Einzelne Grundsätze, Strategien, Systeme und Einzelschicksale - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 08.10.00 16:43:19 von
neuester Beitrag 25.02.02 19:25:09 von


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08.10.00 16:43:19
Wollte endlich auch mal einen Thread zu solch einem heiklen Thema eröffnen. Ich bitte alle, daß man hier keine Werbung oder einzelne Aktienempfehlungen macht.

Ich habe diesen Thread aufgemacht, um manche Leute zum Nachdenken anzuregen. Nicht um hier meine Strategie oder ähnliches zu verkaufen. Zuerst wollte ich mal meine kleine Geschichte erzählen. Vielleicht nicht das berauschendste, aber dennoch glaube ich, daß diese Zeit für mich wohl das Wichtigste war, daß ich in meiner doch noch sehr kurzen "Karriere" im Aktiengeschäft erlebt habe.


Ich habe vor ca. 4 Jahren angefangen. Zuerst habe ich mich ganz wenig mit der Börse beschäftigt. Hab mich anfangs sehr durch das Fernsehen beeinflussen lassen. Die Performance in einem Jahr war sehr bescheiden. Auch hab ich noch ganz wenig Mittel zur Verfügung gehabt. Dennoch war es mehr, als ich anderweitig bekommen hätte. Es veranlaßte mich, mehr Geld in Aktien zu investieren. Zu dieser Zeit war grad der Neue Markt so richtig am Kommen. Deshalb investierte auch ich in einzelne Unternehmen. War ganz schön spannend das Ganze. Leider habe ich nicht immer die erfolgreichsten Werte gezogen. Damals ließ ich mich noch von der 3sat-Börse und n-tv leiten. Auch wollte ich jeden Gewinn noch steuerfrei. Ein Konzept hab ich noch nicht besessen. Bin deshalb auch oft in die Korrekturphasen mit reingeschlittert. Hab dann oft zu früh wieder gekauft, oder hatte gar kein Cash mehr, um in diesen Zeiten wieder zuzukaufen.

Ende letzten Jahres wollte ich dann mehr erreichen. Die Börse kam so richtig in die Pushen. Ich irgendwie nicht. Hab mich über das ganze Geschehen irgendwie nur scheibchenweise informiert. Kam dafür in Kauf- und Verkaufslaune. Hab schön an vielen internationalen Märkten mitgespielt, diesen Zockerwert reingelegt und jenen, auch durch Empfehlungen von verschiedenen Boards. Die großen Gewinne blieben aus. Die Verluste waren anfangs noch nicht so groß. Aber irgendwie hab ich übersehen, daß der Neue Markt explodierte, und mein Depot nicht so richtig zunahm. Zum Glück hatte ich mich noch im August mit etlichen Stücken von Heyde eingedeckt (Ich glaube, war damals der Top-Tip vom Aktionär. Hab aber auch sehr viel Minus durch den Aktionär gemacht.). Auch habe ich mich mit einigen Neuemissionen gut über Wasser halten können. Eine vernünftige Performance hab ich erreicht, die aber gegenüber von Fonds geradezu lächerlich war.

Dann kam die noch anhaltende Korrektur im März. Vielleicht das Beste, was mir passieren konnte. Hab damit wieder Geld verloren. War zwar nie in meinen Depots über Jahressicht im Minus, aber das ganze war nur auf sehr wenig Werte aufgebaut. Viele Werte gingen damals von mir baden.

Einer dieser Werte war Heyde, den ich vor ein paar Wochen verkauft habe, weil er unter meinen Stop gefallen war.

Allerdings bin ich ca. im Mai zu der Einsicht gekommen, ausgelöst auch durch einzelne Boardbeiträge, daß ich so nicht weitermachen kann und will. Mein letzter Wert, den ich damals verkauft habe, war VMR, den ich durch eine Empfehlung des Aktionärs reingelegt habe. Irgendwie hat mich das ganze dann geärgert. Wollte irgendwie noch schneller an den Informationen sein, als durch den Aktionärfaxabruf. Deshalb hab ich dann die Opel-Hotline angerufen. Anfangs nicht immer mit dem Erfolg, wie gewünscht. Mit der Zeit ging es aber. Ich konnte die Kommentare etwas besser einschätzen.

Habe mich zu dieser Zeit entschieden, nur noch am deutschen Markt zu handeln. Hauptsächlich am Neuen Markt. Hab ich bis jetzt nicht bereut.

Zu dieser Zeit hab ich immer noch sehr viel ausprobiert, und kam zu der Erkenntnis, das die Hotlines alleine nicht reichen werden, um wirklich dauerhaft erfolgreich an der Börse zu sein. Ausgelöst durch einzelne Bücher, Boardbeiträge, Freunde, Zeitschriften ... hab ich dann gezielt, versucht eine Strategie, die für mich und die Märkte paßt, zu entwickeln. Hier will ich auch nicht bestreiten, daß am Anfang nicht alles glatt ging. Bei fallenden Märkten ist es schwierig, immer die richtigen Werte auszuwählen. Nebenher hörte ich weiterhin die Hotlines ab, die mir doch ein nettes Einkommen bringen konnten. Vor allem um meine Strategie weiter zu testen.

Auch haben Sie mich weiter zum Nachdenken angeregt. Nicht nur die Aktienempfehlungen, sondern vor allem das Drumherum haben mir gezeigt, daß die Hotlines, aber auch alle anderen Analysten und Zeitschriften nicht immer richtig liegen. Am Schluß hab ich deshalb meine Strategie so eingestellt, daß ich die Hotlines zwar weiterhin anrufen werde, aber meist nur noch zum Nachdenken nutze, welche Werte interessant sein könnten. In diesen Zeiten sprechen auch diese keine eindeutigen Buy-Urteile mehr aus. Meine Strategie möchte ich mal als TRENDWERTESTRATEGIE bezeichnen. Komplett offen legen werde ich meine Strategie nicht. Jetzt geh ich lieber zu einzelnen Grundsätzen über, um die es mir viel wichtiger hier im Thread ist. Schließlich soll jeder sich selber eine Strategie suchen, die auf Ihn zugeschnitten ist.

Einzelne Grundsätze, die jeder beachten sollte:

Um mal auf meinen letzten Satz einzugehen, fang ich gleich mal an mit:

1. Eine Strategie paßt nicht für Jeden. Es gibt keine
Strategie oder Planung, die bei allen zu Gewinnen führt.
Auch kommt nicht jeder mit dieser oder der anderen
Strategie zurecht. Ursachen gibt es viele. Dennoch kann
sich jeder aus einer für einzelne Leute erfolgreiche
Strategie sich vielleicht einige Dinge rausziehen, die
er auch in seine Strategie übernehmen könnte.

--> JEDER MUSS SEINEN EIGENEN PERSÖNLICHEN WEG SUCHEN UND
FINDEN

2. Um nochmals auf die Strategie einzugehen, möchte ich hier
auch noch einen sehr wichtigen Grund nennen, warum die
eine Strategie nicht funktioniert

--> JEDER WIRD GETRIEBEN VON ANGST UND GIER

Der eine mehr und der andere weniger. Einer hält sich an
die Strategie, der andere legt sie etwas anders aus usw.

Um auf die Börse einzugehen, es bringt deshalb nichts, nur auf die Fundamentals zu schauen, weil die Börse auch nicht nach nackten Zahlen funktioniert, sondern die Emotionen einzelner Börsianer zu spüren bekommt. Diese wird man fundamental nie so richtig in den Griff bekommen.

3. LETZTEN ENDES GIBT ES NUR EIN HEILMITTEL, UM EMOTIONEN
UNTER KONTROLLE ZU HALTEN. DISZIPLIN, DISZIPLIN,
DISZIPLIN

Ich denke hier läßt sich wahrscheinlich nicht mehr sagen.

4. EINFACHHEIT der Strategie: Wenn man zuviel bei einer
Strategie beachten muß, wird man gerne nur auf das
Schauen, was man hören und sehen will. Auch würde es die
Interpretation unmöglich machen.

5. MARKTKENNTNIS: Kenne deinen Markt, wo du handelst!! Es
ist etwas anderes, ob man jetzt am Neuen Markt, Nasdaq
Japan oder in Emerging Markets rumzockt. Auch muß man bei
unterschiedlichen Anlegefristen unterschiedliche
Merkmale beachten. Ein Daytrader wird nie nur auf einen
3 Jahres Chart zurückgreifen. Allerdings sollte er sich
auch nie nur auf einen Daychart beschränken.

6. DER AUSSTIEG IST ENTSCHEIDEND: Eine viel versprechende
Position zu eröffnen ist ein Leichtes. Den Gewinn jedoch
abzuschöpfen, entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg.

7. STOPS, STOPS, STOPS: Um das unter Punkt 6 zu erleichtern,
sollte man auf jeden Fall sich selbst Stops setzen.

8. KEINE STRATEGIE IST PERFEKT: Jeder muß wissen, daß er
mit seiner Strategie zwar eine höhere Quote auf Erfolg
hat, allerdings wird jeder mal Verluste einstreichen.
Auch wenn man alle Grundsätze beachtet hat. Deshalb siehe
Punkt 6. Man sollte sich auch von Zeit zu Zeit überlegen,
ob man nicht seine Strategie durch etwas verbessern kann.

9. NUR DIE PERFORMANCE IST WICHTIG: Jedem sollte als
Maßstab immer nur eines dienen. Die Performance!!
Allerdings sollte man dabei auch abwägen, wodurch man
diese letztendlich erreicht hat. Nur durch einen Wert,
oder war es eine große Anzahl?? Hatte man viele kleine
Verluste, oder große wenige Verluste?? Ging man ein
großes Risiko ein?? usw.

10. DER MARKT HAT IMMER RECHT: Einer der schwierigsten
Grundsätze, die manche vielleicht nie kapieren werden.
Von mir aber einer der liebsten. Ich denke, man muß
diesen akzeptieren, man kann ihn vielleicht mit dem
2. Punkt vergleichen. Die Börse wird eben regiert von
Emotionen.

11. HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL: Werden Sie nie zu selbst-
sicher oder selbstgefällig. Nur durch Disziplin und
harte Arbeit kann man sich davor schützen.

12. NIEMAND KANN IN DIE ZUKUNFT SEHEN: Niemand hat immer
recht.

13. ACHTUNG VOR ZU VIEL EINIGKEIT: Oft ist es doch so, daß
man viele Beiträge erst hier am Board zu einem Wert
findet, wenn der Wert gerade seine Spitze bildet. Dabei
treten oft sehr wenige negative Kommentare auf. Auf
jeden Fall sollte man vorsichtig sein, wenn alle das
Gleiche behaupten.

14. FEHLER EINGESTEHEN UND AUS IHNEN LERNEN: Jeder macht
Fehler, auch die Profis. Sie zu akzeptieren und aus
Ihnen zu lernen macht den Unterschied.

15. IM ZWEIFEL IMMER FÜR DEN TREND: Man sollte wenn man
Zweifel hat, sich immer für den Trend entscheiden. Wenn
die Strategie allerdings einen Weg vorgibt, dann für die
Strategie.

16. CHANCE VS. RISIKO: Es sollte 3:1 stehen. Nicht das
blindwütige Kaufen und Verkaufen bringt das Geld.
Wichtiger ist, die Deals zu machen, die relativ sicher
sind. Auch wenn man von diesen Deals noch 50% versenkt,
wird immer noch genug verdient sein.

17. MEIDE ILLIQUIDE MÄRKTE: Diese Märkte sind einfach zu
leicht manipulierbar. Es kommt auch nur sehr selten
ein Umsatz zustande. Man kann vielleicht gar nicht
aussteigen, wenn man will.

