Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots (Seite 4979)

eröffnet am 18.12.04 19:37:36 von
neuester Beitrag 24.11.20 14:32:31 von


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24.10.20 23:49:19
Beitrag Nr. 49.781 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.355.120 von trustone am 12.10.20 10:09:48
Zitat von trustone:

zur Diskussion der erneuerbaren Energie Aktien möchte ich hier auch die EVN in den Ring werfen,
oberflächlich betrachtet ist die EVN ein normaler Versorger Titel der jedoch auf den zweiten Blick auch sehr stark im Bereich der Nachhaltigkeit, Trinkwasserversorgung und erneuerbare Energien tätig ist,

eines vorweg,
für mich ist die EVN AG die am deutlichsten unterbewertete Substanz Aktie die ich aktuell kenne,
Substanzwert - Buchwert der EVN liegt aktuell bei über 25 Euro je Aktie, (Börsenkurs aktuell 14 Euro)
ich hatte die EVN hier ja bereits ende 2018 ausführlich vorgestellt, als sie ähnlich absurd günstig bewertet war,
nach ein paar weiteren Monaten der Seitwärts Bewegung setzte 2019 dann auch eine schöne Rallye von 13 auf knapp 19 Euro ein,
bis dann Corona den Wert wieder auf aktuell 14 Euro runter drückte,

dass diese Grund solide Versorger Aktie im Februar noch bei 18 und nun bei 14 Euro steht ist jedoch mehrfach absurd,
(sieht man sich den aktuellen Aktienboom bei den erneuerbare Energien Titeln an)
das EVN Geschäft als großer Versorger für Strom, Gas, Wasser, (Müllverwertung, Kläranlagen usw.) ist von Corona praktisch überhaupt nicht betroffen,

ganz im Gegenteil, die größte Beteiligung der EVN ist ja ein 12,6% Anteil an dem wertvollsten Unternehmen Österreichs,
der Verbund AG, einem der größten Ökostrom Erzeuger Europas,
mittlerweile deckt alleine der Wert des Verbund Aktienpakets etwa 93% der EVN Marktkapitalisierung ab,
ich muss an dieser Stelle nochmals meinen einfachen Bierdeckel einstellen der die absurde Bewertung der EVN aufzeigen soll, (der Deckel ist nicht mehr ganz aktuell, da der Wert der Verbund Beteiligung mittlerweile noch höher ist)



stand heute sind die drei größeren Beteiligungen zusammen (Verbund, RAG, Burgenland Holding) deutlich mehr Wert als die EVN an der Börse bewertet wird,
das EVN Kerngeschäft als Versorger für mehrere Millionen Kunden vor allem mit Strom aber auch Gas und Wasser wird mit 0,0 bewertet,
auch verfügt die EVN über große Stromerzeuger Anlagen wie Windparks, Wasserspeicher und Laufkraftwerke, alles das wird aktuell mit 0 Euro bewertet,
obwohl genau dieses Versorger Kerngeschäft seit vielen Jahren konstant rund 200 Mio. Gewinn pro Jahr erwirtschaftet,
auch baut die EVN aktuell die Windkraft in Österreich deutlich aus,
in spätestens 1-2 Jahren will die EVN bereits der größte Windstromerzeuger Österreichs sein,

Meldung vom Frühjahr:
EVN baut mit „grünem Darlehen“ Windräder
„Mittelfristig möchten wir unsere Windkraftkapazitäten von aktuell 370 Megawatt auf über 500 Megawatt erhöhen“, so EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz.

immerhin war ende 2019 auch ein erstes großes Analysten Haus auf diesen Umstand der massiven Unterbewertung aufmerksam geworden,

Die Societe Generale bestätigt die Kaufempfehlung für EVN und hebt das Kursziel von 21,6 auf 24,5 Euro an.
Dieses Kursziel von 24,50 wurde vor kurzem im August in einem Update erneut bestätigt.
Das Kurspotential zu diesem aktuellen Kursziel beträgt somit 75%!


