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Hunderttausende werden verhungern - 500 Beiträge pro Seite



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Biosprit als Hunger-Ursache


In Haiti stürzt die Regierung nach tagelangen Unruhen, in Bangladesch werden Dutzende bei Straßenschlachten verletzt: Der Hunger hat die Menschen auf die Straßen getrieben. Preise für Nahrungsmittel haben sich binnen Monaten verdoppelt. IWF und Weltbank sind alarmiert und haben ein Kernproblem schon ausgemacht – den Biosprit.

Zuerst war EU-Umweltkommissar Stavros Dimas in Slowenien noch entspannt vor die Presse getreten: Europas Fachminister hatten gerade vereinbart, am Biosprit-Ziel der EU festzuhalten, und das trotz der explodierenden Lebensmittelpreise. „Wenn man für Nachhaltigkeit sorgt, ist das vollkommen in Ordnung“, gab sich der griechische Kommissar in Konferenzzentrum von Brdo gelassen.

Stunden später jedoch gingen erneut Schreckensmeldungen aus der Karibik ein: Nach tagelangen Unruhen wegen teurer Nahrungsmittel war Haitis Regierung gestürzt, in der Hauptstadt Port-au-Prince sogar ein UN-Soldat getötet worden. Auch andernorts hielten die gewalttätigen Ausschreitungen an: Bei Straßenschlachten in Bangladesch etwa wurden mindestens 50 Menschen verletzt.

Anders als Dimas zeigten sich der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank daher höchst alarmiert. „Während sich manche Sorgen machen, wie sie ihren Benzintank füllen, kämpfen viele andere darum, wie sie ihren Magen füllen können. Und das wird von Tag zu Tag schwieriger“, sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick während der Frühjahrstagung der Finanzinstitutionen in Washington.

Von Asien über Nordafrika bis in die Karibik rollt eine Protestwelle, weil die Preise für Grundnahrungsmittel sich binnen Monaten teilweise mehr als verdoppelt haben. Bei den Protesten in dem ärmsten Land Lateinamerikas sind bereits fünf Menschen gestorben. Zwar sind an der Preisexplosion auch die steigenden Energie- und Futterkosten, die steigende Nachfrage in Asien oder die Dürre in Australien schuld.

Doch die Kritik, dass auch der subventionierte Biosprit die Versorgungslage der Armen stark belaste, wächst. Auch Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) forderte in Washington, die Biosprit-Strategie zu überdenken. Nach Einschätzung der deutschen Weltbank-Gouverneurin geht der Preisanstieg für Lebensmittel sogar bis zu 70 Prozent auf den Ökosprit zurück. Die Welt brauche „neue Regeln, um die Bewältigung des Klimawandels, eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln und soziale Entwicklung in Einklang zu bringen“, sagte sie.

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn warnte ebenfalls vor einem potenziellen Konfliktherd. Die hohen Nahrungsmittelpreise bedrohten die Existenz Tausender Menschen in armen Ländern – und mit ihnen viele der fragilen, jungen Demokratien in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Weltbank zufolge müssen die Ärmsten schon jetzt drei Viertel ihres Einkommens für Essen ausgeben. „Hunderttausende Menschen werden darben, und Kinder werden ihr Leben lang unter Mangelernährung leiden“, warnte der frühere französische Finanzminister und forderte die internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf. Mindestens eine halbe Milliarde Dollar seien nötig, um die Versorgungslücke zu schließen.
Wie viel Getreide verheize ich bei 100Km Autofahrt bei einem Verbrauch von 10Liter ?
Gibt es da schon zahlen?

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.513 von NeueDMark am 13.04.08 18:31:49Der Weizenpreis ist in den letzten drei Jahren um exakt 181 % gestiegen.

Der Öko-Fanatismus treibt Hunderttausende ins Elend.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.470 von Sexus am 13.04.08 18:15:24
Nach Einschätzung der deutschen Weltbank-Gouverneurin geht der Preisanstieg für Lebensmittel sogar bis zu 70 Prozent auf den Ökosprit zurück.

Hi zusammen:)

SPIELEN DIE KABALEN WIEDER DEN BALL ZU......IST ABSEITS!

EINE BILLLLLLJARDE HABEN DIE BANKEN VERZOCKT!!!!!!


Licht und Liebe

Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.513 von NeueDMark am 13.04.08 18:31:49Unterschiedlich!

Fest steht, viele Fahrzeuge vertragen kein Biosprit. Da hilft nur der Umstieg auf Super Plus oder die Anschaffung eines neuen Wagens. Geschätzt wurde, daß dies umgerechnet im Schnitt Kosten von etwa 3,50 pro Liter bedeuten könnte. (FAZ) Von 2009 an kann es sich um Millionen von Fahrzeugen handeln, die mit Super Plus betankt werden müssen, rechnet der ADAC vor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.564 von Astralblue am 13.04.08 18:45:45Viel Spaß beim Geld essen, kannst ja testweise mit 50 Euro anfagen.

Tipp: in zwei Euro Münzen ist es gehaltvoller...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.585 von Zaharoff am 13.04.08 18:51:01Viel Spaß beim Geld essen, kannst ja testweise mit 50 Euro anfagen.


ich kann dich beruhigen
da kommt noch eine billlllllljarde von den banken dazu
die haben so ein hunger:kiss:


meinst du wirklich es liegt an den inmobilien;)!psssssttt

Licht und Liebe

Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.564 von Astralblue am 13.04.08 18:45:45Zumwinkel war eine Ablenkung.

Aber diesen Lebensmittelskandal als Ablenkung von der Finanzkrise zu deklarieren ist ja fast schon schamloser als sowas überhaupt zuzulassen.

Das Leben besteht nicht nur aus den Illuminaten :keks:


Sosa
endlich wird mal bekannt welche dimensionen die nahrungsknappheit annehmen kann,nur vergisst man dabei dass vieles wir zu verantworten haben.
es ist ja nicht nur der biosprit,sondern die subvetionen an heimische bauern die durch export die heimische wirtschaft in anderen löändern nicht rentabel machen.
zudem kommt unser viehfutter wie soja etc. als import zu uns,da sie damit nötige devisen erwirtschaften,die heimische bevölkerung aber nicht bezahlen kann.
es läuft ähnlich ab wie mit den kleiderspenden,die immensen schaden anrichten und die leute glauben sie würden gutes damit tun.
sie werden aufgrund der heutigen möglichkeiten nicht mehr wie früher in der weite verhungern,sondern die wahre bedrohung für unsere bisherige mitleidslosigkeit darstellen.
die sogenannte "entwicklungshilfe" ein gigantisches geschäft der industriestaaten,muss vollkommen geändert werden,die nur korrupten politikern zugute kommt.
es sind schon Hunderttausende an Unterernährung gestorben ohne Biosprit!Ich bin für Biosprit,am liebsten ist mir Wodka(aus Kartoffeln) :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.625 von shitpalaver am 13.04.08 19:04:57Tja, so endet es immer, wenn Staaten subventionieren, ob beim Biosprit, Biogas, der Entwicklungshilfe oder bei den Banken. Es endet immer mit einem grossen Fiasko, immer, zu 100 Prozent, ohne eine einzelne Ausnahme.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.625 von shitpalaver am 13.04.08 19:04:57hast recht!wenn ich bedenke das Deutschland an China Entwicklungshilfe zahlt könnte ich kotzen :mad:
...wobei mir in Deutschland die Erklärung für die Absage des Biosprits extrem auf den Sack geht. Schuld sind all die ausländischen primitiven Autos. Dass hier ein ideologisches Problem vorliegt wird natürlich nicht erwähnt. Ich freue mich sehr darüber dass unsere hungernden Freunde in der Dritten Welt auf die Barrikaden gehen. Der reiche Westen fährt mit seinen Scheisskarossen die Lebensmittelversorgung an die Wand um die Bangladescher in hundert Jahren vor dem Untergang zu bewahren. Hinterfotziger kann Politik nicht sein.....!!!!!!!!!
...den Gabriel und seine Lehrerkumpane sollte man mal kräftig das Fell versohlen und auf halbe Ration setzen....(Beamtenpensionen)!!!!!
Dafür sind wir aber auf der Beliebtheitsskala ganz oben, ähnlich wie der blödeste Onkel der immer die geile Schokolade mitbringt.................!!!!!!!
Sachverstand scheint aus der Politik getilgt, bei dieser Chefin auch kein Wunder.......!!!!!!!!!!!
Auch diese "Physikerin" redet ständig von CO2 Reduktion. Sie müsste wissen dass es Reduzierung heisst........!!!!!!!!!
Wenn du genügend Biosprit tankst, dann klappt das mit der Kotzerei.
...mit Lebensmitteln fährt man nicht Auto!!!!! Genausowenig wie man seinen Hund futtert um mal etwas Fleisch zu haben!!!!!!
Eine Scheissidee die in den satten Staaten geboren scheint.
Die einzige Chance für die Welt ist der Kampf gegen den Hunger und die damit einhergehende Stabilisierung der Weltbevölkerung!!!
Schöner ist es natürlich die Welt vor Fluten in hundert Jahren zu retten...............!!!!!!:cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.622 von A_Sosa am 13.04.08 19:04:32Das Leben besteht nicht nur aus den Illuminaten

ja bin auch bald froh das dieser film bald vorbei ist:)))) auch eins :D:keks:

Licht und Liebe

Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.726 von Astralblue am 13.04.08 19:27:47Keine Antwort ist auch eine Antwort.


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.638 von zocklany am 13.04.08 19:08:29es sind schon Hunderttausende an Unterernährung gestorben ohne Biosprit

Na dann ist ja alles halb so schlimm.

Prost Mahlzeit. Apropos......"am liebsten ist mir Wodka(aus Kartoffeln)" So haben die Kommunisten ihre Leute auch unter Kontrolle gehalten. Jedenfalls die, die in der Sowjetunion nicht an Hunger krepiert sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.711 von raubritterloulou am 13.04.08 19:25:40Das Problem, die ganze Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren, liegt vor allem darin, daß die Weltbevölkerung immer mehr wächst und auch ohne Biosprit kaum Anbauflächen zur Verfügung stehen. Erst recht nicht, wenn westliche Zivilisationen so den Wanst voll schlagen, daß sie kaum noch laufen können. Wer das für einen Witz hält, braucht nur kurz ins Privatfernsehen zu zappen. Dick und Doof sind beliebt wie eh und je.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.774 von Sexus am 13.04.08 19:36:57



_______________________________________________
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.813 von Astralblue am 13.04.08 19:44:43So sieht es aus. Wenn Du stets jemanden hast, der dich auffängt und für dich zahlt, kann die Freude nur groß sein. Warum also den Hinern bewegen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.774 von Sexus am 13.04.08 19:36:57Das ist doch jetzt Polemik. Ob irgendwelche Fettsäcke oder Diätgesundheitsfanatiker, daran liegt das Problem mit Sicherheit nicht. Hauptgründe für den Welthunger sind

- Handelsbedingungen für Agrarprodukte
- Mißbrauch von Lebensmitteln für Treibstoff
- heimische Bauern gehen pleite weil eine Hilfslieferung billiger ist


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.909 von A_Sosa am 13.04.08 20:09:23..und nackte Spekulation auf steigende Rohstoffpreise.......!!!!!!!!!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
Haitis Premier stürzt über Hungerrevolte

Nach gewaltsamen Protesten wegen gestiegener Lebensmittelpreise hat das Parlament in Port-au-Prince den Ministerpräsidenten Jacques Edouard Alexis abgesetzt. Bei Unruhen in der Hauptstadt wurde zudem ein Uno-Polizist erschossen.


16 der 27 Senatoren hätten für Alexis' Absetzung gestimmt, teilte ein Senator in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. "Ich glaube, dass wird die Bevölkerung zufrieden stellen", sagte Senator Youri Latortue. Präsident René Préval, der kurz zuvor eine Preissenkung für Reis um fast 16 Prozent angekündigt hatte, sagte nach der Abstimmung, er werde einen Nachfolger für Alexis suchen. Eine Sprecherin der Uno-Friedensmission in Haiti bezeichnete die Absetzung Alexis' als einen "schweren Rückschlag". Man warte jetzt die die Berufung einer neuen Regierung.



Unterdessen wurde in der Hauptstadt Port-au-Prince ein Uno-Soldat erschossen. Zu den näheren Umständen machte Uno-Sprecherin Sophie Boutaud de la Combe keine Angaben. Nach Agenturberichten soll sich der Zwischenfall auf einem Kleidermarkt in der Nähe der Kathedrale von Port-au-Prince ereignet haben. Die aufgebrachte Menge setzte mehrere Marktstände in Brand. Andere Uno-Polizisten setzten Tränengas ein und trieben die Menge mit Warnschüssen davon, um den Toten zu bergen.



Nach der von Präsident Préval angekündigten Preissenkung soll ein Sack Reis statt umgerechnet 32 Euro nur noch 27 Euro kosten. Die Regierung werde internationale Finanzhilfen zur Subventionierung verwenden, außerdem habe er von Seiten der Privatwirtschaft die Zusage, den Preis pro Sack um zwei Euro zu senken, sagte Préval. Wann die Preissenkung in Kraft tritt, sagte er nicht. Die Proteste haben in den vergangenen Tagen mindestens fünf Menschen das Leben gekostet.



Quelle: Financial Times Deutschland


Da haben die Spekulanten schon gewonnen!!! K
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.956 von raubritterloulou am 13.04.08 20:24:55Hast du vollkommen recht. Genau dieselbe Grütze wie beim Öl.

Eigentlich müßte man sich als Autofahrer mit Kaufoptionen in Öl absichern :mad:


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.966 von T.Hecht am 13.04.08 20:28:16Ich wollte eigentlich noch die internationalen Finanzhilfen fett hervorheben. Das Geld kommt sicher nicht aus den Spekulationsgewinnen.
Überangebot drückte auf Absatzpreise
Trotz des gegenüber 2006 gedrosselten Produktionsanstiegs in Deutschland war der Markt 2007 geprägt von einem Überangebot an Biodiesel. Neben der oben ausgeführten Verringerung der Nachfrage haben 2007 in den deutschen Markt importierte Biodiesel-Mengen für ein großes Überangebot an Biodiesel gesorgt. Dazu zählen insbesondere hoch subventionierte Importe aus den USA, sogenannter B99-Biodiesel. Gemäß dieser „splash and dash“ benannten Praxis importieren Händler B100-Biodiesel aus Südamerika und Asien in die USA. Dort wird dieser noch im Hafen mit einem 1%igen Anteil mineralischem Diesel vermischt und anschließend direkt weiter nach Europa verschifft. Das mit mineralischem Dieselversetzte Produkt ist nach amerikanischer Gesetzgebung qualifiziert,pro Tonne B99-Biodiesel eine Subvention in Höhe von rund 300 US$einzufordern. Zu Dumping-Preisen kann dieser Biodiesel dann auf den europäischen Märkten angeboten werden.


Nur wegen der US-Gesetzgebung haben wir den Regenwaldsprit.
"In Haiti stürzt die Regierung nach tagelangen Unruhen, in Bangladesch werden Dutzende bei Straßenschlachten verletzt: Der Hunger hat die Menschen auf die Straßen getrieben."