18. THE TREND IS YOUR FRIEND: Zum Chance vs. Risiko kann
man noch hinzufügen, daß man vor allem auf den Trend
schauen sollte. Hier läßt sich das Risiko doch sehr
begrenzen, wenn man sich Werte kauft, die gerade "in"
sind. Normalerweise laufen solche Werte auch schnell ins
Plus, so daß man ein Polster hat, um seine Verluste
niedrig zu halten. Allerdings sind diese Werte sehr
schwankungsfreudig.

19. DIVERSIFIKATION IM DEPOT / SALZ IN DER SUPPE: Generell
sollte man sein Risiko beschränken. Allerdings glaube
ich nicht, daß es etwas bringt, wenn man versucht dies
mit Einzelwerten zu erreichen. Hier sollte man Fonds
nehmen. Man sollte in seinem Aktiendepot versuchen,
mehr Salz in der Suppe zu haben, womit man die Fond-
performance schlagen kann. Mit Blue Chips wird man dies
normalerweise nicht erreichen. Höchstens man kauft
Optionen, was ich aber grundsätzlich ablehne. Dies
muß natürlich jeder selber wissen. Durch die Fonds kann
man nicht nur weltweit streuen, sondern auch noch jede
einzelne Branche in sein Depot aufnehmen. Mit Einzel-
werten hat man diese Sicherheit nie. Einzelwerte werden
immer wieder stärker fallen, als Fonds, auch wenn sie
noch so lange in einem Aufwärtstrend gelaufen sind.

20. Zu 19 will ich hier noch was ergänzen, weil mich doch
etwas hier am Board geschockt hat.

An erster Stelle sollte immer stehen:

KAPITALERHALTUNG: Kostolany hat zwar irgendwie mal
anders gesagt, aber ich glaube, man sollte sein
Erreichtes, vor allem wenn man davon lebt, absichern.
Ab einem gewissen Vermögen sollte man nicht mehr mit
Krediten arbeiten. Hiermit meine ich aber nur Kredite,
damit man damit spekulieren kann. Für einen Häuserkauf
oder ähnliches sollte man weiterhin Kredit aufnehmen.
Auch sollte man sein Geld in Aktienfonds, Immobilien,
Rentenpapiere usw. streuen. Und diese goldenen Gänse
sollte man nicht mehr anrühren. Diese sollten nach
einiger Zeit soweit aufgebaut werden, daß man von den
Zinsen, evtl. Mieteinnahmen oder Dividenden leben kann.
Auch sollte man immer noch einige Tausender in Cash
halten, nicht unbedingt immer auf der Bank, sondern in
seiner Wohnung entsprechend gesichert. NOTGROSCHEN
Mit dem restlichen Kapital kann man dann weiter Kohle
an der Börse scheffeln. Allerdings nie vergessen, das
KAPITALERHALTUNG an erster Stelle stehen sollte. Deshalb
würde ich höchstens 10% in Optionen investieren und
keine Futures kaufen.

21. HÖRE NICHT ZUVIEL AUF ANDERE: Dieser Punkt gilt vor
allem auf einzelne Empfehlungen. Jeder ist sich
selbst der Nächste. Also Vorsicht! Man sollte sich jede
Strategie einmal genauer anschauen. Vielleicht kann man
hier den einen oder anderen Ansatz finden, der zu
seiner Strategie paßt. HÖRE LIEBER AUF DIE MÄRKTE UND
DIE KURSE. Von dort bezieht man seine Performance.

22. JEDER IST FÜR SEINE ENTSCHEIDUNGEN SELBER VERANTWORTLICH

Ein sehr wichtiger Punkt. Schiebe niemals die Schuld von
dir weg. Entweder ist man zu blöd, oder man hat eben was
vergessen zu beachten. Ein Analyst kann und wird sich
immer wieder irren. Wenn die Profis schon irren, wie
gut oder schlecht sollen dann erst die Empfehlungen
des Boards hier sein??



Ich hoffe, ich kann damit einige Leute zum Nachdenken bewegen. Vielleicht werde ich noch den einen oder anderen Grundsatz aufnehmen, oder vielleicht auch etwas abändern. Über eine rege Diskussion oder auch neue Grundsätze würde ich mich freuen.

Und denkt an meinen 1. PUNKT!!!!

Ich will hier in diesem Thread keine Anfeindungen oder ähnliches erleben. Jeder hat seine eigene Meinung, und kann diese hier zu diesem Thema schreiben. Ich erwarte auch gar nicht, daß alle mit allen Grundsätzen, die ich aus etlichen Zeitschriften oder Büchern zusammengetragen habe, oder die ich mir auch selbst ausgedacht habe, einverstanden ist.

Auf jeden Fall soll hier niemand zu einer Strategie bekehrt werden. DENN:

PUNKT 1

Cu
jetzgehtslos

P.S. THE TREND IS MY FRIEND!!!
Avatar
08.10.00 17:34:09
Hallo,
Zu Deinem Punkt eins kann ich dir nur Recht geben. Jeder sollte eine
eigene Anlagetaktik entwickeln. Bei mir ist die Anlagestrategie ehrlich gesagt, im wesentlichen durch die Güte des Nachtschlafes bestimmt. Einen guten Teil habe ich demzufolge festverzinst angelegt.
Was Aktien anbetrifft, so habe ich für sie persönliche Gütekriterien,
die sich seit längerem bewährt haben. Bei Neuimissionen bin ich
vorsichtig und beobachte sie ein Jahr lang. Dann habe ich relativ
zuverlässige Daten (Fundamental, 200 Tage Durchschnitt, Performance, systemische und unsystemische Einflußfaktoren).
Warrents handele ich gar nicht, weil ich sie persönlich für zu riskant
einschätze. Um so intensiver beschäftige ich mich mit den inneren
Werten von "ganz normalen" Aktien, die aber eine orginelle Story
aufweisen müssen, die vor allem die Phanatasie institutioneller Anleger beflügeln könnte. Diese Aktien werden eine Zeitlang hinsichtlich systemischer und unsystemischer Chanchen und Risiken(!)
beobachtet, bevor sie in mein Depot landen. Ich will nicht behaupten,
daß ich somit alles richtg mache, Fehleinschätzungen werden bei
mir sehr schnell und GNADENLOS glattgestellt. Denn Hoffen und Beten,
das geht nur in der Kirche. Das Hoffen und Bangen waren bei mir immer
teure Erfahrungen, die man sich auch ersparen kann. Aktienauswahl ist ein Versuch reinrassige Stachelschweine Züchten zu wollen, macht mir aber Spaß und dabei soll es bleiben.
Gruß Werdin
Avatar
09.10.00 08:25:44
Auf jeden Fall korrekt. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich denke aber das es absolut wichtig ist,
auch in einem bestehenden Trend den Überblick zu behalten, ich verweise auf Lemminge, viele. Es ist fein, diesen umfangreichen
Beitrag gelesen zu haben. Vielen Dank. Es gibt also nicht nur angehende Milliardäre und offensichtlich verwirrte
Menschen in diesem Board.
Avatar
09.10.00 12:19:31
hallo jetztgehtslos,

ein superbeitrag. gratuliere.


zu punkt 13. nur wer nicht ist wie die breite masse, vermag aus ihr hervorzustechen.oder??


echt klasse beitrag.

jörg
Avatar
09.10.00 12:31:25
@jottro: Leider bin ich noch kein Milliardär!! Auch noch kein
Millionär!! Aber ich denke sowieso, man muß auch die
schlechten Zeiten mitmachen, um wirklich sehr erfolgreich
zu sein. Viel hängt nur vom Glück ab!! Man kann diesem Glück
aber auch etwas abhelfen, wenn man die richtige Strategie
verwendet.

@börsenjörg: Danke!! Genau bei Punkt 13 paßt das auf jeden Fall auch
noch hinzu. Allerdings geht es um etwas anderes. Wenn
jeder bullish für einen Wert ist, hat diesen Wert schon
jeder. Wer soll dann noch kaufen??

Zu aktueller Stunde hab ich noch eine andere Weisheit rausgezogen:

Teuer ist nicht gleich teuer!! (gilt in der Aufwärtsbewegung)

Billig ist nicht gleich billig!! (gilt in der Abwärtsbewegung)


Wir können gut und gerne nochmal 1000 Punkte niedriger gehen!! Wer weiß das schon. Wägt euer Chancen-Risiko-Verhältnis ab!!!!

Cu
jetzgehtslos

P.S. The trend is my friend!!!
Avatar
09.10.00 13:37:32
@ jetztgehtslos,

Beitrag gefällt mir .Wir wissen es alle nur daran halten ist sehr schwer

für mich gilt auch nie ein fallendes Messer auffangen !!

nur eines darf man in schwierigen Zeiten nie vergessen dass
an der Anlage in Aktien kein weg vorbeiführt

so long

Gruss
Trader13
Avatar
09.10.00 14:04:49
hallo,


ich bin der meinung wenn alle heulen, ist der tag zum kaufen da. bald ist es so weit.


das mit dem fallendem messer ist so eine sache, wenns erst auf den boden gefallen ist, kanns jeder wieder aufheben, aber es im flug kurz vor dem boden aufzufangen, dass ist meiner meinung nach die kunst.


jörg
Avatar
09.10.00 15:35:10
@börsenjörg,

viel Erfolg beim auffangen

Gruss
Trader13
Avatar
09.10.00 18:48:39
Hi Leute,

Jawollja, DIE KUNST ein "fallendes" Messer rechtzeitig aufzufangen
sollte gleich im Zusammenhang mit Punkt 14 von Jetzgehtslos gesehen
werden. Aus Fehlern lernen: Ein fallendes Messer auffangen wollte ich
auch schon mal im Frühjahr. SCM hieß dieses Papier welches ich unter
Limit kaufte. 2 Tage später verlor der Wert gut 25 % Angesichts der
noch starken unveränderten Funamentaldaten, die der Markt damals noch annnahm und der allgemeinen noch herrschenden Euphorie bei den Tech-wertenkonnte das aber locker wieder ausgesessen werden. Nachgekauft hatte nicht, da ich zuwenig Cash besaß. Also mußte ich auf die "Rückreise" nach oben warten und froh sein, daß ich noch heil aus dem "Trade" herausgekommen bin. Fazit: NIE WIEDER! Vor allem: bei volatilen Kursen finde ich, sollte man nicht unbedingt unter Limit
kaufen, wenn der allgemeine Markttrend abwärts gerichtet ist.
Und vor allem sollte man sich von der Vorstellung verabschieden,
immer den optimalen Einstiegskurs zu finden. So sehe ick die Sache!
Gruß Werdin
Avatar
11.10.00 12:58:55
Ich würde auch nicht in ein fallendes Messer greifen. Höchstens gestützt durch ein paar Pushs!!

Auf jeden Fall bewahrheitet sich auch noch meine letzte These:

Billig ist nicht gleich billig!!

Teuer ist nicht gleich teuer!!

Der Markt ist weiterhin sehr schwach!! Es interessiert fast niemanden, daß wir bei manchen Werten so "billig" sind, wie schon lange nicht mehr.

@börsenjörg: Das Problem mit dem Heulen ist doch wirklich, wann heulen
Sie alle!! Bis jetzt habe ich noch nicht gesehen, daß
ich heule.

Wo letztendlich der Boden ist, das werden wir meistens erst im Nachhinein sehen.

