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Kernkraftwerke "nicht versicherbar" - 500 Beiträge pro Seite



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Weil sie ja ach so sicher sind? :D

"Eine Versicherung für Atomunfälle ist aus Sicht des weltgrößten Rückversicherers Munich Re für Versicherer und Kraftwerksbetreiber nicht tragbar.
Wegen der Addition der möglichen Schäden sei es für die Assekuranz nicht verantwortbar, diese Risiken zu stemmen, sagte der Vorstandschef der Munich Re, Nikolaus von Bomhard. Wie hoch eine entsprechende Prämie ohne Staatsgarantie im Hintergrund ausfallen würde, lasse sich mit herkömmlichen Modellen nicht berechnen. Die Folgen von Atomunfällen gelten daher in der Versicherungsbranche als nicht versicherbar."

Die Gewinne sacken die Betreiber ein, das Risiko trägt der Bürger.
Ebenso die unabsehbaren Kosten für jahrtausende sicheren Einschluss des Mülls und der Reaktorruinen.

Es wird höchste Zeit, diese extreme Wettbewerbsverzerrung zu beseitigen!
Dann wäre auch der Streit pro/kontra Kernkraft sofort erledigt.

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/liveticker-japa…
Nicht nur Lebensmittel sind schon verseucht:

"18.49 Uhr: Trinkwasser ist kontaminiert

Die japanische Regierung hat der Bevölkerung in der Präfektur Fukushima empfohlen, das dortige Leitungswasser nicht zu trinken. Die radioaktive Belastung könnte zu hoch sein. Zuvor waren bereits erhöhte Strahlungswerte im Leitunsgwasser von Tokio und anderen Regionen des Landes festgestellt worden."

Mit Brunnenvergiftern hat man früher in allen Kulturen kurzen Prozess gemacht ... :rolleyes:


Die Verantwortlichen empfehlen dem Bürger zum Schutz gegen Verseuchung nen Regenschirm, selber aber:

"Sonntag, 20. März, 22.09 Uhr: Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat seinen für Montag geplanten Besuch in der Region nahe des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima abgesagt.
Grund seien die schlechten Wettervorhersagen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Für die Region ist Regen angesagt."

So hat man's gern. :mad:

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/liveticker-japa…
http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/tid-21642…
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.239.163 von AdHick am 21.03.11 02:23:59Was ist daran neu!!!!!

Es gibt keine Versicherung für "Projekte" die nicht kalkulierbar sind!!
Eine Versicherung für`s World Trade Center gäbs heute auch nicht mehr. Über all da wo was passieren kann gibts keine Versicherung!!!
Ne Versicherung soll ja Gewinn erwirtschaften!!!!!!!

gruss
theak
Eigentlich ein befremdlicher Gedanke das Gutmenschen über Themen wie "kurzen Prozess oder Brunnenvergifter" parlieren.

Die von einem anderen user geforderte Standrechtliche Erschießung anders denkender wurde ja mittlerweile gelöscht.

Vermutlich wird das Japanische Drama eine neue Richtung in der Forschung der deutschen Bewusstseinsstörung begründen.

Alternativ könnte man auch den Hexenhammer neu auflegen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.239.177 von aekschonaer am 21.03.11 03:35:27Ich habe das keineswegs gefordert!
Nur ein historischer Rückblick als Denkanstoß für Leute wie dich, die die Dimension nicht begreifen wollen oder können, um es hier geht.
Kosten unbekannt:

"Entsorgung von Fukushima könnte zehn Jahre dauern

Tokio (dpa) – Die Entsorgung der Reaktoren des havarierten Atomkraftwerks Fukushima könnte nach Einschätzung eines Experten bis zu zehn Jahre dauern. Das berichtet eine japanische Zeitung unter Berufung auf einen Informanten des AKW-Betreibers Tepco. Wegen radioaktiver Strahlung könnten die beschädigten Brennelemente in den Blöcken 1,2 und 3 nicht abmontiert werden. Die Blöcke 5 und 6 hätten dagegen keinen großen Schaden davongetragen. Die Gefahr in Fukushima ist aber weiter nicht gebannt. In der Umgebung sind Milch und Blattgemüse verstrahlt."

http://www.focus.de/schlagzeilen/21-03-2011/entsorgung-von-f…
"1.02 Uhr: Arbeiter werden den Strahlentod sterben

Der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder rechnet damit, dass die Hälfte der verbliebenen Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima den Strahlentod sterben wird. "Wenn eine Gruppe von zehn jüngeren Leuten zwölf Stunden einer solchen Dosis Leistung ausgesetzt ist, werden 50 Prozent davon, also fünf Männer, den akuten Strahlentod sterben", sagte Lengfelder der Frankfurter Rundschau. Diesen Menschen werde zunächst schwindelig, dann brächen lebenswichtige Funktionen zusammen. Bei der anderen Hälfte der Männer sinke die Leistungsfähigeit und "ihr Krebsrisiko steigt massiv", sagte der Wissenschaftler.

Lengfelder warnte zudem vor den Folgen der radioaktiven Verstrahlung im Pazifik. Die Nuklide würden von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen und gelangten über die Nahrungskette wieder zum Menschen. Dies sei fatal für die Japaner, die sich viel von Fisch ernährten. "Nie wieder Sushi, könnte man sagen", meinte der Strahlenbiologe."

Wieviele Menschenleben ist angeblich billiger Strom wert? :rolleyes:
Welchen Wert hat unverstrahlte Nahrung?
Ja, ja, ich weiss,
verstrahlte Lebensmittel halten sich länger. :rolleyes:

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/liveticker-japa…
"Die Strahlung aus dem Reaktorunglück hat inzwischen weitere Nahrungsmittel erreicht. Zunächst waren in Spinat und Milch aus der Umgebung des Kraftwerks, aber auch im Leitungswasser in Tokio und anderen Städten leicht erhöhte Werte gemessen worden. Regierungsvertreter beteuerten bisher, dass die Belastung unbedenklich sei. In der Präfektur Fukushima aber empfiehlt die Regierung inzwischen, das dortige Leitungswasser nicht zu trinken. Die radioaktive Belastung könnte zu hoch sein.

Am Sonntag meldeten die Behörden auch erhöhte Radioaktivität in Raps. Die kontaminierten Proben stammten aus drei Präfekturen, aus denen bisher keine derartigen Problemfälle gemeldet wurden. In Taiwan wurden am Samstag radioaktiv belastete Bohnen aus Japan gefunden."

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,752096,00.html
"Für die bürgerliche Regierung in Stockholm aber bedeutet die Katastrophe in Japan keinen Anlass, ihren Atomkurs in Frage zu stellen - die zehn schwedischen Reaktoren in den drei Kraftwerken Forsmark, Oskarshamn und Ringhals werden bleiben. Neue Schritte seien nicht notwendig, so Ministerpräsident Reinfeldt. "Wir sind uns der Risiken der Atomkraft bewusst." Jede Form der Energieproduktion habe Auswirkungen auf die Umwelt."

Was soll man dazu sagen? :confused: :mad:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751123,00.html
Zitat von AdHick: "Für die bürgerliche Regierung in Stockholm aber bedeutet die Katastrophe in Japan keinen Anlass, ihren Atomkurs in Frage zu stellen - die zehn schwedischen Reaktoren in den drei Kraftwerken Forsmark, Oskarshamn und Ringhals werden bleiben. Neue Schritte seien nicht notwendig, so Ministerpräsident Reinfeldt. "Wir sind uns der Risiken der Atomkraft bewusst." Jede Form der Energieproduktion habe Auswirkungen auf die Umwelt."

Was soll man dazu sagen? :confused: :mad:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751123,00.html


Ja was glaubst du denn, alle Länder dieser Welt schliessen ihre AKWs.
"Berlin - Noch ist es eine Bauruine, das Atomkraftwerk Angra III im Süden Brasiliens. Wegen finanzieller Schwierigkeiten stand die Baustelle mehr als 20 Jahre still - die Bauteile aus Deutschland sind seit Anfang der achtziger Jahre eingelagert. Wenn es nach Atomkraftgegnern geht, sollte das auch so bleiben: Der Reaktortyp entspreche nicht den gängigen Sicherheitsbestimmungen, noch dazu stehe das Kraftwerk inmitten eines Erdbebengebiets, unweit der Millionenstadt Rio de Janeiro - so die Kritik.

Doch klar ist: Angra III soll spätestens 2015 ans Netz gehen - mit deutscher Hilfe. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit einer sogenanten Hermes-Bürgschaft. Hermes-Bürgschaften unterstützen deutsche Unternehmen bei riskanten Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern: Falls der Auftraggeber zahlungsunfähig wird, garantiert der Bund, den Ausfall zu kompensieren. Für das deutsch-französische Kernenergieunternehmen ArevaNP, das die Technik für Angra III liefert, bringt die Bürgschaft Sicherheiten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro.


Der Fall steht beispielhaft für das starke Engagement Deutschlands in der internationalen Kernkraft-Technik. Insgesamt zwölf Exportgarantien hat die Bundesregierung für deutsche Atom-Exporte übernommen, darunter Projekte in Russland und China."

Wer trägt das Risiko?
Der Bürger. :mad:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,751490,0…
Die logische Schlußfolgerung ist, dass die AKWs verstaatlicht werden müssen.

Das muss den Staat gar nix kosten, er muss bloß mal die Entsorgungskosten für die nächsten Hunderttausend Jahre in Rechnung stellen und teure Sicherheitsnachrüstungen fordern. Es kann doch nicht sein, dass die Privaten auf Kosten des Volkes fröhlich Profit machen.

