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Rohstoffe, Angebot/Nachfrage


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im Endeffekt alles -auch warum eingestelltes vielleicht falsch sein sollte, und so- zum Thema kann hier rein.
Auch (durchschnittliche?)Kostenstrukturen der Förderer, und so Zeug.
Folgend einige Graphiken, Langzeitbetrachtungen und Schätzungen.
















www.mining.com/charts-chasm-between-future-lithium-supply-de…
Kupfer: Das Ende der Preisschmelze
Wirtschaftsaufschwung und Angebotsengpässe könnten bei Kupfer & Co für höhere Notierungen sorgen. Mit einem Zertifikat lässt sich auf den Preisanstieg wetten.

von Andreas Höß, Euro am Sonntag

Von 2011 bis 2013 sind die Preise für Industriemetalle drastisch gefallen. Seit Jahresanfang stabilisierten sich die Notierungen für die konjunkturabhängigen Metalle wieder und haben in den vergangenen Wochen sogar angezogen. Der Grund: Das jahrelange Überangebot scheint vorbei. Zugleich könnte die Nachfrage zunehmen, weil sich neben der US-Wirtschaft auch China erholt.

Man halte am Wachstumsziel von 7,5 Prozent in diesem Jahr fest, sagte Ministerpräsident Li Keqiang am Montag am Rande des Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel in Peking. Das heißt: China könnte erneut riesige Konjunkturpakete auflegen. Schon im Juni war bekannt geworden, dass die Regierung die Wirtschaft mit Milliarden stützt und die Staatsausgaben um knapp ein Viertel gesteigert hat. Die Geldspritze spürt man bereits. Die Stimmung unter Chinas Einkaufsmanagern ist gestiegen, was auf höhere Industrieproduktion schließen lässt.

Glaubt man der Investmentbank Morgan Stanley, würden von weiteren Geldspritzen vor allem die Industriemetalle profitieren. China ist der größte Rohstoffimporteur der Welt und braucht beispielsweise Zink und Nickel für die Stahlproduktion. Bei beiden Metallen gab es bereits wegen Minenschließungen und einem Exportstopp in Indonesien Angebotsengpässe. Auch bei Kupfer und Aluminium sinkt das Angebot, während die Nachfrage beispielsweise aus der Automobilindustrie und dem Technologiesektor steigt.

Anleger können mit einem Zertifikat (ISIN: DE 000 A0K RKG 7), das den Bloomberg Industrial Metals Sub­index abbildet, auf einen Preisanstieg bei Kupfer & Co setzen.


Gute Idee, ich habe mich vor ein paar Monaten in den Rohstoffsektor eigekauft und mein Depot zu 25 % umgestellt

- Gold ETF, Iamgold
- Silber ETF
- Zink (Nyrstar)
- Kupfer (KAZ..)
- Einsenerz (Vale)
- Molydaenium (China Moly)

;)

Sehr interessant !

12.09.2014 11:11
Chinas globaler Rohstoffplan geht nicht auf

Von Wayne Arnold

CAPE PRESTON, Australien--Eine Mine in einem abgelegenen Teil Australiens ist ein gutes Beispiel dafür, was bei Chinas jahrzehntelangem Versuch, sich auf der ganzen Welt mit Rohstoffen einzudecken, alles schief gegangen ist. Es hat mehr als acht Jahre und den Einsatz von etwa 10 Milliarden US-Dollar gebraucht, um die Mine in der Nähe eines abgelegenen Hafens in Betrieb zu nehmen.

Die Eisenerzmine von Citic Pacific hat am Ende fast das Vierfache des ursprünglich veranschlagten Budgets gekostet. Analysten, die das Projekt verfolgen, rechnen damit, dass es in seinem ersten vollen Betriebsjahr 2014 Hunderte von Millionen Dollar an Verlust machen wird.