Cu
jetzgehtslos

P.S. Chance-Risikoverhältnis weiter abwägen!!
Avatar
13.10.00 00:25:28
das mit dem Nahost konnte keiner ahnen,
ich werde mich morgen früh auf die Lauer legen den m.E werden wir
Einstiegskurse bekommmen

Gruss
Trader13
Avatar
13.10.00 11:31:43
@Trader13: Man konnte es vielleicht nicht ahnen, aber man muß auch mit
solchen Dingen rechnen. Im Dow gab es dann noch Gewinn-
warnungen, und diese haben wahrscheinlich den Markt auch
noch auf Grundeis gebracht. Mit dem mußte man aber in
diesen Zeiten rechnen.

Nehme deshalb als Punkt 23:

Billig ist nicht gleich billig!!

Teuer ist nicht gleich teuer!!


und als Punkt 24:

Erwarte das Unerwartete!!


in meine Liste auf.


Cu
jetzgehtslos
Avatar
13.10.00 17:01:41
@ jetzt gehts los

BESTER BEITRAG den ich in W.O. bisher gelesen habe.

Ich bin voll und ganz Deiner Meinung. Du Hast es begriffen und das ist wichtig um sich auf die Umsetzung
zu konzentrieren. Ich habe mir für mich selbst eigene Regeln geschaffen, die ungefähr so aussehen wie Deine.

Wer diese Regeln nicht hat, wird immer wieder Panikkäufe bzw. Panikverkäufe tätigen. Ohne eigene Regeln
kann man auch nie langfristig optimal handeln, weil man immer wieder von kurzfristigen Ereignissen emotional
mitgenommen wird. Ich habe wirklich Disziplin gebraucht um nach dem ersten Einbruch im April (?)
meine Neuemarktfonds abzustossen und nicht doch noch wieder nachzukaufen, wenn es mal wieder 10 %
runter ging.

Letztendlich stehen die Weisheiten alle in recht einfach geschrieben Büchern. Aber es sind wohl nur wenige
fähig Sie zu befolgen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass viele Leute in diesem Board ihr ganzes Geld in
ein, zwei Aktien stecken, bzw. 50% in Biotech.

ich kenne auch viele Bekannte, die sich selber betrügen, auf jeden Hype noch am Ende aufspringen und sich nie
ausrechnen ob sie mit Ihrer Willkür am Ende + oder - gemacht haben. Ich Werte mein Depot monatlich aus.
Und schaue, doch immer mal was nicht so gelaufen ist wie ich es geplant hatte.

Bei www.Fondswire.de habe ich auch mal eine Seite gefunden, die sich mit dem wichtigsten, dem
Moneymanagement beschäftigt. Eine gute Depostruktur kann jeder aufbauen und ist der Grundstein
für Kapitalerhaltung und kontinuirliches, stabiles Wachstum.

HIN UND HER MACHT TASCHEN LEER

schöne Grüsse

Nostradamuss
Avatar
13.10.00 18:41:16
super-thread!!!
Avatar
13.10.00 22:32:11
Punkt 24 ist o.k.

ich erwarte jetzt die übertreibung nach oben denn einige
wurden auf dem falschen Fuss erwischt

Gruss
Trader13
Avatar
14.10.00 14:01:37
@Nostradamus: Danke für dein Lob!! Auch wenn ich nicht mit allem, was
du schreibst einverstanden bin.

Ich will hier gerade die nützlichen, für fast jede Strategie wichtigen Regeln rausfinden. Nicht die, die nur für eine Langfrist- oder Kurzfriststrategie passen.

"Hin und her macht Taschen leer!" ist nur zum kleinen Teil richtig!!!

Oder hast du nur Werte, die das ganze Jahr über nur steigen. Wenn man ohne gelungene Strategie vorgeht, kann dies wirklich verhängnisvoll sein, allerdings hat mich und viele andere auch, daß gerettet, was du hier als Fehler bezeichnest. Auch gibt es Daytrader, die nur dadurch Ihr Geld erwirtschaften. Es gab in den vergangenen Korrekturmonaten viele Trends, die negativ und positiv waren. Wer da nicht rechtzeitig umgeschichtet hat, und das hat man einfach nur können, wenn man getradet hat, dann hat man starke Verluste zum Teil hinnehmen müssen.
Für mich ist dieser Satz zu sehr strategiebedingt, da man die kurzfristigen Trends nur ausnutzen kann, wenn man tradet.


Zu der Diversifikation: Ein bis zwei Aktien in einem Depot oder nur
Biotechs finde ich sogar in Ordnung!!

ABER: Man sollte, wie ich schon in meinen oben genannten Regeln aufgestellt habe, zur Streuung und Absicherung auch Fonds nehmen. Kann zwar die Performance schmälern, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß man schneller sein Ziel erreicht:

FINANZIELLE FREIHEIT

Cu
jetzgehtslos

P.S. Jetzt gehts los!!!!!!!!!
Avatar
14.10.00 19:11:40
@jetztgehtslos


p.s


"Dein Wort in Gottes Ohr"

Gruss
Trader13
Avatar
15.10.00 20:36:04
!
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Avatar
16.10.00 12:33:12
@Trader13: Was meinst du mit deiner Aussage??

@Werdin: Wenn du mit deiner Strategie gut fährst, wäre es auch in Zukunft sinnvoll, danach zu gehen. Allerdings muß man immer bedenken, daß nicht jede Strategie, die bei einem klappt, bei jemand anderem klappen muß.

Mit deiner Aussage, daß man sich nicht in ein Unternehmen verlieben soll, stimme ich dir voll zu. Man sollte die Gewinne lieben, und die Verluste hassen. Aber nicht die Unternehmen, denn wie schon von dir erwähnt, gibt es bei jedem Unternehmen einmal Zeiten, wo man nicht so gerne Aktionär wäre.

Cu
jetzgehtslos
Avatar
16.10.00 16:53:06
@jetztgehtslos,

ich habe dich so verstanden dass wir die tiefsten Kurse
in diesem Jahr gesehen haben.

oder ?

Gruss
Trader13

p.s. auf den Index bezogen
Avatar
16.10.00 17:49:54
Hi Jetztgehtslos,

zu Deinen einzelnen Vorschlägen möchte ich mich nicht äußern, weil ich ja sonst Punkt 1 eventuell verletzen könnte.
Es fällt mir aber auf, dass mir das von Dir beschriebenes "Börsenschiksal" sehr sehr bekannt vorkommt!! :)

Und da bin ich sicher nicht der einzige *g*

Außerdem möchte ich mit aller Deutlichkeit ausdrücken, dass dieser Thread garantiert mit zu den besten dieses Boards gehört und deshalb den Platz "Im Focus" absolut verdient hat!!

Also.......WEITER SO....davon brauchen wir MEHR!!!

mfg

STORM
Avatar
16.10.00 17:52:32
Ich denke, es müßten die tiefsten Kurse zumindest im Nasdaq gewesen sein. Kann mich natürlich irren. Der Nemax schaut allerdings um einiges schlechter aus.

Natürlich kann man noch keine vollständige Entwarnung geben. Ich denke aber, man kann schon einige Positionen aufbauen. Stockpicking ist angesagt. Oder man wartet den Test der Tiefstände ab. Was natürlich um einiges sicherer ist.

Weiterhin stark sind die Biotechs.

Cu
jetzgehtslos
Avatar
16.10.00 18:19:34
!
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Avatar
16.10.00 19:04:48
@all,
meine Regel lautet, die Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste, habt ihr die Wellenanalyse von Onischka gelesen, der gibt dem Nasdaq für nächste Woche Potential nach unten bis 2200 Punkte und mein Gefühl signalisiert Ähnliches...
Die Stimmung am Markt ist wieder "zu" positiv und aus der Vergangenheit wissen wir, das es meistens ganz anders kommt, als man denkt...

Manchmal tut es auch gut, sich die 3-Jahrescharts anzuschauen um eine Aktie für einen selbst fair zu bewerten, wir haben uns in den letzten Monaten an Zahlen gewöhnt, die völlig überzogen sind und werden durch die Psychologie des Splittings weiter getäuscht...

Na ja, ich habe es einfach, da ich nächste Woche in Urlaub fahre habe ich keine Lust, alle meine Papiere durch S/L zu verlieren sondern werde am Donnerstag ( bei geschätzter Nasdaq von 3400-3500) mein Depot völlig glattstellen...

on a good trading und schöne Grüße aus dem Saarland

www.deze.de
Avatar
17.10.00 09:50:26
Hallo,

interessanter Beitrag, klingt ganz überzeugend, leider nicht ganz leicht zu verwirklichen.....

Ich selbst entwickle gerne Strategien, um nicht `gefühlsmässig` zu handeln!
So habe ich einen Anhaltspunkt, wenn ich mal nicht weiss, was ich zu tun soll....

Stops setze ich nur mental, am neuen Markt sind mir da die Tagesschwankungen
zu gross!

Gruss
Dieter



Eine meiner Strategien mit OS:
http://come.to/boersensoftware

siehe unter Handelsstrategie
Avatar
17.10.00 10:08:03
@jetzgehtslos

Ein bischen schadenfroh bin ich jetzt schon, obwohl ich sowieso schon pleite bin.
Endlich gibst auch du zu: Punkt 14!!!

Das ausgerechnet du solch einen Thread eröffnet hast wundert mich sehr. Dir muss es ja die letzten Wochen richtig dreckig gegangen sein.

Na, egal, der Thread steht ab heute bei meinen Favoriten (deiner und meiner).

Nix für ungut und
liebe Grüße von

I had a dream
Avatar
17.10.00 10:53:15
@lhadadream: Was hab ich mit Punkt 14 zugegeben!!

Also ich kann dich beruhigen, mir gefallen die Märkte zwar selber nicht, aber pleite bin ich noch lang nicht. War in letzter Zeit hauptsächlich in Cash. Habe auch in mehreren Threads die Leute vor einem Einstieg gewarnt. POP kann dies bestätigen!! Vielleicht schaust du mal in seinen Threads nach. Allerdings bin ich jetzt wieder bullish für den Markt, die Nasdaq wird jetzt ihren Boden finden.

Ich wollte eigentlich jetzt hier zu meiner Strategie keine große Stellungnahme machen, allerdings bin ich immer noch mit ca. 100% über meinen All-Time-Lows dieses Jahr.

Wirklich übel ist es mir in der Zeit zwischen März und Juni gegangen.

Allerdings habe auch ich in letzter Zeit und vor allem davor, Fehler gemacht. Ich denke, ich konnte trotzdem meinen Nutzen daraus ziehen.


@dhv: Die Disziplin zu wahren und die Strategie dadurch einzuhalten,
ist immer schwierig!! Meine Stops sind auch nur mental. Aber
wenn es soweit ist, muß man eben verkaufen.

@deze: In der aktuellen Lage würde ich, wenn ich in Urlaub fahren
würde auch alles glattstellen. Eine faire Bewertung für eine
Aktie kann meiner Meinung nur einer machen: DER MARKT!!!

Cu
jetzgehtslos
Avatar
17.10.00 17:31:36
Der Bericht ist wriklich gut geschrieben.Eigentlich sollen die Ihn lesen die sich zum ersten mal mit der Börse beschäftigen den dieser Bericht enthält elementare Ansätze bzw. auch Gedanken die jeder schon von uns hatte.
Nur, was Du schreibst ist Therorie den die Praxis sieht anders aus.Bsp: "vergangene Tage ",wenn alle so handeln wie Du schreibst hätten wir uns die Panik erspart .

