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    Am Sterbebett eines Systems - 500 Beiträge pro Seite (Seite 13)

    eröffnet am 21.01.09 17:19:56 von
    neuester Beitrag 21.01.14 17:41:49 von
    Beiträge: 43.781
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      schrieb am 06.06.09 09:12:20
      Beitrag Nr. 6.001 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.333.816 von Maraho am 05.06.09 23:07:27In Bezug.
      Ich fand es recht lesenswert.

      60 Jahre Deutschland nach Hitler - 60 Jahre leben damit...
      http://kriegspostille.blogspot.com/2009/06/60-jahre-deutschl…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:15:42
      Beitrag Nr. 6.002 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.509 von Maraho am 06.06.09 09:05:20Moin!;)

      ......aber es sind doch viel weniger Stellen abgebaut worden als man dachte..es wird doch alles wieder gut,die Amis sparen,der Dollar wird wieder stark,der Präsident ein wirklicher MENSCH,die Kriege werden beendet,Guantanamo wurde doch auch aufgelöst,wir haben doch viel frisches Geld um Alle (ich meine die Grossen)zu retten..:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::cry:


      und die Politiker glauben NOCH,dass das Alle glauben----und viele tun es auch--oder denken garnicht---nur was machen die Klugen in diesen Zeiten???:rolleyes:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:24:49
      Beitrag Nr. 6.003 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.180.680 von Maraho am 15.05.09 06:13:53Weiterführend.

      Der irre Zock mit dem Erdöl

      Die Wirtschaft liegt am Boden, doch der Ölpreis kennt kein Halten. Spekulanten verdienen sich eine goldene Nase. Leiden müssen andere.

      Von FOCUS-MONEY-Redakteur Helmut Achatz

      Seit dem Tief im Dezember hat sich der Preis für das Barrel Öl (159 Liter) regelrecht verdoppelt. Am Freitag knackte die Notierung für US-Öl der Kategorie Light Sweet Crude sogar die 70-Dollar-Marke.

      Und die Preise sollen weiter steigen, davon gehen zumindest die Auguren der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs aus. Die Marktkenner rechnen mit 85 Dollar pro Fass – bis Ende des Jahres. Daniel Rice ist noch etwas optimistischer und prognostiziert 90 Dollar für das Barrel. Und der deutsche Ölexperte Klaus Bergmann von Esyoil kann sich sogar einen Preis von Hundert Dollar pro Barrel vorstellen. Autofahrer und Hausbesitzer werden sich also wohl auf anziehende Benzin- und Heizölpreise einrichten müssen.

      Mit steigender Nachfrage oder schrumpfendem Angebot hat dieser Steigflug des Ölpreises indes nichts zu tun. Aktuell wird sogar mehr Öl gefördert als von den Verbrauchern nachgefragt, was sich mit Zahlen belegen lässt: Die Welt verbraucht zurzeit pro Tag „nur“ 83,1 Millionen Barrel (13,2 Milliarden Liter), während 84,8 Millionen Barrel (13,5 Milliarden Liter) aus dem Boden gepumpt werden – 1,7 Millionen Barrel (270 Millionen Liter) mehr als benötigt.

      „Diese Entwicklung wird allein von Spekulanten gesteuert“, urteilt Branchenkenner Bergmann. Der Rohstoffspezialist Jonathan Kornafel vom Optionshandelshaus Hudson Capital Energy in Singapur pflichtet ihm bei. „Es sind die Fonds, die den Markt beherrschen.“ Sie kaufen das Überangebot auf und bunkern es in unterirdischen Kavernen, gigantischen Öltanks oder ausrangierten Tankern.

      Selbsterfüllende Prophezeiung

      Sie spekulieren auf steigende Preise, weil sie davon ausgehen, dass die Konjunktur mittelfristig wieder anspringt und der Bedarf steigt. Dann bekommen sie für das zwischengelagerte Öl deutlich mehr als sie beim Kauf gezahlt haben.

      Wie an den Aktienmärkten auch, gilt bei Rohstoffen: „Die Hausse nährt die Hausse“. Prognosen wie die von Goldman Sachs verstärken diesen Trend. „Wenn jeder das gleiche liest und zu ähnlichen Schlüssen kommt, dann bewegt sich der Markt in die entsprechende Richtung“, erläutert Kornafel.

      Verstärkend kommt hinzu, dass die Börse von einem schwächelnden Dollar ausgeht, was den Ölspekulanten in die Hände spielt. Je schwächer die US-Währung, desto mehr müssen die Öl exportierenden Länder (OPEC) für ihren wertvollen Rohstoff verlangen, um auf ihre Kosten zu kommen und den Kaufkraftverlust ihrer Deviseneinnahmen zu kompensieren. Tatsächlich verhält sich seit einigen Monaten der Dollar umgekehrt proportional zum Ölpreis. Seit Anfang Mai verlor er gegenüber einem Korb mit den wichtigsten Währungen 5,5 Prozent, während der Ölpreis um 22 Prozent stieg.

      Geld sucht nach Anlagemöglichkeiten

      Ein weiterer Faktor spricht für steigende Notierungen des schwarzen Goldes: die überbordende Liquidität. Banken, Fonds und Investmentgesellschaften wissen nicht mehr, wohin mit ihren Bargeldbeständen. Da Staatsanleihen kaum noch etwas abwerfen und für Tagesgeld Mickerzinsen gezahlt werden, suchen Anleger andere Investitionsmöglichkeiten – da drängt sich Öl auf.

      Auch langfristig spricht vieles für eine Verteuerung des Rohstoffs, denn: Angesichts niedriger Preise haben es die Ölförderländer bislang versäumt, in die Suche nach neuen Quellen zu investieren: Aus dem Überangebot könnte somit schon in wenigen Jahren eine Unterdeckung werden, was zwangsläufig zu höheren Preisen führt.

      Die Bäume wachsen jedoch, soviel für die Verbraucher zum Trost, auch für die OPEC-Mitglieder nicht in den Himmel. Wenn sie den Bogen überspannen und die Preise zu sehr abheben, dann bremst das die Wirtschaft in den Industrieländern aus und lässt die Ölnachfrage schrumpfen. Aus dem Steigflug wird dann schnell ein Absturz.

      Quelle: http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/MONEY-boerse/mone…
      2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:27:37
      Beitrag Nr. 6.004 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.333.472 von windei am 05.06.09 22:05:36Vielmehr wollte ich deutlich machen, dass Mitarbeiter und damit die menschliche Arbeitskraft der entscheidende Erfolgsfaktor für ein Unternehmen und letztendlich für eine Volkswirtschaft sind. Ist erst einmal deindustrialisiert, betragen die Folgekosten ein Vielfaches dessen, was eine staatliche Stützungsmaßnahme gekostet hätte!


      Das ist schon wahr - nur gilt dieses nicht bei einer massiven Überproduktion eines Artikels ( z.B. Autos ). Hier muss der Markt eine Bereinigung durchziehen. Oder der Wohlstand muss so extrem wachsen, das Millionen von Indern, Chinesen oder Afrikanern sich auch Autos leisten können. Dann wäre das Gleichgewicht allerdings wieder hergestellt...;)
      Schade und zutiefst bedauerlich ist nur, das insebesondere in Deutschland etliche Firmen nicht hätten verschwinden müssen. Früher hat die Miele Waschmaschine meiner Mutter weit über 20 Jahre gehalten - wir hatten hingegen bei den letzten beiden Waschmaschinen schon nach 4 Jahren deutliche Verschleißerscheinungen. Ähnliches gilt auch für Schuhe, Hosen, Jacken, Werkzeug und unzählige andere Dinge. Im Endeffekt war der höhere Preis mehr als gerechtfertigt!
      Unternehmen wie Adidas, Nike oder Puma könnten bei den stolzen Verkaufspreisen auch hier produzieren. Nur wäre der Gewinn halt geringer. Trigema oder Meindl zeigen heute mehr als eindrucksvoll, das sich auch eine komplette Produktion in Deutschland noch rentiert.
      Aber die Gier und die kurzfristige Denkweise der Großunternehmen hat mal wieder gesiegt...:rolleyes:



      Arthur Spooner
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:28:05
      Beitrag Nr. 6.005 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.527 von Maraho am 06.06.09 09:12:20...stimmt!!Weil es,wenn wir noch FÜHLEN,alles (Ungerechtigkeit,Elend,Gewalt ,Not und Dummheit)so weh tut,dass man so wütend werden kann.....vor Allem bei den ganzen Lügen....!!

      ich muss jetzt auch los....Gruss! Birgit

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      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:31:37
      Beitrag Nr. 6.006 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.539 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:15:42Guten Morgen Birgit,

      nur was machen die Klugen in diesen Zeiten???

      Sich selbst disziplinieren, Vorsorge treffen und sich rar machen!

      Die Dummheit und Ignoranz um einen herum läßt sonst verzweifeln!

      Dir einen wunderschönen Tag. :)

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:37:33
      Beitrag Nr. 6.007 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.575 von Maraho am 06.06.09 09:31:37"sich rar machen"...nicht einfach für ,astrologisch gesprochen,eine Löwin mit Aszendent Widder.....:cool:

      Führende Demokraten: Kongress und Senat im Besitz und unter der Kontrolle von Bankern
      Diejenigen, die die Bankenkrise schufen, sind auch die mächtigste Lobby im Kongress

      Steve Watson
      Infowars.net
      Tuesday, June 2, 2009

      [Übersetzt von Hagbud für Infokrieg.tv]
      Der demokratische Vorsitzende des Landwirtschaftskomitees gab gestern der Presse in Bezug auf den US-Kongress bekannt, dass „die Banken den Laden führen“. Er ist der zweite bedeutende gewählte Amtsträger, der in den letzten Wochen über die massive und institutionalisierte Korruption und die Interessenkonflikte im Kongress sprach. Collin Peterson sagte gegenüber der New York Times:

      "Ich werde ihnen sagen wo das Problem liegt, sie geben dreimal so viel Geld aus wie die nächstgrößere Gruppierung. Die Summen die sie in Politik investieren sind einfach enorm.“

      Peterson drängt auf eine Gesetzgebung, um den Handel mit Derivaten zu regulieren. Der Entwurf den er vorschlägt würde den Handel mit Derivaten auf öffentlichen Austausch beschränken, ähnlich wie bei privaten Abrechnungsstellen, die von den Banken geleitet werden. In diesem Sinne stellt er sich direkt gegen die Pläne von Finanzminister Timothy Geithner, Transaktionen von der New Yorker Geschäftsstelle der Federal Reserve überwachen zu lassen, ein Schritt der auch (zufälligerweise?) von den führenden Köpfen der Industrie geplant ist. Überbelastung von hypothekarisch gesicherten Kreditderivaten – oder credit default swaps (CDS, Kreditderivat zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen) war einer der Hauptgründe für den Zusammenbruch von Bear Stearns, Lehman Brothers, Merrill Lynch, American International Group und Washington Mutual im letzten Jahr, und bildet den Mittelpunkt eines finanziellen schwarzen Lochs das die Wirtschaft verschlingt. Die New York Times berichtete:

      „Petersons Entwurf schränkt gezielt den Handel von Derivaten durch eine von der Federal Reserve regulierte Verrechnungsstelle ein, die, wie er sagt, ‚ein Werkzeug der großen Banken ist‘ das ‚nicht viel für die Regulierung der Verträge beiträgt.‘“

      „Weil die Lobbyisten der Banken einige ihrer republikanischen Kollegen überzeugten, weitere Änderungen zu verhindern, sagte Peterson, muss er einen abgewandelten Gesetzesentwurf einbringen der Ähnlichkeit mit der Forderung von Mr. Harkin hat, Derivate umfangreich zu regulieren.“

      Petersons Warnung spiegelt die vom demokratischen Senator Dick Durbin wieder, der vor ein paar Wochen die gleiche, unpopuläre Wahrheit aussprach. Er sagte:

      „Und die Banken - schwer zu glauben angesichts einer Bankenkrise die viele der Banken herbeigeführt haben – sind weiterhin die mächtigste Lobby im Kongress. Und offen gesagt, gehört er ihnen.“

      Laut dem Center for Responsive Politics erhielt Barack Obama Spenden von 69,823,872 $ vom Bankensektor, während John McCain 60,605,254 $ von den insgesamt 130 Millionen Dollar erhielt. Dies macht die Banken zum größten Sponsor der Präsidentschaftskampagnen mit 35 Millionen Dollar Abstand zu den nächstkleineren Spendern, Lobbyisten und Anwälte. So sieht Demokratie in der Praxis aus. Die New York Times berichtet, dass die Top-Fünf-Gesellschaften aus dem Finanzsektor - Goldman Sachs, Citigroup, JP Morgan Chase, Bank of America and Credit Suisse – innerhalb eines Jahres 22,7 Millionen und weitere 25 Millionen für Lobbyarbeit ausgaben. Die Banken haben das Repräsentantenhaus buchstäblich gekauft. In diesem Sinne wird die Regulierungsmacht die der Regierung zukommt, erst durch ihre wahren Interessen gefiltert und wir sind wieder da wo wir angefangen haben. Wir haben unermüdlich enthüllt, dass die Leute die sowohl unter Obama als auch unter Bush damit beschäftigt waren die Wirtschafft zu retten, auch die gleichen sind die hauptsächlich an der Schaffung der Finanzkrise beteiligt waren. Geithner ist ein perfektes Beispiel dafür, er ist ein Schützling des früheren Goldman Generaldirektors und jetzigen Citigroup Direktor Robert Rubin. Der Journalist Glenn Greenwald hat noch weitere Verknüpfungen zwischen dem Repräsentantenhaus und den Banken aufgedeckt und gezeigt, dass die Finanzpolitik fast nur noch vom Bankensektor geleitet wird.


      Impressum | Haftungsausschluss und Copyright | © infokrieg.tv 2005 - 2009
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:45:55
      Beitrag Nr. 6.008 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.594 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:37:33Hier noch der Link: http://infokrieg.tv/fed_steuert_kongress_2009_06_05.html

      Damit die Leut` auch dort überprüfen bzw. die dort eingestellten Links nutzen können. ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:48:27
      Beitrag Nr. 6.009 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.594 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:37:33eine Löwin mit Aszendent Widder.....

      Eine recht heftige Konstellation! Wie meine: Waage mit Aszedent Steinbock! :laugh:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:50:07
      Beitrag Nr. 6.010 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.625 von Maraho am 06.06.09 09:48:27Korrektur: Aszendent
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:54:01
      Beitrag Nr. 6.011 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.625 von Maraho am 06.06.09 09:48:27...dann willst Du doch eher den geordneten Ausgleich,...während ich mich mit Rosa L.an der Seite eher wohlgefühlen würde....:D ,bis morgen;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 09:56:18
      Beitrag Nr. 6.012 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.331.703 von Maraho am 05.06.09 18:17:43In gewissem Bezug.

      Aktienmärkten fehlt fundamentale Unterstützung
      Von Dieter Wermuth

      Seit Anfang März haben die Aktienindices der USA, Japans und Deutschlands um rund 37% zugelegt, in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China waren es seit dem Tiefpunkt sogar zwischen 52% und 123%. Selten hat es eine solche Rallye innerhalb eines so kurzen Zeitraums gegeben. Die Marktteilnehmer wetten darauf, dass die global extrem expansive Geld- und Finanzpolitik demnächst greifen wird, dass jede Rezession einmal endet, und dass die diversen “green shoots” zusammengenommen bereits zeigen, dass der konjunkturelle Aufschwung kurz bevorsteht. Die Anleger sind daher bereit, riskantere Sachen zu kaufen – das hilft den Aktien, den Rohstoffen und dem Euro (!) und erklärt warum die Rentenmärkte so schwach sind.

      Die harten Daten lassen eine solche Interpretation nicht zu. Es fehlt an Anzeichen, dass die Verbraucher wieder mehr Geld ausgeben werden – vor allem die Arbeitsmärkte sind weit von einer Wende zum Positiven entfernt. Die Unternehmen werden trotz niedriger Notenbankzinsen nicht investieren, solange die Kapazitätsauslastung und ihre Gewinne so niedrig sind. Zudem steigen die langfristigen Zinsen recht kräftig, was ebenfalls nicht gerade zur Neuverschuldung animiert. Nur der Staat kann die Outputlücke füllen, und er tut es auch. Wie das Beispiel Japan zeigt, führen auch gigantische Staatsdefizite nicht unbedingt zu steigender Inflation solange die Nachfrage des privaten Sektors nicht anzieht. Die Inflationsfurcht ist daher übertrieben. Eine Flucht in die Sachwerte, also Aktien und Rohstoffe, ist sehr verfrüht. Es wird zu Korrekturen kommen müssen.

      Die Stärke des Euro hat weniger mit zunehmender Risikofreude zu tun als vielmehr mit fundamentalen Faktoren wie dem im Vergleich zu Euroland immer noch sehr hohen Handelsbilanzdefizit der USA.

      Quelle: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2009/06/04/aktienmarkten-…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:09:51
      Beitrag Nr. 6.013 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.636 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:54:01dann willst Du doch eher den geordneten Ausgleich,...

      "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach".

      Ich habe leider äußerst extreme Ausschläge. Kein Wunder, wurden doch an meinem Geburtstag (7.10.) n.a. auch Putin und Himmler geboren.

      Bis dann ... ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:12:41
      Beitrag Nr. 6.014 ()
      Russian Warns Against Relying on Dollar


      http://www.nytimes.com/2009/06/06/business/global/06ruble.ht…


      Auszug:

      President Dmitri A. Medvedev, who rarely misses a chance to accuse the United States of causing the global financial crisis, told an economic forum on Friday that wobbly American financial policy had made the dollar an undesirable currency for reserves held by central banks.


      Nun hat man den Dollar zur unerwünschten Person erklärt...:D



      Arthur Spooner
      440 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:17:36
      Beitrag Nr. 6.015 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.677 von ArthurSpooner am 06.06.09 10:12:41Guten Morgen Arthur,

      warte einmal ab, die (BRIC-Staaten) halten nicht mehr lange still.
      Artikel hierüber sind in diesem Thread ja ausreichend zu finden.

      Dir ebenfalls einen schönen Tag!

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:22:52
      Beitrag Nr. 6.016 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.594 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:37:33Wundert das wen? Im Feudalismus hatten die Feudalherren das Sagen, im Kommunismus die Kommunisten....ja, und wer hat nun im Kapitalismus das Sagen....:look:
      Ging doch viele Jahre gut. Nun schlägt allerdings der Zinseszins gnadenlos zu. Auch die Kapitalisten kommen nun in allergrößte Bedrängnis. Und irgendwann haben wieder alle gleich viel Geld - und das Spiel beginnt von vorne.....



      Arthur Spooner
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:24:56
      Beitrag Nr. 6.017 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.990.702 von Maraho am 17.04.09 17:24:37Ergänzend.

      US-Konjunktur: Verbraucher entschulden sich weiter

      Washington (BoerseGo.de) - Wegen der Rezession sind die US-Verbraucher vorsichtiger geworden. Das bedeutet auch, dass sie sich beim Verschulden zurückhalten, sie entschulden sich. Die Federal Reserve meldet, dass die Verbraucherkredite im April um 15,7 Milliarden Dollar zurückgingen. Erwartet wurde ein Rückgang um 6,0 Milliarden Dollar. Der März wurde auf minus 16,6 Milliarden Dollar revidiert von minus 11,1 Milliarden Dollar.

      Quelle: http://www.boerse-go.de/nachricht/US-Konjunktur-Verbrau…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:27:02
      Beitrag Nr. 6.018 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.696 von Maraho am 06.06.09 10:17:36warte einmal ab, die (BRIC-Staaten) halten nicht mehr lange still.


      Noch schimpfen diese Länder ja nur über die Verschuldungsorgien der USA - haben aber auch keine greifbare Lösung, wohin deren Exportindustrie die Waren verkaufen soll, wenn die Konsumjunkies einmal ausfallen sollten. Ihr eigener Binnenmarkt ist dazu viel zu schwach. Und genau das weiß auch die USA.
      Und diese Karte wird momentan gnadenlos ausgespielt...;)


      Arthur Spooner
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:30:15
      Beitrag Nr. 6.019 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.594 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 09:37:33siehe auch: Seite 468, Beitrag #4677: Obama gleicht Bush, nicht Roosevelt
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:39:51
      Beitrag Nr. 6.020 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.736 von ArthurSpooner am 06.06.09 10:27:02Und diese Karte wird momentan gnadenlos ausgespielt...

      Das ist wohl wahr. Wenn aber das Kartenhaus denn eines Tages zusammenfällt ...

      Es werden sich vollkommen neue Konstellationen ergeben. Die Vorbereitungen laufen ja schon.

      Wie war dazu in kevine`s Beitrag (Seite 599, Beitrag#5990) zu lesen: Diese Welt ist in Ansätzen schon da, denn sonst würde die alte ja nicht zusammenbrechen.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 10:53:16
      Beitrag Nr. 6.021 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.559 von Maraho am 06.06.09 09:24:49Ein Kommentar aus der "FTD" ...

      Rohstoffe - Das böse Déjà-vu
      von Tobias Bayer (Frankfurt)

      Die weltweite Rezession liegt hinter uns. So lautet jedenfalls das Fazit der Investoren, die hemmungslos in Rohstoffe investieren - und die Preise wie 2008 nach oben treiben. Um ein Déjà-vu zu verhindern, sollten Politik und Aufsichtsbehörden gegensteuern.


      Es ist eine bemerkenswerte Rally, die viele Rohstoffe derzeit hinlegen. Nach dem Absturz im Zuge der weltweiten Rezession ist der Ölpreis in den vergangenen Wochen in die Höhe geschossen und erreichte am Freitag die 70-$-Marke. Goldman Sachs erhöht die Preisprognosen. Auch der Goldpreis kennt nur eine Richtung: steil nach oben.

      Allgemein haben die Rohstoffmärkte nach Berechnungen der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) im Mai ihren stärksten Monatszuwachs seit September 1990 verzeichnet. Der Dollar wiederum steht auf der Verkaufsliste ganz oben. Der Euro stieg diese Woche auf über 1,43 $.

      Das weckt böse Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit. Im Juli 2008 schaukelten sich Rohstoffwelt und Euro-Dollar-Wechselkurs ebenfalls nach oben. Der Ölpreis erreichte damals in New York das Rekordhoch von 147 $, nachdem Goldman Sachs im Mai mit einer Prognose von 200 $ schockiert hatte, - und der Euro erklomm den Spitzenwert von mehr als 1,60 $. 2009 droht das große Déjà-vu, das kein Mensch derzeit gebrauchen kann.

      "Hot Money" statt Fundamentaldaten

      Fundamental gerechtfertigt ist die Rohstoffhausse nur zu einem geringen Teil. Mag man im Zuckermarkt auch guten Gewissens von einer Überversorgung sprechen, so wirken Kupfer und besonders Öl deutlich überkauft. Die Nachfrage ist immer noch schwach, die Lagerbestände immer noch hoch - und die freien Produktionskapazitäten gewaltig. Die Internationale Energieagentur geht etwa davon aus, dass der Ölverbrauch 2009 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent schrumpfen wird.

      Die Gründe für die neue Rohstoffrally liegen anderswo. Nicht die physische Nachfrage ist entscheidend, sondern das wiedererstarke Interesse der Finanzinvestoren. Viele von ihnen betrachten Investitionen in Rohstoffe als Schutz vor einem Dollarverfall. Infolge der Rettungseinsätze von Notenbanken und Regierungen ist inzwischen viel Liquidität im Markt, die sich auch wieder spekulative Engagement sucht.

      "Hot Money" ist unterwegs, flieht aus dem einst sicheren Hafen Dollar flugs hinein in die Vermögensklasse Rohstoffe. Laut Barclays Capital halten alleine Hedge-Fonds 13 Prozent aller Positionen im Rohstoffmarkt - so viel wie seit Mitte 2008 nicht mehr.

      Politik des starken Dollar und OTC-Regulierung

      Die Entwicklung ist besorgniserregend. "Hot Money" ist unstet, was die Gefahr großer Preis- und Wechselkursschwankungen mit sich bringt. Zudem sind steigende Rohstoffpreise Gift für die Konjunktur. Gerade die Amerikaner können Entlastung an der Tankstelle gut gebrauchen. Eine Preisspitze bei Rohöl und Benzin würde die Kauflust dämpfen - und eine Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft verzögern.

      Politik und Aufsichtsbehörden können auf die Entwicklung nur indirekt einwirken. Washington ist erst einmal angehalten, eine Politik des starken Dollar zu verfolgen. Statt wie die Vorgängerregierung Bush mit ihren Finanzministern Paul O'Neill und John Snow den Greenback schwach zu reden, müssen Präsident Barack Obama und Finanzminister Timothy Geithner verbal für einen stabilen Dollar eintreten. Einher sollte das mit einem Bekenntnis zur Haushaltsdisziplin.

      Der Kongress und die Terminmarktaufsicht CFTC sind - und langfristig gefordert. Mehr Transparenz schadet nie. Wöchentlich werden die Rohstoffpositionen der Finanzwelt offengelegt. Es fehlen aber wichtige Informationen. Die Kontrakte der Indexinvestoren beispielsweise werden nur für Agrarrohstoffe aufgeschlüsselt. Das sollte verfeinert werden.

      Die große Arbeit beginnt aber erst mit einer besseren Überwachung des außerbörslichen Handels. Gerade bei Öl läuft viel zwischen Banken über Swaps. Capitol Hill und die CFTC unter ihrem neuen Chef Gensler sollte Licht ins Dunkel bringen. Genslers Rede vor dem Kongress war jedenfalls hob sich jedenfalls erfrischend von dem Wall-Street-freundlichen Ausführungen seiner Vorgänger ab. Kein tristes Déjà-vu, sondern ein kleiner Neuanfang.

      Quelle: http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Rohstoff…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:01:17
      Beitrag Nr. 6.022 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.327.998 von Maraho am 05.06.09 12:48:57Kurzinfo ...

      «Spiegel»: Weniger Eigenkapital für Opel

      Hamburg (dpa) - Der Autozulieferer Magna und die russische Sberbank bringen bei der Übernahme von Opel zunächst nur 100 Millionen Euro an Eigenkapital ein. Das gehe aus der Absichtserklärung hervor, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Bislang hatte es geheißen, die beiden Partner engagierten sich mit 500 Millionen Euro. 400 Millionen stellen Magna und Sberbank den Angaben zufolge aber nur als zinsloses Darlehen zur Verfügung. Erst schrittweise solle der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden.

      © Die Welt
      erschienen am 06.06.2009 um 10:29 Uhr
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:19:04
      Beitrag Nr. 6.023 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.722 von Maraho am 06.06.09 10:24:56Nun ist die private Entschuldung, die ja von der Größenordnung zunächst noch marginal ist bei knapp 14 Billionen Dollar Gesamt-Privatverschuldung inkl. Hypotheken, nicht eine freiwillige Handlung der privaten Schuldner, sondern Ergebnis einer restriktiveren Geschäftspolitik beispielsweise der Kreditkartenfirmen, die wiederum aus der Not geboren ist.
      Nur wird diese marginale Privatentschuldung erkauft mit einem historisch einmaligen Verschuldungsexzess des Staates.
      Genau betrachtet sind auch die Staatsschulden nichts anderes als ausgelagerte Privatschulden und Schulden der Wirtschaft.
      Denn der steuer- und abgabenzahlende Bürger und jede Firma muss diesen drstischen Schuldenberg bedienen, mit Zins und Zinseszins.
      So gesehen steigen die "Privatschulden" nach wie vor drastisch.
      Bei vorraussichtlich 2 Billionen Dollar gesamtstaatlichen Neuschulden in diesem Haushaltsjahr (gegenwärtig sind es ja schon fast 1,4 Billionen seit Anfang Oktober 1008) entspricht diese zusätzliche, neue Schuldenlast 15% des Wertes aller Güter und Dienstleistungen der USA in diesem Zeitraum, die zudem auch noch in Höhe von rund einer Milliarde Dollar pro Tag aus dem Ausland geborgt sind. Manche mögen´s abenteuerlich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:32:14
      Beitrag Nr. 6.024 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.904 von Triakel am 06.06.09 11:19:04Guten Morgen (Tag) Triakel,
      danke Dir für die durchdachte Ausführung, der nichts hinzuzufügen ist!

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:39:45
      Beitrag Nr. 6.025 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.527 von Maraho am 06.06.09 09:12:20Noch etwas zu dieser "Reihe".
      Vielleicht etwas "schwülstig" geschrieben, aber doch recht treffend ...

      Schlächter im Schlachthaus

      Das einzige was man aus der Geschichte der Menschheit lernen kann: die Menschen lernen nichts daraus. Ob dies das Motiv ist, weshalb viele Menschen mit sperrangelweitem Gähnen reagieren, wenn man beginnt historische Begebenheiten in ein Gespräch zu flechten, darf natürlich bezweifelt werden. Aber unbewusst mag es bei diesen Geschichtshassern, die die historische Disziplin nur als tote Materie begreifen, durchaus mitspielen, gar nicht erst auf Geschichtliches eingehen zu wollen. Warum in der Geschichte stöbern, wenn der Mensch sowieso jeder Belehrung ausweicht? Warum heraufbeschwören, was längst das Zeitliche gesegnet hat? Warum annehmen, das Abgetretene würde das noch Zeitliche beeinflussen und belehren können? Und, weil wir ja in Zeiten der Funktionalität harren, warum sich mit geschichtlichen Schnickschnack belasten, weshalb den Kopf mit Daten und steinalten Ereignissen völlen, die man gar nicht braucht, die man nicht brauchen kann, weil sie keinen Nutzen bergen, weil sie eben nicht zur Verbesserung der aktuellen Zeit betragen, weil sie also keine Funktion haben?

