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Moderne Legende der Währungen: Der amerikanische Dollar

Der amerikanische Dollar gehört zu den so genannten Leitwährungen, die an der Börse gehandelt werden können und deren Wert durch diesen Handel bestimmt wird. Nicht nur wirtschaftlich auch ideell wird der Dollar gesehen.

Zu den begehrten Sammlerstücken bei den Dollar Münzen gehört der „Eagle“. Er war Bestandteil der so genannten Goldstandardwährung und hatte einen Wert von zehn Dollar. Seinen Namen bekam er von dem Adler, um den sich die Aufschrift United States of Amerika herum zog. Seine Zeit lief mit der Einführung der Scheidemünzen in den USA ab. Ein fester Wert beim Dollar wurde 1900 festgelegt. Einem Dollar wurde eine Goldparität von 1,504632 Gramm zugeordnet. 1934 erfolgte eine Reduzierung dieses Wertes auf knapp 0,9 Gramm Gold.

Die Dollar-Einführung als offizielles Zahlungsmittel in den Vereinigten Staaten erfolgte 1792. Auch wenn viele Menschen heute glauben, dass er in Amerika entstanden ist, stammt er doch ursprünglich aus Spanien. Dort tauchte er bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts unter der Bezeichnung Dolaro auf. Die Bezeichnung weist eine historische Ableitung vom deutschsprachigen Thaler auf. Diese Bezeichnung wanderte in die Niederlande und wurde dort in Dealder abgewandelt. Die Dealder gelangten durch die Piraten auch in die amerikanischen Kolonien.

Der Dollar ist in zwei Dutzend Ländern der Welt das offizielle Zahlungsmittel. Zur Unterscheidung wird der Währungsbezeichnung der jeweilige Ländername vorangestellt. Teilweise nutzt man zur genauen Identifizierung auch die geografischen Namen ganzer Regionen, wie das zum Beispiel beim Bermuda Dollar und beim Salomonen Dollar der Fall ist. Bei einem großen Teil dieser Länder liegt die Ursache der Verwendung dieser Währung darin, dass sie zur Kolonialzeit unter amerikanischer Herrschaft standen.

Der Dollar ist nach dem Dezimalsystem aufgebaut. Ein Dollar entspricht 100 Cent. Bei den Münzen ist die Einteilung ähnlich wie beim Euro. Ein zwei Cent Stück und ein 20 Cent Stück gibt es nicht. Dafür haben die Amerikaner oft 25 Cent Stücke im Geldbeutel. Die Münzen besitzen alle besondere Eigennamen, wie beispielsweise das Dime genannte 10 Cent Stück und das 5 Cent Stück, das Nickel genannt wird.

Während man beim Euro als kleinste Banknote den 5 Euro Schein kennt, bekommt man in Amerika auch einen Dollar gern als Schein ausgehändigt. Auch den zwei Dollar Schein gibt es. Bis zum Hunderter ist die Stückelung gleich der des Euro. Bis 1969 waren auch Scheine mit Werten von 500, 1.000, 5.000 und 10.000 Dollar üblich. Der 10.000 Dollar Schein mit Woodrow Wilson ist noch immer ein offizielles Zahlungsmittel, auch wenn er sich nicht mehr im Umlauf befindet.