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Die grüne Umwelt-Staatssekretärin Henriette Berg aus Schleswig-Holstein wurde mit 48 in den einstweiligen Ruhestand versetzt, kann jetzt bis zu 466 000 Euro Übergangsgeld kassieren.

Bild möchte, dass Frau Berg verzichtet. Wird Frau Berg unterschreiben, oder ist Macht und Geld inzwischen auch bei den Grünen wichtiger?


Der Brief-Vorschlag von BILD:

Kiel, 31. 01. 2003

Sehr geehrte
Frau Ministerpräsidentin Simonis,

die Bevölkerung hat zu Recht kein Verständnis dafür, dass ich mit erst 48 Jahren in den einstweiligen Ruhestand gehe.

Die hart arbeitenden Deutschen und die mehr als vier Millionen Arbeitslosen müssen meinen Anspruch auf rund 460 000 Euro Übergangsgeld als überzogen empfinden.

Damit das Ansehen der Politik keinen weiteren Schaden erleidet, verzichte ich hiermit auf alle Ansprüche. Denn ich möchte ja wieder arbeiten.

Ich bedaure den Vorgang außerordentlich.

Mit freundlichen Grüßen


Henriette Berg

Quelle: Bild
Du hats wohl Rezzo Thailand Schlauch
und Özdemir vergessen!

So ne Frage???
Warum soll die Dame nicht das ihr zustehende Recht nutzen? Das ist mit Sicherheit am allerwenigsten ihre eigene Schuld, dass sie ihren Job nicht mehr hat. Warum soll sie dafür büßen, dass ihre Chefs sie zunächst haben wollten und nun nicht mehr einsetzen?

Wenn einer von Euch Ansprüche ähnlicher Art hätte, würde er/sie darauf verzichten? Ei8n wenig weltfremd, oder?

Habt Ihr schon einmal irgendwen kennengelernt, der sagt: Lass mal den Zuschuss stecken, hab genug Kohle?
Das können die konservativen Staatssekretäre im Ruhestand wohl nicht ertragen, dass eine Grüne die gleiche Kohle bekommen soll, wie sie selbst. So haben sie damals nicht gewettet, als sie die großzügigen Absicherungen für ihresgleichen gesetzlich verankerten, dass eine grün-alternative in den Genuß dieser Wohltaten kommen würde. Also soll sie gefälligst freiwillig von ihren Ansprüchen zurücktreten. Wo kommen wir denn sonst hin? :laugh:
Mit dem Unterschied,daß wir unser Geld nicht vom Steuerzahler bekommen.
#6

Von wem bekommst denn Du Dein Geld? Von irgendwelchen blöden Kunden, die deswegen, weil Du Geld bekommen sollst dann mehr für irgendein Produkt, eine Leistung o.ä. bezahlen müssen?

Die Dame selbst kann ja nun gar nichts dafür (vermutlich). Warum also soll sie büßen?
@hmhm + rodex

Klar, Fr. Berg wurde "verabschiedet" (= entlassen). Und dafür bekommt sie ein Rhuestandsgeld. Oder besser gesagt eine Ausgleichszahlung.
Sie ist aber NICHT arbeitsunfähig. D.h. sie bekommt die Ausgleichszahlung nur wenn sie anderweitig keinen Job bekommt bzw sogar dann, wenn sie einen angebotenen ablehnt!
Ihr wird momentan ein Job angedient - bin mal gespannt, ob sie diesen auch annimmt ;)

Quelle:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,233300,00.h…

Gruß
Aufschlag

PS: Die rot-grünen haben einen auffallend hohen Grad an vorzeitigen Ruheständlern ;)
Wo bleibt hier der Aufstand der selbsternannten "Wirtschaftsfachleute" vor allem die der Wirtschaftspartei die unser Land durch Niedriglöhne, Aushöhlung des Kündigungsschutzes und plattmachen der Tarifvertäge für die globalisierten Märkte fitmachen wollen? Hier bei diesem Skandal müssen sie anfangen.
Lockruf des Geldes

Von Hauke Goos

Warum ein Schuldnerberater seine Schuldnerberatung plünderte

Eigentlich hat Friedrich Brender es weit gebracht in Mannheim. Er hat die Grünen mitgegründet, für die er jahrelang im Stadtrat saß; er war Kreisvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dazu überhäuft mit Ehrenämtern. Jetzt sitzt er in Saal 121 des Mannheimer Amtsgerichts und wartet.

Brender ist zu früh. In den nächsten Stunden wird es um seine Vergangenheit gehen und um seine Zukunft, und weil er bis dahin noch ein paar Minuten Zeit hat, lässt er sich an dem Tisch fotografieren, an dem gleich die Staatsanwältin Platz nehmen wird.

Der 47-Jährige trägt Jackett und Jeans, dazu ein rostrotes Hemd, ohne Krawatte - er sieht aus wie jemand, der sich auf eine schwere Prüfung vorbereitet hat.