auch zwei andere für Ihre guten Fundamental Analysen bekannten User sehen ganz ähnliches Potential:
katjuscha schrieb im EVN Thread )9/2019:
Der innere Wert der EVN dürfte sich jedenfalls auf über 25 € pro Aktie belaufen.
Selbst unter Berücksichtigung eines gewissen Abschlages sollte der faire Wert der Aktie zumindest bei 22 € liegen.
Immobilien Tycoon rechnet im EVN Thread immer wieder ganz ähnliches vor
endlich .. heute Früh war es soweit. Man bekommt beim Kauf der EVN Aktie das Kerngeschäft UND ein paar Cent dazu
Das ist, auf Basis der Daten der letzten 20 Jahre, ein historisches Ereignis.

das ganze ist umso erstaunlicher als dass es in 2020 drei durchaus sehr positive Ereignisse gab,
die eigentlich eher kleine EVN-Tochter WTE Wassertechnik konnte einen riesigen Auftrag an Land ziehen
ein Milliarden Auftrag an dem die WTE als General Unternehmer mit ein paar Hundert Millionen beteiligt ist
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterre…
ich sehe die 100% Tochter WTE Wassertechnik als eine Perle bei der EVN was Nachhaltigkeit betrifft,
Abwasseraufbereitung und Kläranlagen sind weltweit ein Wachstumsmarkt,

der zweite Punkt ist die Beteiligungsstruktur,
das war für mich der einzige etwas negative Punkt in den letzten Jahren, dass die deutsche EnBW knapp 30% der EVN Aktien hielt,
die EnBW hatte bei etwas höheren EVN Kursen dann immer wieder mal den Bestand etwas abgebaut, die hätten den Kurs dadurch deckeln können,

auch das Thema ist seit Sommer erledigt da die Wiener Stadtwerke dieses Paket von der EnBW übernommen haben, und das Paket nun sehr langfristig halten wollen,
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200805_OTS0085/wie…

der dritte Grund ist natürlich die massive Aufwertung der erneuerbaren an der Börse,
somit sind auch die erneuerbaren Kraftwerke der EVN durchaus wertvoller als noch vor 12 Monaten,
die Kursrallye der Verbund Aktie erhöht den Buchwert der EVN ebenfalls massiv,

zum Abschluss kann ich nur folgendes sagen,
die EVN ist eine klassische Warren Buffet Aktie - wo man den Dollar aktuell für 50 Cent bekommt,

kleiner Chef hatte vor kurzem erst auf die österreichische Börse aufmerksam gemacht, wie teilweise sehr sehr günstig diese bewertet sei,
wäre die EVN in Deutschland notiert, würde Aktie wohl durchaus bei 20-25 Euro stehen, was gerade mal dem Buchwert entsprechen würde,

ich wäre nicht überrascht wenn die Aktie schon auf Sicht von 3-6 Monate wieder in Richtung 20 Euro steigt,
im Januar seht dann auch noch die Dividendenzahlung von mindestens 0,47 Euro an,
in den letzten Jahren gab es jedenfalls immer wieder deutliche Kursstärke so von Oktober bis Januar,

obendrauf kommt auch noch ein ordentlicher Schuss erneuerbare Energien Phantasie,
schon über 65% der Energie welche die EVN produziert stammt aus erneuerbaren, tendenz deutlich steigend
dank der 12,6% Beteiligung am Verbund ist man auch an einem der größten Ökostrom Produzenten Europas beteiligt,
(steigt die Verbund Aktie um 1% erhöht sich dadurch der EVN Buchwert um 0,93%, so groß ist dieser Hebel mittlerweile geworden)
dazu noch die 100% Tochter WTE Wassertechnik, welche weltweit Kläranlagen baut und betreibt,
erkennt der Markt früher oder später dass es sich bei der EVN um einen Grund soliden Versorger handelt der immer Grüner und nachhaltiger wird, und im Gegensatz zu anderen Versorgern keinerlei Atom-Strom Risiko hat muss die Aktie eher früher als später auf 20-25 Euro steigen um überhaupt mal den aktuellen Substanzwert an der Börse abzubilden,

