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Hausrat versichern gegen verschiedene Schadensfälle

Wer eine eigene Wohnung besitzt, sollte seinen Hausrat optimal gegen eventuelle Schäden versichern. Die Versicherer bieten für die Tarifberechnung einer Hausratversicherung unterschiedliche Möglichkeiten an.

hausrat versichern
Foto: © Thorben Wengert / http://www.pixelio.de

Wer seinen Hausrat gegen jeden möglichen Schaden absichern möchte, benötigt eine umfassende Hausratversicherung. Hier sind Schäden, die durch Brand, Leitungswasser, Sturm und Hagel oder Einbruch und Diebstahl entstehen, versichert. Dazu gibt es Zusatzbausteine, die nicht vernachlässigt werden sollten. Vandalismus nach einem Einbruch gehört eigentlich schon standardmäßig zu jeder Hausratversicherung dazu. Elementarschäden hingegen müssen genau wie Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag zusätzlich abgesichert werden. Gerade bei Elementarschäden verzichten die Versicherungsnehmer häufig auf eine Absicherung in der Hausratversicherung, wenn sie nicht in einem Hochwassergebiet wohnen. Hier sollte allerdings berücksichtigt werden, dass zu den Elementarschäden zum Beispiel auch Schäden gehören, die durch den Rückstau von Regenwasser entstehen. Dies geschieht bei starken Unwettern auch in Gegenden, die nicht als hochwassergefährdet eingestuft worden sind. Auch Fahrraddiebstahl ist ein Zusatzbaustein, der nicht ohne Prämienaufschlag versichert werden kann. Verschiedene Versicherer bieten darüber hinaus sogenannte Assistance-Leistungen an, falls die Wohnung durch einen versicherten Schaden vorübergehend nicht bewohnbar ist. Hier können bis zu 100 Tage Hotelaufenthalt und die sofortige Einleitung von Absicherungsmaßnamen in den Versicherungsschutz aufgenommen werden.

Für die Ermittlung der Versicherungsprämie stehen verschiedene Wege zur Wahl. Um vor einer Unterversicherung des Hausrates geschützt zu sein, sollte ein Unterversicherungsverzicht eingeschlossen werden. Dieser besagt, dass im Schadensfall keinerlei Prüfungen vorgenommen werden, ob der Hausrat ausreichend hoch versichert ist. Einen Unterversicherungsverzicht erreicht der Versicherungsnehmer dadurch, dass er die vom Versicherer vorgegebene Mindestversicherungssumme pro Quadratmeter akzeptiert. Dabei stehen zwei verschiedene Summen zur Auswahl, von denen die eine eine standardmäßige, die andere eine höherwertige Einrichtung als Ausgangspunkt nimmt. Mithilfe bestimmter zusätzlicher Angaben können die in der Hausratversicherung enthaltenen Wertangaben für bestimmte zum Hausrat gehörende Gegenstände erhöht werden. Besonders bei Antiquitäten oder hochwertiger Kleidung beziehungsweise echtem Schmuck ist es angebracht, die Summen auf die tatsächlich vorhandenen Werte zu erhöhen.

Häufig ist sich ein Versicherungsnehmer nicht darüber klar, was eigentlich alles zum Hausrat dazugehört. Viele empfinden die Mindestversicherungssummen als viel zu hoch, weil ihre Möbel gar nicht so teuer gewesen sind. Eine Hausratversicherung ersetzt im Schadensfall aber nicht nur die Einrichtungsgegenstände. Zum Hausrat, den man versichern kann, gehören auch die Tapeten und Bodenbeläge und der Inhalt von Schränken. Also müssen auch der Wert der gesamten Kleidung, der vorhandenen Lebensmittelvorräte, des Geschirrs und anderer Gebrauchsgegenstände sowie Lampen, Bilder und vieles mehr zur Ermittlung der Versicherungssumme mit herangezogen werden. Wer sich also vor Augen führt, dass nicht nur das Mobiliar, sondern die gesamte Ausstattung zum Hausrat gehört, den man versichern möchte, wird schnell feststellen, dass die Mindestversicherungssumme so hoch gar nicht angesetzt ist.