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RSE übernimmt Herlitz Falkenhöh - 500 Beiträge pro Seite


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Hai Leute !

endlich ist es raus ; RSE hat die Herlitz Falkenhöh nun doch noch bekommen. Jetzt geht der Kurs erst mal wieder gen Norden.

Ciao

Art Bechstein

"Im Zuge ihres Unternehmensumbaus hat die Berliner Herlitz AG ihre
Immobilientochter Herlitz Falkenhöh verkauft. Die Gesellschaft ist an
ein "namhaftes europäisches Immobilienunternehmen" veräußert worden,
teilte Herlitz mit. Damit schließt der größte deutsche
Schreibwarenhersteller den Angaben zufolge seine Konzentration auf das
Kerngeschäft weitgehend ab.
Herlitz will nach früheren Angaben nach fünf Verlustjahren im Jahr 2000
wieder in die Gewinnzone zurückkehren. 1998 hatte das Unternehmen bei
einem Umsatz von 1,2 Milliarden Mark einen Verlust von 67,8 Millionen
Mark verzeichnet."
und dann noch dies...

"RSE und Partner kaufen UBS-Paket

87 Bürogebäude in der Schweiz zu CHF 875 Mio.
Am 27. Juli 1999 hat das pan-europäische Konsortium, bestehend aus RSE
Grundbesitz und Beteiligungs-AG, Hamburg, Prima Inmobiliaria S.A.,
Madrid, und Maag Holding AG, Zürich, die endgültigen Kaufverträge über
den Erwerb von 87 Gewerbeobjekten von der UBS beurkundet. Der Kaufpreis
beträgt CHF 875 Mio. und wird zu 80 % von einem deutschen
Bankenkonsortium finanziert.
Durch die zwischenzeitlich auf rund 31 % aufgestockte Beteiligung der
RSE an Maag profitiert RSE von diesem Geschäft am meisten. Darüber
hinaus unterstreicht der Vollzug eindrucksvoll die Europastrategie der
RSE.
Bei diesem Geschäft handelt es sich um die bisher größte
Immobilientransaktion in der Schweiz. Die RSE-Beteiligung Maag wird
damit zur führenden, börsen- notierten Immobilien-AG in der Schweiz.

Für weitere Auskünfte:

RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG Dr. Lutz R. Ristow Warburgstraße 50
20354 Hamburg Tel.: 040/44196087 Fax: 040/44196093

Maag Holding AG Mr. Samuel Gartmann Hardstraße 219 CH-8023 Zürich
Phone: 0041/1/278 7685 Fax: 0041/1/2719204"
...und noch einen obendrauf !

The empire strikes back. RSE hat sich mit 3 Ad hocs an einem Börsentag eindrucksvoll zurückgemeldet. Alle Achtung und das unmittelbar vor Beginn der Fusionsgespräche mit WCM. Das ist der Ristow, den wir alle kennen und lieben..

Ciao

Art Bechstein

"Die RSE Grundbesitz und Beteiligungs AG hat ihren Anteil an der
spanischen Immobiliengesellschaft Prima aufgestockt. Die RSE hält nun
6,98%, nachdem sie bislang mit 5$ an dem spanischen Unternehmen
bgeteiligt gewesen sei. Die Anhebung der Beteiligung stärkt die
Verbindung untereinander. Beide Unternehmen hatten im vergangenen
November erklärt, sie hätten sich mit jeweils 5% aneinander beteiligt."
Jetzt bin ich aber doch einigermaßen verwirrt. Erst schreibst Du mehrfach, wie ungünstig ein Erwerb der Herlitz Falkenhöh sei; jetzt plötzlich Jubel, Trubel, Heiterkeit. Was soll denn nun gelten ?
Hai kn !

sicherlich ist das die schlechteste der drei Meldungen und generell bin ich ob des Erwerbes eher skeptisch. Allerdings interessiert und somit stört das die breite Öffentlichkeit nicht die Bohne und zweitens ist der Erwerb mehr in symbolischer Hinsicht ein gutes Zeichen für RSE, da sie offensichtlich noch eigenständig eine größere Übernahme (ich schätze bestimmt 70-80 Mio. DM) durchführen können. Aber insgesamt gilt mein Pessimismus zu Herlitz Falkenhöh und ich bin auch schon gespannt auf die strategische Einordnung in die RSE/WCM Holding.

