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ElringKlingerAG - eine gute Anlage? - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 11.06.02 16:13:29 von
neuester Beitrag 18.04.21 12:12:39 von


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11.06.02 16:13:29
Hallo zusammen,

ich komme gerade von der HV der ElringKlinger AG in Stuttgart zurück.

Ich darf sagen, ich bin wirklich froh, diese HV besucht zu haben, denn es hat mir gezeigt, daß es auch in der heutigen Zeit, in der man fast überall schlechte Nachrichten auf den HVs serviert bekommt, noch Gesellschaften gibt, die gute Nachrichten bringen und Geschäftsaussichten darstellen, die sich wirklich gut anhören.

Mir wurde heute richtig "warm ums Herz", meinem Nachbarn übrigens auch, als der VV Dr. Lerchner verkündete, daß auch in Zukunft mit weiter soliden Umsatz- und Gewinnzuwächsen gerechnet werden darf. Und, da bereits in diesem Jahr die Zielvorstellung eines Eigenkapitalanteils sowohl in der AG als auch im Konzern von 40 % erreicht würde, die Gewinnverteilung in den nächsten Jahren weiter kräftig wachsen würde.

Weiter meinte er, daß logischerweise dann auch der Aktienkurs folgen müßte, da den Marktteilnehmern natürlich eine Dividendenrendite von z.B. 10 % oder mehr auffallen und zu Konsequenzen führen würde.

Dies bitte nur sinngemäß wiedergegeben.

Ich konnte meinem Nachbarn nach einem kurzen Blickwechsel seine Gedanken aus dem Gesicht ablesen. Er bestätigte mir auf neugierige Nachfrage meine Vermutung. Er überlegte, welche seiner "Schrottaktien" er verkaufen könne, um weitere Aktien der ElringKlinger AG zu kaufen.

Das müssen auch andere gedacht haben, denn nachmittags zog der Kurs deutlich an.

Dies soll keine Kaufempfehlung darstellen, sondern nur eine Anregung zum Nachdenken in dieser, von guten Firmennachrichten armen Zeit. Es gibt sie noch, die "hellen Punkte" am Nachthimmel.

gruss parade
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12.06.02 09:14:30
Guten Morgen zusammen,

hier habe ich noch einen Nachtrag zu meinem gestrigen Bericht.

Wie von Dr. Lerchner ausgeführt wurde, ist einer der beiden größten Konkurrenten in Insolvenz geraten. Scheinbar nicht durch das Dichtungsgeschäft, sondern durch Schadensersatzforderungen an eine dazugekaufte Asbest-Firma. Dadurch soll der "Laden" völlig verschlampt" worden sein. Es besteht kein Interesse, die Gesellschaft zu übernehmen, da man sich dabei "verschlucken" würde.

Das bedeutet, daß eine enorme Nachfrage auf den Markt zukommt, die auf ein ausgezeichnetes Leistungsangebot der ElringKlinger AG trifft. Und das bedeutet wiederum, daß die Umsätze normalerweise nur steigen können. Man sollte diesbezüglich darauf achten, daß EK gerade eine Produktion für den amerikanischen Markt aufgebaut hat, die zur Verfügung steht.

Ist das nicht schön.

gruss parade
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12.06.02 09:59:16
Anbei ein Artikel aus der heutigen Online-Ausgabe des Reutlinger General Anzeigers, was den positiven Eindruck des Unternehmens und seiner Entwicklung bestätigt. Leider sind sie bei Investor Relations noch nicht Spitze.

»Kursbeschwörung« vor Aktionären

Elring Klinger erwartet auch in 2002 weiteres Wachstum bei Umsatz und Ertrag
Von Franz Pfluger

Stuttgart/Dettingen. (GEA) Die Elring-Klinger AG (Dettingen/Erms) wartete bei der Hauptversammlung in Stuttgart mit guten Perspektiven auf. Der Umsatz des Konzerns mit weltweit 2 800 Mitarbeitern soll um rund fünf Prozent, der Ertrag um rund zehn Prozent zunehmen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren 376,3 Millionen Euro Umsatz (plus 17,8 Prozent) erzielt worden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war um 38 Prozent auf 34,5 Millionen Euro gestiegen. Für die Aktie gibt es 1,25 Euro Dividende, »das überzeugendste Argument für Investoren und solche, die es werden wollen«, urteilte der Vorstandsvorsitzende Dr. Helmut Lerchner.


Elring Klinger, Hersteller von Flachdichtungen, Abschirmteilen und Kunststoffgehäusemodulen, konnte sich im vergangenen Jahr weitgehend abkoppeln von der allgemein schlechten Konjunktur. Hinzu kommt, dass zu den Hauptkunden von Elring Klinger ausgerechnet jene Autohersteller gehören, die zumindest im Jahr 2001 noch deutliche Zuwächse verbuchen konnten. Zugute kommt Elring Klinger auch der Boom bei den Dieselmotoren, die besonders viel Abdichtungen benötigen.


Im krassen Widerspruch zu den positiven wirtschaftlichen Eckdaten und der nach Auffassung des Vorstandes guten Zukunftsperspektiven steht der Aktienkurs des Unternehmens. Auch wenn das Papier in den vergangenen Wochen etwas zulegte, es steht bei rund 27 Euro, beträgt die Börsenkapitalisierung gerade einmal 135 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens äußerte sich zuversichtlich, dass der Aktienkurs mittelfristig deutlich zulegen werde. Lerchner wies auch in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Konzern - in der AG ist das jetzt schon der Fall - aller Voraussicht nach im Jahr 2003 sein Ziel, eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent zu haben, erreicht haben werde. Es spreche viel dafür, dass die Dividende in den nächsten Jahren noch beträchtlich höher ausfalle. An diesem Mittwoch hält Lerchner in Frankfurt eine Analystenkonferenz ab. »Solche Aktionen steigern den Bekanntheitsgrad der Aktie.« Kritiker weisen jedoch in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nur 27 Prozent der Aktien im Streubesitz sind. 30,51 Prozent hält Klaus Lechler, 34,7 Prozent Walter Herwarth Lechler und zehn Prozent die Betal Netherlands Holding. Der Vorschlag von Aktionär Matthias Gaebler: Durchführung einer Kapitalerhöhung bei Verzicht der Großaktionäre auf die Ausübung des Bezugsrechts.


Mit gebotener Zurückhaltung reagierte Helmut Lerchner auf Fragen nach einer möglichen Übernahme, oder Teile davon, eines großen US-Wettbewerbers, der Insolvenz beantragt hatte. »Sollte das Unternehmen zerschlagen werden, werden wir uns nicht engagieren. Das ist zu groß für uns.« Aber natürlich profitiere Elring Klinger von der Angeschlagenheit des Konkurrenten. Das Dettinger Unternehmen ist bei Flachdichtungen die Nummer drei auf dem Weltmarkt, sieht sich aber bei Produktsegmenten oft ganz vorne.


Der Vorstandsvorsitzende ging gleichwohl auch auf einige Schrammen ein, die sich der Automobilzulieferer geholt hat. Beispielsweise schrieben die Töchter in Brasilien, Spanien und Kanada rote Zahlen. »Dies ist noch kein Grund, eine Tochter zu schließen«, beschied Lerchner den penetranten Fragesteller Gaebler. Bei allen Investments spielten strategische Fragen eine große Rolle. Zudem sei bei der einen oder anderen Gesellschaft eine positive Wende absehbar. Fest steht angeblich der Rückzug aus dem chinesischen Joint-Venture - »eine Form der Kooperation, bei der nicht selten die Chinesen den Fluss und der Partner die Brücke liefern soll«, merkte er ironisch an. Scharf zurück wies Lerchner die sehr unwürdig vorgetragene Kritik von Gaebler, das Unternehmen habe mit der Zahlung von 256 000 Euro in den Fonds für Zwangsarbeiter quasi Geld aus dem Fenster geworfen. »Das ist die Geste eines Unternehmens, das im Jahre 2004 sei 125-jähriges Bestehen feiert«, konterte er. Dafür gab es herzlichen Beifall.
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12.06.02 10:12:09
Hallo chetah,

vielen Dank, daß Du den Bericht hereingestellt hast. Man beachte, daß 2004 125jähriges Bestehen gefeiert wird.

Außerdem fiel mir noch ein, daß die beiden Vorstände zu einem sehr großen Teil erfolgsabhängig bezahlt werden. Z.B. können sie einen größeren Teil 5 Jahre lang ansammeln und jedes Jahr entscheiden, ob sie beim augenblicklichen Stand des Erfolgs der Firma ausbezahlt werden wollen oder nicht. Beide haben bisher noch nicht den Auszahlungswunsch geäußert. Im nächsten Jahr sind die 5 Jahre rum, Dann wird ausbezahlt. Die Höhe ist dann abhängig vom Ertrag dieses Jahres. Hört sich das nicht gut an?

Dr. Lerchner meinte, sie beide wären so etwas wie Spekulanten.

Ich möchte aber niemanden dazu verleiten, jetzt diese Aktie zu kaufen. Vielleicht kommt sie ja auch wieder etwas zurück im Zuge einer allgemeinen Marktschwäche.


gruss parade
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12.06.02 22:15:10
Anbei noch die Rede von der HV:

Hauptversammlung am 11. Juni 2002
Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Helmut Lerchner


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wir können Ihnen heute über erfreuliche Ergebnisse der ElringKlinger-Gruppe im Geschäftsjahr 2001 berichten, und dies, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig waren.

Den schlechten Konjunkturverlauf im vergangenen Jahr brauche ich Ihnen sicherlich nicht mehr ausführlich darzulegen. Ich darf dazu auch auf die Ausführungen in unserem Geschäftsbericht verweisen. Hier nur soviel: Die am Anfang des Jahres noch gehegten Aufschwungshoffnungen verflüchtigten sich von Quartal zu Quartal. Nach dem 11. September gerieten die großen Industrieländer der Welt vollends in eine leichte Rezession, die erst im ersten Quartal diesen Jahres zum Stillstand gekommen ist.

Anfang 2001, und dann noch einmal verstärkt ab September, bestanden vor diesem Hintergrund besonders in der Fahrzeugindustrie große Befürchtungen, dass es nach den vorangegangenen Boomjahren zu scharfen Verkaufsrückgängen kommen würde.
Die tatsächliche Entwicklung verlief zum Teil glimpflicher als befürchtet:


Die europäische Fahrzeugindustrie, wichtigster Teilmarkt der ElringKlinger-Gruppe, konnte 2001 die Produktion gegenüber dem Rekordvorjahr nochmals leicht um 0,6 % auf 17,2 Mio. Fahrzeuge erhöhen.
Die deutsche Pkw-Produktion wuchs sogar um 3,3 %. Die Nkw-Produktion ging zwar um 0,7 % zurück. Das Gesamtwachstum betrug dennoch 3,0 %.
Zum Teil entsprach die Entwicklung den negativen Erwartungen:

In den USA, Kanada und Mexiko ging die Produktion im vergangenen Jahr um beträchtliche 10,4 % auf 15,8 Mio. Fahrzeuge zurück.
Auch die wichtigen asiatischen Länder Japan und Südkorea verzeichneten Produktionsrückgänge um 3,6 % bzw. 5,4 %. China legte um 12,8 % zu. Asien lag insgesamt aber 2,5 % unter Vorjahr.
Die Welt-Automobilproduktion sank 2001 gegenüber Vorjahr in der Summe um 3,9 %.
Für die Geschäftsentwicklung von ElringKlinger war jedoch nicht so sehr die Gesamtmarktentwicklung maßgeblich, sondern die Entwicklung bei den einzelnen ElringKlinger-Kunden und in unseren hauptsächlichen Marktsegmenten.

Mehrere für ElringKlinger sehr bedeutende Kunden erzielten 2001 gegen den Trend überdurchschnittliche Produktionszuwächse, so Audi mit 15,3 %, Peugeot mit 11,5 %, Ford mit 8,1 %, DaimlerChrysler mit 8 %, BMW mit 5 %. Mit diesen Kunden erzielten wir knapp die Hälfte unseres Umsatzes mit der Fahrzeugindustrie. Mit den Kunden mit rückläufigen Produktionszahlen, VW verzeichnete einen Produktionsrückgang gegenüber Vorjahr um 2,7 %, GM um 8,4 % und Fiat um 16 %, hingegen machten wir nur gut ein Fünftel unseres Umsatzes.

Zugleich zog 2001 wiederum die Nachfrage nach Dieselmotoren an. Die Anzahl der produzierten Dieselmotoren stieg 2001 gegenüber Vorjahr um 13,1 %. Der Anteil der Benzinmotoren ging um 2 % zurück. In Europa kann man feststellen, dass das Angebot von Dieselmotoren zum entscheidenden Erfolgsfaktor eines Pkw-Herstellers geworden ist.

Für ElringKlinger ergab sich aus der Kombination überwiegend erfolgreicher Kunden und steigender Dieselanteile ein Multiplikatoreffekt. Dadurch und mit dem Produktionsbeginn für zahlreiche neue Produkte konnten wir trotz rückläufigem Markt und rückläufiger Preise den Erstausrüstungsumsatz in Europa 2001 um 7 % steigern und damit deutlich über dem Marktzuwachs abschneiden.

Im NAFTA-Raum, in dem die Fahrzeugproduktion gegenüber Vorjahr um 10,4 % schrumpfte, erzielte ElringKlinger 2001 mit Produktneuanläufen, gefertigt in Deutschland, Mexiko, USA und Kanada, sowie durch die Erstkonsolidierung der Ventilhauben-Umsätze von ElringKlinger Sealing Systems, Inc., Kanada, gegenüber Vorjahr sogar eine Umsatzsteigerung um 157 % auf Mio. € 47,6.

Hier trugen die frühzeitigen Weichenstellungen für den Aufbau unserer Marktbeteiligung Früchte. Wie Sie sich sicher erinnern, hatten wir im Großraum Detroit bereits 1994 ein Sales- und Servicecenter gegründet. 1997 starteten wir in Livonia bei Detroit unsere erste US-Produktion mit der Fertigung von Abschirmteilen. Ebenfalls 1997 übernahmen wir alle Anteile unseres damaligen Joint Ventures in Mexiko und begannen in einer neu errichteten, hochmodernen Fabrik für Flachdichtungen in der Stadt Toluca mit der Fertigung von Dichtungen. Ende 2000 erwarben wir den Hersteller von Elastomerdichtungen und Kunststoffventilhauben Versatech, nunmehr ElringKlinger Sealing Systems, Inc. In der ersten Jahreshälfte 2001 bauten wir dort in nur 6 Monaten eine Fabrik für Zylinderkopfdichtungen neuester Technologie auf.

ElringKlinger ist dadurch inzwischen für General Motors und Ford ein voll anerkannter nordamerikanischer Lieferant geworden. Die beiden bedeutendsten Kunden haben wir aufgeschlossen.

In Nordamerika besteht für ElringKlinger das mit Abstand größte mit den derzeitigen Kernkompetenzen erreichbare Wachstumspotenzial. Dort werden etwa gleich viele Fahrzeuge produziert wie in Westeuropa, jedoch mit mehr Wertvolumen aufgrund höherer Anteile von V-Motoren und generell größerer Motoren. Unsere sehr guten Akquisitionserfolge werden in den nächsten Jahren daher zu Wachstumsschüben führen.

Auch in Asien konnten wir vergangenes Jahr unseren Umsatz gegen rückläufigen Gesamtmarkt halten.

Insgesamt legten wir im Erstausrüstungsgeschäft trotz um 3,9 % geschrumpftem Weltmarkt im Umsatz um 20,9 % zu.

Dies zum Erstausrüstungsgeschäft.

Weniger dynamisch verlief 2001 die Entwicklung im Ersatzteilgeschäft. Der Umsatz lag leicht unter Vorjahr, das allerdings ein Rekordjahr war. Das Ersatzteilgeschäft stellt nach dem OE-Geschäft mit 19 % den zweitwichtigsten Geschäftszweig, am Umsatz gemessen, im ElringKlinger-Konzern dar.

Von zwei erfolgreichen Weichenstellungen für ElringKlinger im Jahr 2001 ist zu berichten:

Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim war bisher überwiegend auf die Herstellung von Präzisionsteilen vorwiegend kleiner und kleinster Abmessungen auf Basis von PTFE-Kunststoffen spezialisiert. 2001 kamen wir mit den Gesellschaftern der Venus Kunststoffverarbeitung GmbH, Heidenheim/Brenz, die überwiegend PTFE in großvolumigen Anwendungen verarbeitet, überein, die beiden Gesellschaften zusammenzulegen und gemeinsam fortzuführen. Der Zusammenschluss wurde in der Weise strukturiert, dass die Venus GmbH als Sacheinlage gegen Überlassung von entsprechenden Anteilen an dem verschmolzenen Unternehmen eingebracht wurde. Entsprechend der vorausgegangenen Bewertungen beider Firmen halten ElringKlinger 67 % und die Familie Dr. Metzger 33 % des Kapitals des zusammengeschlossenen Unternehmens. Mit 50 % mehr Umsatz als bisher kann die neue ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH den Markt nun wesentlich breiter angehen. Zahlreiche Synergien in Vertrieb, Beschaffung und Verwaltung wurden eröffnet. Die Positionierung des zusammengeschlossenen Unternehmens ist deutlich besser als vorher.