      Ob die zeitgenössische Abkehr von der Geschichte eine Form des Zynismus ist, oder einfach nur stumpfes Desinteresse, gespeist aus den knoppschen Instant-Geschichtsgeschichtchen, soll an dieser Stelle nicht analysiert sein. Interessant ist die Ambivalenz unserer Zeit, die als Zeitalter des kollektiven Gedächtnis auftritt, die ritualisierte Gedenkveranstaltungen und Betroffenheitslyrik hervorbringt, gleichzeitig aber eine Entfremdung der Massen von der Geschichte forciert, ein Zeitalter des Vergessens wird. Geschichte ist das Feld einiger, man möchte fast sagen, verbeamteter Professoren, die am Fließband populär-gestaltete Historie präsentieren - Knopp als Prediger des halbgebildeten Intellektualismus, Springer als Lieferant hanebüchener Hitler-Wahrheiten! Derweil sich Massen von Menschen mit Geschichte nicht befassen wollen – die Gründe seien, wie gesagt, nicht weiter relevant -, berieselt man den Konsumenten mit Tütensuppen-Historie, die sich schnell aufreißen, aufwärmen und schlürfen läßt, letztlich aber keinen bleibenden Geschmack auf dem Gaumen zurückläßt. Zwischen Slip- und Tamponwerbung, ein kleiner Brühwürfel übersalzener Geschichtsstunde, ein wenig knoppsche Betroffenheitsmiene – Geschichtsstunde als ethische Kategorie!

      Natürlich, wenn man sagt, aus Geschichte sollte man lernen, dann ist das schon ein ethischer Maßstab. Aber die historische Berichterstattung, das was wirklich geschehen ist, wenn es dokumentarisch verarbeitet wurde, soll nur berichten – die Ethik, das was man heute populistisch ausstaffiert als „Nie wieder!“ von den Altären solcher Gedenkveranstaltungen herabpredigt, darf nicht der Berichterstatter postulieren. Der Betrachter, der dokumentarisch durch eine vergangene Zeit wandelte, kopfschüttelnd vielleicht, vielleicht auch schmerzvoll begreifend, wie es hat so weit kommen können, muß sich selbst moralische Lehren ersinnen. Geschichte selbst, das hat der öffentlich-rechtliche Geschichtsonkel Knopp als Bundesbetroffenheitsangestellter vergessen, ist ethisch unantastbar – sie berichtet nur. Moral kommt erst beim Betrachter ins Spiel, sofern er diese an sich heranlassen will, sofern ihm das Berichtete dazu anreizt.

      Dieses ritualisierte Kollektivgedächtnis, das sich wie ein religiöser Kult über die Geschichtsbetrachtung unserer Zeit stülpt, ist eine tote Masse. Geschichte erschöpft sich darin im Gedenkmarathon, es werden die immer gleichen Floskeln, die immer gleichen Erinnerungen aufgewärmt. Das alles ist per se ja erstmal nicht schlecht, aber man müßte daraus die richtigen Lehren ziehen. Doch genau daran krankt die historische Aufarbeitung – sie ist abgestumpft und liegt in Todeszuckungen, weil sie sich in ewiger Wiederholung ergießt, ohne dass diejenigen, die diesen Ritualen beiwohnen, konkrete Lehren daraus ziehen. Kurzum, das Herunterbeten der staatlichen Auffassung des Rückblicks, führt geradewegs zum unkritischen Diskurs. So wie die zum Dogma gewordene Homosexuellenausgrenzung seitens der katholischen Kirche zum zementierten Ritual wurde, gleichgültig ob es noch in diese unsere Zeit paßt oder nicht, so wie man eben Homosexuelle heute kirchlicherseits immer noch als krankhaft ansieht, weil man das bereits vor 500 Jahren so handhabte, so verfestigen sich auch die Riten des historischen Gedenkens. Auschwitz, Dachau, Buchenwald – Nie wieder! Und was heißt das genau? Was wird genau gegen eine Pogrom- und Hetzkultur gemacht, was wird gegen Konzentrationslager getan, die sich rund um den Globus immer noch oder immer wieder finden lassen? Es bleibt beim „Nie wieder!“, es bleibt beim ritualisierten Wort, bei diesem Amen des Betroffenheitskultes.

      Buchenwald. Dort wurde gestern erneut, selbstverständlich medienwirksam, dem Ritus gehuldigt. Politiker die gedenken; die aber nicht gedenken, sich der Lehren dieser widerlichen Ereignisse zu bedienen. Nie wieder! Aber wo ist der Aufschrei, wenn man Sterilisation für jene fordert, die angeblich als falsche Personen Kinder bekommen? Wo entrüstet man sich und zieht Konsequenzen, wenn Ärzte Kranke selektieren wollen? (Anm.: Gewiss, man wiederholt hier ständig die gleichen Dinge, aber dem Verfasser beschäftigen sie.) Ja, und wo, wo verdammt nochmal, steht jemand auf, gerne auch mitten im ritualisierten Gleichschaltungsgedenken, und empört sich darüber, dass ein US-Präsident an jenem Ort Gedenken mimt, während er Folterlager und –gefängnisse, diese moderne Variante des KZ, unter seiner Ägide weiterbestehen läßt? Wäre Geschichte wirklich belehrend, würde man sie in belehrender Form darbieten, wäre eine solche Reaktion beinahe schon Pflicht. Guantánamo ist oder wird geschlossen – aber das wäre so, als hätte man seinerzeit Dachau geschlossen und hätte die todbringende Arbeit anderen Lagern zugeschanzt.

      Sicher, Obama trägt nicht Seitenscheitel und Schnauzbart – darüber ist unsere Kultur hinweg. Den Einen, den Einzigen, den Führenden brauchen wir nicht mehr. Dieses Geschäft betreiben heute stinknormale Technokraten, sie lassen in ihrem Auftrag morden, blicken zumindest darüber hinweg, wenn gemordet wird. Und sie gesellen sich der Riten dieser Zeit zu, wandern eben durch Buchenwald, sind schwer betroffen ob dieser Erfahrung – was ja durchaus nachvollziehbar ist -, treten dezent geschminkt vor die Kameras und beten das ewige Credo herunter. Dass dieser Herr, der hier durch Deutschlands schlimmstes Kapitel wanderte, selbst immer noch nicht dieses „Nie wieder!“ an nahöstliche Folterkeller richtete, war nicht mal eines kleinen Zwischenrufes wert. Wenn der Schlächter im Schlachthaus lustwandelt, scheint das zur Normalität aktueller Geschichtsauffassung zu gehören. Gefolterte, ausgebeutete, mit dem Tod bedrohte KZ-Überlebende, nur zufällig Entkommene des Wahnsinns, mit dem derzeitigen Herrn einer unbekannten Anzahl von Konzentrations- und Folterlager zusammenzubringen, wird nicht einmal als geschmacklose Note begriffen, als Affront am Opfer. Nein, das erlaubt der Ritus nicht, die politische Korrektheit, die mehr und mehr moralisch inkorrekt wird, die sich einen Dreck um historische Lehren schert, hält real-ethische Äußerungen, die sich nicht nur auf das Ablesen von "Nie wieders!" beschränkt, für einen Frevel am Kult. Wir mimen das kollektive Gedächtnis und pflegen ein Zeitalter des unkritischen Vergessens. So kann Geschichte missbraucht werden: Man deutet in die Vergangenheit, psalmodiert „Nie wieder!“ und geht mit dieser moralischen Aufbauarbeit heran, eine ganz ähnliche Politik zu betreiben. Verdamme die teuflische Vergangenheit, damit die Teufeleien der Gegenwart nicht gar so teuflisch wirken! Seht her, wir haben die Hölle durchschritten, nie wieder wird es eine Hölle auf Erden geben! Aber das sage man mal jenem Zeitgenossen, der an einer Hundeleine, nackt durch Abu Graib geschleift und geprügelt wurde.

      Und, bevor es vergessen wird: Den Verfasser dieser Zeilen als antisemitischen Gesellen zu bezeichnen, als jemanden, der antisemitische Auswürfe tätigt, gehört zum Ritus. Auch das kritische Auseinandersetzen mit dem Geschehenen, sofern es nicht auf den befestigten Bahnen stattfindet, ist als Antisemitismus zu verstehen - egal was letztlich diesbezüglich gesagt oder geschrieben wurde.

      Quelle: http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/06/schlachter-im-sc…


      So, bis später denn ...
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:51:46
      Beitrag Nr. 6.026 ()
      moin @ all

      ein kleines Beispiel des pathologischen Systems ohne Chance auf Besserung oder Heilung des Patienten...

      Mattel muss Strafe zahlen ...http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/international/Ma… :laugh:

      so lange die "Wirtschaft" Strafzahlungen und Bußgelder an irgendwelche "Aufsichtsbehörden" leisten via Ablasshandel und deren Manager selten für ihre Gesetzesverstöße direkt von der Justiz zur Verantwortung gezogen werden -wie jedes andere kleine Sünderlein- ist von Tranzparenz, Vertrauen und Fairness überhaupt keine Spur zu entdecken.

      Ein frommer Wunsch von mir ist, daß Justizia sich selbst von Unterdrückung und Verschleppung von Ermittlungsverfahren befreit und wieder "Herr des Verfahrens" wird.
      Vom Gesetzgeber ist das wohl kaum zu erwarten. Es sei denn, er befreit sich von dieser ganzen Lobbyistenbrut und Interessenvertretern zu Gunsten der größeren Teile der Bevölkerung eines jeden Landes...
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:54:27
      Beitrag Nr. 6.027 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.333.076 von Groupier am 05.06.09 21:09:51Noch schnell etwas hierzu ...

      Wadan-Werften
      Staatshilfe verpufft wirkungslos

      Von Hendrik Ankenbrand und Johannes Ritter

      Es ist die Nachricht eines angekündigten Todes: Die Wadan-Werften mit Standorten in Wismar und Rostock haben am Freitag Insolvenz angemeldet. Das Schiffsbauunternehmen, das im strukturschwachen Mecklenburg-Vorpommern 2500 Menschen direkt und Tausende in den Zulieferbetrieben indirekt beschäftigt, ist zahlungsunfähig. Nach Informationen dieser Zeitung wollen die russischen Eigner, die Investmentgesellschaft FLC West, die 70 Prozent an dem Unternehmen hält, kein Geld mehr für die weitere Zwischenfinanzierung von zwei im Bau befindlichen Schiffen geben.

      Der Auftraggeber hatte seine Bestellung storniert. Derzeit hat Wadan noch zwölf Schiffe in seinem Auftragsbestand. Die letzte Auslieferung ist für das dritte Quartal 2010 geplant. Offiziell teilte die Wadan-Geschäftsführung am Freitag mit, dass „ungeklärte Fragen auf Gesellschafterebene zur Ablieferung von Schiffen“ dazu geführt hätten, dass „Anzahlungen von Kunden in dreistelliger Millionenhöhe für den Bau nicht abgerufen werden können“. Übersetzt heißt das wohl: Die Russen und die norwegische STX Europe Holding AS, die noch 30 Prozent an Wadan hält, haben aufgegeben – und zwar die Hoffnung auf weitere Staatshilfen in mehrstelliger Millionenhöhe.

      Reichlich Hilfen vom Staat

      Von denen sind erst in den vergangenen Monaten wieder einmal reichlich geflossen. Dass Wadan nicht schon gegen Ende des vergangenen Jahres zahlungsunfähig war, verdanken die russischen Neu-Eigner, die das Unternehmen erst im vergangenen Jahr gekauft hatten, allein der rot-schwarzen Landesregierung und dem Bund. Obwohl es bereits erhebliche Zweifel an der FLC West gab, gaben Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) dem Unternehmen einen 60-Millionen-Euro-Kredit, um die Zwischenfinanzierung der Schiffe im Bau zu sichern. In der deutschen Werftenindustrie ist es üblich, dass die Auftraggeber bei der Bestellung nur einen geringen Wert – etwa 10 bis 20 Prozent – der Kaufsumme anzahlen, der Rest wird je Bauabschnitt beglichen.

      Während Wadan von dem Kredit vertragsgemäß inzwischen 48 Millionen Euro wieder an das Land zurückgezahlt hat, ist an dessen Stelle als Retter in der Not im Februar der Bund getreten. Obwohl die russischen Eigner, die den Kaufzuschlag auch wegen angeblicher Neuaufträge des russischen Staatsunternehmens Gasprom erhalten hatten, seit ihrem Eintritt nicht einen einzigen neuen Auftrag präsentieren konnten, wanderten sie unter den Rettungsschirm der Bundesregierung. Die Werften erhielten die Zusage für Kredite von 180 Millionen Euro, die vom Bund verbürgt werden. Aus dieser Bürgschaft sind nach Informationen dieser Zeitung 167 Millionen Euro bereits gezogen. Währenddessen machten die Russen Hoffnung auf Aufträge für drei neue Schiffe, die angeblich kurz vor der Unterschrift stünden.

      „Das lief wie bei Guttenberg und Opel“

      Besonders im für die Werftenindustrie zuständigen Bundeswirtschaftsministerium, so ist zu hören, war das Vertrauen in die russischen Hoffnungsparolen gering. Trotzdem gab es grünes Licht für die Millionen-Bürgschaft, nachdem das Bundeskanzleramt Druck gemacht haben soll. „Das lief wie bei Guttenberg und Opel“, heißt es aus Regierungskreisen. Besonders Thomas de Maizière (CDU) habe die Entwicklung vorangetrieben.

      Angesichts der enormen Bedeutung der Werften in einem Landstrich, „in dem es sonst nichts gibt“ und in dem der Wahlkreis von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liege, sei die Ansage trotz des hohen Ausfallrisikos deutlich gewesen: „Wir machen das.“ Und die Regierung klotzte: Erst vor zwei Wochen gab sie noch eine Bürgschaft zur Absicherung eines Kredits in Höhe von 40 Millionen Euro. Dieser sei jedoch an Bedingungen geknüpft gewesen, versichert die maritime Koordinatorin der Bundesregierung, Dagmar Wöhrl (CSU), dieser Zeitung. Weil die Eigner diese Bedingungen nicht erfüllt hätten, werde auch kein Geld fließen. Auch sei momentan nicht angedacht, weitere Staatshilfen zu geben. Ein Hamburger Insolvenzverwalter soll nun nach einem neuen Investor für die Werften suchen. Das wird nicht einfach. Die Reedereien haben wegen der Wirtschaftskrise keinen Bedarf mehr an neuen Schiffen. Die Überkapazitäten sind gewaltig.

      Dass die beiden Werften in Wismar und Warnemünde überhaupt noch existieren, verdanken sie nur dem – in der Summe – milliardenhohen Einsatz von Steuergeldern. Nach der Wende gelang der „Verkauf“ dieser Betriebe nur mit einer gewaltigen staatlichen Mitgift. Die Wismarer Werft musste gleich zweimal gerettet werden: Sie landete zunächst in den Fängen der Werftengruppe Bremer Vulkan, die die Staatsgelder für andere Zwecke missbrauchte und in Konkurs ging. Weil man die strukturschwache Region industriell nicht austrocknen lassen wollte, flossen abermals dreistellige Millionenbeträge aus dem Staatssäckel bis die zweite Privatisierung gelang: 1998 kaufte Aker die Werft in Wismar, vier Jahre später den Betrieb in Warnemünde.

      Quelle: http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/…
      40 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 11:56:01
      Beitrag Nr. 6.028 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.009 von reimar am 06.06.09 11:51:46Guten Morgen, reimar. ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 12:22:12
      Beitrag Nr. 6.029 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.632 von Maraho am 02.06.09 13:21:42Noch dies aus der Schweiz ...

      Arbeitgeber-Direktor Daum sieht schwarz: Arbeitslosenquote steigt auf 5,7 Prozent

      Der Schweizerische Arbeitgeberverband zeigt sich angesichts der Wirtschaftskrise pessimistisch.

      Die Arbeitslosenquote werde im kommenden Jahr auf 5,7 Prozent ansteigen, sagte Direktor Thomas Daum im Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin» vom Samstag. «Ich befürchte eine Quote, die mit 1997 vergleichbar ist», sagte Daum. Mit den vorausgesagten 5,7 Prozent schätzt der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands die Lage dramatischer ein als das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Die Ökonomen des Bundes rechnen für 2010 mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent.

      Daum rechnet in nächster Zeit mit weiteren Hiobsbotschaften aus der Unternehmenswelt. Fälle wie jene des Genfer Luxus- Uhrenherstellers Franck Muller, der bis Ende Monat die Hälfte des Personals entlassen muss, werde es sicher «ein Mal pro Monat» geben. «Wir stehen aber nicht vor einer absoluten Katastrophe», relativierte Daum zugleich. Die Dauer der Krise sei indes nicht absehbar.

      Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Arbeitge…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 12:35:55
      Beitrag Nr. 6.030 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.677 von ArthurSpooner am 06.06.09 10:12:41Noch etwas aus Russland ...

      Kudrin rechnet mit Problemen bei Reform des IWF zum Jahr 2011

      ST. PETERSBURG, 06. Juni (RIA Novosti). Bei der Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird es nach Ansicht von Russlands Vizeregierungschef und Finanzminister Alexej Kudrin Probleme geben.

      "Die IWF-Mitgliedsländer werden diese Probleme bewältigen müssen", sagte Kudrin am Samstag auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, uns auf die damit verbundenen Fragen zum Januar 2011 zu einigen."

      Aber bereits jetzt schon sehe Russland viele Probleme, die auf diesem Weg entstehen würden. "Die USA sind noch nicht bereit, diesen Weg zu gehen, werden sich es aber anders überlegen müssen. Früher oder später werden wir an diesem Hindernis stolpern. Aber ich sehe einen Ausweg, den wir nutzen sollen."

      Kudrin erinnerte an der Notwendigkeit der Reform der globalen Finanzinstitute, wie dies auf dem G20-Gipfel im vergangenen April verkündet worden war. Aber für eine Änderung des Status des IWF sollten die Quoten der jeweiligen Länder gemäß der Stärke deren Wirtschaften umverteilt werden. "Der IWF soll zu einem Repräsentanten der führenden Wirtschaften werden. China hat weniger als mehrere europäische Länder wie die Schweiz oder Belgien. Wir sollen kühn die Frage danach stellen, den IWF zu einem realen Vertreter der führenden Wirtschaften zu machen", betonte der russische Finanzminister.

      Quelle: http://de.rian.ru/business/20090606/121892380.html …
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 12:40:23
      Beitrag Nr. 6.031 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.185 von Maraho am 06.06.09 12:35:55Was auch immer dies heißen mag ...

      Änderungen infolge der Krise werden auch politische Wandlungen nach sich ziehen

      ST. PETERSBURG, 05. Juni (RIA Novosti). Die ökonomischen Änderungen infolge der gegenwärtigen globalen Krise werden Wandlungen auch im politischen Bereich nach sich ziehen.

      Das sagte der Leiter der russischen Präsidialverwaltung, Sergej Naryschkin, am Freitag auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum. "Es liegt klar auf der Hand, dass die Welt nach der Krise in ökonomischer Hinsicht anders wird: Es gilt, eine andere Konstruktion zu finden, die die Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen auf dem Weltmarkt regulieren wird."

      Es sei offenkundig, dass diese Umgestaltung in der Wirtschaft auch gewisse politische Änderungen zur Folge haben werde, sagte Naryschkin.

      Quelle: http://de.rian.ru/world/20090605/121888911.html
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 12:50:08
      Beitrag Nr. 6.032 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.887 von Maraho am 04.06.09 13:54:56... und etwas in Bezug hierauf.

      Irakischer Widerstand ruft Obama zu Taten auf

      BAGDAD, 05. Juni (RIA Novosti). Der irakische Widerstand fordert US-Präsident Barack Obama auf, von Worten zu Taten überzugehen und eine angemessene Position zur „ niederträchtigen Okkupation“ einzunehmen.

      Das geht aus einer Erklärung des bewaffneten Widerstands im Irak hervor, die als Antwort auf die Rede Obamas an die islamische Welt abgegeben wurde.

      Präsident Obama wird scharf dafür kritisiert, dass er in seiner Rede vor Studenten in Kairo nicht einmal erwähnte, welchen ungeheuerlichen Preis der Irak für die Handlungen von George W. Bush und dessen Soldaten gezahlt hat.

      In der Erklärung wird jener Teil in der Rede des US-Präsidenten verspottet, in dem er die Zuversicht zum Ausdruck brachte, dass das irakische Volk heute viel besser als unter dem gestürzten Präsidenten Saddam Hussein lebe.

      „Die US-Okkupation warf den Irak in die vorindustrielle Ära zurück, und die Demokratie verwandelte sich für sein Volk in Morde, Verhaftungen, das Verschwinden von Menschen, die Schürung von ethnischen Fehden, der angedrohten Aufteilung des Irak, die Veruntreuung von Staatseigentum und die Verelendung des Landes“, heißt es.

      „Der neue US-Präsident soll nicht mit den heutigen käuflichen irakischen Behörden, die Obama in seiner Rede als Partner bezeichnete, sondern mit dem legitimen Vertreter des irakischen Volkes - seinem bewaffneten Widerstand - zusammenarbeiten“, wird betont.

      „Mit Obama soll die neue US-Administration einen Mechanismus für den Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak unter Berücksichtigung der legitimen Interessen des irakischen Volkes ausarbeiten“, steht es in der Erklärung des bewaffneten Widerstands im Irak.

      Durch kühne Entscheidung könnten die Vereinigten Staaten in der Region eine positive Rolle spielen und dem Irak zu Stabilität und Sicherheit verhelfen.

      Quelle: http://de.rian.ru/world/20090605/121881755.html

      Gibt übrigens auch eine Kommentierung über die Rede in Kairo:
      Obamas Rede an islamische Welt: Neues Schaufenster für Ladenhüter
      http://de.rian.ru/analysis/20090605/121885654.html

      So, jetzt aber wirklich ...
      43 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 12:55:48
      Beitrag Nr. 6.033 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.238 von Maraho am 06.06.09 12:50:08schaun mer mal,wie lange wir noch lesen und schreiben dürfen...

      http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hTngECj7F… :rolleyes::mad::cry::(
      41 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 13:04:44
      Beitrag Nr. 6.034 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.261 von reimar am 06.06.09 12:55:48@reimar,

      besonders vielsagend finde ich den Satz

      >"Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät", sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) der "Berliner Zeitung"<...
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 13:06:46
      Beitrag Nr. 6.035 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.261 von reimar am 06.06.09 12:55:48Dann treffen wir uns eben real und konspirativ ... :D
      Passend hierzu (ist zwar auf Österreich gemünzt, aber dennoch übertragbar auf unsere Verhältnisse) ...


      Partei als Sekte - Wie die meisten herkömmlichen Politiker zu deformierten Menschen werden.

      Die herkömmlichen Parteien sind schwer krank. Die Mitgliederzahlen haben sich in jüngster Zeit vielerorts halbiert. Während damit die Basisfinanzierung der Parteien wegbricht, verkommt die innerparteiliche Willensbildung zur gespenstischen Debatte, zumeist unter einer Hand voll Langzeitsfunktionären – mit verheerenden Auswirkungen aufs Führungspersonal.

      „Ein üblicher Spitzenpolitiker will sich auf Schwierigkeiten gar nicht einlassen. Er triff daher immer die gleichen 50 Leute aus seiner kleinen Parteienwelt, und das in aller Regelmäßigkeit, das ganze Jahr über. Sie sind für ihn wichtig, sie entscheiden über sein Zukunft. Ernsthafte Kontakte zu Menschen die von den Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft wirklich betroffen sind , sind hingegen dramatisch selten. Daher kam weitgehend das Gespür für die Massen abhanden , in denen die großen Parteien ja behaupten, dass sie sie vertreten“, analysiert Dietmar Ecker, SPÖ-Kommunikationschef des einstigen Kanzlers Victor Klima.

      Wer in solchen Parteikreisen überleben will, muss sich zunächst anpassen, wird verbogen und schließlich fast immer gebrochen, ehe er überhaupt als wichtiger Mandatar am politischen Gestaltungsprozess teilnehmen darf. Dabei geht fast zwangsläufig die Selbstachtung verloren, gleichzeitig wächst die Abhängigkeit, oft auch die Sucht nach Macht und Insignien.

      „Die Partei ist eine Sekte“, warnte mich schon 1999 Victor Klima. Folgerichtig bestimmen die Führer der nationalen Parteien allzu oft das Geschehen, gerade auch das Verhalten der Abgeordneten im Europäischen Parlament, die auf ihren Listen gewählt wurden. Nächtliche Anrufe aus der jeweiligen Hauptstadt nach Brüssel, zwecks inhaltlicher Weisung, sind eine Selbstverständlichkeit.

      Wer da „dran“ und „drin“ bleibt, verkommt viel zu oft zu einem deformierten Menschen. Abgeschottet in ihrer Kunstwelt, laden sich die Mitglieder der politischen Klasse am liebsten untereinander zum geselligen Beisammensein ein – mit Vorliebe auf Kosten der ahnungslosen europäischen Steuerzahler.

      Einfach losgelöst – da versperrt sich der Blick auf die gesellschaftliche Wirklichkeit. Die verloren gegangene Nähe zu tatsächlich Betroffenen kompensiert diese gegenwärtige Elite mit teuren Meinungsumfragen, welche die Volksstimmung oft sehr genau abbilden, aber vorallem zum Machterhalt eingesetzt werden. Unzählig oft bringen die Entscheidungsträger auch intern Dinge erst in Bewegung, wenn einflussreiche Medien sie beharrlich dazu antreiben.

      Kühl berechnend über die Europa-Politiker, egal ob Volksvertreter oder nationale Minister, immer wieder einen Doppelpart: Im Wahlkreis zuhause betonen sie, der Interessenswahrer der Region und des Mittelstands zu sein. In Brüssel folgen sie jedoch widerspruchslos den Vorgaben der Fraktionen, die oft den Regionen und kleingewerblichen Strukturen weiter schaden. Keiner merkt es, ihnen nützt es beiderorts. Wie Kinder beim Kartenspiel, ändern sie nicht selten während ihrer Sitzungen plötzlich die Spielregeln, wenn ihnen eine Niederlage oder auch nur ein Imageschaden droht. Sogar bereits getroffene Entscheidungen werden derart nachträglich ungeschehen gemacht. Das Hauptaugenmerk gilt bei solchen Gelegenheiten fast immer der eigenen Zukunft und damit den Möglichkeiten in der eigenen Fraktion und Partei.

      „Gewissen“ und „Unabhängigkeit“ bleiben in derartigen Regelkreisen notgedrungen Fremdworte von einem anderen Stern, eben aus der Welt der Nicht-Parteimitglieder.

      Der anhaltende Vertrauensverlust, die Glaubwürdigkeit – all dies ist innerhalb der Parteiwelten etwas Abstraktes, letztlich Unverstandenes.

      (Kronen Zeitung, Freitag, 5. Juni 2009, Seite 9)
      Quelle: http://hauptwort.at/2009/06/06/partei-als-sekte-wie-die-…

      Bis dann ...
      41 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 13:21:02
      Beitrag Nr. 6.036 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.261 von reimar am 06.06.09 12:55:48Noch eine Info hierzu ...

      Internet-Nutzung in Deutschland 2009

      Die erste Meldung zur ARD/ZDF-Online-Studie 2009 wurde heute veröffentlicht. Darin wurden erste Zahlen zur Internet-Nutzung in Deutschland in diesem Jahr veröffentlicht.

      Der Anteil der Internet-Nutzer in Deutschland ist auf 67,1 Prozent (2008: 65,1 Prozent) angestiegen. 43,5 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen sind online - 0,8 Millionen mehr als im Vorjahr. Die größten Wachstumspotenziale werden auch weiterhin von der älteren Generation ausgehen: 96,1 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 84,2 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil der Internet-Nutzer mittlerweile bei 40,7 Prozent. [...] Kennzeichnend für die aktuelle Internetentwicklung ist die stetig steigende Nachfrage nach multimedialen Inhalten. 62 Prozent (2008: 55 Prozent) aller Onliner rufen Videos, zum Beispiel über Videoportale oder Mediatheken, ab und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet. 51 Prozent (2008: 43 Prozent) hören Audiofiles wie Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen im Netz. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweit repräsentative ARD/ZDF-Online-Studie 2009, für die im März / April dieses Jahres 1806 Erwachsene in Deutschland befragt wurden.

      Mit den endgültigen Zahlen ist wie immer erst Anfang August zu rechnen.

      Quelle und mehr ... http://netzpolitik.org/2009/internet-nutzung-in-deutschla…
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      schrieb am 06.06.09 13:36:49
      Beitrag Nr. 6.037 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.288 von kevine1 am 06.06.09 13:04:44Tolle Typen, tolle Karrieren ...

      http://www.bundestag.de/mdb/bio/B/bosbawo0.html
      http://www.bundestag.de/mdb/bio/W/wiefedi0.html
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:01:13
      Beitrag Nr. 6.038 ()
      Nebenwirkungen hier und da?
      Fällt mir gerade so ein ... ;)

      REICHSTAG
      Wie kommt Koks aufs Klo?

      Rätselraten und Empörung über Rauschgiftfunde in 22 Toiletten der obersten Volksvertretung

      http://www.focus.de/politik/deutschland/reichstag-wie-k…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:06:36
      Beitrag Nr. 6.039 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.462 von Maraho am 06.06.09 14:01:13Es kann zu einer Kokainpsychose kommen, die durch paranoid wahnhafte Wahrnehmungsstörungen gekennzeichnet ist.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Kokain

      Würde einiges erklären ...
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:19:10
      Beitrag Nr. 6.040 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.344 von Maraho am 06.06.09 13:21:02 :look: Maraho,

      es wird immer schwieriger einfach zu leben; im doppelten Wortsinn...;)

      ICH lass mich jedenfalls nicht zu einer statistischen "Größe" degradieren und bin schnell ohne Medien, Politik und Wirtschaft glücklich zu machen :D

      Dazu gehört bloß Zeit und ´ne Partnerin, die das genauso sieht...:cool:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:27:02
      Beitrag Nr. 6.041 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.488 von Maraho am 06.06.09 14:06:36Und die Ruhe hier in diesem, unserem Land lässt sich vielleicht auch hierdurch erklären ...