Ciao

Art Bechstein
Tag zusammen,

hab` da mal ein paar Orientierungsfragen:

Rüstet sich Ristow zum letzten Gefecht hinsichtlich WCM-Übernahme? Ist der Deal mit Herlitz nicht seit langer Zeit vorbereitet worden unabhängig von WCM-Aktivitäten?

Was macht Ehlerding nach der wie-auch-immer-Übernahme von RSE? Kommen dann die restlichen 10 % der IVG dazu und in 2 Jahren der Sprung in den DAX?

Ich glaub` kaum, daß Ristow sich in der WCM einbetten läßt. Strebt er nach Unabhängigkeit und zieht zum Tegernsee?

Gibt es da Meinungen zu?

Die fundierten Berichte von Mr. Knowledge und Art Bechstein in den Boards unterstützen mein Immobilienaktien-Portfolio. An dieser Stelle ein Danke schön und weiter so.

Tschüß Sam B.
Hai Sam B. !

Zu Deinen Fragen liefen schon fruchtbare Diskussionen in diesem Board unter den threads "RSE, langsam wird es mir mulmig" und
"RSE/WCM - Ristow".
Da sind im wesentlichen Deine Fragen beantwortet.

Zu TAG noch soviel. Wenn es möglich ist, daß die Rinteln-Stadthagener Eisenbahn in Hamburg ihren sitz hat, dann sollte es mit der Tegernseebahn ebenso keine Schwierigkeiten geben, irgendwann mal den Sitz nach Hamburg zu verlegen. Das gilt aber unabhängig vom Ausgang der Gespräche RSE/WCM und Ristows Zukunft.

Ciao

Art Bechstein
Hai Leute !

Für DIE WELT (vom 28.07.99) übernimmt Degi Fonds (Deutsche Bank) die Herlitz Falkenhöh. Was meint Ihr ??

Ich sage, es ist RSE !

Ciao

Art Bechstein

"Fonds übernimmt Herlitz-Immobilentochter

Durch Verkauf der Falkenhöh AG will Mutterhaus seine Schuldenlast drücken ­ Vermarktungsprobleme

Berlin ­ Der Berliner Papier-, Büro- und Schreibwarenhersteller Herlitz AG hat seine Immobilientochter, die Herlitz Falkenhöh AG, verkauft. Käufer ist dem Vernehmen nach der offene Immobilienfonds der Deutschen Bank, Degi. Mit dieser Transaktion sei die Konzentration auf das Kerngeschäft weitgehend abgeschlossen, teilte Herlitz zu dem Verkauf des nach eigener Darstellung „extrem erfolgreichen Unternehmens" mit. Das Mutterunternehmen gilt dagegen als angeschlagen; in der Bilanz 1998 wurden 67,8 Mio. DM als Verlust ausgewiesen. Mit dem seit längerem angekündigten Verkauf der Falkenhöh AG soll die Eigenkapitalquote gesteigert und die Schuldenlast gedrückt werden.
Zu den bekanntesten Projekten der Herlitz-Immobilientochter zählen die Wohnparks „Gartenstadt Falkenhöh", 1700 Wohnungen unmittelbar am westlichen Stadtrand der Hauptstadt und „Neu Döberitz", geplante 3200 Wohnungen sechs Kilometer weiter westlich, sowie das Gewerbe- und Einzelhandelszentrum „Am Borsigturm" in Berlin-Tegel.
Anders als das bereits verkaufte Einkaufszentrum rings um das Tegeler Baudenkmal bereitet die Vermaktung der Wohnungen jedoch Probleme. So sind die 1992 mit rund 6000 DM/qm kalkulierten Kaufpreise für Falkenhöh inzwischen auf maximal 4700 DM/qm gefallen. Zudem entfiel mit dem Auslaufen der Sonderabschreibungen für Ost-Immobilien auch eine wesentliche Nachfragerklientel, die der Kapitalanleger. Derzeit stehen in den Wohnparks rund um Berlin nach Maklerschätzungen etwa 20 000 Wohneinheiten jeglicher Coleur leer. Bauträger und Projektentwickler ­ nicht nur die Falkenhöh AG ­ reagierten auf dieses Überangebot mit zeitlicher Streckung und Abspecken der Projekte."
Hallo zusammen,

