Betrug bei Commerzbank knock out? (Seite 2)



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0,27 Abweichung entspricht 1,2 Promille "Aufgeld", das ist doch ganz im normalen Rahmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.556.640 von honigbaer am 18.08.17 22:22:52Ich denke diesmal habe ich richtig gerechnet. 😉

Die von Ihnen erwähnten 0,27 beziehen sich auf den 16.08. .
Dort steht : .....Zerti € 6,50......€ 0,27. ~~~~~ € 0,27 = 27 Cent , und nicht 0,27 Cent. € 6,50 = 650 Cent.


( 27 Cent : 650 Cent ) x 100 = 4,15 % Zwischenrechnungsergebnis.

Bei den einzelnen Teilberechnungen habe ich dass Aufgeld nicht berücksichtigt. Ich habe bei den verschiedenen Kursdaten nur die verschiedenen inneren Werte miteinander verglichen , und die zwei verschiedenen Wechselkurse eingebunden.

Es gibt noch andere Einflussfaktoren wie die implizierte Volatilität. Ob und im welchen Maße mit welchem Indikator das Einfluss auf diesen Zerti hat , ist mir nicht bekannt.

Das was ich feststelle ist das dass Zerti , rein mathematisch Berechnet , vom 16.08. auf den 17.08. , 2 % (13 Cent) an Wert verloren hat. 13 Cent Differenz lässt sich nicht mit einer Aufgeldveränderung bei diesem Zerti innerhalb von 24 Stunden erklären.

Die Differenz von Commerzbank Kurs zu errechneten Kurs hat sich vom 16. auf den 17.08. zuungunsten des Anlegers entwickelt.
Am 16.8.17 hat @Tastentipp seinen KO (überteuert?) für 6,50 gekauft. In der selben Sekunde konnte ein anderer seinen KO (überteuert?) für 6,47 an den Emi verkaufen. Einen Betrug sehe ich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.557.126 von Kalle-ist-hier am 19.08.17 01:01:54
Zitat von Kalle-ist-hier: ...
Es gibt noch andere Einflussfaktoren wie die implizierte Volatilität. Ob und im welchen Maße mit welchem Indikator das Einfluss auf diesen Zerti hat , ist mir nicht bekannt.
...


Also erstmal: Das Aufgeld ist ja eine Größe, die sich aus Division des bei Bezug über den Optionsschein zu zahlenden Preises durch den aktuellen Kurs des Basiswerts ergibt.

Auf einen Indexstand von ca. 22.000 ist der Kapitaleinsatz hier 650 Euro (ca. 3%) und das Aufgeld von 27 Euro ist 1,2 Promille bezogen auf die 22.000.

Was soll eine Betrachtung nutzen, dass der Kurs des Zertifikats 3 oder 5% höher (oder niedriger) als der rechnerische Wert ist? Der Emittent bietet hier einen Spread von 3 Cent, das entspricht 0,13 Promille des Basiswerts, zu diesem kauft er ja auch zurück. Also verkauft er hier meinetwegen 4,15% zu teuer, kauft aber auch jederzeit 3,75% zu teuer zurück. Er muss aber ja auch die komplette Finanzierung liefern und bezogen auf den Index verdient er am Spread von 3 Cent nur 0,13 Promille.

Letztlich ist das dem Emittent überlassen, ob er seine Turbos mit Auf- oder Abgeld taxiert.
Schaut man genauer hin, wird man vermutlich feststellen, dass man dort, wo man mit Abgeld handeln darf, im Hintergrund 0,5% oder 1% p.a. höhere Finanzierungskosten berappt, indem bei den endlos Turos ja der Basispreis angepasst wird. (Bei begrenzter Laufzeit eines Put wäre hier hingegen der negative Zins bis zum Verfall einzukalkulieren.)

Die Volatilität sollte ja theoretisch bei einem knock-out keine Rolle spielen.
Aber man muss bedenken, dass es ja keine Nachschusspflicht bei so einem Schein gibt.
Mal angenommen der DOW Jones springt über das Wochenende 5% nach oben, dann verfällt der Turbo-Put mit hier 3% Kapitaleinsatz und 33fachem Hebel wertlos. Hat sich der Emittent aber vollständig z.B. durch einen Verkauf des Future gehedgt, erleidet er 5% Verlust.