      Medikamentenmissbrauch im Breitensport nimmt weiter zu
      http://de.news.yahoo.com/12/20090527/thl-medikamentenmissb…

      Medikamentenmissbrauch
      http://de.wikipedia.org/wiki/Medikamentenmissbrauch

      Geputscht in den Hörsaal
      http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/787/446523/text/ …

      Deutschland bei Alkohol-Konsum europäische Spitze
      http://www.epochtimes.de/articles/2007/11/12/195520.html…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:29:33
      Beitrag Nr. 6.042 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.541 von reimar am 06.06.09 14:19:10ICH lass mich jedenfalls nicht zu einer statistischen "Größe" degradieren und bin schnell ohne Medien, Politik und Wirtschaft glücklich zu machen

      Dazu gehört bloß Zeit und ´ne Partnerin, die das genauso sieht...


      Da sind wir schon zwei (vier)! ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:44:34
      Beitrag Nr. 6.043 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.589 von Maraho am 06.06.09 14:29:33nur manchmal ertapp ich mich beim tote Gäule zu reiten :laugh:

      so, nu aber zum Spargelhof meines Vertrauens nach Schäpe :lick:

      http://www.jakobs-spargel.de/
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 14:58:02
      Beitrag Nr. 6.044 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.629 von reimar am 06.06.09 14:44:34Schön da!
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 16:43:34
      Beitrag Nr. 6.045 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.333.229 von Groupier am 05.06.09 21:32:19So, nachdem ich mich mit lästigen Dingen beschäftigen mußte, habe ich wieder Zeit für Absonderlichkeiten.

      Diese Meldung finde ich doch reizend ...

      Staatsfinanzen
      Politiker warnen vor einem Schreckensjahr 2010

      Weil er Wirtschaft und Banken retten will, verschuldet sich der Staat dramatisch. EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) sieht die Gefahr einer Inflation heraufziehen. Finanzminister Peer Steinbrück sagt, die Bürger könnten froh sein, wenn 2013 wieder der Schuldenwert von 2005 erreicht werde.


      In der Politik wächst die Furcht vor einem finanziellen Desaster de Staates. Beamte im Bundesfinanzministerium rechnen angesichts der Krise für 2010 mit einer Staatsquote – also dem Anteil des Staates am Bruttoinlandsprodukt – von mehr als 50 Prozent. Grund dafür seien die Ausgaben für Rettungspakete für Banken und Unternehmen, aber auch die wegbrechenden Steuereinnahmen. Es werde Jahre dauern, bis die Staatsquote wieder auf ihren Wert von 44 Prozent wie vor der Krise sinkt, berichtet der „Spiegel“.

      Finanzminister Peer Steinbrück macht aus der dramatischen Entwicklung keinen Hehl. Die Menschen könnten froh sein, wenn 2013 wieder der Schuldenwert von 2005 erreicht werde, sagte er. Der Finanzminister schlug vor, jeweils die Hälfte künftiger Steuermehreinnahmen zum Abtragen der Kredite zu verwenden. Steuererhöhungen schloss er für die Zeit nach der Bundestagswahl aus. „Nein, das geht nicht“, sagte er der Rheinischen Post.

      Ein noch düsteres Bild zeichnet der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke. Schon 2009 werde die Nettokreditaufnahme des Bundes weit über den von Steinbrück eingestandenen 47 Milliarden Euro hinausgehen, sagte Fricke der „Wirtschaftswoche“. Er erwarte einen Wert von mindestens 90 Milliarden Euro. „Es ist durchaus möglich, dass die Grenze von 100 Milliarden Euro überschritten wird“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Haushaltsausschusses.

      So sei die Lage für die Bundesfinanzen im kommenden Jahr desaströs. „Im nächsten Jahr wird es noch schlimmer“, sagte Fricke. Bei steigender Arbeitslosigkeit werde der finanzielle Puffer der Bundesagentur für Arbeit von zuletzt rund 20 Milliarden Euro aufgebraucht. „2010 wird daher ein Schreckensjahr für den Staatshaushalt“, sagte er. Schon deshalb warne er die Bundesregierung vor allzu großzügigen Bürgschaften und Krediten zur Rettung von Unternehmen.

      Dass sich auch andere Nationen immer stärker verschuldeten nannte Fricke alarmierend: „Es baut sich eine weltweite Schuldenblase auf. Wenn die Zentralbanken nicht konsequent und rechtzeitig gegensteuern, gibt es ab nächstem Jahr eine Rückkehr der Inflation.“

      Auch EU-Industriekommissar Günter Verheugen warnte im „Hamburger Abendblatt“ vor Inflation für den Fall, dass die Regierungen ihre in der Krise aufgehäuften Schulden nicht anschließend rasch abtragen: „Ich sehe keine Gefahr für die Stabilität des Euro, wenn die nationalen Regierungen wie vorgeschrieben und von allen versprochen nach der Krise die Schuldenlast energisch abbauen. Tun sie das nicht, besteht große Inflationsgefahr.“

      Forderungen aus Frankreich nach einer Lockerung des Euro-Stabilitätspakts wies Verheugen zurück. „Wie sich gezeigt hat, ist das jetzige System flexibel genug, um den Staaten auch in einer noch nie da gewesenen Krisensituation angemessene Reaktionen zu erlauben“, sagte er.

      Quelle: http://www.welt.de/politik/article3873095/Politiker-warne…
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      schrieb am 06.06.09 16:52:06
      Beitrag Nr. 6.046 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.297 von Maraho am 06.06.09 13:06:46Ach, Herr Müntefering, mir wird schlecht.
      Wer sorgt denn dafür? Und im übrigen: Da es auf der anderen Seite schon übervoll ist, schlägt das Pendel langsam zurück!

      Europawahl
      Müntefering warnt vor der "rechten Pest"

      Nach dem Wahlsieg der rechtspopulistischen niederländischen Freiheitspartei hat Franz Müntefering vor rassistischen Tendenzen in Europa gewarnt. Der SPD-Chef rief dazu auf, alles zu tun gegen „die rechte Pest, die in Europa beginnt, sich wieder breitzumachen". Die Anhänger seiner Partei ermahnte er zum Schlussspurt.

      Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering rief dazu auf, die „rechte Pest“, die es auch in Deutschland geben, mit Macht zu bekämpfen. „Eine solche Politik versucht im Sinne alter rassistischer Ideen, Probleme auf Minderheiten zu drücken.“ Müntefering spielte damit auf die niederländische Freiheitspartei (PVV) des Filmemachers Geert Wilders an.

      Die Rechten wollten den Menschen einreden, dass Minderheiten für die derzeitigen Probleme verantwortlich seien, kritisierte der SPD-Chef. In Deutschland und in Europa dürfe niemand wegen seiner Hautfarbe Religion Angst haben müssen oder beiseitegeschoben werden. Alle Menschen, in Deutschland, in Europa und außerhalb Europas „sind uns gleich viel wert“, betonte er.

      Weiterlesen: http://www.welt.de/politik/article3873595/Muentefering-…
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      Avatar
      schrieb am 06.06.09 17:00:19
      Beitrag Nr. 6.047 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.423.685 von Maraho am 22.01.09 05:13:58Es ist ein Hohn. Den Brasilianern sei es gegönnt ...
      Wir setzen hier am besten wieder Dampflokomotiven ein. Das hätte wenigstens auch wieder etwas!


      Geringere Baukosten
      Brasilien will Billig-Version des Transrapid

      Die deutsche Magnetschwebebahn könnte außer in China bald in Brasilien und in weiteren Ländern gebaut werden. Dies berichtet der der Chef der Transrapid-Testanlage im Emsland. Hintergrund: Transrapid-Trassen werden deutlich billiger. Dafür hat eine deutsche Firma die Konstruktion verändert.


      Für den Transrapid gibt es nach Aussage von Rudolf Schwarz, dem Chef der Testanlage im Emsland, neue Interessenten. Potenzielle Käufer aus Brasilien, den USA, Großbritannien, China und dem Nahen Osten würden den Bau einer Transrapid-Strecke prüfen, sagte Schwarz der „Wirtschaftswoche“.

      Seit dem 27. Mai testeten vier der potenziellen Käufer die Magnetschwebebahn im Emsland. Zwei der ausländischen Projekte bezeichnet Schwarz als „sehr realistisch“. Bei einem davon beginne noch im Juni 2009 das Ausschreibungsverfahren.

      Für das neue Interesse macht Schwarz auch die gesunkenen Baukosten verantwortlich. Der bayerische Baukonzern Max Bögl, der den auf Betonsäulen lagernden Fahrweg konstruiert, habe ein billigeres Verfahren zur Herstellung der Trasse entwickelt.

      Dadurch würde die Magnetschwebebahn um bis zu 30 Prozent billiger als in Shanghai, wo die weltweit einzige kommerzielle Transrapidstrecke steht, sagte ein Bögl-Sprecher dem Magazin.

      Die Transrapid-Bauer ThyssenKrupp und Siemens hatten nach dem Scheitern der Magnetschwebebahn-Pläne in München ihre Anstrengungen um das Vorhaben deutlich reduziert.

      Die gemeinsame Projektgesellschaft Transrapid International (TRI) der beiden Unternehmen ist inzwischen aufgelöst worden.

      Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article3872905/Brasilien-wi…
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      Avatar
      schrieb am 06.06.09 17:13:19
      Beitrag Nr. 6.048 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.677 von ArthurSpooner am 06.06.09 10:12:41Sie lassen nicht mehr locker ...

      Chinesischer Yuan
      Russland befeuert Debatte um neue Weltleitwährung

      In zehn Jahren zu einer Weltleitwährung? Russland hält einen Aufstieg des chinesischen Yuan als Alternative zum US-Dollar für möglich. Die Debatte um eine neue Leitwährung bekommt damit neuen Zündstoff - und das obwohl die Chinesen selbst gar nicht wirklich eine Ablösung der US-Währung anstreben.


      HB ST. PETERSBURG. Russland hält einen Aufstieg des chinesischen Yuan zu einer neuen Weltleitwährung innerhalb von zehn Jahren für möglich. Zunächst müsse China seine Wirtschaft liberalisiert und den Yuan voll konvertibel machen, sagte der russische Finanzminister Alexej Kudrin am Samstag auf einem Wirtschaftsforum in St. Petersburg. "Das kann zehn Jahre dauern, aber dann gäbe es eine hohe Nachfrage nach Yuan, was der schnellste Weg zur Bildung einer neuen Weltleitwährung wäre. Darüber sollte China nachdenken."

      Mit seinen Worten heizt Kudrin die Diskussion um eine neue Weltleitwährung erneut an. Russland fordert bereits seit längerem eine Alternative zur US-Währung. China hatte die Debatte um die Ablösung des Dollar als dominierende Reservewährung angestoßen und eine verstärkte Nutzung der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeschlagen. Experten zufolge strebt China nicht wirklich eine Ablösung des Dollar als Leitwährung an. Vielmehr solle der politische Druck auf Amerika erhöht werden, damit die USA nicht weiter auf eine Aufwertung des Yuan dringen.

      Quelle: http://www.wiwo.de/finanzen/russland-befeuert-debatte-um-…
      440 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 17:36:41
      Beitrag Nr. 6.049 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.299.335 von Maraho am 02.06.09 05:50:42In Bezug.

      Staatshilfe
      Inzwischen 1238 Anträge für Mittel aus KfW-Programm

      Das zunächst schleppend angelaufene KfW Sonderprogramm 2009, das ein Volumen von 40 Milliarden Euro für Unternehmenskredite an mittelständische und Großunternehmen bereitstellt, wird zunehmend besser angenommen.

      Bis Ende Mai lagen 1238 Anträge mit einem Kreditvolumen von knapp fünf Milliarden Euro vor, berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf interne Unterlagen des Bundeswirtschaftsministeriums.

      Bewilligt wurden bislang 399 Anträge mit einem Volumen von 824 Millionen Euro. Dabei floss der Großteil von 582 Millionen Euro in Investitionen von Mittelständlern, 126 Millionen Euro wurden für Investitionen von fünf Großunternehmen genehmigt. Dagegen wurden insgesamt 213 Anträge im Volumen von 167 Millionen wurden abgelehnt.

      Zu beobachten sei ein Trend weg von Investitionsgeldern, hin zu reinen Betriebsmittelkrediten, weil die Liquidität schwindet. Auch die Nachfrage nach Bürgschaften ziehe an.

      Quelle: http://www.wiwo.de/politik/inzwischen-1238-antraege-fuer-m…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 18:52:10
      Beitrag Nr. 6.050 ()
      ....komme gerade aus einem Pflegeheim-Besuch zurück + muss mal wieder sagen,dieser Tread ist SPITZE...;)
      Sollen wir nicht einen Zuschuss zur politischen Bildung aus dem Konjunkturprogramm beantragen?????:D:D:D oder wir gründen das "Maraho-Bildungswerk gegen gesellschaftliche Verdummung"....;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 18:52:55
      Beitrag Nr. 6.051 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.728.293 von Maraho am 09.03.09 12:51:42Die Engländer können es gebrauchen ...

      Island zahlt erste Auslandsschulden zurück

      Nach dem Zusammenbruch isländischer Banken im Oktober 2008 zahlt die Regierung jetzt einen Kredit an Grossbritannien zurück.

      Island überweist der Regierung in Grossbritannien den Kredit von 2,3 Milliarden Pfund (3,9 Milliarden Franken) zurück. Dies teilte das britische Finanzministerium mit.

      Das Geld hatte die britische Regierung im vergangenen Jahr für Sparer bereitgestellt, die bei der Bank Icesave angelegt hatten und nicht an ihr eingefrorenes Geld kamen. Das isländische Bankensystem war im Oktober 2008 wegen der Finanzkrise zusammengebrochen und vollständig verstaatlicht worden.

      In Grossbritannien waren rund 300'000 Privatkunden von Icesave, einer Tochter der Landsbanki, betroffen. Der Fall hatte auch die Beziehungen zwischen London und Island belastet.

      Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Island-z…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 19:00:42
      Beitrag Nr. 6.052 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.956.041 von Maraho am 11.04.09 12:36:15In Bezug. Weil sie schlau sind?

      GELDANLAGE
      Mini-Inflation treibt Realzinsen in die Höhe
      Von Kai Lange

      Nur zwei Prozent fürs Tagesgeld: Auf den ersten Blick sind die Zinsen so niedrig wie lange nicht mehr. Dabei kann sich das Sparen durchaus lohnen, denn die Mini-Inflation sorgt für rekordverdächtige Realzinsen. Trotzdem schichten viele Anleger in Aktien um - und gehen damit voll auf Risiko.

      Weiterlesen ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628788,00.html …
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 19:56:55
      Beitrag Nr. 6.053 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.321.784 von Maraho am 04.06.09 18:12:39In Bezug. Siehe dazu auch den Beitrag #5958 von kevine auf Seite 596.

      Lettland
      Riesenangst vor dem Euro-Schock

      Lettland ist fast pleite. Schon bald könnten die Osteuropäer gezwungen sein, ihre Währung vom Euro zu entkoppeln. Für viele Bürger wäre das eine Katastrophe.


      Nach der Verschärfung der Währungskrise in Lettland nehmen die Sorgen vor einem Übergreifen auf andere Staaten Osteuropas zu. „Es besteht die Gefahr, dass die gesamte Region in Mitleidenschaft gezogen wird,“ warnte Dariusz Filar, Mitglied im geldpolitischen Entscheidungsgremium der polnischen Zentralbank, am Freitag am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Warschau.

      EU-Währungskommissar Joaquin Almunia betonte, die Europäische Kommission beobachte die Situation in dem EU-Mitgliedsstaat genau. Wenn die Regierung in Riga die richtigen Reformen einleite, werde sich die EU aber dafür einsetzen, ein Ausweiten der Krise auf die Nachbarstaaten zu vermeiden. Schwedens Finanzminister Anders Borg forderte weitere internationale Hilfsprogramme für Lettland. „Wir brauchen Erfolge bei den Verhandlungen, und es muss schnell gehen.“

      Kredite in Euro, nicht in Lat

      Die Krise in Lettland hat sich in dieser Woche massiv zugespitzt, nachdem eine Emission von Staatsanleihen fehlgeschlagen war. Die Regierung kämpft derzeit gegen eine Abwertung der Landeswährung Lat zum Euro und musste bereits mehrmals am Devisenmarkt intervenieren. Viele Bürger des Landes haben sich vor der Finanzkrise in der Gemeinschaftswährung verschuldet und drohen bei einer Verteuerung des Euro in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten – nach Einschätzung von Analysten lauten fast 90 Prozent aller Kredite auf Euro. Wichtigste Kreditgeber sind dabei schwedische Banken wie die Swedbank oder SEB.

      Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben dem EU-Land 2008 einen Notkredit über 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Allerdings wird ein Teil des Geldes seit März zurückgehalten, weil die lettische Regierung mit ihrer Haushaltskonsolidierung nicht schnell genug vorankommt. Ein IWF-Vertreter mahnte nun weitere Anstrengungen Lettlands an. „Es ist eine Herausforderung, aber wir denken, dass die Regierung in Riga bereit ist, sie zu meistern.“

      Der Ratingagentur Fitch zufolge benötigt Lettland dringend zusätzliche Hilfen, um die Währungsanbindung des Lat zum Euro aufrechtzuerhalten. Der Lat darf sich dabei nur um ein Prozent verteuern oder verbilligen. Allerdings wurde zuletzt die Liquidität knapp, die für ihre Interventionen am Devisenmarkt nötig ist. Sollte die Währung an Wert verlieren, dürfte das nach Einschätzung von Experten die Rückzahlung von Auslandsschulden deutlich erschweren und die Insolvenzen stark ansteigen lassen.

      Die Angst vor einer Kettenreaktion

      Lettlands Ministerpräsident Valdis Dombrovskis bekräftigte, dass seine Regierung keine Abwertung des Lat plane. Das Thema habe bei Gesprächen mit EU und IWF nicht auf der Tagesordnung gestanden. Sollte Lettland seine Landeswährung abwerten, könnten damit nach Einschätzung von Experten andere osteuropäische Währungen ebenfalls unter Druck geraten, allen voran die der baltischen Staaten Litauen und Estland.

      In Person von Filar äußerte sich nun erstmals ein polnischer Notenbanker öffentlich über eine Bedrohung Osteuropas durch die Krise in Lettland. Polen hat in der Vergangenheit stets die Stärke seiner eigenen wirtschaftlichen Fundamentaldaten hervorgehoben und das Risiko von externen Belastungsfaktoren heruntergespielt. Lettland wurde von der weltweiten Rezession besonders hart getroffen. Die Regierung geht in diesem Jahr von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 18 Prozent aus.

      Quelle: http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/lettlan…
      25 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:01:03
      Beitrag Nr. 6.054 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.327.998 von Maraho am 05.06.09 12:48:57Täglich frisch auf den Tisch. Wieder Opel ...

      Opel
      Deutsche Staatshilfe fürs Ausland

      Das Gezerre um Opel geht weiter: Laut einem Gutachten ist die Sanierung plausibel aber riskant. Zudem bleiben die Staatshilfen nicht in Deutschland. Finanzexperte Däke warnt vor einem Milliardengrab.

      Weiterlesen ... http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/opel-deu…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:05:48
      Beitrag Nr. 6.055 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.250 von Birgit.Tersteegen am 06.06.09 18:52:10Danke Dir, aber wie ich schon einmal schrieb, ohne euch wäre das hier alles nichts! :kiss:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:17:55
      Beitrag Nr. 6.056 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.325.274 von Maraho am 05.06.09 06:16:47Weiterführend ...

      BUNDESTAG: Die Bankenaufsicht und der „große Knall“
      Im HRE-Untersuchungsausschuss zeigt sich die Ohnmacht des Staates in der Globalisierung


      BERLIN - Dass bei der Münchner Pleite-Bank Hypo Real Estate (HRE) vieles im Argen lag, wusste die deutsche Bankenaufsicht auch schon vor dem Beginn der Finanzkrise im September 2008. Die EDV funktionierte nicht richtig, und auch das Risikomanagement ließ zu wünschen übrig. Das berichteten Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestern dem Untersuchungsausschuss des Bundestags, der die Vorgänge um die Beinahe-Pleite der HRE klären will.

      Doch was tun? Mehr als Ermahnen und Fristen setzen konnten die staatlichen Aufseher nicht tun, wie BaFin-Mitarbeiter Stefan Schrader gestern den Abgeordneten mitteilte. Hinzu kam auch noch, dass die Hypo Real Estate ihr Pfandbrief-Geschäft über eine Tochtergesellschaft in Irland betrieb und die deutsche Bankenaufsicht dort keine Kontrollrechte hat. Auch wenn nach Schraders Worten jeder wusste, dass bei Problemen in Irland auch die deutsche Muttergesellschaft „mit in den Strudel gerissen würde“, habe man auf diese Gefahr nicht reagieren können. Die irische Finanzaufsicht schien sich für die Pfandbrief-Geschäfte der HRE-Tochter auch nicht besonders zu interessieren. Offenbar vertraute sie darauf, dass im Ernstfall die deutsche Muttergesellschaft einspringen würde. Erstaunt nahmen viele Abgeordnete gestern zur Kenntnis, wie machtlos der Staat gegenüber der globalisierten Finanzwelt sein kann.

      Die HRE wird derzeit nur mit Garantien und Finanzhilfen von mehr als 100 Milliarden Euro am Leben gehalten. „Wir haben nicht vorausgesehen, dass es zum großen Knall kommt“, räumte BaFin-Prüfer Schrader gestern vor dem Ausschuss ein. Zwar habe man es für riskant gehalten, dass die HRE ihr langfristiges Pfandbrief-Geschäft fast nur über kurzfristige Kredite finanzierte, doch habe man keine Möglichkeit gesehen, die HRE zur Änderung ihres Geschäftsmodells zu bringen.

      Entscheidend für die Beinahe-Pleite der HRE sei dann die Insolvenz der New Yorker Bank Lehman Brothers Mitte September 2008 gewesen, in deren Folge das Kreditgeschäft zwischen den Banken über Nacht vollkommen aufhörte. Die HRE, die im Durchschnitt jeden Tag neue Kredite in Höhe von vier Milliarden Euro benötigte, bekam plötzlich kein Geld mehr.

      FDP, Linke und Grüne wollen vor der Bundestagswahl auch noch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) vor den Ausschuss zitieren. Die Opposition will ihm nachweisen, dass er zu spät auf die Krise der HRE reagiert hat. (Von Joachim Riecker)

      Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11525004/4…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:26:20
      Beitrag Nr. 6.057 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.840 von Maraho am 04.06.09 13:49:10Etwas zu den Fortschritten bei der Regulierung von Hedgefonds ...

      Gesetzesentwurf aus Conneticut gegen Hedgefonds gescheitert
      von Michaela Sprenger

      New York (BoerseGo.de) - Die Hedgefonds-Industrie hat einen neuen Regulierungsversuch abwenden könne. Ein Gesetzesentwurf aus Conneticut, durch dass Regulierungen und mehr Transparenz bei Hedgefonds eingeführt werden sollte, wurde Medieneberichten zufolge vom Repräsentantenhaus in den USA abgeschmettert.

      Quelle: http://de.biz.yahoo.com/05062009/389/gesetzesentwurf-conn…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:35:07
      Beitrag Nr. 6.058 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.325.339 von Maraho am 05.06.09 07:15:08Ergänzend (zum Beitrag vom 5.6.).
      Jenseits von gut und böse, der Herr Minister ...
      Durch ständige Wiederholung wird es so auch nicht eintreffen.


      Nötig ist deshalb, die jungen Leute gut auszubilden
      Scholz rechnet trotz Krise bald mit Vollbeschäftigung

      Berlin (ddp). Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) rechnet trotz der Wirtschaftskrise bald mit Vollbeschäftigung in Deutschland. «Bald - im nächsten Jahrzehnt - wird es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften geben, weil wir nicht genug Junge haben», sagte Scholz dem «Berliner Kurier am Sonntag» laut Vorabbericht. Nötig sei deshalb, die jungen Leute gut auszubilden. «Wenn wir es schaffen, dass jeder mit Anfang 20 entweder eine Berufsausbildung oder Abitur hat, werden die Unternehmen ausreichend qualifizierte Arbeitnehmer finden», sagte er, «dann können wir uns dem Ziel der Vollbeschäftigung wieder deutlich nähern.» Der Minister mahnte, es dürfe nicht dabei bleiben, dass jedes Jahr weiterhin 80 000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule verließen. «Das ist der Boden für künftige Arbeitslosigkeit», betonte er. (ddp)

      Quelle: http://www.pr-inside.com/de/scholz-rechnet-trotz-krise-…
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:46:27
      Beitrag Nr. 6.059 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.258.861 von Maraho am 27.05.09 06:22:03Ergänzend.

      Inkassoverband rechnet mit Rekordzahl an Unternehmenspleiten

      Düsseldorf - Die Verschlechterung von Kreditbedingungen in Deutschland wird nach Prognose des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen zu deutlich mehr Unternehmenspleiten in diesem Jahr führen. Dabei spielten die Banken, eine wesentliche Rolle, kritisierte Verbandspräsident Wolfgang Spitz in der «Wirtschaftswoche» laut Vorabmeldung.

      Viele Hausbanken betrieben eine rigorose Kreditpolitik, kritisierte Spitz. «Die Banken kürzen Kreditlinien von jetzt auf gleich.» Er befürchtet einen starken Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Statt durchschnittlich 29.000 Fälle pro Jahr erwartet der Verband für 2009 einen Anstieg auf 35.000 Insolvenzen. 2010 rechnet Spitz mit einer Rekordmarke von 40.000 Insolvenzen.

      Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Unternehmensinsolvenzen bezifferte der Verbandspräsident für 2009 auf 40 Milliarden Euro und für 2010 auf 50 Milliarden Euro. «Die Welle des Insolvenz-Tsunamis baut sich gerade auf», wurde Spitz zitiert.

      Quelle: http://www.net-tribune.de/nt/node/2476/news/Inkassoverba…
      4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:48:41
      Beitrag Nr. 6.060 ()
      Mir ist bei diverser Lektüre in den großen Zeitungen an diesem Wochenende aufgefallen, dass die guten Journalisten querbeet kapiert haben, dass der Kapitalismus ein Kettenbrief ist, der mit Konjunkturpaketen nicht fortgesetzt werden kann - von SZ, Zeit, FAZ, Cicero. Da entsteht langsam richtig Druck.

      Der lesende Bürger hat das auch weitgehend verstanden.

      Nur unsere Wahlkampf-Marionetten in der Regierung behandeln die Finanzkrise noch als Betriebsunfall.

      In diesem Zusammenhang noch ein SPIEGEL-Zitat des Nobelpreisträgers Robert Solow auf die Frage:

      „Können Sie erklären, was passiert ist?"

      geantwortet haben soll:

      „Nein, ich glaube nicht, dass normales ökonomisches Denken bei der Erklärung dieser Krise helfen kann."

      Da sind wir uns ja längst einig, aber ich wollte meinen Eindruck mal updaten...

      Steinbrück allerdings hört sich in den letzten News schon leicht panisch an.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 20:58:03
      Beitrag Nr. 6.061 ()
      «Die Banken kürzen Kreditlinien von jetzt auf gleich.»

      Euler Hermes macht das auch mit den Kreditversicherungen.
      In meiner Firma erhielten wir eingehend per Fax 2.5. Mitteilung, dass für Firma XY das Limit per 1.5. halbiert worden sei. Laster war schon en route...
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:01:01
      Beitrag Nr. 6.062 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.594 von kevine1 am 06.06.09 20:48:41Mir ist bei diverser Lektüre in den großen Zeitungen an diesem Wochenende aufgefallen, dass die guten Journalisten querbeet kapiert haben, dass der Kapitalismus ein Kettenbrief ist, der mit Konjunkturpaketen nicht fortgesetzt werden kann - von SZ, Zeit, FAZ, Cicero. Da entsteht langsam richtig Druck.

      Wobei es sich hierbei um eine recht späte Erkenntnis handelt.
      Verpennt haben sie ja genug, die Damen und Herren Journalisten.

      Steinbrück allerdings hört sich in den letzten News schon leicht panisch an.

      Ist dies verwunderlich? :D
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:05:44
      Beitrag Nr. 6.063 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.631 von Maraho am 06.06.09 21:01:01Oder sie durften ihre Meinung nicht äußern.
      Was ich mir aber nicht vorstellen kann. ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:13:40
      Beitrag Nr. 6.064 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.643 von Maraho am 06.06.09 21:05:44Der eine oder andere hat vielleicht was geahnt, aber erstmal abwarten wollen, was die anderen so meinen.;-)
      Wie gesagt, es herrscht Druck überall - auch dort.
      Es möchte keiner ins Fettnäpfchen treten.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:27:17
      Beitrag Nr. 6.065 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.631 von Maraho am 06.06.09 21:01:01@ Kevine und andere Interessierte,

      "Steinbrück allerdings hört sich in den letzten News schon leicht panisch an."

      Das ist doch auch kein Wunder! Über die Arcandor Krise dürfte
      Sal. Oppenheim erheblichst in Schieflage geraten (persönliche Vermutung). Auch wenn der Geschäftssitz inzwischen offiziell
      nach Luxemburg verlegt wurde, ist eine Krise bei Sal.Oppenheim
      die Zündung der Phase 2 der Bankenkrise in Deutschland. Dafür sind
      die Krockows immer noch zu dick im Geschäft.
      Erinnert stark an die Ereignisse um die Danat-Bank 1931, die über die Bremer Wollkämmerei in den Abwärtsstrudel gerissen wurde. Deswegen wird auch Arcandor gerettet werden müssen, auch wenn das dem CDU Mann Cordes von Metro gar nicht passt und der Lehrling Wirtschaftsminister, dieser Baron aus Bayern, wie ihn die Sozis nennen, gerne an Arcandor ein marktradikales Exempel statuieren
      möchte. Wird aber wegen Sal. Opp. nicht gehen!
      Gruß Windei
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:33:28
      Beitrag Nr. 6.066 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.663 von kevine1 am 06.06.09 21:13:40Es möchte keiner ins Fettnäpfchen treten.
      Und genau dieses Risiko müßten sie auf sich nehmen, um als Journalisten der Demokratie und deren Fortschritt gerecht zu werden.

