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Investmentbanking: Die Vorteile der Dachfonds

Dachfonds sind Investmentgesellschaften, die ihre Investitionen nicht in direkt in Wertpapiere, sondern in andere Investmentfonds tätigen. So wird versucht, eine Strategie zur Risikostreuung umzusetzen.

Die englische Bezeichnung „Fund of Funds“ legt das Funktionsprinzip der Dachfonds schon ziemlich deutlich offen. Als Dachfonds bezeichnet man Investmentgesellschaften, die ausschließlich in andere Fonds investieren. Dabei darf der Fonds, in dem die Investitionen getätigt werden, allerdings nicht selbst zu den Dachfonds gehören. Außerdem gibt es die Beschränkung, dass der Investor nur zwanzig Prozent des eigenen Vermögens in einen einzigen Fonds investieren darf. Dabei dürfen diese Investitionen maximal ein Zehntel des Gesamtkapitals des Zielfonds betragen. Diese rechtlichen Bestimmungen wurden im Ergebnis des Konkurses des FOF geschaffen. Der FOF war der erste Dachfonds gewesen und war durch Betrügereien und eine verfehlte Anlagepolitik dem Kaskadeneffekt zum Opfer gefallen. Dachfonds waren in Deutschland deshalb bis 1998 verboten. Auch dürfen sie weder in Spezialfonds noch in [url=http://www.wallstreet-online.de/geschlossene-fonds/]geschlossene Fonds[/url] investieren.

Die Vorteile dieser Investmentfonds der oberen Etage liegen darin, dass man eine besonders gute Rendite damit erzielen kann. Das liegt unter anderem daran, dass die Fondsanteile bei den Zielfonds auf Grund der enormen Mengen zu besonders günstigen Konditionen gekauft werden können. Als privater Anleger muss man beim Kauf von Fondsanteilen meistens mit einem Agio, also einem Ausgabeaufschlag rechen. Ein solcher Ausgabeaufschlag fällt bei den Investitionen der Dachfonds in der Regel nicht an.

Allerdings geben die Finanzexperten die bei den übergeordneten Fonds anfallenden hohen Verwaltungskosten zu bedenken. Ursache ist hier nicht, dass die Manager der Dachfonds besonders hohe Gehälter beziehen würden, sondern dass die Kosten des Managements sowohl für den Dachfonds als auch beim Zielfonds entrichtet werden müssen. Um diese Kosten für die Anleger transparenter zu gestalten, arbeiten viele Dachfonds inzwischen mit einem „Performance Fee“. Darunter versteht der Finanzmarktexperte die Erhebung von Gebühren, die in Abhängigkeit vom jeweils erzielten Renditeerfolg errechnet werden.

Weitere Pluspunkte bei den Dachfonds liegen auf Seiten des Anlegers in steuerlichen Vorteilen, aber auch darin, dass mit dem Kauf der Anteile solcher übergeordneter Fonds eine extrem breite Streuung der Investitionen zu erreichen ist, wie man sie bei der Geldanlage in einem einzelnen Fonds nicht erzielen kann. Das minimiert das immer vorhandene spekulative Risiko einer Geldanlage in einem Investmentfonds sehr deutlich.