Die zweite logische Schlußfolgerung ist, dass alle Versicherer (und Banken) verstaatlicht werden: eine staatliche Versicherung und eine staatliche Bank - fertig. Private Versicherungen schaden der Volkswirtschaft, weil sie nur für ihren Profit arbeiten und für unnötige Prozesse sorgen. Private Versicherungen müssen sich rückversichern und Geldgeschäfte (Anlagen) tätigen - alles unnütz und ineffizient. Banken und Versicherungen sind Staatsangelegenheit. (alles imho)
"... Auch sonst gilt die Deutsche Bank als einer der großen Player im Nukleargeschäft: Laut Urgewald zählt das Institut weltweit zu jenen zehn Finanzinstituten, welche die Branche von 2000 bis 2009 am meisten unterstützt haben: 7,8 Milliarden Euro soll sie in die internationale Atomindustrie investiert haben. Auch die Commerzbank Chart zeigen soll mit einer Summe von 3,9 Milliarden zu den großen Unterstützern zählen. Beide Banken wollten dies auf Anfrage nicht kommentieren. Die Landesbanken WestLB und die LBBW tauchen ebenfalls im oberen Drittel der Liste auf, wobei sich die LBBW dazu nicht äußert. ..." http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,751490,0…

Es ist Wahnsinn, dass Privatbanken Kredite vergeben und Zinsgewinne einfahren dürfen und zum Dank das Finanzsystem auch noch mit Derivaten destabilisieren.

Den Moloch aus privaten Banken und Versicherungen, die fetten Boni, Villen und Nobelkarossen, ... das finanziert alles der Bürger und dafür kriegt er korrupte Politiker, ein marodes Lügenfinanzsystem und auch noch Angriffskriege.

Marktwirtschaft ist prima, auch Privatbesitz ist nützlich aber Banken und Versicherungen haben dem Staat zu gehören. Großprojekte sollte der Staat direkt finanzieren, dann gehört ihm das Geschaffene auch, siehe Thread: DESERTEC - der Generalangriff auf die Brieftaschen beginnt. (alles imho)
Zitat von HeWhoEnjoysGravity: Die logische Schlußfolgerung ist, dass die AKWs verstaatlicht werden müssen.


Mit dem grundehrlichen, kernigen Guttenberg als Kraftminister? :rolleyes:
Hallo AdHck,

es gibt auch keine Versicherung gegen mögliche Schäden durch die in Deutschland und Resteuropa gelagerten Atomsprengköpfe.:D
ss gibt auch keine Versicherung gegen Entscheidungen unserer Politiker, die uns mit oder ohne Atomkraft mittlere dreistellige Milliardensummen pro Legislatur kosten.

@theak,

Versicherungen gäbe es schon, nur wären die Prämien so hoch, dass sie die (monetären) Risikowerte in relativ kurzer Zeit überschreiten würden.
Es gibt ein Prognos-Gutachten von 1992, das damals von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde.
Dort kommt man zum Schluss, dass ein Super-Gau in Biblis Schäden in Höhe von etwa 10 Billionen DM verursachen würde. Das entspricht (unter Berücksichtigung der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit von einem Supergau alle 1666 Jahre) rechnerisch einem Schadenserwartungswert von 6,42 Mrd DM pro Jahr 0,043 DM/kWh Atomstrom. Wenn man die Risikoaufschläge der Versicherer (für die derzeitige geringe Versicherungssumme für AKWs) hochrechnet, kam man damals sogar auf 3,60 DM/kWh.

Hier ist das Prognos-Gutachten zu finden:

http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.240.321 von rv_2011 am 21.03.11 11:03:14Gutachten von 1992 ?

Beim Thorium-Reaktor und der Atomkraft der 4. Generation sähe aber die Kalkulation anders aus.
Bezüglich deines Thorium-Reaktors hatte ich dich schon auf die teure Pleite des THTR-300 in Hamm-Uentrop hingewiesen, die den Steuerzahler noch heute 6,5 Mio. € jährlich kostet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_THTR-300

Da dir das nicht reicht, lies dir mal die Probleme und Verseuchung des Vorgängers im Kernforschungszentrum Jülich durch (Kosten für den Steuerzahler kann man nicht mal schätzen) :
http://de.wikipedia.org/wiki/AVR_(Jülich)

Teilweise liegt der strahlende Dreck in der absaufenden Asse. :rolleyes:
"12.20 Uhr: Hoch belastetes Blattgemüse

Bei Hitachi, 100 Kilometer nördlich von Fukushima ist Blattgemüse zum Teil sehr hoch mit radioaktiven Substanzen belastet. Bei Spinat wurde zum Beispiel ein Jod-131-Wert von 54.000 Becquerel und einen Cäsium-Wert von 1.931 Becquerel je Kilogramm gemessen. Die Grenzwerte liegen in Japan bei 2.000 Becquerel für Jod und bei 500 Becquerel für Cäsium. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt allerdings einen generellen Grenzwert von nur 100 Becquerel pro Kilo."

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/liveticker-japa…
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.240.646 von Seuchenvogel am 21.03.11 11:45:00Vielleicht.

Ich bin mir aber nicht sicher, welche Folgen dort ein Graphitbrand (nach Bruch des Containments) hätte.
"9.05 Uhr: Vom Reaktor 3 des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima sind die Einsatzkräfte abgezogen worden, wie der Betreiber Tepco bekanntgibt. Sie suchten Schutzräume auf. Grauer Rauch steigt aus Block 3 der Anlage auf. In den Brennelementen dieses Reaktors befindet sich hochgefährliches Plutonium. Zuvor war von erhöhtem Druck die Rede gewesen.

10.01 Uhr: Nach einem Bericht der „Yomiuri“-Zeitung ist der Rauch in die Zentrale der Arbeiter des Werks eingedrungen. Es heißt, er kommt aus den Abklingbecken. Der Betreiber Tepco informierte auch die Feuerwehr. Der Rauch wurde laut Berichten um 15.55 Uhr Ortszeit über dem Flachdach des Blocks sichtbar, er zieht Richtung Südosten."

http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/tid-21642…
rv,

die in damaligen Mark ausgedrückte monetäre Tragweite von 10 Billionen und die Risikowerte halt ich für wenig glaubwürdig.

Denn :

zu berücksichtigen wäre, dass kein Kraftwerk über diese Laufzeit betrieben wird und das Herunterbrechen auf einen jährlichen Risikowert auf Basis des Prognos-Gutachtens höchstens ideologische Befindlichkeiten befriedigt..
Man müsste eine definierrte Dauer für die Nutzungsphase als Basis nehmen, und jede technische/ablauforganisatorische Verbesserung risikomindernd berücksichtigen. Ausgehend von einer realistischen Nutzungsdauer von 50 - 60 Jahren bedeutet das ebenfalls Risikominderungen im Vergleich zu den 1600 Jahren theoretischer Dauer auf der diese Berechnung basiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.241.352 von derdieschnautzelangsamvollhat am 21.03.11 14:15:46Ich nehme mal an, dass die Studie von einer dauerhaften Nutzung der Kernkraft ausgeht. Kein vernünftiger Mensch kann doch eine Laufzeit von 1600 Jahren für ein Kraftwerk annehmen. :laugh:

Klar ist auch, dass der Spruch (in einem Märchen) der Brüder Grimm): "Heinrich, der Wagen bricht" andere Folgen hatte, als die auf einer heutigen Autobahn entstehenden. (Beim Autoverkehr gibt es hierzulande technische Überwachung und Haftpflichtzwang. Nur nebenbei: mein Auto ist gegen einen höheren Schaden versichert als ein französisches Atomkraftwerk. :D )

Kernkraftwerke sind nicht versicherbar, die Folgen aus der Nutzung kaum einschätzbar, und auch die Kosten sind wesentlich höher, als man es sich zur Zeit im allgemeinen vorstellt.

Die Atomtechnik entstand zunächst aus reiner wissenschaftlicher Neugier, wurde rasant entwickelt wegen des brutalen zweiten Weltkriegs und danach hat eine Mischung aus Größenwahn (Waffentechnik für den kalten Krieg), "Fortschritts"gläubigkeit und das Prinzip des Vogel Strauss den Bau der Höllenmaschinen möglich gemacht. Ohne die ungefragt eingeforderte Haftung der Allgemeinheit wären sie niemals zu betreiben. Die Allgemeinheit haftet nicht nur mit Hab und Gut, sondern auch noch mit ihrer Gesundheit und Lebenserwartung (die wird im Laufe der Zeit wieder kürzer, weil anzunehmen ist, dass das nächste Leck schon in Bälde aufgerissen wird.)
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.241.352 von derdieschnautzelangsamvollhat am 21.03.11 14:15:46Die Prognos-Studie geht keineswegs von irreal langen Laufzeiten aus - und die 10 Bio DM Schaden bei einem Supergau in Biblis haben damit gar nichts zu tun.

Die Zahl "ein Supergau in D alle 1666 Jahre" ist ein statistischer Wert, der sich aus der Schätzung von "ein Supergau auf 33.333 Reaktorjahre" ergibt (ältere Schätzungen gehen von einem Super-GAU je 10.000 Reaktorjahre aus):

Die Wahrscheinlichkeit für einen Super-GAU
beträgt laut DRS Phase B 1 : 33.333 Jahre (ohne Maßnahmen des Accident-
Managements). Bezogen auf die BRD und das Jahr 1989, in dem 20 Reaktoren
in Betrieb waren, muß demnach alle 1.666 Jahre mit einem Kernschmelzunfall
gerechnet werden.


Die DRS kann man hier finden: http://www.grs.de/content/deutsche-risikostudie-kernkraftwer…

Bei 400-500 AKWs weltweit ergäbe sich nach dieser Schätzung ein Super-GAU etwa alle 50 Jahre. Die Erfahrung zeigt, dass es deutlich mehr (nämlich 2-3) sind: Wenn man Harrisburg (wo es zu einer Kernschmelze, aber glücklicherweise nicht zu einem Bruch des Containments mit massiver Freisetzung von Radioaktivität kam) ausklammert, gab es bisher 2-3 Super-GAUs (Keschtym (nicht in einem AKW, sondern in einem Zwischenlager), Tschernobyl, Fukushima).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.241.815 von rv_2011 am 21.03.11 15:20:41Noch einmal:

Die Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs beträgt nach offiziellen Risikoabschätzungen (DRS) weltweit etwa 1/70 pro Jahr (also durchschnittlich ein Super-GAU alle 70 Jahre, die 50 Jahre hatte ich etwas zu schnell geschätzt). Nach den Erfahrungen scheint die Wahrscheinlichkeit etwa 3 mal so hoch zu liegen (ein Super-Gau alle 20 bis 30 Jahre).