Unsere Bemühungen zur Veräußerung der Gewerbeparks haben zu einem ersten Erfolg geführt. Trotz des im vergangenen Jahr darniederliegenden Immobiliengeschäfts konnte zum Jahresende mit Wirkung zum 01.02.2002 der Gewerbepark Tamm zu einem zufriedenstellenden Preis an einen luxemburgischen Immobilienfond veräußert werden.

Den Gewerbepark Kecskemet zu verkaufen, gelang trotz weit gediehener Verhandlungen mit einem Stuttgarter Immobilienunternehmen letztlich noch nicht. Der Interessent sprang wegen zwischenzeitlicher Änderung seiner Geschäftspolitik wieder ab. Nun laufen Verhandlungen mit anderen Interessenten zum Erwerb von Teilflächen des Geländes erfolgversprechend. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Bezüglich des Gewerbeparks Ludwigsburg haben wir uns aus steuerlichen Gründen und aufgrund seiner guten Erträge entschlossen, ihn im Unternehmensverbund zu belassen. Eine Veräußerung zum heutigen Marktwert würde in Ansehung niedriger Buchwerte wirtschaftlich zu unvertretbaren Steuerfolgen führen. Erfreulich ist, dass weitere Flächen langfristig an die Fa. Stihl, Waiblingen, vermietet und die laufenden Mietverträge mit Stihl um 10 Jahre verlängert werden konnten, mit einer Option auf weitere 2 Zeiträume von 10 Jahren. Die Fa. Stihl führt mehrere bisher dezentrale Läger in den ElringKlinger-Gewerbepark Ludwigsburg zusammen und belegt nunmehr 60 % der Mietflächen des Geländes. Der Gewerbepark Ludwigsburg hat auf dieser Basis als ertragsstarker Geschäftszweig des im übrigen auf das Fahrzeuggeschäft fokussierten ElringKlinger-Konzerns wirtschaftlich eine sinnvolle Berechtigung.

Wenn ElringKlinger, meine Damen und Herren, sich in 2001 im wesentlichen von einer allgemein stagnierenden bzw. rückläufigen Entwicklung abkoppeln konnte, so möchte ich Ihnen nicht verhehlen, dass wir auch einige Schrammen abbekommen haben.

Dem heftigen Preisdruck des Erstausrüstungsmarktes haben wir zwar erbitterten Widerstand entgegengesetzt, jedoch mussten wir zur Erhaltung wichtiger Lieferbeteiligungen letztlich doch Zugeständnisse machen, teilweise sogar beträchtliche. Dies betraf insbesondere unsere englische Niederlassung mit der Folge von Ertragseinbußen.

Das Ventilhaubengeschäft bei ElringKlinger Sealing Systems, Inc., Kanada, blieb aufgrund unglücklicher Dispositionen der Kunden, wie vorzeitige Produktausläufe und verschobene Produktanläufe und schwacher Konjunktur in Umsatz und Ertrag hinter den Erwartungen zurück.

Die Beauftragung der ElringKlinger Motortechnik, unseres im Jahr 2000 so erfolgreichen Dienstleistungsbetriebs, verzeichnete aufgrund von Einsparungsaktionen wichtiger Kunden mit der Folge der Streichung externer Prüfaufträge einen Umsatzrückgang von 18 %.

Der drastische Kursverfall des brasilianischen Real im Jahresverlauf um mehr als 25 % führte bei unserer brasilianischen Tochtergesellschaft zu einem Währungsverlust von rund T€ 500.

Unter dem Strich jedoch, meine Damen und Herren, und darauf kommt es an, stellt sich das Ergebnis 2001 des ElringKlinger-Konzerns sehr erfreulich dar: Umsatz +18 % auf Mio. € 367,3, davon die knappe Hälfte internes Wachstum, die reichliche Hälfte aus Erstkonsolidierungen, Ergebnis vor Ertragssteuern +38 % auf Mio. € 34,3, Jahresüberschuss +100 % auf Mio. € 18,9.

Allerdings erinnere ich daran, dass der Konzern-Jahresüberschuss des Vorjahres durch Steuern auf die Ausschüttung von Gewinnrücklagen und anderes im Zusammenhang mit der 2000 erfolgten Verschmelzung belastet war. Ohne diesen Basiseffekt wäre der Jahresüberschuss des Konzerns um 10,5 % gestiegen.

Der Brutto-Cashflow legte um 28 % auf Mio. € 73,3 zu. Die Bilanzsumme wuchs unterdurchschnittlich um 3 % auf Mio. € 332,1, was den optimierten Kapitaleinsatz belegt, das Eigenkapital stieg um 24 % auf Mio. € 98,1. Damit erreichte im vergangenen Jahr das Eigenkapital in der Konzernbilanz knapp 30 % der Bilanzsumme.

Mit diesen Ergebnissen wurde im Konzern eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 23,8 % erzielt. Die Gesamtkapitalrendite nach Steuern betrug 8,7 %, 78 % bzw. 36 % mehr als im Vorjahr.

Die ElringKlinger AG hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 8 % auf Mio. € 250 gesteigert, das Ergebnis vor Steuern auf vergleichbarer Vorjahresbasis um 56 % auf Mio. € 36,4 und den Jahresüberschuss, wiederum vergleichbar gerechnet, um 77 % auf Mio. € 26,8. Der Brutto-Cashflow stieg auf vergleichbarer Basis um 36 % auf Mio. € 59,4, die Bilanzsumme um 1 % auf Mio. € 309.

Im direkten Vorjahresvergleich der AG-Jahresabschlüsse sank das Ergebnis vor Ertragssteuern um 17 %, der Jahresüberschuss um 6 %. Dies ist auf den Basiseffekt der im Vorjahr vorgenommenen Ausschüttungen von Gewinnrücklagen im Rahmen der Verschmelzung zurückzuführen. Die aussagefähigeren Zahlen sind die um den Basiseffekt bereinigten.

Das Eigenkapital stieg in der AG-Bilanz 2001 inzwischen auf 37 % der Bilanzsumme. Damit ist unser Ziel einer Eigenkapitalausstattung von 40 % bereits im Jahr nach dem Zusammenschluss nahezu erreicht worden.

In der AG wurde eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von 27,5 % erwirtschaftet, 57 % mehr als der vergleichbar gerechnete Vorjahreswert. Die Gesamtkapitalrendite nach Steuern betrug 11,5 %, 44 % mehr als der vergleichbar gerechnete Vorjahreswert.

Die erzielte Rendite liegt über den Kapitalkosten. Dabei legen wir für die Eigenkapitalverzinsung ein "Kostenziel" von 25 % vor Steuern zugrunde, eine hohe Messlatte. Der die Kapitalkosten übersteigende Betrag, der sogenannte Mehrwert, betrug 2001 nach Steuern Mio. € 6,3. Ein Ergebnis, wie es sich ein Aktionär nur wünschen kann.

Mit der vorgeschlagenen Ausschüttung von € 1,25 pro Aktie werden Sie, meine Damen und Herren Aktionäre, nach Zustimmung an diesem Ergebnis mit Mio. € 6 partizipieren, eine Erhöhung gegenüber Vorjahr von 22,5 %.

Darüber hinaus konnten 2001 alle Finanzkennziffern auf Konzern- und AG-Ebene, wie Kapitalumschlag, Verschuldungsgrad, Umsatzrendite, Umsatz je Mitarbeiter u. a. verbessert werden. Insgesamt ein Ergebnis, das uns für einen Moment mit gewisser Zufriedenheit erfüllt. Es wurde hart erarbeitet, mit knappen Mitteln, einem enormen persönlichen Einsatz und in guter Zusammenarbeit der Mitarbeiter in der gesamten Unternehmensgruppe. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei hierfür an dieser Stelle ausdrücklich Dank gesagt. Sie haben hervorragende Leistungen gezeigt.

Der ElringKlinger-Konzern hat damit seit 1997, also in den vergangenen 4 Jahren, seinen Umsatz um gut 50 %, sein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 63 %, seinen Jahresüberschuss um 263 %, das Eigenkapital um 206 %, die Gesamtkapitalrendite um 58 %, die Eigenkapitalrendite um 29 % gesteigert und die Ausschüttungssumme vervierfacht.

Der Kapitalmarkt hat diese stabile Aufwärtsentwicklung und die damit nunmehr über Jahre erwiesene und auch in Zukunft absehbare Ertragskraft von ElringKlinger allerdings immer noch nicht angemessen honoriert. Zwar hat sich die Börsenkapitalisierung gegenüber dem Niveau Ende 1997 / Anfang 1998 mehr als verdoppelt, jedoch verharrt sie seit Mitte 1998 in der Bandbreite zwischen 100 und 130 Mio. €. In den letzten Tagen zog die Bewertung auf Mio. € 135 an. Dies ist aber immer noch nur ein gutes Drittel des Konzernumsatzes bzw. ein bescheidenes Fünffaches des Jahresüberschusses nach Steuern. Ein deutlich unter der Bewertung vergleichbarer Unternehmen liegender Wert! Positiv formuliert, eine gute Kaufgelegenheit für die ElringKlinger-Aktie.

Meine Damen und Herren, wir sind sehr zuversichtlich, dass der Kurs der ElringKlinger-Aktie mittelfristig deutlich zulegen wird. Nicht etwa nur, weil wir unsere Öffentlichkeitsarbeit intensiviert und die Quartalsberichterstattung ausgebaut haben, Analystenkonferenzen abhalten und unsere Internet-Infos ständig erweitern, sondern aus folgendem, nahezu zwingendem Grund: Die Ausschüttung von Mio. € 6 stellt 22 % des Jahresüberschusses 2001 dar. Der überwiegende Teil des Jahresüberschusses wird zur Tilgung von Verbindlichkeiten, damit der Verminderung der Zinslast, und der Verbesserung der Bilanzrelationen verwendet. Allerdings ist nicht erforderlich, den Eigenkapitalanteil über 40 % der Bilanzsumme hinaus ansteigen zu lassen. In der AG haben wir diesen Wert bereits 2001 nahezu erreicht, dieses Jahr werden wir ihn überschreiten. Im Konzern werden wir nach unseren Plänen im Jahr 2003 am Ziel sein.

Das bedeutet, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ausschüttungen in den Folgejahren beträchtlich werden steigern können. Der Finanzierungsbedarf für das weitere Unternehmenswachstum kann aus laufendem Cashflow gedeckt werden. Da die ElringKlinger-Aktie bereits zum heutigen Kurs eine Vor-Steuer-Rendite von 4,6 % abwirft, werden zukünftig Dividendenerhöhungen den Kurs der ElringKlinger-Aktie bereits aus Arbitragegründen deutlich ansteigen lassen. Der Kapitalmarkt kann signifikante Renditeunterschiede nicht ignorieren. Wir bleiben also in Bezug auf die zukünftige Börsenbewertung von ElringKlinger optimistisch. Alternativ ist eine hohe Dividendenrendite auch nicht zu verachten. Es dürfte sich jedenfalls nach unserer Einschätzung lohnen, in ElringKlinger-Aktien investiert zu bleiben und weiter zu investieren.


Ausblick 2002

Lassen Sie mich, meine Damen und Herren, noch etwas zum bisherigen Verlauf 2002 sagen. ElringKlinger konnte wiederum gegen den Markt wachsen. Der allgemeine Konjunkturabschwung kam zwar im ersten Quartal 2002 zum Stehen. Die Fahrzeugproduktion in Europa, besonders in Deutschland, war jedoch mit zweistelligen Prozentsätzen weiter rückläufig. Die sich im Februar/März des Jahres abzeichnende Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft schlug sich in den Zahlen bisher nicht nieder. Die Hoffnungen bekamen im Verlauf des April/Mai sogar wieder einen Dämpfer. Die hart geführte Tarifauseinandersetzung der IG Metall belastete die Erwartungen. Zur Zeit sieht es wieder besser aus. Der ElringKlinger-Konzern hat, wie Ihnen kürzlich im letzten Quartalsbericht mitgeteilt, vor diesem Hintergrund den Umsatz gegenüber Vorjahr wiederum erfreulich gesteigert, überwiegend im Geschäft mit der Fahrzeugindustrie und im Ersatzteilgeschäft. Regional waren die Wachstumsschwerpunkte Großbritannien und der NAFTA-Raum. Aber auch in den kleineren Märkten Brasilien, Südafrika, Korea und China wuchs der Umsatz erfreulich.

Die Ertragsentwicklung war ebenfalls positiv. Sie verläuft allerdings leicht unterproportional zum Umsatzzuwachs. Die Gründe: Sonderkosten eines Produktionsanlaufs in Kanada und schwächeres Kunststoffgeschäft, dadurch Fehlen der überdurchschnittlichen Ergebnisbeiträge aus diesem Bereich.

Beide Faktoren sehen wir jedoch als vorübergehend an. Die Anlaufschwierigkeiten in Kanada werden zunehmend überwunden. Die Ergebnisbeiträge der Kunststofftechnik werden mit dem für die zweite Jahreshälfte erwarteten Konjunkturaufschwung hoffentlich wieder steigen.

Über alles sind wir für 2002 zuversichtlich, in Umsatz und Ertrag erneut zuzulegen.

Wir können aus dieser über Jahre erfreulichen Entwicklung schließen, dass wir bei ElringKlinger eine richtige und erfolgreiche Strategie fahren. Wir sind ein Unternehmen, das auf seinem Sektor nicht alles macht, aber das, was es macht, besser als andere, vor allen Dingen schneller. Wir sehen uns mit unserem fokussierten Produktangebot in Verbindung mit überlegenem Kundenservice und weltweiter Präsenz im Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Komplett- und Systemanbietern mit tatsächlich großen Kompetenzlücken und Servicedefiziten. Spitzen-Know-how in anspruchsvollen Anwendungsbereichen, Service mit der Hand am Puls des Kunden, kurze Kommunikationswege, schnelle intelligente Entscheidungen, hohe Marktanteile in spezialisierten Produktsegmenten mit der Folge führender Kostenposition, ausgeprägte Kostenorientierung und hohe Leistungsbereitschaft aller Mitarbeiter/innen sind die Basis für unseren Markterfolg und das wirtschaftliche Ergebnis Ihres Unternehmens. Konzept, Unternehmensgröße, Marktpräsenz und Ressourcen von ElringKlinger stimmen für unseren Markt. Wir bei ElringKlinger freuen uns mit Ihnen, meine Damen und Herren Aktionäre, über unseren anhaltenden Erfolg.

Damit möchte ich schließen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.



Es gilt das gesprochene Wort!

Quelle: www.elringklinger.de
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12.06.02 22:18:18
Neuerdings gibts es sogar Investorenkonferenzen und Berichte darüber;

3. Kapitalmarktkonferenz der Baden-Württembergischen Bank AG, 12. Juni 2002, Frankfurt a.M.

ElringKlinger weiter auf Wachstumskurs


Die ElringKlinger AG, Dettingen/Erms – weltweit tätiger Anbieter von Flachdichtungen, Abschirmteilen und Kunststoff-Gehäusemodulen für die Fahrzeugindustrie mit führender Marktposition sowie bedeutender PTFE-Verarbeiter – konnte 2001 trotz Konjunkturabschwung und Preisdruck der Fahrzeughersteller in Umsatz und Ertrag wiederum kräftig zulegen. Der konsolidierte Konzernumsatz wuchs gegenüber Vorjahr um 17,8 % auf Mio. € 367,3. Wachstumsschwerpunkt war das Erstausrüstungsgeschäft, insbesondere in Nordamerika.

Das Konzernergebnis vor Steuern nahm 2001 gegenüber Vorjahr um 38 % auf Mio. € 34,3 zu. Der Konzern-Jahresüberschuss betrug Mio. € 18,9.

Dr. Helmut Lerchner, Vorsitzender des Vorstands, präsentierte das Unternehmen auf der dritten Kapitalmarktkonferenz der Baden-Württembergischen Bank AG in Frankfurt am 12. Juni 2002.

ElringKlinger verfolgt die Strategie, über eine führende Marktposition und die Ausdehnung der Absatzgebiete kontinuierlich ein ertragsstarkes Wachstum zu generieren und damit eine überdurchschnittliche Kapitalrendite zu erzielen.

Der Konzern hat einen Anteil von 36 % am europäischen und 16 % am weltweiten Markt für Flachdichtungen. Als Technologieführer fokussiert sich ElringKlinger auf bedeutende Abnehmergruppen wie die Fahr-zeugindustrie und die freien Ersatzteilmärkte.

Hightech-Know-how, Kostenführerschaft, Flexibilität und Schnelligkeit in Entwicklung und Service, eine führende Position im wachsenden Markt für Dieselmotoren sowie die weltweite Präsenz zählen zu den Stärken von ElringKlinger, die das Unternehmen zu einem in hohem Maße anerkannten Partner der Automobilindustrie gemacht haben.