wer suchet, der findet. Danke Art.

Ich empfinde Herlitz Falkenhöh eher als Belastung als ein Zugewinn. Wenn tatsächlich RSE der Käufer sein sollte, würde Ristow mich schon enttäuschen. Erstmal gibt es das Gerücht seit langer Zeit, daß Herlitz seine Immo-Tochter verkaufen will. Drum gerissen haben sich aber wohl nur sehr wenige. Und das aus gutem Grund:

Die Gartenstadt ist doch ein typisches Sonder-Afa-Kind. An Eigennutzer wurde kaum verkauft. Macht ja auch erst mal nichts. Trotzdem hat`s ziemlich geknirscht, was bei dem Projekt "Neu Döberitz" erst recht hörbar wird. Denn das Kind muß ohne Sonder-Afa laufen lernen, außer die Jungs haben einen Konservierungsfond aufgelegt. Schwer vorstellbar, aber möglich. Was geschieht dann aber mit dem Verkauf an private Haushalte?

Das Ding paßt einfach nicht mehr in die Landschaft. Auf der Karte hab` ich keinen U- oder S-Bahn-Anschluß gesehen. Wenn doch Eigennutzer anvisiert werden, dann wohl nur die Brandenburger selbst, die sich nun wirklich die Rosinen raus suchen können. Mietwohnungsbau kann ich mir in Neu Döberitz weit weniger vorstellen. Also scheidet ein gut laufender Fond für mich aus.

Daher hoffe ich nicht auf RSE als Käufer. Ich sehe einfach kein Rendite-Argument bei der Sache.

Oder zieht da irgendwer ein Kaninchen aus dem Hut?

Tschüß Sam
Hallo Art Bechstein, Hallo an alle,

bin bei 26 EURO in RSE eingestiegen und frage mich nun langsam, ob ich nicht den Gewinn realisieren und in andere aussichtsreiche Engagements der WCM investieren sollte (z.B. Maternus).
Wie ist eure Meinung dazu (Habe noch HBAG, STODIEK, MAAG und TEGERNSEE).

Sollte man die Position auflösen und lieber direkt in dei WCM gehen ?

Im Voraus vielen Dank

Jürgen
Hallo Immobiliare,

ich habe zwar keine Info, wer genau Herlitz Falkenhöh gekauft hat, aber eines weiß ich gewiß: Derjenige hat schwer Mist gebaut, um es einmal plump auszudrücken.

Die Immobilientochter hat die letzten Jahre Herlitz mehr und mehr die Performance zusammengeschossen und zeichnete sich auch hauptverantwortlich für die jährliche Miese, die das Unternehmen vorwies.

Gewinner von diesem Deal ist Herlitz! Während sie diesen Verkauf - und damit endlich die Konzentration auf das Kerngeschäft - vorbereitet haben, lief ein grundlegendes Reengineering mit überfälligen Cost-Cutting Maßnahmen (Ost-Übernahmen brachten da einige Altlasten). Herlitz wird sich erheben wie eine Phoenix aus der Asche.

