Tages-Trading-Chancen am Dienstag den 26.05.2020 (Seite 36)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.370 von Kubik am 26.05.20 21:44:23
Zitat von Kubik: Die US-Banken sind heute um bis zu 10% im Plus. Was hat sich jetzt explizit für die US-Banken fundamental verbessert?

Also gibt es hier "echte" Gründe oder nur Optimismus / Euphorie / Hoffnung? Würde mich wirklich interessieren - möchte es nur verstehen...


Ich versteh das so, dass es allgemein um die ganzen Lockerungen und die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung der Lage geht. Hoffnung auf Normalisierung der Lage => Normalisierung der Geschäfte => weniger Insolvenzen => weniger Kreditausfälle => Bessere Erträge bei den Banken weil weniger Rückstellungen
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.562 von plusminus0 am 26.05.20 21:57:50
Zitat von plusminus0: Der S&P 500 markiert neue Tagestiefs und notiert jetzt 1,27 % im Plus bei 2.993,1 Punkten. Angeblich erwägt die US-Regierung wegen Hong Kong Sanktionen gegen China. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

alles wegen dieser einen Meldung 😕


Meinetwegen kann Donald gegen China Sanktionen im Iranstil verhängen, falls das nötig ist, um Realismus in die von FED-Billionen besoffenen Traderhirne zu prügeln!
DAX | 11.474,00 PKT
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.733 von Alverde am 26.05.20 22:08:31
Zitat von Alverde: Darf ich fragen wie dein Durchschnittskurs ist und wo Dein knock-out ist?


Gibt keinen KO, Schnitt etwas über 11050
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Sieht aus ob man nun eine Ausrede sucht/braucht um mal auf ein gesundes Kursniveau zu fallen.
Stichwort USA/China.

Wie sagt der Koch, für gewöhnlich gibt jeden Tag ne Meldung für die Optimisten:
Mo: neuer impfstoff
Di/Mi: FED Meldung, Powell quackt
Do: weniger beschissene Arbeitslosenzahlen
Fr: naja, weil Freitag
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.793 von Grish am 26.05.20 22:15:50Jedenfalls ist der S&P gerade so wieder unter den 200 MA gerutscht... Muss nix heißen, dennoch very interesting.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.688 von Grashuepfer_ am 26.05.20 22:06:05
Zitat von Grashuepfer_: Um wieviel Uhr soll die Meldung auf Guidants gewesen sein? Einen ZUsammenhang zwischen Meldung und Zeitraum des Drops finde ich nicht.


das war nicht auf heute bezogen !!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.718 von plusminus0 am 26.05.20 22:07:43
Zitat von plusminus0: das kostet mich morgen als longie Kopf und Kragen wenn das über Nacht weiter abfällt 😟


mach dich nicht verrückt - Nase halt bisschen schwächer heute;)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.802 von Gruenspan59 am 26.05.20 22:16:34Was ist das für ein Produkt ohne KO?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.811.829 von Kubik am 26.05.20 22:17:58das wird jetzt wieder einer dieser tollen Nächte 🤣
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Es scheint hier ist der Ton wieder umgänglicher, freu;)

Dazu etwas Nachtlektüre aus der SZ 26. Mai 2020, 11:47 Uhr
Geldanlagen:Rechtzeitig ausgestiegen

Weder Profis noch Privatleute haben vorhergesehen, wie schlimm Corona die weltweiten Aktienmärkte treffen würde. Bis auf eine kleine, unbekannte Anlagefirma in München und deren Robo Advisor.

Von Harald Freiberger

Es war der schnellste und heftigste Einbruch, den es an der Börse je gab: Zwischen 20. Februar und 20. März stürzten die Aktienkurse wegen der Corona-Pandemie weltweit um 35 bis 40 Prozent ab. Hunderte Milliarden Euro an Aktienvermögen wurden vernichtet. Kaum ein Anleger blieb verschont, weder Profis noch Privatleute hatten vorhergesehen, wie schlimm es kommen würde.

Nur in München in der Widenmayerstraße leuchteten die Alarmlampen rot. Dort sitzt die kleine, unbekannte Anlagefirma Minveo mit 20 Leuten. Sie betreibt einen Anlageroboter, auch Robo Advisor genannt, der das Geld von Anlegern automatisch über Algorithmen verwaltet. "Unsere Systeme signalisierten früh, dass die Lage an den Aktienmärkten kritisch ist", sagt Gründer Johannes Schubert, 36. So verkaufte Minveo kurz vor dem Crash alle Aktien. Die Anlagefirma schaffte damit etwas, das alle Vermögensverwalter anstreben, aber nur den wenigsten gelingt: Sie schützte das Geld der Anleger in einer kritischen Börsenphase vor hohen Verlusten.
Der Anlageroboter stieg in der Reihenfolge aus den Aktienmärkten aus, in der sich das Virus geografisch ausbreitete: Am 28. Januar verkaufte er alle chinesischen Aktien, am 31. Januar solche umliegender Staaten wie Thailand, Indonesien und Vietnam. Am 24. Februar folgten Lateinamerika, am 27. Februar Europa und die USA.

