichtsrat und den CFO der HE AG (zu diesem per definitionem nicht NemwaX fähigen Unternehmen siehe auch Thread: Sensation im 3SAT Depot von Förtsch...) kontaktieren. Im Zuge einer gemeinschaftlichen Vermarktung der CD in Verbindung mit den zumindest in Italien schon zum Kult gewordenen Sonnenbrillen der brillomio.com sollte sich da sicher für beide beteiligten Seiten ein extrem profitables Geschäft ergeben können. :cool:

Ansonsten: Schau mal endlich, daß Du mit der Page weiterkommst ... ich erinnere Dich hier mal leicht hämisch an ein "Gnagnagnagnagna" Deinerseits bzgl. "Hintertreffen" :D:D:D:D:D:D:D

Ich kümmere mich derzeit mal um Realtech ... wenn der zweite Eindruck so ist wie der erste, werde ich Watchlist beantragen ;).

Vorerst Gruß und quaaaak,
der breitmaulfrosch

NemwaX: http://www.nemwax.de
NeMFAX: http://www.geocities.com/der_breitmaulfrosch/index.html
;)
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02.08.00 15:39:53
@Quakfrosch:
Wenn das mit der NemwaX-Page so funktioniert wie ich mir das in meinen zugegebenermaßen kühnen Träumen vorstelle, fängt dein Tümpel zu dampfen an!

:D:D:D:D:D:D

Gut Ding braucht eben Weile, hilft nix! :(

Amok
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02.08.00 15:44:45
realTech - wie es begann: "Es war einmal ..."
31.05.1999 - realTech 1.Quartal 1999 - Ad hoc

Die realTech AG (DE0007008906) konnte schon im Abschluß des ersten Quartals 1999 nach US-GAAP mit mehr als l Million DM nahezu 62% des Jahresüberschusses 1998 erreichen. Den Konzernumsatz steigerte das erst Ende 1994 gegründete Unternehmen im selben Zeitraum auf rund 11 Millionen DM (Jahresumsatz 1998: 33,7 Millionen DM). Das entspricht einer Nettoumsatzrendite von 9%.
Grund für die deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Umsatzerlöse im ersten Quartal 1999 ist die anhaltend gute Auftragslage. Obwohl das erste Quartal aufgrund saisonaler Schwankungen üblicherweise das schwächste des Jahres ist, repräsentiert der Umsatz von realTech in diesem Zeitraum bereits 32,6% des letztjährigen Gesamtumsatzes.
Die Aussichten der realTech AG, den für das Geschäftsjahr 1999 im Konzern geplanten Umsatz von rund 50 Millionen DM zu erreichen und das Betriebsergebnis (EBIT) auf rund 11 Millionen DM zu verdoppeln, beurteilt das Unternehmen angesichts der Marktentwicklung und des weiteren Ausbaus der Aktivitäten von realTech als sehr gut.


... wie es weiterging: "...und holde Glückseligkeit machte sich breit" ...
25.02.2000 - realTech Geschaeftsjahr 1999 - Ad hoc

Die realTech AG (DE0007008906), Walldorf, Spezialist fuer technische R/3 Beratung, eCommerce und Enterprise Management Software, gibt vorlaeufige (ungepruefte) Ergebnisse fuer das Geschaeftsjahr 1999 bekannt. Der Konzern erzielte einen konsolidierten Umsatz von 56,7 Mio. DM und liegt damit 68,4 Prozent ueber dem Gesamtumsatz 1998 in Hoehe von 33,7 Mio. DM.
Mit einem Anstieg von 5,48 Mio. DM auf 7,76 Mio. DM entwickelte sich das EBIT im selben Zeitraum ebenfalls sehr erfolgreich. Der EBITDA des seit April 1999 am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierboerse notierten Unternehmens stieg von 6,30 Mio. DM auf 10,00 Mio. DM im Gesamtjahr 1999, was einer Steigerung von 58,7% entspricht.
Fuer 2000 erwartet das Unternehmen einen konsolidierten Umsatz von 108,3 Millionen DM und einen EBIT von 17,9 Millionen DM.


... und wie die Sache jetzt steht: "... nur eine gute Fee kann jetzt noch helfen" ...
29.05.2000 - realTech Quartalsbericht - Ad hoc

Die realTech AG (DE0007008906), Walldorf, der Spezialist fuer Technologie-Beratung (R/3, mySAP.com), ERM-Software und Outsourcing erzielte im ersten Quartal 2000 ein Umsatzplus von 68 %. Der Konzernumsatz stieg von 5,6 Mio. EURO in der entsprechenden Vorjahresperiode auf 9,4 Mio. EURO. Besonders positiv entwickelte sich der Umsatz mit eigenentwickelter Software, der um 115 % auf 0,8 Mio. EURO gesteigert werden konnte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 0,99 Mio. EURO auf Vorjahresniveau. Beim operativen Ergebnis (EBIT) war ein Rueckgang um 67 % auf 0,29 Mio. EURO zu verzeichnen. Es liegt damit innerhalb der Erwartungen. Die Belastungen durch die realTech Gesellschaften in den USA und Australien ueberlagerten dabei den ueberaus positiven Ertragsverlauf in Europa und Neuseeland. Zusaetzlich belastend wirkten sich die weiteren Investitionen in den Ausbau des Vertriebs sowie in Forschung und Entwicklung aus.
Beim Ergebnis nach Steuern ergab sich ein Fehlbetrag von -0,15 Mio. EURO gegenueber einem Ueberschua von 0,51 Mio. EURO im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ursache hierfuer ist der Verzicht der Aktivierung von Verlustvortraegen bei auslaendischen Tochtergesellschaften. Durch die nicht gegebene Verrechenbarkeit der Verluste zwischen den verschiedenen Konzerngesellschaften ergab sich eine Steuerquote von ueber 100 %. realTech beschaeftigte per 31. Maerz 411 Mitarbeiter, davon 191 im Ausland. Dies bedeutet eine Zunahme um 41 Mitarbeiter gegenueber dem Jahresbeginn. Fuer das Gesamtjahr ist ein Umsatzzuwachs aus eigener Kraft auf 42 Mio. EURO geplant.


... und wie es endet ...

werden wir wohl bei den Halbjahreszahlen Mitte/Ende August erfahren. Allerdings finde ich es schon einmal bemerkenswert, daß von den noch im Februar prognostizierten € 56 Mio. Planumsatz drei Monate später nur noch 42 Mio. übrig blieben (naja, sind ja nur 25% weniger :O). Außerdem halte ich ne Steuerquote von über 100% auf Dauer nicht für besonders rentabel :D. Wenn nach den Halbjahreszahlen nicht abzusehen ist, daß die noch ausstehenden 96% des EBIT`s für 2000 in den verbleibenden drei Quartalen erwirtschaftet werden können, würde ich für die Aufnahme in den Märchenwald plädieren.


Noch Fragen, Kienzle?

Gruß und quaaak,
derbösebreitmaulfrosch :D
Avatar
02.08.00 16:23:50
Hierfür müßte man noch eine neue Rubrik einfügen - für die
schlechteste Public Relations
Avatar
02.08.00 19:22:19
breitmaulfrosch und Amok,

Ihr habt natürlich recht. Teamwork ist ja längst drin. Ich gebe zu, ich habe schwer gepatzt. Aber ein bißchen hat mich auch die Nemwax-Website reingelegt. Da hatte ich Teamwork auf der Watchlist entdeckt (die steht da noch drin) und draus geschlossen, dass hier die notwendige Konsequenz fehlte.

Aber Amok und Donald waren natürlich kompromisslos!

breitmaulfrosch,

sei mit realTech nicht zu streng. Ein schlechtes Quartalsergebnis haben fast alle IT-Dienstleister hingelegt (z.B. TDS, TTL und viele andere). Die Planungsdiskrepanzen ließen sich sogar erklären, wenn davon ausgegangen wird, dass in den Zahlen aus 1999 auch externes Wachstum integriert wurde. Glaube ich zwar nicht so recht, kann aber auch nicht das Gegenteil beweisen. Jedenfalls gehe ich zur Zeit davon aus, dass realTech eine gute Company ist (selbst allerdings nicht investiert).

Grüße,

Carlo
Avatar
03.08.00 03:08:38
Ich beantrage die Herausnahme von Artnet aus dem Nemwax. Ich hab über Innernet geade ein Bild bei denen gekauft und deren Profit beträgt 23,39 €.. (Gibt bestimmt ´ne Ad hoc)

Damit dürften sie aus dem Gröbsten raus sein und bei der geringen Burn Rate hält das bestimmt 2-3 Minuten.

Bitte nicht böse sein über den Müll den ich hier poste !!!! – aber Spaß muß sein

Zora
Avatar
03.08.00 07:57:36
Hi Amok!

Ich habe gestern und vorgestern bei Ariva ein wenig Werbung für die Seite gemacht und nach den Kommentaren zu urteilen, müsste die steigende Userzahl sich schon bemerkbar gemacht haben. :)
Avatar
03.08.00 09:17:39
@Hey Zora! Soll unser NemwaX-Friedhof denn ewig leer bleiben! :mad:
SABOTAGE! ;)

@Viva2: Vielen Dank für deine Mühe!

Apropos PR: Warlord Steve war so freundlich, auch in dieser Richtung tätig zu werden und hat gestern mit einer Pressemitteilung ca. 260 (!) Redaktionen zugemüllt!

Eine Journalistin von Bloomberg hat schon um ein Interview gebeten!

Steve, ich danke dir!

Harald Schmidt, wir kommen! ;)

Grüße an alle
Amok
Avatar
04.08.00 12:31:23
Watchlist oder Märchenwald? Was meint ihr:

Plaut AG:

History: Statt den beim Börsengang prognostizierten Umsatz von 249 mio Euro schafften sie nur eine Steigerung von 26% auf ca. 230 mio. Dieses Jahr soll ein Umsatz von 360 mio erreicht werden, auf Kosten des Gewinns ("Aufgrund der Investitionspläne will das Unternehmen negative Auswirkung auf das Ergebnis "nicht gänzlich ausschließen"). Und eine Verfehlung der Umsatz- Planzahlen in 2000 zeichnet sich auch immer deutlicher ab:

Dazu der heutige w:o-Bericht:
Plaut AG: Trotz guter Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurück

Der am deutschen Neuen Markt notierende Unternehmensberater Plaut AG (WKN: 918 703) hat heute die Zahlen für das erste
Halbjahr vorgelegt. Die Umsatzerlöse konnten um 12 Prozent gesteigert werden, das Ergebnis nach Steuern gegenüber den
Vergleichszahlen des Vorjahres sogar sehr deutlich um 141 Prozent. Trotzdem liegt das Halbjahresergebnis pro Aktie mit 0,19
Euro hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Schon im vorigen Jahr musste das Unternehmen im Vergleich zum Geschäftsjahr 1998 empfindliche Einbrüche des Ergebnisses
vor Ertragssteuern hinnehmen. Das EBIT reduzierte sich damals von über 12 Mio. Euro auf nicht einmal 500.000 Euro im
Gesamtjahr.