Aus Sicht von Anlegern ist ElringKlinger als ertragsstarkes Unterneh-men mit hoher Dividendenrendite sehr interessant. Die für die Folgejahre erwartete weitere Steigerung von Umsatz und Ertrag dürfte zu weiter steigenden Ausschüttungen führen. Die ElringKlinger-Aktie notierte am 10. Juni 2002 mit € 27,--. Dies entspricht einer Börsenkapitalisierung von Mio. € 129,6.

Quelle: www.elringklinger.de
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13.06.02 09:07:22
Hallo cheetah,

Du nimmst mir ja geradezu das Wort aus dem Munde. Was soll ich denn jetzt noch sagen? Du hast ja nahezu schon alles gesagt.

Nur eine Aussage des Dr. Lerchner fiel mir noch ein. Er meinte, daß sich die Position der Auto-Zulieferer in den letzten Jahren beachtlich gewandelt hätte. Es wurde ja immer bemängelt, daß die Zulieferer von der Autoindustrie beherrscht würde. Und daß deshalb die Margen immer schlechter würden.

Dem sei nicht so, meinte er. Man verhandle inzwischen mit den Abnehmern auf "gleicher Augenhöhe". Dazu las ich auch einen entsprechenden Artikel in der Börsenzeitung. Dadurch, daß die Produktionen so eng verzahnt sind zwischen den beiden Partnern, kann die Autoindustrie auch nicht mal eben den Lieferanten wechseln. Und daher auch nicht einfach die Preise drücken.

Da es nur noch ganz wenige Dichtungshersteller gibt, vor allem welche, die auch wirkliche Qualität liefern können, ist die Position von ElringKlinger absolut positiv zu werten.

Ist doch auch nicht schlecht, oder.

Insofern würde ich die Fragestellung im Titel dieses Threads aus meiner Sicht und unter den augenblicklichen Umständen mit JA beantworten.

gruss parade
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13.06.02 09:47:26
Wenn man bedenkt, dass ElringKlinger, als die Gesellschaft noch
ZWL hiess ein Substanzwert von 40 € zugestanden wurde, versteht man nicht,
weshalb der Kurs immer noch so niedrig ist. ElringKlinger hat zwar angekündigt
alle Gewerbeparks zu verkaufen und das teilweise auch schon umgesetzt. Dabei
sollten aber schön a.o. Gewinne anfallen und zudem das Zinsergebnis entlastet werden.
Für mich ist die Aktie ein klarer Kauf !!
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13.06.02 09:59:45
Hallo schareholder,

der Verkauf der Gewerbeparks zieht sich wohl in die Länge, nachdem ein vielversprechender Käufer nach langen Verhandlungen über den Gewerbepark in Ungarn abgesprungen ist. Nun verhandelt man über Teilverkäufe.

Ludwigsburg will man behalten, weil es sich rechnet, und man bei einme Verkauf erhebliche Steuern zahlen müßte.

Insgesamt gesehen, wird man wohl froh sein, wenn nach einem Verkauf der ungarischen Flächen kein Verlust übrigbleibt. Allerdings ist bei einem Verkauf tatsächlich an Rückführung (wie bei Tamm) der Verbindlichkeiten gedacht, um die Zinslast zu mindern und damit den Gewinn zu erhöhen.

gruss parade
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13.06.02 17:50:10
Hallo zusammen,

gegen den Trend legen auch heute ElringKlinger AG wieder deutlich zu. Ich hoffe, niemand hat meine Beiträge als Kaufempfehlung angesehen, denn es dürfte doch wohl davon auszugehen sein, daß sich auch dieser Kurs wieder setzen wird. Allerdings sind heute knapp 11.000 Stücke umgegangen. An solche Umätze kann ich mich bei EK nicht erinnern. Das ist schon ein ganzer Batzen. Und das 1 Tag nach der Dividendenausschüttung von Euro 1,25. Vor 2 Tagen hätte man die Aktie noch für 26,50 Euro kaufen können und die Dividende auch noch einstreichen können.

Auf jeden Fall wünsche ich uns ElringKlinger-Aktionären, daß wir noch viel Freude mit unseren Aktien haben werden.

gruss parade
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14.06.02 09:48:53
Hallo zusammen,

wie ich soeben gesehen habe, kann man ab heute den ausführlichen Bericht der ElringKlinger-HV bei GSC Research abrufen. Dies nur zur Information für Interessierte.

gruss parade
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18.06.02 10:52:30
Hallo,
ich bin schon länger ZWL/elringklinger-Aktionär und finde, daß die Gesellschaft zwar hervorragend verdient und die Aktie nicht zu teuer ist.
Allerdings trübt die Vorgehensweise bzgl. der Immobilien etwas das Bild. Erst will man sich davon trennen und hat dazu(?) den Autozulieferer auf die Immobilien-AG verschmolzen. Dann fällt einem auf, was vorher schon klar war, daß ein Verkauf des Ludwigsburger Gewerbeparks aus steuerlichen Gründen nicht in Betracht kommt. Der Gewerbepark ist ein echter Geldbringer und überwiegend an Stihl vermietet, also 1a Bonität des Mieters. Das Vorgehen trägt insgesamt eher zur Verunsicherung der Aktionäre bei, genau wie die unnötige Einführung der Namensaktie, die wohl zur Kontrolle des Aktionärskreises und Übernahmeabwehr dienen soll. Letztlich wehrt man damit aber auch die alle Aktionäre ab, weshalb der Kurs trotz guter Erträge am Boden bleibt. Die IR-Aktivitäten gehen in die gleiche Richtung. Dieses Jahr wurden Geschäftszahlen für Februar angekündigt, die dann im Mai bekannt gegeben wurden (heimlich auf der Homepage und per Brief an die Aktionäre). Die Großaktionäre haben ihren Informationsvorsprung sicher nicht genutzt. Offenbar haben einige Aktionäre die HV-Einladung so spät erhalten, daß sie sich zur HV nicht anmelden konnten.
Kommt dazu die Dividendepolitik: Vom Konzern-JÜ von 18,9 Mio Euro werden gerade mal 6 Mio. an die Aktionäre weitergegeben. Die angekündigte Dividendenerhöhung/-verdopplung kommt sicher, wäre aber problemlos jetzt schon möglich gewesen.
Die Autozulieferer bleiben spannende Übernahmekandidaten, aber es gibt Firmen mit ähnlicher Bewertung, z.B. PWO oder Leoni.
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18.06.02 15:39:47
Mir gefällt der langfristige Ansatz der Unternehmensführung. Dazu gehört auch, daß man sich mit gewissen Dingen Zeit läßt und nichts auf Biegen und Brechen sofort erledigt. Z.B. die lang hingestreckte Übernahme/Fusion ZWL/ElringKlinger, die dafür aber unfallfrei und im Sinne langjähriger Aktionäre abgewickelt wurde. Dazu gehört, daß die Trennung vom wirtschaftlich eher unbedeutenden und nun gewissermaßen konzernfremden Geschäftsbereich zwar von Anfang an mit angedacht war, aber nicht "nebenher" und um jeden Preis abgehakt wurde, sondern durchgeführt wird, nachdem die durch die Fusion/Übernahme gebundenen Managementresourcen wieder frei sind. Da im Zulieferermarkt die Methoden nicht zimperlich sind und ich in den nächsten Jahren konjunkturell eher rauhen Wind erwarte, habe ich nichts dagegen, daß die Unternehmensführung das Eigenkapital stärkt, zumal die Dividendenrendite schon recht ordentlich ist, und eine plötzliche Verdopplung eher Dividendenzockern als langfristigen Anlegern zugute kommt.

tosse
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18.06.02 19:44:55
Hallo,
Managementkapazitäten wurden bei der Fusion ZWL/EK keine gebunden. 1 Mitarbeiter in Deutschland und 2 in Ungarn wurden übernommen. Das Vermietgeschäft konnte nach meinen Infos leicht integriert werden. Insofern gibt es auch keine neuen Arbeits-Freiräume für das - nicht gerade junge – Management nach erledigter Fusion.
Als langjähriger Aktionär möchte ich auf das 125jährige Jubiläum in 2004 verweisen. Bisher hat man den Aktionären bei solchen Anlässen immer ein besonderes Schmankerl zu kommen lassen. Das dürfte auch in 2 Jahren wieder der Fall sein. In Verbindung mit der weiter steigenden Dividende, ergibt sich für den Anleger eine hochinteressante Konstellation für sehr deutlich steigende Kurse. Denn die starke – vermutlich sich noch weiter verbessernde – Marktstellung (Technologier- und Kostenführerschaft bei gleichzeitiger Schwächung des Wettbewerbs) dürfte die Gewinne sprudeln lassen. Wichtig: das Management (und auch die Mehrheitsaktionäre Lechler) sind sehr konservativ, sie werden den Erfolg ihres Unternehmens nicht durch leichtfertige Unternehmenskäufe, siehe Neue Markt-Firmen u.a., in Gefahr bringen.
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21.06.02 09:14:39
1. Ich glaube, ich sehe schlecht: Börse Online hat Elring Klinger wieder in ihre Kursliste aufgenommen.
2. Focus Money gibt eine Kaufempfehlung in ihrem neuesten Heft für Elring Klinger.
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21.06.02 18:04:39
Ergänzung: Letzte Woche wurde ElringKlinger positiv in der TELEBOERSE (print) besprochen. Die seit einigen Wochen/Monaten zu beobachtende relative Stärke der EK-Aktie nehmen jetzt auch die Börsennachrichten-Verkäufer zur Kenntnis. Ist das ein gutes Zeichen?

Spannend dürfte sein wie sich die amerikanischen Börsen verhalten. Starke Kurseinbrüche werden sicher enorme Auswirkungen auf die Zulassungszahlen haben - und damit auch auf die Anzahl der verkaufen Zylinderkopfdichtungen. Hoffentlich wissen die Anleger dann, das EK ein big player im Ersatzteilgeschäft (mit einer starken Marke "Elring" ) ist und ältere Autos neue Dichtungen brauchen. Die Margen in diesem Geschäft liegen sehr deutlich über denen mit der Automobilindustrie erzielten. So ist es nicht verwunderlich, dass EK in kunjunkturell schlechten Zeiten häufig beste Ergebnisse eingefahren hat. Besonders boomt derzeit der osteuropäische Ersatzteilmarkt. EK ist hier sehr engagiert.
Vielleicht werden ja auch in schwierigeren Zeiten die ausgezeichneten Chancen der ElringKlinger-Aktie endlich entdeckt.
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25.06.02 10:00:17
Hallo zusammen,

unsere ElringKlinger-Aktie hat sich in diesen Turbulenzen ja sehr gut gehalten. Ich hatte gehofft, daß erst einmal eine Kurskorrektur einsetzen würde, aber nein nichts dergleichen. Aber nun könnte es doch so weit sein, denn der G-Kurs ist heute 26 E. Vielleicht haben wir ja Glück und können sogar zu 25 E noch einmal zukaufen.

Auf jeden Fall ist unsere Aktie inzwischen "gesellschaftsfähig".

gruss parade
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26.06.02 10:19:56
Hallo zusammen,

sagt selbst, hält sich unsere ElringKlinger-Aktie nicht sehr gut in diesem Umfeld.

Und da gab es doch angebliche Fachleute, die haben diese Gesellschaft als "aktionärsunfreundlich" abgetan.

Ich denke, daß unsere Aktie eine gute Anlage war und ist.

gruss parade
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26.06.02 21:20:58
@parade und alle anderen

Wirklich toll in diesen Zeiten solch eine Aktie in seinem Depot zu haben (ich hab sie schon seit 1997). Van Husen hat bei der Hauptversammlung im Jahr 2000 (da war er noch Vorstand) gesagt, daß ZWL (bzw. jetzt Elring Klinger) noch leuchten wird, wenn die Sternschnuppen am Neuen Markt alle verglüht sind.
Herr van Husen ich ziehe meinen Hut vor Ihnen. Und ich hab alle Elring Klinger behalten. Und so solltet ihr es auch machen. Kaufen und liegen lassen. Ein grundsolider Wert mit Potenzial. Allerdings nichts zum Zocken. Zum Glück nicht.
Ciao
Callfreak

P.S.: Ich habe am Neuen Markt auch mein Lehrgeld bezahlt!
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27.06.02 10:34:18
Ergänzung zu callfreak,

die EK-Aktien nicht nur liegen lassen, sondern auch beherzt zukaufen, wenn der Kurs wie oft im Herbst schwächelt.
Habe die ersten Aktien 1994 erworben und seither regelmäßig aufgestockt. Heute ist EK mein größter Depotwert - und wen wundert es - mein erfolgreichster.
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27.06.02 23:27:38
Hallo Parade,

net wie Du Dich um ElringKlinger mühst, hab ich vor einem Jahr auch noch gemacht, aber da gab es zuviele Schurken die die Botschaft nicht hören wollten, und jede Aussage anzweifelten.
Nun auch ich habe am neuen Markt fast alles wieder zurückgegeben, was ich schon mal als meines verbucht hatte.
Wäre da nicht ElringKlinger gewesen, in die ich einen Teil meiner NM Gewinne investiert habe, wäre ich wahrscheinlich Pleite.

In aller Stille und ohne Board Postings, habe ich mein Depot mit sehr vielen ElringKlinger Aktien gefüllt.
Dies wird die Basis für meine Zukunft sein, und mein Einkommen regelmäßig mit satten Dividende aufbessern.

Die Ankündigung bei der HV das das Eigenkapital nun genüge und die Ausschüttungen erhöht werden, ist einzigartig und wir sollten alle zusammen froh sein diese Aktie als einer der ersten entdeckt zu haben.
Der Kursanstieg könnte bei diesen Voraussetzungen sehr schnell von statten gehen. Ich bin auch überzeugt das dies ohne Postings gehen wird.
Wir sollten diese nur aus einem Grund machen, um eventuell noch ein paar Verliere der Betrugs AGs des neuen Marktes ins sichere Boot zu bekommen.

Liebe Grüße von Elliott
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28.06.02 09:01:26
Hallo Elliott,

danke für Deine netten Zeilen. Dir geht es nicht anders als mir.

So, wie Du es schreibst, sollten wir es machen. Hin und wieder schreiben, um doch noch einige "Gebauelte" ins Boot zu holen.

gruss parade
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28.06.02 12:34:12
@elliott
> net wie Du Dich um ElringKlinger mühst, hab ich vor einem Jahr auch noch gemacht aber da gab es zuviele Schurken die die Botschaft nicht hören wollten, und jede Aussage anzweifelten.

Deine ersten Hinweise auf ElringKlinger gab es Ende 2000. Der Kurs steht heute etwas niedriger als damals. Im gleichen Zeitraum ist Beru um 50% gestiegen, Edscha um 65%, PWO um 35%, Leoni um 30%, Grammer um 40%. ElringKlinger war unter den Automobilzulieferern also ein Underperformer - genauso, wie es die Schurken damals vorhergesagt haben. Und zwar deshalb, weil ElringKlinger relativ hoch bewertet war.

Inzwischen hat sich die Bewertung angeglichen. EK hat zwar kein KGV von 5, wie der Vorstand kürzlich in der HV behauptete, aber doch eines im oberen einstelligen Bereich, so wie auch andere hochprofitable Automobilzulieferer. Die Planungen sind ja sehr optimistisch: Herr Lerchner prognostiziert eine Gewinnverdopplung bis 2004 mit entsprechenden Dividendenerhöhungen und Kurssteigerungen. Eine gewagte Prognose für ein Unternehmen in einer zyklischen Branche. (Meint er mit dem KGV von 5 vielleicht das 2004er KGV? Das wäre unseriös.)

Die Kaufempfehlungen der letzten Wochen sprechen nicht unbedingt für kurzfristig weiter steigende Kurse. In den letzten fünf Jahren ist ElringKlinger immer im zweiten Halbjahr gefallen.
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28.06.02 14:00:16
Hallo zusammen,

ja da ist ja unsere Mandrella wieder. Ich gratuliere Dir zu Deinen guten Werte. Nicht jeder hat aber solchen Durchblick und solch ein glückliches Händchen wie du. Das haben nur wenige. Ich z.B. begnüge mich mit den kleinen "Brosamen" die ich hin und wieder finde.

Aber Du machst mir wieder Mut, wenn Du weißt, daß der Kurs wieder herrunter kommt. Ich möchte nämlich nachkaufen, möglichst günstig. Wann soll ich nachkaufen?

Nach meiner gestrigen HV bei KöBa habe ich unter vielem anderen den folgenden Text an Herrn Stradtmann, IR-Abteilung geschrieben.

gruss parade



Auf der diesjährigen HV der ElringKlinger AG hat der Vorstandsvorsitzende gesagt:"wir werden in diesem Jahr unsere Zielvorstellung einer Eigenkapitalquote von 42 % erreichen. Sie können davon ausgehen, meine Damen und Herren, daß wir in Zukunft die Ausschüttungen jedes Jahr kräftig erhöhen werden, weil wir die Ausschüttungsquote wesentlich erhöhen. Der Kapitalmarkt wird eine solche Entwicklung nicht ignorieren können." Denken Sie doch einmal darüber nach und schauen Sie sich die Kursentwicklung in diesen schweren Tagen nach der HV an. Machen Sie Ihren Vorstand und AR mit diesen Worten vertraut. Bitte.
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28.06.02 23:54:31
@parade
Du hast einen wundervollen Humor.

