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TC Unterhaltungselektronik AG - 500 Beiträge pro Seite



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1. Unternehmensgegenstand/Tätigkeiten

Das im Februar 1998 gegründete Unternehmen besitzt alle notwendigen Patentnutzungsrechte an der derzeitig
einzigen Alternative zum Digital - Fernsehen, dem elektronischen Programm - Guide für das herkömmliche
(analoge) Fernsehen, einer Set-Top-Box (i-Box) und der Integration derselben in einen Sat-Receiver (i-Sat).
Beide werden unter dem Oberbegriff Fernseh - Fee bereits vermarktet.

Mitarbeiter :

Neben dem Vorstand sind derzeit 7 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsbereiche :

Grundlage des TC-Systems (Fernseh-Fee) ist eine elektronische Programmzeitschrift, die durch ein Hoch-
geschwindigkeitsdatenfunknetz bundesweit in die ebenfalls nur von TC produzierten Empfangsboxen (i-Box)
gesendet wird. Die Empfangsboxen gibt es als universell einsetzbares Zusatzgerät und bereits integriert in
Sat-Receiver (i-Sat). Die Programmierung per Internet ist bereits realisiert.

Ein ebenfalls patentiertes Nummernsystem der TC AG (Tele-Daten) ist dem System ShowView technisch
weit überlegen und hat bei einer Gerätepopulation ab 50.000 Stück gute Aussichten, das bisherige Lizenzsystem
ShowView ® abzulösen. Gespräche mit den größten TV-Programmzeitschriften wurden geführt, TV-Spielfilm
konnte als Kooperationspartner bereits gewonnen werden und druckt bereits die TC-Nummernsysteme für
Schauspieler ab. Hierdurch lassen sich Sendungen auch über die Schauspieler, Regisseure oder Sport-Stars und
Fußball Vereine programmieren. Durch die Integration einer (per Funk!) stets aktuellen elektronischen TV-
Programmzeitschrift (on screen, aktiv & individuell sortierbar) akzeptiert der Kunde zusätzlich zum Kaufpreis
eine Monatsgebühr von DM 4. Hierdurch kumulieren sich beträchtliche Erlösechancen, welche die - aufgrund
des Patentschutzes ohnehin margenstarken - Erlöse aus dem Hardwareverkauf auf Dauer übersteigen. Bereits
ab einer Geräteverbreitung von 20.000 Stück erreicht TC aufgrund schlanker Strukturen den monatlichen Break-
Even. Durch die Einbringung des Basispatentes in die Gesellschaft zahlt TC keine Lizenzgebühren, kann aber
andererseits in Zukunft Lizenzzahlungen von einigen Geräteherstellern verlangen, die Fremdgeräte zu Aufzeich-
nungszwecken per Infrarot steuern.

Die Idee: Intelligente Fernseher !

Kinderschutz:
Kinder werden vor Sex, Gewalt und Horror in weltweit einmaliger Weise perfekt geschützt. Die Eltern können
für jede Sparte einstellen, ab welchem Alter eine Freigabe erfolgt (z.B. Wrestling ab 16). In den nächsten Jahren
werden - ähnlich wie in den USA - verschärfte Kinderschutzauflagen erwartet.

TV Programm :
Die per Funk übertragene 14 tägige Programm-Vorschau ist stets aktuell auf dem TV-Bildschirm. Per Fernbe-
dienung kann der Benutzer sein eigenes Fernsehprogramm zusammenstellen, Wunschtitel anklicken und
einfach zur Videoaufnahme vormerken

Ausblendung :
Unerwünschte Sendungen werden einfach ausgeblendet. Weltweit erstmalig können Werbeunterbrechungen
(Werbe-Spots) nicht nur von Videobändern eliminiert werden. Auch der TV-Zuschauer wird von Fernseh-Werbung
nicht länger belästigt.

Themen Selektion :
Interessante Themen werden von Medien-Müll unterscheidbar. Der Benutzer kann zu über 500 Themen
(z.B. Golf, Erotik, Formel 1, Wirtschaftsreportagen, Messeberichte, Wissenschaft, Börse Inland, Börse Ausland,
Aktien..) definieren, ob diese Bereiche für ihn interessant sind. Auf Wunsch starten Fernseher und Videorecor-
der. Oder es wird nur ein kurzer Hinweis eingeblendet oder das Programm automatisch gewechselt. Der
Zuschauer kann sicher sein, daß er seine Highlights nicht versäumt und seine individuellen Perlen aus der
Programmflut fischt.

Schauspieler Selektion :
Neben Themen-TV können Aufträge an einzelne Titel, Lieblings-Schauspieler, Regisseure, Popgruppen oder
Bundesliga - Vereine gekoppelt werden, z.B. "Aufzeichnung aller Sendungen zum 1. FCK". Die zugehörigen
Nummern werden bereits von TV-Spielfilm im Star-Guide verwendet.

Präsentation :
Integriert ist zudem ein UKW-Radio mit Bildschirmausgabe (Titel/Interpret/RDS), eine Universalfernbedienung,
ein Videotext-Manager mit allen High-End-Funktionen und PC-Schnittstelle, ein Nachrichten-Empfänger (Pager),
eine Seh-Zeiten-Messung, Weck- und Terminfunktionen und die Programmierung des heimischen Videorecor-
ders per Internet. Eine komplette Präsentationsfolien-Show findet sich hier.

Kooperationen :
Gespräche mit den größten TV-Programmzeitschriften wurden geführt, TV-Spielfilm konnte als Kooperationspart-
ner bereits gewonnen werden und druckt bereits die TC-Nummernsysteme für Schauspieler ab.

2. Chancen/Risiken/Stärken

Chancen :

TC gehört im Bereich TV-Kinderschutz & TV-Werbeausblendung zu den Technologie-Führern.Themenausblendung,
Sehzeitenstatistiken und Kontingente erlauben einen neuen Medienumgang. Die dringende Notwendigkeit solcher
Systeme wird inzwischen nicht mehr bestritten. Auf ebengroße Akzeptanz stößt auch das Feature Werbeunter-
drückung. Zum einen spart die Werbeausblendung auf Videobändern Platz, zum anderen verlangt ein zunehmender
Teil der Bevölkerung informatorische Selbstbestimmung und verweigert die Dauerberieselung mit Werbespots,
insbesondere für Kinder. Ein ebenfalls patentiertes Nummernsystem der TC AG (Tele-Daten) ist dem System
ShowView technisch weit überlegen und hat bei einer Gerätepopulation ab 50.000 Stück gute Aussichten, das
bisherige Lizenzsystem ShowView ® abzulösen.

Risiken :

Es handelt sich hierbei um ein junges Unternehmen, das mit den üblichen Chancen und Risiken konfrontiert ist.
Gleichzeitig ist auf ein noch ausstehendes Gerichtsverfahren hinzuweisen. Auf Grund der rechtlichen Blockade,
die fast das gesamte Jahr 1999 andauerte, konnte TC den Vertrieb nicht aufnehmen. Obwohl das Produkt quasi
nur einen Monat frei verkaufbar war, konnten in 1999 noch Umsätze von TDM 151 erzielt werden. Lizenzeinnahmen
aus Nummernsystemen für Zeitschriften und aus Infra-Rot-Steuerungen werden ebenso wie Auslandsmärkte nicht
in den Planzahlen berücksichtigt.

Stärken :

Unmittelbar nach Börsengang werden Verträge mit einem Schweizer Partner abgeschlossen, der die Schweiz,
Italien und Frankreich abdeckt. Die Datenquellen für TV-Programmzeitschriften des gesamten europäischen
Auslands und der USA sind bereits erschlossen. Einzig der Aufbau entsprechender internationaler Funknetze
steht noch aus und wird sukzessive durchgeführt. Die TC Produkte zielen nicht nur auf den Gerätebestand
(in Deutschland 33 Mio. Haushalte), sondern auch auf die monatlichen Neukäufe (TV: 500.000 Stück pro Monat,
Satreceiver: 200.000 Stück pro Monat, Videorecorder: 250.000 pro Monat), da eine Integration in Endgeräte
technisch problemlos ist (für Sat-Receiver bereits erfolgt). Bei den Planzahlen der Gesellschaft wird eine
Monatsproduktion von nur 3.000 Stück unterstellt, tatsächlich hat man sich aber auf wesentlich höhere Absatz-
zahlen vorbereitet.

3. Allgemeine Bewertung

Die TC AG entwickelt, produziert und vertreibt weltweit einzigartige TV & Mediensysteme. TC bietet das erste
und einzige System an, welches weltweit TV-Werbung im Fernsehen und auf Videobändern unterdrücken kann.
Die TC AG befindet sich hinsichtlich des TV-, Sat-Empfänger- wie auch des Videorecorder-Marktes in einem
auch zukünftig wachsenden Markt mit millionenfacher Gerätepopulation. In diesem ausgezeichneten Marktumfeld
besitzen die TC AG High-Tech-Produkte in Form der i-box und des i-sat-Receivers mit den zahlreichen Alleinstel-
lungsmerkmalen sowie die TC-Dienstleistungen ein hohes Entwicklungspotential. Im Bereich Digital-TV sowie
PC/Internet-TV beabsichtigt die TC AG neue Entwicklungsprojekte. Aufgrund der genannten Trends und der
dargestellten Gegebenheiten eröffnet sich ein Markt und Kundenpotential großen Ausmaßes.

4. Marktposition

Die TC AG bietet das weltweit erste und bislang einzige Consumer-Massenprodukt an, welches TV-Werbung
im Fernsehen und auf Videobändern unterdrücken kann. Durch das TC-System kann der Medienkonsum
beliebiger TV-Programme (analog wie digital) selektiv nach Themen organisiert werden. Durch den erteilten
Patentschutz steht TC der deutsche Markt dauerhaft allein zur Verfügung. Internationaler Patentschutz ist
beantragt. z. Zt. Nur in Deutschland, potentiell weltweit: stark entwicklungsfähige Marktposition; Ziel:
europäische/internationale Marktführerschaft

5. Marktgröße

In der Bundesrepublik genießen nur die öffentlich-rechtlichen Sender Bestandschutz, nicht aber private Sender.
Gleichwohl werden private Sender weiterhin mit allen legalen Mitteln versuchen, die Werbeunterdrückung durch
die TC Geräte zu stoppen. Die Verbreitung von Werbeblockern wird jedoch auf Dauer nicht zu verhindern sein.
Zu groß ist aus Sicht der Gesellschaft die Nachfrage seitens der Zuschauer. Hinzu kommt die strategische
Unterstützung aus Print, Radio und öffentlich rechtlichen Sendern, mit denen das Unternehmen langfristige
Allianzen und Kooperationen bereits in der Vergangenheit eingegangen ist und auch für die Zukunft anstrebt.