Die Umsätze von Plaut konnten in diesen Jahren zwar ständig gesteigert werden, die beim Börsengang vom Unternehmen
angegebenen Wachstumsraten wurden jedoch bisher bei weitem nicht erreicht. Im ersten Quartal 2000 konnte das EBITDA auf
lediglich 3,3 Mio Euro gesteigert werden, was einem Wachstum von nur 5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres gleichkommt. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass nach Angaben des Unternehmens, sich die Abschreibungen durch
die im Verlaufe des letzten Jahres vorgenommenen Investitionen mehr als verdoppelt haben.

Angesichts dieser nicht erfreulichen Entwicklung wird von Experten bezweifelt, ob die zu Beginn dieses Jahres vom
Unternehmen genannten Fundamentalzahlen eingehalten werden können. Für das Gesamtjahr war nach eigenen Angaben des
Unternehmens ein Umsatz von 360 Millionen Euro und ein Gewinn von 13 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Mit
dieser "günstigen" Schätzung würden jedoch die beim Börsengang von der Emissionsbank (Anm.: Leader: DG Bank) vorausgesagten 0,72 - 1,12 Euro pro
Aktie deutlich unterschritten. Der Gewinn pro Aktie hätte sich somit für das Jahr 2000 auf etwa 0,60 Euro hochrechnen lassen.
Nach Bekanntgabe der heutigen Zahlen ist aller Voraussicht nach nicht einmal dieses Ziel erreichbar.

Der Unternehmenssprecher Herbert Braun gab von wallstreet:online austria zu diesen Planzahlen befragt an, dass die
Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den Sparten Produktentwicklung aber auch Marketing mehr Geld verschlungen hätten, als
ursprünglich geplant. Auch habe sich durch das Y2K-Problem eine nicht vorhersehbare Situation für viele Unternehmen in der
Software- und IT-Branche ergeben. Der Unternehmensprecher verwies in diesem Zusammenhang auf ähnlich gelagerte Fälle
von Ertragseinbrüchen in der internationalen Konkurrenz. ....

Trotz der rasanten Ausweitung der Geschäftstätigkeit in 19 Ländern der Welt sowie dem Anspruch des Unternehmens, als global
agierender Full Solution Provider für Strategie-, Business- und IT-Consulting auch im e-Business an die Weltspitze vorstoßen zu
wollen, hinterlässt die schwache Gewinnentwicklung doch einen bitteren Beigeschmack, der sich auch in der Kursentwicklung
der letzten Monate widerspiegelt.

What to do? Mal wieder eine Ösi verdreschen?
Carlo, Quaker und alle anderen, ihr seid gefragt! (In der Watchlist sind sie auf alle Fälle!)

Aufnahme in die Watchlist:

Evotec


Erst mal die heutigen Halbjahreszahlen:

Evotec: Umsatz wächst stärker als der Verlust

Das Biotech-Unternehmen Evotec (WKN: 566 480) meldet einen Umsatzanstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 1999 um 186
Prozent auf 12,5 Mio. DM.
Davon entfallen rund 11,5 Mio. DM auf den Bereich Wirkstoffforschungs-Technologie und Instrumente.
Der Fehlbetrag erhöht sich um 31 Prozent und liegt bei 14,6 Mio. DM. Erwartet wurden 34 Prozent gegenüber dem gleichen
Vorjahreszeitraum. Nach Unternehmensangaben liegen die Ursachen für die Erhöhung in dem Ausbau der Sparten Dienstleistungen und Produkte sowie der gesteigerten Entwicklungsleistung.

Weiter meldet die Gesellschaft, dass das Orderbuch am 30.Juni die Umsatzplanung zu über 75 Prozent absichere.

Dirk Schlamp, Analyst der DG-Bank, bewertet das Ergebnis als "im Rahmen der Erwartungen" liegend. Für das Gesamtjahr prognostiziert er einen Gewamtumsatz von 19,2 Mio. Euro.
Zitatende.

Wollen mal festhalten: Die Umsatzsteigerung ist mit 186% (auf 12,5 mio DM) höher als der Verlustanstieg (+31% auf 14,6 mio).
Wie schön! Wenn der Verluststeigerung gleich der Umsatzsteigerung wäre, wäre das aber auch der Supergau, ist doch bereits jetzt der Verlust höher als der Umsatz!!! :mad:

Dann steht noch eine Kapitalerhöhung ins Haus: Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zudem
vorschlagen, ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von 12 Millionen Euro unter Ausschluß des Bezugsrechtes der Aktionäre
zu schaffen, um dem Management der Gesellschaft die Möglichkeit zu geben, im Wesentlichen im Hinblick auf Kooperationen
mit anderen Biotechnologieunternehmen sowie ein mögliches Listing an einer ausländischen Börse schnell und flexibel
handeln zu können. (Anm.: Müßte wohl schon durch sein, nachdem die HV im Juni war)

Brauchen die wieder Kohle?

Und dann müssen sie auch noch Unsummen für eine Akquisition rausrücken, um im Geschäft zu bleiben:

w:o exklusiv - Evotec: Analyst bestätigt Rechtfertigung für hohen
Kaufpreis von OAI

Der Vorstand der Evotec Biosystems AG (WKN: 566 480), Karsten Henco, rechtfertigt in einem Interview mit der
Wochenzeitschrift TELEBÖRSE den relativ hohen Kaufpreis für die Oxford Asymmetry International plc. Evotec muss für das
Unternehmen rund eine halbe Milliarde Euro aufbringen (Anm.Ächz!):. Zwei Gründe nennt Karsten Henco: Einmal seien die OAI-Investoren
nicht ohne weiteres bereit gewesen, ihre Anteile an dem profitablen Unternehmen abzugeben. Zweitens habe es einen
finanzstarken Wettbewerber gegeben.

Auf Nachfrage von w:o bestätigt Dirk Schlamp, Analyst der DG-Bank, die Stichhaltigkeit der Argumente. Hätte die US-Firma
Aurora anstelle Evotecs die Übernahme getätigt, wäre das sehr problematisch für das Hamburger Biotech-Unternehmens
gewesen. Schließlich sei Aurora in einem ähnlichen Geschäftsfeld tätig.
Außerdem könne Evotec durch den Kauf seine
strategische Positionierung deutlich verbessern: Letztlich sei die Akquisition unumgänglich gewesen, um die bestehende Lücke
im Bereich der kombinatorischen Chemie zu schließen. Damit sei der hohe Preis plausibel, so der Experte.

Na bravo! Hätten auch gleich noch ne UMTS-Lizenz dazupacken können!

So long

Amok
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04.08.00 18:03:01
Hi Amok,

mit Plaut mach was Du willst, aber ist das mit Evotec nicht ein bißchen übertrieben. Weißt Du den, ob der Firmenkauf wirklich zu teuer war??? Immerhin ne Biotech Firma mit Gewinn, wenn ich das richtig verstanden habe und ein Verlust in höhe des Umsatzes war angekündigt. Also kein Märchenwald. Zuchthaus wohl auch nicht Schrottplatz, wenn die ne Firma kaufen die Gewinne macvhen wohl auch nicht mehr Friedhof und Kindergarten fallen auch flach. Schuldenturm ist auch nicht angesagt.
Wo willst Du die hinstecken und außerdem: In dubio pro reo oder so ähnlich( mein Lateinunterricht ist schon etwas her.)

Also lieber nicht - Könnte euer Depot versauen

Ich bin nicht inverstiert



Zora
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05.08.00 00:01:43
@Zora:
evotec wurde auch weder in den Märchenwald, noch in das Zuchthaus, das Sünderbänkchen, den Schuldnerturm oder sonstwo im NemwaX, sondern sie wurden von mir mal vorsorgehalber in die Watchlist aufgenommen! Diesbezüglich keine Gefahr für die Performance! ;)

Daß sie (zu?) teuer waren: Nun ja, geben sie ja selber zu, daß sie einen finanzstarken Konkurrenten (Aurora) überbieten mußten und deshalb tiiieeef in die Tasche greifen mußten!
Alle Entwicklungen werden genau beaugäpfelt! Wenn alles gut läuft, fliegen sie auch wieder aus der Watchlist raus! Hab da nur ein paar Bedenken. Aber sicher bin ich mir halt auch nicht, deswegen nur Watchlist!

Nette Smilies übrigens! ;)

Amok

PS: Was is nu mit Plaut? Traut sich keiner, hm? Dann laß ich sie erst mal auf der Watchlist! Okay?
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05.08.00 12:42:31
All waste Index auf Bloomberg erwähnt - kann ja wohl nur um diesen hier gehen
Sinngemäß:
"...nach einer 40 % Talfahrt hat sich das Internet zu einer Klagemauer entwickelt. Der All Waste Index listet 26 Unternehmen, die
schlecht dastehen."

Gruss gg
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05.08.00 12:53:34
Bin selbst unsicher, Amok,

hatte mir den Laden mal angeschaut. Irgendwie erscheinen die mir zu gut, um im Nemwax drinzustehen und zu unzuverlässig in ihrer Planung, um nicht drinzustehen.

Ein Wachtlist-Kandidat (meine Meinung).

Grüße,

Carlo
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06.08.00 00:29:42
Die GoingPublic-Kolumne:
Ad hocs - Publikationspflicht wird schamlos ausgenutzt

WOLFRATSHAUSEN (GoingPublic) - Selbst nach der Androhung von Strafen durch das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel hat sich die Situation nicht wesentlich verbessert: Ad hoc-Meldungen werden weiterhin zu locker gehandhabt.

Richtig ist, daß am Neuen Markt notierte Unternehmen der Verpflichtung unterliegen, kursbeeinflussende Nachrichten umgehend in einer Ad hoc-Mitteilung bekanntzugeben. Nicht richtig ist dagegen, daß es sich hierbei um eine kostenlose Form der Eigenwerbung handelt, die vor allem vielen kleineren Firmen dazu dient, die Marketingausgaben zu senken. Bereits im Frühjahr monierte das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel unter anderem eingefügte Firmenprofile, Zitate von Funktionären und sogar Seitenhiebe auf die Konkurrenz. Als durchschnittliche Länge einer Ad hoc-Mitteilung wurden 10 bis 20 Zeilen als ausreichend erachtet. Da es sich aber nur um Richtlinien handelt, sind die Spielräume für die PR-Abteilungen variabel. Und diese gehen oftmals bis an die Schmerzgrenze der Leser.