Logischerweise muss der Emittent also Aufgelder verlangen, oder am Spread oder den Finanzierungskosten verdienen. Und je näher der Basispreis am Ausübungspreis liegt, umso höher ist das Risiko des Emittenten, den sich bei einer Kursbewegung außerhalb der Börsenöffnungszeiten ergebenden Verlust auf den Kapitaleinsatz des Kunden zu begrenzen. (Er kann sich zwar auch mit Optionen hedgen, aber dann muss er selbst Aufgelder zahlen bzw den abnehmenden Zeitwert berücksichtigen.)
Vielen Dank für eure ganzen Beiträge ich denk mal wie von Kalle-ist-hier gesagt haben mich genau diese 4% wertverlust über nacht exrtem gestört.
Der schein ist nun bei 9,22€ verkauft bei 21740. Das passt schon so ungefähr.
Entschuldigung , vielleicht habe ich mich in meinem Beitrag vom 18.08. hinsichtlich der Berechnung missverständlich ausgedrückt.

Zum besseren Verständnis formuliere ich das jetzt mal anders.

INNERER WERT

16.08. Basispreis 22800 - Basiswertkurs 22071 = USD 729 x Bezugsverhältnis 0,01 = USD 7,29 x Wechselkurs € 0,854 (€ 1 : USD 1,17) = innerer Wert € 6,225.
Differenz zum Commerzbank Kurs von € 6,50 ist dann € 0,275.

Diese Differenz von € 0,275 ist ein angenommenes Aufgeld (Finanzierungskosten + Gap-Risikokosten des Emittenten , dass an den Zerti-Kunden weitergegeben wird).

Die Aufgeldangaben in Cent in den Börsenportalen waren bei diesem K.O. sehr unterschiedlich , von 1 bis 31 Cent , und so für mich unbrauchbar.

Ich habe durch dieses angenommene Aufgeld einen Bezugspunkt für die Berechnung , eine fast präzise Kalkulationsbasis. Denn die Kursveränderung von 22071 auf 22038 , und die verstrichene Zeit von 24 Stunden , bei einem Schein der noch bis zum 15.11.2017 (3 Monate) läuft , dürfte keine signifikante Veränderung des Aufgeldes von angenommenen/errechneten € 0,275 zur Folge haben.

Hier setze ich meine Berechnung fort.

17.08. Basispreis 22800 - Basiswertkurs 22038 = USD 762 x Bezugsverhältnis 0,01 = USD 7,62 x Wechselkurs € 0,854 (€ 1 : USD 1,17) = innerer Wert 6,507.
Commerzbank Kurs € 6,59. Korrigiert um die Wechselkursveränderung vom 16.08. (USD 1,17) auf den 17.08. (USD 1,175) ist der Commerzbank Kurs € 6,61 (Wechselkurs Berechnungsfehler in meinem Beitrag vom 18.08. hiermit korrigiert).
Die Differenz zum Commerzbank Kurs ist dann € 0,103. Das Aufgeld beträgt € 0,103.

Das Aufgeld am 16.08. war € 0,275. 24 Stunden später € 0,103. Eine solche starke Veränderung des Aufgeldes innerhalb von 24 Stunden schließe ich aus.

Nehme ich das Aufgeld vom 16.08. von € 0,275 , und addiere dieses zum inneren Wert vom 17.08. von € 6,507 kostet das K.O.-Zerti € 6,78.
Der Commerzbank Kurs am 17.08. war Wechselkursbereinigt € 6,61.
€ 6,78 - € 6,61 = der Zerti-Kunde hat € 0,17 ZU WENIG bekommen.

Umgekehrt nehme ich das Aufgeld vom 17.08. von € 0,103 , und addiere das zum inneren Wert vom 16.08. von € 6,225 kostet das K.O.-Zerti € 6,33.
Der Commerzbank Kurs am 16.08. war € 6,50.
€ 6,50 - € 6,33 = der Zerti-Kunde hat € 0,17 ZU VIEL gezahlt.

€ 0,17 auf Commerzbank Kurs vom 17.08. von € 6,59 = 2,6 %.

2,6 % Ertragsminderung für den Zerti-Kunden.

Ich sehe hier keinen korrekten Commerzbank Kurs.

Die Preisgestaltung der Emittenten ist intransparent. Die Preisgestaltung sollte gerade bei K.O.-Zertis , zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar und berechenbar sein.

Der Emitent kennt alle Berechnungsparameter , hat alle Infoquellen und kann sein Risiko kalkulieren. Dem Kunden werden diese Infos vorenthalten. Er kann sein Risiko nicht kalkulieren.

Der Kunde ist nicht König.


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