6. Wettbewerbssituation

Das wichtigste Basispatent, das deutsche Patent mit der Bezeichnung "Zusatzgerät zur Unterdrückung von
Werbe - Spots bei Fernsehen und Video - Aufzeichnungen, eingetragen unter der Nr. 43 03 942 beim Deutschen
Patentamt, wurde durch Hauptversammlungsbeschluß vom 28.7. 2000 vollständig in die Gesellschaft eingebracht
um die Gesellschaft auf Dauer mit ausreichenden Voraussetzungen für die Vermarktung auf diesem Patent
basierender Elektronikgeräte zu versehen. Dieses Patent wurde durch einen von der IHK Koblenz für Systeme
der Informationsverarbeitung vereidigten und öffentlich bestellten Sachverständigen am 16.12.97 in einem
Gutachten mit einem Verkehrswert von DM 80 Mio. bewertet. Dies allein entspricht einem Wert pro Aktie von
35,9 Euro. Diese Gutachten wurde - laut Auskunft der Gesellschaft - im Juli 2000 von der KPMG im Auftrag des
Registergerichtes insofern bestätigt, als ein Mindestwert von Mio DM 17,0 ermittelt wurde. Speziell wegen dem
Werbeblocker wurden verschiedene einstweilige Verfügungen eingeleitet. Zur Zeit stellt sich die Situation wie
folgt dar: Ein privater TV-Sender (RTL) hat vor dem Berliner Landgericht zunächst gewonnen. TC ist in Berufung
gegangen und hat in höherer Instanz in gleicher Sache (allerdings im einstweiligen Verfügungsverfahren) bereits
gegen Sat1 und Vox gewonnen. Da die Berufung im Hauptsacheverfahren RTL vor dem gleichen
(höherinstanzlichen) Gericht erfolgt, bei dem TC bereits im einstweiligen Verfügungsverfahren gewonnen hat,
hat die Berufung sehr hohe Erfolgsaussichten und wird seitens der Gesellschaft als Formalakt eingestuft. Dies
wurde zwischenzeitlich - laut Auskunft der Gesellschaft - schriftlich vom Berliner Landgericht selbst bestätigt,
das aufgrund "mangelnder Erfolgsaussicht für RTL" die Vollstreckungseinstellung erlaubt hat. In jedem Fall kann
das Unternehmen nicht mehr mit einstweiligen Verfügungen gestoppt werden. Dies gilt auch für TV-Sender, die
bislang nicht geklagt hatten. Spartensender wie NTV oder N24 profitieren vom TC - System sogar, da die Themen
bezogene Programmautomatik die Sehreichweite dieser Sender erhöht.

7. Historie

Februar 1998
Gründung der TC Unterhaltungselektronik AG.

Oktober 1998
Beginn des operativen Geschäfts der TC AG, Einzug in Geschäftsräume.

Dezember 1998
Aufbau der Mitarbeiter - Strukturen.

Januar 1999
Auf einer bundesweiten Pressekonferenz wurde der weltweit erste TV Werbeblocker präsentiert.

Februar 1999
TC wird mit einer Vielzahl einstweiliger Verfügungen der Vertrieb des Produktes untersagt.Die Presseresonanz
entspricht einem Mediavolumen von Mio DM 2,0 und steht überwiegend auf der Seite der Gesellschaft.

Sommer 1999
TC nutzt die Zeit der gerichtlichen Auseinandersetzung zur Weiterentwicklung der Hardware für den US-Markt
(NTSC statt PAL-Norm).

Dezember 1999
TC gewinnt sämtliche "Eilverfahren" gegen Sat1, RTL und Vox.

Frühjahr 2000
TC bereitet den Börsengang vor. Der Erlös der Mittel ist für die erste massive Werbekampagne vorgesehen.

8. IPO Daten

Börsennotierung Geregelter Markt
Anteilsbesitz Management/Mitarbeiter 52%, Streubesitz 48%
Aktienanzahl gesamt 1.188.000 Stück
WKN 745 420
Umsatz (in Euro 1999) : 77 029
Umsatz (in Mio. Euro 2001e) : 4,69
Gewinn (in Mio. Euro 2001e) : 0,41
WKN 745420
Look-Up Management: 6 Monate

9. Links

http://www.telecontrol.de/aktuelles.htm#TermineBoerse" target="_blank" rel="nofollow">http://www.telecontrol.de/aktuelles.htm#TermineBoerse
http://www.telecontrol.de
http://www.fernsehfee.de
http://212.227.89.198/hvberichte/telefonhandel/artikel/2000/05/18/1316/index.html
http://212.227.89.198/hvberichte/telefonhandel/artikel/2000/07/30/439/index.html
Hallo Leute!

Was ist los?
Seit 3 Wochen ist nichts mehr los bei TC Unterhaltung.
Der Kurs dümpelt vor sich hin. Kaum Umsätze(an einem Tag
wurden sogar überhaupt keine Aktien gehandelt!!)

Stetig geht es weiter bergab!!
Auch vom Unternehmen keine Nachrichten bis 17.12.!!

Irgendetwas muß doch noch vor Weihnachten oder wenigstens
noch in diesem Jahr passieren!!

Trotzdem an alle: Frohe Weihnachten!!

Bernd
Oh Mann,

hätte ich den M... nur gleich nach Börsengang rausgekloppt, dann hätt ich noch gut Gewinn gehabt, aber nein, ich musste ja wieder auf den Initiator hören, verdammt!! :((
So ein Mist, TC ist weiter gefallen! Ich hab heute bei unter 6 Euro noch mal eingekauft.
Bereits mit wenigen Sücken kann man ja von Stützungskäufen sprechen!!! (nicht mal 1000 Stk. Tagesumsatz)

Gespannt bin ich ja auf die Neuigkeiten, die im Aktionärsbrief vom 28.11.2000 angedeutet wurden. Allerdings sollte ja auch schon Anfang Dezember was passieren....
Vielleicht hat man ja auch abgewartet, um ein besseres Börsenumfeld für positive News abzuwarten. Mal sehen!

Bernd
GO, TC go!!!
Hallo,

hab gerade mit der TC AG telefoniert.
Die Geschäfte laufen angeblich gut, Aufträge kommen viele rein, die Verhandlungen wegen Kooperationen seien wohl bald abgeschlossen.
Der Aktienkurs leidet natürlich überproportional, ist auch auch "High-Tech"-Aktie.

Ich werde mir nochmals ein paar weiter Stück ins Depot legen.

Ciao
Bernd
Hat irgendjemand in den letzten Wochen etwas vom Produkt gesehen? Keine Werbung, keine Anzeigen, nix in den großen Elektronikmärkten, das Weihnachtsgeschäft offensichtlich komplett verschlafen. Wozu gehen sie denn an die Börse, wenn mit dem Geld nicht Marketing betrieben wird?
@wesdaq

ich denke schon, dass es sinnvoll ist, erst zu produzieren, und im Anschluß Werbung zu schalten, wenn das Produkt auch in den Läden verfügbar ist.
Sonst wäre doch das schöne Geld aus dem Börsengang gleich verjuckelt.
Und da das IPO erst im November war, konnte wohl nicht mehr rechtzeitig produziert werden.
Ich bin gespannt was demnächst kommt....
Ja was denn jetzt ? Ganz tolle Umsätze vor Weihnachten, oder gar keine?
Am 5.10 postete ercan ( von ercan 05.10.00 07:07:19 1994174)
DAX-VOLATILITAETSINDEX
Es gäbe `ne Überraschung bei TCU
Von : AB am 04, Okt. 19100 um 20:25:28:
ich habe letzt Woche Mal mit BAV telefoniert. Wahrscheinlich plant die TC noch in diesem Jahr 33.000 Stück Produkte zu verkaufen. für die Weihnachtsgeschäfte. Ich versuche, den Bericht anzuschaffen. Das wäre dann aber ein Hammer.?

---------------

Ich konnte in der Weihnachtszeit nirgendwo (media markt, EP-Parter, Pro-Markt, Saturn u.a.)
die Fernsehfee-Geräte finden. Wahrscheinlich lesen wir bald- wie bei METABOX - Pressemeldungen über 500.000 Stück-Aufträge von "ungenannt bleibenden Unternehmen aus dem Ausland".

Schaut man sich den Kurs an (-60% vs. Ausgabekurs) so hatte ich mit all meinen damaligen Warnungen wieder einmal Recht:

"Ich habe in der Vergangenheit bereits mehrere dutzend Male auch gegen mehrere dutzend andere überteuerte und/oder extrem
risikoreiche Aktienplatzierungen geschrieben, z.B. auch gegen die letzten zu teuren AHAG-Platzierungen Gegen einige andere
BAV-Platzierungen hatte ich überhaupt nichts - auch wenn die schlechte Kursentwicklung dieser Aktien zeigt, dass die Realität
doch nicht so rosig wie im Emissionsprospekt aussieht.
Ich will Mitmenschen davor waren, ihr Geld in riskanten und/oder überteuerten Aktiengeschäften zu verlieren.
TC U ist zweifellos sehr riskant: Der Vorstand ist für eine AG ein Hochrisikofaktor, zum Produkt gibt es ausschließlich extrem
negative aktuelle Tests (wo sind neutrale neuere Tests ?), sämtliche Einschätzungen von Börsenzeitschriften sind negativ etc."
Hallo @ All,

@NWP

Zeige mir einen Kurs, der seit November00 am steigen ist und
womöglich Deine Anteile drin hat?

Das Marktumfeld ist megaSchlecht und TC ist weder gesponsored
im Xetra (Kurspflege durch zwei Betreuer) noch hat es den tollen Neuen Markt bekommen.

TC ist hochspekulativ, dem stimme ich zu- vor allem ob der
Arbeitsausfall durch die Gerichtserlasse und -stopps in 99
noch zu kompensieren sein wird, ist eine Frage unter vielen.

@All
Es ist wirklich recht traurig, wie den Altaktionären aus
Koblenz solche Stille vorgebracht wird.
Schon in der preIPO Zeit wurde von vielen Stellen eine Kritik
dazu angebracht- aber der Vorstand scheint nicht gelernt zu haben.

Ein Trost bleibt- dem Erst VC Geber- der GUB AG geht es auch
nicht viel besser und die Kurse sind unten. Dabei haben die Schwäbisch
Haller sich so viel besser gefühlt und liegen auf der Nase i.M.

Zu diesen Kursen würde eine Reissleine keinen Sinn machen,
da wir unter ERSTAUSGABEPREIS (incl. Risiko für die 3 Jahre)
liegen......

watchend,
SirTom
Wo sind die angekündigten Hammer-News?
In welchem Geschäft kann man die Fernsehfee kaufen?
Wo ist die Marketingkampagne?
Wieviel Geräte wurden im "Weihnachtsgeschäft" verkauft, hüstel.
@SirTom:
1) TC U hat prozentual sehr viel mehr verloren, als der Durchschnitt aller unnotierten Werte, NEMAX, SMAX, MDAX, DAX-Unternehmen.
2) TC hat die letzten Jahre katastrophal kommuniziert, bei HVs gröbste Anfängerfehler begangen etc pp. Dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern, so daß ich kursmäßig der Aktie auf weiterhin wenig Chancen gebe.
Das Produkt mag ja sogar toll sein (es gibt keinen neutralen Test, der dies bestätigt !), aber das Aktienmarketing ist und bleibt desaströs.
3) Ich habe von zwei Stellen gehört, daß die dem Börsengang unmittelbar vorausgegangene Kapitalerhöhung extrem schlecht gelaufen ist und TC U deshalb auch nicht ausreichend Kapital für die vielen kommunizierten Maßnahmen hat.
@NWP

1) vgl. CODIXX, FHAG, JURAGENT, etc. das ist happig im Vgl. zu Indices
2)stimme Dir zu
3)A6 fahren und tolle Kostüme tragen ist halt nicht alles.
Viel SmallCaps und MicroCaps wird die Luft ausgehen.