wer sich etwas Zeit nimmt und den EVN Thread mal quer liest bekommt schnell einen guten Überblick,
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1233305-301-310/…

vor einigen Tagen wurde dann auch noch das lang ersehnte erneuerbare Energie Gesetzt vorgestellt, welches ab 1.2021 in Kraft treten soll,
es wird den Ausbau und die Rahmenbedingungen für die erneuerbare Energien massiv befeuern und genau davon wird eine EVN und der Verbund mit am meisten profitieren,

https://www.oekonews.at/?mdoc_id=1161764
Ein Meilenstein für 100 Prozent sauberen Strom für Österreich
16.9.2020 Größtes Energiepaket seit Jahrzehnten für den Klimaschutz heute vorgestellt -
Ab 2030 nur mehr sauberer Strom für Österreich
Von vielen wurde es lang ersehnt: nun wurde das neue erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). im Rahmen einer Pressekonferenz durch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Staatssekretär Magnus Brunner vorgestellt - ab sofort geht es in Begutachtung. Das Gesetzespaket ist das größte Gesetzespaket in diesem Bereich seit Jahrzehnten und schafft die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich. Die Weichen für 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Ressourcen bis 2030 sind damit endlich gestellt.




weil ich zuletzt hier ja so vehement die EVN als einen zumindest ein bisschen grünen und nachhaltigen Versorger darstellen wollte, ich denke folgender Artikel gibt mir dabei recht, nämlich dass die EVN eigentlich überall mit dabei ist, wo die grüne Energie Musik spielt,

umso überraschender ist weiterhin die aktuelle Bewertung, welche bei etwa der Hälfte des Substanz/Buchwerts liegt, ;)


https://www.finanzen.at/nachrichten/aktien/evn-pv-flaechen-v…

Bei Windkraft habe die EVN die installierte Leistung in den vergangenen zwei Jahren um 100 auf 370 Megawatt (MW) aufgestockt, in den nächsten Jahren könnte man auf 500 bis 600 MW kommen. Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 (per 30. September) will die börsennotierte EVN am 16. Dezember vorlegen. Weil das Stromangebot durch die vermehrte Erneuerbaren-Erzeugung künftig volatiler ist, benötige man zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit auch Reservekapazität. "Es muss Backup-Leistung geben, die mit schnell startenden Gasturbinen, vergleichbar Flugzeugturbinen, bewerkstelligt werden könnte. Wir bereiten uns darauf vor", so Mittermayer. Man verfüge über Kraftwerksstandorte, an denen man, falls wirtschaftlich, solche Turbinen errichten könnte.

Für eine sichere Gasversorgung denke man auch an die Speicherung - bis hin zu Wasserstoff oder Biogas, das schon eingespeist werde. Mit der Mehrheitsbeteiligung an der RAG (früher Rohöl-Aufsuchungs AG) sei die EVN gut aufgestellt. Man prüfe die Speicherbarkeit von Wasserstoff und mögliche Mischgrade mit Methan. Für eine Wasserstoff-Belieferung an die Industrie wolle auch die EVN in die Wasserstoffproduktion gehen, aber erst wenn es einen Markt dafür gebe.