Für Deutschland beträgt sie (nach der offiziellen Risikoabschätzung) 1/1666 pro Jahr (oder 6% in 100 Jahren). Wenn man die Nachbarländer (insbes. Frankreich) einbezieht (etwa 100 AKWs in Europa), steigt sie auf ca. 30% in 100 Jahren.

Ist es vertretbar, ein solches Risiko einzugehen?
ZackB, rv

Risikobetrachtung ist ein iterativer Prozess, sowohl Eintrittswahrscheinlichkeit als auch Risikowerte sind seit 1992 (zumindest bei uns) zurückgegangen und auch nicht durch das Naturereignis das zum Schaden in Japan geführt hat, automatisch gestiegen.
Man kann die Risiken bei AKW nicht auf globaler Ebene und gleichmäßig verteilt sehen, sondern nur differenziert nach technischen, organisatorischen und geologischen/natürlichen Ist-Zuständen und Erfahrungen in der Vergangenheit( Erdbeben, Tsunami, Hurricangefahr) und den jeweiligen nationalen Regelwerken..
Die Risiken beim Betreiben eines AKW in Japan, Kalifornien oder in der Walachei sind damit zwangsläufig weit höher als bei uns.

rv,

bei den angeblichen 30% durchschnittlich ?? im Verleich zu unseren 6%, müsste uns vor allem daran gelegen sein, die europäischen AKW auf unsere Norm zu standardisieren.

Aber: das 1/1666el kannst du nicht auf hundert Jahre hochrechnen, sondern maximal auf die vorgesehene Laufzeit ( da niedriger als 100 Jahre risikomindernd) und hast jede technische organisatorische Verbesserung ebenfalls als risikomindernd mit einzubeziehen um auf einen aussagekräftigen ( allerdings auch nur theoretischen) Wert zu kommen.
Three MIle Island und Tschernoby sollte man nach den Verbesserungen in der Entwicklung, im Anlagenbau, im Betrieb, im know-how bis heute nicht mehr als Maßstab nehmen; eine Naturkatastrophe eignet sich ebenso wenig.

Natürlich sind die alternativen Energien eine mittelfristige Lösung; das steht außer Frage. Die Frage wird sein ob sie so billig verkauft werden, dass alle davon profitieren. Wer zu den oberen 10 - 20 % der Einkommensbezieher gehört den wird es nicht stören wenn er statt 100 Euro 250 Euro im Monat für Strom bezahlt. Den Rest schon, und ich bin neugierig darauf was passiert, wenn den Menschen bewußt wird wie sehr sie der Ruf nach abschalten der AKW im täglichen Leben negativ betreffen kann. Kein/wenig Geld, kein Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner usw. oder alles nur noch stundenweise. Kauft schon heute Kerzenhersteller !!
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.242.612 von derdieschnautzelangsamvollhat am 21.03.11 17:11:28Mag sein, dass das Risiko weltweit höher ist als in Deutschland (darauf bezog sich die Abschätzung der DRS). Ob sie inzwischen wesentlich gesunken ist, glaube ich nicht: Gegen den Absturz eines Flugzeugs ist kein AKW bei uns abgesichert (und dieses Risiko ist hier größer als "in der Walachei").

Für die anderen europäischen AKWs habe ich das selbe Risiko angesetzt wie bei uns; das scheint mir angemessen. Eine Hochrechnung auf 100 Jahre ist (so hoffe ich) tatsächlich irreal: Wir werden hoffentlich in 20 Jahren kein AKW mehr in Europa haben. Aber ein Risiko von 6% für einen Super-GAU in Europa (oder von 1% für einen Super-GAU in Deutschland) in den nächsten 20 Jahren ist IMHO auch eigentlich zu viel.

Ich sehe auch, dass sich unsere AKWs nicht alle sofort abschalten lassen. Aber ich hielt es nicht für vertretbar, die Laufzeiten über den bereits mit den Betreibern ausgehandelten Zeitraum zu verlängern.

Die Folgekosten der Endlager werden uns ohnehin noch über Jahrtausende belasten (siehe Asse). Diese Folgekosten sind im "billigen" Atomstrom nicht eingepreist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.242.801 von rv_2011 am 21.03.11 17:34:29Noch etwas: Die verbesserte Sicherheit zukünftiger AKWs (wenn es sie denn gibt) hat ihren Preis. "Billig" ist der Atomstrom nur, weil die derzeit laufenden AKWs längst abgeschrieben sind.

Eine andere Prognos-Studie (Auftraggeber: Bundesamt für Strahlenschutz) kommt (ohne die aktuell Entwicklung) zu dem Schluss, dass die Nutzung von Atomenergie vor allem aus wirtschaftlichen Gründen weltweit in den nächsten Jahrzehnten deutlich zurückgeht:

Wir erwarten bis zum Jahr 2030 keine Renaissance der Kernenergienutzung. Vielmehr
werden die altersbedingten Abschaltungen dazu führen, dass die Zahl der Reaktoren, die
installierte Leistung und die Stromerzeugung in Kernkraftwerken deutlich zurückgeht. Bis
zum Jahr 2020 reduziert sich die Zahl der weltweit betriebenen Kernkraftwerke
voraussichtlich um 22 %, bis zum Jahr 2030 um ca. 29 % gegenüber dem Ausgangs-
niveau im März 2009. ... Wir
erwarten, dass etwa 23 % der von der in Deutschland erscheinenden Internationalen
Zeitschrift für Kernenergie ATW für die Zeit bis 2020 angekündigten Neubauprojekte und
rund 35 % der vom Internationalen Verband der Kernenergie (WNA) für die Zeit bis 2030
angekündigten Neubauprojekte realisiert werden. Unsere Bewertung wird besonders von
den gewählten Annahmen zur erreichbaren Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke und
zu den Realisierungsgraden der Planungen von China, Russland, den USA, Indien und
Japan beeinflusst.


Quelle: http://www.bfs.de/de/kerntechnik/papiere/prognosstudie.pdf
Zitat von 1erhart: Ja was glaubst du denn, alle Länder dieser Welt schliessen ihre AKWs.


"Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen" Aristoteles

Was meinen Sie, womit man sich heute fortbewegen würde wenn es nach den zynischen Spöttern und Atom-Lemmingen gehen würde? Automobil? Niemals!

Mir gehen die ganzen Pseudorealisten extrem auf den Sack. Bezeichnen andere als naive "Gutmenschen" und merken nicht, dass sie den Schuss mal wieder nicht gehört haben und längst zu den Dinosauriern gehören.
Die Technik ist mittlerweile so weit, Kernkraft locker ersetzen zu können. Und genau das wird passieren, auch wenn es noch ein wenig dauert.
rv,

wenn du für die anderen europäischen AKW dasselbe Risikopotential angesetzt hast, dann versteh ich dein posting von 15:37 nicht, wonach das Risiko in Resteuropa sechsmal so hoch sein soll (30% in hundert Jahren ) Irgendwo hab ich gelesen, das es im heutigen EU- Osteuropa sogar noch Meiler des Tschernobyl-Typs geben soll (Bulgarien ?)

Wenn die Prognos-Studie zu dem Schluß kommt, dass AKW-Nutzung aus wirtschaftlichen Gründen weltweit zurückgehen soll; dann steht das im krassen Gegensatz zur globalen Planung für AKW-Neubauten; die Annahme, dass davon nur ein knappes Drittel realisiert wird, kann richtig sein aber auch voll daneben.
Für Windenergie braucht man eben genug Wind, für Solar genügend Sonne und für Wasserkraft genügend Wasser. Und zwar in dem Maß, um jederzeit eine ausreichende Versorgung sicherstellen zu können. Der Bedarf in Europa wird nicht so signifikant steigen wie in China und Indien. Auch hier sollte wieder differenziert und nach Bedarf betrachtet werden.
Und "wir" sollten erstmal weg von der Öko-Hysterie und Zwangsbiobeglückungsstrategien. :laugh:

Problem Endlager : m.E. hätte man Geld in die Forschung/Entwicklung zwecks Recycling des strahlenden Abfalls stecken sollen, als sich ewig mit der teuren Endlagerfrage zu beschäftigen. Andere Länder sehen aber auch die Endlagerfrage entpannter.

Darüber hinaus glaube ich nicht, dass die Politik ohne die Versorgerkonzerne etwas bewirken kann. Und diese werden sich erst ihre Zustimmung zur Abschaltung der AKW teuer erkaufen lassen, und danach noch die Subventionen für den Ausbau der Alternativen einsacken. :laugh:
Ohne die Privatisierungen gäbe es HEUTE wirklichen Handlungsspielraum für die Politik. Aber den wollte man mit dem Eingeständnis zu dumm für Geschäfte zu sein und nichts zu können, unbedingt.abgeben.
Kernkraft wäre auf einem freien Markt schon längst kein Thema mehr.

Das Grundprinzip des freien Marktes ist es eben, dass jeder Marktteilnehmer Verantwortung für seine Taten tragen muss. Es kann nicht sein, dass die Energiekonzerne sich davor drücken. Wer in einem Erdbebengebiet mit Tsunamigefahr nen Mailer errichtet, der dann wegen Unfähigkeit oder sonstigen Gründen sich in eine strahlende Ruine verwandelt, der sollte zumindest Pleite gehen und die Verantwortlichen Haftstrafen absitzen.....BP hat in den USA wenigstens ein wenig zahlen müssen für den Oilspill

...das marktwirtschaftliche Minimum wäre aber, dass die Versager vom Markt müssen und der Job von anderen gemacht werden, die mehr Hirn oder Glück haben, was die Standortauswahl, das Krisenmanagement etc. betrifft...

Oder der Staat übernimmt das Geschäft, dann bin ich mal gespannt, ob sich irgendwo demokratisch legitimierte Prozesse zur Errichtung von Atomkraftwerken ergeben....

