Gold-Zack Wandelanleihe - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 16.04.02 00:03:26 von
neuester Beitrag 23.12.03 23:00:32 von


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16.04.02 00:03:26
Um den "Wandelanleihen" Thread etwas zu entlasten hier nun ein spezieller für die Gold-Zack Wandelanleihe.

Die Daten der Anleihe:
Gold-Zack-Wandelanleihe
WKN 768683
Zinskupon: 7%
Laufzeit: 14.12.2005
Rückzahlungskurs: 100%
Bezugsverhaeltnis: 69,44
Strike: 14,40 Euro *g*

Gold-Zack dürfte mit dem Jahresverlust 2001 in Höhe von 215 Mio€ bis knapp zur Hälfte des GK verlustig sein (§92 Meldung scheint bisher noch nicht nötig). Dadurch, dass fast keine Neuemmissionen mehr möglich sind liegt die gesamte VC Branche und somit auch GOZ darnieder. Mal schauen ob Walter, der den Vorstandsposten von Stolorz übernimmt eine Stabilisierung von GOZ erreichen kann. Wichtig wird hierbei das konsequente Kostenmanagement sein und vor allem eine transparente (ich weiss im Zusammenhang mit GOZ von Transparenz zu sprechen ist schon lustig) Unternehmensstruktur einzuziehen.

In der Anleihe sollten bei Kursen um 48 eigentlich alle Szenarien ausser der Insolvenz eingepreist sein. Die Vorlage der Bilanz 2001 in den nächsten Wochen sollte hier ein wenig mehr Klarheit schaffen. Der charttechnische Abstieg von Aktie und Anleihe läuft schon seit einiger Zeit. Seit ca. 10.4. bricht aber die Anleihe mit mehreren Brakeaway Gaps nach unten aus. Extrem hohes Chance-/Risikoprofil.

Grüße K1
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Wandelanleihe Charts:

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Aktienchart:
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16.04.02 00:14:23
Die Zusammenfassung aus dem Wandelanleihenthread (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

# 2 von Kanzler-neu 16.02.01 01:55:08 [/B] Beitrag Nr.: 2.919.891 2919891

Ich beginne mal mit der Vorstellung bei derjenigen meiner 3 WA`s, bei der ich die Unterbewertung für am eklatantesten halte, nämlich der

Goldzack-Wandelanleihe (WKN 768 683):
Zinskupon: 7%
Laufzeit: bis 14.12.2005
Rückzahlungskurs: 100%
Bezugsverhaeltnis: 69,44
Strike: 14,40 Euro

Der Wert der Wandelanleihe setzt sich zusammen aus
WA-Wert = Anleihenwert + Wandlungsrecht

1. Anleihenwert

Die Anleihe rentiert zur Zeit (bei einem Kurs von 101 %) mit 6,72%.

Ich vergleiche dies mal mit den Renditen einiger anderer Industrieanleihen ohne Rating (entnommen aus dem Kursteil der WELT):


Titel Laufzeit Rendite
FAG Kugelfischer 11/04 5,66%
Edeka 05/05 5,69%
Kamps WA 03/15 5,80%
Pro Sieben 03/05 6,06%
Fuchs Petrolub WA 12/02 6,43%
Dt. Nickel 08/06 6,60%
Goldzack WA 12/05 6,72%


Die Rendite der GOZ-WA liegt hier also am oberen Ende, das heißt, Goldzack zahlt bereits einen Risikoaufschlag
gegenüber vergleichbaren M-DAX-Unternehmen, der aufgrund der soliden Finanzlage bei GOZ m.E. nicht unbedingt gerechtfertigt
ist.

Also kann man den aktuellen Kurs von 101%, meine ich, guten Gewissens als fairen Wert für den reinen Anleihenanteil
ansehen.

Wenn diese Annahme richtig ist (d.h. daß Gold-Zack eine ähnliche Bonität wie die genannten MDAX-Firmen hat), heißt das:
Das Wandlungsrecht bekommt man beim Kauf der GOZ-WA zur Zeit gratis.


2. Wandlungsrecht

Der entscheidende Parameter, der hier in die Rechnung einfließt, ist die implizite Volatilität.
Zu deren Abschätzung vergleiche ich mal mit dem Gold-Zack-Call 636 600 von Societe Generale, der die längste
Laufzeit von allen mir bekannten GOZ-Optionsscheine hat und deshalb am ehesten mit dem Wandlungsrecht der GOZ-WA vergleichbar ist:

Gold-Zack-Call 636 600
Basis 14 Euro
Fälligkeit 7.3.2003
Historische Vola: 82,5%
Implizite Vola: 70,3%
(Angaben von Onvista.de)

Da es sich hierbei um 2-Jahres-Volas handelt, müßte man die beiden Werte noch mit dem Faktor WURZEL(5/2) multiplizieren, um auf 5-Jahres-Volas zu kommen. Um aber eine bewußt konservative Rechnung vorzunehmen, verzichte ich auf diese (theoretisch gerechtfertigte) erhöhte Vola und rechne mit den 2-Jahres-Werten.

Ich berechne den Fair Value des Wandlungsrechtes mal mittels Black-Scholes-Formel für diese beiden Vola-Werte und einen aktuellen Basiskurs von 12,75E:

Hist. Vola = 82,5% ====> Fair Value = 581 Euro
Impl. Vola = 70,3% ====> Fair Value = 517 Euro
Ich nehme den Mittelwert: 550 Euro als den Fair Value für das Wandlungsrecht.

Setzen wir nun die Teile wieder zusammen:
Der Fair Value für die WA ergibt sich mit den errechneten Werten zu
(Anleihenwert + Wandlungsrecht) = 1010 Euro + 550 Euro = 1560 Euro.

Das heißt, die WA sollte eigentlich statt 101% bei 156% notieren.

Da es hier um eine Unterbewertung von mehr als 50% geht, habe ich davon abgesehen, kleinere Effekte wie Dividendenabschlag oder Abschlag infolge des Goldzack-APN-Programmes zu berücksichtigen, die den Fair Value nur geringfügig verändern würden.
Sollte die WA irgendwann einmal in der Nähe ihres Fair Value notieren, werde ich gern in diese Diskussion einsteigen und das "Finetuning" vornehmen.

Gruß, Kanzler


# 3 von DerStudent 16.02.01 11:00:44 Beitrag Nr.: 2.921.412 2921412

Hallo Kanzler,

die Goldzack WA scheint wirklich recht interessant zu sein.
Ich persönlich präferiere aber WAs mit einem geringeren Nominalzins und einer interesanteren Story, so z.B. die SGL Carbon WA (723531).

In diesem Wert steckt die Fantasie der Brennstoffzelle, die in dem Basiswert noch in keinster Weise eingepreist ist.

Leider habe ich keine näheren Informationen über die Anleihe, außer dem Zins (3,5%) und der Laufzeit (18.09.2005). Hast Du nähere Informationen über die Ausgestaltung der WA, z.B. bezüglich des Wandlungsrechts? Ich finde es schwer, diese zu erhalten!

Was hälst Du außerdem von der WA auf Augusta (370599)? Diese ist schön volatil und es ist sicherlich mit schönen Kursgewinnen zu rechnen! Hast Du auch hier nähere Informationen?

Grüße vom Studenten



# 9 von sarah96 19.02.01 14:36:04 Beitrag Nr.: 2.937.036 2937036

Hi Kanzler,

gute Idee, dass mit den WA´s. Nur ganz so krass sind die Unterbewertungen meistens nicht. "There is no free lunch" - jedenfalls meistens.

Dein Ansatz ist schon richtig. Pricing bei duplication. Aber bei der imp. Vola. der GoldZack liegst du ziemlich schief. Wir können lange streiten, ob B/S bei langen überhaupt funktioniert. Selbst wenn man daran glaubt: Auf die langfristige imp.Vola kommt es an - nicht auf die kurzfristige. Langfristig kannst du aber max. 20% Vola ansetzen. Was mit der Div.Rendite und dem Zinsniveau. Wenn die sich ändern haut das bei langen Laufzeiten ebenfalls kräftig durch. Was mit der asymetrischen Risikostruktur, die bei options i.d.r. gegeben ist. Der Riesenvoerteil einer Option: Wenn die Aktie (im extrem) Pleite geht hab ich nur wenig verloren. Das ist nei WA´s nicht gegeben. Wenn´s schief geht ist nicht nur die (implizite) Option futsch sondern auch die Anleihe. Hier sind u.U. Riskoabschläge erforderlich.
Nichts für ungut. Die GOZ-WA ist preiswert. Aber ganz so gnadenlos unterbewertet, ist sie nicht (sonst wäre der Markt ganz schön bescheuert).

Bei P+S hast du richtig darauf hingewiesen, dass sie preiswert ist. Aber wer sie haben will braucht BezR. - mal schaun wieviel die kosten. Wenn sie unter 5 Cents zu kriegen sind werd ich mir wohl welche kaufen.

So long, S.



# 11 von dagop 19.02.01 18:49:54 Beitrag Nr.: 2.939.186 2939186

Hi Leute,

möchte auch mein Wissen und wichtiger - meine Recherche - beitragen...

Die oben genannten Anleihen kenne ich zum größten Teil schon und habe ich auch bereits im Depot. De facto habe ich das beste Geld, wenn es überhaput so etwas gibt, mit Anleihen verdient. Die GOZ Anleihe ist wirklich ein Schnäppchen und kann nur jedem empfohlen werden.


# 12 von Kanzler-neu 19.02.01 18:59:23 Beitrag Nr.: 2.939.253 2939253

Hi Sarah,

danke für Deine kritischen Bemerkungen zu meiner GOZ-Rechnung. Du hast sicher recht, daß meine Näherungen (Nichtberücksichtigung von Dividendenabschlag, Zinsänderung während der Laufzeit und Konkursszenarien) bei der langen Laufzeit möglicherweise zu größeren Fehlern führen können.

Ich habe mich deshalb mal umgesehen in Richtung erweiterter Bewertungsmodelle, die diese Punkte berücksichtigen. Als sehr ergiebig hat sich dabei eine Studie mit dem Titel "Wandel- und Optionsanleihen als Finanzierungsinstrument" von K. Kutbay (Uni Zürich) erwiesen.

http://www.riskreturn.ch/wandelanleihen/pdf/studien/WandelOp…

....

Bei der Vola-Problematik erscheinen mir 20% doch extrem niedrig. Das würde doch bedeuten, daß sich der GOZ-Kurs in der nächsten 5 Jahren nur in einer Bandbreite von ca. 10 bis 16 Euro bewegen darf. In Anbetracht einer historischen 250-Tg-Vola von 63% bzw. im GOZ-Call mit 2-jähriger Laufzeit eingepreisten impliziten Vola (dies müßte doch eigentlich der relevante Wert sein) von über 70% fällt es mir schwer, nur 20% anzusetzen.
Auch Kutbay belegt mit aktuellen Beispielen von Schweizer und US-Wandelanleihen, daß im Zweifelsfall die am Optionsmarkt eingepreiste implizite Vola verwendet werden sollte - und zwar auch bei einer längeren Laufzeit der WA.

Ich sehe natürlich, daß der Markt in der GOZ-WA eher die 20% als meine 70% einpreist. Aber wie läßt sich das begründen?

Gruß, Kanzler


....

Diverse Postings zum Thema Volatilität (s. Wandelanleihen Thread)


# 32 von K1 20.07.01 15:33:08 Beitrag Nr.: 4.017.891 4017891

Die Wandelanleihe von Gold-Zack hat mittlerweile einen deutlichen Risk Aufschlag und notieren in der Gegend von 10%. Auch die Augusta Anleihe (steuerlich interessanter!) notiert mittlerweile bei ca. 9% Rendite.

Grüße K1


# 33 von noch-n-zocker 23.07.01 13:04:55 Beitrag Nr.: 4.030.593 4030593

@K1

Wie groß schätzt Du denn die Insolvenzgefahr von Gold-Zack? Oder anders gefragt, wer könnte Gold-Zack stützen?

Mir ist die Holzmann-Wandelanleihe (350498) bei 16% Rendite (steuerlich auch interessant) deutlich lieber. Die sollten trotz der Baukrise in Deutschland vom hohen Auslandsanteil und schwachem Euro profitieren. Und der Konzern musste sich zwangsweise bereits vor zwei Jahren gesundschrumpfen.


# 35 von K1 23.07.01 18:58:20 Beitrag Nr.: 4.034.046 4034046

@noch-n-zocker

ich hoffe das war nicht missverständlich, das war keine Kaufempfehlung für die GOZ Wandelanleihe. Da diese Anleihe noch vor kurzem (siehe Anfang dieses Threads) als recht interessant eingeschätzt wurde hat sie nun per heutigem Kurs fast 20% an Wert verloren und dies natürlich hauptsächlich, weil a) das Wandelrecht weniger wert ist und b) der Markt das Risiko für die Rückzahlung höher einschätzt.

Diese Meinung des Marktes teile ich, insbesondere deshalb, weil GOZ schlichtweg nicht analysierbar ist (jedenfalls nicht für mich). Da werden Gelder in Gesellschaften recht intransparent hin- und hergeschoben, Altium und Greenfield kann ich überhaupt nicht einschätzen (insbesondere Kaufpreis etc.) und zu e-vision habe ich meine persönliche, nicht allzu positive Einstellung. Die stillen GOZ Reserven sind so still, dass man vermuten könnte, dass sie tot sind und damit nicht mehr existieren. etc. etc. Also alles zur Zeit nicht gerade positive Vorraussetzungen für eine Investition in eine Anleihe (vielleicht wird es mit Stolorz etwas transparenter, mal schauen).

Die Augusta WA hat sicher auch ein gewisses Risikopotenzial, nur ist dies auf Grund der Bilanz und der sonstigen Transparenz wesentlich einfacher zu kalkulieren. Augusta zu Gute kommt auch die Tatsache, dass die Zinsbelastung aus der Anleihe mit 4% fast halb so hoch ist wie die Belastung von GOZ aus der WA (7%). Wenn Augusta das Geld als Festgeld anlegt (was sie z.Zt. ja teilweise machen), dann erhalten sie sogar eine leicht höhere Verzinsung als sie selbst für die WA zahlen müssen. Das Unternehmensportfolio von Augusta gefällt mir auch wesentlich besser als der "Schrott" den GOZ da teilweise noch hält.


# 39 von K1 25.07.01 10:24:00 Beitrag Nr.: 4.047.350 4047350

GOZ WA jetzt auf Junkbond Niveau. 75,50 aktuell. Bin gespannt, wann die Meldung, die den Kursverfall begründet kommt.


# 40 von K1 25.07.01 16:34:35 Beitrag Nr.: 4.050.768 4050768

... jetzt 70,00 - habe ich einen Knick in der Brille ? Mein Beileid den Anleihebesitzern.


# 47 von K1 13.08.01 18:02:01 Beitrag Nr.: 4.191.410 4191410


Gold-Zack hat übrigens 10% ihrer Wandelanleihe zurückgekauft. Sofern sie sich das liquiditätsmässig erlauben konnten ein sehr gutes Geschäft !


# 92 von bubu 20.12.01 18:48:11 Beitrag Nr.: 5.196.912 5196912

Beschäftigt sich jemand aus diesem Thread auch mit der
7% Wandelanleihe von GOZ (WKN 768683).
Bei Kursen um 70Euro halte ich sie für ein ausgesprochenes
Schnäppchen, da ich ehrlich gesagt nicht davon ausgehe, daß
GOZ in absehbarer Zeit insolvent werden könnte, zumal
mit der anziehenden Börse ggf. auch wieder ein Markt
für Neuemissionen geschaffen wird und GOZ wieder entsprechende
Erträge zufließen dürften.

Über euro Einschätzung speziell zur GOZ-WA würde ich mich
sehr freuen!

Danke und Gruß
bubu


# 93 von Shortguy 20.12.01 19:18:40 Beitrag Nr.: 5.197.159 5197159

Die Goldzack-WA war hier im Thread doch schon mehrfach angesprochen worden. Ich persönlich bin skeptisch. Traue Goldzack - auch wegen der Verflechtungen zur angeschlagenen Gontard- und Metallbank nicht. Da ist m.E. alles denkbar.


# 94 von Kanzler-neu 22.12.01 03:15:16 Beitrag Nr.: 5.207.243 5207243

Wenn ich mir die GOZ-Bilanz vom 30.09.2001 ansehe, erblicke ich ein ausgesprochen gesundes Unternehmen:

- die Eigenkapitalquote liegt bei 55% (ich wüßte auf Anhieb keinen einzigen DAX-Wert, der diese EK-Quote vorweisen könnte)
- das Umlaufvermögen übersteigt die Verbindlichkeiten um 66%

Die Schieflage bei Gontard & Metallbank dürfte m.E. daran nur wenig ändern, und im nächsten Jahr halte ich
die vom Vorstand angekündigte Steigerung des Gewinns auf 200 Mio. Euro angesichts der Steuerfreiheit bei Beteiligungs-
verkäufen für erreichbar. Konkursgefahr? Weit und breit nicht zu sehen.

Klar, der Markt sieht das momentan offenbar anders, die Aktie und WA notieren auf Konkursniveau.
Manchmal kann man eben nur richtig Geld verdienen, indem man sich auch mal gegen die Mehrheit stellt.

Ich denke, die WA ist bei 71 ein Ultra-Schnäppchen.

Gruß, Kanzler


# 95 von K1 22.12.01 12:02:20 Beitrag Nr.: 5.207.739 5207739

@Kanzler-neu

das Problem bei GOZ sind nicht die Bilanzrelationen an sich, sondern ob die Bilanzansätze der Realität entsprechen. Ich habe mich recht intensiv mit den diversen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt und deren Wertverfall in den letzen 1-2 Jahren verfolgt. Der Grossteil der GOZ Aktiva besteht aus diversen Beteiligungen, von denen sich ein nicht unbeträchtlicher Teil analog zum Nemax im Wert entwickelt haben dürfte [einfach mal die Beteiligungsliste durchschauen, die Namen sprechen schon für sich...]. Ob die Anschaffungswerte zu denen diese Werte noch in der Bilanz stehen wirklich unter den aktuell erzielbaren Werten liegen, da habe ich so meine sicher nicht ganz unberechtigten Zweifel.

Hinzu kommt, dass GOZ eine dezent gesagt intransparente Bilanzierung pflegt und wohl getrost als Black-box bezeichnet werden kann. Ich habe noch niemanden gefunden, der mir den ca. Wert der individuellen Beteiligungen hätte auseinandersetzen können.

Trotz der o.a. schwerwiegenden Nachteile würde ich eine Miniinvestion in die WA für tragbar halten, denn auf Sicht von 2-3 Jahren dürfte sich der Markt auch mal wieder beruhigen und dann erholt sich i.d.Regel auch der Wert der Beteiligungen. Die Belastungen aus der WA sind für GOZ tragbar und die Tilgung ist noch weit hin. Allerdings würde ich -sicher ist sicher- den eigentlich seit einiger Zeit überfälligen Abschluss des JV mit dem US Investor abwarten. Wenn dieser in einen Teil des Beteiligungsportfolios investiert, dann wäre das ein positives Zeichen.

Grüße K1

P.S. @bubu das andere Investment [du weisst schon, fing mit I an und fängt jetzt mit U an] finde ich um Klassen besser...


# 96 von bubu 22.12.01 14:43:02 Beitrag Nr.: 5.208.104 5208104


@K1

das andere schwäbische Unternehmen bereitet mir selbstverständlich
große Freude und wird voraussichtlich noch lange in meinem
Depot verbleiben.
Die Anlage in der GOZ-WA betrachte ich als spekulative Alternative
zu Festgeld, welches in meinem Fall aktuell gerade noch 2,5% abwirft.
Das Investment in der WA betrachte ich damit eher kurzfristig,
evtl. 3-6 Monate. Wenn sich der Markt beruhigt und nächstes
Jahr die Beteiligungswerte wieder entdeckt werden (könnten),
dann würde ich mich von der WA auch wieder trennen (z.B. bei Kursen
um 90-95).
Eingestiegen bin ich übrigens letzte und diese Woche.
Speziell für GOZ erwarte ich, daß es im frühen nächsten Jahr
noch richtig schlechte Nachrichten geben dürfte.
Wenn ich die Steuerreform richtig verstanden habe, muß man
sich noch in diesem Jahr von allen Nieten trennen, bzw. diese
Wertberichtigen, da ja im nächsten Jahr nicht nur die
Beteiligungsgewinne steuerfrei anfallen sondern im Gegenzug
auch entstehende Verluste nicht mehr steuerwirksam werden.
Wenn das Portfolie dann per 30.12.01 bereinigt ist, sollten
nur noch die guten Werte im Bestand sein und damit wäre auch
ein positiver Ausblick begründet.

Ich glaube jedoch, daß die WA derzeit, auch bedingt durch die
GMB-Misere ihren Tiefststand bereits jetzt gesehen hat.
Würde mich auch nicht wundern, wenn GOZ jetzt weitere Stücke
zurückkaufen würde.