Wenn jemand eine Aktie so penetrant pusht wie Elliot ElringKlinger (mindestens 14 Threads hat er schon zu dieser Aktie eröffnet), muss er sich auch ein wenig Kritik gefallen lassen.

Bei Koenig & Bauer triffst Du genau ins Schwarze. Die freien Aktionäre erhalten weniger Dividende als Vorstand + Aufsichtsrat an Bezügen.
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29.06.02 12:58:43
Hallo Mandrella,

Du gibst ja wohl keine Ruhe. Mußt Du eigentlich immer das "Haar in der Suppe suchen"?

Welcher Satz in meinen Beiträgen würdest Du als "Pushen" bezeichnen. Wenn Du meine Beiträge so genau liest, dann muß Dir doch schon aufgefallen sein, daß ich grundsätzlich nicht pushe. Ich habe nur über Tatsachen berichtet, die von anderer Seite bestätigt wurden.

Ich fand, es wäre doch sehr schön, in dieser frustrierenden Zeit auch einmal über gute Entwicklungen zu berichten, die zudem auch noch wahr sind.

Meinst Du nicht auch? Sei nicht immer so mistrauisch, denn es gibt auch noch Beiträge, die nicht von Eigeninteressen geprägt sind.

gruss parade
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29.06.02 13:08:41
Hallo Mandrella,

ich habe Dir in gewisser Weise unrecht getan. Ich sollte mir angewöhnen, Beiträge präzieser zu lesen, dann würden mir auch nicht solche unangenehmen Schnitzer passieren. Ich entschuldige mich, ich nahm an, Du hättest mich der Pusherei bezichtigt, dabei ist der Betroffene ein anderer.

Dennoch, selbst wenn "elliott" schon 14 Threads eröffnet hat, um "seine Aktie" bekannter zu machen, obwohl noch der eine oder andere kleine Stolperstein von der Gesellschaft zu überwinden war, so hat er doch jetzt allen Grund, mit innerer Überzeugung auf "seine AG" hinzuweisen.

Immerhin gab es schon bekanntere Persönlichkeiten als elliott, die nach dem Motto handelten:"was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"? Und diese Leute waren nicht die schlechtesten.

Also, nichts für ungut, und nimm mir meinen voreiligen Kommentar nicht übel. Danke.

gruss parade
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30.06.02 23:11:40
he Mandrella,

ich bitte Dich meine Postings auf ElringKlinger nicht als pushen interpretieren. Ich spreche eigentlich nur von Tatsachen. Warst Du auf der HV ? wenn nicht würde ich mich nicht zu weit mit einer Beurteilung aus dem Fenster lehnen.
Trotzdem würde ich gerne von Deiner Erfahrung profitieren.
In meinem Depot befinden sich 60% ElringKlinger Aktien, ich bin geneigt noch weiter aufzustocken. Solltest Du mir bessere Werte nennen können und dies auch begründen können, wäre ich Dir überaus dankbar. Der Ansatz sollte ein Gewinn und Umsatzwachstum von über 10% jährlich sein, dies über 10 Jahre nachweisbar. Es sollte eine kontinuierlich steigende Dividende bezahlt werden, und auch dies nachweislich über die letzten 10 Jahre.
Danke Elliott


PS: Enorm das Du Dich sofort in dem Schurken erkannt hast.
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01.07.02 00:56:33
@Elliot
Siehst Du, genau das meinte ich mit Pushen: übertrieben positive Darstellung, teilweise auch mit irreführenden oder falschen Informationen. Weder hat ElringKlinger die Dividende in jedem der letzten 10 Jahre angehoben, noch steigt der Gewinn seit 10 Jahren. Die Dividende war in den Jahren 1992 - 1997 konstant, und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in den Jahren 1993 - 1995 zurückgegangen.

Gerry Weber und Fortec Elektronik steigern z.B. Umsatz und Gewinn seit 10 Jahren und haben die Dividende meines Wissens noch nie gekürzt. Ein deutsches Unternehmen, das die Diviende seit 10 Jahren kontinuierlich anhebt, ist mir nicht bekannt.
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01.07.02 09:34:02
Hallo zusammen,

können wir uns nicht so einigen, daß es mehrere gute Aktien gibt, und daß meiner Sicht eine davon die ElringKlinger AG ist. Da aber nicht alle Anleger diese Aktie kaufen können, weil es just gar nicht genug davon gibt, freuen wir uns doch, daß eine Auswahl an guten Aktien vorhanden ist.

Ich gebe Mandrella Recht, daß die EK AG nicht immer eine so gute Aktie war, weil der "Laden" einfach etwas verstaubt war. Aber in der letzten Zeit scheint ein ganz anderer Wind zu wehen. Und wenn die Voraussagen des VV eingehalten werden, können wir uns auf eine gute Entwicklung freuen.

gruss parade
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01.07.02 16:57:19
Hallo,
um meinen Senf auch noch zu den aktuellen Diskussionen hier zu geben: EK ist aus meiner Sicht und Kenntnis tatsächlich ein Unternehmen, dem in nächster Zeit (Zeitraum 2 Jahre) – wenn nichts ganz übles passiert – die Börsenzukunft gehört. Starkes internes Wachstum (Potential Nordamerika wird durch Produktion vor Ort gehoben und der Ersatzteilmarkt verstärkt bearbeitet), sehr gute Marktposition (Diesel, s. Beru), geschwächter Wettbewerb, erfahrenes, konservatives Management, gute Eigenkapitalausstattung. Dass das Management und der Aufsichtsrat nicht ganz aktionärsunfreundlich sind, können auch die Kritiker nicht behaupten.
Dennoch, auch bei EK ist nicht alles Gold. Der niedrige Streubesitzanteil bleibt ein Problem. Es sieht nicht so aus, als wollten sich die Familien Lechler und Klinger von einem Teil ihrer Anteile trennen. Dann ist es EK bis heute nicht gelungen neben der Zylinderkopfdichtung eine zweite, wirklich aussichtsreiche Produktreihe (wie etwa Beru) auf den Markt zu bringen. Ertragmäßig spielen alle sonstigen Einheiten: Nebendichtungen, Abschirmteile, Kunststofftechnologie keine wirklich bedeutende Rolle.
Der Investor relations-Bereich ist eine kleine Lachnummer und parade sollte nicht vergessen, dass eine HV auch eine PR-Veranstaltung ist.

Und trotzdem ich wiederhole mich - die Aktie von EK hat 2 gute Jahre vor sich. Ich möchte nicht pushen, aber ich werde zukaufen sobald sich Gelegenheiten bieten. Der Anteil von EK an meinen Portfolio beträgt zwar noch keine 60 % wie bei Elliot, aber ich gehe in die Richtung. Wertmäßig ist es jetzt schon nicht ganz unbedeutend.
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01.07.02 17:57:39
@all

wenn ich mir die gsc.hv.berichte über elring und über koenig und bauer durchlese, so würde ich eher bei elring investiert bleiben. bei koenig und bauer kommt schon allein durch die steuerschraube, weil keine verlustvorträge mehr,ein heftiger gewinnrutsch. zwar glaub ich bei elring auch an eine mindestens stagnation aber das werden die mit der dividende abblocken.
ansonsten denke ich, daß mandrella den nagel eher trifft wie parade (sorry!!)

B.
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01.07.02 18:38:55
Hallo Teiser,

daß eine HV auch eine PR-Veranstaltung ist, kann man aber auf nur sehr, sehr wenigen HVs erkennen. Auch die EK-HVs waren bisher keine PR-Veranstaltung. Die letzte könnte in diese Richtung gegangen sein.

Allerdings bin ich etwas erschrocken darüber, von welchen Depot-Anteilen Ihr da sprecht. Bei allem Optimismus sollte man doch nicht ganz vergessen, daß in jeder Gesellschaft durch äußere Einflüsse etwas negativ laufen kann.

Also, ein Anteil von 60 % wäre mir entschieden zu hoch.

Hallo Bachforelle,

nach der HV der Köba vor einigen Tagen, bin ich nicht ohne Zuversicht, daß sich bei der Gewinn-Verteilung in Zukunft etwas ändern wird. Die Aktionen diverser Aktionäre haben auf den AR und den Vorstand einigen Eindruck gemacht.

Ohne ein Prophet sein zu wollen, ich wäre nicht überrascht, wenn zur nächsten HV eine deutlich höhere Dividende und nebenbei noch Gratisaktien durch Umwandlung von Gewinnrücklagen in Haftungskapital vorgeschlagen würde.

Ich jedenfalls habe den Eindruck, daß man endlich den Aktienkurs in höheren Regionen sehen möchte. Herr Siewert geht wohl auch im nächsten Jahr in den Ruhestand. Ist da vielleicht ein guter Abgang fällig?

Bachforelle, Du brachst Dich doch nicht entschuldigen, wenn Du eine andere Meinung als die meine vorziehst. Wir diskutieren hier. Und ohne andere Meinung gibt es keine Diskussion.

gruss parade
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01.07.02 19:20:30
hallo parade,
da habe ich wohl mit meinem angestrebten EK Depotanteil über das Ziel hinaus geschossen. In der Tat ein Depot<nteil von 60 % einer Aktie ist zu riskant!!!!!!!!!. Das gilt selbstverständlich auch für ElringKlinger. Vielen Dank für den Hinweis.
Was ich meinte ist, das ich meinen Depotanteil von derzeit ca. 27,3
% vergrößern werde, sobald sich eine geeignete günstige Möglichkeit bietet. Auch das ist recht viel. Deshalb sollte jeder der sehr, stark in eine Aktie investiert ist, extrem ausführliche Infos über das Unternehmen einholen und wenn möglich gute Kontakte ins Unternehmen besitzen.
Am Rande: eine Streuung in verschiedene NeueMarkt-Werte oder undurchsichtige Zocker-Nebenwerte (wie oft bei "Die Analysten" diskutiert) hilft nun auch nicht weiter.
Gruß Teiser
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01.07.02 20:02:40
Hallo Teiser,

wenn ich natürlich über besonders gute Verbindungen zu dem Unternehmen verfüge, die obendrein noch sehr gut informiert und außerdem auch noch sehr zuverlässig sind, dann kann ich mir schon eine höhere Gewichtung dieses Unternehmens vorstellen. Vorausgesetzt, diese Firma befindet sich wirklich in einem eindeutigen Aufwärtstrend. Dennoch ist für mich ein Depotanteil von 60 % unvorstellbar.

Was die Empfehlungen betrifft, die den "Neuen Markt" zum Inhalt haben, so bin ich keinesfalls zuständig. Hier habe ich keinerlei Einblick.

Und zu den Empfehlungen der "Die Analysten" will ich mich sehr zurückhalten. Die meisten davon sind für mich tabu.

Ich bitte um Verständnis.

gruss parade
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02.07.02 00:21:16
He Mandrella,

jetzt hast Du mein Posting nicht richtig gelesen und mich des übertriebenen pushings bezichtigt.
Ich habe diesen Anspruch des Wachstums und der Dividende in den letzten 10 Jahren nicht auf ElringKlinger bezogen (im Prinzip ist die Gesellschaft ers 2 Jahre alt)! Dies werden erst die nächsten Jahre beweisen müssen. Wovon ich aber überzeugt bin.
Ich suche so einen Wert den ich beschrieben habe, um nicht 100% in ElringKlinger gehen zu müssen.
Außerdem würde ich mich gerne mit Dir konstruktiv austauschen, da ich glaube das Du Dich intensiv mit der Materie befässt. (schreibe ich befässt richtig, sieht so komisch aus)
Erzähl mal was von Dir
Wie alt bist Du
In welche Branche arbeites Du
Wie lange kennst Du schon den Markt?

Wäre nennt, wenn wir uns beim Ziel der Erhaltung unserer Kohle helfen könnten, nichts anderes streben wir alle an und wenn wir dann 100% überzeugt sind, wie ich bei ElringKlinger, sind unsere Worte euphorisch und klingen nach gepushe.

Liebe Grüße von Elliott
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04.07.02 22:57:17
zu Beitrag Nr.29:

Ich kenne zwar auch kein Unternehmen, welches seit 10 Jahren die Dividende anhebt - aber Böwe Systec hat immerhon schon die 7. Anhebung in Folge hinter sich.
Das nur als kleine Anmerkung noch dazu
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04.07.02 23:06:39
übrigens: ElringKlinger hat die ganze erste Innenseite beim NWJ gebucht - die werden doch nicht etwa eine IR-Offensive starten? *g*
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05.07.02 01:40:46
Hallo Mathias,


wer ist NWJ ?

Danke

und liebe Grüße
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05.07.02 08:48:36
Mein Tip:
NWJ = Nebenwerte Journal

Es braucht jetzt aber niemand ans Kiosk laufen, da das NWJ nur an Abonenten versendet wird; der Ladenverkauf wurde kürzlich eingestellt.

Gruß,
Dirk
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05.07.02 09:06:37
In BörseOnline Nr.27 wurde ein Wochenumsatz von 75414 Stück angegeben, eine Woche davor 144396 Stück. Weiß jemand, woher diese Zahlen sind? Wenn ich Frankfurt und Stuttgart addiere, komme ich niemals auf diese hohen Umsätze! Diese Differenzen gibt es auch bei vielen anderen Nebenwerten. Erklärung?
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16.07.02 17:25:24
Tja so ist das halt mit Elring Klinger. Kurz vor und kurz nach der HV zieht der Kurs an umd dann wieder auf Tauchstation zu gehen. Im Anschluß daran folgt eine Seitwärtsbewegung bis kurz vor der nächsten HV. Sieht man auch immer schön an der Anzahl der Postings. Also dann bis nächstes Jahr.
Callfreak
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17.07.02 10:51:32
Tja, so ist das. Wer im Spätsommer/Herbst investiert erntet im Juni reichlich - sofern sich der 11.Sept. oder was ähnliches nicht wiederholen. Kenne derzeit kein vergleichbar konservatives und aussichtsreiches Investment. Interessante, die Chancen zusammenfassende Besprechung (auch mit Risikobetrachtung!) aus faz.net findet sich auf der EK homepage.
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20.07.02 16:22:22
Hallo zusammen!

Wer sind die größten Kunden von ElringKlinger? Im GB lese ich, daß zwei Kunden mehr als 10% des Umsatzes abnehmen.
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20.07.02 18:42:15
Hallo zusammen,

m.E. ist der größte Kunde die GM, den 2. weiß ich nicht mehr.

gruss parade
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24.07.02 16:59:26
@parade
Aber Du machst mir wieder Mut, wenn Du weißt, daß der Kurs wieder herrunter kommt. Ich möchte nämlich nachkaufen, möglichst günstig. Wann soll ich nachkaufen?

jetzt!
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24.07.02 17:08:51
@Mandrella

Wieso jetzt? Ist m.E. noch zu früh. Die EK fällt bestimmt noch auf 22,- EUR. Jedenfals glaube ich das im Kaffeesatz Chart ablesen zu können.

MfG
J. Kreusch
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24.07.02 20:30:46
Hallo Mandrella,

ist mir leider nicht gelungen, ich war zu geizig.

gruss parade
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25.07.02 01:35:35
Wer weiß, vielleicht gibt`s morgen eine zweite Chance. Das Geld fließt jetzt erst mal von den Value- in die Zockerpapiere - da kommen immer noch ein paar Nachzügler-Kaufgelegenheiten, auch wenn der Gesamtmarkt schon steigt.
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31.07.02 01:48:16
Bei Durchsicht des Geschäftsberichtes sind mir verschiedene Dinge aufgefallen.

Im 2001er Gewinn sind periodenfremde Erträge (abzüglich Aufwendungen) von 1 Mio € enthalten, die zur Bewertung der Aktie sinnvollerweise vom Gewinn abzuziehen sind. Außerdem aktivierte ElringKlinger in erheblichem Umfang "andere Eigenleistungen". Diese Position wird nicht näher erläutert; es handelt sich dabei wohl um selbst erstellte Maschinen und/oder Werkzeuge. In 2000 machten diese Aktivierungen 24% des Vorsteuergewinns aus, in 2001 immerhin noch 9%. Nach meiner Erfahrung ist es sinnvoll, zur Unternehmensbewertung die sonstigen aktivierten Eigenleistungen (abzüglich darauf erfolgte Abschreibungen) vom Gewinn abzuziehen. Die Höhe der Abschreibungen ist allerdings aus den Erläuterungen nicht ersichtlich, da die selbst erstellten Sachanlagen nicht separat ausgewiesen werden.

Dann ist mir noch aufgefallen, dass sich der zweiköpfige Vorstand ein fürstliches Gehalt von 2,4 Mio. € genehmigt. Die Personen hinterlassen einen etwas altbackenen Eindruck, aber das muss in Zeiten, in denen man sich wieder auf konservative Investmentkriterien besinnt, nicht von Nachteil sein.