Einen guten Riecher wünscht
The Nose
Hallo zusammen,

Herlitz Falkenhöh geht an RSE laut Berliner Morgenpost v. 29.07..

Quantität vor Qualität.

Na, dann viel Spaß damit. Ende des Jahres spielt das sowieso keine Rolle mehr.

Tschüß ein-enttäuschter-Sam
1. Gibt es denn Preisangaben zu dem Vekauf ?

2. Vielleicht wollte Ristow WCM eins auswischen ... :-)
Hallo Muskalowski,

1. man munkelt, daß Herlitz so teuer verkauft worden ist wie damals die Neue Heimat: 1 Mark.

Das macht den Kauf aber nicht attraktiver.

2. Das ist ihm gelungen.

An Jürgen: Deine Zusammenstellung gefällt. Will niemanden zum Verkauf raten, soll jeder selbst wissen. Ein paar WCM würde ich mir trotzdem zu legen.

Tschüß Sam
An SAM

danke für die kurze Meldung - konkret - würdest Du RSE verkaufen und in WCM gehen (Teilbetrag) - bei RSE bin ich noch nicht steuerefrei, erst im Dezember 1999 !

Danke im Voraus für Deine/Eure Meinung

CIAO Jürgen
Hallo Jürgen,

Deiner Kursangabe zufolge bist Du letzten November/Dezember in die RSE eingestiegen. Genau zu der Zeit hab` ich mich auch engagiert.

1. Von dem Herlitz-Verkauf an die RSE war schon frühzeitig zu hören. Zumindest von RSE`s Interesse daran.
2. Lutz Ristow würde niemals jemandem aus persönlichen Gründen durch einen solchen Deal `eins auswischen`. Undenkbar.
3. Als Geschäftsführer und Vorsitzender hat er sich seinem Aufsichtsrat und den Aktionären zu verantworten.
4. WCM ist Großaktionär und `großer Bruder`.
5. Einfacher und schneller könnte Lutz Ristow seine Reputation und sein hohes Ansehen in den für Ihn wichtigen Geschäftskreisen kaum ruinieren, als wenn er der WCM `eins auswischen` wollte.
6. Eines sollte die Vergangenheit doch gezeigt haben: Lutz Ristow fädelt die richtigen Deals ein - die, die sich wirklich auszahlen.
7. Wenn die RSE Herlitz Falkenhöh wirklich übernommen hat, dann werden wir uns sicherlich noch darüber freuen können (wenn ich auch heute noch nicht weiß, warum...).
8. Bleib Steuer-ehrlich und sack` Deinen Profit erst nach 12 Monaten ein.

Ich denke nicht, daß wir`s bereuen werden, RSE weiterhin in unseren Depots liegen zu haben... (abgesehen davon möchte ich im September noch die Berichtigungsaktien in Empfang nehmen)...


Ciao, Janus
Hallo Janus,

genau - bin im Dezember 1998 eingestiegen und etwas verunsichert durch die letzten Postings und Aktivitäten in und um RSE/WCM geworden.

Danke für Deine Meinung

CIAO

JÜRGEN
An Jürgen und Janus,

Glückwunsch für den frühen Einstieg bei RSE.

Zum Auswischen:
Wir können ja nur erahnen, was hinter den Kulissen passiert. Es wurde in den boards sowohl von freundschaftlicher Fusion als auch von feindlicher Übernahme gesprochen.

Ehlerding und Ristow werden in letzter Konsequenz so handeln, daß wir davon profitieren werden.

Wie auch immer: RSE ist stark genug um den Kurs zu halten, von daher stimme ich Janus zu. Laß` Dich nicht nervös machen, Jürgen, und nimm die letzten Monate noch mit.

Janus, Dein Glaube in Ristow in allen Ehren, ich sehe kein Argument weit und breit für den Kauf. Bei den anderen Einkäufen war`s verständlich. Warten wir`s ab.

Tschüß Sam
Hallo JN,

schönes Depot, besonders HBAG, STODIEK und MAAG gefallen mir gut.