So meldete die United Labels AG , daß mit EM.TV ein "pan-europäischer Exklusiv-Vertrag über Sesamstraßen-Socken" abgeschlossen wurde. Künftig werde jede im europäischen Handel erhältliche Sesamstraßen-Socke ausschließlich aus dem Hause United Labels stammen. Wie man weiter erfuhr, wandelt die AG aus Münster viele weltweit bekannte Comic-Figuren "zeitnah in tragbare Bekleidung" um. Insgesamt erinnerte die gesamte Meldung an einen Beitrag für eine 30minütige Vorabendsendung. Die erst seit einigen Wochen am Neuen Markt notierte Internationalmedia AG ließ es sich nicht nehmen, die Ernennung des Vorstandsvorsitzenden Nigel Sinclair zum Commander of the British Empire durch Königin Elizabeth II als wichtigsten Bestandteil ihrer Ad hoc-Mitteilung zu präsentieren. So interessant das auch sein mag, kursbeeinflussende Relevanz war in dieser Meldung nicht zu entdecken. Die Zahlen für das erste Quartal waren nicht so wichtig - sie folgten erst im letzten Absatz der Nachricht. Kreativität bei der Geschäftsberichterstattung legte auch die Kretztechnik AG , Weltmarktführer im 3D-Ultraschall, an den Tag. Da die Halbjahreszahlen enttäuschend ausfielen, wies man die jüngsten Zahlen einmal mit und einmal abzüglich eines im Vorjahreszeitraum erhaltenen Großauftrages aus. Wenn derartige Rechenspielchen bei der Berichterstattung zulässig sind, ist offenbar tatsächlich Handlungsbedarf gegeben.

Den Mißbrauch der Ad hoc-Meldungen zu unterbinden erscheint nach wie vor schwierig. Die Androhung von Strafen hat nicht gewirkt. Da mittlerweile fast 300 Unternehmen des Neuen Marktes mit Ad hocs herauskommen, von denen viele an den gewünschten Richtlinien vorbeischrammen, kann sich der einzelne recht gut in der Gemeinschaft verstecken. Solange keine drastischen Strafen verhängt werden, sind Ad hocs immer noch die günstigste Form der Unternehmenswerbung. Da keiner der Konkurrenten zurücksteckt, ist der Druck groß, die bisherige, zweifelhafte Praxis beizubehalten. Damit schadet man aber langfristig der gesamten Branche. Die Gefahr ist groß, daß wichtige Meldungen noch schwieriger aus der Flut von Nachrichten herausgefiltert werden können, weil das Interesse beim Durchforsten der Meldungen mehr und mehr schrumpft. An die Einsicht der PR-Experten zu appellieren wäre aber wohl ein wenig zu viel verlangt.

Und noch einer:

Vorsicht Glosse: Eine Vision für den Neuen Markt

Wir schreiben das Jahr 2010. In den unendlichen Kurszettelweiten des Neuen Markts tummeln sich mittlerweile 5.000 Unternehmen. EM.TV hat sich längst in den DAX verabschiedet, Intershop gerade einen Teil von Microsoft übernommen, die nach der Zerschlagung nur noch vor sich hin dümpeln, und wird in den Dow Jones aufgenommen. Und die Mattscheibe ist dank Metabox zur mutimedialen Wunderkiste mutiert.

Heute geht die Virtual Fries Land an den Neuen Markt, Weltmarktführer für ostfriesische Pommes rot-weiß, die per e-mail bestellt werden können. Der CEO verspricht vollmundig, nun auch die restlichen Marktanteile von Mc Donalds zu erobern und nennt ein Kursziel von „dausend“. Nach einem Emissionspreis von 100 Euro immerhin eine Verzehnfachung.

An einem Schreibtisch in der w:o-Redaktion sitzt ein sichtlich gestresster und genervter Mitarbeiter und kämpft sich durch einen Berg von 752 Ah-hoc Meldungen. Drugs online meldet heute einen Großauftrag über 10.000 Euro; die Firma erzielt einen Jahresumsatz von 100 Mio. Euro mit dem Vertrieb von Arzneimitteln über das Internet. Eine Nachricht, die Kurse macht...

Ich wache auf, schweißgebadet schau ich an die Decke meines Schlafzimmers. Gott sei Dank, nur ein Albtraum!
__________________________________________________

@Carlo: Hab ich mir auch gedacht! Ein kleines Quentchen fehlt noch!

@GermanGoody: War das eine Ankündigung auf einen oder schon ein ganzer Bericht? Man hat mir gesagt, ich bekäme wenn fertig das Manuskript im Laufe des WE zugeschickt! Bisher noch nix da (müßte auch auf englisch sein - we are going international! ;))

Laut der Journalistin von Bloomberg ist es in Amerika nix ungewöhnliches, den Firmen auch mal in den Hintern zu treten! Nur in good ol Germany ... :( .... aber jetzt gibt es ja den NemwaX! :D

Donald hat die Seite übrigens ordentlich aufgemotzt!
http://www.nemwax.de

Nein Quakfrosch, der nicht zu toppende Knüller ist erst noch beim Schnitzen! ;)


Schönen Sonntag

Amok
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06.08.00 19:25:05
Ich hätte eine Bitte: Ich suche für `n Flahintro zwei Gifs:
1 einen Bären, der sich (wenn möglich) den Rücken an einem Baumstamm schuggert und
2. einen Bullen ( /eine Kuh), die auf einer Wiese äst.
Habe schon soviel gesucht, aber wenig Gescheites gefunden :(

Hat jemand eine passende Grafik oder könnte sowas zeichnen?
Wäre für Hilfe sehr dankbar!

Viele Grüße
Donald
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07.08.00 11:13:08
Die heutigen Zitronen für völlig sinn- und aussagelose Adhocs gehen heute an:

Thiel Logistic und November AG

Thiel Logistik meldet `überragendes` H1-Ergebnis -
Konkrete Zahlen verweigert


GREVENMACHER (dpa-AFX) - Die Thiel Logistik AG hat im ersten Halbjahr 2000 nach eigenen Angaben "ein überragendes
Ergebnis" bei Gewinn und Umsatz erwirtschaftet. Der anteilige Jahresüberschuss nach Fremdanteilen habe sich versechsfacht, teilte der Software-Anbieter für den Gesundheitsbereich am Montag in Grevenmacher mit. Zahlen wollte das Luxemburger Unternehmen auf Anfrage auch auf Anfrage aber nicht nennen. Die Halbjahrs-Zahlen sollen erst am 22. August veröffentlicht werden./ar/ub/fl

Mein Kommentar:
Aber mit der Adhoc wollte sie auch nicht mehr warten, was? Wärt sonst geplatzt, wie? Also darf sich´s der Investor halt selber aus den Fingern saugen! :mad::mad::mad:

November AG erhöht Umsatzprognose für
IDENT-Technik im Geschäftsjahr 2001


ERLANGEN (dpa-AFX) - Die am Neuen Markt notierte november AG hat für das Geschäftsjahr 2001 ihre Umsatz- und Gewinnprognose für die IDENT-Technik, ein Verfahren für den fälschungssicheren Produkt- und Markenschutz, deutlich erhöht. Dies teilte das Unternehmen ohne Angabe
konkreter Zahlen am Montag in Erlangen mit.


Marktstudien prognostizieren laut November ein jährliches Marktvolumen von mehr als
1 Mrd. DM für die Anbieter solcher Identifizierungsverfahren, hieß es weiter.

Die november AG entwickelt Produkt- und Plattformtechnologien in der Molekularen
Medizin. Ein wichtiges Geschäftsfeld ist die Molekulare Diagnose./tf/cs/fl

Mein Kommentar:
Eigentlich ganz clever: Nachdem die ganze Story eh bloß auf Phantasie beruht, heizt man diese eben duch völlig nebulöse Aussagen noch mal kräftig an! Wer den sich den Chart anschaut, wird auch sehen, daß Kurspflege dringend Not tut! Scheint aber nicht so recht zu klappen diesmal, wenn man sich die derzeitige Performance betrachtet! Oder sollten daran die ausgeweiteten Verluste schuld sein? :mad::mad::mad:

Die andere Art der Anlegerverarschung! :mad:

Amok
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07.08.00 13:17:34
Warum hatte ich die bisher noch nicht eingetütet? Daß sowas noch frei rumläuft ????
Jedenfalls seit heute:

Aufnahme in den NemwaX/Rubrik Märchenwald:

TDS Informationstechnologie
:mad::mad::mad::mad:

TDS: Wieder Umsatzeinbussen und Gewinnrückgang

Der internationale Application Service Provider und IT-Dienstleister TDS
Informationstechnologie (WKN: 508 560) erzielt im ersten Halbjahr 2000 einen Umsatz
von 72,1 Mio. Euro. Damit fällt der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum im
Jahre 1999 um 15,3 Mio. Euro. Auch im Ergebnis vor Zinsen und Steuern muss das
Unternehmen Einbussen hinnehmen. Das EBIT für die ersten sechs Monate verringert
sich von 5,54 Mio. Euro im ersten Halbjahr 1999 auf 610.000 Euro.

Die Geschäftsentwicklung ist durch die weiterhin verhaltene Nachfrage im
Geschäftsbereich Desktop Services und der Marktschwäche im SAP-Consulting
geprägt. Um in diesem Segment verstärktes Wachstum zu schaffen, wurden bereits
Management-Positionen neu besetzt und eine neue Vertriebsstruktur aufgelegt.

Im strategischen Kerngeschäft Application Hosting ist der Auftragseingang mit 52 Mio.
Euro nach wie vor hervorragend.

Der TDS-Vorstand erwartet aus heutiger Sicht für das Gesamtjahr 2000 einen
Gruppenumsatz von 170 Mio. Euro und ein EBIT auf Vorjahresniveau.

Ein Versagen auf Raten: Bereits seit einiger Zeit quält TDS seine Anleger mit runtergesetzten Prognosen in Umsatz (von 205 mio am 31.03. auf nun ca. 170 mio; Q1 ´99 43 mio, Q1 ´00 33 mio) und Gewinn (von 3 mio im Q1 ´99 auf 0,6 mio im Q1 ´00 am 10.05.00 - offensichtlich hat man im Q2 ´00 einen Gewinn von 0,0 gemacht! Sauber! Fehlen übrigens noch schlappe ca. 14,5 mio, um auf den nun prognostizierten Vorjahresgewinn zu kommen! :mad: ).
Bemüht wird mal wieder das Y2K-Problem (gääähn)!
Die heutigen Zahlen manifestieren da nur, was man sich schon lange denken konnte!

Nur gesagt hats mir wieder mal keiner! Grrrr....

