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Viele neue Arbeitsplätze sind dank der Energiewende entstanden, eine neue Industrie entsteht (Seite 2)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 51.864.628 von nickelich am 29.02.16 17:44:36Die Stadtwerke schwimmen doch im Geld, oder weshalb sonst konnten die dem SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück(SPD) 25.000 Euro für einen einzigen Vortrag bezahlen ?

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.862.975 von nickelich am 29.02.16 15:09:26Vor allem wenn der Strom genau so pervers hoch besteuert würde, wie heute Diesel und Benzin, dann würden sich Batterie-Autos noch weniger lohnen.

Ein moderner Diesel-PKW kommt mit 4.0 Litern auf 100 km aus, verbraucht also nur 40 Liter um 1000 Kilometer zurück zu legen. Und wer fährt schon täglich 1000 km.

Wirtschaftlich werden E-Autos wohl erst werden, wenn es den Strom quasi gratis gibt, und das wird wohl erst in rund 100 Jahren passieren, nachdem die gesamte Stromerzeugung flächendeckend auf Kernfusion umgestellt wird.

:eek:
Die Stadtwerke schwimmen schon länger nicht mehr im Geld.

Viele Stadtwerke verdienen kaum noch Geld mit der Stromerzeugung, die Verschuldung wird kritisch.
... sind in vielen Städten die Einnahmen aus den Stadtwerken traditionell für die Abdeckung defizitärer Einrichtungen wie Bus, Bahn oder Schwimmbäder fest eingeplant. Kürzungen führen dort zu schmerzhaften Einschränkungen für die Bürger.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/studie-vie…
Die Energiewende soll also Arbeitsplätze schaffen und das soll gut sein?

Da hab ich so meine Zweifel, denn das Endprodukt der Energieerzeugungsbranche ist Strom. Und in einer effizienzgetriebenen, marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaft sollte eine gegebene Menge eines Endproduktes mit dem möglichst geringsten Einsatz von Ressourcen erzielt werden. Jede Steigerung der Produktivität bei gleichbleibendem Output ist gleichbedeutend mit geringerem Ressourceneinsatz.
Wie jetzt aber die einseitige Erhöhung des Ressourceneinsatzes "menschliche Arbeitskraft" bei gleichbleidendem Output positiv sein soll, erschließt sich mir nicht. Marktwirtschaftlich durchsetzbar ist das eh nur mit gesetzgeberischen Vorgaben, z.B. Einspeisevorrang oder erhöhte Garantievergütung.

Wenn das Ziel "Zugewinn an Arbeitsplätzen" positive Auswirkung einer administartiven Umsteuerung sein soll, dann kann man auch zum traditionellen Handwerk zurückkehren und sich freuen, dass da plötzlich viele neue Arbeitsplätze entstehen. Warum z.B. die Autobahn mit Maschinen asphaltieren? Das können doch 100 Leute in der gleichen Zeit auf traditionelle Weise in Handarbeit doch genauso schnell. Also CO²-Ausstoßverbot im Straßenbau und Vorrang bei der Vergabe von Aufträgen bei Asphaltierung in Handarbeit mit garantierter Vergütung über ortsüblichen Niveau bei Maschineneinsatz. Schwuppdiwupp Arbeitsplätze in Hülle und Fülle.
dann formulieren wir es wohl lieber so:

Dank der Ebnergiewende sind neue Arbeitsplätze im Maschinenbau entstanden

gutbezahlte Arbeitsplätze die jedoch nur von Spezialisten auszufüllen sind

wenn ich zum Baumarkt fahre sehe ich ein 4 x 10 m grosses Stellenangebot von Manz dass Maschinenbauer gesucht werden

allerdings keine Maschinenbedienidioten denn das können Roboter besser und billiger sondern Ingenieure werden gesucht!

Hierzulande in diesem Hochlohnland brauchen wir keine Idioten sondern intelligente gut ausgebildete Entwickler am besten jung mit Erfahrung.

Deswegen werden auch eher um im Beispiel von Tom Trader zu bleiben brauchen wir Entwickler und Bediener von Asphaltiermaschinen und keine Asphaltschiebidioten

das geht schon wegen dem Mindestlohn nicht

deswegen ist es auch schwachsinn Millionen von ungelernten Randalierern ins Land zu lassen und diesen auch noch die Wohnungen zu bezahlen weil diese eine Belastung und kein Gewinn für die Gesellschaft sind

Frau Merkel wird es vielleicht auch noch irgendwann kapieren, oder hat sie schon Altersstarrsinn?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.867.847 von Robert_Reichschwein am 01.03.16 03:42:45"...allerdings keine Maschinenbedienidioten denn das können Roboter besser und billiger sondern Ingenieure werden gesucht!..."

Und wieviele Stellen sind gleichzeitig bei der traditionellen Energiegewinnung (AKW, Braunkohle, Steinkohle-Bergbau usw) in den letzten Jahren weggefallen ?

Ich behaupte mal, dass die wenigen neuen Stellen bei den Windmühlenbauern und Solardachdeckern diese verlorenen Arbeitsplätze bei weitem nicht kompensieren.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.867.847 von Robert_Reichschwein am 01.03.16 03:42:45Die von Ihnen erwähnte Firma Manz hat mit Solar riesige Verluste eingefahren. Nur wegen der anderen Sparten, die nichts mit der Energiewende zu tun haben, hat die Firma bisher überlebt. Jetzt haben die Chinesen zugegriffen und die Solar-Arbeitsplätze wandern Richtung China.

http://www.deraktionaer.de/aktie/manz-chef-in-china---wir-we…

Eine ähnliche Situation haben wir bei 3W Power (die ehemalige AEG-Industriesparte) und bei Singulus. Mit der Solarsparte hat man sich reichlich die Finger verbrannt.

Nicht nur die Firma Manz sucht händeringend Maschinenbauingenieure, es wurden jahrzehntelang zu wenige ausgebildet. Die Einsteigergehälter für Ingenieure lag früher ein Drittel unter den Einstiegsgehältern von Juristen. Jetzt rächt sich eine verfehlte Bildungspolitik. Zu viele junge Leute haben Kunstgeschichte, Politikwissenschaften oder Soziologie studiert und zu wenige das Studium zum Ingenieur angefangen. Nur beim Studium Innenarchitektur gab es ähnlich hohe Abbruchraten, weil den Abiturienten häufig das nötige Rüstzeug fehlte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.870.573 von Blue Max am 01.03.16 11:39:38Und wieviele Stellen sind gleichzeitig bei der traditionellen Energiegewinnung (AKW, Braunkohle, Steinkohle-Bergbau usw) in den letzten Jahren weggefallen ?

Warum denn wohl? Gegen die Subventionen in der Steinkohle ist doch alles andere Peanuts:eek:


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