Und mein o.g. Posting war eher konstruktiv negativ als bullish.
Ich kenne die Koblenzer schon etwas länger und werde die Kurse
streng beobachten. Die 5,-E scheint keine Verkäufer zu haben.

Gruß zur unchristlichen Zeit,
SirTom
und so ist es wohl auch heute noch...

@Sternchenfee
Was meinen Sie dazu?
Dienstag 24. Juli 2001, 17:54 Uhr

Werbeblocker-Geräte dürfen verkauft
werden

Berliner Gericht entscheidet gegen
Fernsehsender RTL

Berlin (AP) Geräte zur Ausblendung von Werbeblöcken im Fernsehen dürfen
nach einem Urteil des Berliner Kammergerichts verkauft werden. Damit gab
das Gericht am Dienstag der Berufung des Koblenzer Unternehmens TC
Unterhaltungselektronik statt, das entsprechende Geräte vertreiben möchte.
In erster Instanz hatte der Kölner Privatfernsehsender RTL im Dezember
1999 erfolgreich vor dem Berliner Landgericht gegen die Verbreitung der Werbeblocker geklagt. RTL kündigte
an, vor den Bundesgerichtshof ziehen zu wollen.

«Wir warten erst noch die schriftliche Urteilsbegründung ab», sagte eine RTL-Sprecherin. Die
Wahrscheinlichkeit, beim Bundesgerichtshof zu klagen, sei sehr hoch. Schließlich nehme man RTL so die
Möglichkeit, sich durch Werbung zu refinanzieren.

Die Vorstandsvorsitzende von TC Unterhaltungselektronik, Petra Bauersachs, erklärte, dass das Gerät noch in
diesem Jahr für jeden Fernseh-Zuschauer verfügbar sein sollte. «So kann man sich und seine Kinder vor
unerwünschten Inhalten schützen», sagte sie.

Das Gerät, das knapp 300 Mark (rund 155 Euro) kosten soll, ist nach Hersteller-Angaben weltweit der einzige
Werbeblocker für Fernsehen und Videorekorder. Es kann auch unerwünschte Themen wie beispielsweise Sex-
und Gewaltszenen ausblenden.

http://www.telecontrol.de

http://www.werbeblocker.de

http://www.rtl.de
Dienstag 17. Juli 2001, 12:57 Uhr

RTL soll wegen Schleichwerbung
Bußgeld zahlen

Hannover (AP) Gegen den Fernsehsender RTL hat die niedersächsische
Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk (NLM) einen
Bußgeldbescheid über 50.000 Mark wegen Schleichwerbung erlassen.
Wie die NLM am Dienstag in Hannover mitteilte, geht es um die
Sendung «Big Brother - Der Einzug» vom 16. September 2000. In dieser
Sendung sei der Reisemobilhersteller «Hymer» mehrfach vom Moderator
angepriesen und eine Reihe neuer Modelle «plakativ in Szene gesetzt»
worden. Damit liege ein Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot vor.

Die Landesmedienanstalt hat mit diesem Bußgeldbescheid nach eigenen Angaben das bereits im
November 2000 eingeleitete Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Auftragsproduzenten Endemol auf
den Sender RTL ausgeweitet. Nicht nur der Auftragsproduzent Endemol sei für diese Schleichwerbung
verantwortlich zu machen, sondern auch RTL, hieß es.
Fernseh-Fee

zaubert Werbung aus dem Programm


Kampf dem Werbestopper - Privatsender verklagen "Fernsehfee"
Bericht von Christian Mößner :

Jeden Abend passiert es auf`s Neue. Millionenfach in deutschen Wohnzimmern. Der Fernsehzuschauer greift zur Fernbedienung,
sucht seine Lieblingssendung. Wer sich für einen Privatsender entscheidet, entscheidet sich auch für ein Feuerwerk von
Werbeblöcken. Meist ohne Rücksicht auf Inhalt oder Dramaturgie werden die Filme zerhackt. Denn Werbung zur besten
Sendezeit bringt am meisten Geld. Viele Zuschauer sind genervt. Die einen zappen weg, andere flüchten ganz für die Dauer der
Werbeunterbrechung.

Auch Petra Bauersachs aus Koblenz fühlte sich als Opfer des Werbeterrors. Ihrem Zorn entsprang eine raffinierte
Geschäftsidee. Mit findigen Technikern entwickelte sie einen kleinen Decoder, der sich ganz nach den Wünschen des
Zuschauers programmieren läßt. Die "Fernseh-Fee" war geboren. Der Clou dabei: ein Werbeblocker. Er schaltet automatisch für
die Dauer einer Werbeunterbrechung in einen Kanal, wo gerade keine Werbung läuft. Per Videowand und Computer werden alle
Werbepausen kontrolliert. Die Box kann auch auf einen Videorecorder abgestimmt werden. Das Ergebnis: ungetrübte
Spielfilm-Freuden.

Erfinderin Petra Bauersachs dazu: "Also die Idee ist wirklich geboren worden mit dem Werbeblocker, nicht weil wir uns
über Fernsehwerbung als solche geärgert haben, sondern über die penetrante Fernsehwerbung, die sechs oder sieben
Mal einen Film unterbricht, ob es jetzt Waschmittelwerbung ist oder ein Gebissreiniger, und dann haben wir uns
überlegt, daß es doch ein Gerät geben muß, das die Werbung ausblendet. Und dann haben wir das zu Papier gebracht,
auch patentieren lassen, ja und so ging das dann weiter. Denn wenn man Werbung ausblenden kann, kann man auch
Horror ausblenden oder Gewalt und so war der Kinderschutz geboren."

Die i-Box oder "Fernsehfee" wird zum Verkaufsschlager. Seit einem Jahr ist das Gerät auf dem Markt, seitdem geht es rund in
der Versandabteilung. Je nach Ausstattung kostet die i-Box zwischen drei- und vierhundert Mark. Viele Kunden sind bereit,
diesen Preis für werbefreie Spielfilme zu zahlen. Doch des einen Freud` ist des anderen Leid. Denn nicht nur beim Zuschauer
schlug die Fernsehfee ein wie eine Bombe, sondern auch in den Chefetagen der Privatsender. Ein Gerät, das automatisch
Werbung wegzappt, war die Bedrohung schlechthin.

"Die Privatsender haben natürlich in ganz Deutschland Einstweilige Verfügungen gegen uns eingereicht und machen
uns das Leben schwer, weil wir für jede Stadt einen neuen Anwalt brauchen und das ist natürlich auch mit Kosten
verbunden. Und wir sind jetzt ein dreiviertel Jahr zurückgeworfen worden, weil der Werbeblocker nicht auf den Markt
gebracht werden durfte."

Der "Werbeblocker" belebt die Konkurrenz zu einem denkbar heiklen Zeitpunkt. Denn der Fernsehmark ist offenbar gesättigt, die
Gewinnzuwächse der Werbe-Einnahmen werden von Jahr zu Jahr geringer. Stärker denn je wird Werbung zum Lebensnerv vor
allem der "Privaten"... zum Beispiel bei SAT 1: der Sender zog gleich zweimal in Frankfurt gegen den "Werbeblocker" vor
Gericht. Vergeblich. Die Richter erklärten die "Fernsehfee" für zulässig. Das Gerät sei weder wettbewerbswidrig, noch gefährde
es die Rundfunkfreiheit der Privatsender.

In dem Urteil heißt es im Einzelnen: "Sie (d.h. die `Fernseh-Fee`) greift weder in die Rundfunkausstrahlung ein, noch
zwingt sie dem Zuschauer in irgendeiner Weise die Ausblendung der Werbung auf. Vielmehr eröffnet sie ihm die
Möglichkeit, durch eigene freie Entscheidung, beim Beginn der Werbeausstrahlung automatisch das Programm wechseln
zu lassen."

Doch RTL zog genauso nach wie der kleinere Privatsender VOX. Beide verklagten die kleine Koblenzer Firma ebenfalls. Die
Strategie war offensichtlich. Die "Fernsehfee" sollte mit hohen Gerichts- und Anwaltskosten in die Knie gezwungen werden. Bei
einem Streitwert von zwei Millionen Mark kommen schnell Prozesskosten von mehreren zehntausend Mark zusammen. Kein
Pappenstiel für eine junge Firma, die gerade erst anfängt. Die Taktik schien aufzugehen. Denn das Berliner Landgericht
entschied für die "Privatsender". Begründung: der Gesetzgeber garantiere die Existenz des Privatfernsehens als Konkurrenz zum
öffentlich-rechtlichen System. Werbung dürfe deshalb nicht durch ein technisches Gerät dem Zuschauer vorenthalten werden.

In dem Urteil heißt es: "Sie (d.h. die `Fernsehfee`) fördert ihr wirtschaftliches Fortkommen durch den Eingriff in
Grundrechte Dritter. Ein solches Verhalten ist stets unlauter, weil es dem Leitbild des Wettbewerbs widerspricht. Der
Vertrieb eines mit der Werbe-spot-stop-Funktion ausgerüsteten Vorschaltgeräts und die Werbung dafür, verstoßen damit
(...) gegen das in Artikel 5 Grundgesetz geschützte Recht auf Rundfunkfreiheit."

Der Rechtsanwalt des Senders VOX, Hans-Henning Arnold, sieht sich bestätigt: "Der Kunde ist König, aber hier geht es
darum, daß ein Wirtschaftsunternehmen im Wirtschaftsverkehr versucht, ein anderes zu ruinieren, das ist letztlich der
Sinn des Werbeblockers. Natürlich kann der Zuschauer zappen wohin er möchte, natürlich haben wir es auch gerne,
wenn er bei unserer Werbung dabei bleibt, aber wenn er wegzappen will, ist das sein gutes Recht. Nur dies hier ist etwas
anderes, hier versucht der eine sein Geschäft damit zu machen, indem er den anderen ruiniert."

Völliger Unsinn, meint der renommierte Medienrechtler Thomas Hoeren von der Universität Münster. Er hat die Urteile für und
gegen den "Werbeblocker" verglichen und glaubt nicht, daß die "Fernsehfee" von den Privaten zur Strecke gebracht werden
kann. Der Medienrechtler urteilt: "Wir haben den Grundsatz, daß wir uns in Deutschland natürlich an die guten Sitten des
Wettbewerbs halten müssen, aber gute Sitten heißt nicht, daß wir Zwangswerbung verordnet bekommen, die sich jeder
anschauen muß. Wir haben den Grundsatz der allgemeinen Freiheit, sich Werbung anzuschauen oder eben nicht, und
daraus ergibt sich, daß jemand Werkzeuge herstellen kann, um jene Zuschauer zu unterstützen, die eben kein
Werbefernsehen sehen wollen."