      Oder habe ich da etwas nicht verstanden? :rolleyes:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:40:43
      Beitrag Nr. 6.067 ()
      So, zum Schluß (meinerseits) noch ein etwas anderer Wochenrückblick und dann ...

      pOPELige Milliarden

      Nun ist er wieder fort, Heilland Obama. Ob er übers Wasser gehen konnte, wissen wir immer noch nicht, aber die Spekulationen darüber reißen nicht ab, solange jedenfalls sein Teleprompter funktioniert. Obama ist weg, und die Alltäglichkeiten des Lebens kehren zurück. Man sich jetzt wieder ausgiebig über Opel, General Motors und Arcandor unterhalten...


      Gibt es ein Leben nach Arcandor?

      Oh! Schwierige Frage. Dort, wo Karstadt in den letzten Jahren das soziale Zentrum manch einer Stadt geworden ist, scheinen die Befürchtung der Bürgermeister berechtigt zu sein. Wo kauft man künftig ein? Wo ratscht man über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens? Vor welchem Eingang übernachten in der kalten Jahreszeit die Obdachlosen? Wir sind Karstadt. Nein Herr Eick, diese Idee hatte ich. Ich sollte sie schützen lassen, muss mich aber dazu beeilen. In wenigen Tagen soll angeblich Schluss sein. Deutschland als karstadtfreie Zone? Und das mitten im Wahlkampf. Der Konzern zahlt jetzt schon keine Mieten mehr.

      Man darf sich fragen, welche Rolle Herr Eick bei Arcandor spielt. Seit er seinen warmen Sessel als Finanzchef der Telekom mit dem von Arcandor getauscht hat, wickelt er eigentlich nur noch ab. Mit seinen gute Kontakten nach Berlin hat er vielleicht gute Chancen auf staatliche Hilfe. Ist er Abwickler? Geldbeschaffer? Marionette? Nachdem wir erfahren haben, das Thomas Middelhoff das Unternehmen „fast besenrein“ übergeben hat, ergab eine zweite Prüfung, dass Arcandor vollkommen verschmutzt war. Und auch an der Börse diskutiert man über Schmutz, der mit Middelhoff`schen Besen bewegt worden sein könnte. Sicherlich ist es an der Grenze der Böswilligkeit auch noch zu vermuten, dass persönliche Interessen eine Rolle gespielt haben könnten.

      Arcandor hat damals unter Middelhoff und mitten in der Not seine Immobilien für 4,5 Mrd. Euro an Highstreet verkauft. Dahinter stecken zu 51% Whitehall (Goldman Sachs) und PREEF (Konsortium um die Deutsche Bank). Die Mietverträge haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Kostenpunkt: 280 Mio. Euro jährlich. Zudem zahlt Arcandor jährlich 42,6 Mio. Euro für fünf Standorte, die Eigentum eines vom Bankhaus Sal. Oppenheim aufgelegten Fond sind.

      Einer der größten Fonds-Zeichner ist Thomas Middelhoff selbst.
      Am Warenhaus in Potsdam haben er und sein Frau zusammen sogar gut 23 Prozent gezeichnet! Während Middelhoff den Karstadt-Mitarbeitern schon in seiner Amtszeit erhebliche Beiträge zur Sanierung des Konzerns abverlangt hatte, blieben die Mieten bislang unangetastet. (Quelle )


      pOPELige Milliarden

      Erinnern Sie sich, als Opel damals nach läppische 500 Millionen Euro Hilfe bettelte? Man gab sie dem Autobauer nicht. Dafür steht der Staat nur mit rund 17 Milliarden gerade. Ja, es ist Wahlkampf, und einer der teuersten dazu. General Motors bekommt jetzt auch noch 6,5 Milliarden Euro für Lizenzen und ein paar weitere Milliarden für Pensionsfonds. Und... und... und.... Da war die „versehentliche“ Forderung, 334 Mio. Euro ins Steuerparadies Cayman Islands zu überweisen, wie eine Bitte um eine warme Brotsuppe. Es schlägt dem Fass den Boden aus. Welchen Boden eigentlich? Da gibt es keinen mehr.

      Schnell mal 35 Milliarden...

      Übrigens hat die Staatsanwaltschaft jetzt festgestellt, dass es sich bei der Hypo Fake Estate nicht um Konkursverschleppung handelte. Hatten Sie etwa daran gezweifelt? Nicht doch! Sicherlich war es nur Zufall, dass die Unterschrift unter die erste Garantie in Höhe von 35 Mrd. Euro nach fünf Jahren und wenigen Stunden geschah, und das ungeprüft, wie der Spiegel berichtet. Sicherlich ist es auch Zufall, dass das Problem bei der HRE genau nach fünf Jahren und wenigen Stunden nach oben kochte. Nach fünf Jahren waren die Altaktionäre (HVB) aus der Haftung und wir mittendrin statt nur dabei. Beim Bezahlen von Steuern muss ich oft an BaFin-Chef Jochen Sanio denken, der die HRE „Drecksbank“ nannte.

      Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

      Die Deutsche Post will in den nächsten Jahren 5000 Mitarbeiter dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen und montags nur noch die Hälfte der Briefträger rausschicken. Wo war der Aufschrei? Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass jeder Stein umgedreht werde. Hoffentlich findet man dabei keine Angestellten. Außerdem bestätigte man, dass es keinerlei Einschränkung der Qualität geben werde. Wie tröstlich. Dort wo ich in Frankfurt wohne, kann man heute locker bis 15 Uhr ausschlafen, ohne dass der Postmann klingelnd Zutritt zum Briefkasten wünscht.

      Die Erde ist eine Scheibe

      Der Witz des Tages ist allerdings der US-Arbeitsmarktbericht. Während die Analysten davon ausgingen, dass 525.000 Leute auf die Straße geworfen werden und damit die Arbeitslosenquote auf 9,2% steigt, haben nur 345.000 Leute den blauen Brief bekommen, die Quote stieg aber auf 9,4 Prozent.

      Die Bundesanstalt für Arbeit in Deutschland, die von Zynikern auch Wahrheitsministerium genannt wird und wo offenbar auch Harry Potter seinen Dienst schiebt, kennt sich mit statistischen Kniffen offenbar bestens aus. Panorama hat sich die Zahlen mal etwas genauer angeschaut mit dem Ergebnis, dass arbeitsmarktpolitische Mogelpackungen vor allem vor einer Bundestagswahlen immer Hochkonjunktur haben.

      Naja. Und an diesen offiziellen Daten orientieren sich die Experten. Statistik ist mit Stellschrauben regelrecht verseucht, was dann zwangsläufig zu falschen Ergebnisse führen muss. Die Summe aus Wachstum + Teuerung + Stimmung + Arbeitsmarkt kann nur Unsinn ergeben. Das ist aber nebensächlich, Hauptsache man hat eine Orientierung und präsentiert Sachverstand, auch wenn man die Sache in kleinster Weise verstanden hat. Solange niemand Anstoß daran nimmt, bleibt die Welt eben flach, die Erde eine Scheibe und wir sind alle glücklich.

      Das Überraschungsei der Woche

      ...geht diesmal an unsere Kanzlerin. Sie hat sich mit der EZB und der FED gleichzeitig angelegt. Sie monierte das „Quantitative easing", also das Drucken von Geld durch die Notenbanken, mit dem Anleihen aufgekauft werden, um so die Zinsen unten zu halten. Nebenbei finanzieren sie auch die Notprogramme der Regierungen. In der Sache hat unsere Kanzlerin recht und mutig ist es auch, sich mit den oberen Geldschöpfern anzulegen. Doch es gibt da dieses Sprichwort: Beiße nicht in die Hand, die Dich füttert.

      Quelle: http://frank-meyer.eu/blog/index.php?p=818&more=1&c=1&tb=…
      1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:45:44
      Beitrag Nr. 6.068 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.714 von Maraho am 06.06.09 21:40:43... möchte ich mich für heute empfehlen.

      Euch allen mal wieder ein herzliches Dankeschön für das Interesse an diesem Samstag!

      Ich hoffe, daß wieder etwas interessantes für den einen oder die andere dabei war.

      So wünsche ich nun allen einen noch schönen Abend und später denn, zu vorgerückter Stunde, eine gute Nacht!

      Maraho
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:47:14
      Beitrag Nr. 6.069 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.691 von windei am 06.06.09 21:27:17Hallo windei,

      nein, das ist kein Wunder...

      und ich denke wie Du, es werden die ganz kleinen Dominosteinchen sein, die das Fass überlaufen lassen, wegen der Vernetzung allenthalben.

      Dabei gehört Steinbrück für mich noch zu den Ehrlichen, die sich mühen und auch mal ein offenes Wort nicht scheuen.

      Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.
      Einen Spitzenpolitiker, der letztes Jahr bereit war, wirklich Verantwortung zu übernehmen und dem ich das zutraute, habe ich kürzlich gefragt: "... und - warum haut ihr soviel Steuergelder in die HRE...?!"
      Schweigen im Walde.
      Inzwischen weiß ich, da haben sich z.T. auch die Sozial- und Krankenkassen verspekuliert...

      Es ist ein Drama.

      Du findest keinen einzigen Verantwortlichen - stattdessen VIELE - Vernetzte -

      Nur wer löst diesen Fluch wieder auf?

      Alle warten auf den Dollar-Crash, aber es kann ein ganz kleiner Stein sein, der den nächsten Dominoeffekt auslöst.

      Oder über Lettland - Osteuropa - Schweden kommt wieder eine Welle.

      Ich verstehe nicht, wie man unter diesen Umständen Milliarden in Konzerne pumpen kann, die schon vor der Finanzkrise marode waren. Dieses Geld wird noch ganz woanders gebraucht.:(
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:52:55
      Beitrag Nr. 6.070 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.726 von kevine1 am 06.06.09 21:47:14Ich verstehe nicht, wie man unter diesen Umständen Milliarden in Konzerne pumpen kann, die schon vor der Finanzkrise marode waren. Dieses Geld wird noch ganz woanders gebraucht.

      Dieses Geld gibt es doch gar nicht, kevine.
      Deshalb schmeißen sie damit so um sich.
      Alles imaginär.

      Verstehst Du? ;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:55:53
      Beitrag Nr. 6.071 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.700 von Maraho am 06.06.09 21:33:28Du hast es selbst neulich gepostet - bei den Medien herrscht auch der Rotstift.

      Und sie sind ja gut. Du beweist es hier jeden Tag.;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 21:58:17
      Beitrag Nr. 6.072 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.730 von Maraho am 06.06.09 21:52:55Imaginär ist es erst nach dem Systemumbau.
      Bis dahin wird es zurückgezahlt vom Steuerzahler.
      Und den Tag wird man hinauszögern, bis nix mehr geht.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 22:03:20
      Beitrag Nr. 6.073 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.738 von kevine1 am 06.06.09 21:55:53Du hast es selbst neulich gepostet - bei den Medien herrscht auch der Rotstift.
      Und sie sind ja gut. Du beweist es hier jeden Tag.


      Wenn Du ehrlich bist, ein äußerst mühseliges Geschäft für mich (oder auch euch, wenn ihr denn selbst auf die Suche geht).

      Unter der Vielzahl der Blätter einige Rosinen (Artikel) zu finden, die es halbwegs wert sind gelesen zu werden.

      Gutes gibt es durchaus, aber diese Ausnahmen bestätigen leider die Regel!

      In diesem Sinne ...

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 22:05:24
      Beitrag Nr. 6.074 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.742 von kevine1 am 06.06.09 21:58:17Imaginär ist es erst nach dem Systemumbau.
      Bis dahin wird es zurückgezahlt vom Steuerzahler.


      Da ist leider etwas dran. :confused:
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 22:05:32
      Beitrag Nr. 6.075 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.748 von Maraho am 06.06.09 22:03:20Deshalb sind wir ja hier! :)

      Gute Nacht Maraho, und auch allen anderen Mitlesern.
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 22:06:08
      Beitrag Nr. 6.076 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.753 von kevine1 am 06.06.09 22:05:32;)
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 23:25:00
      Beitrag Nr. 6.077 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.726 von kevine1 am 06.06.09 21:47:14@ kevine 1

      in allen Punkten d´accord.
      Als ich jetzt ihren Beitrag las, kam mir ganz plötzlich die Erinnerung an die Aufbruchstimmung Ende der 60ger Jahre mit dem
      Slogan von Brandt; ²Mehr Demokratie wagen", dieser Hoffnung und dem in weiten Teilen des Volkes existierenden Willen, ein ehrlicheres, besseres Land zu bauen.
      Alles zunichten und zu Schanden gemacht von diesem amerikanisch, jüdischen Finanzkapital, diesem unsäglichen Vietnam- Krieg, dem
      fürchterlichen Terror der RAF und...und...
      Und dann 10 Jahre später mein persönlicher Schock, die hieb- und stichfesten Beweise, dass der CIA Brandts Wahlkämpfe finanzierte und selbst Adorno und Habermas sich als Handlanger der sog. ameri-kanischen Freunde betätigten.
      Aber es blieb wenigstens die Hoffnung, dass jenes sehr brauchbare
      soziale Netz,das in den Aufbaujahren geknüpft wurde, Bestand
      haben würde. Auch das nun ruiniert von den Lobbyisten der Pharmakonzerne, der Mediziner, der Großkonzerne, denen auch 10%
      EK-Rendite nicht genug sind, und als Beweis für die Wettbewerbs-fähigkeit noch immer nicht ausreichen.
      Und nun das Finale, ruinierte Staatsfinanzen und Sozialsysteme
      ein Verfall aller moralischen Werte.
      Wenn es in Deutschland knallen sollte, dann wird es die Generation
      der frühen Nachkriegsjahre sein, die noch die Erinnerung an eine
      Zeit der Ideale in sich trägt, die diesen Knall auslöst.
      Und das versuchen die zur Zeit regierenden Ami- Marionetten mit allen Mitteln zu verhindern. Da spielen ein paar Milliarden mehr
      oder weniger keine Rolle.
      Gute Nacht
      Windei
      Avatar
      schrieb am 06.06.09 23:43:38
      Beitrag Nr. 6.078 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.869 von windei am 06.06.09 23:25:00....vermutlich wird sich aus dem Zusammenbruch eine neue Form von Werten/Ethik und soetwas wie spirituelle Anbindung entwickeln....das hoffe ich zumindestens... Gute Nacht!;)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 08:28:03
      Beitrag Nr. 6.079 ()
      Wollte mal einen guten Morgen wünschen.
      Bin zwar nur stiller Mitleser, aber dies täglich.
      Vielen dank Euch allen für die Arbeit, die von euch gemacht wird.
      Zugegeben verbessern Eure Artikel meine Laune nicht wirklich ;)
      aber die Wahrheit ist ja nun oftmals unbequem.
      Auch wenn mir bei dem Gedanken mulmig wird, dass es mit unserem System zu Ende gehen Kann (mein schönes Geld :mad: )
      kann man dann nur darauf hoffen, dass WIR dafür sorgen, dass es gerechter wird in der neuen Zukunft.
      Befürchte aber, dass der Michel auch dann wieder Staatshörig bleibt.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 08:34:41
      Beitrag Nr. 6.080 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.869 von windei am 06.06.09 23:25:00Guten Morgen windei,

      ich wurde zwar erst 14 Jahre nach Kriegsende geboren, habe aber zwangsläufig an den Auseinandersetzungen sowohl der Vorkriegs-, der Kriegs- und der Nachkriegsgeneration teilnehmen dürfen (Familie, später dann Schule).

      So sehe ich den Zustand wie folgt:

      1945 wurde ein absoluter Schnitt. Die Geschichte sowie die Geschicke bestimmt(e) seitdem der Sieger. Die Vorkriegs- und die Kriegsgeneration war belastet durch ihre "Taten" und wurde es überdies durch die Umerziehung des Siegers.

      Einerseits mußte man den Aufbau mit politischen Altlasten (die aufgrund ihrer Vita selbstverständlich erpressbar waren) betreiben, woher sollte man auch "unbelastetes" Personal bekommen.

      Andererseits griff man auf Exilanten zurück, die natürlich politisch indoktriniert waren (im Westen z.B. die "Frankfurter Schule").

      Die Jugend wurde, für dieselbe natürlich unbewußt (die Alten waren ja mundtot gemacht worden), instrumentalisiert und somit mißbraucht. Dies ist gut gelungen, denn woher hätte sie, die Jugend, es auch anderes wissen sollen.

      So wurde uns die Geschichte genommen und damit letztendlich ein Kunstgebilde bzw. eine Illusion geschaffen (BRD und DDR).

      Was ist falsch gelaufen?

      Die Zeit des Nationalsozialismus ist bis heute nicht genügend aufgearbeitet worden (in allem, nicht nur "unserer" Schuld. Nach wie vor sind z.B. Akten seitens der Siegermächte über diese Zeit unter Verschluß). Und die Zeit vor 1933 mit all` ihren Entwicklungen bzw. Umständen, die erst zur "Machtergreifung" Hitlers führten, wurde (bewußt?) verschüttet.

      Wie sieht es heute aus:

      Die Rechte ist diskreditiert, die Linke hat ihre Vergangenheit in keinster Weise aufgearbeitet (weder die der Vorkriegs-, noch, insbesondere, die der Nachkriegszeit).

      Das "Bürgertum" in seiner Mehrheit, also die Mitte, nach wie vor feige und nur auf ihren persönlichen Vorteil bedacht.

      Somit ist Deutschland weiterhin ein Spielball für die jeweiligen nationalen und internationalen Interessengruppen, ohne eigene Identität.

      Ein Scherbenhaufen!

      Um überhaupt eine Weiterentwicklung zu erreichen, müßte meiner Meinung nach an 1945/Kapitulation angeknüpft werden (zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht laufen wir derzeit darauf zu).

      Dies war den Vätern der Grundgesetzes noch bewußt!

      Letzteres, also die Anknüpfung an 1945/Kapitulation, halte ich auch für das Zusammenwachsen Europa`s für sehr wichtig. Ohne diese
      Anknüpfung dürfte dasselbe nicht gelingen, da noch zuviele Leichen im Keller sind.
      Andererseits: Die Zerrissenheit Kontinentaleuropa`s war und ist für gewisse Mächte nicht von Nachteil. Und dieselben finden ja auch in der Gegenwart dankbare Mitspieler in der EU.


      Und was folgendes betrifft:

      Wenn es in Deutschland knallen sollte, dann wird es die Generation der frühen Nachkriegsjahre sein, die noch die Erinnerung an eine Zeit der Ideale in sich trägt, die diesen Knall auslöst.

      Ich würde es Dir wünschen, daß der Knall von denen ausgelöst wird, denke aber, daß es die Jugend richtet wird bzw. richten muß, da wir älteren ja in gewisser Weise auch nicht frei von Schuld und somit auch vorbelastet sind.

      Maraho
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 08:39:28
      Beitrag Nr. 6.081 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.123 von tomcom69 am 07.06.09 08:28:03Guten Morgen tomcom69,
      sei willkommen hier!

      Und bleibe uns weiter gewogen. Trotz der schweren Kost, die aber dazugehört! ;)

      Es grüßt Dich
      Maraho
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 08:50:14
      Beitrag Nr. 6.082 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.297 von Maraho am 06.06.09 13:06:46Guten Morgen zusammen,
      ich hoffe, ihr hattet einen gesunden Schlaf. So wünsche ich den allerseits einen schönen Tag!

      Dies hier steht heute an, also kommt in die Gänge und verschenkt nicht eure Stimme!

      Europawahl in Deutschland startet

      Berlin (dpa) - Die Deutschen können heute ihre Kandidaten für das Europaparlament bestimmen. Die Wahllokale sind von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Deutschland hat 99 Sitze im EU-Parlament. Parallel zur Europawahl finden in sieben Bundesländern Kommunalwahlen statt. Auch andere EU-Länder stimmen heute über die Parlamentsbesetzung in Brüssel ab, zum Beispiel Polen, Österreich, Frankreich und Italien. Amtliche Ergebnisse aus allen 27 EU-Staaten werden um 22.00 Uhr erwartet.

      © Die Welt
      erschienen am 07.06.2009 um 07:28 Uhr
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 08:57:12
      Beitrag Nr. 6.083 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.393 von Maraho am 06.06.09 13:36:49Etwas hierzu ...

      Ausweitung von Internetsperren?
      Florian Rötzer

      SPD-Innenpolitiker Wiefelspütz dementiert die ihm zugeschriebenen Zitate als "groben politischen Unfug".
      Die Berliner Zeitung sorgte ausgerechnet kurz vor der Europawahl für einen Aufreger, zumal im Internet. Die Zeitung berichtete am Samstag, dass angeblich "Politiker der großen Koalition" darüber nachdenken, nicht nur kinderpornografische Seiten zu sperren.

      "Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden", zitierte die Zeitung den SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz. "Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt." Man könne auch "Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten" blocken.

      Da aus der SPD selbst Bedenken gegen die geplanten Internetsperren für kinderpornografische Seiten laut wurden, konnte das Plädoyer für deren Ausweitung von Wiefelspütz schon erstaunen. Man hätte das eigentlich von anderer Seite erwartet. Allerdings waren sich die Innenminister auch einig, Killerspiele verbieten zu wollen – während sie den Schützenvereinen und den realen Waffen nicht zu nahe treten wollten -, was auch als Geste für den Wahlkampf interpretiert wurde. Warum also nicht weitere Verbote, um Stimmen aus dem konservativen Lager zu holen?

      Natürlich müssen verfassungsfeindliche oder islamistische Inhalte nicht kriminell sein. Die Internetsperren darauf auszuweiten, könnte auch bedeuten, politische Inhalte zu zensieren. Auf abgeordnetenwatch.de wurde der SPD-Politiker auf seine Äußerungen in der Berliner Zeitung angesprochen. Dort wollte er jedenfalls davon nichts wissen und erklärte, dass es sich "um groben politischen Unfug" handele: "Der Bericht der Berliner Zeitung überrascht mich nicht nur. Ich halte den Artikel für eine bösartige Fälschung meiner Auffassungen. So etwas ist mir bislang nicht untergekommen. Der Bericht gibt an keiner Stelle meine Meinung wieder, schon gar nicht die Auffassung der SPD. Was die Berliner Zeitung mir in den Mund legt, ist nahezu komplett Schwachsinn. Keine Silbe ist von mir autorisiert."

      Mag natürlich sein, dass der SPD-Abgeordnete über die Reaktionen erschrocken ist, dass er gar nicht kontaktiert wurde, ist jedoch nicht wirklich glaubhaft. Die Berliner Zeitung hat jedenfalls ein Strohfeuer entfacht, allerdings wird man davon ausgehen müssen, dass – Wiefelspütz und große Koalition hin und her – Internetsperren, einmal eingeführt, zu einem probaten Mittel werden. Das läuft zuerst über Kriminalität – und Kinderpornografie ist stets ein Türöffner, ebenso wie Terrorismus – und wird schließlich bei anderen Vorfällen von Urheberrechtsverletzungen bis politisch unerwünschten Inhalten enden.

      Quelle und mehr dazu: http://www.heise.de/tp/blogs/8/140022
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 09:05:11
      Beitrag Nr. 6.084 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.869 von windei am 06.06.09 23:25:00Hier ein Fundstück aus der "FAZ".
      Vielleicht von Interesse für den einen oder die andere ...

      Kapitalismus, Sozialismus und ein schlechter Pferdesattel

      Der Prüfstein für eine erstrangige Intelligenz ist die Fähigkeit, zwei entgegengesetzte Ideen zugleich im Kopf zu haben
      und doch weiter in Funktion zu bleiben.
      (F. Scott Fitzgerald)


      "An einem Morgen im Frühherbst des Jahres 1909 begaben sich zwei Duellanten in Begleitung ihrer Sekundanten zum Austragungsort ihres Ehrenkampfes, wie es der code duello vorschrieb. Keiner der beiden war ein sonderlich guter Fechter. Nach einigem Herumgefuchtel mit ihren Säbeln traf jedoch schließlich der Säbel des einen Duellanten den anderen an der Schulter und fügte ihm einen Schnitt zu. Kaum hatte das Blut zu fließen begonnen, schritten die Sekundanten auch schon ein und erklärten das Gefecht für beendet.

      Schlugen sich die beiden Rivalen um die Hand einer Frau? Waren es Offiziere, die einen Ehrenkampf austrugen? Nein. Der eine war Professor, der andere Bibliothekar. Und sie schlugen sich um die Frage, ob Studenten leichteren Zugang zu Büchern erhalten sollten oder nicht. Der Professor, der das Duell für sich entschied, war Schumpeter selbst."

      Weiterlesen ... http://faz-community.faz.net/blogs/chaos/archive/2009/06/0…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 09:15:23
      Beitrag Nr. 6.085 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.462 von Maraho am 06.06.09 08:44:56In Bezug.

      Waterloo an der Themse
      Hansruedi Ramsauer

      Britische Parlamentarier sind nicht zu beneiden. Seit bekannt wurde, dass sie da und dort ein paar Pfund vom Steuertopf abgezweigt haben für persönliche Nettigkeiten, übergiesst sie Hohn und Spot ihrer Untertanen. Dabei waren sich die Briten doch viel grössere Summen gewöhnt, die aus dem Staatshaushalt abgezweigt wurden. Wo ist also das Problem?

      Erstaunlich sei die Schamlosigkeit der Parlamentarier. Von fragwüdigen und habgierigen Spesenabrechnungen seitens der Abgeordneten ist die Rede. Und die Wähler wenden sich angewidert ab. Dabei geht es nur um jeweils ein paar Tausend Pfund, die für Pornofilme, Entenhäuschen und Zweitwohnsitze "irrtümlich" verrechnet wurden.

      Glauben die Briten denn wirklich, dass die Millionensaläre in der Finanzindustrie, die dank der Mulimilliardenhilfe der Steuerzahler weiter fliessen, einem nobleren Verwendungszweck dienen? Von Einschränkung ist dort nichts zu sehen. Weshalb denn jetzt der Aufruhr wegen ein paar Lappalien seitens der Politik? Wir haben es hier offensichtlich mit einer Wahrnehmungsstörung der Oeffentlichkeit zu tun.

      Was die Staatshaushalte innert Monaten auf den Kopf stellte, hat nichts mit Spesenfilz zu tun. Das Fiasko fand auf einer ganz anderen Bühne statt, doch Begriffe wie Monoliner, CDS oder Tier I-Ratio verstehen sie nicht und sind deshalb den Experten völlig ausgeliefert. Sie verstehen aber, wenn Politiker die Hemden via Steuergelder bügeln lassen. Abba ist das gerecht...?

      Weiteres (Video) ... http://www.be24.at/blog/entry/623968/waterloo-an-der-the…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 09:21:03
      Beitrag Nr. 6.086 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.130 von Maraho am 07.06.09 08:34:41@ Maraho,

      danke für die ausführliche Antwort,
      stimme bis auf Kleinigkeiten mit diesen Ansichten überein!
      Gruß Windei
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 09:26:50
      Beitrag Nr. 6.087 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.184 von windei am 07.06.09 09:21:03Na, dann verstehen wir uns ja! ;)

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 09:29:38
      Beitrag Nr. 6.088 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.145 von Maraho am 07.06.09 08:50:14In Bezug.

      Brüsseler Lobbyisten bleiben weiter unerkannt

      Vor einem Jahr begann die Europäische Kommission, Interessenvertreter zu registrieren - aber nur sehr wenige wollen ihre Arbeit offenlegen

      Von Cerstin Gammelin

      Brüssel - Die Bilanz fällt noch verheerender aus als erwartet. Ein Jahr, nachdem die Europäische Kommission ihr freiwilliges Lobbyregister eingeführt hat, zeigt eine Studie der unabhängigen "Alliance for Lobbying Transparency and Ethics Regulation" (Alter-EU), dass das Register "praktisch wirkungslos" ist.

      Bisher hätten sich nicht einmal 23 Prozent der in Brüssel tätigen Lobbyorganisationen registriert, schreiben die Autoren der Studie. Ein großer Teil der offengelegten Informationen sei zudem "unzureichend oder fragwürdig". Think Tanks und große Anwaltskanzleien boykottierten das Register, obwohl gerade Anwälte von großen Konzernen für deren Interessenvertretung engagiert würden. Konzernlobbyisten selbst seien immer noch unterrepräsentiert. "Der freiwillige Ansatz der Europäischen Kommission ist eindeutig unzulänglich", sagte ein Sprecher von Alter-EU am Donnerstag in Brüssel.

      Ulrich Müller, Vorsitzender von Lobby-Control in Düsseldorf, erklärte das freiwillige Lobbyregister für "gescheitert". Den Lobbyisten blieben zu viele Spielräume, um beispielsweise die Ausgaben für Lobbytätigkeiten kleinzurechnen oder nur grob geschätzt anzugeben. "In seiner jetzigen Form macht das Register den Brüsseler Lobbyismus nicht transparent", kritisiert Müller. Die Europäische Kommission hatte im Juni 2008 ein Lobbyregister eingeführt. Alle in Brüssel tätigen Interessenvertreter sollten sich freiwillig registrieren, Angaben zu ihrer Arbeit machen und die Einkünfte angeben.

      Die Europäische Kommission wies die Kritik zurück. Das Register befinde sich noch im Aufbau, sagte eine Sprecherin des zuständigen Kommissars Siim Kallas. "Kallas ist zufrieden mit der Registrierungsrate, vor einem Jahr war schließlich noch kein Lobbyist gemeldet", sagte sie. Die Europäische Kommission werde in den nächsten Wochen entscheiden, ob das Register verbessert werden müsse. Die Behörde prüfe das Register derzeit selbst.

