DAX+0,85 % EUR/USD0,00 % Gold-0,66 % Öl (Brent)0,00 %

Märkte (4. Teil) - und die Zukunft der Weltwirtschaft - 500 Beiträge pro Seite (Seite 4)


AnzeigeAdvertisement

Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

@cabinda

Nicht schlecht dein Vergleich mit dem Öl- und NDX-Chart!

Wie groß wird die allgeine globale Erleichterung sein, wenn der Krieg um (sagen wir besser die Schlacht geschlagen) und das Gulf-Öl wieder "billiger" ist.
Besser gesagt die Unsicherheit ums ÖL herum erstmal raus ist aus der Szene.

Befürchtungen ob der Krieg lange dauert kann man getrost abhaken.
Nach 10 Jahren Embargo besser gesagt Blokadepolitik ist der Irak platter wie platt.
Saddam konnte seine politische Macht erhalten die Schlagkraft seiner Armee aber nie auch nur einen deut verbessern.
Die USA haben in den letzen 10 Jahren aber Ihre militärische Schlagkraft via technischen Fortschritt drastisch erhöhen können.
Man könnte sagen militärisch wird der Rest der Welt im Vergleich zur USA zur 3.-ten Welt eben Entwicklungsländern.
Der einzige Nachteil den die USA gg. Saddam zur Zeit haben Saudi-Arabien und die Türkei verweigern Ihre Territorien als Aufmarschgebiet.
Den millitärischen Sieg der USA wird das allenfalls leicht verzögern aber niemals entscheidend Stoppen können.

Ich bleibe dabei:
Die Amis werden ihre Probleme nach dem Sieg haben und nicht vor der Schlacht.

Man muß beachten das alle Irakis unter dem Embargo mehr als 10 Jahre lang übelst Gelitten haben.
Mehr als unter Saddams Repressalien selber!
Man kann daher Annehmen, das die Amerikaner nicht unbedingt als Befreier angesehen werden.
Zumal sie für die muslimischen Irakis ja Ungläubige sind die noch dazu mit den Israelis unter einer Decke stecken.

Die USA werden den Kernfehler ihres "Saddam-Embargos" den "kollatteral Schaden" das sie alle Irakis gleich mitbestrafft noch hart büssen müssen.

Wie gesagt:
Und zwar dann wenn nach erfolgter Einnahme Bagdads die Berufsterroristen und religiösen Fanatiker nachrücken.

Die verfehlte Politik Israels gg. die Palästinenser zeigt da, mehr als genug Paralellen auf was den USA in etwa blühen könnte.
Bulldozzer-Sharon und seine Hardliner bestrafen die Palästinenser jeden Tag härter und immer brutaler und sie ernten dennoch nur mehr und mehr Fanatismus und Terror.

N8

Groupier
ftd.de, Sa, 11.1.2003, 12:02
Börsenausblick: US-Quartalsberichterstattung bewegt die Märkte
Von Wolfram Trost, Frankfurt

Den Investoren steht eine aufreibende Woche bevor. Zwar gehen Händler davon aus, dass sich die Börsen in dieser Woche insgesamt seitwärts bewegen. Die täglichen Schwankungen dürften aber weiter enorm ausfallen.

Impulse kommen fast ausschließlich aus den USA, wo die Berichtssaison für das vierte Quartal in vollem Gang ist. An den Bondmärkten legen sich die Strategen vor allem auf eines fest: Staatsanleihen der Euro-Zone werden sich besser entwickeln als US-Treasuries. Der Euro hat weiteres Aufwärtspotenzial.

Bereits in der vergangenen Woche hingen die europäischen Aktienmärkte am Tropf der Wall Street. Allerdings profitierten sie von steigenden US-Börsen nur unterproportional, während sie auf schwache US-Märkte mit noch stärkeren Kursverlusten reagierten. Per Saldo ging es im Wochenvergleich in den USA aufwärts und in Europa und Asien abwärts. Der Dow Jones gewann 2,1 Prozent und der Nasdaq Composite 4,3 Prozent. Der Stoxx 50 verlor hingegen 1,2 Prozent, der Dax 1,8 Prozent und der Nikkei 225 1,3 Prozent.



Eine Warnung und es geht anch unten


Auch in dieser Woche schauen die Anleger vor allem auf die Entwicklungen in den USA. "Wenn eine Zahl von den Unternehmen nicht so kommt wie erwartet, geht es nach unten", sagte Aktienhändler Roger Krüger von der Deutschen Bank. Die Gefahr eines Irak-Kriegs und der sich verschärfende Nordkorea-Konflikt belasteten die Börsen zusätzlich. Bis Dienstag werde es an den europäischen Aktienmärkten relativ ruhig zugehen, schätzt Krüger. Die Aktie der Deutschen Telekom könne wieder unter Druck geraten, nachdem die Ratingagentur Moody`s am Freitag die Kreditwürdigkeit des Konzerns wegen Unsicherheiten beim Schuldenabbau herabgestuft hatte.


Abgesehen von den vorläufigen Umsatzzahlen des Einzelhandelskonzerns KarstadtQuelle (Montag) und Jahreszahlen des niederländischen Maschinenbauers ASML Holding (Donnerstag) werden wenig Unternehmensnachrichten erwartet. Am Dienstag äußert sich der französische Telekomausrüster Alcatel zu den Geschäftsaussichten. Die Aktie war bereits am vergangenen Freitag in Erwartung eines optimistischen Ausblicks um 11,5 Prozent nach oben geschossen. Außerdem veröffentlicht am Dienstag nach US-Börsenschluss der weltgrößte Chiphersteller Intel seine Quartalszahlen und einen Ausblick, was die Technologiewerte in ganz Europa beeinflussen werde.



"Schlechte Nachrichten kommen früher auf den Markt"


In den USA stehen neben Intel und anderen die Börsen-Schwergewichte Yahoo (Mittwoch), IBM, Microsoft und General Motors (alle Donnerstag) sowie General Electric (Freitag) im Rampenlicht. Eine böse Überraschung von Alcoa zum offiziellen Saison-Auftakt konnte die Januar-Rallye in der vergangenen Woche nicht aus der Spur werfen. Alcoa wird eine Ausnahme bleiben, glaubt Subodh Kumar, Chief Investment Strategist für CIBC World Markets: "Unternehmen und Analysten haben aus den Jahren 2000 und 2001 gelernt – schlechte Nachrichten kommen heute früher auf den Markt."


Tatsächlich war die Zahl der Vorankündigungen für das vierte Quartal bis Mitte der vergangenen Woche gegenüber dem Vorquartal um fast die Hälfte auf 1442 gestiegen. Gleichzeitig belegt die Statistik von First Call, dass der Anteil der Warnungen von 54 auf 43 Prozent gefallen ist – auch als Ergebnis allgemein niedrigerer Erwartungen. Hatten die Analysten im Oktober die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 noch um 20 Prozent wachsen sehen, liegen die Prognosen jetzt bei 11 Prozent.


Skepsis bei Einzelhandelsumsätzen


Auf konjunktureller Seite steht in den USA die erste Lesung des Konsumentenvertrauens der Universität von Michigan (Freitag) im neuen Jahr an. Die Volkswirte erwarten einen leichten Anstieg von 86,7 im Dezember auf 88,0 im Januar. Zurückhaltender sind die Experten bei den Einzelhandelsumsätzen (Dienstag). Die Konsensschätzungen für das Wachstum im Dezember liegen aber immer noch bei 0,6 Prozent, nach 0,4 Prozent im November.


"Alles in allem gehen die Investoren davon aus, dass die Geld- und Fiskalpolitik der US-Wirtschaft in diesem Jahr wieder auf die Beine helfen wird", sagte Ian Douglas, Rentenstratege bei UBS Warburg. Entsprechend negativ sei die Stimmung am US-Bondmarkt. Seit Jahresbeginn hat die Rendite zehnjähriger Treasuries um 33 Basispunkte auf 4,14 Prozent zugelegt. Hierzu beigetragen haben neben besseren US-Konjunkturdaten der Kursrutsch des Dollar, der Preisanstieg bei den Rohstoffen und die Sorge eines steigenden Haushaltsdefizits im Falle einer militärischen Auseinandersetzung mit dem Irak.



Konjunkturbremse Euro


Umgekehrt sieht es in der Euro-Zone aus. "Der Stabilitätspakt fungiert als fiskalische Zwangsjacke und der feste Euro wirkt als Konjunkturbremse", sagte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Zudem sei in den Kursen kurzlaufender Anleihen bereits die nächste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank enthalten, sagte Douglas.


Beide Strategen erwarten, dass sich bei dieser Konstellation die Staatstitel aus der Euro-Zone klar besser entwickeln werden als die US-Treasuries. Nachdem sich die Renditedifferenz zwischen zehnjährigen Treasuries und Bundesanleihen seit Jahresbeginn bereits von minus 39 auf minus 12 Basispunkte eingeengt hat, könnte sie bald sogar positiv werden.


Positiv ist die Stimmung auch beim Euro. "Viele Investoren rechneten damit, dass der Dollar weiter an Wert verlieren wird – der Aufwärtskanal des Euro ist in Takt", sagte Ray Attrill vom Researchhaus 4cast in London. Die obere Begrenzung liege derzeit bei 1,0650 $. In der vergangenen Woche stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0569 $, den höchsten Stand seit Oktober 1999


@mickym
hi mic, da hast du wirklich eine interessante theorie gefunden für die underperformance des dax. da ich das thema gestern auch angerissen habe - euro, gold, indizes steigen gleichzeitig (nur der dax hinkt) - kopiere ich hier mal für die anderen dein posting aus dem thread von @herr.motzki hinein, ich hoffe, du hast nichts dagegen. man kann ja dort oder bei @sig weiter diskutieren, nur rein informativ:

#1650 von mickym 10.01.03 23:07:49 Beitrag Nr.: 8.277.813 8277813

Ist Euch eigentlich schon mal die Idee gekommen, dass ein riesiger USD-Rutsch mit einer miteinhergehenden Inflation auch wieder diese oder andere Indexstände in den US-Indizes rechtfertigen könnte, da diesen Indexständen dann nur so und so viel des heutigen Wertes zugrunde liegt.

Erste Anzeichen sind solche Tage, wie heute:

1. Gold stark
2. EUR stark
3. NASI im Plus.

Wenn das nun öfters auftritt und damit die alten Gesetzmässigkeiten ausser Kraft gesetzt werden, sollte man darüber mal nachdenken. Dann werden zwar immer noch KGV`s eine Rolle spielen, aber nicht mehr die Marktkapitalisierung.

Nur mal ins Extrem gedacht, um vielleicht zu sehen, ob das ein realistisches Szenario sein könnte.
Gruss Mic

und verweise außerdem auf den thread von @sig (du kennst ihn ja ;) ):
Thread: Warum der Schein trügt

das könnte wirklich eine erklärung sein: die amerikaner steigen hier langsam aus, da sie immer noch gewinne haben, auch wenn sie beim dax-stand 3600p. eingestiegen sind. ich frage mich schon die ganze zeit, was da für umschichtungen im gange sein könnten.

@groupier
befürchtungen, dass ein krieg länger dauern könnte, kann man getrost abhaken
ich glaube, dass du recht hast mit deiner einschätzung zum irak, sofern ein krieg darauf begrenzt bleibt. unklar ist für mich nach wie vor, wie sich die anderen arabischen staaten verhalten werden und wie hoch die flächenbrandgefahr tatsächlich ist. lese ich zuwenig im politischen teil der zeitungen, oder wird da nicht wirklich wenig drüber berichtet?

gruss und ein schönes wochenende
cabinda
Hi cabinda, :)

natürlich passt das genauso gut hier in diesen Thread. ;).

Wie Du ja weisst, versuche ich inzwischen mit meinem laienhaften, aber vielleicht noch gesunden Menschenverstand nach Erklärungsmöglichkeiten zu suchen, warum sich im Grossen die Märkte so verhalten, wie sie sich eben verhalten und dann das Analystengerede eben mit dieser Idee zu vergleichen.

Das Posting in HM`s Thread entstand, weil hier ja (wie auch sonst überall) immer von der hohen Bewertung des DOW und den eigentlich angemessenen Indexständen gesprochen wird und der "arme" DAX ja schon soviel gelitten hat.

Dafür müsste es doch eine logische Erklärung geben, insbesondere da der DOW immer noch zäh ist. :D

Aus Deinem eingestellten Börsenausblick zitiert Konjunkturbremse Euro ziehe ich eben den Schluss, dass hier psycholgisch Stimmung gegen zukünftige Entwicklungen gemacht werden, die aber wahrscheinlich sind, wenn irgendwie eine Normalisierung wieder eintreten sollte und ob in den USA irgendwann mal Zahlen wie auf LIRA-Banknoten stehen - davon geht die Welt nicht unter. :D

In dem ganzen einerlei vergisst man eben oft, dass Indexstände keine unveränderlichen Wertmassstäbe sind - und jede Anpassung tut nun mal weh. :D

Vielleicht liegt darin der Erfolg einer langfrisitgen Investmentstrategie: .. sich durch das tägliche Einerlei der Wirtschaftsmeldungen nicht verunsichern zu lassen.

Die Arbeitsmarktdaten der USA gestern sind so grottenschlecht und werden noch schlechter. Der Markt hat aber hier noch nichts eingepreisst, sondern wird in diesem Fall der Realität hinterherlaufen.

Unternehmensgewinne durch Einsparungen weisen mE jedenfalls nicht auf ein Wirtschaftswachstum hin, insofern sollte man solche Zahlen wohl auch nicht mehr unbedingt als Nachlaufindikatoren, sondern als Vorläufer ansehen.

Die Gesetzmässigkeiten die gestern in einem Bullenmarkt an der Börse galten (steigender USD- steigende Märkte), sind heute oder morgen vielleicht gerade umgekehrt.

Und dieses Szenario weitergespielt bedeutet vielleicht:
1. Steigender USD -> fallende US-Indices -> steigender oder nicht so stark fallender DAX

2. Schwächelnder USD -> steigender oder nicht so stark fallender DOW -> nicht so stark steigender DAX oder fallend.

We will watch the future. ;)

Gruss Mic :)
@ cabinda

Die Flächenbrandgefahr aus der arabischen Halbinsel bzgl. Irak dürfte gering sein.
Der Bürgerkrieg den die Palästinenser gegen Sharons religiöse Fanatiker führen müsste allein schon einen Flächenbrand auslösen.

Zu Ihrer Unterstützung kommt von der arabischen Halbinsel nichts.
Keine nennenswerte Soli mit den Palis bei den herrschenden royalen Cliquen vorhanden.

Umsturzgefahren für die Scheichs könnten natürlich fanatische religiöse Bewegungen a la Iran bilden.
Aber auf der Halbinsel herrscht ein eh schon erzkonservatives Establischment, das auch im wesentlichen den eigenen islamischen Klerus stellt.
Das wären dann quasi nur private Palast-Revolutionen!
Allerdings hats sowas dort schon oft gegeben .
Trotzdem hier unterscheiden sich die Araber vom Iran.
Denn die Pahlewis im Iran waren eigentlich an die Macht gekommene Ex-Generäle des russichen Zaren.
Die keine Solidarität oder Rückhalt im iranischen muslimischen Klerus hatten oder erwarten konnten.

Also alles in allem wird wohl der eine oder andere zu westlich dekadente Scheich einem Assasinen (arabisch: Mörder) zum Opfer fallen, am politischen System wird sich in Arabien aber eher wenig ändern.

Auch ein Irakkrieg der USA nicht.
Die Probleme der USA werden nach einer erfolgreichen Beseitigung Saddams andere sein.
Den eine Beseitigung der Saddam Hussein Clique im Irak stellt schon automatisch eine Stärkung der Konservativen und Religiösen dar.
Allein durch die Tatsache das er endlich weg ist, werden die Ihre politischen Forderungen schon früh genug anmelden!

Und eine Frage die ich mir schon vor dem ersten Golfkrieg stellte war!
Was machen die USA nach dem Krieg bzw. der Befreiung Kuweits mit dem Irak?

Diese Frage ist heute genauso offen wie damals.
Oder weis das vielleicht irgendwer.

In den Zeitungen hab ich davon noch nichts gelesen.
Und von den sogenannten Oppositionsgruppen die in London rumsitzen hab ich auch noch nichts Nennenswertes gehört.

Der grösste Fehler, den die USA meines erachtens machen können wäre der, das Bush/Blair irgendein zusammengewürfeltes Marionettenregime als Pseudoregierung installiert.
Das ist dann sicher praktisch für die Ölmultis aber was dann passiert hat schon das abschreckende Beispiel Shah versus Khomeini gezeigt.

Der war im Prinzip nur eine US-Marionette.

mfg.

Groupier
@groupier
danke! inzwischen habe ich auch einiges gelesen, was die gefahr einer ausweitung tatsächlich weniger gering erscheinen lässt. tja, was sie nach dem krieg mit dem irak dort vorhaben... sie stellen sich das ungefähr so vor wie unten in dem spiegel-artikel beschrieben. weitere szenarien werden in dem thread von @inferno2002 diskutiert, den ich nur empfehlen kann - einfach klasse und sehr informativ. Thread: IRAK SITREP US-Kräfte Middle East (wie versprochen...) .

daraus folgender beitrag:

SPIEGEL ONLINE - 06. Januar 2003, 12:25
URL: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,229550,00.html
Bushs Irak-Szenario

18 Monate Besatzung, Übernahme der Ölfelder

Während die Welt noch gespannt auf den Bericht der Uno-Waffeninspektoren wartet, schmiedet die US-Regierung bereits Pläne für den Tag nach Saddams Sturz: Der Diktator und seine Helfer müssten sich vor Militärgerichten verantworten, ein Statthalter würde das Land regieren.

Wie geht das Leben im Irak nach Saddam Hussein weiter? Die USA haben bereits detaillierte Pläne...


Washington - Experten des Sicherheitsteams von US-Präsident George W. Bush arbeiten einem Bericht der "New York Times" zufolge schon seit einigen Monaten an den Plänen. Sie seien schon im Detail mit Bush diskutiert worden. Es wäre der anspruchsvollste Wiederaufbauplan für ein besiegtes Land seit der Besetzung Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg. Wenn Bush heute aus seinem Weihnachtsurlaub zurückkehrt, sollen ihm die Pläne noch einmal vorgelegt werden.

Mindestens 18 Monate, so das Szenario, soll der Irak nach einer Niederlage unter amerikanische Militärherrschaft kommen. Die Streitkräfte hätten in dieser Zeit die Aufgabe, Frieden zu sichern, die Saddam-treue Elite auszuschalten, Massenvernichtungswaffen zu zerstören und das Land zusammenzuhalten. Ein ziviler Verwaltungschef - eventuell eingesetzt von der Uno - soll in der Übergangsphase die Wirtschaft am Laufen halten, Schulen und politische Einrichtungen wiederaufbauen und Hilfsprogramme organisieren.

Auch Kriegsverbrecherprozesse ähnlich den Nürnberger Prozessen sollen abgehalten werden - von amerikanischen Militärgerichten. Dabei sollen jedoch nur Vertreter des Saddam-Regimes zur Verantwortung gezogen werden, die in besonderen Schlüsselpositionen gewirkt haben. Ein Großteil der Regierung soll jedoch bestehen bleiben.

Zwei Kernziele prägen die Planungen der Sicherheitsberater: Zum einen solle der Irak als staatliche Einheit in seinen jetzigen Grenzen bewahrt werden, zum anderen soll "Einmischung von außen" verhindert werden - eine klare Warnung an die Nachbarländer.

Eine Schlüsselrolle in den amerikanischen Plänen für die Zeit der Besetzung spielt freilich der Umgang mit den Ölreserven des Irak. Offiziell heißt es zwar noch, das Öl bleibe das Eigentum des irakischen Volks, die US-Regierung diskutiert jedoch bereits, wie die Ölfelder während des Konflikts geschützt werden können. Auch die Frage, ob und wie der Irak dann in der Opec vertreten werden kann, beschäftigt die Bush-Berater.

Im vielstimmigen Kriegsgerede der US-Regierung wird Öl selten erwähnt. Aber der Irak verfügt über ein Zehntel der Weltölreserven. Und eine Militäraktion am Golf wird zweifellos einen großen Einfluss auf die Weltmärkte haben. "Es wäre unsere Absicht, diese Felder zu schützen und sicherzustellen, dass sie von einem schwindenden Regime nicht im letzten Moment zerstört oder beschädigt werden", sagte kürzlich US-Außenminister Colin Powell. Die wachsende Kriegsgefahr und auch der monatelange Generalstreik im Ölförderland Venezuela haben schon jetzt die Rohölhändler verunsichert. In der vergangenen Woche sprangen die Preise für Rohöl mit einem Auslieferungstermin im Februar auf mehr als 33 Dollar je Barrel (das Fass zu 159 Liter). Das sind 65 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das aus Sicht der Rohstoffmärkte schlimmste Szenario würde so aussehen, dass eine Invasion auf massiven Widerstand trifft, die Ölfelder in Flammen aufgehen und die Produktion in anderen Ländern am Golf gestört würde. Dann würden sechs Millionen Barrel täglich ausfallen, und der Ölpreis könnte auf 80 Dollar hochschnellen. Bis ins Jahr 2004 hinein würde der Ölpreis bei einer solchen Lage über 40 Dollar bleiben, was nach Einschätzung von Experten eine globale Rezession verursachen könnte.

Viele wesentliche Entscheidungen, so warnen die Strategen im Weißen Haus und im Pentagon, könnten erst vor Ort im Irak entschieden werden. "Vieles hängt einfach von dem Krieg selbst ab", zitiert die "New York Times" einen der Verantwortlichen, "ob es überhaupt zum Krieg kommt, wie er beginnt und wie er endet". Entscheidend sei auch, wie die amerikanischen Truppen im Irak empfangen würden, ob es eine "feindliche oder eine freundliche Besetzung" werde. Die CIA entwerfe derzeit diverse Szenarien, die all diese Unwägbarkeiten berücksichtigen.

Eines jedoch haben alle Szenarien gemein: Das US-Militär würde für längere Zeit das Kommando im Irak übernehmen. Allein um sicher zu gehen, dass alle Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins zerstört würden, so warnt das Pentagon, könnte es mindestens ein Jahr dauern. Auf keinen Fall werde man länger im Irak bleiben als unbedingt nötig. "Aber ich glaube nicht", so einer der Nachkriegsplaner, "dass das nach ein paar Monaten vorbei ist".

gruss
cabinda
hi mic,

1. Steigender USD -> fallende US-Indices -> steigender oder nicht so stark fallender DAX

2. Schwächelnder USD -> steigender oder nicht so stark fallender DOW -> nicht so stark steigender DAX oder fallend.


ich beobachte auch diese tendenz - spielen wir das doch mal durch. was würde das bedeuten für die märkte in nächster zeit, wenn a. sich die bestätigen sollte und b. der euro bald zur korrektur ansteht (bei 1,06 oder 1,08e aus technischer sicht)?

dann dürfte es noch eine kurze, vielleicht aber kräftige erholung in den u.s.-indizes geben, mglw. mit einem ausbruch über 8.800 im dow und nachfolgendem kurzen kaufrausch/short-squeeze (eines der beliebten fehlsignale?), danach ein absinken der kurse in den u.s.-indizes und evtl. eine langsame erholung des dax. denn eigentlich müsste sich in dem chart, den @sig zur performance von dow und dax eingestellt hat, ja die schere auch wieder schließen.
das ist jetzt aber reine spekulation.

dazu passen würde aber die heutige handelsblatt-meinung, hier das in fettdruck gesetzte:

vwd FRANKFURT. Ein weiter steigender Euro, höhere Ölpreise sowie die Konflikte im Irak und Nordkorea sind Wasser auf die Mühlen der Investoren, die vor allem die Risiken betonen. Kein Wunder also, dass in den vergangenen Tagen vor allem Versicherer ihre Aktienbestände zugunsten von Staatsanleihen zurückgefahren haben.
„Wenn sich schon diese Profis aus dem Aktienmarkt zurückziehen, darf sich niemand wundern, dass die Börsen keine einheitliche Richtung finden, sondern nur immer wieder in einer Spanne von 150 Punkten schwanken“, sagt ein Frankfurter Aktienhändler. Allerdings gibt es auch einen positiven Aspekt. Ende vergangener Woche fiel der Dax auf die Tiefs von Ende Dezember 2002 zurück. Dadurch hätten jetzt die Investoren wieder einen Grund zum Kaufen, die die starke Performance vom 2. Januar verpasst hatten. „Am Markt wurde bereits darüber gemunkelt, dass vor allem große US-Adressen die Märkte genau auf diese Indexstände drücken wollten, da sie den ersten Handelstag des Jahres verpasst hatten“, berichten Londoner Marktteilnehmer.

(quelle: handelsblatt von heute)

das ist nun wieder eine neue variante.:rolleyes: - in dem fall würden wir die oktober-tiefs im dax wohl nicht mehr sehen.


Der Markt hat aber hier noch nichts eingepreisst, sondern wird in diesem Fall der Realität hinterherlaufen.

Unternehmensgewinne durch Einsparungen weisen mE jedenfalls nicht auf ein Wirtschaftswachstum hin, insofern sollte man solche Zahlen wohl auch nicht mehr unbedingt als Nachlaufindikatoren, sondern als Vorläufer ansehen.


da bin ich ganz deiner meinung (schreibe ich auch schon seit zwei jahren...). einsparungen und restrukturierungen in den unternehmen mögen gut und nötig sein, aber sparmaßnahmen und investitionsbereitschaft sind zwei paar schuhe, und solange die arbeitslosigkeit zu- und nicht abnimmt, ist der boden nicht erreicht, sondern die zunehmende beschäftigungslosigkeit impliziert erst einmal weitere konjunkturschwäche. (ich bin aber auch nur laie ;) )

Vielleicht liegt darin der Erfolg einer langfrisitgen Investmentstrategie: .. sich durch das tägliche Einerlei der Wirtschaftsmeldungen nicht verunsichern zu lassen.

langfristig würde ich auch nur noch in rohstoffe investieren. allein die charts sprechen dafür.

hier die meinung eines bullen aus dem handelsblatt zu den kriegs-szenarien:


>Anleger zwischen Kriegsangst und "Bushonomics"

In den letzten Tagen mehren sich die Anfragen nach meiner Prognose für die Märkte im neuen Jahr.

Denn trotz meiner seit Monaten betont vorsichtigen Haltung sei ich „im Herzen doch ein Bulle“. Aus gegebenem Anlass werde ich heute etwas konkreter. Welcher Anlass? Nun, das seit Tagen diskutierte und gestern verkündete Wirtschaftsförderprogramm von George W. Bush ist ein Meilenstein: 20 Jahre nach den so erfolgreichen „Reagonomics“ ein neuer Anstoß für Amerika durch „Bushonomics“. Ich bin überzeugt, dass auch wir Europäer davon indirekt profitieren werden, wenn das Programm so oder ähnlich bald umgesetzt wird.

Szenario 1 (leider das Unwahrscheinlichste): Es wird keinen Krieg geben, die Welt atmet auf, Öl und Gold werden billiger, die Investitionsbereitschaft wächst, die Stimmung in der US-Wirtschaft wird zusehends besser, die „Bushonomics“ wirken zumindest als Stütze für einen neuen Aufschwung – Aktien sind wieder gefragt: Ende der Baisse auch für den Dax.

Szenario 2 (schon wahrscheinlicher): Es gibt einen Krieg in Nahost, der für die westliche Allianz rasch sehr erfolgreich verläuft. Ist schon nach wenigen Tagen oder Wochen klar, dass die Vergleiche mit dem Golf-Krieg 1991 berechtigt waren, werden die Spuren an den Börsen zwar wieder heftig, aber nur kurz sein. Die Sorgen über wachsende Defizite und steigende Zinsen durch das Bush-Paket werden im Jahresverlauf durch positivere Trends in der US-Wirtschaft überlagert, der Dollar erholt sich – der Tiefpunkt der Aktienkurse wird zum Kriegsbeginn markiert, also eine Kaufgelegenheit.

Szenario 3: Es gibt einen Krieg, der uns alle in Atem hält, bei dem eine längere Dauer und eine regionale Ausweitung droht, Öl und Gold dramatisch fester, Aktien im Sturzflug – von „Bushonomics“ spricht dann bis auf weiteres keiner.

Bleiben Sie gelassen – bis auf weiteres!
HANDELSBLATT, Mittwoch, 08. Januar 2003, 14:52 Uhr<

die untertassenformation im gold-chart verheisst dann aber unguterweise szenario 3 :confused: - vielleicht kommt es aber nicht so schlimm, sondern wir erleben ein relativ gutes börsenjahr, bevor die wirtschaft von der realität der u.s.-wirtschaft eingeholt wird (durch die kriegskosten zusätzlich belastet, und wir in d. ja wohl auch) und es einen erneuten einbruch an den aktienmärkten gibt.

aber jetzt mal kurzfristig gesehen - ich finde den aktuellen tradermarkt so reizvoll, dass ich nicht so viel lust habe, mich langfristig festzulegen.

angenommen, unser euro-dollar-szenario oben würde hinhauen, dann weiß ich nun wieder nicht, wie das zu der annahme passt, dass die märkte sowohl bei kriegsausbruch als auch bei kriegsabsage überschießen könnten.

dann heißt es in dem vorher geposteten ftd-artikel, dass man in der laufenden berichtssaison schlechte ergebnisse lieber frühzeitig bringt, anstatt sie zu vertuschen oder zu verschleppen. wie könnte sich das auswirken?

bei entsprechender trendstärke in den märkten könnte es zu einem `buy on bad news` führen (stimmung: `wir haben das tief gesehen`).

oder aber die großanleger sind so nervös, dass sie nicht investiert sein könnten, wenn die märkte bei einer entscheidung über krieg oder nicht-krieg hochgehen sollten und sie nur noch die rücklichter des zuges sehen, dass sie einfach kaufen und es immer wieder kurzfristige einbrüche wie gestern gibt, wenn sie von der realität eingeholt werden.

für uns bleibt es wie gesagt ein schicker tradermarkt.

gruss
cabinda
Hi cabinda, :)

lass mich auf Dein Posting mal vom Ende her antworten. ;)

für uns bleibt es wie gesagt ein schicker tradermarkt

Warum ich dass mit der langfristigen Investstrategie geschrieben habe, hat sicher damit etwas zu tun, dass es die vielleicht etwas entbehrlicher macht. :D

Liegt vielleicht auch daran, dass ich bis jetzt nicht so ein erfolgreicher Trader war, wie Du. :D

Doch ich will mich nicht drücken und auch ein bisschen meine Meinung zu Deinen von Dir kurzfrisitigen Einschätzungen geben.

Das der EUR kurz vor einer kurz- bis mittelfrisitgen Konsolidierung steht, dafür sprechen für mich folgende Faktoren (ursprünglich ging ich von einem Range von 1,05-1.07 aus, aber 1,06 - 1,08 soll mir auch recht sein. ;):

1. Überkauftsituation, was aber in einem stark steigenden Trend mE nicht überbewertet werden darf.
2. Diese Zielrange ist mE auch aus dem Verlauf nach klassischem Chartmuster rauszulesen (Höhe des vorhergehenden Anstiegs von der Oberkante der 1. Tradingrange zum Ausbruch der Tradingrange zu addiert.)
3. Treffen wir nun auf Widerstände (bzw. Supports beim USD) aus den Jahren 1998-2000.

Das von @Sig dargestellte Szenario stellt mE nach wie vor das mittel- bis langfrisitige Szenario dar.
Kurzfrisitige Rückschlüsse auf den DOW würde ich deshalb weniger ziehen, als auf den DAX.

Hier kommt mE immer noch die psychologische Komponente hinzu, dass wenn die USA "Hurra schreit", der DAX zumindest mitschreien möchte. Die Schere wird sich zwar verkleinern, aber nicht schliessen, sondern längerfristig vielleicht noch weiter öffnen.

Dies würde nämlich erst mal bedeuten das der DAX ein Eigenleben beginnt und das tut er mit dem US-Kapital wohl eher, als mit dem inländischen Kapital.

Zu den 3 Szenarien (kommen mir irgendwie aus N-TV bekannt vor ;) )

1. Szenario: indiskutabel. ;)
2. Szenario: Die Schlussfolgerung stimmt mE mittel- bis langfrisitg nicht, da der USD wegen bekannter Gründe weiter fallen muss. Die Aktienkurse können aber sehr wohl so verlaufen, wie beschrieben: der Tiefpunkt der Aktienkurse wird zum Kriegsbeginn markiert, also eine Kaufgelegenheit. - Die frage ist lediglich für welchen Zeitraum dieser Tiefpunkt markiert wird. Mit der Bödensuche habe ich immer noch meine Schwierigkeiten. :D
3. Szenario:
Ist nichts kurzfrisitiges, wobei ein Krieg dann halt wieder mal als Verursacher vorgeschoben wird, was mE auch zur Zeit nicht die fundamentalen Gründe für die EUR oder Goldstärke sind.

Zu Deinen Gedanken:

angenommen, unser euro-dollar-szenario oben würde hinhauen, dann weiß ich nun wieder nicht, wie das zu der annahme passt, dass die märkte sowohl bei kriegsausbruch als auch bei kriegsabsage überschießen könnten.

Die Bewegung der Märkte muss man vielleicht in dieser kurzfrisitigeren Betrachtung von dem USD/EUR Verhältnis unabhängig sehen. Währungen werden vielleicht nicht so schnell durch Stimmungen manipuliert, wie die Indices.

In beiden Fällen "Kriegsausbruch" = " buy on bad news" und "Kriegsabsage" = "kommt ja doch nicht so schlimm, wie die Pessimisten befürchteten" wird ein Aufschwung erfolgen, zu dem beim Kriegsausbruch schon heute die Mehrzahl nicht von einem langen Krieg ausgeht und eben gerade das 90er Irak-Krieg Szenario vor Augen haben.
Ob das auch Bestand hat, daran wage ich zu zweifeln, eben weil gerade viele dieses Szenario schon wieder für so wahrscheinlich halten.

dann heißt es in dem vorher geposteten ftd-artikel, dass man in der laufenden berichtssaison schlechte ergebnisse lieber frühzeitig bringt, anstatt sie zu vertuschen oder zu verschleppen. wie könnte sich das auswirken?