Nachfrage: "Was wären denn für Parallelen denkbar, wenn die `Fernsehfee` verboten würde, wenn Sie auf andere
Bereiche gucken?"

Antwort Thomas Hoeren: "Das würde genauso bedeuten, daß wenn jemand Aufkleber hätte, auf denen steht `Werbung ist
verboten`, daß die niemand herstellen dürfte, weil man sagen würde, damit macht man die Werbestrategien eines
Marketingunternehmens kaputt. Natürlich darf ein Unternehmen Aufkleber mit der Aufschrift `Werbung verboten`
verkaufen, weil es ja auch völlig legal ist, sich die Aufkleber auf den Briefkasten zu kleben."

"Fernsehfee" Petra Bauersachs will durchhalten. Auch wenn die Privat-Sender sie bis vor den Bundesgerichtshof zerren. Die
hohen Richter müssen dann ein Machtwort sprechen. Doch eigentlich kann es dabei nur ein Urteil geben. Der mündige Bürger
vor dem Fernsehen muß bei der Werbung die freie Entscheidung haben, ob er sich einen "Werbeblocker" kaufen will oder aber
einfach von Hand ausschaltet.
Schleichwerbung

wie weit darf sie gehen?


Mit versteckten Werbe-Botschaften im TV verdienen Produktionsfirmen ihr Geld.
Jetzt droht Ärger

Warum trinkt Schimanski eigentlich immer diese Brause aus der blau-silbernen Dose? Und warum zwängt sich
"Der Bulle von Tölz" in einen engen Sportwagen aus Bayern? Ein Schelm wer jetzt an Schleichwerbung denkt...

Das neue Zauberwort der TV-Branche klingt besser - "Product Placement". Weit über 100 Millionen Mark, so schätzen
Insider, geben große Firmen jährlich aus, um ihre Produkte möglichst plakativ in Serien und Filmen zu plazieren. Sie
machen sozusagen Werbung mit U-Boot-Taktik... "Heute gibt es kaum noch eine TV-Produktion ohne Product
Placement", sagt Manfred Auer, 41, Inhaber der Firma "Arrangement Group". Er macht seit 15 Jahren Millionen-Umsätze
damit. Auer: "Natürlich muss man behutsam vorgehen und darf den Bogen nicht überspannen, denn in Deutschland ist
Placement im Gegensatz zu den USA ein sittenwidriges Geschäft. Deshalb zahlen viele Kunden in Naturalien - sie
sponsern Ausstattungen, verleihen kostenlos Fuhrparks oder übernehmen Reisekosten..."

Die deutschen Werberichtlinien erlauben das Zeigen von Produkten, wenn es "dramaturgisch geboten" ist. Ein
Gummi-Paragraf, den viele Produzenten zu nutzen wissen.

Doch der lasche Umgang mit der Schleichwerbung könnte bald ein Ende haben. Auer: "Europaweit ist nur in
Deutschland und England das Placement noch möglich. Die anderen Länder haben da viel schärfere Gesetze. In Italien
und Frankreich werden heute schon sehr harte Strafen verhängt. Da wird wohl noch einiges auf uns zukommen..." Einen
hat`s jetzt schon erwischt. Endemol soll 100000 Mark Strafe an die Niedersächsische Landesmedienanstalt zahlen, weil
beim Einzug ins "Big Brother"-Haus die Wohnmobile eines Herstellers zu oft gezeigt und genannt wurden. Ob und wie viel
Geld für diesen "Liebesdienst" geflossen ist, wird noch untersucht. Bisher sind solche Sanktionen eher eine Seltenheit
gewesen - mal schauen, wie lange Schimanski noch Brause schlürfen darf...
Aktionärsinformationen :


Sehr geehrte Aktionäre der TC Unterhaltungselektronik AG!

Unser Unternehmen hat gestern vor dem höchsten Senat in Berlin
gegen RTL gewonnen!!!

Damit ist der Weg frei und wir haben nun 100 % der
Rechtssicherheit, die von Großkunden, Vertriebspartnern und
Investoren gefordert wurde.

RTL bemühte zum Schluß sogar das Urheberrecht und behauptete
ernsthaft, daß die Anordnung der Werbespots einer gestalterischen
Leistung entspränge und daher geschützt werden müsse. Wir
haben diese Argumentation dankbar aufgegriffen und unter der
Headline `²¤0190er Gestöhne ist Kunstwerk`²³ eine
PR-Aktion
gestartet.

Das Interesse der Medien am Thema ist weiterhin groß, zum
Gerichtstermin erschienen u.a. Focus; dpa; MDR, WDR und verschiedene
Berliner-Radiosender. Gestern wurde die Nachricht stündlich in den
Radio-Nachrichten wiederholt, heute haben wir über 30 Interviews
gegeben, berichten werden alle großen Tageszeitungen.
Ausgezahlt hat sich außerdem die bisherige Zurückhaltung in
unseren Marketing-Anstrengungen. Hierdurch wurde eingeräumt,
daß eine
akute Existenz-Gefährdung der TV-Sender nicht beweisbar sei und
eine
friedliche Koexistenz möglich. Unser Unternehmen ist weiterhin so
schlank, daß ein Break-Even bereits bei 10.000 Haushalten
möglich ist, bei 300.000 Haushalten sind ebenfalls erst unter 1%
der
Haushalte betroffen, allerdings Jahres-Einnahmen von 4,8 Euro per
anno pro Aktie allein aus Abo-Einnahmen (ohne Verkaufserlöse) die
Folge.

Apropos Aktienkurs. Schon lange hat der Vorstand aufgehört, den
aktuellen Aktienkurs des Unternehmens zu kommentieren. Wer sich
für unter Euro 5 von TC Aktien trennt soll das tun und zwar
schnell
(Gratulation an die Käufer).
Offenbar haben damals einige unsere Aktien nur gekauft, weil Sie sich
Spekulationsgewinne erhofft haben. Diese Gruppe hat aber das
Unternehmen und die bearbeiteten Märkte, Assets oder Patente nicht
im geringsten verstanden und will nun Liquidität um jeden Preis.

Wir raten jedem Aktionär, der unsere Aktien nicht dazu
benötigt, kurzfristig einen Ratenkredit abzuzahlen, sich genau
anzuschauen, welche Zukunftswerte TC darstellt. Der Vorstand trennt
sich nicht von seinen Aktien und hat bislang auch nach Ende der
Haltefrist keine einzige Aktie verkauft. Auch alle anderen, denen es
gelingt, TC-Aktien für unter Euro 60 aufzukaufen, möchten wir
beglückwünschen.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Wir halten zur Zeit eine
Marktkapitalisierung von Euro 60 Mio. für das untere Ende einer
angemessen Bewertung, verglichen mit Tivo (400 Mio. $) sogar
wesentlich mehr. Wer das nicht versteht, hat unseren Technologie-
Sprung Tivion nicht verstanden. Tivion ist zugegebenermaßen auf
Anhieb nicht leicht zu verstehen, gerne gebe ich Ihnen als
Aktionär telefonisch Auskunft (0261-98436-0).

Zur Zeit arbeiten wir intensiv daran, namhafte Big-Player
ins Tivion-Boot zu holen. Noch vor der IFA wollen wir hierzu eine
erneute Ad-Hoc-Meldung abgeben. Unserer Meinung nach gehört die
Zukunft nicht einer hochgezüchteten Spezial-Set-Top-Box, die
binnen Jahresfrist veraltet ist, sondern dem Home-PC, der mit dem
Fernseher sinnvoll vernetzt ist. Erst dann haben Sie die volle
Funktionalität auf Ihrer Fernbedienung:
Internet-TV; Breitband-TV; Interactive TV; Convergenz aller
Contents/Streams auf einem Display; Home-Vernetzung; Personal-Digital-
Recording und Zielgruppen-Werbung.

Tivion ist auch wirtschaftlich ein Quantensprung. Während bei der
Fernsehfee TV-Werbung (gegen ein Abo von DM 48 pro Jahr) ausgeblendet
wird, eröffnet Tivion den Haushalt als `²intelligente`² und
vom Benutzer akzeptierte Werbefläche. Tivion ersetzt damit die
Werbung der TV-Sender durch eigene Services und akzeptierte Target-
Ads.
Nebenbei, der Netto-Werbewert eines Haushaltes (3 Stunden TV / Tag)
beträgt ca. DM 300 bis DM 500 pro Jahr. Die
`²Erschließungskosten`²
liegen bei Tivion bei ca. DM 50 einmalig.

Nach dem überaus positiven Urteil von Berlin können wir nun
einige Projekte beginnen, die mit Rücksicht auf die richterliche
Entscheidungsfindung zurückgehalten wurden. Noch in dieser Woche
werden wir entsprechende Ad-Hoc-Meldungen über XiQu herausgeben.
Bis dahin verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen
heutige Presse-Erklärung:


TC-Unterhaltungselektronik AG erhielt Erlaubnis für
TV-Werbeblocker.


Mit einem Grundsatzurteil vor der Berliner Kammer wurde die
Zulässigkeit von TV-Werbeblockern und Kinderschutz-Systemen
bestätigt. Der TC AG sollte verboten werden, ihre TV-Innovation
FERNSEH-FEE in den Handel zu bringen.

Das Argument: `²¤Die Anordnung und Auswahl der Werbespots sei ein
künstlerisches Gesamtwerk, dass nach Urheberrecht nicht gestört
oder
unterbrochen werden darf.`²³