Gruß
bubu

PS: bis du in dem Alternativunternehmen mit einer ordentlichen
Prozentzahl deines Depotvermögens beteiligt?
Falls ja, dürfte dies ja ein schönes Weihnachtsgeschenk sein.


# 97 von K1 22.12.01 21:40:52 Beitrag Nr.: 5.209.088 5209088

@bubu

als spekulativen Festgeldersatz würde ich die GOZ WA auf keinen Fall betrachten. Ich denke, dass mit der 2001 Bilanz (irgendwann im Frühjahr) noch mal ganz schön schlechte Nachrichten kommen werden. Dass es aus steuerlichen Gründen sinnvoll ist Beteiligungen jetzt Wertzuberichtigen ist zutreffend, allerdings dürfte bei GOZ auch so einiges auf Grund der [fehlenden] Substanz bei jeweiligen Beteiligugnen erforderlich sein.

Grundsätzlich möchte ich mal darauf hinweisen, dass nicht nur von den "kleinen Fische" wie z.B. GOZ, sondern auch die grossen Konzerne (Allianz, DB etc.) ab 2002 auf Grund der Steuerfreiheit sich verstärkt von Beteiligungen trennen werden [hat ja bereits über Optionen s. Allianz/Dresdner/Münchner Rück etc. begonnen]. Wenn also viele auf einmal Beteiligungen verkaufen wollen, dann habe ich meine Zweifel, ob die jetzt sehr darniederliegenden Veräusserungspreise sich in 2002 wirklich so stark verbessern werden. Wer soll denn das dann alles kaufen ? Nur mal als Hintergedanke.

Meine grössten Positionen in einem recht breit diversifizierten Depot sind Integrata und die Air Canada Anleihe 02 (die sehe ich als riskanten Festgeldersatz). Ich habe allerdings auch ein Paar ausserbörsliche Flopps, für die Weihnachtsgeschenke reicht es aber trotzdem noch...

Grüße K1


# 110 von K1 11.01.02 15:13:28 Beitrag Nr.: 5.311.950 5311950

Die Augusta finde ich auch ganz gut, scheint halbwegs solide zu sein.

zu Gold-Zack: Bin ja sicher kein Fan von denen, aber was mich wundert, dass die Rückzahlung des 40 Mio€ Schuldscheindarlehen gegen 800k In-motion Aktien von der Börse nicht honoriert wurde. Dadurch haben sie a) einen 2stelligen Mio Betrag an Gewinn erlöst und b) die Verschuldung deutlich reduziert.

Grüße K1


# 113 von noch-n-zocker 16.01.02 13:20:57 Beitrag Nr.: 5.347.917 5347917

K1

Ich bleibe bei meinen Ausführungen aus # 91. Die Umsätze würden mich nur irritieren, wenn das Volumen grösser wäre. Ein paar Dumme stehen jeden Morgen auf aber das Risiko, bei einer Teilausführung auf den Kosten sitzenzubleiben, ist mir zu groß.


# 114 von noch-n-zocker 18.01.02 09:18:33 Beitrag Nr.: 5.367.650 5367650

Ist die Meldung was wert? Siehe # 95

Habe mich bislang mit Goldzack nicht beschäftigt, aber ein bisschen Diversifikation würde meinem Portfolio guttun.

DGAP-Ad hoc: Gold-Zack AG <GOZGn.DE>

Gold-Zack und Paul Capital Partners begründen strategische Zusammenarbeit

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
--------------------------------------------------------------------------------

Gold-Zack und Paul Capital Partners begründen strategische Zusammenarbeit

Der US-amerikanische Investor Paul Capital Partners hat sich mit 45 Prozent an
einem Portfolio von 19 vorbörslichen Gold-Zack-Investments beteiligt. Das
Portfolio umfasst hauptsächlich Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Media
und Biotech in unterschiedlichen Wachstumsstadien. Mit diesem Joint Venture
beginnen Gold-Zack und Paul Capital Partners eine langfristig angelegte
strategische Zusammenarbeit im europäischen Beteiligungsmarkt.

Durch die Kooperation erschliesst sich Paul Capital Partners das Gold-Zack Know
how für einen Einstieg in den deutschen Beteiligungsmarkt. Gold-Zack übernimmt
das aktive Management der Beteiligungen und erhält dafür eine marktübliche
Management-Fee. Über den Kaufpreis der Transaktion haben beide Seiten
Stillschweigen vereinbart. Gold-Zack unterstreicht, dass die Transaktion für das
Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich und strategisch bedeutend sei. Paul
Capital Partners mit Sitz in San Francisco, New York und Paris ist eines der
grössten US-Private-Equity-Unternehmen mit einem verwalteten Vermögen von mehr
als 2 Mrd. US-Dollar.

Kontakt:
Gold-Zack AG
Stefan Lutz
Tel. 06486 900 417

Barbara Plathof
Tel. 02104 149 213


Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 18.01.2002
--------------------------------------------------------------------------------
WKN: 768682; ISIN:


# 115 von K1 18.01.02 10:47:39 Beitrag Nr.: 5.368.695 5368695

@noch-n-zocker

ist eine gute Meldung finde ich, meine beiden in 3. Abschnitt # 95 aufgeführten "Einstiegsbedingungen" haben sich damit erfüllt. Insbesondere in der aktuell für VC schwierigen Lage besonders bemerkenswert. GOZ bleibt aber weiterhin ein eher undurchsichtiger Laden, bei dem man beide Augen offen halten sollte.

Grüße K1


# 116 von K1 18.01.02 16:22:28 Beitrag Nr.: 5.372.582 5372582

Bei gut 18% Rendite der Gold-Zack Wandelanleihe habe ich nicht nein gesagt und etwas zur Diversifikation ins Depot gepackt. Bleibt aber unter "scharfer" Bewachung

Grüße K1


# 118 von K1 23.01.02 00:14:41 Beitrag Nr.: 5.403.232 5403232

FTD Artikel zu Wandelanleihen:

http://www.ftd.de/bm/ga/FTDKBHN6KWC.html?nv=hpm

Fast alle in diesem Thread vorgestellte Wandelanleihen sind übrigens mittlerweile zu 99% mit Industrieanleihen zu vergleichen [da das Wandlungsrecht -da extrem weit aus dem Geld- fast wertlos ist]. M.E. ergeben sich auf Grund des geringeren Interesses für dieses Segment teilweise deutlich höhere Renditen als bei "regulären" Industrieanleihen gleicher Güte.

Ich habe mich nochmals etwas mit Gold-Zack beschäftigt. Ich schätze, dass 2001 ein Verlust anfällt [Gontard etc.], dies halte ich aber vertretbar, denn in den 2001er Abschluss sollte jedes Unternehmen aus der Branche ein Höchstmass an wirtschaftlich vertretbaren Abschreibungen packen (Verlustrücktrag=>Steuererstattung). Das wird Gold-Zack m.E. auch tun.

Insbesondere die beiden Anfang dieses Jahres abgeschlossenen Geschäfte (In-Motion/Put bzw. Tilgung Darlehen & Paul Capital Partners) sind in der für Beteiligungsgesellschaften schwierigen Zeit bemerkenswert. Sofern keine Risiken ausserhalb der Bilanz ala Enron "geparkt" wurden halte ich den Risikoaufschlag bei der Rendite für sehr hoch. In Posting # 116 ist mir übrigens ein Fehler unterlaufen, die Rendite beträgt nicht 18, sondern 19%.

Grüße K1

# 119 von noch-n-zocker 23.01.02 11:51:24 Beitrag Nr.: 5.406.063 5406063

k1

Bin jetzt auch dabei und habe sogar mal billiger gekauft als Du

Der Artikel in der FTD ist insofern schlecht, als die Verfasser mit keinem Wort darauf eingehen, das es entscheidend auf die implizite Option ankommt. Wenn diese dick im Geld ist, dann verhält sich die WA natürlich fast wie eine Aktie. Und bei so Schätzchen wie Holzmann, Augusta und Gold-Zack spielt die Aktienkursentwicklung direkt keine Rolle mehr. Indirekt helfen gute Nachrichten natürlich sowohl dem Bond als der WA.
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16.04.02 00:14:46
# 120 von noch-n-zocker 23.01.02 12:28:55 Beitrag Nr.: 5.406.445 5406445

Ich kann zwar den Deal nicht einschätzen, aber wenigstens ist Gold-Zack handlungsfähig, was man wohl nicht von allen Venture-Capital Firmen behaupten kann (sagt einer, der viel Geld mit VMR verloren hat).

Düsseldorf, 23. Jan (Reuters) - Die Gold-Zack AG<GOZGn.DE> hat zusammen mit ihrem neuem Partner, dem US-Finanzinvestor Paul Capital Partners, die 20-prozentige Beteiligung an P.A.L.M. Microlaser Technologies AG verkauft. Die Beteiligungsgesellschaft Quadriga Capital werde den Anteil übernehmen, sagte eine Sprecherin des im MDax gelisteten Finanzdienstleisters am Mittwoch und bestätigte damit einen Vorabbericht der "Telebörse". Die Verkaufserlöse bewegten sich in der Größenordnung von etwa drei Millionen Euro.
Vergangene Woche hatte Gold-Zack mit Paul Capital Partners, einem der größten US-Private-Equity-Unternehmen, ein Joint Venture für die Zusammenarbeit im europäischen Beteiligungsmarkt gegründet. Dazu hatte sich der US-Investor mit 45 Prozent an einem Portfolio von 19 vorbörslichen Gold-Zack-Investments beteiligt, das auch P.A.L.M. einbezog.
Die Aktien der Gold-Zack notierten am Mittwochmittag in einem behaupteten Marktumfeld mit 2,30 Euro 0,9 Prozent über ihrem Vortagesschluss.
anp/rbo

# 121 von K1 23.01.02 21:16:10 Beitrag Nr.: 5.412.298 5412298

@noch-n-zocker

auch ich habe heute noch mal von der Gold-Zack WA nachgekauft. Dass du einen niedrigeren Einstandskurs als ich hast ist natürlich ein harter Schlag, den ich nur verkrafte, wenn die Anleihe sich "brav" entwickelt

Die Kursentwicklung -insbesondere der Aktie- kann einen schon schwer in’s Grübeln bringen. So Pi x Daumen rechne ich mit 100-150 Mio€ Abschreibungen (50€ Mio Gontard + 50-100 Mio€ der Rest). Dann sollten "realistische" Buchwerte vorherrschen. Selbst nach diesen Abschreibungen wären nach überschlägiger Rechnung theoretisch noch weitere 30-40% "Luft" bis die Bilanz ins’ Ungleichgewicht rutschen würde. Nach der Theorie, dass es kein "free lunch" geben kann scheint die Börse wohl Risiken einzupreisen, die jedenfalls aus der Bilanz und den zugänglichen Meldungen nicht erkennbar sind.

Nebenbei noch-n-zocker: Ohne einen herben Verlust durch VMR kann man wohl einfach kein "richtiger" Börsianer werden. Hat mich auch einiges Geld gekostet in 2000. Aber da VMR dem Markt in jeglicher Hinsicht vorrauslief (eben auch nach unten und in den ganzen Tricks ;-) ) sind mir aus dieser Erfahrung letztes Jahr jede Menge Verluste erspart geblieben, mein Depot hat sich ganz ansprechend entwickelt. Insofern bin ich dankbar für diese "VMR" Erfahrung.

Grüße K1

# 126 von K1 30.01.02 18:55:17 Beitrag Nr.: 5.470.190 5470190

Aktionärsbrief
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Brief an die Aktionäre von Dr. Christian Stolorz, Vorstandsvorsitzender der Gold-Zack AG

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Aktionäre,


Wir würden gern an dieser Stelle einige Themen erläutern, die von Aktionären wiederholt angesprochen werden.

Zunächst zur Tilgung des Schuldscheindarlehens, die wir am 10. Januar 2002 publiziert hatten. Bereits im Geschäftsbericht 2000 (S. 64) war vermerkt, dass Gold-Zack Schuldscheindarlehen im Volumen von 40 Mio. € aufgenommen hatte, die am 10. Januar 2002 entweder zum Nennbetrag zurückgezahlt oder durch Lieferung von Aktien einer börsennotierten Gesellschaft getilgt werden. Dies ist das gleiche Prinzip wie bei Aktienanleihen, die in den letzten Jahren von verschiedenen Banken in grossem Umfang im Markt platziert wurden. Ab einem bestimmten Schwellenwert ist es für den Schuldner günstiger, in Aktien zu tilgen. In unserem Fall stellte es sich so dar, dass durch die Differenz zwischen dem Nennbetrag des Darlehens und dem Buchwert der Aktien ein Ertrag in zweistelliger Millionenhöhe entstand. Diese Aussage gilt in gleichem Masse, zieht man den Anschaffungspreis der Aktien heran. Die gelieferten Aktien entstammen dem Umlaufvermögen, mithin kann es sich nicht um die Gontard&MetallBank handeln (die bilanzieren wir unter den Finanzanlagen), ebenso nicht um Aktien der Gold-Zack AG.

Diesen guten Start in das neue Geschäftsjahr haben wir dann noch durch zwei erfolgreiche Transaktionen abgerundet. Paul Capital Partners ist mit 45 Prozent in ein Portfolio von 19 vorbörslichen Beteiligungen eingestiegen. Eine Woche später konnten wir den Einzelverkauf der P.A.L.M.-Beteiligung vermelden, übrigens mit einer deutlich positiven Spanne gegenüber dem Anschaffungspreis. Der Kauf und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist ein Kernpunkt unseres Geschäftsmodelles. Dies als "Verscherbeln von Tafelsilber" zu bezeichnen, ist ungefähr so sinnvoll wie der Vorwurf an Porsche, warum sie ihre schönen Autos verkaufen anstatt sie selber zu behalten. Die Transaktion mit Paul Capital hat zudem den Charme, dass wir einen strategischen Partner gewonnen haben. Wir gehen gemeinsam weitere Projekte an und werden Sie nach erfolgten Abschlüssen darüber informieren. Die Partnerschaft bietet beiden Seiten die Chance, stärker ins europäische Private-Equity-Geschäft zu expandieren.

Hinsichtlich des Ergebnisses 2001 möchten wir nochmals unterstreichen, dass wir hier keine vorschnelle Meldung machen können und wollen. In unserem Abschluss sind ein paar Dutzend Einzelabschlüsse zu konsolidieren, insgesamt müssen wir über 100 Beteiligungen berücksichtigen. Dies ist nicht in ein paar Wochen zu leisten. Wir arbeiten mit Hochdruck und werden so früh, wie es vom Sachstand her vertretbar ist, darüber informieren.


Dr. Christian Stolorz
Vorstandsvorsitzender der Gold-Zack AG
30.01.2002

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"Dies als "Verscherbeln von Tafelsilber" zu bezeichnen, ist ungefähr so sinnvoll wie der Vorwurf an Porsche, warum sie ihre schönen Autos verkaufen anstatt sie selber zu behalten. "

*ggg*

Was ich gut finde, der Typ [Stolorz] ist so richtig sauer über die "Bewertung" seines Unternehmens und damit zumindestens mittelfristig von "seinem" Laden überzeugt.

Grüße K1

# 127 von noch-n-zocker 06.02.02 13:57:54 Beitrag Nr.: 5.522.828 5522828

Jetzt zerlegt`s die Gold-Zack WA aber! 62B ohne erkennbare Gründe.


# 128 von K1 06.02.02 16:42:24 Beitrag Nr.: 5.524.712 5524712

Entweder gibt es geheime "Löcher" in der Gold-Zack Bilanz, oder es sind alle durchgeknallt. Ich habe mir noch mal was von der GOZ WA zu 60 zugelegt. Die Aktie würde ich aber nicht anfassen, brutal schlechter Chart.

Grüße K1


# 129 von Honigbär 06.02.02 16:51:26 Beitrag Nr.: 5.524.830 5524830

Ich beobachte die Goz Anleihe auch schon längere Zeit.Habe
es aber vorgezogen direkt in die Aktie zu investieren.
Wie viele meiner Vorredner schon erwähnten,ist GZ eine
Black Box.Wahrscheinlich niemand ausser Herrn Stolorz und
Walter kennt den wahren Wert des Unternehmens.
Für micht gibt es nur zwei Möglichkeiten.Entweder Pleite
ober Kursvervielfachung.Da im Falle einer Pleite auch
die WA betroffen ist,finde ich es ratsamer die Aktie selber
zu kaufen da ich im Falle einer Nicht-Pleite ungleich
höhere Kurschancen sehe.


# 131 von bubu 06.02.02 21:57:11 Beitrag Nr.: 5.527.797 5527797

Zur GOZ-WA

die Russenbonds waren vor einigen Jahren auch im Tief unter
30 gestanden und haben sich wieder bis auf 100 erholt.
Sollte bei GOZ nicht wirklich eine fette Leiche im Keller
liegen, dürfte die WA eine sichere Sache mit satter Rendite sein.
Vorerst warte ich allerdings noch etwas ab.
Sollte sie aber deutlich weiter rutschen, lange ich auch
nochmals zu.
Was mich heute bezüglich dem GOZ-Kursverlauf irritiert hatte ist,
daß die G&M stabil lag, während GOZ einbrach.
Sonst gingen die letzten Wochen GOZ und G&M meist parallel.


Gruß
bubu

# 132 von noch-n-zocker 07.02.02 09:01:09 Beitrag Nr.: 5.530.465 5530465

dann wollen wir mal hoffen, dass GOZ viele Russen-Bonds hat, die noch mit 30 in der Bilanz stehen. Deine Aussage gibt mir wieder Mut


# 133 von K1 07.02.02 10:03:36 Beitrag Nr.: 5.531.068 5531068

Im Gegensatz zur Aktie herrscht bei der WA aber kein grösserer Abgabedruck.

Grüße K1


# 134 von bubu 07.02.02 13:48:27 Beitrag Nr.: 5.533.613 5533613

Was mich bei der GOZ-WA etwas zugegebenermaßen irritiert ist,
daß sich hier scheinbar niemand größeres engagieren möchte.
Ich denke da z.B. an Versicherungen, die sich hier eine
Rendite >20% p.a. auf Endfälligkeit sichern könnten.

Bubu


# 135 von noch-n-zocker 07.02.02 14:09:26 Beitrag Nr.: 5.533.850 5533850

bubu

woraus leitest Du denn das nun wieder ab? Mag sein, dass keine Institutionellen engagiert sind, weiss ich nicht. Aber wieso "scheinbar". Glaubst Du denn, falls ich beruflich (ich arbeite in der Vermögensverwaltung einer Versicherung) bei Gold-Zack einsteige, dann sammle ich die Anleihe 10.000er weise an der Börse ein?


# 136 von bubu 07.02.02 14:17:23 Beitrag Nr.: 5.534.047 5534047

@nochnzocker

naja, ich denke, so lange die Kurse auf diesem Niveau stehen
(also z.B. unter 70) müßte es doch jeden reizen, der nicht
mit einem Totalausfall rechnet, sich zu engagieren.
Wenn ich in einer solchen Position wäre, würde ich jetzt
konsequent kaufen, bevor es die anderen tun.
Aber Umsätze finden ja bislang nur marginal statt.
Ich denke jetzt nicht an Zocker sondern an solche Institutionen,
die Papiere kaufen und dann bis auf weiteres liegen lassen.

Aber zu meiner Entlastung: ich habe mit der Kapitalanlagebranche
überhaupt nichts zu tun.

Gruß
bubu

PS: zum Wort "scheinbar". Ich komme aus dem Nordbadischen,
da kennt man den Unterschied zu "anscheinend" nicht.
Leg`s also bitte nicht wörtlich aus.
(Genauso, wie man bei uns üblicherweise nicht den Unterschied
zwischen "als" und "wie" kennt und Fremde gerne mit
"wie geht es euch" anspricht)


# 138 von noch-n-zocker 14.02.02 17:52:53 Beitrag Nr.: 5.591.150 5591150

Vor der Gontard-HV steigt die Gold-Zack WA und die Aktie dümpelt weiter am All-Time-Low. Bin mal gespannt, ob wir morgen neue Erkenntnisse gewinnen.

# 139 von noch-n-zocker 18.02.02 12:58:10 Beitrag Nr.: 5.612.065 5612065

Ich habe meine Gold-Zack und Augusta heute verkauft. D-Logistics hat`s leider mal wieder gezeigt, am NM kannste nix glauben.

# 140 von K1 18.02.02 14:49:59 Beitrag Nr.: 5.613.218 5613218

@noch-n-zocker

glaub nichts und du wirst trotzdem noch belogen, die Erkenntnis des NM habe ich auch schon ein Weilchen. Ein Grund dafür, dass ich da praktisch nur noch "Cash" Werte mit theoretisch gangbarem Geschäftsmodell halte, bei denen Nettocash=MK*2 (das sollte als Sicherheitspolster eigentlich ausreichen).