Mit seinen Zukunftsprognosen lehnt sich der Vorstand für meinen Geschmack zu weit aus dem Fenster. Die Gewinnsteigerung in 2002 wird bereits als feststehende Tatsache hingestellt. Ob da schon die Dollarschwäche, die verschärfte Brasilienkrise und eine Fortsetzung der Rezession mit einkalkuliert sind?
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31.07.02 09:52:31
@mandrella

Danke für deine Recherche! Nicht schlecht. Ich denke jedoch bei 25 Euro Kurs zur Zeit kann einem bei EK nix passieren und sehe es als solides Basisinvestment mit guter und wahrscheinich in den nächsten Jahren steigender Dividende. Was die Vorstandsbezüge betrifft. Nun ja wenn sie ihre Arbeit gut machen warum nicht.
Der Vorstandsvorsitzende der Citigroup (eine Person) hat sich in 5 Jahren 800 Millionen Dollar genehmigt. :-)
Gruß
Callfreak
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31.07.02 15:41:09
@mandrella
Dank für die Mühe auch von mir.
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, daß die Änderungen der EU-Kommision im Bereich des freien Zugangs der ungebundenen Werkstätten an Original-Ersatzteile, eine komplett veränderte Marktsituation schafft. EK ist sehr margenstark im Geschäft mit freien Werkstätten. Einerseits dürfte diese Regelung die freien Werkstätten - und damit EK – stärken, andererseits dürfte der Druck seitens der Automobilhersteller auf die Zulieferer deutlich zunehmen. Gleichzeitig werden diese versuchen auch selbst mit den freien Werkstätten ins Geschäft zu kommen. Da EK einen nicht unwesentlichen Teil seines Gewinnes aus dem Ersatzteilgeschäft erwirtschaftet, dürften hier mittelfristig größere Risiken liegen.
Zum Management: an einem konservatives Management ist mir derzeit sehr gelegen – da möchte ich dann auch bei den Vorstandsbezügen großzügig sein. Übrigens bin ich mir sehr sicher, dass die Risiken Dollar und Brasilien in die allesamt konservativen Prognosen (lt. VV Lerchner) eingeflossen sind.
Auffallend ist die relative Stärke der EK-Aktie bei überdurchschnittlichem Umsatz.
Gruß Teiser
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31.07.02 15:55:08
Zu den Vorstandsgehältern hieß es in der HV:
Sie sind zu 24% Fix, zu 21% vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2000 abhängig.
Mehr als die Hälfte, 55% bemessen sich anhand des Unternehmenswertzuwachses seit 1998 gemessen an einem aufgrund von Bilanzkennzahlen ermittelten Unternehmenswert.
Diese Anteile können bis 2003 als Zahlung abgerufen werden, maßgeblich für die Bewertung ist der sich aus der Abrufung ergebende Stichtag. Da der Vorstand von einem steigenden Unternehmenswert ausgeht, wurden diese Teile bis zur HV nicht ausgezahlt.
Nochmal zur angekündigten Dividendenverdopplung: Diese wäre auch aus einem geringeren Gewinn möglich, da für 2001 bei einem Konzernjü nach Anteilen dritter von 15,65 Mio Euro nur 6 Mio Euro ausgeschüttet wurden.
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31.07.02 16:01:21
Außerdem hieß es:
Zur Dollarabhängigkeit: Etwa 20 Mrd Dollar US-Export werden nicht abgesichert. Ein niedriger Dollar führe jedoch auch zu niedrigeren Materialkosten, da 50% des Rohmaterials Edelstahl sei, dessen Preis sich am Dollar-Weltmarkt orientiert.
Größter Kunde ist mit etwa 50 Mio Euro Ford und nicht wie oben genannt GM.
Der EK-Marktanteil in der Erstausstattung in Europa wurde mit ca.40 % angegeben. Federal Mogul und Dana Corp werden je ca. 28% zugeschrieben.
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31.07.02 19:40:55
@honigbaer
Devisentermingeschäfte funktionieren nur relativ kurzfristig. Längerfristig wird entscheidend sein, wieviel von Europa aus exportiert und wieviel direkt in Amerika produziert wird. Da ist ElringKlinger ja mit dem neuen Werk in Kanada auf dem richtigen Weg.

Zu den Vorstandsgehältern hieß es in der HV: Sie sind zu 24% Fix, zu 21% vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2000 abhängig.

Nun verstehe ich auch, warum EK so hohe AG-Gewinne ausweist :)
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01.08.02 20:49:28
> Größter Kunde ist mit etwa 50 Mio Euro Ford und nicht wie oben genannt GM

Schade eigentlich - bei Ford sieht`s nicht so gut aus. GM konnte im Juli den Absatz zum 24% steigern. Es sieht doch sehr danach aus, dass GM als Sieger aus dem ruinösen Preiskampf hervorgehen wird.
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08.08.02 14:18:41
@alle,
auf Seite 100 der WiWo von heute wird die Story ElringKlinger unter dem Titel "Dividendenwunder" besprochen. Es wird die bekannte Faktenlage, "Dividende wird den Kurs zwangsläufig treiben", erläutert. Die Aufmerksamkeit auf EK dürfte weiter zunehmen. Die relative Stärke und die anziehenden Notierungen unterstreichen dies.
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09.08.02 13:21:05
In der neuesten BO wird EK zum Kauf empfohlen, Limit 25 Euro (Spezialwerteliste). Ist das positiv oder negativ zu sehen? Kommen jetzt die Trittbrettfahrer, die bei schwächeren Zahlen (wenn solche mal kommen sollten) alles raushauen? Das gleiche Spielchen war ja schon bei VDN und PWO u.a. Oder kaufen da vorher BO-Mitarbeiter, um sie dann beim Anstieg abzusetzen (nur mal so überlegt, keine Anschuldigung, bei Namensaktien läßt sich alles nachvollziehen)
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10.08.02 09:12:57
ElringKlinger sehr interessant
Quelle: WIRTSCHAFTSWOCHE
Datum: 08.08.02

Aufgrund einer überdurchschnittlich hohen Dividende ist eine Investition in Aktien der ElringKlinger AG in Erwägung zu ziehen. Mit einem Marktanteil von 16% sei das Unternehmen der weltweit drittgrößte Dichtungshersteller für die Automobilindustrie. Mit einer Wachstumsrate von 6% in einem doch eher reifen Markt liege ElringKlinger über Durchschnitt. Grund hierfür sei die Stärke in der Dieselmotorentechnik, wo die Gesellschaft einen Marktanteil von 80% in Europa in haben. Der Weltmarktführer Federal Mogul habe jüngst Konkurs anmelden müssen. Die Nummer zwei, die Dana Gruppe, hocke auf einer schmalen Liquiditätsdecke. Für das laufende Geschäftsjahr sei eine Dividende von 2,10 Euro je Aktie geplant. auf aktueller Kursbasis würde dies einer Rendite von über 11% entsprechen. Bis 2004 solle die Dividende auf 3,75 Euro steigen. Aufgrund der Marktenge sollten interessierte Anleger bei einem Engagement die Aktien von ElringKlinger nur mit Limit ordern, so lautet die Empfehlung von Experten der "Wirtschaftswoche".

Ohne Worte

Gruß Elliott
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10.08.02 11:47:56
Eine BO-Empfehlung alleine ist noch kein Kontraindikator. Momentan interessiert sich eh niemand für Aktienempfehlungen.

Die Trittbrettfahrer erkennt man daran, dass plötzlich im Board gehäuft unqualifizierte Beiträge und irrwitzige Kursziele auftauchen. Außerdem steigen dann die Umsätze in der jeweiligen Aktie stark an. So geschehen vor ein paar Monaten bei PWO und bei Leoni. Zu ElringKlinger wurde schon lange kein Pusher-Thread mehr aufgemacht.
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11.08.02 00:00:20
Hallo Mandrella,

was ist ein Pusher-Thread bitte?

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, aber die ist phantastisch!
Ist dies dann automatisch ein Pusher-Thread?
Kann man über ElringKlinger überhaupt schreiben, so daß dies nicht als pushen gewertet wird?
Muß man negatives versuchen zu finden um in Deinen Augen nicht zu pushen?

Ich werds bald wieder tun! Positives zu schreiben, Fakten nennen die Du nicht wiederlegen kannst.
Seit wann bist Du eigentlich mit im Boot? Kommt mir vor als wenn sich Deine Kritik in Zuspruch wandelt aber Du Dich geistig noch nicht ganz überwinden könntest.

Liebe Grüße Elliott
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11.08.02 10:16:58
Hallo Mandrella,

wenn ich Deinen letzten Beitrag so verstehen soll, daß dies hier in Deinen Augen ein Pusher-Thread ist, so muß ich diese Unterstellung als Initiator dieses Forums weit von mir weisen. Alles was zumindest ich hier geschrieben habe, entspricht den Tatsachen, bzw. wurde durch Äußerungen des Vorstandes belegt.

Ich wäre Dir deshalb sehr dankbar, wenn Du Dich mit derartigen Verdächtigungen zurückhalten würdest. Ansonsten müßte man ja auf den Gedanken kommen, daß Du diese Aktie bewußt herabwürdigen willst. Aber davon wollen wir ja nicht ausgehen.

Ich bedanke mich für Dein Verständnis.

gruss parade
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11.08.02 11:31:13
Herrjeh, was seid ihr dünnhäutig! Das Depot ist tiefrot und die Nerven liegen blank (siehe auch Thread: Stimmungstief (bald) erreicht?). Nein, das hier ist kein Pusher-Thread.
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11.08.02 14:08:30
Hallo Mandrella,

vieln Dank für die Klarstellung.

Was die Nerven angeht, so darf ich Dir versichern, daß meine nicht blankliegen, obwohl natürlich mein Depot tiefrot ist. Im Gegenteil, ich bin völlig ruhig und ausgeglichen, da ich mich jetzt wieder mehr meinen Teichen und meinen Tieren widmen kann. Das wurde dadurch möglich, daß ich die bisher für die Börse benötigte Zeit drastisch verringert habe. Insofern habe ich wieder etwas mehr Lebensqualität und Freude an den schönen Dingen des Lebens.

Und meine Frau freut sich auch, und das ist sehr wichtig.

gruss parade
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15.08.02 15:02:53
15.08.2002
ElringKlinger kaufenswert
Focus Money

Dem charttechnisch ausgerichteten Investor empfiehlt derzeit das Anlegermagazin "Focus Money" die Aktien von ElringKlinger (WKN 785602) zum Kauf.

ElringKlinger sei ein weltweit tätiger Automobilzulieferer mit namhaften Kunden wie etwa BMW, DaimlerChrysler, General Motors oder Peugeot. Nur 26,56 Prozent der Aktien würden sich im Streubesitz befinden und könnten an der Börse gehandelt werden.

Der Chart, so würden Charttechniker finden, zeige deutlich, dass die Aktie recht schnell die Richtung ändern könne. 1998 und 2000 etwa sei der Kurs urplötzlich wieder in sich zusammengefallen. Mit der steigenden 200-Tage-Linie und dem überwundenen Widerstand bei 23 Euro würden sich die Kurvendeuter aber gestärkt genug fühlen, sich ElringKlinger ins Depot zu legen.

Charttechniker ordern nach Ansicht des Anlegermagazins "Focus Money" ElringKlinger limitiert in Frankfurt. Der Stoppkurs sollte bei 22,80 Euro platziert werden.

Heute in Börse Online:
Eine komplette Seite über Elring Klinger, Kaufen mit Kursziel 35 Euro.
Im Spezialteil Kaufkurs auf 28 Euro angehoben.
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15.08.02 15:20:40
Heute ElringKlinger, nächste Woche GBWAG ...

Es ist doch schön, dass sich BO wieder auf gute und niedrig bewertete Nebenwerte besinnt.
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06.10.02 15:37:16
Hallo!

Schade das es immer so ruhig vorgeht in diesem Thread.
Bin ebenfalls in EK investiert und freue mich in solchen Tagen ganz besonders darauf.
Federal Mogul, der größte Konkurrent von EK, hat Insolvenz beantragt und wird komplett zerteilt. Es ist als positiv anzusehen, dass sich das Management um EK von dieser Aktion distanziert.
Ich hoffe das es dem Vorstand gelingt diese im Moment herrschende Scwäche gewinnbringend für EK umzusetzen.
Für 2002 ist eine Dividende von 2,00€ vorgesehen. Beim erreichen der EKQ sogar bis 2,40€.
Mit einer Dividendenrendite von über 10% hat sich die Aktie ja dann bald abgezahlt.

Cultom
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09.10.02 17:50:16
@cultom4president Bitte um nähere Informationen zur Insolvenz von F.M.
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09.10.02 18:50:05
hallo,

unter " http://www.federal-mogul.com/reorganization/en/index.html"

ist der Sachverhalt übersichlich dargestellt.

Eigentlich geht es um ein vorsorgliches Ch. 11,
um eventuelle Asbestklagen bzw. die dann entstehenden
Schadenersatzansprüche (siehe Ph. Morris) als Prod. Firma
überleben zu können !!


ciao
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19.10.02 01:05:28
In der aktuellen Ausgabe von BörseOnline wird der versuch gestartet dieses Unternehmen erneut in die Spezialwertliste aufzunehmen. Kauflimit beträgt 29€, womit BörseOnline dann wohl zum Zuge kommen wird. In der Ausgabe 34 dieses Magazins hat man ja ausgiebig über EK geschrieben, nur kamen die Autoren von BÖ bei einem Kauflimit von 28€ damals nicht zum Zug.

Ich hoffe das EK durch die Depotaufnahme ein wenig an Beachtung findet. Bin gespannt auf die neuen Zahlen, vorallem die Emtwicklung des Neugeschäftes in Nordamerika.
Mal sehen inwiefern Marktanteile von Federal Mogul abgenommen werden konnten.

Cultom
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19.10.02 10:51:08
Hallo zusammen,

ich hatte für die Überschrift dieses Threads die Frageform gewählt. Inzwischen, gut 4 Monate nach meinem ersten Beitrag und ebenso gut 4 Monate nach der HV muß ich feststellen, daß die ElringKlinger-Aktie nach meinem Dafürhalten zumindest seit diesem Zeitpunkt ein gutes Investment war. Sie stand ohne jegliche Blessuren diese Börsenmisere durch. Steht da wie ein Fels in der Brandung, von ganz kurzfristigen Aussetzern abgesehen.

Auf der HV wurde die Möglichkeit des Ch. 11 für die große Konkurrenz aus Amerika bereits angedeutet. Ich gehe davon aus, weil es logisch ist, das EK aus dieser Situation etwas machen wird. Vermutlich wird das Amerika-Geschäft einen richtigen Ruck machen, nach oben. Gerade rechtzeitig hat man die Fertigung in USA ausgebaut und den besonders guten Service und den ausgezeichneten Qualitätsstandart von EK eingeführt. Das muß und wird sich sicher im Ertrag auswirken.

Ich gratuliere jedem Anleger, der sich für diese Gesellschaft entschieden hat und hoffe, daß die auf der HV geschilderten Perspektiven für die Aktie tatsächlich Wirklichkeit werden.

gruss parade
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04.11.02 18:38:14
Naja, wenn sich da heute man nicht Vorboten von vielleicht doch nicht ganz so guter Q3-Zahlen ankündigen??
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04.11.02 18:46:54
Kann auch an der z.Z. sehr guten Börsenverfassung liegen,
jetzt sind Standardwerte und Technologiewerte gefragt und weniger Werte der Old Economy aus der 4. Reihe.

mfG
Dividendenstratege
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04.11.02 23:41:14
Focus, Nr. 44, 28. Oktober 2002

Versteckte Perle: ElringKlinger

Eine deutlich höhere Dividende peilt der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger an. Experten rechnen im Frühjahr mit einer Ausschüttung von zwei Euro, eventuell sogar von 2,50 Euro (zuletzt: 1,25 Euro). Beim aktuellen Kurs wäre das eine Dividendenrendite von 7,4 beziehungsweise 9,2 Prozent. ElringKlinger stellt Zylinderkopf- und Spezialdichtungen her sowie Abschirmteile für Kraftfahrzeuge. Die Firma profitiert sowohl von den häufigeren Modellwechseln in der Autobranche als auch vom Dieselboom. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um sieben Prozent auf 199 Millionen Euro und der Gewinn je Aktie um 5,2 Prozent auf 1,82 Euro. Auf Grund der geringen Umsätze sollten Anleger Kaufaufträge limitieren.

Grüße an Mandrella, laß Dich mal wieder hier sehen

Gruß Elliott
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21.11.02 10:21:02
Was meint ihr zum neuen Quartalsbericht?
Ergebnis pro Aktie auf 2,78 Euro bis 9/2002 gesteigert!
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21.11.02 10:24:57
Ganz manierlicher Zwischenbericht zum 3.Quartal: 2,78 Euro Ergebnis je Aktie für Januar bis September. Ausblick: Für die Entwicklung in 2003 sind die Erwartungen [....] gedämpft. Man sieht sich allerdings in der Lage, auch schwierigen Situationen erfolgreich zu begegnen.
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21.11.02 12:18:15
Habe mal schnell quer gelesen, bin eigentlich positiv beeindruckt.