      Der Studie zufolge haben sich bis zum 25. Mai zwar 1488 Organisationen online registriert, davon betreiben allerdings nur 593 Büros in Brüssel. Lediglich sieben Kanzleien sind registriert. Wer nach dem deutschen Energiekonzern Eon sucht oder dem Verband der Automobilindustrie (VDA), erhält als elektronische Suchantwort: "Anzahl der Interessenvertreter, die diesen Suchkriterien entsprechen: 0". Dabei ist bekannt, dass diese Organisationen in Brüssel eigene Büros betreiben. Das Europäische Parlament schätzt, dass mindestens 2600 Verbände, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Denkfabriken mit Verbindungsbüros in Brüssel arbeiten, die die europäische Gesetzgebung gezielt beeinflussen.

      Alter-EU zufolge weist der Ansatz der Kommission gravierende strukturelle Mängel auf. Den Interessengruppen sei es leicht möglich, das finanzielle Ausmaß ihrer Lobbyarbeit zu verschleiern. Damit könne weiterhin keine Aussage darüber gemacht werden, welche Unternehmen oder Personen das meiste Geld spendeten oder welche Politikbereiche sie zu beeinflussen zu versuchen. Unklare Richtlinien führten dazu, dass das Register zunehmend durch Organisationen überfrachtet werde, die keine Rolle in den Lobbyingprozessen der EU spielen.

      Alter-EU will den Druck auf die Europäische Kommission erhöhen, um endlich für mehr Transparenz zu sorgen. Die Kommission müsse jetzt die Initiative ergreifen, um schon 2010 ein verpflichtendes Register einzuführen. Parallel sollten alle registrierten Lobbyisten genauere Finanzdaten vorlegen. "Lobbyausgaben sollen in 10 000-Euro-Stufen offengelegt und auf der Basis einheitlicher Leitlinien kalkuliert werden", fordert Müller von Lobby-Control. Zudem müsse ein wirkungsvoller Beschwerdemechanismus eingeführt sowie Schlupflöcher und Ausnahmen wie für die Wettbewerbspolitik beendet werden.

      In der "Allianz für Lobbytransparenz und ethische Regeln" kooperieren mehr als 160 zivilgesellschaftliche Gruppen, Gewerkschafter und Akademiker. Sie kämpfen gegen den wachsenden Einfluss von Unternehmenslobbies auf die politische Agenda in Europa, gegen das daraus resultierende Demokratiedefizit in europäischen Entscheidungsprozessen sowie das Aufschieben dringender Reformen.

      Quelle: http://www.sueddeutsche.de/B5938K/2919446/Bruesseler-Lobb…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 10:29:49
      Beitrag Nr. 6.089 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.332.751 von Maraho am 05.06.09 20:25:09In Bezug.

      Vom Fluch der deutschen Exportabhängigkeit

      Deutschland hat sich über die vergangenen Jahre seit 2000 gefährlich vom Export abhängig gemacht und damit sehr stark von der Finanzierbarkeit über Kredite. Entsprechend bricht der Export nun ein. Auf den 20 Hauptabsatzmärkten waren es im 1. Quartal 2009 21,5 % weniger als in der Vorjahresperiode. Diese Ländergruppe stellte noch im 1. Quartal 2008 etwas mehr als 80 % des deutschen Exports dar (Abb. 14682).

      Weiterführend (mit Grafiken) ... http://www.jjahnke.net/rundbr56.html#exp
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 10:39:44
      Beitrag Nr. 6.090 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.131 von Maraho am 06.06.09 12:22:12Wieder etwas aus der Schweiz.
      Diesmal von Herrn Clement. Nehmen wir es wohlwollend zur Kenntnis ...

      «Der Aufschwung kommt früher, als die meisten vorhersagen»

      Fast alle Konjunkturprognosen machen wenig Hoffnung. Wolfgang Clement, ehemaliger Wirtschaftsminister Deutschlands, siehts anders.


      40 Prozent der Schweizer Firmen planen laut einer Studie des Personalvermittlers Adecco in den nächsten zwölf Monaten Entlassungen. Der frühere deutsche Wirtschaftsminister und jetzige Leiter des Adecco-Institutes Wolfgang Clement findet das kurzsichtig. Im Interview mit der Zeitung «Sonntag» sagt er: «Das ist alarmierend und der falsche Weg, auch weil jeder weiss, dass in der Schweiz der Fachkräftebedarf sehr hoch ist, selbst in der Krise.» Die meisten Firmen reagierten viel zu konventionell auf die Krise und nicht so flexibel und kreativ, wie man das könnte. Dabei gebe es etliche Alternativen zur Massenentlassung. «Nebst dem Abbau von Überstunden oder Kurzarbeit können die Unternehmen ihren Angestellten vermehrt Teilzeitarbeit oder eine freiwillige Auszeit anbieten.»

      Clement rechnet damit, dass der Aufschwung früher kommt, als die meisten Prognosen vorhersagen. «Ich gehe davon aus, dass er in Europa im ersten Halbjahr 2010 beginnt. In China und Indien setzt das Wachstum schon jetzt wieder ein, in den USA rechnet man am Ende dieses Jahres mit einem langsamen Wiederanstieg. Davon werden Exportländer wie die Schweiz und Deutschland ziemlich rasch profitieren.»

      Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-kon…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 10:52:38
      Beitrag Nr. 6.091 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.048.770 von Maraho am 27.04.09 18:54:22Ergänzend.

      Stahlmarkt
      Das Minen-Monopoly

      VON OLIVER RISTAU

      Die internationale Stahlindustrie muss sich auf schneller steigende Rohstoffpreise einstellen. Denn mit dem angekündigten Zusammenschluss des Eisenerz-Geschäfts zwischen den beiden australischen Minen-Betreibern Rio Tinto und BHP Billiton reduziert sich die Zahl der großen Eisenerzanbieter auf nur noch zwei.

      Bisher bestimmten sie mit dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale do Rio Doce zu dritt 75 Prozent des Welthandels mit dem Stahlrohstoff. Das australische Joint-Venture würde dann die Brasilianer als weltgrößten Eisenerzanbieter ablösen. "Die Verhandlungsmacht des Erz-Oligopols nähme damit deutlich zu", sagt Gabor Vogel, Rohstoff-Experte der DZ Bank. Noch muss die Fusion in Australien genehmigt werden. Geschieht dies, dürften "Erzpreise bei anziehender Konjunktur und Stahlnachfrage stärker steigen als es ohne die Fusion der Fall wäre".

      Das hätte mittelfristig Folgen für eine Vielzahl von Wirtschaftszweigen, "vor allem für den Transport-, Automobil- und Bausektor", erwartet Vogel. Diese Branchen sind die Hauptabnehmer für Stahl und damit steigenden Rohstoffkosten besonders ausgesetzt. Das dürfte den Kostendruck etwa in der Kfz-Branche weiter erhöhen.

      Schon heute ist der Eisenerz-Markt nach Ansicht von Eugen Weinberg, Rohstoff-Spezialist der Commerzbank, sehr intransparent. An den Börsen wird Eisenerz kaum gehandelt. "Die Preise werden einmal jährlich im Frühjahr zwischen Produzenten und Abnehmern ausgehandelt und gelten dann für zwölf Monate." Ein erster Abschluss für die laufende Saison zwischen der japanischen Nippon Steel und dem Erzkartell hat kürzlich zwar zu einem Preisnachlass von 33 Prozent geführt.

      Im Vorjahr hatten die Anbieter aber Aufschläge bis zu 90 Prozent durchgesetzt. Zudem ist die Stahlnachfrage etwa in Deutschland nach Aussage der Commerzbank um 50 Prozent eingebrochen. "Die Preise sind angesichts der aktuellen Marktlage immer noch zu hoch", sagte ein Sprecher des größten deutschen Stahlkonzerns Thyssen-Krupp der FR. Der Konzern will niedrigere Preise durchsetzen.

      Die heimische Stahlindustrie ist dem Preispoker der Rohstoffgiganten ausgeliefert, weil sie anders als etwa der weltgrößte Stahlproduzent Arcelor-Mittal keine nennenswerten Beteiligungen an Rohstoffminen unterhält. Deshalb sieht auch Thyssen-Krupp die Fusion zwischen Rio Tinto und BHP "sehr kritisch". Da aber die "guten Minen weltweit in festen Händen" seien, plant der Düsseldorfer Konzern keinen Einstieg ins Bergbaugeschäft. Alternativen zum Erz-Oligopol stellen lediglich ein paar Minenprojekte neuer Anbieter in Australien, Russland und Brasilien dar.

      Mit dem Schulterschluss schieben die Australier dem Drängen Chinas, einem der größten Rohstoffabnehmer der Welt, einen Riegel vor. Der Staatskonzern Chinalco wollte seine Anteile an Rio Tinto auf rund 20 Prozent verdoppeln und dem hoch verschuldeten Konzern mit frischem Kapital helfen. "Damit hätte China sicherlich einen größeren Einfluss auf die Preise für Erze zur Versorgung der eigenen Stahlwerke gewonnen", sagt Weinberg. Das wollten die Rio-Tinto-Aktionäre mit aller Macht verhindern, auch wenn den Konzern seit der 39 Milliarden Dollar schweren Übernahme des kanadischen Aluminiumriesen Alcan vor zwei Jahren eine enorme Schuldenlast drückt. Stattdessen haben die Anteilseigner einer Kapitalerhöhung zugestimmt, die dem Konzern 15,2 Milliarden Dollar in die Kassen spülen soll.

      2008 hatten Rio Tinto und BHP Billiton eine vollständige Fusion geplant, die aber abgeblasen wurde. Daraus wäre der weltgrößte Rohstoffkonzern hervorgegangen.

      Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktu…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:04:17
      Beitrag Nr. 6.092 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.076.741 von Maraho am 30.04.09 20:47:38Fortsetzend.

      Freitod: Opfer der Krise
      Unbezahlbar

      Es war ein ganz normaler Sonntag, aber das viele Geld war plötzlich weg. Sieben Nachrufe auf Menschen, die in der Finanzkrise alles verloren - und deshalb ihr Leben gaben.

      Von Christian Zaschke

      Weiterlesen ... http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/jobkarriere/627/471170/…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:12:06
      Beitrag Nr. 6.093 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.776 von Maraho am 02.06.09 13:45:18In Bezug.

      Interview: GM-Gewerkschafter Skidmore
      "Es ist einfach Bullshit"

      Interview: Moritz Koch

      Verbitterung über Obama: Don Skidmore, Betriebsratschef eines GM-Werkes, über Solidarität und Gewerkschaftshass in den USA.

      Don Skidmore gibt sich gern als ganzen Kerl, bullig und entschlossen. Er trägt den Kinnbart eines Altrockers und auf seinem kräftigen Unterarm hat er sich den amerikanischen Bundesadler tätowieren lassen, darunter steht: "Buy America. Buy Union." Skidmore ist Gewerkschafter durch und durch. Sein ganzes Leben hat er für General Motors gearbeitet und am Montag hat er bitterlich geweint. Als GM Konkurs anmeldete, brach seine Welt zusammen. Das Getriebe-Werk in Ypsilanti, Michigan, in dem er die Autoarbeiter seit einem Jahr anführt, wird geschlossen. Mit sueddeutsche.de sprach der Betriebsratschef über Solidarität und Gewerkschaftshass in den USA. Und seine Verbitterung über Barack Obama.


      sueddeutsche.de: Mit der Wahl von Barack Obama sollte die Renaissance der amerikanischen Gewerkschaften beginnen. Jetzt ist General Motors bankrott und ausgerechnet der demokratische Präsident zwingt die einst so mächtige Autogewerkschaft UAW zu enormen Zugeständnissen.

      Skidmore: Ich bin darüber sehr verbittert. Wir haben viel von dem aufgegeben, was wir uns erkämpft haben. Mir passt nicht, dass Obama jetzt sagt, die Arbeiter müssten noch mehr Opfer bringen. Im Wahlkampf war davon nicht die Rede. Da hat er von hoch bezahlten Arbeitsplätzen in der Autoindustrie gesprochen und wie wichtig die für unser Land sind. Ziemlich heuchlerisch wirkt das im Nachhinein. Trotzdem: Ich unterstütze Obama weiter. Ich war mein ganzes Leben Demokrat und werde es bleiben.

      sueddeutsche.de: Hat die UAW-Spitze in den Verhandlungen versagt? War sie zu nachgiebig?

      Skidmore: Das glaube ich nicht. Sie hat die Ansprüche von 400.000 Betriebsrentnern verteidigt. Sie hat gerettet, was noch zu retten war. Und ob Sie es glauben oder nicht: Unsere Konzessionen haben den Ruf der Gewerkschaftsbewegung verbessert. Bisher war es doch so in Amerika: Das Land hat auf uns Gewerkschafter herabgeschaut. Wir waren immer die Typen, die zu gut bezahlt sind, die faul sind und schlechte Arbeit machen. Unser Ruf war fürchterlich. Es gibt in Amerika ja einen richtigen Gewerkschaftshass. Aber nun, da wir im Rampenlicht stehen, sehen die Leute, wer wir wirklich sind. Ich bekomme Anrufe aus dem ganzen Land von Menschen, die uns loben.

      sueddeutsche.de: Weil Sie sich bei der Sanierung von GM mehr bewegt haben als die Gläubiger?

      Skidmore: Exakt. Und weil wir der Nation gezeigt haben, dass wir unsere Leute nicht im Stich lassen. In einer Liquidation hätten die Pensionäre alles verloren. Ihre Rente, ihre Krankenversicherung, alles wofür sie ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben. Das durften wir nicht zulassen. In Krisenzeiten muss man zusammenhalten. Jeder muss Opfer bringen. Wir Arbeiter wissen das und waren bereit dazu.

      sueddeutsche.de: Sehen Sie eine Zukunft für Ihre jungen Kollegen bei GM?

      Skidmore: Ganz sicher. General Motors wird wieder aufstehen. Und auch die UAW. Gemeinsam kommen wir da raus. Den Gläubigern wird es nicht gelingen, GM in die Abwicklung zu treiben. Aber erst einmal stehen harte Zeiten bevor, besonders für uns hier in Ypsilanti. Mitte nächsten Jahres ist Schluss in unserer Fabrik. 1100 Leute arbeiten hier. 300 finden vielleicht einen neuen Job bei GM. Für die anderen wird es schwer. Die Lage in Michigan ist schlimm. Schlimmer als je zuvor in meinem Leben. Doch was soll’s: Wir müssen kämpfen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung. Der Kongress steht hinter uns und am Dienstag habe ich mich mit der Arbeitministerin Hilda Solis getroffen und ihr gesagt, dass GM einen Fehler macht, wenn es unsere Fabrik schließt. Wir sind billiger und besser als andere Werke. Leider ist es nichts neues, dass GM eine schlechte wirtschaftliche Entscheidung trifft. Darum sind sie ja bankrott.

      sueddeutsche.de: Die meisten Ökonomen sagen, GM ist pleite, weil die Löhne und Sozialleistungen zu hoch sind.

      Skidmore: Bullshit. Ich hasse es, es so zu sagen, aber es ist einfach Bullshit. Wissen Sie, wie hoch der Anteil der Arbeitskosten an einem Auto ist? Sieben Prozent. Wir sind im Spiel der Manager nur eine kleine Kostenstelle. Es gibt bei GM 131 Vizepräsidenten. Bei der UAW gibt es einen. Dem geschassten GM-Chef Rick Wagoner werden 23 Millionen Dollar hinterher geworfen. Meine Männer hier werden mit 15 oder 20 Tausend Dollar abgespeist. Es sind nicht die Arbeiter, das Problem von GM liegt anderswo.

      sueddeutsche.de: Mehr als ein Dutzend Fabriken will GM dichtmachen. Befürchten Sie, dass die Werke ins Ausland verlagert werden?

      Skidmore: Ja. GM baut Buicks in China, auch in Mexiko werden unsere Autos produziert. Und das ist nur der Anfang, wenn wir uns nicht wehren. Obama muss kapieren, dass die USA ihre industrielle Basis auslagern. Unsere Handelspolitik ist eine Katastrophe.

      sueddeutsche.de: Washington wird demnächst 60 Prozent an GM gehören. Soll die Regierung den Konzern lenken?

      Skidmore: Nein, der Staat soll sich raushalten und GM so schnell wie möglich wieder zu einem privaten Unternehmen machen. Washington kann uns mit anderen Initiativen helfen. Und der Kongress hat ja schon ein wichtiges Gesetz auf dem Weg gebracht. Es soll es Arbeitern erleichtern, Gewerkschaften zu formen. Damit besteht endlich Hoffnung, dass die UAW auch in den Südstaaten Fuß fasst, wo die Fabriken der asiatischen und europäischen Autohersteller stehen.

      sueddeutsche.de: Auch die UWA wird Miteigentümer von GM. Bei Chrysler sind sie sogar Mehrheitseigner. Wird das die Identität der Gewerkschaft verändern?

      Skidmore: Das frage ich mich auch, ich kenne die Antwort nicht. In jedem Fall gibt es einen Interessenskonflikt, wenn uns das Unternehmen gehört, mit denen wir Löhne und Sozialpläne aushandeln. Wir werden sehen.

      sueddeutsche.de: Einige Kommentatoren sagen der Gewerkschaft schwere Konflikte voraus. Die Pensionäre wollen vor allem einen hohen Aktienkurs, weil ihre Krankenversicherung aus den GM-Anteilen der Gewerkschaft bezahlt wird. Die Arbeiter dagegen wollen möglichst hohe Löhne. Das passt nicht zusammen.

      Skidmore: Jetzt über Konflikte zu schwadronieren ist schwachsinnig. Die Krise hat ja gerade gezeigt, wie solidarisch wir sind. Wir Arbeiter haben Opfer erbracht, große Opfer. Wir haben das Sparkonzept von Gewerkschaftsführung und GM-Management ratifiziert, damit unseren Lebensstandard reduziert, um den der Rentner zu sichern.

      sueddeutsche.de: Sie sagten bereits, dass Ihre Fabrik geschlossen wird. Wie geht es für Sie weiter?

      Skidmore: Ich bin 51 und kann in Frührente gehen. Und in den nächsten Monaten kaufe ich mir einen nagelneuen Wagen. Natürlich von GM. Wir machen immer noch die besten Autos der Welt.

      Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra3l1/wirtschaft/609/471152/te…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:16:06
      Beitrag Nr. 6.094 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.462 von Maraho am 07.06.09 11:12:06Skidmore: Ich bin 51 und kann in Frührente gehen. Und in den nächsten Monaten kaufe ich mir einen nagelneuen Wagen. Natürlich von GM. Wir machen immer noch die besten Autos der Welt.


      So so, in Frührente kann er gehen und das mit 51, nicht schlecht!
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:19:21
      Beitrag Nr. 6.095 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.506 von Maraho am 06.06.09 20:17:55In gewissem Bezug.
      Ohne Worte ...

      Finanzaufsicht
      Bafin stockt Personal auf

      Bundesfinanzministerium und Bafin haben ihr Personal seit vergangenem Jahr erheblich aufgestockt. Allein bei der Bafin betrug die Steigerung der Mitarbeiterzahl 14 Prozent. Das mag die Behörden freuen, die Aufstockung deckt aber auch die Defizite vor Ausbruch der Finanzkrise auf.


      Hamburg - Das Bundesfinanzministerium und die Finanzaufsicht Bafin haben ihr Personal nach Informationen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL massiv aufgestockt. Das geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung hervor, die dem Nachrichtenmagazin vorliegt.

      Während die Bafin seit vergangenem Jahr 235 neue Stellen geschaffen hat, stellte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) im Zuge der Bankenkrise immerhin noch zehn neue Beamte ab, die über die Stabilität der Finanzmärkte wachen sollen. Insgesamt sind dort nun 25 Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut. "Der Personalaufbau in der Finanzaufsicht macht deutlich, wie groß die Lücken vor Ausbruch der Finanzkrise waren", kritisierte der FDP-Finanzexperte Volker Wissing im SPIEGEL.

      Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete unterdessen unter Berufung auf einen Prüfbericht an den Bafin-Verwaltungsrat, in der Behörde seien im Juli des vergangenen Jahres - unmittelbar vor dem Höhepunkt der Finanzkrise - 45 Prozent der offenen Stellen zwischen sechs Monaten und drei Jahren nicht besetzt gewesen. Dabei habe es sich überwiegend um Stellen des gehobenen Dienstes gehandelt.

      Zudem habe die Bafin trotz "erheblicher Arbeitsrückstände" auf die Weiterbeschäftigung von Aushilfskräften verzichtet, schrieb das Blatt. In vier Referaten seien teilweise die Vorgänge seit mehreren Jahren unbearbeitet geblieben. Nach Feststellung der Rechnungsprüfer hätten einzelne Beamte ohne Kontrolle bereits festgesetzte Zwangsgelder in Höhe von bis zu 250.000 Euro je Einzelfall wieder erlassen können, schrieb das Magazin.

      Solche internen Anordnungen seien unter Missachtung des Vieraugenprinzips getroffen worden. Die Bafin, die Banken und Versicherungen beaufsichtigt, untersteht dem Bundesfinanzministerium.

      manager-magazin.de mit Material von ddp und dpa
      http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,628943…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:21:48
      Beitrag Nr. 6.096 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.475 von Datteljongleur am 07.06.09 11:16:06Guten Morgen Datteljongleur,

      Ich bin 51 und kann in Frührente gehen.

      dies fand auch ich etwas befremdend. Er scheint es sich leisten zu können ...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:22:19
      Beitrag Nr. 6.097 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.489 von Maraho am 07.06.09 11:19:21Nach Feststellung der Rechnungsprüfer hätten einzelne Beamte ohne Kontrolle bereits festgesetzte Zwangsgelder in Höhe von bis zu 250.000 Euro je Einzelfall wieder erlassen können, schrieb das Magazin.

      Klasse!

      Aber wenn ein Hartzler 10€ nebenher verdient, rückt der Staat mit der GSG9 an!

      Alles wie gehabt!:laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:27:38
      Beitrag Nr. 6.098 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.500 von Datteljongleur am 07.06.09 11:22:19Artikel 3 GG

      (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

      (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

      (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


      http://dejure.org/gesetze/GG/3.html

      Manche sind gleicher! ;)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:33:49
      Beitrag Nr. 6.099 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.869 von windei am 06.06.09 23:25:00Guten Morgen windei,

      ein toller Beitrag von Dir, der bei mir einen Nerv trifft! Mir ist eine ähnliche Erkenntnis erst letztes Jahr gekommen.

      Dies nur kurz, bevor Dein Posting "wegrutscht" - die Familie hat heute das Sagen.

      Danke auch an Maraho für den Kommentar dazu
      und schönen Sonntag @all
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:36:34
      Beitrag Nr. 6.100 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.543 von kevine1 am 07.06.09 11:33:49Guten Morgen kevine,
      auch Dir einen schönen Sonntag!

      Gruß von Maraho
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:41:46
      Beitrag Nr. 6.101 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.973 von Maraho am 06.06.09 17:13:19Neue Erkenntnisse bringt folgende Ausführung nicht wirklich ...

      WELTWÄHRUNG UNTER DRUCK
      Wie die USA aus der Dollar-Falle entkommen könnten
      Von Christoph Rottwilm

      Die Aktienkurse steigen wieder, gleichzeitig verliert der Dollar an Wert - Investoren fürchten die Rekordschulden der USA, eine drohende Inflation, und immer mehr Länder wollen eine neue Welt-Leitwährung. Doch wer den Greenback schon jetzt abschreibt, könnte sich verspekulieren.


      Hamburg - Die Märkte sind sich einig: Seit März spielen sie wieder heile Welt. Das lässt sich an den Aktienkursen ebenso ablesen wie beispielsweise an den Rohstoffpreisen und an den Renditedifferenzen bei Anleihen.

      Der Grund für die Entwicklung liegt auf der Hand. Die Furcht vor einer tiefen wirtschaftlichen Depression ist gewichen. Stattdessen herrscht jetzt die Zuversicht, dass es auch aus dieser Rezession eine Rückkehr auf den Wachstumspfad geben wird - und da will keiner zu spät in die Märkte einsteigen.

      Auch die seit April anhaltende Schwäche des US-Dollar ist zum Großteil auf diesen Sinneswandel zurückzuführen. Zuvor hatte der Dollar monatelang einen stetigen Wertanstieg verzeichnet, getrieben vor allem von der Nachfrage vieler Anleger nach den als sehr sicher geltenden US-Staatsanleihen.

      Der Dollar-Hype ist jedoch seit einiger Zeit vorbei. Im Dezember 2008 stockte er zum ersten Mal. Seit März dieses Jahres hat der Greenback gegenüber dem Euro nun bereits fast 15 Prozent an Wert verloren - die schwindende Risikoaversion der Anleger wird von Experten als wichtiger Grund dafür genannt.

      Es gibt aber noch andere Gründe. Und die hängen vor allem mit der Entwicklung des US-Staatshaushalts zusammen. Viele Akteure am Devisenmarkt sind offenbar besorgt über die ausufernde US-Staatsverschuldung und die von der US-Notenbank betriebene expansive Geldpolitik.

      "In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass eine Währung eher Zuspruch erhält, je defensiver sich die jeweilige Notenbank verhält", sagt Kornelius Purps, Zinsstratege der Unicredit Group. "Die Fed hat ihre Zinsen früh Richtung null gesenkt und schon Ende 2008 die Möglichkeit zum Ankauf von Anleihen, das sogenannte Quantitative Easing, angedeutet." Wenn die EZB erst jetzt die Details ihres Quantitative-Easing-Programms vorstelle, so Purps, wirke das zwar schon fast etwas verspätet - dem Euro aber helfe es.

      Klar ist: Ein schwacher Dollar hat auch Vorteile für die USA. Die Exporte des Landes werden dadurch angekurbelt. Das hilft, das Minus in der Handels- und in der Leistungsbilanz auszugleichen.

      So gesehen könnte der US-Regierung die Aufregung um den Dollar auf dem internationalen politischen Parkett durchaus recht sein. Viele Länder, die jahrelang die Verschuldung der Vereinigten Staaten mitfinanziert haben, monieren inzwischen die amerikanische Finanzpolitik - und stellen den US-Dollar als globale Leitwährung infrage.

      China etwa forderte vor Wochen offen die Ablösung des Dollar als Weltreservewährung und brachte stattdessen eine Aufwertung der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Gespräch. Angesichts der Tatsache, dass die Chinesen gewaltige Dollar-Reserven gebunkert haben und kein Interesse an deren Entwertung haben können, ist diese Forderung zwar nicht wirklich glaubwürdig. Sie ist aber Ausdruck der zunehmenden Skepsis gegenüber der wichtigsten Weltwährung. "Der Dollar ist momentan nicht die 'Currency of Choice'", bringt Experte Purps die Sache auf den Punkt.

      Stein des Anstoßes ist regelmäßig das steigende Staatsdefizit der USA. Allein in diesem Jahr, so wird geschätzt, wird Finanzminister Timothy Geithner Anleihen im Wert von bis zu zwei Billionen US-Dollar auf den Markt werfen. Experten stellen sich angesichts solcher Beträge vor allem zwei Fragen: Wie will Washington den Schuldenberg jemals wieder auf eine vernünftige Größe schrumpfen lassen? Und wer soll all die Anleihen eigentlich kaufen?

      Die erste Frage haben viele Anleger offenbar schon für sich beantwortet: Die USA könnten auf lange Sicht höhere Inflationsraten in Kauf nehmen. Das Szenario: Sollte die Fed im entscheidenden Augenblick, am Ende der Rezession nämlich, die Zinsen nicht im erforderlichen Maße anheben, so könnte der Wert des Dollar erodieren. Das hätte zwar steigende Preise für die amerikanischen Verbraucher zur Folge - die Staatsschulden würden aber real sinken (die Fachwelt spricht vom "Weginflationieren").

      Experten sind sich einig: Auch diese Inflationsbefürchtung trägt zur derzeitigen Dollar-Schwäche bei - und zum Anstieg des Goldpreises, der seit April um 13 Prozent zugelegt hat.

      Frage zwei (Wer kauft Minister Geithner all die Anleihen ab?) beschäftigt den angesehenen Anleihenexperten Bill Gross vom US-Rentenfondsanbieter Pimco in seinem aktuellen Marktausblick. "Bisher war es ausreichend, auf eine Erholung der US-Leistungsbilanz zu warten", schreibt Gross. Nun sei aber offensichtlich, dass die Chinesen und ähnliche Staaten das Defizit nicht mehr allein tragen können. "Jemand anderes muss Schecks über bis zu 1,5 Billionen Dollar ausstellen", so der Experte.

      Gross sieht zwei Lösungswege, die seiner Ansicht nach beide ernsthafte Konsequenzen für die USA und die weltweiten Finanzmärkte haben. Erstens: Die Verzinsung der US-Anleihen steigt. Das würde vor allem die US-Verbraucher und Unternehmen belasten, die in der Folge für Kredite höhere Zinsen zu zahlen hätten.

      Variante zwei: Die Fed, die nach Angaben von Gross schon jetzt auf ein jährliches Ankaufsvolumen von 400 Milliarden Dollar kommt, nimmt den USA auch künftig im großen Stil Anleihen ab. Auch der Experte weist dabei auf die Inflationsgefahr hin, die mit diesem Szenario verbunden ist.

      Was also wird passieren? Ist der Euro bald zwei Dollar wert? Steigt die Staatsverschuldung der USA tatsächlich, was einige Skeptiker ernsthaft befürchten, über 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts? Verlieren die Vereinigten Staaten, wie vor wenigen Tagen noch an den Märkten diskutiert, als Folge daraus bald ihr AAA-Rating für höchstmögliche Kreditwürdigkeit?

      "So weit wird es nicht kommen", urteilt Ulrich Leuchtmann. "Die Argumentation der Dollar-Bären wird immer lauter und schriller. Das zeigt meiner Meinung nach, dass den Skeptikern bald die Luft ausgeht." Die Dollar-Schwäche, so der Experte, sei möglicherweise schon bald zu Ende.