Gold-Zack habe ich zwar auch in den letzten Tagen etwas reduziert, ich halte einen Rest aber weiter, weil ich glaube, dass entweder GOZ oder ein anderer Investor die WA zurückkauft (wäre ein gutes Zeichen). M.E. ist die WA damals an eher GOZ nahe Investoren verkauft worden (also ein recht hoher Anteil an quasi Insidern). Wenn es ernstliche Probleme mit der WA gäbe, dann würde die nicht mehr bei >60 stehen. Bei der Aktie kommt sicher auch das zum tragen, was ich schon mal geschrieben habe, nämlich die grosse Anzahl von Aktien (Altium etc.), die noch auf den Markt drückt. Ich habe übrigens scherzeshalber mal zu den Zeitpunkten meiner Käufe die Kurse von WA und Aktie verglichen. Der Schnitt bei der WA ist rd. 67€, der der Aktien wäre rd. 2,40€ gewesen.

Was hast du gegen die Augusta WA?

Grüße K1

# 142 von noch-n-zocker 18.02.02 17:58:29 Beitrag Nr.: 5.615.357 5615357

Ich habe nichts gegen Augusta, hätte auch bis heute morgen nichts gegen D-Logistics gehabt (deren fairer innerer Wert von der Gontard&Metallbank noch vor 2 Monaten mit 12 € genannt wurde).

Ich habe die Nase voll vom NM, da sind mir einfach zu viele Neureiche am Werk, die immer schon mal vom Geld anderer Leute leben wollten. Und die Zeit, den Einäugigen unter den Blinden zu finden, habe ich nicht.

Mir waren die beiden Anleihen ohnehin nicht so sympatisch, habe ich nur wegen Dir gekauft Auf dem Bondboard stand kürzlich ein sehr richtiger Hinweis: Man soll sich seine Anlagen der letzten Jahre mal ansehen und nach dem Roten Faden suchen, der sich durch alle erfolgreichen bzw. nicht erfolgreichen Investments zieht. Wenn ich dann sehe, wieviel Geld ich mit liquiden Fallen Angels gemacht habe und wieviel Geld ich am NM verzockt habe, gibt mir das sehr zu denken.

Hinzu kommt, dass Corporate Bonds im Moment sehr empfindlich für Rufmord sind (siehe Pro7 und Tyco). Irgendeiner setzt Gerüchte über unwahre Bilanzangaben in die Welt und schon handelt die ganze Hammelherde nach dem Motto "sell first - ask later".

Die relative Stärke der Gold-Zack WA ist aber schon auffällig, vielleicht ist sie wirklich gut platziert


# 162 von bubu 13.03.02 15:06:40 Beitrag Nr.: 5.784.821 5784821

@noch-n-zocker
@K1

....

So ganz nebenbei habe ich auch noch ein paar GOZ-WA im Depot,
bei denen ich zwar zuversichtlich bin, der Kurs aber gerade
keine Freude bereitet.

Bei der GOZ-WA gefällt mir, daß der Kupon mit 3,25% rel.
niedrig ist und erst vor 2 Monaten Zinstermin war, d.h.
neben dem Kursrisiko läuft man zumindest nicht Gefahr,
auch noch nennenswert Stückzinsen zu riskieren.

Als vor 2 Jahren die Krise bei HOZ war, ist die Anleihe
lt. Chart bis auf 24EUR gefallen.
Ich hab sie mir mal auf meine Watchlist gesetzt, sollte es
nochmals zu einem kräftigen Rutsch, z.b. deutlich unter 50EUR
kommen, werde ich mir spekulativ welche kaufen.
Wer weiss, vielleicht zieht ja noch einer der Großen die
Reisleine, so wie das im Fall der GOZ-WA mit Delbrück vermutet
wurde.

Danke nochmals und viele Grüße
bubu




# 231 von K1 26.03.02 08:25:05 Beitrag Nr.: 5.870.566 5870566

Gold-Zack mit Fehlbetrag in 2001 Teil 1

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Gold-Zack mit Fehlbetrag in 2001 Teil 1 Bankbeteiligung auf Börsenwert abgeschrieben Positiver Ausblick auf 2002

Die im laufenden Jahr weiterhin unbefriedigende Marktentwicklung an den Finanzmärkten hat Gold-Zack veranlasst, zum 31.12.2001 umfangreiche Wertberichtigungen vorzunehmen. Ein grosser Teil der Wertberichtigungen entfällt auf den Anteil an der Gontard&MetallBank, die mit dem Bilanzstichtagskurs bewertet wird. Aufgrund dessen weist der vorläufige und noch ungeprüfte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2001 einen Fehlbetrag von rund 215 Mio. Euro aus. Der Fehlbetrag ist bewertungsbedingt und daher nicht liquiditätswirksam.

Wie bereits mitgeteilt, lag dies auch daran, dass diverse Projekte des operativen Geschäftes, die für 2001 vorgesehen waren, in das laufende Jahr verschoben wurden. Mit den vorgenommenen Wertberichtigungen sind alle erkennbaren Risiken in den Beteiligungen abgedeckt .

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2002 ist positiv. Durch die Tilgung eines Schuldscheindarlehens mit Aktien entsteht im ersten Quartal ein zweistelliger Millionenertrag. Die Liquiditätssituation wurde darüber hinaus wesentlich verbessert. Durch ein Joint Venture mit dem US-Investor Paul Capital Partners floss dem Unternehmen ebenfalls ein zweistelliger Millionenertrag für die Beteiligungen an einem Portfolio von 19 Unternehmen zu. Zudem gelang mit P.A.L.M. Mikrolaser bereits ein erfolgreicher Exit.

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Teil 2

Für das laufende Jahr sieht der Vorstand das Unternehmen wieder in einem positiven Trend. Weitere ausserbörsliche Exits sind zur Zeit in Vorbereitung. Im Corporate Finance-Bereich konnten weitere M&A-Mandate gewonnen werden. Die Beratung und Begleitung mittelständischer Unternehmen im Zusammenhang mit Eigenkapitalfragen wird in diesem Jahr im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen. Dies beschränkt sich nicht nur auf die erwähnte Corporate-Finance- Beratung: Das zentrale Projekt ist der Aufbau eines Eigenkapitalfonds für den Mittelstand, der den Unternehmen Eigenmittel zur Verfügung stellen wird. Die Chancen dieses Projektes werden allgemein sehr optimistisch beurteilt, da Mittelständler schon im Vorfeld der Umsetzung von Basel II zusehends schwieriger an Finanzierungsmittel kommen.

Der vollständige Jahresabschluss wird auf der am 23.04.2002 stattfindenden Bilanzpressekonferenz präsentiert. Kontakt: Gold-Zack AG Stefan Lutz Leiter Kommunikation Tel.: 069 69 59 77 350 Email: s.lutz@gold-zack.de

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 26.03.2002

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Ein wenig mehr Verlust als ich erwartet habe, trotzdem m.E. bisher keine Gefahr für die Bedienung der Wandelanleihe. Bleibt allerdings weiter unter genauer Beobachtung.

Grüße K1

# 232 von K1 26.03.02 09:17:13 Beitrag Nr.: 5.870.944 5870944

Nachtrag: EK ist jetzt aber verdammt knapp und nur durch die 2002er Transaktionen dürfte nicht die Hälfte des GK aufgezehrt sein.

Grüße K1


# 256 von K1 11.04.02 12:23:50 Beitrag Nr.: 6.085.067 6085067

Bei meinem "Sorgenkind" Gold-Zack Wandelanleihe geht es heute ab nach unten. Scheint so als ob die GMB den Kurssturz verursacht.

Grüße K1

# 257 von noch-n-zocker 11.04.02 12:49:10 Beitrag Nr.: 6.085.424 6085424

k1

Soll ich mal einen Thread eröffnen

# 258 von K1 11.04.02 13:24:40 Beitrag Nr.: 6.085.917 6085917

neeeeeeeeiiiiiiinnnnn!

;-)

# 259 von K1 11.04.02 13:33:03 Beitrag Nr.: 6.086.039 6086039

@noch-n-zocker

... wenn du unbedingt einen Thread eröffnen willst, dann nimm doch die Augusta WA, die habe ich heute verkauft.... da stört es mich nicht so wenn es runter geht ;-)

War mir nebenbei mittlerweile zu wenig Zitterprämie für den vielen Goodwill in der Bilanz.

Grüße K1

# 260 von noch-n-zocker 11.04.02 17:16:40 Beitrag Nr.: 6.088.945 6088945

Muß nicht unbedingt sein

Diese Entscheidung von mir war wenigstens richtig, mich von allem zu verabschieden, was mit dem NM zu tun hat.

# 261 von VERTRAUmir 11.04.02 17:48:17 Beitrag Nr.: 6.089.511 6089511

Bloß nicht!!!

# 262 von bubu 12.04.02 08:19:05 Beitrag Nr.: 6.095.401 6095401

Das mit der GOZ-WA gefällt mir auch nicht.
Was mich zweifeln läßt ist, daß man seitens des Unternehmens
nicht weitere offiziell zurückkäuft.
Wieviel Rendite verspricht man sich denn mit alternativen
Investments?

Gruß
bubu
Avatar
16.04.02 08:53:11
Danke K1

gute Arbeit!

bubu
Avatar
16.04.02 09:22:33
thx bubu. Was ich bei Gold-Zack übrigens noch als eine nicht zu vernachlässigende Möglichkeit ansehe ist dass ausserhalb der Bilanz Risikopositionen geparkt sein könnten. Zumindestens diese Gefahr sollte sich jedoch mit der Vorlage der testierten Bilanz (da wird von den WP’s z.Zt. 110%ig geprüft) deutlich verringern.

Grüße K1
Avatar
16.04.02 10:16:42
@K1

was meinst du, wie genau denn der WP prüft?
Angenommen, Comroad wäre im Beteiligungsvermögen gewesen, dann
bin ich mir sicher, daß der WP niemals auf Unstimmigkeiten
(bei Comroad) gestoßen wäre.
Bei meinem Verständnis prüft der WP doch nur die Zahlen
der Beteiligungen, die vorgelegt werden, wird sich
aber niemals die Mühe mache, die Beteiligungen vor Ort anzuschauen.

Wenn man also bewußt etwas z.B. zwischen den Beteiligungen geschoben
hat, dann dürfte das doch wohl kaum an`s Licht kommen.

Aber ich will hier nicht in Moll stimmen, bin ich doch als
WA-Aktionär selbst betroffen und bleibe optimistisch,
hier eine überdurchschnittlich hohe Rendite einzufahren.

GOZ steigt heute übrigens aktuell um 8% auf 1,17. Bin mal gespannt,
ob das die Korrektur in der Korrektur ist oder ob jetzt
wieder ein Schub nach oben kommt.
Die WA steht aktuell bei 48 (+0,50)

Gruß
bubu
Avatar
16.04.02 11:12:05
@bubu

In den vergangenen Jahren wurde äusserst lax geprüft (gibt kaum Fälle in denen der WP offensichtlich massiven Druck ausgeübt hätte). Das hat sich insbesondere seit Enron & Co sehr schlagartig geändert. Auch Beteiligungen werden mittlerweile eher intensiv durchleuchtet (siehe z.B. Knorr u. a.).

Um die Beteiligungen geht es mir bei der Vermutung auch nicht hauptsächlich, sondern um Schulden oder Risiken aus Optionen, die nicht in der Bilanz konsolidiert sein könnten. Hier dürfte ein WP aber meiner Meinung nach im Moment sehr genau hinschauen. Das meinte ich.

Grüße K1
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16.04.02 12:00:17
Das "GOLD-ZACK-BOARD" auf der GOZ-Homepage wurde aufgelassen:

Sehr geehrte Board-Teilnehmer,

der Vorstand der Gold-Zack AG hat beschlossen, neue Wege der Kommunikation zu gehen.

Insbesondere dadurch, dass wir die Namensaktie haben, wollen wir unsere Aktionäre direkt informieren und auch so den Kontakt mit diesen suchen. Denn dies sind letztlich diejenigen, die unsere Kapitalgeber sind.

Unsere Homepage wollen wir zukünftig nur noch für die Informationsvermittlung einsetzen, damit mögliche interessierte Anleger sich über die Gruppe informieren können. Dadurch entfällt zukünftig der interaktive Austausch. Dies ist insbesondere auch auf die Anregung von vielen Aktionären und Clubmitgliedern zurückzuführen.

Wir möchten die Kommunikation mit unseren Aktionären und potenziellen Investoren jedoch weiterhin pflegen und haben aus diesem Grund die eMail-Adresse

aktionärsfragen@gold-zack.de

eingerichtet, an welche Sie zukünftig Ihre Fragen richten können.

Wir werden die Antworten auf die wichtigsten Fragen, die wir unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Aktien- und Wertpapierhandelsrechts beantworten dürfen, in einem zweiwöchentlichen Turnus als Leserbrief auf unserer Homepage veröffentlichen.

Wir sind uns sicher, mit dieser Maßnahme im Sinne unserer Aktionäre gehandelt zu haben.

Mit freundlichen Grüssen,

Gold-Zack AG
Vorstand & Bereich IR/Marketing
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16.04.02 12:19:21
@K1:

VCs sind niemals transparent, schon gar nicht für Wirtschaftsprüfer, auch nicht für Aufsichtsräte. Es gibt nur zwei Möglichkeiten für Anleger: entweder man traut dem Vorstand, oder man traut ihm nicht. Trauen heißt: sowohl bezüglich der Redlichkeit als auch bezüglich der Leistungsfähigkeit. Was Stolorz UND Walther die letzten 12 Monate abgeliefert und abgesondert haben, gibt für mich keinerlei Anhaltspunkte, ihnen zu trauen. Wenn man Stolorzens öffentliche Statements mit der Wahrheit vergleicht, darf man spekulieren, ob der Mann geistig umnachtet oder einfach nur absolut konsequent skrupellos ist. Und Walther wußte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die ganze Zeit davon. Vor diesem Hintergrund wundert es mich, daß ein so superkritischer Experte wie du hier nicht konsequent Abstand hält. Ich befürchte, daß das Verhältnis von Chancen und Risiken bei der WA nicht mehr gesund ist. Wenn schon ein Zock, dann mit der Aktie, aber ich kann mich auch irren.
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16.04.02 12:35:20
@ribaldcorello

also bzgl. "Vorstand nicht trauen" stimme ich dir vollkommen zu. Stolorz hat recht offensichtlich nicht die Wahrheit gesagt, insbesondere kurz vor Jahresende 2001. Dass der AR (und somit Walther) 1+1 zusammenzählen kann, davon sollte man auch ausgehen dürfen - somit kann man ihm getrost auch diese Fehlinformationen anlasten.

Beim Wort "Transparenz" ging es mir auch nicht um die Transparenz des Unternehmens an sich (da haben wir ja schon "Freund" Knorr mit der transparentesten aller VC’s), sondern um die Transparenz der Unternehmensstruktur (das Ganze mit Apax, Altium, Greenfield etc. checkt doch eh keiner mehr...).

Ich stimme dir weiterhin zu, dass die WA eher ein "Zock" bzw. nur mit einen kleinen Anteil im Portfolio enthalten sein sollte. Warten wir es mal bis zur Vorlage der Bilanz ab (zwischenzeitlicher Verkauf natürlich nicht ausgeschlossen). Bitte den Thread auch nicht als "Empfehlung" sondern als Diskussionsbasis zu verstehen!

Grüße K1
Avatar
16.04.02 14:05:21
@K1

diesen Thread hast Du punktgenau eröffnet.

Mit dem Umtauschangebot gegen Aktien geht Gold Zack völlig neue Wege. Es zeigt aber, dass keine flüssigen Mittel da sind und die Eigenkapitaldecke zu kurz ist.

Auf die Konditionen bin ich gespannt. Orientiert man sich wirklich an den aktuellen Börsenkursen wäre ein Tausch allerdings Blödsinn. Keine Zinsen und Aufgabe des Schuldtitels muss doch irgendwie bezahlt werden. Momentan bekommt das Umtauschangebot der Aktie besser als der Anleihe.



Dienstag, 16.04.2002, 13:20
Gold-Zack: Umtauschangebot für Wandelanleihe vorgesehen

Der Vorstand der Gold-Zack AG prüft, allen Inhabern der ? 111,5 Mio. 7,00 % Gold-Zack AG Wandelschuldverschreibung 2000/2005 anzubieten, die Anleihe gegen junge Aktien der Gold-Zack AG zu tauschen.

Das Angebot soll sich an den aktuellen Börsenkursen orientieren. Die Ausgestaltung und Durchführung eines entsprechenden Umtauschangebotes wird zur Zeit mit dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel abgestimmt, da noch kein Präzedenzfall für ein solches Angebot existiert. Für das Umtauschangebot sollen maximal 23 Mio. Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 ? aus dem genehmigten Kapital zur Verfügung gestellt werden. Sollte die Nachfrage auf der Basis der noch zu bestimmenden Umtauschrelation die Zahl der verfügbaren Aktien übersteigen, erfolgt eine quotale Zuteilung.

Mit der Kapitalmaßnahme plant Gold-Zack, seine Eigenkapitalbasis nach dem hohen Vorjahresverlust wieder auszubauen. Zudem wird ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt. Denn der Umtausch hätte den Vorteil, dass die Zinslast, die bei dem noch ausstehenden Anleihevolumen bei rund 7,8 Mio. ? jährlich liegt, spürbar und dauerhaft reduziert werden würde.

Die Aktie von Gold-Zack gewinnt 15,7 Prozent auf 1,25 Euro.

info@finance-online.de
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16.04.02 15:05:16
Tausch WA gegen Aktien ... kreativ waren die ja schon immer ;-)

Wenn ich GOZ wäre, dann würde ich den WA Gläubigern eine möglichst interessante Offerte machen (nicht nur weil ich die WA habe ;-) ), sodass auch wirklich 20 Mio Aktien umgetauscht werden denn wenn dieser "Umtausch" nicht angenommen wird, dann dürfte dies deutlich negative Auswirkungen auf GOZ haben und möglicherweise brentzlig werden. Ich denke alles unter einer Prämie von 25-30% auf den Kurs der Aktie dürfte zum scheitern verurteilt sein. Man könnte jetzt natürlich ganz fiess vermuten, dass GOZ der kürzliche Kursverfall der WA nicht ganz ungelegen kommt...

Grüße K1


Die komplette Meldung von der Homepage:

Pressemitteilungen
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Gold-Zack: Umtauschangebot für Wandelanleihe vorgesehen

* Drastisches Kostensenkungsprogramm
* Ausbau der Kernkompetenz "Eigenkapital für den Mittelstand"



Mettmann/Frankfurt, 16. April 2002 - Der Vorstand der Gold-Zack AG prüft, allen Inhabern der € 111,5 Mio. 7,00 % Gold-Zack AG Wandelschuldverschreibung 2000/2005 anzubieten, die Anleihe gegen junge Aktien der Gold-Zack AG zu tauschen. Das Angebot soll sich an den aktuellen Börsenkursen orientieren. Die Ausgestaltung und Durchführung eines entsprechenden Umtauschangebotes wird zur Zeit mit dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel abgestimmt, da noch kein Präzedenzfall für ein solches Angebot existiert. Für das Umtauschangebot sollen maximal 23 Mio. Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 € aus dem genehmigten Kapital zur Verfügung gestellt werden. Sollte die Nachfrage auf der Basis der noch zu bestimmenden Umtauschrelation die Zahl der verfügbaren Aktien übersteigen, erfolgt eine quotale Zuteilung.

Mit der Kapitalmassnahme plant Gold-Zack, seine Eigenkapitalbasis nach dem hohen Vorjahresverlust wieder auszubauen. Zudem wird ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt. Denn der Umtausch hätte den Vorteil, dass die Zinslast, die bei dem noch ausstehenden Anleihevolumen bei rund 7,8 Mio. € jährlich liegt, spürbar und dauerhaft reduziert werden würde.

Der neu zusammengesetzte Vorstand hat aufgrund des schlechten Vorjahresergebnisses mit einer umfassenden Restrukturierung begonnen. Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet folgende Massnahmen:

* Konsequente Ausnutzung von Exitchancen und Bereinigung von unrentablen Beteiligungen
* Fokussierung auf die ureigene Kompetenz "Eigenkapitalbeschaffung für den Mittelstand":
Direktinvestments - Private Equity - Fondsfinanzierung
Börsengänge - Trade Sales - Corporate Finance
* organisches Wachstum aus diesen Kerngeschäftsfeldern heraus.


Die hiermit verbundenen personellen Voraussetzungen auf Vorstandsebene stehen mit der kurzfristig zu erwartenden Berufung eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden vor dem Abschluss. Dadurch wird dem jetzigen Amtsinhaber Dietrich Walther die Rückkehr auf die Position des Vorstandsvorsitzenden ermöglicht. Der in Restrukturierungsfragen erfahrene CFO Rolf Rickmeyer hat bereits Anfang April seine Tätigkeit aufgenommen. Wie bereits berichtet, scheidet der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Stolorz Ende April aus dem Unternehmen aus.