Das spricht mE auch für das Vorbereiten auf eine weitere Bärenrally. Da für viele Firmen die Jahresergebnisse 2002 anstehen werden, die noch schlechter als 2001 sein werden, wird man das gleiche Spiel wie im Oktober machen. Gewinnwarnungen mit positiven Überraschungseffekten.

Wenn man beides so zusammen nimmt könnte vielleicht der Chart ähnlich wie 2001 aussehen. Tiefstkurse im Februar, Anfang März, Rally bis Mai/Juni und dann Absacken bis zum Herbst.

Dies war meine kurzfrisitige Glaskugel , aber eigentlich traue ich Dir da ja mehr zu.

Fundamental leben Bären glaube ich auch 2003 weiter ruhiger. ;)

Gruss Mic :)
@cabinda

Danke für den schönen Artikel in #1505 der lässt sich schön zerpflücken. :cool:

... Mindestens 18 Monate, so das Szenario, soll der Irak nach einer Niederlage unter amerikanische Militärherrschaft kommen ... :laugh: :laugh: :laugh:

Sind die naiv der Irak besteht aus 3 Volksgruppen den Kurden den Shiiten(Iraner) und den Sunniten(Araber).
Der wesentliche Unterschied unter Ihnen besteht darin das sie alle untereinander Spinnefeind sind.

Und die Kurden einen eigenen Staat wollen, der primär Shiitische Süden hätte dazu wenig dagegen eventuell iranisch zu werden. :eek:

Die Kurden sind ein Extrafall sie sind die einzigen Profiteure des Embargos oder eher der No Fly-Zone.
Nur Öl wird auch im Norden gepumpt.

... Eine Schlüsselrolle in den amerikanischen Plänen für die Zeit der Besetzung spielt freilich der Umgang mit den Ölreserven des Irak. Offiziell heißt es zwar noch, das Öl bleibe das Eigentum des irakischen Volks ... :laugh: :laugh: :laugh:

Die Kurden werden sagen die Ölfelder im Norden gehören uns. Basta!
Die Shiiten im Süden werden sagen die Ölfelder im Süden (die weitaus grösseren) gehören uns. Basta!

... Zwei Kernziele prägen die Planungen der Sicherheitsberater: Zum einen solle der Irak als staatliche Einheit in seinen jetzigen Grenzen bewahrt werden, zum anderen soll "Einmischung von außen" verhindert werden - eine klare Warnung an die Nachbarländer. ... :laugh: :laugh: :laugh:

Die klare Warnung an die Nachbarländer ist lächerlich, die Iran-Mullahs wissen selber das sie keinen Krieg mit den USA gewinnen können.
Nur da wird es welche geben die das nicht Anficht.
Aber ihre fünfte Kolonne können(werden) sie loslassen bzw. sie finanzieren Berufsterroristen und religiöse Fanatiker.
Der Irak hat nach Saddams-Fall genug inneren Sprengstoff zu bieten das der Erhalt in seinen Grenzen Zweifelhaft ist.

Warum sollten die Kurden im Staatsverband bleiben deren eigene Fanatiker werden am Tag X sofort den eigenen Kurdenstaat fordern und notfalls Erkämpfen.
Wenn Bush ablehnt hat er den schönsten Guerilla-Krieg am Hals dem man im mittleren Osten für umme kriegen kann.

Wenn er schlau ist dann gibt er den Kurden einen eigenen Staat, damit wäre er der erste nach 2-3000 Jahren der durch den Irak kommt und die Kurden nicht zu Unterdrücken suchte.
Sollen die Türken doch Gift und Galle Spucken wenn Ihre offiziell Bergtürken geschimpfte Minderheit einen eigenen Verein aufmacht.

Man höre !! ... Ein Großteil der Regierung soll jedoch bestehen bleiben. ...

Wen belässt er denn von Saddams-Regierung im Amt ?
Vielleicht das was er zum Erhalt des Iraks braucht, wenn es innenpolitisch Knackt und Krawallt nach dem Sieg!
Saddams Polizei- u. Repressionsapparat, die Abteilung innere Sicherheit usw. :mad: :mad: :mad:
@mickym

... daran wage ich zu zweifeln, eben weil gerade viele dieses Szenario schon wieder für so wahrscheinlich halten.

Also welches Irak-Szenario wär denn deines, nur mal gefragt.

N8

Groupier
@Groupier

Da ich mich mit den eigentlichen Machtplänen einer Grossmacht (USA) noch nie so auseinander gesetzt haben, wie das vielleicht Du oder andere an Board getan haben, bin ich sehr vorsichtig.

Was einem die Medien über die Gründe für oder wider einen Krieg präsentieren, sehe ich inzwischen mit gemischten Gefühlen.

Ob der Krieg in Afghanistan, als Folge des 11. September zu sehen ist oder ob die Taliban nicht schon länger ein Dorn im Auge der USA waren, ich weiss es nicht.:confused:

Ob der Irak oder Saddam Hussein als Teil der Achse des Bösen oder weil er mit Massenvernichtungswaffen die westliche Welt bedroht nun beiseite geschafft werden müssen, ich weiss nicht.:confused:

Warum der Irak nun gerade jetzt eine Bedrohung darstellt und nicht schon vor 5 Jahren, wo er diese Waffen ja auch hat (?), ich weiss es nicht.:confused:

Warum der Irak eine Bedrohung darstellt, nachdem er angeblich nach dem 1. Golfkrieg zu 72% entwaffnet wurde (gelesen, aber Quelle nicht mehr im Kopf) und Israel das grösste Waffenpotential im Mittleren Osten hat, ich weiss es nicht.:confused:

Wenn, wie auch schlüssig argumentiert, manche nicht in den offiziellen Medien erschienenen Berichte, Analogien zur früheren kriegsvorbereitenden Massnahmen in den Medien feststellen, ich weiss es nicht. :confused:

Wenn, wie allgemein inzwischen angenommen, die Ölinteressen der USA hinter der ganzen Sache stecken, könnte der Irak auch nur ein Schritt in einer grösseren Abfolge von Schritten sein.

- Und dann muss man sich fragen, wann ist denn ein Krieg zu Ende, wenn ganz anderen Interessen im Hintergrund stehen. :(

In Afghanistan ist der Krieg mE auch nicht zu Ende, sondern die Deutschen halten die Stellung der Amis.

Wie wird das im Irak sein ( mit oder ohne Saddam )??:confused:

Wer spielt dann dort die Polizei, die Briten??- um den USA weiter den Rücken offen zu halten?
Ist ein Partisanenkrieg für die Öffentlichkeit schon eine Ende des Krieges??
Oder das Absetzen von Saddam???
Die Schwierigkeiten, die Du hier beschreibst mit den drei Volksgruppen gar nicht berücksichtigt?

Wenn wie einge vermuten das primäre Machtinteresse nicht nur das Öl im Irak, sondern auch der Zugang zu weiteren Ölreserven sichergestellt werden soll, was kommt dann mit Schröders oder Bush`s Aussage nach dem 11.September im doppelsinnigsten Sinn, mit dem "Beginn einer neuen Zeitrechnung " noch auf uns zu.

Jetzt ist es ja schon schwierig für die Amis, die Verbündeten bei der Stange zu halten,was wenn noch mehr auf uns zukommt? :confused:

Könnte es nicht evtl. doch zu einer Eskalation durch Einmischung von Drittstaaten kommen (Russland, China, etc....). Vielleicht keine Kriegserklärung von Einzelstaaten an die USA, was aber wenn sich Allianzen bilden? Die Wahrscheinlichkeiten werden mit jedem Krieg grösser?
Wie verhält sich der Iran, was wird aus den Kurden?
Wie reagiert die Türkei darauf?
Warum haben es die Amis so eilig, die Türkei in der EU zu sehen?

Ich glaube langsam, dass hier so was wie ein Gewöhnseffekt erzielt werden soll.

Gestern Afghanistan = abgehakt!
Heute Irak, morgen abgehakt und was dann??
Morgen Syrien, Lybien oder Nordkorea?

Das verdrängt jeder, jeder möchte wieder zurück in die friedlichen 90er mit boomender Wirtschaft, Aktienmärkten usw.

Also mein Irakszenario ist eigentlich keines, sondern vielleicht was viel grösseres ohne es konkret beim Namen nennen zu können. :( :( -LEIDER!

Die Frage, die ich mir auch aufgrund einiger Aufsätze stelle, sind die Hintergründe, nach dem Motto wer ist das Huhn und was das Ei.

Sind nicht vielleicht die wirtschaftlichen Hintergründe oder ein drohender Finanzkollaps die eigentlichen Faktoren für diese politisch labilen Zeiten, als umgekehrt??:confused: :confused: (Das dachte jeder auch nach dem 11.September, dass dieser katastrophale Einbruch an den Börsen durch den Anschlag verursacht wurde, heute ist es nur ein Peak nach unten und passt wunderbar in den Baissechart der Indizes.
Wird das nochmal so klappen?? "Kaufen, wenn die Kanonen donnern?" - haben wir ja erst gesehen, dass das funktioniert. Ist Börse so einfach??? Sind das Investoren oder nur ein paar Leute, die abgezockt werden sollen??)

Ich weiss das alles nicht, aber nur ein paar High-Tech Bomben zu werfen und dann nach 2 Monaten sagen, das wars, das ist mir halt zu kurz gedacht - unabhängig davon, dass es auch menschenverachtend ist. :(
--- So kurz wie eine Bärenrally eben. ;)

Ich bin sicher kein USA Gegner per se (mal von Top-Manager Gehältern und ShareHolder Value Mentalität abgesehen. :D) und wenn jemand den Weltfrieden bedroht, dann muss dem vorher der Garaus gemacht werden - dann Danke an die USA, aber ich pers. fühle mich nicht imstande dies zu beurteilen.

Ich glaube, ich habe hier mehr Fragen gestellt, als mögliche Antworten gegeben, aber deswegen blieb ich ja auch so unkonkret.

Gruss Mic :confused:
Seht euch einmal diese Meinung an.

http://www.goldseiten.de/ansichten/warmbein-03.htm

Kurz und Knapp
Nicht mögliche Gründe für einen Irak Krieg:
Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Menschlichkeit, eine bessere Welt usw.

Mögliche Gründe für einen Irak Krieg:
Habgier, Egoismus, Machtanspruch, Imperialismus, Waffengeschäfte, einrichten neuer Militärbasen, usw.

Nach einem Krieg `dürfen` sicher UNO Truppen auf eigene Kosten das Land befrieden, während die USA die wichtigsten Aufgaben bei den Ölfeldern lieber selbst durchführen.

Aber ist NurMeineMeinung
@cabinda

Als Ergänzung zu #1507, mal die Schlussbemerkung aus diesem Artikel:

http://www.wams.de/data/2003/01/12/32052.html

.....
Bill McQuaker von Crédit Suisse First Boston rechnet mit einer schwierigen Berichtssaison. Die Wachstumsprognosen für 2003 seien sehr optimistisch und die Glaubwürdigkeit dieser Vorhersagen recht gering. Ihn würde es daher auch nicht überraschen, wenn „die Unternehmenschefs ihren Jahresausblick genau dann formulieren, wenn ein Krieg im Nahen Osten beginnt".


Gruss Mic :)
hi leute,

ich habe euch ja jetzt längere zeit mit sentiment und marktbreite verschont. da ich den eindruck habe, dass das fell des bullen jetzt bereits lautstark verteilt wird, muss ich an dieser stelle einspruch erheben, zumindest bedenken anmelden. ich glaube , dass sich die schäfchen noch nicht auf der weide versammelt haben. unterstreichen möchte ich dies mit dem chart des rydex-assets in money-market fonds:



wie man sieht könnte noch mancher dollar aus geldmarktnahen fonds in die indizes gelockt werden!

die langsamen indikatoren wie der summation index und der bullish%-index haben frische kaufsignale generiert:


auch andere indikatoren deuten nicht auf einen unmittelbar bevorstehenden absturz hin.

ganz besonders hoch gewichte ich persönlich den Nasdaq-upvolume indikator.

so, und jetzt aufgepasst Bären !!!

Eine aktie erscheint dann auf der liste der neuen hochs, wenn sie so stark wie nie im letzten jahr war. das zeigt, dass eine herde gieriger bullen jagd auf ihre anteile macht. eine aktie erscheint auf der liste der neuen tiefs, wenn sie den schwächsten punkt seit einem jahr erreicht hat. das zeigt, dass eine menge aggressiver bären ihre anteile verschleudert. der NH-NL index verfolgt die stärksten und schwächsten aktien an der börse und vergleicht ihre zahlen. er misst die kräfteverteilung zwischen den starken und den schwachen `anführern`! deshalb ist der NH-NL ein vorauseilender indikator des aktienmarkts.

Quelle: Dr. Alexander Elder / Die Formel für Ihren Börsenerfolg *ggg*






keineswegs möchte ich einem neuen `bullenmarkt` das wort reden., wenngleich ich vor dem hintergrund offensichtlicher inflationsstrategien der FED nicht so recht an `neue lows` glauben kann. ein teil der frisch gedruckten blüten wird sich mit sicherheit auch an die equity-märkte verirren. dennoch: die richtung für `investoren` dürfte klar sein: long in commodities, insbesondere gold/silber, short t-bond und dollar !

in diesem sinn: wünsche euch ein schönes wochenende!

woernie (alias troubadix)
@ mickym

Die Machtpläne der USA/U.K. sind im IRAK schlicht NEO-KOLONIALISMUS.
Die Saddams-Massenvernichtungswaffen wohl nur eine Shimäre als Feigenblatt für den Krieg.

Der Krieg in Afghanistan ist schon eine Folge des 11. September, aber davor wollten die USA mit denen wg. einer Erdölpipeline von Tadschikistan via Afghanistan nach Pakistan durchaus ins Geschäfft kommen.
Der pakistanische Geheimdienst war ja in Afghanistan massiv Aktiv.
So aktiv das man fast glauben kann das die Pakistanis das Talibanregime selber stellten.

Ohne die Ölinterressen der USA, und die Sicherheits-Interressen Israels natürlich auch, wäre der Irak politisch wahrscheinlich kaum ein Thema im weissen Haus.
Eine Niederwerfung Saddams würde das OPEC-Kartell massiv schwächen evtl. entmachten.
Ausserdem könnten die USA und Israel dann dem mitlleren Osten ihre Friedenslösung für Palästina diktieren.
Was aber keinen Frieden bringen würde und nur ein weiteres Verbrechen gegen die Palästinenser wäre.
Wenn die Israelis ihre Dreckfinger an den Tempelberg legen, was man bei der derzeitigen Sharonregierung ja annehmen muß.
Nun dann haben wir keinen Krieg mit dem Irak mehr sondern einen Religionskrieg mit einer Allianz des gesamten Islam nur ca. 1,3 Milliarden Menschen!

Nord-Korea KIM ist wahrscheinlich viel gefährlicher, aber der pumpt kein Öl er will es sich politisch Erpressen.
--> Eine historische Paralelle ist Japan - USA vor Pearl Harbour!
Ausserdem hat er die weitaus stärkere Armee im Rücken, viel wahrscheinlicher als Saddam die Atombombe und mit Garantie chemische und biologische Waffen im Arsenal.

Also irgendwie ist gerade alles voll in der Scheisse aber wenigstens @woernie ist bullisch.

mfg.

Groupier
@Groupier

Ja, das mit Erdölpipeline von Tadschikistan wusste ich z.Bsp. nicht.

Das Zugänge zum kaspischen Meer generell für die USA von Interesse sind, habe ich auch schon gehört.

Aber nun weisst Du was ich mit meinte, dass das nicht so schnell mit dem Irak (stellvertretend für die Ölinteressen der USA) vorbei ist, wovon viele ausgehen.

Ich könnte das nicht mit so einer Sicherheit behaupten, wie Du, aber steht wohl alles auf wackeligen Füssen.

Und auch wenn @wornie bullisch ist ;), was ja durchaus richtig sein kann, so zweifle ich doch an der Nachhaltigkeit und da hilft dann auch kein Gesundbeten der Politker und Analysten.

Dann wird vielleicht wirklich Panik auftreten. Die User hier in W:O oder die, die sich nun etwas näher mit Wirtschaft oder Politik beschäftigen sind doch eher die Minderheit.

Die meisten sparen in Riester oder Lebensversicherungen und schauen sich die Tagesschau an und überfliegen die Tageszeitung.

Und warum, weil man sich mehr oder weniger machtlos fühlt, aber selbst als Durchblicker hat man mE zumindest politisch keinen Einfluss und kann eben nur pers. Konsequenzen ziehen. Wirtschaftlich hat man auch keinen Einfluss (vom Konsumieren mal abgesehen ;) ), aber man kann vielleicht manches wieder selbst in die Hand nehmen, als es nur anderen zu überlassen.

Gruss Mic :confused:
@groupier
die ganze propaganda um diesen geplanten krieg ist doch die reinste seifenoper. im grunde genommen interessiert es keine sau, ob die waffeninspektoren etwas beanstandbares finden oder nicht. das ist ebensowenig ein aufmarsch gegen den terror wie der krieg gegen afghanistan es war. dort ging es um die öl-pipeline, und der 11.9. kam gerade recht, um das problem in angriff zu nehmen, und jetzt geht es auch um nichts anderes als ölfelder. unser texanischer cowboy hat nicht nur eine wirtschaftskrise an der backe, sondern auch noch familieninteressen zu wahren. das dumme ist, saddam steht wie eine in die enge getriebene ratte da, die nichts mehr zu verlieren hat und unberechenbar ist. was daraus zu befürchten ist, lasse ich mal lieber offen. ebenso offen ist übrigens, wie das saudische volk reagieren wird, wenn es losgeht gegen die muslimischen brüder.

und wer ist eigentlich bin laden? er wäre wohl ein kleiner terrorist geblieben, hätten ihn die u.s.a. nicht auf den thron des weltfeindes no. 1 erhoben. rambazamba ist eben etwas einfacher als deeskalierende diplomatie. ich kenne diese probleme aus unserem kindergarten, aber bei den kleinen kann man ja noch hoffnung haben ;).

gruss
cabinda
@ mickym

Gerade war der Weltspiegel im Fernsehen die haben in ihrer militärischen Analyse nur den vermutlich harten Strassenkampf in Baghdad als US-Problem gesehen.
Wenn Saddam im Führerbunker bis zur letzen Kugel kämpft a la Berlin 1945. :laugh:

Aber entscheidend wird sein was die USA aus dem Sieg hinterher machen!
Da habe ich so meine Befürchtungen das die ÖL-Lobbyisten in seinem Kabinett Condi Ricce und sein Vize D. Cheney den lieben Goergie ganz schön einseifen werden.

Schlachten gewinnen ist nur das eine Kriege das andere aber einen Frieden ein Wunder.

Schon Hannibal hatte gegen Rom alle Schlachten gewonnen den Frieden aber nicht!

Was Bush als Politikerformat drauf hat wird sich dann erst zeigen.

mfg.

Groupier
Man will auf jeden Fall verhindern, dass die UNO wieder mal vorgeführt wird (die Ärmsten!) und wird SH ordentlich
Feuer unterm Hintern machen, egal was die Inspektoren nicht finden (ich
wette, die werden sich ziemlich verarscht fühlen, wenn sie heimkehren).
Ach hätte ich doch Pretzels IQ, dann tät dies alles nicht so weh im Hirn ...


"Let me be very clear," the official said. "What we can`t do is let Iraqis turn the inspection regime into a trap for the international community." Even though the inspectors may not uncover weapons of mass destruction, it is not enough . . . to declare Iraq "not clean but not dirty. What we`re saying is that with the Iraqi record, there is a presumption of guilt and not innocence. It`s not a matter of [the United States] causing a crisis now. It`s a matter of being resolute enough . . . to decide that the Security Council should not be dragged down this road again."



Hier der ganze Artikel aus der WP

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A43913-2003Jan…


@woernie

Danke! Würde mich freuen, wenn mein Orakel mal wieder
recht hätte :)
nachtrag.
es ist immer verdächtig, wenn menschen sich nicht auf einen rechtfertigungsgrund für ihre handlungen beschränken.

bsp. bush:

gründe für einen angriff sind:

1. kampf gegen den terror
2. kampf gegen massenvernichtungswaffen

aber nun kommt drittens das menschliche in ihm zum tragen, nämlich ...

3. kampf gegen unhaltbare zustände im land! (auf applauss wartendes räuspern).

je nach stimmung wird mal das eine, mal das andere argument stärker gewichtet.

da zeigt der senor doch tatsächlich diplomatische fähigkeiten?? - würde er die mal bloß konstruktiver einsetzen! :confused:
@ cabinda
#1516

Ich bin doch voll und ganz deiner Meinung, nur bin ich mir fast sicher das Saddam nur noch verlieren kann.

Zu gewinnen hat der auf jedenfall nichts mehr der ist schon jetzt ein toter Mann nur hat sich noch niemend im Irak getraut es ihm zu sagen.

Die Saudi-Scheiche werden gar nichts für ihre Iraki-Brüder tun die denken als die sind fetten korrupten Feudalschmarotzer die sie sind nur an den eigenen Mamon. Punktum!
Ich weis das denn ich hatte mal mit den Fettsäcken zu tun.

Der Rest des gemeinen Saudi-Volkes das im übrigen viel weniger Reich ist als wir uns das vorstellen wird auch nichts tun.

Denn das Saudi-Volk lebt als Gesellschaft noch sehr in einer Art archaischem Feudalsystem (Stamm der Wahhabiten, Hashemiten etc.) und weniger als eigene Nation und oder Nationalstaatlich organisiert.
Die politischen Verbände und Organisationen dazu fehlen irgendwie.
Dr saudisch islamische Klerus ist mehrheitlich ibn Saud royalistisch für einen Stalinisten a la Saddam kämpfen die nicht.

Diejenigen Saudis die sich allerdings genötigt sehen dem Irak gg. die USA beizustehen werden dann wohl in den Yemen gehen.
Gesellschaftlich noch rückständiger als die Saudis und noch weniger staatliche Organisation Macht oder Kontrolle vorhanden!
Und dort bei diversen Osammafreundlichen und Israelfeindlichen Vereinen eintreten.
Die nächste Generation von Terroristen kommt also bestimmt nach.

Eine Einmischung der saudischen Armee auf Seiten Saddams ist nicht vorstellbar, der Haufen ist viel zu winzig um was auszurichten das gilt für die Emirate dito.

mfg.

Groupier
genau groupier -
ich wollte dich ja auch nur bestärken und nicht widerlegen, hast da ja eh viel mehr ahnung als ich ;).

hier steht es ja auch - für die, denen der text zu lang war, der m.e. wichtigste auszug ;) :

>Es ist abzusehen, dass die USA in einigen Jahren vorraussichtlich jährlich einen Verlust von 400 Mio. Tonnen Erdöl haben werden, der zur Sicherung der Wirtschaft ersetzt werden muss. Eine Pipeline von Kasachstan könnte jährlich 50. Mio Tonnen Erdöl für die USA garantieren. Allerdings könnte diese nur über Iran, Russland, Aserbaidschan, Armenien, die Türkei oder aber durch Afganistan zum Indischen Ozean führen. Die einzige ,sichere‘ Route, die der USA Unabhängigkeit von Russland und relative Konfliktfreiheit garantiert, ist die über Afghanistan, in der es ,nur‘ den Konflikt mit den Taliban gibt, mit denen übrigens schon intensiv über diese Pipeline verhandelt wurde. Dieses erste Ziel , die Sicherung von 50 Mio. Tonnen Öl, haben die USA nun also erreicht, unter der neuen Regierung steht nichts dem Bau einer Pipeline entgegen.

Somalia ist das nächste Land, gegen das der "Krieg gegen den Terror" geplant ist.

Somalia liegt am Golf von Aden, der Meerenge, die das Rote und das Arabische Meer miteinander verbindet. Diese Stelle ist nicht nur ein entscheidender Durchgang für die gesammte Schiffahrt in den Mittelmeer- Bereich, sondern bietet auch die kürzeste Route in die USA. Allein 80% aller Öltanker aus und nahezu alle Kriegsschiffe in den Nahen Osten müssen diese Meerenge passieren.

Würde es wirklich um die Vernichtung Ben Ladens und seiner Organisation Al-Kaida gehen, würde keine bisher 40 Mrd. $ teure Materialschlacht geführt werden, sondern eine Geheimdienstaktion. Das Risiko eines Weltkrieges gehen die USA nur deshalb ein, weil sie ökonomisch mit dem Rücken an der Wand stehen.<

(schluss-satz des artikels im link von @nurmeinemeinung und @ken)

was für eine farce, und wir sitzen alle mit im boot. groupier, ich kann nur hoffen, dass du recht hast, was die saudis angeht. klingt plausibel. afghanistan und irak wären demnach aber erst der anfang einer reihe geopolitischer unwägbarkeiten, und die aufmüpfigkeit nordkoreas deutet schon mal an, mit welchen heckenschützen zu rechnen ist, wenn der pfad des friedens erst einmal verlassen ist.

gruss
cabinda
@cabinda

Gerade war Spiegel TV auf RTL mit Irak inside!

War ganz schön interressant!
z. B. das Irak-Öl hat fixe Förderkosten von 1 US$ pro Fass!
Vergl. Nordsee-Öl 18 US$ pro Fass!

Das heisst es für die Ölbohrer zupacken, denn so viel Oleum naphta gibt es global so billig nie wieder.
D. h. der Feldzug spielt seine Steuergelder locker wieder ein.

Private Geo-Satellitenfirmen checken die Förder- und Petrochemischen Anlagen per Satellit bereits auf den baulichen Zustand und Brauchbarkeit.
Wer da wohl die Auftraggeber sind. :rolleyes: :cool:

gruß

Groupier
@woernie
super analyse, chapeau! :kiss:
bullish ist o.k. wenn ich davon ausgehe, dass es steigt, sobald der krieg abgesagt wird (woran ich leider nicht glaube ;) ) oder aber dass cnn bald bilder sendet von den ersten raketen und die börse vor lauter erleichterung über eine entscheidung hochgehen könnte .. dürfte man jetzt keine puts kaufen. andererseits verlocken die charts dazu. jetzt hab ich aber ein problem - das ist das zeitfenster.
der euro ist fast bei 1.06, der dow im bereich 8.800, der dax hat knapp über der 3* geschlossen. alle zeichen stehen auf trendwende, aber in welche richtung, und kommt sie überhaupt??

dein einwand, @mickym, das unser euro-dollar-szenario erst später eintreten könnte, und dass das mein gedankenfehler ist, ist richtig. da finde ich die sitution patt. egal, was ich mir an technischen analysen reinziehe :rolleyes: - aktuell stehen wir überall vor widerständen, außer im dax, der hat seinen support gerade mal halten können. kaufsignale im dow und ndx, mit durchbruch und short-squeeze muss man immer rechnen. das kann dann wieder ein fehlsignal sein oder aber ein neuer trend :confused: - und wie der hinterherhumpelnde, underperformande dax darauf reagieren wird, haben wir auch noch nicht eruiert :cool: ;)

ich denke, der dax kippelt peu a peu weg und versetzt seine trading-box jede woche ein wenig nach unten (kurzfristiges zeitfenster ;) ), also für die nächste zum traden 2800-3400, da hätten wir immerhin 600points zum spielen, äh, traden ;) - insgesamt aus technischer sicht aber ein langsames absacken.

@mickym, vielleicht schließt sich die schere wirklich erst später - absturz ist momentan eher nicht angesagt...;)

am besten ist wohl im moment, man macht gar nichts, wartet ab, hält cash - oder hält sich als trader an die trading-box.
na, ihr seid Euch ja selten einig in Eurer Einschätzung, und sachlich habe ich dem auch nur wenig entgegenzusetzen,
nur: wer im Glashaus sitzt ...

Das Interesse Amerikas (ExxonMobil, ChevronTexaco) ist im gleichen Maße das Interesse Rußlands (Lukoil), Frankreichs (TotalFinaElf), Italiens (Eni), Großbritanniens (BP Amoco) und der übrigen Industrienationen ( - mit Ausnahme von Norwegen natürlich ;)

Es ist ebenso unser Wohlstand und es sind unsere Spekulationsgewinne die auf dem Spiel stehen, wenn die ganze Golfregion im Chaos versinkt. Und im Chaos wird sie versinken, auch ohne das Zutun der Amerikaner, dafür sorgen schon die Islamisten.

Es stimmt mich schon nachdenklich, wenn ich hier nur immer von den eigennützigen Interessen der Anmerikaner lese, während wir sauberen und friedliebenden Deutschen mit der ganzen Sache nicht das Geringste zu tun haben. Groupiers Mutmaßungen sind zwar richtig, aber das ändert alles nichts an der Tatsache, daß die Weltwirtschaft zusammenbricht, wenn es Saddam in nicht allzuferner Zeit gelingen sollte, mit Hilfe instrumentalisierter Islamisten Saudi-Arabien "umzudrehen".

Konradi
berechtigter einwand konradi! in dem zusammenhang vielleicht auch interessant.
!!96!! verstösse gegen das waffen-embargo gehen laut un-kommission zu lasten deutscher firmen. das ist mehr als doppolt soviel wie die verstöße von firmen aller anderer nationen zusammen. ja, ja, wenn ales in unserem land so sauber wäre wie die politik unserer regierung...:laugh:
@groupier,

#1501+1504:
sehe ich genauso, und wenn ich Bush & Co so sehe, habe ich Befürchtungen in diese Richtung.
Auch Deine anderen, fundierte Kenntnis zeigenden Einlassungen unterschreibe ich.

@mickym,

#1503:
Es ist bestimmt was dran an Deinem `weitergespielten` Szenario, dass zzt. ein schwächerer USD den Amis bzw. den US-Märkten sogar eher nutzen könnte, hatten wir vor ein paar Monaten auch schonmal kurz angerissen, und jetzt sickert`s langsam in die Masse der Köpfe.
Umgekehrt muss aber ein schwächerer USD nicht automatisch geschweige denn immerfort einen schwächeren DAX bedeuten. Das bei uns der DAX so schwächselt, liegt doch vor allem an der unheilvollen Selbst-Institutionalisierung der Finanzbranche: Die Banken/Versicherungen haben sich auskömmlich im DAX-Index breitgemacht und mit ihren angesetzten Fettpolstern die Karre nicht nur in den Dreck, sondern regelrecht gegen die Wand gefahren, teilweise noch sehenden Auges. [Gebe zu, das in meinem De-Korrelationsszenario nicht ausreichend berücksichtigt zu haben ;)]
DAS sehen die Kapitalmärkte, und weniger eine hypothetische (! - man sehe da wirklich mal die auch hier schon mal genannten, aktuell bestätigten Fakten) Gewinnerosion durch einen schwachen USD (die bei einem regelrecht kollabierenden USD natürlich nicht auszuschliessen wäre).

#1510:
wenn jemand den Weltfrieden bedroht, dann muss dem vorher der Garaus gemacht werden - dann Danke an die USA, aber ich pers. fühle mich nicht imstande dies zu beurteilen.
Mit reduzierter Betrachtung des Wesentlichen kommt man vielleicht näher zum Kern der Wahrheit: Es ist der Bin-Laden-Clan, der das islami(sti)sche Bankengeflecht (mit)kontrolliert, und diese Banken finanzieren [bzw. darüber wird finanziert] wohl (auch) das, was den Westen tangiert bzw. tangieren "muss", ergo `den Weltfrieden bedroht` - es ist also NICHT der Irak, der mit Islamisten zudem (eigentlich) nichts am Hut hat. Ergo müssen da andere Beweggründe eine Rolle spielen, und da möge man sich mal auch die von relativ unverdächtiger Seite rercherchierte historische Rolle amerikanischer, auch nicht (mehr) so im Rampenlicht gestandener und stehender Institutionen und Personen ansehen - gerade auch, was das offensichtliche "Arbeits"verhältnis derer zu den islami(sti)schen Organisationen und Ländern (v.a. Saudi-Arabien) betrifft.
- Also, kurz: Öl spielt(e) (auch) bzgl. Irak zumindest eine Rolle, und man muss da wohl auch sehen, woher der Bush-Clan seine Brötchen bekommen hat und wohl noch noch bekommt... (Auch die Enron-Geschichte gibt da Aufschluss). Und je penetranter gerade von dieser Seite im Irak-Zusammenhang der `Kampf gegen den Terror` propagiert wird, desto unglaubwürdiger wird in diesem Kontext doch dieses Anliegen - Bush und Co sollten da mal auch nicht die `Verbündeten` in ihrem Wahrnehmungs- resp. Differenzierungsvermögen unterschätzen.

@konradi,

Und im Chaos wird sie versinken, auch ohne das Zutun der Amerikaner, dafür sorgen schon die Islamisten.
Eben - die Islamisten, und die Betonköpfe dort auf der anderen Seite, die es ja leider nun mal auch gibt. Beide befruchten sich da gegenseitig, und ich werde den Tag feiern, wenn die westlichen Medien das einfach mal ignorieren.
Aber seit wann ist Saddam ein `Islamist`? [Man kann in allerdings in deren Hände treiben]

daß die Weltwirtschaft zusammenbricht, wenn es Saddam in nicht allzuferner Zeit gelingen sollte, mit Hilfe instrumentalisierter Islamisten Saudi-Arabien "umzudrehen".
Saddam ist doch der falsche "Ansprechpartner". Er wäre, jedenfalls ohne von den USA so angegangen zu werden, wohl der letzte, der einen Islamisten `instrumentalisieren` könnte, :D
Man kann indes nur mutmassen, ob der "Weg" über ihn bzw. über einen "befreiten" Irak tatsächlich einfacher sein wird, als die Saudis bzw. Islamisten (direkt) anzugehen, will man das "Problem Islamismus" offensiv angehen. Ich gebe zu, die Irak-Variante da auch als "überschaubarer" zu erachten. Das Risiko, schlafende Hunde auch auf diesem Weg, und wo auch immer, zu wecken, ist so oder so aber SEHR gross, und imo nicht vertretbar. Etwas anders sähe es aus, wenn Bush seinen Ansprüchen an andere selbst und dann konsistent genügen würde.

