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Firmeninsolvenz: Versteigerung soll Geld einbringen

Wenn große Unternehmen plötzlich insolvent sind, so können vielfach nur noch Versteigerungen dafür sorgen, dass die übrig gebliebene Ausstattung noch etwas Geld in die Insolvenzkasse bringt.

Jedes Jahr gibt es in Deutschland zahlreiche Firmeninsolvenzen, die dadurch zustande kommen, dass die Unternehmen ihre Ausgaben nicht mehr komplett bestreiten können. Hintergrund sind oftmals ökonomische Fehlkalkulationen oder das plötzliche Einbrechen von wichtigen Märkten im In- und Ausland. Nicht selten sind vor allem große Firmen von Insolvenzen betroffen. Wenngleich auch mögliche Konkurse über Monate verschoben werden können, aufzuhalten sind sie oft dann leider doch nicht. Gerade Firmen sind verpflichtet, die Insolvenz ihres Betriebs ordnungsgemäß beim zuständigen Gericht anzumelden. In den kommenden Tagen und Wochen geht es dann vielfach darum, die vor Ort bestehenden Güter in die sogenannte Konkursmasse einfließen zu lassen. Nur so ist es möglich, dass ein Teil der bestehenden Schulden doch noch getilgt werden kann. Damit die existierenden Güter jedoch überhaupt zu Geld gemacht werden können, ist es wichtig, dass sie zunächst einmal versteigert werden. Durch diese Form der Veräußerung kann zum einen dringend benötigtes Geld gewonnen werden, zum anderen für Menschen die Option geschaffen werden, günstig an qualitative Waren zu kommen.

In regelmäßigen Abständen finden in verschiedenen Städten Deutschlands Versteigerungen statt, welche zum Ziel haben, dass ausreichend Gelder eingenommen werden können. Wer also als Bürger ein Interesse daran hat, hochwertige Firmengüter, wie z. B. Schreibtische, Regale oder sogar Fahrzeuge günstig zu kaufen, der sollte sich erkundigen, wann und wo derlei Versteigerungen stattfinden. Da es sich hierbei um öffentliche Veranstaltungen handelt, werden diese für gewöhnlich auch in der Zeitung inseriert. Der Vorteil derartiger Versteigerungen liegt klar auf der Hand: Die übrig gebliebenen Firmenutensilien können relativ schnell und übersichtlich an einen möglichen Interessenten gebracht werden. Außerdem können Bürger sich so für recht wenig Geld gut erhaltene Waren zulegen, die sie ansonsten nur zu recht hohen Preisen erhalten würden.

Wer im Rahmen einer Firmeninsolvenz eine Versteigerung besuchen möchte, der hat in vielen Fällen bereits im Vorfeld die Möglichkeit, sich über interessante Güter ausreichend zu informieren. Einige Versteigerer veröffentlichen z. B. die jeweiligen Angebote regelmäßig im Internet, wo man sie dann unkompliziert einsehen kann. Dort ist es auch möglich, die jeweiligen Startgebote näher zu betrachten. Gerade bei höherwertigen Angeboten werden derlei Mindestgelder von vornherein festgelegt, damit nachher nicht zu wenig Geld in die Kasse fließt. Wer also unbedingt ein Schnäppchen machen möchte, für den kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld sehr genau zu erkundigen, welche Möglichkeiten im Einzelnen zu erwarten sind. Ist jemand z. B. vor allem an Fahrzeugen interessiert, so kann man ganz gezielt nach diesen Ausschau halten. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um Jahreswagen oder aber Autos, die nur recht wenig gefahren wurden, so dass es sich lohnen kann, zuzugreifen. Bei der Versteigerung selbst sollte man sehr genau darauf achten, wie viele Interessenten vor Ort zusammenkommen und ob generell Interesse an dem einen oder anderen Objekt besteht. Nur so kann man ungefähr ermitteln, wie hoch das jeweilige Gebot ausfallen wird. Mittlerweile werden solche Auktionen auch online ausgeführt, so dass Interessenten vom heimischen Computer aus mitbieten können.