Der Vorwurf lautet auf Untreue: Als Geschäftsführer der örtlichen Schuldnerberatung hat Brender Geld auf seine Privatkonten geschafft, "treuewidrig transferiert", wie es die Staatsanwältin nennt, 30-mal in zweieinhalb Jahren: insgesamt 240 266 Mark. Er habe Steuerschulden gehabt, heißt es, den Überblick verloren, zuerst über die Finanzen seiner PR-Agentur und später über sein Leben.

Der Zuschauerraum ist voll besetzt: ein Schuldnerberater, der mit seinen eigenen Schulden nicht umgehen kann. Die Mannheimer sind neugierig, was "der Frieder" sich dabei gedacht hat und wie er aus der Sache rauskommt.

Brender ist damals zu den Grünen gegangen, weil er die Welt besser machen wollte, gerechter, ehrlicher, sozialer. Er kümmerte sich um Finanzen, Bürgerdienste, Demokratisierung, Soziales - ein Idealist, der für seine Ideale hart arbeitete, manchmal 90 Stunden in der Woche.

Die Zuschauer im Saal wollen auch sehen, was von Brenders Idealen übrig geblieben ist.

Er habe sich eine Menge aufgehalst, sagt Brender. Es war offenbar so viel, dass er es 1997 versäumte, eine Steuererklärung abzugeben. So fing es an.

Das Finanzamt schätzte daraufhin sein Einkommen und forderte für das folgende Jahr eine Vorauszahlung. Obwohl sie höher ausfiel als erwartet, verzichtete Brender auch 1998 auf die Abgabe einer Steuererklärung. Stattdessen zahlte er Mahngebühren und Verspätungszuschläge. Bald war seine Steuerschuld so groß, dass sein Konto gepfändet wurde.

In dieser Lage kam Brender die Idee, sich das Geld einfach zu nehmen, das ihm fehlte. Als Geschäftsführer hatte er Zugriff auf die Geschäftskonten; im März 1999 überwies er sich die ersten 5000 Mark auf sein Privatkonto.

Wie er sich gefühlt habe nach der ersten Überweisung, will der Richter wissen. "Es war sicherlich nicht angenehm", sagt Brender leise.

"Haben Sie verdrängt?"

"Das probiert man ja immer, man will ja leben."

Ob ihm klar gewesen sei, dass die Überweisungen "in höchstem Maße unmoralisch" waren. Brender nickt. Er habe das Geld später zurückzahlen wollen, behauptet er.

Damals gerieten seine Ideale zum ersten Mal in Gefahr. Er hat es nicht wahrhaben wollen.

Warum er nicht einfach seine Steuererklärung nachgereicht habe, will der Richter wissen. "Das frage ich mich heute auch", sagt Brender. Wieso er als Kaufmann glaubte, damit durchzukommen? "Ich kann´s mir nicht erklären."

Als Geschäftsführer der Schuldnerberatung war Brender verpflichtet, einmal im Jahr einen Abschluss vorzulegen. Für die Jahre 2000 und 2001 fehlt diese Bilanz. Der Richter hat die Chefs der beiden Trägervereine, der Arbeiterwohlfahrt und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, als Zeugen geladen. Er will wissen, wie sie das akzeptieren konnten.

Es sei "wohl versäumt worden, das von Herrn Brender anzufordern", sagt der Mann von der Arbeiterwohlfahrt. Es gab "Verzögerungen, die wir hingenommen haben", antwortet der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. An diesem Tag lernen die Zuhörer einiges über das lässige Verhältnis, das die Funktionäre von Wohlfahrtsverbänden zu Geld haben, das ihnen nicht gehört.

Als das Ganze im Oktober 2001 herauskommt, durch einen Zufall, verspricht Brender, das Geld zurückzuzahlen. Er hat es bis heute nur zum Teil getan. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin besitzt er ein Haus in Mannheim, mit drei Wohnungen, das die beiden 1996 für 720 000 Mark gekauft haben.

Ob er mal daran gedacht habe, das Haus zu verkaufen, fragt der Richter. Brender verneint. Von den Idealen, die er einmal gehabt hat, trennen ihn in diesem Augenblick 20 Jahre, gut 240 000 Mark und ein Haus, das noch nicht einmal bezahlt ist. Sein Nein ist eine Kapitulation, und jeder im Saal spürt es.

Von einem "moralischen Skandal" spricht der Richter in seiner Urteilsbegründung: Es sei für die Allgemeinheit ein unerträglicher Gedanke, "dass Sie da sitzen und die öffentlichen Gelder, die Sie veruntreut haben, nach vier Jahren noch immer nicht zurückgezahlt haben - und gleichzeitig den Wert Ihres Hauses steigern".

Brender blickt starr nach vorn. Er ist inzwischen von seinen Ehrenämtern zurückgetreten, seine Grünen zeigten sich "auch menschlich" sehr enttäuscht. Er bekommt ein Jahr und neun Monate, auf Bewährung. Er muss nicht ins Gefängnis.

Es sieht aus wie ein Sieg. Es ist eine Niederlage.
alles was die Kot/Grünen Ratten können



sich die Taschen voll machen


dagegen war die Birne ja noch harmlos :O
#11
na ja, so harmlos werden seine spaziergänge mit badlinger
in lichtenstein nicht gewesen sein.


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