Ein Tip noch dazu: " Man soll das was an der Börse passiert auch mit Humor nehmen,klar wenn die Kohle fast weg ist -ist schluß mit lustig,aber Erfolg zu habe heisst auch Fehler zu machen.
Avatar
17.10.00 20:46:48
Hallo Leute,
Ob long, ob short, das Geld ist fort- bei einem solchen Ergebnis ist
es egal, mit welchen Aktien oder Derivaten man gehandelt hat. Es ist wohl eher so, daß die Unentschlossenheit wohl entscheidend ist.
Handlungsunentschlossenheit kann zu entgangenen Kursgewinnen (Des
Börsianers größtes Ärgernis) aber viel schlimmer zu Verlusten führen.
Da fällt mir immer meine arme Mutter ein, die aus Unentschlossenheit
an DT. Telekom, T-Online, und Maxdata festhält...und viele andere
Bekannte, die es genauso machen. Handeln an der Börse sollte einem
gründlich durchdachten Entschluß zugrunde liegen. Ist ein Entschluß
gefaßt sollte nicht gewartet werden. Meine Erfahrung ist die: Wenn du was vor hast, dann tue es!! Niemand kann den Markt vorhersehen! Dazu
könnte auch Pkt. 16 von Jetztgehtslos passen. So ist mir Anfang des Jahres eine 100% Chanche entgangen. Netro hieß dieses ominöse Papier.
KGV von über Hundert, orginelle Story, Milleniumhausse, endlose
Euphorie, günsige Vorzeichen... eigentlich mehr Chanche als Risiko
aber ich war zu unentschlossen und als der Kurs innerhalb von 6 Wochen
von 25 € auf gut 90€ geklettert war, war es mir schlicht zu TEUER.
Geärgert habe ich mich nicht schlecht, Leute!
Heute stehe ich wieder vor der Entscheidung... und ich gebs zu ich
kann mich nicht entscheiden. Netro zu 61€?, ungünstige Vorzeichen...
Bis denne Werdin
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17.10.00 21:45:14
@jetztgehtslos und alle anderen

cooler Beitrag/Thread! Bei manchen Threads habe ich das Gefühl die Leute wollen sich nur profilieren oder sich untereinander zoffen.


Du schreibst in einer Antwort das du ein oder zwei Aktien im Depot + Fonds O.K. finden würdest. Andererseits hast du Punkt 24 "Erwarte das Unerwartete" in deine Liste aufgenommen. Mich würde interessieren nur grob welche Gewichtungen von Fonds zu Aktien zur Diversifikation du am sinnvollsten erachtest?

Es kommt zwar sehr auf die jeweilige Aktienauswahl an, aber ich halte eine sehr geringe Streuung trotz Stoppkursen unter Umständen für gefährlich.
Ich fahre auch klare Stopp-Strategien(eigentlich) aber mich hat es letztens mal sehr nachdenklich gemacht als hier in Deutschland die Börsen zu hatten und an der Nasdaq Commerce One 20% verlor weil ein Analyst den keiner kannte die Aktie heruntergestuft hat. Jetzt kann jeder sagen: Zockeraktie, über einen Amerikanischen Broker handeln (wär für mich zu teuer), nur am Deutschen Markt handeln, Börsen besser beobachten, Positionen glattstellen (kann ja wohl auch nicht Weisheit letzter Schluss sein) usw.

Ich möchte damit nur ein Beispiel für das "Unerwartete" (es kommt oftmals anders als man denkt) bringen und das man ohne Streuung und mit Pech viel Geld verlieren kann. Nicht Auszudenken was passiert wäre wenn Commerce One an dem Tag eine Umsatzwarnung herausgegeben hätte, die wären dann schnell 50% in den Miesen und hier in Deutschland hätten wahrscheinlich die Meisten "dumm aus der Wäsche geguckt", weil kein Stopp geschützt hätte (kann einem ja auch leicht mal nach 20.00 passieren und dann kann es selbst bei "Blue Chips" ab nach unten gehen).

MFG

Nickelz
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17.10.00 23:01:05
HI jetzgehtslos

erkläre mir bitte Punkt 17.
bin ein börsenneuling (beschäftige mich etwa seit 3 Monaten intensiv mit Aktien und et....)
habe bei meinen „trockenübung „(musterdepot) bis jetzt eine ganz gute performance erzielt(das bei der Marktlage)
habe hier schon viel gelernt aber bestimmt noch nicht genug !!


gruss
Capu
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17.10.00 23:44:09
Hallo jetzgehtslos,

ich bin Einsteiger, beschäftige mich seit ca. 1Jahr mit der Börse.
Ich kann für mich z.Zt. auch noch keine richtige Strategie finden, aber Deine Erfahrungen und Erkenntnisse,
können einen schon beachtlich weiterhelfen. (Danke)

Gruß
IMA
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18.10.00 00:12:45
also ich kann allen neulingen auch nur die ratschläge von jetztgehtslos empfehlen.
besonders der punkt disziplin ist immens wichtig.
mit konkreter einhaltung der disziplin würde ich seit märz um einiges höher im plus liegen als bisher.
wirklich, lasches und undiszipliniertes verhalten gepaart mit abweichen von der strategie waren meine hauptperformance-killer dieses jahr. in guten zeiten macht es nicht ganz so viel aus. aber wer weiss, wann wir wieder gute zeiten über einen längeren zeitraum zu sehen bekommen?
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18.10.00 12:03:27
@Nickelz: Am Ende muß jeder sein Risiko selber abwägen. Wenn man nur
2 Aktien im Depot hat, oder man nur in einer Branche seine
Aktien hat, und diese mit entsprechenden Mitteln
ausgerüstet hat, dann sollte man den Markt öfter als nur
einmal am Tag beobachten. Auch sollte man immer am
Heimatmarkt verkaufen können. Für sinnvoll erachte ich
ca. 5-10 Aktien und eine entsprechende Anzahl Fonds.

Allerdings muß man dies von Person zu Person unterscheiden. Oft stehen auch nicht genug Finanzmittel zur Verfügung, um wirklich alles durchzusetzen. Was bringt es, wenn ich 5 Aktien habe, mit einem Wert von je 1000-2000 DM und für die Fonds dann kein Geld mehr habe.

Die Streuung hat in den vergangenen Monaten nicht unbedingt vor starken Verlusten geschützt. Ich hatte im März zuviel Werte angesammelt und konnte diese gar nicht mehr richtig beobachten, um zu einer vernünftigen Performance zu kommen, wenn der Markt nicht lief. Wichtiger ist es, den Markt und den Einzelwert zu kennen. Es kommt selten eine Umsatz- oder Gewinnwarnung wenn der Wert nicht zuvor schon etliche Prozente verloren hätte. Bei Intel waren es ca. 20% vom ATH, das weitere kennen wir. Bei anscheinend "billigen" Werten sollte man eben nicht immer zugreifen. Lieber warten, bis der Wert wieder in einem vernünftigen Weg in Richtung ATH ist. Ich kaufe oft auch bei Überschreiten dieser Marke. Grundsätzlich kann ich dir auch keine Lösung deines Problems anbieten.

Streuung bietet Sicherheit, allerdings kann man auch andere Seiten sehen. Am Ende muß jeder selbst wissen, wie er sein Risiko absichert.


@Capujino: Du solltest nicht in Werte reingehen, wo tagelang kein
oder nur sehr wenig Umsatz umgeht. Für dich sollte immer
der Markt zählen, wo du auch verkaufen kannst.

@snahas: Genau, du hast recht!!! Disziplin ist das Wichtigste!!!
Abweichen von der Strategie bringt meist nur Ärger!!!

Cu
jetzgehtslos
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18.10.00 18:17:26
Hi Leute,
zu Punkt 1 Individuelle Person des Anlegers und zu Punkt 16 Chanche/Risiko und zur Diversifikation möchte ich noch Stellung nehmen. Bei allen Leuten, die ich persönlich kenne ist das total
unterschiedlich. Bei einem Bekannten ist es so, daß er sehr gut verdient, alleinstehend ist und ca. seit acht Jahren mit Aktien handelt. Er erzielt Jahr für Jahr eine Performance, die sehr beachtlich ist. Er ist sehr risikobereit und kann sich das auch leisten, weil er ein sehr hohes Einkommen bezieht und keine Kinder hat, deren Ausbildung usw. sichergestellt werden muß. Aktien wie eine EXXon Mobile oder Aventis sind ihm schlicht und ergreifend zu LANGWEILIG. Er handelt auch Derivate und andere hoch spekulative Terminkontrakte. Eine andere Person hingegen verdient nur mäßig, ist verheiratet und hat 4 Kinder. Sie KANN kein Risiko (wegen der Kinder) eingehen, liebt es aber, sich mit Aktien zu beschäftigen. Ich möchte ihre persönlichen Finanzen nicht hier ins Bord stellen, aber dieses Portfolio hat eine gänzlich andere Struktur als der "Profi". Es ist mit "konservativen" Werten bestückt und ein Teil es Ersparten ist festverzinslich angelegt. Auch in Fonds wurde investiert.
Es gibt keine idiale Anlageform oder Diversifikation, weil die Menschen schon unterschiedlich (Alter, Einkommen, Familienstand, Risikobereitschaft usw.) sind.
Wer eine halbwegs eine gute Performance erzielt hat recht und das hängt im wesentlichen von der Risikobereitschaft des Einzelnen ab.
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19.10.00 22:34:37
Hallo, bitte die Störung zu entschuldigen !

Wie ich sehe, sind hier ernsthafte Leute am Werk, deswegen ist mein Anliegen hier sicher nicht deplaziert (hoffe ich) .

Bitte helfen (und verteilen) ...

http://members.aol.com/tips4all/alexandra-6-jahre.jpg

Wenn jemand aus der Gegend kommt, umso besser ...
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20.10.00 00:00:50
hi jetzgehtslos,

hätte ich gar nicht gedacht, daß du erst so kurz an der börse aktiv bist. scheinst schnell gelernt zu haben - respekt.

ich bin allerdings in Bezug auf blutige anfänger teilweise anderer meinung:

1. max. 2 bis 3 aktien. sonst geht der überblick flöten

2. diese ersten aktien sollten klassische stockpicks sein, also absolut hochwertige dinger, über die alle zugänglichen fundamentals beschafft wurden, die bestätigen, dass es sich um einen marktführer in einer zukunftsbranche handelt. der anleger sollte einigermaßen eine ahnung von der branche haben und die aktie sollte nicht gerade einen absturz hinter sich haben.

3. eine hausse abwarten - d.h. mindestens 3 wochen steigende kurse am gesamtmarkt. nach länger als 3 monaten steigenden kursen den einstieg sehr kritisch sehen. wenns dumm läuft, wartet man also ein jahr...

4. am besten nach einer quartalspressekonferenz kaufen - dann gibts zumindest für die ersten 3 monate keine bösen überaschungen.

5. wenn überhaupt stops, dann sehr weite, also nicht enge 10-20 % ! es gibt für einen anfänger nichts demotivierenderes, als ausgestoppt zu werden, und wenn 1-4 erfüllt ist, sind die ganz großen minusrütsche (>30 %) unwahrscheinlich.
anfängern (und nicht nur denen) fällt es mit am schwersten, den richtigen einstiegszeitpunkt zu determinieren, und wenn sie pech haben, fliegen sie mit engen stops gleich nach einem tag wieder raus.

6. sich nicht nach flachbrett-analysten orientieren, wenn überhaupt, dann sich in seriösen blättern informieren (fällt mir eigentlich nur die faz ein...)

7. web-boards und gurus jeder couleur meiden :D

8. über unternehmen-news informiert sein (newsletter)

eine strategie kann doch bei den ersten aktienkäufen noch gar nicht vorhanden sein. wenn man für sich nach einem jahr schon mehr als 3 feststehende grundsätze definiert hat, dann ist das verdammt viel. am anfang muß man haupsächlich darauf achten, das risiko so gering wie möglich zu halten, und dazu dienen die obigen regeln. ohne strategie bringt einem also auch die disziplin am anfang noch nix...

für fortgeschrittene, die sich ans traden machen wollen oder technisch agieren wollen, sind deine tips natürlich o.k.

ciao, viel spaß noch und weiter so
jbeam
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22.10.00 00:36:45
ich finde es gut, wie ihr über eure strategien erzählt, das niveau steigt mit fallenden kursen.