Grüße an alle

Amok
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08.08.00 00:46:06
Tiptel wird das Vertrauen der Anleger wieder zurückgewinnen
Avatar
08.08.00 14:44:49
Neuafnahme in den NemwaX/Rubrik Schrottplatz:

NSE Software
:mad::mad::mad::mad:

NSE rutscht in H1 mit 2,5 Mio Euro in die Verlustzone - Umsatz stagniert

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die am Frankfurter neuen Markt notierte NSE Software AG
hat im ersten Halbjahr 2000 einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 2,5 Mio. Euro erzielt nach einem Gewinn von 1,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Halbjahresplanung habe bei einem Fehlbetrag von 2,3 Mio. Euro gelegen,
teilte der Anbieter von Software für die Finanzwirtschaft mit. Der Umsatz habe in den
ersten sechs Monaten 2000 wie auch schon im Vorjahr 16,5 Mio. Euro betragen.

Auf Konzernebene bezifferte das Unternehmen die Gesamtleistung auf 23,8 Mio. Euro,
dies ist ein Plus von 4,8% gegenüber Vorjahr. Damit sei die Planung um 1,0 Mio. Euro
übertroffen worden.

Der Auftragseingang hat den Unternehmensangaben zufolge im ersten Halbjahr bei
22,1 Mio. Euro und damit 10,8% über den Vorjahresniveau gelegen. Im
Berichtszeitraum seien rund 8,4 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung geflossen,
163% mehr als im ersten Halbjahr 1999./cs/tf

Mit ihrer mit Preisen überhäuften Software FINAS scheinen sie sich nur Pokale ins Regal stellen zu können, aber kaufen will sie wohl keiner so recht!
Wie anders ist der stagnierende Umsatz zu bewerten??? Wo sind die Abermillionenaufträge aus der Versicherungswirtschaft?
Was zum Teufel suchen eigentlich solche Firmen, am Neuen Markt? Können die im SDAX nicht genauso vor sich hinstagnieren, ohne den Anlegern hier auf die Nerven zu gehen, die echte Wachstumswerte suchen?

Neuaufnahme in die Watchlist:

Infor Business solutions


Noch so ein Rumhänger:
Infor bleibt hinter den Erwartungen zurück

Infor (WKN: 622 540) leidet unter dem schwachen deutschen Markt: Der
Halbjahresumsatz bleibt mit 62,6 Mio. DM (+ 18 Prozent gegenüber
Vergleichszeitraum aus dem Jahr 1999) hinter den Erwartungen zurück. Auch das
operative Ergebnis leidet: Ein Minus von 5,7 Mio. DM wird hier verbucht.

Positive Impulse gibt es im Auslandsgeschäft, wo die Umsätze um 150 Prozent auf
22,5 Mio. Euro ansteigen. Das Auslandsgeschäft trägt mittlerweile mehr als ein Drittel
zum Gesamtumsatz bei und soll weiter ausgebaut werden. Hierzu stehen dem
Unternehmen nach eigenen Angaben noch 65 Mio. DM Liquidität aus dem Börsengang
zur Verfügung.

Ohne Kommentar!

@Öko: Mir würde es für´s erste schon mal reichen, wenn Tiptel schwarze Zahlen schreiben würde - wie praktisch alle anderen Konkurrenten!
Ansonsten bleibt da nur dein frommer Wunsch!

Grüße an alle

Amok
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08.08.00 22:17:38
@amok

Ich glaube Du mußt Dein Augenmerk auf ein paar der Biotechs richten. Ein gutes Beispiel ist für mich die November AG. Wenn ich mir die Zahlen anschaue, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Da kann man schon hochrechnen wie lange das Geld noch reicht... (es reicht noch ein paar Jahre, da beim Börsengang einiges eingenommen wurde, aber trotzdem).

Ich weiss Börsengänge kommen nicht in Betracht, aber ein heisser Kandidat -zumindest für den Kindergarten- ist Macropore. Wie kann man eine Firma mit so minimalen Umsätzen an die Börse bringen? Die brauchen Venture Capital und kein Börsenkapital! Nichts gegen die Firma und gegen das Produkt, beides erscheint mir aussichtsreich, aber bei der Größenordnung gehören die nicht an den Neuen Markt. Interessant, dass sie als amerikanische Firma in den Deutschland an die Börse gehen. In den USA würden die sich bei einer solchen Emission warscheinlich totlachen.

auf das die Sonne mal wieder scheint
Avatar
08.08.00 22:26:14
Mich haut es jetzt echt um. Der Nemwax samt Website ist wieder eine Nummer berühmter. Heute stand das unten gepostete auf der Website der Welt, recherchiert wurde wohl von Blomberg.

Allmählich wird der Nemwax fester Bestandteil der deutschen Börsenkultur!!!

Gratulation an Donald und Amok. Sagenhaft!

Bin gespannt, wann Ihr in der ersten Talkshow auftretet.

Grüße,

Carlo





Neuer-Markt-Anleger lassen im Internet Dampf ab

Forum Nemwax.de als Seite zur Krisenbewältigung

Frankfurt/Main - Als der Neue Markt im März Rekordhöhen erreichte, nutzten Investoren das Internet, um frohe Botschaften über die Gewinner auszutauschen. Mittlerweile ist der Markt um 40 Prozent gefallen und auch diesmal muss das Internet als Diskussionsforum herhalten, allerdings für Hiobsbotschaften: Auf der Website www.nemwax.de können wütende Aktionäre einander ihr Leid klagen.
Für die schlechtesten Firmen am Neuen Markt gibt es dort sogar einen Index: Den so genannten "Neuer-Markt-Waste-All-Share-Index", kurz Nemwax. Der fiktive Index listet 26 große Verlierer, darunter Abit, Datadesign und Gigabell. "Privatanleger sind heute kritischer und ungeduldiger als früher", sagt Daniela Bergdolt, Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). "Ursprünglich war der Neue Markt eine Einbahnstrasse in den Himmel, doch mittlerweile ist die Euphorie verschwunden."

Bestes Beispiel ist die Aktie der Abit, ein Softwarehersteller für internetbasiertes Forderungsmanagement. Sie kletterte in den drei Wochen nach ihrer Börseneinführung im Februar von 27 auf 225 Euro. Doch Verluste und fehlendes Gewinnwachstum machten der Aktie schwer zu schaffen. Gestern notierte sie bei 27 Euro. Mit fünf "wütenden Smileys", das sind Minuspunkte, gehört Abit in die Kategorie "schlechtestes anzunehmendes Unternehmen", kurz "SAU". Im so genannten "Zuchthaus" tummeln sich neben Abit auch CPU Softwarehouse, Prodacta, Teamwork, Brain International und M+S Elektronik. Wer so tief fällt, "hat das Vertrauen der Anleger durch extrem fahrlässiges, eventuell sogar kriminelles Vorgehen dauerhaft verspielt", heißt es auf der Website. Zu den weiteren Kategorien gehört der "Märchenknast" mit Unternehmen, die "ihre eigenen Prognosen aus selbstverschuldeten Gründen mehrmals nicht einhalten konnten" sowie der "Schrottplatz", dessen Vertreter Produkte anbieten, die "nicht marktfähig sind, weil zu teuer, veraltet oder schlicht untauglich".

Während institutionelle Anleger Aktien mit enttäuschender Performance schnell abstoßen, halten Privatanleger an ihren Investments fest, so Bergdolt. Mindestens einen Anruf pro Woche erhält die DSW-Sprecherin von Privatanlegern, die sich über die schlechte Performance von kleineren Unternehmen beschweren. "Das Management sollte viel stärker auf Kleinanleger eingehen", sagt sie. "Denn die sind loyal." Bloomberg
Avatar
08.08.00 22:27:53
Bald werden Euch die ersten Unternehmen Geld anbieten, um von Nemwax.de verschwinden zu dürfen. Ich hoffe, Ihr bleibt unbestechlich!
Avatar
08.08.00 22:31:10
@amok

zum Thema Plaut

Die Jahresplanung könnte "unter Umständen anfällig sein"

Ein Interview (siehe unten) das Bände spricht. Wer solch ein saumäßig dummes und schlechtes Interview gibt, gehört gefeuert. Das ist grob geschäftsschädigend. Nett für die Aktionäre, da Sie die Wahrheit mehr als nur erahnen können... (cleverer Journalist im übrigen, der die richtigen Fragen gestellt hat). Das Interview muss als Lehrbeispiel eingehen für das Coaching von Vorständen "wie darf ich mich niemals einem Journalisten gegenüber präsentieren".
Ich habe Plaut mal live auf einer Investorenkonferenz erlebt. Danach stand für mich fest, daß ich die Aktie nie kaufen werde.

http://www.instock.de/interviews/artikel/2000/07/21/31065/in…
aus Instock:
Plaut berät Unternehmen in den Bereichen Geschäftsprozesse, Strategien, IT-Outsourcing und E-Business. Auch die Realisierung der entprechenden Projekte wird gewährleistet. Die österreichische Gesellschaft wurde 1946 gegründet. 1999 setzte sie 230 (1998: 182) Millionen Euro um. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag bei 2,4 (13,69) Millionen Euro.
Im Rahmen der Gatrixx-Gespräche besuchten Vorstandsvorsitzender Erich Lebeiner und Vorstand Erwin Schillinger die Gatrixx-Zentrale in Berlin. Instock, ein Informationsdienst der Gatrixx AG, sprach mit ihnen.


Instock:
1998 lag Ihre EBIT-Marge bei 7,5 Prozent, 1999 bei 1 Prozent. Wie kam es zu diesem drastischen Rückgang?

Schillinger:
Durch das Millenium-Problem wurden Aufträge verschoben. Wir hatten dadurch eine schwächere Auslastung unserer Berater. Ende des vierten Quartals war sie unter 60 Prozent gesunken. Das hat die EBIT-Marge beträchtlich beschädigt. Außerdem waren wir noch voll im Expansionsprogramm, haben Niederlassungen in Mexiko, Polen, Italien und dazu noch fünf Data-Center eröffnet. Das hat finanzielle Ressourcen gekostet. Wir wollten ja als hübsche Braut an die Börse gehen. Auch die IPO-Kosten haben sich heftig niedergeschlagen.

Instock:
Was bezeichnen Sie als Data-Center?

Lebeiner:
Das sind Rechenzentren, in denen wir für unsere Kunden bestimmte Software-Anwendungen durchführen und betreuen - bespielsweise in den Bereichen Personal und Materialwirtschaft. Bei uns gehört das zum neuen Geschäftsfeld ASP, Application Service Providing. Dieses Outsourcing-Angebot für IT-Systeme richtet sich speziell an unsere Mittelstands-Kunden.

Instock:
Auch Ihre Personalkosten haben die Marge im vergangenen Jahr gedrückt. Gegenüber 1998 sind sie überproportional zum Umsatz um zirka 10 Millionen Euro gestiegen. Wie kommt das?