Der Ölpreis resp. eine diesbzgl. rigide OPEC-Politik war es jedenfalls definitiv nicht, der uns die aktuelle Wirtschafts- bzw. Vertrauenskrise beschert hat. Die Ursachen dafür sind andere - und die beseitigt nicht ein niedriger Ölpreis.

Das Interesse Amerikas ... und der übrigen Industrienationen
Zweifelsohne richtig, wobei die USA ja wohl schon gerne das grosse Kuchenstück will (wo man ja schliesslich die Hauptlast trägt, *g*), und dabei deren Ölkonzerne vornean stehen.
...während wir sauberen und friedliebenden Deutschen mit der ganzen Sache nicht das Geringste zu tun haben
Right! - Oder habe ich in meiner Watchlist etwa einen deutschen Ölkonzern vergessen, *g*;)? [Naja, vielleicht kommt wenigstens Bilfinger dann ja zum Zuge, :D]

@cabinda,

#1506:
„Am Markt wurde bereits darüber gemunkelt, dass vor allem große US-Adressen die Märkte genau auf diese Indexstände drücken wollten, da sie den ersten Handelstag des Jahres verpasst hatten“
:D - immer wieder amüsant zu lesen, die zitierten angeblichen (Ver-)Kaufmotive der Marktteilnehmer...

#
wieder eine neue variante ... in dem fall würden wir die oktober-tiefs im dax wohl nicht mehr sehen.
Ist keine neue Variante. Das die Ausländer historisch niedrig in dt. Aktien investiert sind, ist schon seit Herbst Fakt, und die US-Anleger sehen - infolge ihres (Dollar-)Patriotismus mit einem gewissen Timelag, *g* - inzwischen auch den (immer noch) überbewerteten USD. Dazu fallen die TG-Zinsen nun auch im EUR-Raum, und irgendwo "muss" das frisch gedruckte Geld ja hin. Im übrigen sollte man in diesem Kontext auch die angelsächsische Negativpresse vom letzten Herbst im Hinterkopf haben.
Ob das (potentielle) Kaufinteresse ausreicht, den DAX über seinem Herbst-Low zu halten - who knows... Genausogut kann das (aus o.e. Gründen) angeschlagene Tier nochmal auf Glatteis geschickt werden, nur wetten würde ich darauf nicht, schon in Anbetracht sichererer Trends, :)
Auch sollte man sehen, dass die Angelsachsen immer schon gerne mit dem Tierchen spielten, in beide Richtungen. Sie werden sich die einfachere aussuchen, und ggf. über Nacht die Richtung wechseln, aus irgendeinem weiteren fadenscheinigen, medienwirksam lancierten Grund. [Müsste ich in meinem De-Korrelationsszenario eigentlich auch stärker bedenken, *g*]

Ich denke im übrigen (auch), dass das alles nur indirekt mit dem Verlauf des Irak-Feldzugs zusammenhängen wird. Erst falls hinterher (oder auch nach einem ausgefallenen Krieg) die Probleme eskalieren, würde das imo die Märkte nachhaltiger negativ tangieren. Alles andere ist doch nur Kurzfrist-Geplänkel a la "die Rally vom 2. Jan. verpasst".

In diesen Kontext passt @woernie`s #1513, sieht so schlecht auch für die US-Märkte erstmal nicht aus, USD oder Krieg also hin oder her. Allerdings zeigen die Marktindikatoren auch, dass sich die Kaufsignale auf einem relativ erhöhtem Niveau generieren bzw. generiert haben, ergo man mit mehr als ein paar Wochen (falls überhaupt) "Up", oder zumindest "Ruhe", in der Tat nicht rechnen sollte.

Apropos USD:
Im bisherigen Major Uptrend seit Anf. letzten Jahres hat es sich immer sehr kurzfristig ausgezahlt, bei Rückgängen >1,5 ct den Trend als Freund zu würdigen (selbst nach der "Fahnenstange" letzten Juli, da "musste" man allerdings auch sehr kfr. handeln, wollte man nicht Monate zuwarten bzw. von vornherein längerfristig agieren).
Aber richtig, die Luft wird aus technischen Gründen (nicht aus fundamentalen: man vergleiche bspw. mal die extrem hohe, zuletzt stark gestiegene Investitionsquote in USD-Papieren, spez. Treasuries, abgesehen von der US-Leistungsbilanz) für den EUR dünner:
Oberhalb des 1,10er Levels gibt`s Widerstand aus den 90ern, und dort verläuft zzt. die 10(!) Jahre alte Major Downtrendline, wobei die Frage ist, wie wirksam langfristig zurückliegende Resistances in überwiegend kurz(bzw. kürzer-)fristig orientierten Märkten diesmal sind (erfahrungsgemäss sind sie meist bzw. eher gering). Im ersten Zug wird dieses Niveau dennoch wohl nicht zu nehmen sein, aber, zumindest bei fortgesetztem US-"pro-forma-Lug&Trug", spricht (imo) nichts dagegen, in der dann zu erwartenden, nur gesunden Korrektur dem neuen Freund nochmal `guten Tag` zu sagen.

investival
die achse des bösen hat sich verschoben, oder ... ?????

oder hab ich was verpasst ?? hat doch " die breze " iran,irak und auch nordkorea als achse des bösen bezeichnet.

jetzt droht im der letztere unverholen ihm den amiarsch zu versohlen, und ...??? usa führt gespräche, blah, blah,..

klar, es geht nicht ums öl und schweine können fliegen. ist wie freitag nach den grottenschlechten zahlen.

ich laß besser den jahresausblick, ist nur schade um die zeit. nur soviel !!!!

finanzkollaps ??? ja, sicher
amis ; lügner und mist. dow KZ unter daxkurs !!!!
dax; analog
gold ; rauf
silber; rauf
öl; nach krieg - runter

rest ; unintressant

in diesem sinne . mich ekelts einfach und je mehr ich überleg destomehr hat ken recht mit seinem " death man waking "

wir haben bush und konsorten einfach verdient, basta:mad:

DUF ....
@investival

Zu meinem Szenario, dass der DAX weiter fällt wenn der USD fällt oder DOW steigt, wie auch immer Dein Einwand:


Umgekehrt muss aber ein schwächerer USD nicht automatisch geschweige denn immerfort einen schwächeren DAX bedeuten. Das bei uns der DAX so schwächselt, liegt doch vor allem an der unheilvollen Selbst-Institutionalisierung der Finanzbranche

... mag ja berechtigt sein, jedoch halte ich diese fundamentale Betrachtungsweise halt nicht als so voraussagekräftig, da Du hier Umstrukturierungswillen, also best. Aktionen voraussetzt.

Wenn Du Dir mal die Charts in dem Thread von @Sig anschaust, ist mE die Korrelation zwischen USD-Verfall und dem Auseinanderklaffen der DOW/DAX-Schere so gross, das dies wohl mit als eine, wenn nicht die Hauptursache gesehen werden kann.

Auch wenn ich mir den DOW sehr langfrisitg anschaue, hat das Devisenspiel (bzw. Inflation) die Charts wohl nachhaltiger beeinflusst, als die übrigen Gründe - und das scheint man oft zu übersehen.

Wenn ich mir den DOW aus den 70iger inflationsbereinigt und mit Inflation anschaue, dann sieht man, was ich für die Zukunft glaube zu erblicken.

Zu Deinen Anmerkungen, die ich bzgl. der Kriegsgefahr geschrieben habe:

Ich bin bei diesen pol. Grosswetterlagen da immer vorsichtig und Infos wie Deine, @Groupiers oder andere verfestigen meine Meinung. Dennoch bin ich bei polt. Stellungnahmen immer vorsichter, als bei Meinung über andere Dinge (vielleicht auch Wirtschaft), da die Gesetzmässigkeiten sich sehr schnell ändern können und Hintergrundinformationen gedeutet werden müssen. In der Wirtschaft gibt es gewisse Zwangsläufigkeiten, wo es u.Umständen ein best. Instrumentarium an Gegenmitteln gibt.

Spielt doch mal das Szenario durch, was Eurer Meinung nach passieren würde, wenn die USA sich zurückziehen würden (auch mit Gesichtsverlust, Kosten, zukünftiger Ölverknappung ..... - würde alles in Kauf genommen ;)).
Was passiert dann? Werden wir oder die USA in ein paar Jahren mit Öl erpresst, werden wir islamisiert?????
Ist das der Weltuntergang???

Ist alles nicht wahrscheinlich, aber weniger zwangsläufig, als vielleicht in der Wirtschaft, auch wenn beides natürlich eng verknüpft ist.

Gruss Mic ;)
Die NY Times ist skeptisch gegenüber China

"By JOSEPH KAHN

HONGQING, China — The engineers who run China have decided that this congested southwestern city, cupped by the Zhongliang Mountains and divided by flood-prone rivers, needs a complete makeover.
Construction crews have carved a small canyon in the center of town, where they are burrowing through mountains to create 600 miles of superhighways, four new railway lines, an urban light rail system and a new airport. Chinese officials are also promising parks, drinkable tap water and riverside promenades for the city`s 30 million residents.

The cost of remaking Chongqing into the heartland`s metropolis, most of it shouldered by the government and state-owned banks, is estimated at $200 billion over the next decade, a bit more than the United States Congress spent, in adjusted dollars, to build the American interstate highway system in the 1950`s.
China`s top leaders, many of them trained in the mechanical sciences, are not just making mountain cities into transportation hubs. They also want to pump 48 billion cubic meters of water each year from south to north, transport natural gas from Central Asia to China`s southeast coast, and construct the world`s largest dam, longest bridge, fastest train and highest railroad.
Even more than modernizing its infrastructure or, as some critics see it, erecting monuments to its emerging might, China is desperate to keep the economy growing quickly. Over the past few years, it has reached deep into the national treasury to finance projects that it hopes will create jobs and stimulate enough growth to ensure social stability and to keep the Communist Party in power.
As a new generation of leaders takes control, China is using heavy government investment to escape the worldwide slowdown and maintain growth above the 7 percent level that the government deems crucial to avoiding mass unemployment and urban unrest.
The plan has worked, so far. China last year reported defiantly robust growth of 8 percent, attributed to surging exports and a nearly 25 percent increase in state-directed investment.
But the strategy is risky. The once fiscally prudent central government is now running hefty budget deficits. State banks, told a few years ago to clean up bad loans and begin acting like capitalist lenders, are pumping tens of billions of dollars into officially sponsored projects that have sometimes failed to produce real returns.
The Communist Party has pledged to support private companies and allow the market to flourish. Financially, though, the authorities are monopolizing the country`s private savings for a building boom that dwarfs the New Deal and the Marshall Plan.
"The country has relied very heavily on government investment to lead the economy," said Shen Lishen, a top economist at the Chinese Academy of Social Sciences. "It really should begin to fade out, not become part of the long-term economic plan."
Beijing opened its coffers to stimulate growth beginning in 1998, when it feared that the financial contagion spreading around Asia would infect China. Instead of fading out, the spending is getting more ambitious.
The government, state banks and companies and foreign investors collectively spent $200 billion in the first 11 months of last year on basic infrastructure projects, one quarter more than they spent in 2001, according to the State Statistics Bureau. That represents about 15 percent of China`s gross domestic product, or about the proportion that the United States spends on health care.
Even for the nation that built the Great Wall and the Grand Canal, the scale of construction is extraordinary.
Not long ago Beijing had China`s only subway. Now Shanghai, Guangzhou and Tianjin have tunneled under heavily populated residential districts to install subway systems. Seven other cities have begun construction on their own subways.
By 2005, China plans to add 8,500 miles of railroad, half of that to places that now have no rail service. Shanghai just opened the world`s first magnetic levitation train that zips to its new airport at up to 270 miles per hour, faster than any other commercial train.

Railroad officials are completing plans for a $22 billion high-speed track from Beijing to Shanghai. Meanwhile, workers carrying oxygen tanks are pounding spikes for the 670-mile-long Qinghai-Tibet railroad, which will operate at elevations of up to 16,600 feet on its way to Lhasa, Tibet`s capital.
The Three Gorges Dam, designed to tame the mighty Yangtze river and generate the power of 18 ordinary nuclear power plants, was for years considered the world`s most expensive project, with a price tag of $30 billion. It has now been eclipsed by China`s latest engineering colossus, a $60 billion system of channels and pump stations to divert water from the Yangtze in the central part of the country to the Yellow River in the north. In late December, Chinese officials broke ground on the first phase of the project, which they say will alleviate desertification and drought.
Advertisement





Like many large cities, Chongqing is now following what officials refer to as the "Shanghai model." That refers to the heavy financial support the central government gave Shanghai over the past eight years, after two former city leaders, Jiang Zemin and Zhu Rongji, became China`s top bosses.
Shanghai created a new financial center in Pudong, its eastern section. It tore apart former colonial districts to install a modern transportation network. While some of the uncounted billions of dollars invested almost certainly went to waste, Shanghai has also become an Asian center of commerce and finance.
Huang Qifan, a former top Shanghai official, is now the executive vice mayor of Chongqing. He said the once remote city on the upper reaches of the Yangtze, which served as a redoubt for China`s Nationalist government when it fled the Japanese advance during World War II, would be the beachhead to develop China`s west. Chongqing lobbied hard for that role, partly as a political payoff for supporting the Three Gorges Dam, which will inundate riverside towns in the area.
"We have more infrastructure work going on here than anyplace else in China," Mr. Huang said. "When I say $200 billion a year, this is not some abstract number. It is really happening."
Mr. Huang spent most of a two-hour interview citing statistics to back up his point. He ticked off the highways (8), the ring roads (2), the bridges (8), the rail lines (4) and the sewage and trash facilities (4) among the projects that he said would turn Chongqing into a commercial gateway.
Like Chongqing, the capital city of Beijing is also pressing the central government to support a huge urban improvement plan, including subway lines, light rail, highways and even a giant opera house to dress up the city for the 2008 Olympics. Beijing estimates the cost at $34 billion, far more than potential revenue from the Olympics alone could justify.
Some economists argue that such investments are smart bets on the future. Only a small percentage of the urban population earns middle-class wages, and China cannot rely on consumer spending to spur growth the way most industrialized nations can.
China also needs to expand faster than wealthy countries to generate jobs for workers laid off by state-run factories and for farmers flocking to cities to seek something better than subsistence income.
"The government is sucking up savings and investing in the future," said Andy Xie, a regional economist for Morgan Stanley. "The financial returns on these kinds of investments are low. But the payoff for the economy is high."
Mr. Xie argues that China`s work force is becoming significantly more efficient. He estimates that China is experiencing productivity growth of 4 percent a year. An eight-lane highway between two crowded cities greatly enhances productivity when it replaces a two-lane road. Cellphones have revolutionized communications in a place where fixed-line phones were scarce.
Fred Hu, chief China economist for Goldman Sachs, agrees. He argues that as China suffers through a period of falling prices and low consumer spending, Beijing is right to inject money into the economy.
"This is China`s New Deal," Mr. Hu said. "Every problem is easier to solve when growth is faster."
Yet the risks are also mounting, in part because China is trying to outrun or perhaps run away from its inherited burden of socialist inefficiency. Banks still give loans to bankrupt factories to prevent labor unrest. Now, the government has taken to running a budget deficit of about 3 percent of economic output.
CLSA Emerging Markets, a Hong Kong-based brokerage firm, estimates that when official debt is added to bad loans at state banks and the unfinanced pensions of state workers, China`s debt rises as high as 140 percent of economic output. That is as much as the burden now crippling Japan`s economy.
"There is nothing wrong with investing in the future, but the question is whether they are doing enough to change the whole economic system," said Andy Rothman, China economist for CLSA.
Even within China`s government, opposition has emerged. Some economists say privately they worry that the latest construction boom has become a binge of the sort that has repeatedly proved hazardous to China`s health since the Great Leap Forward of the late 1950`s.
A State Statistics Bureau report in August bemoaned copy-cat projects that waste state funds. The report cited one unidentified Chinese province that had 800 industrial parks under way at the same time, most of them unneeded. The bureau also said a rush to build airports had led to a glut, with 127 or the nation`s 143 airports running losses.
But China is not tightening its belt. Like the departing leadership, China`s new leaders, led by the new Communist Party general secretary, Hu Jintao, are under pressure to keep priming the economy.
During the leadership transition last fall, half a dozen cities publicized development plans with price tags in the billions. City leaders say they are focused on the future.
"It`s a little crazy to be talking about adding so much capacity today," said Mr. Huang of Chongqing, acknowledging the unusual scope of his city`s investment plans. "But in 20 years you will see what happens to this place and it will all make sense."
@ konradi
# 1525

Saddam kann keinen einzigen Islamisten Instrumentalisieren. !!
Denn dazu müsste Saddam selber einer sein.
Der fällt für die Islamisten unter die Rubrik gottloser Stalinist.
Der steht für die Islamisten genauso hoch oben auf der Abschussliste wie Sharon und Bush.

Wenn jemand Saudi-Arabien umdreht, dann allerdings könnten das islamistische Bewegungen durchaus sein.
In Summa aber für die USA eher ein Grund mehr die Hand auf den Irak zu legen.
Was machen die wenn wg. Fundamentalismus dasselbst Saudi-Arabien als Öl-Pumpstation ausfällt.

Aber das Risiko das USA den islamistischen Bewegungen die Tür in den Irak öffnen, habe ich hier ja bereits dargelegt.
Mein Favorit sind die Fundis vom Iran!
Ich wette die wetzen schon die Klingen der Krummsäbel und drillen schon die Hodschas für die neuen Koranschulen im irakischen Süden.
Das Ölfeld von Rumallah ist ja nur das größte in dieser Welt.
Und die Masse die da legal lebt, ist auch noch shiitisch Muslimisch.

@woernie
#1526

Da lach ich nicht mit, ich wette die anderen waren nur besser im Vertuschen von Embargo verstössen.
Bei den Amis war der CIA (Rumsfeld) persönlich Behilflich sowohl beim Liefern von Waffen und Technik aller Art als auch beim Vertuschen des ganzen.

Diesen Lieferservice hatte die deutsche Industrie nicht. :cool:

In Frankreich soll der Irak noch aus den Zeiten vor und whärend des Iran-Kriegs 14 Milliarden FFR Staatsschulden für Waffen und Munition haben. :cry:
Darüber reden unsere lieben Nachbarn lieber nicht. :D

Nur wenn sie von uns einen Erwischen dann werden wir garantiert im kollektiv Global an den Pranger gestellt.

Und ich könnte z. B. im Falle England(Lockerbie)-Lybien gleich ein paar Anekdoten hier zum besten geben!
Was da zwischen denen trotz Embargo etwa via Süd-Koreanischen Strohmännern und Firmen abgewickelt wurde.
Die Firmen aus Süd-Korea gehörten mehrheitlich wie ich hinterher mitkriegte sogar Amerikanern. :eek:
Also da brauchste nicht zu lachen, alles und jeder hat am Golf seinen Preis(das Bakschich) muß halt nur stimmen :D :D :D und Bar auf Tatze natürlich.

gruss an alle

Groupier
Heh Leute, vergesst bei allem Eifer über den Irak nicht,
auch über den einsetzenden sichtbaren Zerfall der UNO
zu diskutieren; wenn Pretzel ohne Zustimmung und Unterstützung der UNO angreifen lässt ( wovon ich bei dem
grössenwahnsinnigen Koyoten ausgehe ), dann wird bald niemand mehr den Laden ernst nehmen...


Und noch was haben wir( "Schurken" ) heute gelernt: die Amis lassen sich ganz offenbar bereitwillig erpressen.
Bush hat heute Kim Öl und Futter versprochen, damit er Ruh gibt.

Schöne Aussichten!
Da biste schief gewickelt Ken!

Ich hatte vor Jahren mal ne Diskussion mit nem konservativen Ami-Rechtsaussen (bei uns Neo-Nazi geheissen), dem war die UNO viel zu mächtig.
Der fühlte sich von den UNO-Truppen richtig Unterdrückt.

Der war richtig Hasserfüllt auf die Weltregierung.

Das schlimme war der meinte das voll ernst !!
Also es gibt US-Amerikaner die wollen die UNO genau deswegen entmachten.
Ein gewisser T. McVeigh war so einer.
@mickym,

was wäre Börse schon ohne kontroverse Meinungen, ;) Du hast schon recht mit der Riesen-Kristallkugel, im Grunde orakeln wir ja nur herum...
Ich will den beobachteten Zusammenhang gar nicht leugnen, die Medien fördern das schliesslich ja via ständiger Zitierung entsprechender Bedenken bestimmter Interessenkreise, *g*. Ich halte nur nichts davon, diesen Zusammenhang quasi in alle Ewigkeit fortzuschreiben. Bei einem gleichzeitig noch steigenden DJIA würde zudem die nach realen(!) Zahlen gerechnete Bewertungsschere noch weiter, über alle historischen Dimensionen hinaus, auseinander klaffen. Ich halte zwar auch nicht allzu viel von der Effizienztheorie, aber ein bisschen effizient sind die Märkte schon, und die sehen ganz offensichtlich schon einen nicht unerheblichen Reform- bzw. Bereinigungsbedarf auch in den USA, indes noch nicht so lange wie schon in D.
Würden Korrelationen immerzu fortbestehen, wäre Börse ja auch kinderleicht, aber das ist sie eben nicht (oder ich hab` nicht aufgepasst in meinen Lehrjahren, *g*).

Die von fundamentaler Seite propagierte USD-Abhängigkeit wird in dieser Pauschalität (und zuletzt sogar in der Richtung!) de fakto jedenfalls widerlegt, s. aktuelle (und vorherige, z.B. zur Jahresmitte 2002...) Export- und Leistungsbilanzzahlen. Also, der DAX zeigt(e) die von Dir ins Feld geführte Korrelation, aber sie ist, in diesem Masse jedenfalls, nicht gerechtfertigt, und irgendwann, imo eben in nicht allzu ferner Zukunft, geht das "zwangsläufig" auch in die Köpfe der Masse. A la longue spiegeln Charts i.d.R. schon die Fundamentals wider. Dass das ein Prozess ist (der durchaus auch noch etwas andauern kann), will ich gar nicht leugnen.

Im übrigen muss man eben schon sehen, welche Werte den DAX letztes Jahr nach unten gezogen haben - das waren weniger die Export-, sondern, VIELmehr, die DAX-übergewichteten Finanzwerte, und die sind wohl nicht wegen des schwächeren USD so gefallen. [Naja, vielleicht doch, wenn die New-Economy-Jungspunde in deren Eigenhandel immer fleissig die tollen US-Zahlen gespielt haben, :D]

Zu Deinen grundsätzlichen Äusserungen zur politischen Diskussion: Bin da durchaus auf Deiner Wellenlänge, es gibt meistens zu viele Meinungs- und Infoquellen, zu wenig Zwangsläufigkeiten, als dass man sich zu handfesten Detail-Spekulationen hergeben sollte. Deshalb auch kein Kommentar von mir zu Deinem Gedankenspiel mit den vielen Fragezeichen, ;)

In Wahrnehmung und Analyse des globalen Szenarios sind die meisten von uns sich ja auch weitgehend einig. Islamisten (die nicht gleichzusetzen sind mit Moslems) tragen, wie jedweder Radikalismus, wohl nicht zur Stabilität resp. einer gedeihlichen Zukunft bei. Ich denke, man kann dem nur mit Intelligenz, Strategie und Taktik, vor allem aber durch vorbildhaftes Verhalten bzgl. vorgehaltener Werte, effizient begegnen. Alles andere, gegen wen auch immer gerichtet, gibt eher nur Nährboden für den radikalen Islamismus ab.

@Ken_meyer,

vergesst bei allem Eifer über den Irak nicht, auch über den einsetzenden sichtbaren Zerfall der UNO zu diskutieren
Nä, nicht auch noch, ;);)

investival
Na gut, wenn nicht über die UNO, dann über das/die
nächsten Angriffsziel(e) von Bush nach dem Irak( voraussgesetzt es läuft dort alles so wie "geplant" )
Sudan vielleicht?!


Aber mal abgesehen davon; ich denke, der Einfluss von
Bush`s Kriegen auf die Börse ist ebenso temporär wie der
Anschlag auf das WTC und sie wird längerfristig ihren
Lauf entsprechend der fundamentalen Ungleichwichte nehmen,
und das heisst südwärts. Ob`s ein viertes negatives Jahr
hintereinander gibt ist da eher nebensächlich (s. Japan seit 1990 ).


Übrigens, die Statistikgrossmeister, die uns die Wahrscheinlichkeit eines vierten Jahres mit negativem
Wachstum, als vernachlässigbar gering verkaufen wollen, sollten doch mal bitte genauer erläutern, von welcher
Grundmenge sie dabei ausgehen!!
sudan ist gut. der gringo muß ja dann auch seine beute durch die meerenge nach hause schippern können.

und, wenn im irak der erste schuß fällt, geht pakistan den indern an die gurgel, putin räumt in tschetschenien mal so richtig auf, für israel gilt analoges.

eine richtige bombenstimmung halt. netten tag auch noch

DUF
Ich tippe da eher auf Somalia da gibt´s vor der Küste mehr Öl und der Ozean ist noch nicht verschmutzt.
geht pakistan den indern an die gurgel,

na denn viel spaß.
das wird übel enden für pakistan

ganz ehrlich und ohne viel drunherum:
wer waren die eigentliche gewinner der letzten saison:

die chinesen und die inder.

sie sind wohl beide zu groß und haben beide wohl mittlerweile so große eigene märkte, daß sie das game der alten
nicht mehr mitzuspielen brauche.
die jungs waren die eigentlichen die ihr eigenes spiel machten,
ohne auf die anderen zu schauen,
als brasi hätt ich mir das auch gwewünscht, es ist nicht gelungen, wir sind nicht durch, die asiaten waren besser.
aber wie heißt es man muß von den siegern lernen,
heißt das nicht mehr von europa und den usa, hat sich der
horizont für uns verschoben?
ich glaub wir müssen nachdenken?
@ goupier + investival (# 1531)

um einen Menschen zu instrumentalisieren muß man nicht sein Freund sein...

Henry Kissinger und Lawrence Eagleburger haben gezeigt wie man so etwas einfädelt:
man zahlt 5 MRD USD auf eine italienische Bank ein ...

Und auch Saddam weiß wie so was gemacht wird: Man feuert 39 Scud-Raketen auf Jerusalem und schon tanzen die Bewohner der Westbank freudestrunken auf den Straßen...

Im letzten Sommer fand in Bagdad eine Konferenz statt, an der wieder hochrangige Vertreter der PLO teilnahmen. Saddam Hussein ist nach wie vor für viele Palästinenser der einzige arabische Führer, der sich wirklich für die Befreiung Palästinas vom "zionistischen Joch" einsetzt.

Sollte es Saddam im Kriegsfall gelingen, mit einem Raketenangriff einen israelischen Gegenschlag zu provozieren, würden die USA ihre arabischen Alliierten in der Region verlieren. Eine Welle panarabischer Solidarität mit der irakischen Führung würde das Ende der saudischen Königsfamilie besiegeln - das meinte ich mit "Saudi-Arabien umdrehen".

Gruß Konradi
@ konradi
#1540

Kein schlechter Einwand, aber so Zielstrebig wie Georgie gerade am Golf aufmarschiert :confused:

Also der der ignoriert die Möglichkeit völlig.

mfg.

Groupier
shalom

gringo hat letzte woche seinen " paralellrechtstaat " per gesetz durchgekriegt. jeder islamistische bart könnte bereits ein anzeichen einer bedrohung für das gelobte dollarland sein und begründet - losgelassen jeder justiz - eine verbannung auf unbestimmte zeit in sing-sing.

ins gleiche horn bläst auch die neu ausgegeben doktrin:

Bedrohungsempfindung gleich erstschlag !!

kurzum ; bush wär bereit

andere variante; saddam nur vorwand, ziel ist stationierung von 150.000 mann im nahen osten mit anschließender plötzlichen feindumkehr??? wie auch immer

liegt vielleicht auch nur an dem buch das ich grad les. 11.09 von m. bröckers.

PS: über wirtschaft in gringoland red ich nimmer. ist sowieso ein witz. platt bleibt platt. einzig was zählt ist das zeitfenster

DUF .. der verschwörer....
@DUF

wo`s grad so schön gruselig ist: vergiss nicht EURUSD
short zu gehen, wir haben grad ne nette Gelegenheit.
@Ken_meyer,
Du Verführer, ;)

Apropos USD: Was für den Hinterkopf...

>>
UBS: Zentralbanken kaufen verstärkt US-Wertpapiere

Als historisches Zeichen für eine Schwäche des US-Dollar deuten es Analysten von UBS Warburg, dass ausländische Zentralbanken in den vergangenen Wochen ihre Käufe von US-Wertpapieren gesteigert haben.

vwd NEW YORK. In einem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Bericht von UBS Warburg heißt es, die Zentralbanken kauften Dollar im Austausch für ihre jeweiligen Landeswährungen, um eine zu starke Aufwertung der Landeswährungen gegenüber dem US-Dollar zu verhindern. Zentralbanken begegneten den globalen Devisenmarktbewegungen aktiver als gemeinhin angenommen, schreiben die UBS-Analysten.

Im Wochenausweis der ausländischen Depotbestände der Federal Reserve Bank of New York sei ein signifikanter Anstieg zu verzeichnen gewesen. In der Woche zum 8. Januar habe die New York Fed 861,1 Mrd. $ an marktfähigen US-Wertpapieren für ausländische Zentralbanken gehalten verglichen mit 729,2 Mrd. $ (plus 18,1 Prozent) im Vorjahr. Dabei hätten sich die Käufe in jüngster Zeit beschleunigt: In der Woche zum 13. November habe sich das Volumen noch auf 809,9 Mrd. $ belaufen. Damit hätten die ausländischen Zentralbanken innerhalb von knapp zwei Monaten ihre US-Anlagen um 51,1 Mrd. $ aufgestockt, heißt es in dem Bericht.

Privatanleger zíehen sich zurück

Gleichzeitig hätten allerdings Privatanleger mit einem Rückzug aus US-Anlagen begonnen. Devisen-Analyst Michael Woolfolk von Bank of New York schreibt, seit Mitte November sei anhand der Treuhand-Portfolio-Bewegungen ein Netto-Abfluss aus festverzinslichen US-Wertpapieren und ein Zufluss in Anleihen der Eurozone zu verzeichnen. Dies sei der Grund für den Rückgang des Dollarkurses in den vergangenen Wochen.

Nach Einschätzung der UBS-Analysten dürften die Käufe von US-Titeln durch die ausländischen Zentralbanken nicht ausreichen, um eine weitere Abwertung des Dollar zu verhindern. In dem Bericht heißt es, solange die USA ein Leistungsbilanzdefizit von nahe 40 Mrd. $ im Monat verzeichneten und der Zufluss von privatem Kapital weiter nachlasse, sei selbst dann mit einem weiteren Dollar-Rückgang zu rechnen, wenn die Wertpapier-Käufe der ausländischen Zentralbanken ein Volumen von zehn Mrd. $ pro Woche erreichten.

HANDELSBLATT, Donnerstag, 16. Januar 2003, 10:24 Uhr
<<
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buil…

Die Gelddruckmaschinen laufen also ALLERORTEN auf Hochtouren - und beschleunigen noch das Tempo...
Das Gelddrucken reicht indes offenbar nicht, die großen Kapitalströme sichtbar aufzuhalten geschweige denn umzulenken. Die Frage ist, was passiert, wenn sich die US-Leistungsbilanz irgendwann dann mal erholt, der USD wieder fundamentales Potential hätte... Dann könnte es anders herum laufen - oder auch nicht, :D
Die damit verbundene Frage ist, wie lange machen die Notenbanken das Gelddrucken mit bzw. wie lange können sie das, nämlich die Inkaufnahme eines vielleicht(/bald) nicht mehr kontrollierbaren Inflationspotentials infolge einer sehr einseitigen "Depotstruktur", öffentlich (und auch vor sich) rechtfertigen...
Speziell die EZB könnte, und sollte oder wird vielleicht, darüber mal nachdenken.

Da bleibt im übrigen auch - oder sollte man sagen: `vor allem`, ?;) - Gold wohl weiter im Spiel, und a la longue könnte Gold sich von der negativen Korrelation zum USD auch mal lossagen...

Ergo bis auf weiteres, kommende Konsolidierungen in den angesprochenen jungen Major Trends ggf. gewürdigt, gute Geschäfte -

investival, :cool:
mir geht da grad so was durch den kopf

amiland ist doch selbsterklärte weltmacht mit weltordnung und blah. blah.

und diese weltmacht ist jetzt konkurs, de fakto. wie heißt es so schön in der bibel; du sollst keine anderen götter .....

also, denkt sich der gringo; wenn wir abdanken dann nehmen wie alle mit in`s nirwana. aus irak wird dann ein steppenbrand und endet dann im kalkulierten weltkrieg, womit ja auch eine maximale schuldenauskehrung erreicht wird. moral lassen wir mal aussen vor.

vielleicht denken wir auch viel zu komplieziert. sicher ist doch; die schulden sind nicht mehr rückzahlbar. das zinssystem nähert sich mit rasantigem tempo seinem verfallsdatum. was bleibt ??????:rolleyes:

DUF
@duf
also, denkt sich der gringo; wenn wir abdanken dann nehmen wie alle mit in`s nirwana. aus irak wird dann ein steppenbrand und endet dann im kalkulierten weltkrieg, womit ja auch eine maximale schuldenauskehrung erreicht wird. moral lassen wir mal aussen vor.

diese überlegung würde ich so nicht unterschreiben,obwohl ich sicher kein bush fan bin.
artmann

ich bin sicher auch kein amifan. aber gedanken sind frei. ich wills ja auch nicht so haben.

aber wo ist eine sinnvolle und machbare lösung aus dieser exzess-schuldenfalle. ich weiß es nicht, du ???