@jetztgehtslos, dein beitrag in ehren, was ich allerdings nicht ok finde, ist, dass du beiträge aus dem "technical investor" kopierst und diese als deine eigenen verkaufst!
ich weiß nicht ob es geltungsdrang oder nur etwas naivität war, aber ich habe den eindruck, dass du die von dir aufgestellten (eher kopierten) regeln gar nicht begriffen hast, geschweige denn umgesetzt.
ich glaube, der grund für deine langjährige underperformance ist deine ideenlosigkeit (sorry, wenns so hart klingt, aber ich versuche der sache auf den grund zu gehen).
zeitschriften, hotlines, "technical investor"-regeln, alles fremde ideen.
du kannst nie besser sein, als andere, wenn du nur konzepte kopierst.
"was alle wissen, ist ohne wert" (kostolany)- dazu gehören auch die handelsstrategien.
im übrigen sind deine aufgeführten hinweise nur für trader/rein technische anleger gedacht.
fundamentaldaten oder zukunftsaussichten spielen wohl keine rolle?
dass gerade die antizykliker in den vergangen jahren das meiste geld verdient haben, ist dir hoffentlich auch klar. (diese handelsstrategie fällt völlig außen vor)
zu den einzelpunkten:
--> JEDER MUSS SEINEN EIGENEN PERSÖNLICHEN WEG SUCHEN UND
FINDEN (alles klar?)
--> JEDER WIRD GETRIEBEN VON ANGST UND GIER & LETZTEN ENDES GIBT ES NUR EIN HEILMITTEL, UM EMOTIONEN
UNTER KONTROLLE ZU HALTEN. DISZIPLIN, DISZIPLIN,
DISZIPLIN (ja was denn nun? wenn JEDER getrieben wird, dann gibt es doch kein heilmittel, oder?)
EINFACHHEIT der Strategie punkt 4 war das- bis punkt 20 gehts!
MARKTKENNTNIS: Kenne deinen Markt, wo du handelst! (man kann den markt nicht "kennen"- das ist vermessen, man kann ihn kennen lernen)
STOPS, STOPS, STOPS! (damit fällt man genau in die masse! kauf zu hohen kursen, verkauf zu tiefen, zb im oktober)
NUR DIE PERFORMANCE IST WICHTIG! (quatsch- frage sich mal jeder einzelne nach den wahren motiven des aktienhandels- gewinn ist da oft zweitrangig "nicht reich muss man sein, sondern unabhängig"
DER MARKT HAT IMMER RECHT (hat er eben nicht. der markt ist eine macht, das ja, aber "recht haben", das tut er nie.)
CHANCE VS. RISIKO: Es sollte 3:1 stehen... (typisches daytrader-gefasel, niemand kann risiken wirklich einschätzen- 3:1 ist echter schwachsinn)
DIVERSIFIKATION IM DEPOT / SALZ IN DER SUPPE...und was danach kommt (man kann mit blue chips mehr geld machen als jeder fonds! allerdings müsste dabei blue chip als branchenriese/ monopolist definiert werden und nicht als altes eisen)
An erster Stelle sollte immer stehen: KAPITALERHALTUNG (was hast du dann am aktienmarkt zu suchen? chance= risiko)
HÖRE NICHT ZUVIEL AUF ANDERE (wer immer ein ohr bei den marktteilnehmern hat, kann sehr gut die emotionen abschätzen und dann zb dagegen handeln)

du siehst, die regeln sind alles andere als das nonplusultra.
und nächstes mal, wenn du aus "technical investor" kopierst, sag es.

gruß
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22.10.00 02:32:19
epicuraul,
du denkst, du hast die einzelnen punkte mit deinen erklärungen ins wanken gebracht...weit gefehlt.
"man kann den markt nicht kennen"..so ein quatsch. man kann einen markt gut genug kennen, um zu wissen, was man von ihm zu erwarten hat und was nicht.
wer disziplin beim trading, spekulieren und investieren nicht anwendet, wird irgendwann stark auf die schnauze fallen.
stops sind wohl das mit das wichtigste, was man überhaupt beachten muss, wenn man im spiel bleiben will und nicht ein begnadeter peter lynch ist. natürlich sind diejenigen, die am low ausgestoppt werden, am ende die doofen. aber strategische stops sollten einen eigentlich schon im märz oder später im august aussteigen lassen. wenn man abgegrast wurde, kann man jeder zeit wieder einsteigen, wenn man den eindruck hatte. aber wenn man geld verliert und es aussitzt, geht man das risiko ein, sein geld für lange zeit, in manchen fällen nie mehr wieder zu sehen.
und wenn man an der börse geld machen will, ist es das wichtigste, dass man auch kapital dazu hat. doch jeder prozentpunkt, den eine aktie im depot fällt, schmälert das kapital, auch wenn es nur buchverluste sind. da helfen auch die besten unternehmen nicht dagegen. unternehmen werden nämlich meist erst schlecht (d.h. bringen schlechte zahlen und veränderte perspektiven), wenn der kurs schon erheblich gefallen ist.

man kann mit bluechips, monopolen, branchenriesen genauso viel geld verlieren, wie mit hochspekulativen titeln. ein buchverlsut, der länger als 1 jahr ein buchverlust ist, sollte als realer verlust betrachtet werden.
mit einem diversifitierten fonds ist das risiko geringer und ertragsmöglichkeiten dennoch hoch.
höre nicht auf andere heisst: der xy hat die aktie b gekauft. also kaufe ich sie auch. das ist blödsinn.
kapitalerhaltung ist das oberste ziel. wenn man immer schön aufpasst, dass das kapital nicht zu wenig wird, dann kommen die gewinner schon von alleine, die für den gewinn sorgen.
3:1 ist eine rechenregel, die es ermöglicht, profitabel zu sein, wenn man in weniger als 50% der fälle richtig liegt.
ich hatte dieses jahr eine trefferquote von:
20%
ich habe seit dem nemax und nasdaq high im märz eine performance von +8%. mein schwerster kapitalrückgang war 10%.
ich liege jetzt knapp unter meinem persönlich hoch für dieses jahr....und das bei einer trefferquote von 20%. wie habe ich das gemacht? stops. disziplin. marktkenntnis. kapitalerhalt als oberstes ziel. diversifikation. der markt hat mir gesagt, wo er hinwill und er hatte immer recht, immer wenn ich dagegenhielt, hat es mich geld gekostet.
hätte ich noch mehr disziplin gehabt, dann läge meine performance auf mein vermögen seit märz weit über 30%. wenn ich keine stops beachtet hätte, wäre ich jetzt ungefähr bei -70%.
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22.10.00 14:16:54
Hi jbeam,

schön daß du dich zu meinem Thread auch äußerst.

So kann man sich eben irren, auf das Alter und die Börsenerfahrung. Ich bin erst 22 Jahre alt und die Boomjahre sind in D erst mit der Telekom und dem NM gekommen.

Zu Punkt 1 kann ich dir zustimmen. Allerdings sollte man das meiste in Aktienfonds parken.

Bei Punkt 2 kann ich dir unter Umständen auch zustimmen. Denke aber, daß man nie sicher ist, vor bösen Überraschungen. Siehe Nokia, Cisco, usw.

Bei Punkt 3 kann sehr viel Ungeduld aufgekommen. Du zwingst den Anleger in eine harte Geduldsprobe. Er braucht eine Menge Disziplin.
Ob das gutgeht??

Punkt 4 ist ein guter Vorschlag

Bei Punkt 5 denke ich, es hängt einfach mit der Strategie zusammen, die derjenige fahren will. Das Dumme ist nur, wenn der Markt läuft und der "tolle" Wert läuft nicht, verliert sogar noch etliche Prozente. Die Börse ist eben keine Einbahnstraße.

Punkt 6+7: Für einen Einsteiger ist es sicher sehr schwierig mit den Informationen gewisser Gurus fertigzuwerden. Allerdings kann man hiermit auch Geld verdienen. Und ich rate jedem zumindest die Empfehlungen von diesen "Gurus" zu beachten. Sonst kann ein jäher Absturz folgen. Für mich gibt es keine richtig seriösen Tips. Sondern immer nur Möglichkeiten (Chance und Risiko). Wer in den vergangenen Monaten einem Analysten gefolgt ist, der konnte nur verlieren. An den Boards ist fast nur eines interessant, die Strategie und Erfahrungen einzelner oder manchmal auch gut fundierte Informationen über Unternehmen, die man aber auch woanders herbeziehen kann.

8. Für einen blutigen Anfänger sicher sehr wichtig.


Deine Punkte sind sehr gut für einen wirklich noch blutigen Anfänger. Ich habe vielleicht in meinen Punkten dies nicht komplett beachtet. Allerdings setze ich hier ein bestimmtes Grundwissen voraus. Wenn dies nicht vorhanden ist, sollte man sich darüber dringend informieren, was für Analysemethoden usw. es überhaupt gibt. Auch denke ich, wenn man gar kein solches Wissen mitbringt, sollte man besser nur in Fonds investieren.

Oder: Aus Fehlern lernt man!!!! Und das ist oft nicht das Schlechteste. Auch an der Börse bekommt man nicht alles geschenkt.

Ich denke, auch bei deinen Punkten braucht man sehr viel Disziplin, um diese alle einzuhalten. Oder ist es dir noch nie so gegangen, daß der Markt nach oben schnellte und einer oder mehrere deiner Werte sich auf der Stelle bewegte, oder daß du noch gar nicht investiert warst.

Theoretisch könnte man auch deine Punkte schon als Grundriß einer Strategie bezeichnen. Wenn auch noch etwas grob umrissen.

Wie du erkannt hast, bin ich doch eher technisch orientiert. Aber du wirst mir zustimmen können, daß Werte die technisch gut aussehen, meist fundamental auch gut aussehen. Man könnte natürlich jetzt darüber streiten, was fundamental gut ist. Wo ist ein faires KGV?? Usw. Wobei es immer wieder Übertreibungen gibt, die technisch meiner Meinung leichter zu erklären sind, als fundamental.

Aber wie ich schon unter meinem ersten Punkt geschrieben habe, jeder muß sich seinen eigenen Weg zum Erfolg suchen. Eine Strategie, die bei allen Menschen funktioniert, wird es nicht geben. Es gibt nur bestimmte Punkte, die überproportional häufig bei längerfristig erfolgreichen Leuten vorzufinden sind. Einmal eine gute Serie an Werten zu kaufen und damit Millionär zu werden kommt schon sehr selten vor, dies aber dauerhaft mit Erfolg zu betreiben, dazu gehört einfach mehr als nur blindlings im großen Teich zu fischen. Es gibt eben auch schlechte Zeiten an der Börse.

Ich hoffe es melden sich noch weitere Personen zu Wort. Die Beiträge gefallen mir bis jetzt sehr gut.


@SchlaWiener: Leider kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich hoffe,
deine Aktion bringt etwas.


@epicuraul: Ich glaub du verstehst meinen kompletten Thread nicht!!

Außerdem habe ich eindeutig am Ende meines Threads geschrieben, daß ich diese Grundsätze aus etlichen Zeitschriften und Büchern zusammengetragen habe, oder mir zum Teil auch selbst ausgedacht habe. Der Technical-Investor hat einige Punkte für mich sehr gut beschrieben, deshalb kommt daher das meiste.

