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Grundstücke als Sachwertkapitalanlage geeignet? - 500 Beiträge pro Seite



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Wir suchen eine direkte Kapitalanlage im Immobiliensektor, nicht über einen Fond oder über ein Bankprodukt. Die Immobilie soll physisch in Besitz genommen werden.

Bei einer vermieteten Immobilie hat man zwar ständig Erträge, aber man muss einen Verwalter bezahlen, jährliche Einkünfte erklären und versteuern, man hat Kosten für die Instandhaltung, ein Gebäude verliert mit der Zeit an Wert, ein Mieter könnte die Zahlungen stoppen etc…

Welche Immobilienart eigenet sich unter berücksichtigung der folgenden Anforderungen:

* Der Verwaltungsaufwand sollte so gering als möglich sein
* Ein Ertrag sollte erst beim Verkauf anfallen
* Es wird eine Bruttorendite von min. 3-4% p.a. erwartet
* Der zu investierende Betrag beläuft sich auf 150.000 EUR
* Die Anlagelaufzeit kann 10 oder mehr Jahre betragen

A) Nach einer ersten Recherche würde für solch ein Vorhaben vielleicht nur Grund und Boden in Frage kommen, ist das richtig oder gibt es noch Alternativen?

B) Muss man ein brachliegendes Grundstück generell bebauen?

C) Ist es eine Illusion ein Grundstück zu kaufen, es zu besitzen, keinen Aufwand damit zu haben und nach 20 Jahren mit einem kleinen Gewinn verkaufen?

D) Was ist als Grundstücksbesitzer in der Regel obligatorisch (ob Bauland, Brachland, Acker, Wald oder sonstiges Land). Was muss vom Eigentümer generell oder mit hoher Wahrscheinlichkeit gemacht werden – was erzeugt Aufwand?

E) Alternativen wie ungenutztes Gewerbeobjekt (abgewirtschaftet) günstig kaufen, es behalten, später zu einem höheren Preis verkaufen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.346.616 von Alvetira am 09.11.09 12:05:20Die höchste Wertentwicklung in diesem Sektor kann man erreichen, wenn man "brach liegendes Land" erwirbt oder besitzt, das für Baumaßnahmen/Neubaugebiete erschlossen werden soll.

Wenn es dir gelingen sollte dort etwas zu bekommen, dann bitte schön...

Grundstücke kaufen ist ja so ne Sache. In jeder Kommune gibt es verschiedene Regelungen:

I. So gibt es z.B. die Regelung, dass gekaufte Grundstücke nach 10 Jahren bebaut werden müssen, ansonsten muss der Eigentümer wieder verkaufen. Verkauft er nicht geht das Grundstück wieder an die Gemeinde.

II. Was machst du im Winter bei Schnee und Eis? Auch hier muss geräumt werden. Es gibt manchmal sogar noch Verpflichtungen monatlich/wöchentlich zu kehren...

III. Ist die Infrastruktur der Straße i.O? Unter Umständen werden bei einer Renovierung der Straße, einer Kanalerneuerung usw. Anliegerkosten fällig.

IV. Wie ist das Umfeld der Stadt/Gemeinde. Schnell kann das Grundstück "wertlos" werden, wenn die unmittelbare Region an dem Verbleib einer Firma hängt (bspw. Rüsselsheim - Opel)

Was ist überhaupt dein Motiv für das Grundstück? Schutz vor Inflation? Ansonsten fällt mir nichts ein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.346.616 von Alvetira am 09.11.09 12:05:20ach Gott, Vorschlag E gefällt mir besonders gut... den hab ich glatt überlesen.

Deine Stadt/Gemeinde wird froh darüber sein, wenn du so etwas kaufst.

Dann hat die nicht mehr das Risiko verseuchter Böden,... zu tragen.

E empfehle ich dir, wenn:

1. die 150.000 € 0,2% deines Gesamtvermögens darstellen
2. du (guter) Jurist bist
3. du sicher sein kannst, dass das Objekt schon längst weg wäre, wenn auch nur irgendjemand daran glauben würde, dass es wieder an Wert gewinnt...

Warum nehm ich mir eingetlich die Zeit zum Antworten - muss ja selbser blöd sein....

IMMOBILIEN WAR GESTERN...
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.347.183 von Tobias79 am 09.11.09 13:01:13"IMMOBILIEN WAR GESTERN... "
So etwas darfst du aber nur behaupten, wenn du in eine "Mobilie" (Wohnwagen; Zelt o.ä.). wohnst. Wenn nicht, dann werden Immobilien immer aktuell sein. Auch für dich.

Prinzipiell zählt bei Immobilien nur eines: Lage, Lage, Lage....
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.346.616 von Alvetira am 09.11.09 12:05:20Also nur das Grundstück alleine zu kaufen ist doch nur eine Wette darauf, daß du es später einmal teuerer verkaufen kannst. Nur so könnte eine Verzinsung überhaupt entstehen. Dabei müssen dann auch die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar etc.) und die laufenden Kosten (Grundsteuer, kommunale Gebühren etc) berücksichtig werden.

Wenn ich dein Anliegen richtig verstehe, willst du nur minimalen Aufwand für deine Immobilie haben, selber nicht vermieten und unterhalten und auch keinen anderen damit beauftragen.

Vielleicht wäre dann der Kauf eines verpachteten oder zu verpachtenden Grundstückes eine Möglichkeit (Beispiel pächtereigne Garagen auf Grundstück). Falls ein später angedachter Verkauf nach Ablauf der Spekualtionsfrist nicht das gewünschte Ergebnis bringen sollte, bleiben zumindest noch die Pachteinnahmen und du kannst auf bessere Zeiten warten.

MS
Sehr gute Argumente von Tobias79

In welcher Gegend soll die Anlage sein ?

Das spielt bei 150.000 eine grosse Rolle
ich habe gerade die Schätzung eines 2 Familienhauses im Osten von München gesehen , gebaut vor 5 Jahren, das Grundstück hat einen wertzuwachs von 0, die Baumasse minus 3%,
auch ein leeres Grundstück kostet Geld , bei gleichbleibenden Preisen ein Minusgeschäft.
Landwirtschaftliche Flächen in der Nähe von Städten, bringen bei Verpachtung 1-2%, ob diese jemals Bauland werden steht in den Sternen, aber wenigstens kein Minusgeschäft.
Aber seien Sie vorsichtig, Deutschlands Bevölkerrung nimmt ab, und damit der Bedarf an Bauland, die Spekulation das Bauland neu ausgewiesen wird ist dünn.


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