Das alles kommt nicht von ungefähr. Citic Pacific, ein in Hongkong beheimatetes Tochterunternehmen der staatseigenen chinesischen Finanz- und Investmentgesellschaft Citic Group, hat sich zusammen mit ein paar Auftragsfirmen eine Reihe von groben Schnitzern bei dem Projekt erlaubt. So glaubte man, einfach Arbeiter aus China zu Dumping-Löhnen vor Ort beschäftigen zu können. Und dann verbockte Citic Pacific auch noch eine Wette auf Währungsentwicklungen und war am Ende gezwungen, sich von der Muttergesellschaft mit Rettungsgeldern in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar aus der Patsche helfen zu lassen.

Jetzt endlich exportiert die Sino Mine Eisenerz - aber gleichzeitig ist Citic immer noch in einen Rechtsstreit mit einem lokalen Partner verwickelt. Der Immobilien- und Bergbaumogul Clive Palmer, der inzwischen als Führer einer von ihm gegründeten Partei im australischen Parlament sitzt, wirft den Chinesen vor, australische Rohstoffe aus dem Land zu schaffen, ohne dafür angemessen zu bezahlen.

"Es war ein schmerzhafter Lernprozess für uns", sagt Zhang Jijing, der 16 Jahre lang das gesamte Australiengeschäft der Muttergesellschaft Citic Group geleitet hatte, ehe er Ende 2009 zum Präsident und Vorstandschef von Citic Pacific ernannt wurde. "Wenn ich heute so zurückblicke, realisiere ich erst, wie schwierig es wirklich war.

China kauft sich Rohstoffe und Firmen im großen Stil

Im zurückliegenden Jahrzehnt hat sich China angesichts der boomenden Wirtschaft weltweit in großem Maßstab Rohstoffe gesichert, um die eigenen Fabriken zu füttern und dabei nicht von westlichen Mächten abhängig zu werden. Im vergangenen Jahr stiegen die Auslandsinvestitionen der Volksrepublik in Rohstoffe auf 53,3 Milliarden Dollar. 2005 hatten sie gerade einmal bei 8,2 Milliarden Dollar gelegen, wie aus Daten hervorgeht, die das American Enterprise Institute und die Heritage Foundation zusammengestellt haben.

Inzwischen wird klar, dass China auf seiner Einkaufstour etliche Fehlkäufe getätigt hat. Viele der großen Deals schreiben Verluste, produzieren unerwartet Kosten oder bringen erheblich weniger Ausstoß als erwartet. Einige der chinesischen Anleger ziehen sich bereits aus dem Rohstoffsektor zurück - ein Trend, der am Ende dazu führen dürfte, dass weniger chinesisches Geld nach Afrika, Lateinamerika und in den Nahen Osten fließt.

Die Gründe für die Probleme Chinas sind ganz unterschiedlicher Natur. Das Land ist erst spät in den Rohstoffboom der vergangenen Jahre eingestiegen und hat nicht selten überhöhte Preise für Lagerstätten und Anlagen bezahlt, die westliche Unternehmen bereits verschmäht hatten oder die sie gerne verkaufen wollten. China hat im Normalfall ein Fünftel mehr für Öl- und Gasvorkommen bezahlt als im Branchendurchschnitt, schätzt Scott Darling, Chef für Öl- und Gas-Research in Asien bei J.P. Morgan Chase & Co.

Der Energieriese China Petroleum & Chemical Corp, besser bekannt unter dem Kürzel Sinopec, zahlte 2010 satte 4,65 Milliarden Dollar für den Anteil von Conoco Phillips am kanadischen Ölsandspezialisten Syncrude Canada. Der Preis entsprach zu jenem Zeitpunkt einem Aufschlag von 10 Prozent auf den Marktwert, nimmt man die Marktbewertung des größten Anteilseigners Canadian Oil Sands zum Maßstab. In der Folgezeit litt das Projekt unter steigenden Kosten und fallender Förderung, wie aus Pflichtmitteilungen von Canadian Oil Sands zu entnehmen ist.

Sinopec erklärte damals, dass das Syncrude-Projekt das einzig verfügbare in seiner Größe und der Preis vernünftig gewesen sei. Bis vor kurzem seien Produktion und Profitabilität von Syncrude stabil gewesen, sagt das Unternehmen, das davon ausgeht, dass die Produktion noch 60 Jahre lang laufen wird. "Langfristig könnte das Projekt also durchaus noch als profitabel bezeichnet werden", heißt es.