Ein drastisches Kostensenkungsprogramm wird über die geplante Reduzierung der Zinsaufwendungen hinaus die Aufwandsseite deutlich entlasten. Das Management stellt derzeit alle Kostenpositionen auf den Prüfstand und baut konsequent alle operativ nicht notwendigen Belastungen ab. Ziel ist eine Kostenbasis, die die tatsächlichen Kosten des Vorjahres um mindestens 50 Prozent unterschreitet.

Das zentrale Projekt in diesem Jahr ist der Aufbau eines Eigenkapitalfonds für den Mittelstand. Erfolgversprechende Wachstumsperspektiven sieht Gold-Zack im sukzessiven Ausbau des internationalen Beteiligungsgeschäftes, wobei die im Januar begonnene strategische Partnerschaft mit dem US-Investor Paul Capital Partners auf weitere Felder ausgebaut wird. Wesentliches drittes Standbein bleibt das Direktbeteiligungsgeschäft im deutschsprachigen Raum. Das Angebot von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Eigenkapitalfragen wird im Rahmen der bestehenden Kapazitäten weitergeführt.

Der designierte Vorstandsvorsitzende Dietrich Walther sieht insbesondere im Mittelstandsfonds eine dauerhaft positive Entwicklungslinie für Gold-Zack. "Der chronisch unterkapitalisierte deutsche Mittelstand kann der Kreditklemme, die durch Basel II kommen wird, nur durch mehr Eigenkapital entgehen", so Walther. Durch eine Eigenkapitalzufuhr würden die Unternehmen nicht nur ihren Kreditbedarf senken. Eine höhere Eigenkapitalquote verbessert zudem ihr Rating, was wiederum die Finanzierungskosten reduziert. Dadurch seien sie auch in der Lage, den Kapitalgebern eine dem Risiko angemessene Rendite zu zahlen. Denn ein solcher Fonds werde aufgrund seines Geschäftsmodells nur bedingt exitorientiert sein, so Walther weiter. Gold-Zack entwickelt derzeit entsprechende Konstruktionen, die dauerhaft tragfähig sein können.
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16.04.02 20:35:47
14:15 Uhr: Blitzmeinung von Cora Gutiérrez
Gold-Zack wacht auf
Nach dem Vorstandswechsel geht es nun ans Sparen. Gold-Zack veröffentlichte für 2001 einen überraschend hohen Fehlbetrag von 215 Millionen Euro. Handlungsbedarf ist dringend angesagt. Die Gesellschaft will ihre Zinsverpflichtungen senken und bietet den Inhabern ihrer Wandelschuldverschreibung an, ihre Anteile gegen junge Aktien zu tauschen. Gegenüber sharper.de sagte Pressesprecher Stefan Lutz: „Je nach Kursentwicklung ist eine Kapitalerhöhung von 30 bis 35 Millionen Euro möglich.“ Dieses Jahr stünden 7,8 Millionen Euro Zinszahlungen an. Durch das Umtauschangebot seien Einsparungen um die drei Millionen Euro möglich. Das ist im Vergleich zum hohen Verlust eine geringe Summe. Die geplante Transaktion ist sinnvoll, reicht jedoch langfristig nicht aus. Die Aktie könnte kurz profitieren und sollte dann seitwärts tendieren.
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17.04.02 11:35:08
Wegen Einsparungen von 3 Mio. macht Gold-Zack soviel Wind? Man denke an den Liqiditätsausweis im letzten veröffentlichten Status vom 30.09.01 und die jüngste Aussage, das Ergebnis 2001 sei nicht liquiditätsrelevant. Man denke an die letzten Deals mit zweistelligen Mio-Profiten. Da stimmt doch was nicht.
Avatar
17.04.02 12:00:12
@ribaldcorello

ich denke du kannst dir auch an zwei Fingern ausrechnen, wie hoch das EK bzw. das GK angegriffen ist. Ich schätze, dass man da nur knapp um die §92 Meldung herumkommt. Von daher ist es für Gold-Zack neben der Einsparung von Zinsen vor allem wichtig die EK Quote zu erhöhen. Mal so ins’unreine gerechnet (nur Beispiel!):

Aktienkurs 1,30€
Anleihekurs: 50€

Angebot: je 1000€ Nennwert WA (500€ Kurswert) gibt es die Möglichkeit 500 Aktien (Kurswert 650€) "umzutauschen" (ob diese Prämie ausreicht, um die WA Gläubiger zum Tausch zu bewegen weiss ich nicht). Wenn dadurch die 23 Mio Aktien untergebracht würden, dann würde dies das EK um 46 Mio€ erhöhen (FK um 46 Mio€ verringern). Eine für Aktionäre und WA Gläubiger sinnvolle Variante.

Grüße K1
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17.04.02 14:58:11
Korrekt.
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17.04.02 15:37:03
Mit ein bisschen Verzögerung habe ich diesen Thread auch gefunden (danke, VM).

K1
Es ist immer wieder lehrreich, wenn Du bei einer Threaderöffnung den ganzen Kram hervorholst, den man zu einem Thema im letzten halben Jahr geschrieben hat ;)

Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von dem Umtauschangebot halten soll. Wenn GOZ auf diesem Niveau keine Möglichkeit hat, ein Rückkaufangebot vorzulegen, ist das m.E. ein sehr schlechtes Zeichen.

Und just zum ALL-Time-Low ein Umtauschangebot zu machen, dass sich an den aktuellen Börsenkursen orientiert, ist auch nicht die feine Art. Zumal der Aktienkurs kurz zuvor um 20% gestiegen ist und (für mich völlig unverständlich) nach der Meldung keinen Cent nachgegeben hat.

Um WA-Inhaber zu einem Tausch zu bewegen, muss das Angebot SEHR attraktiv werden. Oder es handelt sich um ein Pseudo-Angebot, weil große Investoren der WA schon im Vorfeld den Tausch akzeptiert haben (siehe Posting #140 von K1).

In jedem Falle bieten Personen mit viel Wissen und einem gestörten Verhältnis zur Wahrheit hier Anlegern mit wenig Wissen ein Geschäft an. Wieso habe ich nur das Gefühl, dass die Karten ungerecht verteilt sind :)

Die einzig interessante Überlegung für mich ist, dass nach erfolgtem Tausch die Chancen für die restlichen verbliebenen WA-Anleger natürlich besser sind (Trittbrettfahrer-Syndrom). Aber nach Brokat und Carrier1 wäre es ja nicht das erste Tausch-Angebot am NM, dass am Desinteresse der Bondholder bzw. am Geldmangel der Company scheitert.
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17.04.02 16:49:54
@noch-n-zocker

nana, Gold-Zack gleich mit Brokat & carrier1 zu vergleichen ist ja wirklich nicht fair ;-) Aber Scherz beiseite, bei Brokat war ein hohes Maß an Zustimmung erforderlich (was eben nicht erreicht wurde) - im Falle von GOZ tauscht halt wer will und Punkt. So ein Bißchen Erfahrung sollte GOZ ja im Bereich der Kapitalbeschaffung haben (ist doch eines iherer Hauptthemen oder ;-)), sodass ich mal davon ausgehe, dass sie im Vorfeld schon ein wenig bei denen vorgefühlt haben, die grössere Posten der Wandelanleihe halten.

"Und just zum ALL-Time-Low ein Umtauschangebot zu machen,..."

Ich hoffe ich kann mich darauf verlassen, dass das wirklich das ATL ist und bleibt ;-)

Grüße K1
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17.04.02 17:15:20
Der Vergleich mit Brokat und Carrier1 hinkt (hoffentlich) insofern, als bei beiden Unternehmen klar war, dass die Firma pleite geht, wenn die Bondholder nicht immense Zugeständnisse machen.

Daher drängt sich aber doch automatisch die Frage auf, was passiert bei Gold-Zack, wenn keiner tauschen will.

Ausserdem ist es wegen der Intransparenz so gut wie sicher, dass entweder die tauschbereiten Anleiheinhaber oder die sonstigen Aktionäre über den Tisch gezogen werden. Die Erfahrungen der letzten Wochen haben gezeigt, dass die Bondholder immer die Besch... waren.

Mir ist auch nicht ganz verständlich, wieso man mit diesem Angebot jetzt kommt und nicht wartet, bis nach der HV etwas mehr Klarheit herrscht. Die Schliessung des Aktionärsforums und Verschiebung der HV tragen auch nicht dazu bei, dem Unternehmen mehr Glauben zu schenken.

Gibt es zu den Beteiligungen von Gold-Zack irgendwelche Erkenntnisse? Ich habe gerade zum Beispiel gesehen, dass die letzte Info zu PAKO auf der Homepage aus dem Jahre 1999 stammt. Die zwischenzeitliche Pleite von Refugium wäre ja auch mal einen Zweizeiler wert gewesen.

Vielleicht sehe ich es zu schwarz, aber abgesehen von dem Einstieg von Paul sehe ich wenig, was nicht auf eine drohende Insolvenz und Verdummung der Anleger hindeutet.
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17.04.02 18:03:57
Mir ist auch nicht ganz verständlich, wieso man mit diesem Angebot jetzt kommt und nicht wartet, bis nach der HV etwas mehr Klarheit herrscht.

Vielleicht will Walther den Aktionaeren nicht die Kosten einer weiteren HV aufbuerden, indem er dann bei geringer Tauschquote die ausserordentliche wegen §92 mit der ordentlichen zusammenlegt. ;)

Tschoe, Istanbul.
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17.04.02 19:01:52
... Mensch, früher gab es doch mal soooo viele GOZ-Pusher - die gibt es wohl alle nicht mehr, wenn ich mir die "Verteilung" hier im Thread anschaue ... ;-)))

Hat eigentlich jemand eine Ahnung, wo genau die WA plaziert wurde ?

Grüße K1
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17.04.02 19:21:29
Guck Dir mal meine Uralt-Threads auf W:0 an, was ich da alles gepusht habe. Selbst GOZ war dabei :)
Schäme ich mich heute noch für.

Um`s mit Bob Dyla zu sagen: And the times they`re changing
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17.04.02 21:37:24
Ich sehe die Sache so, daß Gold-Zack dringend seine Bilanzrelationen verbessern muß. Insofern wurde das ganze in der Öffentlichkeit schon genial verkauft ("Finanzmarkt-Innovation").

Aber letztendlich findet hier nur ein Passivtausch in der Bilanz statt, ohne daß Gold-Zack hierfür liquide Mittel aufbringen müßte - sieht man mal von den Provisionen für die Banken ab.

Statt dessen geben die WA-Inhaber ihre Gläubigerposition (im Falle einer Insolvenz ggf. von Bedeutung) auf und schlüpfen in die Rolle des EK-Gebers und tauschen Ihre an Gold-Zack vergebenen Darlehen in Eigenkapital (= 100%-iges Risikokapital).

Nur mal so: Wenn Banken als Gläubiger sich zu einem solchen Schritt entschließen (siehe Kirch), spricht man von einem Sanierungsbeitrag!

In diesem Sinne
catweasel
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18.04.02 19:09:00
@K1:

Ist diese "Finanzinnovation" bloß eine profitable Idee oder eine Überlebensfrage für Gold-Zack? Ich hab irgenwie ein mulmiges Gefühl, auch wenn ich nicht investiert bin.
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18.04.02 19:58:42
@ribaldcorello - #24 : Meiner Einschätzung nach: Beides !

Grüße K1
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18.04.02 21:52:28
Etwas verstehe ich noch nicht mit dem Vorhaben zum Tausch
der WA in die Aktie.
Durch den Tausch fließen der Gesellschaft keine neuen Mittel
zu. Das einzige, was man spart, sind Zinsen, die aber eh erst
in 8 Monaten fällig wären.

Noch am 26.3. hieß es:
Mit den vorgenommenen Wertberichtigungen sind alle erkennbaren Risiken in den
Beteiligungen abgedeckt
.
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2002 ist positiv. Durch die Tilgung eines
Schuldscheindarlehens mit Aktien entsteht im ersten Quartal ein zweistelliger
Millionenertrag. Die Liquiditätssituation wurde darüber hinaus wesentlich verbessert
.
Durch ein Joint Venture mit dem US-Investor Paul Capital Partners floss dem
Unternehmen ebenfalls ein zweistelliger Millionenertrag
für die Beteiligungen an einem
Portfolio von 19 Unternehmen zu....



Ist die Meldung vom 26.3. eine Lüge oder weshalb die Eile?
Sollte das halbe EK aufgebraucht sein, dann wäre das doch auch
schon am 26.3. der Fall gewesen, oder?
Ich verstehe das ganze in diesem Zusammenhang nicht!

Gruß
bubu
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18.04.02 22:46:30
Im Lichte der bisherigen Meldungen zum Geschäftsverlauf (z.B. Meldung vom 26.3.) ist die ganze Aktion sehr unseriös. Man hat auf Schönwetter gemacht, obwohl einem das Wasser schon bis zum Hals stand.

Gold Zack reiht sich damit nahtlos in die Skandalnudeln am Neuen Markt ein. Bei einer Investition muss man sich auf jede noch so extreme Überraschung einstellen.
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19.04.02 00:21:51
@VERTRAUmir

wie hoch das Wasser steht werden wir bei Vorlage der Bilanz ungefähr erkennen können. Ein Angebot Eintausch Wandelanleihe gegen Aktien halte ich nicht unbedingt für unseriös, die Aktion macht (Vorraussetzung natürlich interessante Umtauschverhältnisse) auf jeden Fall Sinn für Gold-Zack und es dürfte schwierig sein mit anderen "Geschäften" einen höheren Ertrag zu erwirtschaften.

Grüße K1
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19.04.02 03:04:09
Ein Versuch:
In 2000 wurden 125 000 WA a 1000 Euro ausgegeben =125 Mill E
Dafür sollte es mal 69,444 Aktien a 14.40 Euro geben.
Heute ist die WA ca 50% = 500 Euro wert dafür soll es Aktien zu 1 Euro geben = 500 Aktien.
Für 23 Mill Euro kann GOZ dann 46 000 WA tauschen .
Da schon 10% der WA in 2001 zurückgekauft wurden sind also noch 112 500 WA´s im Umlauf.
Die 46 000 WA entsprechen dann ca 41% der umlaufenden WA`s und ersparen ca 3.22 Mill Euro Zinsen.
Die Zinsersparnis ist sicherlich nicht das primäre Ziel sondern die Kapitalerhöhung.
Ursprünglich hätte die WA eine Kapitalerhöhung um 8,68 Mill Aktien gebracht,nun wird es eine
um 23 Mill werden. Je höher der Kurs der WA desdo niedrieger wird die Kapitalerhöhung sein,
darum ist es im Interesse von GOZ den Kurs der WA so niedrig wie möglich zu halten.
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19.04.02 04:20:59
Nachtrag: 46 000 WA zu 1000 Euro verkauft und zu 500 Euro zurückgekauft,gibt das nicht deinen Bilanzgewinn von 23 Mill Euro?
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19.04.02 09:04:22
Da nicht zurückgekauft sondern umgetauscht wird, ist der Gewinn sogar doppelt so hoch :)

Unseriös ist nicht das Ansinnen schlechthin. Ganz im Gegenteil ist es sinnvoll zu handeln, solange man noch handlungsfähig ist.

Unseriös finde ich die geringe Menge an Informationen, die man vor dieser wichtigen Entscheidung erhält. Der Kommentar aus #23, dass die Gläubiger zu einem Sanierungsbeitrag aufgerufen werden, ist wohl zutreffend. Aber die Banken können vor einem solchen Schritt erst man ne due diligence durchführen, wir sollen hingegen dem Wort des Vorstandes vertrauen.

Objektiv ist das Risiko viellecht nicht größer als bei anderen Zocks auch, aber subjektiv bin ich bei NM-Werten viel skeptischer.
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19.04.02 11:03:32
Da haben wohl ein paar Kleinanleger bis zur AdHoc von der geplanten Umtauschaktion noch nichts gewußt. Mit 28.000 € Umsatz jetzt runter auf 40.
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19.04.02 11:49:41
Krasse Kursentwicklung (38G/40B). So tief hat es noch nicht mal die EM.TV Anleihe gerissen.

Grüße K1
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19.04.02 11:52:25
37G / 40B - so schnell kann man ja gar nicht schauen..
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19.04.02 13:25:11
Jetzt kommt auch noch Volumen raus. An die EM.TV musste ich auch denken. Ich weiss wirklich nicht, was sich GOZ dabei denkt, dieses Angebot vor Veröffentlichung des Jahresabschlusses zu unterbreiten. Statt dessen hätte man entweder mit einem Großanleger den Tausch ausserbörslich abwickeln können (genehmigtes EK vorausgesetzt) oder ein Rückkaufangebot gegen Cash (von Paul sollte noch ein bisschen da sein) mit anschliessender Kapitalerhöhung. Selbst ein stillschweigender Rückkauf über die Börse wäre positiver gewesen als dieses unglückliche Angebot, dass nur der Spekulation Tür und Tor öffnet.

- von Andreas Funke -
Mettmann/Frankfurt, 19. Apr (Reuters) - Die Beteiligungsgesellschaft Gold-Zack<GOZGn.DE> will spätestens bis Ende Mai ein Umtauschangebot für ihre siebenprozentige Wandelanleihe in junge Aktien des Unternehmens machen. Aktienkurs und Anleihe standen am Freitag deutlich unter Druck.
"Wir werden in spätestens vier bis sechs Wochen ein öffentliches Angebot vorlegen", sagte Unternehmenssprecher Stefan Lutz am Freitag. Die Transaktion werde von der Gontard & Metallbank<GMBG.F> ausgeführt, an der Gold-Zack mit rund 45 Prozent beteiligt ist.
Gold-Zack hatte am Vorabend mitgeteilt, den Inhabern der Wandelanleihe mit Laufzeit 2005 ein Umtauschangebot in junge Gold-Zack-Aktien aus dem genehmigten Kapital zu machen. Die Anleihe hat ein Volumen von 111,5 Millionen Euro. Für das Umtauschangebot sollen den Angaben zufolge maximal 23 Millionen Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von einem Euro zur Verfügung gestellt werden. Die genauen Bedigungen für den Umtausch würden später mitgeteilt.

HÄNDLER SEHEN UMTAUSCHANGEBOT SEHR SKEPTISCH
Händler zeigten sich am Freitag angesichts des niedrigen Aktienkurses des Unternehmens wenig überzeugt vom Erfolg des Umtauschangebotes. Die Gold-Zack-Aktie gab ebenso wie die am Markt als illiquide geltende Anleihe (WKN 768 683) deutlich nach.
Das Unternehmen will mit der Umwandlung die Zinszahlungen für die Anleihe in Höhe von 7,8 Millionen Euro jährlich sparen und gleichzeitig die Eigenkapitalbasis stärken. Bei einem erfolgreichen Tausch würde Gold-Zack Fremdkapital in Eigenkapital umwandeln.
Experten äußerten sich am Freitag sehr skeptisch zu den Gold-Zack-Plänen: "Für das Unternehmen ist die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital natürlich toll, aber welcher Investor soll da mitmachen", sagte ein Händler. Lege man für das Umtauschangebot den Aktien-Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate zu Grunde, komme man auf etwa 1,50 Euro. "Aber wer will das Papier für diesen Preis haben?", sagte der Händler, der die Aktie sogar bei einem Kurs von einem Euro noch für zu teuer hält, weiter.
"Beim derzeitigen Aktienkurs ist klar, dass wir mit dem Angebot nicht viel Erfolg haben werden", sagte auch der Gold-Zack-Sprecher. Er gehe aber davon aus, dass sich der Kurs in den kommenden Wochen erholen werde. Am Freitag verlor die Gold-Zack-Aktie zeitweise rund 11,80 Prozent auf 0,98 Euro.

AUCH ANLEIHE STEHT UNTER DRUCK
Die Anleihe, die am Vorabend noch mit rund 50 Prozent notiert hatte, eröffnete am Freitag rund zehn Prozent niedriger, bevor sie sich wieder leicht erholte.
Pläne für ein Umtauschangebot hatte Gold-Zack bereits Anfang der Woche öffentlich gemacht. Das Verfahren musste jedoch zunächst mit dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen abgestimmt werden, da das Angebot zum Tausch deutlich vor der ursprünglich vorgesehenen Wandelfrist gemacht werden soll. Man habe sich mit dem Bundesamt aber auf eine rechtliche Basis geeinigt, sagte der Gold-Zack-Sprecher am Freitag.
fun/ked


Friday, 19 April 2002 13:05:03
RTRS [nL19213242]
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19.04.02 16:11:04
Versuchen wir es doch einmal mit einer – zugegeben nicht ganz unabhängigen – Interpretation. Welcher WA-Besitzer wäre denn auf den Deal eingegangen? Die ganze Aktion war doch so durchsichtig initiiert, dass man schon wieder stutzig werden muss. Vielleicht diente Sie ja dem Ziel, die WA derart weit zu drücken, wie es jetzt kam. Vielleicht ist man bei GOZ doch eher auf einen Rückkauf aus.