Wo ist das Problem? Es sind noch viele Laternenmasten frei für Leute, die ihr Geschäft mit dem Hunger machen. Zur Not spendiere ich noch ein paar neue Laternen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.547 von Sexus am 13.04.08 18:40:53Der Weizenpreis war billiger als 1950. Kannst du noch ein Produkt nennen, außer aus der Landwirtschaft, wo es noch einige gibt.
Jahrelang mußten die Bauern Flächen stilllegen, die Milchprodution und den Rübenanbau einschränken, und jetzt können sie nicht schnell genug ranschaffen. Das wären ja die Deppen der Nation, wenn sie das nicht ausnutzen würden.
wilbi
Rohstoffpreis-Hausse setzt sich fort
Die Rohstoffpreise für pflanzliche Frischöle setzten auch 2007 ihren Höhenflug fort. Raps- und Palmöl markierten an den Rohstoffbörsen neue Höchststände. So stiegen binnen Jahresfrist Palmöl von 457 auf 681 € pro Tonne, ein Anstieg um 49,0 %, und Rapsöl von 657 auf 1.000 € pro Tonne, ein Anstieg um 52,2 %. Im Vorjahr war der Preisanstieg etwas weniger stark mit rund 28 % für Palmöl und knapp 9 % für Rapsöl. Als Gründe für diese rasante Preisentwicklung auf den Märkten für Frischöle werden eine wachsende Nachfrage aus der Nahrungsmittelindustrie weltweit (steigender Wohlstand in den Schwellenländern und Zunahme der Weltbevölkerung), steigende Nachfrage für die Verwertung zu Biodiesel sowie eine steigende Anzahl von Finanzmarktteilnehmern, die mit Kapitalmarktprodukten auf Agrar-Rohstoffe als Anlageklasse setzen, genannt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.876.015 von Borealis am 13.04.08 20:44:42Das Geschäft mit dem Hunger gehört leider zur Grundlage jeder Zivilisation...!!
...ausserdem geht die Kuh aufs Eis wenn ihr zu wohl wird............!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
Die Länder in denen Hunger herrscht, ganz speziell Haiti und Bangladesh, sind chronisch Überbevölkert und sind seit jeher auf Narungsmittellieferungen aus dem Ausland angewiesen.
Diese NAhrungsmittel werden heute teilweise in den Tank gepackt, oder zur Erzeugung von Fleisch genutzt.
Das Heisst nicht anderes, als daß die Industrieländer ihre sonstigen Nahrungmittelüberschüsse nun selbst wieder brauchen und nicht mehr an die Drittweltländer abgeben können.

P.S. So was ähnliches kann uns in Deutschland auch passieren, wenn wir unsere Atommeiler abstellen und uns abhängig von ausländischem Strom machen.

gruß
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.513 von NeueDMark am 13.04.08 18:31:49Ich weiß ncht ob es stimmt. Habe allerdings mal gelesen, dass jemand aus den Entwicklungsländern sich mit der Menge Mais, die eine Tankfüllung ergibt, sich ein Jahr ernähren können soll.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.876.326 von 23552 am 13.04.08 22:12:19Dieses Verhältnis wage ich zu bezweifeln. Nichts desto trotz bleibt es eine menschenverachtende Praxis :mad:


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.876.356 von A_Sosa am 13.04.08 22:21:4323552 hat Recht, ich habe das auch so gelesen

Perfide ausgedrückt: 1mal München-Hamburg mit Biosprit = 1 Verhungerter

Indes bekommen Schüler in Kambodscha ihre "fette" Schulspeisung (1 Schüssel Reis morgens) gestrichen:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/474556?inPopup=true
das brauchste nicht zu bezweifeln,es ist zwar nicht die ganze wahrheit,hängt es doch vom jeweiligen standart des etwicklungslandes ab.
so benötigt man für eienm liter biosprit auch noch ca. 3500 wasser.
bei uns für ein kilo fleisch ca. 8000-9000liter.
2,6 kg mais
8 kg getreide
8,2 kg kartoffeln oder zuckerrüben
wer diesem irrsinn noch nicht begriffenn hat ,dem ist nicht mehr zu helfen.
@ #35 & #36

Ok, wenn ihr das so bestätigt will ich dem gerne Glauben schenken. Diesen Irrsinn habe ich schon längst begriffen, ich hoffe du weißt wie ich dazu stehe shitpalaver. Ist hier nachzulesen.


Sosa
biosprit ist genauso ein blödsinn wie die feinstaubplakette auch...dasselbe gilt für die au bei älteren fahrzeugen einmal im jahr...jedesmal wenn ich die au gemaucht habe war sie ohne beanstandungen und das ohne regelmässige inspektionen an diesem kfz...errinnert euch noch an die ozonplakette..die wurde auch wieder klammheimlich abgeschafft....das ist alles aktionismus und profilierungsucht von politikern und eu beamten, die damit ihre daseinsberechtigung beweisen wollen....

invest2002
Gerade die Umweltverbände haben sich von Anfang an gegen die Beimischungspflicht für Biosprit (bei gleichzeitigem Abbau der Steuervergünstigung für Biodiesel) gewandt (hier z.B. eine neue ausführliche Stellungnahme des BUND: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/verkehr/…).
Durchgesetzt wurde es vor allem von SPD und CDU. Nützen tut es den Mineralölkonzernen, die auf diese Weise ihre Oligopolstellung auf den Biospritmarkt ausdehnen konnten und der Autoindustrie, von der Druck zur Verbrauchsminderung genommen wird. Die mittelständischen einheimischen Biodieselproduzenten sind inzwischen schon aus dem Markt gedrängt; in den Entwicklungsländern hat die zunehmende Produktion von Palmöl teils katastrophale Folgen.

Trotzdem sollte man hier nicht mit Horrormeldungen und monokausaler Betrachtungsweise Panik schüren.
Der Anstieg der Lebensmittelpreise ist nur zum kleinen Teil auf Biosprit zurückzuführen; beim Weizen ist Biosprit kaum beteiligt, bei den Milchpreisen gar nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.470 von Sexus am 13.04.08 18:15:24Wenn ich so ein Mist lese könnte ich Kotzen.Alle, die da ein auf Mitleid machen sollen erst

einmal ihre Haushaltsbücherbücher öffnen damit die Welt auch sehen kann wieviele Panzer und

Bombeen im Bestand sind.Allerdings tragen unsere Politiker die grösste Schuld an dem

Dielemmer.Wir sind es doch die denen die funkelnden Augen machen wenn sie in Deutschland auf

den Übungsplätzen das Kriegsspielzeug vorfüheren.Solar anstatt Kriegsspielzeug muss die Devise

heißen und nichts anderes.Aus Solarstrom macht man Wasserstoff,aus Wasserstoff Strom,mitStrom

betreibt man Meerentsalzungsanlagen und mit Wasser baut man Getreide an.Nicht möglich???.Aber

ja doch.Schickt sie doch mal nach Israel,da kann man praktisch sehen wie man das

Bewekstelligt.Also Leute lasst euch nicht ewig verarschen von unseren Machthabern.Ich bin zwar

kein Sozialist aber für mich müss es heissen,Schwerter zu Solarmudulen.Schönen Tach noch.
:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.211 von VanGillen am 14.04.08 09:15:13hi zusammen:))

@VanGillen:kiss:

HAST DU SCHÖN AUF DEN PUNKT GEBRACHT:cool::cool::cool:

lICHT UND lIEBE

Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.211 von VanGillen am 14.04.08 09:15:13:confused:
es wäre besser gewesen du hättest gekotzt.
solarmodule sind wohl der allergrößte schwachsinn überhaupt für deutschland.
nichts als subventionsabzocke

Dann doch lieber schwerter, das gibt wenigstens jobs in der rüstungsindustrie..
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.876.990 von rv_2011 am 14.04.08 08:34:31Trotzdem sollte man hier nicht mit Horrormeldungen und monokausaler Betrachtungsweise Panik schüren.
Der Anstieg der Lebensmittelpreise ist nur zum kleinen Teil auf Biosprit zurückzuführen; beim Weizen ist Biosprit kaum beteiligt, bei den Milchpreisen gar nicht.


Nun denn, ich weiß nicht ob Hungersnöte nur Panik sind.
Sicher hast Du recht daß es ein vielschichtiges Problem ist, aber wenn in Brasilien 3 von 4 Autos die vom Band rollen bereit mit Ethanol fahren, dann ist des Problem existent.

Daß bei Weizen und Milch der Biosprit keine Rolle spielen würde ist auch nicht ganz richtig, da gerade die Futtermittel auch extrem im Preis zugelegt haben.

Wenn man sämtliche Beiträge liest fällt auf daß 3 Probleme keine Rolle spielen, und das finde ich sehr bedauerlich:

1. Die Überfischung der Meere durch die Industrienationen. Nur damit Fisch verkauft werden kann wie Abfall hat man das größte Nahrungsmittelreservoir der Menschheit an den Rand der Zerstörung gebracht.

2.Die unselige Subventionspolitik der EU, die in vielen Entwicklungsländern die Landwirtschaft fast vernichtet hat.

3. Der grenzenlose Egoismus der reichen Länder, gepaart mit der grenzenlosen Dummheit der Autoindustrie, nach wie vor wahre PS-Monster als technischen Fortschritt zu verkaufen.

Da unsere Autoindustrie völlig unfähig ist die Zeichen der Zeit zu erkennen kann man nur hoffen daß die EU mit eiserner Faust die Strafen für die CO2 - Emittierung drastisch durchsetzt, damit diese Ignoranten bei Mercedes, BMW und Porsche endlich lernen daß es für die Menschheit völlig wurscht ist ob sie verhungert mit einem 400 oder 500 PS-Kübel in der Garage.

Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.349 von farniente am 14.04.08 09:34:08Da unsere Autoindustrie völlig unfähig ist die Zeichen der Zeit zu erkennen kann man nur hoffen daß die EU mit eiserner Faust die Strafen für die CO2 - Emittierung drastisch durchsetzt, damit diese Ignoranten bei Mercedes, BMW und Porsche endlich lernen daß es für die Menschheit völlig wurscht ist ob sie verhungert mit einem 400 oder 500 PS-Kübel in der Garage.

ich frage mich wo bleibt der wasserstoff-motor es fahren schon jahrelang prototypen rum;)...........muss wohl erst der chinese einen bringen*lol*

lg
ASTRALBLUE
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.341 von Nannsen am 14.04.08 09:33:10Du sollest Dir mal vom Doktor die richtigen Tabletten verschreiben lassen.Wenn er mein Text nicht deuten kann,dann schreibe lieber gar nichts.Es geht hier um Lobbyismus und Verlogenheit unserer Diätenmafia.Wasser predigen und Wein saufen.Bist du so Naiv oder machst Du ein auf Dumm.Dein Kreigsspielzeug zahlst ebenfalls der Steuerzahler.Nee,dann lieber Solarmudule.
:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.476 von Astralblue am 14.04.08 09:51:36:confused:

Der wasserstoffmotor ist nicht das problem. Wir brauchen wasserstoff. der mehr energie angibt als vorher hineingesteckt wurde.

Atomkraft zur herstellung von reisgünstigen wasserstoff wäre eine möglichkeit, leider ist hier vorher in den köpfen der menschen ein tabu zu brechen und das dauert leider so lange, bis ihnen buchstäblich das wasser an der unterkante oberlippe steht.

danach haben wir dann genügend energie.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.349 von farniente am 14.04.08 09:34:08Das "Panik schüren" bezog sich allein darauf, dass man dem Biosprit den schwarzen Peter zuschiebt. Er ist derzeit wohl kaum die Hauptursache für die exorbitanten Preissteigerungen.

Deinem Schlussstatement "Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank" stimme ich jedoch grundsätzlich zu. Wenn Agrartreibstoffe überhaupt Sinn machen, dann auf Flächen, die sich landwirtschaftlich nicht nutzen lassen.

Die Alternative zu Biosprit kann aber nicht eine Abkehr von den Einsparzielen für fossile Brennstoffe sein, sondern nur konsequentere Effizienzsteigerung (sparsamere Motoren, Hybridtechnik, Gewichtssenkung...).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.504 von VanGillen am 14.04.08 09:55:21:confused:

Solarmodule für deutschland mit den wenigen sonnenstunden ist eine verarschung des publikums. In den nächsten jahren ca. 85 milliarden subventionen. Der subventionierte strompreis ist ohnehin nicht zu bezahlen.

Die rüstungsgüter, wenn sie exportiert werden, werden unsere handelsbilanz erfreulich aufbessern. tatsächlich sehe ich hier für die zukunft die größten zuwachsraten. dies ergibt sich schon aus den wachsenden problemen, die hier angesprochen wurden.

Du solltest nicht den boten prügeln, der hier lediglich realistisch die zukunft beschreibt, sondern die, die daran mitschuldig sind. dies sind wir alle, denn wir haben die politclowns selber gewählt oder halten sie in ihren stellungen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.533 von Nannsen am 14.04.08 09:58:46Die Wasserstoffmotoren sind tatsächlich nicht das Problem; das Problem ist der Preis und die flächendeckende Verfügbarkeit dieses Brennstoffs.

Wasserstoff lässt sich mit Solarenergie (solarthermisch!) ebenso billig gewinnen wie mit Atomenergie - ohne große Risiken. Allerdings müsste man dafür in die Sahara gehen.

Die Uranvorräte reichen schon ohne Wasserstoffgewinnung nur noch einige Jahrzehnte (wenn man nicht Uran zu unbekannten Kosten aus dem Meerwasser gewinnen will). Und das gilt für den derzeitigen Nutzenergieanteil der Kernenergie von nur 3% weltweit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.609 von rv_2011 am 14.04.08 10:09:30:confused:

Richtig, in die sahara gehen. dort das wasser hinbringen und dann den wasserstoff nach europa oder sonstwo?? Kosten egal??
Hauptsache die ideologie stimmt.

Kürzlich stand in der zeit ein sehr interessanter beitrag von einem forscher names von weizsäcker, vermutlich aus dem weit verzweickten clan des vormaligen bundespräsidenten, jedenfalls stellte er ohne jeden zweifel sehr gut begründet die atomkraft als zukunftsmodell vor. Leider kann ich den artikel nicht mehr finden.

Ich teile nach meinem wissensstand die meinung dieses und anderer experten. wir werden nicht darum herumkommen, wenn wir uns vom co2 ausstoß befreien wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.691 von Nannsen am 14.04.08 10:20:11Die Sahara hat auch Küsten. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.691 von Nannsen am 14.04.08 10:20:11Ich nehme an, der Artikel war von Ernst Ulrich von Weizsäcker, dem ehemaligen Leiter des Wuppertal Instituts (für Klima, Umwelt und Energie) und jetzigen SPD-Bundestagsabgeordneten oder von seinem Vater Carl Friedrich v.W. (der aber letztes Jahr verstorben ist).

Der Physiker Carl Friedrich v.W. war lange Zeit ein begeisterter Befürworter der Atomenergie; in den letzten Jahrzehnten hatte er sich aber zu einem überzeugten und überzeugenden Gegner gewandelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.691 von Nannsen am 14.04.08 10:20:11Zurzeit sind ja alle noch auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau.
Atomkraft - zu gefährlich
Biomasse - zerstört die Umwelt andersweitig plus Hungersnöte
Solar - nicht sonnig genug, unrentabel
usw.

wobei die Postings hier vor Selbstgeißelung, oder besser gesagt der Geißelung der Industrie nur so triefen.

Die Hungersnöte haben, bei aller Unachtsamkeit der industrieländer, ihre Ursachen erst einmal in den Hungerländern selber.
Überbevölkerung, Korruption und (lokale) Umweltzerstörungen sind die Hauptursache. Da reichen schon kleine Schocks wie Dürren oder Biosprit aus, um diese länder ins Chaos zu stürzen.