Ein weiteres Beispiel: CNOOC bezahlte im Jahr 2012 für den Energiekonzern Nexen 15,1 Milliarden Dollar. Heute verdient das Unternehmen nur noch ein Fünftel des Nettogewinns des Jahres 2010. Nexen leidet unter den niedrigeren Erdgas-Preisen, rückläufigen Fördermengen auf einigen Schlüsselfeldern und weiteren Problemen. CNOOC erklärte, die Entwicklung von Nexen seit der Fusion liege im Rahmen der Erwartungen, die Anlagen arbeiteten reibungslos.

Iran kündigte Verträge mit chinesischen Firmen

Im April wiederum widerrief der Iran einen Auftrag im Wert von 2,5 Milliarden Dollar an China National Petroleum. Das Unternehmen sollte ein Ölfeld namens South Azadegan erschließen. Iranische Offizielle warfen China vor, es rechne Bohrausrüstung und -dienste zu teuer ab und verursache Verzögerungen bei dem Projekt.

Einen Monat später drohte Irans stellvertretender Ölminister Mansour Moazzami CNPC mit dem Entzug des 4,7 Milliarden Dollar schweren Vertrags über die Entwicklung des riesigen Gasfelds South Pars, da der Konzern keine zufriedenstellenden Fortschritte mache. CNPC wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Bergbau- und Energieprojekte sind von Natur aus schwierig und auch westliche Rohstoffunternehmen geraten oft aus eigenem Verschulden in Probleme. Einige Analysten sagen daher, China lerne jetzt erstmals die harten Realitäten kennen, mit denen westliche Unternehmen bei derartigen Projekten schon lange zu kämpfen haben. "Die Welt ist übersät mit Projekten mit massiven Kostenüberschreitungen", sagt Megan Anwyl, leitende Direktorin bei der Bergbaulobby Magnetite Network in Perth.

Einige der schlechten Deals chinesischer Firmen könnten sich noch auszahlen, wenn das globale Rohstoffangebot knapp werden und die Preise steigen sollten. Einige der Großübernahmen aus China, darunter Sinopecs Kauf von Ölanlagen des russischen Rosneft-Konzerns im Jahr 2006 im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, scheinen profitabel oder zumindest nahe der Gewinnschwelle zu sein, wie Unternehmensveröffentlichungen und Medienberichten zu entnehmen ist.

Und die Zeit großer chinesischer Deals ist noch nicht vorbei. Im April führte eine Sparte von China Minmetals ein Konsortium an, das für 5,85 Milliarden Dollar eine Kupfermine von Glencore Xstrata in Peru erwarb.

Chinesische Vertreter streiten dabei gar nicht ab, dass es Schwierigkeiten bei einigen Projekten gebe. Nach Berichten der chinesischen Staatsmedien schätzte der Leiter des chinesischen Bergbau-Verbandes, dass 80 Prozent aller Bergbau-Deals im Ausland gescheitert seien. Weitere Details nannte er allerdings nicht.

Im Juni machte Chinas staatlicher Rechnungshof Missmanagement für Verluste bei mindestens zehn Auslands-Anlagen der China Investment Corp. (CIC) verantwortlich. Der 600 Milliarden Dollar schwere Staatsfonds hatte zwischen 2009 und 2012 zig Milliarden Dollar in Rohstoffanlagen gesteckt. Um welche Geschäfte es sich handelte, führte der Rechnungshof nicht näher aus.

Chinesischer Staatsfonds wendet sich von Rohstoffanlagen ab

Inzwischen hat CIC angefangen, statt in Energieanlagen in andere Sektoren zu investieren, wie Personen aus dem Umfeld des Fonds berichten. Der Anteil von Energie- und Metall-Investitionen an den Auslandsgeschäften fiel im Jahr 2013 auf zwei Drittel, nachdem er 2005 noch bei 80 Prozent gelegen hatte. Das zeigen Daten des American Enterprise Institute und der Heritage Foundation. Mit 53,3 Milliarden Dollar lagen Chinas Rohstoffinvestitionen 2013 auch unter dem Rekordwert von 57,5 Milliarden aus dem Jahr 2011.