DUF
so leute, die etzte karte ist auf dem tisch

der könig ins asyil pardon exil,

jetzt wüßte ich nicht, was es ansonsten noch zu reden gäbe.

jemand muß jetzt die hosen runter lassen.

an spekuationen wie und was danach beteiige ich mich nicht,
as stoiker steht mir das nicht zu, und heseher bin ich auch nicht
ich muß damit step by step fertig werden, und aus der jeweis eingetretenen situation meine kenntnis ziehen,
ob wir dabei pleite gehen oder unserer leben lassen,
oder pleite sind und dafr leben, umgekehrt ist doch eh wurscht- tot mit geld- und ohne markt.
also was solls, oder wollt ihr nur den verlust eures cabrios anzeigen
Also einen Parameter leg ich mal auf den Tisch:
Bush halte ich für einen grossen Unglücksraben, neudeutsch
Loser-Typ.

Es kann durchaus den schnellen US-Sieg geben, an den scheinbar alle Amis glauben; dass automatisch und sofort
Milch und Honig , sprich billiges Öl, fliessen, daran
kann ich nicht so recht glauben. Ne Milchmädchenhausse
an der Börse , durchaus, aber danach wird wohl alles wieder
`sein sozialistischen Gang` gehen.


Vielleicht müssen wir Seni fragen.


@investival

Konfuzius alias @woernie hat mal gesagt, wir sollen hier
nicht ständig mit unseren grossen Gewinn-Trades rumprahlen ;);)
nun denn , dann will ich mal meine müstic- schublade öffnen:

es geschah am kommenden samstag. das wetter war mild, die sonne schien.

es war vormittags gegen halb 11. und plötzlich... ich seh nach südost. da war es !!!!!!!!!!!!!!!!!! EM 7

DUF ... der seher.....
wieder was vergessen

die US dept clock läuft jetzt rückwärts

al du bist der beste:D :D :D :D

DUF
:mad: :mad: :mad:
Das Alien G. ist ja auch Festgeldanleger!
:cry: :cry: :cry:

Sowas trau ich nicht.
jetzt isses so weit :eek: :eek:

alle meine persönlichen indikatoren haben ins negative gedreht. war letztmalig so um april 2000.

jedem das seine und mir am meisten. haltet die ohren steif.
dottore hat wohl im nachbarthread das letzte steinchen gelegt.

Bin seit eben zu 100% voll investiert . geh jetzt in meine höhle und warte den sturm ab.

DUF .. aber hallo ...
Leserbrief in der NZZ zum US-Imperium (Reschpekt!, Frau Auerbach)

Neue Zürcher Zeitung: Das `American Empire` als Segen und als Ärgernis 
Sehr geehrter Herr Müller,
ich erlaube mir, auf Ihren Artikel in der NZZ am Sonntag (42/29.12.02) zurückzukommen. Sie schreiben, dass Afghanistan noch heute eine Hochburg des Terrorismus wäre, wenn die USA dem Taliban-Regime nicht ein Ende bereitet hätten. Eine solche Aussage sehe ich als erschreckende Halbwahrheit und dazu angetan, die Glaubwürdigkeit Ihrer Berichterstattung zu diskreditieren. Die zitierte `Hochburg` wurde nachweislich durch die Achse "Saudi-Arabien/CIA/Bin Laden/pakistanischer Geheimdienst ISI/Pakistan" installiert. Das bedeutet, dass es den afghanischen Terror nie in dem Ausmass gegeben hätte, wäre er von diesen Kräften nicht systematisch aufgebaut worden.
Die USA unterstützten schon den pakistanischen Diktator General Zia ul-Haq, damit dieser Tausende von Religionsschulen eröffnen konnte, die den Keim für das Emporkommen der Taliban legten. Zahllose radikale Muslime studierten dort. Sie trainierten in der Folge miteinander in den Camps bei Peschawar und in Afghanistan, was der Programmierung zu islamischen Gotteskriegern gleichkam. Bin Laden selbst wurde von den USA als Anführer des saudischen Mujaheddin-Kontingents ausgebildet und finanziert. 1986 verschärfte der CIA-Chef William Casey den Krieg gegen die Sowjetunion. Er veranlasste die Ausrüstung der afghanischen Mujaheddin mit Stinger-Raketen und liess ihnen Unterstützung für den Guerillakrieg zukommen. Noch im Mai 2001 wurden die Taliban von der USA mit 43 Millionen US-$ unterstützt. Bis Anfang August 2001 betrachtete die USA die Taliban als eine Quelle der Stabilität (!) in Zentralasien.
Wir haben hier den klassischen Fall des gegenseitigen Missbrauchs. Die Taliban benutzten die USA dazu, um ihr Regime zu errichten, und die USA ihrerseits erwarteten von den Taliban die Ermöglichung des Baus der Ölpipeline von Turkmenistan, Kasachstan und Usbekistan zum Indischen Ozean. Nur eben: Die Rechnung der USA ging nicht ihren Wünschen gemäss auf, und die Weigerung der Taliban, auf die US-Konditionen einzugehen, veranlasste letztere dazu, die Taliban folgendes wissen zu lassen: `Entweder ihr akzeptiert unser Angebot eines Teppichs aus Gold, oder wir begraben euch unter einem Teppich aus Bomben`.
Dieser Bombenteppich ging dann nach dem 11.9. aus meiner Sicht völlig ungerechtfertigt über Afghanistan nieder, denn nachweislich war nicht ein einziger Afghane an dem Anschlag des 11. Septembers beteiligt. Bis heute liegen keinerlei Beweise für eine Verbindung der Täter mit Bin Laden resp mit. Afghanistan vor und es bestehen massive Zweifel an der These, dass der 11.9.2001 wirklich Muslimen zuzuschreiben ist.
Die Rettung vor dem afghanischen Terror war in Wirklichkeit ein von langer Hand geplanter Krieg, bei dem die Taliban nicht etwa wegen ihres Terrors zu beseitigen waren, sondern ausschliesslich auf Grund ihres Widerstands gegen die angestrebte Ölleitung. Erwähnt sei hier, dass der jetzige Vizepräsident Dick Cheney zuvor Direktor der US-Firma Halliburton war, die jetzt den Milliardenjob für die Anlage der Pipeline übernehmen will. Die Verhandlungen zwischen den Taliban und UNOCAL (United Oil of California; mit diesem Konzern arbeitete der jetzige Premierminister Afghanistans, Karzai, schon in den 90er Jahren zusammen) wurden erst 1998 abgebrochen, als Menschenrechtsorganisationen und Grüne in den USA die frauenverachtende Politik der Taliban anprangerten. Das bedeutete jedoch nicht, dass das Vorhaben, die Ölleitung durch Afghanistan nach Pakistan zu bauen, vom Establishment in Washington aufgegeben worden wäre.
Der vormalige Chef des pakistanischen Geheimdienstes, Generalleutnant Mahmud Ahmed, befand sich erstaunlicherweise am 11. September 2001 in den USA, wo er in den Tagen vor dem Anschlag mit den Spitzenvertretern des Pentagons und des Auswärtigen Ausschusses Gespräche über die Nachkriegsordnung in Afghanistan führte. Damit wird auch Ihre Aussage, dass dem alten Kontinent alle Voraussetzungen dafür gefehlt hätten, den Terrorismus in seinem Organisationszentrum zu bekämpfen, hinfällig.
Der afghanische Terror richtete sich in erster Line gegen die eigene Bevölkerung und stellte nie eine direkte Bedrohung Europas dar. Der Keim des Terrors in Afghanistan ist von den USA selbst gelegt worden. Sie haben hier ihr Grundmuster wiederholt, wo immer möglich, jedes repressive Regime und jeden Diktator zu stützen. Eine solche Saat muss zwangsläufig ganz generell einmal aufgehen. Zu dieser Saat gehört auch, dass 50% der US-Rüstungsproduktion ausgerechnet in die Entwicklungsländer gehen, von wo aus sie an jeden beliebigen Kriegsherd gelangen und die Krisenherde weiter anheizen können. Somit ist in Afghanistan ein von den USA mitaufgebautes Terrorregime in dem Moment gnadenlos zusammengebombt worden, in dem es seine Funktion nicht mehr erfüllte. Sind Sie daher nicht mit mir einer Meinung, dass die Art, wie dieses beendet wurde, von einem menschenverachtenden Zynismus ist, der allein 3.767 Zivilisten das Leben gekostet hat. Wie kann also die NZZ unter diesen Umständen einem absolut makabren Titel wie `Afghanistans Feuertaufe. Der 11. September als nationaler Befreiungstag` (NZZ 210/11.09.02) Raum geben?
Die USA glauben heute, unter dem Etikett Terror alles erzwingen zu können, was ihre Geopolitik erheischt. Halbwahrheiten sind in meinen Augen auch deswegen verachtenswert, weil sie sich bei vielen Lesern unreflektiert einnisten, was die Einstellung, den Krieg gegen Afghanistan als berechtigt anzusehen, fördern dürfte. Noch schlimmer tönt es für meine Begriffe, wenn Sie im Zusammenhang mit einem Krieg gegen den Irak folgendes schreiben: `Der Versuch, eine globale Protestbewegung gegen einen neuen Krieg im Mittleren Osten aufzubauen, ist weitgehend gescheitert. Jetzt sehnen viele den Einsatz von Waffen schon fast herbei, damit sich die Weltwirtschaft, befreit von den Ungewissheiten rund um den Irak, endlich dem Aufschwung widmen kann.`
Das Scheitern der Proteste dürfte eine übereilte Folgerung Ihrerseits darstellen. Dennoch: Wenn dieses einträte, dann deswegen, weil die westlichen Regierungen und Washington über die Gegenstimmen ihrer Bevölkerungen und der Friedensbewegungen ganz einfach hinwegsteigen. Bei dem `Herbeisehnen des Einsatzes von Waffen` frage ich mich ernsthaft, was Sie sich überlegt haben.
Niemand, der sich der Lage des irakischen Volkes bewusst ist und sich noch einen Rest an Menschlichkeit und Gerechtigkeit bewahrt hat, möchte diesen Krieg. Niemand, der unabhängig denkt, sehnt den Einsatz von Waffen herbei. Eine solche Vorstellung halte ich für grotesk. Was den Wirtschaftsaufschwung betrifft, so sehe ich diesen in keiner Weise durch das mörderische Vorhaben der USA tangiert. Es sei denn, Sie hätten auch hier die Waffen, nämlich den Profit der Rüstungsindustrie im Auge.
Dasselbe Schicksal, das die Taliban erlitten haben, droht also jetzt auch dem Irak. Dieser wurde von den USA zweimal in eine Falle gelockt. Anfang der achtziger Jahre wurde Saddam Hussein durch gefälschte Informationen, die ihm von Seiten der USA zugingen, und die einen raschen Sieg in Aussicht stellten, dazu verleitet, in den Krieg gegen den Iran einzutreten. Zu jener Zeit stand Saddam Hussein im Westen noch hoch im Kurs, da ihn die anglo-amerikanische Ölmacht als Bollwerk gegen das gefürchtete Vorrücken des iranischen Islamismus benutzte.
Der Irak war noch nicht zum Feind gestempelt und wurde, wie bekannt, massiv aufgerüstet. Zu seinen Lieferanten zählten die BRD, England, die USA (Nukleartechnik und Informatik), Belgien, Frankreich und die ehemalige Sowjetunion. Die USA unterstützten Saddam Hussein während des Krieges gegen den Iran (1981-88) mit verdeckter Militärhilfe und hinderten die Iraker auch nicht am Einsatz chemischer Waffen. Mehr als 60 hohe Offiziere des militärischen Geheimdienstes der USA lieferten den Irakern genaue Informationen über die iranischen Truppenbewegungen und halfen bei der taktischen Gefechtsplanung. Heute gilt es natürlich, "dem Vertragsbrecher Saddam Hussein die Massenvernichtungswaffen oder das Industriepotential zu deren Herstellung aus der Hand zu schlagen" (NZZ 243/19.10.02), also wohlgemerkt die westliche Eigenproduktion.
Dieser 8jährige Krieg bremste den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes und bescherte dem Irak Kriegsschulden in Höhe von 65 Milliarden US-$, während die Waffenhändler wie üblich phantastische Gewinne einfuhren. Im Nachspiel zu diesem Krieg wurde von Saddam gefordert, seine Staatsschulden zu begleichen und zu diesem Zweck die nationale Ölindustrie zu verstaatlichen. Bei den im Juni 1989 geführten Verhandlungen weigerte sich Saddam begreiflicherweise, diesem Ansinnen zu entsprechen. Etwas später sagte die Regierung Bush dem Irak 2,3 Milliarden US-$ zu, die jedoch in der Folge auf Grund einer Reihe von Unterstellungen, die man dem Irak anlastete, gesperrt wurden. Es hiess u.a., dass die finanzielle Hilfe für das Nachrüsten des irakischen Waffenarsenals benutzt werden sollte.
Als Konsequenz sah sich der Irak zu Beginn des Jahres 1990 völlig von westlichen Bankkrediten abgeschnitten. Jetzt wurde die zweite Falle gelegt. Kuwait wurde Anfang 1990 beauftragt, den Markt mit billigem Öl zu überschwemmen. Der  hieraus resultierende Preissturz verunmöglichte es Saddam, neben der Rückzahlung seiner Schulden noch Nahrungsmittelimporte begleichen zu können. Im Februar 1990 gab Saddam Hussein vor dem in Amman tagenden Arabischen Kooperationsrat zu bedenken, dass die USA als militärische Supermacht eine Gefahr für die arabische Welt darstelle. Er trat dafür ein, die Beziehungen zu Europa, Japan und (dem heutigen) Russland auszubauen. Im Juli desselben Jahres verstärkten sich die Streitigkeiten zwischen Kuwait und dem Irak. Kuwait war, bevor das Britische Empire dies anders entschied, stets eine irakische Provinz gewesen. Nun gaben die USA Saddam Hussein zu verstehen, dass sie an seinen innerarabischen Streitigkeiten nicht interessiert seien, die Frage berühre die amerikanischen Interessen nicht, so dass sie in diesem Grenzstreit keine Stellung beziehen würden.
Die irakischen Truppen brachten daraufhin Kuwait am 2.8.90 in ihre Gewalt. 1991 begann dann im Rahmen eines UNO-Mandats der Golfkrieg gegen den Irak, dessen Ziel es war, permanent Truppenkontingente in den eroberten Regionen zu stationieren. Angesichts dieser Fakten, die die USA und England schwer belasten, macht sich die Presse für meine Begriffe insgesamt lächerlich, wenn sie Bushs Phrasen, die den Irak in die `Achse des Bösen` einreihen, wiederholt. Jedes Schulkind weiss mittlerweile, dass es hier weder um `Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wahrhaftigkeit` geht, denn alle drei Faktoren spielen für die USA nicht die geringste Rolle, solange der Diktator eines Landes in ihre Hände spielt und dadurch verhindert, dass diese zum Tragen kommen.
Die in der NZZ (Nr. 295) bereits (!) am 19.12.02 gestellte Frage `Was kommt nach Saddam?` lässt sich leicht beantworten. Sicherlich nicht das, was die Presse herumbietet, nämlich eine echte Demokratie. Sollte der Vernichtungsschlag entgegen aller Hoffnungen nicht abzuwenden sein, dürften die USA ihre geplante Militärregierung einsetzen, also willfährige, den anglo-amerikanischen Ölkonzernen dienende Marionetten, zu denen ich auch Karzai zähle.
Die Diktatur im Irak ist nicht die einzige auf diesem Globus. Waren z.B. Pinochet und Suharto, beide treue Verbündete der USA, etwas anderes als Diktatoren oder weicht etwa der jetzige Militärdiktator Musharraf von dieser Linie ab? Saddam wird ferner angelastet, `uns 10 Jahre lang die Stirn geboten zu haben`. Inwiefern? Indem er sich trotz der menschenverachtenden Embargos und der brutalen Bombardierungen der Flugverbotszonen den USA und Grossbritannien noch nicht auf dem Handteller dargeboten hat, sich also noch nicht unterjochen liess, geschweige denn sich in die Fänge des Internationalen Währungsfonds begeben hätte?
Man schätzt, dass die Ölfelder des Iraks neben denen Russlands heute die grössten der Welt sind. Kein Wunder, dass Blair und Bush es eilig haben. Es steht ferner zu vermuten, dass ihnen auch die von Russland mit dem Irak im vergangenen Sommer geschlossenen Verträge zur Ölforderung nicht ganz geheuer sind. Die Aussage der NZZ (Nr. 303/31.12.02): `Als letztes Mittel muss eine militärische Intervention legitim sein. Sie muss zulässig sein, um einen höchst unberechenbaren Potentaten zu stürzen, von dem die Welt zu fürchten hat, dass er Massenvernichtungsmittel einsetzt oder sie terroristischen Netzwerken zuhält.` zeugt für mich angesichts des Ausblutens und der beabsichtigten fortschreitenden Zerstörung des Iraks unter den `Friedensfittichen` der UNO von einer nicht nachvollziehbaren Brutalität. Sie fällt für mich nicht nur in den Bereich der Kriegshetze, sondern trägt in meinen Augen auch dazu bei, den Pfad für die `New World Order` zu ebnen.
Solange der Irak keiner Nation den Krieg erklärt, kann ein Militärschlag nicht legitim sein, und wenn man Saddam Hussein zutraut, terroristische Netzwerke zu beliefern, ´so hat er darin sein bestes Vorbild in den USA, deren CIA - um nur ein einziges Beispiel dieser sauberen Agentur anzuführen - seinerzeit die Widerstandsbewegung des 1998 getöteten Abu Sayyaf unterstützte, die sie heute von ihren philippinischen Militärbasen aus zusammen mit der Armee des Landes bekämpfen müssen. Solange die CIA freie Hand hat, ausserhalb der USA im Untergrund zu agieren, verfängt kein Vorwurf dieser Art gegen Saddam Hussein. Ich stelle ferner fest, dass Aussagen, die für einen Irakkrieg sprechen, in der NZZ offenbar nicht abnehmen, liest man doch (Nr. 10): `Die Rüstungskontrollen im Irak sind wieder aufgenommen worden.
Ein Krieg ist damit nicht abgewendet.` Langsam frage ich mich, ob Ihre Redaktion den Auftrag hat, solche Kommentare zu verbreiten. Es wäre in meinen Augen ehrlicher, die USA endlich als einen sich alles anmassenden Ölräuber denn als Verteidiger der Demokratie zu portraitieren. Und wenn die USA den UNO-Inspektoren jetzt Geheimmaterial zwecks Nachweis von verborgenen Massenvernichtungswaffen vorlegen, so haben wir keinerlei Garantie, ob sie nicht genau so gefälscht sind wie die Informationen, die seinerzeit dazu dienten, Saddam Hussein zu übertölpeln.
Sie erwähnen in Ihrem obengenannten Artikel ferner, dass die globale Agenda heute weitgehend von der USA bestimmt ist. Ich bin der Auffassung, dass wir das vor allem den Konzernen und den Banken zu verdanken haben, die mit diesem Staat so sehr vernetzt sind. Das Establishment der USA hat in meinen Augen jeden Anspruch darauf verspielt, mit dem von Ihnen zitierten Begriff  `Wohlwollen` bedacht zu werden, gleich in welcher Form. Allein schon deswegen, weil sie jedem sich ihnen nicht beugenden Land mit dem Einsatz ihrer Atomwaffen drohen. Auch Europa.
Wesley Clark sagte bereits 1991: `Ich warne die Europäer davor zu glauben, dass die USA im Rahmen der Neuen Weltordnung Skrupel haben würden, auch in Europa militärisch zu intervenieren, wenn unsere Interessen gefährdet sind, und zwar mit allen Mitteln, einschliesslich Atomwaffen. Im allgemeinen werden die USA danach streben, die meisten Länder im Zustand der Armut zu belassen, mit korrupten, aber gehorsamen Regimes. Ich gehe jedoch davon aus, dass die USA auch in Westeuropa intervenieren würden, auch wenn dies gegenwärtig manchen Leuten als absurde Idee vorkommen mag. Die USA würden eine europäische nukleare oder wirtschaftliche Grossmacht nicht lange dulden`. (L`autre Journal, März 91). Der gleiche Wind bläst uns vom britischen Verteidigungsminister Geoff Hoon entgegen, wenn er darlegt, dass Grossbritannien bereit ist, im Notfall seine Atomwaffen gegen Staaten wie den Irak einzusetzen. `Sie können ganz sicher sein, dass wir unter den gegebenen Voraussetzungen bereit sind, unsere Nuklearwaffen zu nutzen`.
Die terroristische Erschütterung Amerikas zu Beginn des neuen Jahrtausends (NZZ 301/28.12.02) wird gewiss erst dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn die Wahrheit darüber, wer den Anschlag auf das WTC in Wirklichkeit begangen hat, zutage tritt. An dieser Wahrheitsfindung sind Unzählige beteiligt, so dass die von Washington präsentierten Lügen und die praktizierte Vertuschung auf die Dauer gesehen wenig Chancen haben. Es gelang den USA im Anschluss an den Golfkrieg, von Deutland, Japan, Kuwait und Saudi-Arabien Beiträge zu den Kriegskosten in Höhe von 54,5 Milliarden US-$ einzutreiben. Gut unterrichtenden Kreisen zufolge soll für die USA hiervon ein `Nettoprofit` von 19 Milliarden herausgeschaut haben, also erneut ein Beispiel dafür, wie gut die Regierungen die Steuergelder `ihrer Untertanen` zu verwalten wissen.
nsofern kann man William Engdahl nur beipflichten, wenn er die Frage stellt, "wie lange es die Welt noch hinnehmen wird, dass verschiedene Länder den einen Polizisten (ich füge explizit bei, die USA) auch noch bezahlen müssen, damit er ihnen seine `Neue Weltordnung` auferlegt." Noch eine Anmerkung zum Ursprung des Namens `Al Kaida`, der fast jeden Tag mit neuen Meldungen `garniert` in der Presse auftaucht, deren Wahrheitsgehalt angesichts der herrschenden Verlogenheit schwer nachprüfbar ist.
Bin Laden hatte Mitte der 80er Jahre ein Rekrutierungsbüro für junge Araber in Peschawar eröffnet. Die Dokumentation, die die Daten zur Ankunft bzw. zum Aufenthalt derselben festhielt, wurde `Al Qaida` genannt und hatte somit ursprünglich nicht das Geringste mit Terror zu tun. Heute ist es sozusagen zur Manie geworden, jede Festnahme angeblicher Terroristen auf das Konto von al Kaida zu verbuchen.
Ihrer geschätzten Stellungnahme sehe ich gerne entgegen. 
Mit freundlichen Grüssen 
Doris Auerbach
 
Quellen: 
Mathias Bröckers: "Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.", Verlag Zweitausendeins, Postfach, D-60381 Frankfurt am Main, ISBN: 3-86150-4560-1. In der Schweiz über Buch 2000, Postfach 89, 8910 Affoltern a.A. zu beziehen. (Ganz ausgezeichnete Darstellung der Hintergrundfakten zum 11. September) 
F.William Engdahl: "Mit der Ölwaffe zur Weltmacht - Der Weg zur neuen Weltordnung", Dr. Böttiger Verlags-GmbH, Bahnstrasse 9a, D-65205 Wiesbaden, ISBN: 3-925725-15-6
Andreas von Bülow: "Im Namen des Staates - CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste", Piper München-Zürich, ISBN: 3-492-23050-4
Eric Hufschmid: "Painful Questions - An Analysis of the September 11th Attack", ISBN: 1-931947-05-8, herausgegeben von Goleta CA, Endpoint Software e-mail: «Herr Präsident, Sie haben dem amerikanischen Volk nicht die Wahrheit gesagt!» Brief von Robert M. Bowman an Präsident Bush: Zeit-Fragen Nr. 43 vom 21.10.2002
 
hallo zusammen,
ich melde mich auch bald mal wieder, leider war letzte woche zuwenig zeit.
dax gerade bei 2888 - ob das noch was wird mit der erholung... sehr schwache vorstellung :confused:

dosto, kaufkandidaten im dax? wenn aktuell 2885 halten bzw. 2840p. als letzter bahnhof vor den alten tiefs, dann scheinen mir mittelfristig schering oder dte am aussichtsreichsten zu sein. insgesamt ist der dax aber einfach nur schlapp. bei technischen erholungen scheitert er an den ersten widerständen und die unterstützungen durchschneidet`s wie butter.

grüße in die runde
cabinda
@cabinda

Commerzbank ist unter 7.50 immer ein Schnäppchen ;);)
apropo commschmerz.

jetzt hat auch das münzkabinett in ffm seine lieferungen in silber und gold eingestellt.

woher nehmen wenn nicht stehlen , herr JPM und ackermann:D :D

DUF .. der vom silbersee....
hi,

ich bin stiller leser eures guten threades.

als ich eben # 1554:


" leserbrief in der nzz..." von doris auerbach gelesen habe war ich platt !

kurzum: vollste zustimmung zu jedem einezelnen satz-
von anfang bis ende !
sie hat die geldgeilen und machtbesessenen strippenzieher
der usa voll durchschaut.
sie gehen immer nach dem gleichen strickmuster vor:mad:

z.b. mit halbwahrheiten, wie im artikel von d. auerbach hervorragend herausgearbeitet.

der weg: gezielte desinformation (auf deutsch: l ü g e);
militärische gewalt u. dollars !!

ziel: unangefochtene weltmacht usa
und die restliche welt: hörige hofnarren am tropf v.
"big brother"


ps: einer der am stärksten wachsenden industriezweige in
usa: gefängnisse -firmen lassen zu spottpreisen
produzieren...


rightnow
Hier ein Interview der `Jungen Freiheit` mit dem
amerikanischen Politologen und Ex-CIA-Mann Chalmers Johnson
über `Blowback` und das Imperium
( hab ich aus EW-Brett, war wohl nur im Druckmedium erschienen)