Die gedämpften Erwartungen sind m.E. als "politische" Aussage, also an entsprechende Adressen gerichtet zu verstehen. Ich sehe nicht, dass dies eine deutliche Warnung ist, die Umsatz- und Ertragserwartungen für 03 zu reduzieren.

KD
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21.11.02 17:06:35
Kurszuwächse sind ja nicht das Ding von EK.
Schade, hatte mir durch die Aufnahme in BÖ mehr erhofft.
Allerdings ist der Wert in gut 13Jahren in meinem Depot abgezahlt (durch Dividende).

Und dann klappt es vielleicht auch mit einer neuen Regierung.
Zahlen waren meiner Meinung soweit ganz in Ordnung.
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04.12.02 18:30:34
Wenn`s auch etwas spät kommt. Auch ich möchte hier die Zahlen zum Q3 lobend hervorgeben: Sehr gut und besser als erwartet. Wir haben hier eine der wenigen deutschen AGs, die mit einer von guten betreibswirtschaftlichen Daten untermauerten Kursperformance von bis zu 50% in diesem Jahr aufwarten kann. Und es dürfte noch mehr werden ...
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05.12.02 09:54:48
Hallo Syrtakihans,

sehe ich sehr ähnlich.

gruss parade
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25.01.03 11:08:48
Hallo,

ElringKlinger AG - Zulieferer verdoppelt Dividende - 9. Januar 2003 14:00
Anhaltendes solides Wachstum und vielversprechende Perspektive
(von smartcaps-Redaktion Frankfurt am Main)


Die Nachfrage nach Neuwagen ist flau, der Autokanzler schien der Branche auch schon einmal freundlicher gesinnt, und doch gibt es noch Ertragsperlen unter den Automobilzulieferern - etwa die schwäbische ElringKlinger AG, die mit beruhigend schwarzen Zahlen und von hohem Niveau weiter steigender Rendite auf sich aufmerksam macht. 2,50 Euro will der Automobilzulieferer seinen Aktionären pro Aktie als Dividende zahlen - eine Rendite, die sich sehen lassen kann und gegenüber dem Vorjahr eine Verdopplung bedeutet.

Ergebnis steigt stärker als Umsatz

Einen deutlichen Anstieg verzeichnet ElringKlinger auch bei Umsatz und Ergebnis. Der auf die Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen für Kraftfahrzeuge spezialisierte Konzern erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2002 einen Umsatz von 295,8 Mio. Euro, das sind 7,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher erhöhte sich das Ergebnis: Das Vorsteuerergebnis stieg um 17,5% auf 29,5 Mio. Euro, nach Steuern beläuft es sich auf 16 Mio. Euro, 19,4% mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis des dritten Quartals übersteigt die Vorjahreszahlen vor wie nach Steuern um über 50%. Analysten prognostizieren für 2002 ein Umsatzwachstum von insgesamt 10% auf 400 Mio. Euro, für 2003 fünf Prozent Wachstum auf 420 Mio. Euro. Konzernsprecher Stefan Wolf geht noch ein wenig optimistischer von einem Umsatzzuwachs „im oberen einstelligen Bereich" aus.

In der Tat hat ElringKlinger eine gute Ausgangsposition. Der Konzern, der 1994 aus der Fusion der beiden Dichtungshersteller Elring GmbH und Klinger GmbH hervorging, ist an 19 Standorten in der ganzen Welt tätig und in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 6% gewachsen - stärker als die meisten anderen Automobilzulieferer. Das Unternehmen profitiert dabei vorrangig vom anhaltenden Dieselboom und häufigeren Modellwechseln der Autohersteller. Das stärkste Wachstum verzeichnet der Konzern in der NAFTA-Region: In den ersten neun Monaten 2002 stieg der Umsatz dort um 35,9% auf 53,8 Mio. Euro. In Deutschland hingegen sank er im Vorjahresvergleich geringfügig auf 116,8 Mio., während man auch im übrigen Europa mit 96,6 Mio. Euro deutlich mehr erwirtschaftete als im Vorjahreszeitraum (plus 13,8%).

Dritter im Weltmarkt mit Aufstiegspotenzial

Mit einem Weltmarktanteil von mittlerweile 16% ist ElringKlinger der drittgrößte Dichtungshersteller für die Automobilindustrie, wobei der bisherige Branchenprimus Federal Mogul gerade Konkurs anmelden musste und zerteilt wird und die Nummer zwei, die Dana-Gruppe, über eine sehr dünne Liquiditätsdecke verfügt. Die Schwaben hingegen haben mit einer Eigenkapitalquote von 42% ein sicheres Polster. Damit begründete Konzern-Vorstand Helmut Lerchner auch die kräftige Dividendensteigerung, die sich in den nächsten Jahren fortsetzen werde.

Für Anleger scheint der noch immer relativ unbekannte Global Player damit ein vielversprechendes Investment. Im Jahr 2001 sank der Aktienkurs insbesondere nach den Ereignissen des 11.September von 30 auf 20 Euro, stieg im Jahresverlauf 2002 jedoch wieder auf altes Niveau. Angesichts der hohen Rendite und guter Gewinnentwicklung ist ElringKlinger damit allerdings noch immer moderat bewertet. Jedoch halten einen großen Teil der Aktien die beiden Gründerfamilien. Mit knapp 30% ist der Streubesitz und damit auch der Umsatz an der Börse vergleichsweise gering - Käufe sollten also limitiert erfolgen.

© smartcaps 2003
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06.02.03 12:21:58
Laut Börse Online in der heutigen Ausgabe präsentiert sich
Elringklinger heute bei einer Veranstaltung der BW-Bank vor ca. 200 Privat-Kunden.
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03.04.03 19:56:04
hallo,

Neuigkeiten:

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

ElringKlinger: Zukunftsweisende Lizenz für neuartige Zylinderkopfdichtungen

Die ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, weltweit tätiger Kraftfahrzeugzulieferer für Dichtungen, Abschirmteile und Motorgehäuse-Baugruppen, hat einen zukunftsweisenden Lizenzvertrag mit der Fa. STE Dichtungstechnik GmbH, Wilhelmshaven, abgeschlossen.
ElringKlinger erhält die weltweite exklusive Lizenz für ein neuartiges, von STE entwickeltes und umfassend patentiertes Zylinderkopfdichtungskonzept mit im Vergleich zum heutigen Stand der Technik bedeutend erweitertem Leistungspotenzial.
Die ständig steigenden Anforderungen derMotorenentwicklung an die Zylinderkopf-Dichtungssysteme führen die bisher verwendeten Technologien zunehmend an ihre Grenzen. Das neue Dichtungskonzept erweitert hier nach Ansicht von ElringKlinger die technischen Möglichkeiten wesentlich. Die Lizenz umfasst weiterhin eine wegweisend neuartige
Beschichtung von Kfz-Flachdichtungen, die im Vergleich zu bislang verwendeten Beschichtungen dieFunktionstüchtigkeit und Lebensdauer der Dichtungen erheblich erhöht.
Die Lizenz stellt für ElringKlinger einen Wettbewerbsvorteil dar, der die bisher erfreuliche Entwicklung der ElringKlinger-Unternehmensgruppe zusätzlich positiv beeinflussen wird.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 03.04.2003



ciao
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03.04.03 19:59:51
Oh ha, wieder eine Schrott-Ad hoc am deutschen Kapitalmarkt.
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03.04.03 21:29:43
@unicum
Den gleichen Gedanken hatte ich auch gerade: Diese adhoc war unnötig. Ich weiß nur nicht so recht, was ich im Falle ElringKlinger daraus schließen soll. Vielleicht hat der Vorstand wegen seiner ehemals zurückhaltenden Informationspolitik so viel Prügel bezogen, dass er sich nun besonders viel Mühe gibt?

So oder so gilt für ElringKlinger das gleiche wie für alle stark in den USA engagierten Automobilzulieferer: Es ziehen dunkle Wolken auf. Die Bilanzen und der Cashflow von Ford und General Motors sehen katastrophal aus. Da fehlt nur noch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt bzw. kollabieren lässt. (Danach wird dann auch das Gejammer um den ach so unfairen Edscha-Abfindungspreis schnell verstummen..)
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03.04.03 21:56:01
Warum meint Ihr eigentlich, daß´dies eine Schrott-Ad Hoc ist? Wird damit gegen die Richtlinien für das Erstellen von Ad-Hoc`s irgendwie verstoßen?

Mein Eindruck ist es, daß sich ElringKlinger hier richtig verhalten hat. Ich kenne allerdings die Regeln, die für Ad-Hoc`s gelten, nicht genau.

Ich kenne die Bilanzen und den Cash Flow von General Motors und von Ford nicht. Doch selbst, wenn diese nicht gut aussehen sollten, halte ich ElringKlinger trotzdem noch für ein gutes Investment.
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03.04.03 23:40:42
@hiberna
Das ist eine Schrott-adhoc, weil

a) es genau die Art von adhoc ist, mit der wir seit Jahren von unzähligen New-Economy-Schrottklitschen beworfen werden

b) die adhoc-Meldung keine quantifizierbaren Informationen über die zu erwartende "positive Beeinflussung" des Geschäftsverlaufes enthält (positiv können auch 50 Euro zusätzlicher Jahresüberschuss ab 2020 sein), somit keine kursbeeinflussende Tatsache vorliegt und die Meldung überflüssig bzw. ein Mißbrauch der adhoc-Publizität ist

Geradezu lächerlich wirkt diese Meldung, wenn man berücksichtigt, dass ElringKlinger in den letzten zwei Jahren nicht eine einzige adhoc-Meldung veröffentlicht hat. Stattdessen wurde dem Aktionär zugemutet, sich über die aktuellsten Informationen zum Geschäftsverlauf in irgendwelchen schwäbischen Provinzblättern informieren.

Ich kenne die Bilanzen und den Cash Flow von General Motors und von Ford nicht. Doch selbst, wenn diese nicht gut aussehen sollten, halte ich ElringKlinger trotzdem noch für ein gutes Investment.

Augen zu und durch?
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04.04.03 09:21:54
@Mandrella, Beitrag Nr. 87:

Ob die Meldung eine Schrott-Adhoc ist und ob der Geschäftsverlauf positiv durch die angekündigte Neuheit beeinflußt wird, hängt davon ab, wie groß die technologischen Vorteile des patentierten Dichtungskonzeptes sind, für welches ElringKlinger eine Lizenz erworben hat. Du hast Dich mit dem Inhalt des Patentes aber nicht auseinandergesetzt. Da ist es z.Bsp. möglich, online in der Datenbank des Patentamtes das Patent zu lesen und dann zusätzlich einen Fachmann zu fragen und sich das Patent erklären zu lassen, sofern es für einen Laien nicht ohne weiteres verständlich ist.

Es kommen wahrscheinlich auf dem Markt der Zylinderkopf-Dichtungen nicht häufig Neuheiten auf den Markt, die eine wesentliche technologische Fortentwicklung darstellen, zumal es nur drei große Anbieter von Zylinderkopf-Dichtungen in der Welt gibt, von denen zudem einer sich schon längere Zeit im Konkursverfahren befindet. Angesichts der geringen Anzahl von Wettbewerbern und des zeitlich seltenen Eintritts von wesentlichen technischen Neuerungen halte ich es schon für wichtig, daß ElringKlinger seine Aktionäre mit einer AdHoc informiert hat. Wenn die Adhoc ausbleibt, erfahren nur die Großaktionäre diese Information und die Kleinaktionäre haben einen essentiellen Informations-Nachteil.

Du stellst die schwache finanzielle Lage bei General Motors und bei Ford dar und fürchtest daraus negative Auswirkungen auf ElringKlinger. Damit willst Du wie auch schon bei W.E.T. wohl wieder sagen, daß es ein hohes Forderungsausfallrisiko gibt. Der Umsatz im Nafta-Raum beträgt bei ElringKlinger bisher aber erst 18 Prozent des Gesamtumsatzes in den ersten neun Monaten von 2002. Allerdings werden auch noch internationale Töchter von Ford und GM außerhalb des NAFTA-Raumes von ElringKlinger beliefert. Ich halte das Risiko eines Forderungsausfalles bei den Kunden Ford und GM nicht für so groß, daß ich deswegen keine Aktien von ElringKlinger kaufen würde. Theoretisch könnte es sogar sein, daß solche Forderungen abgesichert worden sind. Forderungen an Mercedes, BMW und VW würde ja wohl niemand absichern.

Auch bei W.E.T. sprichst Du Dich schon längere Zeit gegen ein Aktien-Investment aus wegen des Forderungsausfallrisikos bei GM und Ford. Der Aktienkurs von W.E.T. hat sich aber auch prächtig entwickelt und hat noch gute Zeiten vor sich.

Es würde uns sehr helfen, wenn jemand, der technologische Kenntnisse hat zu dem neuen Patent, hier etwas darüber berichten würde.
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04.04.03 10:19:54
Forderungen an Mercedes, BMW und VW würde ja wohl niemand absichern.

Och, zB bei VW wuerde ich mit einer Absicherung schon besser schlafen. Auch dort ist Cash ein rares Gut und nach Kappen der Investitionen ist der Spielraum schon weg. Da aendert auch Bundestanzbaers Gerd Wunderstuermer Hartz nix. Gerade der nicht.

Zugegeben, etwas viel Schwarzmalerei. Aber so sehen Bilanz und Kapitalflussrechnung nun mal aus.

Man sollte sich auch nicht unbedingt darauf verlassen, dass Ford etc. wegen noch schlechterer Bilanz und Marktstellung vor VW die Beine von sich strecken. Die Amis (Oeffentliche und Unternehmen) haben generell den Riesen-Vorteil, dass sie mit dem Dollar in der Waehrung verschuldet sind, die sie beliebig drucken koennen - und sie drucken auch schon seit Jahren fleissig.

Tschoe, Istanbul.
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04.04.03 11:04:26
#88 Hiberna

Richtig.

Wenn Mandrella nicht so verbohrt denken würde, dann würde er folgende Fragen stellen:

1. Wenn ein Vorstand, der bislang nicht als Produzent von ad hocs auftrat, eine solche nun veröffentlicht, dann könnte ja auch mehr dahinter stecken, als auf den ersten Blick ersichtlich?

2. Wenn ein Vorstand keine Quantifizierungen in der ad hoc vornimmt, dann muß er mindestens die Annahme mit der adhoc verbunden haben, dass sich der Kurs um wenigsten 5 bis 10% durch die gemeldete Tatsache bewegen kann.

3. Was außer "guten Gründen" gemäß 1+2 könnte den Vorstand noch bewogen haben, diese adhoc zu veröffentlichen?

Ich habe keine Zeit mich mit dem Patent zu quälen, aber als Fachmann für Vertriebsstrategien
kann ich mir gut vorstellen, was eine solche Technologie bedeutet.

KD
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04.04.03 12:08:12
Hallo, Elring kenne ich zu gut, deshalb halte ich diese Meldung nicht für eine Schrott-adhoc.
Der Kurs wird es die nächsten Wochen zeigen....wer recht hat.
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04.04.03 12:15:56
Nüchtern betrachtet dürfte - sofern positive Substanz in der Nachricht steckt -
der Kurs auf 36/37 in en nächsten 4 Wochen steigen.

KD
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04.04.03 14:11:41
Ich glaube hier kennen einige den eigentlichen Sinn und Zweck von Ad hoc Meldungen nicht richtig.
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05.04.03 00:27:19
Man sollte Leuten wie Mandrella keine so große Beachtung schenken!
Er mach ElringKlinger schon lange mies, bedenke man aber dass die Aktie eine der größten Kursgewinner im Jahre 2002 war, relativiert sich seine Einschätzung.
Es ist einer der wenigen Werte, mit denen man sein Kapital während der letzten 3 Jahre erhalten konnte.
Bedenke man jetzt noch die Dividendensteigerungen die kommen werden, so meine ich richtig investiert zu sein für kommende Jahre.
Mandrella rate ich dringend objektiv zu bleiben oder zu schweigen. Vieleicht sollte er mal seine eigenen Empfehlungen lesen.

Grüße an alle Fans der Dettinger
Elliott
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05.04.03 14:39:08
Patent! Na schön. Bestimmt ist es auch der Konkurrenz angeboten worden. Die war wohl nicht bereit, so viel wie EK dafür zu zahlen. Vermutlich heben sich Vorteile und Lizenzgebühren gegenseitig auf.
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05.04.03 18:35:59
alzwo

Du bist mir ein schöner Schlaumeier;)

Und weil das so ist, erwirbt ein Manager die Lizenz....

Hattest du jemals ein vergleichbare Entscheidung zu treffen?

KD
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05.04.03 18:58:00
@alzwo, Beitrag Nr. 95:

Woher weißt Du, daß soviel wie Eigenkapital als Lizenzprämie bezahlt werden soll? Kennst Du die Höhe der Lizenzgebühr? Wenn Du so eine Aussage machst, kennst Du doch die Zahlen der Lizenzvereinbarung oder etwa nicht?