.....aber die Konzerne sind leider derartig mit den korrupten Regierungen verfilzt, dass diese Prozesse in dem, was heutzutage Kapitalismus genannt wird, aber in Wirklichkeit ein Korporatismus ist, gar nicht mehr funktionieren. Gewinne werden eingesackt, sonst hinter uns die Sintflut......
JAPAN ist übrigens das Musterbeispiel für einen verfilzten korrupten Polit-Wirtschaftssumpf, der von Technokraten und rücksichtslosen Unternehmern gesteuert wird statt von den freien Kräften der Märkte. Die hatten auch schon ihre Bankenkrise vor längerer Zeit, die die Wirtschaft dauerhaft lahmlegt und jetzt hat es eben den Energiesektor erwischt.....so gesehen gar nicht so verwunderlich
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.242.801 von rv_2011 am 21.03.11 17:34:29Da ist die EU gefragt. Europäische Länder, die AKW bauen wollen, denen streicht man Fördergelder. Das sollte man auch tun, wenn EU-Länder alte AKW haben um die Stilllegung zu forcieren. Ein Rückbau schafft im übrigen Arbeitsplätze und ich vermute sogar mehr als beim Betrieb eines AKW.

Im übrigen hat man auch ein gutes Instrument, um in Ländern wie Brasilien, Indien, China und in sonstigen Entwicklungsländern AKW zu verhindern, man streicht ihnen die Entwicklungshilfe.

Geld regiert die Welt - oder hat sich da zwischenzeitlich etwas geändert? - und mit Geld kann man sehr gut steuern. Parallel dazu könnten wir unsere Technologie für erneuerbare Energien exportieren.
Brunnenvergiftern hat man früher in allen Kulturen kurzen Prozess gemacht .

Diese Gedanken wachsen also auf deinem Mist * grinsigrins

... jetzt ist zu verstehen, warum es keine Frau bei ADHick aushalten könnte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.242.914 von rv_2011 am 21.03.11 17:48:21... "Billig" ist der Atomstrom nur, weil die derzeit laufenden AKWs längst abgeschrieben sind. ... - der Strommarkt wurde Mitte/Ende der 90er Jahre liberalisiert. Die bayerischen AKW wurden vom Bayernwerk gebaut, das dem Freistaat Bayern gehörte. 1994 wurde es privatisiert.

Ich gehe mal davon aus, dass alle anderen AKW ebenfalls den jeweiligen Ländern gehörte und dann privatisiert wurden. Leider habe ich bislang nichts finden können, welchen Preis die privaten Betreiber für die AKW bezahlt haben.
...
Allen Gegnern der Subventionierung der Erneuerbaren sei gesagt: Die Atomindustrie wurde von 1950 bis 2008 mit 165 Milliarden Euro unterstützt – allein 65 Milliarden Euro in Form von Steuervergünstigungen. Nur deshalb kann Atomstrom so günstig produziert werden. Der Preisvorteil kommt aber gar nicht beim Verbraucher an.
...
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-08/strompreise
Stella,

Ökostrom, Biodiesel plus Subventionen für die Mais und Rübenbauern zur Biomasse-Herstellung werden 2011 mit über 20 Mrd. subvbentioniert werden.

für die 165 Mrd. Subventionen haben die Alternativen nur ein Viertel der Zeit benötigt. Dafür sind meine Nettokosten pro kw/h in den letzten 10 Jahren um satte 120 % gestiegen. Und das trotz Überproduktion an Strom.
17.05 Uhr: Fukushima I wird Dauerproblem

Die radioaktive Verseuchung im Umkreis des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima wird nach Einschätzung der französischen Atomaufsichtsbehörde (ASN) jahrzehntelang andauern. Aus dem beschädigten Kraftwerk im Nordosten Japans entwichen nun "in bedeutendem Maß" radioaktive Stoffe, und der radioaktive Niederschlag dauere an, stellte die Behörde fest. "Man muss sich deshalb darauf einstellen, dass Japan mit den Folgen dieses Niederschlags auf seinem Boden dauerhaft umgehen muss", sagte ASN-Leiter André-Claude Lacoste. Das Problem werde "Jahrzehnte und Aberjahrzehnte" bestehen bleiben.
1) Es gibt keine Überproduktion an Strom

2) Hinter all den Problemen steckt natürlich die Idee, dass alles für alle billig sein muss. Der Massenkonsum als Leitidee der Politik, weil die Politiker kurzfristig wiedergewählt werden wollen.....hinter und die Sintflut/strahlender Atommüll, sagen die vergreisten, kinderlosen "Eliten"......
.....aber die Zeit der Demokratiedämmerung kommt....100 Jahre ca. hat es gedauert, um Europa vom führenden Kontinent der Welt in die Bedeutungslosigkeit und relative Armut zu führen
und das Ende wird kein schönes....
Versichungsrisiko AKW:
Katastrophe mit beschränkter Haftung


In Deutschland müssten bei einem Super-GAU die Kraftwerksbetreiber nur einen kleinen Teil der Schäden tragen - den Rest würde der Staat übernehmen. Das macht die Kernkraft für die Konzerne so lukrativ: völlig zu unrecht, sagen Ökonomen.

"Deckungssatz viel zu gering"

Derzeit regelt die Pariser Konvention, wie die Betreiber von Atomkraftwerken im Schadensfall haften. Das Abkommen sieht für die Unterzeichner eine Deckungspflicht zwischen 70 und 700 Millionen Euro vor. In Deutschland ist das Fünffache dieses Betrags vorgeschrieben; seit 2001 gilt eine Deckungsvorsorge von zweieinhalb Milliarden Euro. 255,6 Millionen werden über eine Haftpflichtversicherung abgedeckt, der Rest über gegenseitige Zusagen der Betreibergesellschaften. Eingeschlossen ist dabei auch die Gefährdungshaftung - für Schäden also, die wie im Fall Fukushima-1 nicht vom Betreiber selbst verursacht werden.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/versicherung-der-kernk…
Strahlen und Haften

Die Versicherungsgesellschaften lehnen es ab, deutsche Atomkraftwerke zu versichern. Das Risiko ist ihnen zu hoch. Atomstrom gibt es überhaupt nur deswegen, weil er nicht versichert ist.

Jeder Autofahrer muss eine Haftpflichtversicherung abschließen. Seit dem 1. Januar 2010 sind in Berlin auch Hundehalter dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dies wissend, musste ich mich erst mal setzen, als ich im Radio hörte, dass deutsche Atomkraftwerke nicht haftpflichtversichert sind. Die Versicherungsgesellschaften lehnen es ab. Das Risiko ist ihnen zu hoch.

Die Versicherungsgesellschaften sind ja die besten Experten für die Berechnung von Risiken. Sie betrachten die Dinge total cool, sie sind weder grün noch rot oder schwarz, politische Fragen sind ihnen egal. Nur die Mathematik zählt, eins plus eins. Und im Falle der Atomkraftwerke erklärten sie, schon lange vor der Katastrophe in Japan: „Das Risiko ist uns einfach zu groß. Wir sind doch nicht verrückt.“ Damit war zum Thema Atomkraft eigentlich alles gesagt

http://www.tagesspiegel.de/meinung/strahlen-und-haften/39686…
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: rv,

wenn du für die anderen europäischen AKW dasselbe Risikopotential angesetzt hast, dann versteh ich dein posting von 15:37 nicht, wonach das Risiko in Resteuropa sechsmal so hoch sein soll (30% in hundert Jahren )


In Europa gibt es schließlich insgesamt 6 mal so viele AKWs wie in Deutschland allein. ;)

Wenn die Prognos-Studie zu dem Schluß kommt, dass AKW-Nutzung aus wirtschaftlichen Gründen weltweit zurückgehen soll; dann steht das im krassen Gegensatz zur globalen Planung für AKW-Neubauten; die Annahme, dass davon nur ein knappes Drittel realisiert wird, kann richtig sein aber auch voll daneben.


Lies doch mal in der Studie. Die Annahme von (Nicht-)realisierungsprozentsätzen ist durch vergangene Erfahrungen begründet. Auf Grund der aktuellen Erfahrungen wird die Realisierungsquote gewiss nicht steigen.;)

Problem Endlager : m.E. hätte man Geld in die Forschung/Entwicklung zwecks Recycling des strahlenden Abfalls stecken sollen, als sich ewig mit der teuren Endlagerfrage zu beschäftigen. Andere Länder sehen aber auch die Endlagerfrage entpannter.


Ja - nicht nur wir überlassen unseren Atommüll den nachfolgenden Generationen.

Darüber hinaus glaube ich nicht, dass die Politik ohne die Versorgerkonzerne etwas bewirken kann. Und diese werden sich erst ihre Zustimmung zur Abschaltung der AKW teuer erkaufen lassen, und danach noch die Subventionen für den Ausbau der Alternativen einsacken.