Wir Amerikaner schaufeln uns unser eigenes Grab“

Im Gespräch: Der US-Politologe Chalmers Johnson über Aufstieg und Fall des amerikanischen Imperiums, die Eroberung des Persischen Golfs und Deutschland, die „am leichtesten korrumpierbare Nation der Welt“. Von Moritz Schwarz
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Die Deutschen fühlen sich dagegen augenscheinlich recht wohl im US-Imperium.
Johnson: Ja, solange es nicht von einem Blowback getroffen wird, was wohl über kurz oder lang passieren wird. Denn mit dem Hegemon geraten auch seine treuen Bundesgenossen ins Visier asymmetrischer Kriegführung, also der terroristischen Reaktion. An sich aber hat Deutschland den Vorteil, stabil, demokratisch und amerikafreundlich zu sein. Wir unterhalten zahlreiche Stützpunkte in Deutschland, darunter den Fliegerhorst Ramstein, den größten amerikanischen Luftwaffenstützpunkt außerhalb der USA - und das, ohne daß sich die Deutschen in das was dort geschieht einmischen können. Wäre die Situation in Deutschland nicht so US-freundlich, sähe die Einmischung in die Angelegenheiten Ihres Landes wohl ganz anders aus. Denken Sie zum Beispiel nur an Italien.
Dort manipulierte die CIA über Jahrzehnte völkerrechtswidrig die inneren Verhältnisse und baute sogar ein eigenes Terrornetzwerk auf - „Gladio“ genannt - , das bei Bedarf hätte putschen sollen, um eine repressive rechtsradikale, aber amerikafreundliche Diktatur zu etablieren.
Johnson: So ist es, treue Staaten wie Deutschland oder auch Japan werden von den USA durchaus auch gut behandelt. Denn der amerikanische Imperialismus kennt nicht nur die Sprache des Militarismus, sondern er beherrscht auch die Kunst der Bestechung.
Also ist das deutsche Wohlverhalten eine Angelegenheit der Rückgratlosigkeit?
Johnson: Die USA behandeln Deutschland gut, aber sie nehmen ihr Land nicht ernst. Deshalb haben die völlig überraschenden Aussagen von Bundeskanzler Schröder hier auch solchen Aufruhr verursacht. Die Franzosen reden ja immer so und lassen dem dann nie Taten folgen, aber wenn plötzlich die Deutschen so reden!? Und das, wo sie sich doch nach dem Zweiten Weltkrieg als die am leichtesten korrumpierbare Nation der Welt erwiesen haben.
Was würde passieren, wenn Deutschland das amerikanische Imperium verlassen, aus der Nato austreten, die US-Truppen freundlich nach Hause bitten und sich künftig als freundlich neutral gegenüber jedermann erklären würden?
Johnson: Wir würden einen gewaltigen Schritt hin zu einer friedlicheren Welt machen. Denn Deutschland ist immerhin die einzige bedeutende Nation der Welt, die es gewagt hat den Irak-Krieg als das zu bezeichnen, was er ist, ein - imperialistisches - Abenteuer.
Würden die USA in Deutschland einmarschieren oder uns gehen lassen?
Johnson: Sie würden alles in ihrer Macht stehende tun, um Deutschland zu unterwandern. Und verlassen sie sich drauf, darin sind die USA wirklich gut. Aber, obwohl ich zu Anfang sehr hoffnungsfroh war, habe ich die Befürchtung, Gerhard Schröders Anti-Kriegs-Kurs war nur ein Wahlkampftrick.
Das steht zu befürchten.
Johnson: Man kann nur hoffen, daß dann die politische Klasse in Deutschland mit ihrem Kurswechsel angesichts der Wahlversprechen in der Öffentlichkeit nicht durchkommt. Denn das Haupthindernis für die Pläne der US-Regierung ist derzeit der wachsende Widerstand in der Öffentlichkeit.
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Herr Johnson, Sie gelten seit Ihrem Buch „Ein Imperium verfällt“ neben dem ehemaligen amerikanischen Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski als einer der profiliertesten Theoretiker eines amerikanischen Imperialismus. Allerdings halten Sie die Übernahme einer imperialen Gesinnung durch Ihre Landsleute für verhängnisvoll. Doch nach Ihrer Analyse hat dieser Prozeß bereits begonnen - und zwar nicht erst seit dem 11. September 2001. Welche Anzeichen sehen Sie dafür?
Johnson: Die USA unterhalten weltweit 725 Militärstützpunkte im Ausland. Wie würden Sie das nennen, wenn nicht Imperium? Während des Kalten Krieges schien unsere globale Präsenz noch gerechtfertigt, inzwischen ist die Sowjetunion zerfallen, das US-Satellitensystem besteht aber immer noch. Daran wird deutlich, daß es sich in Wirklichkeit nicht um ein Verteidigungssystem gehandelt hat, statt dessen wird der tatsächliche imperiale Charakter dieser Konstruktion sichtbar.
Fürsprecher der USA argumentieren, die Vereinigten Staaten stehen als einzige Supermacht weltweit in der Verantwortung, deshalb müssen sie omnipräsent sein.
Johnson: Denken Sie doch einmal über die Verhältnismäßigkeit nach, die Deutschen zum Beispiel haben mehr Kontakt mit den US-Truppen als die Amerikaner selbst. Denn von den 32 Stützpunkten der US-Army in Europa befinden sich alleine 27 in Deutschland, dazu kommen außerdem zwei Fliegerhorste. Und das fünfzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges! Die Erfahrung zeigt, haben die USA erst einmal irgendwo Militärstützpunkte errichtet, geben sie diese nach Möglichkeit nicht mehr auf. Denn es geht in erster Linie um die Ausweitung der US-Militärpräsenz weltweit. Aber nicht nur die Anzahl der Stützpunkte verrät die Absicht, sondern oftmals auch ihren Charakter. So unterhalten wir auf dem Balkan zwei Stützpunkte, die für die Friedensmission, die Amerika dort zusammen mit den Europäern durchführt, völlig überdimensioniert sind. Die Frage ist also, zu welchem Zweck betreibt man diesen Aufwand? Glauben Sie auch nicht, daß die Militärbasen, die nach dem 11. September 2001 in Usbekistan und Kirgisien - wichtige Positionen an der Südflanke Rußlands - vermeintlich nur zum Angriff auf Afghanistan bezogen wurden, nach dem Abschluß der Militäroperation wieder geräumt werden. Ebenso die Einrichtungen in Afghanistan, deren Nutzung keineswegs darauf beschränkt ist, den Auftrag in Afghanistan zu erfüllen, sondern die als Ausgangspunkt für neue Operationen dienen werden.
Der zentrale Begriff Ihrer Theorie ist das Wort „Blowback“ - zu deutsch „Rückstoß, Rückschlag“ ,im Sinne von actio und reactio. Es handelt sich um einen Terminus aus dem CIA-Jargon.
Johnson: Ja, Blowback beschreibt in der Sprache des US-Geheimdienstes die unbeabsichtigten Konsequenzen geheimer außenpolitischer Maßnahmen der USA. Denn oftmals handelt es sich bei dem, was die Tagespresse als verwerfliche Akte von Terroristen, Drogenbossen, verbrecherischer Regime oder illegaler Waffenhändler darstellt, lediglich um den „Rückstoß“ früherer amerikanischer Geheimdienst-Operationen. Da sie verdeckt durchgeführt wurden, erkennen die Bürger die Zusammenhänge natürlich nicht und bleiben über den wahren Charakter dieser Blowbacks, über ihren Zusammenhang mit der US-Außenpolitik, im unklaren.
Ihr Buch erschien bereits 1999, Kritiker zollen Ihnen heute Respekt, weil Ihre Theorie auf analytischem Niveau den 11. September im Prinzip vorausgesagt hat.
Johnson: Der 11. September war ein klarer Blowback, das Problem ist, daß eine ganze Reihe von Völkern uns Amerikaner von ganzem Herzen hassen, und daß sie ein Motiv haben, Ungeheuerlichkeiten gegen Amerika zu begehen. Die Regierung hat uns nie die Gründe der Attentäter von New York für ihren Angriff auf das Welthandelszentrum genannt. Man hat erklärt, bei diesen Leuten handle es sich um islamistische Übeltäter. Nach der amerikanischen Logik von Gut und Böse haben Übeltäter keine Motive, denn ihr Wesen ist es schließlich, Übles zu tun. Darin erschöpft sich jede Erklärung. Geben Sie sich aber mit solch einer Darstellung zufrieden? Das sollten Sie nicht, denn die US-Regierung weiß, warum sie die Darlegung der Motive lieber schuldig bleibt. Die USA dehnen ihre Macht bis in den letzten Winkel der Erde aus und zwingen entlegenen Völkern ihr Wirtschaftssystem auf. Wir Amerikaner schaufeln uns unser eigenes Grab.
Der „Blowback“ ist auch Ihr Ansatz zur Erklärung des vermutlich kurz bevorstehenden Irak-Krieges.
Johnson: Es gibt in der kritischen Debatte in den USA drei Haupterklärungsmodelle für den bevorstehenden Irak-Krieg. Das erste ist der Hunger nach dem Öl. Die Verbindungen der Bush-Administration mit den Öl-Multis ist hinreichend bekannt, und schließlich verfügt der Irak nach Saudi-Arabien vermutlich über die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt. Das zweite Modell ist die Nahost-Theorie, danach ist der vermutlich kommende Krieg eine Folge der guten Kontakte, die viele Angehörige der gegenwärtigen US-Regierung zum rechten Likud-Block im israelischen Parlament haben, der ein Interesse an einer Konfrontation mit dem Irak hat. Das dritte Modell ist die Innenpolitik-Theorie, die besagt, der Irak-Krieg sei nur ein außenpolitisches Abenteuer, mit dem die Regierung von den enormen Problemen zu Hause ablenken will. Ich halte Bestandteile aller drei Theorien durchaus für zutreffend. Allein diese Zusammenhänge jeweils zu einer eigenständigen Erklärung zu verdichten, halte ich für zu gewagt.
Beim Angriff auf den Irak handelt es sich doch nicht um eine Reaktion, sondern um eine Aktion. Wie erklären Sie diesen Konflikt also nach dem „Blowback“-Prinzip?
Johnson: Blowback bedeutet mehr als simple actio-reactio. Vor fünfzig Jahren gab es die erste verdeckte CIA-Operation in der Golfregion, den Sturz des demokratisch gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh 1953. Mossadegh wollte die in der Hand der British Petroleum befindlichen Ölquellen nationalisieren. Unter Schah Resa Pahlewi wurde statt dessen unter Ausschaltung der Opposition eine neue, äußerst repressive Regierung installiert. Der Blowback folgte 1979, als junge fundamentalistische Moslems unter der Führung Ajatollah Khomeinis das Regime des Schah stürzten. Ebenfalls 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein, woraufhin die USA mit der Anwerbung islamischer Fundamentalisten als Mudschaheddin-Freiheitskämpfer in der ganzen Welt begannen. Darunter ein gewisser Osama bin Laden. Der nächste Blowback war programmiert. Die US-Politik für die Golf-Region ruhte traditionell auf zwei Säulen: den reaktionären Marionettenregimes in Saudi-Arabien und im Iran. Als die persische Säule einstürzte, mußte man sich nach einer Ersatzkonstruktion umsehen, um den Zugang zu den Ölvorkommen in der Region zu sichern. Da fügte es sich günstig, daß ebenfalls 1979 der irakische Tyrann Saddam Hussein an die Macht kam, den die USA in seinem Krieg gegen den Iran mit Waffenlieferung und Satellitenaufklärung unterstützen. Doch nach Beendigung des 1. Golfkrieges 1988 besann sich der Verbündete der USA auf die traditionelle Haltung eines jeden irakischen Staatschefs, nämlich, daß es sich bei Kuwait um unerlöstes irakisches Gebiet handle. Mit der Invasion Kuwaits 1990 schlug die von den USA betriebene Politik, Saddam gepäppelt zu haben, erneut gegen uns zurück. Nachdem diese Entwicklung im 2. Golfkrieg 1991 rückgängig gemacht worden war, errichteten die USA im Zuge dessen dauerhafte Militärstützpunkte in Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und Kuwait und lenkten damit den Zorn der Gläubigen und Fundamentalisten auf sich. Und nach den Ereignissen vom 11. September läßt sich voraussagen, daß in den kommenden Dekaden viele weitere Amerikaner bitter unter dem Blowback-Phänomen werden leiden müssen.
Die „Blowback“-Theorie ist also kein zweidimensionales System, sondern geht vom Prinzip des Teufelskreises aus. Das actio-reactio-Prinzip pflanzt sich in einer Eskalationsspirale fort. Jeder „Blowback“ macht eine erneute Aktion nötig, um seine Folgen zu beseitigen, diese führt aber nur zu einem weiteren „Blowback“, die Situation gerät endgültig außer Kontrolle.
Johnson: Ja, der Sturz Mossadeghs 1953 hatte in der Region eine Ereigniskette in Gang gesetzt, der sich in den kommenden Wochen in Gestalt eines 3. Golfkrieges wahrscheinlich ein weiteres Glied anschließen wird.
Die „Blowback“-Theorie offenbart also, daß es sich beim bevorstehenden Angriff auf den Irak nicht um einen „Krieg gegen den Terror“ und auch nicht um eine Vorbeugemaßnahme gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen handelt?
Johnson: Genau, sondern um eine folgerichtige Reaktion der USA auf die Blowbacks früherer US-Politik in der Region. Es mag aussehen wie der Konflikt eines neuen Geschichtsabschnittes, tatsächlich aber folgt es einer inneren Logik. Und der Plan zum Krieg war schon vor dem 11. September gefaßt. Es fehlte allerdings am Katalysator, um die öffentliche Meinung in den USA und in der Welt zu einer Zustimmung zu diesem Plan zu bringen. Der 11. September war dieser Katalysator - auf solch einen Angriff hatte man nur gewartet! Das Ergebnis des neuerlichen Irak-Krieges wird die Etablierung von US-Stützpunkten zwischen Euphrat und Tigris sein. Der Eroberung des Irak wird dann ein Krieg gegen den Iran folgen, der die Region ganz und gar unter US-Kontrolle bringen soll.
Das „Blowback“-Prinzip steht auch im Mittelpunkt Ihrer These vom Fall des amerikanischen Imperiums.
Johnson: Auch wenn die Expansion in der Entstehungsphase von Imperien vermeintlich der Erreichung gewisser Ziele dient - etwa Saturierung, Sicherung, Prävention -, so folgt der Imperialismus tatsächlich doch einem eigenen Gesetz. Die Expansion dient nicht - sie ist das Gesetz. Denn das Charakteristikum eines Imperiums ist die Ausdehnung an sich. Das Blowback-Prinzip treibt es dabei vorwärts. So funktioniert die Herrschaft durch Marionettenstaaten am Golf nach der Blowback-Eskalation dort heute nicht mehr, deshalb versuchen die USA nunmehr das überholte Herrschaftsprinzip durch direkte Militärpräsenz zu ersetzen.
Was dem Prinzip aber keinen Abbruch tut, sondern im Gegenteil den Teufelskreis noch weiter in Schwung bringt.
Johnson: So ist es, bis die imperiale Macht in einen Zustand der Überdehnung gerät und folglich der Verfall beginnt. Die US-Militär-Doktrin besteht heute darin, die Entstehung eines Gegners gar nicht mehr zuzulassen. Das ist schon an sich eine Definition für imperiale Überdehnung. In den USA diskutieren wir derzeit offen, ob wir ein neues Rom sind, doch tatsächlich gleichen wir eher einem neuen Napoleon.
Offen beim Namen genannt wird der Imperialismus erst in Folge des 11. September. Wann aber datieren Sie die tatsächliche Entstehung des US-Imperiums?
Johnson: Die Wurzel des heutigen US-Imperialismus liegt im Zweiten Weltkrieg, denn Pearl Harbor beendete den amerikanischen Isolationismus. So wie die Sowjetunion erkennen mußte, daß der Kommunismus in Osteuropa nicht durch demokratische Wahlen aufgerichtet werden konnte und deshalb ein System von Satellitenstaaten etablierte, mußten die USA erkennen, daß die Staaten, die sie in Ostasien erobert hatten, zum Beispiel Japan und Südkorea, nicht auf demokratischem Wege zu stabilen, amerikafreundlichen Regimes kamen. Deshalb errichtete man ebenfalls Satellitenstaaten. Sollten Sie sich über diese Feststellung, zumindest was die Erwähnung Japans angeht, wundern, so bedenken Sie, daß Japan seit dem Krieg eine Ein-Parteien-Herrschaft hat. Japan ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine extrem reiche DDR - es ist unser Satellit. Unterstrichen wird diese Tatsache dadurch, daß wir dort sage und schreibe 91 Militärstützpunkte unterhalten.
Bereits 1965 zogen die ersten US-Truppen in dem Bewußtsein nach Vietnam, die „neuen Römer“ zu sein, wie ein Veteran berichtete. Hat aber die Vietnam-Erfahrung die USA nicht davon „geheilt“?
Johnson: Aus Vietnam zog zwar die Mehrheit des Volkes den Schluß, sich in Zukunft mit Interventionen zurückzuhalten, doch es täuscht, wenn man das für die entscheidende Lehre in Amerika hält. Große Teile der Elite zogen genau den umgekehrten Schluß, nämlich daß wir den Krieg hätten gewinnen sollen und dies deshalb mißlang, weil wir nicht stark und entschlossen genug waren. Das sollte in Zukunft anders werden. Und der 2. Golfkrieg bot die Möglichkeit, dem Volk zu beweisen, daß die Planer ihre Lektionen gelernt hatten und Amerika durchaus wieder Krieg führen konnte. Damit war jenes Hindernis aus dem Weg geräumt, das seit Vietnam eine amerikanische Expansion behindert hatte.
Der Nahostexperte Peter Scholl-Latour sagte in einem Interview dieser Zeitung, zwar halte er die Strategie der USA für verfehlt, allerdings solle man sich „nicht zu einem einfältigen Anti-Imperialismus verleiten lassen. Imperien können notwendig sein, um Ordnung zu stiften.“
Johnson: Scholl-Latour irrt, denn er läßt außer acht, daß ein Imperium notwendigerweise Militär zur Stabilisierung und Expansion benötigt. Da das Imperium wächst, wächst auch das Militär. Es beginnt also ein Prozeß der Militarisierung, der nicht nur an den Grenzen, sondern natürlich auch in der Heimat stattfindet. Das heißt, der imperiale Militarismus wird Amerika verändern: Das Amerika der Zivilität, der Freiheit und Bürgerrechte wird verlorengehen. Und auch hier wirkt das Blowback-Prinzip, da die Reaktion auf einen Blowback nicht nur eine äußere ist, sondern ebenso, im Namen der inneren Sicherheit, auch zu Einschränkungen an Bürgerrechten und zur Verschärfung der Atmosphäre im Land führen kann. Die Amerikaner werden also selbst ihr Land verlieren. Denn blicken Sie in die Geschichte: Die Entwicklung von der Römischen Republik zum Römischen Reich - ein über einhundert Jahre dauernder Prozeß - war die Entwicklung von einem funktionierenden römischen Senat hin zu einer Diktatur, denn das Imperium Romanum war eine Militärdiktatur! Wir wissen nicht, wie die Entwicklung in den USA vonstatten gehen wird, aber die Entstehung einer Diktatur ist eine realistische Gefahr, und sogar das Entstehen einer Art faschistischen Systems kann nicht ausgeschlossen werden.
Wie weit ist dieser Prozeß derzeit fortgeschritten?
Johnson: Unsere Streitkräfte haben inzwischen eine Art Autonomie erlangt. Sie sind nicht mehr Instrument der Regierung, sondern haben eine Art politisches Eigenleben entwickelt. Denn sie sind eben der Garant des Imperialismus. Im Ausland sind die US-Truppen dabei noch unabhängiger als hier und Sie sollten in Deutschland lieber darauf achten, was der amerikanische Oberkommandierende für Deutschland und Europa General B.B. Bell in seinem Hauptquartier in Heidelberg meint, als auf das, was der US-Botschafter - wer auch immer das gerade sein mag - in Berlin zu sagen hat. Und was glauben Sie, wie das erst in Ländern wie Südkorea ist! Das State-Department, also das US-Außenministerium, hat im Laufe der Zeit enorm an Bedeutung verloren, gleichzeitig vollzog sich aber der Aufstieg des Pentagon, also des Verteidigungsministeriums. Das heute allerdings nicht mehr viel mit Verteidigung zu tun hat, sondern zu einer Art Nebenregierung geworden ist. Leider beherzigen die Amerikaner nicht die klassischen Warnungen etwa George Washingtons oder Dwight D. Eisenhowers: Ein zu großes stehendes Heer gefährdet die Demokratie.
Welche Rolle spielen die US-Geheimdienste, erleben auch sie einen die Verfassung gefährdenden Aufstieg?
Johnson: Unsere Geheimdienste sind heute keine Geheimdienste im eigentlichen Sinne mehr, die klassische Spionage-Abwehr und Aufklärung betreiben sollen. Statt dessen ist ihre Hauptbetätigung inzwischen die Durchführung verdeckter Operationen geworden. Damit stellt die CIA quasi eine Art Privat-Armee des Präsidenten dar.
Wer für die Ordnungsmacht von Imperien plädiert, scheint auch das für sie typische kriegerische Ausfransen der Peripherie zu übersehen?
Johnson: Ja, so brachte zum Beispiel die imperiale Politik der USA in den achtziger Jahren Lateinamerika seine schlimmste Dekade seit der spanischen Eroberung - blutig und desaströs. Oder denken Sie an den Afghanistan-Krieg, den die USA immer wieder angeheizt haben, und nach dem Rückzug der Sowjets haben wir das Land einem vernichtenden Bürgerkrieg überlassen. Und auch die anstehende Operation gegen den Irak wird zahlreiche Unschuldige das Leben kosten.
Welche Rolle spielt die Ausbreitung des US-Wirtschaftssystems und des „american way of live“ als dessen Vorraussetzung für das amerikanische Imperium?
Johnson: Das US-Wirtschaftssystem spielt eine entscheidende Rolle im imperialen System der USA, denn die alte Trennung von Wirtschaft und Politik existiert heute nicht mehr. Dabei ist Globalisierung der entscheidende ideologische Begriff. Denn in Wirklichkeit bedeutet Globalisierung nichts anderes als Amerikanisierung. Man will verschleiern, daß die Völker Opfer des amerikanischen Imperialismus werden und macht ihnen weis, es handle sich um einen unvermeidlichen wirtschaftlichen Prozeß, der durch den Fortschritt herbeigeführt werde und an dem sie durch Anpassung teilhaben könnten. Tatsächlich aber ist es unmöglich teilzuhaben, ohne Bestandteil des amerikanischen Imperiums zu werden. Globalisierung spiegelt eine Fassade internationalen Rechts vor, an das sich die USA selbst nicht halten, wenn es ihren Interessen widerspricht.
Wie wird der Untergang des amerikanischen Imperiums aussehen?
Johnson: Krisen im Mutterland, Aufstände an den Rändern - die Blowbacks nehmen zu -, die allerdings nicht unbedingt erfolgreich sein werden. Es wird die innere Schwäche sein, an dem das Imperium zerbricht, ebenso wie Ende der achtziger Jahre die Sowjetunion.
Der amerikanische ultrakonservative Politiker Pat Buchanan, dessen Credo bezüglich des US-Selbstverständnises „Eine Republik, kein Imperium!“ lautet, hat im Interview mit dieser Zeitung einen „Aufstand der Patrioten“ eines jeden Landes - auch die Patrioten Europas und Amerikas - gegen die unilaterale Macht, die versucht, die Welt zu dominieren, prophezeit. Stimmen Sie dem zu?
Johnson: Auf jeden Fall. Man kooperiert mit den USA, weil man dazu gezwungen ist, nicht, weil man will. Die Implosion beginnt, wenn das schwächste Glied der Kette, die das Imperium zusammenhält, reißt, das könnte zum Beispiel die Wirtschaft sein. Die Völker aber werden Rache nehmen, wenn sie die Schwäche des Hegemon wittern. Ich sage ihnen aber, wenn islamischer Fundamentalismus eine Gefahr darstellt, dann ist der christliche Fundamentalismus eine viel größere Bedrohung.
Sie spielen auf Buchanans Warnung vor dem Islam in seinem Buch „Der Tod des Westens“ an?
Johnson: Ich bedauere das sagen zu müssen, aber ich halte Pat Buchanan für einen typischen amerikanisch-irischen Rassisten. Und bin extrem mißtrauisch gegenüber seiner Einstellung gegenüber Einwanderern ebenso wie gegenüber seinem - wie ich es nennen möchte - christlichen Fundamentalismus.
Allerdings kämpft er gegen den amerikanischen Imperialismus, ganz im Gegensatz zu zahlreichen Liberalen, die ihn geradezu propagieren.
Johnson: Da begrüße ich Buchanans Engagement auch, aber ich halte die grundsätzliche Haltung, die er und seine Anhänger einnehmen, genau für die Haltung, die den amerikanischen Imperialismus verursacht haben.
Herr Johnson, sind Sie ein Patriot?
Johnson: Aber natürlich.
Warum?
Johnson: Nun, vielleicht habe ich kein Sternenbanner am Auto, aber ich fühle mich verantwortlich für mein Land.

Chalmers Johnson gilt als einer der profundesten Analytiker und exponiertesten Kritiker des wachsenden amerikanischen Imperialismus. Johnson bekennt, als junger Marineoffizier in Übersee einst selbst „Bannerträger des Imperiums“ gewesen zu sein. Noch den Vietnam-Krieg hielt er für eine Notwendigkeit. Sein Studium der Japanischen Besatzungspolitik in China und seine Beschäftigung mit der amerikanischen Außenpolitik in Ostasien führten ihn jedoch zur Erkenntnis des amerikanischen Imperialismus und der Problematik des Blowback-Prinzips. Johnson betont, sein Buch „Eine Weltmacht verfällt“ („Blowback“) nicht zum Ruhme - nach Abschluß seiner Universitätskarrie in Berkley und San Diego -, sondern zur Warnung geschrieben zu haben. Denn während der ehemalige Sicherheitsberater Jimmy Carters, Zbigniew Brzezinski, mit dem Buch „Die einzige Weltmacht“ mittlerweile zum Exponenten eines unverblümten Imperialismus avanciert ist und dort die Bedingungen amerikanischer Hegemonialpolitik dekliniert, beschreibt Antipode Johnson „die Ressentiments, die die (imperiale) US-Politik ausgelöst haben und ihre vielfältigen Konsequenzen“. Der 1931 geborene Politologe und Ostasienwissenschaftler lebt heute in Kalifornien und veröffentlicht Ende 2003 die deutsche Übersetzung von „Blowback II. Sorrows of Empire“, die Analyse der Folgen einer mißachteten Warnung.
Chalmers Johnson: „Ein Imperium verfällt. Wann endet das amerikanische Jahrhundert?“ Das englische Original „Blowback. Costs and Consequences of American Empire“ (1999) erschien bereits 2000 auf Deutsch im Karl Blessing Verlag, München. 320 Seiten, 21,45 Euro (Bei Goldmann auch als Taschenbuch)
Foto: Truppenaufmarsch der USA am Persischen Golf (31.Dezember 2002 in Kuwait): „Der Imperialismus folgt seinen eigenen Gesetzen. Expansion dient nicht - sie ist das Gesetz. Charakteristikum eines Imperiums ist die Ausdehnung an sich. Das Blowback-Prinzip treibt sie vorwärts. Die Vereinigten Staaten versuchen nun das überholte Prinzip der Herrschaft durch Marionettenstaaten am Golf durch direkte Militärpräsenz zu ersetzten.“
U.S. stock funds see inflows of $800 mln: Trim Tabs by Allen Wan
Funds investing primarily in U.S. stock witnessed inflows of $800 million last week, Trim Tabs said. It said $3.2 billion has flowed into the market over the past two weeks, but that wasn`t necessarily positive as it came at the same time corporate buying plunged. "US equity funds getting a decent inflow over the same two weeks as corporate buying plunged is a bearish signal." The mutual funds tracker said it has also turned cautiously bearish from cautiously bullish, citing the slowdown in corporate buying amid falling wages and salaries. It also said the elimination of the dividend income tax could translate into a$400 bilion annual gain, or about 4 percent the current market cap.


...at the same time corporate buyings plunged
vielleicht wurden da nach dem prinzip hoffnung die pensionsfonds gefüttert, aber die anschlusskäufe blieben aus??

alle kurzfristigen aufwärtstrends in den u.s.-indizes nun gebrochen, soweit ich sehe - wie passt das zu angeblich anstehenden korrekturen bei euro, bund future und gold? fallen die einfach aus :D

glückwunsch an dieser stelle an dich, @investival, zu deiner unbeirrbarkeit beim euro/usd ;)

gruss
cabinda
ich brauchs gar nicht krachen lassen; das tat heute
der allseits berüchtigte A.G. aus N.
( man kann förmlich den Pulverdampf des beginnenden Krieges
riechen !)

16 Mrd hat er in den Markt gepumpt!! Welche Fond-User
sollen da noch mithalten?! ;)

http://app.ny.frb.org/dmm/mkt.cfm
trends - wer vom starken euro profitiert:

>Bei einem hohen Euro sind besonders die Automobilhersteller als Hauptverlierer zu nennen. Es gibt aber natürlich auch Gewinner: Hierzu zählen die Deutsche Lufthansa, Adidas und die Deutsche Telekom. Die Deutsche Lufthansa muss im Auslandsvergleich weniger für Treibstoff zahlen, da dieser in Dollar abgerechnet wird. Adidas produziert in Asien. Dort werden die Rohstoffe und die Produktionsmaterialien ebenfalls in Dollar gekauft, während die Waren in Europa in Euro verkauft werden. Am Besten steht natürlich die Deutsche Telekom da, die "glücklicherweise" ihre Schulden in Dollar aufgenommen hat.


aus: jochen steffen, `ist ein starker euro schlecht für die deutsche wirtschaft?` , gepostet von @bluemoons bei @harry_schotter.<

o.k., das ist schon ein grund für eine bodenbildende telekom ohne große inkontinenzerscheinungen. adidas sehe ich dagegen skeptisch, wäre eher ein short-kandidat, denn sie sehen ungefähr so aus wie bmw im herbst. ein klassischer ausweichtitel, wenn man als fondsmanager vor der ewigen frage steht: wohin mit dem jeld. war immerhin 2001 und 2002 ein outperformer, und logisch steht bei jedem aufbäumen des däxchens dort einer auf der käuferseite.

solange jedenfalls, bis die aldisierung deutschlands sich auch hier in den gewinnen derjenigen unternehmen niederschlägt, die bislang auf den erfolg ihrer markennamen gesetzt haben (porsche hat es vorgemacht - gibt`s da was zu rütteln am abwärtstrend?).

henkel dampft nun marken ein, weil es tatsächlich einigen männern gelingen soll, den tag auch ohne ihr lieblingsrasierwasser zu überleben. den verwöhnten kids wird man die ersehnten turnschuhe jetzt im nachweihnachtlichen schlussverkauf billig kaufen können, aber die müssen dann bitteschön länger halten! ;). aufregung um olympia und co. steht auch nicht an. also ich wüsste ja nicht, warum ich in markenspikes investieren sollte? :confused:

übrigens für alle beiträge ein danke, bin am nachlesen, sorry, wenn das etwas dauert!

gruss
cabinda
ich schreib mal ehrlich mein gefühl ins blaue rein - nur short auf alles angesichts gebrochener aut`s wäre doch zu einfach, oder, da kommt noch was...? morgen sind doch endgültig alle short. die letzten dauer-caller ausgeknockt. dass der plan, saddam ins exil zu schicken, gelingt, halte ich für ein freundliches gerücht, dass bis anfang februar immer mal wieder für furore sorgen kann.:D

keine ahnung, was passiert! aber shorties müssen mit der angst leben, dass der krieg abgesagt wird. das szenario könnte noch gespielt werden, kurz und schnell. was sonst kann es sein, das den dax nach oben treiben könnte - die ausweichopfer sehen aus, als müssten sie korrigieren und andersorts was abgezapft werden.

wie passt das denn nun mit den anderen puzzleteilen zusammen... ich möchte niemanden beeinflussen - macht mal vorschläge.:)

gruss
cabinda
@Ken_meyer,

Konfuzius alias @woernie hat mal gesagt, wir sollen hier
nicht ständig mit unseren grossen Gewinn-Trades rumprahlen

OK, OK - nachher stecken wir noch die Masse zu früh an, :D

#1554, 1560: Sehr aufschlulreiche Recherche, Kompliment!
>Ihrer geschätzten Stellungnahme sehe ich gerne entgegen<
Die würde auch mich sehr interessieren...
[Die, die`s nicht wissen und das Thema interessiert: Der Matthias Bröckers ist auch, noch, im Internet zugänglich: http://www.heise.de/tp/deutsch/special/wtc/default.html]

@cabinda,

jochen steffen, `ist ein starker euro schlecht für die deutsche wirtschaft?`
Wenigstens noch mal einer, der wenigstens mal die Frage stellt... *g* [Danke für Deinen Glückwunsch - ist gerechtfertigt, ;)]

korrekturen bei euro, bund future und gold? fallen die einfach aus
Das glaube ich nicht... falls man `Korrektur` rationalerweise nicht als Schreckgespenst sieht, :D
- Bei 1,08 wird`s für den Euro kfr. eng (dort auch lfr. Widerstände, wobei deren Wirksamkeit, wie gesagt, für mich offen ist), bei "schnellen" 1,12 auch mfr. - alles just imo. "In the long way" sind die Fakten, die die USD-Schwäche begründen, indes weiterhin nicht ad acta.

#1566 - zwangloser Vorschlag, ohne jegliche Gewähr, ;): Adhoc/Demnächst (keine) tiefere(n) - :D -Lows als letzten Herbst, Rally bei Kriegsbeginn oder -Absage, einhergehend Konsolidierung/Korrektur bei EUR und POG. Wäre ich Du, die ja bei ca. 3100 short gegangen ist, würde ich jetzt jedenfalls "mitnehmen".
Die Frage ist, ob wir einen Boden bekommen bzw. bekämen, liegen die 2nd Lows in den Märkten nicht tiefer. Was die Märkte (insbes. USA) betrifft, fällt es mir schwer, das zu glauben. Liegen die Lows tiefer, erübrigt sich eine solche Diskussion erstmal(/mindestens) bis ins späte Frühjahr.

investival
.

Mathias Bröckers, Kamikaze-Flieger der taz


Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Während in N.Y. noch mindestens 4.7oo Menschen vermisst und Leichenteile aus den Trümmern gezogen werden, meldet sich in der taz Mathias Bröckers zu Wort, um "verschwörungstheoretische anmerkungen zu einem terroranschlag" zu verbreiten. Sein Beitrag steht auf der Seite "die wahrheit" und deswegen von vorneherein im Verdacht, satirisch gemeint zu sein. Das wäre ein mutiges Vorhaben, denn in diesen Tagen hat es sogar Harald Schmidt die Sprache verschlagen, er schweigt. Mathias Bröckers aber schweigt nicht. Und er schreibt keine Satire, er meint es ernst. Er verweist auf Zusammenhänge und Interessenlagen, die nur einer erkennen kann, der über ein Wissen verfügt, das ihm einen gewaltigen Erkenntnisvorsprung sichert.


"Während das Pulverfass im Nahen Osten seit einem Jahr zündelt und die Local Trade Center in Palästina nach und nach von Raketen zerlegt werden," räsonniert Brückers, "wundert sich Rockefeller-Mann Bush jetzt, dass verzweifelte Kamikaze-Krieger zurückschlagen?" Wie tief muss die Verzweiflung der Kamikaze-Flieger über den Verlust der Local Trade Center in Palästina sein, dass sie gleich über 2oo Flugpassagiere und einige Tausend New Yorker mit in den Tod nehmen? Bröckers weiß es, auch er würde sich gerne als Kamikaze-Kämpfer in ein Hochhaus stürzen, wenn er nicht so schreckliche Flugangst hätte. Deswegen bleibt er im "Sale e Tabacchi" sitzen und arbeitet an seinem eigenen Absturz in spekulative Abgründe.


"Als Bush die Nachricht in einer Schule erreicht, bleibt er merkwürdig ungerührt. Vielleicht, weil die `Schurken` den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten: vor neun Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker, sondern nur das `Fußvolk` ist anwesend. Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe wie in Pearl Harbour gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht zeigen."


So lange wird man nicht warten müssen, um zu erkennen, dass Mathias Bröckers ein kranker Kopf ist, dem nicht zu helfen ist, nicht einmal mit dem Verweis, dass er im globalen Wettbewerb um die originellste Verschwörungstheorie ziemlich weit vorne liegt, etwa auf Platz drei.

Vor ihm laufen nur noch die Autoren der Protokolle der Weisen von Zion und die Psychos aus dem Umfeld von David Irving, die fest davon überzeugt sind, dass die Juden den Holocaust herbeigeführt haben, um hinterher Entschädigung von den Deutschen kassieren zu können. Es ist schön, dass ein taz-Autor zu dieser Spitzengruppe gehört. Die politische Paranoia ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als dass man sie den Jungs von der Nationalzeitung und Horst Mahler überlassen könnte. Bröckers wird sich sicher bald mit weiteren Theorien wieder zu Wort melden. Es sei denn, dass er eines Tages in das falsche Flugzeug steigt und als Fettfleck an einer Hochhauswand endet.

Henryk M.Broder - 14.9.2001
Doris Auerbach arbeitet für das "Heptagon-Forum". :rolleyes:

Worum es sich dabei handelt, kann man hier recherchieren:
http://www.heptagon-forum.org
konradi

hab das buch selbst zweimal gelesen.

wenn man gefühle außen vor läßt und nur die fakten gegeneinnander stellt komme ich zur erkenntnis, daß dieser theorie der vorzug zu geben ist.

denn, das bin laden das war ist wiederum nur eine theorie der amis, beweise haben sie keine vorgelegt. nicht mal die black-boxes .

ergo; eine verschwörung kann man sehr schnell entkräften wenn man beweise dagegen bringt, tut - oder kann - man es nicht bleibt der geruch hängen.

ist wie der aufschwung oder die offiziellen zahlen in amiland - eben auch nur theorie. soeben geht POG über 360

DUF:
Hallo DUF

im Goldforum haben wir den Bröckers ja schon tausendmal durchgekaut und
WO hat mir sogar einen Thread dazu gesperrt, weil dort zu viele "Illuminati" ihren braunen Dreck gepostet hatten.

Ich tu mir und den Leuten hier im Cabindathread sicher keinen Gefallen, den ganzen Kram noch mal hochzukochen, daher als einzige Stellungnahme noch einmal der Kommentar vom SPIEGEL :




DER SPIEGEL 42/2002 - 14. Oktober 2002



Die September-Lüge

Von Ullrich Fichtner


Spinner? Aufklärer? Unbelehrbare? Verschwörungstheoretiker sehen die CIA, den Mossad oder andere Dienste in die Anschläge des 11. September verwickelt. Besonders deutschen Intellektuellen passen solche Theorien in die antiamerikanische Weltanschauung.




Trocken und heiß zog der 9. September über Toronto auf, Montag vor fünf Wochen, für Punkt 10 Uhr Ortszeit war Delmart "Mike" Vreelands Verhandlung bei Gericht angesetzt, aber Vreeland kam nicht, und so begann, im Wirrwarr der Geschichten, schon wieder eine neue. Tags darauf sagte Vreelands Anwalt Paul Slansky ins Telefon, unaufgeregt, wie vor Gericht, er fürchte, sein Mandant sei "zum Schweigen gebracht worden", also womöglich: tot, womöglich: ermordet.


Stimmt das, so wird die Suche nach den Tätern schwer werden, denn stimmen die Aussagen, die Vreeland bis zu seinem Verschwinden machte, dann hatte er Feinde ohne Zahl, darunter alle Geheimdienste der USA und Kanadas, die irakische Regierung und die russische, dazu diverse Drogenringe, ein paar amerikanische Mafia-Clans, und zusätzlich hatten sich die Polizeiapparate von mindestens vier US- Bundesstaaten gegen ihn verschworen.


Es ist der Stoff, aus dem Geschichten sind. Drehbücher. Romane. Nach Delmart Vreelands eigener Aussage, gegliedert in 64 Punkte, 15 A4-Seiten lang, beeidigt vor den kanadischen Behörden am 7. Oktober 2001, war er lange Jahre ein Geheimagent der U. S. Navy im Rang eines Leutnants, ein 007 im Dauereinsatz mit großer Legende.
Im Spätsommer 2000 will er, als Maulwurf in Moskau, brisante Papiere abgegraben haben, aus denen er ein Jahr später, einen Monat vor dem 11. September, gelernt haben will, dass sich bald ein großer schwarzer Tag in die Weltgeschichte einbrennen könnte. Er kritzelte Namen von Gebäuden auf einen Zettel, Pentagon, White House, dazu Pfeile, Buchstaben, Ausrufezeichen. Waren das die Notizen eines Mitwissers? Eines Kronzeugen gegen die offizielle Version? Oder doch nur Spielchen eines phantasiebegabten Ganoven?
Es ist der Stoff, aus dem Geschichten sind. Und Verschwörungstheorien: Wussten die US-Geheimdienste alles vorab? Ahnte das Weiße Haus, was auf Amerika zukommt? Bastelten sich die Vereinigten Staaten ein Motiv für den Clash of Civilizations, für den Krieg gegen den Islam? Was wird gespielt? Wem nützt es? Wer hat kein Alibi? Wo raucht ein Revolver?


So fragen sich seit einem Jahr die Wahrheitssucher, Hobby-Ermittler, Verschwörungstheoretiker in aller Welt, für sie ist Vreelands Fall nur einer von vielen, der die Zweifel nährt und die kritische Phantasie beflügelt. In Deutschland hat Mathias Bröckers ein Buch verfasst, das den Tag des Terrors als Komplott böser Mächte einschließlich des Weißen Hauses und der Bush-Familie erscheinen lässt. In Frankreich hat Thierry Meyssan mit "L`Effroyable Imposture" ("Der fürchterliche Betrug") einen Bestseller platziert, in dem behauptet wird, der Anschlag auf das Pentagon habe so nie stattgefunden.