:)
:confused:
Streitgespräch "Die großen Dummheiten kommen noch"

Sie sind Brüder, aber ganz und gar nicht einer Meinung. Ernst Ulrich und Carl Christian von Weizsäcker diskutieren über Globalisierung, Artensterben und Atomenergie. Dabei kommen der Ökologe und der Ökonom nur selten auf einen Nenner.

GPM: Herr Carl Christian von Weizsäcker, Sie machen in Zeitschriften Werbung für Atomkraft.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Mehrere empörte Leute haben mir die Anzeige zugeschickt.



GPM: Was ist denn so toll an der Atomkraft?



Carl Christian von Weizsäcker: Ich persönlich bin ein entschiedener Befürworter der Kernenergie, vor allem aus ökologischen Gründen. Kernkraft fördert im Gegensatz zu fossiler Energie nicht den Treibhauseffekt. Wenn wir mal realistischerweise davon ausgehen, daß wir Indien, China und die anderen Länder nicht von ihrem Wachstumskurs abbringen können, ist dort die Kernenergie eine sinnvolle Ergänzung der Stromversorgung.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Daß in Indien Energieknappheit herrscht, hängt auch damit zusammen daß der Strom dort praktisch verschenkt wird und deshalb eine große Verschwendung stattfindet.

Wenn Inder und Chinesen fortfahren, Energie noch mehr zu verschwenden als selbst die US-Amerikaner, dann schaden sie sich erstens selbst und zweitens der gesamten Welt. Deshalb halte ich es für die eine hohe Priorität, daß wir im Norden erfolgreich vorführen, daß man sehr viel energieeffizienter werden kann.

Dann können wir auch ohne Glaubwürdigkeitsproblem Kreditzusagen daran koppeln, daß die Entwicklungsländer ihre Effizienz verbessern.



GPM: Bevormunden wir diese Länder dann nicht?



Carl Christian von Weizsäcker: Wir sollten sehr vorsichtig sein, anderen Ländern Vorschriften machen zu wollen. Meine Prognose ist, daß es zur Kernenergie-Ausweitung in diesen Ländern so oder so kommen wird. Ob wir das wollen oder nicht.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: So wie wir uns berechtigt fühlen, über die Einsätze von Landminen moralisch zu urteilen, finde ich es legitim, über den Ausstoß von Treibhausgasen und die radioaktiven Gefahren in gewissem Umfang international moralisch zu reden. Wir müssen demonstrieren, daß es technisch und moralisch überzeugendere Alternativen gibt. Das führt zu einem Stimmungswandel in den Ländern des Südens, der dann gar nicht mehr als von außen diktiert empfunden wird.



GPM: Hilft oder behindert die Globalisierung diesen Wandel?



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Gegenwärtig ist die Globalisierung der Hauptfeind der Umweltpolitik. Wenn etwa die amerikanischen Pensionsfonds entdecken, daß sie Kapitalrenditen von 15 Prozent verlangen können, dann desertieren sie aus den Ländern und Firmen, in denen sie erst schändliche zwölf Prozent Kapitalrendite haben. Das hat die Folge, daß heute jeder Manager in jedem Land der Erde vom Finanzvorstand verboten kriegt, etwas für das Langfristige zu tun.



Carl Christian von Weizsäcker: Das ist polemisch.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Die Pensionsfonds sind dabei, die offene Gesellschaft zu beschädigen. Im Namen der Freiheit wird uns eine bestimmte ökonomisch verengte Wahrnehmung von Wohlergehen aufgenötigt. Das ist totalitär.



Carl Christian von Weizsäcker: Die Pensionsfonds sind doch nicht die neuen Stalins! Wir haben im Moment eine Revolution auf den Kapitalmärkten, kein Zweifel. Die Computerisierung der Kapitalmärkte und andere Entwicklungen haben dazu geführt, daß wir jetzt nicht mehr die managerdominierten Unternehmungen, sondern wieder die kapitalistendominierten Unternehmungen haben. Das halte ich im Prinzip für eine gute Sache, das führt zu Effizienz. Das steigert letztlich den Lebensstandard und schafft Kapital. Langfristige Politik kann man nur machen, wenn man genügend Kapital hat.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Wenn ich mit Leuten in großen Firmen rede, denen der Umweltschutz am Herzen liegt, dann sagen die mir oft resignierend: Unser Spielraum schrumpft. Es regiert nur noch der Finanzvorstand. Unter dessen Fallbeil sterben die langfristigen ökologischen Innovationen. Es herrscht unter Umweltschützern im Norden wie im Süden die totale Resignation.



GPM: Ist das nicht übertrieben?



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Seit die WTO (die Welthandelsorganisation, Red.) in Marrakesch gegründet wurde, ist dreimal über Konflikte zwischen Umwelt und Handel entschieden worden. Ausschließlich in geheim tagenden Zirkeln, ausschließlich von reinen Marktideologen und ausschließlich gegen die Umwelt. Ich bin ja nicht gegen Effizienz und Kapital, aber was seit 1990 stattfindet, ist die Beschleunigung der Effizienz des Raubbaus in allen Ländern.



Carl Christian von Weizsäcker: Ich halte die WTO für eine ganz wichtige Sache, und zwar weil hier ein Sanktionssystem aufgebaut wird, das sozusagen die Hoffnung für den Weltfrieden darstellt. Das ist nämlich ein Sanktionssystem, das nicht mit Waffen funktioniert, sondern mit dem Prinzip des Zugangs zum Markt. Damit hat man jetzt eine dritte Gewalt geschaffen. Nun können diese Gremien etwas entscheiden, was mir nicht paßt. Das ist eben das Prinzip eines Gerichts, daß ich nicht weiß, ob ich gewinne.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Das Problem ist nur, daß die WTO-Gremien konsequent gegen die Umwelt entscheiden. Ihre Moral ist es, jede Moral abzulehnen. Die Beschleunigung der internationalen Arbeitsteilung um jeden Preis bringt einen Vernichtungsfeldzug gegen die Natur mit sich. Die Ausrottungsrate von Tier- und Pflanzenarten ist absolut alarmierend. Wenn man das überhaupt vergleichen kann, macht mir das noch mehr Sorgen als die globale Erwärmung.



Carl Christian von Weizsäcker: Daß ein Mißstand beim Schutz der Artenvielfalt besteht, das glaube ich auch. Aber daß daran nur bestimmte Marktideologen schuld sind, daß halte ich für stark vereinfacht.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Auch der Staat wäre gefordert, etwa für Naturschutz-Ausgleichszahlungen an Entwicklungsländer. Aber der Staat hat kein Geld.



GPM: Theo Waigel ist fast pleite.



Carl Christian von Weizsäcker: Und weshalb? Aus dem gleichen Grund, der zur Massenarbeitslosigkeit führte. Weil wir einen übermäßig aufgeblähten Sozialstaat haben. Der Sozialstaat ist der eigentliche Feind der Artenvielfalt.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: In einer Zeit, in welcher die Einkommen der Reichen ständig steigen und die der Armen sinken, ist es verdammt schwierig, wenn die Reichen den Armen sagen: Um die Handlungsfähigkeit des Staates wiederherzustellen, müßt ihr noch ärmer werden.



GPM: Carl Christian von Weizsäcker. Wollen Sie neben den Sozialausgaben auch die Subventionierung erneuerbarer Energien kürzen?



Carl Christian von Weizsäcker: Nein, ich bin nicht dagegen, daß der Staat so etwas macht. Das ist ja relativ harmlos. Solange staatliche Maßnahmen die Handlungsoptionen erweitern, sind sie in Ordnung.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ich finde, eine der wichtigsten Arten, die Optionen im Markt zu vermehren, ist, Energiesparen profitabel zu machen.



Carl Christian von Weizsäcker: Allerdings müssen wir aufpassen. Es ist immer schwierig, das „Nichtproduzieren“ zu belohnen.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ich weiß. Deshalb wird auch ständig zuviel produziert.



GPM: Wie soll der ökologische Umbau denn gelingen, etwa mit der ökologischen Steuerreform, so wie das Ihr Bruder vorschlägt?



Carl Christian von Weizsäcker: Die ökologische Steuerreform halte ich im Prinzip für richtig. Die Frage ist nur, was passiert, wenn wir sie im nationalen Alleingang machen. Dann wird sie komplizierter, als wenn man sie weltweit einführen könnte. Aber das ist natürlich vorerst nicht drin. Wenn das nicht geht, hätte ich nichts dagegen, für eine Übergangsperiode einen nationalen Alleingang zu wagen. Die Komplikationen, die durch Außenhandel und Standortverlagerungen entstehen, müssen wir allerdings in Kauf zu nehmen.



GPM: Viele Politiker befürworten das Prinzip der ökologischen Steuerreform. Aber wegen der schwierigen Wirtschaftslage zögern sie mit der Einführung.



Carl Christian von Weizsäcker: So lange das eine kostenneutrale Reform mit Abgabenentlastungen an anderer Stelle ist, so lange kann man die Öko-Steuer in jeder Situation einführen. Zu warten, bis wir eine Boom-Situation haben, halte ich für problematisch. Bekanntlich hört man auf, etwas zu ändern, wenn es einem gut geht.



GPM: Ihr Bruder möchte die ökologische Steuerreform ja auch einführen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Funktioniert das?



Carl Christian von Weizsäcker: Ich mache mir keine großen Hoffnungen, daß das viele Arbeitsplätze schafft. Ich halte die Reform für volkswirtschaftlich und ökologisch produktiv, aber die Wurzel unserer Arbeitslosigkeit ist die Verkrustung unserer Gesellschaft. Eine Ursache unserer Probleme ist, daß alle Leute, die die gleiche Arbeit machen, gleich bezahlt werden – unabhängig davon, wie Angebot und Nachfrage aussehen. Für den Unternehmer in Deutschland ist es gewiß kein Spaß, jemand zu beschäftigen.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Ich sehe im Moment die Gefahr, daß ohne Kostenentlastung der Arbeit die Zahl der Arbeitslosen von viereinhalb auf fünf und dann auf sieben und dann auf neun Millionen steigt. Ich glaube auch nicht, daß die ökologische Steuerreform das Arbeitslosenproblem löst, aber sie kann die dramatische Verschlimmerung bremsen.



GPM: Wie kommt es eigentlich, daß die beiden Brüder Ernst Ulrich und Carl Christian so unterschiedliche Auffassungen vertreten?



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Für Außenstehende ist es immer recht kommod, das Trennende zu betonen. In Wirklichkeit sind die Unterschiede gar nicht so groß. Die Distanz von uns beiden zu extremen Leuten im politischen Spektrum ist viel größer als die Distanz untereinander.



Carl Christian von Weizsäcker: Das sehe ich auch so. Aber ich will gerne das Spiel mit den Unterschieden noch ein bißchen mitspielen. Vielleicht aus biographischem Zufall haben wir verschiedene Studienfächer gewählt. Mein Bruder ist Naturwissenschaftler, Biologe, und so tritt er auch an die Probleme heran. Ich habe mich für Volkswirtschaft entschieden und gehöre da der Mitte des Faches an. Es wäre schon etwas seltsam, wenn ein Ökonom nichts vom Markt hielte. Ein Biologe, der nichts von Ökologie hält, wäre auch ein komischer Vogel.



GPM: Der Biologe sagt, es gibt ein natürliches Tempolimit, der Ökonom dagegen kennt keine Grenzen?



Carl Christian von Weizsäcker: Als Ökonom ist man skeptisch gegenüber absoluten Aussagen. In der Ökonomie gibt es eben keine Naturkonstanten.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Trotzdem ist es klug, gewisse Grenzen zu respektieren. Ich möchte das an einem Beispiel aus meinem Fachbereich erläutern. Wenn ein Hamster ein ziemlich langsam drehendes Laufrädchen hat, dann wird er desto vergnügter, je schneller er es drehen kann. Aber das heißt doch nicht, daß das unendlich weiter geht. Bei unendlicher Geschwindigkeit ist der Hamster tot. Die Idee, Beschleunigung sei immer etwas Gutes, ist vollkommen kindisch, absolut antiorganisch.



Carl Christian von Weizsäcker: Wir brauchen aber auch bei den Veränderungen Langsamkeit. Wir sollten nicht glauben, daß wir überstürzt die ökologisch ideale Welt schaffen können. Wir müssen schrittweise vorgehen, mit Versuch und Irrtum.



GPM: Der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker ist Ihr Vater. Welche Rolle spielte das Thema Natur bei Ihnen zu Hause?



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Mir wird nachgesagt, mein erstes Wort sei Traktor gewesen und nicht, wie man denken sollte, Mama oder Papa.



Carl Christian von Weizsäcker: Die Neigungen haben sich schon gezeigt. Mein Bruder hat diese exotischen Schmetterlinge gezüchtet in unserer relativ kleinen und bescheidenen Wohnung. Das war manchmal ein bißchen schwierig. Da mußten bestimmte Temperaturen eingehalten werden. Ein ziemlicher Zirkus wurde gemacht. Ich habe mich schon damals mit politischen und wirtschaftlichen Fragen befaßt.



GPM: Und in der Generation Ihrer Kinder: Welche Weltsicht wird sich da durchsetzen?



Carl Christian von Weizsäcker: Sein ältester Sohn wird Ökonom.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Die ältere Tochter wird ja Biologin, die gleicht das wieder aus.



Carl Christian von Weizsäcker: Meine älteste Tochter ist auch Biologin.



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Vor fünf Jahren schrieb ich in meinem Buch „Erdpolitik“, das nächste Jahrhundert werde das Jahrhundert der Ökologie. Heute würde ich das nicht mehr so sagen. Die ganz großen Dummheiten der Ökonomie stehen uns noch bevor.



GPM: Wie teuer müssen die Umweltkatastrophen werden, bis auch die Ökonomen daraus lernen – ab wann lohnt sich die Umweltverschmutzung nicht mehr?



Ernst Ulrich von Weizsäcker: Die Katastrophen werden effizient abgehandelt werden, sie werden pareto-optimal ablaufen. (Anmerkung der Redaktion: Das Pareto-Optimum ist ein ökonomischer Idealzustand, in dem die Wohlstandsverteilung nicht geändert werden kann, ohne andere schlechter zu stellen.)



Carl Christian von Weizsäcker: Nein, nein, das ist polemisch und falsch. Ich bin Marktwirtschaftler, nicht weil ich glaube, daß der Markt alle Probleme löst, sondern – und da verfalle ich in Pessimismus – weil ich glaube, daß der Staat nur sehr wenige Probleme löst.



GPM: Herr Ernst Ulrich, Herr Carl Christian von Weizsäcker, wir bedanken uns für das Gespräch.



Das Interview führten die GPM-Redakteure Marcel Keiffenheim und Timm Krägenow.