Gruß JS
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19.04.02 17:15:24
Hi K1, zu 25 bis 30 wäre die WA vielleicht doch nen Zock wert, was meinst du? Immerhin muß sie zu 100 getilgt werden, dazu kommen die Zinsen, die auf 25 bis 30 bezogen sensationell sind. Gold-Zack darf sogar gegen die Wand fahren, es müssen nur genügend Assets für die Tilgung der WA übrigbleiben. Oder sehe ich das falsch?
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19.04.02 19:41:31
Ich sehe derzeit Panik ausbrechen. Sicherlich ist die Eigenkapitalbasis
von Gold-Zack verbesserungswürdig und genau deshalb wird auch das Umtausch-
angebot gemacht.

EK bislang= 40 Mio. Euro (31.3.2002, oberflächige Berechnung)
FK bislang= 120 Mio. Euro (31.3.2002, ")

Durch diese Konstellation sind weitere Kredite von Banken doch kaum zu bekommen
und als VC-Geber braucht Gold-Zack Liquidität, um flexibel agieren zu können.

EK neu = 65 Mio. Euro (30.6.)
FK neu = 80 Mio. Euro (30.6., Schätzung)


Die Situation würde sich ganz anders darstellen, wenn es Gold-Zack gelingen sollte,
die Umwandlung zu erreichen. Sicher, bei dem Kurs derzeit sehr schwierig, aber warum
sollte es Gold-Zack nicht gelingen? - Ich kann mir gut vorstellen, daß Gold-Zack auch
noch positive Überraschungen bereit hat (z.B. Einstieg bei Gold-Zack eines institutionellen
Aktionärs, etc.). Das Risiko ist nicht gering, wobei aber zu bedenken ist, daß schon hohe
Abschreibungen vorgenommen wurden und nach den jetzigen Anleihekursen von 40% die
Gesellschaft nur noch etwas mehr als 50 Mio. Euro Schulden hat und dann bei sehr hohen Ver-
mögenswerten. Wenn die Börsenstimmung sich wirklich im Sommer
aufhellen sollte, würden hier wohl sehr schnell andere Werte im Bereich des Möglichen sein. Risiko
ja, aber dafür auch um so größere Chancen.

Ich habe heute jedenfalls die Wandelanleihe gekauft und finde, daß derzeit dann doch ziemlich
stark nach unten übertrieben wird.
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19.04.02 20:49:43
Hier ist die Meldung zum Kurs von Gold Zack Aktie und Anleihe.
Insider müsste man sein.


Neueste Meldung von dpa-AFX Freitag, 19.04.2002, 20:45
Ad hoc: Gontard & Metallbank AG deutsch

Gontard & MetallBank AG: Zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. Gontard & MetallBank AG: Zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf Frankfurt am Main, 19. April 2002 - Die Gontard & MetallBank AG (WKN 589 050), Frankfurt am Main, hat aufgrund weiterer Kursrückgänge und Insolvenzen bei den als Sicherheiten für Kredite hinterlegten Wertpapieren einen zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf in Höhe von rund 25 Mio Euro - bei einem Grundkapital von 49,3 Mio Euro sowie Rücklagen von 4,8 Mio Euro - nach IAS zu verzeichnen. Das Ergebnis des 2. Quartals wird durch diese Entwicklung belastet. Die Bank befindet sich unverändert in guter Liquiditätslage und verfügt über eine günstige Einlagenstruktur; die Einlagen belaufen sich derzeit auf rund 850 Mio Euro. Der Vorstand wird in enger Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden das Kreditgeschäft konsolidieren und die Risikoaktiva weiter zurückführen. Die zum Bilanzstichtag (30.09.2001) noch 690 Mio Euro betragenden Forderungen an Kunden sind bereits auf derzeit etwa 500 Mio Euro zurückgeführt und sollen um weitere zehn Prozent auf unter 450 Mio Euro reduziert werden. Darüber hinaus soll das Kreditportfolio qualitativ weiter verbessert werden. Insgesamt wird weiterhin konsequent die Stärkung des Eigenkapitals und Stabilisierung der Erträge vorangetrieben. Die Beschlüsse und Satzungsänderungen der Hauptversammlung vom 15. Februar 2002 sind im Handelsregister beim zuständigen Amtsgericht eingetragen. Der Gontard & MetallBank steht damit ein Genehmigtes Kapital in Höhe von bis zu 24,6 Mio Euro für Kapitalmaßnahmen zur Verfügung. Aus diesem Grunde finden derzeit Gespräche mit Investoren statt, die Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung gezeigt haben. Die Ergebnisse des 2. Quartals des Geschäftsjahres 2001/2002 (01.01.2002 - 31.03.2002) werden planmäßig am 6. Mai 2002 veröffentlicht. Ansprechpartner: Gontard & MetallBank AG - Investor Relations - Patrick Kiss Tel. (069)71908-206 - .

info@dpa-AFX.de
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19.04.02 21:53:18
Zum Kurs: Das der Kurs bei einer Kapitalerhöhung auf den Wert der neuen Aktien zurückfällt ist doch das normalste von der Börsenwelt.Hier also bei einer Kapitalerhöhung von ca 37% zum Nennwert fällt die Aktie also auf 1 Euro.Das einige schon Tage vorher etwas wussten sei wie immer dahingestellt.

Zur WA: Blickt ihr es nicht? Je niedriger der Kurs der WA desdo weniger Aktien muss GOZ raustun-desdo niedriger die Gewinnverwässerung-und jetzt kommt der Clou,bei einem WA-Kurs von aktuell 38.98 (durch den Verkauf von 474 WA´s herbeigeführt)
entsteht ein Bilanzgewinn von 610 Euro/ WA= 28 Mill. Euro bzw.: 0,3 Cent / Aktie bei ca 83 Mill.Aktien nach der Kapitalerhöhung.
Für uns Aktionäre ein gutes Geschäft.
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19.04.02 22:29:26
Ein Versuch zu PAKO: In 2001 hätte Refugium 1 Mill.DM /Monat = 6 Mill Euro/Jahr Miete zahlen müssen.Da Refugium nicht zahlte wurde der
Insolvenzvw (nein nicht Schwarzgeldkonto aus dem C-(A)bord) bestellt.Zusammen mit der Gussmann-Gruppe(60%) gründete PAKO(40%) die Kursana-Pflegeeinrichtung.Nun zahl Kursana(40% gehört GOZ) die Miete an PAKO(90% gehört GOZ,10% der GuM-Bank).
Die normale Rendite vor Steuern beträgt bei Immobilien ca 6-8%.Damit hätte PAKO also einen Wert von 100-130 Mill Euro.
Nicht zu vergessen die Pflegeeinahmen der Kusana AG und die Mieteinahmen der PAKO AG.
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20.04.02 20:28:06
@504

Ähm, hast du vielleicht darüber nachgedacht, dass Pako auch ein Paar Finanzverbindlichkeiten haben könnte und demzufolge entsprechende Zinsaufwendungen abzuziehen wären ? Desweiteren würde ich mal einen weiteren Abschlag von rd. 30% auf die von dir erwähnten Mieteinkünfte machen, um auf ein marktgerechtes Niveau zu kommen.

@ribaldcorello

ich würde bei der WA erst nach Bodenbildung kaufen. Bisher gab es von 60 nach unten keinerlei Gegenreaktion, sodass jegliche zwischenzeitliche Investition zumindestens ein Timingfehler war (habe mich auch ein mal "vergriffen" ). Bzgl. der Assets von Gold-Zack sollte man auf den geschätzten Wert einen weiteren seeeehr grossen Abschlag machen (warum brauch ich wohl nicht weiter auszuführen), sodass der von dir genannte Wert in einem ungünstigen Fall auch nach unten unterboten werden könnte.

Grüße K1
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20.04.02 22:52:22
weiß eigentlich jemand, wer die hausbank von gold-zack ist bzw. wer kreditgeber ist? zumindest muß der doch sicher besser informiert sein über die vermögenspositionen als die aktionäre. ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass eine bank sich an so einem rätselraten beteiligt. oder ist es vielleicht die gontard?
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21.04.02 10:58:40
Die "Hausbank" oder eine andere Bank dürfte nur dann über die Vermögenslage besonders gut informiert sein, wenn sie auch Kredite vergeben hätte. Im Fall Gold-Zack kann man aber wohl vermuten, dass wenn, nur eher kleinere Linien bestehen. Gontard dürfte Gold-Zack naturgemäss wegen der Kapitalbeteiligung von Gold-Zack am nächsten stehen.

Grüße K1
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21.04.02 17:59:50
Mal ernsthaft, K1, hältst du es wirklich für möglich, daß die Assets von GZ die WA nicht mehr abdecken? Und das nach all den monstermäßigen Wertberichtigungen, die bereits erfolgt sind?
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22.04.02 08:29:53
ribaldcorello

Mal ernsthaft, hältst Du es wirklich für möglich, dass die WA bei 39 stehen würde, wenn nicht etliche Marktteilnehmer Zweifel an der Werthaltigkeit der Assets haben würden?

Viele Anleger (ich auch!) haben am NM Geld verloren, weil wir geglaubt haben, mit den ersten "monstermäßigen" Wertberichtigungen sei der Worst-case bereits eingepreist.

Leider ist es aber (fast) immer so gewesen, dass nur das abgeschrieben wurde, was auch der wohlwollendste WP nicht mehr durchgehen lassen konnte. Oder hältst Du es für Zufall, wenn Gontard mit seinen jüngsten Wertberichtigungen haarscharf am Verlust von 50% des EK vorbeischrammt? Die goldene Regel, dass eine gute Bilanz in Wirklichkeit noch viel besser und eine schlechte Bilanz in Wirklichkeit noch viel schlechter ist, war noch nie so golden wie am NM im 3. Jahrtausend.

substanzfinder

Bist Du mit dem User Substanzsucher verwandt? :) Das würde mich ein wenig optimistisch stimmen.

JungerSchwede
Der Gedanke kam mir auch, aber nach dem Kursverlauf der letzten zwei Tage wage ich es nicht mehr zu glauben. Ausserdem kann man wegen der Illiquidität der WA vermuten, dass der allergrößte Teil bei institutionellen Anlegern liegt, und da wirkt so ein Versuch wahrscheinlich nicht. Aber was das Ganze soll, weiß ich trotzdem nicht.

504
Gut, dass wenigsten einer hier einen klaren Kopf behält ;)
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22.04.02 18:40:01
Das hat den VC-Firmen noch gefehlt. Jetzt gibt Ihnen der Leichenfledderer Freitag den Rest. Wenn der anfängt, nach Verfahrensfehlern zu suchen, können die Hobby-Unternehmer am NM gleich einpacken.

Frankfurt, 22. Apr (Reuters) - Der Wertpapierhandelsbank AHAG<AHHG.DE> droht eigenen Angaben zufolge bereits in den nächsten Tagen die Insolvenz, nachdem Minderheitsaktionäre eine bereits von der Hauptversammlung genehmigte Kapitalerhöhung blockiert haben.
"Wenn wir keine Einigung hinsichtlich der geplanten Kapitalherabsetzung und anschließender Kapitalerhöhung erzielen, werden wir in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden müssen", sagte AHAG-Vorstand Thomas Aldenrath am Montag. Derzeit bemühe sich das Unternehmen mit den drei Klägern einen gerichtlichen Vergleich zu erzielen, um die in der Hauptversammlung mehrheitlich angenommene Rekapitalisierung im Handelsregister eintragen und anschließend verwirklichen zu können. Bislang habe das Registergericht Dortmund eine Eintragung entsprechender Beschlüsse abgelehnt.
"Ich bin zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird. Eine Insolvenz wäre ein Schaden für alle Beteiligten", sagte AHAG-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Briem. Karl-Walter Freitag, einer der AHAG-Minderheitsaktionäre verwies unterdessen auf angebliche Verfahrensfehler auf der Hauptversammlung, weswegen die Annahme der Vorschläge zur Kapitalzuführung nicht rechtmäßig sei. Briem räumte ein, dass es Verfahrensfehler gegeben habe, die aber nicht relevant genug für eine Blockade der Kapitalmaßnahmen seien.
Aktionär Freitag bemängelte indes zudem eine Provision, die einem der Großaktionäre im Rahmen der Kapitalerhöhung versprochen worden sei. "Wir glauben, dass dem Großaktionär durch die Zahlung einer Provision Sondervorteile verschafft werden", sagte Freitag. Insgesamt halten die klagenden Aktionäre den Angaben zufolge rund 2,5 Prozent Anteile an dem Unternehmen. Die Summe, die dem Unternehmen durch den Kapitalschritt zugeführt werden sollte, beträgt nach Angaben des Vorstandes 1,89 Millionen Euro.
Die Aktie der AHAG fiel bis zum frühen Abend um rund 16 Prozent auf 0,15 Cent.
leh/ked


Monday, 22 April 2002 18:25:14
RTRS [nL22102034]
Avatar
22.04.02 18:56:05
Aktueller Stand Termine (Quelle GOZ-HP)

Veröffentlichung Jahresabschluss
30. April 2002

Presse- und Analystenkonferenz
13. Mai 2002 um 11.00 resp. 14.00 Uhr.

Industrieclub, Elberfelder Strasse 6, Düsseldorf
Hauptversammlung
26. Juli 2002 um 10.00 Uhr

Am 13. Mai sollen auch die Modalitäten des (freiwilligen) Umtauschangebotes
mitgeteilt werden.
Avatar
23.04.02 11:01:41
Ok, wann kommt die Insolvenzmeldung ;-) ? 25G / 26,90B ist ein ziemlich ungewöhnlicher Kurs für eine Anleihe, die noch bedient wird.

Ich frage mich auch ganz ehrlich, wer da eigentlich noch verkauft (ich weiss, solche Fragen sollte man sich nicht stellen). Für Insider ist mir der Umfang der Verkäufe viel zu gering. Ausserdem sollte es dann auch mal eine Gegenreaktion der "Nichtwissenden" geben. Dass eine Anleihe von ca. 60 ohne irgendwelche(!) Gegenreaktion über mehrere Tage auf 25(!) durchfällt habe ich auch noch nie erlebt. Man lernt halt nie aus...

Grüße K1
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23.04.02 11:16:19
23G / 26B

!?
Avatar
23.04.02 12:37:52
Also ich habe mich bei rd. 25 entschlossen "mitzuzocken". M.E. hohes Risiko, aber auch hohe Chance.

Grüße K1

Zur Info:

Gold-Zack verkauft BergHave-Fonds in den Niederlanden

Utrecht/Frankfurt, 23. April 2002 ˆ Die Gold-Zack-Gruppe konnte am Montag
den Verkauf von BergHave, eines in den Niederlanden betreuten Portfolios von
vier Unternehmensbeteiligungen, an ein niederländisches Konsortium
abschließen. Gold-Zack erzielt damit einen Erlös in höherer einstelliger
Millionenhöhe. Der zuständige Vorstand Florus Mouthaan zeigte sich erfreut
über den zweiten erfolgreichen Paketabschluss in diesem Jahr: >=In einer
Zeit, in der die gesamte Branche kaum eine Transaktion abschließen kann,
gelingt es uns erneut, einen weiteren Liquiditätszufluss für das Unternehmen
zu erzeugen.„

Gold-Zack hatte in der Vorwoche ein Umtauschangebot >=Wandelanleihe gegen
Aktien„ angekündigt und ein umfassendes Restrukturierungsprogramm
eingeleitet. Dazu zählt auch die konsequente Ausnutzung von Exitchancen im
Beteiligungsportfolio. Angesichts des noch nicht in Schwung gekommenen
IPO-Marktes wird Gold-Zack weitere alternative Exits wie BergHave gezielt
suchen und wahrnehmen.

BergHave ist ein langfristig angelegter Private Equity-Fonds, der
Wachstumskapital für Unternehmen aus eher traditionellen Branchen zur
Verfügung stellt. Er wurde bis vor kurzem von der Gold-Zack-Tochter
Greenfield Capital Partners verwaltet, bevor er zusammen mit anderen
wesentlichen Greenfield-Teilen in die neue Tochtergesellschaft Gold-Zack
International B.V. mit Sitz in Utrecht integriert wurde.


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Weitere aktuelle Presseberichte über die Gold-Zack AG
finden Sie unter
http://www.gold-zack.de/ in der Rubrik News & Presse

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Sollten Sie weitere Fragen haben, besuchen Sie bitte unsere
Homepage unter http://www.gold-zack.de/ oder schicken
Sie uns eine E-Mail an: info@gold-zack.de

Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Investor Relations & Marketing
Barbara Plathof
(Leitung/Prokuristin)
Gold-Zack-Straße 6
D-40822 Mettmann
Telefon: +49 (2104) 149-239
Telefax: +49 (2104) 149-218

Presse & Interne Kommunikation
Stefan Lutz
(Leitung)
Flughafenstraße 20
D-63262 Neu-Isenburg
Telefon: +49 (69) 695977-350
Telefax: +49 (69) 695977-111
Avatar
23.04.02 12:41:56
Jetzt kaufen wenigstens mal ein paar Kleinanleger. Ich habe übrigens eben erst gesehen, dass es einen lesenswerten Thread (Gold-Zack sperrt Board-Mitglieder aus) auf der Aktienseite gibt.

K1

Der Kursverlauf sollte Dir doch von Air Canada her bekannt vorkommen. Ich befürchte allerdings, dass es keine komplette Kopie geben wird.

Du hast doch bestimmt schon mal kalkuliert, wieviel es im Konkursfall noch gibt. Bei Brokat lagst Du ja sehr gut!
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23.04.02 12:47:25
@K1 wg.#37/#42:

Das wollte ich hören. Aber warum hast du keine Bodenbildung abgewartet? Denkst du doch, daß die Assets von GZ für die WA allemal reichen?
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23.04.02 12:54:36
noch-n-zocker,

in dem anderen Thread lese ich auch ab und an. Etwas verwunderlich finde ich aber, dass die Gold-Zack "Freaks" nicht in der Lage sind ungefähre Wertangaben für die ganzen Teile zusammenzuschustern. Scheint wohl echt schwer zu sein. Altium, Teile von Greenfield und Pako sollten aber die werthaltigsten nicht börsennotierten Beteiligungen sein. E-vision halte ich persönlich auch für gar nicht soooo schlecht, ist aber halt nicht gerade die Zeit für sowas ;-)

Die in diesem Jahr getätigten Abschlüsse finde ich eigentlich ganz ansprechend (wenn sie vielleicht auch unter Druck erfolgen), so z.B. heute den Verkauf von gestern.

Das Ganze ist leider nicht mit "AirCanada" vergleichbar, sonst wäre es ja leicht... Dieser "Umtauschquatsch" erschwert es aus dem Chart die wirklichen Beweggründe für die Kursentwicklung abzulesen. Der Chart deutet recht klar auf Insolvenz hin, allerdings könnte dies wegen des Umwandlungsangebots auch ein Fehlsignal sein, denn just mit der Bekanntgabe des Angebots fing der entsprechende Kursverfall an.

Grüße K1
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23.04.02 13:30:11
k1

ich wollte es nicht so deutlich sagen, denn jeder hat mal einen Black-out (ich sage nur Worldcom :)).

Aber dieses Umtauschangebot war eines der stärksten Verkaufsignale, dass ich bei einem Bond je gesehen habe. Deswegen ist mir auch nicht klar, ob der Walther wirklich so weltfremd ist und die Auswirkungen nicht vorhergesehen hat (dann hat GOZ ein Riesenproblem :), oder ob hier eine ganz linke Nummer abläuft.

Die 25 Millionen von Paul zusammen mit dem Verkauf von BergHave reichen, um auf aktuellem Niveau die WA komplett zurückzukaufen. Ist nur ein Gedankenspiel, aber hier passt doch wirklich nichts mehr zusammen.
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23.04.02 14:02:53
@ribalcorello

ja, ich gehe schon davon aus, dass der Recovery Value (so es denn eine Insolvenz geben würde) über dem Kurs von 25..30 liegt. ABER(!) ich "glaube" nur und "weiss" nicht, deshalb habe ich von "mitzocken" geschrieben.

@noch-n-zocker

ich halte nichts von diesen Verschwörungs- und Kursdrücktheorien. Was mir die Beurteilung im Falle von Gold-Zack einigermassen schwer macht ist die Tatsache, dass hier ausnahmsweise mal ein Fall vorliegt, in dem objektiv betrachtet jemand ein deutliches Interesse an zumindestens temporär fallenden Kursen hat. Und bisher läuft für Gold-Zack (so es denn geplant wäre) alles nach "Plan", denn das Verhältnis Aktie/Wandelanleihe hat sich von rd. 1,2 zu 60 auf jetzt 0,78 zu 25 "verbessert" (knapp 60%). Den Kurssturz der Wandelanleihe auszulösen dürfte mit einigen 100T€ ohne Probleme möglich sein, insbesondere im derzeitigen Umfeld. Wenn es so wäre, dann wäre das die posive "Erklärung" für die Kursentwicklung. Die negative "Erklärung" wäre, dass sich Gold-Zack einfach auf dem Weg in die Insolvenz befindet und dieses Umtauschangebot nur "zufällig" dazwischenkam.