Man kann jedenfalls nicht immer pauschal davon ausgehen, daß sich bei einer Lizenzvereinbarung die Vorteile und Lizenzgebühren gegenseitig aufheben. Ich würde gerne die Aussage eines Fachmannes über die Vorteile der neuen Technologie haben und nicht pauschal urteilen, daß Vorteile und Lizenzgebühren sich gegenseitig aufheben.


Wenn ab jetzt die neue, patentierte Technologie für zukünftige Motorenmodelle den Kunden von ElringKlinger angeboten wird, kann es angesichts der langen Zeitdauer bis zur Einführung von neuen Motorenmodellen noch lange dauern, bis Umsatz- und Ergebniseffekte bewirkt werden.
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05.04.03 19:06:30
Ich konnte keine Internet-Adresse des Lizenzgebers namens Fa. STE Dichtungstechnik GmbH, Wilhelmshaven finden.

Kennt jemand eine Internetseite des Lizenzgebers, von welcher man eventuell weitere Informationen über die patentierte Technologie finden könnte?
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05.04.03 19:15:54
@Hiberna:
Informationen über die STE Dichtungstechnik und das Patent findest du unter: http://www.monomet.de/
Sieht zwar nicht sehr professionell aus die Homepage. Aber hierbei vertraue ich voll und ganz dem Management von ElringKlinger.

Grüße

Der_Analyst
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05.04.03 19:18:54
Über google problemlos:
http://www.monomet.de/kontakt.htm
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06.04.03 03:28:55
Hiberna, mit EK habe ich ElringKlinger abgekürzt. Ich dachte nicht, daß man es mit Eigenkapital verwechseln könnte. Natürlich wird erst die Zukunft zeigen (dein #97), was die Lizenzvereinbarung wert war. Sie kann auch völlig unbedeutend oder sogar ein Flop gewesen sein.

Mein Vertrauen in Vorstände allgemein war gar nicht schlecht. Ist aber nach BMW + Rover, Daimler + Chrysler, UMTS-Lizenzen usw gesunken. Diese Lizenz-Ad-hoc hat mich daher nicht vom Hocker gerissen.
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06.04.03 11:34:12
Ich bin erst im Dez/02 und Jan/03 bei Elringklinger eingestiegen und kenne daher den Vorstand noch nicht aus seinem Auftritt bei der Hauptversammlung.

Aufgefallen ist mir beim Lesen des Geschäftsberichtes die extrem hohe Vergütung des Vorstandes. Laut Geschäftsbericht auf Seite 75 erhielten die zwei Vorstandsmitglieder in 2001 eine Vergütung in Höhe von 2.367 TEUR. Eine derart hohe Entlohnung des Vorstandes erscheint mir aber zu hoch zu sein.
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06.04.03 13:51:56
Tja, was darf oder soll ein Vorstand verdienen? 1,2 Mio. € pro Kopf und Jahr ist für einen Nebenwert extrem viel. Außer Gerry Weber ist mir kein Unternehmen dieser Größenordnung bekannt, dessen Vorstand so viel verdient. Gemeinsamkeit zwischen Gerry Weber und Elring Klinger: Erstaunlich optimistische langfristige Gewinnprognosen / offensive Vermarktung der Aktie. Bei Gerry Weber ist die Blase inzwischen geplatzt.
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06.04.03 17:17:17
Hallo Mandrella,

zum wiederholten Male stellt sich mir die Frage, wie du den Begriff „Blase“ wohl definierst?
Reicht es, dass eine Aktie nach einem Hoch deutlich verloren hat? Würdest du Centrotec, Unilog Integrata und Hirsch auch als geplatzte Blasen ansehen?
Gerade bei Gerry Weber schien mir die Kursentwicklung stark mit der Gewinnentwicklung zu korrelieren.
ciao
panta rhei
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06.04.03 18:00:06
@Mandrella, Beitrag Nr. 103:

Du hast von Gemeinsamkeiten bei Gerry Weber und bei Elringklinger gesprochen. Ich war mal Aktionär von Gerry Weber und bin ausgestiegen. Bei Elringklinger bin ich noch investiert.

Du hast davon gesprochen, daß es erstaunlich optimistische langfristige Gewinnprognosen bei ElringKlinger gibt. Ich könnte mir vorstellen, daß es möglich ist, langfristige Gewinnprognosen bei Elringklinger abzugeben, weil Verkaufskontrakte für die Laufzeit eines Motorenmodells abgeschlossen werden und ein Motor eben über mehere Jahre produziert wird. Anders ist es bei Gerry Weber, wo die Kunden, also die Kleidergeschäfte, in der Regel kurzfristig ordern, nicht länger als ein Quartal im voraus. Die Mode bei Gerry Weber ist sehr kurzfristigen Schwankungen unterworfen im Gegensatz zum relativ langen Produktzyklus von Motoren.

Auch hat Gerry Weber viel harte Konkurrenz, während es bei ElringKlinger nur zwei Wettbewerber gibt, wovon sich der eine in einem Konkursverfahren befindet. Zudem ist Elringklinger im Teilbereich der Zylinderkopfdichtungen für Dieselmotoren in Europa Marktführer mit einem Marktanteil von 80 Prozent.

Du sprichst von einer offensiven Vermarktung der Elringklinger-Aktie. Ich bin erst seit ca. Jahresanfang Aktionär von ElringKlinger. Ich habe die Vermarktung bisher nicht als offensiv empfunden.

Bei der Gewinnentwicklung kann man ja offensichtlich nicht von einer Gemeinsamkeit von ElringKlinger mit Gerry Weber sprechen. Bei ElringKlinger steigen die Gewinne, bei Gerry Weber fallen sie.

Ich gucke bei meinen Anlageentscheidungen vor allem auf das KGV. Da ist ElringKlinger doch sehr günstig bewertet und da hat die Aktie noch wesentliches Aufholpotential. Und die charttechnische Verfassung der ElringKlinger-Aktie ist auch gut.

Mandrella, Deine Aussagen sind pauschal und oberflächlich. Ich würde mir wünschen, daß Du in der Diskussion etwas spezifischere und konkretere Aussagen mac
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06.04.03 19:19:07
@panta rhei
Blase = deutlich überbewertete Aktie

Du hast recht, bei Gerry Weber war diese Bezeichnung unangebracht.. mir war nur auf Anhieb kein besserer Begriff eingefallen. Was ich sagen wollte: Inzwischen ist jedem klar, dass die Wachstumsprognosen des Vorstands (25% p.a.) unrealistisch waren, und zwar unabhängig von der Konkunkturentwicklung. GWI hatte die Gewinne ja mit diversen Tricks schöngerechnet.

Aktien, die aufgrund von Ausnahmesituationen eine exorbitante Eigenkapitalrendite erreichen und dadurch zum 5-10fachen des Buchwertes gehandelt werden (traf zeitweise z.B. auf Centrotec und Unilog Integrata zu, oder z.B. auch auf diverse Investmentbanken zur Zeit des Neuen-Markt-Booms), würde ich auch in die Blasenkategorie einordnen. Das war mir bei den genannten Aktien damals auch noch nicht klar, aber man kann ja aus Fehleinschätzungen lernen. Mit ElringKlinger hat das aber nix mehr zu tun.

@hiberna
Es ist immer schwierig, eine intuitive Einschätzung sachlich zu vermitteln. Im Fall von ElringKlinger ist mir das offenbar nicht gelungen. Also warten wir ab, wer recht behält. Das ist keine Frage der nächsten Wochen - so kurzfristige Kursentwicklungen sind nicht prognostizierbar - sondern von vielleicht einem Jahr.
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06.04.03 19:52:50
@Mandrella

O.K. Das Zusammentreffen von hohen Vorstandsgehältern und sehr optimistischer Planungen ist auffällig. "Zu schön um wahr zu sein" ist generell mit Vorsicht zu begegnen.
In den letzten Jahren haben wir sehr viele weiche! Indikatoren erlebt, die als Vorwarnung hätten verstanden werden müssen. Wenn man sich nicht auf "das ideale Unternehmen" beschränken will, sind diese Indikatoren oft zu weich, um Käufe auszuschließen oder Verkäufe zu begründen. Freilich kann man an der Gewichtung einer Aktie Feinjustierungen vornehmen.

ciao
panta rhei
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06.04.03 19:56:34
@Mandrella

ich habe bisher nur kritische Äußerungen von Dir gefunden zu Aktien. Natürlich habe ich aber nicht alle Deine Beiträge lesen können.

Mich würde mal interessieren, in welchen Werten Du investiert bist.
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06.04.03 22:44:09
@Hiberna
Antwort per Boardmail
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07.04.03 08:57:27
Beitrag #103: offensive Vermarktung der Aktie (Elring Klinger) :

Habe ich da etwas versäumt? Die letzten 10 Jahre ist Elring Klinger als Aktie (vorher ZWL) so gut wie nicht vermarktet worden. Es wurde bereits nachgedacht, in den SMAX zu gehen, unter Kostengesichtspunkten wurde es dann verworfen. Eine weise Entscheidung! Erst letztes Jahr sind einige Schmierblätter darauf aufmerksam geworden, BO, Fokus,Wirtschaftswoche etc. Im Jahre 1993 habe ich mal Börse Online eine Studie über ZWL angeboten, damals haben die unter fadenscheinigen Begründungen abgelehnt. Die MK betrugt damals ca 65 Mio DM, wie die MK heute ist, kann jeder nachlesen. In der Zwischenzeit gab es noch fette Dividenden.
Also: Die Vergangenheit war sehr gut (d.h.die Prognosen waren immer konservativ, sind immer übertroffen worden...), beim jetztigen Management wird es auch so bleiben. (keinem anderen Vorstand in Deutschland würde ich mehr (besser) vertrauen)!
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07.04.03 10:10:21
Hat jemand eine Vorstellung darüber, warum so wenig ElringKlinger-Aktien gehandelt werden? Bei 1.281.120 Aktien im Streubesitz könnte man doch erwarten, daß mehr Papiere an der Börse umgehen.
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07.04.03 17:30:26
Schöne Nachrichten:



ElringKlinger AG will Dividende verdoppeln Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------------------- ElringKlinger AG will Dividende verdoppeln Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, hat in seiner Sitzung am 07. April 2003 beschlossen, der diesjährigen Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 2,50 EUR pro Namensaktie für das Geschäftsjahr 2002 vorzuschlagen. Gegenüber der Dividende in Höhe von 1,25 EUR im vergangenen Jahr ist dies eine Verdopplung. Der Elring-Klinger-Konzern, weltweit tätiger Kraftfahrzeugzulieferer für Dichtungen, Abschirmteile und Motorgehäuse- Baugruppen, hat im Geschäftsjahr 2002 393 Mio. EUR umgesetzt, 7 % mehr als im Vorjahr. Der Konzernüberschuss betrug 20,2 Mio. EUR, gegenüber Vorjahr eine Steigerung von 7,5 %. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der AG und den Konzernabschluss einstimmig gebilligt. Dettingen, den 07.04.2003 Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 07.04.2003 -------------------------------------------------------------------------------- WKN: 785602; ISIN: DE0007856023; Index: Notiert: Amtlicher Markt in Frankfurt (Prime Standard) und Stuttgart; Freiverkehr in Berlin-Bremen



Quelle: dpa-AFX


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07.04.03 17:45:00
Erwartet waren übrigens Euro 2,10.

Das muß wohl zwei tanzende Frauen geben:
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07.04.03 18:02:11
Anbei ein Artikel von FAZ.net, der schon vom 4. April stammt. Um die darin angegebene Ergebniszahl von 6,72 Euro pro Aktie für 2004 zu erreichen, muß das Ergebnis noch um ca. 60 Prozent zulegen.

-----------------------------------------------------------
"Automobilzulieferer
Bei ElringKlinger springt der Kursfunke über

04. April 2003 Die Aktie von ElringKlinger ist bisher gut durch den Bärenmarkt gekommen. Seit September 2001 hat die Notiz deutlich zugelegt. Gestützt wird die Kursfindung bei dem weltweit tätigen Kraftfahrzeugzulieferer für Dichtungen, Abschirmteile und Motorgehäuse-Baugruppen durch einen guten Geschäftsverlauf und durch eine günstige Bewertung, auf die wir im Juni des Vorjahres hingewiesen haben (siehe Link).

Untermauert wird die positive Entwicklung durch eine Meldung vom Donnerstagabend, wonach ein nach Angaben des Unternehmens „zukunftsweisender Lizenzvertrag mit der Fa. STE Dichtungstechnik GmbH abgeschlossen worden sei. Demnäch erhält ElringKlinger die weltweite exklusive Lizenz für ein neuartiges, von STE entwickeltes und umfassend patentiertes Zylinderkopfdichtungskonzept mit im Vergleich zum heutigen Stand der Technik bedeutend erweitertem Leistungspotenzial.

Neuer Lizenzvertrag liest sich gut

Dank einer erheblich erhöhten Funktionstüchtigkeit und Lebensdauer der Dichtungen stelle die Lizenz einen Wettbewerbsvorteil dar, der die bisher erfreuliche Entwicklung der ElringKlinger-Unternehmensgruppe zusätzlich positiv beeinflussen wird, lässt der Vorstand wissen. Dies nährt die Hoffnung, dass es dem Unternehmen gelingt, bei Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2002 zu überzeugen.

Im dritten Quartal 2002 waren die Geschäfte jedenfalls ganz gut gelaufen, wie ein um 7,3 Prozent auf 96,7 Millionen Euro gestiegener Umsatz und ein um 52,8 Prozent auf 5,5 Millionen Euro verbessertes Ergebnis nach Steuern zeigt. Nach neun Monaten hatte sich dadurch der Gewinn je Aktie nach neun Monaten mit plus 23 Prozent auf 2,78 Euro eingestellt.

Günstige Bewertungsrelationen

Bei der Ergebnisvorlage werden die Aktionäre vor allem wissen wollen, ob der früher versprochene Quantensprung beim Ergebnis noch immer für realisierbar gehalten wird. Der Vorstand hatte bis Ende 2004 die Messlatte beim Gewinn je Aktie auf 6,72 Euro gelegt und auf Grund günstiger steuerlicher Entwicklungen eine auf 3,75 Euro je Aktie erhöhte Ausschüttung in Aussicht gestellt.

Sollte die Zielvorgabe tatsächlich erreicht werden, dann wäre die Aktie auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses und der Dividendenrendite äußerst günstig bewertet. Das würde dafür sprechen, dass der Titel bei ausbleibenden Hiobsbotschaften noch weiteres Potenzial nach oben hat. Charttechnisch gesehen würde sich Luft nach oben bei einem Sprung über das bisherige Zwischenhoch bei 31,50 Euro ergeben. Vielleicht kann die Aktie mit dem Meldung vom Vortag diese Hürde vielleicht schon bald nehmen."
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07.04.03 18:12:12
Das Ergebnis von 4.21/Aktie heute und die Ausschüttung von 60 % deuten darauf hin,
dass Vorstand und AR äußerst optimstisch in das Jahr sehen.
Im April sollten sie schon wissen, was sie tun.

Für mich ist EK daher jetzt erst Recht ein Kauf.

KD
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08.04.03 08:47:42
Hallo zusammen,

was mich ein wenig an der ElringKlinger AG stört ist eine möglicherweise stark abkühlende Konjunktur in den USA und damit verbunden eine abgekühlte Auto-Konjunktur auch in Europa.

Außerdem die Tatsache, daß der Vorstand in diesem Jahr seine Aktien, die er auf seinem gewinnabhängigen Bonus-Sammel-Konto angesammelt hat, in diesem Jahr beziehen und verkaufen kann.

Diese Punkte lassen mich überlegen, wie nachhaltig die Dividendenerhöhungen sein werden oder sein können. Es besteht ja durchaus die Möglichkeit, daß hier gezielt "vorgearbeitet" wurde.

Ich will damit niemandem diese Aktie madig machen, aber diese Gedanken kamen mir halt in den Sinn.

gruss parade
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08.04.03 09:06:56
In der Automobilindustrie und bei der Wettbewerbssituation wird EK
über mittel- bis langfristige Rahmenverträge verfügen.
An dem Marktführer kommt die Industrie da nicht vorbei.

Die Daten von 02 und die Dividendenpolitik sprechen für die Erwartung des Managements,
in diesem Jahr etwa 5,0 - 5,50 Gewinn zu machen.
Das sollte zu 80 % schon in trockenen Tüchern sein,
weitgehend unabhängig von der Konjunktur.

Damit bleibt das KGV heute bei 6, während das Wachstum eher zweistellig sein sollte.
Dieses würde auch ein KGV von 8-12 rechtfertigen, also auf Jahres-Sicht Kurse von 40 - 60 Euro.

KD
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08.04.03 09:52:41
@parade, Beitrag Nr. 116:

Ich habe keine Bedenken wegen einer abekühlten Autokonjunktur in den USA. Ich erwarte, daß ElringKlinger in den USA von den beiden amerikanischen Wettbewerbern Marktanteile hinzugewinnt, wovon der eine, nämlich Moghul, sich im Konkursverfahren befindet.