Ernst Ulrich und Carl Christian von Weizsäcker



Ernst Ulrich von Weizsäcker (57) ist seit 1991 Gründungsdirektor des „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ und Mitglied im „Club of Rome“ sowie in der SPD-Grundwertekommission. Zuvor arbeitete er als Professor für Biologie in Essen und als Direktor am Zentrum für Wissenschaft und Technik der Vereinten Nationen in New York. Zusammen mit Amory B. Lovins veröffentlichte Ernst Ulrich von Weizsäcker das Buch „Faktor 4. Doppelter Wohlstand – halber Naturverbrauch“. Sein Bruder Carl Christian von Weizsäcker (59) ist Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln und Vorsitzender der Monopolkommission, die im Auftrag der Bundesregierung die Wettbewerbssituation beobachtet. Wissenschaftlich arbeitet er zu Wettbewerbstheorie und zu staatlicher Regulierung. Schon im Alter von 27 Jahren wurde er zum Professor für Volkswirtschaftslehre an die Universität Heidelberg berufen. Der Vater der beiden ist der bekannte Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker, ihr Onkel ist der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.822 von diggit am 14.04.08 10:39:30Die Hungersnöte haben, bei aller Unachtsamkeit der industrieländer, ihre Ursachen erst einmal in den Hungerländern selber.
Überbevölkerung, Korruption und (lokale) Umweltzerstörungen sind die Hauptursache. Da reichen schon kleine Schocks wie Dürren oder Biosprit aus, um diese länder ins Chaos zu stürzen.


Die Frage, die sich nun stellt ist, können wir über unsere Unachtsamkeiten hinwegsehen und den Hunger dort ignorieren, weil sie ja selber schuld sind?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.849 von Nannsen am 14.04.08 10:42:03Ach ja, der Carl Christian v.W. ...

Sehr überzeugend finde ich die Argumente aber nicht.
Und von Zukunftsmodell kann ich schon gar nichts finden.
Allenfalls kann Atomenergie für einige Jahrzehnte die Energieprobleme abfedern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.894 von T.Hecht am 14.04.08 10:47:25Das heisst, dass du machen kannst was du willst. Solange vor Ort gegen dich gearbeitet wird ist jede Aktion nicht nur sinnlos, sondern wahrscheinlich eher kontraproduktiv.

gruß
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.875.470 von Sexus am 13.04.08 18:15:24#1

Dank an die Ökostalinisten, die Klimaapostel, die Umweltgutmenschen und Rot-Grün...

:mad::cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.929 von rv_2011 am 14.04.08 10:51:23:confused:

Das war nicht der artikel aus der zeit. dieses gespräch muss schon zu weigels zeiten geführt worden sein aber es ist immer aktuell.

Interessant ist die lieferung vorerst eines kombinierten atomkraftwerkes frankreichs an lybien. Hier soll mit hilfe eines atomkraftwerkes wasser durch entsalzen für die landwirtschaft gewonnen werden.
Der preis pro m3 wasser soll ca. 60-80 cent betragen.

Alle anderen durchgerechneten alternativen etwa bei 4-5 euro.

Somit unmöglich ökonomisch sinnvoll noch landbau zu betreiben.

Die russen bauen ähnliche anlagen, die jedoch auf schwimmenden pontons vor der küsten betrieben werden sollen. Ich bin deshalb optimistisch, dass nicht nur die landwirtschaftliche nutzfläche mit hilfe dieser energieform noch erheblich erweiter werden kann, sondern auch dezentral ökonomisch wasserstoff erzeugt werden kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.996 von diggit am 14.04.08 10:58:33Die Antwort ist mir irgendwie zu pauschal.

Etwas konkreter: Wenn irgendwo eine Million Menschen zu verhungern drohen, ignorieren wir dies mitr dem Hinweis sie hätten nicht soviel poppen sollen? Ist ja schliesslich die beste Lösung um das Überbevölkerungsproblem zu lösen!

Oder: Was können wir dafür, wenn ein paar Zuckerbarone in Brasilien lieber Bioethanol herstellen als Lebensmittel, weil dies für sie profitabler ist? Das wir mit irgendwelchen Subventionen einen falschen Anreiz geben führt ja nur zu einem kleinen Schock und ist insofern belanglos; der Markt wird es schon richten. Weniger Nachfrager nach Lebensmitteln senkt die Preise für die Übriggebliebenen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.877.822 von diggit am 14.04.08 10:39:30:confused:
Deinem beitrag könnte man eigentlich noch hinzufügen, dass die welt bisher das verhungern von etwa 25000 menschen billigend in kauf genommen hat. ca. 800-900 millionen menschen leiden hunger und sind dauerhaft unterernährt.

Daran haben wir uns seit langem gewöhnt.

deshalb erscheint das jetzige timing und die medial erzeugte aufregung um einige hungerrevolten, die es im prinzip schon immer gab, zum jetzigen zeitpunkt eigenartig.

In dem zusammenhang von einer möglichen gefährlichen energieform zu sprechen erscheint mir satirisch.

Wenn wir weitermachen,nicht lebensfähige übervölkerte und ökologisch ruinierte landstriche weiter künstlich am leben zu erhalten, dann wird dieses problem leider nicht gelöst, sondern zum schaden aller vergrößert.
Wir sollten machmal scheinbar brutalen wahrheiten nicht ausweichen.

as mere you feed, as more they breed

wir haben uns aus vielen gründen entschieden, damit weiter zumachen.
:confused:

Sorry,von etwa 25000 menschen

meinte täglich... nicht zusammen..
steigende Nahrungsmittelpreise in den Entwicklungsländern?

Wunderbar! Das ist genau das, was Entwicklungshilfe, Wirtschaftsexperten, UNO, Spiegel&Co seit Jahren anmahnen!

Permanent sind die uns in den Ohren gelegen, die EU mache durch ihre heruntersubventionierten Nahrungsmittelexporte die Landwirtschaft vor Ort in Afrika kaputt. Endlich lohnt es sich wieder für die Drittwelt-Bauern Nahrungsmittel zu produzieren. Viele Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika haben beste Voraussetzungen für Landwirtschaft. Was haben die gemacht? Anstatt die eigene Scholle für ein bescheidenes, aber existenzsicherndes Auskommen zu bestellen, sind Millionen und Abermillionen in die verdreckten Megastädte wie Kairo, Lagos, Dacca, Karatschi etc. gezogen weil sie es vorzogen ihre vermeintliche Chancen auf ein besseres Leben in der Stadt zu suchen anstatt ihre 1000 m² Garten mit Bananenstauden, Süßkartoffeln und Reis zu bestellen.
Wunderbar! Das ist genau das, was Entwicklungshilfe, Wirtschaftsexperten, UNO, Spiegel&Co seit Jahren anmahnen!


genau so ist es!

die Menschen in den Entwicklingsländern haben sich daran gewöhnt, dass EU und Nordamerika ihnen jahrzehntelang jeden Morgen die belegten Brote für die Hütte gelegt haben.

Jetzt Nutzen wir unsere Überschüsse um daraus Sprit zu erzeugen und verschenken sie nicht mehr an dritte Welt Staaten......und schon ist der Aufschrei riesengroß.

Vielleicht sollte die dortige Bevölkerung mal die Versorgung in die eigenen Hände nehmen und nicht von uns erwarten, dass wir sie ein Leben lang alimentieren....
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.878.998 von hasenbrot am 14.04.08 13:15:46Ja die sind noch schlimmer als unsere Hartzler!!!
Wir, die entwickelte Erste Welt haben es versäumt, den Drittweltländern auf die Beine zur Selbstständigkeit zu verhelfen.
Nach meiner Meinung war und ist dieses gewollt und somit alles Gelabere und Mitleidgetue Heuchelei.
Offen ausgesprochen aus relativ prominenten Mund hat es der Grüne H.v. Ditfurth vor über 20 Jahren und sich damals am "Tag für Afrika" einige Kritik der Heuchler anhören müssen.
An dieser Heuchelei quer durch alle politischen Gruppen hat sich m.M.n. bis heute nichts geändert.

Die mörderische Konsequenz des Mitleids
Von der Alibifunktion “guter Gaben”
Auch heute werden wieder 40000 Kinder sterben - alle zwei Sekunden eines. Sie verhungern. Als kleine
Skelette mit faltig-alten Gesichtern werden sie irgendwann im Laufe dieses Tages aufhören weiterzuleben.
Tag für Tag, 365mal in jedem Jahr, das Gott werden läßt. Alle 24 Stunden entsteht so, verteilt über die
Länder der sogenannten Dritten Welt, ein Berg von 40000 verschrumpelten Kinderleichen.
Furchtbar? Viel schlimmer: Wenn diese Kinder nicht stürben, wenn sie nicht in den Armen ihrer Mütter
verhungerten, die selbst nicht mehr die Kraft haben, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, wenn sie etwa überlebten
und gar erwachsen würden, um selbst Kinder zu haben, dann wäre die Katastrophe noch weitaus
größer....


http://hoimar-von-ditfurth.de/die_moerderische_konsequenz.pd…

http://hoimar-von-ditfurth.de/real.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.879.292 von depodoc am 14.04.08 13:51:10#67

"...Wir, die entwickelte Erste Welt haben es versäumt, den Drittweltländern auf die Beine zur Selbstständigkeit zu verhelfen..."

Wieso WIR ?

Vielleicht haben diese Länder und deren oftmals korrupte und egoistische Herrschaftskasten vielmehr versäumt sich selbst zu entwickeln...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.879.312 von Blue Max am 14.04.08 13:54:48Vielleicht haben diese Länder und deren oftmals korrupte und egoistische Herrschaftskasten vielmehr versäumt sich selbst zu entwickeln...

Wir haben es aber nicht versäumt den egoistischen Herrschaftskasten alles mögliche in den Arsch zu blasen als sie im kalten Krieg auf der "richtigen" Seite standen.
Was sagt denn das Amt für Statistik dazu?
Ist doch sicher bloß gefühlter Hunger, kein echter.
(so wie bei der Inflation)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.879.753 von Borealis am 14.04.08 14:52:05bin schon sehr erstaunt wie manche das problem der unterernährung in vielen ländern,auf dem fehlendem willen der bevökerung schieben.
nur weil bei uns jeder esel dem hahn aufdrehen kann,wo fast gratis unendlich viel wasser fliesst und er ohne mühe ein eigenes schwimmbad unterhalten kann.ebenso dreht er mal die heizung auf und holt sich im nächstem geschäfft sowohl nahrung und handwerkszeug,das ihm aus aller welt zu minipreisen geliefert wird,bei einem der höchsten welteinkommen.
gerne würde ich euch gegen bezahlung natürlich,einmal derselben situation aussetzen,um solchen dummschwätzern ihr eigenes versagen vorzuführen.leider möchte ich es meinen kindern nicht wünschen,wo bei uns mal nur für 2-3 monate eine totale energienot ist,wobei dann die vorraussetzungen für sie noch ein vielfaches einfacher sind,als in solchen ländern.
da helfen dann mathekenntnise unsw. euch einem dreck und euer unwissen und dummheit würde sich schnell in erkenntnissen verwandeln,wo ihr vollgefressen nicht dazu fähig seit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.879.292 von depodoc am 14.04.08 13:51:10#67

"...Wir, die entwickelte Erste Welt haben es versäumt, den Drittweltländern auf die Beine zur Selbstständigkeit zu verhelfen..."

Ausserdem hat die "Erste Welt" all diese Länder nicht zur Selbstständigkeit bzw Unabhängigkeit gezwungen, sondern diese Länder haben sich damals alle freiwillig dafür entschieden keine Kolonien mehr zu sein...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.879.990 von shitpalaver am 14.04.08 15:20:26Das Problem der Unterernährung in den betroffenden Ländern ist keines, dass über Nacht so vom Himmel gefallen ist. Das Problem besteht seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, möglicherweise schon seit Jahrtausenden.
Länder mit schwächlicher landwirtschaftlicher Produktion und höherer Bevölkerungsdichte als Deutschland haben letztendlich immer den Hungertod vor Augen. Hinzu kommt noch die aus der Überbevölkerung und Armut enstehende lokale Umweltzerstörung, die das Land richtig kaputt macht.

Wie gesagt, sowas passiert nicht über Nacht.
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.880.580 von diggit am 14.04.08 16:05:54Auch sozialistische Diktatoren wie Mugabe beschwören Hungersnöte herauf. Aber das ist einem Sozi keine Zeile wert.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.880.785 von Wilbi am 14.04.08 16:23:17wilbi was soll man dir darauf antworten,geh mal zum irrenarzt ,dort gibts eine.

#73 natürlich nicht über nacht diggit,aber mit einer gewissen logik,wo die einzige alterversorgung wenn überhaupt, von kindern erbracht wird.
der wasserhaushalt wird von wenigen beherrscht,kaum zu bezahlen durch die verarmte bevölkerung und landwirtschaft oftmals deshalb unmöglich.die bewusst geschürten etnischen spannungen durch kolonislmächte taten ihr übriges und bestehen sogar nach abzug fort,um die bodenschätze besser ausbeuten zu konnen.
alles im allen sehr ungünstige voraussetzungen um schnelle änderungen zu erreichen zumal landwirtschaftliche herstellungspreise dort , von der EU durch subventionen unterboten wird.nimm den fischfang und ... soja etc. wo der landet und was deren bevölkerung davon übrig bleibt,es sind eben viele gründe für dortigen hunger vorhanden,wobei die europäer die korupptheit der potentaten dort eifrig fördert und "entwicklungshilfe" zu nennen wagt.
es würde zu weit führten hier alles anzumerken,selbst informationsmöglichkeiten sind en masse vorhanden.

welches land meinst du denn mit höherer bevölkerungsdichte als deutschland?.
#73 > Das Problem besteht seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, möglicherweise schon seit Jahrtausenden.
Nicht in diesem Umfang. Die Hauptursachen sind eher neueren Ursprungs:

- Die Weltbevölkerung nimmt unaufhörlich zu, die Anbauflächen nehmen ab.
- Die Klimakatastrophe bewirkt teils irreversible Verluste an Agrarland durch Dürren, Fluten, Stürme, Erosion.
- Wegen veränderter Essgewohnheiten werden immer mehr Äcker und Urwälder zu Viehweiden. Deren Ertrag, in Kalorien gerechnet, ist wesentlich geringer.
- Die Weltbank verlangt von Entwicklungsländern Marktreformen, etwa Schutzzölle abzuschaffen, was der lokalen Landwirtschaft oft massiv schadet.
- Spekulanten treiben die Rohstoffpreise hoch, und der hohe Ölpreis wiederum führt dazu, dass "Energiepflanzen" statt Korn oder Futtermais angebaut werden.
- Millionen Bürgerkriegsopfer brauchen Nahrungshilfe, fallen selbst als Produzenten aus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,547187,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.106 von shitpalaver am 14.04.08 16:51:31welches land meinst du denn mit höherer bevölkerungsdichte als deutschland?.

So ziemlich jedes Land in den Hunger herrscht. Jedenfalls im Bezug auf die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen.
Hat aber alles nichts mit Kolonialmächten oder bewußt von oben herab geschürten ethnischen Spannungen zu tun. Somit ist es für dich wahrscheinlich nur minder interessant.

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.241 von diggit am 14.04.08 17:03:42ich glaube du unterliegst da einem irrtum von der schublade her mich einzuordnen.
mache keineswegs für alles die kolonialmächte verantwortlich,wehre mich allerdings dagegen sie als segen nachträglich auszugeben.
wo eltern nicht mal die schule zahlen können die ca. 2 € im monat kostet,statt auf papier mitstock oder finger im sand geschrieben wird,ist unser maßstab wohl ein bisschen daneben.
es ist keine aufgabe der "linken" oder wie immer hier argumentiert wird,sondern von uns allen,dies zu ändern.
sonst werden sie uns gewaltsam ändern,jetzt noch kostengünstig zu vermeiden,später wirds ganz ganz teuer werden,der islamismus ist dort gewaltig im vormarsch bei der armen bevölkerung,die von dem negerlein spenden der christen die nase voll haben,kirchen und gesang, machen heute nicht mehr satt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.106 von shitpalaver am 14.04.08 16:51:31"wilbi was soll man dir darauf antworten,geh mal zum irrenarzt ,dort gibts eine."