Schillinger:
Das waren die Aktivitäten in für uns neuen Ländern. Sie bedeuten zunächst Investitionen in Büro, Personal und Infrastruktur. Wir rechnen mit etwa 18 Monaten, bis wir bei so etwas den Break-even erreicht haben. Bis wir, basierend auf der geschaffenen Infrastruktur, in diesen Ländern richtig Geld verdienen, dauert es meistens zwei bis drei Jahre.

Instock:
Der Milleniumswechsel ist Vergangenheit. Trotzdem hat sich die Lage bei Ihnen nicht verbessert. Im ersten Quartal dieses Jahres lag Ihr Umsatz bei 63,15 Millionen Euro, das EBIT bei knapp einer Million Euro. Daraus errechnet sich eine Marge von nur 1,6 Prozent.

Lebeiner:
Das erste Quartal war immer noch relativ schwierig. Wir haben fünf neue Landesgesellschaften gegründet: Australien, Kanada, Spanien, Ukraine, Slowakei. Die Anlaufkosten sind natürlich voll durchgeschlagen und müssen verkraftet werden.

Schillinger:
Im zweiten Quartal liegt der Umsatz bereits über 70 Millionen Euro, beim EBIT rechnen wir mit etwa 4 Millionen Euro.

Instock:
Sie haben in jüngster Zeit einige Unternehmen übernommen. Wie sähe das Ergebnis des ersten Quartals ohne diese Akquisitionen aus?

Schillinger:
Das erste Quartal war rein organisches Wachstum. Die Akquisitionen kamen erst danach.

Instock:
Heißt das, im zweiten Quartal haben Sie ein Großteil Ihres Wachstums durch Akquisitionen generiert?

Schillinger:
Ich schätze mal, von den etwa 11 Prozent Wachstum kommt die Hälfte aus Akquisitionen.

Instock:
Im Gesamtjahr soll Ihr Umsatz 357 Millionen Euro betragen, das EBIT rund 19 Millionen Euro. Können Sie das überhaupt noch schaffen - angesichts des schlechten ersten Quartals?

Schillinger:
Vom Ergebnis her sehen wir kein Problem. Beim Umsatz hatten wir im zweiten Quartal eine Planabweichung von etwa 5 Prozent. Aber wenn alles gut geht, können wir das im zweiten Halbjahr wieder wett machen.

Instock:
Sie wollen in diesem Jahr insgesamt 65 Millionen Euro investieren. Glauben Sie wirklich, vor diesem Hintergrund ein EBIT von 19 Millionen Euro erreichen zu können?

Lebeiner:
Natürlich drücken die Investitionen auf das Ergebnis. Aber solche Summen investieren wir durchaus jedes Jahr. In diesen Plänen ist auch der Mitarbeiteraufbau voll berücksichtigt, das Recruitment und die Schulungen.

Instock:
Sie halten also an Ihrer Prognose für dieses Jahr fest?

Lebeiner:
Soweit es das EBIT betrifft, gibt es keinen Grund daran nicht festzuhalten. Wir sehen eher beim Umsatz Probleme. In die 360 Millionen Euro sind auch Akquisitionen eingerechnet. Einen Teil haben wir bereits getätigt, andere fehlen uns noch. Ob wir die umsetzen können, muss man sehen. Wir werden unsere Planungen dann erreichen, wenn wir diese Akquisitionen tätigen können und wieder eine Mitarbeiterauslastung von 68 bis 70 Prozent erreichen.

Instock:
Wie wollen Sie diese Mitarbeiterauslastung erreichen?

Lebeiner:
Durch vermehrte Aufträge.

Instock:
Wie wollen Sie die bekommen?

Lebeiner:
Einmal hat sich die Jahr-2000-Problematik praktisch erledigt. Die Unternehmen vergeben wieder neue Aufträge. Zweitens müssen wir unsere Vertriebstätigkeiten verstärken. Und das tun wir.

Instock:
Trotzdem werden Sie Ihre Prognose mit organischem Wachstum allein nicht erreichen können, wie Sie sagen. Wieviel Umsatz müssen Sie sich noch zukaufen?

Lebeiner:
Vom Umsatz her müssten wir uns noch 20 Millionen Euro holen.

Instock:
Halten Sie es nicht für fahrlässig, noch nicht realisierte Übernahmen in eine Prognose einzurechnen?

Lebeiner:
Ist es besser zu sagen, man plant nur organisches Wachstum und sattelt dann die Akquisitionen oben drauf und steht blendend da? Das ist doch nicht ehrlich! Wir haben dem Markt nun mal vermittelt, dass unser Wachstum in diesem Jahr zu 30 Prozent durch Zukäufe realisiert werden soll. Und ich meine, es ist nur ehrlich, wenn wir das sagen. Natürlich kann es passieren, dass die Akquisitionen nicht umgesetzt werden können. Es kann aber auch zu einem besseren Ergebnis kommen.

Instock:
Das bedeutet, dass Ihre Umsatzprognose auf recht wackligen Füßen steht, oder?

Lebeiner:
Sie ist unter Umständen anfällig - wenn die Akquisitionen nicht vollzogen werden können.

Instock:
Wenn Sie Ihre Prognose nicht erreichen, ist die mögliche Folge ein Absturz des Börsenkurses. Einmal haben Sie das bereits erlebt: Ihre Aktie ist seit Februar dieses Jahres von rund 79 auf unter 23 Euro gefallen, nachdem das Ergebnis 1999 hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Noch so einen Absturz können Sie sich eigentlich nicht leisten.

Lebeiner:
Vielleicht sind wir in dieser Frage zu offen. Wir sagen dem Markt, was wir tun wollen. Bisher sahen wir keinen Grund, das nicht zu kommunizieren.

Instock:
Mit einer Akquisition kaufen Sie sich Umsatz dazu und im besten Fall auch Gewinn. Letzterer macht sich aber zunächst nur gering oder gar nicht bemerkbar, wenn man ihn gegenrechnet mit den Goodwill-Abschreibungen - also dem Betrag, den Sie mehr bezahlt haben, als das Unternehmen eigentlich wert ist. Haben Sie solche Belastungen auch schon in Ihrer Prognose berücksichtigt?

Schillinger:
Das haben wir natürlich eingerechnet. Wir haben gewisse Vorstellungen, wie erfolgreich eine Firma sein soll, die wir kaufen. Wir gehen davon aus, dass sie eine EBIT-Marge von 18 bis 20 Prozent macht. Damit können wir auch die Abschreibungen des Goodwill finanzieren und haben keine negative Auswirkung auf unser Konzernergebnis.

Instock:
Die Akquisitionen tragen in diesem Jahr also zum prognostizierten Gewinn bei?

Schillinger:
Ja, natürlich.

Instock:
Somit würde auch das Ergebnis belastet werden, wenn Sie die geplanten Akquisitionen nicht realiseren können?

Lebeiner:
Der Sinn so eines Zukaufs ist ja nicht, dass wir beim Ergebnis unmittelbar ganz toll werden. Der Sinn ist, den Markt aufzubauen, damit wir im nächsten Jahr schon ein erheblich besseres Ergebnis haben werden.

Instock:
Zur Zeit sind Sie in 20 Ländern vertreten. Wie sieht Ihre weitere Akquisitionstrategie aus?

Lebeiner:
Bis 2003 wollen wir in 25 bis 27 Ländern präsent sein. Wenn wir Akquisitionen tätigen, dann aus zwei Gründen: Wir kaufen Know-how zu, das wir dringend benötigen. Oder alternativ: Die Eintrittskosten in einen neuen Markt reduzieren sich dadurch. Unser vorrangiges Ziel für das verbleibende Jahr ist, Unternehmen in Ländern zu kaufen, wo wir schon tätig sind - damit insbesondere unsere Neugründungen möglichst schnell in vernünftige Ergebnisse kommen.

Instock:
Wie weit sind die Gespräche?

Lebeiner:
Das ist völlig unterschiedlich. Mehr kann ich Ihnen nicht sagen. Die Deals sind in Verhandlungen.

Instock:
Sie sagen, Sie haben weitere Akquisitionen in die Prognose für dieses Jahr eingerechnet. Das Jahr ist schon halb vorbei, viel Zeit bleibt also nicht mehr. Da müssten Sie doch schon einiges absehen können.

Lebeiner:
Sagen wir mal so: Mitunter gehen die Dinge recht schnell, mitunter gibt es Rückschläge. Es ist schwierig. Wir haben mal mit einem Unternehmen verhandelt, da waren wir schon so weit, dass wir meinten, es sei alles erledigt - und plötzlich stand wieder alles in Frage.

Instock:
Wieviele Abschlüsse planen Sie in diesem Jahr konkret?

Lebeiner:
Auch das können wir nicht sagen, weil wir an verschiedenen Stellen Gespräche führen. Wir wollen sicherlich noch ein bis zwei Unternehmen in diesem Jahr bekommen. Es können aber genausogut drei sein oder nur eins. Vielleicht ist es auch keins - das wollen wir aber nicht hoffen.

Instock:
Wann ist der nächste Abschluss spruchreif?

Lebeiner:
Das kann ich beim besten Willen nicht abschätzen. Das kann schnell gehen oder auch nicht. Es wäre unseriös, wenn ich Ihnen jetzt eine Antwort geben würde. Die Gespräche sind in verschiedenen Stadien.

Instock:
Wie sehen Ihre Prognosen für die nächsten Jahre aus?

Lebeiner:
Wir haben noch keine exakte Planung für 2001. Die Planungsrunde beginnt jetzt erst. Wir haben aber natürlich Vorstellungen von der Marschrichtung: Mittel- und längerfristig wollen wir beim Umsatz jährlich um etwa 25 Prozent wachsen. Die EBIT-Marge soll bei 12 bis 15 Prozent liegen.

Instock:
Wann wird das sein?

Lebeiner:
Solange wir ein hohes Expansionstempo fahren, ist das schwierig. Wenn wir unsere Globalisierung vollzogen haben, wird es in unserer Vorstellung aber kein Problem sein, diese Marge zu erzielen. Wir schätzen, dass das im Jahr 2003/2004 eintreten wird.
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09.08.00 01:10:58
Hallo Amok

Wie wärs mit nem Kommentar zu Nemax-50 Umstellung ?
Meiner Meinung nach sind gings da auch nicht unbedingt objektiv zu.
So wurden z.B. eine
Ixos ( nach Marktkap Nr. 116)
Infomatec ( Nr. 142)
Teles ( 126)
Ricardo (110)
und edel ( 94)
Im Index belassen.

Mit der herausnahme von Cybernet, Fortune City, Untimaco und Infor kann ich ja noch leben, aber wieso wurde
Nemetschek herausgenommen?
Nemetschek ist als 67. fast doppelt so hoch kapitalisiert als die oben genannten und wies bislang ne solide
Bilanz auf?
Wiegen da Interessen der Deutschen Börse / designated Sponsors höher?

Ich bin nich in Nemetschek investiert, aber das ist mir ein Rätsel!!!!
Es gäbe viele Unternehmen die weit vorher drangewesen wären!