Chinas Handelsministerium führt in diesem Zusammenhang an, dass es seine Bemühungen zur Prüfung von Auslandsinvestitionen verstärkt habe und das Bewusstsein der Firmen darüber gestärkt habe, welche Risiken und Verantwortlichkeiten sie im Ausland erwarten. "Die Regierung hat erklärt, dass die Zeit des 'Kauf einen Rohstoff zu jedem Preis' vorbei ist", sagt Por Yiang-liang, Analyst bei BNP Paribas. "Es ist eine komplette Kehrtwende zum vergangenen Jahrzehnt".

Die Fehlschläge von Citic Pacific in Nordwestaustralien geben einen Eindruck davon, warum China seinen Kurs geändert hat.

Citic Pacific unterzeichnete den Vertrag mit Clive Palmer, dem australischen Milliardär aus der Bergbau-Branche, im März 2006. Palmer besaß die Lizenz, rund um Cape Preston Eisenerz abzubauen. Citic Pacific wollte drei Stahlöfen in der Volksrepublik füttern.

Seinerzeit stieg der Preis für Eisenerz, und Peking war daran interessiert, die Dominanz der großen Minenkonzerne BHP Billiton, Rio Tinto und Vale zu brechen, die zusammen mehr als 70 Prozent des seegebundenen Handels mit Eisenerz kontrollierten.

Citic Pacific zahlte Palmers Unternehmen Mineralogy Pty. Ltd. anfänglich 415 Millionen Dollar und vereinbarte, 2,5 Milliarden Dollar in das Projekt und einen Hafen zu stecken. Im Jahr 2009 sollte die Förderung beginnen. Für gefördertes Eisenerz sollte Mineralogy Lizenzzahlungen erhalten. Für den Fall, dass bis 2013 nicht wenigstens 6 Millionen Tonnen Eisenerz jährlich abgebaut würden, wurden Strafzahlungen vereinbart.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 12, 2014 05:11 ET (09:11 GMT)

© 2014 Dow Jones & Company, Inc.
12.09.2014 11:11
Chinas globaler Rohstoffplan geht nicht auf -2-

Lange hatten sich die Bergbauunternehmen in der Region auf Eisenerz in der mineralischen Form von Hämatit konzentriert, das ohne weitere Bearbeitung sofort verschifft werden kann. Am Cape Preston findet sich jedoch Magnetit von schlechterer Qualität, das vor dem Verkauf noch angereichert werden muss. Citic Pacific musste sechs Verarbeitungsanlagen bauen, auch ein Kraftwerk und eine Entsalzungsanlage für Wasser waren nötig.

Gewaltige Fehlrechnungen chinesischer Bergbaufirmen

Binnen sechs Monaten, nachdem die australische Regierung die Investition genehmigt hatte, vergab Citic Pacific einen 1,75 Milliarden Dollar schweren Vertrag zum Bau des Projektes an die Metallurgical Corp. of China (MCC).

"Ich weiß nicht, warum alles zu Beginn mit einer derartigen Eile vorangetrieben wurde", sagt Citic-Manager Zhang heute. Die Vorbereitung eines Projektes mit einem derartigen Ausmaß würde normalerweise zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Australische Berater hatten erklärt, sie würden für ein Projekt, das nur halb so groß ist, Kosten von 5 Milliarden Dollar und eine Bauzeit von fünf Jahren bis zur Fertigstellung ansetzen. MCC aus China versprach allerdings, man könne das gesamte Projekt für 2,5 Milliarden Dollar umsetzen, und das in nur drei Jahren.

Vertreter von MCC reagierten nicht auf die Bitte nach einer Stellungnahme. Im Jahresbericht des Unternehmens für 2012 heißt es, die "vorbereitenden Arbeiten waren von beiden Seiten aus ungenügend" und dass das "Projekt hastig und ohne volle Kenntnisse der australischen Bestimmungen begonnen" worden sei - neben anderen Problemen.