Shiti da war ich schon. Jetzt weiß ich auch wer neben mir saß im Wartezimmer mit Gummijacke und steif und fest behauptet hat, er wäre Helmut Kohl.
Wenn ich deinen Schmulch lese, na ja, sehr ähnlich.
:laugh::laugh::laugh:wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.880.580 von diggit am 14.04.08 16:05:54#73&74

Rassistische Diktatoren wie Mugabe, die weisse Farmer enteignen, vertreiben oder gar umbringen lassen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.112 von HeWhoEnjoysGravity am 14.04.08 16:52:01#76

"...
- Die Weltbevölkerung nimmt unaufhörlich zu, die Anbauflächen nehmen ab.
..."


Vielleicht sollten sich andere Länder mal ein Beispiel an unserer deutschen Kinderfeindlichkeit nehmen.

Also wir in D, wir haben unseren Beitrag zur Bekämpfung der Weltbevölkerungsexplosion bereits geleistet...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.112 von HeWhoEnjoysGravity am 14.04.08 16:52:01#76

"...Spekulanten treiben die Rohstoffpreise hoch..."

Ach Gottchen, die "bösen" Spekulanten mal wieder...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.112 von HeWhoEnjoysGravity am 14.04.08 16:52:01#76

"...- Millionen Bürgerkriegsopfer brauchen Nahrungshilfe, fallen selbst als Produzenten aus..."

Werden die etwa zum "Bürgerkrieg" gezwungen ?

Wir in D kommen ja auch ohne Bürgerkriege aus.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.525 von Blue Max am 14.04.08 17:33:32Also wir in D, wir haben unseren Beitrag zur Bekämpfung der Weltbevölkerungsexplosion bereits geleistet...

Und du hast deinen Beitrag an Menschenverachtung auch bereits geleistet.

Wir in D kommen ja auch ohne Bürgerkriege aus.

Das war nicht immer so. (West-)Europa erlebt erstmals seit fast 2000 Jahren eine Periode von 60 Jahren ohne Krieg.

Und dass die Bürgerkriege in Afrika auch eine Folge der Kolonialzeit sind - auf die Idee bist du wohl noch nicht gekommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.826 von rv_2011 am 14.04.08 18:04:32#84

"...Und dass die Bürgerkriege in Afrika auch eine Folge der Kolonialzeit sind - auf die Idee bist du wohl noch nicht gekommen..."

Wozu auch. Dort gab es ja schliesslich auch schon lange vor der Kolonialzeit Kriege zwischen den Eingeborenen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.826 von rv_2011 am 14.04.08 18:04:32Und dass die Bürgerkriege in Afrika auch eine Folge der Kolonialzeit sind - auf die Idee bist du wohl noch nicht gekommen.


Nenn es Stammeskriege und du triffst die Sache schon besser.
Deutschland wird älter und ist darauf angewiesen, dass auch die alte Generation die Bereitschaft zeigt noch was dazu zu lernen. Den Luxus einer Denkhaltung, es sei eine Zumutung so kurz vor der Pension Besoldungsgruppe A 14 zum Überdenken einmal eingefahrener Gleise aufgefordert zu werden, können wir uns nicht mehr leisten.
#85 > Dort gab es ja schliesslich auch schon lange vor der Kolonialzeit Kriege zwischen den Eingeborenen.
Aber nicht in diesem Ausmaß.

Die Ära des Kolonialismus im engeren Sinne ging in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende, als fast alle ehemaligen Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen wurden. Aufgrund der Festlegung von Grenzen auf dem Reißbrett durch die ehemaligen Kolonisatoren ergaben sich in Afrika und im Nahen Osten immer wieder Kriege, da diese Grenzziehungen kulturelle Zusammenhänge kaum berücksichtigt hatten. Viele Staaten der Dritten Welt befanden sich auch nach ihrer Unabhängigkeit in einem Zustand wirtschaftlicher Abhängigkeit von ihren ehemaligen Kolonisatoren. http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus#Das_Ende_der_Kolo…
In Anlehnung an eine verstorbene Königin:

Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es eben Ethanol fressen!

The UN says it takes 232kg of corn to fill a 50-litre car tank with ethanol.

That is enough to feed a child for a year.


http://www.telegraph.co.uk/money/main.jhtml?xml=/money/2008/…

Meine Meinung: Ethanol tötet!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.882.696 von HeWhoEnjoysGravity am 14.04.08 19:36:37#87

"...Aufgrund der Festlegung von Grenzen auf dem Reißbrett durch die ehemaligen Kolonisatoren ergaben sich in Afrika und im Nahen Osten immer wieder Kriege, da diese Grenzziehungen kulturelle Zusammenhänge kaum berücksichtigt hatten. ..."

Da hätten sich die unabhängigen Staaten ja auch mal friedlich auf neue Grenzen verständigen können.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.634 von Blue Max am 15.04.08 11:23:14 immer wieder Kriege, da diese Grenzziehungen kulturelle Zusammenhänge kaum berücksichtigt hatten.

Ein astreines Plädoyer gegen Multikulti -> Kulturelle Unterschiede führen zwangsläufig zu Kriegen, der beste Beweis dafür ist Afrika! :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.634 von Blue Max am 15.04.08 11:23:14es muss wohl ein Ergebnis kognitiven Totalversagens sein, dass diejenigen, die ethnische und kulturelle Konflikte in Drittweltländern beklagen, dies auf die willkürliche Grenzziehung durch die Weißen zurückführen, aber gleichzeitig mit ihrem Traum von Multikulti alles dafür getan haben, dass auch wir inzwischen diese Konflikte im eigenen Land haben

Einerseits plädieren die Drittweltaktivisten für ethnisch reine Staaten in Afrika, aber hier in Europa soll Multikulti das Rezept für einen Zustand der Glückseligkeit sein??
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.928 von smirnow am 15.04.08 11:57:54Dein Beitrag resultiert wohl eher aus einer "was passt in meine arrogante, vielleicht auch ein bischen rassistische Gedankenwelt?", als das es sich um den Ausfluss eines kognitiven Prozesses handelt.
Insofern würde ich mich mit Vorwürfen des kognitiven Totalversagens zurückhalten.

Es kann natürlich sein, dass du deinerseits nur über eine beschränkte kognitive Fähigkeit verfügst und daher zu deinen Schlussfolgerungen kommst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.887.192 von T.Hecht am 15.04.08 12:27:45Dein kognitiver Prozess, der die nachvollziehbare logische Argumentationskette mal eben überspringt und lieber gleich mit einer provozierenden These beginnt, ist aber auch nicht gerade besser.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.887.775 von CaptainFutures am 15.04.08 13:32:07Die logische Argumentationskette ist eben objektiv nicht gegeben. Ethnische Konflikte haben wohl kaum etwas mit Multikulti zu tun.

Begonnen wird mit der Unterstellung, dass Beklager von Konflikten in Drittweltländern, diese auf die Grenzziehung der Weissen zurückführen. Dies geschieht nicht in der unterstellten Absolutheit, die entsprechende eindeutige Schlussfolgerungen zulassen würden. Vielmehr hat die Grenzziehung zu Konfliketen beigetragen.
Ich wüsste nicht, dass Drittweltaktivisten für ethnisch reine Staaten plädieren. Für ethnische Reinheit sind eigentlich andere verantwortlich.
Zudem ist es mir neu, dass wir in Deutschland ethnische Konflikte haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.887.925 von T.Hecht am 15.04.08 13:52:56Ethnische Konflikte haben wohl kaum etwas mit Multikulti zu tun.

Dann wäre demnach ganz objektiv betrachtet diese hier aufgestellte These falsch: "immer wieder Kriege, da diese Grenzziehungen kulturelle Zusammenhänge kaum berücksichtigt hatten."

Vielmehr hat die Grenzziehung zu Konfliketen beigetragen.

Das ist eine Feststellung keine Begründung. Wenn es aber nun keine ethnischen oder kulturellen Gründe wären, die durch die Grenzziehung zu Konflikten geführt haben, was dann?

Zudem ist es mir neu, dass wir in Deutschland ethnische Konflikte haben.

Dann solltest Du öfter mal die Tagespresse verfolgen wenn wieder mal Türken gegen Kurden oder andersrum auf die Straße gehen um sich gegenseitig im harmlosesten Fall zu verprügeln oder im schlimmsten Fall zu töten.
Und da ganz prinzipiell der Rassismus an sich durchaus auch ein ethnischer Konflikt ist wäre es mir neu wenn dieser bei uns neuerdings ausgestorben wäre.
Wobei mir natürlich vollkommen klar ist, dass die Ausmaße, die Intensität, die Art und Weise und die Häufigkeit der ethnischen Konflikte in Afrika bei weitem nicht mit den ethnischen Konflikten in Deutschland zu vergleich sind und eine ganz andere Quantität als auch Qualität in sich bergen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.887.925 von T.Hecht am 15.04.08 13:52:56Begonnen wird mit der Unterstellung, dass Beklager von Konflikten in Drittweltländern, diese auf die Grenzziehung der Weissen zurückführen.

Dies ist keine Unterstellung, sondern eine Behauptung der Kollegen "rv" und "HeWhoEnjoysGravity" wenige Postings drüber, und repräsentiert sicherlich auch die Einstellung einiger weiterer Personen hier. Schuld ist der Weisse Mann, man hätte nicht Völker in einen Staat zusammensperren dürfen, die nicht zusammen gehören.

Okay, geschenkt. Aber dann bitte doch soviel logische Konsequenz, nicht im eigenen Land Zustände zu befördern, die man anderswo für einen fatalen Fehler der früheren Kolonialherren hält. Oder geht bitte nach Afrika und predigt dort Liebe, Toleranz und Multikulti.


Zudem ist es mir neu, dass wir in Deutschland ethnische Konflikte haben.


Aber hallo!? Noch nie von (asymmetrisch ausgetragenen) ethnischen und kulturellen Konflikten zwischen Kurden und Türken, Moslems und Juden, Türken und Scheissdeutschen, Neonazis und Schwarzen auf deutschem Boden gehört?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.888.126 von CaptainFutures am 15.04.08 14:16:59Hinsichtlich der Grenzziehung geht es um den Kausalzusammenhang. Konflikte resultieren eben nicht ausschliesslich aus der Grenzziehung, diese hat aber sicher auch zu einigen Konflikten beigetragen.

Dies war ja der Aufhänger für die Argumentation von Smirnow.

Der Rest ist dir ja klar.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.888.330 von T.Hecht am 15.04.08 14:36:13Aber hallo!? Noch nie von (asymmetrisch ausgetragenen) ethnischen und kulturellen Konflikten zwischen Kurden und Türken, Moslems und Juden, Türken und Scheissdeutschen, Neonazis und Schwarzen auf deutschem Boden gehört?

Zum einen verweist Capitän Future hier ganz richtig auf Qualität und Quantität (was bleibt da eigentlich noch übrig?) zum anderen haben die Konflikte in Deutschland nichts mit Multikulti und Problemen von Ethnien zu tun.

Das Türken-Kurden-Problem ist einfach ein Stellvertreterkrieg auf deutschem Boden, der Rest ein Problem der Intoleranz und Dummheit. Schuld sind natürlich immer die anderen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.888.330 von T.Hecht am 15.04.08 14:36:13Konflikte resultieren eben nicht ausschliesslich aus der Grenzziehung, diese hat aber sicher auch zu einigen Konflikten beigetragen.

Das klingt für mich so ein bißchen wie: Die Grenzziehung hat durch die Grenzziehung auch zu einigen Konflikten beigetragen.
Was hat denn die Grenzziehung konkret bewirkt bzw. verändert, außer den Konflikten und die Grenzen? ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.889.314 von CaptainFutures am 15.04.08 16:08:52Es gibt nicht nur eine Ursache für die Konflikte (in Form der Grenzziehung). Insofern ist der daraus abgeleitete Schluss, ethnische Konflikte schliessen Multikulti aus, falsch.

wzbw
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.888.502 von T.Hecht am 15.04.08 14:53:52#98

Fast alle Konflikte sind hausgemacht

Für das Türken-Kurden-Problem hat "der Westen" keine Verantwortung, schliesslich haben die Türken dort die Grenzen gezogen.

Für das Bosnier-Serben-Problem, das Griechen-Türken-Problen und das Zypern-Nordzypern-Problem hat "der Westen" ebenfalls keine Verantwortung, schliesslich haben dort die Türken damals während der türkischen Besatzungszeit dort die Grenzen gezogen.

Für das Tibeter-Chinesen-Problem hat "der Westen" ebenfalls keine Verantwortung, schliesslich haben die Chinesen dort die Grenzen gezogen.

usw

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.889.389 von T.Hecht am 15.04.08 16:15:43Du widerlegst gerade eine Schlußfolgerung (ethnische Konflikte schliessen Multikulti aus), die in #91 nicht gemacht wurde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.890.154 von CaptainFutures am 15.04.08 17:19:37in Posting 91 nimmt smirnow eine Gleichsetzung ethnisch-kultureller Konflikte mit Multikulti vor, indem er sagt, dass wir diese Probleme mittels Multikulti importieren.

Also mit leichter verständlichen Worten: Da die Kanaken nichts anderes können als sich gegenseitig die Rübe einzuhauen, kann es ein friedliches Miteinander zwischen diversen Kanaken und zivilisierten Menschen (Multikulti) nicht geben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.889.861 von Blue Max am 15.04.08 16:54:56Für das Türken-Kurden-Problem hat "der Westen" keine Verantwortung, schliesslich haben die Türken dort die Grenzen gezogen.

Waren das nicht die Siegermächte nach 1918?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.890.589 von T.Hecht am 15.04.08 17:58:35#103

"Multikulti" setzt ein Minimum an Kultur und in D die Anerkennung der deutschen Leitkultur voraus.

Einen "Multibarbarismus" darf es nicht geben.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.890.589 von T.Hecht am 15.04.08 17:58:35dass wir diese Probleme mittels Multikulti importieren.

Und damit hat er ganz objektiv betrachtet Recht oder wie kommen diese außerethnischen Konflikte sonst in unser Land?

Dass es auch positive Beispiele für Multikulti ganz ohne ethnische Konflikte gibt will ich nicht bestreiten.
#1

Biosprit als Ursache für Hunger ?

Komisch, dass sich jetzt alle darüber aufregen, dass aus in der "dritten Welt" angebautem Getreide Biosprit für die Autos der "reichen Welt" hergestellt wird.

Das schon immer aus in der "dritten Welt" angebautem Getreide wie zb Soja Futtermittel zur Fleisch- und Milchherstellung hergestellt werden, scheint bisher niemand aufgefallen zu sein.