Die mittlerweile börsennotierte TC AG (Frankfurt 745420) hat
für
solche Verhöhnung der Zuschauer kein Verständnis und
begrüßte nun die
erlangte Rechtsicherheit und das Ende der Vertriebsbehinderungen. Die
Nachfrage der deutschen Fernsehzuschauer sei angesichts der im
internationalen Vergleich besonders häufigen und langen
Werbeunterbrechungen verständlich. Die Möglichkeit, sich und
seine
Kinder vor unerwünschten Inhalten zu schützen, sollte im Jahr
2001
für jeden Fernseh-Zuschauer verfügbar sein.
Während die TV-Sender gegenüber ihren Werbekunden damit
argumentieren, dass nur ca. 10% der Fernseh-Zuschauer wegzappen, wird
vor dem Gericht behauptet, dass sich letztlich alle Fernseh-Zuschauer
das Gerät für DM 299 anschaffen werden und daher die
Fernseh-Sender
in ihrer Existenz bedroht sind.
Erstaunlicherweise haben selbst die großen Werbe-Auftraggeber
nichts gegen Werbeblocker einzuwenden. Im Gegenteil, Zuschauer die
manuell wegzappen, können und sollen nicht erreicht werden, denn
nervende Werbung hat unerwünschte Imageeffekte. Man will auch nicht
länger für
solche Zuschauer mitbezahlen, die mit der Werbung nichts anfangen
können (z.B. Pampers-Werbung für kinderlose Haushalte).
Nach Ansicht der Richter, wird die Existenz der TV-Sender nicht
dadurch gefährdet, daß sich ein Unternehmen einen Stück des
Werbeumsatzes (allein RTL 200 Mio. DM /Monat) durch vom Zuschauer
installierte Geräte abschneidet.
Auch Arbeitsplätze werden durch TV-Werbeblocker nicht
gefährdet, da
Fernsehwerbung überwiegend emotionale Verdrängungswerbung
bekannter
Produkte ist und keine Produktinformation. Trotz steigender
Fernsehwerbung wird jedes Jahr weniger Bier getrunken. Der Werbende
wirbt meist nur, um keine Marktanteile an den ebenfalls werbenden
Konkurrenten zu verlieren. Gezahlt wird dieser Wettlauf vom Kunden an
der Ladenkasse (etwa DM 400 pro Jahr und Haushalt).
Auch der Zigaretten-Industrie hat das europaweite Werbeverbot nicht
geschadet.
Anstatt Innovationen zu verhindern, sollten die Fernseh-Sender
einfach ihr Angebot verbessern und kurze, sowie unterhaltsame
Werbespots senden.
Im übrigen ist die TV-Werbeausblendung nur ein Feature der Fernseh-
Fee, deren Zweck es eigentlich ist, dem Zuschauer immer das aktuell
beste Programm anzubieten, automatisch Lieblingsthemen aufzuzeichnen
(Personal-Video-Recording) und Kinder vor Sex- und Gewaltszenen zu
schützen.
Der nächste Zankapfel wird bereits in den Labors der TC AG
gezüchtet:
Mit Tivion bringt das Unternehmen rund 2.000 kostenlose TV und
Radiokanäle, sowie Internet ins heimische Wohnzimmer. Tivion soll
noch in diesem Jahr an möglichst viele Haushalte verteilt werden.
Herkömmliche TV-Werbung wird dann völlig verschwinden. Unter
www.tivion.org können Vorbestellungen eingetragen werden.
Vorbesteller erhalten das Produkt kostenlos.

Petra Bauersachs (Vorstandsvorsitzende) und Guido Ciburski
(Vorstandsmitglied. Für Interviews stehen wir
jederzeit zur Verfügung. Mehr Informationen unter
www.telecontrol.de ; www.tivion.org.; 0261-98436-0 oder
bauersachs@telecontrol.de
Vox : Mehr Zuschauer und Werbeeinnahmen
[FPoe] Hamburg - Der Fernsehsender Vox hat seinen Marktanteil und seinen
Werbeumsatz steigern können.

Im Juni habe Vox mit 4,5 Prozent Zuschauern unter den 14 bis
49-Jährigen den höchsten Marktanteil seiner Geschichte
gehabt, sagte Geschäftsführerin Anke Schäferkordt auf der
Programm-Pressekonferenz des Senders. Die Werbeeinnahmen seien ebenfalls um
4,7 Prozent auf knapp 300 Mio. gestiegen.

Das Magazin "stern TV-Reportage" und acht neue US-Serien werden im Herbst auf
Vox starten. Die einstündige Reportage-Reihe wird vom Stern TV-Team um Günther
Jauch im Auftrag von Vox produziert. Der Sender möchte damit sein Angebot an
journalistischen Formaten ausbauen. Mit den Serien "C.S.I. Tatort Las Vegas" und
"Dark Angel" erhoffen sich die Programmplaner starke Zuschauerresonanz. (pte)
Die Fernsehfee ist ein Stehaufmännchen

VON TOM MUSTROPH

Koblenz. Einen Traum
versprach die Koblenzer
Unternehmerin Petra
Bauersachs schon vor zwei
Jahren dem geplagten
Fernsehvolk: Endlich Filme
ohne Werbung zu gucken.
Endlich Fußballübertragungen
verfolgen, ohne Beckenbauer
oder Mehmet Scholl beim
Telefonieren zusehen zu
müssen. Die sogenannte
Fernsehfee sollte die unerwünschten
Spannungsdämpfer einfach wegzaubern.



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Positiv bemerkbar macht sich das vor allem bei der Aufnahme von
Filmen. Sobald die Werbung beginnt, stoppt ein Signal aus der
Koblenzer Sendezentrale den Videorecorder. Nach dem Ende der
Werbung schaltet ein weiteres Signal ihn wieder ein. Beim Gucken
in Echtzeit zappt das Gerät automatisch zu einem alternativen
Programm oder stellt den Ton aus. Die Funktion ist für alle Sender
gleichermaßen anwendbar, weil sie nicht auf Signalen der
Anstalten selbst beruht, sondern manuell von Bauersachs‘ Firma
Telecontrol gesteuert und über verschiedene Rundfunknetze bis in
die Haushalte verbreitet wird. Bauersachs‘ Mitarbeiter überwachen
auf Monitoren die mehr als 30 Programme und reagieren per
Knopfdruck auf Werbeinseln.

Neben dem Werbeblocker sind Zusatzfunktionen integriert – etwa
eine elektronische Fernsehzeitung oder ein Kinderschutz. Zudem
kann der Nutzer sich sein individuelles Fernsehprogramm
zuschneiden. Der Sportfan wechselt von Fußball- zu
Handballbundesliga, von den deutschen Basketball-Play-offs zur
NBA, Sciencefiction-Freunde verpassen keine neue Serie, und man
erfährt alles über seinen Lieblingsstar. Selbst über das aktuelle
Urlaubsziel kann man sich umfassend informieren lassen.

Jetzt rechnet die Unternehmerin mit ihrem Durchbruch

Das, was Pay-TV-Anstalten als teuer zu bezahlende Zukunft des
Informationszeitalters verkaufen wollen, war 1999 im frei
empfangbaren Fernsehen für 299 Mark Anschaffungskosten und
dem Abopreis für die elektronische Programmzeitschrift möglich. Die
Konsumenten jubilierten, die Presse war begeistert, nur
durchzusetzen vermochte sich das Gerät nicht.

Die Goliaths der Mediengesellschaft fürchteten um ihre Existenz.
Immerhin kann Branchenführer RTL in der Hauptsendezeit 30 kurze
Werbesekunden schon für 85.000 Mark verkaufen. In konzertierter
Aktion machten die ansonsten erbitterten Konkurrenten mobil.
SAT.1, RTL und Vox überzogen die 29-jährige Existenzgründerin
Bauersachs mit Klagen wegen Wettbewerbsbehinderung. Der
Verband Privater Rundfunk- und Telekommunikation (VPRT), eine
Lobbyorganisation der privatrechtlichen Sender, setzte
Vertragspartner von Telecontrol unter Druck. Ergebnis: Weniger als
10.000 Geräte wurden seit Januar 1999 verkauft.

Doch die Firma ließ sich nicht unterkriegen. Petra Bauersachs
wollte nicht zurück an die Schreibtische des öffentlichen Dienstes.
Sie ließ ihre Idee patentrechtlich schützen. Sie wagte den
Börsengang, suchte neue Netzbetreiber und Vertriebspartner. Und
sie gewann alle anhängigen Prozesse. Die Fernsehfee behindere
nicht den Wettbewerb, beschied das Frankfurter Landgericht den
Kläger SAT.1 abschlägig. Sie automatisiere lediglich das Zappen.
Der Zuschauer entscheidet weiterhin selbst, ob er die Werbung zur
Kenntnis nehmen möchte. Jetzt rechnet die Start-Up-Frau mit ihrem
endgültigen Durchbruch. Fachhändler werden geschult, die
Werbekampagne vorbereitet. Fernsehspots darf man von ihr
allerdings nicht erwarten. Im Juni startete ein Testlauf in München.
Für den Herbst ist die bundesweite Einführung geplant. 399 Mark
wird das Gerät dann kosten, zuzüglich 58 Mark Jahresabonnement
für die elektronische Programmzeitschrift.
Gottschalk ist schon leicht nervös!

Von: R. KALB / W.-J. MÜLLER

München - Aufbruchstimmung bei SAT.1. Philipp Geiss, Programmdirektor Sport bei dem
Sender, der Fußball-Sender bleiben will, gibt sich keinen Illusionen hin. Nach der aus
kommerziellen Interessen erfolgten Verlegung von "ran" auf 20.15 Uhr statt 18.30 Uhr gilt für
Geiss und seine Crew: "Wir stehen vor einer ähnlichen Herausforderung wie 1992, als wir mit
éran` gestartet sind. Und wir tun unser Bestes, sie wieder zu bestehen."

Na denn, viel Glück. Denn der Gegenwind für die Macher könnte größer nicht sein.

Damit das Bezahlfernsehen Premiere World mehr Abonennten bekommt - so das Kalkül im
Hause Kirch - muss der frei empfangbare Bundesliga-Sender SAT.1, der dem gleichen Haus
gehört, den Beginn seiner Berichterstattung um fast zwei Stunden nach hinten verschieben.
Für Geiss bietet das Ärgernis für Millionen eine Chance: "Wir können jetzt viel thematischer
arbeiten, haben mehr Zeit, um Themen umzusetzen. Ich bin sicher, dass dank unserer
geschulten, erfahrenen Reporter die Sendung an Qualität gewinnen kann."

So kann man es auch sehen - zumindest als Programmchef. Härter wird das Geschäft im
Buhlen um die Fans und entsprechende Einschalt-Quoten.

Präsentiert wird "ran" mal wieder von einem alten Bekannten: von "Allzweckwaffe" Jörg
Wontorra, der dafür Premiere World verlässt und wieder auf die große Bühne zurückkehrt.
Wontorra (52) schwebt jeden Donnerstag aus Marbella ein und fliegt sonntags wieder in
seine spanische Wahlheimat zurück. Neben ihm - dies läßt der Moderator durchblicken - soll
der Fußball der Star sein, der Ball 70 der 120 Minuten rollen; die Werbung wird, den
Medien-Gesetzen entsprechend, auf 24 Minuten beschränkt.

Die fachliche Note betont gegenüber Gazetta24 auch Dr.Ludwig Bauer, der TV-Vorstand im
großen Kirch-Konzern: "Wir sehen den Fußball als absoluten Mittelpunkt des neuen
ran-Formats. Zu keiner Zeit haben wir intern gesagt: Da muß mehr Show rein! Im Gegenteil!
" Bauer sieht den neuen Sendetermin um 20:15 sehr gelassen: "Die Fans werden das
akzeptieren, da sind wir sicher. Und außerdem hat der Thomas Gottschalk schon mal nervös
nachgefragt, was denn da auf ihn und "Wetten, daß" so zukommt."

Ganz schön selbstbewußt. Oder das Pfeifen im halbleeren Stadion?

Der Rest des neuen "ran" besteht jedenfalls aus einem Gewinnspiel, Talk mit einem aktuellen
Fußballer Studiogast, Interviews/Gespräche via Live-Schaltung in die Stadien. Angenehm vor
allem: Um die Fans von Beginn an an "ran" zu fesseln soll ein Spitzenspiel zum Anfang
gezeigt werden und der erste Werbeblock erst etwa um 20.40 Uhr.