Grüße K1
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23.04.02 14:15:06
Gold-zack verkauft Berghave (4 Unternehmensbeteiligungen in den Niederlanden). Erlös ist ein höherer einstelliger Millionenbetrag...
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23.04.02 14:24:49
eastpark, schau mal nach Posting #51, ich habe fast das Gefühl da steht genau das drinnen ;-)
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23.04.02 15:18:54
Die Anleihe erholt sich wieder von ihren Tagestiefstständen.
Kurs aktuell 29,98. Tagesvol. akt. 466.000EUR

Ich habe es aufgeben, nach dem Sinn der Vorgänge bei GOZ zu fragen
und tröste mich damit, spätestens in 6-8 Wochen um mindestens
eine Erfahrung reicher zu sein.


Gruß
bubu
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23.04.02 15:51:25
k1

Die Veränderung des Umtauschverhältnisses ist von sehr theoretischer Natur. Wo wäre denn Dein persönlicher Break-even, bei welchem Angebot würdest Du einem Tausch zustimmen?

Wenn ich mich nicht ganz stark täusche, dann gibt es für alle Privatanleger einen solchen Break-even nicht, da uns das Risiko viel zu groß ist. Und für GOZ ist das Verhältnis auch egal, die nehmen jede Mark, die sie in Aktien tauschen können.

Mein Bauch hat bei 25 "kaufen" gerufen, mein Kopf wollte aber nicht. Es deutet nichts darauf hin, dass GOZ Anleihen aufsammelt und das muss doch einen Grund haben.

Dumme Frage, darf GOZ theoretisch die Anleihe kaufen und dann den Tausch mit sich selbst machen, um an EK heranzukommen?
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23.04.02 17:36:38
@noch-n-zocker - ich hatte eigentlich eine Antwort gepostet, scheint aber verloren gegangen zu sein. Nachher vielleicht noch mal.
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23.04.02 21:46:49
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
Und werden wir ihn wiedererkennen?
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23.04.02 21:46:51
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
Und werden wir ihn wiedererkennen?
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23.04.02 21:46:58
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
Und werden wir ihn wiedererkennen?
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23.04.02 21:47:03
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
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23.04.02 21:47:08
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
Und werden wir ihn wiedererkennen?
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23.04.02 21:47:16
Insolvenz?
Ergebnisse in 2002: 1.PCP-Deal= 26 Mill cash
2.UBIS verk.= 3Mill cash
3.Palm verk.= 3Mill cash
4.IN-Motion = 45 Mill Bilanzgewinn Altium:Kamps/Barilla = geschätzt 9 Mill
Mieteinahmen Pako= 0,5 Mill/Monat
Zur Zeit wird GOZ nur mit dem Wert der 19 Beteil. mit PCP=27 Mill und dem Aktuellen Wert von GuM-Bank = 35 Mill bewertet.Pako ,die Beteiligungen vo E-Vision,Altium,Greenfeld event.noch einige Börsennotierte Bet. ,Cash werden völlig ignoriert.
Aber eigentlich macht der Kurs der WA den aktuellen Kurs der Aktie.Was bedeutet ein Kurs von 30 für die WA und die Umwandlung in Aktie?
WA=300 Euro :Aktie/ 0,8 Euro =375 Aktien grosszügiges Angebot:400 Aktien für eine WA. Bei zu verfügung stehenden 23 Mill ergibt das die Möglichkeit 76 000 `s zurückzukaufen und in 30,6 Mill Aktien zu tauschen,was einer Kapitalerhöhung von 50% entspräche.Ausserdem entstünde ein Bilanzgewinn von 76 000 X 700 = 53 Mill Euro oder 0,6 Euro/Aktie.
Für mich ist der niedrige WA-Kurs (durch tägl. ca 600 WA´S hervorgerufen) sagen wir mal für GOZ sehr günstig.
Frage: Ob da wohl eine befreundete Bank in den letzten Monaten WA´s gesammelt hat um mit ihnen den WA-kurs in einen Ziehlkorridor zu bringen.
Also zu dem oben genannt 2002 Gewinn von ca 40 Mill in cash kommen noch 45 Mill Bilanzgewinn/In-Motion und 53 Mill aus WA-tausch.Allein vom Bargewinn hat GOZ ein KGV von 2(der heutige Deal ist noch nicht eingerechnet),die Bilanzgewinne mit eingerechnet ein KGV von 0,2.
Ach ja,fragt doch mal Insolvenzvw. alias Schwarzgeldk. und unter welchen Namen er sonst noch schreibt wieviel der täglichen Aktienumsätze von ihm und seinen Kollegen bei der Sino-Ag (Shortselling für Privatpersonen) sind.Ich gehe von 50% aus,der Rest sind Kopflose und Stoplos-verlierer.
PS. Preisfrage: Was wird aus einem Shortseller wenn mit shorten der Aktie kein Geld mehr zu verdienen ist?
Und werden wir ihn wiedererkennen?
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23.04.02 23:15:51
Auf der Homepage von Gold-Zack zu findende Aussage vom neuen (alten) Vorstandsvors.
Walther zum Umtauschangebot der WA:

"Mit dieser Finanzinnovation bieten wir Anlegern die Chance, nach der
Veränderung der Rahmenbedingungen grundlegend neu zu disponieren. Wir
ermöglichen die freie Wahl zwischen den jährlichen Zinsen mit der
Rückzahlung 2005 oder einer frühzeitigen Wandlung in die Aktie, wobei
wir eine spürbare Prämie auf den derzeitigen Börsenkurs der Anleihe aufschlagen
werden."


Ich kann nicht erkennen, wieso die WA wesentlich stärker in letzter Zeit verloren
hat als die Aktien. Auch kann ich nicht glauben, daß Gold-Zack nicht einmal mehr 40 Mio.
Euro wert sein soll (110 Mio. Euro Anleihe zu 33% Kurs). Hier findet entweder eine starke
Übertreibung statt oder eine "provozierte Unterbewertung" der WA, um so mehr Anleger zum
Tausch zu bewegen. Selbst bei einem Kurs von 50% würde der Tausch noch sowohl für die
Aktionäre (niedrigere Verschuldung, Entstehung eines Gewinns und durch bessere EK-Ausstattung
auch wieder Investitionsmöglichkeiten) als auch für die verbleibenden Anleihenbesitzer ein
gutes Geschäft sein. Mal sehen, wann dieser Punkt wieder von den Anlegern wahrgenommen wird.

Ich will nicht sagen, daß es bei Gold-Zack keinerlei Risiken gibt, doch scheint gerade noch
rechtzeitig ein Denkumkehr erfolgt zu sein und wenn mich nicht alles trügt, dann besteht durchaus
genügend Substanz, um die nächsten 12-18 Monate erfolgreich umzustrukturieren und dann vielleicht
sogar wieder in einem Konjunkturaufschwung mit etwas Börseneuphorie gut dastehen zu können.
Avatar
24.04.02 08:53:46
Gestern hatte ich mich überwunden und meinen Anteil an der Anleihe
aufgestockt. Es hat mich viel Überwindung gekostet und ich bin mir noch
nicht sicher, ob das gut war.
Aber folgende Überlegungen hatten mich dann "überzeugt" zuzugreifen.

Die Brokat-Anleihe (pleite) notiert aktuell bei rund 20EUR
Die Holzmann-Anleihe (ebenfalls pleite) notiert bei ca. 16,50

Die GOZ-Anleihe (nicht pleite) gab es gestern längere Zeit unter 30EUR.
Das Risiko im Worst Case Fall schätze ich für die nächsten
Monate auf ca. 10 EUR. Gemessen an meinen aktuellen Verlusten
und am Potential (100 EUR) war es mir eine Aufstockung Wert.
Chartmäßig hoffe ich jetzt, daß wir bei 23,50 einen Selloff hatten.
Zumindest ging es danach stetig aufwärts bis auf 33,50 im Schlußkurs.

Gruß
bubu
Avatar
24.04.02 08:57:18
504

Hattest Du uns nicht Hoffnung auf 6 Wochen Ruhe gemacht? Oder hast Du jetzt die Zeit, alles 6x zu posten :eek:
Avatar
24.04.02 12:31:42
Die Wandelanleihe zieht wieder an.
Kurs aktuell: 34,90
Volumen gering bei 89.000
Spread: 34,80 : 38,00

Die Abgabebereitschaft scheint verflogen zu sein.
Inzwischen fühle ich mich auch wieder etwas wohler.

Gruß
bubu
Avatar
24.04.02 13:09:38
Die Anleihe steigt weiter
Kurs 37,50
Volumen 104.000
Spread: 36,0 : 38,0

Damit ist auch die Frage beantwortet, weshalb GOZ nicht einfach
selbst die Anleihe zurückkauft.
Bei dem Volumen das umgesetzt wird, hätte man auf dem "günstigen" Niveau
maximal 1 - 2% des ausstehenden Volumens kaufen können.
Letztendlich also Peanuts.


Gruß
bubu
Avatar
26.04.02 10:53:06
Ist ja (toten?)still hier.

Gontard reißt weiterhin alles runter. Nachdem ich drüber geschlafen habe, werde ich doch mal bei 25 ein Limit reinlegen, vielleicht gibt`s ne zweite Chance.

Ist es denkbar, dass GOZ Forderungen an Gontard hat, oder ging die Liebe so weit denn doch nicht. Ich habe immer ein wenig Sorge, wenn sich zwei Blinde gegenseitig über die Straße helfen wollen.
Avatar
01.05.02 01:35:02
Wenn ich das richtig sehe, dann dürften nach Tilgung des Schuldscheindarlehens im Januar nur noch 129 Mio€ Verbindlichkeiten vorhanden gewesen sein, d.h. nur 18 Mio€ zusätzlich zur Wandelanleihe. Eine Restrukturierung wird natürlich mit weiteren Kosten verbunden sein, ausserdem ist G+M noch nicht verkauft. Warum aber die Aktiva nach Abschreibungen am 31.12.01 aus Sicht der Anleihegläubiger statt mit rd. 200 Mio€ (je nach Höhe der RAPS etc. und Aktivaabgang aus dem Schuldscheindarlehen) aktuell nur mit rd. 40 Mio€ (Basis Kurs der Anleihe rd. 30) bewertet werden erschliesst sich mir nicht. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen, erst recht nicht bei Gold-Zack...

Grüße K1


Gold-Zack strebt für 2002 ausgeglichenes Ergebnis an

Mettmann (vwd) - Die Gold-Zack AG, Mettmann, strebt für das laufende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis an. Wie das MDAX-Unternehmen am Dienstagabend mitteilte, wird 2002 noch durch Restrukturierungsmaßnahmen bestimmt sein. Gold-Zack werde sich von seinen Randaktivitäten trennen und auf die Geschäftsfelder Principal Investments, Mittelstandsfinanzierung sowie Investmentbanking konzentrieren. Das Unternehmen wies im Konzern für 2001 einen Fehlbetrag von 207,6 Mio EUR aus und blieb damit unter dem Ende März gemeldeten vorläufigen Verlust von 215 Mio EUR. Im Jahr 2000 war ein Überschuss von 98,79 Mio EUR erwirtschaftet worden.

Überwiegend ging der Verlust laut Gold-Zack auf Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Wertpapiere sowie Risikovorsorgen von insgesamt 200 Mio EUR zurück. Überdies sei der Umsatz marktbedingt und durch die Entkonsolidierung von der Altium Capital Gruppe sowie der Greenfield Capital Partners auf 4,8 (40,7) Mio EUR zurückgegangen. Wegfallende langfristige Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit genannten Entkonsolidierungen sowie der Rückkauf von elf Prozent an der ausstehenden Wandelanleihe hätten die Verbindlichkeiten im Konzern um 56,7 Mio EUR auf 169,1 Mio EUR per Jahresende gesenkt.

Im Januar 2002 habe Gold-Zack ein Schuldscheindarlehen getilgt, wodurch sich die Verbindlichkeiten erneut um weitere 40 Mio EUR verringert hätten.

vwd/12/30.4.2002/rio

TABELLE/Gold-Zack AG - Gesamtjahr 2001
Gesamtjahr (31.12.) 2001 2000

Konzern:

Umsatz 4,8 40,7
Personalaufwand 10,9 27,7
sonst. Betriebsaufwand 86,1 63,0
Zinsaufwand 11,3 2,6
Gewinne im Beteiligungsgeschäft 24,8 186,3
Erg gew Geschäft (207,9) 100,6
Nettoergebnis (207,6) k. A.


Gold-Zack AG:

Erg gew Geschäft (202,6) k. A.
Nettoergebnis (203,2) k. A.

- Alle Angaben in Mio EUR.
- Verluste stehen in Klammern.
- k. A. = keine Angabe.
Avatar
02.05.02 10:43:34
Achtung, Achtung! Hier eine dringende Warnmeldung für Anleger im Großraum Gold-Zack.

Der Seuchenvogel Noch-n-zocker hat soeben die WA gekauft. Die Anleger werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, wir melden uns, wenn die Gefahr vorüber ist.
Avatar
02.05.02 10:53:17
@noch-n-zocker

"soeben" gekauft?
Letzter Kauf war um 9:46, also vor gut einer Stunde!

Müßte deine Meldung nicht "adhoc", also unverzüglich rauskommen? *lol

Gruß
bubu
Avatar
02.05.02 11:08:50
Im Sendegebiet von WDR 2 werden Warnmeldungen traditionell FRÜHESTENS nach einer Stunde rausgegeben :)
Avatar
02.05.02 11:11:57
Na denn man lous

wenn die Angst nicht so groß wäre, würd ich ja auch noch
Nachfassen.
Mein Verstand sagt: sicheres Geschäft
Mein Bauch sagt: lass die Finger davon

Nun bleibe ich bei meiner Position und werde weder
weiter zukaufen noch abgeben.
Dein Kaufvolumen war leider nicht groß genug, um den Wert
nach oben zu ziehen.
Wie wäre es mit nem weiteren Kauf, sagen wir über 100k?

Gruß
bubu
Avatar
02.05.02 13:05:51
bubu

wenn ich kaufe, fallen die Kurse anschliessend meist um ca. 30% :(

Daraus ergibt sich ein Kursziel von 22. Auf diesem Niveau können wir dann über die 100k sprechen. Warten wir einfach mal ab, wie das Umtauschangebot aussieht. Wenn keiner tauscht und Gontard nicht verkauft werden kann, wird das mit der Liquidität zum Jahresende hin eng, aber eine Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit scheint im Kurs schon eingepreist zu sein.
Avatar
02.05.02 13:34:23
@n-n-z

#75 - habe meinen Bestand vorsichtshalber schon mal auf 0 abgeschrieben ;-)

Allerdings fallen die Kurse widererwarten nicht, sondern steigen sogar leicht, es passieren halt noch Zeichen und Wunder ;-)

Die AG und Konzernbilanz in Kurzform ist übrigens bei Gold-Zack zum Download verfügbar.

Grüße K1
Avatar
02.05.02 19:04:21
Aus einem FAQ von Gold-Zack:

------------------------------------------------------------------------

Wann wird den Inhabern der Wandelanleihe ein konkretes Angebot mit den Konditionen und Bedingungen zum Umtausch der Wandelanleihe unterbreitet?

Die Gold-Zack AG ist verpflichtet, nach der am 19.04.2002 herausgegebenen Ad Hoc-Meldung zum Umtausch der Wandelanleihe innerhalb eines Zeitraumes von 4 Wochen ein Angebot zu erstellen, welches die konkreten Bestimmungen und Bedingungen, wie zum Beispiel Umtauschverhältnis und Zeitplan enthält.

Diese Angebotsunterlage wird von Gold-Zack spätestens nach Ablauf dieser 4 Wochen an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWE) zur Prüfung überreicht. Das BAWE hat daraufhin 10 Tage Zeit, dieses Angebot zu prüfen und zu entscheiden, ob Gold-Zack dieses in der vorgelegten Form den Inhabern der Wandelschuldverschreibungen unterbreiten darf.

Das heißt, dass wir, vorbehaltlich einer Genehmigung des BAWE, spätestens Anfang Juni 2002 den Inhabern ein freiwilliges öffentliches Angebot unterbreiten werden.

(30. April 2002)


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Wie ist die Umtauschrelation der Wandelanleihe, das heißt, wie viele Gold-Zack Aktien erhalte ich für eine Wandelanleihe?

Es ist geplant, allen Inhabern der € 111,5 Mio. 7,00 % Gold-Zack AG Wandelschuldverschreibung 2000/2005 anzubieten, die Anleihe gegen junge Aktien der Gold-Zack AG zu tauschen. Hierfür stehen maximal 23 Mio. Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 € aus dem genehmigten Kapital zur Verfügung. Sollte die Nachfrage auf der Basis der noch zu bestimmenden Umtauschrelation die Zahl der verfügbaren Aktien übersteigen, erfolgt eine Zuteilung nach Quote.

Die Umtauschrelation steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest und wird entsprechend unserer Antwort auf die in Frage 1 genannten Fristen in einem freiwilligen öffentlichen Angebot bekannt gegeben.

(30. April 2002)



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Welche Vorteile ergeben sich aus diesem Angebot für die Inhaber der Wandelschuldverschreibung aus Sicht von Gold-Zack?

Mit dieser Finanzinnovation bieten wir Anlegern die Chance, ihr Engagement in der Gold-Zack Wandelschuldverschreibung zu überdenken und sich ggf. neu zu positionieren. Wir ermöglichen die freie Wahl zwischen den jährlichen Zinsen mit der Rückzahlung in 2005 bzw. die Wandlung in Aktien der Gold-Zack AG ab 2003 gemäß den bereits bekannten Anleihebedingungen oder die Wahrnehmung des Umtauschangebotes der Gold-Zack AG.

(30. April 2002)


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Welche Vorteile ergeben sich aus diesem Angebot für die Gold-Zack AG selbst?

Mit dieser Kapitalmaßnahme wird es Gold-Zack ermöglicht, seine Eigenkapitalbasis nach dem hohen Vorjahresverlust wieder zu erhöhen.


Zudem wird dadurch eine Entlastung der Kostenseite erzielt, denn der Umtausch hätte den Vorteil, dass die Zinslast, die bei dem noch ausstehenden Anleihevolumen bei rund 7,8 Mio. € jährlich liegt, spürbar und dauerhaft reduziert werden würde.

(30. April 2002)


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Was sollte den Inhaber einer Wandelschuldverschreibung veranlassen, das sichere Papier gegen eine volatile Aktie zu tauschen?

In der Vergangenheit hatte die geringe Liquidität der Wandelschuldverschreibung zur Folge, dass Inhaber der Wandelanleihe bei einem beabsichtigten Verkauf hohe Kursrückgänge in Kauf nehmen mussten bzw. ihren Verkauf nicht durchführen konnten. Durch das beabsichtigte Umtauschangebot erhalten die Inhaber der Wandelanleihe die Möglichkeit, ihr illiquides Wertpapier in ein liquideres Wertpapier zu tauschen.

(30. April 2002)


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Sie bevorzugen mit diesem Angebot die Inhaber der Wandelschuldverschreibung vor den Aktionären der Gold-Zack AG. Die Aktionäre haben hierdurch Nachteile, weil durch diese Kapitalmaßnahme ein noch schwächerer Kurs zustande kommen wird. Wir erklären Sie dieses gegenüber den Aktionären, die keine Wandelanleihen besitzen?

Dieses ist insofern nicht ganz richtig, da es bereits ein bedingtes Kapital für den Umtausch der Wandelschuldverschreibung gibt, allerdings ist richtig, dass dieses bedingte Kapital auf der Basis eines höheren Umtauschkurses basiert als der, den wir anbieten werden. Man muss jedoch in diesem Zusammenhang auch betrachten, welche substanzfördernde Maßnahme, insbesondere auch der Abbau von zukünftigen Zinsbelastungen, sich für die Gold-Zack AG als auch deren Aktionäre ergibt.

(30. April 2002)


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Was passiert mit Gold-Zack, wenn die Inhaber auf das Umtauschangebot nicht eingehen und dadurch die Eigenkapitalbasis nicht verbessert wird?

Hierdurch wird es keinerlei Änderungen geben. Dann steht die Wandelanleihe im Jahr 2005 entweder zur Rückzahlung oder gemäß der Anleihebedingungen ab 2003 zum Tausch an.

(30. April 2002)


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Was sollte einen Inhaber der Wandelanleihe zu den derzeitigen Kursen veranlassen, diese zu verkaufen, wenn er dafür zwar den aktuellen Kurs plus Aufschlag erhält, aber er im Jahre 2005 100 % zzgl. jährlicher Verzinsung erhält?