Und das heute zb die Chinesen doppelt so viel Fleisch und Milchprodukte verzehren als vor 10 Jahren, ist nun auch nicht die Schuld der westlichen Welt...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.896.946 von CaptainFutures am 16.04.08 12:19:43Worüber möchtest du jetzt eigentlich diskutieren?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.897.053 von T.Hecht am 16.04.08 12:31:30Worüber hast Du Dich eigentlich ursprünglich so aufgeregt?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.897.020 von Blue Max am 16.04.08 12:27:42Schön, dass du jetzt auch einen Artikel gefunden hast der für die Knappheit/den Preisanstieg der Lebensmittel auch andere Ursachen als den Biosprit aufführt.
Es gibt sogar noch weitere.
Am Ende ändert es aber nichts an der Tatsache, dass in einer Situation wo Lebensmittel knapp, zumindest aber teuer sind, das Angebot durch Energiegewinnung zusätzlich verknappt wird. Dem "Markt" ist halt der höhere Preis (bei Energiegewinnung bezahlt vom Westen) lieber als als der Preis den die Hungerleider zahlen können.
Ich kann den Markt verstehen!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.897.094 von CaptainFutures am 16.04.08 12:35:06Dass ich mich aufgeregt habe, ist mir neu. In die Diskussion habe ich mich wegen des Beitrags von Smirnow "kognitives Totalversagen" eingeschaltet.
Das nicht jeder Beitrag sinnvoll sein kann ist schon klar, aber dann noch solche Sprüche...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.897.161 von T.Hecht am 16.04.08 12:41:46Gut, dann können wir das ja jetzt hier beenden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.897.020 von Blue Max am 16.04.08 12:27:42man sieht du bist auch lernfähig ,altbekanntes ,als neu für dich zu endecken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.881.535 von Blue Max am 14.04.08 17:34:30http://system22.de/marktkommentar.html

ja blue keinesfalls hat der segensreiche Kapitalismus was mit der Situation zu tun. Stimmt ja auch wenn 95% der Bevölkerung verschwunden sind gehts dem Rest sicher gut.

(nein ich bin weder Sozi noch links oder rechts nur der Meinung bei elementaren Dingen sollten der "Krone der Schöpfung" besseres einfallen müssen.)



Die Spekulanten des Hungers




Verehrte Leserinnen und Leser,


es ist sehr selten der Fall, dass sich die Konjunktur einer so genannten „Reflation“ gegenüber sieht. Damit meine ich zeitgleiche Rezession und Inflation. An der folgenden Grafik (Quelle www.markt-daten.de) sehen Sie (auch wenn der März noch fehlt, die Verbraucherpreise sind ja noch nicht veröffentlicht), dass es üblich ist, dass einer Rezession ein deutliches Ansteigen der Inflationsraten vorangeht. Das ist normal und erklärbar. Denn es ist typisch für die Endphase eines Booms, dass hier viel auf Kredit gekauft wird, jeder glaubt, das Wachstum gehe nie zu Ende und so der Konsum ebenso wie der Arbeitsmarkt - wie immer als letzte Bereiche der Wirtschaft – sehr knapp vor dem Beginn des Abstiegs ihren Höhepunkt erreichen. Die Ausnahme war die durch die Ölkrise 1973/74 ausgelöste Rezession. Damals brach die Wirtschaft ein, weil die Ölpreise immer weiter stiegen (die grauen Felder sind Rezessionsphasen).







Diesmal ist es ähnlich – zum zweiten Mal also nach dem II. Weltkrieg. Wobei es diesmal nicht nur die Ölpreise sind, sondern alle Rohstoffe. Die Konjunktur in den USA beginnt zu schrumpfen, die Wachstumsraten in Europa und Asien beginnen zu sinken ... und die Preise steigen immer schneller – obwohl die Nachfrage in vielen Bereichen bereits sinkt. Dabei verweisen natürlich die Berufsbeschöniger (die uns auch erklärt hatten, dass die Subprime- und Immobilienkrise keine Auswirkung auf die US-Gesamtwirtschaft hat, eine Rezession ausgeschlossen werden könne, die Banken im Dezember alle Abschreibungen durch hatten etc.) natürlich auf die heute veröffentlichten Produzentenpreise in den USA für März: Nur ein Anstieg von +0,2% gegenüber Februar in der Kernrate. Na also, was jammert ihr denn?



Die Probleme der Randgruppe „Bevölkerung“


Ich gebe es zu. Das ist toll. Für diejenigen Menschen, bei denen der Anteil ihres Einkommens, den sie für Nahrung und Energie ausgeben müssen, unter 10% liegt (also die Reichen, zu denen die Beschöniger ebenfalls gehören) brennt hier nichts an. Eigentlich ist es nur eine völlig irrelevante Minderheit, sagen wir von 70-80% der US-Bevölkerung, die von den steigenden Preisen hart getroffen wird. Für diese kleine Randgruppe gilt nicht die Zahl, mit der die Regierung hausieren geht, sondern die Gesamtrate, also „alles“.

Sie wissen ja, in der Kernrate wird sorgsam Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet ... wegen der starken Schwankungen. Das verfälscht geschickt das Bild. Das war vor vielen Jahren nicht ganz verkehrt, denn damals gab es ein Phänomen, das wir seit zwei Jahren allerdings eher vermissen: Nahrungs- und Energiepreise schwankten früher nämlich auch mal nach unten. Heute ist diese Kernrate der billigste aller müden Tricks um so zu tun, als gäbe es keinerlei Grund, irgend etwas zu unternehmen.







Die angeblich so wenig relevante Gesamtrate stieg im März um flotte +1,1%. Dabei zogen die Energiepreise um +2,9% und die Nahrungsmittel um +1,2% an (und das auch nur, weil Reis nicht im Warenkorb der USA liegt). Nicht in der Jahresrate. Innerhalb von 31 Tagen! Im Chart fehlt wie oben der März, aber die Tendenz ist klar: Wir haben ein Problem. In den 70er hatte der haussierende Ölpreis politische Hintergründe. Und heute?

In den ersten Ländern brennen bereits Autos auf den Straßen, werden aufgebrachte Menschen niedergeknüppelt, weil sie sich erdreisten dagegen zu protestieren, ihre Nahrung nicht mehr bezahlen zu können. Denn in vielen Ländern dieser Welt trifft es nicht zwei Drittel, sondern 90% der Menschen ... und Unzählige rutschen unter die Mindestgrenze, die sie zum Überleben brauchten würden. Drei Milliarden Menschen haben als Nahrungsgrundlage Reis. Und nun sehen sie sich mal die Entwicklung des Reispreises an. Innerhalb weniger Monate hat er sich nahezu verdoppelt (Quelle der Charts immer www.markt-daten.de). Im folgenden sehen Sie zwischendrin auch noch die Entwicklungen bei Mais, Weizen und Soja.







‚Tja’, sagen daraufhin vielleicht die Verantwortlichen wie einst 1789 in Frankreich ... ‚die haben kein Brot? Dann sollen sie halt Kuchen essen’. Denn diejenigen, die die Schuld tragen, haben keinen Hunger, sondern Geld. Und davon wollen sie noch mehr. Ja, liebe Leser, es ist kein unabänderliches Schicksal, keine plötzliche extreme Knappheit dieser für nahezu alle Menschen lebensnotwenigen Rohstoffe, die plötzlich die Preise verdoppelt. Es gibt Schuldige. Und es gibt Mitläufer. Und letztere sind es, die diese Situation so widerlich machen.


Explodierende Rohstoffpreise ein unabänderliches Schicksal?


Wäre es eine schlagartige Verknappung dieser Rohstoffe, weil plötzlich überall Missernten auftreten und zugleich eine Milliarden Menschen seit letzten Sommer, als diese Sauerei ihren Anfang nahm, plötzlich mit leerem Magen aus dem Nichts aufgetaucht wäre ... ja, eine Verdoppelung und Verdreifachung der Preise wäre nachzuvollziehen. Aber soweit mir bekannt ist, hat sich weder das eine noch das andere ereignet. Dagegen wäre die Produktion durchaus noch zu steigern. Dabei meine ich nicht den immer noch kleinen Teil an Anbauflächen von Agrarrohstoffen, die jetzt für umweltfreundliche Treibstoffe verwendet werden. Wenngleich das nun auf einmal heftig kritisiert wird, ist dies doch keineswegs die Basis der Problematik. Man könnte die Welt satt bekommen, wenn man es wollte. So konnte der US-Landwirtschaftsminister, der heute ein Interview auf CNBC gab, auf die Frage, weshalb in einer solchen Situation immer noch US-Farmer dafür bezahlt werden, nichts anzubauen, nur von einer vorübergehenden Situation und Schwierigkeiten hinsichtlich konkreter Maßnahmen faseln.

Man könnte auf den Gedanken kommen, dass diese unfassbare Situation vielen von denen, die den Auftrag haben, für unser Wohl und unsere Sicherheit zu sorgen und sich dabei oft als Lehrmeister und Gewissen der nun in Not geratenen weniger entwickelten Staaten aufspielen, schlichtweg egal sei. Ich für meinen Teil habe den Eindruck gewonnen: stimmt. Und wen sollte es wundern? Wer an den Fäden der Macht sitzt, profitiert durch zusätzlichen Einfluss und riesige Gewinne, ob in Wirtschaft oder Politik. Nach außen hin sind das alles so unendlich schwierige Dinge, da kann man ja nichts vom Zaun brechen (und vielleicht erledigt sich ja alles von alleine). In Gedanken mögen nicht wenige derer, die die Macht hätten, eine Zuspitzung dieser Situation zu stoppen, bereits die Gewinne auf ihren Konten hochrechnen.








Wie entstehen diese Preise?


Die Basis dieser so plötzlich explodierenden Preise liegt genau dort, wo das Geld sitzt. Der weitaus größere Teil der Transaktionen an den Rohstoffbörsen dient nicht der faktischen Warenbeschaffung durch Vorabkäufe und –verkäufe via Futures und Optionen, sondern der reinen Spekulation. Grundsätzlich war das bereits von 100 Jahren der Fall, aber der Anteil der Spekulation hat in den vergangenen Monaten extrem zugenommen. Er dominiert mittlerweile dermaßen, dass die wahre Angebot- und Nachfrage-Relation oft keine Rolle mehr spielt.

Rechtlich gesehen ist das ja zulässig. Jeder könnte, so denn genug Geld vorhanden ist, mit entsprechender Kapitalkraft die Kurse dominieren. Erinnern Sie sich an meine Kolumnen im August/September 2007, als ich Ihnen das Futures-Spiel im Dax beschrieb? Heute wissen wir, dass damals die 50 Milliarden einer französischen Großbank das Spielgeld waren, mit dem man den Dax nach Belieben nachbörslich nach oben trieb. Das selbe Prinzip funktioniert bei allem, was an einer Börse handelbar ist. Auch bei Rohstoffen.

Nun sind dafür natürlich gigantische Kapitalmengen erforderlich. Woher sollen den solche Summen kommen? Von den Mitläufern. Diejenigen, die sich hier in erster Linie eine goldene Nase verdienen, haben sich nur die Strategie zurechtlegen und den Anfang machen müssen. Erinnern Sie sich:

Plötzlich tauchten im Herbst „Experten“ von Fonds, Hedge Funds und Banken auf, die uns allen wissend mitteilten, dass man sein so sehr gefährdetes Geld nur in Rohstoffen in Sicherheit bringen könnte. Rein zufällig lagen die entsprechenden ETFs und Zertifikate bereits für die Anleger bereit. Man sorgt ja vor, man ist ja Menschenfreund.


Geschickt gesteuerte „Bedürfnisse“


Kaum jemand hat sich gefragt, warum wohl der Wert des Geldes außerhalb des Dollarraums plötzlich in echter Gefahr sein sollte. Oder wie es irgendwann in egal welcher Lage möglich sein sollte, dass die ganze Welt auf einmal in Gold, Silber oder Maissäcken bezahlen würde. Aber man hörte von Hyperinflation, sah die bereits hochgekauften Rohstoffpreise und sprang auf den fahrenden Zug. Diejenigen, die diese Panik schürten, waren – wer mag es anzweifeln – natürlich längst investiert und hielten den beunruhigten Anlegern freundlich die Tür auf. Und so stiegen die Preise immer weiter, immer schneller. Ein leicht durchschaubarer Kreislauf: Steigende Rohstoffpreise durch die Käufe der Anleger bewirken erneut steigende Inflation ... .was noch mehr Menschen in Rohstoffe lockt ... was die Inflation noch mehr anfeuert.







Während von zehn oder zwanzig Jahren kein Zugang für normale Anleger in diese Bereiche existierte, sind es heute die zahllosen Derivate, die die Situation ins Unerträgliche verschärfen. Jeder kann in Gold, Öl, Weizen oder seit neuestem auch Reis spekulieren. Jeder ... nur die paar Milliarden Menschen nicht, die nun hungern. Und ... niemand ist es gewesen. Denn:

Die Banken reden sich heraus, dass sie ja nur die Nachfrage befriedigen. Dass sie sie selbst angeheizt haben ... nun, das ist ein anderes Thema. Und ohne rot zu werden wird man ihnen mitteilen: Wenn wir es nicht machen, dann tut es eben ein anderer.

Die Mitläufer, d.h. die Anleger, die nun auf einmal Rohstoff-Spekulanten werden, erklären, dass für Zertifikate ja schließlich nur Barausgleich vorsehen sei und sie so schließlich den Preis nicht beeinflussen. Falsch ... aber offenbar fragt sich kaum jemand, wie es Emittenten solcher Derivate anstellen, bei weiter steigenden Preisen nicht tief ins eigene Kässchen greifen zu müssen.


Keiner ist es gewesen


Also: Wer ist schuld? Die Anleger wollen ja nur ihr Geld retten. Die Banken befriedigen ja nur die Nachfrage. Sprich: Keiner. Vielleicht kommt ja jemand auf die Idee, den einfachen Menschen die Schuld zu geben, weil sie zuviel essen?

Keiner ist es gewesen. Und doch haben sich die Preise in den Bereichen, die für die meisten Menschen dieser Welt den Großteil ihrer Ausgaben ausmachen, in kurzer Zeit verdoppelt. Ich sage Ihnen eines:

Jeder, der sich an diesen Spekulationen beteiligt, ist schuldig. Niemand besteht vor dem Gewissen indem er sich hinstellt und jammert, er habe doch bloß 10.000 Euro in Rohstoffe investiert, das beeinflusst schließlich den Preis nicht. Ja, das stimmt. Aber wenn weltweit eine Million Anleger auf die vorherige Panikmache hereingefallen ist, wären das schon zehn Milliarden. Über Zertifikate, Optionen, Futures, ETFs, schön gehebelt, macht das einen Großteil des Scherbenhaufens aus, vor dem wir jetzt stehen.

Immer wieder in der Geschichte taucht nach großen Katastrophen die Ausrede auf „ich alleine, was hätte ich denn machen sollen“ oder „die anderen haben das doch auch gemacht“. Immer wieder verbergen sich die Mitläufer in der Masse der anderen. Sonst sensibles Individuum, verschwinden Schuldige plötzlich in der grauen Masse der Allgemeinheit.







Natürlich verstehe ich, dass Furcht vor einer großen Krise viele dazu treibt, wieder einmal Horden selbst ernannter Heiliger zu folgen. Dankenswerterweise schickte mir ein Leser kürzlich einen Text, der offenbar zu „einer Art Börsenbrief“ gehört:

„Unser Leben, wie wir es derzeit noch genießen können, dürfte irgendwann zwischen 2009 bis 2012 endgültig vorbei sein, denn sobald die Banken kollabieren haben Sie keine Ersparnisse mehr und müssen Hungern und sobald der Staat Konkurs anmeldet gibt es weder Rente noch Arbeitslosengeld und wenn Sie dann auch noch ernsthaft krank werden und aufgrund einer drittklassigen medizinischen Versorgung sterben, wird Sie keiner in der laaaaangen Schlange vor der Suppenküche vermissen.“

Ja, sie kommen wieder aus ihren Löchern, die Rattenfänger. Vor einigen Jahren waren das die, die in vergleichbar vollendetem Schreibstil uns allen Villen und Ferraris, finanziert über den Aktienmarkt, versprachen. Heute hüllen sich diese Meister billigster Polemik in Kutten und warnen vor dem Untergang. Selbstlos wie immer.


