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    Die glorreichen Sieben  18209  1 Kommentar 3 ETFs, die bei Profis jetzt hoch im Kurs stehen

    Selbst Profi-Investoren setzen auf breit streuende ETFs. Unser Gastautor Bryan Perry erklärt, auf welche börsengehandelten Indexfonds die größten Hedgefonds-Manager aktuell setzen.

    Für Sie zusammengefasst
    • Profi-Investoren setzen auf breit streuende ETFs
    • Besonders gefragt: ETFs auf die 500 größten US-Unternehmen
    • Millennium Management setzt 850 Mio. USD auf Bitcoin ETF
    • Report: Uran Boom voraus!
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    Mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) können Anleger ihr Depot breit aufstellen. Nicht nur bei Privatanlegern erfreuen sich ETFs (Exchange Traded Funds) daher immer größerer Beliebtheit, auch Profi-Investoren greifen zu den Indexfolgern, den börsengehandelten Fonds, die einen Index passiv nachbilden. Denn ETFs streuen breit, sind transparent und kostengünstig. Profi-Investoren sind verpflichtet, die unregulierten Investmentfonds regelmäßig bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) – dem weltweit wichtigsten Finanzregulator – zu melden. Eine Handelsblatt-Auswertung der Daten der Depots namhafter Hedgefonds-Manager, die diese Woche von der SEC veröffentlicht wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass drei der laut dem Wirtschaftsmagazin "Forbes" zehn größten Hedgefonds ETFs im Depot halten.

    Bei Profis besonders gefragt: ETFs auf die 500 größten US-Unternehmen

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    Demnach gehörten bei den Fondsmanagern von Bridgewater Associates und Millennium Management zum 31. März zwei ETFs auf den S&P 500 Index zu den Top-Positionen, bei Citadel Advisors war es einer. Dabei setzen alle drei auf den SPDR S&P 500, wobei SPDR für den Anbieter State Street Global Advisors steht – früher war SPDR ein Akronym für Standard & Poor's Depositary Receipts. Für Anleger in Deutschland hat State Street Global Advisors einen solchen ETF unter der ISIN IE00B6YX5C33 im Angebot. Dieser ist mit einer Gesamtkostenquote von 0,03 Prozent jährlich laut der Vergleichsplattform JustETF der günstigste ETF auf den S&P 500.

    Bridgewater und Millenium haben laut der Auswertung zudem auch den iShares Core S&P 500 von BlackRock im Depot. Die europäische Variante gibt es für deutsche Anleger unter der ISIN IE00B5BMR087. Der ETF ist mit einer Kostenquote von 0,07 Prozent etwas teurer als das SPDR-Produkt.

    Der zugrunde liegende S&P 500 Index bildet zwar die Wertentwicklung der 500 größten US-Unternehmen ab, allerdings waren die Performance-Treiber der vergangenen Jahre vor allem die sieben großen Tech-Werte Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, Meta, Nvidia und Tesla. Die sogenannten "Glorreichen Sieben" machen inzwischen daher über ein Viertel des gesamten Indexgewichts aus.

    Was Sie als Anleger beachten sollten: Wenn das Ergebnis der Glorreichen Sieben, hinter dem der verbleibenden 493 Aktien des Index zurückbleiben sollte, könnten andere ETFs wie z.B. ein gleichgewichteter ETF auf den S&P 500 besser abschneiden.

    Bridgewater – Schwellenländer-ETF auf Platz 2 Im Aktiendepot von Bridgewater war zum Ende des ersten Quartals der iShares Core MSCI Emerging Markets von Anbieter BlackRock die zweitgrößte Einzelposition. In Deutschland haben Anleger die Wahl zwischen einem thesaurierenden ETF (ISIN IE00BKM4GZ66), der die Dividendenerträge direkt reinvestiert, und einer ausschüttenden Variante (ISIN IE00BD45KH83), die diese halbjährlich ausschüttet.

    Der ETF wird von Experten häufig als Beimischung zum beliebten MSCI World Index empfohlen, da dieser nur Unternehmen aus den Industrieländern bündelt. Allerdings haben sich Schwellenländer in den letzten Jahren schwergetan. Dem konnte sich auch der iShares Core MSCI Emerging Markets ETF nicht entziehen. Denn der chinesische Aktienmarkt entwickelte sich so schwach, dass er den gesamten Index belastete. Auf Sicht von drei Jahren bewegte sich der Schwellenländer-ETF seitwärts. In diesem Jahr steigt er aber wieder, da sich die chinesischen Börsen angesichts der Ankündigung umfangreicher Reform- und Förderprogramme der chinesischen Regierung erholen und zudem die Hoffnung auf sinkende Zinsen Auftrieb gibt.