Da hatte es im Vorfeld viel harsche Kritik gehagelt, weil bislang etwa das regelmäßige
Top-Spiel mit den Münchner Bayern routinemäßig ans Ende der Sendung plaziert wurde, um
die Fans am Schirm zu halten, bevor auch noch die letzte Werbeinsel versendet war.

Für den Auftakt am Samstag wären die Macher mit einer Einschaltquote von drei Millionen
schon zufrieden. Geiss: "Es ist noch Ferienzeit, vermutlich Biergarten-Wetter, es gibt noch
keine Tabelle - da kann man zum Start keine Wunderquoten erwarten."

Die Werbepreise sind auf einer Basis von 18 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 19 -
49jährigen im Saisonschnitt kalkuliert, was für diese Altersgruppe erfahrungsgemäß eine
Zuschauerzahl zwischen 1,5 Millionen im Sommer, wo weniger Geäte eingeschaltet sind, und
2,0 Millionen Zuschuern im dunklen Winter und im Frühling, den Monaten der
Entscheidungen, ausmacht.

Und wenn das Ganze nicht funktioniert, die Jugendlichen wegbleiben, die Familienmütter sich
mit Alternativprogrammen durchsetzen? Wontorra flapsig in der Bild am Sonntag: "Der
Gottschalk steht nur viermal gegen uns. Und gegen Günther Jauch haben wir sowieso einen
unschlagbaren Vorteil: Bei mir gibt es mehr Millionäre zu sehen."

Ansonsten rätselt aber auch Wontorra über den Ausgang des "Match" auf der Mattscheibe:
"Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich überhaupt kein Gefühl, was passieren wird.
Man sollte uns wenigsten die berühmte 100-Tage-Frist einräumen!"

Immerhin: Die Zusammenfassungen der nächsten Weltmeisterschaften laufen auf SAT.1 erst
um 21.15 Uhr. Da liegt die Frage nahe, ob "20.15" Uhr nur eine Durchgangsstation ist, um die
Fans an einen Fußball-Beginn im Free-TV ab 22.00 Uhr zu gewöhnen. Dann könnte SAT.1
zur Prime-Time auch wieder den großen Familienfilm senden und würde parallel dazu dem
ZDF-Sportstudio das Leben richtig schwer machen.

Programmdirektor Philipp Geiss verweist solche Gedanken ins Reich des Visionären: "Wir
konzentrieren uns zu hundert Prozent auf die kommende Saison und sind guter Hoffnung,
dass wir uns für die nächste Saison keine Gedanken über eine erneute Zeitachse machen
müssen."

Liga-Boss Werner Hackmann sekundiert schon mal für alle Fälle beflissen: "20:15 ist das
letzte Wort! Spätere Termine werden wir nicht gestatten. Da machen Sie sich mal keine
Gedanken."

Hackmann merkt nebenbei aber auch an, daß die DFL ein ureigenes Interesse daran hat, daß
der TV-Partner Kirch die Chance erhält, seine Multi-Millionen-Investments ( 750 Mio pro
Saison) zu amortisieren. "Damit dann auch pünktlich die vereinbarten Zahlungen für uns
geleistet werden können."

Ja, so läuft´s Business in der Bundesliga. Nicht nur der "Kaiser" telefoniert eifrig mit Gott und
der Welt. Im Werbespot auf SAT1. Demnächst wieder in diesem Theater.
Schleichwerbung in Lindenstraße?

[FPoe] München - Die Landesmedienanstalten werfen der populären
ARD-Serie Lindenstraße Schleichwerbung für Ökostrom-Anbieter vor.

In der Serie kämpfen Taxifahrer Andy Zenker und der stotternde
Hajo Scholz mit der Initiative "Ohne mich" für Ökostrom. Bis
Februar 2002 wollen Sie, dass 2000 Haushalte von Atomstrom
auf Ökostrom umsteigen. In der Folge vom 1. Juli stellen sie
deshalb - für die Zuschauer sichtbar - eine entsprechende
Website ins Netz, die tatsächlich existiert, berichtet das
Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen
Ausgabe.

Die Web-Adresse ist mit dem Internet-Angebot der Lindenstrasse verknüpft und
bietet Besuchern Namen von Ökostrom-Anbietern an. Für Wolfgang Thaenert, Leiter
der Stelle Werbung der Landesmedienanstalten, riecht die Szene sehr nach
Schleichwerbung. "In einer fiktiven Serie hätte es genügt, eine fiktive Adresse
einzublenden", meint der Fernsehexperte.

Geissendörfer, selbst erklärter Kernenergie-Gegner, indes freut sich über die
gelungene Aktion: "Wir konnten ja nicht sagen: Leute, kauft euren Strom bei einem
bestimmten Anbieter. Aber wir haben unsere Wege gefunden." Die Idee sei aus
reinem Idealismus entsprungen und laufe ohne irgendeine Form von Gegenleistung
der Ökostrom-Anbieter ab.
Kurz-Prognose "Werbemarkt" / 1,5 ProzentWachstum im Werbejahr 2001

Trotz der schwierigen Vorzeichen für das Werbejahr
2001 sieht die Prognos AG die weitere Entwicklung
verhalten positiv. Das Schweizer Forschungsinstitut
prognostiziert für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,5
Prozent für die deutsche Werbewirtschaft. Der Umsatz der
klassischen Medien mit Werbung steigert sich damit von
23,3 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 23,7 Milliarden Euro. Bei den großen Werbeträgern
wird laut der Prognos-Studie in diesem Jahr das Fernsehen mit einem Plus von 2 Prozent die
höchste Zuwachsrate erzielen. Die Tageszeitungen liegen mit einer Steigerung von 1,5
Prozent genau im Schnitt, die Publikumszeitschriften wachsen mit 1,3 Prozent leicht
unterdurchschnittlich, wie die Studie darlegt. Nach dem Ausnahmejahr 2000 befinde sich der
Werbemarkt damit auf dem Weg zurück zur Normalität, so dass sich von 1999 aus betrachtet
ein linearer Wachstumsverlauf abzeichnet. Die Dynamik der Online-Werbung, deren
Volumen sich im vergangenen Jahr verdoppelte, soll sich 2001 abschwächen. Der
Werbeträger wird aber dennoch überdurchschnittlich um 20 Prozent zulegen, so Prognos.
Prognosen bis 2005: Im Jahr 2005 erreichen die Werbeeinnahmen laut Mittelfrist-Prognose
ein Gesamtvolumen von über 28 Milliarden Euro, das sind 5,5 Milliarden Euro mehr als im
laufenden Jahr. Nach dem Plus von 1,5 Prozent in diesem Jahr werde die deutsche
Werbewirtschaft im nächsten Jahr wieder anziehen und sich mit jährlichen Steigerungsraten
von gut 4 Prozent weiterentwickeln. Dabei wird, so Prognos, das Fernsehen sowohl die
höchsten Umsatzzuwächse als auch - abgesehen von der Online-Werbung - die höchsten
Steigerungsraten verzeichnen. Bis zum Jahr 2005 werde der Werbeträger TV 0,3
Prozentpunkte an den Gesamt-Werbeinvestitionen gewinnen und auf einen Marktanteil von
20,6 Prozent kommen. Die Tageszeitungen verlieren einen Prozentpunkt und erreichen 27,1
Prozent Marktanteil. TV ist neben der Online- und der Außenwerbung die einzige Gattung,
die keine Marktanteile abgeben muss. Die Online-Werbung kann sich bis 2005 als
Werbeträger weiter etablieren und wird Filmtheaterwerbung, Hörfunk sowie Außenwerbung
übertreffen. Bis zum Jahr 2005 sind für das Internet Werbeeinnahmen von rund 990
Millionen Euro prognostiziert. Das entspricht einem Marktanteil von 3,5 Prozent. Prognosen
bis 2011: Im Jahr 2011 werden laut der Untersuchung die klassischen Medien 36 Milliarden
Euro mit Werbung umsetzen. Dies sind 12,4 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2001.
Insgesamt können die klassischen Medien in dieser Dekade mit einer Wachstumsrate von
durchschnittlich 4,2 Prozent pro Jahr rechnen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die
Online-Werbung mit Steigerungsraten von im Schnitt 12 Prozent pro Jahr stark
überproportional wachsen wird. Von den 36 Milliarden Euro sollen 7,3 Milliarden Euro oder
20,3 Prozent ins Fernsehen fließen.

Leitprognose BIP 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Wachstum BIP real in % 3,0 1,5 2,5 2,1 2,1 2,1
Inflationsrate in % -0,4 2,6 1,5 1,5 1,5 1,5
Wachstum BIP nominal in % 2,6 4,1 4,0 3,6 3,6 3,6
BIP nominal in Mrd. EUR 2.033 2.117 2.203 2.283 2.365 2.451
Werbemarkt inkl Online-Werbung 2000 2001 2002 2003 2004 2005
in Mrd. EUR 23,3 23,7 24,6 25,7 27,0 28,1
jährliche Veränderung in % 6,8 1,5 4,1 4,5 4,8 4,3
Werbeintensität in % des BIP nom 1,15 1,12 1,12 1,13 1,14 1,15

TV-Werbemarkt 2000 2001 2002 2003 2004 2005
in Mio. EUR 4.705 4.799 5.020 5.256 5.545 5.811
jährliche Veränderung in % 9,0 2,0 4,6 4,7 5,5 4,8
Anteil am Markt in % 20,2 20,5 20,5 20,6 20,7 20,8

Quelle: ZAW, Prognos AG (c) Prognos AG/ SevenOne Media
w&v: Deutsche Unternehmen tun sich schwer mit modernenKommunikationskonzepten
Werbung im Fernsehen

München (ots) - Moderne, integrierte
Kommunikationskonzepte scheitern in deutschen
Unternehmen immer noch an Kompetenz-Gerangel und
veralteten Management-Strukturen. Integrierte
Kommunikation ist bis auf wenige berühmte Ausnahmen
nur ein Lippenbekenntnis deutscher Unternehmen. Das ist
der Tenor der aktuellen Titelgeschichte des führenden
deutschen Marketing-Magazins w&v - werben und
verkaufen. Das Blatt zitiert Marketing-Experten, die
fordern, die verschiedenen Kommunikationsdisziplinen
enger miteinander zu verzahnen, damit der Verbraucher ein
stimmiges Gesamtbild einer Marke empfange.

Die Grundthese der integrierten Kommunikation klingt
simpel und einleuchtend: Marken müssen aufgebaut und
durch Kontakte mit den Verbrauchern gepflegt werden -
zum Beispiel durch Werbung, Veranstaltungen,
Presseberichte, Verpackung, Briefsendungen oder
Verkaufsgespräche. Diese Kontakte gilt es im Rahmen der integrierten Kommunikation
inhaltlich und zeitlich aufeinander abzustimmen, damit beim Verbraucher immer die selbe
Botschaft ankomme. Peter-John Mahrenholz, Geschäftsführer bei Jung von Matt an der
Elbe, fordert einen "kommunikativen Leitgedanken", der jeweils medienspezifisch umgesetzt
werden müsste.