Wir sind in einer schwierigen Phase. Aber wer sich nun locken lässt, auf einmal in Nahrungsmitteln auf weiter steigende Preise zu spekulieren, ist mitschuldig. Jeder einzelne mit seinem kleinen Körnchen Verantwortung. Denn damit verschärft er die Situation ein winziges Stückchen mehr ... und all diese winzigen Stückchen haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen.

Sich dann hinzustellen und mit einem Depot voller Optionen auf Reis, Mais oder Weizen wegen steigender Preise nach der Regierung zu schreien, bringt nicht weiter. Es ist zynisch und dumm ... zumal von dort „oben“ kaum Hilfe zu erwarten ist. Jeder einzelne trägt Verantwortung ... und nicht nur dann, wenn es ihm gerade passt.


Jeder trägt Verantwortung


Ich weiß, dass ich nun viele wütende Kommentare zu erwarten habe. Aber würde ich in dieser Position einfach aus Bequemlichkeit schweigen, wäre ich ebenso schuldig wie die „Spekulanten des Hungers“. Damit werde ich leben müssen ... aber ich bitte Sie um eines: Wenn Sie mir nun vorwerfen, dass das alles nicht stimme und ich harmlose Anleger in eine Verantwortung ziehe, die doch die ewigen „anderen“ haben, dann haben Sie den Anstand, sich nicht hinter der Anonymität zu verstecken, sondern mit Ihrem Namen zu unterschreiben!

Kaufen Sie meinetwegen Gold oder Silber, wenn Sie wirklich glauben, auch der Euro stünde plötzlich vor dem Niedergang und in Kürze gäbe es für Geld nichts mehr zu kaufen. Ignorieren Sie den vielleicht unspektakulären Zins sicherer Staatsanleihen, des Festgeldes oder den Wert selbst bewohnten Wohneigentums. Und ignorieren Sie meinetwegen die Erfahrungen derer, die nach Kriegen immer wieder erfahren mussten, dass dann nicht der mit der Goldmünze, sondern der mit dem Brot den Wert des Goldes bestimmt ... und das dann ein Wert sein wird, den Sie zuvor nicht im Börsen-Kursblatt gefunden haben. Damit schaden Sie aber niemandem.

Aber ich bitte jedermann, der diesen Text liest: Tragen Sie bitte nicht Ihren Teil zur Verschärfung dieser Situation bei, indem Sie in Energie und Nahrungsmitteln spekulieren. Jeder, der dies tut, trägt sein Scherflein dazu bei, dass die Lage für den Großteil der Menschheit immer schlimmer wird. Und bitte bedenken Sie eines: Würde jeder damit aufhören, der nichts in diesen Märkten verloren hat, würden die Preise wieder fallen und wir würden nichts anderes vor uns haben als eine ganz normale Rezession, wie sie alle paar Jahre nun einmal auftritt. Außer den USA ... da wird es schlimmer. Aber das ist wirklich deren eigenes Verschulden.

Ich habe in meinem Börsenbrief einen kleinen Depotanteil für Rohstoffe reserviert. Sie werden es niemals erleben, dass ich hier auf steigende Nahrungsmittelpreise spekulieren werde. Das alleine ändert nichts ... aber ebenso, wie ich ein Sandkorn bin, ist es jeder einzelne von Ihnen. Und viele Sandkörner könnten das Rad der „Spekulation des Hungers“ zum Stillstand bringen.



Herzliche Grüße!

Ihr
Ronald Gehrt
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.903.792 von Bernd_das_Brot am 16.04.08 22:56:35hoffe natürlich das viele es ganz durchlesen,besonders der
blue max scheint es wieder mal nötig zu haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.904.271 von shitpalaver am 17.04.08 01:38:36die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt :(
(unbewiesener Maßen ein paar Mikrosekunden nach dem klinischen Tod )
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.904.271 von shitpalaver am 17.04.08 01:38:36#115

Gegenbeispiele Haiti, Zimbabwe usw

Alles an sich fruchtbare Länder, in denen die Landwirtschaft praktisch zusammengebrochen ist, weil dort Korruption, Schlamperei und Vetternwirtschaft herrschen.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.906.474 von Blue Max am 17.04.08 11:28:01weitere Ursachen für die aktuellen Probleme aber was soll daran ein Gegenbeispiel sein?
Wenn man wirklich etwas zu unserem eigenen schutz ändern wollte, dann müssten diese herzigen hungerländer unter zwangsverwaltung der uno gestellt werden.

hier würden dann schon mal ein drittel der uno mitgliedsstaaten aufhören zu existieren.
wohltuend für die funktionsfähigkeit der uno.

Besser wäre m.e. noch eine art neokolonisierung dieser staaten durch den schutz der uno, bei der mit erziehungsprogrammen, investionen privater unternehmen, diese länder schnell und effektiv auf einen sich mindestens selber erhaltenden stand gebracht werden, besser noch, einen für unsere eigenen wirtschaften höheren stand , der durch erschließung von bodenschätzen etc. zu einem nullsummensoiel der uno werden könnte und langfristig durch steigenden wohlstand deren kinderreichtum natürlich wie bei uns im westen reduzieren könnte.


natürlich wird diese lösung aus ideologischen nicht durchsetzbar sein und genau deshalb werden weiter hundertausende verhungern.

und genauso deshalb schere ich mich persönlich einen dreck darum
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.906.508 von T.Hecht am 17.04.08 11:31:23#118

Gegenbeispiele für die falsche Behauptung schuld am Hunger in der "dritten Welt" hätte die "westliche Welt".

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.906.984 von Blue Max am 17.04.08 12:12:46Da hier ja schon festgestellt wurde, dass am Hunger mehrere Ursachen beteiligt sind ist der Kommentar eigentlich überflüssig, da die Kausalität am Hunger ist ausschliesslich der Westen schuld niemand unterstellt.
Ich habe dich in Posting 110 schon einmal darauf hingewiesen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.906.883 von Nannsen am 17.04.08 12:04:02...sich mindestens selber erhaltenden Stand...

gibts irgendwo Quellen über den Nahrungsmittelverbrauch hier
und dazu die Menge die wir selber produzieren ?

Warum glaubt man das hier der Import von Grundlebensmitteln gesichert sei?
(nur für den Fall das wir uns da unwahrscheinlicher Weise in einer Abhängigkeit befinden)

Mann muß halt nur mehr zahlen, dann lassen andere Länder für Geld ihre eigene Bevölkerung verhungern?

Ich nehme mal an hier im Board befinden sich zu 99% die Gruppe
die unter 10% ihres Einkommens für Nahrung und Energie aufwenden muß?


siehe Posting #114
Die Probleme der Randgruppe „Bevölkerung“

Ich gebe es zu. Das ist toll. Für diejenigen Menschen, bei denen der Anteil ihres Einkommens, den sie für Nahrung und Energie ausgeben müssen, unter 10% liegt (also die Reichen, zu denen die Beschöniger ebenfalls gehören) brennt hier nichts an. Eigentlich ist es nur eine völlig irrelevante Minderheit, sagen wir von 70-80% der Bevölkerung, die von den steigenden Preisen hart getroffen wird. Für diese kleine Randgruppe gilt nicht die Zahl, mit der die Regierung hausieren geht, sondern die Gesamtrate, also „alles“.


Das wir hier zusätlich auch noch keine Ahnung haben was der ~normale Preis von Lebensmitteln ist kommt erschwerend hinzu
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,547153,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.906.883 von Nannsen am 17.04.08 12:04:02naja Nannsen nicht sehr glaubhaft deine letzte zeile.
die nummer als evolutionsrambo nehme ich dir schon lange nicht mehr ab,was ich ja erstaunlich positiv finde,aber bei dir angst auslöst,es als schwäche ausgelegt zu bekommen.
so wir uns beide einig sein dürften,das ideologie primär nicht nahrung als lebenswichtig ersetzen kann,kommt es zwangsläufig zur frage wie der bedarf unter welchen umständen gedeckt werden kann.
die bisherige vorgehensweise reicht dazu ebenso wie in der vergangenheit nicht mehr aus,trotz der ungeheueren verbesserung der ca. 140fachen menge eines ursprünglichem erzeugers in unsweren breiten,dank der technik und des rohstoffes öl.
ich schreibe dies nochmal in ähnlicher art,um deutlich zu machen das wir uns in diesen fragen nicht auskoppeln oder verweigern können,da wir sehr wohl u.u. selbst sehr schnell davon betroffen sein könnten und nicht als regional beschränkbar anzusehen sind.
eine lösung wenn überhaupt möglich? bedarf aller anstrengung um unseren nachfolgenden generationen eine welt zu ersparen,gegen die die vergangene geradezu als märchenhaft friedlich und lebenswert erscheinen lässt.
ci möchte nicht in einem boot ohne nahrung sitzen,wo jeder gierig dem anderen als nahrung mustert und dies als evolutionsbedingt zum überleben akzeptiert und wünsche es natürlich auch nicht den anderen.
Energie, Rüstung und auch Wasser werden als strategisch wichtige Branchen eingeschätzt, bei denen sich jedes Land seine Unabhängigkeit bewahren möchte. Ich denke Nahrungsmittel müssten ganz klar auch dazu gehören.
Das heisst, wer sich nahrungmitteltechnisch vom Ausland abhängig macht hat eine gewisse Grundschuld daran, wenn die eigene Bevölkerung hungert.
Niemand wird gezwungen Nahrungsmittel zu exportieren. Wenn die eigene Bevölkerung hungert, ist es natürlich die Pflicht der Regierung die Nahrungsmittel für den Eigenverbrauch sicherzustellen.
Der Westen kann nur kaufen was auf dem Markt ist.

:)
Wenn wenigstens als Grundlage anerkannt würde, daß die bestehenden Probleme verursacht werden durch Bevölkerungsexplosionen, längere Lebenszeiten und höherem Reichtum in der Welt mit all den sich daraus ergebenden Folgen, wären wir schon einen großen Schritt weiter.

Aber genau das will niemand so recht sagen. Denn das ist zwar alles gut und schön. Nur leider auch "politisch unkorrekt".

Es kann nicht so weitergehen wie bisher. Wir können zum Beispiel nicht aus der Atomkraft aussteigen, weil es gerade "en vogue" ist. Ökostrom allein wird uns nicht helfen. Erst recht bringt es überhaupt nichts, wenn wir hier allein auf weiter Flur stehen. Lieber sollten wir die Technologie weiterentwickeln, sicherer machen und exportieren. Dann fahren auch andernorts Wagen mit Strom.
Und letztlich wird sich niemand von der Politik vorschreiben lassen wollen, wieviel Fleisch er zu essen hat. Bärbel Höhn meinte dazu tatsächlich, der Deutsche solle seinen Konsum gefälligst um 80% einschränken. Besser vernünftig handeln als mit Verboten Ideologie durchzusetzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.910.816 von Sexus am 17.04.08 18:08:04Wenn wenigstens als Grundlage anerkannt würde, daß die bestehenden Probleme verursacht werden durch Bevölkerungsexplosionen, längere Lebenszeiten und höherem Reichtum in der Welt mit all den sich daraus ergebenden Folgen, wären wir schon einen großen Schritt weiter.

Ich wüsste nicht wer dies bestreitet.
Nur allein das Paradox, dass höherer Reichtum zu Hunger in der Welt führt zeigt das etwas nicht stimmt. Wobei es eben nicht der Reichtum an sich ist sondern dessen Verteilung und der damit zusammenhängende Egoismus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.910.816 von Sexus am 17.04.08 18:08:04#125

"höherer Reichtum" ist an sich aber kein Problem, schon eher so etwas wie überzogen hohe Ansprüche und Lebensgewohnheiten.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.910.917 von T.Hecht am 17.04.08 18:17:29Dein kleines Kommunisteneinmaleins hört sich zwar schön herzzerreissend an, schiesst aber Kilometer an der Sache vorbei.
Wenn ein Staat seine Bevölkerung nicht mehr ernähren kann, hat das nichts mit den Staaten am anderen Ende des Weltmarktes zu tun, sondern zu erst mit den Strukturen in den Ländern selber.
Wer selbst nicht genug Getreide produzieren kann, ist halt von den Weltmarktpreisen und dessen Schwankungen abhängig. Mißernten gab es übrigens immer schon. Oder waren da auch die "Reichen" schuld?

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.911.282 von diggit am 17.04.08 18:52:31Außer dummen Sprüchen wie "kleines Kommunisteneinmaleins" hast du wohl nichts drauf. In einer globalen Wirtschaft gibt es so etwas wie Arbeitsteilung, insofern muss ein Staat seine Bevölkerung nicht ernähren zu können (gemeint die Staaten müssen Selbstversorger sein).
Kommt es jetzt zu Marktpreisschwankungen, weil sich Nahrungsmittelproduzenten aus Profitgründen für die Energieproduktion entscheiden ist etwas moralische Verantwortung gefragt. Insbesondere die Subventionierung von Biosprit ist dann ein Skandal.

Ich hatte mich oben schon zum Markt geäußert.

Am Ende ändert es aber nichts an der Tatsache, dass in einer Situation wo Lebensmittel knapp, zumindest aber teuer sind, das Angebot durch Energiegewinnung zusätzlich verknappt wird. Dem "Markt" ist halt der höhere Preis (bei Energiegewinnung bezahlt vom Westen) lieber als als der Preis den die Hungerleider zahlen können.
Ich kann den Markt verstehen!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.911.282 von diggit am 17.04.08 18:52:31Nachtrag

Mißernten gab es übrigens immer schon. Oder waren da auch die "Reichen" schuld?

Besser kann man eine Einstellung zu dieser Problematik nicht zum Ausdruck bringen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.911.481 von T.Hecht am 17.04.08 19:13:26war wohl etwas lang das posting weiter oben/unten

Explodierende Rohstoffpreise ein unabänderliches Schicksal?

Wäre es eine schlagartige Verknappung dieser Rohstoffe, weil plötzlich überall Missernten auftreten und zugleich eine Milliarden Menschen seit letzten Sommer, als diese Sauerei ihren Anfang nahm, plötzlich mit leerem Magen aus dem Nichts aufgetaucht wäre ... ja, eine Verdoppelung und Verdreifachung der Preise wäre nachzuvollziehen. Aber soweit mir bekannt ist, hat sich weder das eine noch das andere ereignet. Dagegen wäre die Produktion durchaus noch zu steigern. Dabei meine ich nicht den immer noch kleinen Teil an Anbauflächen von Agrarrohstoffen, die jetzt für umweltfreundliche Treibstoffe verwendet werden. Wenngleich das nun auf einmal heftig kritisiert wird, ist dies doch keineswegs die Basis der Problematik.


und

Wie entstehen diese Preise?


Die Basis dieser so plötzlich explodierenden Preise liegt genau dort, wo das Geld sitzt. Der weitaus größere Teil der Transaktionen an den Rohstoffbörsen dient nicht der faktischen Warenbeschaffung durch Vorabkäufe und –verkäufe via Futures und Optionen, sondern der reinen Spekulation. Grundsätzlich war das bereits von 100 Jahren der Fall, aber der Anteil der Spekulation hat in den vergangenen Monaten extrem zugenommen. Er dominiert mittlerweile dermaßen, dass die wahre Angebot- und Nachfrage-Relation oft keine Rolle mehr spielt.