Dabei stellt sich mir die Frage, ob von einem Unternehmen wie Moghul, das sich im Konkursverfahren befindet, bei neuen Motoren von der Automobilindustrie überhaupt noch ein Angebot eingeholt wird, ob dieses überhaupt noch eingeladen wird, am Entwicklungs- und Bieterverfahren teilzunehmen.

In den USA gibt es bisher kaum Dieselmotoren in PKW.`s. Sofern sich dort wie Europa mal die Dieseltechnologie durchsetzen sollte, käme dies ElringKlinger, daß den Markt für Dichtungen bei Dieselmotoren dominiert, zugute.

Mir war beim Lesen des Jahresabschlusses nichts über Bonus-Sammelkonto des Vorstandes für Aktien aufgefallen. Woher hast Du Deine diesbezüglichen Informationen? Kannst Du sie bitte auch ein bißchen quantifizieren, d.h. mitteilen, wieviel ElringKlinger-Aktien der Vorstand gegebenenfalls hält.
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08.04.03 10:13:02
Hallo Hiberna,

das war ein Thema auf der letzten HV. Beim damaligen Kurs war das ein Kaufargument, weil ich davon ausging, daß in dem Jahr, in dem der Vorstand über seine Aktien verfügen kann (in diesem Jahr muß er sie beziehen!!!), der Kurs sicher nicht auf einem Tiefstand stehen würde.

Und genau wie ich mir das vorgestellt habe, ist es auch eingetreten. Nicht, daß ich dem Vorstand böse Absichten unterstellen wollte, aber logisch finde ich es schon.

Um wie viele Aktien es geht, weiß ich nicht, aber ganz wenig werden es nicht sein, weil der Bezug erfolgsabhängig ist.

Und was die Autokonjunktur in USA angeht, da bin ich mir nicht so sicher. Da habe ich schon gewisse Bedenken.

gruss parade
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08.04.03 11:56:23
@parade, Beitrag Nr. 119:

Muß ein Bezugsrecht des Vorstandes für den Bezug von ElringKlinger-Aktien durch die Hauptversammlung genehmigt werden oder autorisiert dies einfach der Aufsichtsrat?
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08.04.03 12:06:38
Von irgendwelchen Aktienbezugsrechten des Vorstands ist mir nichts bekannt. Die Familienaktionäre werden wohl auch bedacht sein, so einen Blödsinn nicht anzustreben. Mein Eindruck ist eher, daß die Familie bemüht ist, ihren prozentualen Anteil am Unternehmen zu halten. Die Anzahl tatsächlich frei verfügbarer Aktien dürfte gering sein, warum sollte man Aktien von einem so profitablen Unternehmen verkaufen?
Meines Wissens erhält der Vorstand einen Teil der Vergütung Abhängig vom Wertzuwachs des Unternehmens, wohl gemessen am Cash-flow.
Die hohe Vergütung 2001 kam zu Stande, weil in diesem Jahr eine erhebliche Steigerung des Unternehmenswerts zu verzeichnen war und entspricht nicht dem tatsächlichen Fixgehalt der Vorstände.
Ich zitiere aus einem früheren Posting von mir:
"Zu den Vorstandsgehältern hieß es in der HV:
Sie sind zu 24% Fix, zu 21% vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2000 abhängig.
Mehr als die Hälfte, 55% bemessen sich anhand des Unternehmenswertzuwachses seit 1998 gemessen an einem aufgrund von Bilanzkennzahlen ermittelten Unternehmenswert.
Diese Anteile können bis 2003 als Zahlung abgerufen werden, maßgeblich für die Bewertung ist der sich aus der Abrufung ergebende Stichtag. Da der Vorstand von einem steigenden Unternehmenswert ausgeht, wurden diese Teile bis zur HV nicht ausgezahlt."
Zur Bewertung sollte die Eigenkapitalrendite von konstant ca. 20% netto beachtet werden. Das sollte normalerweise ein KGV von 20 rechtfertigen.
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08.04.03 12:22:05
@honigbaer, Beitrag Nr. 121:

Diese Anteile können bis 2003 als Zahlung abgerufen werden

Bedeutet dies Anfang oder Ende 2003?
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08.04.03 14:58:48
Ich nehme an bis Ende 2003 kann der Abruf erfolgen. Der Wert müsste sich dann auf die Bilanz zum 31.12.2002 stützen. Vielleicht ist aber auch Bilanzstichtag 31.12.2003 als Bewertungsstichtag noch denkbar.
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08.04.03 15:15:57
Weiß jemand, ob die beiden Familien Lechler mit zusammen 63.31 Prozent der Anteile an ElringKlinger daran interessiert sein könnten, Ihre Aktien mal zu verkaufen. Ich könnte mir vorstellen, daß es genügend Nachfrage nach diesen Anteilen gäbe.

Kennt jemand die Firma Bethal Netherland Holding B.V., die 10 Prozent der Anteile an ElringKlinger hält? Interessant wäre es zu wissen, ob dieses Unternehmen aus der gleichen Branche wie ElringKlinger kommt oder ob dies z.Bsp. eine Kapitalanlagegesellschaft ist.
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08.04.03 17:27:25
Bei der niederländischen Bethal handelt es sich um eine Vermögensverwaltung der Familie Klinger, die seit Verschmelzung zu EK am Unternehmen beteiligt ist.
Soweit ich die Lechlers einzuschätzen vermag: ein Verkauf kommt nur im äussersten Notfall in Frage. Jedoch ist immer ein taktischer oder strategischer Teilverkauf möglich (wie 1993 an Freudenberg, die dann später als sie nicht mehr gebraucht wurden, ausgebootet wurden) Damals ist die Lechler-Beteiligung bis auf 33% gesunken. Gerade mitte der 90er Jahre gab es mehrere sehr lukrative Angebote seitens Freudenbergs (aber wohl auch von amerikanischen Wettbewerbern) Elring bzw. EK zu übernehmen.
Bei den Lechlers handelt es sich im übrigen um württembergische Pietisten die dem schnellen Euro nicht hinterherlaufen. Und das ist auch gut so. Denn mit meiner Beteiligung seit über 10 Jahren fahre ich ausgezeichnet.
Irgendein Schlaumeier hat von einer offensiven Vermarktung der EK-Aktie gesprochen - er hat sich wohl im Unternehmen geirrt, konservativer (oder schlechter?) als bei EK kann eine Öffentlichkeitsarbeit kaum sein. Wichtig ist das Voraussagen eingehalten werden und eine verlässliche shareholder-Politik betrieben wird. Und auch hier habe ich beste Erfahrungen gemacht. So können wir nächstes Jahr sicher auf einen Bonus zum 125 jährigen Bestehen hoffen. Solche Sonderausschüttungen haben bei ZWL bzw. EK Tradition.
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08.04.03 19:07:41
zu #117
Ein 2003er KGV von 6 zu nennen ist doch ein wenig zu optimistisch bei einem 2002er KGV (Konzernergebnis NACH Anteilen fremder Gesellschafter) von etwas über 8. Im Anbetracht des recht schwachen Q4 sind wir auf der sicheren Seite, wenn wir von "etwas besser als 8" ausgehen. Anders ausgedrückt: Kurse bis rd. 40 EUR sind in der jetzigen Situation noch als fair zu bezeichnen.
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08.04.03 20:32:43
@Teiser, Beitrag Nr. 125:

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Weißt Du vielleicht auch, ob es Mitglieder der Eigentümer-Familien in der Firmen-Führung gibt, bzw. solche, die Ambitionen haben könnten, noch dorthin aufzusteigen?

Du schreibst, daß Du bereits 10 Jahre Aktionär bist und mit der Performance sehr zufrieden bist. Ich gucke mir bei meinen Anlageentscheidungen gerne auch einen 10-Jahres-Chart an. Eine solche 10-Jahres-Entwicklung des Charts kann ich aber nicht abrufen. Vielleicht hängt dies irgenwie mit der Fusionierung der beiden Firmen in der Vergangenheit zusammen.

Ist es für Dich möglich, grob geschätzt ca. in Prozent anzugeben, wie sich der Wert Deiner Beteiligung in den letzten 10 Jahren entwickelt hat?
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08.04.03 23:34:50
Bezogen auf eine Aktie heute dürfte der Kurs unter Berücksichtigung von Gratisaktien/Bezugsrechten etwa gewesen sein: Ende
1986 6 euro 1987 4 euro
1988 5 euro 1989 9 euro
1990 7,5 euro1991 7,5 euro
1992 6 euro 1993 7,5 euro
1994 15 euro 1995 15 euro
1996 14 euro 1997 16 euro
1998 28 euro 1999 24 euro
2000 30 euro 2002 27 euro
Zusätzlich gab es immer etwa 3% Dividendenrendite und noch gelegentlich Sonderausschüttungen, die nicht berücksichtigt sind.
Gesamt also etwa 15% Kurssteigerung + über 3 % Dividende jährlich.
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15.04.03 15:56:00
Laut heutiger Pressemitteilung betrug der Marktanteil von ElringKlinger in Nordamerika 25 Prozent. So viel hatte ich noch nicht erwartet.

Es wurde doch immer angegeben, daß Elringklinger weltweit der drittgrößte Produzent von Zylinderkopfdichtungen sei. Ich könnte mir vorstellen, daß bei einem Marktanteil von 25 Prozent in Nordamerika der Sprung an den zweiten Platz weltweit nicht mehr weit entfernt ist.
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15.04.03 16:56:30
ElringKlinger 2002: Starkes Wachstum


Der ElringKlinger-Konzern, Dettingen/Erms, weltweit tätiger Kraftfahrzeugzulieferer für Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Abschirmteile und Kunststoffgehäuse-Module, wichtiger Lieferant von Dichtungssätzen für die weltweiten freien Ersatzteilmärkte, bedeutender Anbieter von PTFE-Kunststofferzeugnissen für verschiedene industrielle Anwendungen und von Motorprüfstandsleistungen hat sich auch im schwierigen Geschäftsjahr 2002 erfolgreich weiterentwickelt.

Die internationale Marktposition konnte in 2002 weiter ausgebaut werden: In Nordamerika stieg der Marktanteil bei Zylinderkopfdichtungen auf ca. 25 %. Lokal produziert wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Werken in Kanada und Mexiko 4,4 Mio. Zylinderkopfdichtungen. Zusätzlich wurden 1,5 Mio. Stück aus Deutschland dorthin geliefert. In China ist die Beteiligung am bisherigen Joint Venture mit chinesischen Partnern auf eine Mehrheit von 78 % ausgebaut worden. Die chinesische Tochtergesellschaft erreichte 2002 erstmals die Gewinnzone. Die Aussichten für die weitere Entwicklung in China werden als sehr günstig eingeschätzt. In Südkorea und Japan konnten erste bedeutende Aufträge für Zylinderkopfdichtungen gewonnen werden.

Der Konzernumsatz stieg gegenüber Vorjahr um 6,9 % auf 392,5 Mio. EURO. Der Konzernjahresüberschuss wuchs ebenfalls um 6,9 % auf 20,2 Mio. EURO. Der Umsatz der ElringKlinger AG nahm gegenüber Vorjahr um 7,2% auf 267,9 Mio. EURO zu, der Jahresüberschuss der AG erhöhte sich um 17,5 % auf 31,5 Mio. EURO. Der Umsatzzuwachs wurde im Wesentlichen im Erstausrüstungsgeschäft in Nordamerika erzielt. Das Geschäft mit der europäischen Fahrzeugindustrie und in den internationalen Ersatzteilmärkten bewegte sich bei rückläufigem Gesamtmarkt dank neuer Produkte, vor allem in den Bereichen Abschirmtechnik und Kunststoff- Ventilhaubenmodule, auf Vorjahresniveau. Im PTFE-Kunststoffgeschäft und bei Prüfstandsdienstleistungen mussten konjunkturbedingt Umsatzrückgänge hingenommen werden.

Die Ergebnisentwicklung 2002 der ElringKlinger-Gruppe hätte ohne die vom Markt erzwungenen Preissenkungen, die Euro-Aufwertung gegenüber dem US-Dollar und Britischem Pfund, den Wertverfall des Brasilianischen Reals und Anlaufkosten in der kanadischen Tochtergesellschaft noch besser ausgesehen.

Nachdem die ElringKlinger AG 2002 die angestrebte Eigenkapitalausstattung von 40 % überschritten hat, möchte die Gesellschaft vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung ihre Aktionäre mit einer Verdoppelung der Dividende auf 2,50 EURO pro Aktie an dem erfreulichen Ergebnis teilhaben lassen.

Das Geschäftsjahr 2003 ist für ElringKlinger trotz anhaltender Konjunkturschwäche und rückläufiger Produktionszahlen der Fahrzeugindustrie durch neue Produkte und hohe Dieselanteile erfreulich positiv angelaufen. Der Umsatz der AG stieg im ersten Quartal um 15 %, der konsolidierte Konzernumsatz um 5 %. Das Ergebnis liegt "zweistellig" über dem Vorjahreswert. Der weitere Jahresverlauf wird verhalten optimistisch eingeschätzt. Mehrere Fahrzeughersteller haben für das zweite Quartal angesichts der schwachen Verkaufslage Produktionskürzungen angekündigt. Das absehbare Ende des Irak- Krieges lässt allerdings auf die baldige Überwindung politisch bedingter wirtschaftlicher Unsicherheiten und entsprechender Kauf- und Investitionszurückhaltung hoffen. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die ElringKlinger-Gruppe auch 2003 in Umsatz und Ertrag wiederum zulegen kann.

Die längerfristigen Entwicklungsperspektiven ElringKlinger werden durch die weltweite exklusive Lizenz einer neuen zukunftsweisenden Zylinderkopfdichtungstechnologie nochmals verbessert. Die neue Technologie erweitert die technischen Möglichkeiten in Bezug auf Gewichtsreduzierung, Leistungssteigerung und Verminderung von Schadstoffemissionen im Motorenbau. ElringKlinger hat sich damit erneut einen langfristigen Wettbewerbsvorteil gesichert.

Die Hauptversammlung der ElringKlinger AG findet am 5. Juni 2003 in Stuttgart statt. Die Aktie notierte am 14. April 2003 in Frankfurt mit 33,40 EURO. Bezogen auf diesen Kurs wird mit der vorgeschlagenen Dividende eine Rendite von 7,5 % erzielt.

(Quelle: ElringKlinger)
15.04.2003 16:51
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15.04.03 19:10:16
schade, da hab ich den fahrenden Zug verpasst.:eek:


Ich hab hiervon erst in der Euro am Sonntag gelesen.
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15.04.03 19:12:33
ich wünsch euch viel glück damit

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15.04.03 23:44:01
Hallo Nocherts,

der Zug fährt erst los, da kannst Du noch getrost aufspringen.
Ich erwarte im nächsten Jahr nochmals 50% mehr Dividende. Bei 5% Rendite wäre das ein Kursziel von 75,00 €


Gruß Elliott (ist übrigens mein voller Ernst)
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16.04.03 09:29:17
@Elliot

was ist Deine Prognose für den Gewinn pro Aktie in 2003?
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16.04.03 09:31:34
nene bei 35 spring ich da nicht mehr drauf.
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16.04.03 09:32:19
vielleicht gibts ja gewinnmitnahmen und kurse um die 31 bis 32 noch mal, dann sehen wir weiter.
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16.04.03 15:33:28
!
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16.04.03 16:05:56
@callfreak


ich denke auch so, naja, bin eben zu spät dran vermutlich.


warten wirs mal ab.
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16.04.03 20:01:20
EUR 36,00 EUR :) :) :)
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17.04.03 00:44:11
@Hiberna
Prognosen abzugeben für den zukünftigen Gewinn ist schwer. Aber bei steigendem Marktanteil, man beachte die rasante Steigerung der Marktanteile in Nordamerika und bei Dieselfahrzeugen sowie die Fortschritte in Asien, könnte man von einer moderaten Steigerung von Umsatz und Gewinn ausgehen. Da der Vorstand erklärte 40% Eigenkapitalquote reichen und er den zukünftige Gewinne auszuschütten will, kann man von kontinuierlichen Dividendenerhöhungen für die nächsten Jahre ausgehen.
Das wird wie ein Motor für den Kurs der Aktien sein.
Also wie gesagt bei 75€ ist die Aktie noch lange nicht überbewertet!

Gruß Elliott
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17.04.03 10:53:30
Unter http://informer2.comdirect.de/de/my/watchlist/index.html?Sho… sieht man, daß zwei Fonds in Elringklinger investiert sind, der „SM - Aktienfonds I - BWK / Anteile" sogar mit ElringKlinger als größter Position mit 9.39 % des Gesamtvermögens und der „UBS(D)Equity Fd.Sm.Caps Germ. / Anteile" mit 6.6 Prozent seines Gesamtvermögens
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17.04.03 11:28:30
falls ein fonds bei diesem kleinen wert aussteigt, dann gute nacht.
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17.04.03 12:15:44
Glückwunsch an alle investierten! Mir sind die Gewinne entgangen, weil ich übervorsichtig war.
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17.04.03 12:41:18
Hallo Mandrella,

das ehrt Dich jetzt aber. Meinen Glückwunsch für diese Haltung.

gruss parade
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