      Leuchtmanns Optimismus kommt nicht von ungefähr. "Es gibt auch andere Wege, eine Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen, als sie wegzuinflationieren", sagt er. Eine Möglichkeit dazu ist ein starkes Wirtschaftswachstum, das die Steuereinnahmen steigern und Konjunkturstützen obsolet machen würde. "Das hätte den positiven Effekt, dass auch das Verhältnis der Staatsschuld zum BIP in Grenzen gehalten würde", sagt Leuchtmann. "Das Rating der USA geriete also nicht in Gefahr."

      Nach Ansicht des Experten spricht einiges dafür, dass die USA auf diesem Wege aus der Krise finden. "Am Ende einer Rezession muss eine Volkswirtschaft immer auf niedrigerem Niveau agieren und mit geringerer Produktionskapazität auskommen", sagt er. "Daraus folgt, dass auch die Reallöhne sinken müssen." Laut Leuchtmann haben aber zahlreiche Untersuchungen gezeigt, dass die USA im Vergleich beispielsweise zum Euro-Raum wesentlich besser auf diese Anforderungen reagieren können.

      Bleibt allerdings die Frage, ob sie es auch diesmal wieder schaffen.

      Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,628992,00.html …
      279 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 11:48:12
      Beitrag Nr. 6.102 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.197 von Maraho am 07.06.09 09:29:38Weiterführend.
      Ein Interview ...

      Nichtwähler: "Irgendwer muss Politik machen"

      Bei der Europawahl wird die Wahlbeteiligung vermutlich wieder katastrophal niedrig sein. Gefährden Nichtwähler den Staat, die Demokratie, das Parteienwesen? Sollte man sie zur Wahl zwingen? Ein stern.de-Interview mit dem Politikwissenschaftler Ulrich von Alemann.

      Weiterlesen ... http://www.stern.de/politik/deutschland/:Nichtw%E4hler-…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:02:22
      Beitrag Nr. 6.103 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.973 von Maraho am 06.06.09 17:13:19In Bezug (zur gerade stattfindenden Konferenz).
      Die wissen, wieso ...

      Russland
      Mittelstand bleibt trotz großer Risiken am russischen Markt

      Wenn sich an diesem Wochenende die Russland-Investoren aus aller Welt beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg treffen, wird die Stimmung getrübt sein: Russland ist stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen als andere Länder, der Boom der vergangenen Jahre ist vorbei.

      Trotzdem bleiben deutsche Mittelständler am Markt, wie eine Exklusiv-Studie der WirtschaftsWoche und des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners ergab.

      Nirgendwo ist Europa in den letzten Jahren so rasant gewachsen wie in Russland. Seit Ex-Präsident Wladimir Putin im Jahr 2000 die Kommandobrücke des Kremls betrat, legte die Wirtschaft im weltgrößten Flächenstaat um knapp acht Prozent pro Jahr zu. Das lockte auch deutsche Mittelständler auf den Boom-Markt im Osten, wo sie dank eines grenzenlosen Konsums und gigantischen technologischen Nachholbedarfs atemberaubend hohe Margen erzielten.

      Die globale Wirtschaftskrise überrollt nun auch den russischen Markt. Es zeigt sich, dass viele Investitionen der vergangenen Jahre auf Pump finanziert wurden und plötzlich Geld für Neuanschaffungen fehlt. Gleichzeitig erweist sich das hierarchisch geführte Wirtschaftssystem als zu schwerfällig, um schnell auf die Krise und ihre Folgen zu reagieren.

      Trotz Korruption und Bürokratie keine Rückzieher

      In einer umfangreichen Studie gingen Simon-Kucher & Partners und die WirtschaftsWoche der Stimmung unter Russland-Investoren im deutschen Mittelstand auf den Grund. Basierend auf einer Umfrage unter mehr als 1.600 Entscheidern zeigte sich, dass praktisch kein Unternehmen am Standort Russland einen Rückzieher machen will - und das, obwohl nahezu jeder Investor das Investitionsklima durch überbordende Korruption, komplizierte Gesetzgebung und investorenfeindliche Bürokratie getrübt sieht.

      „Die russische Wirtschaft bietet deutschen Mittelständlern immer noch ausgezeichnete Absatzchancen“, sagt Harald Schedl, Russlandchef der an der Exklusiv-Umfrage beteiligten Beratungsfirma Simon-Kucher & Partners. „Deswegen sind die meisten Investoren bereit, auch hohe Investitionshürden in Kauf zu nehmen.“ Wie die Teilnehmer die Krise in Russland einschätzen, welche Bilanz sie bis dato ziehen und mit welcher Strategie sie bis zum nächsten Aufschwung überwintern, können Sie hier in den Ergebnissen der Studie (pdf-Format, 400 KB) nachlesen.

      Weiteres (Link zur Studie) ... http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/mittelstand-bleib…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:13:09
      Beitrag Nr. 6.104 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.568 von Maraho am 07.06.09 11:41:46moin @ all

      Bleibt allerdings die Frage, ob sie es auch diesmal wieder schaffen

      Vom "Verbraucher" keine Spur...http://www.boerse-go.de/nachricht/US-Konjunktur-Verbraucher-…

      Nicht nur die Amis sind für mich in der Zwickmühle, da auch die steigenden Marktzinsen das herbeigeredete Konjunkturpflänzchen zertreten könnte...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:19:00
      Beitrag Nr. 6.105 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.972 von Maraho am 06.06.09 11:39:45Noch ein Fundstück zu diesem Thema, diesmal aus der gegenüberliegenden Ecke ...

      Obamas Auschwitz

      Ich kann Barack Obama nicht ausstehen. Ich finde ihn weder „gutaussehend“, wie manche sagen, noch „sympathisch“, noch glaubwürdig. Die pseudomessianische Verklärung, die er bisher zum Teil erfahren hat, ist abstoßend und dumm, ein Produkt aus kluger PR, Post-Bush-Traumata und wohl auch des in den USA weit verbreiteten und vom medialen Mainstream geschürten „White guilt“-Komplexes.

      Weiterlesen ... http://www.sezession.de/5387/obamas-auschwitz.html
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:24:35
      Beitrag Nr. 6.106 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.708 von Maraho am 07.06.09 12:19:00Obama kannst vergleichen mit dem neuen "IPhone-Killer" von Palm. Erst kommt der große Andrang und dann entpuppt sich das Teil ebenfalls nicht als die längste Praline der Welt, sondern is auch bloß ein Schokoriegel von Vielen...:laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:29:23
      Beitrag Nr. 6.107 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.689 von reimar am 07.06.09 12:13:09Servus reimar,
      das hatten wir gestern schon. Triakel hat eine sehr durchdachte Ausführung dazu geschrieben: Seite 602, Beitrag #6017.

      Ich habe den Artikel aus dem "Spiegel" nur zur Dokumentation hier reingestellt. Neue Erkenntnisse bringt er nicht wirklich.
      Und, wie auch Du festgestellt hast, die Zusammenhänge ... . Unbefriedigend!

      Gruß von Maraho

      P.S.: Wie war der Spargel? ;)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:30:29
      Beitrag Nr. 6.108 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.732 von reimar am 07.06.09 12:24:35Ns

      das mit dem Schokoriegel bitte nicht so wörtlich nehmen :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:36:39
      Beitrag Nr. 6.109 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.746 von Maraho am 07.06.09 12:29:23komme kaum noch nach, alle Posts zu lesen...:cry:
      Liegt sicher auch daran, daß Privatleben Priorität hat, siehe Spargel-link ;)

      war, wie immer lecker :lick: und hatte noch andere private Aktivitäten zur Folge :D
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:43:12
      Beitrag Nr. 6.110 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.752 von reimar am 07.06.09 12:30:29http://iq.lycos.de/qa/show/171447/Wieso-gibt-es-in-Deutschla… ;)

      So, ich werde jetzt mal wählen gehen.
      Bis nachher ...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 12:53:51
      Beitrag Nr. 6.111 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.790 von Maraho am 07.06.09 12:43:12Mohrenköpfe find ich noch viel diskremierender ;)

      Dieser aufgesetzte Korken auf die leere Europa-Flasche fliegt auch ohne mich bald ab :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:01:44
      Beitrag Nr. 6.112 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.774 von reimar am 07.06.09 12:36:39... und hatte noch andere private Aktivitäten zur Folge

      Das habe ich jetzt aber nicht verstanden! ;) :laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:06:16
      Beitrag Nr. 6.113 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.790 von Maraho am 07.06.09 12:43:12So, ich melde mich zurück.

      Im Wahllokal war übrigens regelrechter Totentanz. Eine Stimmung wie ´45 im Bunker. So in etwa kam es mir vor.
      Die armen Wahlhelfer. Ihre Mienen sprachen Bände ...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:13:33
      Beitrag Nr. 6.114 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.519 von Maraho am 07.06.09 11:27:38Passt recht gut.
      Mal ein Lied ...

      Georg Kreisler - Meine Freiheit, Deine Freiheit
      http://www.youtube.com/watch?v=QeGtUSA73_g
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:23:32
      Beitrag Nr. 6.115 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.335.185 von Maraho am 06.06.09 12:35:55In gewissem Bezug. Etwas von Gorbatschow ...

      Gorbatschow verlangt eine Perestroika für die USA und die ganze Welt

      In der Sonntagsausgabe der Washington Post ( http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/06… ) hat der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow einen Artikel als Gastkommentator veröffentlicht, in dem er den Westen angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einer eigenen "Perestroika" aufruft. Das Wirtschaftsmodell, das sich Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte, habe sich "als unhaltbar erwiesen".

      “Unsere Perestroika signalisierte die Notwendigkeit für eine Veränderung in der Sowjetunion, aber es war nicht als Kapitulation gegenüber dem US-Modell gemeint. Heute ist die Notwendigkeit für eine weitreichende Perestroika – eine für Amerika und der Welt – klarer als je zuvor.“

      Gorbatschow beschreibt die eigene Zerreissprobe: “Zuerst quälten wir uns unter der Illusion, dass die Renovierung des existierenden Systems – Veränderungen innerhalb des sozialistischen Modells – genügen würde. Aber der Gegendruck von der Kommunistischen Partei und der regierenden Bürokratie war zu stark. Gegen Ende 1986 wurde es mir und meinen Unterstützern klar, das nicht weniger als der Ersatz der Bausteine des Systems notwendig war.

      Gorbatschow erklärt, der Kapitalismus hat nicht triumphiert, sondern nur die eigene Krise verzögert, in dem er sagt: “Im Westen wurde der Zusammenbruch der Sowjetunion als Sieg betrachtet und als Beweis, der Westen muss sich nicht verändern. Die westlichen Staatsführer waren überzeugt, dass sie am Steuer des richtigen Systems und eines gut funktionierenden, fast perfekten Modells waren.

      Aber dann kam die Wirtschaftskrise 2008 und 20009 und es wurde klar, dass das neue westliche Modell eine Illusion war, die nur hauptsächlich den sehr reichen nützt. Statistiken zeigen, dass die Armen und die Mittelklasse sehr wenig Vorteile vom Wirtschaftswachstum der letzten Dekade erlebt haben.“

      Gorbatschow sagt weiter, die globale Krise zeigt, die Führer der wichtigsten Mächte, speziell der USA, haben die Signale für eine eigene Perestroika verpasst. Das Resultat ist eine Krise, die nicht nur finanziell und wirtschaftlich sich darstellt, sondern auch politisch.

      "Das Modell des 20. Jahrhunderts sei nicht haltbar," sagt Gorbatschow, "es bestand nur durch Superprofite und Überkonsum einiger weniger, auf zügelloser Ausbeutung der Ressourcen und Mangel an Verantwortung gegenüber dem Sozialen und der Umwelt."

      Er sagt weiter: „Wenn die vorgeschlagenen Lösungen nur eine Neuverpackung des alten System sind, dann werden wir eine weitere, vielleicht noch Grössere Turbulenz in Zukunft erleben. Das derzeitige Modell benötigt keine Justierung, sondern muss ersetzt werden.“

      Gorbatschow betont, er hätte keine Patentrezepte, aber er ist überzeugt, ein neues Modell wird sich herauskristallisieren, welches die Bedürfnisse der Öffentlichkeit in den Vordergrund stellt, eine saubere Umwelt, gut funktionierende Infrastrukturen und öffentlicher Verkehr, ein solides Ausbildungs- und Gesundheitssystem und bezahlbaren Wohnraum ermöglichen wird.

      Zum Schluss sagt Gorbatschow, Washington wird eine spezielle Rolle in dieser neuen Perestroika spielen, nicht nur weil die USA der Hauptarchitekt und Profiteur des bestehenden Modells ist, sondern weil dieses Modell zusammenbricht und früher oder später ersetzt wird. Das wird ein komplexer und schmerzhafter Prozess für jeden werden, einschliesslich der Vereinigten Staaten.

      „Wir werden die globalen Herausforderungen bewältigen, aber nur wenn jeder die Notwendigkeit für eine grundlegende Veränderung versteht – für eine globale Perestroika.“

      Quelle und weiteres ... http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/06/gorbatsc…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:31:21
      Beitrag Nr. 6.116 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.714.434 von Maraho am 06.03.09 12:43:12Etwas weiteres zu dieser Branche.

      Jobabbau
      Thomas Cook plant rigiden Sparkurs

      Verwaltung, EDV und vor allem im Personalbereich: Die Arcandor-Tochter sucht fieberhaft auf allen Ebenen nach Einsparmöglichkeiten. Firmen-Insider rätseln nun, wie viele Jobs bei Thomas Cook wegfallen werden.


      Unabhängig von einer drohenden Insolvenz seines Mutterkonzerns Arcandor will der Reisekonzern Thomas Cook die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken und über Sparmaßnahmen beraten. Das Unternehmen teilte am Samstag mit, "dass Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen wurden, um Vorschläge für eine weitere Effizienzsteigerung des operativen Geschäfts und eine weitere Verbesserung der Kostenstrukturen zu diskutieren". Thomas Cook bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des "Spiegel".

      Das Unternehmen soll Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung aufgenommen haben, um Details zu einem weiteren, von der Beratungsfirma Roland Berger ausgearbeiteten Sparprogramm zu klären. Mit dessen Hilfe sollen dem Bericht zufolge vor allem die Personal-, Vertriebs- und EDV-Kosten in den kommenden beiden Jahren um einen zweistelligen Millionenbetrag gesenkt werden. Wie viele Jobs der Streichaktion zum Opfer fallen könnten, sei noch unklar. Firmen-Insider nennen eine Größenordnung von 150 bis maximal 250. Thomas Cook lehnte eine Stellungnahme dazu ab und verwies auf laufende Verhandlungen.

      Engere Zusammenarbeit bei den Hausmarken

      Auch im Ausland soll es offenbar Veränderungen geben: Zurzeit werde überlegt, ob Thomas Cook in bestimmten Urlaubsländern überhaupt noch eigene Reiseleiter beschäftigen oder die Gäste vor Ort lieber über eine Telefon-Hotline betreuen solle. Parallel dazu wolle der Konzern auch seine Organisation straffen. Die heimischen Veranstaltermarken Neckermann und Thomas Cook sollen nach Informationen des "Spiegels" künftig gemeinsam betreut und vertrieben werden. Auch für den Einkauf von Hotel-Kontingenten gebe es vom 1. Juli an nur noch eine zentrale Abteilung.

      In der Mitteilung des Unternehmens hieß es lediglich: "Die Kostenführerschaft ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Alle Prozesse und Geschäftsstrukturen werden deshalb unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und dem aktuellen Geschäftsverlauf permanent überprüft, um sicherzustellen, dass diese stets bestens auf die sich wandelnden Markt- und Kundenbedürfnisse abgestimmt sind."

      Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/handel_dienstleister/:Jobab…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 14:53:36
      Beitrag Nr. 6.117 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.130 von Maraho am 07.06.09 08:34:41Dies z.B. meinte ich heute morgen mit der Bemerkung: Letzteres, also die Anknüpfung an 1945/Kapitulation, halte ich auch für das Zusammenwachsen Europa`s für sehr wichtig. Ohne diese Anknüpfung dürfte dasselbe nicht gelingen, da noch zuviele Leichen im Keller sind.

      Moskau gegen Polen
      Märchenstunde mit Medwedew
      von Nils Kreimeier

      Die Kreml-Kampagne gegen Geschichtsfälschung liefert groteske Ergebnisse: Ein Historiker gibt Polen die Schuld am Zweiten Weltkrieg.

      Weiterlesen ... http://www.ftd.de/politik/international/:Moskau-gegen-Po…

      Wobei wiederum von Polen nichts hierzu kundgetan wird ...

      http://de.wikipedia.org/wiki/Polnisch-Sowjetischer_Krieg

      Auch Polen ist nicht nur Opfer! Leichen in jedem Keller ...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 15:07:05
      Beitrag Nr. 6.118 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.323.136 von Maraho am 04.06.09 20:32:30Ergänzend.

      US-Banken weiten Gold-Short-Spekulationen am Future-Markt aus

      US-Banken haben ihr Short-Engagement auf Gold an der Warenterminbörse COMEX Anfang Juni weiter ausgeweitet und die Marktkonzentration in diesem Segment damit noch einmal erhöht.

      Dies ist aus dem aktuellen Report der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zu entnehmen.

      Weiterlesen ... http://www.goldreporter.de/goldblog/index.php#89
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 15:19:28
      Beitrag Nr. 6.119 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.266.053 von Maraho am 27.05.09 19:56:11In Bezug.

      Verbrauchern drohen trotz Krise höhere Preise für Strom

      Die Verbraucher müssen trotz Wirtschaftskrise teilweise erheblich mehr für Strom bezahlen. Grund ist nach einem Magazinbericht, dass die Behörden den Unternehmen bis zu 24 Prozent mehr für die Nutzung ihrer Stromleitungen genehmigt haben.


      Die deutschen Verbraucher müssen trotz der Wirtschaftskrise teilweise erheblich mehr Geld für Strom bezahlen. Das Plus belaufe sich auf bis zu 45 Euro jährlich, wie der "Spiegel" unter Berufung auf den Ökostrom-Anbieter Lichtblick berichtet. Demnach haben die großen Energieversorger und Stadtwerke in den vergangenen Monaten ihre Nutzungsgebühren für Stromverteilnetze zum Teil drastisch erhöhen können. So hätten die Behörden den Unternehmen je nach Region zwischen drei und knapp 24 Prozent mehr für die Nutzung ihrer Stromleitungen genehmigt.

      Pro Haushalt und Jahr ergebe das Mehrkosten zwischen drei und knapp 45 Euro, heißt es in dem Bericht. Diese Summe wird nach internen Berechnungen etwa im Versorgungsgebiet von Eon Edis in Mecklenburg-Vorpommern fällig.

      Quelle: http://www.op-marburg.de/newsroom/wirtschaft/art161,87631…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 15:29:18
      Beitrag Nr. 6.120 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.337.145 von Maraho am 07.06.09 08:50:14Ein kurzer Zwischenbericht ...

      Europawahl in Deutschland bislang mit schwacher Beteiligung

      Berlin (dpa) - Bei der Europawahl in Deutschland ist die Wahlbeteiligung bis zum Mittag schwach gewesen. Die Zahl der Wähler blieb in vielen Teilen des Landes hinter der von vor fünf Jahren zurück. Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Ergebnisse dürfen erst nach dem Schließen der letzten Wahllokale in Europa um 22.00 Uhr veröffentlicht werden. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis für Deutschland wird erst nach Mitternacht gerechnet. In sieben Bundesländern finden heute Kommunalwahlen statt.

      © Die Welt
      erschienen am 07.06.2009 um 14:32 Uhr
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 15:45:30
      Beitrag Nr. 6.121 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.596.104 von Maraho am 17.02.09 17:25:35Mal wieder was von ...

      Conti/Schaeffler: Wulff präsentiert Rettungsmodell

      Hamburg (BoerseGo.de) - Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff erstmals ein konkretes Modell für die Zukunft des Automobilzulieferers Continental und der Schaeffler-Gruppe vorgestellt. Dabei müssten nicht nur die Eigentümer und die Banken sondern auch der Staat und die Mitarbeiter etwas einbringen, sagte Wulff in einem Gespräch mit "Focus".

      Weiterlesen ... http://www.boerse-go.de/nachricht/,a1257209.html
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      schrieb am 07.06.09 15:54:10
      Beitrag Nr. 6.122 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.594 von kevine1 am 06.06.09 20:48:41In Bezug.

      «Verschlossene Auster» an Bankenverband

      Hamburg (AP) Als «Informationsblockierer des Jahres» hat das Journalisten-Netzwerk Recherche dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) seinen Kritik-Preis «Verschlossene Auster» zugedacht. Das Netzwerk warf den Banken vor, sich der Öffentlichkeit in der Krise nicht ausreichend gestellt zu haben, sondern abgetaucht zu sein. «Sie weigern sich, ihre Fehler einzugestehen, Versäumnisse zu erklären und Verantwortung zu übernehmen.»

      Der Vorsitzende Thomas Leif kritisierte auf der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche am Freitag in Hamburg: «Die meisten Banken betreiben ihre Öffentlichkeitsarbeit nach dem Muster Tricksen, Tarnen, Täuschen.» Als «Laudator» warf der Bremer Professor Rudolf Hickel dem Bankenverband «Fehlinformation, Halbwahrheiten, lobbyistische Rechtfertigungen» vor.

      Das Netzwerk fordert ein öffentliches Schuldeingeständnis der Banken. Der Geschäftsführende Vorstand des Bankenverbands, Manfred Weber, wies in einer Stellungnahme einen Teil der Vorwürfe zurück, räumte aber ein: «Ich kenne zu viele Fälle, in denen Banken unglücklich oder gar nicht kommuniziert haben. Da schließe ich auch den Bankenverband nicht aus.» Den pauschalen Vorwurf, die Banken hätten die Aufklärung behindert, weise er jedoch zurück. Die Arbeit des Verbands sei transparent.

      Quelle: http://de.biz.yahoo.com/07062009/12/verschlossene-auste…

      http://de.wikipedia.org/wiki/Transparent
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 15:56:09
      Beitrag Nr. 6.123 ()
      gucke gerade http://www.youtube.com/watch?v=GFxI5AQ-JPc&feature=PlayList&…

      ganz lockere Videos von Andreas Popp--wir kennen es schon---vielleicht zum Weiterleiten an Newcomern....lg Birgit
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 16:10:13
      Beitrag Nr. 6.124 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.452 von Maraho am 06.06.09 20:01:03Ergänzend.

      Die neue Unübersicht bei Opel und GM
      Geschrieben von dels

      Am Sonntag Morgen habe ich die Opel-Mindmap aktualisiert (Klick hier oder auf die Abbildung im Original/Link unten).
      Schaut man auf die Karte des Interessengeflechts, dann ist für Außenstehende weiter kein klares Bild mehr zu erkennen. Im Gegenteil, der Prozess wird immer unübersichtlicher. Zu viele Beteiligte erschweren die Neuausrichtung in nicht mehr kalkulierbarer Weise. Neu hinzukommen jetzt offenbar die Opel Mitarbeiter, die eine eigene AG gründen wollen, um sich mit 10% an Opel bzw. der New-Opel zu beteiligen.

      Weiterlesen ... http://www.blicklog.com/2009/06/07/die-neue-unbersicht-…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 16:31:00
      Beitrag Nr. 6.125 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.594 von kevine1 am 06.06.09 20:48:41Der "Spiegel" ist auch draufgekommen ...

      GRENZEN DER KONJUNKTURPAKETE
      Schluss mit der Abwrack-Orgie

      Vor einem halben Jahr hat die EU ihr 200-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket beschlossen - doch wann die Regierungen ihre Ausgaben wieder zurückfahren wollen, darüber schweigen sie. Dabei ist eine Deckelung der Staatshilfe dringend erforderlich. Und zwar schnell.

      Weiterlesen ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,626331,00.html …
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 16:31:51
      Beitrag Nr. 6.126 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.381 von Birgit.Tersteegen am 07.06.09 15:56:09Danke!
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 16:47:40
      Beitrag Nr. 6.127 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.119 von Maraho am 07.06.09 14:23:32Gorbatschow verlangt eine Perestroika für die USA und die ganze Welt

      Guter Artikel von Gorbi.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 17:23:34
      Beitrag Nr. 6.128 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.560 von AHEO am 07.06.09 16:47:40Guten Abend AHEO,

      dies empfinde ich auch. Insbesondere da er (Gorbatschow) die Sachverhalte bzw. die kommenden Abläufe genauso beschreibt, wie dies auch in einigen anderen Ausführungen, die hier in diesem Thread zu finden sind, nachzulesen ist.

      Deshalb für diejenigen, die den Artikel übersehen haben, noch einmal der Hinweis:
      Gorbatschow verlangt eine Perestroika für die USA und die ganze Welt auf Seite 611.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 17:41:27
      Beitrag Nr. 6.129 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.887.697 von Maraho am 31.03.09 14:04:23In Bezug.

      Klaus Töpfer
      ''Die Abwrackphilosophie kann keine Basis sein''

      Klaus Töpfer über Lernprozesse, den Klimawandelund die unendliche Reform der Vereinten Nationen.

      Können Menschen aus Krisen lernen?

      Krisen erfordern, dass man neue Wege gehen muss. Das Lernen ist ein Willensakt. Ein großer Philosoph hat zurecht gesagt: Die Festigkeit gehört in den Willen, nicht in den Verstand. Ideologen sehen das genau umgekehrt.

      Können Sie an den weltweit verabschiedeten Konjunkturprogrammen einen Lernprozess ablesen?

      Ich habe einigermaßen geschockt zur Kenntnis genommen, wie sich über Nacht die großen Anwälte einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik um 180 Grad zu Keynesianern gedreht haben, die sich an der Nachfrageentwicklung orientieren. Das war schon bemerkenswert und hat die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftswissenschaften nicht gerade erhöht. Vielleicht ist das so ein Lernprozess, vor allem mit Blick auf die Aufgaben des Staates. Die Finanzkrise ist aus meiner Sicht ein Offenbarungseid der Kurzfristigkeit. Langfristiger zu denken und die Weichen entsprechend zu stellen, haben wir daraus aber wohl noch nicht gelernt. Ich freue mich, dass Kanzlerin Angela Merkel eine Charta für nachhaltiges Wirtschaften fordert, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die bisher beschlossenen Konjunkturprogramme einer solchen Charta tatsächlich entsprechen würden. Zur Lösung dieser geradezu mutwillig selbst verschuldeten Finanz- und Wirtschaftskrise müssen wir viel stärker Beiträge zur Lösung der viel weiter reichenden Klimakrise leisten – nicht nur kurzfristige Reaktionen, sondern nachhaltige Änderungen. Die Wirtschaftskrise wird viele Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, schwer belasten. Aber sie geht vorbei. Die Klimakrise dagegen wartet nicht ab, sondern schreitet voran, und wir werden sie nicht im Nachhinein reparieren können. Wir müssen die Wirtschaft so umstrukturieren, dass sie mittel- und langfristig zukunftsfähig wird, eben auch klimagerecht. Und da gibt es noch viel zu tun.

      Meinen Sie damit die Abwrackprämie?

      Wir haben über Jahre erfolgreich daran gearbeitet, dass in Deutschland eine Kreislaufwirtschaft verwirklicht wird. Diese ist ein Exportartikel der deutschen Umweltpolitik geworden. Und dann eine Abwrackprämie! Zurück zur Wegwerfgesellschaft – wieder nur kurzfristige Eingriffe, keine strukturellen Änderungen. Die Abwrackphilosophie kann keine Basis sein für eine Welt, in der bis 2050 rund 8,5 Milliarden Menschen leben werden, die mit den begrenzten Ressourcen dieser Welt werden auskommen müssen.

      Die Aussicht, durch die Finanzkrise womögliche ihre Altersversorgung zu verlieren, hat viele Menschen mehr aufgeschreckt als schmelzende Eisberge. Kann diese Erschütterung eine Basis sein, um ein radikales Umdenken in Gang zu setzen?

      Man kann es Menschen ja nicht übelnehmen, dass sie besorgt sind über die Folgen einer Wirtschaftskrise, die sie nicht selbst verursacht haben, die Folgen für ihren Arbeitsplatz, für ihr Erspartes hat. Die Kunst für die Politik ist es, solche Antworten auf die Finanzkrise zu liefern, die gleichzeitig zur Bewältigung der Klimakrise taugen. Wenn ich den Menschen sagen kann, dass eine Politik, die den Klimawandel bekämpft, die Naturkapital erhält, uns auch bei der Überwindung der Wirtschaftskrise hilft, dann ist es möglich, dafür die Zustimmung der Menschen zu gewinnen. Um Arbeitsplätze auch in Zukunft sicher zu machen, müssen wir die Wirtschaft jetzt auf höhere Energieeffizienz, auf erneuerbare Energien umstrukturieren. Ich war lange genug Minister, um zu wissen, wie schwer das ist.

      Müssen Politiker riskieren, mit einer solchen Botschaft auch Wahlen zu verlieren?

      Wenn man gut begründet die Vernunft der Menschen anspricht, kann man mit einer solchen Politik auch Wahlen gewinnen. Viele erkennen, dass wir vor der Wirtschaftskrise wirtschaftliches Wachstum dadurch erreicht haben, dass wir Kosten auf die Zukunft abgewälzt haben. Manche nennen das Gier. Mich interessiert, welche Strukturen haben das möglich gemacht, und wie müssen wir sie verändern, um solche Exzesse der Kurzsichtigkeit in der Zukunft zu vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auf die Frage besinnen, welche Rolle der Staat in der ökologischen und sozialen Marktwirtschaft spielen soll. Was lehrt uns diese Krise angesichts der lange vorherrschenden Forderung, dass sich der Staat aus allem zurückzuziehen habe? Ökologische und soziale Marktwirtschaft braucht klare staatliche Regelungen, braucht einen verantwortlich handelnden Staat.

