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Kredite aus der Schweiz: Die Hausbank erfährt nichts

Beim klassischen Schweizer Kredit handelt es sich um einen Kleinkredit, der ohne Schufa-Auskunft und Schufa-Eintrag bestimmten Personen unter gewissen Voraussetzungen gewährt wird.

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Foto: © RainerSturm / http://www.pixelio.de

Schweizer Banken bieten deutschen Staatsbürgern einen speziellen Kredit an. Der ist für alle diejenigen besonders interessant, die einen Schufa-Eintrag verzeichnen müssen. So kann mit einem Schweizer Kredit ein momentan bestehender finanzieller Engpass überbrückt werden, von dem die Hausbank und die Schufa nichts erfahren. Das ist vorteilhaft, wenn beispielsweise beabsichtigt ist, in nächster Zukunft bei einer Bank eine Bau- oder Autofinanzierung zu beantragen. Dann erweist es sich oft als günstiger, wenn sich bei der Schufa kein Eintrag über einen Kredit finden lässt. In der Regel zahlen Schweizer Banken Kredite in Höhe von bis zu 3.500 Euro aus, die in 40 Monatsraten getilgt werden.

Die Banken in der Schweiz sichern sich in diesen Fällen allein über das Einkommen des Antragstellers ab. Daher erhalten Arbeitsuchende, Selbstständige, Freiberufler und Rentner diesen Kredit nicht. Arbeitnehmer oder Beamte, die einen Kredit beantragen, müssen deutsche Staatsbürger und zwischen 18 und 57 Jahre alt sein. Für den Osten Deutschlands gilt die Altersgrenze von 55 Jahren. Sie dürfen weder Schulden in der Schweiz haben oder eine eidesstattliche Versicherung abgelegt haben. Des Weiteren müssen Sie über ein bestimmtes pfändbares Nettoeinkommen verfügen, das monatlich auf einem Girokonto eingeht. Bei einem Alleinstehenden mit der Steuerklasse eins wird das Einkommen mit mindestens 1.070 Euro angegeben. Das muss durch Bankauszüge der letzten sechs Monate belegt werden, denn der Kredit wird durch eine Lohn- oder Gehaltsabtretung abgesichert.

Im Internet findet man Vermittler, die im Kundenauftrag den Schweizer Kredit bei einer Bank oder einem Kreditinstitut beantragen. Den Antrag dazu kann man online stellen. Bei der Auswahl der Anbieter sollte man darauf achten, dass bis zur Kreditentscheidung keinerlei Vorkosten entstehen. Erst wenn der Kredit bewilligt wird, erhält der Vermittler sein Honorar. Die Bearbeitung des Antrags geschieht sehr rasch. Wenn alle benötigten Unterlagen vorgelegt worden sind, kann man mit einer Entscheidung innerhalb von acht Tagen rechnen. Die Kreditsumme wird entweder auf das Girokonto des Antragstellers überwiesen oder – wenn die Hausbank davon nichts erfahren soll – diskret per Postanweisung oder Scheck ausgezahlt. Die Verwendung des Geldes ist nicht an einen bestimmten Zweck gebunden. Es kann zum Ausgleich des Girokontos, zur Begleichung von privaten Schulden, für Anschaffungen, Reparaturen oder einen Urlaub verwendet werden.

Der große Vorteil der klassischen Schweizer Kredite besteht darin, dass Antragsteller, die die Voraussetzungen erfüllen, sehr schnell die gewünschte Summe erhalten, ohne dass ein Eintrag bei der Schufa erfolgt oder die Hausbank davon erfährt. Wer in der Schweiz höhere Kredite - zum Beispiel für eine Immobilienfinanzierung - erhalten möchte, muss seine gesamten finanziellen Verhältnisse offen legen und wird intensiv auf seine Bonität geprüft. Auch in diesem Fall müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.