Rund um den Globus finden sich die Amateure solcher Wahrheiten per Computer in Foren vernetzt und per Newsletter verbündet. Sie jagen ihre Schlüsselbegriffe in Sachen 11. September, all die vermeintlichen Indizien, Gerüchte, auch ihre Wahnideen durch die Suchmaschinen Google, Lycos, Yahoo, drehen ihre Spekulationen durch den Wolf des Internet, tauschen Spuren aus wie kostbare Briefmarken und arbeiten selbstgewiss an der "Wahrheit" hinter der offiziellen "Version".


Wortführer der "alternativen Ermittlung" sind Ex-Polizisten wie Michael Ruppert aus Kalifornien oder der Ökonom Michel Chossudovsky aus Kanada, man trifft sich online im "Guerrilla News Network" oder debattiert "what really happened" auf gleichnamigen Internet-Seiten. Immer gesellen sich namenlose Ex-Geheimdienstler hinzu, Ex-Feuerwehrleute, vorgebliche Versicherungsfachleute aus Mexiko und München, anonyme Ingenieure, die in den Nebel fragen, alles besser wissen, besser als die Polizei, als die Untersuchungsausschüsse, als die "Mainstream-Medien".



Für ihre großen Gegenthesen haben sie nicht einen einzigen Beweis. Aber sie sind sich ihrer Sache ganz sicher.
"Ich stelle nur Fragen", sagt Andreas von Bülow, 65, Ex-Staatssekretär, Ex-Minister, 25 Jahre war er Abgeordneter der SPD im Bundestag, "ich würde mich nie aufschwingen zu sagen, wer es war."


Goldener Oktober, draußen Bonn-Bad-Godesberg, vor den Fenstern des Hotels "Dreesen" geht der Rhein, darüber ein Himmel, so klar, wie der am 11. September. Viele Interviews hat Bülow im ablaufenden Jahr gegeben, hat sich ins Fernsehen gesetzt, an Radiomikrofone, hat in "Konkret" und "Tagesspiegel" über die "wahren Hintergründe" des 11. September geredet, hat die "amtliche Verschwörungstheorie" hinterfragt, bezweifelt, abgetan. Jedes Mal klang er dabei wie einer, der mehr weiß, als er verrät. Der einen Trumpf hat, der erst noch kommt.


"Die offizielle Version ist eine Lüge aus Tausendundeiner Nacht, das ist klar", sagt Andreas von Bülow, als wären die Drahtzieher der Qaida nicht identifiziert und festgenommen worden, als ginge mittlerweile die arabische Welt nicht selbst davon aus, dass am 11. September Bin Laden aktiv wurde im geschundenen Namen Allahs. Nein, mit Bin Laden sei eine "Fehlspur" gelegt worden, "breit wie von einer trampelnden Elefantenherde. Gegen den gleichgerichteten Strom der Medienberichterstattung kommt man jetzt natürlich nicht mehr an". Bülow ist mit dem Fahrrad zum Treffen gekommen, es gefällt ihm, gefragt zu sein, er wirkt wie ein zu junger Pensionär.


Er sagt, egal, wer auch immer dahinter stecke, in Wahrheit gehe es darum, die globale Tagesordnung der nächsten 50 Jahre festzuklopfen, um den Zugriff der einzig übrig gebliebenen Supermacht auf Öl, Gas und andere Bodenschätze sicherzustellen. Deshalb werde der islamische Terrorismus und jetzt der ölreiche Irak ohne hinreichenden Beweis zur globalen Bedrohung "hochgefälscht, und ich", sagt Bülow, "tue, was in meinen Kräften steht, um gegen dieses Hochkitzeln einer neuen Feindschaft mit dem Islam Front zu machen".


Aber was geschah am 11. September? Wer war es? "Das fragen mich viele", sagt Bülow. Dann greift er wahllos in die Kiste mit den üblichen Verdächtigen. CIA, sagt er, als wäre das Kürzel allein schon ein Skandal. Mossad, sagt er, echauffiert. Mafia. Machtzirkel. Finanzelite. Imperium USA. Andreas von Bülow sitzt im Bonner Hotel "Dreesen" vor einem Salat von Tafelspitz, hat keinen Trumpf mehr und sagt ernst: "Ich verlange eine Untersuchung."


Als hätte es nie eine gegeben. Ende September erstattete in Washington ein Team von Ermittlern Bericht über Wissen und Vorwissen der US-Geheimdienste in Sachen 11. September. 24 Polizisten, Juristen, Innenrevisoren hatten daran ein Jahr lang gearbeitet, im Auftrag des Kongresses, ein Jahr lang hatten sie Menschen und Dokumente befragt, Aktentürme bewegt, Datenbanken, und sie kamen, angeführt von Eleanor Hill, einer Top-Anwältin aus Washington, zweifelsfrei zu dem Schluss, dass die Geheimdienste fürchterlich versagt hatten.


CIA, FBI, all die anderen, laut Bericht hatten sie deutlich vor dem 11. September alle Elemente der heraufziehenden Katastrophe zusammen. Es gab, verstreut in den Apparaten, das Wissen über Terrorplots mit Zivilflugzeugen; man hatte gehört, in fehlgehenden Memos, von einer auffälligen Präsenz junger Araber an US-Flugschulen; man war, ahnungslos, dem Terrorpiloten Hani Hanjour schon fast auf den Fersen; man konnte rechnen, diffus, mit Gefahren für Wolkenkratzer; und alle Beteiligten kannten, seit Jahren, Osama Bin Laden, seine Helfer, seinen Terrorapparat, seine Kriegserklärungen - nur: Am Ende sahen sie alle das Muster nicht, nicht den Wald vor Bäumen. Am Ende konnten sie nur, nach dem Schlag, der Welt sehr schnell mitteilen, wer mutmaßlich das Massaker angerichtet hatte.


So viel immerhin fanden die zwei Dutzend Ermittler, dass die Geheimdienste der USA unfähig sind. Sie fanden Strukturfehler, Missgunst, Inkompetenz. Sie ermittelten Eitelkeiten, Korpsgeist, Engstirnigkeit. Eine Verschwörung fanden sie nicht. Nicht in den Papieren von 14 US-Behörden, darunter alle Geheimdienste des Landes. Nicht in 400 000 Blatt Akten, die sie sichteten seit April 2002 in Tag- und Nachtarbeit. Nicht in 66 000 Blatt Gesprächsnotizen, Telefonlisten, Memos, E-Mails, die sie ihrem Bericht als Anhang beigaben. Nicht in 400 Interviews, die sie führten mit allen Geheimdienstlern, die mit dem 11. September irgendetwas zu tun hatten.


Doch die Freunde der Verschwörungen sind nimmersatt im Zweifeln und Fragen und Stochern. Zum Beispiel das Pentagon: Flog denn wirklich eine Boeing in die Südwest-Fassade, American Airlines 77, am Steuerhorn der Terrorist Hani Hanjour? Wieso existieren keine Fotos, keine Videos vom Einschlag, noch nicht einmal große Trümmer der Maschine, überhaupt keine begreifbaren, sichtbaren Beweise dafür, dass ein Flugzeug ins Gebäude krachte?


Dutzende Internet-Seiten widmen sich allein diesem "Pentagon-Mysterium", der "Pentbomb". Auch Thierry Meyssans Buch zitiert Experten herbei, die behaupten, dass die Explosion anders hätte aussehen müssen; dass sie ganz andere Spuren hätte hinterlassen müssen; dass ein ungeübter Pilot die Aktion nicht habe ausführen können; dass alles viel eher, zum Beispiel, für eine Autobombe spreche oder für eine Rakete; dass, gut möglich, gar kein Terrorakt stattfand. So fragen sich die Wahrheitssucher Stück für Stück fort aus der Realität.


Hinweise, die gegen die eigene Mundzu-Mund-Ermittlung sprechen, landen im Schubfach Propagandalüge. So ignorieren die Verschwörungstheoretiker die Existenz all derjenigen, die am Tag der Ereignisse die große Boeing kommen und im Pentagon explodieren sahen, sie nehmen keine Notiz von Dutzenden Augenzeugen, die den Hergang detailreich beschrieben in Gesprächen mit Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Fernseh- und Radiostationen.


Die Netzwerker, sie ahnen nichts von der Höllenkraft der Physik, die ein Flugzeug mit Leichtigkeit in Fetzen und Klumpen zerlegt. Manche übersehen gar, dass in den Tagen danach 125 Menschen beerdigt wurden, die Opfer aus dem Gebäude. Und dass 59 Menschenleben ausgelöscht waren, die Passagiere und Crew der entführten Boeing 757, American Airlines 77.


Sie wollen es nicht wissen. Sie wollen an Legenden stricken. Wichtig sein im Cyberspace. Punkte sammeln im größten Computerspiel aller Zeiten, im verzwicktesten Rätselraten seit der Ermordung John F. Kennedys. Seit Pearl Harbor. Dabei bauen sie sich ihr eigenes Googlegate.


Widersprüche lösen sich auf in einem System endloser Querverweise, in dem alles mit allem zusammenhängt und in dem entweder alles stimmen muss - oder gar nichts stimmen kann. Unmöglich etwa, im Detail gegen eine These wie diese zu argumentieren: dass die "geopolitischen Schachmeister" im Weißen Haus und im Pentagon "zwei Türme" geopfert hätten, um auf lange Sicht besser dazustehen im Kampf um die "globale Vorherrschaft".


So etwas glaubt man - oder man lässt es lieber. Geschrieben hat es Mathias Bröckers in seinem Buch über die "Verschwörungen" des 11. September, das sich in den ersten drei Tagen nach Erscheinen im September 5000-mal verkauft hat und im ersten Monat auf dem Markt mehrere Auflagen erlebte. Bröckers, 48, er nennt sich einen "Konspirologen", hat einen Bestseller des Unbehagens verfasst. Er trinkt Milchkaffee im West-Berliner Café "Einstein", er ist aufgeräumter Stimmung, er raucht kurze Zigaretten ohne Filter. Er sagt, die Sonnenbrille auf die Stirn geschoben: "Es geht doch hier nicht darum, Herrn Bush irgendwie dumm anzupissen", und das sagt er, als müsste "Herr Bush" ihn, Bröckers, kennen. Oder fürchten.


Er jedenfalls wusste gleich, als American Airlines 11 eben in den Nordturm eingeschlagen war, dass an der ganzen Sache etwas zum Himmel stank. Stinken musste. Es war so ein Gefühl. Und als im Fernsehen bald der Name Bin Laden fiel, "urplötzlich", wusste Bröckers, was läuft. "Da habe ich angefangen, ein paar Fragen zu stellen." Nach der Verschwörung. Von oben.


Bröckers, langjähriger Journalist, als Autor bislang mit einem Werk über Hanf in Erscheinung getreten, begann die Arbeit an einem "konspirologischen Tagebuch", das heißt, er verbrachte Tage und Nächte am Computer, schürfte nach Verschwörungsstoff im Ozean des Internet und verquirlte seine Fundstücke zu Kommentaren für die "taz" und den Online-Dienst "telepolis".


Die Leser waren begeistert. Viele Menschen stellten sich Fragen in jenen Tagen. Viele hatten und haben, bis heute, so ein Gefühl. Wie Bröckers. Wie Bülow. Dass etwas faul sein müsse, weil doch in Sachen USA immer irgendetwas faul ist. Weil doch seit 40, 50 Jahren schon das alte Lied gesungen wird in immer neuen Strophen, bei Tisch, beim Bier, auf Partys: Pearl Harbor. Watergate. Vietnam. Irangate. Öl. Und jetzt also: Pentagate?
"Ich stelle nur Fragen", sagt Bröckers. Zum Beispiel: Warum blieb Bush so "merkwürdig ungerührt", als er die Nachricht aus New York bei seinem Auftritt in der Schule hörte? "Vielleicht weil die ,Schurken` den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten?" Und organisiert Bush seine Regierung nicht wie einen Geheimbund?


So fragt sich Bröckers 360 Seiten lang über den eigenen Amerika-Komplex aus und bebildert wie nebenbei den tiefen Argwohn vieler deutscher Linker und Intellektueller gegen die Übermacht USA. Bröckers` Buch dokumentiert die Denkart eines deutschen Milieus, das sich zwischen Woodstock und "Brainwashington" politisierte, knapp zu jung für 1968, viel zu alt für 1989, aber unerschütterlich im Glauben an die Macht der eigenen Weltsicht, der sich die Wirklichkeit zu fügen hat, nicht umgekehrt.


Die Aktivisten dieser Weltanschauung begreifen die Attentate des 11. September nicht als Anschlag aufs eigene Denken, sondern machen daraus ein Komplott all der machtbesessenen Täuscher, denen sie schon zu Schulzeiten nicht über den Weg trauten. Dabei will es den Zweiflern heute plausibler vorkommen, dass der gesamte Regierungsapparat der USA, das Militär, die staatlichen zivilen Institutionen von Luftüberwachung bis Feuerwehr in einen gemeinschaftlichen Massenmord verstrickt sind, als dass die USA attackiert wurden von einer islamistischen Terroristenbande. Was für manchen Rechten die "Auschwitz-Lüge" ist, könnte für manchen Linken die "September-Lüge" werden. Eine verdrängte Wahrheit, um die Weltanschauung nicht verändern zu müssen.


Die "alternativen Aufklärer" - in Deutschland Bröckers, Bülow und Co., in Frankreich Meyssan und die Seinen, in Amerika die Rupperts und Chossudovskys -, im Fieber des Bestätigungswahns alter Weltbilder behindern sie die Wahrheitsfindung mehr, als dass sie sie beförderten. Sie vergeuden ihre Energie in den Maschen des World Wide Web, statt im konkreten Hier und Jetzt fehlende Fakten auszuforschen.


So ist etwa noch lange nicht befriedigend geklärt, wie am 11. September die Luftraumüberwachung arbeitete, das heißt: nicht arbeitete, wann sich die Kampfjets der Air Force an jenem Tag wo genau befanden, warum die US-Hauptstadt Washington mit all ihren symbolischen Monumenten einem Angriff derart schutzlos ausgeliefert war.
Es sind Fragen offen nach den Flugschreibern, allen Flugschreibern, besonders aber jenen der American Airlines 77, die ins Pentagon jagte, und denen der United Airlines 93, die in Pennsylvania niederging. Es gilt, grundsätzlich, das Gebaren der US-Geheimdienste zu durchleuchten, denen gefährliche Nähe zu den Taliban, zu islamischen Terrorgruppen, selbst zu Bin Laden und der Qaida nachgesagt werden.


Es gibt, auch ohne den Glauben an die Weltverschwörung, genug Fragen, genug Stoff, aus dem reale, beunruhigende Geschichten gemacht sind. Aber die irrealen gedeihen besser. Sie wuchern wie Urwald, weil jeder mitreden darf, der einen Computer hat und eine Telefonbuchse.


Es war, in Wirklichkeit, der Mossad.

Es war die CIA.

Es war Gottes Strafe.

Es war der Satan selbst.

14 ist die Quersumme von 09/11/2001, folglich waren es die Illuminaten.
Die USA werden von einer geheimen Parallelregierung geführt, die sich in unterirdischen Bunkern versteckt hält.


Man kann den neuen 20-Dollar-Schein so falten, dass "OSAMA" zu lesen ist.
So will sich alles auflösen in Interpretationen, Gerüchte, Hirngespinste. Die Fakten werden zu Splittern in einem Kaleidoskop, das je nach Drehung neue Bilder gaukelt.


Aber die Wirklichkeit ist schwerer zu fassen. Sie findet nicht im Internet statt, wo die Weltverschwörung immer nur zwei Mausklicks entfernt liegt. Und wo die Antwort auf alle Fragen Google heißt.
@konradi

Frage: warum ist es Dir so wichtig, diejenigen, die (wirklich) bedeutsame amerikanische
Errungenschaften, wie die Verfassung von 1798 und die
Bill of Rights systematisch einstampfen und Szenarien mit
präventiven Atomschlägen durchspielen , auch noch zu verteidigen?
Wieso verdient jm. eine abfällige Beurteilung, weil er sich für Frieden einsetzt?

Hast Du zuviel oder zuwenig Zbigniew Brzezinski gelesen?

Amerika war einmal eine grossartige Idee; leider verwandelt
es sich immer mehr in ein faschistiodes Monster.
Das Beste, was der Welt in diesen Zeiten noch widerfahren
könnte, wäre die Stauffenberg-Lösung( sorry, ich kann nicht anders)
@konradi,

danke für die Aufklärung, ;)
Mich interessieren indes weniger die Vermutungen (`Verschwörungstheorien`) eines Matthias Bröckers o.a., sondern die (mit einem gewissen Nachdruck leider nur von ihnen genannten) Fakten, übrigens: auch andere Ungereimtheiten wie bspw. Enron betreffend - und, noch viel mehr, warum diese nicht widerlegt werden. Es sind nicht nur um den 11.9. viele Fragen offen, und die Bush-Administration tut nicht gerade wenig, um `Verschwörungstheoretikern` Wind in die Segel zu geben.
DAS halte ich für verhängnisvoll.

Diesen Leuten vorzuwerfen, sie würden die `Wahrheitsfindung behindern`, wie es der Spiegel-Autor tat, oder sofort `Verschwörung` zu rufen, ohne die Ungereimtheiten auch mal selbst zu hinterfragen, um zu einem fundierten eigenen (anderen) Urteil zu kommen, ist mir, selbst falls berechtigt, zu kurz gesprungen, und zeugt bzgl. des Spiegel-Artikels auch von Aufmerksamkeitsneid in Anbetracht eigener, offenbarer journalistischer Versäumnisse.

Immerhin räumt der Autor ja die Notwendigkeit einer `Wahrheitsfindung` ein - und widerspricht damit indirekt der Bush-Administration, für die die Wahrheit, ohne Beweisvorlage, von Anfang an (und auch für mich überraschend schnell) feststand und -steht.

Ich tu mir und den Leuten hier im Cabindathread sicher keinen Gefallen
Jo, denn Antworten hast ja auch Du nicht, ;)

investival
Kleiner Änderungsnachtrag, bevor ich Haue kriege, ;): Statt `Fakten` passt vielleicht besser `offene Fragen`.
aber hallo, jetzt rumfelds aber im karton.

endlich zeigt der löwe sein wahres gesicht. aus freunde werden feinde und probleme. osteuropa als das wahre europa.

der mann geht über leichen und hat einen an der waffel. das weiß ich jetzt.

DUF .. kopfschüttel ....
Passend zu @Ken_meyer`s #1572, diesmal [@konradi, ;)] von einer wohl unverdächtigen Seite:
>>
OSZE kritisiert USA wegen Ausspionierung eigener Bürger

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat am Donnerstag die Gesetze in den USA zur Terrorismusbekämpfung kritisiert.

rtr WIEN. Der Medienbeauftragte der OSZE, Freimut Duve, sagte, die Gesetze hätten zur Folge, dass die US-Bundespolizei FBI und die Einwanderungsbehörde die Käufer von Büchern und Nutzer von Bibliotheken überwachten. Es würden Register von Büchereien, Zeitungsabos und Quittungen von Buchkäufen überprüft.

Die Gesetze traten im Oktober 2001 als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September in Kraft. Durch die Maßnahmen könnten die Bürger eingeschüchtert und dadurch davon abgehalten werden, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen, sagte Duve vor OSZE-Vertretern am Sitz der Organisation in Wien.

Duve befasst sich mit der Freiheit der Medien in den 55 Mitgliedsstaaten der OSZE, der auch die USA angehören. Er sei auf das Problem durch Beschwerden von Buchhändlern und Bibliothekaren aus den USA aufmerksam geworden. Er habe US-Außenminister Colin Powell als höchsten Vertreter der USA bei der OSZE um Aufklärung über die Gesetze ersucht, sagte Duve.

HANDELSBLATT, Donnerstag, 23. Januar 2003, 15:56 Uhr
<<
http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buil…

Wie heißt es doch: `Wehret den Anfängen`...
Und man kann nur hoffen, daß die Amis bald mal die Realität außerhalb ihres TVs BEGREIFEN.

investival
auweia, jetzt habe ich mich hier wohl richtig unbeliebt gemacht...

Na gut, - dann mal was Grundsätzliches:

Ich bin mit Bob Dylan und Bruce Springsteen großgeworden und die Vereinigten Staaten sind eine demokratische Nation. Dort leben 280 Millionen Menschen aller Hautfarben, die sich friedlich von Hamburgern und Kentucky Fried Chicken ernähren und Elvis Presley und Walt Disney als ihren Beitrag zum Weltkulturerbe betrachten. Okay, die Amerikaner haben die Indianer ausgerottet, Dresden bombardiert, Hiroshima verbrannt und das Klima-Abkommen von Kyoto nicht unterzeichnet, aber immerhin: sie haben keine Gaskammern errichtet...

Geschenkt. Was mich ärgert ist die Verschiebung Eures Koordinatensystems.
Da lesen hier die intellektuellen Überflieger Michael Moores "Stupid White Men" und wissen genau, was das Schweinesystem zusammenhält. Da werden in Porto Alegre die neuen Helden Utopias - Noam Chomsky und Lula da Silva gefeiert und "indymedia" und "attac" zerreißen sich das Maul über die Tobin Tax. Schöne neue Welt !

1968 haben sich die Studenten bei den Antivietnamdemos mit dem Spruch:"USA-SA-SS" verprügeln lassen, den gleichen Schrott findet man heute wieder auf den Seiten von "indymedia" – welch ein Fortschritt in der politischen Analyse: vom kopfgesteuerten Antikapitalismus zum bauchgesteuerten Antiamerikanismus - oder wie soll ich das verstehen ?

Leute, was seid ihr naiv:
Bin Laden und Saddam streichen uns nicht von ihren Listen, wenn wir Bettlaken raushängen und Lichterketten bilden ! Und George Bush mag nicht des weiseste aller amerikanischen Präsidenten sein, aber sein IQ hat im Gegensatz zu einigen usern hier bei WO immerhin noch für einen Abschluß in Harvard gereicht.

Die USA sind nicht Dänemark! Sie haben jede Mege Mist gebaut und sie hauen gnadenlos drauf, wenn der Sprit für ihre Sport Utility Vehicles zu Ende geht. Dafür müssen wir unserem big brother auch immer wieder kräftig in den Arsch treten. Aber er ist unser Bruder und hat uns bis jetzt immer aus der Scheiße rausgehauen, wenn die Russen mal wieder für eine "gerechte und friedliebende Welt" sorgen wollten.

In Afghanistan dürfen die Frauen jetzt wieder Fernsehen und öffentliche Schulen besuchen, und ohne einen militärischen Einsatz hätten wir heute ein blutgetränktes Großserbien und keinen einzigen lebenden Kosovaren.

Und Doris Auerbach, diese profilneuriotische Heulsuse aus Basel, soll mal Karla Schefter in Kabul besuchen http://www.afghan-hospitals.com/content/deut/html/training.h… und sie fragen wie es dort wirklich aussieht, bevor sie im web Ihren zusammengestoppelten Mist verbreitet.

Ken Meyer: hier hast Du Dein faschistoides Monster:



Schule in Bagdad


Gruß an alle nützlichen Idioten des heiligen Dschihad !

Konradi :cool:
hi konradi & all,
das thema ist bestimmt spannend, wenn man zeit dafür hat, ehrlich. aber im moment ist das `mein markt` und ich habe neben der arbeit nur sinn für`s trading, deshalb kann ich mich nur schwer reinfinden in die thematik.

grundsätzlich tue ich mich etwas schwer mit diesen politischen diskussionen in wirtschaftsthreads, ich habe nichts dagegen, aber ich will mir keine arbeit damit machen. man kann nicht alles machen. informiert sein will ich auch, aber um mitzureden, braucht es mehr. deine allgemeine meinung zu amerika teile ich. wahrscheinlich gehören wir etwa derselben generation an. bei mir waren es auch dylan, springsteen, baez, lennon neben sweet und slade und deep purple, deren namen noch pubertär-trendunentschieden in krakelschriftzügen damals die federtaschen schmückten. ;) :laugh: - also mir gefallen toleranz und multikulti.

was mir nicht gefällt, ist die grundeinstellung der meisten (erstes fragezeichen?) amerikaner, vor allem einiger u.s.-politiker, dass man als weltmacht das recht hat, seinen lebensstandard auf kosten anderer aufrechtzuerhalten, auch wenn man sich überschuldet hat. deutschland ist auch überschuldet, aber man versinkt lieber in depression. dass das auch nicht gut ist, ist eine andere sache. zumindest haben wir kein hegemoniestreben. viele entwicklungsländer sind ebenfalls überschuldet, aber sie machen das im eigenen lande mit sich aus - baden ihre krise aus im verzicht oder üben sich in bürgerkriegen. aber weltmacht zu sein ist richtig schwer, wenn man nicht mehr in allen belangen `oben` ist, diesen status verteidigen muss und darüber hinaus verantwortung trägt für das schicksal vieler anderer länder - gelinde gesagt ;). wieviel risiko will man hier eingehen? (zweites großes fragezeichen).
und hier in deutschland ist doch jeder froh, dass wir nicht in deren haut stecken.

ich finde es auf alle fälle gut, verschiedene statements und meinungen gegenüberzustellen, damit sich jeder sein bild machen kann, nur muss ich mich da diversen zwängen gehorchend zur zeit einfach ausklinken.


zur börse, der dow scheint irgendwie schon den todeskuss empfangen zu haben, das sicherste zeichen für eine kurzfristig anstehende deutliche erholung :D. da wird der dax morgen vielleicht mal aus seiner lethargie kurz erwachen, es gülte wohl ein paar hedgefonds zu squeezen, die in den letzten tagen den f-dax geshortet haben sollen ;). ein verlockender doppelboden bei 2800 und eine positiv anmutende schlussauktion verschönern das eh schon harmonische bild. der ndx locker über 1027p. gesprungen, aber dann doch am ersten sma abgeprallt und nach meinen indikatoren noch nicht auf kauf. theoretisch wäre wohl ein gap zu schließen bis 1065. bin aber charttechnisch eher schlecht behuft und lasse mich sehr gern korrigieren! im gesamteindruck bleibt ein sehr dominanter abwärtstrend, der bis anfang februar zu dax-ständen um 2500/2600 führen sollte, wenn ich mich nicht ganz vertue, und weshalb ich meine short-zertis seit 3120 behalte (@investival ;) ). auf die technik von einzelwerten ist in solchen fällen zwar nicht immer verlass, aber abgesehen von bes. deutsche bank und allianz (sowie übrigens auch schering auf langfristiger aufwärtstrendlinie), die auf wichtigen unterstützungen stehen, sehe ich da momentan nix, was ein bullishes szenario stützen würde. zu denken gibt die überkauftlage bei euro, bund future und evtl. gold, aber die major trends haben uns da schon manchmal ein schnippchen geschlagen.

gruss
cabinda
@konradi,

auweia, jetzt habe ich mich hier wohl richtig unbeliebt gemacht...
Ich bin mit Bob Dylan und Bruce Springsteen großgeworden
Wie @cabinda schon anmerkte, nicht nur Du bist mit dem Boss groß geworden, und falls er sich treu geblieben ist, wird er von der Bush-Administration nicht mehr halten als Deine Kontrahenten hier.
Das offenbar auch Dir (etwas, ;)) zueigene Problem (um in Rumsfeld`s Worten zu sprechen, *g*) ist, das europäische Kritik, zumal, wenn sie aus nicht ganz "unverdächtiger" Ecke kommt, sofort unter `Antiamerikanismus` o.ä. abqualifiziert wird, wenn`s hoch kommt, vielleicht noch mit einem Hinweis auf bessere Stunden US-amerikanischer oder schlechtere Stunden deutscher Politik. Das ist mir einfach zu wenig, zumal wenn das von einem wie Dir kommt, von dem ich hier bei WO nicht gerade am wenigsten halte.

sein IQ hat im Gegensatz zu einigen usern hier bei WO immerhin noch für einen Abschluß in Harvard gereicht.
Da sieht man mal, was ein Harvard-Abschluss heute noch an qualitativem Wert hat, :D
Also, ein gewisser IQ geschweige denn ein Uni-Abschluß ist per se doch kein Garant für politische resp. persönliche Qualität und Integrität!
Und was bedeutet denn Bush`s IQ schon, wenn er gleichzeitig, zumindest im Ansatz, bei sich zu Hause einen Überwachungsstaat installiert? Dieser IQ, so eingesetzt, ist für die auch(!) von Dir hochgehaltene Demokratie(tradition) jedenfalls nicht zuträglich.

Okay, die Amerikaner haben die Indianer ausgerottet, Dresden bombardiert, Hiroshima verbrannt und das Klima-Abkommen von Kyoto nicht unterzeichnet, aber immerhin: sie haben keine Gaskammern errichtet...
Die Gaskammern waren eine relativ eng zeitbegrenzte Epoche, mit einer exponierten Opferzahl, und einem wohl unbestreitbaren "Lerneffekt". `Die Amerikaner` taten sich in dieser rigiden, abhebenden Weise nie hervor, zumindest nicht mit dieser quantitativen Konsequenz. Dafür frönen sie diesbzgl. einer Zeitkonstanz, die ihresgleichen sucht, was - gerade nach diesbzgl. "Aktionen" im Irak und Afghanistan VOR Ausbruch des Größenwahns (oder besser: Wahnsinns) bei Saddam und den Taliban - heute doch viel mehr ins Gewicht fällt, zumal bei offenbar ausgebliebenem Lerneffekt.
DAS ist doch der Punkt, um den es HEUTE prioritär gehen MUSS, und nicht der 50 Jahre lang durchgekaute Holocaust (was ja nicht heißt, diesen ad acta zu legen).

Es ist keine Frage, das der radikale Islamismus eine Bedrohung darstellt, und Saddam eine darstellen könnte(!).
Es ist die Frage, wie dem - unter IQ-Einsatz - am besten begegnet wird bzw. werden kann. Und da MUSS man sich an der eigenen Biographie bzw. Historie messen lassen, will man da Vorbild und Führerschaft nicht nur beanspruchen, sondern auch in den "wirren" Köpfen(!) durchsetzen. Und da sind die USA resp., ganz speziell, die Bush-Administration eben keine unbeschriebenen Blätter, leider!
Und da muß es, von wem auch immer, erlaubt sein zu kritisieren und anzuprangern.

@cabinda,

da siehst Du mal wieder, daß ich den DAX nicht richtig "kann" - hätte seit gestern morgen doch tatsächlich -100 Punkte verschenkt. Aber Du bemerkst richtig: EUR und POG kfr. inzwischen überkauft (allerdings nicht "100%ig" gestützt durch Sentiment-Indikatoren, bin da aber nicht auf tagesaktuellem Stand [@woernie, fehlst hier etwas, ;)]. Da die Major Trends dort noch jung sind und die Gründe dafür nachwievor aktuell sind, denke ich nicht, daß wir dort schon jetzt eine, u.U. letztenendes trendgefährdende, Übertreibungsphase bekommen. Ergo ist da (imo) eine kfr. Schwäche, zumindest eine Konsolidierung, relativ wahrscheinlich und nur gesund. Bei der momentanen Korrelationslage würde das auf eine kfr. Avance in den Aktienmärkten hindeuten, und da hätte ich kfr. nun doch lieber den Spatz in der Hand, als die Taube "2600 DAX" (korrelierend vielleicht 1,10 EUR/USD, 380 POG) zu erhaschen. Ist man da ganz cool, orientiert man sich an dem nahen Bündel fallender Markt-MAs und -Trendlines (auch in den US-Indizes), und hält bis an dort (sinnvollerweise darüber) gesetzte Stop Losses durch. Bei (einigen) heruntergekommenen Einzelwerten insbes. in D wäre ich da allerdings sehr viel vorsichtiger, zumindest würde ich da nicht auf einen exakten Test der Herbst-Lows spekulieren. Im übrigen halte ich lieber in jüngeren als in älteren Major Trends durch.

investival
@konradi

Respekt und Hochachtung für Dein Posting Nr. 1578!! Du wirst aber in diesem Thread mit dieser Meinung keine Freunde gewinnen! Leider will sich niemand mehr an die Gaskammern erinnern und man sucht lieber Fehler bei denen, die uns nach der Gaskammer-Aera aus der Kacke geholt haben.
Hiroshima verbrannt und das Klima-Abkommen von Kyoto nicht unterzeichnet, aber immerhin: sie haben keine Gaskammern errichtet...



na ich weiß nicht, ne atombombe ist so kalt oder so heiß wie ne gaskammer

was soll eigentich dieser ausspruch, das ist doch banal,
die form des menschenkilling ist doch kein maßstab der kutur, umbringen ganz egal wie, ist einfach töten,
das hat allgemein tradition, die ausrottung von rassen etc. ist nicht neu sondern ein uraltes ergeignis, daß
die deutschen sich dabei eingereiht haben ist ihr problem,
doch können wohl wenige länder sagen, wir waren in der geschichte der erde niemals dabei

soll ich mal anfangen, wer schon alles ausgerottet oder beinahe ausgerottet wurde und von wem.
ich bin der meinung das reicht, wir mssen endich ma den andren weg gehen am besten ohne tyen mit vormachtvorstellungen, da liegt doch der derzeitge antiamerikanismus begraben, warum sollen wir sie lieben,
wen lieben sie denn , außer sich seber?
Am 9. August, dem Tag, als die zweite Atombombe auf japanisches Gebiet abgeworfen wurde, erklärte Präsident Truman, daß diese Bomben eingesetzt worden seien, "um den Krieg abzukürzen, um das Leben Tausender und aber Tausender von jungen Amerikanern zu retten" Das war, wie man heute weiß, eine Fehleinschätzung, möglicherweise auch eine Lüge, denn Japan hatte zuvor über die Botschaft in Moskau versucht Friedensverhandlungen herbeizuführen. Dennoch ist es eine Entgleisung die industriell geplante und durchgeführte Ermordung der Juden mit diesem Kriegsverbrechen auf eine Stufe zu stellen.
frag ma die toten, ob deine auslegung fr sie irgend eine
bedeutung hat
tote kennen keine propaganda.
vielleicht solltet ihr die debatte dann doch besser im politikforum fortsetzen, z.b. in deinem thread zum antiamerikanismus, konradi :)
dosto, richtig, frag mal die toten...
wie auch immer, es gibt user, die des öfteren entgleisen und denen man mit diesem stoff nicht zusätzlich nahrung liefern sollte, wenn sie aus frust über einen dreistelligen ndx oder eine fast halbierte bmw ein bisschen ablenkung suchen. vielleicht sollte man mal schauen, ob es fahrrad-aktien gibt :rolleyes:.

sportartikel sind aber auch nicht mehr soo der renner. :( -mein adidas-put schon schön im plus. die kaufhäuser werfen seit weihnachten ja nur so um sich mit rabatten auf racer-rollerblades & co.

mir ist es nicht egal, was blix am montag sagen wird. aber rein aus börsensicht würde ich sagen, die major trends haben bestand. der euro lässt sich nicht beirren und hat heute ratzfatz auch die 1.08-hürde übersprungen, gold ist auf 6-jahreshoch wider alle charttechnik, und beim dax kann man m.e. nach wie vor jede erholung zum putkauf nutzen, frei nach dem motto, bin ich heute nicht im plus, dann bin ich`s morgen. die stimmung wird langsam zu bearish, zugegeben. die charttechnik sieht mir allerdings klar nach dax 2600/2500 aus, minimum. crash auf raten nicht auszuschließen. saddam geht ins exil? na prima. dann freu ich mich über den frieden und die kröten sind egal.

gruss
cabinda
nun, es gibt ja auch erst ca. 1000 Thread zu diesen Thema im Politik- und Goldforum. Also sollten wir deisen nicht auch noch dazu machen, das hat er nicht verdient!