Trotzdem können ein paar WCM und natürlich auch DREAG nicht schaden.

Bei Stodiek sollen in nächster Zeit verstärkte Maßnahmen (u.a. eigener Internetauftritt, IR und PR-Auftritt) gestartet werden, um die Aktie bekannter zu machen.

HBAG und DREAG werden noch im August 2:5 gesplittet und anschließend an einem weiteren Börsenplatz eingeführt (vermutl. FRA), außerdem dürften mit dem eingesammelten Geld aus der KE bald weitere Objekte gekauft werden.

Mutige können auch schon mal ein Auge auf die Adlerwerke werfen, die z.Zt. von der HBAG neu ausgerichtet werden.

Es grüßt Eure Mini
Hallo nochmals,

eine Frage zu Dir, Mini. Wie würdest Du mit der RSE verfahren ?

Ciao

Jürgen
Hallo !
Habe die Diskussion über RSE seit längerem verfolgt.
Die Angst , RSE könnte unter einer feindlichen Übernahme durch WCM leiden, wie verschiedentlich gepostet, scheint nun vom Tisch.
Erstaunlich ist - und positiv, daß RSE sich dem Trend der letzten Tage entziehen konnte.
Das sich dies noch ändert und RSE wieder deutlich unter 100 Euro fällt halte ich dennoch bei dem derzeitigen Klima für möglich.
Positiv aber ist und spricht damit auch für das Halten der Aktie:
1. Ausgabe von Gratisaktien im September und viel wichtiger
2. Nach einer Fusion ist die Aufnahme in den DAX angestrebt. Alleine dies dürfte den Wert noch weiter in die Höhe treiben, da dann auch zunehmend institutionelle Anleger und Fonds die fusionierte RSE/WCM in ihr Portfolio aufnehmen müssen.

Gruß

C.
Hallo Muskalowski, Hallo Sam B.,

den :-) hinter Deiner 2. hatte ich wirklich nicht bemerkt, Muskalowski...

Zur Fusion von WCM und RSE:
Sowohl auf der HV von WCM als auch auf der von RSE wurde die Fusion klar kommuniziert. Von einer - wie auch immer gearteten - Übernahme war nicht die Rede. Sowohl Herr Ehlerding als auch Herr Ristow würden dastehen wie die dummen Schuljungen, wenn`s nicht so klappen wird, wie versprochen. Und der WCM als DAX-Aspiranten würde so etwas gar nicht gut zu Gesicht stehen.

Sam, zu meinem `Glauben` an Lutz Ristow:
Das hast Du schon ganz richtig gesehen - ich glaub` an den Mann und an seine strategischen Geschäftsentscheidungen (und hoffe sehr, das ich da nicht enttäuscht werde).

Zum Kauf der Herlitz Falkenhöh:
Irgendwie verwunderlich - bis jetzt hat`s die RSE immer verstanden, sich börsenwirksam per Ad-Hoc bei den Anlegern zurückzumelden. Wenn`s bis jetzt keine Ad-Hoc zu Herlitz Falkenhöh gab, dann kann das eigentlich nur heißen:

1. Die RSE hat mit dem Verkauf nichts zu tun, oder
2. da wird eine Bombe platzen (nein, nicht nur so ein kleines Ding - ein richtiger Knaller!)

Lassen wir uns überraschen.

Ciao, Janus
Hai Leute !