ich bleibe dabei,
mehr Substanz und Sachwert zu solch einer günstigen Bewertung gibt es aktuell nicht als die EVN AG,
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25.10.20 10:12:09
Beitrag Nr. 49.782 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.487.423 von trustone am 24.10.20 23:49:19Dann spiele ich gerne hier mal den "bösen Buben" der hierzu auch etwas kritisches sagen kann. Nachdem ich hier persönlich angegriffen wurde für mangelnde fundamentale Kritik hat mich das angespornt, hier mal genauer hinzuschauen. Ergebnis: KGV von 13 für dieses und nächstes Jahr, dazu die letzten 5 Jahren Gewinnstagnation. Ein Wachstumsunternehmen sieht anders aus. Gibt ja viele Aktien, die unter Buchwert handeln - aber wenn das über mehrere Jahre so geht, brauchts einen Trigger. Das UN kann sicher mit guten News (EEG/Zahlen) etwas zum Buchwert aufholen. Aber darüber hinaus sehe ich nicht so das Potential. Dazu kommt, dass die ganzen Investitionen in neue Bereiche erstmal kosten bevor sie Gewinn bringen. Hab mich daher entschieden, bei Centrotec aufzustocken: liegen auch unter Buchwert, KGV aber eher bei 9, Divi nach Abzug 15% Ösi-Quellensteuer EVN ungefähr gleich (3% vs. 2%), profitiert auch vom Klimawandel (sparsame Heizungen, Klimanlagen) und dazu noch von Corona (Luftfilter und Lüftungsanlagen) - UND man wächst um 5% p.a. im Gegensatz zu EVN. Negative Aspekte: Pari-Deal und in der Vergangenheit "unglückliche" Entscheidungen zur Anlage der liquiden Mittel. Daher wohl auch die günstige Bewertung. So - hoffe das war genug Substanz ;)
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25.10.20 10:36:39
Beitrag Nr. 49.783 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.488.347 von moneymakerzzz am 25.10.20 10:12:09das hat doch nichts mit "böser Bube" zu tun,
aber deine Analyse greift natürlich viel zu kurz,
nur das KGV zu nennen bringt doch nichts wenn neben dem Kerngeschäft alleine schon die 3. Beteiligungen aktuell mehr Wert sind als die gesamte EVN an der Börse........... ;)
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25.10.20 11:19:23
Beitrag Nr. 49.784 ()
Wochenupdate: Defensive Ausrichtung voraus!
Der DAX verlor im Wochenverlauf 2 %. Von der Berichtsfront werden die ersten Zahlen veröffentlicht. Diese dürften gemischt ausfallen, abhängig von den Branchen in denen sich die Unternehmen bewegen.

Aus dem Depot haben bereits zwei Unternehmen Vorabzahlen gebracht. Unidevice wurde hier bereits detailliert bewertet. Die Zahlen sind gut, aber Insiderverkäufe belasten den Kurs (vorübergehend).

Am Freitag meldete auch Vectron Vorabzahlen, die den Markt offenbar positiv überraschten, denn Vectron erholte sich deutlich von den Wochentiefstständen. Man ist nun auf gutem Weg die Jahreszahlen am oberen Ende der Prognose zu treffen.

Ich hatte ja Vectron deutlich in der Gewichtung reduziert, weil ich davon ausgehe, das die sich gerade abzeichnende zweite Coronawelle von den Auswirkungen her noch unklar sind bis zum Ende des Jahres, dennoch werde ich diese Grundposition behalten und bei sich abzeichnenden verbesserten Rahmenbedingungen wieder aufstocken.

Wenn man sich die Zahlen genau anschaut, dann liegen wir in Europa hinsichtlich der Infektionen schon deutlich über dem Niveau vom Frühjahr. Auch übersteigen in einigen Ländern die Todeszahlen schon die aus dem Frühjahr. Deshalb ist eine Wiederholung des Szenarios aus dem Frühjahr nicht ausgeschlossen.

Bedeutet: Die Intensivstationen sind mit über 75.000 Belegungen schon so hoch wie im Frühjahr nicht. Rückt die Überlastung der Gesundheitssysteme in den Vordergrund, so sind auch Rückwirkungen auf die Volkswirtschaften durch weitere Beschränkungen nicht mehr weit. Insofern kann der Markt die zweite Welle durchaus noch spielen.

Welche Überraschungen die US-Wahlen noch bereithalten muss man beobachten. Der Ausgang der Wahlen scheint entschieden. Dennoch weigern sich beide Seiten den Ausgang zu akzeptieren. Klar ist, wenn die größte Volkswirtschaft lahmgelegt durch politische Blockaden, dann tangiert das auch die Aktienmärkte. Die Indizes in Europa werden sich dem dann nicht entziehen können.