Weiterhin bärisch, die 2600 sehen wir mindestens noch.

Ganz ehrlich, uns kann hier doch eigentlich nichts mehr erschüttern, bei diesem Kursniveau, ärgstenfalls geht es dahin, wo vor sehr vielen Jahren die Rallye begann, um die 2000 Punkte im DAX.
Was mir eher Sorge macht ist die immer noch abnormaler Überbewertung der USA, vor allem des DJX.

Eine weitere negative Korrelation ist kaum denkbar, ein Abkoppeln wenn der DJX zusammenbricht aber auch nicht, wir werden eher in eine zusammenklappende Vola kommen, die Tagesschwankungen werden deutlich geringer, wir werden lange Zeit einen Boden suchen müssen.

So schauts aus.

Deswegen kann es trotzdem immer wieder gigantische Bärenralleys geben. Der Vergleich zu 1929 was den Kursverlauf der Indizes betrifft sollte nun auch dem letzten klar sein!
hi mic!
danke! :)


sittin,
der v-dax hat heute seinen aufwärtstrend gerettet. 50, 60 sind drin, mein ich. d.h., die dynamik könnte wieder zunehmen beim abverkauf. ist auch irgendwie logisch, wenn bestimmte ct-marken unterschritten werden, und das sind sie rein technisch unter 2750p., so dass irgendwann panik aufkommt bei versicherern und anderen finanzcracks ;)

übrigens, sollen wir uns nicht ein bernecker-abo teilen? der nimmt jetzt geld für seine analysen, *schluchz* :rolleyes:

:laugh:

gruss
cabinda
@ cabinda: kurzfristig korrekt, ohne Frage, ich kann mir noch ganz andere Volas vorstellen >100.

Es geht um den längerfristigen Boden.

Die Möglichkeit durch Trades Geld zu verdienen wird sich sehr stark einengen. Deswegen nutze die Zeit, so lange es noch so ist!

Ich könnte es sowohl philosophisch begründen, warum es so kommen wird, als auch markttechnisch! ;)
Nur kurz: Alle Anlagen der Welt werden wieder auf Normalmaß runterkommen müssen: Für die Aktie bedeutet dies: Weg vom maximalen Wachstumsdenken, hin zu Dividendendenken. Denn nur wenn eine Aktie solide Gewinne macht und dies als Dividende verteilt, so wie eigentlich ursprünglich eine Aktie gedacht war, wird es in Zukunft wieder zu Kurssteigerungen kommen.
In Moment zahlen wir immer noch für unsere Gier, die durch Nasdaq und Neuen Markt geweckt wurde.
Dahergibt es zwar genug Geld, was sich nur etwas ungleicher verteilt als vor der Gier, und sucht unser aller Geld weltweit die beste Anlageform.
Und Geld wird es genug geben, so lange Alan pumpt, und gleichzeitig das Vertrauen in unser "fiat money" nicht einbricht!
Nur wird es wohl nicht so schnell wieder in den Aktienmarkt fließen, siehe Japan.
Statt dessen werden Devisen- und Rohstoffmärkte weiter an Bedeutung zunehmen.

Bernecker? :rolleyes: ich habe gerade mein Börse-Online-Abo gekündigt. Den brauche ich nicht, ich kann mir denken was er sagt. Bereit dafür, im Internet zu zahlen bin ich nicht, wenn du meinen letzten Link gefolgt bist, weißt warum! ;)
hallo an alle,


vorweg aktuell:
...Doch drei Tage vor der mit großer Spannung erwarteten Präsentation der Uno-Waffenberichte haben sich die Zeichen zu Gunsten Bagdads gewendet...

aus

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,232332,00.html



heute in der mittagspause habe ich mir 2 sachen notiert:
der fettdruck ist von mir. ich bin kein freund von formulierungen wie `die amerikaner`, `die israelis` oder `die palestinänser`, etc...



Bush unbeeindruckt von Stimmung in Bevölkerung und Kritik Europas

Von Thomas Müller, dpa



Großansicht
Washington (dpa) - Präsident George W. Bush lasse sich von Umfragen nicht beeinflussen, versichert sein Sprecher Ari Fleischer immer wieder. Jüngste Umfragen zeigen, dass dies zumindest in außenpolitischen Fragen zu stimmen scheint. Während die Regierung auf den deutsch-französischen Widerstand gegen Bushs Irakpolitik mit harscher Kritik an dem «alten Europa» reagiert, unterstützt die amerikanische Bevölkerung eher den vorsichtigeren Kurs der Europäer.

Bei der jüngsten Umfrage im Auftrag der «Washington Post» und des Fernsehsenders «ABC» erklärten 70 Prozent der Befragten, sie seien dafür, den UN-Waffeninspekteuren im Irak ein paar Monate mehr Zeit zu geben. Zugleich sank das Vertrauen in die Außenpolitik des ansonsten noch immer sehr populären Präsidenten binnen drei Monaten von 75 auf 52 Prozent. Eine Umfrage des «Pew Research Centers» ergab weiter, dass nur 26 Prozent einen militärischen Alleingang der Amerikaner befürworteten.

In den amerikanischen Medien spiegelt sich der Graben zwischen der Regierung und Bevölkerung wider. So verstärkte der im Weißen Haus gerne gesehene Nachrichtensender Fox News seine Attacken gegen Deutschland und Frankreich. Der einflussreiche Fox-Moderator Bill O`Reilly warf Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac vor, für die Terroranschläge vom 11. September insgeheim Genugtuung empfunden zu haben. «Ich glaube, unsere so genannten Alliierten sind froh, wenn den USA etwas Schlechtes passiert, weil sie Amerika als zu mächtig empfinden», sagte O`Reilly.

Scharfe Kritik übte auch der konservative Kolumnist der «New York Times», William Safire. Den Deutschen gehe es offenbar darum, den atlantischen Teil aus dem Atlantischen Bündnis abzutrennen und damit die Briten und Amerikaner von einem Europa zu lösen, das von Deutschland und Frankreich dominiert werde.

Der Nachrichtensender CNN fragte angesichts des Widerstands aus Europa dagegen, ob Bush statt der von ihm so oft zitierten «Koalition der Willigen» nun eine «Koalition der Genötigten» in einen Krieg führen müsse. Joel Mowbraw von der konservativen Zeitschrift «National Review» gestand ein, dass Bush eine schwierige Aufgabe habe, seinen Irak-Plan zu verkaufen. Er zeigte sich aber überzeugt, dass Bush am kommenden Dienstag in seiner Ansprache an die Nation mit einer «großartigen Rede» die Kritiker überzeugen werde.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Fleischer, der sich in jüngster Zeit zunehmend kritischen Fragen stellen muss, wischte am Donnerstag Fragen zur Haltung der Europäer und der Stimmung in der amerikanischen Bevölkerung zur Seite. Der Präsident würde es bevorzugen, eine breite Koalition anzuführen. Doch wenn dies nicht gehe, gebe es auch noch andere Wege.

Zu der Skepsis in der amerikanischen Bevölkerung erklärte Fleischer, die wichtigste Aufgabe des Präsidenten sei es, sein Land zu schützen - und dies werde er auch machen, selbst wenn die Bevölkerung anderer Meinung sei.

Allerdings kann sich Bush dabei auch auf eine Erfahrung seines Vaters stützen. Auch vor dem Golfkrieg von 1991 war die amerikanische Bevölkerung gespalten, kaum aber hatten die nächtlichen Luftangriffe auf Bagdad begonnen, stellten sich die Amerikaner klar hinter den damaligen Präsidenten George Bush.



--------------------------------------------------------------------------------
erschienen am 24.01.2003 um 12:37 Uhr
© WELT.de






noch ein interessanter link:

Bushs Politik drückt den Dollar
Talfahrt immer rasanter – Kursverfall nützt US-Regierung – Notenbanken halten still
http://www.welt.de/data/2003/01/25/36034.html


und eine adhoc (die mittlerweile keinenn mehr überraschen sollte)

US-Bürger in aller Welt sollen sich auf Evakuierung vorbereiten

Washington (dpa) - Die USA bereiten ihre Bürger weltweit auf den Ernstfall vor. Das Außenministerium hat Amerikaner im Ausland aufgerufen, sich auf ihre plötzliche Evakuierung vorzubereiten. Sie sollen ihre Reisedokumente bereit halten und sich mit notwendigen Medikamenten eindecken. Das ist in Telegrammen zu lesen, die an alle US-Botschaften und Konsulate verschickt werden. Die diplomatischen Vertretungen sollen den US-Bürgern jeweils konkrete Schritte zur Vorbereitung empfehlen.



--------------------------------------------------------------------------------
erschienen am 24.01.2003 um 22:26 Uhr
© WELT.de





Washington - Die Zeichen deuten auf Krieg - ob mit oder ohne Uno-Deckung. US-Präsident George W. Bush wolle in Kürze mit dem Militärschlag gegen das Regime von Saddam Hussein beginnen, berichtet der "Guardian". Er werde in seiner nächsten Ansprache zur Lage der Nation am Dienstag "das Feuer schüren", heißt es in dem Bericht unter Berufung auf zuverlässige Quellen in Washington. "Der Druck kommt vom Präsidenten und ist bis ganz nach unten zu spüren," zitiert das Blatt einen europäischen Beamten. "Sie reden über Wochen, nicht Monate. Monat ist inzwischen ein verbotenes Wort."

aus

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,232076,00.html
>3:56PM No respite from blue-chip meltdown ($INDU, AA, AXP, MCD, MSFT, INTC, SBC) by Michael Baron
The Dow Jones Industrial Average ($INDU) is falling 225.57 points, or 2.7 percent, to 8,143.90, in late action, rebounding only slightly from its session low of 8,112.43. War jitters ahead of the weekend have 29 of the Dow`s 30 components in negative territory with McDonald`s (MCD) unchanged as the lone exception. The biggest losers among the blue-chips are Alcoa (AA), American Express (AXP), Honeywell (HON), Intel (INTC), JP Morgan Chase (JPM), Microsoft (MSFT), and SBC Communications (SBC)


3:37PM Volume leaders overwhelmingly negative (NT, LU, FLEX, CSCO) by Michael Baron
Indicative of the sell-off in the Dow Jones Industrial Average and its counterpart on the Nasdaq, the volume leaders on both major U.S. equity exchanges are roundly.<

also, da haben wir`s, ndx und dow schließen fast auf tagestief. mc donalds mit den süßen fiependen und quiekenden astrowesen, die es gratis gibt zum happy meal, is the lonely exception :D

aber nortel und lucent sind uns trendwatchern entgangen, die hätten wir ja schon bei 50$ kaufen müssen: acht prozent plus! :eek: :laugh: :

>On the New York Stock Exchange, only the two of the top ten most actively traded stocks, Nortel Networks (NT), and Lucent (LU) are in positive territory. The Canadian fiber-optic giant is rising 20 cents, or 8.3 percent, to $2.60, on volume of 103 million shares after reporting heartening quarterly results. Lucent is way back in second place at 64.1 million shares. Over on the Nasdaq the situation was practically the same, only two of the top ten most actives are up, Flextronics (FLEX) and Amazon.com (AMZN). In the number one slot on the Nasdaq is Cisco Systems (CSCO), down almost 5 percent on volume of 58 million shares after announcing a $154 million stock acquisition of Okena, a privately held network security firm.<

@sittin,
antwort gleich ;) :rolleyes:
@sittin,
den bernecker-joke wirst DU ja wohl nicht ernstgenommen haben :rolleyes: - sonst müsste ich mal mit deiner braut telefonieren :laugh:

Denn nur wenn eine Aktie solide Gewinne macht und dies als Dividende verteilt, so wie eigentlich ursprünglich eine Aktie gedacht war, wird es in Zukunft wieder zu Kurssteigerungen kommen.


die sache mit der dividende...

halte ich zunächst mal für einen faulen trick. auf lange sicht ein guter ansatz, aber kurzfristig sollen da wohl anleger in einen markt gelockt werden, der noch längst nicht fertig korrigiert hat...muss man also gar nicht drüber reden. du sagst es ja selber...:

In Moment zahlen wir immer noch für unsere Gier, die durch Nasdaq und Neuen Markt geweckt wurde.
Daher gibt es zwar genug Geld, was sich nur etwas ungleicher verteilt als vor der Gier, und sucht unser aller Geld weltweit die beste Anlageform.
Und Geld wird es genug geben, so lange Alan pumpt, und gleichzeitig das Vertrauen in unser "fiat money" nicht einbricht!


deshalb ist es auch noch nicht an der zeit, dividenden auszuschütten...;)


Nur wird es wohl nicht so schnell wieder in den Aktienmarkt fließen, siehe Japan.
Statt dessen werden Devisen- und Rohstoffmärkte weiter an Bedeutung zunehmen.


und das könnte noch ein paar jahre so weitergehen, weshalb ich deine argumentation jetzt grad nicht logisch finde :rolleyes:.

und eben darum brauchen wir ja auch keine abos, sondern gucken lieber selber, was der markt gerade macht ;)

liebe grüße ;)
cabinda
starshine: sehr guter Link bez. Dollar. :)

Letztenendlich sind beide Optionen risikobehaftet-
sowohl eine Reinflationierung bei den Amerikanern, als auch eine drohende Deflation bei uns in Europa.
Die Amerikaner werden dabei trotzdem mehr verlieren,
wenn auch später, weil sinkender Dollar + sinkende Zinsen + pumpen Geld wegen des riesigen Außenhandelsdefizites
irgendwann das Vertrauen in den US-Wirtschaftsraum nachhaltig schwächen werden, und damit die US-Wirtschaft
selbst in die Krise stürzen werden...


Einen Weg da heraus gibt es nicht, keinen ohne Schmerzen jedenfalls!
Hey cabinda, eines noch, dann werde ich euch wieder etwas in Ruhe lassen!

Nein, es ist nicht unlogisch.

Es wird nicht so weitergehen, selbst wenn Alan jeden Tag 200 Mrd. Dollar schafft, wird er das Vetrauen in die Aktienmärkte nicht wieder erwecken können.
Nicht in einer Generation.
Das mit den Dividenden auch nicht für jetzt gesehen, sondern als Plan für die Zukunft, wie wir wieder zur normalen Aktienanlage zurückfinden werden!

Und das ganze gute Geld, welche sin den Terminmärkten zirkuliert, birgt genau das gleiche Risiko, wie es vor zwei Jahren an den Aktienmärkten tat.

Es kann nicht immer so wieter gehen, wir setzen heute am Devisenmarkt besipielsweise mehr als das 200 fache des realen GDP um- wo soll das nur hinführen?

Deswegen brauchen wir eigentlich nicht auf den Markt achten! ;)
nochmal vor dem schlafengehen

es ist beängstigend spannend. ich meine die gefahr besteht das bestehende bündnisse auf eine harte probe gestellt werden. das ist vielleicht nicht minder gefährlich als eine mögliche kriegerische auseinandersetzung mit dem irak.

denkt `mal darüber nach. porzellan ist schnell zerschlagen. es dauert lange zu kitten. sehr lange. auch wenn es manchen dann noch gut geht. es müssen viele dafür bluten. lebenszeiten von administrationen sind kurz. zu kurz für große opfer. klar das ganze system krankt. vielleicht müssen wir alle durch ein tiefes tal, damit ein umdenken stattfindet, doch bitte ohne polemik und populismus.


cabinda hat es teils schön formuliert mit:
"....mißfällt..grundeinstellung...vor allem einiger u.s.-politiker, dass man als weltmacht das recht hat, seinen lebensstandard auf kosten anderer aufrechtzuerhalten, auch wenn man sich überschuldet hat. deutschland ist auch überschuldet, aber man versinkt lieber in depression. dass das auch nicht gut ist, ist eine andere sache. zumindest haben wir kein hegemoniestreben. viele entwicklungsländer sind ebenfalls überschuldet, aber sie machen das im eigenen lande mit sich aus - baden ihre krise aus im verzicht oder üben sich in bürgerkriegen. ...

gute nacht
ich kann die fragen ad hoc auch nicht für mich selber beantworten, dazu ist das wochenende da :) ;)

was aber dazu passt, ist doch die frage, kann america eine inflation hinlegen und wir eine deflation? passt das, geht das?

dazu dies, und dann sag ich gute nacht. ich lese morgen alles nochmal genau durch :rolleyes:

schlaft schön.




Bushs Politik drückt den Dollar
Talfahrt immer rasanter – Kursverfall nützt US-Regierung – Notenbanken halten still
von Anja Struve


Präsident Bush während eines Besuches bei JS Logistics in St. Louis
Foto: AP
Frankfurt/Main - Der Höhenflug des Euro setzt sich unvermindert fort. Bis zum Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,08 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit über drei Jahren. Gegenüber den wichtigsten Währungen weltweit hat der Dollar damit in den vergangenen Monaten die stärkste Abwertung seit 1987 erlitten.


Für die deutsche Exportwirtschaft stellt der gestiegene Euro nach Einschätzung von Finanz-Staatssekretär Caio Koch-Weser noch keine Belastung dar. „Wir müssen aber wachsam sein, was die weitere Kursentwicklung angeht“, sagte er am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.


An einer weiteren Abwertung des Dollar führt nach Einschätzung von Ökonomen kein Weg vorbei. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der Dollar angesichts des hohen US-Leistungsbilanzdefizits auf Talfahrt begeben würde“, sagt Christian Jasperneite von M.M. Warburg. „Es wird immer deutlicher, dass diese Trendwende nachhaltig ist.“ Bereits jetzt sind die Prognosen der meisten Ökonomen überholt. Sie hatten im Schnitt erst zum Jahresende mit einem Eurokurs von 1,08 gerechnet.


Trotz des rasanten Anstiegs halten Devisenmarktexperten eine gemeinsame Intervention der Notenbanken in Europa, Japan und Amerika derzeit aber für unwahrscheinlich. „Noch bewegt sich der Euro-Kurs in einem vernünftigen Rahmen. Erst ab einem Kurs von über 1,20 Dollar würde die Übertreibung an den Märkten gefährlich“, sagt Jasperneite.


Hinzu kommt, dass der fallende Dollar US-Präsident Bush nur allzu gelegen kommt, um die heimische Exportwirtschaft wieder anzukurbeln und die Konjunktur rechtzeitig vor den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2004 wieder in Schwung zu bringen. Deshalb wird die US-Regierung nach Meinung von Experten bis auf weiteres nichts tun, um den Dollar zu stützen. „Statt der früheren Politik des starken Dollar gilt jetzt: Amerika zuerst“, sagt Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank.


Ein schwächerer Dollar hätte zudem den Vorteil, dass die niedrige Inflationsrate in den USA wieder angeheizt würde. Seit Monaten sorgen sich US-Politiker und Notenbanker angesichts fallender Teuerungsraten vor einem Preisverfall auf breiter Front. Ökonomen sehen in der bisherigen Fiskal- und Geldpolitik daher vor allem den Versuch, Reflation zu erzeugen. „Es wird massiv Geld in die Wirtschaft gepumpt, um Deflation zu verhindern. Steigende Inflationsraten nehmen die USA dabei billigend in Kauf“, sagt Jasperneite.


Schon im November hatte Fed-Gouverneur Ben Bernanke deutlich gemacht, dass die Zentralbank auch dann noch die Wirtschaft stimulieren könne, wenn die Zinsen bei Null angelangt seien – zur Not durch den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Tatsächlich pumpt die Fed über ihre Offenmarktgeschäfte bereits jetzt massiv Liquidität in den Markt – was den Dollar weiter schwächt. „Gegenüber ausländischen Investoren ist das fast eine Kampfansage“, sagt Hellmeyer. Zudem trifft der Versuch Amerikas, Deflation im eigenen Land zu verhindern, besonders die Euro-Zone – und hier vor allem Deutschland – zum falschen Zeitpunkt: „Ein weiter steigender Euro bedeutet nicht nur schlechte Nachrichten für Konjunktur und Unternehmensgewinne“, sagt Ian Harwood von Dresdner Kleinwort Benson. „Vielmehr erhöht sich dadurch die Gefahr einer Deflation im Euroraum.“


Artikel erschienen am 25. Jan 2003
Uiih... das war ja letzte Nacht eine geballte Ladung Postings, *g*

@cabinda,

vielleicht solltet ihr die debatte dann doch besser im politikforum fortsetzen
Nö... hab` doch hier schon alles gesagt, *g*, und es wird ja sowieso nur gelesen (falls überhaupt, *g*)
Andere hier plötzlich auftauchende User mit bestimmten, begrenzten und vor allem themenfremden Anliegen mögen sich aber gern angesprochen fühlen, :)

@sittin bull inv,

Eine weitere negative Korrelation ist kaum denkbar
Du meinst sicher positive, aber bei so viel Negativem zzt... *g*
Sehe das ja schon seit einiger Zeit so, werde aber bis zuletzt widerlegt. Es ist das Pendel der Überinstitutionalisierung besonders in D den finanz-schlagseitigen DAX betreffend, das nun gewaltig zurückschlägt. Da hilft nur, den Blick über den Tellerrrand zu richten - D besteht schliesslich nicht nur aus dem DAX, der gerade mal etwa soviel wert ist wie Windows, Office, Pentium und vielleicht noch ein Cisco-Router [*lol*]. Es gab und gibt schon einige (wenige) Werte, wo man mit fundamentaler (Dividenden-)Unterlegung und der nötigen Portion Geduld und Weitsicht "Boden spielen", dem Trend bzw. zumindest einem künftigen Herdentrieb zuvor kommen kann(!).

Weg vom maximalen Wachstumsdenken, hin zu Dividendendenken ... so wie eigentlich ursprünglich eine Aktie gedacht war
Ganz meine Meinung - und das MUSS (wieder) in die Köpfe hinein!

Nochmal @cabinda:

Es ist richtig, daß das zzt. in den Köpfen nicht drin ist und kaum hinein gelangt [ist wie beim physischen Gold, *g*], was nicht heißt, daß es über die kurze Sicht hinaus richtig ist, sich danach zu verhalten.

die sache mit der dividende... halte ich zunächst mal für einen faulen trick. auf lange sicht ein guter ansatz, aber kurzfristig sollen da wohl anleger in einen markt gelockt werden, der noch längst nicht fertig korrigiert hat...
Du unterstellst aber auch jedem Schlechtes, ;) - Ich denke, man sollte Leuten, die an den Ursprungszweck der Aktie erinnern - was viele von ihnen übrigens auch schon vorher taten, nur hörte da in Tech-Bubble-Zeiten keiner hin [ansonsten sollte man jedem ja einen "Weg zur Besserung" zubilligen] - nicht pauschal einen `faulen Trick` unterstellen, zumindest nicht, wenn diese Leute frei sind von öffentlichen Einzelwertempfehlungen.

kann america eine inflation hinlegen und wir eine deflation? passt das, geht das?
Interessante, allerdings hypothetische Frage, die im übrigen nicht weniger hypothetisch wird, weil wieder mal ein Bankfuzzi was zum besten gibt. Vielleicht legt Amerika auch eine Inflation hin, und wir bekommen gar keine Deflation... Man sollte sehen, daß auch bei uns die Gelddruckmaschinen laufen, ohne daß Zinssenkungsspielräume ausgenutzt sind wie in Japan und in den USA. Das im Verein mit (weiter) fallenden Importpreisen muß jedenfalls nicht das sein, was Deflation als einzige Möglichkeit offen läßt.

>Trotz des rasanten Anstiegs halten Devisenmarktexperten eine gemeinsame Intervention der Notenbanken in Europa, Japan und Amerika derzeit aber für unwahrscheinlich<
:laugh:
>Schon im November hatte Fed-Gouverneur Ben Bernanke deutlich gemacht, dass die Zentralbank auch dann noch die Wirtschaft stimulieren könne, wenn die Zinsen bei Null angelangt seien – zur Not durch den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen<
Jo... `könne`, :D - Das machen die bereits seit vielen Monaten, bisher ohne Effekt, und nicht nur die FED. Allein in 2002 wurden von ausländischen NB US-Treasuries im Nominalwert von 110 Mrd USD gekauft, d.h. der ohnehin hohe Bestand um weitere 15 % aufgestockt (btw: Anfang 1997, als die Karte "US-New-Economy-Wunderland" indes bereits voll ausgespielt wurde, lag der Bestand bei ca. 500 Mrd. USD). Trotzdem fiel der USD 2002 relativ stark, selbst gegen "Bananen"währungen. Derweil schwindet das allgemeine Vertrauen in Papierwerte weiter, keinesfalls aufgehalten und aufzuhalten durch das leidige, vordergründige Irak-Thema.

Die NB haben in der Tat ein Problem: Was sie im Verein mit der Finanzpolitik an Derivatisierung anrichteten und zuließen, stößt (nicht nur) ihnen nun unangenehm auf, ist zum Magengeschwür geworden, mit ungewissem Ausgang für den Organismus, das System. Gegen die Devisenmärkte haben die NB ohne begleitende (regulierende) Therapie de fakto keine Chance mehr (1985 sah das durchaus noch anders aus). Jede Medaille hat indes 2 Seiten, und die hochliquiden Devisenmärkte zeigen - den USD betreffend, freilich nach verzögertem, zaghaftem Beginn - schonungslos unbehandelte Krankheitsbilder auf, und können so, durch Egalisierung offenkundiger (Bewertungs-)Ungleichgewichte, einen Heilungsprozeß fördern bzw. zumindest provozieren. Die Frage ist, was die (Finanz-)Politik daraus macht. Eine gewisse Regulierung mag da vonnöten sein, ist aber nicht der Königsweg zur Problemlösung.

investival
positiv, *grins :D

wie immer ein sehr guter investival, mir fällt kaum was dazu ein, weil alles richtig ist!

Vertrauen läßt sich wohl kaum regulieren- ist es erst einmal weg, siehts für das Land, welches mit Liebesentzug bestraft wird, ganz arg aus.
Nur ist das schon der Fall, oder bilden wir uns die ersten Anzeichen nur ein?
hi leute,
bin noch beim nachlesen ... auch wenn es ein wirtschaftsthread ist ... trotzdem kurz etwas politisches:

bez. truman:
habe da 2 sätze im kopf, die er nach dem abwurf der bombe über hiroshima gesagt haben soll:
"es gibt nichts, wofür ich mich schämen müsste. ich habe keine einzige nacht schlecht geschlafen."
er hatte mit den toten keine probleme ... und ich fürchte die bushadministration auch nicht.

dosto hat es in 1582 schön formuliert:
wir mssen endich ma den andren weg gehen am besten ohne tyen mit vormachtvorstellungen, da liegt doch der derzeitge antiamerikanismus begraben, warum sollen wir sie lieben, wen lieben sie denn , außer sich seber?

@ investival,
plötzlich auftauchende User fühle mich irgendwie auch angesprochen;) - vielleicht werde ich d.j. mehr zeit haben - müsste mich heute eigentlich mit müllverbrennungsanlagen beschäftigen, aber dieses thema geht so garnich bei mich bei.:)

gehe jetzt an die frische luft.
wünsch euch allen ein schönes wochenende.
gruß boursin
@ cabinda + all

mit Deiner Kritik hatte ich schon gerechnet ;)
- sollen die Jungs doch vor die Tür gehen und sich dort kloppen, wenn´s denn unbedingt sein muß...

Und komm mir bloß nicht mit: "bäääh, aber ken und dosto haben doch angefangen ..." :(

Cabinda, ich habe – so hoffe ich wenigstens :rolleyes: - noch keine Profilneurose.
Ich weiß, viele hier (natürlich nicht in diesem Thread) versuchen Ihre fehlende Sachkenntnis in wirtschaftlichen Zusammenhängen durch ebenso lächerliche wie großspurige Bemerkungen über "Pumpen-Al", "Bush-baby" und die ganze "amerikanische Verarsche" wettzumachen. Glaub mir bitte, ich lese hier viel lieber still und leise Eure Beiträge, - sehr gern auch Deine, investival - als mich durch dümmliche Postings zu "themenfremde Anliegen" wichtig machen zu wollen. – Einerseits.


Andererseits:
meine Nerven liegen blank. Was ich da in den Politforen und in dem von mir selbst initiierten Thread "Antiamerikanischer Rassismus ..." lesen muß (ich würde mich sofort selbst sperren, wenn das möglich wäre ;) ) - bringt mich schon auf die Palme. Welch ein von jeglichen Zweifeln freies Anti-Amerikabild wird da gezeichnet !

Ich denke da an das kleine Mädchen auf dem Foto. Es ist, wie die Quelle angibt, eine Schule in Bhagdad. Möglicherweise wird dieser kleine Spatz in wenigen Tagen im amerikanischen Bombenhagel sterben. Ich bin nicht sentimental, aber ich habe ein sehr mieses Gefühl, wenn ich hier eine zwar nicht eindeutig proamerikanische aber zumindest doch verständnisvolle Meinung äußere. Mache ich mich mitschulig am Tod dieses kleinen Mädchens ?

Was würde ihre Mutter uns hier im WO-board sagen, wenn sie über einen Internetanschluß verfügen würde und der deutschen Sprache mächtig wäre ? - Vielleicht: Wißt Ihr eigentlich wirklich was Ihr da tut ? – An Euren Gold- Öl- und Dollarspekulationen klebt das Blut meines Kindes ! - ?

Ethikdiskussionen in einem Aktienforum führen ausnahmslos zu Streit, zu echter oder gespielter Empörung und am Ende bleibt es nur ein "kontraproduktives" Gequatsche, oder ? – Sollte man diesen Unfug daher nicht lieber von vornherein unterbinden ?
Cabinda, ich weiß es nicht !

Ich denke: auf "missionierende" Beiträge sollte man verzichten, aber ein kleiner Denkanstoß und ein Tritt vor´s Schienbein, wenn´s denn mal nötig ist, muß gestattet sein.


Allen ein friedliches Wochenende wünscht

Konradi



PS:

Essays und Artikel, die sich durch eine eher "neutrale" Haltung im Irakkonflikt auszeichnen finden sich im

Thread: Katastrophe ... ? - welche Katastrophe ? # 176 bis # 180

ich denke sie sind lesenswert.





Schule in Baghdad

.
mir ist es nicht egal, was blix am montag sagen wird. aber rein aus börsensicht würde ich sagen, die major trends haben bestand. der euro lässt sich nicht beirren und hat heute ratzfatz auch die 1.08-hürde übersprungen, gold ist auf 6-jahreshoch wider alle charttechnik, und beim dax kann man m.e. nach wie vor jede erholung zum putkauf nutzen, frei nach dem motto, bin ich heute nicht im plus, dann bin ich`s morgen. die stimmung wird langsam zu bearish,

glaube nicht daß wir zu bearish sind
es wird eng
und zwar

ölpreis ist vie zu hoch
euro geht zu schnell nach oben
goldpreis wird spekuativ

alles hat seine eigenen auswirkungen

janz ehrich, das ding kann eigentich mit oder ohne krieg
-fr den markt ist der krieg nur ein vorwand)
tägich zu jeder stunde zusammenklalppen)

öl runter
$ runter
gold runter

es wird kein gestöhne geben, eher ein aufatmen

man lebt gefährich heutzutage, auch wir spekulanten,

gehen diese sektoren nicht runter, dann wirds brenzig werden in einigen wirtschaftszweigen
@konradi,

meine Nerven liegen blank. Was ich da in den Politforen und in dem von mir selbst initiierten Thread "Antiamerikanischer Rassismus ..." lesen muß
Meine würden da auch blank liegen. Ergo hat es einen, diesen Grund, warum ich mich eigentlich und online schon gar nicht mit den dort präsenten "Hardlinern" beider Seiten auseinandersetze(n will).

Ethikdiskussionen in einem Aktienforum führen ausnahmslos zu Streit
`ausnahmslos`...? - Ich habe letztes Frühjahr, als ich zu WO direkt in eine solche Grundsatzdiskussion stieß, andere Erfahrungen gemacht.
- Zu dem `kleinen Mädchen`: so erschütternd-ausdrucksstark diese Szene ist, so wenig FAKTISCH aussagekräftig ist sie doch. All die sich auftuenden, von Dir gestellten Fragen erlauben keine konkreten, faktischen Antworten, sind - wie eine Aussage An Euren Gold- Öl- und Dollarspekulationen klebt das Blut meines Kindes ! - rein hypothetisch. Man kann sich darüber in der Tat schnell in eine fruchtlose Diskussion, in ein "kontraproduktives" Gequatsche verstricken, aber man muß nicht [;)].

kleiner Denkanstoß und ein Tritt vor´s Schienbein, wenn´s denn mal nötig ist, muß gestattet sein
Sicher, gilt indes für beide Richtungen.
Problematisch wird`s, wenn ein historisches Faktum bei fast jedem Mißstand und fast jeder Fehlentwicklung der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit im eigenen Lager quasi als, neutral formuliert, Beschwichtigung herhalten muß bzw. soll oder dies bei anderen zumindest so ankommt.
Da kann man übrigens auch philosophieren, ob man damit der Ehre der Nazi-Toten einen Gefallen - oder, besser: WÜRDE - erweist...