Was man so hört soll Herlitz Falkenhöh für ca. 70-80 Mio. DM über den Tisch gegangen sein, wobei die Zahl wenig nützt, wenn man nicht die Verlust-/Gewinnvorträge, stillen Reserven, erwarteten Gewinne/Verluste für 1999 berücksichtigt. Fakt ist jedenfalls, daß Herlitz Falkenhöh als Bauträger/Projektentwickler den branchenüblichen Umsatz- und Gewinnschwankungen unterliegt, was daran liegt, daß die Wertschöpfung in dieser Branche nun mal in langen Zyklen abläuft und v.a. zunächst viel Geld ausgegeben werden muß, bevor man am Ende vielleicht Einnahmen aus Vermietung/Verkauf hat. Falkenhöh hat eine Umsatzreihe 123 Mio. (1997), 46 Mio. (1998) und 570 Mio. (1999e). Die 570 Mio. resultieren aus dem verkauf des Borsig-Einkaufs-Zentrums an den Degi-Fonds.
Falkenhöh ist in der Tat total eng mit der Dresdner Bank verbunden, Dr. Lübke ist bzw. war immer der Hausmakler, Hausbank ist die Dresdner und der Degi-Fonds gehört ja auch zur Dredner Bank (und nicht zur Deutschen Bank, wie DIE WELT gestern schrieb).
Da RSE früher auch hauptsächlich mit der DRESDNER BANK arbeitete kam hier auch m.E. der Kontakt zuStande.
Falkenhöh hat in der Vergangenheit sehr viel Glück beim Absatz ihrer Projekte gehabt. So haben sie "über den Bankschalter" der Dresdner Bank 2 Riesenpakete an Großanleger verkaufen können und die sog. ROTUNDE, das Zentrum vom bauvorhaben Falkensee, an eine ebenso alte wie betuchte Dame für ein erkleckliches Sümmchen en Block verkaufen können.
Wo jetzt aber nur noch das Eigennutzer Geschäft beim Wohnungsverkauf läuft, tut sich Falkenhöh schwer und haben einen Eigenvertrieb aufgebaut, der absolut desolat arbeitet, wovon ich persönlich überzeugt habe.
Das ist aber nicht das Problem, sondern die aktuellen Engagements der Falkenhöh, die höchst riskant sind. Das kann man auch daran ablesen, daß die für ihre guten Marktkenntnisse anerkannte Dr. Lübke nicht für den Exklusivvertrieb zur Verfügung steht und stattdessen der in Immobilienkreisen nicht so beliebte Strukturvertrieb des BHW sich des Absatzes annimmt. Das Projekt in Neu-Döberitz ist kaum vermarktbar, weil es zu weit von Berlin entfernt liegt und in einen gigantischen Angebotsüberhang hineingebaut wird.
Das Revitalisierungs-Projekt in Magdeburg ist ebenfalls mit erheblichen Fragezeichen beim Absatz versehen.
Selbst bei längerer Überlegung fällt mir kein Grund für RSE ein, außer der Gier, die Falkenhöh zu übernehmen, zumal Falkenhöh über keine nenneswerten Bestände verfügt, die höchstens über die WEG-Verwaltung gehalten werden. ein "Knaller" wird hier mit Sicherheit nicht kommen und mir ist auch vollkommen unverständlich, daß man sich auf beiden Seiten so schwer damit tut den Käufer offiziell in einer AD Hoc zu nennen.
Der Bau-Verein wäre natürlich die wesentliche sinnvollere Ergänzug gewesen, aber das Thema ist ja nun sowohl bei RSE als auch bei WCM durch und es wird einen ausländischen Erwerber geben.

Zum Thema Verschmelzung/Fusion /Übernahme gehe ich immer mehr davon aus, daß es zu einer Übernahme kommen wird, da das von der Abwicklung her am einfachsten ist und für die Anleger fast aufs gleiche hinauslaufen wird.
Zum Umtauschverhältnis hatte ich bereits an anderer Stelle den Tip 1:3,5 - 3,75 (Minus der Gratisaktien)abgegeben, der mir unter Einbeziehung der stillen Reserven von RSE auch fair erscheint. Nicht gesagt ist allerdings, wie sich nach Bekanntgabe der Umtauschquote die einzelnen Kurse entwickeln. Normalerweise kommt es ja zur einer Konvergenz, so daß vielleicht eine Relation 34:120 am ende herauskommen wird.