Aus den genannten Gründen sehe ich eher niedrigere Kurse in den kommenden Monaten als steigende Kurse. Insofern werde ich meine defensive Grundausrichtung beibehalten. Dazu gehört eine Cashquote von 21 % und Werte, die überdurchschnittliche Dividenden zahlen, ein Wert aus China, deren Volkswirtschaft sich aktuell am deutlichsten von Corona erholt und ein Goldwert, der von den Unsicherheiten profitieren sollte.

Positionierung für 2021?

Gerade weil ich für 2020 keine großen Sprünge mehr erwarte, gilt es sich für 2021 zu positionieren. Dazu wird das vierte Quartal genutzt. Dazu gilt es Werte zu identifizieren, denen ich einen hohen Kurszuwachs zutraue.

Der Ansatz, eine Hand voller Werte zu den Kerninvestments aufzubauen und wenn es gelingt wieder einige Werte zu identifizieren mit einer 100 % Chance, dann ist die Basis gelegt. Jedoch wird dies nicht jedes Jahr gelingen wie in 2020, Cytosorbents, Endor und Energiekontor sind hier zu nennen.

Hierzu wird allen Mitlesern wieder unsere Umfrage der Jahresfavoriten 2021 einen geeigneten Input liefern. Noch ist es allerdings zu früh dafür.

Wochengewinner und Verlierer im Überblick!



Die Jahresperformance beträgt 49 %.

Die Gewinner und Verlierer können der Übersicht entnommen werden. Das Depot verlor im Wochenverlauf 1 %. Die Jahresperformance liegt bei 49 %.



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25.10.20 14:57:45
Beitrag Nr. 49.785 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.485.890 von sirmike am 24.10.20 17:14:41
Zitat von sirmike: Bei Immobilienaktien ist das EPS ja nicht erste Wahl, sondern die FFO. [...] Eine Abschreibung würde aber das EPS belasten (nicht die FFO), auch wenn die Abschreibung natürlich nur einmal anfällt und auch nicht cashwirksam ist.


Dass die FFO pauschal wichtiger als das EPS bei Immo-Unternehmen wären, kann ich nicht mittragen. Es zeigt einfach etwas anderes an. Die FFO sind weniger durch Ausreißer geprägt als das EPS, das durch eine einzelne Ab- oder Zuschreibung (je nach Diversifikation innerhalb des Unternehmens) stark beeinflusst werden kann - daher können die FFO sicher einen klareren ersten Eindruck vermitteln als das EPS.

Das EPS wird dadurch aber keineswegs unwichtiger, im Gegenteil. Die Zu- und Abschreibungen erfolgen ja nicht grundlos, sondern entsprechen (etwas grob gesagt) den abdiskontierten Zuwächsen und Verlusten zukünftiger FFO.

Wenn man sich für die Dividende und ungefähre aktuelle Ertragskraft interessiert, können die FFO zunächst aufschlussreich sein. Wer aber ein Unternehmen wirklich bewerten will, sollte sich mit den EPS und ihren Schwankungen auseinandersetzen. Leider wird die Sache dann deutlich komplizierter als die zugegeben anschaulichen FFO.
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25.10.20 22:06:03
Beitrag Nr. 49.786 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.489.621 von imperatom am 25.10.20 14:57:45
Zitat von imperatom: Die Zu- und Abschreibungen erfolgen ja nicht grundlos, sondern entsprechen (etwas grob gesagt) den abdiskontierten Zuwächsen und Verlusten zukünftiger FFO.


Könntest du das näher erläutern? Nach meinem Verständnis stimmt das nur bedingt.
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26.10.20 01:04:19
Beitrag Nr. 49.787 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.491.684 von lazy_invest am 25.10.20 22:06:03
Zitat von lazy_invest:
Zitat von imperatom: Die Zu- und Abschreibungen erfolgen ja nicht grundlos, sondern entsprechen (etwas grob gesagt) den abdiskontierten Zuwächsen und Verlusten zukünftiger FFO.