Die eigentliche Frage ist doch, was ZZT.(!) "für das System", für die Demokratie, wichtiger ist: Das im Westen in den 90ern bequem und stumpf gewordene Bewußtsein für aktuelle oder historische (Fehl-)Entwicklungen zu schärfen. - Für mich ist klar: `Wehret den Anfängen`, und zwar AUCH mit Blick auf die Historie, aber nicht vordergründig, jedenfalls nicht ZZT.

Was den den viel gebrauchten Begriff `Antiamerikanismus` betrifft: Das Kontra hat doch unbestreitbare Ursachen, und die liegen vor allem in der Außenpolitik, die sich partout nicht am vorgetragenen eigenen, "guten" Anspruch orientiert.
Das einige in ihrer virtuellen Anonymität darüber leicht entgleisen, ist doch nur Ausdruck persönlicher Defizite, und das hat bzw. die haben mit Amerika wohl wirklich nichts oder zumindest nicht so viel zu tun, das es lohnen würde, sich darüber aufzuregen.

@dosto,

betr. Öl, Euro, Gold:
krieg nur ein vorwand ...
Jo.
öl runter
$ runter
gold runter
es wird kein gestöhne geben, eher ein aufatmen

Jo, *g*
man lebt gefährich heutzutage, auch wir spekulanten,
Jo. Aber Aufatmen ist schon gesund, auch für mich, *g*;)
gehen diese sektoren nicht runter, dann wirds brenzig werden in einigen wirtschaftszweigen
Und in anderen rosig. Und es steht uns, JEDEM, frei, zu partizipieren, auch wenn es anders herum zweifelsohne einfacher wäre - schon wegen der schieren Auswahl, :D
Einfach war es ja in den ganzen 90ern - irgendwann muß es halt auch mal wieder schwerer werden.
Ich finde es in gewisser Weise auch beruhigend, wenn sich längerfristige Übertreibungen in beide Richtungen durch Märktkräfte ausgleichen (auch wenn es diesmal sehr lange gedauert hat, bis das begann), versagen unsere "Entscheider" (im weitesten Sinne gemeint).

Also, ich sehe die letzten 6 Wochen zwar auch mit gewissen Bedenken, aber aus anderer Sicht. Man muß schon sehen, daß wir speziell im Euro und POG ähnlich steile Downtrends hatten - und zwar mehrere, z.T. jeweils über viele Monate, mit einer Begründung, die heute zu fast 100 % widerlegt ist. Im mittelfristiger Sicht sollte man auch die 6-monatige - wie sich (wieder mal) zeigt, nur gesunde - Konsolidierung im 2. Hj. 2002 nicht vergessen. Wir stehen heute im Euro 5 % und im Gold etwas über 10 % (auf USD-Basis) über den letztjährigen Sommerhochs - so what?

Ich weigere mich im übrigen, alle 3 Assets in einen Topf zu werfen, dafür haben sie eine zu unterschiedliche Historie, und aktuell sind Gold und Euro - ganz im Gegensatz zum Öl - noch sehr weit von ihren historischen Major Highs entfernt, viel weiter als von ihren Major Lows. Zudem erachte ich die eigentlichen, historisch schon gewichtigen, fundamentalen wie technischen Gründe "pro" Euro und Gold nachwievor, über eine Dreitagessicht hinaus, als "intakt" (für Öl viel weniger).

investival
das letzte posting von dosto würde ich auch so sehen.
fazit:füße stillhalten oder short positionen aufbauen
@dosto

öl runter
$ runter
gold runter


du meinst $ rauf/€ runter, korrekt?

ansonsten auch , ganz deiner meinung. dass es brenzlig zu werden droht, deuten ja die charts der indizes variantenreich an. :(

gruss woernie
und weil`s gerade passt:

24. Januar 2003 Die Entwicklungen an den Finanzmärkten - fallende Börsen, stark steigende Rentenmärkte und ein deutlich abwertender Dollar - in den vergangenen Monaten können schon nachdenklich werden lassen. Vordergründig wird zwar ganz gerne die sich offensichtlich zuspitzende Krise im Irak für die Umwälzungen verantwortlich gemacht. Aber die Sache dürfte tiefer gehen.

http://faznet.de/s/Rub3B5979848A5C48F18F2FF729A7211ACE/Doc~E…

hier der ganze (kurze) artikel mit 3 denkbaren szenarien...
Nochmal zum Irak !

Der Nachfolger für Saddam scheint sich Abzuzeichnen.
Ein gewisser Ahmad Chalabi (in Jordanien wg. diverser Wirtschaftsvergehen Gerichts bekannt) scheint G.W.Bushs neuer starker Mann zu sein.

Sozusagen die Garantie für die kommende das Öl wird billig Politik.
Eine handlichere Marionette ist im nach Saddam-Irak nicht denkbar.
Chalabis Verbindungen zum CIA sind so solide und langandauernd wie ein paar doppelt gehärtete Handschellen.

Also nach Saddam wird wohl so eine Art Shah von Persien ohne Thron und Krone installiert.
Die Amerikaner haben und werden wohl nie was aus Ihren alten Fehlern lernen.

mfg

Groupier
@artmann, woernie

Das zweite Problem besteht darin, dass die Szenarien auf Trendverschiebungen beruhen. Die können allerdings überlagert werden durch kurzfristige Kursbewegungen. Es ist Konsens, dass es zu einer Rally an der Börse kommen wird, wenn die USA im Irak einmarschieren werden. Dazu kommt, dass manche Märkte - speziell in Deutschland - nach Roches Einschätzung extrem günstig bewertet sind. In diesem Zustand sind nur wenige positive Nachrichten notwendig, um zumindest kurzfristig eine stürmische Bewegung nach oben auszulösen.

ist das wirklich konsens? ich dachte immer, nur ich denke so :laugh: - allerdings scheinen sich schon im ersten golfkrieg die stimmungslagen zugunsten der bären verschoben zu haben, und ich ändere meine meinung. bei kriegsausbruch wird es wohl doch zunächst einmal an den börsen bergab gehen. aber was passiert vor dem 14. februar?

@artmann, seh ich ja auch so. wobei ich noch eine volatile woche erwarte, wo man egal aus welchen kurzfristpositionen gut herauskommt, wenn man denn die füße stillhalten will. letzteres könnte nicht das schlechteste sein, denn obwohl alle technischen signale auf short stehen: im dow nähern wir uns der 8000 und im dax der fetten unterstützung bei 2500/2600, wo sich für putbesitzer die short-squeeze-gefahr massiv erhöht. doppelbodenfantasie...! das kommt, und sei es als zittrige seitwärtsbewegung, die man dann beobachten muss, mit oder ohne blix und bush und wie sie alle heißen. nur würde ich übergeordnet dass große verkaufssignal im dow sehen, dass richtung 7000 weist und dem dax im zweifel (dow-crash und was macht der sensible dax ?) potenzial bis 1800p. bescheren kann, aber auch eine erholung im dax bis knapp 3000 etwa, sollte es vorher drehen. ich würde also statt `füße stillhalten` lieber die scheine dem persönlichen szenariofavoriten konservativ anpassen, keine knockout-dinger, sondern lieber calls mit längerer laufzeit, und short-zertifikate mit einem s-l von mindestens 400 punkten abstand, eher mehr.

gruss
cabinda
@ cabinda: Danke für die Blumen *fg :)

Die Notenbanken können Geld drucken ohne Ende, aber wie kommts bei den Bürgern an? Das scheint mir das Problem zu sein, neben der zwangsläufig entstehenden Entwertung von Vermögen, welches sich theoretisch nur auf Aktien und Gold positiv auswirken kann.
Und anscheinend läßt sich die Stimmung des Verbrauchers nicht mal eben so "anheizen" genausowenig wie es einen ohne Grenzen zunehmendens Wachstum gibt!
Irgendwann sind eben bei stagnierender/gleichbleibender Einwohnerzahl die meisten Bedürfnisse "gesättigt"
Interessanter Spiegel Artikel zum Thema Wachstum übrigens hier:
Thread: Interessant- alter Spiegel Artikel: Erhards Kritik an Wachstumsdogma
garniert mit Krugmanns weisen Bericht über Umverteilungseffekte und saismos Beschreibungen für die Folgenauf die individuellen Marktteilnehmer.
Aber Achtung! sehr lang! :D


In Japan hängt es weiter daran, dass Banken keine Kredite vergeben und somit keine große Geldschöpfung betrieben wird, weil die Banken selbst mit Risikokredieten behaftet sind, und wohl die generell schlechte Lage nicht nur den Anreiz für Neukredite gesenkt hat, sondern auch die Bonität vieler Schuldner schwer getroffen hat.

Eine Entwicklung, die anderswo gerade im Entstehen ist oder uns noch bevorsteht...
@Groupier / #1606,

Ein gewisser Ahmad Chalabi (in Jordanien wg. diverser Wirtschaftsvergehen Gerichts bekannt) scheint G.W.Bushs neuer starker Mann zu sein.
Jo, gerade der würde dann da unten Stabilität bringen, vor allem, wenn da unten alles atomar/biologisch/chemisch verseucht wäre, :D
Naja, das Gerichtsargument hört sich schon etwas angestrengt an, da könnte man ergo mutmaßen, daß er bessere Qualitäten als der Schah hat, *g*

Was macht die Bush-Administration und deren Anhänger [@konradi: bemerke, ich sage nicht `USA`] heute so sicher (sonst würden sie diesen Krieg dafür ja nicht riskieren), daß es diesmal anders laufen würde als seinerzeit im Iran, die Bevölkerung - die ja weiss, warum es ihr in den letzten Jahren AUCH(!) dreckig geht - mitzieht? Wer belegt, daß dieses Verhalten nicht aus der Situation, wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand zu stehen, herrührt, nicht einfach nur ein nicht durchdachter Aktionismus ist? - Schlüssige Antworten erwünscht... [Bevor sich jemand wirklich die Mühe macht: Wer sagt, die USA stehen nicht wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand, erhält von mir kein Feedback, ;)]

@cabinda,

>kurzfristig eine stürmische Bewegung nach oben<
ist das wirklich konsens? ich dachte immer, nur ich denke so ...
bei kriegsausbruch wird es wohl doch zunächst einmal an den börsen bergab gehen
Wir orakeln ja ganz schön hier `rum, *g*
Am `Konsens` fehlt (vielleicht) nicht mehr viel, nicht wenige denken an den 1. Krieg, und da mußte man tatsächlich exakt am Tag kaufen, als "die Kanonen losdonnerten". Vielleicht macht man es sich diesmal zu einfach, sich auch an der Börse ja wiederholende Verhaltensweisen für den 2. Kriegsausbruch anzunehmen. Immerhin ist das politische Szenario diesmal doch etwas anders gestrickt - heute kann man nicht sagen, Irak sei ein Aggressor, und so richtige Beweise, die einen Präventivkrieg rechtfertigen könnten, stehen nachwievor aus.
Andererseits muß man auch die kfr. Abwärtsdynamik sehen, und sollte der Test der Herbsttiefs diese/nächste Woche scheitern, würden die betr. Börsen, bei dann bestimmt nicht nachlassender Abwärtsdynamik, zu Kriegsbeginn (unterstellt in 4-6 Wochen) in der Tat "nicht mehr viel verlieren zu haben" (zumindest kfr.).

eine dividende als plan für die zukunft finde ich natürlich o.k. nur aktuell wittere ich da morgenluft
Morgenluft ist gesund, *g* Naja, vielleicht nicht gerade im Winter, wenn in den Städten gerade die Heizungen anspringen und/oder sich in kalten Nächten eine Invesionswetterlage festfrißt...
OK, ich sehe auch, daß preisWERTE Aktien nicht auch tatsächlich(!) BILLIG werden können, und wir hohe einstellige Dividendenrenditen bekommen könnten, hatten wir alles schon mal. Ich spiele diese Karte ergo auch nicht direkt voll aus, ich zucke nur schon mal ein bißchen an schwachen Tagen hie und da, *g* ("meine" Major Trends sind bekanntlich bis auf weiteres andere).

@cabinda, @sittin bull,

zur "Japanisierung": Ich schließe das ja nicht aus, nur ist in Europa noch "Zinsmasse" da. [Im übrigen tue ich mich generell schwer mit einem Vergleich "westlicher" Kulturen und Ökonomien mit der japanischen (und auch mit asiatischen). Sie sind faszinierend, aber (mir) eben auch fremd, anders. Die EZB hat sich klugerweise bisher, relativ, aus der "Finanzmarktförderung" herausgehalten, steht nicht im Verruf, vorrangig, mit der Brechstange, Kapitalmarktinteressen zu bedienen. Die vergleichsweise fortgeschrittene Marktbereinigung ist da Beleg. Von daher gebe ich speziell Europa noch die größten Chancen, als erstes aus dem Sumpf zu gelangen, trotz aller spezifischen Herausforderungen (worin ja nicht nur Risiken liegen) hier. Die Stimmung ist speziell in D sicher schlecht, aber wie ist das nochmal mit den Sentiments...? Sicher wird das nicht ohne Entwicklungsprozesse in Politik und Gesellschaft abgehen können, das hatten wir ja mal hinreichend diskutiert.

Europa stellt bevölkerungsmäßig immerhin mit Abstand den größten voll entwickelten Wirtschaftsraum dar (in dem D fast 4/5 seiner Exporterlöse erzielt, nur nochmal für den Hinterkopf, ;)), und (potentiell) große Märkte wie Rußland und auch China haben zu Europa eine höhere Affinität als zu Japan oder USA.
Im Gegensatz zu D lebt Japan von seinen Exporten in die finanzlabilen Emerging Markets und den zunehmend schwächelnden USD-Raum (nicht ohne Grund kauf(t)en die wie irre US-Treasuries), und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit der USA steht wohl eher, de fakto, nur auf dem Papier. Die USA leben, subventioniert von Auslandskapital, vom inländischen Konsum, die Sparquote ist dort entsprechend "anfällig", sollte sich dort das Sentiment, sprich der "Great"-Optimismus, mal nachhaltig drehen. Das Bankenproblem ist in der Tat nicht nur Japan zueigen, das haben auch wir, mit zzt. zunehmender Vakanz. Die noch offene Frage ist: Wird dieses bei uns ebenso zugekleistert wie in Japan - was ich, im Kontext mit der dort viel höheren perönlichen (Leidens-)Toleranz, in dieser Ausgeprägtheit und zeitlichen Dimension eigentlich für undenkbar halte - oder läßt man sich die Lage stetig-stringent bereinigen? Ich erachte letzte Variante für besser - `lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende`.
Erst wenn die Banken von ihrem Sockel kommen (wie auch immer), auf die Stufe resp. Beschränkung ihrer eigentlichen Funktion (wobei das imo auch nicht die Tätigkeit als `Allfinanzinstitut` oder Universalbank sein muß), also mit fortgeschrittener Deinstitutionalisierung, ist die (Morgen-)Luft gesund.

Danke übrigens für die Komplimente. Reflektiere die gerne zurück, zu 100 %.

investival
du meinst $ rauf/€ runter, korrekt?

sorry-richtig woernie


noch was zu den renten-bzw bond märkten

das ist ein ganzes loch offen,
der bondmarkt hat schon ber 1 jahr keine einheitiche front mehr,
noch nie war ein derartiges durcheinander, kann mich wenigstens nicht erinnern,
da geht echt die ost ab
was sich da innerhab der schudverschreibungen einzener
industrieanleihen der usa abspielt, dürfte manchen bondholdern, schon nerv und leber kosten.
nicht nur daß, teilweise die dinger nur noch zwischen 5-30 punkte (voll 100) gehandelt werden.
neine einzele firmen gehen nun dazu über diese bonds auch tatsächlich zu diesen preisen + ein agio wandeln zu wollen,
das bedeutet bei wandlung ist das geld perdü, bei nicht wandlung werden die alten bonds ganz einfach aus dem sicherungsverhältnis rausgenommen und du bist am traez ohne
netz unter dir

also das ist jetzt mal aus meiner kiste, da viele hier
im bondmarkt nicht involtiert sind.
aber der bondmarkt ist der eigentliche verlierer a gro gesehen, da sehen aktien im moment gut dagegen aus.
daß erstklassige titel natürlich gesucht sind, ist doch klar, aber der markt wird eng, und daraus resultieren die
von woernie gemeldeten anziehen kurse des bondmarktes, über die komplette strecke aber gesehen ist der bondmarkt
ein fiasko, und das gits nun mal zu registrieren.
interessant ist, ob all die telcoms und verstromer es tatsächlich gelingt, ihre schulden teilweise über den bondmarkt abzuwälzen, das bedeutet eine kalte entschuldung für die nix geleistet werden muß, man sart horrend an zinsausgaben, je nach gegebenheit wird man aerdings bei einigen eine verwässerung ber warrants in kauf nehmen mssen,
aber das siet sich im aktienmarkt dann wesentich später ab.
voerst wirds wohl einigen gurken nützen.
@dosto,

hochinteressanter Aspekt, der nur zur Vorsicht bei Unternehmensanleihen mahnt. Ich denke, dieser Markt wird bald (ganz) zusammenbrechen, und viele Jahre "out" sein, nicht nur in den USA. Da es von den Banken auch nichts mehr gibt bzw. geben kann, werden Companies sich zur Finanzierung wieder der Börse zuwenden MÜSSEN, ergo dafür arbeiten, Vertrauen zurückgewinnen MÜSSEN. Das KANN den Telekoms trotz `kalter Entschuldung` gelingen - ob es dann für einen neuen MAJOR Uptrend ausreicht, nur infolgedessen bessere Zahlen zu präsentieren, bezweifele ich eher.
Nun ja, will man in diesem Sektor investiert sein, und/oder hat (auf Dein Posting damals hin, ;)) sich die hochverzinslichen Tele-Bonds hingelegt, rät sich wohl langsam ein entsprechender Switch -
oder man investiert(!) direkt in Unternehmen, die diesen ganzen Schmu nicht mitmachten oder zumindest diesen Markt nicht derart ausquetschten, also in gering oder gar nicht verschuldete. Denen dürfte das mit dem Vertrauen am leichtesten fallen - ergo werden diese wohl wahrscheinlich die ersten neuen, hinreichend zuverlässigen Major Uptrends im sich so wiederbelebenden Aktienmarkt darstellen bzw. fortsetzen.
Watch out -

investival
yep

der dt.telkom -bond ging bis knapp unter pari oder ist dran.
das switschen will gut getimt sein, aber die meisten bonds
sind eh geaufen, da gehts jetzt nur noch um sicherheit oder
nicht in aktien wollen, leute wie ich wollen da natürlich auch mal raus 16 % mit bonds sind schon was, auch für verwöhnte,
die frage ist das wohinein in den aktienmarkt
obwohl ich sagen muß einige kurse sehen sowohl in deutschland als auch in den usa -ecker- aus
was nicht etwa heißen soll - ist er jetzt bullisch,
das bin ich bein nächsten schwung nach oben, aber zuerst wird er sich wieder ma grndich auskotzen der markt, gottseidank wie immer, ohne sinn und verstand

wie sagte mein ater guru -seneca-

dosto, behalte die gemütsruhe,
wacher verstand führt immer zum ziel.

recht hat er
so wirds was am aktienmarkt.
die maßlosigkeit der meute ausnutzen, denn aes geht
zurck zum mittemaß, da wo keiner sein will,
wer bezeichnet sich als mittelmaß, heute wohl ein schimpfwort,
nur die welt drehts sich danach, sie kann sich kein trudeln
oder gehetze leisten, ich mein die kuge auf der wir leben,
von ihr verlangen wir 100% regelmäßigkeit, sonst ist aus mit uns-und der börse auch

s ami-aktien wären doch vieeicht ein gutes spiel für euros,

der $ könnte auch mal wieder pari gehen, dann gibts beim richtigen timeing extra schmackes.

rückkaufoti seh ich bei

tibco
macromedia
verisign
network ass
rf-micro

fundamental gibts da zwar noch ein paar zweifel,

technisch hat woh -versign- einiges hinter sich, will
heißen, wenn die gurke jetzt nicht total abstürzt, dann
läuft die 200 tage line schön parallel aus. allerdings darf sich die bilanz auch nicht mehr verschlechtern, von der
fundi-seite aus

aso ein jeder arbeite sein eigenes daran, oder nicht
100 -die nur aufwärtsgehen können- hab ich im moment nicht,
aber gute kanditaten, mit denen man durchaus wieder ein
aar märker verdienen kann
geduld muß aber sein, nur zu glauben die schei---- geht aber so oder so in die binsen, so wirds nicht sein,
man schon wieder dabei sein, im richtigen moment,
aber dazu dann später.
Powell sieht "schlimmste Befürchtungen" zum Irak bestätigt

Paris (dpa) - US-Außenminister Colin Powell sieht "die schlimmsten Befürchtungen" Washingtons in Sachen Irak durch Geheimdienstberichte bestätigt. Diese sollen Bagdads Streben nach Massenvernichtungswaffen belegen. Powell sagte mehreren Zeitungen, die USA wollten diese Berichte möglichst nächste Woche öffentlich machen. Bagdad hat kurz vor der Vorlage des Berichts über die UN-Waffeninspektionen seine "vollständige Zusammenarbeit" mit den Experten betont. Außenminister Nadschi Sabri sagte: "Das war eine Superzusammenarbeit."


Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2003
Dokument erstellt am 27.01.2003 um 14:12:15 Uhr

jahre später sieht man vielleicht anderes bestätigt ...

cabinda,
bez. atomwaffen hatte ken (?) mal auf einen bericht von d. signer "es wird mit der atomwaffe enden" aufmerksam gemacht.
27.01.2003 - 16:00 Uhr
BDI-Experte: Eurostärke kein Anlass zur Sorge um Exporteinbruch
Berlin (vwd) - Die aktuelle Stärke des Euro gibt nach Einschätzung von Hans-Joachim Haß, Konjunkturexperte des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), noch keinen Anlass "für eine breite Besorgnis in der deutschen Industrie, dass die deutschen Exporte wegbrechen" könnten. Die Auswirkungen der Eurostärke seien in den Unternehmen sehr unterschiedlich sagte Haß am Montag im Gespräch mit vwd. Einzelne Unternehmen seien dadurch "hart gebeutelt", andere wiederum profitierten davon. Für Industriezweige mit einem hohen Erdölverbrauch werde es wegen der Fakturierung von Öl in US-Dollar tendenziell billiger.

Negativ betroffen seien demgegenüber zum einen Unternehmen, die in den US-Dollarraum exportierten, zum anderen solche Unternehmen, die angesichts des lange Zeit schwächelnden Euros auf Sicherungsgeschäfte verzichtet hätten. Bei der aktuellen Diskussion werde häufig vergessen, dass der Einstiegskurs des Euro bei 1,17 USD gelegen habe. Insofern sei der aktuelle Kurs nicht zu dramatisch zu bewerten. Haß persönlich hält den Euro derzeit für "eher überbewertet" und geht nicht von einer "nachhaltigen Eurostärke aus.

"Wenn sich die gegenwärtigen Turbulenzen wieder gelegt haben, werden wir wahrscheinlich erleben, dass die US-Wirtschaft wegen ihrer enormen Flexibilität gegenüber der europäischen Wirtschaft eine "wahnsinnige Dynamik" entwickeln wird, während wir in Europa weiter herumkrebsen", sagte der BDI-Experte. In dem Maße, in dem sich die US-Wirtschaft wieder erhole werde auch der Dollar "ganz schnell wieder anziehen", ist Haß überzeugt. Der gegenwärtig hohe Eurokurs ist nach seiner Meinung vor allem auf die politischen Unsicherheiten zurückzuführen, aufgrund derer eine Flucht in den Euro feststellbar sei.

Trotz der Stärke des Euro ist im Exportgeschäft bislang eine Fakturierung in Euro noch nicht üblich. "Die großen Fakturierungsgewohnheiten haben sich noch nicht geändert", sagte Haß, schloss dies aber für die Zukunft keineswegs aus. Längerfristig könne es durchaus zu einer solchen Veränderung kommen, wenn der Euro sich fest etabliert habe, sagte der BDI-Experte im Gespräch mit vwd. Der Euro ist am Montag erstmals seit März 1999 über die Marke von 1,09 USD gestiegen. Am Londoner Devisenmarkt wurden kurz vor Mittag 1,0905 USD für einen EUR gezahlt. +++ Beate Preuschoff
vwd/27.1.2003/bp/hab
roter alarm bei GM

hände weg von GM. da brennt soeben das letzte kabel durch.

DUF... der mit dem sicherheitsstecker ....
was soll bush bloß anziehen heute abend? die friedens-lilane krawatte zum schwarzen anzug oder doch lieber die mars-rote zum milderen anthrazit? laut spiegel steht er ja schon seit tagen vorm kleiderschrank.

denn dass seine rede historisch ist, das wissen wir ja. selbst wenn die rhetorik misslingen sollte, halb so schlimm. da schwitzen jetzt die beraters und feilen an den letzten phrasen herum. wir brauchen den krieg, weil... äh.

rein technisch wär ja auch noch etwas luft beim dow, nach oben, er hat doch ganz ordentlich abgegeben vom high. bei unserem hinkebein wär ich da eher vorsichtig. 2725-2740, bei passender garderobe? an sich wäre ja mehr luft drin. leider wird aber offensichtlich jeder reboundversuch abverkauft.

wer verkauft denn da eigentlich bei mürück, tui, lufthansa, und warum? tui fürchtet rezession und terror, erhöhte flugkosten natürlich auch (ölpreis und längere flugzeiten wegen gesperrter strecken) sowie rezessionsängste. man setzt jetzt aber extra leude ein vor ort, damit der touri im zweifel schneller flüchten kann aus dem urlaubsland, wenn es ringsum knallt. das klingt gut, thanx. so gut umsorgt buchen wir natürlich morgen einen trip nach jerusalem. die legendären gassen der altstadt und die klagemauer wollten wir immer schon mal sehen, und ein abstecher zu euphrat und tigris wäre mit begleitschutz allemal spannend.

der dax-liebling der schwiegermütter seit dem rausflutsch von mannesmann war unsere gute münchner rück. nix für zocker, nein. was krisensicheres.

nun leiden die aber auch unter dem kriegsszenario, weil... man nach kriegsausbruch verstärkt mit terroranschlägen rechnen muss :confused:.

und unsere gute lufthansa - die sichern sich immer so schön ab gegen ölpreissteigerungen und sind an und für sich auch profiteure vom schwachen dollar. aber auch die fällt - schande auch, dieser dax. im kriegsfall wird man klar viele strecken streichen müssen, da lufträume, die ans krisengebiet grenzen, gesperrt werden könnten. die überflugrechte über gus-staaten sollen jetzt aber gesichert sein :D

über vw könnte man mal nachdenken, ob sie nicht profitieren, wenn der trend weggeht von luxus und zweitwagen.

ebay ist auch immer irgendwie interessant. bedauerlicherweise ist dort neuerdings das finanzamt zu besuch und kontrolliert die geschäfte dort, um kommerzielle verkäufer auszuziehen :confused:. und überhaupt möchte eichel gern privatgeschäfte besteuern. ds ist verständlich.

aber wie? mehrwertsteuer auf flohmarkt-t-shirts? spitzel im treppenhaus bei haushaltsauflösungen? drei euro fuffzig mwst für den mixer, please. noch mehr beamte und bürokratie und gläserne bürger, die sich unter zehn id`s verstecken, wenn sie einen kinderwagen, fünf schwiegermutter-cd`s und einen satz winterreifen vom geklauten auto verkaufen wollen?

gruss
cabinda
@cabinda,

so kommt der DAX natürlich nicht auf die Beine, hättest auch noch Bankaktien analysieren müssen, :D;)
...wenn der trend weggeht von luxus und zweitwagen
Aber viele Zweitwagen sind VW, *g*
- Ein wichtiger Aspekt in diesem nicht unwahrscheinlichen Trend wird Qualität sein, und da tun sich auch dt. Autos leider neuerdings offenbar (zumindest im Vergleich mit den führenden Japanern Toyota und Honda) nicht gerade mehr als "Top" hervor. Man muß aufpassen, daß man nicht zuviel wegrationalisiert bzw. zu große Materialtoleranzgrenzen zuläßt, will man sich da gegen die Japaner behaupten. Das bedeutet zumindest keine weiteren Kostensenkungspotentiale, womit immerhin ein gewichtiger Faktor für eine gute Kursentwicklung a la 90er Jahre entfällt.

ebay finde auch ich interessant, aber die etablierte Idee und Weltmarktführerschaft wird an der Börse bereits bezahlt. Andererseits bieten sich für den umfassenden, nahezu repräsentativen Datenbestand (zumindest theoretisch) a la longue einige interessante Verwertungsmöglichkeiten...

Tja, der Eichel... Das dem das Internet ein Dorn im Auge ist, ist einerseits verständlich, andererseits muß die Politik aufpassen, diesem neuen, zweifelsohne, nachwievor, neue Geschäfts- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnenden Medium nicht das Wasser abzugraben. Das Internet als "demokratisches" Medium halte ich da für sensibler gegen Kontrolle als alle anderen Branchen zusammen.
Ich behaupte sogar, gäbe es dieses demokratische Medium so nicht, mit seinen (virtuellen wie materiellen) Austauschmöglichkeiten, stünden die Leute längst auf der Straße, und das kann gerade Eichel wohl wirklich nicht wollen.

Im übrigen es ist ja nicht so, daß der Staat nicht schon von ebay profitieren würde - immerhin kassiert ebay ja anteilig an den Transaktionspreisen, und muß darauf Steuern zahlen. Auch hat Eichel doch jetzt schon Möglichkeiten, im Rahmen einer Betriebsprüfung ebays herausragende Einnahmeadressen zu identifizieren und da mal eine Anfrage zu lancieren.
Was - und warum - will er mehr?
Das einzig (für mich) tolerable wäre eine angemessene(!) Limitsetzung (ähnlich wie bei Immobiliengeschäften) bei der Transaktionszahl und/oder dem Umsatzvolumen, ab wann eine gewerbliche, steuer(erklärungs)pflichtige Tätigkeit vorliegt.

Ehrlicher wäre Eichel, er würde z.B. mal die wahnsinnigen(!) Kapitaltransfers und Derivategeschäfte institutioneller "Anleger", die, wie nun eindeutig feststeht, zumindest nicht systemnützlich sind, unter die Lupe nehmen, oder die Gewinnverlagerung von Mrd-Konzerngewinnen in Steueroasen, unterbinden, oder sich endlich mal zu einer konstruktiven, länderübergreifenden Kapitalbesteuerung, die eben nicht demokratieschädliche Kontrolle zum Kernaspekt hat, durchringen.
Stattdessen kommt aus seinem Haus im Wochenrhythmus ein neuer "Vorschlag" [*lol*], den kleinen, ohnehin durch Abgaben gebeutelten Leuten noch eine Taschennaht aufzutrennen, um voyeuristisch das Innenleben zu kontrollieren, um mit einem (zusatz)kostenintensiven Bamtenapparat ein paar 1000 Euro "einzunehmen", :(

Eichel wäre (imo) nicht nur Schröders, sondern Deutschlands größtes Risiko, würden sich diese Brutkastenergebnisse seines von Alltagsrealtität wohlabgeschirmten Hauses durchsetzen. Er übersieht, politikertypisch, geflissentlich, daß die Realtität grauer und rauher ist als sie von seinen um Rechtfertigung ihrer Arbeitsplätze und Gehälter ringenden Ministerialbeamten auf blütenweißen Blättern immer wieder neu skizziert wird - womit er letztendlich den inneren, sozialen Frieden, eines der wenigen herausragenden, essentiellen Assets Deutschlands, fahrlässig aufs Spiel setzt.

investival
@ investival

zu VW

Da in meiner Firma der Auftragsbestand gerade von VW bzgl. Automatisierungstechnik gewaltig ist hab ich meine Zweifel zu deiner Aussage.

Nur die die rationalisieren in Mexico, Shanghai etc. bzw. Audi-Gyoer/Ungarn in modernste Anlagen!
Vielleicht importieren die nur zuviel zweitklassiges Material. :cry:
Die Chicos haben halt die Qualitätsanforderung vom Herrn Piech noch nicht im Griff.

Irgendwie ist der Arbeitsplatz des deutschen Türken am Band auf lange sicht gefährdet wenn das so weitergeht.

Aus D-land haben wir von VW/Audi nur kleinere Maschinen und Umbauten zu erledigen.

tach

Groupier
2:16PM Fed leaves key interest rates unchanged by Rachel Koning
The Federal Reserve - as was widely expected - left key interest rates unchanged at the conclusion of a two-day meeting Wednesday. The 12-member Federal Open Market Committee reiterated it still views risks in the economy balanced between weakness and inflation. The fed funds target lies at 1.25 percent, a 41-year-low put in place with an aggressive half-point cut in November. But "oil price premiums and other aspects of geopolitical risks have reportedly fostered continued restraint on spending and hiring by businesses," the Fed said in a statement.

@stormy,
danke!

@investival,
die vier titel, die bernecker erwähnt hat (massives shorten einer u.s.-bank von allianz, deutsche bank, daimler, bayer) sind heute z.t. stark und zeigen kurzfristig kaufsignale. bei der allianz soll ein fonds groß eingestiegen sein. irgendwie passt es, dass das geschieht, wenn ein gerücht überall herumgereicht wird, aber so richtig kann ich mir keinen reim darauf machen. any ideas? ;)

zum anderen später.

gruss
cabinda