Ciao

Art Bechstein
Hallo Jürgen,

RSE ist in den letzten Monaten schon ganz gut gelaufen. Die MAAG-Story und die WCM-Fusion/Übernahme incl. der angestrebten DAX-Aufnahme dürften aber im Kurs eingepreist sein.

Aber noch ist es nicht soweit, d.h. es gibt noch einige Risiken. Klappt die WCM-Fusion/Übernahme? Klappt die DAX-Aufnahme und vor allem wann? Herlitz-Falkenhöh? Und welche Nachrichten sollen da noch kommen, die die bisherigen guten Meldungen in den Schatten stellen?

Ich sehe bei den von mir genannten Gesellschaften (Stodiek, HBAG, DREAG) noch viel mehr Wachstumspotential, weil sie einfach erst am Anfang eines langen Weges stehen, von dem RSE schon ein ganzes Stück zurückgelegt hat.

Daher würde ich RSE nur halten, aber nicht mehr neu einsteigen.

Es grüßt Mini
Hallo Art,
erst einmal ein Kompliment für Deine Beiträge, die haben Substanz, Neuigkeitswert und solide Phantasie.
Jetzt aber eine technische Frage. Wenn ich im Wallstreet board einen Beitrag schreibe, kann ich keine Texte "einfügen". Da Du meist ziemlich lange Texte verfaßt, nehme ich an, daß Du das kannst. Magst Du verraten, wie das geht?
Vielen Dank im voraus
Goldie
heute hält sich RSE doch erstaunlich gut, wenn man sie mal mit den meisten anderen vergleicht !!!

weiß jemand schon den genauen termin für die ausgabe der gratisaktien?

pasta
Hallo pasta !

Nach Auskunft von RSE erfolgt die Ausgabe der Gratisaktien mit Eintragung ins Handelsregister. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, wahrscheinlich wird es Ende August/Anfang September.

Gruß
C.
..darf ich mich auch noch einmischen?
Mir ist nämlich etwas wieder eingefallen, daß ich in der WCM-RSE-Fusionseuphorie fast verdrängt hätte:
Auf der RSE-HV letztes Jahr, 1998, hatte irgendjemand an Herrn Ristow die Frage gestellt, ob er noch mit Herrn Ehlerding reden würde. Es ist mir fast wörtlich in Gedächtnis. Risters Antwort weiß ich nicht mehr genau, aber es war sicher ein nichtssagendes "natürlich".
Was ich damit sagen will ist, daß ich eine feindliche Übernahme von RSE seitens WCM auch deshalb für möglich halte, weil zwischen den beiden irgendwelche alten Animositäten herrschen und Ehlerding Ristow nichts schenken wird.
(Und warum sollte Ristow sich in Hamburg rumärgern, wenn es den schönen Tegernsee gibt?) ;-)
grüße negro
Hallo !
Hier ein ganz interessanter Artikel aus der BZ
Gruß
C.

" Hamburger RSE baut auf die Mitte Berlins

Herlitz-Falkenhöh soll Großbauten planen und verkaufen - Versprochene Millionen bei Gehag nicht angekommen

Freitag, 13. August 1999



Von Norbert Schwaldt

BM Berlin - Der Hamburger Immobilienriese RSE baut auf Berlin. Mit der Ende Juli übernommenen Herlitz Falkenhöh AG will der Konzern erstmals in das Bauträgergeschäft einsteigen. Die in RSE Projektmanagement AG umbenannte Herlitz-Tochter soll für sie Großbauten planen und verkaufen, sagte gestern RSE-Vorstandsvorsitzender Lutz R. Ristow in Berlin.

Nach dem Erwerb der Berliner Gehag mit 31 000 Wohnungen und der Herlitz-Tochter nimmt die RSE Groß-Projekte in Berlin-Mitte ins Visier. Ristow will von Gläubigerbanken überschuldete Bauvorhaben übernehmen, fertigstellen und wieder verkaufen.