Wo haben bitte die Antizykliker in den letzten Jahren am meisten Geld verdient?? Wir erlebten in den letzten Jahren eine noch nie dagewesene Hausse. Alles was "in" war, ist explodiert. Entweder ist deine Antizyklik im Trendwechsel gekommen, oder du bist mit dem Trend nach oben mitgegangen.

Wie kannst du mir erklären, daß ein KGV von über 100 bei Werten noch fundamental gerechtfertigt ist?? Oder bei Werten es gar kein KGV gibt?? Und diese sind gelaufen, wie eine Rakete. Und bitte sag mir jetzt nicht Zukunftsaussichten. Jetzt wo die B2C-Werte zum Teil wieder auf ein "ordnungsgemäßes KGV" zurückgekommen sind, will sie keiner mehr haben. Oder haben sich die Zukunftsaussichten, die Fundamentalanalytiker aufgestellt haben nicht erfüllt?? Du müßtest dein ganzes Geld wahrscheinlich in Autoaktien drin haben, ich glaub so billig waren manche noch nie.

Zu meinem 1. Punkt: Jeder muss seinen eigenen persönlichen Weg suchen und finden!!

Ich hatte ihn eben noch nicht gefunden. Jetzt denke ich, daß ich für mich ein System gefunden habe, daß mich auf jeden Fall, wenn ich die Regeln beachte zu meinen finanziellen Zielen führt. Allerdings muß meine Strategie nicht bei allen Leuten funktionieren. Nur gibt es einfach Regeln, die bei fast allen Leuten langfristig erkennbar sind. Und diese Regeln haben auch schon 1929 funktioniert, also nicht erst jetzt.

--> JEDER WIRD GETRIEBEN VON ANGST UND GIER & LETZTEN ENDES GIBT ES NUR EIN HEILMITTEL, UM EMOTIONEN UNTER KONTROLLE ZU HALTEN. DISZIPLIN, DISZIPLIN, DISZIPLIN
(ja was denn nun? wenn JEDER getrieben wird, dann gibt es doch kein heilmittel, oder?)

Es ist schwierig sich an seine Strategie zu halten. Wie schwierig es ist, beschreibt nochmal "Snahas". Bei manchen Leuten ist es wahrscheinlich unmöglich, daß Sie diese Disziplin jemals entwickeln können. Auch ich habe in den vergangenen Monaten nicht immer meine Strategie beachtet. Manchmal war es ein Glück, oft bin ich damit aber auch reingefallen. Hätte ich mich an meine Strategie strikt gehalten, wäre meine Performance sicher noch höher gewesen.

MARKTKENNTNIS: Kenne deinen Markt, wo du handelst! (man kann den markt nicht "kennen"- das ist vermessen, man kann ihn kennen lernen)

Manche kennen ihn schon, alles zwar nicht, aber einiges kommt immer wieder vor und wird auch immer wieder vorkommen. Alles wird man nie kennen lernen, denn es gibt immer Unerwartetes. Allerdings kann man durch diese Marktkenntnis etliche Prozente machen. Am Neuen Markt z.B. sollte man wissen, daß hier genug Börsenblättchen und TV-Sendungen unterwegs sind, die schon mal einen Kurs nach oben oder unten bringen können.


STOPS, STOPS, STOPS! (damit fällt man genau in die masse! kauf zu hohen kursen, verkauf zu tiefen, zb im oktober)

Soll ich jetzt lachen oder weinen?? Warum fällt man in die Masse?? Schau dich doch nur im Board um, was viele nicht gemacht haben. Sie haben die Verluste von März bis Oktober so mit sich durchgeschleppt. Einige haben sicher noch im Oktober verkauft, allerdings mit Stops bei mehr als 50% im Minus zu arbeiten halte ich für schwachsinnig. Es hat aber auch Werte gegeben, die in den vergangenen Monaten eine Wertentwicklung genossen haben, die etliche Prozente gebracht hat. Schau dir nur mal die Biotechs und Logistikunternehmen an. Allerdings hat man bei den Logistikern auch zwischenzeitlich wieder mal Gewinne mitnehmen müssen. Und die Biotechs werden auch wieder irgendwann korrigieren.

NUR DIE PERFORMANCE IST WICHTIG! (quatsch- frage sich mal jeder einzelne nach den wahren motiven des aktienhandels- gewinn ist da oft zweitrangig "nicht reich muss man sein, sondern unabhängig"

Nicht reich, sondern unabhängig!! Wie soll ich nun das verstehen?? Wie willst du unabhängig sein, wenn du nicht reich bist?? Du kannst ja mal in den Dschungel gehen und dich dort ernähren. In D muß man normalerweise immer noch für Essen, Wohnen etc. bezahlen. Oder lebst du von den Armenspeisungen?? Dann bist du aber auch nicht unabhängig. Man ist irgendwie immer von verschiedenen Faktoren abhängig, ob es nun die Börse oder andere Dinge im Leben sind. Allerdings kann man, wenn man die finanzielle Freiheit genießt sich mehr Luxus erlauben als andere Personen. Du kannst die dinge die du brauchst machen lassen, anders mußt du eben noch einiges selbst machen.


DER MARKT HAT IMMER RECHT (hat er eben nicht. der markt ist eine macht, das ja, aber "recht haben", das tut er nie.)

Hab auch nicht gedacht, daß du diesen Punkt irgendwie kapiert hast. Es geht hier einzig und allein um die Kursentwicklung. Ob das Unternehmen jemals die gesetzten Erwartungen erfüllt spielt keine Rolle. Allerdings straft dies der Markt gnadenlos ab.


CHANCE VS. RISIKO: Es sollte 3:1 stehen... (typisches daytrader-gefasel, niemand kann risiken wirklich einschätzen- 3:1 ist echter schwachsinn)

Es treten immer wieder charttechnische und sonstige Umstände ein, wo man die weitere Entwicklung eines Kurses in nächster Zukunft fast sicher bestimmen kann. Ob es nun 3:1 ist, oder 4:1 darüber läßt sich streiten.

DIVERSIFIKATION IM DEPOT / SALZ IN DER SUPPE...und was danach kommt (man kann mit blue chips mehr geld machen als jeder fonds! allerdings müsste dabei blue chip als branchenriese/ monopolist definiert werden und nicht als altes eisen)

Es ist eben wirklich eine Frage, was überhaupt Blue Chips sind. Allerdings wird man in fast jedem Fond die Blue Chips der Branche oder des Marktsegmentes übergewichtet sehen. Kleinere Werte, wo auch im Jahr außergewöhnliche Kurssteigerungen möglich sind, sind sehr begrenzt vertreten. Das Risiko ist aber auch größer. Mit der richtigen Strategie wird man dennoch mit den kleinen Werten den Fond schlagen. Allerdings ist es nicht gerade leicht.


An erster Stelle sollte immer stehen: KAPITALERHALTUNG (was hast du dann am aktienmarkt zu suchen? chance= risiko)

Was soll ich nur dazu sagen. Nach langfristigen Studien hat man am Aktienmarkt im Durchschnitt nur verdienen können. Also ist die Chance irgendwie größer als das Risiko, oder??? Wieviel größer, das kann man am Ende nicht sagen.


HÖRE NICHT ZUVIEL AUF ANDERE (wer immer ein ohr bei den marktteilnehmern hat, kann sehr gut die emotionen abschätzen und dann zb dagegen handeln)

Nicht jeder kann die Emotionen so gut abschätzen. Es ist eben deine Strategie genau das Gegenteil zu machen, habe ich aber etwas gesagt, das deine Strategie widerlegt?? Im Gegenteil!! Ich habe deine Strategie, die "Antizyklik" sogar noch erhöht, obwohl ich das nicht unbedingt wollte. Höre nicht zuviel auf andere, heißt nicht, das man sich nicht informieren soll, was andere kaufen oder Analysten empfehlen. Es heißt, daß man kritisch das Ganze betrachten soll, wenn jeder sagt, der Wert ist gut und den soll man kaufen. Ich informiere mich auch ständig über Analystenempfehlungen, Zeitschriften, Hotlines etc. Allerdings heißt das noch lange nicht, daß ich mein Geld investiere, weil grad ein Analyst hustet.

Noch eine Bemerkung zu "Antizyklik"!! Es ist nicht einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um einzusteigen. Antizyklisch sollte man nur einsteigen, wenn man an einem Trendwechsel steht. Wie oft hätte man sonst Daimler Chrysler gekauft?? Wie lange soll man noch warten, bis sich manche Aktien bewegen?? Es gibt natürlich hier auch erfolgreiche Leute, die dies beherrschen und abschätzen können. Mein Punkt 1 paßt hier wieder einmal. Allerdings haben die Antizykliker irgendwann auch Werte im Depot, die gerade "in" sind, weil sie nach oben gehen.

"was alle wissen, ist ohne Wert": Manche wissen eben doch nicht alles!

Außerdem: Was ist schon Wissen, wenn es nicht angewendet oder beachtet wird??

Und die Schlaftablette, die Kostolany einst verschrieben hat, hat im übrigen nur für ein paar Jahre gegolten.

Dennoch hat mir dein Beitrag sehr gut gefallen, er bestätigt mich wieder einmal, meine Meinung und meinen Weg fortzusetzen.

Ich hoffe auf weitere interessante Beiträge, und Kritiken!!

Cu
jetzgehtslos
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29.10.00 14:33:41
Der Beitrag ist echt super Respekt. Zu Punkt 19 Disversifikation eine Ergänzung. Neben Fonds sind auch Zertifikate zur Risikosteuung sehr gut geeignet. Zertifikate sind so flexibel wie Aktien und beinhalten weniger Kosten wie Fonds.
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02.11.00 13:58:05
@Zertifikate:

Kann dir zustimmen, obwohl ich selber kein Zertifikat habe, sollte man sich überlegen einzelne Märkte mit einem Zertifikat statt eines Fonds abzudecken.

Möchte hier mal eine Buchempfehlung aussprechen:

Jesse Livermore Das Spiel der Spiele

von Edwin Lefevre

ISBN 3-930851-04-0 DM 79,--


Ich denke hier kann man sehr viel erfahren, um die Börse richtig zu verstehen. Obwohl es bereits 1923 erschienen ist, gibt es etliche Empfehlungen einzelner bekannter Leute, die dieses Buch immer noch in der heutigen Zeit an 1. Stelle Ihrer Empfehlungsliste sehen.

Hier mal ein paar bekannte Personen:

"Das Buch ist nicht nur ein Klassiker der Börsenliteratur, sondern auch ein Lehrbuch das vielen jungen Börsianern nützlich sein kann."

André Kostolany


"Kaufen sie dieses Buch, geben sie es nicht aus der Hand und lesen Sie es immer wieder. Sie werden damit große Gewinne machen, es kann ihre rentabelste Investition werden."

Roland Leuschel


usw. usw.


Viel Spaß beim Lesen!!!!

Cu
jetzgehtslos
Avatar
02.11.00 23:12:04
@jetzgehtslos

immer noch 90 % cash ?

Gruss
Trader13
Avatar
05.11.00 00:53:42
Hi,
aus euren Meinungen kann ich viel wahres
und speziell für mich wahres rauslesen.

(Die Fehler, die ich als solche erkannt zu haben glaube,
füge ich mit ein.)

Ich handle seit Februar diesen Jahres, habe die Megahausse
mit fast 300% Gewinn mitgemacht - und dann kam
der Faschingsdienstag.

Das Fatale daran:
Ich wollte ALLE Positionen an besagtem Tag loswerden, weil
selbst für mich als Laien die Übertreibung nach oben (ich hatte nur
Biotechs) ganz klar erkennbar war.

1.Fehler, Investition in nur 1 Sektor

Gescheitert ist mein Vorhaben an - jaja, lacht nur über meine Blödheit - fehlenden TANs (durch exzessives Handeln), meine
Ersatzliste hatte ich zwar 3 Tage vorher angefordert, war
aber noch nicht eingetroffen.