Umso schlimmer ist es, dass diese Regierung ohne Not die bereits erzielte Übereinkunft aufgegeben hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.243.712 von StellaLuna am 21.03.11 19:40:33Die 165 Mio decken nicht die indirekten Subventionen ab wie Ausnahmeregelungen bei der Versicherungspflicht und weitgehende Übernahme der Transport-(bewachungs-)kosten und der Endlagerkosten durch den Staat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.244.743 von rv_2011 am 21.03.11 22:59:30Sorry, sollte natürlich 165 Mrd heißen.
Ob die Schäden in Fukushima vielleicht nicht doch mit Mängeln von Seiten des Betreibers zu erklären sind, wird sich zeigen

Im japanischen Sumpf wächst so manches
8.06 Uhr: Die zwei beschädigten Atomkraftwerke in Fukushima sind am 11. März nach Angaben des Betreibers von einer 14 Meter hohen Tsunami-Flutwelle getroffen worden. Das sei mehr als doppelt so hoch, wie Experten beider Planung der Anlagen erwartet hatten, berichtete der Fernsehsender NHK.
http://www.bild.de/BILD/news/2011/03/22/japan-erdbeben-tsuna…

Nach Merkel sind unsere Kernkraftwerke nach menschlichem Ermessen sicher

Montag, 21. März 2011
Kein Thema bei Verlängerung AKW-Mängel seit 2010 bekannt
Schwarz-Gelb wusste schon vor der Laufzeitverlängerung über Sicherheitsrisiken in den ältesten deutschen AKW Bescheid. Das belegen Daten aus dem Bundesumweltministerium. Zudem war kein einziges deutsches Atomkraftwerk nachgerüstet worden, obgleich die Kosten dafür von der FDP gedeckelt wurden und Reparaturen über 500 Mio Euro dem Steuerzahler aufgedrückt worden wären.

http://www.n-tv.de/politik/AKW-Maengel-seit-2010-bekannt-art…
rv,

hab mir die Prognos-Studie durchgelesen....okay, meine Eindrücke.

die Schadensberechnungen sind OBJEKTIV wie vermutet zu hoch, demzufolge ergibt sich auch der überhöhte Risikowert. (z.B. wird bei einem Berechnungsmodell einem möglichen Todesfall eine durchschnittliche volkswirtschaftliche Schadenssumme von 6 Mio. :eek:zugerechnet; unabhängig von Alter, Status usw. dabei geht man gesamt von unvorstellbaren 1,xx Mio. Toten :eek:als Folge des Unfalls aus. (Vergleich mit Tschernobyl x Faktor des Verhältnisses der Bewohner im gefährdeten Umfeld Tschernobyl/eines deutschen Meilers, wäre ein Ansatz)

Auch die anderen Modelle haben ihre Schwachstellen, vor allem in den Vollwertrechnungen auf zukünftige Folgeschäden nach Eintritt des Schadensfalles.

Die Frage der Ersetzbarkeit möglicher Opfer (z.B aus der Reserve der Arbeitslosen, die ersatzweise die volkswirtschaftliche Leistung des/der Toten kompensieren würden )wird dabei nicht berücksichtigt.

Klingt sehr zynisch, aber wenn man schon mit theoretischen Modellen arbeitet....

Unterm Strich verfestigt sich der Eindruck, das es sich um eine bestellte Horrorstudie handelt. Auch der Hinweis, die Werte hätten heute noch Gültigkeit, würde ich nicht teilen (durch die in der Zeit seit 1992 stattgefundenen Risikominderungen durch div. Verbesserungen UND relativ kurzer Restlaufzeit trotz Verlängerung im Vergleich zu den 1660 Jahren)
Die zwei neuen Kommissionen zur Frage kann man bezüglich Objektivität wohl auch in der Pfeife rauchen, da zuviele Personen teilnehmen die von der Thematik mehr oder weniger direkt betroffen sind ( in Ausprägung positiv oder negativ, aber kaum neutral) oder in irgendwelchen Abhängigkeiten stecken (Ex-)Politiker, Lobbyisten usw.)

Da winkt schon der berühmte, windige Konsens.

Zur Eintrittswahrsheinlichkeit kann ich nur sagen; wer glaubt die wäre bei den AKW zu hoch,sollte sich besonders über die Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweiten der nächsten Finanzkrisen/EU-Staatspleiten und der 100% Staatsverschuldung/BIP Sorgen machen. Und sich fragen, warum er keine Mahnwachen vor dem Reichstag gegen das Nichtstun bzw. den weiteren Risikozuwachs auf diesem Gebiet abhält.
Denn davon werden wir in relativ kurzer Zeit real betrofffen sein.

Alles wertfrei, auch wenns vielleicht nicht den Eindruck macht.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.244.373 von bares@nobles am 21.03.11 21:36:27Dies wissend, musste ich mich erst mal setzen, als ich im Radio hörte, dass deutsche Atomkraftwerke nicht haftpflichtversichert sind. - es gibt einen gerechten Ausgleich dafür!
Die Produzenten von erneuerbaren Energien müssen haftpflicht versichert sein, ohne Haftpflichtversicherung, keine Genehmigung! Ein Solar-Produzent beklagte diesen Versicherungszwang vor einiger Zeit in der Presse.
Die Versicherung dürfte mit ein Grund sein, warum erneuerbare Energie teurer ist als AKW-Strom.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.250.624 von derdieschnautzelangsamvollhat am 22.03.11 23:58:51Ob die Studie eine Horrorstudie ist oder nicht spielt keine Rolle. Alleine dadurch, das die AKW`s nicht versichert werden müssen, enststeht ein enormer Kostenvorteil zu allen anderen Energieformen. Man überlege sich mal, im Transportgewerbe müsste eine Firma Ihre Flotte nicht versichern weil für alle Schadensfälle der Staat aufkommt. Dann würde binnen Jahresfrist ein Monopolist entstanden sein...;)
Du kannst auch nicht zur Versicherung gehen und denen erklären, das Du ein Super Autofahrer bist und deswegen wird eben nichts passieren. Nein, die Versicherung sagt Dir was es kostet. Zahlst Du nicht die Haftpflicht, darfst Du am Verkehr nicht teilnehmen. So einfach ist das. Und es funktioniert!
Wenn die AKW`s so sicher sind wie von den Betreibern behauptet - warum findet sich dann keine Versicherung für die AKW`s? Das wäre doch ein Super Deal für die Allianz, da ja definitiv nichts passieren kann und alles so sicher ist. Scheinbar sehen die Versicherungsprofis die Sache etwas anders als die Atomlobby...:rolleyes:
Ob Zockerbanken oder Atomlobby - im Endeffekt steht der Steuerzahler dafür Gerade. Das hat auch nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun. Die würde nämlich funktionieren. Banken die sich verzockt haben gehen Pleite und AKW`s ohne ausreichender Versicherung dürfen nicht ans Netz. Eigentlich ganz einfach, die freie Marktwirtschaft...wenn es Sie noch irgendwo gäbe...:look:


Arthur Spooner
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.251.079 von ArthurSpooner am 23.03.11 08:24:46Hervorragender Beitrag Arthur Spooner.

Sie legen den Finger in die Wunde. Die Freie Marktwirtschaft wird durch die Herrschaft von gut vernetzten Interessensgruppen ad absurdum geführt. Banken, Energiewirtschaft, Pharma-, Rüstung usw. haben in den westlichen Gesellschaften die Parlamente korrumpiert. Durch die beschriebenen Mißstände werden wir über alle möglichen Kanäle betrogen. Das beginnt mit der Stromrechnung, den Krankenkassenbeiträgen, an der Zapfsäule und endet mit ungeheueren Steuerbelastungen und Politikern, die der Sache die Krone aufsetzen wenn sie von "Steuergeschenken" reden, die derzeit nicht möglich sein sollen.
Ein weiterer wirtschaftlicher Aspekt ist die Chancenlosigkeit vieler kleiner und mittelständischer Unternehmungen.

Die Macht der Lobbyisten beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Politik. Auch die Wissenschaft ist zum großen Teil korrumpiert und damit vergeben wir das, was die Menschheit ausmacht: Intelligenz und Kreativität bei der Lösung von Problemen.

Nächster Punkt ist der gesellschaftliche Aspekt der Korruption. Geld ist als Machtinstrument derart wichtig geworden, da wundert es nicht, dass andere immaterielle Werte stark unter die Räder kommen. Darunter leidet mittlerweile schon das allgemeine Rechtsempfinden (siehe Guttenberg).

Der wichtigste Punkt in diesem Zusammenhang scheint mir der politische Aspekt zu sein. Je offensichtlicher der Betrug wird, desto beliebiger wird die Politik. Auch das ist mittlerweile ein klarer Trend, der das demokratische System anfällig macht für politische Katastrophen aller Art. Diese Erkenntnis müsste eigentlich Motivation genug sein für kreative Köpfe sich politisch zu engagieren und die Entflechtung von Kapital und öffentlichen Ämtern voranzutreiben. Eine solche Bewegung muss von unten kommen.

LG Mo
Hallo Arthur,

volle Zustimmung, wir haben keine Markt-, sondern ein Machtwirtschaftssystem. Das zeigt sich u.a. auch daran, dass WIR die Versicherung für die Betreiber der AKW spielen. Der Gang zur Versicherung war und ist daher für die Betreiber unnötig.

Ob letzten Endes sogar ein Deal zwischen Versicherungen und Betreibern gelaufen ist (Absprache über die Nicht-Versicherbarkeit, um die Kostenrisiken soweit möglich der Allgemeinheit aufzudrücken)würde ich nicht gänzlich in Zweifel ziehen wollen.
Aus Sicht der Betreibermanagements wurde jedenfalls das Optimum bezüglich outsourcing von (Kosten)Risiken erreicht.


Da die Kernenergie aber kurzfristig nicht zu ersetzen sein wird, sollten wir uns darauf konzentrieren, die Risiken über die Dauer der geplanten Betreibung so gering wie möglich zu halten; OHNE dabei weitere Unwahrscheinlichkeiten ( bei einem anzunehmenden GAU alle 1660 Jahre kann man wohl eher davon sprechen, als von einer Eintrittswaahrscheinlichkeit) vorne an zu stellen; wie das Terrorflugzeug, welches im optimalen Aufschlagwinkel gegen ein AKW prallt, oder ein ähnlich starkes Beben wie in Japan.