Sino Iron war nach Angaben von Manager Zhang größer als alles, was MCC bislang in China gebaut hatte. Die Mine betreibt einen Erzbrecher, der sieben Stockwerke groß ist und Förderbänder von einer Meile Länge, auf denen das Gestein für die Weiterverarbeitung zu den Anlagen transportiert wird.

Das geförderte Magnetit erwies sich als weitaus härter als das gleiche Mineral, wie es in China vorkommt, und zerstörte die Anlagen. Überdies erwies sich das Eisenerz vom Kap als mit Asbest durchsetzt, wie sich aus Finanzberichten von Citic Pacific entnehmen lässt. Deshalb musste das Unternehmen in luftdichte Fahrzeuge für die Arbeiter investieren, damit sie die krebserregenden Asbestfasern nicht in ihre Lunge bekommen.

Vertreter von MCC wollten billige chinesische Arbeiter vor Ort einsetzen, trafen damit aber auf Hürden, berichtet Manager Zhang.

Australien verhindert Import von Arbeitern zu Dumpinglöhnen

Australien vergibt Visa nur an Arbeiter, die Englisch sprechen und einen australischen Eignungstest bestehen. Diejenigen, die sich qualifizieren, dürfen nicht schlechter bezahlt werden als gleich qualifizierte Australier. Auch Vergünstigungen wie eine Woche frei nach drei Wochen auf der Anlage sowie Flüge von und nach Perth sind ihnen zu gewähren.

MCC gelang es am Ende lediglich, wenige hundert Chinesen ins Land zu bringen. Jeder der 1.000 Bergleute, die bei Sino Iron arbeiten, koste das Unternehmen über 200.000 Dollar im Jahr, berichtet Zhang.

Ein anderes Problem sind Australiens Umwelt- und Kulturvorschriften. Sino Iron etwa musste mit Aborigine-Stämmen eine Lösung finden, wie ihre heiligen Stätten geschützt oder verlagert werden können.

Sämtliche Kosten fielen in australischen Dollar an, der zwischen 2007 und dem Baubeginn im August 2008 gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Citic Pacific versuchte sich mit Währungsderivaten abzusichern. Doch das ging nach hinten los, als die weltweite Finanzkrise ausbrach.

Im Oktober 2008 sah sich Citic Pacific möglichen Verlusten in Höhe von 2 Milliarden Dollar gegenüber. Mit einer Geldspritze über 1,5 Milliarden Dollar von seiner Mutterfirma Citic Group hielt sich das Unternehmen über Wasser.

Citic Pacific verpflichtete Zhang, der bis dahin nichts mit dem Projekt zu tun gehabt hatte, als Leitenden Direktor. Zhang stimmte zu, die Zahlungen von Citic Pacific an MCC zu erhöhen. Letztlich summierten sich diese auf 3,4 Milliarden Dollar.

Hässliche Schlammschlacht vor Gericht

Sino Iron geriet auch mit Immobilienmogul Palmer aneinander, der nach dem Verkauf an Citic Pacific in ein Fußball-Team, eine Nickel-Raffinerie und ein Golfressort investiert hatte, das er in einen Dinosaurier-Themenparkt umwandelte. 2012 kündigte er Pläne zum Bau einer Titanic-Nachbildung an. Im vergangenen Jahr gründete er seine eigene Partei, die Palmer United Party, und gewann einen Sitz im Parlament.

Analysten schätzen, dass die Verzögerungen von Sino Iron Palmer jährlich hunderte Millionen Dollar an Förderabgaben kosteten.

Im Oktober 2012 teilte Mineralogy mit, dass es Citic Pacific die Förderrechte entzogen habe und warf dem Unternehmen vor, dass es fällige Abgaben nicht bezahlt habe. Citic Pacific bestätigt die ausbleibenden Zahlungen, betont aber, dass es diese nicht habe leisten müssen, da es bisher noch kein verarbeitetes Erz ausgeliefert habe.

Ein Gericht entschied letztlich, dass Citic Pacific zahlen müsse. Als im Jahr darauf eine zusätzliche Strafe dafür fällig wurde, dass Citic Pacific keine 6 Millionen Tonnen im Jahr produziert habe - die Strafe entsprach etwa 10 Prozent des erwarteten Verkaufswerts des verarbeiteten Erzes -- weigerten sich das Unternehmen zu zahlen, so lange sich beide Seiten nicht auf eine Preisformel geeinigt hätten. Derzeit läuft ein Schlichtungsverfahren.