Diese ist eine grundsätzliche Frage, die jeder einzelne Investor für sich beantworten muss. Bei der Wandelschuldverschreibung handelt es sich zwar um ein festverzinsliches Anlagepapier, aber dennoch ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der geringen Liquidität dieses Wertpapiers die Veräußerung unter Umständen schwierig ist und mit hohen Kursverlusten einhergehen kann. Durch den Umtausch in die Aktie der Gold-Zack AG erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, den Verkauf des Wertpapiers zügig und ohne größere Kursrückgänge durchzuführen.

(30. April 2002)
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03.05.02 08:31:15
@alle

Die Deproma Sechundzwanzigste Vermögensverwaltung AG, unterbreitet den Aktionären der GZ ein Übernahmeangebot von 3 Euro pro auf den Inhaber lautende Stückaktie. Das teilt das von der IPC Holdings Ltd gehaltene Unternehmen mit.

Eigene Recherche: IPC Holdings Ltd wird an der Nasdaq notiert und hat eine Marktkapitalisierung von ca. 1,63 Mrd. US$. Eine Beurteilung der Ernsthaftigkeit des Angebots ist leider nicht möglich. Auch kann ich nicht beurteilen, ob dies nur ein "Gerücht" ist....

Grüße Eastpark
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03.05.02 08:43:07
Bei Lang&Schwarz steht der Kurs vorbörslich bei
0,90 / 1,90
Wo hast du die Infos mit dem Übernahmeangebot her ????
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03.05.02 08:51:32
@ honigbär

öffentliche Quelle - Inhalt leider nicht prüfbar auf Seriosität ...

Eastpark
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03.05.02 09:14:37
SOOOO öffentlich kann die Quelle nicht sein, sonst könnte man sie ja nennen. Aber wenn`s dem Kurs hilft :)
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03.05.02 09:57:13
@noch-n-zocker

steht in VWD und dpa Meldungen.

Also ist natürlich ganz angenehm für Onkel Walther, dass die Aktie so schön abrauscht (Quote Wandelanleihe <> Aktie!), aber das traue ich nicht mal ihm zu, dass er das inszeniert hat.

Nach meinem Wissensstand müssen solche Übernahmeangebote auch in entsprechender Form veröffentlicht werden (WpÜG), was bisher nicht geschehen ist. Ein ernsthafter Bieter sollte das eigentlich zustande bringen ...

Grüße K1
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03.05.02 10:02:56
Gold-Zack weiß nichts von Übernahme - `Kennen weder Bieter noch Angebot`
METTMANN (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Gold-Zack kann keine Details zu einem möglichen Übernahmeangebot durch den Rückversicherer IPC Holdings nennen. "Wir kennen weder Bieter noch ein Angebot. Dies gilt auch für den größten Aktionär, die Familie Walther", sagte eine Sprecherin der im MDAX notierten Gold-Zack der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag. Zuvor hatte die zur IPC gehörenden Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG in einer Pflichtmitteilung erklärt, sie wolle den Gold-Zack-Aktionären drei Euro pro Anteilsschein bieten.
Die Aktien von Gold-Zack gehören zu 37,6 Prozent der Familie Walther und zu 18,19 Prozent den Angestellten und Management. Die restlichen 44,21 Prozent befinden sich im Streubesitz. Im vergangenen Jahr war das Papier infolge der Kapitalmarktkrise deutlich gefallen und fiel zuletzt sogar unter die Marke von einem Euro. Am Freitag verdoppelte sich der Wert der Papiere nahezu, bevor er wieder etwas zurückfiel.
Die Gold-Zack AG (Mettmann) hatte sich vom Strumpfbandhersteller zu einer Emissions- und Risikokapitalgesellschaft gewandelt. Das Unternehmen steigt bei Firmen ein, die später mit Gewinn an die Börse gebracht werden sollen. IPC Holdings ist eine Rückversicherungsgesellschaft mit Sitz auf den Bermudas./zb/tw
info@dpa-AFX.de
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03.05.02 10:23:52
Achtung, Achtung! Hier eine Entwarnung für Anleger im Großraum Gold-Zack.

Der Seuchenvogel Noch-n-zocker hat soeben das Gebiet WA wieder verlassen. Wir danken den Agenturen VWD und DPA für die freundliche Unterstützung.
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03.05.02 10:36:27
k1

Egal, wer`s inszeniert hat und vielleicht noch weiter inszeniert, die Sache ist einfach faul. Mag gut sein, dass GOZ und Walther nur der Spielball sind, aber so ein Sch... passiert auch nur Firmen, die am Boden liegen und sich nicht mehr wehren können.

Parallelen zu Kim S. und LBUY sind rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt :)
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03.05.02 10:38:28
@noch-n-zocker

Respekt, wirklich gutes Timing und eine zeitlich verdammt genau passende dpa bzw. vwd Meldung

Gruß
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03.05.02 11:38:32
baenker

"eine zeitlich verdammt genau passende dpa bzw. vwd Meldung"


Stimmt, hätte ich nicht besser machen können :). Hätte ich nur auf bubu gehört, wegen der weiteren 100k :cry:
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03.05.02 13:21:05
Trifft eigentlich die Nachrichtenagenturen eine Mitschuld, wenn die solch offensichtlichen Unfug verbreiten?



Frankfurt, 03. Mai (Reuters) - Eine zweifelhafte Mitteilung über ein angebliches Übernahmeangebot an die Beteiligungsgesellschaft Gold-Zack<GOZGn.DE> hat am Freitag für Verwirrung an den Börsen gesorgt und den Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um 86 Prozent in die Höhe getrieben.
Ein Unternehmen mit dem angeblichen Namen Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG hatte mitgeteilt, ein Übernahmeangebot für Gold-Zack abgeben zu wollen. Gold-Zack erklärte jedoch umgehend, von einem Angebot sei nichts bekannt. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) teilte auf Anfrage mit, dass derzeit keine Entscheidung für ein Übernahmeangebot an die Gold-Zack AG veröffentlicht sei, wie es nach dem Übernahmegesetz notwendig wäre. An der Börse sprang der Kurs der Gold-Zack-Aktie am Morgen bei hohen Umsätzen in die Höhe, bis zum Mittag ging er dann aber auf 0,84 Euro und damit nahezu auf den Vortagesschluss von 0,80 Euro zurück.

GOLD-ZACK - LAGE IST NOCH UNAUSGEGOREN
In der Mitteilung hatte es geheißen, die Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG gehöre zur US-Gesellschaft IPC Holdings<IPCR.O> und wolle den Aktionären der Gold-Zack AG ein öffentliches Übernahmeangebot für drei Euro je Aktie machen. Die Mitteilung wurde per E-Mail mit einer Absenderadresse bei einem der jedem zugänglichen großen Internet-Portale verschickt. Eine Stellungnahme des an der US-Börse Nasdaq gelisteten Unternehmens IPC Holdings war zunächst nicht zu erhalten.
Eine Sprecherin des BAFin sagte: "Solche Entscheidungen veröffentlicht das BAFin auf seiner Website www.bafin.de im Sektor Wertpapieraufsicht". Dort sei derzeit aber kein entsprechender Eintrag vorhanden.
Ein Gold-Zack-Sprecher sagte, die Lage sei unausgegoren. "Wir haben noch keine Erkenntnisse, was da genau passiert ist", sagte er. Aus diesem Grund wollte er sich auch noch nicht zu möglichen juristischen Schritten äußern.
Der Kurs der Gold-Zack-Aktie war in Reaktion auf die Mitteilung zeitweise um 86 Prozent nach oben geschossen. Es wurden bis zum Mittag mehr als 1,4 Millionen Aktien gehandelt. Im Handelsverlauf normalisierte sich der Kurs wieder.

GERICHT: FIRMA DIESES NAMENS NICHT IM HANDELSREGISTER
In der dubiosen Mitteilung war als Sitz der Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG Berlin angegeben worden. Eine Firma mit diesem Namen ist nach Angaben des Amtsgerichts Berlin aber nicht im Handelsregister eingetragen. Auch ein Telefonanschluss war nicht ausfindig zu machen. In der Mitteilung war für die angebliche Gesellschaft eine Handelsregister-Nummer angegeben, die nach Angaben des Gerichts jedoch der Berliner Deproma AG zuzuordnen ist.
Die Deproma AG, nach eigenen Angaben ein Projektentwickler für Großimmobilien, teilte mit, die Firma habe weder Gold-Zack ein Übernahmeangebot unterbreitet noch gehöre das Unternehmen zu der US-Gesellschaft IPC Holdings Ltd. "Da treibt einer Schindluder mit unserer Handelsregisternummer, wir sind ein Projektentwickler für Großimmobilien und haben mit Vermögensverwaltung nichts zu tun", sagte Klaus Grabowski, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Grabowski kündigte an, er wolle die Staatsanwaltschaft einschalten.

HÄNDLER - OFFENSICHTLICH EINE TOTALE FÄLSCHUNG
Händler werteten das angebliche Angebot als eine Fälschung. "Es ist nun offensichtlich, dass das eine totale Fälschung ist", sagte Ingo Nix, Aktienhändler bei UBS Private Banking Deutschland. "Das Unternehmen weiß nichts davon und die Aufsichtsbehörde auch nicht." Dass der Aktienkurs wieder zurückkomme, sei ein Zeichen dafür, dass der Markt realisiere, dass an der Mitteilung nichts dran sei. "Wer immer das gestartet hat: ich hoffe, dass er bestraft wird", sagte der Händler weiter.
fun/ked/mab


Friday, 3 May 2002 12:44:08
RTRS [nL03513698]
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06.05.02 09:27:21
Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Kurs-Verlauf der Gold-Zack WA und den immer größer werdenden Problemen bei Gontard?

Frankfurt, 03. Mai (Reuters) - Die traditionsreiche Frankfurter Gontard & Metallbank<GMBG.DE> hat bei ihren Sanierungsbemühungen einen weiteren herben Rückschlag erlitten.
Das Grundkapital des Instituts sei zu mehr als 50 Prozent aufgebraucht, teilte die Bank am Freitagabend nach Börsenschluss mit. Die Bank werde nach den Vorgaben des Aktiengesetzes für Juni eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Die Aufsichtsbehörden seien ebenfalls bereits informiert, sagte Gontard-Sprecher Patrick Kiss.
Zusätzlich zu dem früher genannten Wertberichtigungsbedarf von 25 Millionen Euro sei weiterer Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 19,7 Millionen Euro entstanden, sagte Kiss auf Anfrage. Es seien weitere Kursrückgänge bei den als Sicherheiten für die Kredite hinterlegten Wertpapieren eingetreten. Die Risikokosten im Kreditgeschäft beliefen sich den Angaben zufolge für den Zeitraum vom 1. Oktober 2001 bis 31. März 2002 auf 39,7 Millionen Euro. Beim Vorsteuerergebnis weise die Bank einen Fehlbetrag von 44,8 Millionen Euro aus, nach einem Vorsteuergewinn von 0,6 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Ergebnis belastend hätten sich allerdings nicht nur die Risikokosten ausgewirkt, sagte Kiss weiter. Das operative Ergebnis weise im genannten Zeitraum ein Minus von 9,2 Millionen Euro aus.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres hatte die Bank noch ein Plus von 4,1 Millionen Euro ausgewiesen. "Der Januar war okay, der Februar ausgeglichen. Im März sind wir deutlich ins Minus gerutscht", sagte Kiss. Die detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal will die Bank am Montag bekannt geben.
Zu den Bemühungen der Bank, einen neuen Partner zu finden, der das Überleben langfristig sicherstellen könnte, bekräftigte Kiss: "Wir sind zuversichtlich, einen Partner zu finden". Um laufende Gespräche nicht zu gefährden, wolle er aber keine Details nennen. Die Bank hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, mit vier Interessenten in Verhandlungen über einen Einstieg zu stehen. Ziel der Verhandlungen von Gontard mit einem möglichen Partner ist es früheren Angaben zufolge, eine Kapitalerhöhung im Aktiennennwert von 24,6 Millionen Euro bei einem strategischen Investor zu platzieren.
Die Gontard & Metallbank war bereits im vergangenen Jahr auf Grund des schwachen Marktumfeldes vor allem am Neuen Markt in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Bank hatte im Geschäftsjahr 2000/2001 einen Fehlbetrag von 70 Millionen Euro erlitten. Auf der Hauptversammlung der Bank hatte sich der Vorstand harschen Angriffen der Aktionäre wegen vermeintlicher Management-Fehler ausgesetzt gesehen.
fun/rkr/rbo


Friday, 3 May 2002 22:27:43
RTRS [nL03100121]
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06.05.02 15:54:26
Mit der üblichen einstündigen Verzögerung kann ich vermelden, dass ich wieder im Boot sitze :)

An den Überlegungen von K1 aus #74 ist viel dran, im aktuellen Kurs ist die katastrophale Performance eingepreist.

GOZ hat GMB noch mit 18 Mio. € in der Bilanz stehen und im Februar haben sie nochmal 7 Mio.€ gutes Geld dem schlechten hinterhergeworfen.

Weitere aktuelle Horrormeldungen habe ich nicht gesehen, die sich abzeichnende Pleite von Knorr ist für das VC-Segment natürlich nicht hilfreich. Aber für die WA-Inhaber wäre eine Insolvenz von GOZ nicht das Schlechteste, auch wenn es kurzfristig den Kurs der WA noch mal belasten könnte.
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06.05.02 17:03:48
@n-n-z

wenn das so ist, hab ich jetzt auch mal eine Limit-Order
eingestellt und bin bereit, meinen Bestand zu vergrößern.

Mal sehn, ob mir jemand was abgibt.

Gruß
bubu
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06.05.02 17:22:30
@n-n-z, deine Annahme, eine Insolvenz von goz wäre für die Anleihegläubiger gar nicht mal so schlecht, ist aus meiner Sicht ein echter Irrtum. Du (ich übrigens auch) kannst zwar Deine Forderungen aus der WA dann mit 100% zur Tabelle anmelden.
Zwei Nachteile hast Du aber übersehen:
Zum einen die Quote. Ein Insolvenzverfahren kostet in der Regel richtig Geld und sooo viele tolle Vermögensgegenstände, die kurzfristig zu Geld gemacht werden könnten, hat goz ja nun wirklich nicht. Also würde auf Teufel komm raus verramscht werden, dazu kommen die Vergütungsansprüche des Insolvenzverwalters, des Verwerters etc. pp. (die werden als Masseverbindlichkeiten alle vor uns Anleihegläubigern befriedigt). Rechne realistisch im optimalen Fall mal mit einer Quote von 25% auf Deine Forderung von 100%, bleibt also selbst dann ein Verlust, wenn Du für 30% kaufst.
Zweitens dauert ein Insolvenzverfahren oft Jahre (Dauerschuldverhältnisse, Abwicklungen etc.) Du musst also auch noch einen Zinsverlust hinnehmen - ganz zu schweigen davon, dass Du Deine Forderungen aus der Wandelanleihe im Insolvenzfall wohl gar nicht mehr an einen anderen verkaufen könntest.
Also, eine Menge Unsicherheiten. Ich persönlich hoffe, dass eine Insolvenz vermieden werden kann und das Umtauschangebot so ausgestaltet wird, dass es auch von jemandem angenommen wird.

FS
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06.05.02 17:23:26
Am 13.05 ist BPK. Bin mal gespannt, ob dort Fragen zum Beteiligungsportfolio gestellt und beantwortet werden.
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06.05.02 17:42:58
@Fettsack

"ganz zu schweigen davon, dass Du Deine Forderungen aus der Wandelanleihe im Insolvenzfall wohl gar nicht mehr an einen anderen verkaufen könntest."

Wenn auch nur ein Mindestmass an Interesse vorhanden ist dürfte irgendein Freimakler die Anleihe aufnehmen. Da habe ich eigentlich keine Bedenken.

Wichtig für GOZ ist, die laufenden Kosten rasch und drastisch zu senken um mit der noch vorhandenen Liquidität möglichst lange auszukommen. So Flopps wie bei GuM dürfen dabei natürlich nicht wieder vorkommen, ist mir rätselhaft, wie man einem L. Mark bei der KE nochmals 8Mio€ in die Hand drücken kann. Der Typ hätte schon zehnmal abgelöst gehört, von Risikomanagement etc. hat der doch keinerlei Ahnung. In meiner persönlichen Rechnung ist GuM sowieso mit einer 0 berücksichtigt.

Grüße K1
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06.05.02 17:45:00
Seit 40 Minuten steht mein Geldkurs bei 32

Hat keiner Lust für nen Wagemutigen was herzugeben?
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06.05.02 17:48:46
Noch eine Frage zur GUM

Von wem kommen eigentlich die Sicherheiten, die jetzt wertlos
geworden sind?
Einzelne Anleger, Firmen, Profizocker?
Ist denn da sonst nichts mehr zu holen über die beliehenden Werte hinaus?

bubu
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06.05.02 18:57:00
Ich finde, Herr Walther sollte mit gutem Beispiel vorangehen und Gold-Zack Aktien aus einer Kapitalerhöhung zu 1 Euro zeichnen!! Wäre auch gut für das Umtauschangebot der Wandelanleihe und damit für den Fortbestand von Gold-Zack!
Was meint Ihr? Hat jemand Kontakt zu Herrn Walther?
Gruß Eastpark
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07.05.02 09:04:04
bubu

Da hast Du ja noch mal Glück gehabt :)

Ich hab doch gesagt, Kursziel nach meinem Kauf sind die 22.
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07.05.02 09:15:28
Fettsack

Meiner Ansicht nach ist GOZ eine Geldvernichtungsmaschine und die Spekulation ist, dass der Recovery Value der WA höher ist als der aktuelle Kurs. An eine normale Rückzahlung zu 100 glaube ich nicht.

Je früher die Geldvernichtung gestoppt wird, desto besser. Wenn das durch eine Übernahme geschieht, ist mir es auch lieber, aber in meiner Rechnung ist die Insolvenz mit über 50% Wahrscheinlichkeit gewichtet.

Bubu
Hinter den Krediten verbergen sich bestimmt etliche menschliche Schicksale. Und wer jetzt immer noch auf Kredit am NM engagiert ist, der wird wohl nicht mehr viele pfändbare Assets haben. Wie sich aber so schnell so hohe Forderungsausfallrisiken aufbauen können, ohne dass die Bank vorher die Reissleine zieht, ist mir schleierhaft. Viele Anleger sind wahrscheinlich so konsterniert, dass sie zu eigenem Handeln nicht mehr fähig sind und da ist die Bank in der Pflicht, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Ich war vor vielen Jahren mal in so einer Situation, wo der Banker mich "retten" mußte, weil ich nicht die Kraft hatte, meine Verluste zu realisieren.
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07.05.02 11:06:46
@n-n-z

jep, jetzt bin ich glatt dankbar, daß mir gestern niemand
zu 32 verkaufen wollte.
Überlege mir gerade, auf aktuellem Niveau jetzt nachzufassen.
Andererseits hab ich ja schon einiges, und damit mußte ich
über Nacht schon wieder heftig bluten.

Zu den "Einzelschicksalen".
Ich habe mir folgendes überlegt. Angenommen es sind "Einzelschicksale"
mit z.B. Volumina um 100 TEUR, dann besteht ja noch eine Chance,
daß man dieses verlorene Geld durch echte körperliche Arbeit
wieder redselig verdient oder aber z.B. Haus, Auto, etc. verkauft
um seine Schuld zu begleichen.
Wenn es aber Einzelschicksale mit Millionensummen sind, dann wirds
vermutlich schwieriger für Gontard, da wieder eine angemessene
Quote zu sehen.


GOZ als Aktie werde ich bis auf weiteres nicht anfassen.
Wenn ich an all diejenigen denke, die zuletzt bei 0,80 rein sind
oder gar diejenigen, die am Freitag fast 1,50 hingelegt haben,
dann kann es einem schon Leid tun.
Und da die Aktie inzwischen schon chronisch fällt, werde ich
auch keinen "Insolvenz-Zock" wagen.

Gruß
bubu
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07.05.02 13:33:32
@n-n-z

hätte auf dein Kursziel hören sollen.
Bin vorhin nochmals rein und habe glatt zuviel bezahlt.

Nun muß ich mich mit dem Spruch "das Glück ist mit den Dummen" trösten
oder vielleicht doch nicht?

Gruß
bubu
Avatar
07.05.02 14:40:37
Die GMB hat wohl ihren geschaetzten Kunden mit unseren Lieblingen allersolideste Wertpapiere angedreht. Hoffentlich werden die nicht (weiter) liquidiert, sonst wird es wirklich guenstig:


Kreise - Wohl weitere Wertberichtigungen bei Gontard

Frankfurt, 07. Mai (Reuters) - Die finanziell angeschlagene Gontard & Metallbank (Xetra: 589050.DE - Nachrichten - Forum) wird nach Informationen aus Bankenkreisen wahrscheinlich einen weiteren Eigenkapitalverlust durch Wertberichtigungen auf als Sicherheiten hinterlegte Wertpapiere hinnehmen müssen. "Man kann von weiteren
Wertberichtigungen ausgehen", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen.
Bereits am vergangenen Freitag hatte die Frankfurter Traditionsbank bekannt gegeben, dass mehr als die Hälfte ihres Grundkapitals aufgezehrt sei. Als Grund waren anhaltende Kursrückgänge bei den als Sicherheiten für Kredite hinterlegten Wertpapieren genannt worden. Daraufhin hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) am Montagabend ein Moratorium nach dem Kreditwesengesetz über die Bank verhängt und das Institut vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossen.


