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Argentinien: Die Dollar-Reserven sind weg - 500 Beiträge pro Seite | Diskussion im Forum



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Die Wahrscheinlichkeit, dass Argentinien seine massive Finanzkrise in den Griff bekommt, wird immer geringer. Nun muss der peronistische Staats-Chef Eduardo Duhalde eingestehen, dass der Dollar-Vorrat zur Neige gegangen ist.

Zwar hat die argentinische Regierung die Sperr-Regelungen für Dollar-Konten gelockert, dahinter steckt allerdings nichts anderes als eine akute Dollarknappheit. Nach den neuesten Bestimmungen könnten Sparer nun bis zu 5.000 Dollar abheben – den Gegenwert bekommen sie allerdings in Landeswährung, dem Peso.

1,40 Peso bekommen die Argentinier für einen Dollar; der amtliche Kurs liegt demnach weit unterhalb des Kurses auf dem freien Markt. 1,80 Peso pro Dollar und mehr bekommt man dort. Dieser Kursunterschied kommt einem teilweisen Forderungsverzicht gegenüber den Banken durch die Einleger nahe. Diese könnten ihre Dollar von den Banken zurück fordern und auf dem freien Markt in Peso tauschen – dürfen das aber nicht. Zum Schutz des Finanzsystems gegen den Zusammenbruch, heißt es aus Regierungskreisen immer wieder.

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Das ist faktisch längst zusammen gebrochen; die Banken gelten als überschuldet und marode. Im Vertrauen auf die eins-zu-eins-Parität zwischen Peso und Dollar sind Unternehmen vielfach in Dollar verschuldet. Nach der Abwertung des Peso sind die Schulden in Landeswährung ungleich höher, viele Unternehmen sind Pleite oder stehen kurz davor. Die Banken stehen vor massiven Abschreibungen auf Kredite, die dem Finanzsystem den Hals brechen können. „Verstaatlichen, entschulden, rekapitalisieren und dann verkaufen“, lautet daher die Forderung einiger Experten zur Sanierung des Finanzsystems.

Die Frage ist nur: Womit? Dass dem südamerikanischen Land die Devisenreserven ausgehen, ist nicht verwunderlich (w:o berichtete ). Durch den staatlich fixierten Wechselkurs dürften Devisenreserven verloren gehen. Gründe für den Schwund der Reserven nennt Duhalde nicht. Ohne Devisen dürfte dem Land allerdings die Rückführung der Auslandsschulden nur gelingen, wenn IWF und andere – auch private – Kreditgeber, wie zum Beispiel Besitzer von Anleihen helfend zur Seite stehen. Im Klartext heißt das Zinssenkungen, Tilgungsstreckungen und als wirksamstes Mittel Erlass von Teilschulden.



Autor: Michael Barck (© wallstreet:online AG),14:42 21.01.2002

Fixierte Wechselkurse sind der größte Mist, den die Ökonomie je hervor gebracht hat... Dass Politiker das nie lernen... :(

Viel Spaß, Argentinien!!!


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