Die Flächenbombardements mit Horrorberichterstattung von allen Seiten hat zu einer verstärkten Wahrnehmung faktisch fiktiver Risiken in der Öffentlichkeit geführt, unbegründete Ängste ausgelöst und das Thema auf eine emotionale und ideologische Ebene verlagert. Davon müssten wir erstmal weg, (andere Interessierte sehen natürlich gerade darin ihre Chance ):laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.251.695 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 10:02:07Was auch gerne vergessen wird, wir haben momentan eine unglaublich lange Periode des Friedens in Europa. Was passiert aber, wenn es auch bei uns wieder zu Auseinandersetzungen kommen sollte? Glaubst Du, dann wird auf Kernkraftwerke des Gegners Rücksicht genommen?
Terror mit Flugzeugen schätze ich als gering ein. Möglich wäre aber das mehrere bewaffnete Leute mal so ein AKW stürmen und dann den größten Erpressungsversuch der Menscheitsgeschichte starten. Oder schonmal über einen Kometeneinschlag nachgedacht? Der Komet der damals Sibierien getroffen hat, legte eine sehr großes Stück Land in Schutt und Asche.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis


Trifft so ein Ding in einem ungünstigen Winkel z.B. Japan, gehen sofort mehrere AKW`s gleichzeitig in die Luft. Das Land dürfte unbewohnbar werden.
Natürlich können wir nicht alle AKW`s nun gleichzeitig abschalten. Aber was vom Netz kann, sollte sofort runter. Anschließend bedarf es keiner Merkelschen Ethikkommission oder irgendwelcher Analysen - es muss einfach ab z.B. 2015 jeder Hersteller von Strom eine umfassende Haftpflichtversicherung haben. Natürlich nur bei einer Triple A Versicherung, nicht das man schnell eine kleine Tochter gründet und sich dort selbst versichert....;)
Mit diesem einfachen Kniff ist sofort wieder Chancengleichheit hergestellt. Und Du wirst Dich wundern, mit welcher Entschlossenheit unsere Energiemultis plötzlich alternative Energieformen für sich entdecken, wenn Ihnen die Allianz erstmal den Kostenvoranschlag für eine Haftpflichversicherung eines AKW`s vorgelegt hat...:D


Arthur Spooner
Arthur,

apropos Kometeneinschlag;

das Risiko eines Kometeneinschlages in Berlin erscheint mir doch ziemlich hoch, sind wir bei der Allianz ausreichend dagegen
versichert ?
Sind wir auch bezüglich der in Deutschland lagernden Atomwaffen gegen alle Unwahrscheinlichkeiten versichert ? Denk an die "broken arrows".

Bewaffnete Leute könnten en AKW stürmen...ja, klar. Die könnten aber auch ohne zu stürmen einen Atomsprengkopf von einem US-Stützpunkt klauen.
Denk mal an de Film (mit Sean Connery), wo sich der Elite-General Brigadier mit seiner Mannschaft und nem Dutzend Atomraketen in Alcatraz verschanzt und das freie Amerika erpresst....
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.136 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 10:58:14Vielleicht könnte man mal ein Thema abarbeiten und dann das nächste. Atomkraftwerke werden nicht dadurch ungefährlicher, weil es noch andere Gefahrenherde in unserer Gesellschaft gibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.136 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 10:58:14Die könnten aber auch ohne zu stürmen einen Atomsprengkopf von einem US-Stützpunkt klauen.


Dann nähere Dich mal einem deutschen AKW mit 10 Leuten vermummt und gefährlich aussehend - und dann näherst Du Dich mal mit ebendiesen Leuten einem US Stützpunkt wo Atomwaffen lagern...:D....die Unterschiede beim Empfang berichtest Du mir dann oder schickst eine SMS aus Guantanamo, wenn das Waterboarding für 10 Minuten ausgesetzt wird...:laugh:



Arthur Spooner
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: Arthur,

apropos Kometeneinschlag;

das Risiko eines Kometeneinschlages in Berlin erscheint mir doch ziemlich hoch, sind wir bei der Allianz ausreichend dagegen
versichert ?
Sind wir auch bezüglich der in Deutschland lagernden Atomwaffen gegen alle Unwahrscheinlichkeiten versichert ? Denk an die "broken arrows".

Bewaffnete Leute könnten en AKW stürmen...ja, klar. Die könnten aber auch ohne zu stürmen einen Atomsprengkopf von einem US-Stützpunkt klauen.
Denk mal an de Film (mit Sean Connery), wo sich der Elite-General Brigadier mit seiner Mannschaft und nem Dutzend Atomraketen in Alcatraz verschanzt und das freie Amerika erpresst....



Es war Giftgas,was in dem Film benutzt wurde.

Im Übrigen ist das zuviel unnötiger Aufwand.
Lt. eines Experten der auf NTV irgendwann die letzten Tage interviewt wurde muß man bei unseren AKW's nur die Stromversorgung kappen und die Notstromversorgung zerstören,was man laut seiner Aussage mit einer handelsüblichen tragbaren Panzerabwehrwaffe hinkriegt.

Anleitungen wie man Strommasten umlegt kursieren seit den 80'ern in entsprechenden Kreisen und so eine Panzerabwehrwaffe zu bekommen ist (zumindestens bei mir im Städchen) nicht wirklich ein Problem.Ich würde mal sagen mit 5-7 k € für die Waffe,die Eisensägen und Hotelkosten ist man dabei.
Das geht auch viel einfacher, ungefähr so:

"Obwohl er schon früh als radikaler Islamist aufgefallen war, arbeitete er zeitweise am Kernforschungszentrum Karlsruhe."

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2…
Arthur,

:laugh:

bei den A-Sprengköpfen bin ich von einem Insider-Klau ausgegangen; also unter Mitwirkung von militärischem Führungspersonal..;).
was hältst du von Sperrzonen, Selbstschussanlagen und Minengürtel rund um AKW; die zusätzlich mit Boden-Luft-Abwehrrakten gesichert sind ? Sobald sich ein Flugzeug unter 1000 Meter Flughöhe im Sperrgebiet befindet werden die Dinger aktiviert...:D

@Karo1,

sie werden aber auch nicht dadurch gefährlicher, indem man hier auszuschließende Szenarien aus anderen Gebieten dieser Erde (Erdbeben, Tsunami, Hurricans, )in eine innerdeutsche Entscheidngsfindung einbindet.

@beefcake,

stimmt; in besagtem Film war es Giftgas .Und? sind wir ausreichend dagegen versichert ? Da die USA schon mehr Geheimdienste haben als wir Krankenkassen, und die meisten davon an irgendwelchen Geheimwafffen forschen, besteht auch da eine erhöhte Risikogefahr.
Dazu die Unsicherheit wann und wo Godzilla wieder auftaucht, die Zylonen, Killerviren......Hiiiiilfeeeeee !!!!!:cry::cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.628 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 12:09:39@beefcake,

stimmt; in besagtem Film war es Giftgas .Und? sind wir ausreichend dagegen versichert ? Da die USA schon mehr Geheimdienste haben als wir Krankenkassen, und die meisten davon an irgendwelchen Geheimwafffen forschen, besteht auch da eine erhöhte Risikogefahr.
Dazu die Unsicherheit wann und wo Godzilla wieder auftaucht, die Zylonen, Killerviren......Hiiiiilfeeeeee !!!!!



Bemerkenswert,wie du meiner Argumentation ausweichst.
Eine reale Möglichkeit damit zu relativieren daß in Actionfilmen ..... Naja.

Aber im Grunde hast du recht.
AKW's müssen nicht versichert werden.
Das Abschalten ist alternativlos.Und nicht nur in Deutschland.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.628 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 12:09:39hmm... soweit ich mich erinnere habt ihr gerade über Anschläge Flugzeugabstürze ect. geredet und nicht über die japanischen Risiken. Das japanische an der ganzen Diskussion hier ist halt, dass die Japaner auch glaubten, wie wir, sie hätten an alles gedacht und sie hätten die sichersten, AKWs, die besten Techniker von allen.
Der Glaube an der Unfehlbarkeit, der hier noch bei vielen herrschte ist erschüttert, das hat nichts mit Erdbeben ect zu tun.
karo,

die japanische Anlage war für Risiken durch Erdbeben bis Stärke 8 gerüstet; auch die mehrfach höhere tatsächliche Stärke wäre wohl ohne größere Schäden vonstatten gegangen. Der eigentliche Auslöser war der folgende Tsunami. Das Japan ein permanent erdbebenschwangeres Land ist wissen wir, das Tsunamis durch Erd- und Seebeben ausgelöst werden auch..

Nur; welche Einflüsse sollen diese geographisch bedingten Naturereignisse; bezogen auf die Sicherheit und Risiken für AKW in Deutschland und Europa, haben ? Keine. Die Risiken für AKW bei uns sind dadurch keinen Deut gestiegen.
Der gefühlte oder wahrgenommene Risikozuwachs resultiert wie schon bemerkt aus der verzerrenden Berichterstattung; die bei den Individuen zu Irrationalität im Denken und Handeln führt.
So werden bereits Jodtabletten, Gasmasken und bundeswehrgerechte Notrationen angeschafft. Das ist einfach lächerlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.628 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 12:09:39was hältst du von Sperrzonen, Selbstschussanlagen und Minengürtel rund um AKW; die zusätzlich mit Boden-Luft-Abwehrrakten gesichert sind ? Sobald sich ein Flugzeug unter 1000 Meter Flughöhe im Sperrgebiet befindet werden die Dinger aktiviert...

Nicht nötig, zusammen mit dem Kostenvoranschlag für die Haftpflichtversicherung wird die Allianz auch noch die Bedingungen nennen, unter denen überhaupt versichert wird. Und so wie die Autokonzerne damals schweren Herzens Türschlösser einbauen mussten, die nicht mit einem Schraubenzieher zu öffnen sind ( denn die Automobilindustrie würde Dir sonst Autos liefern, die garnicht abzuschließen sind und wo der Schlüssel fest im Zündschloss montiert ist...:look:....) wird auch ein AKW unglaubliche Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen haben. Und glaub mir, die Versicherungskonzerne werden jedes Szenario durchspielen...und die Leute werden irgendwann, wenn die AKW`s sich selbst versichern müssen, sagen:

Ich kenne wen der ist so reich, der kann sich Atomstrom leisten...:D



Arthur Spooner
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.883 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 12:52:22Die Risiken für AKW bei uns sind dadurch keinen Deut gestiegen.


