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Chinesische Aktien als vielseitige Anlageoption

Vom überaus großen Wirtschaftswachstum, das China zu verzeichnen hat, können europäische Nationen nur noch träumen; so stellt China einen aufstrebenden Markt dar, der nunmehr bei den ganz Großen mitmischen will.

Dieser Situation entsprechend gestaltet sich der Aktienmarkt: Betreffende Wertepapiere besitzen einen außerordentlichen Reiz und bieten gute Chancen, am chinesischen ''Wirtschaftswunder'' teilzuhaben. Auf Basis dessen kann ohne Frage von sehr verheißungsvollen Papieren gesprochen werden.

Bedenklich ist nur, dass sich der Aktienmarkt einer derartig aufstrebenden Nation immer als sehr ambivalent kennzeichnen wird, und dass eine Kapitalinvestition in China auch durchaus Nachteile und Unsicherheiten mit sich bringt; zu erwähnen ist hierbei vor allem die Schieflage, in die sich der neue Tigerstaat durch Finanzkrise und Weltrezession gebracht sieht, - Krisen sind nie in absoluter Präzision vorauszusehen und ihre Folgen nicht in jeder Hinsicht abzuschätzen: Festzustellen ist, dass mancher Experte, gerade in China, das Wachstum über Planungssicherheit stellt, die nächste Finanzkrisen verursachende Blase anwachsen und platzen sieht. So ist deutlich sichtbar, dass auch eine expandierende Wirtschaft wie diese unter Schwankungen zu leiden hat, und dass in Aktien in China beheimateter Unternehmen stets auch die mittelfristige Unsicherheit enthalten ist, die mit dem Erstarken von Schwellenländern unweigerlich einhergeht.

Von großer Unsicherheit lässt sich auch hinsichtlich der politischen und ethnischen Zusammensetzung sprechen: Bei derartig vielen verschiedenen und miteinander konkurrierenden Volksgruppen besteht immer die Gefahr drohender Unruhen, und in einem System geprägt von Diktatur und ''kommunistischer Marktwirtschaft'' ist umfassende Stabilität und somit Sorglosigkeit in Bezug auf Entwicklung und Anlagevolumen nicht immer gegeben. Sollte ein politischer Umsturz vor sich gehen, so ist es leicht möglich, dass sich Wachstum zunächst in Niedergang verkehren wird; und keine Zustände sind fähiger, Aktienkurse zu schädigen, als - und auch für chinesische Verhältnisse relevant - es Unruhen und Aufstände sind.

Zu erwähnen ist – dem Humanismus geschuldet – auch, dass Investitionen in China zum jetzigen Zeitpunkt oft mit Ausbeutung menschlicher Arbeit sowie der Natur einhergehen können.

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