Grüße
Bandit
Avatar
09.08.00 02:15:21
Hallo Leute!

@Carlo: Vielen Dank für den Hinweis auf Die Welt online. Der entsprechende Artikel entspricht tatsächlich bis auf kleinere Ausnahmen wörtlich dem englischen Originalartikel, den ich heute abend von der Bloomberg-Journalistin erhalten habe (so muß ich den auch nicht mehr reinstellen ;))
Mal sehen, wohin die Reise geht!
Und was die Bestechlichkeit angeht: Einige Firmen müßten dazu noch extra Schulden aufnehmen, damit sie sich Donald und mich leisten könnten! :D:D:D

@Bandit: Daß einige der "Rausfaller" Nemwax-Mitglieder sind ist ja nur konsequent: Mistfirma -> Mistkurs -> Mistmarktkapitalisierung -> und Tschüss!
Zu Nemetschek kann ich leider gar nix sagen, sorry. Und da die Aufnahme- und Rauswurfregeln reine "Kann"-Bestimmungen sind, kannst du dich auf Fakten nur bedingt berufen.

@tradersun: Das mit den Biotechs ist so eine Sache: Nur wenn man direkt im Labor am Projekt arbeitet, weiß man definitiv, obs was wird oder nicht! Kann ich aus eigenster Erfahrung sagen. Und solange ich keine definitiven Hinweise eines Versagens habe, kann ich nichts machen. Bei PM3 (eigentlich absolut kein Biotech-Wert) ist die Sache insofern anders, als deren Produkt biologischen/mediznischen Grundsätzen einfach zuwiderläuft.
Möglicherweise (!) bin ich in einigen Monaten in der Lage, genauere Infos direkt aus den Labors der Biotechs zu sammeln ...

Grundsätzlich zu den Bio- und Medizintechs wie November, bald Macropore und Lion, GSC Biotech und was sich sonst noch alles ohne konkret vermarktbares Produkt an der Börse tummelt: Der Investor muß sich dabei im Klaren sein, daß er, solange noch kein echtes Produkt am Markt ist, ein VC-Geber ist. Und nachdem die "professionellen" VC-Gesellschaften sich teilweise per Greenshoe, aber sicher poe a poe nach der Lock-up-Periode verabschieden (und die sind zu einem seeeehr viel billigeren Kurs an die Scheine gekommen!!!), ist der Kleinaktionär, der meist für das immer noch fast gleiche Risiko sehr viel mehr bezahlt hat mit ebendiesem Risiko ganz alleine.
Darauf versucht auch Miros immer hinzuweisen, bekommt aber immer kräftig eins auf die Schnauze. Tja, wir (ehemaligen) Bio-Forscher sind einfach nicht "visionär" genug. Sorry for that!

Das Plaut-Interview ist klasse! Beste Stelle in meinen Augen:

Instock:
Halten Sie es nicht für fahrlässig, noch nicht realisierte Übernahmen in eine Prognose einzurechnen?

Lebeiner:
Ist es besser zu sagen, man plant nur organisches Wachstum und sattelt dann die Akquisitionen oben drauf und steht blendend da? Das ist doch nicht ehrlich!

Richtig, Herr Lebeiner! Viel ehrlicher ist es, dem Investor nachträglich zu beichten, daß die gewagte Geschäfts- und Ankündigungspolitik total versagt hat! Da freut er sich nämlich, Mitinhaber einer so ehrlichen Firma zu sein, die ihre Fehler zugibt und ihm damit voll eins in die Fresse haut. Ansonsten könnte ja auch der Aktienkurs zu weit unten sein, wenn die Lock-up-Periode ausläuft ....? :mad:

Gut gemacht!

Amok
Avatar
09.08.00 02:15:27
Hallo Leute!

@Carlo: Vielen Dank für den Hinweis auf Die Welt online. Der entsprechende Artikel entspricht tatsächlich bis auf kleinere Ausnahmen wörtlich dem englischen Originalartikel, den ich heute abend von der Bloomberg-Journalistin erhalten habe (so muß ich den auch nicht mehr reinstellen ;))
Mal sehen, wohin die Reise geht!
Und was die Bestechlichkeit angeht: Einige Firmen müßten dazu noch extra Schulden aufnehmen, damit sie sich Donald und mich leisten könnten! :D:D:D

@Bandit: Daß einige der "Rausfaller" Nemwax-Mitglieder sind ist ja nur konsequent: Mistfirma -> Mistkurs -> Mistmarktkapitalisierung -> und Tschüss!
Zu Nemetschek kann ich leider gar nix sagen, sorry. Und da die Aufnahme- und Rauswurfregeln reine "Kann"-Bestimmungen sind, kannst du dich auf Fakten nur bedingt berufen.

@tradersun: Das mit den Biotechs ist so eine Sache: Nur wenn man direkt im Labor am Projekt arbeitet, weiß man definitiv, obs was wird oder nicht! Kann ich aus eigenster Erfahrung sagen. Und solange ich keine definitiven Hinweise eines Versagens habe, kann ich nichts machen. Bei PM3 (eigentlich absolut kein Biotech-Wert) ist die Sache insofern anders, als deren Produkt biologischen/mediznischen Grundsätzen einfach zuwiderläuft.
Möglicherweise (!) bin ich in einigen Monaten in der Lage, genauere Infos direkt aus den Labors der Biotechs zu sammeln ...

Grundsätzlich zu den Bio- und Medizintechs wie November, bald Macropore und Lion, GSC Biotech und was sich sonst noch alles ohne konkret vermarktbares Produkt an der Börse tummelt: Der Investor muß sich dabei im Klaren sein, daß er, solange noch kein echtes Produkt am Markt ist, ein VC-Geber ist. Und nachdem die "professionellen" VC-Gesellschaften sich teilweise per Greenshoe, aber sicher poe a poe nach der Lock-up-Periode verabschieden (und die sind zu einem seeeehr viel billigeren Kurs an die Scheine gekommen!!!), ist der Kleinaktionär, der meist für das immer noch fast gleiche Risiko sehr viel mehr bezahlt hat mit ebendiesem Risiko ganz alleine.
Darauf versucht auch Miros immer hinzuweisen, bekommt aber immer kräftig eins auf die Schnauze. Tja, wir (ehemaligen) Bio-Forscher sind einfach nicht "visionär" genug. Sorry for that!

Das Plaut-Interview ist klasse! Beste Stelle in meinen Augen:

Instock:
Halten Sie es nicht für fahrlässig, noch nicht realisierte Übernahmen in eine Prognose einzurechnen?

Lebeiner:
Ist es besser zu sagen, man plant nur organisches Wachstum und sattelt dann die Akquisitionen oben drauf und steht blendend da? Das ist doch nicht ehrlich!

Richtig, Herr Lebeiner! Viel ehrlicher ist es, dem Investor nachträglich zu beichten, daß die gewagte Geschäfts- und Ankündigungspolitik total versagt hat! Da freut er sich nämlich, Mitinhaber einer so ehrlichen Firma zu sein, die ihre Fehler zugibt und ihm damit voll eins in die Fresse haut. Ansonsten könnte ja auch der Aktienkurs zu weit unten sein, wenn die Lock-up-Periode ausläuft ....? :mad:

Gut gemacht!

Amok
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09.08.00 09:22:06
So langsam zeigt die Aktion Wirkung Amok :D

Frankfurter Rundschau Online, 8.8.2000
Von Pleitegeiern, Säuen und anderen Börsenbewohnern

Die Kür zur SAU der Woche wird Gabriele Rittinghaus vermutlich für eine ausgemachte Ferkelei halten. Schließlich versteht sich ihre Firma update.com als "führender Anbieter von Softwarelösungen für elektronisches Kundenbeziehungsmanagement", was an sich schon jede Assoziation mit dem Borstenvieh verbietet.

Diplombiologen sind von derlei Skrupel offenbar nicht geplagt, vor allem dann, wenn sie sich "Amok" nennen und gegen Fehlentwicklungen im Finanzwesen Sturm laufen. Gemeinsam mit seinem Co-Anonymus "Donald" leitet "Amok" die Internetseite nemwax.de. Die Adresse steht für Neuer-Markt-waste-all-share-Index und versucht aufzulisten, was sich inzwischen alles so an Abfall (englisch: waste) in dem Börsensegment angesammelt hat. In den virtuellen Trog kommen Unternehmen, deren Geschäftsmodelle fragwürdig sind, die Prognosen verfehlen oder durch Missmanagement negativ auffallen. Die private Initiative, die als Wappentier den Pleitegeier trägt und nach Angaben ihrer Macher keine eigennützigen oder finanziellen Interessen verfolgt, will damit insbesondere unerfahrenen Anlegern eine Entscheidungshilfe geben und sie vor fragwürdigen Investments warnen. Die Bewertung erfolgt bei aller Häme "nach möglichst objektiven Kriterien anhand zuverlässiger öffentlicher Quellen."

Dabei werden die "Zitronen" nicht alle in einen Topf geworfen. Vielmehr gibt es, je nach Grad der Verfehlung, fünf verschiedene Rubriken: Im "Märchenwald" tummeln sich Firmen, die die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht haben, der "Schuldnerturm" birgt solche mit hochroten Bilanzen, auf dem "Schrottplatz" landen Unternehmen mit untauglichen Produkten, das "Zuchthaus" bietet Aktiengesellschaften mit inkompetenten oder gar kriminellen Managern eine Bleibe, und Börsengänger schließlich, die sich wieder berappeln, rücken auf das "Arme-Sünder-Bänkchen". Ergänzt wird das Nemwax-Panoptikum durch einen "Kindergarten" für hoffnungslose Neuemissionen und den "Friedhof" für Pleitefälle, dessen Gräber bislang allerdings noch leer sind. Insgesamt zählt der Index derzeit 42 Firmen.

Unter ihnen nimmt die SAU der Woche, das Schlechteste Anzunehmende Unternehmen, wegen "besonders grober und aktueller Verstöße" einen Ehrenplatz ein. Vielleicht wäre update.com die Würdigung erspart geblieben, hätte sich Firmenchefin Rittinghaus mehr um das Beziehungsmanagement mit den Aktionären gekümmert. Die hatten im April beim Börsengang je Anteilschein schlappe 23 Euro locker gemacht und mussten dann mitansehen, wie die Notierung bis auf 8,50 Euro abschmierte. Derzeit bewegt sie sich bei zehn Euro. Sozusagen den Koben zum Überlaufen brachte allerdings erst der jüngste Zwischenbericht. Bei einem insgesamt um fünf Prozent auf 9,1 Millionen Euro gestiegenen, im zweiten Quartal aber geschrumpften Umsatz meldete update.com einen "Halbjahresüberschuss" von sieben Millionen Euro - Miese wohlgemerkt. "Steht da Überschuss? Die Firma leidet wohl eher an einem ökonomischen Kopfschuss", höhnt Nemwax. Ein Umsatzminus im zweiten Vierteljahr sei wohl kaum Kennzeichen eines Wachstumswerts. "Doch halt. Dafür wächst der Verlust immens! Na Gottseidank, die Ehrenrettung."