"Wir sind vor Gericht zuversichtlich", sagt Andrew Cork, ein Sprecher von Palmer. "Wir sorgen dafür, dass sie das in Ordnung bringen." Palmer selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Im Juli verklagte Citic Pacific Palmer wegen Betrugs. Der Vorwurf: Er soll 11,2 Millionen Dollar von einem Konto für den Betrieb des Hafens abgezwackt haben. Ein Teil des Geldes soll in den Wahlkampf seiner Partei im vergangenen Jahr geflossen sein. Palmer hat jegliches Fehlverhalten von sich gewiesen.

Dafür sorgte er im August für diplomatische Aufregungen: Als er im australischen TV-Sender ABC zu den Vorwürfen befragt wurde, warf er den Chinesen unter anderem vor, dass sie chinesische Arbeiter nach Australien bringen wollten. "Mir macht es nichts aus, mich gegen die chinesischen Bastarde zu erheben und sie davon abzuhalten", sagte er und bezeichnete Citic Pacific als "Straßenköter". Weiter polterte er: "Ich sage das, da sie Kommunisten sind, da sie ihre eigenen Leute erschießen, sie kein Rechtssystem haben und sie dieses Land übernehmen wollen."

Jahrelanges Warten auf volle Auslastung

Citic Pacific wollte sich zu den Aussagen Palmers nicht äußern, für die er sich nachträglich entschuldigte. Palmer sagte, seine Bemerkungen seien "nicht gegen die chinesische Gemeinschaft oder die chinesische Regierung gerichtet".

Im vergangenen Dezember feuerte Citic Pacific MCC und übernahm den Bau er letzten vier Produktionslinien der Mine selbst. Zur Feier der ersten Erzlieferung von Cape Preston nach China gab es nur eine schlichte Feier.

Im Februar legte Citic Pacific die jüngste Rechnung für das Projekt vor: 9,9 Milliarden Dollar an Investitionen und 3,6 Milliarden Dollar an Schulden für den Bau einer Anlage, die das Unternehmen mit weniger als 7 Milliarden Dollar bewertet.

Seine Eisenerzsparte, die einzig die Mine in Australien umfasst, verlor im vergangenen Jahr mehr als 208 Millionen Dollar. Und der Chef des Bereichs kündigte an, dass weitere Verluste wahrscheinlich seien, weil die Ausgaben steigen.

Zhang sagt, die Kosten würden sinken, wenn die restlichen vier Fertigungsstraßen erst einmal vollendet seien. Bis die Mine mit voll ausgelasteten Kapazitäten laufe, werde es noch ein paar weitere Jahre dauern. Die schlimmsten Probleme, orakelt er, habe die Mine aber hinter sich.

Mitarbeit: Chester Dawson, Benoît Faucon, Ned Levin, Drew Hinshaw, Joy Ma, Wayne Ma, Brian Spegele, Lingling Wei und Kersten Zhang

Kontakt zum Autor: redaktion@wsj.de

DJG/WSJ

(END) Dow Jones Newswires

September 12, 2014 05:11 ET (09:11 GMT)

© 2014 Dow Jones & Company, Inc.


Einfach lesenswert, wie gross die Probleme selbst für China bei Rohstoffprojekten sind....
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.764.638 von codiman am 12.09.14 12:34:49
interessante Artikel Codiman.
Finde vor allem weil sie eben nicht nur Summen, sondern eben auch Gründe nennen.
Hatte vor einiger Zeit mal vom Dosto gelesen wo er irgendwo geschrieben hatte bei Rohstoffunternehmen ist 'für Fehler keiiin Platz, mehr'.
Dem schliesse ich mmich im Prinzip vollkommen an.
Und in dem Artikel sieht man dass die Auswahl reichlich ist, welche machen zu können.
@codiman: Danek für den Artikel!