    Laut Analysten der US-Investmentbank Lazard sollte der Aufwärtstrend der Emerging Markets anhalten: "Wir sind der Ansicht, dass die Aktien der Schwellenländer im Hinblick auf das verbesserte Gewinnwachstum und die finanzielle Produktivität eine der am stärksten fehlbewerteten Anlageklassen weltweit sind." Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern sei nicht nur von China getrieben, sondern auch von der Verlangsamung des Wachstums in den entwickelten Märkten.

    Millennium Management setzt 850-Millionen US-Dollar auf Bitcoin

    Die Profianleger von Millennium Management haben zum 31. März eine Position im Wert von knapp 850 Millionen US-Dollar beim iShares Bitcoin Trust (IBIT) ETF von BlackRock aufgebaut. Der ETF zielt darauf ab, den Preis von Bitcoin zu verfolgen. Der IBIT (WKN A3ERHE) verfolgt den CME CF Bitcoin Reference Rate - New York Variant, der den Preis von Bitcoin widerspiegelt. Der Bitcoin-ETF hat ein Nettovermögen von 19,2 Milliarden US-Dollar (Stand: 20. Mai 2024) und wird an der NASDAQ-Börse gehandelt. Erst seit dem 10. Januar 2024 sind 11 Bitcoin-ETFs in den USA zugelassen, die den Zugang zur Kryptowährung vereinfachen. Die Krypto-ETFs legten daraufhin einen fulminanten Start hin: Der Kurs sprang seit Januar von rund 45.000 auf in der Spitze fast 75.000 US-Dollar. In der gesamten EU – also auch Deutschland – sind Bitcoin-ETFs allerdings nicht zugelassen. Die Regeln der Europäischen Wertpapier und Aufsichtsbehörde (ESMA¸ European Securities and Markets Authority), die sogenannten UCITS (Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities) verhindern dies.

    Denn laut den EU-Regularien müssen ETF-Vermögen auf verschiedene Vermögenswerte verteilt, also diversifiziert sein. ETFs auf einen einzelnen Rohstoff oder eine Kryptowährung sind daher ausgeschlossen. Hierzulande können Anleger stattdessen auf "Exchange Traded Notes" (ETNs), die Kursentwicklung eines Basiswerts abbilden – wie z.B. die des Bitcoins.

    Im Wesentlichen sind Exchange-Traded Notes (ETNs) unbesicherte Schuldverschreibungen, die einen zugrunde liegenden Index von Wertpapieren verfolgen und an einer großen Börse wie Aktien gehandelt werden. ETNs sind Anleihen ähnlich, bieten jedoch keine periodischen Zinszahlungen. Stattdessen schwanken die Preise von ETNs wie die von Aktien.

    Ein weiterer wichtiger Punkt für Anleger ist, dass ETNs nicht zum Sondervermögen des Emittenten gehören. Das heißt, wenn Anbieter insolvent gehen, können Anleger Geld verlieren oder im schlechtesten Fall sogar einen Totalverlust erleiden. Da allerdings die meisten Produkte laut den Emittenten vollständig durch physische Bitcoins besichert sind, gelten sie als ähnlich sicher wie ETFs.

    Dennoch: Privatanleger sollten wissen, dass der Bitcoin für seine hohe Volatilität berühmt berüchtigt ist: Seit dem Jahr 2022 schwankte der Kurs der Kryptowährung zwischen rund 20.000 und 70.000 US-Dollar.

    Die hierzulande investierbaren ETFs der Star-Investoren im Überblick:

    SPDR S&P 500 UCITS ETF (ISIN IE00B6YX5C33)

    Wertentwicklung

    1 Jahr: 27,94 Prozent

    3 Jahre: 49,30 Prozent

    5 Jahre: 105,94 Prozent

    Seit Auflage: 450,30 Prozent

    Gesamtkostenquote (TER): 0,03 Prozent p.a.

