Rindenmulch – optimaler Schutz für alle Beete

Wer nicht großartig Lust hat, ständig Unkraut zu hacken, sollte sich beizeiten Gedanken machen, offen liegende Flächen und Beete mit einer Schicht Rindenmulch zu bedecken.

Bei Rindenmulch handelt es sich um zerkleinerte oder zerhäckselte Rinde, die allerdings noch nicht kompostiert ist. In der Regel wird eine Schicht von fünf Zentimetern des organischen Materials aufgebracht, die den Boden ganz bedecken sollte. Durch die Lichtundurchlässigkeit und das saure Milieu, welches im Rindenmulch durch die Gerbsäure vorherrscht, entsteht eine gewisse herbizide Wirkung, die vor allem Unkraut am Wachstum hindert.

Gleichzeitig hat der Mulch allerdings ein weites Verhältnis zwischen Kohlenstoff und Stickstoff, was eigentlich optimal für seine Kompostierbarkeit ist. Doch ebenso entzieht er dadurch dem Boden Stickstoff, den wiederum die Pflanzen dringend für ihr Wachstum benötigen. Also sollte vor dem Auftragen von Rindenmulch unbedingt der Boden vorher zusätzlich mit Stickstoff gedüngt werden. Ebenso muss auch bedacht werden, was für Pflanzen in dem gemulchten Beet wachsen sollen. Verlangen sie wie beispielsweise Rhododendren einen sauren Boden, empfiehlt sich die Anwendung von Mulch aus Nadelhölzern. Meist befinden sich auf der Verpackung des Mulchs Hinweise für eine optimale Verwendung.

In Gartencentern, wo Mulch in der Regel in 50 Liter Säcken angeboten wird, ist dieser nicht gerade preiswert. Wer allerdings genau weiß, welchen Mulch er aufbringen will, kann auch mal beim Gartenbauamt der Stadt oder des Kreises nachfragen. Dort bekommt man manchmal größere Mengen zu einem wesentlich günstigeren Preis.

Der große Vorteil einer Mulchdecke ist der, dass unter der Schicht so genannte Schattengare entstehen und dadurch die Bildung von Unkraut zusätzlich verhindert wird. Eine Fläche ohne Rindenmulch muss normalerweise vier- bis fünfmal im Jahr komplett durchgehackt werden. Wird allerdings Mulch aufgetragen, entfällt dieser Arbeitsgang ganz. Es muss lediglich ab und zu vereinzeltes Unkraut mit der Hand gezupft werden.

Im folgenden Frühjahr – recht früh im März oder April – sollten die Mulchreste dann allerdings als Bodenverbesserer in den Boden eingearbeitet und bei Bedarf eine neue Schicht Rindenmulch aufgetragen werden. Werden Beete und Flächen auf diese Art gepflegt, kommt es kaum zu einer nennenswerten Unkrautbildung und der Garten wird wesentlich pflegeleichter. Mehr Zeit also private Paradiese zu genießen, als darin zu arbeiten. Denn gerade im Außenbereich eines Hauses gibt es immer genug zu tun.

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