Na dann dürfte ja eine Versicherung für AKW`s nur ein Trinkgeld kosten...:rolleyes:....und die Endlagerung findet beim Vorstandsvorsitzenden im Geräteschuppen zum Nulltarif statt....:D


Arthur Spooner
Guter Artikel zur Volksverblödung in Deutschland (ausgerechnet) auf Welt-Online :D

"Deutsche in Japan fühlen sich verhöhnt."
Eine Tsunamigefahr ist auch für Deutschland keineswegs auszuschließen.
Schau dir mal den Atlantikboden an, von wie vielen Rissen und Verwerfungen der durchzogen ist. Und mit Island hätten wir auch einen denkbaren Auslöser, der geologisch sehr aktiv ist, "vor der Haustür". Eine von dort ausgehende Tsunamiwelle würde, zwischen Skandinavien und Großbritannien an der seitlichen Ausbreitung gehindert, praktisch ungeschwächt bis zur deutschen Nordseeküste weiterlaufen. Von den Mündungsgebieten von Elbe, Weser und Ems dürfte nicht viel übrig bleiben. (Und dann noch die vielen angespülten Holländer, deren Land hinterher nicht mehr auffindbar ist).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.253.269 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 14:03:31Tja da scheint es ja noch einige von zu zu geben.

23.03.2011

Moratorium
Italien legt Atom-Wiedereinstieg auf Eis

Eigentlich wollte Italien nach Jahrzehnten sein Atomprogramm wieder starten - doch nun hat die Regierung die Pläne zum Wiedereinstieg für ein Jahr ausgesetzt. Berlusconis Kabinett will nun in Ruhe über eine neue Strategie beraten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,752733,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.252.883 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 12:52:22Die Risiken für AKW bei uns sind dadurch keinen Deut gestiegen.

Nein natürlich nicht, wie sollte es auch. Nur das Beispiel Japan zeigt, das nach menschlichem Ermessen, doch immer wieder Ereignisse eintreten können, die nicht oder in deren Heftigkeit vorausgedacht wurden.
Dabei gibt es selbst hier in D Szenarien, die als sehr unwahrscheinlich gelten, aber doch nicht auszuschließen sind. Die Bewertung der Risiken hat sich verändert, nicht die Risiken selbst. Und das ist m.M. nach richtig so. !!
Karo1,

eine Bewertung, inwieweit die DEUTSCHE Gesellschaft die Restrisiken von AKw akzeptiert, wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt alles andere als objektiv; nämlich manipulativ.;)

Defacto wurden über die Berichterstattungen Ängste ausgelöst, Horrorszenarien konstruiert und teils haarsträubende Schlussfolgerungen im Sinne der AKW-Gegner/Ökolobbyisten und Panikschürer gezogen.

Nun stellt sich ein Teil der Auslöser dieser manipulativen Meldungen hin und spielt den großen Kümmerer ( der die vorher selbst geschürten Ängste in der Bevölkerung erst nimmt.) :laugh:
Dabei werden wie üblich weitere Informationen verschwiegen, verfälscht oder nur selektiv kommuniziert, also die übliche repressive Steuerung der Gesellschaft gefahren..;)

was man in den nächsten 1000 Jahren alles nicht ausschließen kann, sind wie schon gesagt auch Kometeneinschläge in Berlin, Megainflation, vergiftetes Wasser durch einen Terrorakt, ein regenwaldfreies Brasilien und Afrika mit allen Folgen für das liebe Klima, Atombombenklau, Kriege, etc.

Mit all diesen, teils weit höheren und von den Tragweiten schlimmeren Restrisiken können wir anscheinend sehr gut leben. Nur mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,0001 % eines signifikanten AKW-Vorfalls nicht ?:confused:
(GAU gefällt mir nicht; wäre für mich die (fast)totale Vernichtung der Erde oder zumindest einzelner Nationen anlässlich eines dritten Weltkriegs;)

wie schon bemerkt, hab ich nichts gegen die Propellermasten (solange sie nicht in meiner direkter Nähe stehen) oder Photovoltaik. Ich werfe auch keine Papierchen, Kippen oder Kaugummi auf die Straße und meine /unsere Ökobilanz würde die manches Medien-Hardcore-Ökofreaks vor Neid erblassen lassen.:D
Nur Grund zur Panik und Schnellschüssen sehe ich nicht. Bin aber auch kein Politiker.:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.254.340 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 16:47:23wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt alles andere als objektiv; nämlich manipulativ.

jeder Zeitpunkt ist manipulativ. Da politik immer von subjekten gemacht wird, wird es schwerlich objektivität geben.

Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,0001 % eines signifikanten AKW-Vorfalls nicht
ist schlicht falsch.

Aber damit beende ich hier die endlosschleife für mich
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: was man in den nächsten 1000 Jahren alles nicht ausschließen kann, sind wie schon gesagt auch Kometeneinschläge in Berlin, Megainflation, vergiftetes Wasser durch einen Terrorakt, ein regenwaldfreies Brasilien und Afrika mit allen Folgen für das liebe Klima, Atombombenklau, Kriege, etc.

Mit all diesen, teils weit höheren und von den Tragweiten schlimmeren Restrisiken können wir anscheinend sehr gut leben. Nur mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,0001 % eines signifikanten AKW-Vorfalls nicht ?:confused:
Solche Beiträge passen hier nicht rein, hier hat man gefälligst Angst zu haben. Zumindest aufgeregt sollte man sein. ;)
compton,

ja, ich rege mich auch auf...aber in Maßen !;)

wollte noch was zum einzig wirklich stattgefundenen GAU; dem Abwurf der A-Bombe auf Hiroshima schreiben, um die Story von der tausendjährigen Unbewohnbarkeit nach Strahlungsfreisetzung etwas zu entkräften.
Von allen Krebserkrankungen zwischen 1950 und 1990 in Hiroshima, wurden lediglich 9% den Langzeitfolgen der radioaktiven Strahlung zugeschrieben. Die Zahl der Einwohner stieg bis 1980 auf knapp 900 000, heute leben ca. 1, 2 Mio. in Hiroshima.

Meine Frage an die AKW-Kritiker wäre; ob sie demzufolge die Atombombe für gesünder halten als ein AKW, denn bei uns sollen die Krebserkrankungen im Umfeld von AKWs zum Teil im dreistelligen Prozentbereich wachsen ...:D:D
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: Meine Frage an die AKW-Kritiker wäre; ob sie demzufolge die Atombombe für gesünder halten als ein AKW, denn bei uns sollen die Krebserkrankungen im Umfeld von AKWs zum Teil im dreistelligen Prozentbereich wachsen ...:D:D
Der ist gut, den muß ich mir merken. :laugh:

Gegen etwas zu sein, gehört in Deutschland (West) seit Jahrzehnten zur Grundausstattung des spießigen Durchnittsbürgers. Kommen auch noch wie zur Zeit irrationale Ängste hinzu, bekommt alles einen religiös-fundamentlistischen Touch, der spießige Durchschnittsbürger wird zum intellektuellen Amokläufer. Sachliche Diskussionen sind deshalb unmöglich. Ich denke, man sollte diese Leute zu strikter Abstinenz und körperlichen Aktivitäten anspornen, das hilft gegen Alltagsparanoia und wirkt der geistigen Vergreisung entgegen. ;)
compton,

im Grunde wollen die AKW-Gegner ja etwas Gutes...aber die Rufe nach Sofortabschaltung (am besten global), Mahnwachen, usw. irritieren mich doch immer wieder, zumal sich niemand darüber Gedanken zu machen scheint, wo der Strom inzwischen herkommen soll.

Österreich wird manchmal als leuchtendes Beispiel genannt..kein AKW. Das aber aus teils osteuropäischen AKW Strom dazugekauft werden muss, wird gerne verdrängt.

schreibst du noch bei der rp?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.256.039 von Compton am 23.03.11 20:26:23Das ist wohl der dümmste Kommentar, den ich jemals in einem öffentlichen Forum gelesen habe.

Gegen etwas zu sein, gehört in Deutschland (West) seit Jahrzehnten zur Grundausstattung des spießigen Durchnittsbürgers.

Soll wohl heissen, dass man sich durch angepassten, unkritischen Konformismus - den klassischen Eigenschaften eines spießigen Durchschnittsbürgers also - zum braven Nichtspießer qualifiziert.

Ich denke, man sollte diese Leute zu strikter Abstinenz und körperlichen Aktivitäten anspornen, das hilft gegen Alltagsparanoia und wirkt der geistigen Vergreisung entgegen.

Sie sollten das Denken vielleicht lieber sein lassen. ;)
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: compton,

im Grunde wollen die AKW-Gegner ja etwas Gutes...aber die Rufe nach Sofortabschaltung (am besten global), Mahnwachen, usw. irritieren mich doch immer wieder, **


Mich irritieren immer wieder deine fundierten Sachkenntnisse:

- wo steht ein AKW in Norwegen?
- wo befindet sich das Endlager in Norwegen?

sprich dich aus! :) - und nimm an den Mahnwachen in Norwegen teil
GillyBär,

Gratuliere; Test bestanden.:D

richtige Antwort: AKW und Endlager Forsmark/Schweden; von dem in Schweden Jung und Alt begeistert sind.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.255.933 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 20:10:37Am besten hältst du mal die schnau(t)ze und denkst kurz (besser noch: länger) nach.

Ein Atombombenabwurf ist kein Unfall, sondern beabsichtigt - und damit ganz anders als ein GAU im KKW. :mad:

Verblödet bist du, nicht "das Volk". Kegelst einen haufen Worte, deren Sinn dir vollkommen unbekannt ist, durcheinander und glaubst mit Compton zusammen etwas bemerkenswertes auf die Beine zu stellen. :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.256.519 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 21:46:32Begeisterung sieht anders aus:

Stockholm (dpa) - In Schweden gibt es nach dem Unglück im japanischen Fukushima in der Bevölkerung keine Mehrheit mehr für den Ausbau der Atomenergie. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Synovate-Institutes für die Zeitung «Dagens Nyheter» sprachen sich 36 Prozent für einen Atom-Ausstieg und nur noch 21 Prozent für den Ausbau dieser Energieform aus. Bei der letzten vergleichbaren Erhebung 2008 hatten sich noch 47 Prozent für den Ausbau und nur 15 Prozent für einen Ausstieg ausgesprochen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.256.224 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 20:55:31Nr.73 Vielleicht braeuchten die Oesis und andere gar keinen Strom dazukaufen, wenn man wirklich mal anfangen wuerde in den Industriestaaten mit der Turboenergieverschwendung aufzuhoeren. Nur das ist nat. im Turbokapitalismus unpopulaer,weil durch sparen keiner mehr verdient. Als Einsparpotentiale moechte ich nennen :

1.)Bildschirme in oeffentlichen Raeumen, U-Bahn, Flughaefen, Krankenhaeuser, Shoppingmals u.s.w. ein angenehmer Nebeneffekt waere noch, dass man endlich seine Ruhe vor dem gaznen Werbebloedsinn hat.