      Sie haben auch für die Vereinten Nationen gearbeitet. Lässt sich mit diesen Strukturen der notwendige Wandel herbeiführen?

      Ich glaube nicht. 1992 ist beim Erdgipfel in Rio der Begriff einer nachhaltigen Entwicklung in die Debatte gebracht worden. Wir haben damals bemerkenswerte Entscheidungen getroffen. Aber wir haben nicht danach gefragt, welche institutionellen Konsequenzen das haben sollte. Das Einzige, was in Rio als institutionelle Erweiterung des UN-Systems beschlossen worden ist, war die Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD). Diese war und ist bis heute ein Null-Ergebnis – ich habe diese Kommission im zweiten Jahr ihres Bestehens geleitet, ich weiß also, wovon ich spreche. Sie hat überhaupt keine Auswirkungen auf das Entscheidungsverhalten gehabt. Deswegen halte ich die Forderung nach einer neuen „Kommission für unsere gemeinsame Zukunft“ für richtig, wie sie in den späten achtziger Jahren von der früheren norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland geleitet worden ist. Diese sollte über nachhaltige Entwicklung in einer kohlenstoffarmen Weltwirtschaft nachdenken und die institutionellen Konsequenzen mitbedenken. Wir haben jahrelang über eine UN-Reform diskutiert. Das ist schwierig, und keiner hat sich an die UN-Charta herangewagt, obwohl es viele gute Ideen gab. Aber wir haben uns ja nicht einmal getraut, das Trusteeship-Council abzuschaffen, in dem die Interessen der noch nicht in die Unabhängigkeit entlassenen Kolonien vertreten wurden. Es gibt seit 1994 keine Kolonien mehr, das Trusteeship- Council ist ohne jede Aufgabe. Wenn die Kanzlerin einen Weltwirtschaftsrat fordert, dann heißt das doch, dass wir so etwas nicht haben. Bundespräsident Horst Köhler hat ein neues Bretton Woods gefordert, dort sind die Grundlagen für den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, also die globale Finanzarchitektur, gelegt worden. Es ist eine der Ursachen der Krise, dass global handelnde Akteure wenn überhaupt nur nationalen Regelwerken gegenüberstanden.

      Muss es neben einem Wandel der Strukturen nicht auch einen Wandel der Mentalität eines jeden Einzelnen geben?

      Gerade in Deutschland gibt es dafür eine ganz gute Basis. Verglichen mit dem amerikanischen Konsumenten haben die Deutschen durchaus nachhaltig gehandelt. Es gibt eine hohe Sparquote, sie liegt bei 11,2 Prozent. Die Menschen sind sich bewusst, dass sie vorsorgen müssen. Die deutschen Sparer wurden regelrecht beschimpft, dass sie sich nicht wie die amerikanischen Konsumenten verschuldet haben, um die Weltwirtschaft anzutreiben. Es gibt also einen guten Resonanzboden für solche Veränderungen. Wir müssen erkennen, dass unser Lebensstil kein Exportartikel im globalen Maßstab sein kann. Wenn so krasse Wohlstandsunterschiede in dieser Welt hingenommen werden, darf man sich nicht wundern, wenn die auf der Schattenseite Lebenden versuchen, hierherzukommen. Es ist ja nicht so, dass es den Afrikanern in ihrer Heimat nicht gefällt. Sie haben nur zu Hause keine Perspektiven, sind womöglich Klimaflüchtlinge, zahlen die Kosten unseres Wohlstands durch den Klimawandel. Auch deshalb hat der Bundespräsident den bemerkenswerten Satz gesagt: Wir wollen beschließen, nicht mehr auf Kosten anderer zu leben.

      Was heißt das denn? Ein kleineres Auto, eine kleinere Wohnung, weniger heizen?

      Weniger bedeutet ja nicht weniger Lebensqualität. Nehmen wir ein Beispiel: Immer mehr Singlehaushalte haben einen Breitwandfernseher in ihrer Wohnung. Den schalten sie aber immer öfter gar nicht mehr an, sondern treffen sich zum Public Viewing an öffentlichen Plätzen oder in Kneipen, um gemeinsam Fußball oder irgendetwas anderes zu sehen. Es gibt Hunderttausende, die wieder Gemeinschaft suchen. So eine Entwicklung habe ich nicht erwartet. Um solche Veränderungen geht es. Aber wir müssen auch das Wachstumsparadox infrage stellen und uns fragen, welche Qualität des Wachstums wir wollen. Wenn etwas nicht immer mehr wird, bedeutet das noch keinen Verzicht.

      Diese Veränderungen gehen aber nicht schnell genug, um das Klimaproblem zu lösen. Auf uns kommen Fragen zu wie das Verschwinden ganzer Staaten.

      Ein steigender Meeresspiegel bedroht ganze Küstenbereiche, würde kleine Inselstaaten untergehen lassen. Wenn Staaten verschwinden, heißt das aber nicht, dass auch die Menschen verschwinden. Sie werden zu Klimaflüchtlingen.

      Das Gespräch führten Dagmar Dehmer und Andrea Nüsse.
      Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/Klaus-Toepfer;art771,…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 17:49:30
      Beitrag Nr. 6.130 ()
      Liebes Stimmvieh !
      Die Wahllokale sind noch offen.




      mfg.

      Groupier
      (traditionell Briefwähler)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 17:50:44
      Beitrag Nr. 6.131 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.803 von Groupier am 07.06.09 17:49:30:)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 17:59:08
      Beitrag Nr. 6.132 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.812 von Maraho am 07.06.09 17:50:44In 3 Minuten sind sie zu !

      Hurry up @all :cool:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:04:40
      Beitrag Nr. 6.133 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.860 von Groupier am 07.06.09 17:59:08Ich war schon ...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:08:02
      Beitrag Nr. 6.134 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.692 von Maraho am 07.06.09 17:23:34maraho,

      war das nicht der Gorbi, der "seine" Perestroika an den nicht nur machtbesoffenen Jelzin verloren hatte und damit Oligarchie und Korruption die Oberhand gewinnen konnte :confused:

      Oder hab ich da was falsch verstanden... :laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:09:29
      Beitrag Nr. 6.135 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.882.013 von Maraho am 30.03.09 18:31:56Weiterführend.

      Moskau
      Russland verhandelt mit Weltbank über Kredite

      Russland verhandelt wegen Budgetproblemen erstmals seit gut zehn Jahren wieder über einen Milliardenkredit mit der Weltbank. Der Finanzbedarf des Landes könnte 2010 bei bis zu zehn Milliarden Dollar liegen.

      Moskau - Es sei noch zu klären, welchen Anteil des bis zu zehn Milliarden Dollar hohen Finanzbedarfs die Weltbank zur Verfügung stellen könne, sagte der Leiter der russischen Weltbank-Niederlassung, Klaus Roland, in einem Interview mit der Staatsagentur RIA Nowosti. Vertreter des russischen Finanzministeriums und der Weltbank hätten auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum erste technische Aspekte einer Kreditaufnahme erörtert, meldete die Agentur am Sonntag.

      Der russische Finanzminister Alexej Kudrin hatte im April bei einem Treffen mit Weltbank-Chef Robert Zoellick in Washington auf die Engpässe im russischen Haushalt wegen der gefallenen Rohstofferlöse hingewiesen. Nach Darstellung von Roland ist es aber verfrüht, über die Form der Unterstützung durch die Weltbank zu sprechen. Es könnten direkte Darlehen oder Garantien sein, sagte er. Eine Entscheidung über eine konkrete Summe werde voraussichtlich erst Anfang 2010 gefällt, wenn es mehr Klarheit über die Wirtschaftslage und die Entwicklung der Rohstoffpreise gebe.

      Laut Kudrin wird Russland noch mindestens drei Jahre Probleme haben, den Haushalt auszugleichen. Den letzten nennenswerten Weltbank-Kredit hatte Russland 1998 aufgenommen, als das Land von einer Finanzkrise erschüttert wurde. Zwar verfügt Russland mit derzeit noch rund 380 Milliarden Dollar über die weltweit drittgrößten Währungsreserven. Allerdings ist ein Großteil des Geldes gebunden oder wird zur Tilgung von Schulden gebraucht. Der russische Haushalt wird vor allem auf Grundlage von Erlösen etwa aus Gas- und Ölexporten berechnet, die dramatisch gesunken sind.

      Die Weltbank befürchtet in diesem Jahr einen starken Rückgang des russischen Bruttoinlandsprodukts um 4,5 Prozent und einen Kapitalabfluss von insgesamt 170 Milliarden Dollar. Russland hatte deutlich gemacht, in diesem Jahr noch nicht auf internationale Finanzhilfen angewiesen zu sein.

      manager-magazin.de mit Material von dpa
      http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,6290…

      Russland und Weltbank verhandeln über Kredite
      http://de.rian.ru/business/20090607/121901731.html
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:13:03
      Beitrag Nr. 6.136 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.909 von reimar am 07.06.09 18:08:02... und damit Oligarchie und Korruption die Oberhand gewinnen konnte

      Diesen Zustand haben wir ja schon. Vielleicht denkt er an eine modifizierte Perestroika. ;)

      Aber Spass beiseite, er hat nicht unrecht.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:22:43
      Beitrag Nr. 6.137 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.860 von Groupier am 07.06.09 17:59:08Damit auch dies abgegessen ist ...

      +++ Eilmeldung +++
      CDU trotz Verlusten stärkste Partei bei Europawahl

      Bei der Europawahl in Deutschland zeichnete sich am Sonntagabend trotz klarer Verluste ein Sieg für die Union ab. Die Sozialdemokraten gewannen gegenüber der Wahl vor fünf Jahren kaum hinzu, blieben damit deutlich hinter der Union.

      Auch die CSU wird voraussichtlich wieder im EU-Parlament vertreten sein. Sie musste allein mit ihrem Ergebnis in Bayern umgerechnet auf den Bund die Fünf-Prozent-Hürde überspringen.

      Nach der ersten Prognose der ARD zeichneten sich für CDU/CSU etwa 38,5 Prozent (2004: 44,5 Prozent) ab und für die SPD 21 Prozent (21,5). Für die CDU votierten voraussichtlich 31 Prozent der Wähler, für die CSU 7,5. Die CSU schaffte damit deutlich den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, die bei der Europawahl für sie separat gilt.

      Die Grünen erzielten demnach zwischen 11,5 Prozent (11,9), die FDP zwischen 11 (6,1) sowie die Linkspartei ein Ergebnis von 7,l5 Prozent (2004 als PDS 5,8).

      Nicht ins Europaparlament kamen die erstmals bundesweit angetretenen Freien Wähler, sie verfehlten die fünf Prozent. Die Wahlbeteiligung lag etwa auf dem Niveau von 2004 (43 Prozent).

      Die Wahlbeteiligung lag nach ZDF-Prognose bei 42 Prozent (ARD: 42,5 Prozent) und war damit niedriger als bei allen früheren Europa-Wahlen. 2004 hatten sich 43 Prozent der Wähler an der Abstimmung beteiligt.

      Quelle: http://www.welt.de/politik/article3879946/CDU-trotz-Verl…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:22:55
      Beitrag Nr. 6.138 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.927 von Maraho am 07.06.09 18:13:03na klar hat er nicht unrecht, aber er hat ja nun nicht grad Führungsstärke bewiesen und ihm sind die Zügel seiner "Troika" aus den Händen geglitten...
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:25:35
      Beitrag Nr. 6.139 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.972 von reimar am 07.06.09 18:22:55... aber er hat ja nun nicht grad Führungsstärke bewiesen und ihm sind die Zügel seiner "Troika" aus den Händen geglitten...

      Das ist richtig. Aber dafür lebt er noch und bestimmt nicht schlecht! :laugh:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:28:57
      Beitrag Nr. 6.140 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.970 von Maraho am 07.06.09 18:22:43Weiterführend.

      Wahl zum EU-Parlament
      Europas Wähler tendieren kräftig nach rechts

      http://www.welt.de/politik/article3879847/Europas-Waehler-te…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:32:07
      Beitrag Nr. 6.141 ()


      Dämpferchen für Merkel, Schlappe für Steinmeier - nur Westerwelle strahlt

      Verluste für die Union +++
      SPD stagniert +++
      FDP gewinnt deutlich +++
      Grüne drittstärkste Kraft +++
      Linke bei 7 Prozent

      Auftakt zum Superwahljahr.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:35:58
      Beitrag Nr. 6.142 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.009 von Groupier am 07.06.09 18:32:07Dank` Dir, Groupier! ;)
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:44:15
      Beitrag Nr. 6.143 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.035 von Maraho am 07.06.09 18:35:58Wenn´s Signalwirkung hat dann wird die F.D.P. über kurz oder lang die zweitstärkste Partei in D. :look:

      Merkel sei dank wird Westerwelle im Keller in den Brunnen grinsen.:laugh:

      Schliesslich dürften seine Stimmzuwächse primär von gelernten CDU/CSU-Wählern stammen. ;)

      Um die auf Dauer bei der Fahne zu halten wird er seine Lobby-Partei der Besserverdiener wohl noch weiter nach rechts rücken müssen.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:50:16
      Beitrag Nr. 6.144 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.068 von Groupier am 07.06.09 18:44:15Zumindest ist von Aufbruch oder dergleichen nichts zu vernehmen.
      Man lehnt sich in der muffigen Bude weiterhin entspannt zurück.

      Mal sehen, wie lange noch. :look:
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 18:56:03
      Beitrag Nr. 6.145 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.009 von Groupier am 07.06.09 18:32:07Dies schreibt die "taz" ...

      Erste Hochrechnungen
      Union schwach, SPD schwächer

      Die CDU verliert Prozente - und siegt trotzdem. SPD stagniert erneut auf historischem Tief. CSU schafft es ins europäische Parlament. FDP, Grüne und die Linkspartei gestärkt.

      Weiterlesen ... http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/union-staerkst…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 19:00:32
      Beitrag Nr. 6.146 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.111 von Maraho am 07.06.09 18:56:03Und wer es ganz aktuell haben möchte, bitte sehr ...

      Hochrechnungen

      http://event.faz.net/event/europawahl/live/?go=hochrechnunge…
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 19:05:06
      Beitrag Nr. 6.147 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.321.784 von Maraho am 04.06.09 18:12:39In Bezug.

      Lettland
      Mehr Russen für Brüssel
      Von Andreas Ross, Riga

      Keine rote Fahne, kein Banner, nicht einmal ein Klingelschild. Von außen ist nicht zu erkennen, dass im Tiefparterre des Rigaer Altbaus die Partei „Für Menschenrechte im vereinten Lettland“ (PCTVL) ihren Sitz hat. „Zu viel Aufwand, zu viele Vorschriften“, seufzt die Europaabgeordnete Tatjana Ždanoka. Gemeint ist: die falschen Vorschriften. Denn auf Lettisch will die russischsprachige und nach Ansicht ihrer Gegner russlandhörige Politikerin den Parteinamen nicht ausbuchstabieren. Den Wahlabend am Samstag dürfte Frau Ždanoka mit gemischten Gefühlen erlebt haben.

      In den achtziger Jahren kämpfte sie in der „Interfront“ gegen Gorbatschows Perestrojka und gegen die lettische Unabhängigkeit. Die rund vierzig Prozent der Bevölkerung ausmachende „russische“ Minderheit in Lettland sieht sie als unterdrücktes Volk. Einerseits sind die Russischsprachigen klare Sieger, aber das gilt vor allem für die russischsprachige Konkurrenz vom „Harmonie-Zentrum“, das künftig den Oberbürgermeister in der Hauptstadt stellt und nach den Prognosen womöglich zwei Abgeordnete nach Straßburg schicken kann, wo Frau Ždanoka bisher als einzige Lettin die russische Fahne hochhielt. Immerhin, sie hat ihren Sitz verteidigt.

      Ringen um Minderheitenrechte

      „Unsere Haltung zur EU ist kompliziert“, sagt die 59 Jahre alte Europaabgeordnete, hinter der ein bedruckter Schal „Solidarität mit Weißrussland“ einfordert und eine Flasche „Karl Marx Spätburgunder“ bereit steht. „Wir waren gegen den Beitritt. Die Konkurrenz aus Europa hat unsere Industrie völlig zerstört. Aber wir akzeptieren den positiven Einfluss der EU auf die Minderheitenrechte.“ Der Sprachkurs, der zur Erlangung der lettischen Staatsangehörigkeit abzulegen ist, wurde auch auf Brüsseler Druck hin vereinfacht. Und in Straßburg ringt Frau Ždanoka in einer Fraktion mit baskischen, schottischen und walisischen Nationalisten um Minderheitenrechte.

      Auch ethnischen Letten fiel auf, dass Frau Zdánoka in Brüsseler Statistiken als besonders aktive Abgeordnete geführt wird, während sich andere wirklich kein Bein ausgerissen haben. Fördert Moskau ihren Eifer? „Natürlich ist eine Diaspora-Gemeinde wie unsere loyal zum Mutterland“, sagt Frau Ždanoka, die die Kommunistische Partei 1991 auch dann nicht verließ, als deren Führung zum Sturz der Unabhängigkeitsregierung aufgefordert hatte. „Ich wünsche Russland das Allerbeste. Aber ich vertrete Lettland.“

      Den Westen auf die Not hinweisen

      Manchem mag sie gar als aufrechte Europäerin erscheinen, denn immerhin bot sie einem Italiener den zweiten Platz auf ihrer Wahlliste an. In Lettland hatte der Europaabgeordnete Giulietto Chiesa, der es sich mit seiner italienischen Splitterpartei verdorben hat, zwar nie gelebt, aber dafür jahrelang als Korrespondent in Moskau. Geklappt hat es wohl nicht, aber Frau Ždanoka verteidigt ihre Strategie. „Noch besser wäre ein Deutscher gewesen. Wir brauchen Leute, die im Westen auf unsere Not hinweisen.“

      Die lettische Mehrheit, überwiegend nationalbewusst und „bürgerlich“ gesinnt, verteilt ihre Stimmen auf weit mehr Parteien als die russische Minderheit. Umso beachtlicher ist der Erfolg der Bürgerunion, die die Abgeordnete Sandra Kalniete kürzlich gegründet hat. Die Diplomatin war 2002 Außenministerin und 2004 kurzzeitig EU-Kommissarin geworden. Nun wechselt sie von der Saeima in Riga ins Europäische Parlament. Die Bürgerunion lag in Prognosen bei 24 Prozent.

      Russlands Engagement für „Auslandsrussen“

      Zum einen deutet das darauf hin, dass auch bei den ethnischen Letten die Russen-Frage eine Rolle spielte, denn hier lässt Frau Kalniete, die in der sibirischen Verbannung zur Welt kam und deren Buch über den Leidensweg ihrer Familie in viele Sprachen übersetzt wurde, keinen Zweifel an ihrer Haltung. Wenn Ausländer ihr gegenüber Verständnis äußern für Russen, die früher in Lettland angesiedelt wurden, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ohne Staatsangehörigkeit dastanden und sich nun sträuben, für einen lettischen Pass einen Test zu absolvieren, reagiert sie genervt. „Dass wir überhaupt so großzügig zu der russischen Minderheit sind“, pflegt sie dann zu sagen, „liegt nur daran, dass wir uns als kleines Volk den Luxus einer härteren Haltung nicht leisten können.“

      Sie würde gern wissen, wie viele russischsprachige Einwohner Lettlands in den vergangenen Jahren russische Pässe bekommen haben. Aber das verrät Moskau nicht, das zuletzt der georgischen Regierung in Südossetien zeigte, wie weit sein Engagement für die „Auslandsrussen“ geht. Frau Ždanoka sagt: „Jelzin hat uns ignoriert. Die neue Führung tut das nicht mehr.“

      Doch Sandra Kalnietes Erfolg könnte noch mehr damit zu tun haben, dass sie weder an der Regierung von Ivars Godmanis beteiligt war, die im Februar über die Wirtschaftskrise stürzte, noch an der neuen unter Valdis Dombrovskis, die jetzt die Sparpakete zusammenschnüren muss. Godmanis hat selbst für das Europaparlament kandidiert, offenbar erfolgreich. Eine Flucht? „Nein“, sagt er, „sobald hier neu gewählt wird, trete ich wieder in Lettland an.“ Er habe sich nichts vorzuwerfen, das Platzen der Immobilienblase etwa sei zwar absehbar, aber unvermeidbar gewesen. Und mit dem Internationalen Währungsfond habe er ein hervorragendes Rettungspaket ausgehandelt. Um 18 Prozent dürfte die lettische Wirtschaft dieses Jahr schrumpfen; Staatsgehälter wurden schon um rund 30 Prozent gekürzt. „Das mag hart sein“, sagt Godmanis, „aber es ist nur eine Rückkehr zum Lohnniveau von Anfang 2007.“

      Quelle: http://www.faz.net/s/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06…
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      Avatar
      schrieb am 07.06.09 19:18:40
      Beitrag Nr. 6.148 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.191.951 von Maraho am 16.05.09 19:48:19In gewissem Bezug.

      China
      Der grüne Marsch

      Von Henrik Bork, Dezhou

      Chinas ökologische Aufholjagd gleicht dem Goldrausch im Wilden Westen.
      Das Tempo ist halsbrecherisch - und Peking wittert lukrative Geschäftschancen.


      Rot ist der Kommunismus, doch grün sind seine jüngsten Helden. "Willkommen in Chinas Solar Valley", sagt Huang Ming. Dies hier sei das neue Zentrum der Solarindustrie, will er damit sagen. Von hier aus, von Dezhou, werde diese junge Industrie aufgerollt, genau wie die Software-Industrie einst vom "Silicon Valley" in Kalifornien. Selbstvertrauen hat der Mann, das muss man ihm lassen. Dezhou? Niemand muss sich schämen, wenn er den Namen noch nie gehört hat. Auf der halbfertigen Autobahn von Peking nach Shanghai geht es 330 Kilometer in Richtung Süden, durch Weizenfelder und Apfelplantagen, vorbei an schlafenden Hunden und ärmlichen Dörfern. Das Städtchen Dezhou war bis vor kurzem, wenn überhaupt, für seine Grillhähnchen bekannt.

      Sofort nach der Autobahnabfahrt aber zeigt Dezhou, Provinz Schandong, dass es andere Pläne hat. Solarzellen blitzen im Sonnenlicht, so weit das Auge reicht. Jede Straßenlaterne wird mit Sonnenenergie betrieben. Auf den Dächern stehen Solarkollektoren und ihre Wassertanks. Haus um Haus, Block um Block, überall sind diese Solarsysteme zu sehen, die heißes Wasser liefern. Dezhou ist die Modellstadt des chinesischen Ökokommunismus. Daqing, einst von Mao als Modellstadt des sozialistischen Erdölbooms ausgerufen, ist längst out. Dezhou ist das neue Daqing.

      Eine Million Einwohner hat Dezhou, und "90 Prozent aller Häuser der Neustadt" seien hier mit Solarkollektoren bestückt, sagen sie in der Stadt. Rechnet man die umliegenden Dörfer dazu, nutzen hier eine Million Einwohner die Sonne als Energiequelle. Nun wird in China gerne übertrieben. Das gehört zur Kultur. Aber selbst wenn es die Hälfte sein sollte, wäre es noch beeindruckend. Greenpeace China schreibt auf seiner Webseite begeistert von der Stadt der "Sonnenanbeter".

      Ihr Hohepriester ist der Unternehmer Huang Ming. Seine Firma "Himin Solar Energy Group" ist Chinas größter Hersteller von Dach-Solaranlagen. Diese technisch relativ einfachen Geräte produzieren keinen Strom, wie die bei uns besser bekannten photovoltaischen Solarzellen. Vielmehr erhitzen sie Wasser, das zu diesem Zweck durch Glasröhren zirkuliert. Aus Wassertanks fließt es dann direkt in die Badezimmer. Zwei Millionen Quadratmeter solcher Sonnenkollektoren will Himin bis jetzt auf den Dächern von Dezhou installiert haben.

      Börsengang in Vorbereitung

      "Ich hatte einen Traum", sagt Huang Ming, "genau wie Martin Luther King." Sein Traum sei es, die Solarenergie in seinem Land populär zu machen. Der 51-jährige Chinese ist ausgerechnet Erdölingenieur von Beruf. Irgendwann hat er aber entschieden, dass die Zukunft der Solarnenergie gehört, angeblich kurz nach der Geburt seiner Tochter. Ob die Geschichte stimmt, ist genauso schwer zu verifizieren wie die Produktions- und Gewinnzahlen seiner Firma. Die Investmentbank Goldman Sachs hat kürzlich in "Himin" investiert, was er ohne Angabe weiterer Details bestätigt. Ein Börsengang in China wird vorbereitet. Mit Verweis darauf weigert sich Huang Ming, irgendwelche Daten mitzuteilen.

      Fest steht, dass der Firmenchef ein großer Selbstdarsteller ist. Im Foyer der Firma hängt sein Kinderfoto neben einem Bild des alten Einstein. Als "Pionier" seiner Branche in China hat er Reden auf UN-Konferenzen gehalten, was in seinem Firmenprospekt ausgebreitet wird. Letztes Jahr hat er Angela Merkel in Peking zum Lunch getroffen. Ein Bild von Huang Ming und Colin Powell wirft er selbst mit einem Dia-Projektor an die Wand. Huang Ming verfügt auch über exzellente politische Kontakte zur kommunistischen Führung seines Landes. Er ist Abgeordneter des Nationalen Volkskongresses. Selbst auf dem Dach des Mao-Mausoleums in Peking sind seine Sonnenkollektoren installiert. Allerdings nicht, um die Leiche des großen Vorsitzenden zu kühlen, wie sein Marketing-Chef klarstellt, sondern nur für den "Heißwasserbedarf der Angestellten".

      Eine ganze Stadt in China mit Sonnenkollektoren zu überziehen, wäre ohne politische Rückendeckung unmöglich. Die Stadtregierung von Dezhou hatte kurzerhand alle Immobilienfirmen gezwungen, Dach-Solaranlagen zu installieren. Alle neu gebauten Apartmentblocks, alle Krankenhäuser, Hotels und Schwimmbäder wurden dazu verpflichtet.

      Seit Chinas Zentralregierung den Ausbau von erneuerbaren Energien fördert, stürzen sich örtliche Parteisekretäre und Beamte gemeinsam mit einzelnen Unternehmern auf die neue Gewinnsparte. Im Prinzip ist das gut, denn Solarenergie ist eine sinnvolle Sache. Allerdings werden die Bürger oft erst gar nicht gefragt, bevor sie zahlen müssen. Die Regierung habe die "zwangsweise Installation von Solarenergie-Heißwasser-Systemen" verfügt, kritisiert die Zeitung Xiandai Kuaibao. Dennoch gebe es bei mehreren Anbietern "Probleme wie schlechte Produktqualität, schlechten Kundenservice nach dem Verkauf und irreführende Werbung". Die Zeitung zitiert einen Herrn Wu, der eine Solaranlage von Himin gekauft habe, die nicht funktioniere. Seine Anrufe habe die Firma ignoriert.

      Wer einen rot-grünen Vorzeigeunternehmer wie Huang Ming öffentlich kritisiert, der handelt sich leicht Ärger ein. "Huang Ming hat die Polizei in Dezhou aufgefordert, mich festnehmen zu lassen", sagt Liu Zong Yong, der einen Artikel über die Firma Himin und ihren Chef recherchiert. "Die Produkte der Firma haben eine recht gute Qualität, aber der Kundenservice ist sehr schlecht. Wegen seiner politischen Kontakte muss Huang Ming keinerlei Verantwortung übernehmen", sagt Liu.

      Die neueste Initiative der Firma ist es, ihre Sonnenkollektoren auf den Dörfern zu vermarkten. Auch da helfen gute Partei- und Regierungskontakte. "Huang Mings Anlagen können für 2000 Yuan pro Stück produziert werden, aber er will sie auf dem Land für 5000 Yuan verkaufen. Andere Hersteller, die für 4000 Yuan verkaufen wollen, kommen nicht zum Zug. In unserem Land gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Regierung und bestimmten Unternehmern", sagt Liu. 5000 Yuan sind rund 540 Euro, eine Menge Geld für einen chinesischen Bauern. Himin hat die Vorwürfe Lius und ähnliche von anderen Kritikern öffentlich zurückgewiesen.

      Gefährlicher Raubbau

      Chinas ökologische Aufholjagd gleicht bei genauem Hinsehen oft verdächtig dem Goldrausch im Wilden Westen der USA. Das Tempo ist ähnlich halsbrecherisch, und Regeln entstehen auch erst nach und nach. In den vergangenen zwei Jahrzehnten seiner wirtschaftlichen Entwicklung hat das Land einen gewaltigen Raubbau an seiner Umwelt begangen. Zehn der Städte mit der weltweit schlimmsten Luftverschmutzung liegen in China. Hunderttausende Chinesen sterben jährlich vorzeitig an Atemwegserkrankungen. Dutzende "Krebsdörfer" sind dafür berüchtigt, dass auffällig viele ihrer Bewohner wegen verseuchten Trinkwassers sterben. Zum Teil aus Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann, zum Teil wegen lukrativer Geschäftschancen fördert Peking nun den Ausbau erneuerbarer Energien.

      Gleich bei mehreren grünen Zukunftstechnologien hat sich die Volksrepublik innerhalb kürzester Zeit weltweit als zumindest quantitativ größter Produzent etabliert. Dank heimischer Firmen wie Suntech Power ist das Land der größte Hersteller von Photovoltaik-Modulen aus kristallinem Silizium. In anderen grünen Industrien ist China weltweit der größte Markt, oft ebenfalls dank der aggressiven Förderpolitik seiner Regierung. Ein Beispiel sind Windturbinen. Und die chinesische Autofirma Byd hat das erste in Serie produzierte Hybrid-Auto, das an die Steckdose angeschlossen werden kann.