Tatsächlich aber arbeiten laut einer Befragung aus dem Frühjahr 2000 mehr als die Hälfte
der Unternehmen in Deutschland erst in Ansätzen oder gar nicht vernetzt. Statt Synergien
würden bei der Integration der Disziplinen in den Unternehmen meist Konfliktherde
entstehen, heißt es in dem w&v-Bericht. Die Abteilungen streiten um den größten Etat und
Machtansprüche.

Martin Sorrell, Chef des weltweiten Agentur-Netzwerkes WPP, spricht dem heutigen
Management in den Unternehmen die Fähigkeit zur Integration ab. "Die Entwicklung wird
aber mehr dahin gehen, dass die Unternehmenschefs sich als Wächter der Marke
verstehen." Große Konzerne wie DaimlerChrysler und Unilever seien bereits dabei, ihr
Marketing umzustellen. "Das Abteilungsdenken ist nach wie vor eines der größten
Hemmnisse für die Steigerung der Effizienz der Kommunikation", meint Sorrell.

Beschleunigt wird der Trend zur integrierten Kommunikation vom schleichenden Verlust der
Wirkung klassischer Werbeformen wie TV-Spots und Print-Anzeigen. Nur noch 32 Prozent
der Deutschen nehmen Werbung überhaupt wahr. Viele fühlen sich von den Werbeblöcken
gestört - kein Wunder, bei den jährlich 1,5 Millionen Werbe-Impulsen, die auf den
Verbraucher niederprasseln. Problematisch ist außerdem, dass nur wenige in Deutschland
beworbene Marken einen einheitlichen, durchgängigen Markenauftritt haben. Nach
Einschätzung von Bernd Michael, Chef der Werbeagentur Grey, verfügen nur 30 Prozent der
4000 in Deutschland am meisten beworbenen Marken über einen solchen einheitlichen
Auftritt.
"Großstadtträume": RTL senkt Werbepreise
[DigiTV] Hamburg - Der Privatsender RTL hat die Werbepreise für die
wöchentliche TV-Serie "Großstadtträume" um 29 Prozent gesenkt.

Die erzielten Marktanteile hätten noch nicht mit den
kalkulierten Reichweiten Schritt gehalten, sagte ein Sprecher
des RTL- Werbezeitenvermarkters IP Deutschland am
Dienstag in Köln.

Nach sieben Folgen bewegt sich der Marktanteil unter den für die Werbung wichtigen
Zuschauern zwischen 14 bis 49 Jahren lediglich bei neun Prozent, die
Montag-Episode erreichte 7,9 Prozent. Der Preis für den 30-Sekunden-Spot wurde
von 84.000 auf 60.000 Mark reduziert.

Langfristig erhofft sich RTL einen Marktanteil von 20 Prozent. Vom Sender hieß es,
man wolle auf jeden Fall die mit der Produktionsfirma Grundy Ufa TV vereinbarten 26
Folgen ausstrahlen. RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler wolle der Serie bis zum
Herbst Zeit geben, sich zu entwickeln.
kicker-Herausgeber Karl-Heinz Heimann dreht den Schweinwerfer:
Der Begriff "zeitnah" im Wandel der Zeiten
- gleich sehen sie den Bericht . . .,angekündigt, bedeutet das, dass gleich erst mal die Werbung kommt -


Vor einem Jahr während der Trauerspiele unserer Nationalelf bei der EM hat sich wohl
keiner vorstellen können, dass nur ein Jahr später unsere U-20-Junioren bei der
Weltmeisterschaft im winterlichen Argentinien als sicherer Gruppenzweiter ins
Achtelfinale einziehen würden. Ich gehe einig mit jenen, die behaupten, so schlecht sei es
um unseren Nachwuchs nicht bestellt, wie damals in der ersten Enttäuschung geschimpft
wurde. Nur warne ich davor, nun gleich ins Gegenteil zu verfallen. Über den Erfolg von
Cordoba sollen wir uns freuen, es kann ja sogar noch ein bisschen mehr werden (von jetzt
an gilt das K.-o.-System, spielt also auch das Glück eine größere Rolle), aber mit den
Füßen auf der Erde bleiben. Uli Stielikes Arbeit trägt Früchte. Sie wurde argwöhnisch
beobachtet und mit der Unterstützung durch die Klubs war es auch nicht immer zum
Besten bestellt. Dass alle Spieler nun ein Anrecht auf Stammplätze in der Bundesliga
haben, ist irreal. Keiner kann mit Bestimmtheit sagen, wer sich von ihnen durchsetzen
wird. Aber wie ernst Klubs und Trainer die Nachwuchspflege nehmen, lässt sich auch
daran ablesen, welche Chancen diesen jungen Spielern eingeräumt werden - wobei ich
immer dafür plädiere, mit Bedacht an die größeren Aufgaben heranzuführen.

Der Fußball hat für die Entwicklung des Fernsehens in Deutschland immer die Funktion
einer "Lokomotive" gehabt. Ohne den WM-Gewinn 1954 wäre es viel langsamer mit der
Ausbreitung dieses neuen Mediums vorangegangen, das Farbfernsehen erhielt durch das
WM- Turnier 1970 in Mexiko ganz wesentliche Impulse. Die Geräte-Industrie hat sich an
die Erfolge angehängt, die Zuschauerzahlen nahmen sprunghaft zu. Was die Macher des
Privatfernsehens dazu veranlasste, für Pay-TV und Pay-per-View dank des Fußballs
enorme Steigerungsraten zu errechnen, mag ihr Geheimnis bleiben. Wie sie ihre durch
happige Fehlkalkulationen entstandenen Verluste wettmachen wollen, ähnelt schon einer
"Strafaktion" gegen die Zuschauer. Ein erfolgreicher Wirtschafts-Manager sagte mir
unlängst, Tausende von Firmen wären, kämen sie mal in Schwierigkeiten, glücklich, hätten
sie so verständige "Partner", wie das Kirch-Fernsehen im DFB und in der Bundesliga.
Gegen den Vorwurf, sie habe sich an Kirch verkauft, kann sich die Bundesliga noch so
sehr wehren, sie wird ihn nicht mehr los!

Im modernen Fernsehen wird mit Begriffen jongliert, dass es einen mitunter graust. Ein
Beispiel: Bis vor ein paar Jahren hieß "gleich" eben "gleich". Wird heute "gleich sehen sie
den Bericht . . ." angekündigt, bedeutet das, dass gleich erst mal die Werbung kommt und
dann - keineswegs also gleich - der Bericht. Alles was im deutschen Fußball Sitz und
Stimme hat, trug monatelang den Begriff "zeitnah" wie einen Fetisch vor sich her und
bestand darauf, der Sendebeginn 20.15 Uhr, also drei Stunden nach Abpfiff der Spiele,
erfülle dieses Kriterium nicht. Die Rückzugsgefechte waren kurz und heftig, 20.15 Uhr ist
mit einem Male für die Zusammenfassung in "ran" doch "zeitnah". Und, oh Wunder, das
DFB-Präsidium legte sich für die Zukunft fest: "Später als 20.15 Uhr ist nicht mehr
zeitnah und kommt deshalb nicht in Frage." Man kann es glauben, muss es aber nicht. Wie
ist das mit Verfallsdaten?
ProSieben Sat.1 Media-Konzern : Zweistelliges Wachstum durch TV-Werbung

Der Münchener Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media hat
positive Zahlen für das erste Jahr vorgelegt.

Die im vergangenen Jahr fusionierte Senderfamilie hat ihren
Konzernüberschuss 2000 wie angekündigt prozentual zweistellig gesteigert.
Der Überschuss sei gegenüber dem Pro-Forma-Ergebnis des Vorjahres nach
nicht testierten Zahlen um 15 Prozent auf 93 Mio. Euro gestiegen, teilte die
Senderfamilie der Kirch-Gruppe am Dienstag mit.

Der Umsatz legte den Angaben zufolge um sieben Prozent auf 2,15 Mrd. Euro zu.

Das Ergebnis vor Steuern kletterte um vier Prozent auf 205 Mio. Euro. Darin
seien allerdings Kosten der Fusion von 27,4 Mio. Euro erhalten. Ohne diesen
Sondereffekt sei der Vorsteuergewinn um 18 Prozent auf 233 Mio. Euro
gestiegen.
RTL mit Dauerwerbesendung vor Formel 1-Übertragung

[FPoe] München - Zum ersten Mal startet RTL die Übertragung der Formel 1
am Sonntag mit einer Dauerwerbesendung.

Vor dem Warm-up überträgt der Sender ab
8.40 Uhr ein 30-minütiges Format mit dem Titel
"Boxenshop". Moderator Ralf Kühler soll in der
Shopping-Sendung Produkte aus der Michael und Ralf Schumacher-Kollektion
verkaufen, berichtet das Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in seiner
aktuellen Ausgabe exklusiv.

Nach Angaben von RTL-Sprecherin Irene Breil sollen vor allem Ferrari-Fahnen,
BMW-Modellautos und West-Fan-Sets angeboten werden. Joachim Schäfer, Chef
des Schumacher-Vermarkters PPM in Stuttgart, glaubt, dass bis zu vier Millionen
Zuschauer beim RTL-Boxenshop am Sonntagmorgen einschalten werden. Das wäre
eine neue Rekordmarke im deutschen TV-Shopping, heißt es in dem w&v-Bericht.
Über Umsatzziele und Finanzierung der Sendung wollten die Beteiligten vorab keine
Angaben machen.

kommentare ......

....ich zahle auch lieber einen kleinen Beitrag, um Qualität zu bekommen...

...Ja, ja! Schmeißt dem Kirch nur das Geld in den Rachen und zahlt schön doof. Lieber verzichte
ich total auf F1 als dass ich sie auf RTL oder dem Kirchsender anschaue.

...dieses bestätig doch nun wieder mal, daß RTL nur noch auf Geldschäffeln aus ist und nich an einer
guten Berichterstattung interesiert ist.! :-(

...ich für mein teil, werde auch in zukunft RTL beukotieren...

...dieser Sender nutzt es schamlos aus , der er der einzige ist der Formel 1 als freeTV zeigt.!

...die Formel1 bei RTL ist doch das letzte, da wird ja bald soviel Werbung gemacht wie beim Boxen.
2001: TV-Werbung boomt

[DigiTV] Auch in diesem Jahr werden wir im Free TV nicht von
lästigen Werbeunterbrechungen verschont.

Euphorie herrscht derzeit bei den zwei großen Vermarktern der privaten
TV Sender. Sie meinen, dass 2001 das Jahr der Privaten sein wird.

Branchen-Insider schätzen, dass die Werbebuchungen bei den
Privatsendern um 20 Prozent höher als im Vorjahr liegen. Aus
Agenturkreisen ist zu hören, dass die begehrten Primetime-Schienen -
also Sendeplätze am Abend - der großen drei Privaten um 400 bis 500
Prozent überbucht seien. Die Auslastungsgrenzen in diesen Schienen sind
aber längst ausgereizt.

Von den Öffentlich-Rechtlichen sei nach Erfahrung
von Mindshare-Geschäftsführer Christof Baron vor
allem das ZDF "exzellent" nachgefragt. Das
Kombi-Angebot von ARD und ZDF - bei dem man
auf beiden Sendern wirbt - werde noch verhalten beurteilt.