ein Bekannter betreibt da seit 20 Jahren eine Farm und ist schon Australier, trotzdem wird auch er noch abgezockt

ja, in Australien ist es nicht einfach, die f...en die Ausländer anders als die USamis, die Australier zocken über ihre diversen regulations regelmässige laufende Zahlungen ab während die USamis eher (mehrmals) einmalige Zahlungen über ihre Gerichte festsetzen lassen

niemals, ich widerhole, niemals in angelsächsischen Ländern eigenes Geld investieren!!!

die deutschen Firmen verlieren da jedes Jahr Milliardenbeträge

es ist in der Regel klüger sich vor Ort von einer Bank einen Kredit für die Investition zu holen, wenn es den Kredit nicht gibt ist etwas faul

als Sicherheit nur das was vor Ort ist

besser man zahlt der Bank 3% und verdient 7% oder auch nicht als dass man verliert
sollte man glaube ich nicht 'zu eng' verstehen, aber als Tendenz auf jeden Fall.

A "forecast of when the world’s resources will run out"
www.minefocus.com/2014/09/forecast-worlds-resources-will-run…
www.mining.com/infographic-here-is-when-the-worlds-resources…



man sollte nicht ausser Acht lassen dass er da(mit) quasi auch auf Promotour ist, aber trotzdem.

Mining legend Friedland makes case for platinum, @gold forum
www.miningweekly.com/article/mining-legend-friedland-makes-c…

" DENVER, Colorado (miningweekly.com) – Billionaire mining legend Robert Friedland on Monday made the case for platinum at the Denver Gold Forum, saying that while he was a known gold bear, platinum was the only precious metal that had disruptive medium-term demand dynamics in the cards, boding well for pricing upside.

“It is critical that investors gain exposure to platinum, as this is where the disruptive medium-term catalyst is that would drive prices up,” he told delegates attending the forum.

Friedland, who is chairperson of Ivanhoe Mines, founded his bullish platinum scenario on the hazards that air pollution caused through automotive emissions and the burning of fossil fuels in urban spaces, pointing to London as being the recent European Union leader in air pollution and Paris as having earlier this summer placed public transport restrictions on its citizens to combat high pollution levels.

The World Health Organisation had also declared that urban air pollution was the number one public health risk, owing to the increased incidences of respiratory diseases.

And globally, air pollution was only set to get worse.

For instance, China currently had about 90-million private passenger vehicles on its roads, but the government was expecting this to rise to more than 400-million by 2030.

“The future lies in electric vehicles (EVs), and especially in hydrogen fuel cells,” Friedland stated, pointing to Japanese automaker Honda as being the near-term catalyst that would spark disruptive demand trends for platinum.

Honda plans to introduce the first commercial hydrogen fuel cell-powered vehicle in February next year. “Honda is about to unleash a revolution,” he declared.

Friedland said the progressive auto industry was presently debating whether to go down the Elon Musk EV route, or whether to embrace hydrogen fuel cells, noting that whichever way the global auto industry eventually preferred, it would bode well for Ivanhoe Mines' Platreef flagship, in South Africa. He also said that, as more US states were legislating for more emissions-free vehicles, there would eventually come a tipping point in the auto industry, when traditional automakers would also adopt EV or hydrogen fuel cells to drive their vehicles.

Other demand drivers were also boding well for platinum prices. The intensifying global trend of urbanisation was a critical driver behind the potential impending switch to hydrogen fuel cell-powered vehicles.

“With Japan being on board, we stand on the verge of something serious. Hydrogen fuel cells constitute a new and fundamental use for platinum, which bodes incredibly well for South Africa, owing to it supplying about 79% of the world’s platinum,” he said.

A stack of fuel cells for one automobile in general contains about 30 g of platinum, about eight to ten times the amount currently used in catalytic converters on conventional internal combustion-powered automobiles.

Countries around the globe, especially in the East, were also increasingly keen to tighten legislation to remove sulphur from fuel, opening up the auto market to the increased use of catalytic converters, which rely on platinum-group metals to clean emissions.

Other technologies, such as the escalating implementation of superfast magnetic-levitation trains, especially in Japan and the manufacture of photovoltaic panels would also need significant quantities of the white metal.