Dann regierte der Geiz, ich wollte die Verluste nicht realisieren
und sitze seither auf 65% Buchverlust.

2.Fehler, kein Verkauf der Werte, die Performance wäre immer
noch für einen Anfänger gigantisch gewesen.
3.Fehler, der Geiz/Gier, notfalls mit Verlust zu verkaufen
4.Fehler, selbst nach 3 Tagen eindeutigem, teilweise rasantem abwärtstrend und schließlich bei 0% Performance immer noch an
eine Wende geglaubt.
@jetztgehtslos, Dein Punkt 2 + 7

Dann die erste leichte Korrektur nach oben im April, ich hatte
frisches Kapital in ein zweites Depot gesteckt.
Sofort alles Cash verpulvert, 1 Tag gute Gewinne, bei einigen
Werten fast 40%, nächste Tage wieder Korrektur nach unten.

5.Fehler, NIEMALS alles Kapital investieren, es wartet immer
ein Schnäppchen nach News, Zahlen oder auch mal Intuition
darauf, eingesammelt zu werden.
6.Fehler, einen Trend nicht bedenkenlos sofort nützen, oft genug
stellt sich die Sache als technische Reaktion heraus,
kann man zwar auch gut nutzen, aber nur wenn man täglich mehrmals
seine Werte beobachten kann.
@jetztgehtslos, Dein Punkt 1

Dann liefen zeitweilig manche meiner Werte hervorragend
Einer davon in einem Tag 90% ANSTIEG, habe ich mit 40% Gewinn verkauft.
Ein anderer 230% Anstieg,- habe ich nicht verkauft und zwar,
weil mir die auslösenden News dermaßen vielversprechend aussahen,
daß noch weit mehr zu erhoffen war. (Der Wert ist jetzt wieder
leicht im Minus)
7.Fehler, Gier frißt Hirn. Einen solchen Boost verkraftet glaube ich
kein Wert ohne einen mehr oder weniger starken Rücksetzer.
8.Feher, bei einer solchen Performance erstmal seine Schäfchen ins trockene bringen, dann beobachten, bei längerem gemäßigtem, eindeutigem Trend kann man ein Investment ja nochmal in Erwägung ziehen.

Von dem Geld habe ich dann breiter gestreut gekauft, Old-Economy-Werte
und ein wenig Software.

Und ich habe mehr Recherchen durchgeführt, wobei mir noch einige,
eigentlich ziemlich offensichtliche Dinge aufgefallen sind:

Oft genug besitze ich Werte, die bei uns ziemlich wenig gehandelt
werden, oder deren freier Aktienbestand relativ niedrig ist, was einerseits mächtige Ausschläge durch Pusher nach oben bedeuten kann, andererseits aber auch Gefahren birgt.

9.Fehler, marktenge Werte vielleicht eher meiden
@jetztgehtslos, Dein Punkt 17
10.Fehler, mangelnde Recherche vor dem Kauf.

Zum Thema Antizyklisch investieren:
Das habe ich anfangs auch zu meinem Grundsatz erhoben, bin allerdings
bis auf einige Ausnahmen eher davon abgekommen, liegt aller-
dings mehr daran, daß ich einige Werte habe (hatte), die einen
langfristigen Abwärtstrend (teilweise über Monate) hinter sich hatten
und sich vermutlich nicht oder nur sehr schwer erholen werden.
(Zwei davon sind pleite, eines wird vermutlich auch Totalverlust
erleiden, aber hier gebe ich die Hoffnung nicht ganz auf.)

Da muß die Story schon stimmen, daß ich antizyklisch investieren
würde, oder ein eigentlich gutes Unternehmen dahinterstehen,
welches lediglich durch Panik oder schlechtes Börsenumfeld
unter die Räder gekommen ist.

11.Fehler, fallende Messer sind wirklich sehr scharf und können
dem Depot starke Verletzungen zufügen.
@werdin, jetztgehtslos, es ist wirklich eine Kunst oder eher
manchmal Dummheit.

Oder, wenn antizyklisches Investieren dem Namen nach auch für Werte gilt, die mal einen EINMALIGEN Ausbruch nach oben hatten (eventuell hervorgerufen durch einen Hype einer ganzen Branche, in deren Sog auch
eigentlich wertlose Unternehmen mit hochgerissen wurden),
habe ich auch zwei Werte, gekauft nach dem Prinzip Hoffnung + Optik:
Die war bei 12€, jetzt bei 3, wird schon wieder steigen.

12.Fehler, was mal war, muß nicht wiederkommen.
13.Fehler, viele redeten und reden von der Herbst/Winterrallye,
was mal war, muß nicht...

Informationen einholen:

Ich habe mich viel in den Boards umgeschaut, sind teilweise
viele gefährliche Pusher/Basher unterwegs, aber man wird manchmal
schon auf einige interessante Werte aufmerksam, die man sich
dann gezielt rauspicken und recherchieren kann.

13.Fehler, andere Leute wollen meistens nicht, daß ICH Geld verdiene,
sondern SIE SELBST, also Vorsicht walten lassen.
@jetztgehtslos, Dein Punkt 22

@jetztgehtslos, "Teuer ist nicht gleich teuer!! (gilt in der Aufwärtsbewegung"
Ist vielleicht richtig, aber NUR zu empfehlen, wenn man laufend
den Wert beobachten kann oder STOPS gesetzt hat, sonst kann man
schmerzliche Verluste einfahren.
Jeder Wert bricht irgendwann ein, und dann gehts manchmal ganz schnell.

Und jetzt noch eine Frage:
In letzter Zeit habe ich meistens Werte gekauft, die kurz vorher
durch postive Quartalszahlen aufgefallen sind.

Seltsamerweise laufen manche sehr gut, manche dagegen geben sehr
stark ab.
Ich erkenne kein Muster, nach dem man schließen könnte, was
sich in welche Richtung entwickeln wird.

Das werde ich mal genauer per Watchlist verfolgen.

Ich hoffe, mein Beitrag war nicht zu lang oder egomanisch.

Tschuß.
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05.11.00 12:50:02
Dieser Thread hat wirklich eine einzigartige Qualität - dies sollte vor allem den Teilnehmern der anderen Threads in W-O zu denken geben.

Der Thread lebt vor allem von der Ehrlichkeit, die leider allzu oft fehlt - gerade sich selbst gegenüber. Viele, die noch im Frühjahr gerne über ihre Nemax-Triumphe berichteten, schweigen heute. Hier äußern sich diejenigen, die ihre Fehler erkennen, bezeichnen und daher aus ihnen lernen. Deshalb ist Punkt 14 einer der wichtigsten - auch nach Börsenschluss.
Vor allem sehe ich keine Schande darin, zuzugeben, dass man Gurken gekauft hat, obwohl sich selbst hier einige damit schwer tun - ist das so ehrenrührig?

Da wir alle Marktteilnehmer sind, sehe ich nicht so viel Sinn darin, andere mit Taktik- und Strategieinformationen zu versehen. Nur ein paar Erfahrungen:

Viele haben am Nemax mit viel zu wenig Geld viel zu wenig Aktien erworben - und zwar als einzige Geldanlage. Dies trifft gerade auf Studenten u.ä. zu. Sicherlich kann und muss ein jüngerer Mensch riskanter investieren, aber Risiko heißt nicht Wahnsinn.

Wer zuviel oder sogar alles Geld in sehr volatile Werte (i.d.R. wieder Nemax) investiert kommt an das Geld oft nicht schnell heran, wenn es mal nötig sein sollte, oder muss zu hohen Verlusten veräußern, weil die Kurse vorübergehend stark ins Minus rutschen. Fällt wohl unter Punkt 20.

Viele halten halsstarrig an ihrer Gurken-Aktie fest, nur weil eine Denkblockade am Verkauf hindert. Die Anlage sollte aber immer in der Gegenwart entschieden werden. Wenn eine Aktie im Depot hohe Verluste aufweist und man davon überzeugt ist, dass eine andere JETZT ein besseres Potenzial hat, muss man wechseln, acuh wenn die Einsicht schwer fällt. Immerhin hat man ja die steuerliche Verlustverrechnungsmöglichkeit.

Viele begreifen den Nemax nicht mal als Zockerecke, sondern als "normalen" Aktienmarkt. Es handelt sich um einen Risikokapitalmarkt, auf dem oft kühne Geschäftsideen gehandelt werden. Viele dieser firmen haben weniger Angestellte und Umsatz als das KaDeWe. Viele sehen dies vielleicht noch, meinen aber, dass es eine Faustregel gebe, die da lautet: Kaufe ich 10 Nemax-Aktien und ist nur eine erfolgreich, reicht dies für einen Gesamterfolg aus.
Wo steht das geschrieben?
Der Nemax ist ideal als Risikobeimengung, die je nach Vorliebe 5 - 15 % des Depots betragen sollte. Alles andere ist Spielsucht.

Zum Abschluss eine kurze Frage: Was definiert Ihr als Erfolgsziel für Eure gesamte Geldanlage, also nicht nur Dax, Nemax? Renditen von 10%? 20%? mehr? Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier die Maßstäbe fehlen.
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05.11.00 13:49:51
@KleinerFeigling2:

Danke für den Beitrag!!!!

Finde deine Ausführungen sehr gut!!! Ich hatte auch im März mal einen Wert, wo ich gute 200% im Plus war. Am Schluß bin ich dann mit +-0 aus dem Wert ausgestiegen, der Wert ist um weitere 80% eingebrochen!!!

Zu den Zahlen: Ich selber mache mir gar nicht die Mühe irgendwelche Zahlen näher zu beurteilen. Wer kann dies schon besser als die Börse selbst?? Ich denke, wenn man einen Wert gekauft hat, der mehr als 15% vom ATH weg ist, dann ist die Gefahr evtl. schlechter Zahlen nicht zu unterschätzen. Vor allem in diesen Zeiten!! Und ob gute Zahlen auch noch gut aufgenommen werden, ist zweifelhaft.


In letzter Zeit habe ich leider auch mich nicht immer an meine Strategie gehalten. Hab zum Teil meine Stops nicht beachtet und so einen schönen Teil meiner Gewinne abgegeben. Auch hab ich gedacht, ich muß nicht unbedingt immer nach meiner Strategie vorgehen, danach hatte ich meist schöne Verluste. Denke aber, daß ich diese in den nächsten paar Wochen ausgleichen werde.

Ich kanns immer nur wieder betonen: Disziplin, Disziplin, Disziplin


Ein Problem haben doch die meisten Anleger!! Auch ich!!

Wer kann schon ein Depot haben, wo nur Cash ist. Ist doch irgendwie langweilig wenn man nicht investiert ist. Ein wichtiger Punkt ist, daß man erkennt, das man nicht immer im Markt vertreten sein muß.

Zur Antizyklik:

Ich habe ja schon beschrieben, daß es nicht leicht ist, danach zu handeln. Außerdem braucht man manchmal sehr viel Geduld!!

Ein Punkt meiner Strategie deshalb:

Ich kaufe, wenn die Kurse steigen, und verkaufe wenn sie fallen!!

Damit bin ich zwar meist nicht der erste in meinem Wert, aber auch nie der letzte, was meiner Meinung nach viel wichtiger ist. Mir ist es auch nicht wichtig, ob ich nun mit einem Wert 1000% Prozent mache, oder nur 10%. Ein Kursziel ist sowieso nur für die Dilettanten gedacht, die Ihre "zukünftigen" Gewinne, die sie schon ausgerechnet haben, sich selbst schon auf ihr Konto gutgeschrieben haben. Die Gier frißt wieder einmal alles!!!