Könntest du das näher erläutern? Nach meinem Verständnis stimmt das nur bedingt.


Natürlich stimmt das nur bedingt, ich schreibe hier ja auch kein Buch über IFRS, sondern muss vereinfachen ;)

Aber, um mal ein unrealistisches, aber dafür anschauliches Beispiel zu geben:
Am 31.12.20 vernichtet ein Erdbeben eine dafür unversichtere Immobilie. Das merkst Du an den FFO des GJ 2020 überhaupt nicht, am EPS 2020 aber wegen der Vollabschreibung sehrwohl - und Du wirst es auch an schlechteren FFOs der Folgejahre infolge des Mietausfalls merken. Dafür war das EPS dann ein früher Indikator. Wohlgemerkt ein unrealistisches, aber dafür anschauliches Beispiel.
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26.10.20 08:23:14
Beitrag Nr. 49.788 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.492.074 von imperatom am 26.10.20 01:04:19Imperatom

Gut für dieses unrealistische Szenario hast du recht. Wenn du aber in einem Jahr einen Sonderrtrag oder-verlust durch eine besonderen Verkauf eines Objektes hast, ist dein Gewinn/Verlust komplett verzerrt. Alle Experten nehmen das FFO als Maßstab an.


VG

smallvalueinvestor

P.S. :Gebe dir aber in einem Punkt Recht. Am besten schaut man beide Kennzahlen an und hinterfragt die Gründe für eine Abweichung. Ich verlass mich grundsätzlich nicht auf eine Kennzahl. Bin eh der Meinung, daß der NAV bei DIC eine größere Rolle spielt.
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26.10.20 10:06:07
Beitrag Nr. 49.789 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.468.571 von JohannesWild am 22.10.20 18:56:34
Wolftank - Vorstellung - Zur Watch hinzugefügt!
Zitat von JohannesWild: Hallo zusammen,

nach dem Interview mit Hr. Dr. Werth haben wir nun ein eigenes Summary Video mit unserer persönlichen Einschätzung zum Unternehmen angefertigt:



Auch hier gilt: Die Aktie ist kein Witween- und Waisen- Papier. Bitte beachtet den Disclaimer im Video. Wir stellen hier gerne kostenlosen Content zur Verfügung. Wenn ihr uns für die Arbeit (ebenfalls kostenlos) etwas zurückgeben wollt: Wir freuen uns über ein Abo sowie ein Like!


Vielen Dank für die Vorstellung des Unternehmens. Ich habe sie zur Watch hinzugefügt.

Klar ist aber auch: Durch die extensive Verbreitung von Corona wird Wolftank auch im Q4 betroffen sein. Wenn man einen Kauf tätigt aktuell, dann ist es ein antizyklischer Pick.

Meine grunsätzliche Einstellung hatte ich im Wochenupdate mitgeteilt. Meine Einschätzung ist, das wir in DE die Schwelle von 100.000 Infizierten sehen werden in den nächsten zwei Monaten. Was das bedeutet? Da soll sich jeder selbst ein Bild machen.

Ich werde mich mit Käufen jedenfalls zurückhalten bis man die Auswirkungen übersehen kann. Man kann natürlich sich Profiteure anschauen. Aber auch die sind schon gespielt worden, insofern gibt es da nicht mehr viele.

Gruß
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26.10.20 10:45:38
Beitrag Nr. 49.790 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.494.180 von Kleiner Chef am 26.10.20 10:06:07Meine grunsätzliche Einstellung hatte ich im Wochenupdate mitgeteilt. Meine Einschätzung ist, das wir in DE die Schwelle von 100.000 Infizierten sehen werden in den nächsten zwei Monaten. Was das bedeutet? Da soll sich jeder selbst ein Bild machen

Meinst Du wirklich 100.000 Infiziert pro Tag?
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
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