‘THINKING PERSON’S MINE’

Friedland pointed out that Platreef had several attributes in Ivanhoe's favour. Some of the positives included the fact that the deposit was flat, thick and high grade, that the mine could be fully mechanised, and that the deposit held five metals.

“Platreef is the thinking person’s platinum mine. It will be the largest platinum mine in the world, and at $341/oz, would be the lowest-cost producer globally.

“We will supply the platinum-fuelled hydrogen fuel cell revolution coming soon to a ‘theatre near you’,” he said.

He added that when the mechanised operation was running at capacity, and aided by the weakening South African rand, Platreef would likely change the traditional platinum-mining industry, making traditional labour-intensive mines obsolete.

The mining legend, known for his pivotal role in the discovery of megadeposits such as Kinross’ Fort Knox mine, in Alaska, Vale’s Voisey’s Bay mine, in Newfoundland and Labrador, and Rio Tinto’s Oyu Tolgoi mine, in Mongolia, said the same team that had worked on these projects were now focused on Platreef.

The Platreef project, on the northern limb of the Bushveld Igneous Complex, in Limpopo, involves the development and construction of a highly mechanised underground mine to access the underground Flatreef discovery. Ivanhoe has started the sinking of Shaft No 1 to obtain a mineralised bulk sample to complete the development assessment of the Flatreef.

The Flatreef mineral resource, with a strike length of 6 km, predominantly lies within a flat to gently-dipping portion of the Platreef mineralised belt at relatively shallow depths of about 700 m to 1 100 m below surface.

A preliminary economic assessment recommended a phased approach to the development of a large, mechanised, underground mine. Ivanhoe's plan for the project entailed three phases of potential development for an underground mine and the concentrator processing facility. The first phase comprises a four-million-tonne-a-year mine and concentrator; the second phase an eight-million-tonne-a-year mine and concentrator (base case); and Phase 3 contemplated a 12-million-tonne-a-year mine and concentrator.

The base case scenario was targeting 785 000 oz/y of platinum, palladium, rhodium and gold output, with significant amounts of copper and nickel by-product. Friedland noted that should EV gain traction in coming years, copper was still a significant component of lithium-ion batteries, making up about 70% of the batteries’ weight.

Platreef’s development phases would be implemented depending on market demand, smelting and refining capacity and capital availability. It could even consider an expansion beyond the third phase, subject to further study.

The base case scenario was targeting an estimated preproduction capital requirement of about $1.7-billion, including $381-million in contingencies.

Ivanhoe had finalised a broad-based black economic-empowerment (BBBEE) deal, giving 20 local communities a 26% interest in the project.

The deal paved the way for South Africa's Department of Mineral Resources to formalise and execute the mining right granted to Ivanhoe in May.

Friedland said that about 150 000 people live in the 20 host communities that form part of the groundbreaking BBBEE transaction. A total of 187 local entrepreneurial companies, representing a combined 333 individual shareholders, participated in the entrepreneurial subscription.

Upon execution of the mining right, a community trust for the 20 host communities will receive a yearly fixed contribution of R11-million (about C$1.1-million) while the mine was being developed.

Friedland said the BBBEE ownership stake was a landmark for the Platreef project, demonstrating Ivanhoe's commitment to the empowerment of black, historically disadvantaged South Africans.

The Platreef project was on target for initial underground development in 2018 and concentrator startup in the fourth quarter of 2019.

Edited by: Creamer Media Reporter "
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.790.912 von Popeye82 am 16.09.14 10:53:12
Zimbabwe, Russia sign $3,000,000,000 deal to develop platinum mine, Zimbabwe +Russia on Tuesday signed a $3,000,000,000 deal to develop a platinum mine in Darwendale, targeting production of 250.000 oz/y within three years, a presentation by the Zimbabwean ministry of mines showed. The presentation said the mine "would" have peak production of 800.000 oz/y, which should help Zimbabwe produce 1,000,000 ounces a year, in five years' time - MW/R, HARARE - Sep 16, 2014
www.miningweekly.com/article/zimbabwe-russia-sign-3bn-deal-t…
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