Für die erwartete Hochkonjunktur der TV-Werbung sorgen nach Auskunft
der Vermarkter die neuen TV-Branchen E-Commerce, Telekommunikation
und Finanzdienstleistungen. Zusätzlichen Schub könnte in der zweiten
Jahreshälfte die Euro-Umstellung bringen.
Aktienanzahl gesamt 1.188.000 Stück
davon Management/Mitarbeiter 650.000 mit look-up
Insttutionälle Anleger 340.000 mit look-up
3 einzel Investoren 100.000 mit look-up
free float 98.000 ohne look-up
Feldzug gegen die Werbung, ob Fernsehspot oder Web-Banner:

Die Aufforderung zum Konsum läßt sich jetzt ausblenden.

MorgenWelt, Hamburg
Die unscheinbare Kiste ist schmal wie ein CD-Player, flach wie eine Pralinenschachtel und wird optisch nur von Satellitenempfängern
an Langeweile überboten. Und doch hat die kleine schwarze Box namens "Fernsehfee" unter den privaten Fernsehsendern Unruhe
ausgelöst: Sie versetzt den Zuschauer erstmals in die Lage, Werbespots automatisch auszublenden.

Hartmut Schultz, Sprecher des Verbandes privater Rundfunkteilnehmer (VPRT), übt sich noch in demonstrativer Gelassenheit. Die
Werbe-Ausblendung sei "nur ein Marketing-Gag", das Gerät selbst "eigentlich nichts neues". Und tatsächlich: Was jetzt unter dem
Namen "Fernsehfee" neu auf den Markt gekommen ist, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als modifizierte "i-box". Das Koblenzer
Unternehmen TC Unterhaltungselektronik AG hat seine "i-box" bereits im April 1997 auf den Markt gebracht. Zum Preis von 299
Mark bekommt der Zuschauer eine Art elektronische Fernsehillustrierte, die er dem Fernseher vorschalten kann. Über ein
Bildschirm-Menü können persönliche Vorlieben eingegeben werden. Aus rund 500 Sparten und mehreren tausend Stichwörtern klickt
sich der i-Box-Besitzer zusammen, was er sehen will und was nicht.

Unter einem Code-Wort können beispielsweise Eltern ihren Kindern den Zugriff auf Sendungen verschließen, die sie für ungeeignet
halten. Der Handball-Fan kann sich von seiner Box auf jedes Handballspiel aufmerksam machen lassen, der Bruce Willis-Fan kann
über die Box den Videorekorder beauftragen, alle Bruce Willis-Filme aufzuzeichnen.

Die Box erhält ihre Informationen aus der Sendezentrale der Koblenzer Firma. Dort wird in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "TV
Spielfilm" eine elektronische Fernsehillustrierte versendet, die den Sendeplan von rund 30 deutschen TV-Sendern nach der
persönlichen Stichwort-Liste des Zuschauers individuell zusammenstellt. Die Daten werden über Satellit an verschiedene Radiosender
übermittelt und über deren UKW-Frequenz auf einem unhörbaren Trägersignal bundesweit versendet.

Nach Angaben der Hersteller werden jährlich rund 15.000 "i-boxen" abgesetzt. Neue Funktionen könnten die Nachfrage erhöhen,
hofft man in Koblenz. Das Unternehmen plant zudem, im Sommer an die Börse zu gehen; ein bißchen Aufregung um die
Werbe-Ausblendung käme da gerade recht. So mutierte die "i-box" zur "Fernsehfee", der Programmplaner bekam das
"TV-Spot-Stop-Signal". Dieser Service werde für einen Absatz von 1.000 Geräten monatlich sorgen, schätzt Geschäftsführerin Petra
Bauersachs vorsichtig.

Die Umsatz-Pläne sind aufwendig erkauft: Rund um die Uhr müssen in der Koblenzer Sendezentrale Mitarbeiter an den Bildschirmen
sitzen und die Programme überwachen. Sowie ein Werbeblock einsetzt, versenden sie das Stop-Signal. Beim Box-Besitzer springt der
Fernsehapparat dann automatisch zum nächsten werbefreien Programm, der Videorekorder wird angehalten. Nach der Werbung greift
die Box auf das ursprüngliche Programm zurück.

So ein Sprung sei ein "ganz schön harter Cut", findet VPRT-Sprecher Schultz. Außerdem würden die meisten Zuschauer "in die
Werbung gern ein bißchen hineingucken." Endmündigt die Box gar ihre Nutzer? "Denken Sie nur mal daran, wie das ist, wenn Sie in
der Familie oder mit Freunden gemeinsam Fernsehen schauen und die haben die Fernbedienung in der Hand: Wenn andere für
einen zappen, hat man doch kein gutes Gefühl!"

Der Werbestopper kommt für die privaten Anbieter zur Unzeit, weil die Wachstumsraten ihre Werbeumsätze längst nicht mehr so
üppig ausfallen wie Anfang der 90er Jahre. Damals wurden die Sender mit steigenden Einnahmen im zweistelligen Bereich verwöhnt.
Die Brutto-Werbeumsätze haben von 4,6 Milliarden Mark im Jahr 1992 innerhalb von fünf Jahren auf fast 11 Milliarden Mark mehr
als verdoppelt. Fast jede zweite deutsche Werbemark geht an die privaten TV-Sender. Doch schon im letzten Jahr geriet der
Geldstrom ins Stocken. RTL, Marktführer unter den Kommerzsendern, konnte kaum noch 3 Prozent zulegen. Der neue RTL-Chef
Gerhard Zeiler dämpft bereits die Erwartungen auf besser Zeiten. Gegenüber dem "Stern" sagte Zeiler, die Werbeeinnahmen stiegen
"nur noch um ein bis fünf Prozent, vielleicht auch mal gar nicht." Dabei ist Zeiler noch in der glücklichen Lage, einem profitablen
Sender vorzustehen. Die Konkurrenz hat mehrheitlich ihre Anlaufverluste noch nicht wieder drin. Die Schweizer Prognos AG hat der
Branche sogar einen Einnahmerückgang bis 2010 von jährlich vier Prozent vorausgesagt.

Wenn die Zuschauer tatsächlich massenhaft zur "Fernsehfee" greifen und die Werbung von ihren Bildschirmen verbannen, wird das
kaum die Spot-Preise steigen lassen. "Sie können Fernsehen nicht umsonst haben", mahnt Interessenvertreter Schultz. Für den Fall,
daß die "Fernsehfee" erfolgreich sei, prüfe man schon rechtliche Schritte. Zuerst aber werde man mit den privaten Radios reden, die
das Stop-Signal über ihre UKW-Frequenz versenden. "Die wissen wohl gar nicht, was sie da senden", vermutet Schultz. Man werde
sich aber sicher verständigen können, immerhin sind auch die privaten Radios Mitglied im VPRT.

Mag sein, daß sich die Werbe-Sperre langfristig nicht durchsetzt. Die "Fernsehfee" selbst steht aber prinzipiell für einen Trend, der
Medien-übergreifend zu beobachten ist: Wegen des Überangebots an Information greifen die Nutzer zunehmend auf Sortier- und
Filterprogramme zurück. Das Fernsehen macht im Zuge der Digitalisierung derzeit nur nach, was das schnellere Medium Internet ihm
vorgemacht hat: Hier findet ohne Suchmaschinen und Webkatalogen keiner mehr durch. Was das WWW zu bieten hat, sortiert
"Yahoo!" vor. Was die Presse ins Netz stellt, sagt der "Paperboy". Per E-Mail kann hier jeder täglich kostenlos erfahren, was zu frei
gewählten Stichworten im Netz publiziert wird.

Und auch in Sachen Werbeausblendung ist das Netz dem Fernsehen voraus: Banner, die das Laden der Seiten verzögern können
einfach ausgeblendet werden. Dies leistet beispielsweise der kleine kostenlose "Internet Junkbuster". Dieses Utility fungiert als eine
Art Proxy-Server, der die eingehenden HTTP-Daten filtert und Werbebanner ausblendet. Unter anderem werden auch Cookies und
die "Referrer"-Header gelöscht, die angeben, von welcher WWW-Seite man gerade kommt.

Gegen Werbung hilft auch der "WebWasher" von Siemens. Ursprünglich wurde das kleine Programm für den hausinternen Gebrauch
geschrieben, um den Mitarbeitern das Surfen zu erleichtern. Der "WebWasher" blendet unter anderem Grafiken aus, die in ihren
Pixelmaßen dem inzwischen internationalen Standard von Werbebannern entsprechen. Dabei kann es allerdings auch schon mal
gleich große werbefreie Bilder erwischen. Nicht alle Banner werden erfolgreich gebannt, aber dafür steht auch das Siemens-Programm
kostenlos zum Download bereit. Lediglich die kommerzielle Nutzung muß mit 49 Mark bezahlt werden.

Auch im Internet ist das Entsetzen der Werbetreibenden erst einmal groß. Ihr Markt ist noch stark am Expandieren, vergleichsweise
niedrige 300 Millionen US-Dollar wurden im letzten Jahr weltweit umgesetzt. Optimistische Prognosen lassen auf rund 8 Milliarden für
das Jahr 2005 hoffen. Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) glaubt allerdings nicht daran, daß sich
Ausblende-Programme mit der Schnelligkeit gefürchteter Computer-Viren ausbreiten könnten. Ähnlich wie die Fernsehanbieter
argumentieren auch die Web-Werber, der Konsument habe im Grunde doch nichts gegen die Werbung.
Eine naheliegende Lösung ist der Werbewirtschaft bisher leider noch nicht eingefallen: Der Branche, im Eigenlob gern als kreativ
betitelt, müßte nur Witzigeres einfallen. Phantasievolle Werbung könnte als ein Stück Unterhaltung akzeptiert werden. Auch
"Fernsehfee"-Besitzer können immerhin den Werbestopper ausschalten. Es müßte sich nur lohnen....
Werbung: Viele schalten weg!

[DigiTV] München (pte) - Die Hälfte der 14 - 19-jährigen Fernseh-Zuschauer
wechselt bei Werbeblöcken das Programm.

Von den verbleibenden Zusehern verfolgen dabei lediglich sieben Prozent die
Werbeeinschaltungen konzentriert, berichtet das deutsche Marketing-Magazin
Werben und Verkaufen.

85 Prozent der Befragten stufen die Werbeblöcke als "eher oder sehr schlecht" ein.
Positiver sind die Befragten gegenüber anderen Werbeformen eingestellt: Das
Sponsoring wurde von 80 Prozent positiv bewertet, virtuelle Werbung erhält von 53
Prozent, Splitscreen von 29 Prozent einen positiven Zuspruch.

16 Prozent würden sich weniger oder gar keine Talkshows wünschen, neun Prozent
fordern mehr Informations-Sendungen und Dokumentationen sowie ein generell
höheres Niveau des Fernsehprogramms. Insgesamt wurden. 1.300 Personen ab 14
Jahren befragt.


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