      Der gerade erst verabschiedete "Plan zur mittel- und langfristigen Entwicklung erneuerbarer Energien" ist schon wieder überholt. Bis zum Jahr 2010 sollten 150 Millionen Quadratmeter Solaranlagen zum Wassererhitzen installiert sein. Bis zum Jahr 2020 sollten 15 Prozent der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen stammen. "Die Ziele könnten angehoben werden", zitierte die China Daily in dieser Woche Liu Qi, den Vizedirektor der neu gegründeten Nationalen Energiebehörde.

      Überzogene Ängste

      Die beeindruckenden Ziele und Zahlen lösen im Westen oft Ängste aus. Eine "Flut" billiger chinesischer Produkte könnte künftig westliche Öko-Industrien auslöschen, heißt es da häufig. Völlig unbegründet sind solche Bedenken nicht. "China zwingt europäische Firmen manchmal zum Technologietransfer, etwa bei Windturbinen, und bevorzugt gleichzeitig bei der Auftragsvergabe immer wieder heimische Firmen", sagt Jörg Wuttke von der Europäischen Handelskammer in Peking.

      Viele dieser Ängste sind jedoch überzogen. Bei Dach-Solaranlagen etwa, wie sie der "Solarkönig" Huang Ming in Dezhou produziert, zählt guter Kundenservice weltweit zu den wichtigsten Kriterien, die Kunden beim Kauf erwägen. Ein örtliches Netz von Verkaufsagenten und Technikern ist für die Hersteller unverzichtbar. "Himin" exportiert derzeit nur fünf Prozent seiner Produktion. Wer in China konkurrenzfähig ist, ist das noch nicht unbedingt in Deutschland oder Kalifornien.

      "Ich habe viele Autofabriken überall auf der Erde besucht", sagt Huang Ming im "Solar Valley" in Dezhou. Da sei ihm die Idee zur ersten vollautomatischen Fließbandproduktion von Vakuumröhren für seine Solaranlagen gekommen. "Und dann hatte ich einen Traum. Eines Tages werde ich größer sein als ihr. Eines Tages werde ich Euch auslöschen", sagt Huang. Warten wir's ab.

      Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/652/471195/tex…
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      Avatar
      schrieb am 07.06.09 20:13:06
      Beitrag Nr. 6.149 ()
      Dax-Vorschau: Rally geht wohl weiter - Luft wird aber dünner
      Sonntag, 7. Juni 2009, 12:45 Uhr


      Frankfurt (Reuters) - Die Rally am Aktienmarkt könnte sich nach Einschätzung von Experten auch in der neuen Woche fortsetzen.

      "Obwohl sich die meisten Anleger wegen des steilen Anstiegs zunehmend unwohl fühlen und auf eine Korrektur warten, warten andere immer noch darauf, in den Markt wieder reinzukommen", fasst Aktienstratege Markus Reinwand von der Helaba die Einschätzung vieler Börsianer zusammen.
      Viele Investoren hätten verpasst, rechtzeitig einzusteigen und nutzten nun jeden Rücksetzer, um auf den fahrenden Zug noch aufzuspringen.
      "Deshalb wird eine Korrektur wohl erst kommen, wenn kaum noch jemand damit rechnet."


      Seit Anfang März hat der Dax mehr als vierzig Prozent zugelegt.
      In der zu Ende gehenden Woche stieg der Leitindex zeitweise sogar auf ein Jahreshoch von 5177 Zählern.
      Als "übertrieben" bezeichnen die Experten der Landesbank Berlin die Kurszuschläge.
      "Sollte dem Hoffnungs-Ballon, den der Markt derzeit in Bezug auf Konjunktur und Finanzkrise steigen lässt, das Helium ausgehen, könnte er schnell wieder zu Boden sinken und somit die Aktienkurse mit nach unten ziehen", schreiben sie in einer Studie.

      Zu Beginn der neuen Woche dürften zunächst die Daten zu den Auftragseingängen und der Industrieproduktion zeigen, ob hierzulande das Schlimmste der Krise tatsächlich überstanden ist.
      Im Wochenverlauf wird der Fokus der Anleger wohl Richtung Amerika wechseln, wo die Statistik zu den US-Einzelhandelsumsätzen und das für Juni von der Uni Michigan erfasste Verbrauchervertrauen veröffentlicht werden.
      "Die Erwartungen sind inzwischen recht ambitioniert, ich sehe da eher Enttäuschungspotenzial", sagt LBBW-Aktienstratege Steffen Neumann."
      Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Konjunkturlage wird das Beige Book der US-Notenbank (Fed) liefern.
      Nach Einschätzung der WestLB dürfte es bestätigen, dass sich die Talfahrt der US-Wirtschaft weiter verlangsamt hat.



      BANGES WARTEN AUF ENTSCHEIDUNGEN IN BERLIN

      Von Unternehmensseite dürften die Dauerbrenner Opel, PORSCHE/VW und Arcandor verlässlich weiter für Schlagzeilen sorgen.
      Am Freitag läuft für den Handelskonzern die Frist für eine Refinanzierung eines Kredits über 650 Millionen Euro aus.
      Arcandor setzt auf staatliche Unterstützung, um eine Insolvenz zu vermeiden, die nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" schon am Montag droht.
      Konkurrent Metro streckt bereits die Fühler nach den lukrativsten Karstadt-Warenhäusern aus.


      Auch Porsche hofft auf monetäre Unterstützung aus der Staatskasse.
      Die Regierung wird sich Anfang der Woche mit einem Darlehens-Antrag des Sportwagenherstellers über 1,75 Milliarden Euro beschäftigen.
      Das wäre der größte Kredit, den die Förderbank KfW jemals herausgereicht hat.
      Porsche ist wegen der Übernahme des deutlich größeren Autobauers Volkswagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.


      Für den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate könnte es die letzte Woche in einem Auswahlindex werden.
      Durch die auf der Hauptversammlung genehmigte Kapitalerhöhung steigt der Anteil des Bundes auf mehr als 90 Prozent.
      Die Anforderung an den Streubesitz sind damit nicht mehr erfüllt.
      Sobald der Deutschen Börse ein entsprechender Eintrag ins Handelsregister gemeldet wird, sollten die Aktien innerhalb von zwei Tagen aus dem MDax fliegen.

      © Thomson Reuters 2009 Alle Rechte vorbehalten.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 20:20:59
      Beitrag Nr. 6.150 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.287.566 von Maraho am 30.05.09 09:30:01Ich habe hierzu noch etwas gefunden.
      Die Hilfe wurde erhöht ...

      WestLB-Eigner erhöhen Garantien um vier Milliarden

      Düsseldorf (dpa) - Die Eigentümer der WestLB erhöhen ihre Garantien für die angeschlagenen Landesbank um vier Milliarden Euro. Das teilte die WestLB in Düsseldorf mit. Bislang haben Sparkassen, Land und Kommunen bereits mit fünf Milliarden Euro für ausgelagerte Papiere der Bank garantiert. Die zusätzlichen vier Milliarden werden auf die Eigentümer in der Höhe ihrer Anteile aufgeteilt. Die Sparkassen übernehmen davon die Hälfte. Bislang hatten sie erklärt, sie könnten keine zusätzlichen Risiken für die WestLB übernehmen.

      Quelle: http://de.biz.yahoo.com/07062009/3/westlb-eigner-erhoehen-ga…
      10 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 20:39:47
      Beitrag Nr. 6.151 ()
      Liebe Leserinnen und Leser,
      liebe Freundinnen und Freunde dieses Threads,

      ich habe nichts wesentliches mehr gefunden, über das es sich lohnen würde zu berichten, sodaß ich mich für heute zurückziehe.

      Habt alle wieder einmal vielen Dank für das Interesse sowie die Beiträge an diesem Sonntag!

      Einen noch angenehmen Abend wünscht euch nun

      Maraho
      Avatar
      schrieb am 07.06.09 20:53:41
      Beitrag Nr. 6.152 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.339.609 von Maraho am 07.06.09 20:39:47thanks.;).netter Film läuft: Die Dolmetscherin....till tomorrow!
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 05:11:53
      Beitrag Nr. 6.153 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.970 von Maraho am 07.06.09 18:22:43Guten Morgen zusammen,
      einen angenehmen Wochenbeginn wünsche ich euch!

      Beginnen wir damit ...

      Europawahl
      Konservative mit Abstand stärkste Kraft in Europa

      Die konservativen Parteien haben die Europawahl in den 27 Mitgliedstaaten der Gemeinschaft gewonnen. Ihr Zusammenschluss in der Europäischen Volkspartei (EVP) erhält nach einer EU-weiten Hochrechnung 263 bis 273 der insgesamt 736 Sitze und wird damit die mit Abstand stärkste Fraktion.

      Weiterlesen ... http://www.welt.de/politik/article3881710/Konservative-mit-A…
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 05:29:09
      Beitrag Nr. 6.154 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.334.178 von kevine1 am 06.06.09 01:09:39Ganz in meinem Sinne ...

      Das Kapital
      Zeit für eine richtige Krise

      Man mag bedauern, dass aus dieser Krise nichts gelernt wird. Andererseits wird der Rückfall entsprechend heftig, so dass die Welt dann um einen Wandel nicht mehr herumkommt.

      Eine nicht richtig auskurierte Grippe ist keine feine Sache. Der oft nur kurz nach der vermeintlichen Genesung auftretende Rückschlag erweist sich meist als hartnäckiger und schmerzhafter als der erste Anfall. So wie es aussieht, versucht die Weltgemeinschaft schon wieder so schnell aus dem Krankenbett zu springen, dass mit einem Rückschlag gerechnet werden muss. Denn vielen Äußerungen und Kommentaren zum Trotz ist bisher kaum festzustellen, dass Lehren aus dieser Krise gezogen würden, sich das Verhalten nachhaltig ändern würde. Mit einem Verweis auf das fehlende Lernpotenzial der Menschen - Stichwort Tulpen- oder Eisenbahnspekulationsblase - ist es nicht getan, dagegen spricht allein schon der 60. Geburtstag der Bundesrepublik oder die anstehenden Europawahlen, wenn man mal die politische Ebene bemüht. Doch dafür, dass wir derzeit trotz Krise auf der Stelle treten, spricht einiges.

      Seien es Politiker wie Steinmeier, Koch und Konsorten, die in der Hoffnung auf dummes Stimmvieh in unverantwortlicher Art und Weise Steuergelder, Arbeitsplätze und notwendige Marktmechanismen aufs Spiel setzen. Seien es die Anleger, deren fiebrig-zitternden Hände und Angst, etwas zu verpassen, die aktuelle Bärenmarktrally beflügeln. Seien es die Banken, die, wenn sie ihren Oberleuchten schon keine Boni mehr zahlen dürfen, jetzt deren Fixgehälter hochschrauben. Oder, falls sie wie die japanische Bank Nomura nicht am staatlichen Tropf hängen, die Boni zulasten des Fixgehalts kräftig aufstocken, um international besser mitspielen zu können. Seien es aber auch die Regulatoren und Regierungen, die mithilfe von Staatsgeldern, Bad Banks und aufgeweichten Bilanzregeln dafür sorgen, dass die Banken auf dem Papier schon wieder Gewinne schreiben können, nachdem man vielen von ihnen erlaubt hat, ihre Marktanteile im Zuge der Krise weiter auszubauen. Sei es, wie schon oft beklagt, dass die schmerzlichen Folgen von quasi freiwilligem kreditfinanzierten Überkonsum nun per gesetzlich verordnetem kredit- und steuerfinanzierten Überkonsum kuriert werden sollen.

      Die Liste lässt sich mühelos fortsetzen. So schnell kriegt man es halt aus den Köpfen der Menschen nicht raus, was sie über die vergangenen Jahrzehnte gelernt haben: den Wert von allem, wirklich allem, nur noch in Geld auszudrücken. Sei es Kunst, Sport oder Bildung, aber selbst Gleichberechtigung, Umweltschutz oder soziales Verhalten kann Firmenbossen und Politikern nur noch mit Verweis auf die pekuniären Vorteile schmackhaft gemacht werden. Auch wird man den Menschen den Irrglauben, dass Gesellschaften nur bei wirtschaftlichem Wachstum prosperieren können, so schnell nicht austreiben können. Es scheint alles in allem der Welt, vor allem dem Westen, halt noch nicht schlecht genug zu gehen, damit ein nachhaltiges Umdenken einsetzt.

      Muss man jetzt als vernünftiger Mensch sich in Zynismus flüchten oder verzweifeln? Nein. Man muss nur einsehen, dass die Welt für den richtigen Wandel noch nicht bereit ist. Es muss erst noch eine größere Krise her. Ein Alkoholiker wird schließlich auch nicht nach einem üblen Kater, sondern erst nach einem veritablen Absturz über seine Trinkgewohnheiten nachdenken.

      Nicht nur unserer selbst willen

      Dass eine Mäßigung alleine im Sinne der Ressourcenschonung erforderlich ist, zeigen die Dimensionen: So wie wir hier in Deutschland leben rund eine Milliarde Menschen auf der Erde, vornehmlich in Westeuropa, Nordamerika, Japan und Australien. Laut Uno wird jedoch allein die Bevölkerung Asiens bis 2050 um 1,1 Milliarden zunehmen - auf 5,3 Milliarden Menschen. Insgesamt soll die Weltbevölkerung bis 2050 von 6,8 auf 9,2 Milliarden steigen. Wenn etwa Indien so haushalten würde wie Amerika, verbrauchte dieses Land aber jetzt schon das 22-Fache an Energie.

      Selbst im Fall revolutionärer Fortschritte in der Energie- und Umwelttechnik scheint die Hoffnung auf ein ungehemmtes Wachstum der Weltwirtschaft da verwegen - zumal die Rohstoffe generell begrenzt sind. Fast noch schlimmer ist allerdings ein geistiger Aspekt: Vielen ist die Steigerung der Produktivität der wichtigste Lebensinhalt geworden, auf dass morgen noch mehr Güter gekauft werden können, die kein Mensch braucht. Fast scheint es so, als ob Muße aus unserem Wortschatz verschwunden wäre. Das schreit förmlich nach einer Revolution - in Bildung, Kunst und Kultur.

      Quelle: Aus der FTD vom 08.06.2009
      © 2009 Financial Times Deutschland
      http://www.ftd.de/index.html
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 05:43:16
      Beitrag Nr. 6.155 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.589.799 von Maraho am 16.02.09 20:31:11Weiterführend.

      Auslandsmessen
      Wirtschaft will Staatshilfe gegen Exportflaute
      von Andreas Rinke

      Ausgerechnet in der Wirtschaftskrise droht die deutsche Exportindustrie ihren Auftritt im Ausland herunterfahren fahren zu müssen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) steht in diesem Jahr kaum noch Geld für die Förderung von Firmenauftritten auf Auslandsmessen zur Verfügung.


      BERLIN. Das könnte vor allem kleinere Firmen treffen. Denn bereits jetzt sei absehbar, dass die 38 Millionen Euro im Topf für die Förderung von Auslandsmessen nicht ausreichten, heißt es in einem Brief des BDI an das Bundeswirtschafts- und das Finanzministerium, der dem Handelsblatt vorliegt. Während das Wirtschaftsministerium rund 4,5 Millionen Euro zuschießen will, lehnt das Bundesfinanzministerium dies ab.

      „Andere exportstarke Länder, zum Beispiel Italien und Frankreich, haben ihre Ausstellerunterstützung gerade wegen der Krise aufgestockt“, schreibt Anton Kirchoff, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses, in einem Brief an Finanzstaatssekretär Karl Diller. Deshalb solle sich der Bund an der Unterdeckung des Etats für 2009 auf jeden Fall beteiligen. Die Wirtschaft werde selbst 2,5 Millionen. Euro übernehmen. Grund für die Überziehung des Etats sind nach Angaben des BDI gestiegene Standbaukosten sowie die Erhöhung der Flächenmieten. Auch der in diesem Jahr relativ hohe Dollarkurs wirke sich aus.

      Verweigere die Bundesregierung die Hilfe, müssten im letzten Quartal 2009 mehrere geplante Gemeinschaftsmessebeteiligungen gestrichen werden. „Dies ist in der gegenwärtigen Konjunkturlage völlig kontraproduktiv und für die mittelständische Industrie Deutschlands inakzeptabel“, kritisiert Kirchhoff, der einen ähnlichen Brief auch an Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte geschickt hat. Gerade in einer Phase zurückgehender Exporte wegen der Weltwirtschaftskrise müsste deutsche Firmen international ihre „besondere Innovationskraft“ zeigen.

      Kirchhoffs Angaben zufolge profitiert von der Messeförderung vor allem der deutsche Mittelstand, der sich oft an Gemeinschaftsständen auf Auslandsmessen beteiligt, weil eigene Messeauftritte für kleine Firmen zu teuer sind. „Mehr als 7 600 zumeist mittelständische Unternehmen konnten im Jahr 2008 unterstützt werden.“

      Die Auslandsmesseförderung ist seit Jahren ein Streitthema zwischen Wirtschaft und Regierung. Die Verbände fordern eine Erhöhung der staatlichen Hilfe und verweisen auf die sehr viel stärkere Subventionen in anderen EU-Staaten für deren Exportwirtschaft. Die Bundesregierung und vor allem das Wirtschaftsministerium ist zwar bereit, zu helfen. Aber gerade das Finanzministerium erhebt Einwände dagegen, dass es durch die Messeförderung zu einer Art Dauersubventionierung von Firmenauftritten im Ausland kommt.

      Zudem will Bundesfinanzminister Peer Steinbrück derzeit angesichts der angespannten Haushaltslage alle Ausgaben über Plan abwehren. Im Finanzministerium mokiert man zudem, dass die Wirtschaft einerseits für niedrige Steuern und einen Subventionsabbau plädiere – und nun selbst in einem relativ kleinen Maßstab sofort nach erhöhten staatlichen Zuschüssen für sich selbst rufe.

      Die Wirtschaft hält dagegen, dass dieses Argument im Fall der Auslandsmesse-Förderung nicht zutreffe. Zum einen gehe es nicht darum, dass der Bund mehr Geld ausgebe. Das Wirtschaftsministerium würde den Topf vielmehr durch interne Umschichtungen aufstocken, was aber vom Finanzministerium ebenfalls abgelehnt werde. „Zum anderen handelt es sich nicht um verlorene Zuschüsse“, sagt Kirchhoff. So hätten Berechnungen der Universität Köln ergeben, dass die Förderung durch die auf den Messen eingeworbenen Aufträge etwa das 4,7-fache an Steuereinnahmen für die Haushalte von Bund und Ländern erzeuge.

      Deshalb geht die Wirtschaft nun auch für das kommende Jahr in die Offensive. Gerade in diesem für die deutsche Wirtschaft schwierigen Jahr sollte der Topf der staatlichen Förderung für Auslandsmessen auf 45 Millionen Euro aufgestockt werden.

      Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wirtscha…
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 05:48:25
      Beitrag Nr. 6.156 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.338.376 von Maraho am 07.06.09 15:54:10In gewissem Bezug.

      Medien
      Pressefreiheit: Das Gesetz des Stärkeren
      von Hans-Peter Siebenhaar

      Im Münchener Messezentrum überschlugen sich die Gefühle geschockter Aktionäre der Beinahe-Pleite-Bank Hypo Real Estate. Die 2000 Anteilseigner schrien, schimpften und ärgerten sich über Erpressung und Enteignung durch den Staat. Die außerordentliche Hauptversammlung der HRE stellt zweifellos einen Tiefpunkt in der Aktiengeschichte unseres Landes dar. Doch die Erinnerung daran wird schnell verblassen. Denn Bilder gibt es von diesem einmaligen Spektakel nicht.

      In den Räumen, in denen alljährlich die Spitzen der deutschen Medienwirtschaft sich den Kopf über die digitale Zukunft zerbrechen, waren auf Wunsch des Krisen-Konzerns weder Bild- noch Tonaufnahmen erlaubt. Für Fernsehsender und Radios hieß es: Wir müssen draußen bleiben!

      Dabei hätte gerade die Hypo Real Estate die Pressefreiheit respektieren müssen. Denn schließlich halten der Staat und damit die Bürger einen Anteil von 90 Prozent am Konzern. Das Beispiel HRE ist kein Einzelfall. Es zeigt, wie es um die Pressefreiheit in Zeiten der Krise bestellt ist: Das Gesetz des Stärkeren herrscht.

      Als vor 60 Jahren das Grundgesetz der Bundesrepublik geschrieben wurde, räumten die Verfassungsväter der Presse- und Meinungsfreiheit einen besonders hohen Stellenwert ein. Das im Artikel 5 formulierte Grundrecht ist eine Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Doch die Medienrealität sieht inzwischen anders aus. Die Erosion der Pressefreiheit schreitet voran. Die Rezession wirkt beschleunigend, weil die wirtschaftlichen Probleme der Medien als Einfallstor für PR-gesteuerte Berichterstattung genutzt werden.

      Eine Folge davon: Die Trennung zwischen unabhängiger Information und bestellten Inhalten wird unscharf. Mit Ausnahme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erleben die Redaktionen, egal ob Print, Fernsehen, Radio oder Internet, einen personellen Aderlass bislang unbekannten Ausmaßes. Gleichzeitig stehen Heerscharen von so genannten Kommunikatoren bereit, die Wahrheit zu verkaufen: leicht, effektiv und preiswert kann die Einflussnahme sein.

      Medienwissenschaftler empfehlen als neues Modell gar einen "gesponserten Journalismus" - nach dem Motto: "Dieser Kommentar zum Rauchverbot wurde unterstützt vom Tabakkonzern xy." Nicht nur Krisenkonzerne sperren Journalisten aus oder versuchen über Rechtsanwälte, Kritiker einzuschüchtern. Auch in den Köpfen mancher Politiker existiert Artikel 5 offenbar nur rudimentär. Ein Beispiel ist die EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin. Als die FDP-Politikerin in einer Talkshow des SWR auf ihr häufiges Fehlen im Plenarsaal angesprochen wurde, forderte ihr Anwalt, die Passage vor der Ausstrahlung zu entfernen: Die Frage sei nicht abgesprochen gewesen.

      Der ARD-Sender lehnte ab. Daraufhin machte FDP-Generalsekretär Dirk Nebel mit einem Beschwerdebrief Druck. Dass ausgerechnet die Gralshüter eines liberalen Europas Selbstzensur verlangen, ist beschämend. Ein Einzelfall ist es nicht: Immer häufiger versuchen Gesprächspartner, unbequeme Fragen nachträglich zu streichen oder gar selber zu formulieren, worauf sie gerne antworten würden. Eine Praxis, die man früher nur aus totalitären Staaten kannte, macht sich nun auch in Deutschland breit.

      Es gibt viele Formen, Information zu behindern und Meinung zu machen. Noch nimmt Deutschland auf der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit Platz 20 ein. Doch der Abstieg droht.

      Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-komment…
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 05:55:51
      Beitrag Nr. 6.157 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.230.626 von Maraho am 22.05.09 07:28:53Und völlig unbemerkt hat es in den USA mal wieder eine (kleine) Bank zerrissen ...

      Zahl des Tages (07.06.09): 59

      Es war Papawochenende. Mama muss Zeugnisse schreiben.

      Daher die langweiligste Zahl des Tages, die man sich vorstellen kann.

      Die Bankenpleite Nummer

      59

      in den USA. Das einzig bemerkenswerte an der Pleite ist der Schaden, der 38% der Vermögensgegenstände der Bank ausmacht. Fast 40% der Bilanz sind also scheinbar heiße Luft ...

      US-Bankenpleite Nr. 59:

      Name: Bank of Lincolnwood,
      Sitz: Lincolnwood, Illinois,
      Assets: 214 Millionen Dollar,
      Käufer: Republic bank of Chicago States Bank, Oak Brook, Illinois,
      Schaden für die FDIC: 83 Millionen Dollar.

      Weiteres hierzu ... http://egghat.blogspot.com/2009/06/zahl-des-tages-070609-…
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 06:14:13
      Beitrag Nr. 6.158 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 37.336.714 von Maraho am 06.06.09 21:40:43In gewissem Bezug.
      Dies wird sich ja auch bald weisen ...

      Schließt die Regierung bei Arcandor das “Broken Window”?
      Geschrieben von dels

      Die Broken Windows Theorie der US-Sozialforscher George L. Kelling und James W. Wilson (Originalaufsatz hier) gehört zu den populären kriminalpolitischen Modellen der letzten Jahre. Die zerbrochene Fensterscheibe signalisiert - ähnlich wie verlassene und verfallende Häuser, unentsorgter Müll oder Graffiti - Unordnung (disorder) in einem Stadtteil. Diese Unordnung verursacht Furcht unter der Bevölkerung. Die Zerstörung einer Fensterscheibe ziehe - so die Autoren - die Zerstörung weiterer Scheiben des Gebäudes nach sich. Dies gelte für gehobene Nachbarschaftsgegenden genauso wie für heruntergekommene Häuser. Wenn dagegen nicht eingeschritten werde, sind die zerbrochenen Scheiben ein Ausdruck dafür, dass an diesem Ort keiner daran Anstoß nimmt. So können beliebig viele Fenster zerstört werden, ohne dass damit gerechnet werden muss, für den Schaden aufzukommen (Quelle hier). Aus der Broken-Windows-Theorie wurde einst die Null-Tolleranz-Strategie der New Yorker Polizei in den 1990er Jahren abgeleitet. Kleinste Vergehen (Graffiti malen, verkehrsbehinderndes Betteln oder Wagenscheibenputzen an den Ampeln, Kleindiebstähle etc.) müssen mit aller Strenge geahndet werden, so die Forderung aus dem Modell (kritisch dazu hier).

      Der Broken-Windows-Ansatz lässt sich leicht auf das Thema Staatshilfen übertragen. Natürlich haben diese nichts mit Kriminalität zu tun. Der Ansatz steht aber für herabgesetzte Hemmschwellen. Sorgloses Verhalten führt zum Zusammenbruch der informellen Kontrolle. Hat der Erste eine Hemmschwelle genommen, dann zieht er schnell “Nachahmungstäter” an. Dies jedenfalls scheint die Strategie bei den Staatshilfen für Großunternehmen zu sein. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Regierung so intensiv stützend in Wirtschaftsabläufe eingreifen, wie dies massiv bei Opel geschieht .

      Nun möchte jeder ein Stück aus dem Subventionshaus meißeln. Genau wie eine eingeschlagene Fensterscheibe Gesindel anlockt, lockt das Engagement der Politiker für einige Großunternehmen nun immer mehr Betriebe (siehe Schlagzeilen unten).

      Die Regierung wird mittlerweile genötigt, öffentlich begründen zu müssen, warum sie in bestimmten Fälle keine Staatshilfe gewähren möchte. Dabei wäre es umgekehrt richtig, zu begründen, warum sie bestimmte Unternehmen unterstützt. Einem schien das zu viel zu werden, dem Wirtschaftsminister Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Er hatte bei Opel seine Bedenken geäußert und während der Verhandlungen sogar seinen Rücktritt angeboten. Auch bei Arcandor zeigte er zunächst Härte und dämpft die Hoffnung auf Staatshilfe. Heute sieht das schon wieder anders aus, denn mittlerweile kann er sich Staatshilfe unter strengen Auflagen vorstellen. Arcandor will von der Bundesregierung einen Notkredit über 437 Millionen Euro und droht mit der Insolvenz in den nächsten Tagen.

      Dabei steht mit Metro ein sogar potentieller Auffangpartner bereit. Klar, dass dies Arcandor nicht schmeckt, bedeutet dies doch das Ende Selbständigkeit. Aber im Gegensatz zu vielen deutlich kleineren Unternehmen, gibt es für Arcandor immerhin ein Interessenten. Viele mittelständische Unternehmen kommen nicht einmal in den Genuss eines potentiellen Investors, weil die Investitionssummen viel zu klein für den aufwendigen Prüfprozess sind.

      Ich halte es daher für richtig, im Fall Arcandor Zero-Toleranz zu zeigen und die Mittel des Deutschlandsfonds nicht für Großkonzerne zu verwenden. Dabei ist die Rechnung einfach. Statt einmal 437 Mio. für 20.000 Arbeitsplätze könnte man z.B. 2200 Unternehmen mit 200.000 € an Bürgschaften unterstützen. Wenn diese im Schnitt 50 Arbeitsplätze sichern, dann würden dadurch über 100.000 Stellen gesichert und das vermutlich in Strukturen, die für den Bürgschaftsgeber deutlich weniger Risiken aufweisen als im Fall Arcandor. Zugegeben, das klingt zwar etwas plakativ, ganz von der Hand ist dies aber nicht zu weisen.

      Ob die Bundesregierung freilich das zerbrochene Fenster nun schließt, ist offen.

      Weiterlesen (viele Links etc.) ... http://www.blicklog.com/2009/06/08/schliet-die-regierung-bei…
      1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 06:21:06
      Beitrag Nr. 6.159 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 36.982.420 von Maraho am 16.04.09 18:32:49In Bezug.

      Luftfahrt rechnet mit höherem Milliardeneinbruch

      Kuala Lumpur (dpa) - Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise stößt die Luftfahrtindustrie noch tiefer in die roten Zahlen als befürchtet. Der Luftfahrt-Weltverband IATA hat seine Verlustprognose drastisch revidiert: Er erwartet jetzt ein Minus von neun Milliarden Dollar für 2009. Bislang ging er von 4,7 Milliarden Dollar Verlusten aus. Für 2008 bezifferte er den Verlust auf 10,4 Milliarden Dollar. An der Jahrestagung nehmen mehr als 550 Luftfahrtexperten aus aller Welt teil. In der IATA sind 226 Fluggesellschaften organisiert.

      Quelle: http://de.biz.yahoo.com/08062009/3/luftfahrt-rechnet-hoeh…
      31 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 07:09:28
      Beitrag Nr. 6.160 ()
      Da es nichts wirklich wichtiges mehr zu berichten gibt, mache ich mich jetzt auf den Weg.
      Bis später denn ...
      Avatar
      schrieb am 08.06.09 10:56:42
      Beitrag Nr. 6.161 (