    Fondsvolumen: 9.819 Millionen Euro

    Positionen: 503

    Auflage: 19. März 2012, Irland

    Der ETF bildet den S&P 500® Index nach und bietet Zugang zu den 500 größten Unternehmen aus den USA. Der ETF bildet die Wertentwicklung des Index durch vollständige Replikation nach, d.h. alle Indexbestandteile werden physisch erworben. Die Dividendenerträge im ETF werden an die Anleger vierteljährlich ausgeschüttet. Die größten Sektoren im ETF sind Technologie, (32,5 Prozent), Gesundheitswesen, Luxuskonsumgüter (10,7 Prozent), Finanzdienstleister (10,6 Prozent), Telekommunikation (9 Prozent) und Industrie (8,4 Prozent). Die größten Positionen sind Microsoft, Apple, Nvidia, Amazon, Meta Platforms, Alphabet, Berkshire Hathaway, Eli Lilly und Broadcom. Die Top-10-Positionen haben im ETF ein Gewicht von gut 32 Prozent.

    iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) (ISIN IE00B5BMR087)

    Wertentwicklung

    1 Jahr: 27,95 Prozent

    3 Jahre: 49,40 Prozent

    5 Jahre: 106,24 Prozent

    Seit Auflage: 570,23 Prozent

    Gesamtkostenquote (TER): 0,07 Prozent p.a.

    Fondsvolumen: 78.250 Millionen Euro

    Positionen: 503

    Auflage: 19. Mai 2010, Irland

    Der ETF bildet den S&P 500® Index ebenso wie sein Kollege von SPDR durch vollständige Replikation nach. Die Dividendenerträge im ETF werden thesauriert, also in den ETF reinvestiert. Die Sektorallokation entspricht wie die Top-10-Positionen im Wesentlichen der des oben genannten SPDR-ETF.

    iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (Acc) (ISIN IE00BKM4GZ66)

    Wertentwicklung

    1 Jahr: 16,67 Prozent

    3 Jahre: 4,26 Prozent

    5 Jahre: 34,35 Prozent

    Seit Auflage: 78,85 Prozent

    Gesamtkostenquote (TER): 0,18 Prozent p.a.

    Fondsvolumen: 18.672 Millionen Euro

    Positionen: 3.113

    Auflage: 30. Mai 2014, Irland

    Der ETF bildet den MSCI Emerging Markets Investable Market (IMI) Index nach und bietet Zugang zu über 3.000 Aktien aus Schwellenländern der ganzen Welt. Am stärksten gewichtet sind hier China (20,2 Prozent), Taiwan (18,1 Prozent) und Indien (17,5 Prozent), gefolgt von Südkorea (12,8 Prozent), Brasilien (5,1 Prozent) und Saudi-Arabien (4,1 Prozent). Auf Sektorenebene sind Technologie (22,8 Prozent), Finanzen (20,0 Prozent) und Luxuskonsumgüter (11,7 Prozent) am höchsten gewichtet. Zu den Top-10-Einzelpositionen gehören u.a. TSMC, Samsung Electronics, Tencent, Alibaba und Reliance Industries. Die 10 größten Positionen haben einen Anteil von gut 20 Prozent im ETF.

    Der ETF bildet die Wertentwicklung des Index durch ein Sampling-Verfahren nach, d.h. es wird eine Auswahl der Indexbestandteile erworben. Die Dividendenerträge im ETF werden thesauriert, also in den ETF reinvestiert.

    Die ausschüttende Variante iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (ISIN IE00BD45KH83) wurde am 5. März 2018 in Irland aufgelegt und ist mit 1.288 Millionen Euro Fondsvolumen ebenfalls ein sehr großer ETF. Er entwickelte sich mit Performances über 1, 3 und 5 Jahre von jeweils 16,0 Prozent, 3,4 Prozent und 32,7 Prozent ähnlich wie sein thesaurierendes Pendant.

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    Die glorreichen Sieben 3 ETFs, die bei Profis jetzt hoch im Kurs stehen Selbst Profi-Investoren setzen auf breit streuende ETFs. Unser Gastautor Bryan Perry erklärt, auf welche börsengehandelten Indexfonds die größten Hedgefonds-Manager aktuell setzen.

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    Kommentare

    Avatar
    25.05.24 21:02:51
    Wow, was für tolle Erkenntnisse, S&P 500, hab ich ja noch nie gehört... *Ironie aus*

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