Die Seite sei "einfach nur geil", meint ein Leser. Und ein anderer wünscht sich eine entsprechende Liste mit den schlechtesten Analysten. mrm


Liest Harald Schmidt eigentlich die Welt oder surft er sogar bei der Rundschau ? :D

Viele Grüße
Steve
Avatar
09.08.00 10:11:23
Der Artikel ist im gleichen Wortlaut auch als Surftipp im Wirtschaftsteil der Printausgabe der heutigen FR
zu finden. :):)

Herzlichen Glückwunsch!

Gruß
tobsicret
Avatar
09.08.00 11:01:28
@alle:

Autogrammwünsche bitte unter AmokderBoese@aol.com!

Diese Aufmerksamkeit verpflichtet natürlich!

Deshalb gehts gleich weiter:

Neuaufnahme in die Watchlist und die Adhoc-Zitrone für eine (nur extrem geringfügig ) fehlerhafte Adhoc bekommt heute

Telesens


Ad hoc-Service: Telesens

Ad-hoc Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Ad hoc-Mitteilung: Telesens AG 16,5 Mio. DM Umsatz im 1. Halbjahr enorme Steigerungsraten
Köln, 9. August 2000 Mit einem Auftragseingang von 25,5 Mio. DM und Umsätzen von 16,5 Mio. DM im ersten Halbjahr 2000 legt die Telesens AG erneut hohe Steigerungsraten vor: eine Umsatzverdreifachung (+208%) im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, +78% im zweiten Quartal verglichen mit dem ersten Quartal 2000. Die erst seit Anfang des Jahres 2000 aktiv vermarkteten Produkte Billforce (AE 17,6 Mio. DM) und Exabill (AE 5,5 Mio. DM) sind Motoren dieser Entwicklung. Das EBIT des ersten Halbjahres (ohne Kosten des Börsengangs) beträgt 28 Mio. DM(:mad::mad::mad: ). Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Mitarbeiter um 127 oder 46 Prozent auf 401. Die Telesens AG ist seit 21. März 2000 am Neuen Markt der Frankfurter Börse notiert. uswusw.

Haben wir da nicht was vergessen? Na? Vielleicht ein dickes fettes Minus???. Aber was solls, Umsatz rules! :mad:
Der ist dafür geringer als der Verlust! Entwicklungskosten? We will see ...


Auch eine meiner Lieblingsfirmen meldet sich mal wieder:

Ad hoc-Service: Lobster Technology Hold.

Lobster Technology Holding verkauft Tochtergesellschaft LXCO Berlin, 9. August 2000 Die strategische Neuausrichtung der Lobster Technology Holding AG [WKN 508290] wird von dem seit Februar 2000 im Amt befindlichen Vorstand Thomas Strobl weiter vorangetrieben. Rückwirkend zum 1. Juli 2000 wurde die Tochtergesellschaft LXCO Technologies AG verkauft. Da sich Lobster seit geraumer Zeit primär auf das Projektgeschäft konzentriert, gehörte das Geschäftsfeld der LXCO, die Entwicklung sogenannter Network Attached Storage Controller, nicht mehr zum strategischen Fokus des Unternehmens. Mit diesem Verkauf wird eine weitere wichtige Etappe in der Restrukturierung des Unternehmens vollendet und Lobster nach Monaten des sanierungsbedingten "Schrumpfens" nunmehr wieder eine wachstumsorientierte Geschäftspolitik ermöglicht.

Was zu beweisen wäre!

Und noch ein Wert, den ich in die Watchlist aufnehme:

Fabasoft


Zuerst diese Meldung vor 6 Tagen:

Fabasoft verliert knappe 25 Prozent in zwei Tagen (03.08.)

Konfrontiert mit diesem Umstand, gab die betreuende IR-Agentur der Fabasoft AG (WKN: 922985) bekannt, keine Erklärung dafür finden zu können. "Es gibt keine substantiellen Neuigkeiten, die diesen Kurseinbruch begründen", so der IR-Sprecher Herr Rischbieter. Es wird aber davon ausgegangen, dass ein großer institutioneller Anleger Aktienpakete abstößt. Es ist nicht bekannt um wen es sich dabei handelt.Der Geschäftsverlauf der Fabasoft AG verläuft nach Angaben der IR-Agentur weiterhin sehr zufriedenstellend. Außerdem kann man entgegen der aktuellen Kursentwicklung in naher Zukunft mit einer positiven Nachricht rechnen, ließ die IR-Agentur verlauten. Zum Vortag verliert heute die Fabasoft Aktie rund 16 Prozent und steht aktuell bei 53,00 Euro.

War das dann heute die angekündigte gute Nachricht?

Ad hoc-Service: Fabasoft

Fabasoft AG legt vorläufige (untestierte) 3-Monatszahlen für das Geschäftsjahr 2000/2001 vor;

Linz (Puchenau), Österreich, 9. August 2000 Die Fabasoft AG gibt die vorläufigen (untestierten) Ergebnisse für das 1. Quartal des Geschäftsjahres zum 30. Juni 2000 bekannt: Die Betriebsleistung konnte um rund 60% von EURO 1,4 Mio. im 1. Vorjahresquartal auf EURO 2,24 Mio. gesteigert werden. Die Betriebsleistung setzt sich aus Umsatzerlösen in der Höhe von EURO 1,97 Mio. (Anstieg von 66,7% zum Vorjahresquartal mit EURO 1,18 Mio.) und sonstigen betrieblichen Erträgen in der Höhe von EURO 0,27 Mio. (EURO 0,22 Mio. im Vergleichsquartal) zusammen.
Das EBIT in der Höhe von EURO -1,218 Mio. (EURO -0,006 Mio. im Vorjahresquartal) reflektiert die Umstellung der Geschäftsbasis der akquirierten Unternehmen Jenson Technology Group Ltd. (jetzt Fabasoft Ltd.) und coostart von Projektarbeit bei Kunden auf das partnerbasierte Fabasoft- Geschäftsmodell, sowie die erforderlichen Personalentwicklungsmaßnahmen. Das Berichtsquartal unterliegt, wie bereits im Vorjahr, starken saisonalen Einflüssen.

Okay, was sind 1,218 mio Euro Verlust? Allerdings bei einem Mini-Umsatz von gerade mal 2,24 mio Euro!

Hoffentlich geben die im Vorstand nicht mal Geburtstagszahlen oder WKNs ein, wenn sie ihre Zahlen veröffentlichen!

Soweit von mir, muß die Reporter und kreischenden Mädels von der Haustüre wegscheuchen ...! :D

euer
Amok
Avatar
09.08.00 14:17:11
ADVA musste seinen Abschluß 1999 nachträglich auf Druck der Wirtschaftsprüfer korrigieren (vgl. auch Handelsblatt vom 9.8. Seite 24

So wird aus einem Gewinn mal eben ein Verlust. Naja dafür werden die Steigerung in diesem Jahr dann aufgrund veränderter Vergleichszahlen größer :)

Den meisten Anlegern wird es aufgrund der Aktienperformance wurscht sein (hat sich mal jemand den KGV 2001 angesehen....)

aus der adhoc

ADVA teilt außerdem noch mit, dass beabsichtigt ist, den Konzernjahresabschluss zum 31.12.1999 gemäß U.S. GAAP zu berichtigen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Gesamtsumme der Anpassungen den Jahresüberschuss zum 31.12.1999 um etwa -3,0 Mio. Euro auf -0,8 Mio. Euro vermindern wird.
Avatar
09.08.00 18:01:05
Neuaufnahme in den NemwaX/Rubrik Märchenwald:

Adva Optical Networking
:mad::mad::mad::mad:

Aus der Wirtschaftswoche von heute:

Adva: Bilanz von 1999 stark nach unten berichtigt


Der Neue Markt gerät immer mehr in Verruf. Neben den herumgereichten Listen von Kandidaten, denen finanziell bald die Puste ausgehen soll, belasten negative Nachrichten die Stimmung.

Auch Adva Optical Networking sorgt nun dafür, dass die Unsicherheit der Anleger wächst. Denn der Anbieter optischer Netzwerklösungen sah sich gezwungen, die längst abgeschlossene Bilanz für das Geschäftsjahr 1999 zu berichtigen. Statt eines positiven Ergebnisses von 2,2 Millionen Euro wies Adva einen Verlust von 0,8 Millionen Euro aus. Begründet wird die späte Korrektur mit der Neubewertung von Aktienoptionsplänen für die Mitarbeiter. Die resultierte wiederum aus einem Wechsel der Wirtschaftsprüfer. Deren Experten bestanden darauf, eine andere Einschätzung vorzunehmen.

Auch im ersten Halbjahr 2000 verlief die Entwicklung bei Adva nicht berauschend. In diesem Zeitraum summierte sich das Minus auf 13,2 Millionen Euro. Anteilseigner des Unternehmens sollten die Reissleine ziehen.

Einfach unglaublich! Anscheinend ist ihnen der Börsenerfolg so zu Kopf gestiegen, daß sie sich mit den Niederungen der Buchhaltung nicht mehr beschäftigen wollten! Dann haben sie aber aller Wahrscheinlichkeit nach bald wieder den Kopf frei, wenn ihnen der Anleger denselbigen freiblasen sollte ... (ich sagte NICHT: wegblasen!!! Die Börse ist verroht genug zur Zeit ...;))

@traderssun: Herzlichen Dank again! Wenn ein paar mitmachen macht es erst richtig Spaß!

Bin gerade am überlegen, ob ich Hoeft&Wessel und Datadesign rausschmeißen soll. Allerdings stehen die guten Zahlen überwiegend nur in zukünftigen Planungen ...

Grüße

Amok
Avatar
09.08.00 18:41:59
Adva, einer der absoluten Top-Performer im Nemax?!? Amok, jetzt wirst Du mutig. Vielleicht zu mutig!