Von den im Frühjahr für die Gehag angekündigten Investitionen von 300 bis 400 Millionen DM will der RSE-Chef allerdings nichts mehr wissen. Das sei die Summe, die er in Berlin insgesamt investiere, sagte Ristow. Die Gehag profitiere von einem Fonds mit 50 Millionen DM für Modernisierungen in der Gropiusstadt.

«Dass die RSE angekündigte Modernisierungsmaßnahmen in Angriff genommen hat, davon ist mir nichts bekannt», sagte die Gehag-Betriebsratsvorsitzende Jutta Tschötschel gestern der Berliner Morgenpost. Es würden lediglich Wohnungen verkauft, aber nicht wie versprochen neue Geschäftsfelder entwickelt.

Die RSE Projektmanagement AG soll im kommenden Jahr 150 Millionen DM umsetzen und 6,5 Millionen DM Jahresüberschuss erzielen. Für 2001 sind 200 Millionen DM Umsatz und acht Millionen DM Überschuss angepeilt. Ein beachtliches Tempo legt auch die RSE-Gruppe vor. Sie setzte im ersten Halbjahr 1999 rund 141 Millionen DM um nach 28 Millionen DM im Vorjahreszeitraum. Der Jahresüberschuss lag bei 7,2 Millionen DM nach 3,3 Millionen DM im ersten Halbjahr 1998.

Die angekündigte Fusion mit dem Immobilien- und Beteiligungskonzern WCM, der maßgeblich dem Hamburger Kaufmann Karl Ehlerding gehört, soll noch in diesem Jahr über die Bühne gegehen. Mit 100 000 Wohnungen wird der neue Konzern Deutschlands größtes Immobilienunternehmen.

Ristow stellt sich vor, dass beim Aktientausch RSE-Aktionäre für einen Anteil drei bis vier WCM-Papiere erhalten. Das entspräche etwa dem aktuellen Kursverhältnis von 96,10 Euro für RSE und 33,90 Euro für WCM. An der Börse stiegen RSE-Aktien gestern bis zum Nachmittag um 1,16 Prozent. WCM-Anteile sackten dagegen um fast vier Prozent ab.

Das fusionierte Unternehmen würde auf einen Börsenwert von 15 Milliarden DM und auf Platz 26 der größten Aktiengesellschaften kommen. Es hätte damit im nächsten Jahr einen Chance auf einen Platz im Dax. «Bei dieser Aussicht muss man mit weiteren Kurssteigerungen rechnen», sagt Analyst Peter Seppelfricke vom Hamburger Bankhaus M. M. Warburg. Beide Kurse seien aber schon auf hohem Niveau, ein Kauf deshalb nicht ratsam. Der Analyst sieht ein Problem: «Durch die großen Bewertungsspielräume bei Immobilien sind Immobilien-Unternehmen schwer zu durchschauen.» Dem RSE-Management stellt Warburg jedoch gute Noten aus.
... so schlecht hört sich das doch wohl gar nicht an , oder ?
es könnte zwar in der einen, oder anderen zeile etwas bessers stehen, aber im grossen und ganzen ..
Wie auch die HBAG strebt die RSE jetzt in den Bereich der Projektentwicklung. Dort liegen natürlich große Chancen, allerdings sollte man sich auch die extremen Risiken vor Augen halten. Herlitz Falkenhöh hätte um ein Haar den gesamten Herlitz-Konzern aus den Angeln gehoben, Roland Ernst ist strenggenommen pleite und Schneider schon längst. Für jemanden wie mich, der Immo-Aktien auch bevorzugt, weil sie eine relativ sichere und dennoch chancenreiche Anlage darstellen, stellen sich die jüngsten Ausflüge von HBAG und RSE nur als bedingt positiv dar.

Bei HBAG stört mich insbes. die Kumulation von Projektentwicklungen (Tschechien, Spanien, Roland Ernst,...)


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