Rechtlich gesehen ist das ja zulässig. Jeder könnte, so denn genug Geld vorhanden ist, mit entsprechender Kapitalkraft die Kurse dominieren. Erinnern Sie sich an meine Kolumnen im August/September 2007, als ich Ihnen das Futures-Spiel im Dax beschrieb? Heute wissen wir, dass damals die 50 Milliarden einer französischen Großbank das Spielgeld waren, mit dem man den Dax nach Belieben nachbörslich nach oben trieb. Das selbe Prinzip funktioniert bei allem, was an einer Börse handelbar ist. Auch bei Rohstoffen.

Nun sind dafür natürlich gigantische Kapitalmengen erforderlich. Woher sollen den solche Summen kommen? Von den Mitläufern. Diejenigen, die sich hier in erster Linie eine goldene Nase verdienen, haben sich nur die Strategie zurechtlegen und den Anfang machen müssen. Erinnern Sie sich:

Plötzlich tauchten im Herbst „Experten“ von Fonds, Hedge Funds und Banken auf, die uns allen wissend mitteilten, dass man sein so sehr gefährdetes Geld nur in Rohstoffen in Sicherheit bringen könnte. Rein zufällig lagen die entsprechenden ETFs und Zertifikate bereits für die Anleger bereit. Man sorgt ja vor, man ist ja Menschenfreund.


aber ne ist schon klar primär Missernten,inkompetente Staaten und Menschen dort ... :keks:
(kein Zweifel das gibts wirklich, ist aber nur geringst an den Weltmarktpreisen schuld )
In einer globalen Wirtschaft gibt es so etwas wie Arbeitsteilung, insofern muss ein Staat seine Bevölkerung nicht ernähren können


Die Arbeit scheint mir jedoch sehr einseitig verteilt zu sein.

Praktisch siehts wohl so aus, dass die westlichen Industriestaaten alles und die Entwicklungsländer so gut wie gar nix produzieren...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.912.083 von hasenbrot am 17.04.08 20:14:12noch praktischer gesagt, bist du noch im entwicklungsstadium der geistesfindung.so ziemlich alles was du an kleidung trägst und tausende andere güter wurden in "entwicklungsländern" produziert,damit jemand wie du ,seinen erbärmlichem verstand ,zu solchen aussagen verleiten kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.912.608 von shitpalaver am 17.04.08 21:06:50Durch die Globalinflation mittels den FED-Eigentümern (Rockefeller, Rothschild...) hervorgerufene Welthungerkatastrophe:

Industriestaaten an drohender Hungerkatastrophe schuld?
18:18 | 25/ 04/ 2008

MOSKAU, 25. April (Andrej Fedjaschin, RIA Novosti). Wenn die Rede von einem "idealen Sturm" oder einem "stillen Tsunami" ist, sind leider nicht fesselnde Piratengeschichten gemeint.

Die Rede ist vielmehr entweder von Hunger oder von seiner höchst realen Gefahr.

Den Terminus "Perfect Storm" gebrauchte in Paris Jacques Diouf, Chef der UN-Ernährungsorganisation FAO über den weltweit rasanten Anstieg der Nahrungsmittelnachfrage (und folglich auch der Preise). Seine Kollegin Josette Sheeran, Exekutivdirektorin des UN-Welternährungsprogramms (WFP), nannte auf der am 24. April in London abgeschlossenen Sonderkonferenz über die Nahrungsmittelkrise die sich für die armen Länder nähernde Hungerwelle einen "stillen Tsunami".

:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.988.683 von pur13 am 28.04.08 21:47:27ach ja - die Quelle, aber selbst w.o. steht nun kopf...:D

http://de.rian.ru/analysis/20080425/105934754.html
liebe leut,es macht beileibe keinen spass trotzt beschränkter geisteskraft,so oft recht zu haben.
nicht nur hier vor jahren schon auf das kommende und jetzt als akut erkannte problem der nahrungsversorgung unsw. hingewiesen zu haben,ich machte es schon vor über 40zig jahren und wurde als trottel ausgelacht.
stellt sich natürlich die frage warum klugen das nicht so sahen,bzw. sehen wollten?.
so es in meiner schulzeit schon bei ca. 2 milliarden menschen,viele hundert millionen hungernde gab,wieso sollte der hunger bei 6-8 milliarden menschen heute oder in zukunft besiegbar sein.
die medizin und höhere lebenserwartung bewirken ein potenziertes ansteigen,das bei uns zuwenig beachtet wurde.
still-legungsprämien und allerlei subventionen zur vernichtung von nahrungsmitteln,zeigen eine gewisse geisteskrankheit der politiker und anderer verantwortlichen auf.
als eine art kasandra auch auf anderen gebieten,möchte ich eigentlich garnicht recht haben,dazu müsste ich allerdings über dem verstand so mancher user verfügen,um mir keine sorgen zu machen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.989.073 von shitpalaver am 28.04.08 22:41:47So lange jemand der Gemüse pflanzt der letzte Dreckarsch ist und ein Banker der im Jahr mehr verdient als er in 100, "dummerweise" das was er und noch 100.000 Kollegen im Jahr erzeugen aus Gier und Blödheit vernichtet, so lange:
Lass alle Hoffnung fahren!
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar%20Die%20Flei…

Kommentar
Die Fleischlüge
von Ruth Fend
An massiv steigenden Lebensmittelpreisen und Hungerrevolten sind nicht die Chinesen schuld. Viel mehr haben die Industrieländer für falsche Anreize gesorgt - und müssen jetzt ihre Politik korrigieren.

Ob amerikanische Supermärkte Reis rationieren oder ein hungernder Mob in Haiti die Regierung stürzt: Schuld ist nach gängiger Meinung immer die steigende Nahrungsmittelnachfrage aus China. In kaum einer politischen Rede, in kaum einem Medienbericht zur Ernährungskrise fehlt der Hinweis auf den neuen Appetit der Chinesen auf Fleisch und Milch, auf die Unmengen an Getreide und Wasser, die dafür verbraucht werden.

Doch ein Blick in die Handelsbilanz zeigt: Nicht die Chinesen haben uns die Teller leer gegessen. Im vergangenen Jahr produzierten sie mehr Reis, als sie verzehrten, sie führten mehr Fleisch aus als ein. Eine Tonne Reis kostete in Nordostchina einer chinesischen Zeitung zufolge vergangene Woche 240 bis 260 Euro - auf dem Weltmarkt dagegen 760 $.

Den Fleisch essenden Chinesen zum Sündenbock für Hungerrevolten zu machen ist aber nicht nur sachlich falsch. Der Blick nach Fernost lenkt auch ab vom eigentlichen Problem, den verzerrten Preisen. Diese sind das Ergebnis verfehlter westlicher Handels-, Agrar- und Entwicklungspolitik auf der einen und von Exportverboten in Entwicklungsländern auf der anderen Seite.


Die Vorräte schwinden

Für die Bauern lohnte es sich schlicht nicht mehr, Nahrungsmittel anzubauen. Erstens haben Subventionen die Landwirte in die Produktion von Energiepflanzen für die Biospritherstellung gelockt. Zweitens wurden sie in Entwicklungsländern massenweise aus dem Markt gedrängt. Das rächt sich jetzt: Hätten die globalen Vorräte im Jahr 2000 noch ausgereicht, die Welt 216 Tage zu ernähren, so sind es jetzt nur noch 53 Tage. Punktuelle Schocks wie Ernteausfälle in Australien führen so zu dramatischen Preisausschlägen.

Nehmen wir die Bauern im Süden: Etliche flüchteten in die Städte, weil sie nicht mehr mit Billigimporten aus den Industriestaaten mithalten konnten. Massiv subventionierter US-Mais etwa ließ zwischen 1994 und 2003 den Maispreis in Mexiko um mehr als 70 Prozent einbrechen. Umgekehrt versperren ihnen Einfuhrzölle immer noch den Zugang zu westlichen Märkten. Schätzungen der Weltbank zufolge kostet der Protektionismus im Norden die Länder im Süden 100 Mrd. $.

Zugleich wurden Investitionen in die Landwirtschaft in Entwicklungsländern gekappt. Statt in den Agrarsektor steckten Regierungen und Geber ihr Geld in Exportindustrien und städtische Entwicklungsprojekte. Sie strichen Kleinbauern die Kleinkredite und Subventionen für Dünger und Saatgut, sie fuhren Agrarforschung und Bewässerungsprojekte zurück - so verwandelten sich Selbstversorger wie die Philippinen in Reisimporteure. Angespornt oder gedrängt wurden sie dabei von der Weltbank und dem Internationalem Währungsfonds. Nur vier Prozent der Entwicklungshilfe flossen einem Weltbankbericht zufolge 2007 in den ländlichen Raum, wo jedoch zwei Drittel der Armen leben. Staudämme oder ein Metrosystem in Metropolen zu finanzieren ist rentabler, als Bauern in weit verstreuten Dörfern zu helfen.

In Zeiten steigender Nahrungsmittelpreise könnte es für Bauern endlich aufwärtsgehen - eigentlich. Aber die hohen Preise kommen vielerorts nicht bei ihnen an: Viele Kleinbauern produzieren nur noch für den Eigenbedarf. Bei denen, die verkaufen, streichen Zwischenhändler einen Großteil der Margen ein. Und in Ländern wie Indien und Vietnam ersticken Exportverbote das Preissignal. Diese mögen zwar kurzfristig die Not der Konsumenten lindern. Langfristig verhindern sie aber, dass mehr Essen produziert wird.

Die gute Nachricht lautet: Gegen verzerrte Preise lässt sich etwas tun - anders als gegen den zunehmenden Fleischkonsum in China. Doch dafür müssen die Regierungen die Fehler der Vergangenheit korrigieren.



Die Gelegenheit zum Umsteuern gibt es, etwa im Rahmen der laufenden WTO-Verhandlungen zur Liberalisierung des Welthandels. Die totgesagte Doha-Runde scheint Chancen zu haben, doch noch vor der US-Präsidentschaftswahl im November abgeschlossen zu werden. Ein Grund für die Fortschritte sind auch die hohen Lebensmittelpreise. Sie nehmen den Druck von den Industrieländern, ihre heimischen Bauern massiv mit Subventionen und Zöllen zu stützen.

Der G8-Gipfel im Juni in Japan ist eine weitere Chance, auf koordinierte Art Anreize zur Nahrungsmittelproduktion zu schaffen. Entwicklungsländer könnten überredet werden, Exportkontrollen aufzuheben - wenn sich andere Länder auch dazu verpflichten und die G8-Staaten ihnen Unterstützung zusichern. Nicht nur in Form akuter Nothilfepakete, sondern mit einer gezielten langfristigen Förderung des Agrarsektors.

Was das EU-Ziel betrifft, zehn Prozent des Treibstoffs bis 2020 aus Pflanzen zu gewinnen: Weg damit! Mit dem Klimaschutz ist die Beimischung schwer zu begründen - genügend Studien haben die miese Energiebilanz von Biosprit bewiesen. Noch wandern weltweit nur fünf Prozent des Getreides in den Tank - das dürfte sich aber ändern. In den USA sind es schon 20 Prozent, insgesamt 41 Länder haben Förderprogramme aufgelegt. Nur die Chinesen sind hier vorbildlich: Sie verzichten komplett auf Biodiesel.



FTD.de, 08:00 Uhr
© 2008 Financial Times Deutschland
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/349075.html?p=2
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.990.392 von Bernd_das_Brot am 29.04.08 09:30:17#134 & 138

Schon klar. Schuld sind immer nur die anderen.

Wie wäre es damit, wenn sich all die korrupten und rassistischen Regime in der sogenannten "dritten Welt" einmal an die eigenen Nasen packen würden ?

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.989.386 von Salamitaktik am 29.04.08 00:28:33#137

Und so lange Fussballer, Superstars, Rennfahrer, Partyluder, Nebenjobpolitiker usw mehr Geld im Jahr verdienen als ein hart arbeitender Banker...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.996.423 von Blue Max am 29.04.08 19:29:25Wozu auch Haiti gehört.

Und besonders in Afrika sitzt an der Spitze der meisten Staaten Despoten, die die eine Hälfte des Staatshaushaltes benötigen, um sich und ihre Familienangehörigen in Luxus leben zu lassen, und die andere Hälfte, um die Armee bis an die Zähne zu bewaffnen.

Und wenn die UNO mal mahnt, dass das Volk hungert, wendet der Despot an die UNO: "Na dann müsst ihr es eben ernähren."
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.996.548 von 23552 am 29.04.08 19:45:37Völlig korrekt! Aber da kommt unser Weltpolizist nicht auf den Gedanken mal einzumarschieren, fehlt ja das Öl.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.996.438 von Blue Max am 29.04.08 19:31:17hart arbeitender Banker

:confused::eek::laugh::laugh::laugh:

Gibt es so häufig wie Schnee in der Karibik :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.996.600 von T.Hecht am 29.04.08 19:51:15Nein, es fehlt das konkrete und unmittelbare Bedrohungspotential.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.990.392 von Bernd_das_Brot am 29.04.08 09:30:17gott sei dank habe ich nicht die "gängige meinung", die eigentlich keine eigene ist ,sondern eine kopie der medienmeinung, weshalb man die herkömmlichen zeitungen und tv eh meiden sollte.

ich -und nicht nur ich -bin der auffassung, daß ohne profitgier und korruption für alle menschen genug zu essen da wäre.

was die verantwortlichen bzw.herrschenden da treiben , ist unmenschlich. wir sind faktisch moralisch und menschlich nicht besonders weit entwickelt.
soviel zum vatertag oder tag der arbeit(paßt doch irgendwie:laugh::laugh::laugh:)
cura
Die sogenannten Hungernden sind doch selbst schuld. Man schaue sich doch mal die Länder an, die betroffen sind. Totalitäre Regierungen die sich auf Kosten des Volkes und der Industrienationen bereichern. Solange die Menschen dort diese Regierungen gewähren lassen, sind sie selbst schuld. Das hat nichts mit gestiegenen Preisen zu tun.

In Afrika verhungen schon ewig die Menschen - auch vor der jetzigen Preisexplosion. Das hat nur damit zu tun, dass die Menschen dort durch und durch korrupt und egoistisch sind. Solche Gedanken wie Gemeinwohl oder "sozial" gibt es nicht. Man führt lieber Kriege anstatt das eigene Volk zu ernähren. Meiner Meinung nach sollte man jegliche Entwicklungshilfe einstellen und den Kontinent sich selbst überlassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.010.099 von smondoli am 01.05.08 17:35:57du hast sowenig ahnung von afrika wie ein blinder von farben.
nicht das ich dir das übel nähme,diesen blödsinn glauben zu viele,er ist gehässig gesagt regierungsprogramm.
warum fast immer nur korrupte sich dort an die macht kommen und auch noch lange halten können ,müsste dir einige überlegungen wert sein.
das was du entwicklungshilfe nennst,ist ein gigantisches geschäft für uns.jüngstes beisspiel ist siemens,was aber schon immer so läuft,und eigentlich nicht schwer zu durchschauen,auch für dich.
damit du billigen fisch unsw. fressen kannst,hungern dort die leute und umgekehrt exportieren wir unsere subventionierten nahrungsmittel dorthin,wo preislich kein einheimischer bauer etc. mithalten kann.
deine selbstgerechte art stört mich ein bisschen,weshalb ich mit widerwillen dies schreibe,in der hoffnung du denkst für dich erneut mal alles durch und revidierst deine meinung über afrika.
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