Zu meinem Spruch: Teuer ist nicht gleich teuer!!

Er gilt natürlich nur in der Aufwärtsbewegung eines Wertes!! Hat jemand danach gefragt, als Yahoo irrational gestiegen ist, und eigentlich nichts vorzuweisen hatte?? Die Leute, die glauben Sie erwischen immer den optimalen Punkt zum Einstieg oder Ausstieg, die brauchen sich nicht danach zu richten. Es gibt aber genug Leute, die gedacht haben:

Ich warte, bis der Wert etwas billiger wird!!

Die Kurse sind den Leuten dann davongelaufen!! Und sie haben sich dann meist 50% teurer eingekauft!!

Oder:

Solche Leute, auch ich, haben sich eingekauft, als der Markt um zwanzig Prozent nach unten gegangen ist. Anstatt die Werte zu kaufen, die sich gut gehalten haben, kauft man den Schrott, der anzeigt, daß er soviel gar nicht wert ist. Als man dann gemerkt hat, daß es nicht wieder nach oben gegangen ist, ist man vielleicht ausgestiegen oder man hat sich auf eine längere Wartezeit eingestellt!!! Manche haben dann nochmals verbilligt, weil sie an das Unternehmen geglaubt haben, oder sich eingebildet haben, daß es ein gutes Unternehmen ist.

Einige Werte haben sich in der Korrektur toll entwickelt:

Bsp: EMC Soll jetzt aber kein Tip sein!! Teuer ist der Wert, aber ist er wirklich schon zu teuer??? Einige Zeitschriften empfehlen den Wert zum Kauf!! Wie kann es das geben??? Vor ein paar Monaten hätten sie das Unternehmen vielleicht als zu teuer zerrissen oder zumindest zur Vorsicht geraten!!

Vor einem Jahr hätte ich das gleiche vielleicht über ein anderes Unternehmen schreiben können!!

Bei anderen, vermeintlich billigen Werten wird man wahrscheinlich nie mehr zum Einstiegspreis kommen!!! Auch bei einer EMC ist es wahrscheinlich, daß irgendwann der Wert einmal um 50% korrigiert!! Es ist nur die Frage, ob das Unternehmen nicht zuvor noch 2000% gemacht hat, oder nicht!!!!

DARUM: TEUER IST NICHT GLEICH TEUER!!!!! Ich kaufe, wenn der Kurs
steigt und verkaufe, wenn er fällt!!!

Der Thread macht Spaß!!!!! Jeder macht Fehler!!! Und endlich wird dies auch mal von etlichen Leuten bestätigt.

Cu
jetzgehtslos

P.S. THE TREND IS MY FRIEND!!
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11.12.00 20:59:39
@jetzgehtslos

Bist du des Schreibens müde, oder hast du einfach keinen Bock mehr, etwas zu kommentieren?

Mfg

I had a dream
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12.12.00 10:54:07
Hi lhadadream,

ich bin nicht müde etwas zu schreiben, obwohl ich mich in letzter Zeit sehr von diesem Board zurückgezogen habe. Es gibt nur sehr wenige Threads, die wirklich sehr gut sind. Ich habe mich in letzter Zeit vor allem auf den Thread von
Sandra_Sch im Einsteigerforum konzentriert und versucht hier einigen Leuten zu helfen. Bei meinem eigenen Thread ist das so eine Sache.

Ich will auf keinen Fall hier zu stark auf Einzelempfehlungen eingehen, da diese den Thread nicht verbessern, sondern eher auf das Niveau bringen, das wir schon in viel zu vielen Threads haben. Viel Schrott um Nichts!

Auch ist es schwer hier neue Regeln, Gedanken etc. aufzustellen, zumindest für mich, da ich bereits meiner Meinung das Wichtigste hier geschrieben habe. Ich habe nur in einem Fall meine Meinung etwas geändert:

Punkt 19+20

Hier würde ich in Zukunft auch einen kleinen Teil meines Depots in Optionen anlegen. Allerdings nur Put-Optionen in einem fallenden Markt. Wenn der Markt steigt, fühle ich mich auf jeden Fall mit Aktien wohler. Festhalten würde ich an höchstens 20% des Gesamtdepots in solchen Optionen. Wenn es noch genug andere Chancen mit Aktien gibt, die auf mein System zutreffen, dann höchstens 10%.

Mich würde interessieren, ob du Jesse Livermore "Das Spiel der Spiele" gelesen hast? Was du vom Technical-Investor hältst? Und vielleicht hast du ja noch selber einige Dinge in der letzten Zeit dazugelernt, und möchtest sie hier veröffentlichen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.

Ich persönlich kann immer nur wiederholen, das mein 3. Punkt, wenn man das Buch von Livermore verstanden hat, das Wichtigste ist was man an der Börse braucht.

Cu
jetzgehtslos

P.S. Disziplin, Disziplin und nochmals Disziplin!
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13.03.01 13:54:17
Hi zusammen,

ich wollte mal wieder den Thread hervorholen aus der Mottenkiste.

Die aktuellen Zeiten sind ja nicht gerade einladend, in diesen Markt zu investieren.

Doch bedenkt eines:

"Die Wall Street ändert sich nicht. Gewinner und Verlierer wechseln, Aktien kommen und gehen, doch die Wall Street ändert sich nicht - weil sich die Menschen nicht ändern."

Jesse Livermore


Cu
jetzgehtslos
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16.03.01 14:09:22
Hi,

schön, dass sich die Wallstreet nicht ändert. Dafür gibt es immer wieder neue Gewinne - und leider auch Verluste

Max
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02.04.01 16:59:08
Und um noch in eine Kerbe zu schlagen:

"Die meiste Zeit wird das Publikum von der Börse nur verarscht!"

Cu
jetzgehtslos
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05.04.01 19:21:53
Ob es wirklich die Börse ist, die uns verarscht ist mir nicht ganz klar. Sonnenklar dagegen ist, dass uns die Banken - und nicht nur bei den Aktien - sauber über den Tisch ziehen.

Max
Avatar
06.04.01 18:40:33
@maxtromo
Warum denn ???

MfG
dmc
Avatar
08.04.01 09:40:36
Hallo,

wer Interesse an Literaturtausch hat, der kann sich an schranzmann@gmx.net wenden.

Grüße

12man
Avatar
10.04.01 19:40:28
@dmc

Tschuldige, dass die Antwort so lange gedauert hat.

Der Grund, warum uns die Banken verarschen ist, dass die sehr gut verdienen, wenn sie ein Unternehmen an die Börse bringen (und dabei noch nicht mal unbedingt ihre Pflichten hinsichtlich des Unternehmenshintergrund erfüllen - siehe jüngste Vergangenheit :rolleyes: ). Und als wäre das nicht genug, verdienen sie auch noch bei jeder Transaktion und an jedem Deopt (auch ohne Bewegung). :mad:
Nur konsequent ist es dann, wenn sie auch noch für Girokonten (wenigstens nicht alle) Gebühren verlangen und Dispozinsen haben, dass einem das Auge tränt.

Ein einfacher Blick nach Frankfurt (und auch zu jeder lokalen Tochter) zeigt doch, wie erfolgreich diese Verdienstmöglichkeiten sind. :cry:
Avatar
11.08.01 14:28:58
Hallo Leute,

zuerst einmal muß ich noch eine Antwort geben an Maxtromo!

Hat zwar etwas sehr lange gedauert, aber vielleicht interessiert ihn doch noch meine Ansicht:

Ich kann dir zustimmen, das uns die Banken verarschen.

Ich meinte mit meiner Aussage, das uns die Börse verarscht, das es immer wieder bei einem Abwärtstrend Käufer gibt, die den Kurs stützen, so das meist das Publikum glaubt, es geht nicht weiter runter, und sich den Schrott ins Depot holt!

Bei einer Aufwärtsbewegung ist es anders rum, wer glaubt schon, das eine Aktie die 50% gemacht hat, noch weiter steigt! Und Sie steigt immer weiter, und man denkt immer wieder jetzt müßte Sie doch endlich stoppen! Entweder beobachtet man den Wert dann nicht mehr, oder man steigt irgendwann ein und wenn es einen Trendwechsel gibt, erkennt man diesen nicht, weil man so fest überzeugt ist, das dieser Wert noch weiter steigt!


Warum ich jetzt auf einmal wieder etwas zu meinem Thread schreiben möchte!

Bei mir hat sich in den letzten Monaten sehr viel getan! Ich habe harte Zeiten durchlebt, und etliche Erfahrungen gesammelt, die ich hier mal zum Ausdruck bringen möchte.

1. Ich habe in den letzten Monaten Optionsscheine gehandelt.
Teils mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Am Ende blieb
nur eine Erkenntnis über Optionsscheine: FINGER WEG!!
Es gibt nur wenige Leute, die die Emissionsbanken
schlagen. Im großen und ganzen gewinnen nur diese!

2. Dennoch habe ich aus diesen Monaten viel Erfahrung über
die Handelsbewegungen gezogen. Ich habe ein Handelssystem
entwickelt, das ich in den nächsten Monaten weiter
verbessern möchte. Mein System wird hauptsächlich von
den Charts, Pivotpunkten, MACD und Bollingers
unterstützt.

3. Ich bin seit 2 Wochen am Futurestraden. Vor 1 Jahr wäre
mir das ganze noch zu gefährlich gewesen. Heute kann ich
über so eine Aussage nur lachen! Sie ist absoluter
Quatsch! Wenn man sich die Aktien und deren Verluste vom
High anschaut, dann wird man meine Aussage vielleicht
besser verstehen. Vor allem in D wo man nicht mal shorten
konnte.

4. Vorraussetzung für das erfolgreiche Handeln mit Futures
ist allerdings ein Moneymanagement, Risikomanagement,
Erkennen und Verbessern seiner eigenen Fehler und vor
allem ein funktionierendes System. Aber das alles
braucht man auch um Aktien zu handeln. Gegenüber OS ist
das Traden mit Futures nicht so gefährlich. Man kann
zwar theoretisch sogar noch draufzahlen, dies ist
aber meist sehr unwahrscheinlich, da durch die meisten
Broker automatisch glattgestellt wird, wenn die Mindest-
Margin unterschritten worden ist. Eine solche Situation
hätte es vielleicht mal im Januar gegeben als Alan G.
die Zinsen überraschend gesenkt hatte. Bei Optionsschein
wird man dagegen nicht vorm Totalverlust geschützt, die
Emmissionsbanken machen überspitzt ausgedrückt ihre
Kurse so, wie sie diese brauchen. Auch kann der Spread
auf Dauer eine vernichtende Wirkung mit sich bringen.

Dennoch ist man bei beiden Anlageformen sehr schnell aus
dem Spiel, wenn man nicht grundsätzliche Regeln beachtet
und vor allem seine menschlichen Schwächen abstellt.

5. Aktuell trade ich nebenbei noch bei einem Spiel auf
www.bluejack.debox.de mit. Ich habe allerdings erst seit
gestern angefangen. Ich versuche hier vor allem größere
Bewegungen auf den E-Mini-Nass zu traden. In meinem
Privatdepot trade ich hauptsächlich kleinere
Bewegungen, da ich meist nur bis 19.00 Uhr Zeit habe.


Ciao
jgl
Avatar
12.08.01 20:18:55
up
Avatar
29.08.01 22:38:35
up
Avatar
22.02.02 09:46:10
up.
Avatar
25.02.02 19:25:09
Gut dass der Thread nochmal hochgeholt wurde. Hab ihn gerade zum ersten mal gelesen.

Da konnte man ja live die Metamorphose miterleben, wie aus
ehemaligen Lemmingen die Profis von morgen heranwachsen.


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