Grüße,

Carlo

(der von der letzten Neuaufnahme nicht überzeugt ist, die Watchlist wäre besser gewesen (meine Meinung))
Avatar
09.08.00 23:42:32
Hmmmmmm ...tja, nochmal alles nachgesehen. Also ok, Watchlist, kein Märchenwald. Hier nochmal die aufgedröselten Zahlen:


ADVA AG: Ungebrochenes Umsatzwachstum (08.08.)
Die ADVA Optical Networking AG (WKN: 510 300) hat im zweiten Quartal 2000 mit 17,2 Mio. Euro einen Rekordumsatz erzielt. Dies ist eine Steigerung um 267% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das war es dann aber auch schon mit den Rekorden, denn das pro forma "EBITDA" kam lediglich auf 0,2 Mio. Euro. Im gleichen Quartal des Vorjahres war ein Betriebsergebnis von 0,6 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Erklärt wird diese Entwicklung mit erheblichen F&E-Investitionen.
Die im zweiten Quartal 2000 abgeschlossenen Akquisitionen von SAN und Cellware mit einem Gesamtkaufpreis von ca. 105 Mio. Euro schlugen entsprechend U.S. GAAP folgendermaßen zu Buche:
- Abschreibungen für zugekaufte laufende Entwicklungsprojekte verursachten einmalige Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro.
- Firmenwertabschreibungen und Abschreibungen für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände waren in Höhe von 8,6 Mio. Euro zu berücksichtigen.
- Die nicht liquiditätswirksamen Aufwendungen aus dem Aktienoptionsprogramm kamen auf 2,4 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis war mit 1,1 Mio. Euro aufgrund von Zinseinkünften, Einnahmen aus Währungskursgewinnen sowie Steuergutschriften positiv.
Der Quartalsüberschuss kam "de facto" auf minus 13,6 Mio. Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren minus 0,9 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Daraus ergibt sich ein verwässertes Ergebnis je Aktie in Höhe von minus 0,42 Euro für das zweite Quartal 2000 gegenüber minus 0,03 Euro für das zweite Quartal 1999.
Auf Basis der weiter oben dargestellten "pro forma" Rechnung stieg das verwässerte Ergebnis je Aktie von 0 Euro im zweiten Quartal 1999 auf 0,04 Euro im zweiten Quartal 2000.
Im gesamten ersten Halbjahr 2000 wurde ein Umsatz von 27,5 Mio. Euro eingefahren. Das ist ein Plus von 231% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die pro forma Zahlen dieser Periode sehen folgendermaßen aus:
- Betriebsergebnis: 0,8 Mio. Euro (Erstes Halbjahr 1999 0,6 Mio. Euro)
- Periodenüberschuss: 1,6 Mio. Euro (Vergleichszeitraum: -0,2 Mio. Euro)
Der "de facto" Halbjahresüberschuss betrug -13,2 Mio. Euro gegenüber -0,9 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das "de facto" Ergebnis je Aktie (verwässert) betrug -0,41 Euro für das erste Halbjahr 2000, gegenüber -0,03 Euro für das erste Halbjahr 1999.
Die Anleger nehmen die Zahlen zunächst mit gemischten Gefühlen auf. Nach Börseneröffnung fuhr der Kurs der ADVA-Aktie erst einmal Achterbahn. Gegen 10:30 kann er sich bei etwa 108 Euro stabilisieren. Es waren jedoch auch schon Preise von deutlich unter 100 Euro festgestellt worden. So lag das Tief im Frankfurter Parketthandel bei 91, im Xetra-System waren 94 Euro gesehen worden. Aktuell kann sich der Kurs auf 114 Euro befestigen.
Die Zahlen hinterlassen in der Tat gemischte Gefühle. Die heute dokumentierte Umsatzentwicklung ist einerseits ein Hinweis darauf, dass die Unternehmensplanungen für einen Ganzjahresumsatz in der Größenordnung von 60 Mio. Euro mindestens erreicht, wenn nicht deutlich übertroffen werden.
Andererseits ist es nach diesen Zahlen eher unwahrscheinlich, dass die EPS-Schätzungen z.B. der WestLB noch realistisch sind. Das Institut geht von 0,30 Euro für 2000 und 1,29 für 2001 aus. Danach ergäbe sich ein 2001-er KGV von etwas über 80, was zwar hoch, aber aufgrund der Marktstellung des Unternehmens vertretbar wäre.
Nach den heutigen Zahlen steht jedenfalls fest, dass die -quantitative- Wachstumsentwicklung des Unternehmens ungebrochen ist. Beim qualitativen Aspekt der Entwicklung bleiben einige Fragezeichen.
Angaben über den Cash flow macht das Unternehmen in der heutigen ad hoc Mitteilung (leider) nicht.
ADVA teilt außerdem noch mit, dass beabsichtigt ist, den Konzernjahresabschluss zum 31.12.1999 gemäß U.S. GAAP zu berichtigen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Gesamtsumme der Anpassungen den Jahresüberschuss zum 31.12.1999 um etwa -3,0 Mio. Euro auf -0,8 Mio. Euro vermindern wird.

Und weil ich schon dabei bin:

Rausschmiß aus dem NemwaX:

Datadesign


Ad hoc-Service: DataDesign
Ad-hoc Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
DataDesign AG : Erneutes Rekordquartal bringt Unternehmen in die Gewinnzone Die Münchner DataDesign AG übertrifft nach dem erfolgreichen Jahresauftakt auch im zweiten Quartal 2000 sämtliche Erwartungen: Der Softwarespezialist für sichere Transaktionslösungen im Internet steigerte den Umsatz von 3,8 Mio. DEM in Q1/2000 im zweiten Quartal um über 100% auf 7,8 Mio. DEM. Der Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr auf rund 21 Mio. DEM und liegt damit rund 370% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Auftragsbestand konnte mit 11,3 Mio. DEM gegenüber 3,1 Mio. DEM im Vorjahr ebenfalls fast vervierfacht werden. Gegenüber Q1/2000 hat das Unternehmen das Bruttoergebnis vom Umsatz auf 4,1 Mio. DEM verzehnfacht. Die Brutto-Umsatzrendite stieg von etwa 11% in Q1/2000 auf über 50% im zweiten Quartal. Den Break-Even hat die DataDesign AG mit einer schwarzen Null im Mai 2000 erreicht. Im Juni erzielte das Unternehmen bereits früher als erwartet einen operativen Gewinn in Höhe von 0,9 Mio. DEM. Für das dritte und vierte Quartal rechnet das Management fest mit einem positiven Cash-Flow im operativen Geschäft.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick: in Mio. DEM 1. HJ/99 1. HJ/00 Q1/00 Q2/00 -------------------------------------------------------------------------- Umsatz: 6,5 11,6 3,8 7,8 Bruttoergebnis: 1,7 4,5 0,4 4,1 Operat. Ergebnis: -3,6 -4,8 -4,2 -0,64 Erg. der gew. Geschäftstätigkeit: -4,0 -4,5 -4,1 -0,36 Gross Margin %: 27% 38% 11% 52%


Wie in meinem realen Depot schmeisse ich auch im Nemwax nur ungern Firmen raus. Zumindest in meinem Realdepot oft genug ein großer Fehler, hier hoffentlich nicht!

Machts gut

Amok
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10.08.00 09:23:01
hallo amok u. donald et all

kleiner hinweis:
die nemwax-homepage läßt sich mit dem browser netscape 4.7eng 128bit nicht öffnen (javascript-fehler).
mit dem ie5 funktioniert es problemlos.

grüße
nortcev

p.s. respekt für deine (eure[donald]) arbeit.
hut ab
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10.08.00 11:00:44
Das SAU der Woche:

Fortunecity :mad::mad::mad::mad::mad:


Fortunecity: Umstrukturierungsmaßnahmen belasten Ergebnis
Fortunecity meldet für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 10,1 Millionen US-Dollar. Weitere Belastungen von 5,4 Millionen US-Dollar aufgrund umfangreicher Umstrukturierungsmaßnahmen sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten. Die neue Geschäftspolitik des Unternehmens sieht eine Konzentration auf die vier Hauptmärkte Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und USA vor.
Die Einkünfte des Internet-Medien-Unternehmens steigen im ersten Halbjahr 2000 um 163 Prozent auf 6,5 Millionen US-Dollar. Durch die Umstrukturierung will das Unternehmen die Zeitspanne verkürzen, bis erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden, und den Finanzierungsbedarf reduzieren.Nach eigenen Angaben geht Fortunecity (WKN: 919 383) davon aus, dass mit der Zunahme der Erlöse die Gewinnschwelle im 4. Quartal 2001 erreicht sein wird.

Dann sollen sie mal hoffen! Recht viel mehr (außer vielleicht noch beten) bleibt ihnen nicht übrig: Sonst sind die 29 mio $, die sie noch im Sparschwein haben (sagte ich Sparschwein?), weg bevor sie im Q4 2001 den geplanten Break even erreichen. Die "Restrukturierungsmaßnahmen" sind nix anderes Gesundschrumpfen, die Verringerung der Cash-burn-rate überlebensnotwendig!

Ansonsten vielleicht ein Doden-Kandidat für E.Joe! ;)


@nortcev: Das Problem ist bekannt! Donald arbeitet heute mit Hochdruck dran! Ansonsten bitte ausweichen auf Explorer oder ähnliches.

Grüße

Amok
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10.08.00 14:31:14
@amok: gute Wahl :D:D:D:D

ääähh, sag mal, Amok – wollen wir nicht schonmal Beko Hldng. in die Watchlist aufnehmen?

Die ursprünglichen Umsätze und Gewinnprognosen können die (nach dem üblichen Y2K-Quartal, jaja...) ja wohl kaum noch hinkriegen. Soweit ich das mitbekommen habe strukturieren die auch grade um (also war’s vorher sch..... :D:D), man darf also gespannt sein....

So sah das erste Quartal aus:

Umsatz ± 0%
Ebit: 1,0 Mio (1999: 2,2 Mio)
Ebdit: 1,5 Mio (2,6 Mio)
Überschuss: 1,0 (1,9)

Eigentlich wäre da wohl eine Gewinnwarung fällig (die Analysten haben ihre Prognosen für 2000 mehr als halbiert - nur Beko noch nicht), aber die wird den Aktionären wahrscheinlich zusammen mit den Q2-Zahlen via Dampfhammer präsentiert. Wäre doch schön, so einen Verlierer im Musterdepot zu wissen, oder?????

Grüße
Donald ;)
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10.08.00 15:41:02
!
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10.08.00 16:15:12
hallo amok und alle..ein prima thread...zum tränen lachen..und gleichzeitig ein zeigefinger gegen leichtgläubigkeit...die wir sicher ab november wieder verstärkt sehen werden..

seid nur vorsichtig..das ihr keinen falschen "aufnehmt"..da dieser grandiose index schon so große wellen schlägt..werden betroffene unternehmen bestimmt mal ärgerlich..

weiter so...

grüße, figaroo
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10.08.00 19:38:41
Amok,

eigentlich bräuchte Fortunecity 10 rote Smileys und den Titel "Die Super-Sau der Woche". Ist Dir aufgefallen, dass die den Verlust nur quartalsbezogen melden, den Umsatz hingegen auf das Halbjahr bezogen? Auch eine interessante Art, die Anleger zu belügen.

Donald,

Beko müsste tatsächlich mindestens auf die Watchliste, die haben bisher nur enttäuscht.

Grüße,

Carlo