Minveo bewahrte seine Anleger damit im Corona-Crash weitgehend vor Verlusten. Ein Beispiel: Der Deutsche Aktienindex (Dax) erreichte am 19. Februar seinen Rekordstand mit 13 789 Punkten. Die Stimmung war da schon nervös, anschließend fiel das Börsenbarometer immer wieder täglich um bis zu drei Prozent. Am 27. Februar, als Minveo sich vom deutschen Aktienmarkt verabschiedete, notierte der Dax rund zehn Prozent unter seinem Rekord. Es kam bis zum 4. März zu einer leichten Erholung, doch danach brach Panik aus: Die Aktienkurse stürzten mehrmals um acht bis zehn Prozent am Tag ab. Auf dem Tiefpunkt am 18. März summierten sich die Verluste im Dax auf 39 Prozent.
Nicht Glück, Zufall oder Gespür, sondern Daten halfen

Die Verluste in den Kundendepots von Minveo hielten sich dagegen in Grenzen: Von 20. Februar bis 25. März beliefen sie sich in der defensiven Strategie mit fünf Prozent Aktienquote auf 1,9 Prozent, in der ausgewogenen Strategie (50 Prozent Aktienquote) auf 3,7 Prozent und in der offensiven Strategie (75 Prozent Aktienquote) auf 4,7 Prozent. Zum Vergleich: Bei 20 anderen Robo Advisors liefen im selben Zeitraum bei einem Portfolio mit ausgewogener Strategie Verluste von durchschnittlich 17 Prozent auf, ermittelte das Finanzportal brokervergleich.de. Am besten schnitt noch der Anbieter Kapilendo mit einem Minus von 10,7 Prozent ab, am schlechtesten der Marktführer Scalable Capital mit einem Verlust von 25,8 Prozent.

Minveo verwaltet relativ bescheidene 85 Millionen Euro an Kundengeld; beim Marktführer Scalable sind es an die zwei Milliarden. Wie hat Minveo-Gründer Schubert das gemacht? "Wir analysieren mit unserem System unzählige Daten von den Börsen aller Industrie- und Schwellenländer", sagt er. Dabei geht der Blick auf 23 verschiedene Faktoren, zum Beispiel den Aktienindex oder die Währung des jeweiligen Landes. Das Ziel ist es, Risiken in den einzelnen Märkten möglichst früh zu erkennen. "Das System ist selbstlernend", sagt Schubert. Das bedeute, dass das Gewicht der untersuchten Faktoren nicht statisch sei, sondern sich ständig verändere.

Im Corona-Crash hat sich dieses System bewährt: In einem Land nach dem anderen signalisierten die Daten von Minveo überhöhte Risiken. Sobald die Alarmlampe auf Rot springt, verkauft der Anlageroboter automatisch die Aktienposition des jeweiligen Landes, die über einen ETF abgebildet wird, also einen Fonds, der dem Aktienindex des Landes folgt. Ab 27. Februar hatte Minveo keine einzige Aktie mehr in seinen Depots und verschonte die Anleger so von den hohen März-Verlusten.
Andere Robo Advisors reagierten deutlich später, manche noch gar nicht. Es gibt im Kern zwei Strategien, ein Depot zu steuern: Beim "Rebalancing" gleicht der Anbieter die Aktienquote immer wieder an die vorgegebene Zielgröße an; bricht die Börse ein, kauft er also Aktien nach. Der Zeitpunkt kann flexibel sein, manche Anbieter "rebalancen" aber auch nur einmal im Jahr zu einem festen Termin. Sie haben ihre Portfolios nach dem Corona-Crash bis heute nicht verändert.

Das zweite Modell nennt sich "Value at Risk". Es steuert die Aktienquote danach, wie stark an der Börse die Kurse schwanken, der Fachbegriff dafür lautet "Volatilität". Steigt sie, erhöht sich demnach das Risiko, und der Robo Advisor verringert die Aktienquote. Dieses Modell wendet der Marktführer Scalable an, in der Corona-Krise allerdings mit wenig Erfolg: Die Volatilität war vorher sehr gering, sodass die Portfolios von Scalable-Kunden mit Aktien vollgesogen waren. Zwei, drei Wochen nach dem Crash schaltete das System ins andere Extrem, verringerte die Aktienquote stark - und verpasste deshalb die Kurserholung, die Ende März einsetzte.

Das Risikomodell von Minveo, das nicht nur auf Volatilität setzt, sondern auf 22 weitere Faktoren, war in der Corona-Krise präziser: Ende April gingen die Alarmlampen des Systems wieder auf Grün, der Robo Advisor hob die Aktienquote in den Portfolios darauf stark an. Die Kunden vermieden so nicht nur den Einbruch im März weitgehend, sie profitieren auch von der Erholung seither.
Die aktuelle Lage an den Börsen schätzt Schubert jedoch als instabil ein. Er erwartet, dass die Kurse in den nächsten Monaten stark schwanken. "Es kann leicht sein, dass die Alarmleuchten unseres Systems wieder auf Rot schalten", sagt er. In Spanien zum Beispiel war das erst vor wenigen Tagen der Fall.

gute n8 @all
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