2.)Naechtliche Strassenbeleuchtung, repreasentaTIVE Springbrunnen, beleuchtete Werbeschilder

3.) Netzverluste minimieren durch Totalabschalten anstatt, standby
u.s.w. und sofort

Alle diese kleinen Trickes wieder abschaffen mit denen die Stromlobbies heimlich seit Jahrzehnten immer mehr Nachfrage schaffen.

Atomausstieg zu teuer ? Quatsch, nichts verbrauchen ist am billigsten.Es setzt nur vorraus, dass man es will...
1) Ich will gar nicht sagen, dass wir Ösis in irgendeiner Weise moralisch so toll sind, dass wir den Atomstrom nicht selbst produzieren, aber immerhin so zivilisiert und fortgeschritten, dass allein Statistiken, die besagen, dass soundsoviel Menschen, und mag die Zahl auch klein sein, möglicherweise daran krepieren werden, uns daran hindern, so ein Ungetüm im Land aufzustellen.

Und das war mittlerweile auch eine wirtschaftlich vernünftige Lösung.


2) Leute mit einer sozialistischen totalitären Denke können so was natürlich weniger begreifen, denn für den Fortschritt der Gesellschaft, des Landes müssen da immer mal ein paar einzelne ins Gras beißen...Helden der Nation eben


3) In Ländern mit freiem marktwirtschaftlichen System wären Atomkraftwerke schon längst unwirtschaftlich, wenn die Politik für die Atomlobby nicht alle möglichen Extrawürstel eingebaut hätte. Allein der Schaden von Fukushima geht in die Billionen, so viel haben 10 Kraftwerke in Japan nicht erwirtschaftet.


4) WIESO REDET KEINER ÜBER DIE WICHTIGEN FAKTEN BEZÜGLICH DES SCHROTT MAILERS VON FUKUSHIMA?? DER SOLLTE SCHON VOR 10 JAHREN ABGESCHALTET WERDEN, WAR BEKANNTERMAßEN ALT UND GEFÄHRLICH. DIE SYSTEME WURDEN SCHLEISSIG ÜBERPRÜFT. DAS GANZE IST NE RIESEN SCHWEINEREI

Man kann froh sein, dass es in unseren Breiten eine Öffentlichkeit gibt, die wenigstens solche Missstände aufzeigt. Die Japaner kuschen eher und lassen ihren korrupten Politsumpf das Land in den Ruin fahren. (war schon in der Bankenkrise vor 15 Jahren so).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.257.377 von minister.grasser am 24.03.11 08:17:18Auch mal vernünftige Worte von Dir...;)
In der wirklich freien Marktwirtschaft gäbe es keine AKW`s - das hast Du richtig erkannt. Dort müsste es gegen Schäden, die Menschen zugefügt werden können, versichert sein. Und das sind Sie nicht. Diese Versicherung wäre unglaublich teuer und die Versicherungen würden Jahr für Jahr die AKW`s auf genaueste inspizieren. So alte, unsichere Kraftwerke würden Sie schlicht und ergreifend nicht mehr versichern. Und dann müsste das AKW sofort vom Netz. Ähnlich als wenn man Dir die Haftpflichtversicherung für Dein Auto verweigert - dann bist Du Fußgänger. Dazu braucht man keine Politiker oder sonstwen, die freie Marktwirtschaft regelt das schnell und effektiv.
Traurig ist, das unsere Politgockel mit den verkappten Kommunisten - nichts anderes sind AKW Betreiber - leider gemeinsame Sache machen. Gewinne sind Privat - Verluste Staatlich. Ähnelt dem Bankensystem. Und auch da treiben sich Politiker in Massen rum. Zufälle gibts...


Arthur Spooner
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: compton, im Grunde wollen die AKW-Gegner ja etwas Gutes...
Sicher gibt es auch unter denen ernsthafte Menschen. Die meisten sind m. E. allerdings Unzufriedene ein, die ihre Lebensabschnittsdefizite an diesem Thema abarbeiten wollen.

Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: schreibst du noch bei der rp?
Falls du die Rheinische Post meinst, da hab ich noch nie geschrieben.
schön langsam bekommt das Öko-Gedöns fundamental-religiöse Züge. Die Öko-Inquisition wird wohl die qualitativ nächsthöhere Stufe werden.


@Jägersiuce,

ja, naTürlich könnten wir zurück zur Kerzenbeleuchtung und Nachtwächter. Im 19. Jahrhundert gabs in Krankenhäusern ja auch keinen Strom und keine Werbetafeln.

rv,

das Fukushima die Wahrnehmung verändert hat steht außer Frage. Wenn die Politik aber nach jeder Sensibilisierung aus welchen Anlässen immer und ob begründet oder nicht, umsteuern müsste, dann würden wir im Chaos versinken. Abgesehen davon, dass die Prozesse der Umsteuerung solange dauern, dass sie bei Inkrafttreten schon wieder obsolet wären.
wir wissen ja auch, dass in Afghanistan zehnmal soviele Zivilisten zum Opfer dwr Nato-Truppen werden als wirkliche Taliban-Kämpfer, sind seit 10 Jahren zu über drei Viertel gegen den Einsatz und trotzdem wird daran festgehalten.
wir wissen auch das die letzte Finanzkrise alleine in Europa mehrere Billionen gekostet hat und gleichzeitig befeuern wir schon die nächste Krise.
Und nach wie vor glauben wir daran es würde sich etwas positiv verändern, wenn wir nur eine andere Parteienkonstellation in der Regierung hätten. Obwohl das nachwweisbar nicht so ist.

Fazit: Selbst wenn Umfragen wirklich repräsentativ wären (was die allermeisten Umfragen nicht sind) bedeutet das noch lange nicht, das die Regierungen wirklichen Handlungsbedarf sehen.

Sofern sie mit einer nach Selbstbeschneidung noch vorhandenen Entscheidungstiefe von knapp 20 % überhaupt noch unabhängig von Einflüssen aus den nationalen und internationalen Machtsystemen handeln können... und nicht nur die Rolle des Verkünders von Entscheidungen spielen dürfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.257.956 von derdieschnautzelangsamvollhat am 24.03.11 09:29:36derdieschnautzelangsamvollhat ist wohl in wirklichkeit einerderdieschauzenochnichtlangsamvollgenughat :

Wenn man alle Elektrogeraete die auf Standby sind stattdessen ganz vom Netz trennt kattapultiert uns das nicht ins 19. Jahr. zurueck aber spart mind. 1 AKW,...aber Leute wie Du glauben wahrscheinlich auch noch das 1 Eurojobs die Leute zurueck auf den 1.Arbeitsmarkt bringen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.258.590 von Jgersauce am 24.03.11 10:40:22Polemek ist irgendwann das letzte Argument....
Jägersauce,

mach ich auch seit Jahren, denke aber das die meisten Menschen einen grundlegenden Denkfehler begehen wenn sie glauben es würde sich durch weiteres Energiesparen etwas ändern, vor allem weil global gesehen die nächsten Jahrzehnte gar nicht gespart werden kann, wenn wir dem Wachstumsmantra weiter folgen wollen..

Fakt ist auch, dass die derzeitige Verknappung durch die von wenigen "Großen" gesteuerten Angebote/Nachfragen bei Strom genauso wie bei Rohstoffen über die Börsen hergestellt wird. Es ist also reichlich Energie vorhanden, nur zahlen sollst du immer mehr und zwar unabhängig von der Höhe des Verbrauchs. Ansonsten wärs ja mit dem Wachstum für die Versorgerkonzerne zu Ende.

Womit wir wieder bei der unfreien Machtwirtschaft wären. Von den Alternativen werden genau jene Konzerne am meisten profitieren, die heute von der Atomkraft profitieren. Das das Klimargument in Richtung C02 -Ausstoß eigentlich keines ist, sollte bekannt sein,. Bleibt noch das Argument der Endlichkeit, dass sich aber auch schon seit Jahrzehnten immer wieder um einige Jahrzehnte in die Zukunft verschiebt. Nach den Annahmen von 1970 wären die Straßen heute leer, weil Öl längst zu Ende sein müßte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.258.816 von derdieschnautzelangsamvollhat am 24.03.11 11:07:08Alles richtig,
aber trotzdem muss auf Atomstrom verzichtet werden.
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhat: AKW und Endlager Forsmark/Schweden; von dem in Schweden Jung und Alt begeistert sind.

Jung und Alt sind gegen das AKW und das Endlager! nicht gewusst?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.255.933 von derdieschnautzelangsamvollhat am 23.03.11 20:10:37In der Umgebung von AKWs wird ständig neue Strahlung nachgeliefert, während die Strahlungsquelle in Hiroshima mit der Explosion der Bombe erloschen ist.
Zitat von minister.grasser: 4) WIESO REDET KEINER ÜBER DIE WICHTIGEN FAKTEN BEZÜGLICH DES SCHROTT MAILERS VON FUKUSHIMA?? DER SOLLTE SCHON VOR 10 JAHREN ABGESCHALTET WERDEN, WAR BEKANNTERMAßEN ALT UND GEFÄHRLICH. DIE SYSTEME WURDEN SCHLEISSIG ÜBERPRÜFT. DAS GANZE IST NE RIESEN SCHWEINEREI


Solche Überprüfungen laufen weltweit gleich ab! In Japan:
Sushi, Kobe-Beaf, literweise Reisschnaps, Weiber und schon ist die Überprüfung in Sack und Tüten!


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