KREISE - GOLD-ZACK-PAPIERE ALS SICHERHEITEN HINTERLEGT

Grund für die erwartete weitere Wertberichtigung sind nach Angaben aus den Kreisen wiederum Kursrückgänge von Wertpapieren. So seien für Kredite unter anderem Aktien und Wandelanleihen des derzeitigen Gontard-Großaktionärs Gold-Zack hinterlegt. Die Gold-Zack-Aktie gab am Dienstagvormittag zeitweise um mehr als 25 Prozent bis auf 0,53 Euro nach. Für die Wandelanleihe will Gold-Zack bis Ende Mai ein Umtauschangebot in junge Aktien vorlegen, um damit seine Eigenkapitalbasis zu stärken und die Schulden zu senken.

Ein Gontard-Sprecher gab am Dienstag keinen Kommentar zu weiteren Wertberichtigungen und einer möglichen Unterlegung von Krediten mit Gold-Zack-Wertpapieren ab.

KREDITUNTERLEGUNG MIT WERTPAPIEREN IST ÜBLICH

Kredite mit Wertpapieren zu unterlegen ist nach Angaben des BAFin und der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SDK) ein legitimes und gebräuchliches Mittel zur Kreditbesicherung. Verliere die hinterlegte Aktie an Wert, verlange die Bank einen Nachschuss. Könne der Kreditnehmer diesen nicht mehr leisten, müsse der Kredit von der Bank glatt gestellt werden.

"Bei Gontard frisst diese Entwicklung jetzt das Eigenkapital auf", sagte am Dienstag ein Analyst. "Die einzige Chance, wie sie da raus kommen können, ist ein finanzkräftiger Investor, der die Bank in ihrem Kern für gesund hält und bereit ist, die Kreditrisikokosten zu tragen." Den vom Gontard-Vorstand angedachten Verkauf des Kreditgeschäfts hält der Analyst für eine weniger wahrscheinliche Lösung: "Ich denke, es wird im Zweifelsfall schwieriger sein, die Kredite zu verkaufen als die ganze Bank." Ob Gontard allerdings einen Investor finden werde, ließ der Experte beim gegenwärtigen Stand der Entwicklung offen.

Nach der BAFin-Entscheidung hatte Gontard am Montagabend mitgeteilt, das Moratorium eröffne der Bank die Möglichkeit, den eingeschlagenen Sanierungskurs fortzusetzen. Man suche weiter nach einem neuen Partner, der das Überleben ermögliche, sagte ein Sprecher. Außerdem plane der Vorstand in Abstimmung mit dem Einlagensicherungsfonds, das Kreditgeschäft der Bank komplett zu verkaufen. Der Personalbestand solle ebenfalls deutlich verringert werden. Der Gontard-Aktienkurs brach am Dienstag in Reaktion auf die jüngste Entwicklung dennoch zeitweise um weitere knapp 43 Prozent auf 0,20 Euro ein.

http://de.biz.yahoo.com/020507/71/2r8fd.html

Tschoe, Istanbul.
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07.05.02 14:50:22
Genau das meinte ich in #92. Mist, hätte ich mal mehr Vertrauen in meine hellseherischen Fähigkeiten gehabt :)

Da Gontard mit einem Handlungsverbot belegt wurde, können das heute eigentlich keine Verkäufe von Gontard sein, sondern nur Frontrunner und Insider. Wenn dann die eigentliche Welle an Zwangsverkäufen kommt, ist jeder Kurs denkbar. Ich sollte mein Limit wohl noch mal überdenken.

Andererseits ist es gut, den Grund zu kennen. Der hat mit GOZ nur indirekt zu tun, der Kursverlust läßt also nicht auf weitere Leichen im Hause GOZ schliessen.
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07.05.02 17:19:30
Um was für Volumen geht es eigentlich da?
Da müßten ja Millionen-Stückzahlen an Goldzack bei
Gontard beliehen worden sein von Leuten, die außer GOZ
(fast) nichts anderes im Depot haben damit selbst bei einer
100%igen Depotliquidierung der Effektenkredit nicht vollst.
zurückgefahren werden kann.

Kann`s mir irgendwie nicht ganz erklären, woher diese Krise
mit den Lombardkrediten kommt (und zwar so "plötzlich").


Noch eine Frage an nnz:
Kommen diese Zwangsexekutionen nicht automatisch, z.B. nach
einer angemessenen Frist.
Du sagst, daß die Verkäufe (heute) nicht von Gontard kommen können,
müßten diese nicht schon weitgehend durch sein?
Eben in den vergangenen Wochen, als die Beleihung einzelner
Positionen nicht mehr tragbar war?


Gruß
bubu
Avatar
07.05.02 17:24:24
Noch eine weitere Frage

kann es sein, daß GOZ-Walter anstatt wohlhabend und versorgt
möglicherweise in der Schuldenfalle sitzt?
Keine Unterstellung, lediglich eine (naive) Frage.

Gruß
bubu
Avatar
07.05.02 17:44:17
bubu

Über die plötzlich auftretenden notleidenden Kredite habe ich mich in #103 ja auch gewundert. Ich habe mich mit Gontard nie befaßt, deshalb kann ich nur vermuten, dass die in einem Interessenkonflikt waren, der Ihnen das Genick gebrochen hat. Um zu Überleben mußte der NM wieder auf die Beine kommen und wenn sie die depots ihrer Kunden zwangsweise liquidiert hätten, dann hätten sie sich den Ast abgesägt, auf dem sie sitzen.

Ich habe die starke Vermutung, dass Herr Mark gegen einige Auflagen des BAKred verstoßen hat und es noch viel Ärger zwischen Kunde und Bank geben wird. Bei der Schmidt-Bank war es ja ähnlich, die waren auch zu gutmütig und haben zu lange zu viele Kredite gewährt. Wenn man sich die aktuellen Diskussionen um Kirch un die Kreditvergabepraxix der Banken anschaut sieht man aber auch, dass die Banken sich auf dünnem Eis bewegen. Kündigen sie die Kredite zu früh, sind sie genausogut die Dummen.
Avatar
07.05.02 18:15:08
Eieiei, ist doch schon ein Sauladen. Den GOZern ist zuzutrauen, dass sie auch noch Sichteinlagen bei GuM hatten.

Grüße K1

Gold-Zack berät über Lage bei Gontard & Metallbank
Düsseldorf (vwd) - Die defizitäre Gold-Zack AG, Mettmann, kann die Folgen des neuerlichen Wertberichtigungsbedarfs bei ihrer Beteiligung Gontard & Metallbank für das eigene Unternehmen noch nicht übersehen. Ein Sprecher des MDAX-Konzerns sagte vwd am Dienstag, man prüfe im Moment mit externen Beratern die Auswirkung der Schließung des Frankfurter Kreditinstituts. Erste Aussagen könnten möglicherweise im Laufe des Tages getroffen werden.

Bei der Gontard & Metallbank, an der Gold-Zack mit 44 Prozent beteiligt ist, ist ein neuer Wertberichtigungsbedarf von knapp 20 Mio EUR angefallen, der das Grundkapital zu mehr als der Hälfte aufgezehrt hat. Deswegen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) am Montagabend die Schließung der Bank für den Kundenverkehr verfügt. Gold-Zack hatte im Jahresabschluss 2001 umfangreiche Wertberichtigungen vor allem auf ihren Anteil an dem Frankfurter Institut vorgenommen. Angesichts dessen fiel bei Gold-Zack ein hoher Fehlbetrag von 215 Mio EUR an.

vwd/7.5.2002/stm/mr
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07.05.02 20:41:05
Ad hoc-Meldung Gold-Zack AG

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Wertberichtigung bei Gontard & MetallBank macht Anzeige nach § 92 Abs. 1 AktG notwendig

Mettmann, 7. Mai 2002

Nachdem die Gontard & MetallBank am 3. Mai 2002 nach § 92 Abs. 1 Aktiengesetz den Verlust von mehr als der Hälfte des gezeichneten Kapitals angezeigt hat und daraufhin die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 6. Mai 2002 ein vorübergehendes Veräusserungs- und Zahlungsverbot, verbunden mit einer vorübergehenden Schliessung für den Kundenverkehr, verhängt hat, hat der Vorstand der Gold-Zack AG beschlossen, im Jahresabschluss 2001 weitere Wertkorrekturen auf die Beteiligung an dem Bankhaus vorzunehmen. Dadurch ergibt sich auch für die Gold-Zack AG das Erfordernis einer Verlustanzeige nach § 92 Abs. 1 AktG, da mehr als 50 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft aufgezehrt sind. Der Vorstand wird entsprechend für Juni 2002 eine Hauptversammlung einberufen. Die Bekanntmachung erfolgt unmittelbar nach Festsetzung der Tagesordnung. Ungeachtet dessen führt der Vorstand weiterhin Verhandlungen über einen Verkauf der Beteiligung. Gold-Zack hält einen Anteil von 45,09 Prozent an der Gontard & MetallBank.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 07.05.2002
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07.05.02 20:52:15
Hui, da kommt morgen richtig Schwung in die Kurse.

Leider habe ich schon heute eine Anfangsposition gekauft. Wird morgen wohl unter 20% gehen.
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08.05.02 06:06:38
Gibt es eigentlich eine Art Börsenprospekt für die Wandelanleihe mit den genauen Bedingungen?
Auf der Gold-Zack Homepage habe ich nichts gefunden.
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08.05.02 08:26:12
Hmmm, wenn ich schon mal versuche, Bilanzen zu lesen :(

Dass mit der Gontard-Pleite war mir völlig klar und ich hatte extra noch überschlagen, ob deswegen bei GOZ eine §92-Meldung kommen könnte. Bin aber zum falschen Ergebnis gekommen, oder GOZ verliert mehr als die 25 Mio. €.

k1
Sichteinlagen wäre mir noch egal, mehr als die Sicherungsfondsgrenze von 12 Mio. € wird GOZ wohl schwerlich bei Gontard haben können. Hoffentlich haben die die Finger von Inhaberpapieren der GUM gelassen.

Über 11 verbillige ich jetzt nicht mehr, die Situation ist zu intransparent.

Haben wir eine Chance, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln den Wert der nicht börsennotierten Assets zu schätzen?
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08.05.02 09:09:24
irgendwie sind wir wohl gerade in einem Teufelskreis gefallen.

Gontard hat Probleme mit Lombardkrediten und die Aktie fällt.
Gold-Zack stürzt ab, weil sie Großaktionär bei GMB sind (und
deren Asset an Wert verliert).
Jetzt weiten sich die Probleme bei Gontard aus, weil die als
Sicherheit hinterlegten Gold-Zack Papiere massiv an Wert verlieren.
Gontard wird geschlossen.
Daraufhin fällt wieder Goldzack.

Nun gibt GOZ bekannt, daß die Hälte des GK futsch ist.
Folge: Gold-Zack wird heute wieder in Knie gehen und
morgen ist dann wieder Gontard dran, weil der Restwert der
GOZ mal wieder weiter gefallen ist.

Wäre ich nicht betroffen, würd ich ja lachen.
Weitere Stücke werde ich auch nicht nun aber auch nicht mehr zukaufen.

Gruß
bubu
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08.05.02 09:16:24
Hat irgend jemand eine Idee, wie Gold-Zack aus diesem Schlamassel nochmals herauskommen kann?
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08.05.02 10:49:04
@ribaldcorello

so wie sie es jetzt machen wohl nicht ;-)

@alle

Die Lösung GuM jetzt noch mal nachträglich im 2001er Abschluss zu berücksichtigen kann ich nicht nachvollziehen. Hier wird ein eindeutiges Negativsignal an den Kapitalmarkt gesendet (§92 Meldung, erneute Verschiebung Bilanzpressekonferenz etc.), denn diese nachträgliche Änderung des Jahresabschlusses erfolgt ohne jegliche Not, testiert war er ja wohl sowieso schon. Einzige offensichtliche Erklärung wären persönliche Eitelkeiten, nämlich unbedingt alles in 2001 zu packen (alter VV), um 2002 bessere Zahlen abzuliefern.

Wenn wirklilch auch Gold-Zack Papiere jetzt noch bei GuM als Sicherheiten hinterlegt wären, dann wäre die §92 Meldung natürlich doppelt schädlich gewesen.

@noch-n-zocker

Ich hatte weiter unten geschrieben, dass die §92 Meldung haarscharf nicht erfolgen musste. Klar, dass weitere 8-10Mio€ (rd. 6 Mio Aktien @1,20), mit denen GuM nun nachträglich wertberichtigt werden sollen zur §92 Meldung führen.

Grüße K1
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08.05.02 10:49:49
@riacon

der Prospekt kann auf der GOZ Homepage heruntergeladen werden.

Grüße K1
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08.05.02 11:18:47
Wenn Gold Zack nur einen Hauch an liquiden Mitteln hätte, könnten sie für ein paar Mio. ? die Wandelanleihe kaufen und wandeln. Dann wäre wäre das Eigenkapital und die EK-Quote wieder o.k.

Mich würde interessieren, wo die in 2002 gemeldeten Mittelzuflüsse geblieben sind.
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08.05.02 11:29:26
K1

kann Deine Rechnung nicht nachvollziehen. GOZ hatte doch per 31.12 15,3 Mio. Aktien zu 1,19 in der Bilanz und hat im Februar noch mal 6,9 Mio. zu 1 nachgekauft, oder? Abschreibungsbedarf für die Bilanz 2001 mithin weitere 18,2 Mio.

Was GOZ hier veranstaltet, muss man wirklich nicht mehr verstehen.:( Durch die blödsinnige Ankündigung des Umtauschamgebotes treiben sie den Kurs von Aktie und WA in den Keller, dadurch bewirken sie die Schliessung von Gontard und das wiederum hat die §92 von GOZ zur Folge. Sind die so blöd, oder tun die nur so?
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08.05.02 11:32:59
@VERTRAUmir

ich schätze mal du meinst, dass sie die Wandelanleihe zurückkaufen und einziehen (nicht wandeln) sollten. Ob - und wieviel Liquidität vorhanden ist, das ist die Frage. Aus der Ablösung des Schuldscheindarlehen ist ja naturgemäss nichts zugeflossen. Was bei dem Paul Deal effektiv an Liquidität geflossen ist ist für mich auch nicht erkennbar.

Grüße K1
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08.05.02 11:35:54
Der letzte veröffentlichte Status vom 30.09.01 war wohl nicht das Papier wert, auf das er gedruckt war. Wo ist denn die neunstellige Liquidität hingekommen?
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08.05.02 11:38:52
NB: Der Kurs der WA ist jetzt so, daß man ins Grübeln kommen könnte...
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08.05.02 11:56:59
@noch-n-zocker

GOZ hat rd. 45% an GuM per 31.12.01 gehabt (genaue Zahl weiss ich aus dem Kopf nicht). Die 15,3 Mio Aktien, die du erwähnst sind die >gesamte< Zahl an GuM Aktien - somit dürfte meine Zahl von 8 Mio€ schon stimmen. Die in 2002 gezeichnete KE kann sicher nicht im GB 2001 berücksichtigt werden.

Deswegen finde ich das Ganze ja auch so schwachsinnig.

Grüße K1
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08.05.02 12:01:17
haaaalt - Posting #125 ist falsch ! Die 15,3 Mio Aktien GOZ Anteil an GuM = 18 Mio€ per 31.12.01 stimmen.

Grüße K1
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08.05.02 12:04:48
Inzwischen notiert die Anleihe der (möglicherweise insolventen) GOZ
schon tiefer als die Anleihe der definitiv insolventen Holzmann.

Ich verstehe die Börse nicht mehr

Kurs GOZ-WA: 16,63
Kurs Holzmann-WA: 17,25
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08.05.02 12:26:06
@K1
Wandeln ode Einziehen ist letztlich gleich. Oder?

Beim einen reduziert man die aktivisch die Kasse und passivisch die Verbindlichkeit.

Beim Wandeln wird zusätzlich auf der Passivseite, das Grundkapital und Kapitalrücklage erhöht, dem auf Aktivseite eigene Aktien gegenüberstehen bzw. eine Korrektur des Eigenkapitals wegen eigener Aktien.
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08.05.02 12:41:41
bubu

Die Frage ist, was an Substanz vorhanden ist. Unter Holzmann-Immobilien kann man sich was vorstellen.

Bei GOZ ist allenfalls PAKO was "Handfestes", Greenfield und Altium vielleicht auch, kenne ich aber nicht. Der Rest ist für mich (und viele andere) einfach nicht greifbar.

Hinzu kommt der totale Vertrauensverlust in GOZ und die Unsicherheit, wieviel aus zwangsliquidierten GUM-Depots noch geschüttet werden wird.

Bei Holzmann hingegen ist der Markt in der WA sauber (wirkt auf mich jedenfalls so), das Unternehmen ist etwas transparenter und es hat gute Meldungen seit dem Insolvenzantrag gegeben.
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08.05.02 12:51:02
Aber ich verstehe den Markt auch nicht, die WA wird jetzt nur noch mit 19 Mio. € bewertet und die Aktien mit 28 Mio.€

Wenn man doch nur den Spread handeln könnte :confused:
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08.05.02 12:52:45
@VERTRAUmir

letztlich ist es das Gleiche. Die Variante mit Wandelung ist nur etwas aufgeblähter IMHO. Dabei müssten pro gewandelter Aktie rd. 13.4€ in die Kapitalrücklage gestellt werden, 1€ geht in das GK. Darauf müsste dann eine entsprechende Abschreibung auf den Marktwert der Aktie (z.Zt. 0,35€) erfolgen. Solange die eigenen Aktien nicht eingezogen sind gibt es die Möglichkeit weiterer Abschreibungen. Einfacher, klarer und weniger risikoreich (was die Bilanz angeht) ist der Rückkauf der Wandelanleihe und deren Einzug oder ?

Grüße K1
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08.05.02 12:57:50
@K1
Hast recht.
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08.05.02 13:38:11
So langsam beschleicht mich das dumme Gefühl, das ich meinem Grundsatz "nie wieder NM" hätte treu bleiben sollen.

Wo ist denn das Problem, die GUM-Beteiligung wertmäßig auf 0 zu setzen und die neuen Zahlen zu präsentieren?? Das sollte an einem Arbeitstag doch locker zu schaffen sein, zumal die IPO-Experten bei GOZ ohnehin arbeitslos sind.

Und für die Einhaltung eines Termins kann man auch mal am Wochenende arbeiten.

Mettmann/Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Der Finanzdienstleister Gold-Zack<GOZGn.DE> wird seine ursprünglich für Montag, 13. Mai, angekündigte Bilanz-Pressekonferenz verschieben. Ein neuer Termin könne noch nicht genannt werden, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch.
Grund für die Verschiebung sei die Tatsache, dass Gold-Zack im Abschluss für das Jahr 2001 weitere Wertkorrekturen verarbeiten müsse. Bis Montag sehe sich das Unternehmen nicht in der Lage, diese darzustellen. Gold-Zack hatte am Dienstagabend nach Börsenschluss mitgeteilt, dass die finanziellen Probleme der Frankfurter Gontard & Metallbank<GMBG.DE> bei Gold-Zack zu einem Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals geführt hätten. Mit einer Beteiligung von knapp über 45 Prozent ist Gold-Zack Großaktionär bei Gontard.
Der Wert der Beteiligung an Gontard sei im Jahresabschluss 2001 weiter reduziert worden. Da dadurch mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt sei, ergebe sich die Notwendigkeit einer Verlustanzeige nach Paragraf 92 Aktiengesetz. Für Juni solle entsprechend eine Hauptversammlung einberufen werden.
Am Montag hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) die finanziell angeschlagene Gontard & MetallBank für den Kundenverkehr geschlossen und ein vorübergehendes Veräußerungs- und Zahlungsverbot verhängt. Daraufin habe der Vorstand der Gold-Zack nun beschlossen, weitere Wertkorrektur für die Beteiligung an Gontard vorzunehmen. Ungeachtet dessen führe der Vorstand weiter Verhandlungen über einen Verkauf der Beteiligung.
Der Gontard-Aktienkurs, der am Vortag um 43 Prozent nachgegeben hatte, notierte am Mittwochmittag um weitere zehn Prozent schwächer bei 0,18 Euro. Die im MDax notierten Gold-Zack-Papiere gaben zur gleichen Zeit um 12,50 Prozent auf 0,42 Euro nach.
fun/mit

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Wednesday, 8 May 2002 13:32:44
RTRS [nL08189994]